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Berichteforum vom virtuellen Gestüt Gut Rohttenberg
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    Re: Berichte

    natalie - 08.03.2007, 13:56

    Berichte
    Hier schreibt Anna ihre Berichte rein! :D



    Re: Berichte

    Anna - 08.03.2007, 21:22


    Daniel fuhr mit dem großen BMW Geländewagen auf den Hof."Wow!" ,stieß ich aus und Daniel nickte.Er musste lächeln und wir kamen neben dem Hänger von Natalie und Dominik zum stehen.
    "Hey du!" ,sagte ich und Natalie umarmte mich auch schon als ich ausgestiegen war.
    "Wahnsinn das gehört alles uns!" , ich musste nur lächeln.Meine "süßen" Hamsterbacken kamen zum Vorschein. Dann war Natalie auch schon wieder verschwunden und ich machte mich daran mein Hengst auszuladen.
    Daniel war bereits dabei die Ladeklappe runter zu klappen.Im Gegensatz zu Natalie und Dominik hatten wir nur ein Pferd auszuladen.Dieses war mein Friesenhengst Cavallo.
    Aber er ist nicht mein einzigstes Pferd.Ich hatte Katta gekauft bevor wir diesen Hof übernommen hatten. Daniel war dafür ziemlich dankbar.
    Er liebe Pferde genauso wie ich.
    Wieder im Hänger schnaubte Cavallo mich vertrauensvoll an und ich grinste."Komm Süßer , das ist dein neues Zuhause!" , sagte ich und führte ihn die Ladeklappe hinunter.Wenig später kam der glänzende Körper meines Friesen zum Vorschein.Er sah sich neugierig um und atmete tief die Luft ein.
    Es fing schon langsam an zu dämmern."Komm Dicker wir packen sich jetzt zu Cha auf die Weide.Dann kann ich Katta begrüßen ,du kannst dir die Beine vertreten und ich hole dich später rein und putze dich erst mal lange!",sagte ich und Cavallo nickte.Daniel nahm mich an die Hand und so schlenderte ich mit Verlobtem und Pferd hinüber zur Wiese."So mein Schatz ,die Gamaschen lasse ich vorne drum ,du weißt ja deine Beine sind wertvoll!" ,grinste ich und er stupste mich an.Dann nahm ich ihm die Decke und das Halfter ab."Lauf zu bis nachher!" ,sagte ich und gab ihm einen kleinen Klapps.Er jagte los. Daniel lachte und ich musste mitlachen.
    "So Baby schauen wir uns Katta an?" ,fragte er und ich nickte."Sicher Schatz!" ,und wir schlenderten wieder hinüber zum Stall."Katta!" ,sagte ich leise im Stall und der braune Kopf der Stute schoß aus der Box."Na alles klar Süße?" ,fragte ich und sie streckte den Kopf nach meinen Händen.Ich streichelte und man merkte wie wenig Aufmerksamkeit sie in den letzten Jahren gehabt hatte.Daniel legte seinen Hand auf meine und kraulte ebenfalls die Stute.Er lehnte mich etwas zurück und schloss die Augen.Daniel küsste mich auf den Nacken.
    Katta genoß es sichtlich das Daniel sie nun mal richtig putzte, während ich ihre Box mistete.Sie war lange nicht mehr gemacht worden das stand fest.
    "Hey Honey, sing was das Radio ist noch im Auto!",lachte ich und er grinste."Nur wenn du mitsingst!" "Okay!" und schon sangen wir los. Katta schnaubte zwischendurch und ließ ein helles Wiehren hören ,so als würde sie uns auslachen.Ich schüttelte nur den Kopf und grinste.
    Nach dem ich fertig mit der Box war und eingestreut hatte, sagte ich zu Daniel das ich nun Cavallo hole und ihn putzen wollte.Er nickte und küsste mich.
    "Cavallo!" ,rief ich und pfiff. Sofort kam mein großes schwarzes Ungetüm angesprungen.Ich lachte und ging in die Weide."Na komm her! Oh super hast dich extra nochmal gewälzt!" ,sagte ich und streichte ihm über die Nüstern.Er schien zu grinsen und nickte prustend.
    "Na dann komm, extra Putzeinlage!",sagte ich und führte ihn über den Hof. Im Stall angekommen band ich ihn vor seiner Box an und holte den großen Putzkoffer."Möchtest du jetzt schon dein Futter oder erst später?" ,fragte ich ihn und er schien mir zu sagen das er es jetzt gerne hätte."Okay Dicker dann mach ich dir jetzt mal dein Futter bis gleich!" In der Futterkammer holte ich Hafer,Weizen, Karotten, Äpfel und Pellets und begann zu mischen und mixen.Ich schnippelte hier und da bis ich dann das Müsli mit den extra ganzen Karotten fertig hatte.
    Ich nahm den Eimer auf und trug ihn wieder zu Cavallo."Guten Apetitt!"zwinkerte ich und stellte ihm den Eimer auf den Boden.Angebunden war er nicht,also konnte er in Ruhe fressen.
    Während ich sein gleichmäßiges Mampfen hörte , schnappte ich mir den Striegel und begann ihn zu massieren und auch zu putzen. ;)


    Gegend Abend war alles erledigt.Die Pferde standen zufrieden in ihren Boxen und die Sachen waren eingeräumt.Daniel hatte für uns gekocht und nun saßen wir in unserem großen Wohnzimmer und tranken Rotwein.Leise spielte Musik im Hintergrund.Ich lag auf dem Sofa und hatte mein Kopf auf seine Brust."Hey du!" ,sagte er leise und strich mit seiner Hand durch mein Haar.Seine Stimme klang warm."He du!" ,sagte ich und sah ihm in die Augen."Ich liebe dich!" , ich lächelte und küsste ihn lange. Lerran lag zu unseren Füßen und ich kraulte ihn mit einem Fuß."Morgen machen wir einen schönen Jogginggang wir beide, oder Herrchen will mit!" ,sagte ich und Lerran wedelte mit dem Schwanz und sah mich an.
    Gegen 11 Uhr hatte ich dann auch die letzten Kerzen gelöscht und Daniel und ich gingen ins Bett.
    Ich kuschelte mich an ihn und kurz darauf schliefen wir beide an.Der erste Tag ging zu Ende.



    Re: Berichte

    natalie - 08.03.2007, 21:31


    Oh Anna!
    Der Bericht ist ja cool! :ja:

    LiebZ dich!
    Nata



    Re: Berichte

    Anna - 11.03.2007, 01:07


    Die Sonnenstrahlen kitzelten mich in der Nase.Ich gähnte und setzte mich auf.Der Wecker zeigte 6 Uhr.Ich schälte mich aus Daniels Armen und dem Bett.Am Fenster streckte ich mich erst mal.Ich zog die Gardinen komplett zur Seite und sah auf den Hof.Hinter mir im Bett hörte ich Grummeln. Ich grinste.Kurz darauf schlagen sich 2 Arme um mich."Guten Morgen!" ,meinte Daniel und küsste mich.
    Lerran erwachte nun auch und lief zu uns ans Fenster.Ich streichte ihm über den Kopf."Komm ich mach uns mal Frühstück!",sagte ich und die beiden Herren schienen begeistert.
    Auf dem Weg in die Küche schlechte Lerran um meinen Beine.Ich musste lachen."Hund du bist keine Katze!",sagte ich und Daniel schüttelte nur den Kopf und grinste.Auf halben weg bog er dann auch ab ins Bad.
    In der Küche angekommen zog ich auch hier die Gardinen auf.Ich setzte Wasser auf und nahm 2 Tassen aus dem Schrank.Ich tat in beide Teebeutel und machte mich jetzt daran das Brot in den Brotkasten zu tun.Ich holte Marmelade und Aufschnitt aus dem Kühlschrank und stellte dies ebenfalls auf den Tisch.Dann goss ich das heiße Wasser in die Tassen und stellte diese ebenfalls auf den Tisch.Ich nahm mir außerdem noch ne Müslischale, Milch und Müsli.
    Als ich am Tisch saß , hörte ich auch die Dielen knarren und Daniel kam in die Küche.Er sah einfach so gut aus in seinen Boxershort.Ich grinste und er sah mich erstaunt an."Was hast du denn?" ,meinte er."Och nicht, ich guck dich nur gerne an!" ,grinste ich und er musste lachen.Während ich mein Müsli löffelte gab er Lerran sein Futter und setzt sich dann mit gegenüber an den Tisch.Er beobachtete mich und sah mir schließlich in die Augen.
    "Was wird das denn?Beute absorvierung?" ,fragte ich und er grinste."So in etwa!" ,meinte er dann."Du ich gehe gleich mit Lerran laufen, willst du mit bevor wir anfangen die Pferde zu füttern?", fragte ich und er nickte, während er von seinem Brot abbiss."Okay!" ,sagte ich und Lerran spitzte ebenfalls die Ohren.Nach dem Frühstück war es Daniels Aufgabe die Kücer aufzuräumen und ich verzog mich ins Bad.Etwa 10 Minuten später kam ich wieder heraus.Meine langen Haare hatte ich zu einem Pferdeschwanz gebunden.Im Schlafzimmer, besser im begehbaren Kleiderschrank, zog ich meine Sporthose an und ein Longshirt.Auch wenn die Sonne scheinte war es noch nicht ganz so warm.Als ich wieder heraus trat , kam Daniel ins Schlafzimmer.Während wir aneinander vorbeigingen küssten wir uns kurz."Beeil dich!" ,sagte ich und lächelte."Das mach ich immer das weißt du doch!" ,hörte ich ihn sagen als er im Kleiderschrank verschwunden war.Ich ging in den Flur wo Lerran schon mit seiner Leine wartete.Ich musste lachen."Du hast es aba eilig.Willst du nicht ohne Leine laufen?" ,fragte ich und er legte seinen Kopf schräg.Er ließ die Leine fallen und ich hob sie auf."Ich nehme sie nur mit, ich meine du hörst ja auf mich oder ?" ,fragte ich Lerran und dieser bellte bestätigend."Also von mir aus können wir los!" ,hörte ich Daniel hinter mir sagen und drehte mich um."Okay!" ,meinte ich dann und öffnete die Tür.Ich schnappte mir den Schlüssel und Daniel zog die Tür hinter sich zu.
    Wir liefen ungefähr eine Stunde.Es war herrlich morgens wo noch alles realtiv ruhig war.Wir liefen durch den Wald und an den Wiesen des Gestüts vorbei.Lerran tollte um uns herum und jagte ein paar Fliegen.
    Wieder auf dem Hof war es unegefähr halb acht.Immer noch war es ruhig.Nur hier und da waren schon ein paar Pferde wach und man hörte schnauben."Was willst du Schatz ? Duschen oder Baden? " ,fragte Daniel mich und ich entschied mich fürs Duschen.Vorher stellte ich Lerran noch Wasser hin und nahm ebenfalls einen großen Schluck.Dann verzogen Daniel und ich uns ins Badezimmer.Während ich in der Dusche stand ließ er Badewasser ein."Bebi willst du heute mit Katta arbeiten ?" ,fragte ich während ich mich abtrocknete."Ja wollte ich oder wolltest du mit ihr arbeiten ?" ,fragte er und sah mich an."Nein!" ,ich setzte mich an den Badewannenrand."Gut, danke!" ,meinte er und grinste.Ich zwinkerte ihm zu und beugte mich zu ihm."Ich guck dir aber später zu!" ,sagte ich kurz bevor wir uns küssten.
    Pünktlich um 8.00 Uhr standen Daniel und ich dann im Stall der Stuten und Wallache und fütterten sie.Die meisten waren bereits wach.Ein paar Stallburschen kamen uns entgegen und grüßten freundlich.Heute um 10.00 würden Natalie und ich dann alle kennen lernen.Daniel blieb direkt bei Katta und ich machte mich auf den Weg in den Hengststall.Hier traf ich Natalie bei Cha."Guten Morgen!" ,sagte ich und umarmte sie kurz.Cavallo wartete schon."Na mein Dicker, gut geschlafen ?" ,fragte ich und er sah mich an.Dan schnaubte er mir ins Gesicht und ich musste lachen."So dann wollen wir mal dein Frühstück holen!" ,sagte ich und machte mich auf den Weg in die Futterkammer.Nach kurzem Schnippeln und mischen kam ich wieder."So hier dein Mischmasch!" ,sagte ich immer, wie heute.Während er mampfte überlegte auf dem Weg zu meinem Spind was ich heute mit ihm machen konnte.
    Ich entschied mich für einen Ausritt und nahm den Putzkoffer, die Trense und die Bandagen aus meinem Spind."So Cavallo, wie gehen ins Gelände ja ?" ,fragte ich meinen Friesen und dieser nickte nur während er kaute.Kurz darauf begann ich ihn zu putzen.Ich fuhr mit großnen Kreisen über seinen Körper.Nach dem auch der letzte Wurzelbürsten strich fertig war, glänzte er wahrhaftig wie eine Speckschwate.Nur das bei ihm es nicht Speck war sondern pure Muskeln.Ich trenste ihn schließlich auf und band ihm die Bandagen um.Nun führte ich ihn durch die Stallgasse. Auf dem Hof stieg ich auf.Ein paar Pferde wurden schon auf die Weiden gebracht.Es herrschte zwar kein reges Treiben,aber es war schon etwas los.Ich grüßte noch mal einen Pfleger und gab Cavallo dann die Richtung vor.Es ging zum Wald durch den Daniel und ich heute morgen gelaufen sind.Auf dem Hof viel mir ein das ich Lerran mitnehmen konnte und somit pfiff ich nach ihm."Lerran!" , rief ich und er kam aus dem Stutenstall.Wahrscheinlich war er bei Daniel gewesen."Willst du mit?" ,fragte ich und er bellte und wedelte mit dem Schwanz."Okay dann wollen wir mal!" ,sagte ich und gab Cavallo Schenkeldruck.
    10 Minuten später trabten wir durch den Wald.Er roch er immer noch nach Morgentau und die Sonne sendete ein paar Strahlen durch das Dach aus Blättern.Lerran beschnupperte jeden Baum und Casanova sah sich interessiert um.An einem langen Waldweg angekommen , gab ich ihm Schenkeldruck.Er machte einen Satz nach vorn und galoppierte zur Lichtung.Meine Haare, die wieder offen waren wehten und Cavallos Mähne flatterte.Man hörte seinen Hufschlag sehr gut , trotz Laubboden.Es muss toll ausgesehen haben wie ein schwarzer Riese durch die Reihen der Bäume preschte.An der Lichtung kamen wir zum stehen.Cavallo schnaubte durch und ich strich ihm über den Hals.Lerran kam nun mit hängender Zunge angedackelt.Cavallo hatte ihn geschlage, doch das machte nichts.Cavallo ging in viele verschiedenen Richtungen.Ich ließ ihm die Zügel frei und er sah sich immer noch sehr neugierig um.
    Erst nach 20 Minuten gingen wir aus dem Wald.Cavallo war bereits etwas nass,aber das war noch nicht zu extrem.Ich pfiff nach Lerran und ritt dann auf die nicht genutzten Wiesen,wo wir heute morgen auch waren."Was hälst du von Wald und Wiesen Dressur mein Schwarzer ?" ,fragte ich und er scharrte mit Huf."Okay dann mal los!" ,sagte ich und gab ihm den Spanischen Schritt vor.Danach trabte ich mit ihm einen graden Weg und ging dann in den Galopp.
    Etwa nach 45 Minuten waren wir beide nass uner er verbeugte sich.ÄIch streichelte ihm lange den Hals."Komm nach Hause!" ,sagte ich zu Lerran der im Gras gelegen hatte.Den Rest nach Hause ließ ich Cavallo langen Zügel und legte mich auf seinen Rücken.Die Sonne kitzelte mich in der Nase.Lerran tobte wieder Fliegen hinterher und Cavallo schnaufte sich aus.
    Auf dem Hof angekommen, sah ich schon Daniel außen auf dem Platz mit Katta."Na meine Süßen!" ,sagte ich und ritt ans Gatter.Cavallo wieherte Katta zu.Daniel brachte sie zum stehen."Ja, aber irgendwie wirds nichts!" ,meinte er lächelnd und ich nickte."Darf ich mal?" ,fragte ich und er nickte."Klar!" "Okay!" ,sagte ich und sprang von Cavallo.Daniel steig ebenfalls von Katta und ich trat mit Cavallo auf den Reitplatz.Daniel nahm Cavallos Zügel und ich nahm die von Katta."Hallo du , ich möchte jetzt nen paar Runden auf dir drehen!" ,sagte ich und streichte ihr einmal kurz über den Hals.Ich stieg auf und fasste die Zügel nach."So dann reiten wir mal auf den ersten Hufschlag!" ,sagte ich und trieb sie an.Zuerst ging sie etwas langsam aba ich schnalzte mit der Zunge und sie trieb sich etwas.Ich gab ihr einmal die Schenkel und sie ging in den Trab."1,2,1,2!" ,zählte ich laut mit.Katta sollte sich daran gewöhnen.Ich achtete darauf das sie genau auf dem ersten blieb und nicht in den 2ten abwich."So Galopp!" ,sagte ich erst und schnallzte dann mit der Zunge.Gleichzeitig gab ich dann etwas Schenkeldruck.Kattas Trab wurde schneller und schließlich galoppierte sie an."Super!" ,lobte ich sie."Das war echt gut!" ,sagte Daniel als ich Katta hielt und ihr den Hals streichelte."Danke!" ,meinte ich und beugte mich zu ihm herunter.Er küsste mich und strich mir ine Strähne aus dem Gesicht."So nun mach du mal weiter, ich versorge Cavallo!" ,sagte ich und stieg ab."Okay bis später Honey!" ,sagte er und ich nickte."Bye Baby!" ,sagte ich und ging mit Cavallo über den Hof.In seiner Box nahm ich seine Trense ab und band ihm die Bandagen ab.Als ich aus er Box getreten war wälzte er sich."Mein kleiner Dreckspatz!" ,grinste ich und er schnaubte mir ins Gesicht."Bääh danke!" ,sagte ich und pustete zurück."Ab auf die Weide mit dir!" ,ich nahm ihm am Halfter und führte ihn zur Hengstweide."Und ab , bis in einer Stunde!",sagte ich und Cavallo tollte davon. Ich hang das Halfter an den Koppelzaun und machte mich wieder auf den Weg in den Stall zu seiner Box.Ausmisten war angesagt.Ich schnappte mit Schubkarre und Mistgabel und krempelte die Ärmel hoch.Sage und schreibe 15 Minuten später war die Box blitzeblank und neu eingesträut.Ich fuhr fie letzt Fuhre Mist auf den Misthaufen.Auf dem Hof traf ich meinen Schatz der gerade mit Katta zur Wiese gehen wollte."Hey Honey!", rief er und winkte.Ich winkte zurück."Bebi!" ,grinste ich und ging auf ihn zu."Kommst du mit zur Weide ?" ,fragte er mich und ich nickte.Sein Arm schlang sich um meine Schulter n und wir gingen zur Weide.Dort nahm Daniel Katta das Halfter ab und ließ sie laufen.Wir setzten uns auf einen der Koppelzäune und ich lehnte meinen Kopf auf seine Schulter."Es ist toll das hier alle zu besitzen!" ,meinte ich und seufzte.Daniel nickte."Ja das stimmt.Es ist Wahnsinn, danke!",er lächelte und sah mir in die Augen.Ich lächelte und schmiegte mich an ihn.Auf der Teambesprechung haben Natalie und ich dann zum ersten Mal alle kennengelernt.Alle waren sehr nett und kannten sich wirklich mit Pferden aus.Den Rest des Tages verbrachten wir dann damit die restlichen Ställe zu säubern und Pferde zu putzen und zu füttern.Zwischen drin holte ich meinen Schatz wieder rein und machte ihm das Abendbrot.Jetzt war es 9 Uhr abends und alles war fertig.Feierabend.
    Daniel war schon in der Wohnung und bereitete das Abendbrot vor. Ich schlenderte währenddessen noch über den Hof.Die Ruhe von heute morgen war wieder eingekehrt.Einmal atmete ich tief durch.Nur meine Schritte zum Wallach- und Stutenstall hörte man."Katta!",sagte ich leise und der braune Kopf der Stute erschien."Na süße!" ,sagte ich und nahm ihren Kopf in meine beiden Hände.Sie sah mich mit ihren treuen Augen an.Ich lächelte und lehnte meine Stirn gegen ihre.ich schloss die Augen und fuhr sanft mit meinen Finger um ihren Kopf.Sie genoss es und stand ganz still.Ungefähr 10 Minuten verharten wir so."Gute Nacht Süße!" ,sagte ich dann und sie sah mich wieder mit ihren treuen Augen an.Ich trat aus dem Stall und schloss ihn ab.Wieder lief ich über den Hof und wieder hörte man nur meine Schritte."Cavallo!" ,sagte ich leise und mein schwarzer Riese schaute über seine Tür."Hallo mein Schatz!" ,flüsterte ich und küsste ihn.Dabei schloss ich die Augen und lehnte meinen Stirn ebenfalls gegen seine.Er schnaubte leise und ich nahm auch seinen Kopf in beide Hände.Cavallo schloss die Augen und stand still.Es war völlig ruhig im Stall nur ab und an störte ein Schnauben die Ruhe.Ich seufzte leise.Hier konnte ich ewig stehen bleiben.Ich kraulte meinem Schatz die Stirn und fuhr über seinen Hals.Nach etwa 20 Minuten wünschte ich ihm dann auch eine gute Nacht, küsste ihn kurz auf die Nüstern und verließ den Stall.Auch hier schloss ich wieder ab.Daniel saß bereits am Tisch als ich reinkam."Oh Spaghetti!" ,sagte ich grinsend und er nickte.Na ihr kennt das ja mit Susi und Strolch.
    Lerran bekam ebenfalls ein bisschen von der Fleißsoße,aber halt nur soviel wie das er keine Magenverstimmung bekommen konnte.Er mampfte ebenfalls glücklich und zufrieden.
    Gegen 11 Uhr nach dem wir abgewaschen hatten, begaben wir uns ins Bett.Während Daniel sich umzog ,huschte ich noch mal kurz ins Bad.Wenig später lagen wir dann auch schon in dem großen Bett.Ich lehnte mich an meinen Schatz und kurz darauf war von Daniel,Mir und Lerran ,der bei uns im Schlafzimmer seinen Körb hatte tiefes Atmen zu hören.Ein wunderschöner trotzdem harter erster Arbeitstag ging zu Ende.



    Re: Berichte

    natalie - 11.03.2007, 21:42


    Boah! :eek: Ich werd verrückt!
    Waaaaahaaaah! Jetzt muss ich auch so nen langen schreiben! *gg* nee, net unbedingt. aber nen toller Bericht! ;)

    Nata



    Re: Berichte

    Anna - 03.04.2007, 20:23


    "Guten Morgen Sonnenschein!" ,meinte ich und zog die Gardinen zur Seite.Tatsächlich schien mir die Sonne ins Gesicht."Herrlich!" ,flüsterte ich und öffnete die Fenster.Lerran schlich mir um meine Beine und hinter mir im Bett hörte ich brummeln.Mit einem Satz saß ich im Bett."Aufstehen Schatz!" ,flüsterte ich und streichte ihm über die Wange.Er blinzelte mich verschlafen an und zog mich dann an ihn.Ich lächelte und auch er war ganz zufrieden."Frühstück frisch vom Bäcker!" ,meinte ich dann und küsste seine Nasenspitze."Oh werd ich aber verwohnt!" ,grinste er und küsste mich dann richtig.Ich grinste und zuckte mit den Schultern."Ja du Schlafmütze.Ich war schon mit Lerran draußen!" ,meinte ich und schüttelte den Kopf.Im nächsten Moment riss ich ihm die Bettdecke weg und kicherte."Na warte!" ,mit einem Satz war er hinter mir auf den Beinen und versuchte mich zu fangen."Bin schneller Bätsch!" ,ich streckte ihm die Zunge raus."Gleich hab ich dich!" ,meinte er.Dann bremste ich ab und er lief mir direkt in die Arme."Ja Schatz jetzt hast du mich!" ,meinte ich leise und er nickte.Dann küsste er mich ehe wir uns ans Frühstücke machten.Vorher gab ich Lerran auch noch sein Frühstück."Hm ich glaube ich Bürste den Dicken nachher!" ,meinte Daniel zu mir und nippte an seinem Kaffee."Gut danke, ach ja ich hab mit Herrn Breitner gesprochen.Snow darf bei ihm auf den Hof bleiben und wird weiterhin als Zuchtstute eingesetzt ,aber als meine!" ,sagte ich und setzte die Teetasse ab."Okay , das ist sehr nett von ihm!" "Ja das ist es!" ,antwortete ich und seufzte leise."Ach und noch etwas!" " Oh ich werde heute ja bombandiert!" ,lachte Daniel und ich musste auch lachen."Genau. Nein ich wollte dir nur mitteilen das ich Katta Decken lassen möchte." "Warum denn ?" ,fragte er."Hm, ich finde jetzt ist ein guter Zeitpunkt.Außerdem möchte ich Cavallo wieder intensiv ins Programm arbeiten!" ,sagte ich und biss in mein Brötchen."Ja aber er kann die Hohe Schule doch im Schlaf!" ,meinte Daniel und sah mich an."Das stimmt Schatz ,aber das Springen hat nach gelassen und seine Beinarbeit unter mir geht auch nicht mehr so dolle.Wir müssen beide Üben und es ist ja nicht so das ich Katta einfach loswerden will.Kümmern werde ich mich natürlich immer noch um sie das ist keine Frage!" ,sagte ich und schluckte den letzten Bissen runter."Gut, das ist eine gute Idee Süße!" ,sagte Daniel und biss nun auch in sein Brötchen.

    Nachdem Frühstück machten Daniel und ich uns auf den Weg zu den Pferden.Zuerst begrüßte ich Katta um ihr von meinen Vorschlag zuerzählen auch wenn sie mich nicht verstehen kann."Hallo meine Schöne!",sagte ich als ich ihre Box betrat.Sie schnaubte mir zu."So heute wollen wir dich verkuppeln !" ,zwinkerte ich und sie machte große Augen."Nein, so nicht.Ich möchte dir den Hengst vorstellen mit dem du die nächte Woche auf der Weide verbringen wirst!" ,meinte ich dann und machte sie an einem Führstrick fest."Aber erst putzen!" Auf dem Weg zu den Spinden traf ich meinen Schatz."Oh du hier!" ,grinste er und ich nickte."Ja muss sie doch noch ein bisschen raus putzen und du ?" ,fragte ich und stupste ihn an.Er küsste mich auf die Stirn."Ich werde mir Jo Lorino schnappen und ein bisschen mit ihm trainieren.Damit der alte Herr nicht aus der Übung kommt!" ,meinte Daniel und bewaffnete sich mit Sattel ,Trense und Putzkoffer."Also dann bis später auf dem Platz!"
    Ich ging die Stallgasse entlang."So Dicke da bin ich wieder!" ,meinte ich und ging wieder in ihre Box.Während ich ihren Rücken bearbeitete bekam sie ihr Frühstück von einem der Stallburschen.Genüßlich kaute sie vor sich hin und ich kratzte ihre Hufe aus.
    Nach dem sie fertig wasr ,packte ich auch meine Putzsachen weg."Dann wollen wir dich mal auf die Weide bringen!" ,meinte ich und führte sie aus der Box. Ich ließ den Panikharken an ihrem Halfter einschnappen und führte sie dann aus dem Stall.Auf der Weide angekommen hing ich den Strick an den Zaun , nach dem ich sie ab gemacht hatte."Lauf Dicke!" ,meinte ich und gab ihr einen liebevollen Klaps auf den Po.Während sie lief drehte ich mich um ging über den Hof zum Stall der Deckhengste."Hallo Son Jaqué!" ,ich streckte meine Hände zu ihm aus.Er hatte schönes weiches Fell."Danke das du ihn geputzt hast!" ,sagte ich zu dem Stallburschen und dieser nickte freundlich."Dann wollen wir dich mal meiner Katta vorstellen!" ,Son Jaqué legte den Kopf schräg und ich zwinkerte ihm zu.
    "Also darf ich vorstellen, die Dame ,der Herr!" ,meinte ich und öffnete das Gatter.Katta spitzte die Ohren und auch Son Jaqué sah sich interessiert an."Na dann lass ich euch beiden mal alleine!" ,grinste ich und schnappte mir die Führstricke.Als ich mich nochmals umdrehte beschnupperten Katta und Son Jaqué bereits."Gutes Zeichen!" ,murmelte ich und ging pfeifend über den Hof.
    "Cavallo, Süßer!" ,ich trat in die Box meines schwarzen Riesen."Na alles klar bei dir ?" ,fragte ich und nahm seinen Kopf in beide Hände.Er schnaube und stupste meine Wange an."Gut ! Also ich hab beschlossen das wir beide mal wieder etwas mehr trainieren sollten!" ,sagte ich und führte ihn aus der Box.Er schnaubte und nickte."Wir gehen jetzt erst mal auf den Reitplatz , ich möchte dir das Lied vorspielen zu dem wir trainieren !" ,Cavallo folgte mir und spitzte die Ohren.
    "Hör rein!" ,meinte ich dann und schaltete die Anlage dort ein.Sobald der erste Ton erklang spielte Cavallo verrückt.Die Musik kam mit einer Wucht aus der Anlage."Scheiße!" ,ich rannte über den Platz und stellte leiser."Welcher Vollidiot macht das denn auf volle Lautstärke?" ,grummelte ich wutentbrannt.Cavallo raste umher."Whoa, ruhig Dicker!" ,in einem T ging ich auf ihn zu, doch es halfs nichts."Cavallo!" ,er rannte wie Blöd um mich."Whoa großer , ruhig!" ,versuchte ich es wieder.Es blieb stehen."Na siehst du fein!" Langsam ging ich auf ihn zu.Seine Nüstern blähten sich ruckartig auf und zogen sich wieder zusammen."Ruhig!", ich legte meine Hand an seinen Hals.Er zuckte zusammen."Ruhig!" ,meinte ich weiter und streichelte langsam und vorsichtig über seinen Hals."Was war das denn ?" ,fragte Daniel mich.Er stand am Zaun.Ich war so beschäftigt damit Cavallo zuberuhigen das ich es gar nicht mitbekommen hatte das er an den Zaun gekommen war."Ich weiß es nicht!"
    Nach dem Cavallo wieder ruhig war versuchte ich es nocheinmal.Doch ihm gefiel anscheinend das Lied nicht.Er scharrte protestierend im Sand und legte die Ohren an."Okay Dicker anderes !" ,schnell schaltete ich eins weiter."Hit me Up" erklang aus dem Rekorder.Cavallo hielt still.Die Ohren schnellten augenblicklich nach vorn und er schien auf die Musik zuhören.Daniel stand nun hinter mir."Komm Cavallo!" Ich ging in die Mitte des Reitplatztes.Cavallo folgte mir.Daniel sah zu."Was hast du denn jetzt vor ?" "Das wirst du sehen!"
    Ich ging auf Cavallo zu."Back!" ,gab ich das Kommando.Es ging zurück."Go!" , folgte das nächste Kommando als ich zurück ging.Er kam wieder auf mich zu.Das wiederholten wir ungefähr 3 mal.Ich schnalzte mit der Zunge und er kam zu mir."Helf mir mal bitte!" ,sagte ich und Daniel hob mich auf Cavallo."Danke!" Wir küssten uns kurz.
    "Hey das können wir auch reinbringen." , überlegte ich mir. In meinem Kopf enstand so langsam aber sicher eine Kür.
    Cavallo galoppierte an.Ich ließ ihn ihm fliegenden Galoppwechsel laufen."Teerab!" ,gab ich an und er trabte.Durch meine Beinangabe, verstärkte sich der Trab."Halt und Trab!" ,meinte ich und er trabte auf der Stelle.Mit kurzem Schenkeldruck gab ich ihm frei auszubrechen.Er galoppierte los.An der lange Seite ließ ihn nun eine Volte reiten.
    Jetzt saß ich im gedachten Damensattel auf ihm."Spain!" ,meinte ich und er trat in den spanischen Trab.Ich würde erst später die Reihenfolge festlegen.Ich wollte ausprobieren wie es am besten zusammen passte.Ich setzt mich leicht und er trabte leicht an.Als das Lied zu Ende ging gab ich ihm die Hilfen für eine Capriole."Super !" ,lobte ich ihn lange."Das war echt klasse!" Daniel kam zu mir und hob mich vom Pferd."Oh danke mein Schatz!" ,grinste ich und er sah mich an.Er hatte mich immer noch auf seinen Armen."Was wird das ?" ,fragte ich und grinste."Übung für die Hochzeit!" ,meinte er und ich machte große Augen.Kurz darauf umarmte ich ihn stürmisch.Das Lied sprang auf replay.
    Wir alberten und tanzen zirka 10 Minuten auf dem Reitplatz rum.Dann kam aus dem Haus ein lautes "MITTAGESSEN!" und wir folgten dem Ruf.Vorher brachte ich noch schnell Cavallo auf die Weide.Ich wollte mit ihm nach dem Essen mit Sattel üben.Die ganze Zeit am Tisch wippte ich mit dem Fuß und auch Daniel wusste an was ich dachte.Er konnte ebenfalls nicht still sitzen.Als wir uns anguckten mussten wir herzlich lachen.

    *später*



    Re: Berichte

    natalie - 07.04.2007, 13:15


    Cool! ^^
    Weida Weida WEIDAAAAA!! :lach:
    Ich weiß das ich bekloppt bin! :stupid:

    Lieb dich! ^^ :bussi: :love:
    Natalie



    Re: Berichte

    Anonymous - 11.04.2007, 12:35


    mensch und ich hab schon gedacht, ich würd lange Berichte schreiben..

    aba sehr schön... und sehr verliebt :knuddel: :bussi: :love: :hearts:

    :bindafür: , dass du weiterschreibst....

    :jump:



    Re: Berichte

    Anna - 11.04.2007, 14:15


    danke :lach:
    Bericht ist in Arbeit ;)

    Lg an euch 2 :bussi:
    Anna



    Re: Berichte

    Anna - 12.04.2007, 23:53


    *Fortsetzung*

    Nach dem leckeren Essen verabschiedete ich mich und machte mich auf den Weg zu Cavallo. Daniel wurde zu einem der Stallburschen gerufen. Er war ja schließlich Bereiter und musste bei einem der Jungpferde helfen. "Cavallo!" ,rief ich und pfiff einmal kurz. Ganz hinten von der Koppel schnellte ein schwarzer Kopf nach oben. Kurz darauf hörte man seine Hufeisen über den Boden donnern. Seine schwarze Mähne flatterte im Wind. Cavallo ließ ein lautes Wiehern hören. Ich lachte. Es sah so Wunderschön aus. Der Körper meines Riesen glänzte in der Sonne. "Oh extra noch mal gewälzt!" ,lachte ich und schnappte ihn am Halfter. "Na dann wollen wir mal!"
    Nach dem ich das Gatter geschlossen hatte ,liefen wir über den Hof. Am Putzplatz angekommen band ich Cavallo an und holte mein Putzkoffer plus Sattel und Trense. Eigentlich brauchte ich ihn gar nicht striegeln. Nur halt da wo er mit Staub bedeckt war.
    Ich schüttelte nur den Kopf und begann sein Fell zu bearbeiten. Während der Striegel über sein Fell kreiste, summte ich vor mich hin. Das Lied war zu dem auch noch ein richtiger Ohrwurm.
    Nach 10 Minuten war er dann wieder Staubfrei und ich sattelte ihn auf. Seine Trense hatte er bereits über. Es war die gute mit seinem Namen. Diese war auch sündhaft teuer gewesen.
    Wieder auf dem Platz ritt ich zur Anlage und schaltete sie in gesitteter Lautstärke ein. Das Lied ertönte und ich fing an Cavallo wieder etwas warm zu reiten und ihn zu biegen. Mit meinem Hacken drückte ich ihn kurz und legte den äußerten Zügel an seinen Hals. So ließ ich ihn aus den Ecken reiten. An den langen Seiten ritt ich auch öfter mal eine Volte in verschiedenen Abständen. Nun richtete ich meinen Sitz wieder auf und ließ Cavallo antraben. Ich gab ihm die Hilfen für das auf der Stelle traben und ließ die Zügel locker. Mein Dressurhut wackelte kein bisschen , sah aber sehr komisch aus mit meinen mal offenen langen Haaren. Cavallo wechselte inzwischen wieder in den normalen Trab. Diesen saß ich aus. Meine Haare hüpften auf meinen Schultern auf und ab. “Halt Cavallo!” ,ich parierte ihn in Schritt.” Das geht so nicht ! Meine Beine schlenkern da so rum!” ,meinte ich und schlug einfach meine Steigbügel über.” Komm wir probieren es noch mal!” Ein kurzes Schnalzen ertönte und Cavallo ging wieder in den Trab. Wieder saß ich aus und klemmte nur meine Beine schön an seine Flanken. Ich bemerkte das ich dies lange nicht mehr gemacht hatte. Ich war bisher immer nur leicht gesäßen. “Das wird heute Abend schön weh tun Schatz!” ,sagte ich zu meinem Schwarzen und dieser schnaubte kurz.
    Nach ungefähr 15 Minuten ließ ich ihn ausbrechen. Das alles ritt ich ohne Steigbügel. Was sein muss , muss sein war so ziemlich der Hauptgedanke. Ich ritt nun eine ganze Stunde so. Am Ende kam die Capriole und selbst diese Hilfen gab ich ohne Steigbügel. Als die Kür beendet war warf ich meinen Hut hoch und legte mich auf Cavallos Hals. Dieser ging im Genick im Schritt. Um sein Maul hatte sich Schaum gebildet. “Hast du klasse gemacht !” ,lobte ich ihn und strich auf beiden Seiten seinen Hals rauf und runter. Er schnaubte und schnaubte. “Dann wollen wir dich doch mal trocken reiten !” Ich stieg ab und sattelte ihn dann ab.” Warte hier ich hole eine saubere Satteldecke !” Cavallo sah mir nach wie ich über den Hof eilte. Den Hut hatte ich locker unter meinen Arm geklemmt. Wenig später kam ich mit der Satteldecke wieder. Mein Dressurhut stand nun wieder an seinem Platz in seinem Spind. “So Dicker!” die rote Satteldecke sah toll auf ihn aus.” Die andere sollte ich mal wieder waschen , damit die für das Turnier sauber ist !” ,sagte ich und schaute auf die weiße Decke mit Cavallos Namen. Auch Cavallos Blick wanderte auf die Decke. Anschließend nickte er. Lachend schüttelte ich den Kopf und schwang mich auf seinen Rücken.
    Etwa 30 Minuten lief ich mit Cavallo kreuz und quer über den Platz. Unter anderem lief ich Achten und die Hufschlagfiguren.” Hm das Wetter ist so schön , wollen wir an den See ?” ,fragte ich ihn und legte mich vor. Cavallo lief nun am langen Zügel. Er wieherte und nickte.” Alles klar !”
    Nach dem ich den Sattel weg gebracht hatte und auch die teure Trense gewechselt hatte , konnte es los gehen.” Nein warte noch kurz!” ,sagte ich und sprang noch einmal von seinem Rücken. “Nicht weglaufen !” Schon sprintete ich ins Haus. Kurze Zeit später kam ich in Shorts und mit Lerran wieder. Cavallo freute sich sichtlich seinen Kumpel zu sehen und Lerran hüpfte ebenfalls zufrieden um Cavallos Füße.
    Wir 3 waren ungefähr 1 Stunde am See. Während Cavallo und ich schwammen , faulenzte Lerran unter einem Baum.” So ab nach Haus Rasselbande!” ,meinte ich dann nach dieser Stunde und pfiff vom Ufer. Lerran war dann doch wohl oder übel mit Cavallo schwimmen gegangen.
    Klitschnass aber glücklich kamen wir dann auf dem Hof an. Während Lerran wieder umher tollte spritzte ich Cavallo noch mal ab und seifte ihn schön ein. “Wie herrlich SCHWARZ du doch wirklich bist !” ,lachte ich und er blies mir Schaum in Gesicht.” Na danke !” ,lachte ich und kitzelte ihn. Da bog Daniel um die Ecke.” Was wird das denn ? Schaumparty ohne mich ?” ,fragte er und umarmte mich. “Ja ohne dich !” ,lachte ich und legte meinen Kopf schräg. Im glichen Moment warf ich ihm Schaum ins Gesicht. “So zufrieden ?” ,grinste ich und sah ihn an wie er sich den Schaum wegwischte. Er lachte.” Natürlich !” ,meinte er und packte mich.” Was hast du vor ?” “Siehst du gleich !” “ Ah nicht der Schlauch!” doch zu spät schon war ich klatschnass. “Danke Schatz!” ,ich verzog meinen Mund. Doch dann musste ich doch lachen. Cavallo wieherte lauthals und auch Daniel konnte sich nicht mehr halten.” Sorry meine Süße! ,sagte er und zog mich an ihn. Dann küsste er mich. Cavallo schnaubte und verdrehte die Augen nach dem Motto : “Oller Schleimer!” Nach dem Kuss musste ich herzlich lachen. “Och mein Schwarzer ,ich liebe dich doch auch !” Der Kopf meines Friesen ruhte in meinen Händen. Er sah mir in die Augen und ich lächelte. Siehst du ! , deutete ich mit meinem Lächeln an. Dann brachte ich ihn fertig abgetrocknet auf die Weide. “Bis Morgen mein Riese!” ,sagte ich leise und küsste ihn auf die Nüstern. Gerade als ich das Gatter geschlossen hatte , buckelte er los. “Spinner!” ,rief ich ihm zu und er wieherte. Ich schüttelte den Kopf und machte mich auf den Weg nach Katta und Son Jaqué. “Hallo ihr 2 hübschen !” ,sagte ich und setzte mich auf den Zaun. Katta kam sofort an und legte ihren Kopf auf meinen Schoß. Ich kraulte sie an der Stirn. Son Jaqué betrachtete mich neugierig. “Keine Panik ich will dir deine Flamme nicht weg nehmen !” ,sagte ich und strich ihm auch über den Hals. Nach etwa 20 Minuten ging ich auch hier. Cavallos Box war auch soweit sauber was ich meinen Götterverlobten , eigentlich Göttergatten aber darf ich ja erst am Samstag sagen. Ich lief ein bisschen über den Hof. Sah ein paar Reitschülern zu. Gab hier und da ein paar Tipps und unterhielt mich ein bisschen mit den Stallburschen.
    Als es langsam zu dämmern anfing und ich geduscht hatte , hatte Daniel bereits draußen auf dem Hof alles gedeckt. Wir wollten zusammen mit den anderen Abendessen und auch unsere (bevorstehende) Hochzeit feiern. Ich öffnete, nach dem ich voll ständig angezogen war, dass Fenster in der Küche und rief : “ABENDESSEN!” Dann kamen sie aus allen Ecken wie die Mäuse und tummelten sich um den Tisch. Es gab Kartoffelauflauf und Gegrilltes. Da die meisten der Stallburschen eh vormittags von uns frei bekommen hatten , war sogar als Getränk auch Bier mit drin ,anstatt nur Cola und Wasser. Beim Essen wurde dann auch ziemlich zugelangt. Nach dem Essen gingen alle erst um kurz vor halb eins wieder. Es war ein gemütlicher Abend, doch so langsam wurde es echt frisch. Ich räumte alles in die Küche und dann dort in die Spülmaschine. Lerran schnarchte schon neben seinem Napf. “Dickerchen , komm husch in dein Körbchen!”, sagte ich leise und irgendwie schaffte er es in sein Körbchen zu kommen.
    Auch Daniel kam nun ins Haus. Mit dem Kopf deutete ich Richtung Schlafzimmer und er nickte. Leise und Barfuß gingen wir bis zu unser Schlafzimmertür. Knapp vorher war die Tür für das Kinderzimmer. Ich lächelte und schaute einmal kurz auf die Tür.” Bald!” ,flüsterte er mir ins Ohr und ich ließ mich fallen. An Daniels Brust , in mein Schlafzimmerbett und in meine Träume von einer kleinen Familie, ehe die Tür in Schloss fiel und man nur noch einen kleinen Kuss durch den Türspalt erhaschen konnte.



    Re: Berichte

    natalie - 13.04.2007, 14:35


    Anna du schaust zu viel Fern! :D Der Schluss ist echt wie im Film! ^^
    Aber sont find ich deinen Bericht toll! Nein Besser! Fantastisch! :bussi: :love: :eek:

    Lieb dich
    Natalie



    Re: Berichte

    Anna - 20.04.2007, 14:24


    Du kennst mich doch ! :lach:

    Lieb dich ²
    Anna



    Re: Berichte

    Anna - 20.04.2007, 14:58


    Die Sonne schien schon lange draußen , doch Daniel und ich lagen noch in den Federn. Gestern war es doch ein bisschen Spät geworden. Lerran lag vor dem Fenster und sah hinaus. Man hörte die Pferde schauben und die Vögel singen. Irgendwann nach 10 Minuten erbarmte sich mein Schatz dann doch zum aufstehen. Doch es stand fest das wir heute einen freien Tag machten. “Reiten wir aus ?” ,fragte ich Daniel der sich anzog.” Ja, ich nehme einen der neuen jungen Hengste !” , meinte Daniel und zwinkerte mir zu. “Ich nehme meinen Dicken!” ,grinste ich. Zwar hätte ich auch Katta nehmen können ,aber die sollte ja gedeckt werden. “Die beiden werde ich nachher noch mal besuchen.” eröffnete ich das Gespräch am Frühstückstisch. “Gut , ich warte dann an dem Tor auf dich!” Daniel sah auf von seiner Zeitung und schenkte mir ein süßes lächeln.” Okay , ich komme hin!” Genüsslich löffelte ich dann mein Müsli und sah Lerran zu , wie er seinen Napf vorbildlich leer leckte.

    Das heute nicht alles so glatt werden sollte, ahnte ich noch nicht.

    Der Tag fing wie immer an. Während ich meine Turteltauben auf der Weide besuchte , wurde im Stall gefüttert und gemistet. Alles hatte seinen gewohnten Gang. Weder mit Katta noch mit Son Jaqué oder mit Cavallo war irgendwas nicht in Ordnung. Sie waren aller bei bester Laune.
    Cavallo genoss die übliche Putzprozedur und mampfte sein Frühstück. Auf während des Sattelns gab es keine Probleme. Also führte ich ihn auf den Hof und stieg schließlich auf. Beim Tor traf ich wie verabredet meinen Schatz und wir machten uns auf den Weg. Wir wollten seine Eltern besuchen , die nicht sehr weit entfernt wohnten. Daniel hing sehr an seinen Eltern. Das merkte man schon sehr. Wir ritten durch den nahe gelegenen Wald. Cavallo so wie der junge Hengst gingen schön im Genick. “Lass uns mal ein bisschen galoppieren !” ,bat mich mein Schatz und ich nickte. Cavallos Galopp musste sich nicht verstecken. Er hatte einen schönen leicht federnden , fast schon schwebenden Galopp. Es war herrlich auf ihm zu sitzen. Nach dem wir einige Zeit galoppiert waren parierten wir wieder in den Schritt und ließen die Pferde verschnauben.
    “Fein hast du das gemacht!” ,ich strich Cavallo die Kruppe entlang. Da klingelte Daniels Handy bzw. es vibrierte. “ Daniel Merz ?” ,fragte er in das Handy. “Was ? Hm ja ich verstehe ! Ich bin sofort da!” dann legte er auf. “Was ist passierte ?” ,fragte ich und sah ihn an. “Mein Vater , er liegt im Krankenhaus!” ,sagte er und wendete augenblicklich. Ich tat es ihm nach und sobald ich um die Kurve war galoppierte er an. Wieder folgte ich ihm. Im gestreckten Preschgalopp ging es durch den Wald und über eins der vielen Felder von Rohttenberg.
    Auf dem Hof angekommen suchte ich einen Pfleger und Daniel suchte nach Dominik. Ich sah noch wie die beiden sich auf dem Hof unterhielten , ehe ich im Stall verschwand. Nach dem ich Cavallo vorerst versorgt hatte , machte ich mich auf den Weg zu Daniel. “Und was ist jetzt ?” ,fragte ich. “Wir fahren hin !” “Gut ich komme mit !” , Daniel nickte nur geistesabwesend. “Und ich fahre!” ,setzte ich hinzu. Während ich mir schnellstens meine Turnschuhe anzog und mir den Schüssel holte , stand Daniel bereits am Kombi und wartete. Er blieb so.
    Schnell lief ich über den Hof und öffnete das Auto. “Los geht´ s !”
    Nach dem ich angeschnallt war , drehte ich den Schlüssel im Zündschloss und ließ den Motor laufen. Dann fuhr ich rückwärts vom Hof und meine Reifen quietschten als ich nochmals Gas gab.
    Ich weiß nicht wie schnell ich fuhr ,denn ich guckte nicht auf den Tacho. Ich achtete nur auf die Straße. Das Krankenhaus war ungefähr 15 Kilometer entfernt. Nach etwa 25 Minuten fuhr ich auf den Parkplatz. Nachdem ich geparkt hatte , rannten wir praktisch zur Information. “ Bernhard Merz!” Daniel konnte nur flüstern und ich erschrak mich , das ich ihn so reden hörte. “C 7!” , meinte die Frau in der Auskunft. >> Intensiv<< schoss es mir durch den Kopf. Da wurde ich auch schon an die Hand genommen und durch die Flure des Krankenhaus gezogen. Erst vor dem Zimmer blieben wir stehen. Daniels Mutter saß weinend auf der Bank.” Elenore!” ,sagte ich und nahm sie in die Arme. “Anna , Daniel oh ich kann es gar nicht glauben !” “Mutter was ist denn passiert ?” ,fragte Daniel und kniete sich nieder .”Dein Vater hatte ..!” ,sie schnäuzte sich kurz ,” einen schweren Herzinfakt!” Daniel wich die Farbe aus dem Gesicht. Es wäre so als ob seine Bräune von im abbröckelte. Ich hielt mir die Hand vor den Mund. “Schatz!” ,sagte ich leise und strich ihm über die Wange. Ich sah Daniel zum ersten mal richtig Weinen .

    *später mehr nach Natalies antwort oder nachm Arbeiten*



    Re: Berichte

    natalie - 20.04.2007, 15:33


    Dominik kam total verstört in den Stall. "Natalie." hörte ich ihn rufen und sah sofort auf. Dominik nannte mich nicht sehr oft bei meinem Vornamen. "Hier." sagte ich und trat aus Cha´s Box. Der Lippizzaner sah mir nach als ich die Tür hinter mir automatisch und routiniert schloss. Sein Kopf schnellte über die Boxentür. Ich ging langsam auf meinen Verlobten zu. "Was ist denn?" fragte ich ihn. Er sah blaß aus. "Dominik?!" es war mehr eine Aufforderung als eine Frage.
    "Mein Vater liegt im Krankenhaus." sagte er benommen. Ich nahm ihn an der Hand und meinte: "Okay, dann fahren wir da jetzt hin." Er nickte apatisch.
    Ich zog ihn zum Spider und holte die Schlüssel aus der Hosentasche.

    Das Radio blieb die ganze Fahrt über aus. Auch fiel kein Wort. Dominik saß schweigend da und blickte wie hypnotisiert aus dem Fenster.
    In solchen Situationen war es besser wenn ich ihn nicht ansprach. Sonst kämen wir bald an einen Punkt an dem wir sachen sagten, die wir nicht so meinten. Dominik war meist recht angespannt und unsicher wenn er etwas nicht verstand oder ihn etwas verwirrte.

    Ein ängstlicher Hund beißt dich auch in die Hand wenn du sie nach ihm ausstreckst und er sich bedroht füllt. Sieht er sowieso keine andere Fluchtmöglichkeit, geht er in die offensive. Den Kampf!
    Dominik war wie so ein Hund. Doch er wägte gut ab ob er einen "biss" oder ob er es sein ließ.
    Ich saußte mit knapp 120 km/h durch den Wald und die kleinen Hügel hinauf und hinunter. Dann kamen wir an die offizielle Straße. Ich hielt kurz um zu gucken und als nichts kam, trat ich so schnell wie möglich wieder auf´s Gas. Die Reifen drehten einen Moment durch und quietschten auf dem Boden, doch das drang weder zu ihm noch zu mir durch. Zu sehr war jeder mit seinen Gedanken beschäftigt.

    Ich bog auf den Parkplatz des Krankenhauses. "Schatz, kommst du?!" sagte ich vorsichtig. Dominik nickte still. Ich stieg aus und schloss den Spider über die Fernbedienung. Dann traten wir durch die elektronischen Schiebetüren.
    Als ich das letzte Mal in diesem Krankenhaus stand, war meine Hose Blutverschmiert und ich suchte einen Dominik, der unter einen Spiegelschrank geraten war. Die Narben waren verheilt und nicht mehr sichtbar, doch die Erinnerung blieb.
    "Bernhard Merz!" sagte ich. Dominik sah die Frau an der Anmeldung eher an als wäre sie durchsichtig. "C 7" sagte die Dame. Sofort riss mein Verlobter die Augen auf. "Intensiv?!" stieß er atemlos hervor. Ich nickte ihr dankend zu und rang mir ein Lächeln ab. Dann ging ich mit ihm schnell durch die Flure. Er ließ sich mehr ziehen und zeigte keinen eigenen Antrieb.
    Die Flure schienen endlos und ich warf keinen Blick zurück. Wollte gar nicht wissen ob wir nun 2 Meter von der Information entfernt oder doch weiter waren. Doch Dominiks Elan sank völlig auf null. "Natz-Schatz?" hörte ich ihn hinter mir fragen. Ich wurde langsamer und sah ihn an. "Meinst du es ist sehr schlimm? So schlimm das er sterben könnte?"
    Ich sah ihn mit halbgeöffnetem Mund an, zog die Augenbrauen zusammen. In meinem Blick sammelte sich Mitleid, Besorgnis. Es war der Blick einer Mutter wenn sie ihren Sohn auf eine lange Reise schickte. Dominiks Fragen, sie klangen wie die eines Kindes, das fragt, ob der Opa jemals wiederkommen würde, obwohl er doch gerade in den ewigen Schlaf gefallen war.
    Ich schüttelte den Kopf. "Nein, es ist sicher nicht zu schlimm." sagte ich und machte ihm sinnlose Hoffnung, doch ich wusste selbst, das er die jetzt brauchte. So sehr er auch manchmal den Matcho und den harten Typen spielte, so sehr konnte er auch weich sein und verletzt wie ein kleines Kind. Dann bogen wir um die Ecke und sahen Anna und Daniel bei Elenore. Ich merkte wie Dominiks Hand kälter wurde, sein Druck fester. Ich wandte mich noch einmal um. "Kipp mir bitte nicht um!" sagte ich fest und zog ihn wieder auf.

    *du bist! :) *



    Re: Berichte

    Anna - 20.04.2007, 21:58


    Elenore hatte sich bereits etwas beruhigt. Daniel weinte nun. Als er seinen Bruder sah drehte er sich weg und ging zum Fenster. Es war ihm peinlich vor ihm zu weinen. Ich ging ihm nach und nahm ihn in den Arm."Schatz , bitte es ist nur dein Bruder !" ,sagte ich leise. Daniels Kopf rutschte weiter in meine Schulter und seine Arme zogen sich enger um mich. Ich sagte nichts mehr. Musste jetzt mit mir selber kämpfen. Daniels Schultern zuckten. Ich legte meinen Kopf mehr auf seine Schulter und vergrub mein Gesicht schließlich in der Kule zwischen seinen Schultern. Ich spürte seine Tränen auf meinem Hals."Anna , ich bin so froh das ich dich habe !" ,flüsterte er. Da konnte ich nicht mehr. Ich musste weinen. Meine Schultern fingen an zu beben. Die Tränen wollten nur so laufen. Es gab keine Bremse mehr. Daniel zuckte als er die Tränen an seinem Hals spürte.Er sah mir kurz an und drückte mich dann wieder an sich. Ich konnte nicht mehr. Wieder kamen diese Bilder. Diese Nachricht. Ich wollte sie verdrängen, ich konnte es nicht. Sie waren zu blockierenden. Draußen begann es zu regnen. Die Tropften klatschten auf die Fensterscheiben. "Er schafft das schon !" ,flüsterte ich irgendwie leise. "Er ist doch so wie du ! Eine Kämpfernatur!" Daniel sah auf. Dann sah er mich an. Die letzten Tränen rollten über seine Wangen." Danke!" ,meinte er und strich mir die Tränen von den Wangen. Ich zwinkerte irgendwie. "Dafür bin ich da!"



    Re: Berichte

    natalie - 23.04.2007, 18:13


    Und Dominik ließ sich doch hängen. "Nein." sagte ich bestimmt und zog ihn wieder auf. "Tu mir das nicht an!"
    Er sah mir in die Augen. Mein Blick war fest und Bestimmt. "Schatz..." fang er an. Ich schüttelte den Kopf. "Nein! Du bist nicht so schwach! Du bist doch viel mehr als dieses Häufchen Elend das du gerade bist." sagte ich. Über meine Wange zuckte eine Träne. Er sah mir immer noch starr in die Augen.
    Ich schüttelte den Kopf. Mein Mund stand ein kleines Stück offen. "Bitte." sagte ich und sah ihm in die Augen. Erst eins dann das andere. "Bitte." sagte ich noch einmal leise und sah ihn flehend an. Er schüttelte nun ebenfalls den Kopf, ließ meine Hand los und wandte sich um. Ich stand in dem Flur, allein. Natürlich waren Anna, Daniel und meine Schwiegermutter da, doch ich fühlte mich allein. "Dominik." rief ich leise. Meine Stimme wollte nicht lauter. Er schüttelte den Kopf und setzte sich auf einen Stuhl weiter vorne. Ich wandte mich um und sah zu Anna und Daniel, dann zu Elenore und dann wieder zu Dominik. Dann lehnte ich mich an die Wand und strich mir durch´s Haar. Dabei rutschte mein Haarreif vom Kopf und fiel schellend zu Boden. Er war aus Silber und manchmal sehr unangenehm, weil er zu drücken vermochte.

    Ich ging leicht in die Knie bis ich schließlich endgültig auf dem Boden saß. Ich zog die Beine an, damit jeder vorbei konnte und sah zur Decke. >Hör auf zu heulen!< dachte ich und wischte die zwei Tränen weg. Dann wurde ich ernster, versuchte mich zu sammeln und schloss die Augen.



    Re: Berichte

    Anna - 23.04.2007, 18:24


    Da kam der Oberarzt aus dem Zimmer. Elenore sprang sofort auf und auch Daniel drehte sich um."Herr Doktor , wie geht es meinem Mann ?" ,fragte meine Schwiegermutter. Der Arzt sah sie einmal lange an." Er ist noch nicht ganz über den Berg ,wir können erst heute abend mehr sagen !" ,sagte er und schenkte ein tröstendes Lächeln."Danke !" ,hörte ich nur ihre Stimme sagen. Daniel ballte die Faust."Würden sie bitte mitkommen , ich brauche sie und ihre beiden Söhne , falls -was wir alle nicht hoffen- es zu Ende geht." ,sagte der Arzt und machte eine Handbewegung zu seinem Büro."Ja okay!" Elenore ging vor.Daniel sah mir in die Augen.Er wollte was sagen ,doch ich legte meinen Finger auf seinen Mund und schüttelte den Kopf. Dann küsste ich ihn kurz und er ging hinter den beiden her. Ich steckte meine Hände tief in die Hosentasche und lehnte mich wieder an die kurze Säule zwischen den Fenstern.Immer noch regenete es doch jetzt zuckten auch Blitze über den Himmel und der Donner rollte über uns."Toller Film!" ,murmelte ich. Durch die Vorhänge konnte ich Daniel, Dominik und Elenore sehen.Ich drehte mich wieder um und ging zu
    Natalie.Ich hockte mich neben sie und strich ihr übers Haar."Hey!" ,flüsterte ich leise.



    Re: Berichte

    natalie - 23.04.2007, 18:31


    "Hey." sagte ich leise und griff nach dem Haarreif neben mir. Ich legte ihn auf meinen Bauch und betrachtete diesen. Dann seufzte ich auf und verlor doch noch eine Träne. Doch ich rief mich in Gedanken sofort wieder zur Ordnung und ließ nur diese eine entwischen. Dann lagen meine Hände auf meinem Bauch. Ich sah Anna an und lächelte kurz. "Es wird schon wieder, so oder so." sagte ich und sah aus dem Fenster. Wieder ein Blitz, wieder ein Donnerschlag und wieder zuckte ich erschrocken zusammen. Der Regen trommelte gegen das Fenster und ließ nicht von ihm ab.



    Re: Berichte

    Anna - 23.04.2007, 20:06


    Ich setzte mich neben sie und legte einen Arm um sie."Ist nur Blitz und Donner!",sagte ich und sah ans Fenster.Der Regen klatschte gegen die Scheibe und trommelte eine Melodie."Das wird bestimmt wieder!", meinte auch ich.Hinter der Tür lag der Mann, der mich so herzlich in die Familie aufgenommen hatte. Sich so sehr gewünscht hatte das Daniel und ich schon vor 1 Jahr geheiratet hätten und Kinder bekommen sollten."Das ist nicht fair!" ,dachte ich und ein Blitz zeichnete sich am Himmel.



    Re: Berichte

    natalie - 24.04.2007, 12:45


    Vielleicht schossen mir ähnliche Gedanken wie Anna durch den Kopf. Denn auch ich wollte in dem Moment sagen: "Das ist nicht fair." Doch ich dachte es nur und ballte dabei die Faust. Der Blitz zeichnete sich am dunklen Himmel ab und kurz darauf folgte der Donner. Ich zuckte wieder zusammen. In meinen schwachen Momenten hätte mich der Donner in den Wahnsinn treiben können. Doch wenn ich bei Gewitter und sturm auf Cha oder Morgan davon ritt, konnte kommen was wollte. Ja, auf dem Pferderücken war alles okay. Aber in so einer Situation hätte es nicht schlimmer sein können.



    Re: Berichte

    Anna - 24.04.2007, 17:50


    Ich wusste nicht wie lange wir da saßen.Ich wusste nur das Daniel mich vorsichtig am Arm hoch zog. Ich sah ihn an und ließ mich ziehen.Wir setzten uns auf die Sitze.Ich auf seinem Schoss und legte meinen Kopf an seine Schulter.Er sah mir in die Augen und lächelte.Dann küsste er mich.Immer noch grollte der Donner umher, doch er blieb ganz ruhig.Seine Hand ruhte in meiner.Mit der Stirn kippte ich mich leicht an seine Wange und strich ihm sanft über seine Bartstoppeln.



    Re: Berichte

    natalie - 24.04.2007, 18:00


    Dominik ging vor mir in die Knie. Ich hob den Kopf und sah ihn an. Er wirkte immer noch bedrückt, doch er lächelte mich aufmunternd an und zog mich an sich. Dann umarmte er mich. Ich schluchzte auf und blickte aus dem Fenster. Ein weiterer Donnerschlag ließ mich zusammenfahren, doch Dominik hielt mich ungestört weiter im Arm. Dann zog er mich auf und ging mit mir zu den Sitzen. Ich setzte mich auf seinen Schoss und er umarmte mich wieder. Er drückte mir einen Kuss auf die Lippen und fuhr mir über den Arm. Ich lehnte meine Stirn an seinen Hals und legte meinen Kopf auf seine Schulter.



    Re: Berichte

    Anna - 24.04.2007, 20:39


    Es war nun vielleicht 5 Uhr. Ich weiß nicht wie viele Stunden wir hier schon saßen ,aber ich froh leicht.Daniel merkte dies und bat eine der vorbeikommenden Schwestern um eine Decke.Diese nickte und erscheinte wenig später mit einer Wolldecke.Wir bedankten uns und ich breitete die Decke über uns aus.Wieder schloss ich die Augen.Daniels Hand strich leicht über meinen Rücken."Schatz?" ,flüsterte ich leise in sein Ohr."Ja?" ,fragte er und drehte seinen Kopf leicht.Ich sah aus wie ein Baby was bei seinem Vater auf dem Arm saß.Er lächelte und küsste meine Stirn."Das ist zwar der falsche Zeitpunkt ,aber ich ..!" ,ich brach ab und sah in seine wunderschönen blauen Augen.Er musterte mich kurz und meinte dann:"Bist du sicher ? Willst du jetzt schon ein kleines Nervenbündel!" ,er schaffte es sogar leicht zu grinsen."Vielleicht, aber bis wir verheiratet sind warten wir noch ja ?!" ,fragte ich ihn und er sah mir in die Augen."Ich liebe dich!" war seine einfache Antwort.Ich lächelte und küsste ihn lange.



    Re: Berichte

    natalie - 25.04.2007, 10:44


    Dominik hatte mir seine Jacke umgelegt. Er legte seinen Kopf auf den meinen und strich mir weiterhin sanft über den Arm. Ich genoss es und schloss die Augen. Leise summend wippte er vor und zurück. Ich kam mir vor wie ein kleines Kind. Immer wieder huschte sein Blick zu der Zimmer Tür, folgte den Schwestern die rein und raus gingen und wanderte wieder starr zur Wand. Er summte das Lied, das sein Vater für die beiden immer gesungen oder gesummt hatte. Es gab eine laute Stelle, die Dominik meisterte und dann zog ein Lächeln über sein Gesicht, ehe er wieder von vorne anfing. Er summte das Lied oft, meistens zu Hause wenn er saugte oder anders beschäftigt war. Doch am liebsten summte er es abends im Stall oder wenn wir vor dem Kaminfeuer saßen und kuschelten. Dann legte er die Fernbedienung der Anlage weit weg von mir und summte dieses Liedchen. Ein lächeln zog über mein Gesicht als ich es hörte. Es beruhigte und langsam döste ich vor mich hin.



    Re: Berichte

    Anna - 26.04.2007, 19:11


    Schließlich war ich eingeschlafen.Ich merkte nur noch wie Daniel mich leicht auf die Sitze legte und dann schlief ich. Was ich nicht sah und mitbekam war wie Daniel bei uns auf dem Hof anrief und sagte das wir heute nicht wieder kommen würden.Dann kniete er neben mich und streichelte mir über meinen Wange."Sie ist so süß wenn sie schläft ,wie ein Baby!" ,sagte er leise und lächelte.



    Re: Berichte

    natalie - 26.04.2007, 19:15


    Von mir aus kam ein leiser schnarcher. Er war kaum zu hören und doch sah Dominik verwundert auf. Normalerweise kamen solche laute nur von ihm und obwohl die gesamte Situation nicht zum lachen war, musste er über dieses leise, kaum zu vernehmende Geräusch und die Tatsache lachen. Es war ein kurzes lachen, kaum lauter als das lachen eines alten Herren, das zu sah wie sein enkelchen hinfiel und doch lachte er, obwohl die Situation nicht lustig war.



    Re: Berichte

    Anna - 26.04.2007, 19:20


    Daniel setzte sich neben Dominik.Weiterhin strich er über meine Wange.Dann hob er vorsichtig meinen Kopf auf seinen Schoss."Schau dir unsere beiden an!" ,meinte er dann zu seinem Bruder.Elenore war inzwischen im Zimmer.



    Re: Berichte

    natalie - 26.04.2007, 19:25


    Dominik nickte. "Ja, ist manchmal doch sehr erstaunlich. Vorallem wundert mich manchmal wie verschieden oder ähnlich sie sich sein können." sagte er und strich mir über die Wange. Dann sah er seinen Bruder und dann Anna an.



    Re: Berichte

    Anna - 26.04.2007, 19:47


    "Ja das stimmt.Ab und zu könnte man denken sie sind Schwestern." ,grinste er und spielte mit meinen leichten Locken."Und wann wollt ihr heiraten ?" ,fragte Daniel und sah seinen Bruder an.



    Re: Berichte

    natalie - 26.04.2007, 19:52


    Dominik wurde fasst schon hibbelig und doch war er leicht traurig. "Natalie hat unsere Hochzeit für den 1. Mai geplant. Sie hätte sich kein besseres Datum aussuchen können. Aber davon abgesehen wollten wir eigentlich die ganze Familie einladen." Er sah zur Tür des Krankenzimmers. "Eigentlich. Sie hat schon alles geplant und alles abgeschickt und..."



    Re: Berichte

    Anna - 26.04.2007, 20:05


    "Hm verstehe ich ,das ist ja schon bald.Bis dahin ist er auch dabei mit Sicherheit!" ,sagte Daniel und sah durch das Fenster.Er konnte seine Mutter sehen wie sie die Hand seines Vaters hielt."Anna hat im Moment Stress mit den Prüfungen der Tierarzthelfer.Deswegen wollen wir am 6.5 heiraten.Einladung haben wir auch schon geschrieben." Daniel seufzte.



    Re: Berichte

    natalie - 26.04.2007, 20:18


    Dominik stieß ebenfalls die Luft aus und blickte durch das Fenster. "Ja, ich glaube auch." sagte er und strich mir über den Kopf. Mein Kopf rutschte tiefer in seine Halsbeuge. Er legte seine Hand fester um mich, als hätte er Angst ich könnte von seinem Schoss fallen.



    Re: Berichte

    Anna - 27.04.2007, 14:29


    "Ja ich freue mich echt für dich !",meinte Daniel und sah wieder durch die Scheibe.Seine Mutter lächelte und strich seinem Vater über den Kopf.Kurz darauf kam sie heraus und eine Schwester ging herein."Was ist mit ihm ?" ,fragte Daniel und sah sie an."Ihm geht es gut , sein Herz schlägt normal und eratmet normal!" "Puh!" ,Daniel atmete erleichtert auf.
    Dann rüttelte er mich leicht.Verschlafen blinzelte ich ihn an."Was ist ?" "Papa gehts gut !" ,meinte er und lächelte mich an.Auch wenn ich noch etwas verschlafen war, war ich sehr froh.Langsam setzte ich mich auf und rieb mir die Augen.Meine Haare, und das wunderte mich, waren weder Kraut noch Rüben.Daniel strich an ihnen entlang und nahm dann meinen Kopf in beide Hände.Er hatte warme Hände.Er zog mich zu sich und gab mir einen Kuss.Ich schloss die Augen.



    Re: Berichte

    natalie - 27.04.2007, 15:53


    Domininks grinsen bekam ich als erstes zu sehen, als ich die Augen aufmachte. Der ganze Tumult ließ mich auch im Schlaf nicht kalt und sooo fest hatte ich nun auch wieder nicht geschlafen. "Was ist denn los?" fragte ich ihn verschlafen und musterte ihn, seinen Bruder, Anna und meine Schwiegermutter. Dominik grinste mich weinter an und meinte: "Meinem Vater geht´s, nach Aussage meiner Mutter," das betonte er sehr stark "wieder besser!" Ich lächelte und freute mich wirklich für die drei. "Das ist doch toll." sagte ich und schlang meine Arme um ihn. Er küsste mich. "Jaa, find ich auch sehr toll." sagte er und drückte seine Stirn und seine Nase an jeweils meine.



    Re: Berichte

    Anna - 27.04.2007, 22:23


    "Na dann wird ja alles gut!" ,meinte ich und sah wie die Schwester aus dem Raum."Ihrem Mann geht es besser.Ich werde den Arzt nochmal holen." ,sagte sie und ging mit einem Nicken davon.Daniel konnte wieder lächeln. Ich freute mich sehr und auch meine Schwiegermutter ,was ich schon mal sagen konnte war sichtlich erleichert.Wenig später kam der Arzt und gab uns dann die genaue Diagnose."Er ist erstaunlicher Weise über den Berg." Daniel drückte dem Arzt lange die Hand und Elenore weinte Freudentränen.Auch ich blieb nicht ganz unbeeindruckt.Ich umarmte Elenore und küsste dann Daniel und schüttelte dem Arzt ebenfalls die Hand.Ich gab hinterher die gefalltete Decke an die Schwester und bedankte mich nochmals.Sie nahm sie mit einem Lächeln entgegen."Mama ,wir fahren nach Hause wenn es dich nicht stört ?" ,sagte Daniel und sah seine Mutter an."Ja Junge mach nur.ihr braucht auch eueren Schlaf." Ich sah auf meine Armbanduhr die schon fast 7 Uhr anzeigte."Okay danke!" ,meinte er dann und küsste sie kurz auf die Wange.Ich umarmte sie und verabschiedete mich dann auch von Natalie und Dominik.Daniel nahm meine Hand und wir gingen den Flur entlang.Unten bleib ich stehen und atmete tief ein.Es roch wunderbar nach Sommerregen.Der Himmel wölbte sich Rosa und die Sonne wanderte in ein sattes Orange/Rot."Wunderschön!" ,meinte ich und sah in den Himmel."Genau wie du!" ,grinste Daniel und ich streckte die Zunge raus."Schleimer!" ,ich schüttelte den Kopf."Komm ab nach Hause!" ,meinte er dann und ich warf ihm die Schlüssel in meiner Hosentasche zu.



    Re: Berichte

    natalie - 28.04.2007, 13:20


    Dominik war nicht weniger fröhlich als Daniel. Er konnte seine Mutter kaum los lassen und nicht aufhören sich bei dem Arzt zu bedanken. Die Situation wäre wohl noch peinlicher geworden, hätte ich mich nicht zwischen die beiden Männer gestellt und gesagt: "Danke." Ich schüttelte ihm kurz die Hand und er lächelte mich höflich an. Dann wandte ich mich an Elenore. "Wir beide sollten jetzt auch nach Hause fahren. Und du bleib bitte auch nicht zu lange wach. Sie werden sich schon melden wenn etwas passiert." sagte ich freundlich und versuchte ein aufmunterndes Lächeln zu stande zu bringen. Ich hielt ihre Hände in den meinen und nickte ihr aufmunternd zu. Dominik hatte sich seine Jacke geschnappt. "Ja, du wirst wohl recht haben." sagte sie und ich nickte noch einmal selbstsicher. "Okay Schatz, dann lass uns nach Hause fahren." sagte Dominik. "Ciao Mama! Und meld dich ruhig öfter." sagte er und umarmte siene Mutter. Er drückte ihr einen Kuss auf die Wange und schlang dann seinen Arm um mich. Er legte sich seine Jacke über die Schulter und legte fast schon einen Filmabgang hin. Ich lächelte belustigt und lehnte mich an ihn. "Schönen Abend noch." sagte ich zu der Frau an der Information. Sie nickte und lächelte freundlich. Draußen zog ich die Schlüssel aus meiner Hosentasche und drückte sie Dominik in die Hand. "James! Nach Hause." sagte ich gespielt streng und überheblich. Dominik sah mich an und zog eine Braue hoch, doch er grinste über beide Ohren. "Natürlich Madame." sagte er und zog mich noch enger an sich. Dann küsste er mich lange und intensiv. Als er von mir abließ sagte er lachend: "Das gehört zum Service."



    Re: Berichte

    Anna - 30.04.2007, 13:46


    "Schatz nun komm doch mal runter!" ,beruhigte ich Daniel.Dieser stand vor mir auf dem Hof und ballte die Fäuste."Nicht mit komm mal runter ,sowas muss ich mir nicht gefallen lassen!" ,schrie er."DANIEL!" ,sagte ich scharf.Es war vielleicht erst 9 Uhr.
    -Heute morgen war eigentlich alles wie immer.Wir haben zusammen gefrühstückt und sind dann ins Bad.Während ich dann schon im Kleiderschrank war, holte Daniel die die Post.Ab da an ging das Theater los. Ich war gerade unten auf dem Hof und redete mit Tom,dem neuem Stallburschen als Daniel aus dem Haus gestürmt kam und mich herwinkte.-
    "Was, ist doch so ,das darf nicht wahr sein!" , seine Stimme basierte immer noch auf einer ziemlichen Lautstärke."Ich kann doch auch nichts dafür!" Ich zog die Schulter hoch."Trotzdem, warum hast du mir nichts davon gesagt?" "BITTE ?" , ich sah ihm direkt in die Augen.Wut konnte man in seinen Sehen.Meine Augen formten sich zu schlitzen."Das ist ja wohl ein Scherz, wie soll ich den Wissen das du da über den 6.Mai hin musst ?" ,schrie ich ihn an."Meinst du ich finde das gut ? Meinst du ich hab mir das ausgesucht ?" ,Tränen bildten sich in meinen Augen."Das ist nicht fair." Ich machte auf dem Absatz kehrt und ging zu den Koppeln.Daniel sah mir nach.>Was kann ich denn verdammt nochmal dafür das er am 6. den jungen Bereiter in seinem alten Stall vorreiten soll.< Gedanken verloren wischte ich mir eine Träne aus den Augenwinkeln.Eigentlich wollte ich mir heute das Brautkleid aussuchen, aber da hatte ich jetzt schon keine Lust mehr zu.Lerran kam angedackelt und lehnte sich an meine Beine.Ich hatte mich an den Zaun gelehnt und meinen Kopf auf meine Arme gelegt.Lerran sah zu mir hoch und bellte kurz."Was ist Großer?" ,fragte ich ohne runter zusehen.Katta und Son Jaqué standen ganz hinten auf ihrer kleinen Koppel.Sie grasten so friedlich das ich sie nicht stören wollte.Cavallo hatte heute auch eine Auszeit.Zumindest morgens.Später wollte ich für das Dressurturnier trainieren.Ich hatte mir in allem frei genommen."Warum habe ich das überhaupt gemacht ?" ,fragte ich und ging schließlich in die Knie.Lerran legte sich auf den Rücken, während ich ihn streichelte."Komm Dicker ,wir machen Einkäufe!" ,sagte ich dann nach ner Weile und stand auf.Den Schlüssel vom Kombi hatte ich sowie so schon in der Hosentasche gehabt.Als ich über den Hof ging kam Daniel mir entgegen.Doch ehe er was sagen konnte schlüpfte ich schnell mit Lerran ins Auto."Anna warte doch mal!" ,rief er mir nach, doch da drehte ich schon den Motor auf.Kurz darauf fuhr ich vom Hof.Im Rückspiegel sah ich wie er die Arme hob doch mein Blick ging wieder auf die Straße.Man hörte den Blinker und schon war der Kombi um die Ecke gebogen.Tief atmete ich aus.Dann stellte ich das Radio an und lehnte mich etwas zurück.Lerran legte seinen Kopf auf die Vorderlehne und schloss die Augen.Nach etwa 15 Minuten erreichten wir die Stadt.Hier angekommen stieg ich aus und öffnete den Kofferraum.Lerran hüpfte hinaus und wir machten uns auf den Weg zum Supermarkt.Während ich Lerran dann draußen an Band und sagte das ich nicht lange brauchte, klingelte mein Handy.Ich nahm es aus meiner Tasche."Schatz" las ich auf dem Display.Ich drückte ihn weg."Bis gleich!" ,sagte ich stattdessen zu Lerran und ging in den Markt.Etwa 10 Minuten später kam ich mit einer Tüte wieder heraus.Lerran sprang um meine Beine und wedelte mit dem Schwan.Ich lächelte ihn an und band ihn los."So das bringen wir jetzt ins Auto und dann gehts zum Leckerlieladen!" ,erklärte ich ihm meine Planung.Er nickte und ließ seine Zunge aus dem Mund hängen.Es war aber auch sehr warm.Nach dem alles verstaut war, gingen wir beide zum Leckerlieladen. Dort kaufte ich für Lerran einen großen Kauknochen und für meine Hottas jeweils 3 Packungen deren Lieblingsleckerlis.Für Katta ein Bananen-Mix, für Snow den mit Apfelgeschmack und für Cavallo die Mischpackung an verschiedenen Pellets.Zu dem hatte ich breits 3 Packungen Möhren im Supermarkt gekauft.Nach einer kurzen Unterhaltung mit dem Besitzer ,verabschiedete ich mich und Lerran ging neben mir wieder zum Auto.Das er stolz wie Oskar kann man sich ja denken.Auf dem Weg zum Auto kam ich an dem Brautmodegeschäft vorbei.Einen kurzen Augenblick blieb ich stehen."Nein!" ,sagte ich dann leise zu mir selbst und es ging weiter zum Auto.Wieder verstaute ich alles und lud auch Lerran in den Kofferraum.
    Nach 15 Minuten war ich dann zuhause angekommen und packte die Tüten aus dem Kofferraum.Lerran war mit seinem Knochen bereits verschwunden.Wahrscheinlich suchte er sein Herrchen um ihm den Knpochen zu zeigen.In der Zeit ging ich über den Hof.Daniel saß auf einem unser jungen Holsteiner.Er sah mich an.Lerran saß am Reitplatzrand und nagte an seinem Knochen.Gerade als er was sagen wollte, richtete ich meinen Blick wieder nach vorn und ging.Dabei schüttelte ich leicht meinen Kopf.Im Haus räumte ich die Lebensmittel in den Kühlschrank und zog mich dann um.Ich schlüpfte in meine Reithosen und ein weißes T-shirt.Wieder in der Küche, nahm ich die Tüte aus dem Leckerlieladen und ging wieder aus dem Haus.Daniel ritt immer noch auf dem Platz ,doch ich blieb nicht stehen.Auch nicht als er selbst parierte."Anna!" ,sagte er und ich sah ihn an."Halt einfach den Mund!" ,antwortete ich ihm und ging weiter.Er sollte nicht glauben das es mit einem einfachen es tut mir Leid erledigt war.Er war unfair, gemein und verletzend gewesen.Kurz darauf stand ich im Zuchtstutenstall.Die Leckerlis bis auf 2 von den Bananen hatte ich breits in meinen Spind geräumt."Snow!",sagte ich leise, da die meisten Stuten dösten.Es war Mittag und das hieß Ruhe.Snow schnaubte leise und ließ ihren Kopf in meine Arme sinken.Wie lange hatte ich sie nicht rufen können.Ich legte meine Wange an ihre Stirn und schloss meine Augen.Eine einsame Träne tropfte auf ihre Nüstern."Ich habe dich sehr vermisst ,meine Weiße!",flüsterte ich.Sie stupste mich leicht an und schloss einmal kurz die Augen.Sie hatte sich schon eins der Leckerlis stipitzt.Nach 5 Minuten öffnete ich dann die Boxentür."Komm Süße , ein bisschen Sonne tut dir gut!" ,sagte ich und nahm sie am Halfter."Dann darfst du dich auch Wälzen !" ,fügte ich hinzu und sie nickte.Auf einer der kleinern hinteren Koppeln ließ ich sie laufen.Sonne und Schatten waren gleicherseits vertreten."Ich komme später wieder!" ich winkte ihr über den Zaun zu und machte mich auf den Weg zu Cavallo.Wieder ging ich an meinem Spind vorbei.Dieses mal nahm ich 2 von der Pelletsmischung."Hey mein Liebling!" ,sagte ich und Cavallos Kopf kam aus dem Schatten seiner Box zum Vorschein.Ich gab ihm eins der Leckerlis und küsste ihn auf die Stirn.Jetzt war es viel zu warm zum reiten."Wir trainieren nachher in der Halle !" ,sagte ich zum ihm und er nickte."Jetzt putzen und waschen wir dich erst mal !" ,sagte ich als sein Fell zum Vorschein kam.Cavallo war von dieser Idee begeistert.Er liebte es mit mir eine Wasserschlacht zu veranstalten."So ich ziehe mal lieber meinen Bikini an!" ,grinste ich und gab ihm dann das andere Leckerli.Schließlich machte ich mich auf den Weg ins Haus.Von Daniel war auf dem Hof nichts zu sehen."Bitte lass ihn kein Mittag machen!" Ich wollte nicht ,noch nicht mit ihm reden.Es tut zu sehr weh.Doch wie ich das Schicksal kannte , machte mein Verlobter Mittag.Leise schlich an der Küche vorbei und ging in den Kleiderschrank.Kurz darauf kam ich in einer ziemlich kurzen Shorts und meinem braunen Bikini-Oberteil wieder heraus.Meine Haare hatte ich mal wieder als Pferdeschwanz gebunden ,da sie offen einfach zu warm waren.

    *weiter nach der Nachhilfe :tot:*



    Re: Berichte

    natalie - 30.04.2007, 17:11


    So an sich nen toller Bericht, von Länge und schreiben her. Aber mit voll dem traurigen Inhalt *schnief* ;(



    Re: Berichte

    Anna - 07.05.2007, 19:27

    MEINE HOCHZEIT
    Gähnend streckte ich mich. Ich hatte eigentlich kaum geschlafen und trotzdem hatte ich gute Laune. Heute war der Tag auf den Daniel und ich schon 3 Monate warteten. Ich ging zum Fenster und zog die Gardinen zur Seite. Vor mir öffnete sich ein kleiner Hof ,kein vergleich zu Unserem. Ich war bei meinen Eltern. Ich fuhr mir durch meine lange wuschel Mähne und streckte mich noch mal. Schließlich wanderte ich nach unten. Auf dem Tisch lag ein Zettel wo mir meine Eltern mitteilten das sie noch etwas besorgen mussten. “Komisch aufn Samstagmorgen ?” ,ich zuckte mit den Schultern und ging an den Schrank um mein Müsli heraus zu holen. Ebenfalls holte ich mir Schüssel, Löffel und Milch. Ich setzte mich auf die Arbeitsplatte und sah aus dem Küchenfenster, wie ich es als kleines Kind immer getan hatte. Ich musste grinsen als ich mir vorstellte wie Daniel hier manchmal stand. Wir waren schon früher Freunde gewesen haben uns aber nach der Nachricht das ich für ein Jahr nach Amerika gehe aus den Augen verloren. An der Uni war dann ein Junge des genauso war wie er. Nie hätte ich ahnen können das ER es gerade ist. Ich schüttelte den Kopf und zog die Beine ran. Der Hof war schön ruhig und ich konnte auf eine der Koppeln sehen. ”Sky ?” , ich sah noch mal hin. Sky war mein alter Hannoveraner Wallach. Ich dachte meine Eltern hätten ihn verkauft. Ich stellte meine Schüssel weg und sprang von der Küchenzeile. Schnell huschte ich nach draußen. Im Lauf schnappte ich mir noch einen Apfel aus dem Korb. “Hey Sky!” ,sagte ich und trat an den Koppelzaun. Sky hob den Kopf und drehte sich. Seine Augen hatten den gleichen Schimmer und sein Fell war immer noch wunderschön. “Hallo mein Hübscher!” ,sagte ich leise. Langsam und gemächlich kam er an den Zaun und legte seine Nüstern in meine Hand. “Hast du mich noch nicht vergessen was ?”,fragte ich ihn. Er schnaubte und schüttelte den Kopf. Ich lächelte. Schließlich öffnete ich das Gatter und trat in die Koppel. Es war sonst keiner außer er draußen. Ich setzte mich in die Sonne und erzählte ihm alles. Von Daniel bis heute zu meiner Hochzeit. Er hörte geduldig zu und schnaubte ab und zu zustimmend. “ Ja und in weniger als 2 Stunden werde ich dann Anna Merz!” ,sagte ich nach einem bestätigendem Blick auf die Uhr. Langsam rappelte ich mich auf. “Dicker ich komme nachher wieder . Jetzt muss ich duschen und Ma und Dad müssten gleich wieder da sein und Natalie, Laura und Kristen müssten auch gleich kommen !” ,ich umarmte ihn kurz. Er legte seinen Kopf auf meine Schulter. Ich schloss die Augen und strich ihm über sein Fell. Da hupte ein Auto auf die Einfahrt.” Morgen Schätzchen!” ,sagte meine Mutter aus dem offenen Fenster. “Danke auch so !” ,grinste ich und ging dann von der Koppel. Ich schloss das Gatter. “Also ich weiß nicht was du vor hast ,aber die anderen kommen in 30 Minuten!” ,meinte mein Vater und stieg aus. “Ja Daddy , ich bin nicht mehr 13 !” ,seufzte ich und mein Vater lachte. “30 Minuten hab ich immer geschafft weißt du doch !” ,grinste dann auch ich. Meiner Ma und meinem Dad gab ich kurz einen Kuss auf die Wange und lief dann ins Haus. “Bis später Sky!” ,rief ich und polterte wenig später die Treppe hoch. Ich schaltete den CD-Player im Bad ein und drückte auf Play. Die Fenster öffnete ich und schmiss mein Handtuch über die Duschkabine. Dann krabbelte ich aus meinen Sachen und stelle mich unter die Dusche. Das Wasser prasselte mir auf den Rücken. Es war herrliches frische Gefühl. Die Musik und die Umgebung tat gut. Ich mein Zuhause ist es am schönsten aber das war bei meinen Eltern und bei mir selbst so. Ich sang mit. Die Vögel zwitschern. Gerade als ich das Handtuch um meine Hüften geschwungen hatte, klingelte es an der Haustür. Wenig später hörte ich die Stimme meiner Mutter . “Anna die Brautjungfern!” ,ich lachte und ging aus dem Badezimmer. “Hallo ihr 3 hübschen!” ,rief ich von der Treppe und winkte sie herauf. Als sie bei mir oben waren umarmte ich alle. ”Meine Güte ich bin so aufgeregt!” ,sagte ich und die anderen lachten. “Das ist ja wohl normal!” ,meinte Kristin. “Ja stimmt du Dauerverlobte!” ,grinste ich und sie knuffte mich in die Seite. Die Tür ging auf und wir gingen in mein altes Schlafzimmer. Mein Bruder war bereits 19 und schon ausgezogen. Er hatte mit Pferden nie viel am Hut gehabt , ist aber ein guter Reiter. Laura war ihm hoffnungslos verfallen. Sie ist ebenfalls 19 Jahre und studiert. Kirsten ist meine Freundin seit der 1ten Klasse . Sie liebte Pferde auch aber entwickelte mit der Zeit eher den Drang zur Mode. Heute ist sie Verkäuferin einem großen Modelabel. >Gut für mein Outfit!< war mein Gedanke erst aber er wurde schnell gefolgt von >Schön sie mal wieder zusehen!<. Und da war dann noch Natalie. Ja Natalie meine beste Freundin. Die Mitbesitzerin meines Hofes. Die Frau von meinem Mann deren Bruder. Wir waren Schwägerinnen oder besser gesagt werden es heute. “ Ladys ich bin gleich wieder da!” ,ich verschwand im Badezimmer. Hier lag meine Unterwäsche. Ich schlüpfte schnell hinein und zog meinen Bademantel an. “So Mädels jetzt dürft ihr mich verunstalten!” ,lachte ich und setzte mich auf den Stuhl vor meinem Spiegel.” Okay aber erst den Spiegel zudenken!” ,sagte Laura und warf ein Tuch drüber. Kristin nickte. “Genau so muss das.” “Erst kommen die Haare und das Make-Up und dann das Kleid !” ,sagte Natalie und die anderen beiden nickten. “Richtig! Los geht’s!” , meinte Laura und zog Bürste und Lockenstab zur Hand. Währenddessen hörte ich wie viele Autos auf unseren Hof fuhren und hubten. >Mein armer Sky!< dachte ich nur und blickte einmal kurz zum Fenster. > Bestimmt wurde er schon reingeholt< drehte ich meinen Gedanken weiter. Mein Kleid lag verpackt auf dem Sofa. Ich wollte es erst kurz vor knapp anziehen damit alles perfekt war. Geduldig wartete ich nun auf meine Friseur.



    Re: Berichte

    natalie - 07.05.2007, 19:50


    "Okay Maus, das könnte jetzt mal ziepen." meinte ich und zog mit der Bürste durch ihre Handtuchtrockenen Haare. Dann nahm ich Haarschaum, knetete Locken hinein und schnappte mir ein paar Spangen. Ich steckte sie mir zwischen die Zähne und kämmte einzelne Strähnen zurecht. Dann steckte ich sie hoch und setzte die Spangen. Ich kämmte ihr jeweils eine Strähne auf jeder Seite ins Gesicht und ging vor ihr in die Knie. "Okay, sieht schonmal nicht schlecht aus! Lockenstab!" sagte ich und griff danach, dann rundete ich die Strähnen ab.



    Re: Berichte

    Anna - 07.05.2007, 19:56


    "Ich werde es überleben!" ,meinte ich und sah wieder etwas aus dem Fenster.Meine Gedanken rasten durch mein Kopf.In etwa 1 Stunden würde ich seine Frau werden.Die Frau von Daniel Merz.Von dem Mann den ich so liebte und der auch mich liebt.Was konnte einem besseres passieren.Doch ich hatte auch Angst.Was ist wenn er es sich anders überlegt ?


    Daniel ging unruhig auf und ab.Seine Haare waren zerstrubbelt.Kein Wunder er kam auch gerade erst aus der Dusche.Lerran sah ihn neugierig an."Hey Großer.Ich kann es kaum glauben!",sagte er und ging in die Knie.Lerran ging zu ihm und ließ sich streicheln.



    Re: Berichte

    natalie - 08.05.2007, 16:13


    "So. Die Haare sind fertig. Ihr könntet höchstens noch ein bisschen von dem Goldglanzspray draufmachen, wenn Anna das will." meinte ich und sah die Braut fragend an.


    "Daniel? Hey Dicker mach die Tür auf!" rief Dominik und klopfte an die Tür. Dann leutete er und ging einen Schritt zurück.



    Re: Berichte

    Anna - 08.05.2007, 16:26


    "Hm mein armer Schleicher !" ,lächelte ich."Aber von mir aus gerne!" Durchs Fenster kam eine leichte Brise.Sie roch so schön.Nach Pferd.


    "Jo Moment!" ,sagte Daniel stand auf.Er öffnete die Tür.



    Re: Berichte

    natalie - 08.05.2007, 16:37


    "Naja, den kann man auch waschen!" sagte ich und zwinkerte ihr zu. "Wer übernimmt das schminken?" fragte ich dann und sah fragend in die Runde. Ich wollte nicht alles machen, war ich doch eine der neueren Freundinnen von Anna und ausserdem wollte ich mich nicht in den Vordergrund schieben. Das wäre nicht mal meine Art gewesen.

    "Holla! Frisch geduscht?" fragte Dominik als der seinen Bruder musterte. Lady stand neben ihm, er war gerade erst mit ihr joggen gewesen. So sah er aber auch aus. Durchgeschwitzt und durchtrainiert, mit weißem T-Shirt und schweißnass. "Kann ich nen Wasser haben?" fragte er dann lachend.



    Re: Berichte

    Anna - 08.05.2007, 16:40


    "Jo gerade erst geduscht!" ,meinte Daniel."Klar kommt rein ihr beiden!" Lerran spitzte die Ohren und freute sich Lady zu sehen.Auch wenn Dominik durch trainiert war stand ihm Daniel in nichts nach.


    "Ich mach das, warum war ich auf dem Schimkseminar!" ,meinte Laura und lächelte."Gut du Schussel." ,grinste ich und wir lachten.



    Re: Berichte

    natalie - 08.05.2007, 16:43


    Ich lächelte. "Okay." sagte ich und trat zur Seite. Ich setzte mich auf den Boden und beobachtete wie Anna von Sekunde zu Sekunde schöner wurde.


    Dominik kam rein und Lady sprang sofort mit der Rute wedelnd zu Lerran. "Ja danke." sagte er und striff sich die Schuhe von den Füßen. "Und sonst? Bist du schon vorbeireitet auf das schlimmste???" er lachte. "Nein, es wird sicher wunderbar werden!" meinte er dann mit sicherheit in den Augen und strahlte seine warme Ruhe aus.

    Off: Joah net wirklich! ^^



    Re: Berichte

    Anna - 08.05.2007, 16:52


    "Klar bin ich das!" ,grinste Daniel und ging mit Dominik in die Küche.Er stellte ihm eine 0,5 Literflasche Wasser hin."Bitte sehr !" Lerran machte Lady das angebot aus seinem Futternapf zu trinken.


    "So Süße, Augen zu Mund schließen durch die Nase atmen !" ,grinste Laura und ich lachte."Soll ich noch Schwangerschaftsgymnastik machen ?" ,fragte ich schelmisch und Laura streckte mir die Zunge raus.



    Re: Berichte

    natalie - 08.05.2007, 17:18


    Ich lachte auf und lehnte mich nach hinten. "Das war jetzt aber doch nicht etwa eine Anspielung!" sagte ich fragend, doch es war spaßig gemeint. Durch das nach hinten lehnen saß ich bequemer und auch entspannter für das Baby.

    "Oh Danke." sagte Dominik und trank in kräftigen Zügen die Flasche leer. Dann betrachtete er seinen Ehering. "Sowas bekommst du heute auch. Habt ihr euch schöne Ringe ausgesucht?" meinte er und sah seinen Bruder fragend an.
    Lady nahm das Angebot gerne an und trank aus dem Wassernapf des Husky´s. Dann schleckte sie sich über das Maul und schüttelte das Fell.
    "Ich komm mal saugen!" meinte Dominik als er sah wie viel Fell unsere Hündin verteilte. Einzelne Härchen schwebten durch die Luft und landeten wieder auf ihrem Rücken.



    Re: Berichte

    Anna - 08.05.2007, 17:36


    "Doch das war eine Anspielung!" ,meinte ich und grinste."Keine Angst noch bin ich nicht Schwanger!" ,sagte ich mit geschlossenen Augen.


    "Ach das macht nichts.Lerran ist im Moment auch nicht besser!" ,meinte Daniel."Ja, hier komm mit!" ,meinte Daniel und ging ins Wohnzimmer an den Schrank.Ganz hinten in der Ecke gut versteckt standen sie."Das sind sie!"



    Re: Berichte

    natalie - 08.05.2007, 17:48


    Ich sah auf Anna. SIe wrude von Minute zu Minute schöner. "So siehst du wirklich aus wie eine Braut!" sagte ich und musterte sie aufmerksam.

    "Na dann!" meinte Dominik, erhob sich und ging ihm nach. "Wow! Die sind ja auch toll!" sagte er dann erstaunt!



    Re: Berichte

    Anna - 08.05.2007, 17:58


    "Joa ich fand sie auch wunderschön!" ,meinte Daniel und sah dann auf die Uhr."Ach du schreck nur noch ne Stunde!"



    "So Fertig.Das wars wir können den Spiegel lüften!" ,meinte dann Laura und Kirsten nickte.Sie zog das Tuch weg und ich machte große Augen."Es sieht wirklich wunderschön aus!" ,sagte ich und lächelte ich."So Mädels ich ziehe mal eben mein Kleid an.Bis gleich!" ,sagte ich und ging mit dem Kleid ins Badezimmer.Nach ungefähr 10 Minuten kam ich wieder heraus.Ich drehte mich einmal.



    Re: Berichte

    natalie - 08.05.2007, 18:24


    Ich sah sie an. "Toll." sagte ich zu ihr und stand langsam und vorsichtig auf. Trotzdem wirkte ich geschmeidig. Ich hatte mein Kleid schon an und kümmerte mir nur noch um die Schminke. Ich stellte mich kurz vor den Spiegel und betrachtete mich. "Ja, ist genehmigt!"

    Dominik betrachtete die Ringe noch einmal. "Ja, doch sind schon toll."
    sagte er dann. "Aber du solltest dich langsam beeilen." meinte er.




    Re: Berichte

    Anna - 08.05.2007, 21:11


    "Deins ist auch wunderschön!" ,sagte ich und setzte mich wieder auf den Stuhl.Ich nahm meine Schuhe.Es waren die gleichen wie bei Natalies Hochzeit.Sie passten gut zum Kleid.


    "Ja stimmt.Aber du solltest auch duschen Dicker!",meinte Daniel und lachte."Also dann ich mach mich jetzt fertig.Treffen wir uns in 30 Minuten auf dem Hof beim Auto?" ,fragte er.



    Re: Berichte

    natalie - 08.05.2007, 21:19


    "Naja, es ist halt ein Kleid!" sagte ich lachend und schlüpfte in die Schuhe, die ich zu meiner Hochzeit getragen hatte. "Kann man sowas überhaupt auf einer Hochzeit anziehen?" fragte ich und sah Anna an. "Sonst hätte ich noch ein anderes dabei." meinte ich und holte ein zweites Kleid in Schutzhülle aus der Sporttasche.

    Off: Siehe hier!

    ~~~> <~~~


    Dominik nickte. "Ja, schlecht wäre es sicher nicht." dann pfiff er nach Lady, diese war mit Lerran im Haus verschwunden. Sofort hörte man sie die Treppen hinunter donnern. "Langsam Lady!" meinte er lachend und kraulte ihr den Kopf, weil sie so brav gekommen war. "Okay, also dann in 30 Minuten beim Auto." sagte er und ging in Richtung Haustür.



    Re: Berichte

    Anna - 08.05.2007, 21:27


    "Ist mir egal sieht beides gut aus.Aber ich würde das hier nehmen!" ,ich zeigte auf das Lilafarbende.Es klopfte an der Tür."Herein!" ,sagte ich und meine Mutter trat ein."Oh meine Süße , du siehts hinreißend aus." , meine Mutter weinte fast."Ach Mama, das hat doch noch Zeit bis in die Kirche!" ,sagte ich und nahm sie in den Arm.Sie war jetzt etwa 2 Köpfe kleiner als ich.



    "Bis später!" ,Daniel hechte in Schlafzimmer wo sein Anzug hang.Sein Anzug war ohne Fliege.Allerdings mit Weste und Krawatte.Doch das machte ihm nichts.Er würde auch so echt gut darin aussehen.



    Re: Berichte

    natalie - 08.05.2007, 21:42


    Ich schlüpfte in das beige Kleid, schlüpfte in die Schuhe (die ihr schon kennt von MEINER Hochzeit! ^^) und warf mir die Stola über die Arme. Die Haare hatte mir meine Cousine heute morgen schon hochgesteckt bevor ich zu Anna gekommen war. "Okay, jetzt bin ich fertig." sagte ich.

    Dominik sprang schnell unter die Dusche. Er trocknete sich die Haare, machte ein wenig Gel hinein und zog seinen Anzug an. "Lady, ich geh jetzt." sagte er und streichelte ihr noch einmal über den Kopf. Dann verließ er nach 25 Minuten das Haus.



    Re: Berichte

    Anna - 08.05.2007, 21:53


    "Sieht gut aus !",meinte ich dann und es war an der Zeit nach unten zu gehen.Schnell sprühte ich noch etwas Red an White von Puma an meinen Hals."Es kann losgesehen." Langsam setzte ich mich in Bewegung.Noch einmal sah ich mich um.Es war so wie in Zeitlupe.


    Daniel zog seinen Anzug gerade.Dann schaute er nochmal in den Spiegel.Er legte etwas Armani drauf und gelte sich ein bisschen die Haare.Was sein Spiegelbild zeigte war umwerfend.





    Re: Berichte

    natalie - 08.05.2007, 22:00


    Ich ging hinter Anna und den Mädels her. Irgendwie kam ich mir unter all den >alten< Freundinnen fast schon fehl am Platz vor. Die schienen sich ja zu kennen. Aber mir waren sie fremd.

    Dominik sah in den Autoscheiben noch einmal sein Spiegelbild an und zog aus der Hosentasche ein kleines After Shave-Fläschchen und legte es auf. Dann steckte er es wieder weg. Es war nicht größer als ein Labello. "Okay, jetzt siehst du gut aus altes Haus." meinte er leise. >Und Papa wirste auch noch!< dachte er dann und lächelte verträumt.



    Re: Berichte

    Anna - 08.05.2007, 22:30


    "So James.Zur Kirche bitte.Ich habe dort einen sehr sehr sehr wichtigen Termine war zu nehmen!" ,sagte Daniel und rümpfte die Nase als er aus dem Haus ging.


    Meine ganzen Verwandten standen unten im Wohnzimmer.Hier und da weinte schon manche.Ich lächelte und doch musste ich mich auch zusammen reißen.



    Re: Berichte

    natalie - 09.05.2007, 17:22


    "Aber natürlich Madame!" sagte Dominik und verbeugte sich kurz. Dabei lachte er. Dann stieg er ins Auto und drückte den Schlüssel ins Zündschloss.

    Ich lehnte mich an den Türrahmen und sah die Gesellschaft an. "Guten Tag." sagte ich manchmal wenn mich jemand grüßte und Hallo sagte. Noch immer hatte ich ein flaues Gefühl im Magen, doch ich musste Anna doch teilen können. Sie war nicht nur meine Freundin, sondern hatte viele andere Freundinnen. Komisch, das ich schon lange nicht mehr mit Vivian oder einer anderen Freundin shoppen oder Kaffee trinken war. Viel mir da ein und ich schüttelte den Gedanken aus meinem Kopf. Natürlich unmerklich. Ich setzte ein Lächeln auf und lächelte fast schon verträumt, eingeschüchtert und glanzlos in die Gesellschaft. "Maus, ich muss jetzt los." sagte ich, umarmte Anna und ging dann aus dem Haus. Auf dem Hof stieg ich ins Auto und fuhr davon. An der Kirche sollte schließlich etwas besonderes warten. Im Auto rief ich Dominik an. "Schatz! Ich bin unterwegs, sind die Leute schon da?" fragte ich mitten in das Auto. "Wir sind gerade erst losgefahren." hörte ich von meinem Mann aus der Freisprechanlage kommen. "Okay, dann mal sehen wer zuerst da ist und bring Daniel nicht vor den Kircheneingang... am besten fährst du ein paar Umwege, so das ich zuerst da bin. Und park ihn ja so, das er direkt beim Aussteigen ALLES sieht!" Ich warf einen Kuss in den Raum: "Ich liebe dich!" sagte ich dann freudig und legte auf. Kaum hatte ich wieder beide Hände am Lenkrad, drückte ich mehr auf das Gaspedal und fuhr viel schneller als zuvor die Straße entlang.



    Re: Berichte

    Anna - 09.05.2007, 18:15


    "Oh.. Okay!" ,sagte ich und da war Natalie auch schon verschwunden.DAnn wurde ich wieder voll von meinen Verwandten eingenommen."Die Kutsche ist da!" ,kam es dann von meinem Vater der durch die Menge ging."Die Kutsche!"Ich drehte mich um und ging los.Ich sollte natürlich als erste aus dem Haus."Cavallo ?",fragte ich und hob mein Kleid hoch.Der Friese schnaubte und drehte seinen Kopf.Ich wusste nicht wie ich es geschafft hatte über die Backsteine zu laufen aber ich stand jetzt bei Cavallo.Meine Handschuhe hatte noch meine Mutter.Sanft glitt ich über seinen Hals."Mein Hübscher!" ,flüsterte ich und schloss die Augen."Anna, was machst du denn so lange bei dem Pferd.Es ist doch nur ein Pferd!" ,sagte meine Tante."Nein.Es ist nicht NUR ein Pferd.Es ist MEIN Pferd Cavallo!" ,sagte ich scharf und sah sie an.Dann wendete ich mich wieder an Cavallo."So mein Dicker, vergess nicht das ich dich liebe!"Er schnaubte und ich nahm die Handschuhe von meiner Mutter.Sie sah mich an."Schau doch nicht so!" ,sagte ich und nahm sie in den Arm.Mein Vater umarmte ich ebenfalls."Ich bleibe immer eure Tochter!" ,flüsterte ich und stieg in die Kutsche.

    "Hast du dich nicht verfranzt?" ,meinte Daniel skeptisch und sah aus dem Fenster.



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    natalie - 09.05.2007, 18:23


    Ich raste auf den Vorhof der Kirche. Noch bevor das Auto richtig stand, hatte ich den Schlüssel gezogen, die Tür aufgemacht und einen Fuß auf der Bremse. Ich zog die Handbremse fest und stieg aus. "Okay! Wo sind die Leute?" fragte ich dann und wandte mich an Marlon. "Los! Wo sind sie?" fragte ich ihn. Er schüttelte den Kopf. Da hörte ich auch schon das Hufgeklapper. "Da sind sie ja!" sagte ich dann und ein Lächeln zog über mein ernstes Gesicht. "Hallo Andrea! Wisst ihr wie ihr stehen sollt??? Der Kutscher fährt vor dem Brunnen an und Dominik fährt hier mit der Limousine an." sagte ich und zeigte ihr die Stellen. "Es ist wichtig, das die Friesen in der Mitte stehen, die Lippizzaner und Andalusier stellen wir aussen hin und dann zeigt ihr eure Show!" meinte ich und zählte die Pferde. "Die müssen hier hin." sagte ich und lockte 4 Reiter zu mir. Dann plante ich weiter.

    Dominik hob den Kopf und sah in den Rückspiegel. "Da vorne ist ne Baustelle." sagte er. Er hatte Glück, das es wirklich so war. Denn er hätte eigentlich viel später abbiegen sollen.



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    Anna - 09.05.2007, 18:30


    "Ah okee!" ,meinte Daniel und sah wieder aus dem Fenster."Gibts doch nicht komme zu spät zu meiner Hochzeit!"


    Die Kutsche fuhr an.Ich lehnte mich zurück und zog meinen Sonnenschirm näher zu mir.Es war sehr warm und die Sonne schien stark.Ich sah auf meinen Verlobungsring.Bald würde dieser einem Ehering folgen.Ich wusste nicht was für einem.Daniel bat mich das es eine Überraschung werden würde.Ich lächelte.Es war unterträglich gewesen einen Tag ohne Daniel zu sein.Natürlich konnte ich ohne ihn alles machen aber mit ihm war es doppeltschöner.Während ich in Gedanken schwelgte hörte ich hinter mir gehupte.Hinter Kutsche fuhr meine Familie.



    Re: Berichte

    natalie - 09.05.2007, 18:47


    Dominik bog in die Straße ein, die zur Kirche führte. "Mein Herr, du kommst noch lange nicht zu spät!" sagte er dann lächelnd. Er sah kurz in den Rückspiegel und dann wieder nach vorne auf die Straße. Über den Baumwipfeln der Allee sah man schon die Kirchturmspitze in der Sonne funkeln.

    Ich wandte mich erschrocken um als ich das Gehupe hörte. Dann sah ich mir die Reiter an. "Okay, jetzt brauch ich nur noch die Musik." meinte ich und drückte mir eine Hand an die Stirn. "Ist schon hier!" hörte ich da jemanden rufen. Ich sah mich um. "Okay!" meinte ich und hob einen Daumen in die Höhe. Das Hufgeklapper der Pferde vor der Kutsche wurde immer lauter. Alles stand auf Position. Ich freute mich tierisch und wartete nur noch auf Anna.



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    Anna - 09.05.2007, 18:51


    Man konnte schon den Kirchturm sehen.Sie Sonne schien ihn an.Es sah richtig schön aus.Mein Herz begann schnell zu schlagen als wir in die Straße einbogen.Es waren nur noch knapp 100 Meter.Dann waren wir da.Doch was ich sah wollte ich nicht glauben.


    "Na endlich!" ,seufzte Daniel als die Limosine auf den Kirchplatz fuhr.



    Re: Berichte

    natalie - 09.05.2007, 19:00


    Dominik stieg aus und half Daniel wie ein Chauffeur aus dem Auto. "Bitteschön und halt dich am besten fest!" sagte er und trat zur Seite.

    Als Anna auf den Kirchplatz fuhr und die Kutsche langsam hielt, legte das Orchester los. Ich verschwand hinter der Kirche und stieg in den Damensattel. "Danke Schatz!" sagte ich scherzhaft zu Marlon, der mich in den Sattel hob.
    Die Pferde der Appassionatta fingen an mit ihrer Hohen Dressur, kaum hatte die Musik ihren zweiten Akt erreicht. Am wichtigsten waren die Friesen mit ihren Courbette und ihrer erstaunlichen eleganz. Wie gerne hätte ich Cavallo noch für die Capriolle in die Mitte gestellt. Aber der war vor der Kutsche und ihn da raus zu holen würde zu lange dauern um umzusatteln oder ihn nackt dazwischen zu reiten. Doch das war kein Problem denn ich ritt langsam vor die Kirche, stellte mich hinter die beiden mittigen Friesen und als sie Traversalle und Reversalle zur Seite gingen ging Cha de Pér im Spanischen Trab hinein. Er trabte auf der Stelle und gab zum letzten Paukenschlag sein Auskeilen in der Capriolle.
    Als der landete, setzte ich die Hilfen zur Verbeugung und die Reihe verbeugte sich ein Pferd nach dem anderen ging nach meinem Lippizzaner nach links und rechts in die Knie, immer zwei gleichzeitig, als wären wir ein Dominiostein gewesen, der die beiden Reihen in Fahrt brachte. Als das letzte Pferd kniete hörte ich Dominik klatschen. Ich lächelte und zwinkerte Anna zu. "War es annehmbar?" fragte ich dann frech.



    Re: Berichte

    Anna - 09.05.2007, 19:16


    Ich konnte nichts sagen.Ich hielt mich an der Kutsche fest.Meine andere Hand lag auf meinem Mund.Ich konnte und wollte nichts sagen.Ich sah sie nur an.Tränen drangen aus meinen Augen und liefen über meine Wangen.Langsam ging ich von der Kutsche.Nun stand ich auf dem Boden.Doch ich hielt mich immer noch an der Kutsche fest.Ich ließ die Tränen laufen da sie gleich eh keinen Unterschied mehr machen würden.Daniel staunte auch nicht schlecht.Er trat ein paar Schritte auf die Reiter zu.Als er zur Seite sah konnte er mich ansehen.Ich sah auch ihn an und lächelte.Er zwinkerte mir zu und klatschte dann.Langsam ging ich zu den Pferden."Danke!" ,sagte ich laut und trat wieder zurück."Danke !" ,flüsterte ich nocheinmal in Natalies Richtung.



    Re: Berichte

    natalie - 09.05.2007, 19:21


    Dominik war verschwunden. Ich sah es als erste. Dann zwinkerte ich Anna noch einmal zu. "Keine Ursache!" sagte ich und glitt von dem Rücken meines Lippizzaners, er erhob sich langsam und alle anderen Pferde taten es ihm nach. Ich streichelte seinen Hals. "Gut gemacht." flüsterte ich und drückte ihm einen Kuss auf die Nüstern. Dann hörte man einen Motor aufheulen und Dominik kam ebenfalls um die Kirche. Ich lachte, er sah auf der Harley so komisch aus in dem Anzug. Doch es passt zu ihm auf einem Motorrad ,wie diesem, zu sitzen. Er hielt vor Daniel und ließ den Motor noch einmal aufheulen. "Ach ja, die hätte ich ja fast vergessen." sagte ich theatralisch und lachte. "Die ist für dich." meinte dann Dominik und hielt sie so, das Daniel eine Einweihrunde drehen konnte.
    Was sie nicht alles bekamen. Autogramme, Videos, eine Live-Show nur für sie, ein Motorrad, eine Limousine, eine Kutsche und eine Hochzeit in der tollsten Kirche, die ich in der Gegend kannte.



    Re: Berichte

    Anna - 09.05.2007, 19:37


    "Aber nicht ohne mein Liebste!" ,sagte Daniel und nahm Dominik dankend in den Arm.Ich schüttelte den Kopf doch Daniel nickte.Also erbarmte ich mich seiner und setzt mich hinter ihn auf die Harley.Er ließ den Motor auffheulen und ich lachte.Dann fuhr er los.Er schaute einmal kurz links und rechts und schon waren wir vom Kirchenhof.Es war ein tolles Gefühl.Wir fuhren bis hinter die Kirche.Dort stoppte er die Maschine."Was ist denn ?" ,fragte ich und er drehte sich um.Dann nahm er mein Gesicht in seine Hände und küsste mich.Er küsste mich leidenschaftlicher und länger denn je."Ich liebe dich!" ,sagte er schließlich und lächelte."Ich dich auch!" Auch wenn ich es schade fand fuhren wir den Rest.Naja oke ich wollte ja heiraten.Wieder auf dem Hof stellte Daniel sie ab und musste dann alleine in die Kirche.Mein Vater kam zu mir und ich legte meine Hand auf seine.Ich bekam meinen Brautstrauß.



    Re: Berichte

    natalie - 09.05.2007, 19:40


    Ich drückte einem jungen Helfer Cha´s Zügel in die Hand und Dominik kam zu mir. Er küsste mich und wir gingen Händchen haltend in die Kirche. Wir setzten uns zu meinen Eltern und ich lächelte wie ein Honigkuchenpferd. Anna würde nun endlich heiraten. Bei dem Gedanken verlor sich eine Freudenträne auf meiner Wange und viel auf mein Beiges Kleid. Dominik zog mich an sich und ich legte kurz meinen Kopf auf seine Schulter. Dann setzten wir uns wieder gerade hin und wandten den Kopf zur Tür.



    Re: Berichte

    Anna - 09.05.2007, 19:53


    Noch einmal atmete ich aus.Ich öffnete die Augen und sah meinen Vater an.Er war sehr stolz.Der Hochzeitsmarsch ertönte und wir gingen los.Meine kleine Cousine ging vor und streute Blumen.Langsam und gemächlich gingen wir in die Kirche.Ich sah mich nicht in den Bänken um.Ich sah nur noch vorn.Denn er sah mich an.Unsere Blicke trafen sich.Am liebsten wäre ich gerannt aber ich besann mich.Beim Altar trat mein Vater zurück und übergab Daniel meine Hand mit den Worten:"Wirst du mir versprechen meine Tochter auf ewig zu lieben und achten?" Daniel antwortete als er meine Hand nahm."Ja auf ewig und länger!"Mein Gesicht war unter dem Schleier versteckt sonst hätte man wohl sehen können wir die Träne sich ihren einsamen Weg suchte.



    Re: Berichte

    natalie - 09.05.2007, 19:56


    Noch bevor die Türen sich geöffnet hatten standen wir auf. Wir saßen in der ersten Reihe und als Trauzeugen hatten wir zu stehen. Dominik stellte sich neben Daniel, natürlich neben im Sinne von hinter ihn, doch ich wartete noch auf Anna. Ich nahm ihren Strauß entgegen und stand neben ihr. Ich lächelte und legte den Kopf fast schon verträumt ein wenig auf die Seite.



    Re: Berichte

    Anna - 09.05.2007, 20:07


    Natalie nahm meinen Strauß und wir stellten uns vor den Pfarrer.Er begrüßte nun die Hochzeitsgesellschaft und eröffnete den Trauungsgottesdienst.Daniel und ich hatte auf kleinen Hockern Platz genommen.Er hielt meine Hand und streichte sanft mit dem Daumen darüber.Mein Herz schlug wie wild.Sein Lächeln ließ es noch höher schlagen.Nun sprach der Pfarrer wieder zu uns."Bitte Herr Merz, Frau Junkermann erheben sie sich!",sagte er und wir standen auf."Bitte sprechen sie nun ihr Ehegelübte."



    Re: Berichte

    natalie - 09.05.2007, 20:13


    Mein Blick sah über die beiden hinweg zu Dominik. Als sie sich erhoben musste ich an ihnen vorbei sehen, doch mein Mann stand so, dass das kein Problem war. Ich besah mir den Strauß. Er war richtig schön. Meiner war mindestens genauso schön gewesen, aber bis jetzt war Anna ihre Hochtzeit wohl doch fast schon besser. Ich erinnerte mich zurück an den Auftritt der beiden auf Atila und Cavallo und musste unverhofft lächeln. Dann horchte ich Anna und Daniel´s Eheschwüren zu.



    Re: Berichte

    Anna - 09.05.2007, 20:44


    Daniel began."Mein über alles geliebter Schatz.Ich möchte nicht lange und groß reden.Dazu bin ich um ehrlich zu sein viel zu aufgeregt.Ich will dir nur sagen das ich dich über alles Liebe.Egal was auf uns zu kommt wir werden dies gemeinsam durchstehen.Mit diesem Ring bestätige ich dir das meine ewige treue und mein versprechen an deinen Vater.Ich liebe dich von ganzem Herzen!"
    Ich sah ihn an.Die Tränen liefen nur so."Mein ein und alles.Gerne hätte ich dir aufgeschrieben was ich für dich empfinde, doch ich würde die Worte gar nicht finden.Ich kann es dir nur beweisen und zeigen.Dieser Ring ist voller Liebe.Ich möchte dir immer alles und meine ganze Liebe geben.Ich liebe dich mehr als mein Leben!"
    Ich strich mir die Tränen aus den Augen und Daniel streifte meine Wange.Der Pfarrer sagte das die Ringe nach vorne gebracht werden sollten.Daniels kleiner Neffe brachte die Ringe nachvorn.Sie waren wunderschön."Daniel Merz sprechen sie mir nach!" ,sagte der Pfarrer."Mit diesem Ringe zeige ich dir meine ewige und treue Liebe!" ,sprach Daniel nach und steckte mit den Ring an.Ich tat es ihm gleich."So Herr und nun auch Frau Merz da sie die Ringe getauscht haben und ich keinen sehe der gegen ihre Ehe etwas einzuwenden hat,dürfen sie Herr Merz ihre Braut jetzt küssen!" Daniel trat auf mich zu und hob den Schleier an."Du siehst wunderschön aus!",sagte er zu mir.Dann berührten sich unsere Lippen.Ich schloss die Augen und auch Daniel tat dies.Der Kuss wurde lang und leidenschaftlich.



    Re: Berichte

    natalie - 09.05.2007, 21:02


    Wieder suchte sich eine Träne den Weg über meine Wange. Anna´s Worte waren vielleicht nicht so lang wie mein Gelübte aber es kam von Herzen.
    Wie gerne hätte ich Dominik jetzt auch einen Kuss gegeben, doch das ging jetzt nicht. Ich träumte schon wieder vor mich hin und betrachtete Dominik.



    Re: Berichte

    Anna - 09.05.2007, 21:10


    Wir drehten uns um.Die Orgel begann zu spielen.Daniel nahm meine Hand und ich nahm den Blumenstrauß von Natalie.Einige der Gäste standen bereits draußen.Wir schritten den langen Gang entlang.Meine Mutter weinte und mein Vater hielt sie im Arm.Daniel sah mich an und auch ich drehte meinen Kopf wieder zu ihm.



    Re: Berichte

    natalie - 09.05.2007, 21:14


    Als Dominik und ich hinter den beiden hergegangen waren und wir draußen an die frische Luft traten, klatschten wir beide noch einmal. "Das war toll!" sagte ich und umarmte Anna. Dann übergab ich ihr den Geldumschlag und Dominik gab Daniel den Blumenstrauß. Sie würden es uns eh gleich wieder geben, weil wir die Trauzeugen waren und die Geschenke für sie übernahmen, doch das war egal!



    Re: Berichte

    Anna - 09.05.2007, 21:28


    "Danke!" ,sagten Daniel und ich.Da wurde auch schon der Reis geschmissen.Wir duckten uns automatisch und gaben den beiden schnell die Geschenke.Dann liefen wir durch die Reihe.Dabei lachten Daniel und ich.Am Ende der Reihe küssten wir uns.



    Re: Berichte

    natalie - 09.05.2007, 21:50


    Ich schüttelte lachend den Kopf. "Oh man!" meinte Dominik und zog mich wie in einem Film an sich. Ich legte den Strauß geschickt hinter mir auf den Tisch und er küsste mich. Ich bewegte meinen Kiefer, während wir uns einen langen Zungenkuss gaben.



    Re: Berichte

    Anna - 09.05.2007, 22:41


    Nun kamen die Hochzeitsgeschenke.Daniel und ich bedankten uns bei jedem.Die Geschenke gaben wir an Natalie und Dominik weiter."So Leute.Auf gehts bitte folgt Daniel und mir!" ,sagte ich.Dann nahm Daniel mich an die Hand und wir liefen nicht zur Limo sondern zur Harley.In der Limo konnten die Geschenke untergebracht werden.



    Re: Berichte

    natalie - 10.05.2007, 13:35


    Dominik und ich verstauten die Geschenke in der Limousine und setzten uns vorne rein. "Wir wollen nach Hause James!" sagte ich gespielt hochnäsig. Er rümpfte die Nase. "Natürlich Madame." sagte er und drehte den Schlüssel im Schloss um, der Motor sprang an und er reihte sich in die Reihe ein. Ich ließ das Fenster hinunter. Es war ein himmlisch warmer Tag und der leichte Wind tat gut.



    Re: Berichte

    Anna - 10.05.2007, 17:38


    Daniel ließ den Motor aufheulen und ich drückte mich an ihn.Dann bretterten wir los.Um die Ecke, durch die Straße.Der Wind spielte mit meinem Schleier.Mein Kopf ruhte auf Daniels Rücken.Wir fuhren nicht zum Hof sondern zu dem gemieteten Saal.Er war etwas weiter weg, doch das war mit egal.



    Re: Berichte

    natalie - 10.05.2007, 19:30


    Dominik platzierte seine rechte Hand auf meinem Bein und ich sah zu ihm hinüber. Er sah gut aus in dem Anzug. "Du siehst toll aus!" sagte er zu mir ohne mich anzusehen. "Und das worhin war auch einfach klasse!"
    Ich sah aus dem Fenster. "Ja, es scheint ihr ganz gut gefallen zu haben." antwortete ich und lächelte in der Erinnerung. Dominik fuhr etwas höher. Natürlich war mein Kleid zu lang um drunter zu kommen, doch er fuhr bis zu meinen Hüften und legte seine Hand dann auf meinen Bauch.



    Re: Berichte

    Anna - 10.05.2007, 19:41


    Hinter uns hörte man das Gehupe.Daniel gab nochmal Vollgase.Schließlich kamen wir zu dem Schlosssaal.Ja richtig gehört Schlosssaal.Das Schloss war allerdings zum Hotel umgebaut.Hier übernachteten auch Daniel und ich.Alle Gäste waren ebenfalls hier einquartiert."So Frau Merz!" ,sagte er als er den Motor abgestellt hatte.Wir standen noch in der Allee."Bitte Augen zu machen und erst dann auf wenn ich es sage!" Wir küssten uns kurz."Okay Herr Merz!" Ich liebte diesen Namen.Dann machte ich die Augen zu.Daniel fuhr langsam weiter.



    Re: Berichte

    natalie - 10.05.2007, 19:45


    Wir fuhren hinter Daniel und Anna her, auch Dominik hupte. Er schaltete einen Gang runter als die Schlange langsamer wurde und suchte dann wieder meinen Bauch. Ich legte meine rechte Hand auf seine, so konnte er seine Hand immer wieder zum Schalten aus der meinen ziehen.



    Re: Berichte

    Anna - 10.05.2007, 19:55


    Mitten auf dem Schlosshof blieb das Motorrad stehen.Anscheinend machte Daniel irgenwas.Ich merkte wie die Maschine aufgebockt wurde und mich jemand an die Hand nahm."So Schatz einmal runter bitte!" ,sagte er und hob mich von der Harley."Und mach die Augen jetzt auf!" ,sagte er nachdem er mich ein paar Schritte geführt hatte.



    Re: Berichte

    natalie - 10.05.2007, 19:59


    Mir blieb der Mund offen stehen. "Die haben den Schlosssaal gemietet?" fragte ich und Dominik schaltete wieder runter. "Ja klar, wusstest du das denn nicht?" fragte er. Ich schüttelte den Kopf. "Nein! Nicht mal annähernd!" meine Stimme überschlug sich fast. Ich hatte bei unserer Hochzeit ganz vergessen das wir Schloss Harburg in der Nähe hatten. Fast schon neidisch und demütig stieg ich aus der Limousine. Dominik stieg auch aus, sperrte ab und streckte mir seinen Arm entgegen. "Meine Königin! Darf ich bitten?" fragte er. Ich lächelte kurz und legte meinen Arm auf den Seinen.



    Re: Berichte

    Anna - 10.05.2007, 21:14


    Ich öffnete die Augen.Vor mir brannte ein großes Herz an der Schlosswand.Ich schlug mir die Hand vor den Mund.Dann wurden die Fenster geöffnet und es flogen mindestens 1000 weiße Tauben heraus.Daniel drehte sich zu mir.Er hielt einen roten Rosenstrauß in der Hand."Schatz ich liebe dich!" Meine Augen blitzen."Ich dich auch!" ,hauchte ich.Unseren Lippen langen aufeinander und wir gaben uns einen langen leidenschaftlich Zungenkuss.Er ließ die Rosen auf den Boden fallen und nahm mein Gesicht in seine Hände.Ich legte meine Arme um seinen Nacken.



    Re: Berichte

    natalie - 10.05.2007, 21:31


    Wir sahen Anna und Daniel. Ich staunte immernoch Bauklötze. So toll war meine Hochzeit wohl nicht gewesen. Dominik zog mich an sich und küsste mich schnell. "Ist ja gut." sagte ich und lächelte kurz. Dann gingen wir zu den beiden. Anna ist meine Beste Freundin und deshalb sollte ich mich mit ihr freuen und sie nicht auch noch beneiden. So etwas tat man unter BESTEN Freundinnen und wirklich nicht.



    Re: Berichte

    Anna - 11.05.2007, 15:15


    "Danke!" ,hauchte ich nach dem Kuss und er lächelte."Für dich immer!" ,meinte er dann und nahm meine Hand.Ich hob die Rosen auf und wir gingen hinüber zum Saaleingang.Ein Butler öffnete die Türen und führte uns in den großen Saal.Er war überall mit roten Rosen geschmückt.



    Re: Berichte

    natalie - 11.05.2007, 15:24


    Wir gingen hinter Anna und Daniel in den Saal und ich staunte. "Wow!" meinte ich dann und sah mich in dem Saal um. Dominik staunte auch nicht schlecht. Hinter mir hörte ich noch mehr Schuhgeklacker. Ich wandte mich um und besah mir die vielen Leute die noch kamen.



    Re: Berichte

    Anna - 11.05.2007, 15:52


    Der Butler führte uns zu unseren Plätzen.Neben uns saßen unsere Eltern und Großeltern.Die Trauzeugen nahmen neben ihnen Platz und dann die anderen Gäste.Überall hörte mal gemurmel und Stühle rücken.Als alle saßen nahm Daniel meine Hand und wir erhoben uns.Er klopfte mit der Gabel leicht an sein Glas und räusperte sich.



    Re: Berichte

    natalie - 11.05.2007, 16:09


    Als Dominik und ich platz genommen hatten und wir das klingen des Glases hörten, sahen wir auf. Seine Hand lag wieder auf meinem Bauch und ich war erstaunt, das er sie dort so ruhig halten konnte. Doch Daniel wollte sicher einen Tost aussprechen, so bräuchte er die Hand eh bald. Es war angenehm seine Wärme auf meinem Bauch zu spüren und ich lächelte.



    Re: Berichte

    Anna - 11.05.2007, 16:20


    Daniel begann in die darauf folgende Stille zusprechen."Liebe Familie und Gäste, danke das ihr alle hergekommen seit um mit Anna und mir den schönsten Tag in unserem Leben zu feiern.Wir danken euch auch für die schönen Geschenke.Und da ich kein Freund von großen Reden bin und nur noch meine Frau etwas sagen möchte wünsche ich euch allen schon einen Guten Appetit." Ich setzte sofort an."Ja auch von mir ein herzliches Danke das ihr alle erschienen seit." Ich sah Daniel einmal kurz an und lächelte dann."Und ich möchte noch jemand ganz besonders danken.Nämlich Natalie.Danke das du das für uns alles arrangiert hast,aber auch dein Mann.",sagte ich und Daniel und ich erhoben unser Klass."Prost!" ,meinte er dann lachend und wir küssten uns.



    Re: Berichte

    natalie - 11.05.2007, 16:26


    Ich hob mein Glas, nickte ihnen verlegen zu und nippte kurz an dem Sekt. Dominik hob sein Glas, ließ ein kräftiges "Prost ih alle." hören und trank dann mit einem großen Schluck das halbe Glas leer. Bei den Gläsern nicht sehr schwer. Ich lächelte. Denn kaum hatte er sein Glas abgestellt, strich seine Hand wieder über meinen Bauch und er lehnte sich zu mir hinüber um mich zu küssen.



    Re: Berichte

    Anna - 11.05.2007, 16:38


    Dann kam das Essen.Es war die Vorspeise.Tomatensuppe oder Frühlingssuppe mit Brot.Es sollten 3 Gänge kommen.Daniel fütterte mich mit Brot.Ich grinste und strich ihm über die Wange.



    Re: Berichte

    natalie - 11.05.2007, 16:43


    "Mag das Kleine auch schon Tomaten?" fragte Dominik. Ich grinste. "Papa Dominik! Das Kleine isst alles was ICH esse! Immerhin ist es in MEINEM Bauch." betonte ich die beiden Worte und lachte. Dann küsste ich ihn. Er löffelte seine Tomatencremesuppe und ich nahm einen von meinen. "Willst du ein bisschen Brot rein?" fragte Dominik. Ich schüttelte den Kopf. "Nicht wirklich, habe heute irgendwie keinen Hunger auf Brot." sagte ich frech und nahm noch einen Löffel.



    Re: Berichte

    Anna - 12.05.2007, 14:37


    Das Essen dauert ungefähr 2 Stunden.Es war super lecker, doch jetzt war das Tanzen angesagt.Während alles umgebaut wurde , machten Daniel und ich einen Spaziergang durch den Park.Vor dem großen Springbrunnen blieben wir stehen."Na meine Königin!" ,grinste er und stupste mich auf die Nase."Na mein König!" ,lächelte ich und legte mein Kopf auf seine Brust."Du siehst umwerfend aus!",flüsterte Daniel.Ich sah in seine Augen."Danke!" ,hauchte ich und er küsste mich.Die Musik begann drinnen zu spielen."Los, wir müssen doch zeigen was du im Crashkurs gelernt hast!" ,meinte ich schelmisch und Daniel lachte.



    Re: Berichte

    natalie - 13.05.2007, 12:32


    Wir stellten uns an ein kleines Buffée und ich sah den beiden zu, während ich an einem Glas Wasser schlürfte. Meinen Sekt hatte Dominik getrunken. Ich wollte schwanger nun wirklich gar keinen Alkohol zu mir nehmen. Das hatte ich mir fest vorgenommen und wir wussten, das die beiden das verstehen würden.



    Re: Berichte

    Anna - 13.05.2007, 13:56


    "So liebe Gäste ,liebes Brautpaar." Der Dj sah uns an."Es ist Zeit für den tradionellen Eröffnungstanzes des Brautpaares!" ,sagte er durchs Mikro.Daniel lachte und verbeugte sich vor mir.Ich machte einen Knicks und nahm seine Hand.Der Wiener Walzer wurde angespielt und wir begannen zu tanzen.Daniel konnte das richtig gut.Mit Drehungen tanzten wir uns durch den Saal.



    Re: Berichte

    natalie - 14.05.2007, 14:34


    Dominik wippte mit dem Takt mit und lächelte mich an. So nach und nach würden sich ein paar Paare einspielen. Doch ich wollte nicht unbedingt zu den ersten gehören. Ich kannte Dominik und als Bruder des Bräutigams, wollte er sich mit den Eltern des Brautpaares einspielen, oder danach. Er grinste jetzt schon so vielsagend und zog mich näher an die Menge. Ich stellte gerade noch das Glas ab. Dann standen wir auch schon mit der ganzen Gesellschaft und ich merkte wie er gespannt auf seinen Auftritt wartete.



    Re: Berichte

    Anna - 14.05.2007, 15:50


    Ich schmiegte mich an Daniel.Wie er mir nicht auf den Saum meines Kleides treten konnte, wird mir wohl ein Rätsel bleiben.Er wirbelte mich einfach über die Tanzfläche.So nach und nach kamen die anderen Paare auf die Tanzfläche.



    Re: Berichte

    natalie - 14.05.2007, 15:56


    Nach Anna´s Eltern und den von Daniel und Dominik führte mich Dominik in einer Drehung auf die Tanzfläche. Ich staunte nicht schlecht. Das er als Kind tanzen gelernt hatte, wusste ich. Aber so gut!? :eek: Ich tanzte einfach mit ihm und er zog mich an sich.



    Re: Berichte

    Anna - 14.05.2007, 16:15


    "So, jetzt möchte ich bitten alle unverheirateten Frauen auf die Tanzfläche zu kommen.Der Brautstrauß wird geworfen !" ,ertönte es nach dem Lied.Sofort hatte ich hinter mir mindestens 20 Frauen stehen.Ich grinste und drehte mich um."Bereit ?" ,fragte ich und es ertönte ein lautes "Ja" hinter mir.



    Re: Berichte

    natalie - 14.05.2007, 16:18


    Dominik und ich stellten uns hinter die Gesellschaft und er tanzte mit mir weiter. Es schien ihn nicht zu stören, das die meisten jetzt dem Wurf des Straußes und des Strumpfbandes zusahen. Ich lächelte, als er mich eine Drehung machen ließ und mich dann wieder so zu ihm zog, das mein Rücken auf seiner Brust lag. Ich sah kurz nach oben und ließ den Kopf dann langsam sinken, während wir weitertanzten. Aber mehr mit der Hüfte und auf der Stelle.



    Re: Berichte

    Anna - 14.05.2007, 16:30


    Der Strauß flog und mit fast schon wildem Geschrei schnappten die Mädels sich den Strauß.Ich konnte nur lachen als ich mich umdrehte.Daniel saßs bereits auf dem Stuhl."Ladies and Gentelman das Strumpfband!" ,sagte der Dj und Daniel grinste."Ja Schatz da freuste dich drauf was ?" ,sagte ich schelmisch und er nickte.



    Re: Berichte

    natalie - 14.05.2007, 16:34


    Ich sah neugierig auf, wer denn nun den Strauß gefangen hatte und auch auf Anna und ihr Strumpfband war ich gespannt. Dominik sah ebenfalls hinüber, aber wir hörten nicht auf zu tanzen.



    Re: Berichte

    Anna - 14.05.2007, 17:16


    Daniel fuhr mit seiner Hand unter mein Brautkleid."Hm das gefällt mir!" , flüsterte er mir ins Ohr.Ich schüttelte den Kopf."Musste noch bis heute abend warten Baby!" ,flüsterte ich zurück und grinste frech.Auch Daniel lachte."Leider!",meinte er dann leise und zog das Strumpfband hervor.



    Re: Berichte

    natalie - 14.05.2007, 17:18


    Ich lachte. "Der ist fast so schlimm wie du!" sagte ich leise. Dominik nickte. "Naja, er ist halt mein Bruder." antwortete er und legte seine Hände wieder um mich.



    Re: Berichte

    Anna - 14.05.2007, 17:36


    "So Gentelman, der Wurf!" ,kommentierte der Dj und Daniel warf das Band.Wer es gefangen hatte interessierte mich wenig.Daniel ebenfalls. Beim Küssen bekommt man halt net alles mit.



    Re: Berichte

    natalie - 14.05.2007, 17:39


    Ich hatte meinen Kopf wieder zu den großen Fenstern gedreht und die Augen geschlossen. Während wir im Takt der Musik weitertanzten. Doch es war immer noch mehr ein auf der Stelle mit den Hüften tanzen und kuscheln. "Ich liebe dich!" flüsterte diesmal ich als erste. Dominik sah zu mir hinunter. "Ich dich auch." sagte er.



    Re: Berichte

    Anna - 14.05.2007, 17:49


    Die Männer hatten sich inzwischen gefangen und hoben den Stuhl mit Daniel und mir hoch.Es erklang."Hoch sollen sie leben, hoch sollen sie leben dreimal hoch!"Ich musste lachen und auch Daniel bekam das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.



    Re: Berichte

    natalie - 14.05.2007, 17:54


    Noch immer tanzten wir beide Arm in Arm und Rücken an Brust. Dann öffnete ich die Augen. Mir war schlecht geworden. "Schatz, ich komm gleich wieder." sagte ich und ging unauffällig, aber zügig zu den Toiletten. Dort ging ich in die Hocke und atmete tief durch.



    Re: Berichte

    Anna - 14.05.2007, 17:58


    Nach dem dritten Mal ließen sie uns wieder runter.Die Spiele begannen.Viele hatten sich was ausgedacht."Das kann heiter werden Schatz !" ,meinte Daniel und ich nickte.



    Re: Berichte

    natalie - 14.05.2007, 18:01


    Dominik ging zu einem der Fenster und sah hinaus in den Schlossgarten. Er war in Gedanken. "Hey Dominik." hörte man da. "Andy?! Was machst du denn hier?" fragte er, als er sich umwandte und seinen alten Freund sah. Dieser sah im Anzug um einiges Erwachsener aus als sonst. Ich kam wieder. Langsam aber mit sichereren Schritten, als beim verlassen des Saal´s.



    Re: Berichte

    Anna - 14.05.2007, 18:11


    Die Fragen wurden gestellt und über die Antworten lachten wir alle.Natürlich war auch die berühmte Frage, wer hat bei euch die Hosen an, mit dabei.



    Re: Berichte

    natalie - 14.05.2007, 18:19


    Ich lachte auf und trat zu Dominik und Andy. "Ja also dann, ich seh dann mal zu den andern." sagte dieser gerade und wandte sich zum gehen. Er nickte mir lächelnd zu und ging doch an mir vorbei. Ich lächelte ebenfalls und meinte: "Hallo Andy." dann ging ich zu Dominik. Dieser legte eine Hand um meine Hüfte und ging dann mit mir ebenfalls zur Gesellschaft. Wir horchten den Fragen und den Antworten. Auf die letzte war noch keine Antwort gefallen. "Anna." flüsterte ich und lachte leise auf. Dominik nickte und küsste mich in den Nacken. Ich hatte mich wieder an seine Brust gelehnt und er stand hinter mir. Er war einen guten Kopf größer als ich, da sah er locker über mich drüber.



    Re: Berichte

    Anna - 15.05.2007, 19:39


    Daniel hielt das Schild mit meinem Namen hoch und auch ich hielt meinen Namen hoch.Wir brauchten uns nicht umdrehen.Wir hätten eh nur laut gelacht.Daniel suchte auf der anderen Seite meine Hand.Ich legte meine in seine Warme.Er spürte meinen Ring an seinen Finger.



    Re: Berichte

    natalie - 16.05.2007, 17:13


    Ich lachte kurz auf. Auch Dominik lachte. Fast die ganze Gesellschaft fing an zu lachen. Ich wiegte in seinen Armen hin und her. >>Wir sollten mehr miteinander verbringen und brauchen mehr Zeit füreinander.<< schoss mir durch den Kopf als ich meinen Kopf gegen seine Brust legte. Er atmete aus und ein. Ich hörte es haargenau und spürte seinen Atem auf meinen Haaren. "Ich liebe dich!" sagte ich leise und hob mein Gesicht zu seinem an. Er sah hinunter, blickte mir fest und lange in die Augen. "Ich dich auch!" sagte er dann. Ich lächelte und kuschelte mich wieder an ihn. Auf meinen Seiten hielten wir jeweils die Gegenseite des Anderen an der Hand. Meine Linke seine Rechte und anders herum.



    Re: Berichte

    Anna - 18.05.2007, 11:21


    Nach dem wir auch die restlichen Spiele durchstanden hatten, wurde die große Saaltür geöffnet.Alle Köpfe drehten sich in deren Richtung.Daniel und ich standen auf und liefen durch die Menge.Eine riesen Hochzeitstorte kam zum Vorschein.Ich machte große Augen."Wie schön!" ,meinte ich und Daniel nickte grinsend.



    Re: Berichte

    natalie - 18.05.2007, 16:54


    Ich staunte auch nicht schlecht. Die Torte sah wirklich schön aus. Ich lächelte. "Die hat sie sich verdient!" meinte ich dann grinsend. Dominik sah zu mir hinunter. "Wie bitte? Ich hab dir grad leider nicht zugehört Schatz." Ich schüttelte den Kopf. "Nicht so wichtig."



    Re: Berichte

    Anna - 20.05.2007, 20:22


    Wir schnitten die Torte gemeinsam an und Daniel drückt mir natürlich ein Stück in den Mund.Ich musste lachen und strich mir die Sahne von den Wangen."Danke schön." ,grinste ich und Daniel schüttelte sich nur vor lachen.



    Re: Berichte

    natalie - 22.05.2007, 16:48


    Ich lachte. Dominik schien jetzt schon das Wasser im Munde zusammen zu laufen, den er öffnete ihn nur ungern und schluckte für sein Verhältnis recht oft. Ich lachte noch mehr als ich ihn ansah. "Schon so heiß auf die Torte?" fragte ich ihn frech grinsend. Er grinste und nickte. Ich lachte auf. "Das war ja klar! Kaum kommt ne heiße Torte herein! Ist die olle eigene Alte schon vergessen!" Er fing an zu lachen. "NIEMALS!" stieß er aus und küsste mich. Ich grinste. "Nun gut! Das wollen wir dir jetzt nochmal durchgehen lassen!" Ich streckte ihm die Zunge raus und zur Strafe wurde ich lange und innig geküsst. Doch diese Strafe kann man über sich ergehen lassen.



    Re: Berichte

    Anna - 22.05.2007, 18:42


    Es wurde noch gefeiert bis spät in die Nacht.Jeder ging glücklich, pappsatt und zufrieden in sein Bett.Wenn die einen Gäste schon schliefen und die anderen Gäste daran wohl dachten, stand ich auf dem Balkon und sah in den beleuchteten Park.Mein Kleid wehte mit dem Wind und meine nun offenen Haare ebenfalls."Schatz?" ,Daniel kam heraus und legte seine Arme um meine Taille."Ja?" ,fragte ich und sah ihn von der Seite an."Wollen wir noch ein bisschen spatzieren gehen ?",fragte er und ich nickte."Gerne!", wir küssten uns lange und innig ehe wir durch die Tür gingen.Ich lief Barfuß und auch Daniel hatte keine Schuhe mehr an.Er hatte sein Jacket ausgezogen und hatte nur noch die Hose und das Hemd an.Seine Haare waren zerzaußt.So wie sie am besten aussahen.Wir liefen über die langen Flure und gelangen schließlich in den Garten.Der Rasen kitzelte unter unseren Füßen, aber war sehr angenehm.Daniel hatte meine Hand in seiner und so schlenderten wir bis weit hinten an den Brunnen.



    Re: Berichte

    natalie - 22.05.2007, 19:01


    Dominik hatte seine Schuhe gerade ausgezogen und sich auf die Bettkante gesetzt, als ich wieder ins Zimmer kam. Die Zimmer waren riesig. Ich hatte mir unten in der Küche zwei Gläser Wasser geben lassen. Selbst zu Hause stand neben unserem Bett immer eine Flasche Mineralwasser, deshalb waren es hier halt Gläser. Dominik stand auf und nahm eines dankend entgegen. Ich stellte das Tablett auf einen kleinen Tisch. "Man darf sie scheinbar nicht einfach so durch´s Haus tragen. Am liebsten hätten sie es gehabt, wir hätten angerufen. Aber ich will die Leute doch nicht jetzt noch groß stören." sagte ich und zog mir meine Schuhe aus. Dominik nickte. "Ja, versteh ich Schatz." sagte er und zog nun auch seine Socken aus. Ich öffnete die Haarspange und meine Locken vielen mir über die Schultern wie ein Platzregen. Sie schwangen leicht im Wind, der durch das Fenster zog. "Das ist schon ein komisches Wetter. Es sieht fast schon nach Gewitter aus." sagte ich und bewegte die Zehen ein wenig, damit sie sich entspannten.



    Re: Berichte

    Anna - 22.05.2007, 19:05


    Daniel balancierte auf dem Brunnenrand. Ich lachte laut.Er sah so komisch aber auch so süß aus.Er sah mich schräg an und lachte dann auch."Fang mich doch!",ich streckte ihm die Zunge raus und rannte los.Ich hatte mein Kleid leicht angehoben.



    Re: Berichte

    natalie - 22.05.2007, 19:09


    Ich öffnete die Tür und trat auf den Balkon. Nicht alle Zimmer hatten einen Balkon, aber doch die größten. Ich wusste nicht, ob wir, die Eltern der Männer und die Eltern von Anna besondere Suiten bekommen hatten. Doch vielleicht... Ich wollte gar nicht darüber nachdenken. Zu sehr genoß ich, das mir der Wind wild in die Haare fuhr und mein Kleid mit sich trug. Zumindest die kurze Schleppe hatte er im Griff. Dominik löste die Fliege um seinen Hals und kam ebenfalls hinaus. Er griff mir von hinten um die Taille und betrachtete die einzelnen Wolken am Himmel, die immer wieder vor die Sterne fuhren.



    Re: Berichte

    Anna - 22.05.2007, 19:22


    Daniel war allerdings schneller als ich.Er hatte mich schon bald und ich grinste."Gefangen!" ,meinte er und ich nickte.Dann küsste er mich."Darf ich bitten!", meinte er dann und verbeugte sich vor mir.Ich schüttelte nur den Kopf und legte meine Hand in seine."Ja!" ,meinte ich nur und Daniel zog mich an seine Brust.Man hörte von irgendwo her die Musik.
    (Ich liebe Filme :p)



    Re: Berichte

    natalie - 23.05.2007, 15:55


    Er fing an mit den Hüften zu tanzen. Dabei zog er mich mehr gewollt als ungewollt mit. Ich lächelte und schloss die Augen. Dabei lehnte ich meinen Kopf zurück auf seine Schulter und er küsste meine Kehle. Der Wind tanzte seinen Tanz mit uns und wir taten nichts anderes als ihm zu folgen. Der Balkon war groß, eben der große Balkon eines Schlosses. Dominik brachte mich zu einer Pirouette und ich landete in der Mitte des Balkons. Er grinste frech und umfasste meine Taille. Ich schlug mit einem Fuß die Schleppe nach hinten, doch es gehörte wohl eher zum Tanz, denn es war kaum merkbar von einem meiner Schritte zu unterscheiden.



    Re: Berichte

    Anonymous - 02.07.2007, 20:00

    OOH
    :) dein Bericht Spannend ist und super!!!!!

    LLG Mandy



    Re: Berichte

    Anna - 02.07.2007, 23:40


    Danke .. :)

    lg Anna



    Re: Berichte

    Anna - 04.07.2007, 18:21


    Gähnend wachte ich auf. Der Kleine hatte in der Nacht ganz schön getreten. Ich drehte meinen Kopf und sah auf die leere Betthälfte. Kurz seufzte ich. Er war nicht da. Mein Schatz war auf diesem Turnier. Wäre ich nicht schwanger und hätte nebenbei noch einen Hof und eine Tierklinik zu leiten, wäre ich mitgefahren. Langsam rappelte ich mich auf. Dies wurde von Tag zu Tag schwerer. “Hoffentlich wirst du kein Elefantenbaby!” ,meinte ich und streichelte über meinen Bauch. Dann ging ich zum Fenster und zog die Gardinen auf. Ein paar Sonnenstrahlen kamen durch die Wolken, doch es sah eher nach Regen aus. “Tolles Wetter!” ,seufzte ich erneut und Lerran kam um die Ecke. Dann schmiegte er sich an meine Füße. “Hund du bist keine Katze!” ,grinste ich im nächsten Moment. Lerran bellte kurz und wedelte mit dem Schwanz. “Na komm, bekommst du dein Frühstück!” ,sagte ich und ging mit ihm in die Küche. Während ich sein Futter zubereitete, kochte ich ebenfalls Tee. Kaffee trank ich gar nicht mehr. “So Dicker, lass es dir schmecken!” ,sagte ich und stellte den Napf auf den Boden. Lerran wartete bis ich mich wieder aufgerichtet hatte und ging erst dann an sein Futter. Es schien als ob er wusste das ich schwanger war. Nach dem der Tee aufgegossen war, machte ich mir Frühstück. Die berühmten Gurken durften dabei nicht fehlen. Eigentlich aß ich nicht sehr viel. Doch in dieser Zeit aß ich meistens das doppelte. Man merkte das es ein Junge wurde. Ich grinste und schaltete das Radio ein. Ich holte mir den Tee und setzt mich an den Tisch. Im Radio liefen die Nachrichten. “Und nun zum Sport!”, hörte ich den Sprecher sagen. Herzhaft biss ich in mein Brötchen mit Käse und Gurke. “Hier habe ich einen der platzierten Reiter. Hallo Herr Merz!” ,sagte der Sprecher. Ich spuckte fast mein Brötchen aus. Ungläubig starrte ich auf das Radio. “Hallo!” ,kam es aus dem Radio. Anscheinend war er am Telefon.” Herr Merz, sie konnten sich gestern unter den ersten 5 platzieren, genauso wie ihr Bruder. “, sagte der Sprecher. “Ja das stimmt und wir sind sehr glücklich darüber.” , antwortete die Stimme meines Mannes. “ Wie ist es ihnen denn gelungen ihr Pferd in so kurzer Zeit in eine solche Höchstleistung zu bringen ?” ,fragte der Sprecher weiter. “Nun wissen sie, Cavallo ist eigentlich nicht mein Pferd, sondern das meiner Frau. Sie hat ihm alles beigebracht was er kann.” ,sagte Daniel und ich musste grinsen. “So so , ihre Frau, warum reitet sie denn nicht mit ?” ,den Sprecher schien das wohl jetzt brennend zu interessieren. “Also ich denke sie wäre gerne mit hier gewesen, doch sie ist Besitzerin eines Gutes, Chefin einer Tierklinik und zu dem noch Schwanger!” Ich lachte. “Schatz du musst auch immer alles so genau nehmen!” ,sagte ich und grinste immer noch. “Oha, meinen Glückwunsch!” ,sagte der Sprecher. “Danke!” ,sagten Daniel und ich dann gleichzeitig. Kurz redeten sie dann noch über die Kür gestern. Natalie und ich hatten sie uns im Fernsehen angesehen. Dabei aßen wir Schokofondue was ich mit gebracht hatte. Es war ein wirklich schöner Abend nur man merkte das etwas fehlte. “Ich wünsche ihnen noch viel Glück in dem weiteren Turnier!” ,hörte ich den Sprecher abschließend sagen. Daniel dankte und verabschiedete sich. An Lerran gewandt sagte ich: “Wetten gleich ruft Papa an ?” Lerran legte den Kopf schief und bellte bestätigend. Das sollte wohl ja heißen. Während ich weiter aß fingen die Wolken an den Regen auszuspucken. Die Tropfen prasselten ans Fenster. Es klingelte kurz darauf an der Haustür. Ich runzelte die Stirn und ging zur Tür. “Oh Michael!” ,sagte ich und er nickte. “Was gibt’s denn ? Komm rein!” Michael betrat unser Haus und ich schloss die Tür. “Wir haben alle Pferde wieder reingeholt nur wir können Star of the East nicht finden. Er war nicht bei den Fohlen und auch nicht auf den Einzelpazellen. “Das ist ein Scherz oder ?”, fragte ich geschockt, doch Michael schüttelte den Kopf. “Das ist kein Scherz Anna. Er ist nicht da und es sieht nach Gewitter aus!” ,meinte er. “Na super, gestern die Hunde und heute mein Fohlen!” ,stöhnte ich. “Ich bin in 2 Minuten bei euch !” ,sagte ich dann und Michael nickte. Ich machte auf dem Absatz kehrt und lief ins Schlafzimmer. Schnell war ich angezogen und band meine Haare zu einem flüchtigen Dutt zusammen. “Lerran komm, wir müssen Star of the East suchen!” ,rief ich durch den Flur und zog meinen Regenmantel an. Lerran kam um die Ecke gefegt. Schnell schnappte ich mir den Schlüssel vom X5, wo auch der Hausschlüssel dran war. Ich hatte ja beide Autos da, da Daniel und Dominik die Harleys mitgenommen hatten. Draußen auf dem Hof war es richtig ungemütlich. Als Bestätigung zuckte dann auch gleich mal ein Blitz über den Himmel. “Na klasse!” “Sind alle anderen Pferde drin ?” ,ich musste schreien damit Mike mich verstand, da der Wind so pfiff. “Ja alle bis halt auf Star!” ,schrie er zurück. >Wenn ihm was passiert ist !< Meine Gedanken rasten.> Wo war ich immer am liebsten mit Katta und Star gewesen. Denk nach Anna. Denk nach !< Ich schloss die Augen. Kurze Zeit später schlug ich sie auf. “Na klar. Der See!” ,rief ich. Mike und Michael sahen mich erstaunt an. “Na los!” ,meinte ich und wir liefen zum Auto. Auch Lerran lief mit. Wie ich das hinbekommen hatte wusste ich nicht. Stress war zwar nicht gut ,aber ich liebte meine Pferde über alles und wenn ihn was passiert würde ich mir das nie verzeihen. Kurz öffnete ich die Autotür und Lerran sprang rein. Im Auto schaltete ich die Heizung ein und drehte den Schlüssel an. “Mike fahr du!” ,sagte ich und wir tauschten die Plätze. “Aber ..!” “ Kein Aber fahr!” ,sagte ich ernst und er nickte. Dann fuhren wir vom Hof. Auf der Landstraße gab Mike dann richtig Gas. Die Scheibenwischer waren auf Dauerhaft eingestellt. “Ich hasse es einfach!” Der Regen klatschte an die Fenster. “Ich verstehe das nicht!” ,sagte Michael und sah mich entschuldigend an. “Du kannst nichts dafür. Wahrscheinlich hat er sich erschreckt und ist durch irgendeine Lücke, weil so hoch kann er noch nicht springen !” ,murmelte ich. Etwa 5 Minuten später trafen wir an dem Seeparkplatz ein. Ich schälte mich aus dem Gurt und öffnete die Tür. Lerran sprang hinten bei Michael mit aus dem Auto. Mike warf mit die Schlüssel zu und ich schloss ab. “Sucht ihr beide an der Nordseite, ich gehe die Südseite hinunter!” , rief ich und die beiden nickten. “Star !” ,rief ich. Zum Glück hatte ich den Hengst an seinen Namen und an meine Stimme gewöhnt. Doch ich befürchtete das er mich hörte. “STAR!” ,schrie ich und Lerran schnüffelte über all rum. Dann bellte er. “Hier lang!” , sollte es wohl heißen. Während er voraus lief, versuchte ich so schnell wie möglich hinterher zu kommen. “Star!” ,rief ich weiter. Der Wind pfiff und mir lief ein Schauer über den Rücken. Die Bäume ächzten und krächzten. Es war wie ein schlechter Horrorfilm. “Star!” ,rief ich nochmals. Dann bleib ich wie angewurzelt stehen. Das war ein Wiehern. “Lerran such!” Lerran rannte vor und ich lief hinter her. Wir suchten nun im Dickicht. “Star!” ,rief ich immer und immer wieder. Als ich um einen dicken Baum war, sah ich wie Lerran gewurzelt stehen blieb. “Was hast du denn mein Junge ?” ,fragte ich und sah mich um. Dann kam wieder das Wiehern. “Star!” ,rief ich und ich sah aus den Augenwinkeln wie ein Karamellbraunes Etwas aus dem Dickicht kam. “Oh mein Gott Star!” , schnell hatte ich ihm am Halfter und strich ihm über den Kopf. “Was machst du nur für Sachen!” , ich weinte schon fast. Kurz besah ich ihn mir. Er hatte ein paar Schürfwunden an den Flanken und winkelte seinen rechten Vorderhuf an. Als ob das nicht genug wäre Zitterte er wie Espenlaub. “Ich hab ihn. Hänger und Decke. Südseite See. “ ,funkte ich rüber. Durch das dicke Blätterdach kamen nur ein paar Tropfen. “Gut das ich 2 Jacken an habe!” ,sagte ich und legte ihm den langen Regenmantel um. “Gleich kommst du hier weg mein Schatz!” ,sagte ich und streichelte ihm beruhigend die Nüstern. Auch wenn es erst 10 Uhr morgens war , sah es aus wie 11 Uhr abends. Der Himmel war wirklich fast pechschwarz. Ich wusste nicht wie lange wir da standen, ich wusste nur das auch mir so langsam kalt wurde. Lerran hatte sich zwischen uns gekuschelt. “Ja du bekommst du Zuhause schön ein Leckerli !”meinte ich. Endlich kamen dann Mike und Michael mit der Thermodecke für Star und auch mit einer für mich. Während Mike Star nahm, ging Michael mit mir. “Bin ich froh das wir ihn wieder haben !” ,sagte Michael zu mir und ich nickte. “Oh ja!” , mehr war nicht mehr drin mit dem Sagen. Mike führte Star in den Hänger. “Ich bleibe bei ihm hinten !” ,meinte er dann und Michael nickte. Dann fuhren wir los. Auf dem Hof angekommen , sagte ich sie sollen ihn in die Klinik bringen. Felix wäre da. Sie nickten und ich ging mit Lerran zum Haus. Im Flur schmiss ich die Decke weg und ging schnell rauf ins Schlafzimmer. Dort holte ich mir ein paar warme Sachen und lief dann ins Bad. Ich stellte mich unter die Dusche und lief heißes Wasser laufen. Es war sehr angenehm. >Nachher mache ich mir auch noch einen Tee < dachte ich. Erkälten wollte ich mich ja nicht. Nach dem ich fertig geduscht hatte und mich warm angezogen hatte ging ich wieder zum Flur. Beim Telefon blinkte der AB doch ich hatte keine Zeit mir diesen anzuhören. Schnell schlüpfte ich in meine Schuhe und hatte meine Haare wieder zum Dutt gebunden. “Du bleibst hier!” ,sagte ich zu Lerran. “Leg dich vor den Kamin!”, sagte ich zu ihm und er folgte.
    In der Klinik angekommen lief ich direkt zum OP Saal. “Kittel , na mach schon!” ,sagte ich zu Melanie. “Tut mir Leid bin nicht so schnell !” ,sagte sie. Schnell waren meine Hände gewaschen und desinfiziert.
    Star lag bereits auf dem Tisch. Ich musste einmal tief durchatmen. Nicht nur weil es mein Pferd war , sondern weil mir auch kurz schlecht wurde, doch das verdrängte ich.
    Während Karin und Lisa die Schürfwunden verarzteten, röntge Felix schon das Bein. ”Wie sieht es aus ?” , fragte ich und blick ihm über die Schulter. “Kann ich dir leider noch nicht sagen!” ,meinte er und ich nickte. “Okay!” Dann brachte er das Gerät weg und wartete auf die Bilder. Ich fühlte nochmals das Bein. Es war sehr heiß und geschwollen. Das fühlte man auch durch die Handschuhe. >Hoffentlich ist es nur verstaucht ! < Wieder begannen sich meine Gedanken zu drehen. Ich strich ihm über den Hals und redete leise mit ihm. Dabei sah ich auf den Monitor der die Herzfrequenz zeigte. Zum Glück war dort alles in bester Ordnung und im Normbereich. Die Tür ging auf und Felix kam in den OP. Er hatte die Bilder in der Hand. Sofort war ich bei ihm und schnappte mir die Bilder. Ich hängte sie in die Tafel ein und stellte das Licht an. Kurz darauf atmete ich beruhigt aus. “Nur Verstaucht!” ,zeigte Felix. “Ja richtig ! Ein Glück!” ,sagte ich, besah mir das Bild aber dennoch. “Mir macht jedoch dieses dunkele Angst!” ,meinte ich weiter. Felix trat etwas näher ran. “Stimmt mir auch!” ,meinte auch er.” Ich denke das es sich um Entzündungsflüssigkeit handeln könnte!” ,meinte er und ich nickte. “Ja das denke ich auch. Mir ist schon letztens aufgefallen das er den vorne etwas nach gezogen hat, habe aber beim Fühlen nichts ertasten können.” , sagte ich und sah mir das Bild nochmals an. “Dann würde ich mal sagen lassen wir das Zeug raus , ehe es sich das Bein hoch frisst!” ,meinte Felix.
    Nach etwa 30 Minuten war Star of the East dann verarzt und wir brachten ihn in eine der Boxen. Natürlich waren diese von den Boxen der Influenza Pferde isoliert.
    Ich blieb bei dem kleinen Hengst bis er wach wurde und aufstand. Er sah sich verwirrt um und ich streichelte ihm beruhigend den Hals. “Ruhig mein Schatz!” ,sagte ich leise. Nach ein paar Minuten hatte er sich dann beruhigt und ich rief Lisa. “Schau bitte alle 2 Stunden nach ihm und ruf mich an falls was nicht stimmt. Ich bin im Haus!” ,meinte ich zu ihr und sie nickte. Noch mal streichelte ich Star über die Nüstern und gab ihm einen kurzen Kuss. Dann verließ ich den Stalltrackt der Klinik und lief zum Haupthaus. Dort angekommen hängte ich meine Jacke weg und zog meine Schuhe aus. Dabei hörte ich den AB ab. Eine Nachricht war von meinen Eltern, die jetzt für 2 Wochen in Urlaub waren und die andere Nachricht war von Daniel. Ich rief ihn sofort zurück nachdem das letzte Wort verklungen war. “Hallo mein Schatz!” ,sagte ich in den Hörer. Seine warme Stimme ließ mich erschauernd und zumindest ein bisschen runter kommen. Ich erzählte ihm alles und man merkte ihm an das er sehr besorgt war. “Aber euch geht es gut ?” ,fragte er und ich bejahte. Wir telefonierten etwa eine Stunde. Es tat so gut wieder seine Stimme zuhören. Doch dann musste er wieder in die Halle. Das letzte Hallentraining vor morgen stand an. “Okay mein Schatz ich liebe euch sehr!” ,er hauchte einen Kuss in den Hörer, den er auch zurück bekam. “Ich liebe euch beide auch!” ,meinte ich und sagte noch er sollte Cavallo einen Kuss von mir geben. Danach legten wir auf. Die Uhr zeigte nun 3 Uhr an. Es regnete immer noch und ich wusste nichts mit mir anzufangen. Erst mal ging ich in die Küche und machte mit den Kamillentee. Dieser tat gut, da ich merkte das mein Hals etwas schmerzen begann. “Komm Lerran ,wir suchen jetzt Denise und gehen mit ihr und Picasso Dame in die Halle!” ,meinte ich zu meinem Husky und gab ihm Leckerchen. Gesagt getan.
    Nach etwa 20 Minuten waren wir 4 in der Halle. Während Denise mit Picasso Dame arbeitete saß ich auf der Tribüne und kraulte Lerran. ”Arbeite sie mehr voran!” ,sagte ich. Ich sah mir die beiden genau an. “Weiter, sie soll kauen!” ,meinte ich und Denise nickte. “Okay!” ,meinte sie. >Schon besser !< dachte ich als Picasso Dame mit gesenktem Kopf lief und anfing zu kauen. “Bau mal 2 Hindernisse auf. A-Niveau!” ,sagte ich und zeigte auf die Stangen. Denise machte dies dann auch. “Schick sie darüber ohne das du den Bereich absperrst!” ,sagte ich zu ihr und sie versuchte es. Bei den ersten Malen klappte es nicht immer , doch am Ende hin wurde es immer besser. “Klasse ! Gut macht ihr das!” ,meinte ich und erhob mich. “Lass sie sich jetzt wälzen. Würdest du sie dann für mich in die Box bringen ?” ,fragte ich Denise. “Na klar mache ich gerne Anna!” “Danke!” ,sagte ich lächelnd und ging aus der Halle. Lerran lief neben mir her. Ich wollte kurz zu Katta.
    “Hallo meine Süße!” ,begrüßte ich sie und gab ihr einen Kuss auf die Nase. “Heute hatten wir ein Wirbel um deinen Sohn!” ,meinte ich und sah in ihre hübschen treuen Augen. Nach dem ich alles erzählt hatte, schmuste ich noch ein bisschen mit ihr. “Du hast bestimmt Hunger oder ?” ,fragte ich nach einem Blick auf meine Armbanduhr. Es war kurz vor 5 Uhr. Sie schnaubte und ließ einen Nicker hören. “Gut Süße, dann bis gleich!” ,sagte ich und ging in Richtung Futterkammer. Lerran lag im Stall auf seiner Decke und schlief. In jedem Stall hatte er in der Ecke eine Decke wo er sich hin legen konnte. >Ich werde alles Natalie nachher erzählen und morgen wenn es nicht mehr regnet müssen sich ein paar der Stallburschen mal die Zäune anschauen!< dachte ich mir und schnippelte die Banane in das Müsli. Katta liebte Bananen. Nur zu viel durfte sie von ihnen nicht. Nicht das sie auch noch in die Klinik muss. “So Maus, hier ist dein Futter!” , ich schüttete ihr es in den Trog. “Lass es dir schmecken!” ,kurz streichelte ich ihr den Hals und pfiff dann nach Lerran. Dieser hob verschlafen den Kopf und kam dann langsam angetrottet. “Ich glaube ich bring dich eben nach Hause!” ,meinte ich und Lerran lehnte sich an mich. “Oh Mensch Dicker. Ich hab schon doppeltes Gewicht zu tragen!” ,seufzte ich grinsend und wir gingen über den Hof. Ich schloss nur kurz die Tür auf und ließ Lerran rein. Er flitzte sofort in sein Körbchen am Kamin und rollte sich wieder wie eine Katze zusammen.
    In der Zeit ging ich etwa 5 Meter weiter und klingelte bei Natalie. Sie öffnete mir dann auch. Ab da an sprudelte es praktisch aus mir raus. Ich glaube Natalie war nicht weniger überrascht sein können. “Geht’s denn Star gut ?” ,fragte sie mich und ich nickte. “Ja wieder, es war zum Glück nur halb zu schlimm!” ,ich sah sie an und lächelte leicht. “Wie war dein Tag denn ?” ,fragte ich dann und sie begann zu erzählen.
    Wir aßen anschließend auch noch zusammen Abendbrot. Danach ging ich rüber , da Lerran bestimmt auch Hunger hatte und ich mit meinen Eltern und mit Michelle telefonieren wollte. Als ich drüben war bekam Lerran dann auch sein Futter und ich setzte mich mit dem Telefon aufs Sofa. Mit meiner Mutter telefonierte ich gute 30 Minuten und mit Michelle nur etwa 15. Wir brauchten ja auch nur einen Termin zum Kaffee trinken. Wir hatten uns auf Donnerstag geeinigt. Gerade als ich den Fernseher angeschaltet hatte klingelte das Telefon erneut. “Merz !” ,sagte ich als ich abnahm. “Hey Anna hier ist Kristian!” ,sagte die Stimme am anderen Ende. “Mensch Kristian, wie geht’s dir ?” ,fragte ich und lächelte. “Gut danke und dir ?” ,fragte er. “Ja uns geht’s gut !”,antwortete ich. “Lange nichts mehr von dir gehört!” ,sagte ich weiter. “Ja stimmt. Aber wieso uns ?” ,fragte Kristian. “Dein Mann ist doch auf dem Turnier.” “ Richtig, aber wenn man schwanger ist!” ,lachte ich und er musste auch lachen. “Herzlichen Glückwunsch! Aber du ich hätte eine Bitte. Und zwar haben wir ein neues Pferd und ich wollte fragen ob du dir das mal angucken kannst !” “ Na klar, ihr müsst nur vorbei kommen. “Okay gut könnten wir dann länger bleiben ? Also meine Freundin und ich ?” ,fragte er vorsichtig. “Oh du hast ne Freundin ? Aber klar doch ! Noch sind die Ferienwohnungen nicht besetzt!” ,meinte ich und nickte was er natürlich nicht sehen konnte. “Gut, danke. Wir kommen dann nächste Woche vorbei ja ?” ,fragte er. “Alles klar ! Wann kann ich genau mit euch rechnen ?” ,fragte ich zurück. “Wir werden Montag gegen 18.00 da sein!” ,meinte er dann. “Also dann bis Montag, ich freue mich!” ,sagte ich und Kristian erwiderte dies. Dann legten wir auf. “Das war nen Freund außer Uni!” ,sagte ich zu Lerran der die Ohren gespitzt hatte. Schließlich machte ich den Ton vom Fernseher wieder an und schrieb auf einen Zettel wann sie kommen. Anschließend lehnte ich mich zurück und nahm die Schokolade. Es war jetzt 20.15 und es Notting Hill auf Sat 1. Es war einer meiner Lieblingsfilme. Hier und da seufzte ich. Schade das mein Schatz nicht hier war. Um 11 war der Film dann zu ende und ich ging mit Lerran ins Schlafzimmer. Er rollte sich wieder auf seiner Decke zusammen und steckte seinen Kopf unter die Pfoten. Ich lachte leise und zog dann meinen Pyjama an, öffnete meinen Dutt und schlich dann auch ins Bett. Kurz darauf war ich auch schon tief und fest eingeschlafen.



    Re: Berichte

    natalie - 04.07.2007, 19:16


    Toller Bericht Mausi ;-)

    Aber Streß pur! :ja: :/ ;( Hab mir schon fast sorgen um den kleinen gemacht!!!!!

    Lieb dich <33

    Natalie



    Re: Berichte

    Anna - 04.07.2007, 19:23


    Dem gehts gut. Morgen is komplett frei =)

    Lieb dich au !
    :bussi:
    Anna



    Re: Berichte

    Anna - 05.09.2007, 18:26

    Geburt meines Sohnes Maximilian =)
    Eigentlich sollte dies ein normaler Tag werden. Die Sonne kämpfte sich durch die Wolken und ich war wieder einmal sehr früh wach. Doch das heute einer meiner schönsten Tage des Lebens werden würde, ahnte ich nicht. Die Geburt meines Sohnes Maximilian stand zwar an, aber der Geburtstermin war erst in einer Woche. Dachte ich jedenfalls.
    Jedenfalls begann der Morgen wie jeder andere. Mein Schatz wurde neben mir wach und küsste mich zur Begrüßung. “Guten Morgen mein Schatz!” ,meinte ich sanft und strich ihm über die Wange. Er lächelte mich an und gab mir einen Zungenkuss. Meine Hand ruhte auf meinem Bauch und auch die meines Mannes lag über meiner. Daniel freute sich riesig auf seinen Sohn, genau wie ich. Während er heute ausnahmsweise das Frühstück übernahm, wollte ich duschen. Im Bad angekommen, drehte ich die Musik auf und huschte unter die Dusche. Nebenan hörte ich Daniel in der Küche hantieren. Nach dem ich fertig geduscht und mich fertig gemacht hatte, ging ich ins die Küche. Dort roch es lecker nach Rührei. “Hm.. Schatz das sieht gut aus!” ,sagte ich lugte ihm über die Schulter. Dieser grinste und nickte. “Nicht war, ich bin eben ein Meisterkoch!” ,lachte er und ich lachte gleich mit. Lerran kam in der Zwischenzeit ebenfalls angewackelt und wollte auch sein Frühstück haben. Das gab ich ihm. Nur mit dem Bücken war das so eine Sache. Natalie hatte diese Probleme nicht mehr, sie hatte ja schon süße Zwillinge entbunden.
    Seufzend setzte ich mich an den Tisch. Dies wurde immer schwerer. Kein Wunder mit dieser Kugel. Gerade als ich mich zurück lehnte und das Radio anstellte, klingelte das Telefon. “Ich geh schon!” ,sagte Daniel und machte sich auf den Weg in den Flur. “Mensch Tim, cool das du anrufst. Ja mir geht’s blendend und dir ? .. Echt … das ist ja super. Wie bei mir so ausschaut ? Joa ich werde demnächst Vater und bin seit 1 Jahr verheiratet!” ,hörte ich Daniel im Flur reden. Ich musste in mich hinein grinsen. “Und ich werde Mami !” ,flüsterte ich zu meinem Bauch. Da stieg mir ein unangenehmer Geruch in die Nase. “Die Rühreier!” ,sagte ich und sprang schnell (wie auch immer ich das geschafft hatte) auf. Schnell war der Herd aus, doch ich merkte das diese schnelle Bewegung nicht gut war. “Überhaupt nicht gut!” ,murmelte ich und zuckte vor Schmerzen zusammen. Daniel kam in die Küche. “Schatz, was ist los ?” ,fragte er und war mit einem Sprung bei mir. Lerran horchte auf.
    Ich begann zu schwitzen. “Die .. Die Fruchtblase ist geplatzt!” ,murmelte ich und Daniel machte große Augen. Sofort stellte er alles komplett aus und schnappte sich die Autoschlüssel.
    Mich trug (!!!!!) er zum Auto. Man hörte nur die Tür ins Schloss fallen und wie schnelle Schritte über den Hof liefen. Im Auto setzte er mich nach vorn und stieg dann selbst schnell ein. “Schatz . Atme die Wehen aus !” ,meinte er. “Was mach ich denn ? “, rief ich vor Schmerzen und atmete tief durch.
    Ich wusste nicht wie lange Daniel gefahren war und wie er zum Krankenhaus gekommen ist, ich wusste nur das mich Schwestern in den Kreissaal schoben. Daniel lief neben mir in steriler Kleidung. Er hielt meine Hand und lief neben der Trage her. Im Kreissaal angekommen wartete schon die Hebamme. “So Frau Merz, helfen sie ihrem Sohn. Schön mitatmen !” ,sagte die Hebamme und ich konnte nur nicken. Daniel hielt weiter meiner Hand, trotz das ich mich in seine Haut bohrte. “Du schaffst das Schatz! ,machte er mir Mut. Tief atmete ich ein und schrie dann. Die Wehen kamen. Nach wenigen Minuten kamen sie in immer kürzeren Abständen und stärker. Jedes Mal schrie ich und drückte die Augen zusammen. Meine Finger hatten sich in die Lehne und in die Hand von meinem Schatz gebohrt. “Gleich Frau Merz ! Ich sehe schon das Köpfchen. Jetzt noch ein mal Pressen !” Nochmals holte ich tief Luft du und presste so stark ich konnte.
    Kurz darauf hörte ich Babygeschrei und ließ mich in den Sessel zurück fallen. Der Schweiß lief mir von der Stirn und ich öffnete die Augen. “Ein gesunder Junge!” ,sagte die Hebamme und wickelte unseren Sohn in eine Tuch. Dann gab sie ihn meinem Mann in die Hand. Dieser ging neben mir in die Hocke. “Da ist er unser Maximilian!” ,meinte er und gab mir einen Kuss. Ich strahlte über beide Wangen. Ich war so glücklich und Daniel auch. Dieser legte Maximilian auf meine Brust. Maximilian nahm mein Finger und schloss die Augen. Er war so süß.



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    natalie - 05.09.2007, 18:33


    Wie ich die Zwillinge so schnell eingepackt hatte, wusste ich nicht. Aber es dauerte keine 15 Minuten bis Dominik und ich vor dem Krankenhaus auf einen Parkplatz kurvten. Jeder bekam eines der Baby´s in die Hand. Mein Schatz natürlich seinen Sohn. Wie hätte es auch anders sein können. Michael hatte es ihm jetzt schon angetan. Die kleine Cale lag schlafend in Mami´s Armen während wir ins Krankenhaus gingen. "Anna Merz." sagte ich an der Information mit einem breiten grinsen im Gesicht. Unsere Kinder waren zwar schon 3 Monate alt, aber noch immer war es eine Freude sie anzusehen und jetzt hatten sie endlich auch einen Cousin bekommen. "Tante Natalie." sagte Dominik immer lachend. Ich beantwortete das mit einem naja... nicht unbedingt freundlichen Blick. Ich fand das klang toll und nicht WITZIG!



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    Anna - 05.09.2007, 18:44


    "Station A2 Zimmer 34 !" ,sagte die Dame am Informationsschalter.

    Während Maximilian gewogen und gemessen wurde, könnte ich mich ein bisschen ausruhen. Daniel saß bei mir und streichelte über meine Wange. "Du bist einfach die Beste!" ,meinte er und küsste mich leicht. Ich lächelte ihn an und auch ihm stand ein Strahlen in den Augen. "Du wirst nen toller Papi !" ,meinte ich und nahm seine Hand. Er nickte. "Bei so ner tollen Mami bestimmt!",meinte er und drückte meine Hand.

    Dann kam Maximilian wieder. "Er wiegt 3200 g und ist 52 cm groß!" ,meinte die Hebamme lächelnd und legte ihn in meine Arme. Ich liegte eine Brust frei und legte ihn an.
    Nach einem Zögern begann er an der Brust zu saugen. Ich wollte meinen Sohn von vornerein stillen. Genau so wie unser zweites Kind, was in den nächsten Jahren folgen wird.



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    natalie - 05.09.2007, 18:49


    Vorsichtig klopfte ich an die Tür des Zimmers. "Benimm dich ja!" sagte ich frech und kniff Dominik vorsichtig in die Seite. Er nickte. "Ich geb mir mühe Chef." ich lächelte kopfschüttelnd. Dann traten wir ein. Ich grinste breit. "Hey Mama." sagte ich leise. Dominik kam mir nach. Leise schloss er die Tür und trat näher. Ich umarmte Anna vorsichtig mit einem Baby auf dem Arm und eines vor Anna´s Brust. Wie kompliziert. Dann kam Dominik und gratulierte seinem Bruder. "Alles gute Papa." sagte er und schüttelte ihm die Hand ehe er ihn umarmte.



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    Anna - 05.09.2007, 18:52


    "Danke!",Daniel konnte sein Lächeln nicht mehr abschrauben. Ich lächelte auch. "Hallo ihr 4!" ,meinte ich und streichte meinem Sohn über die Wange. Er nuckelte immer noch. Anscheinend hatte er echt Hunger.
    Dabei hielt er mein Finger und ließ ihn nicht los. Daniel kam wieder zu mir und setzte sich. Er legte einen Arm um mich und Maximilian. Dann sah er ihn liebevoll an.



    Re: Berichte

    natalie - 05.09.2007, 20:32


    Ich legte den mitgebrachten Blumenstrauß auf einen kleinen Tisch in dem Raum. Die Schwester würde sicher eine Vase bringen wenn man sie danach fragte. Aber das tat man lieber bei gelegenheit und nicht wenn man gerade erst gekommen war und vorallem wenn gar keine da war. "Er ist richtig süß." sagte ich und streichelte dem kleinen über die Wange. Dominik nickte und wechselte Michael auf den anderen Arm. Cale lag immer noch so wie davor in meinen Armen. "Cale. Schau mal." sagte ich zu meiner Tochter und ging etwas in die Hocke. "Das ist dein kleiner Cousin Maximillian." Ich lächelte. Die Kleine machte große Augen, aber wirklich verstehen konnte sie mich natürlich noch nicht. Dominik streichelte dabei Michael über die Wange. Der Kleine lachte. Ich sah auf. "Langsam Dominik. Von deinem Rumgehopse wird ihm sicher schwindelig." mein Ton war etwas schärfer als gewollt. Aber mein Mann konnte manchmal auch ganz schön übertreiben. Er sah mich an, schüttelte den Kopf und zeigte mir seine 'wunderschöne' Zunge. :lach:



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    Anna - 05.09.2007, 20:54


    "So da jetzt alle dann sind kann ich dann ja mit einer Überraschung raus rücken!" ,meinte Daniel und ich sah ihn überrascht an. "Was denn Schatz ?" ,fragte ich und setzte mich etwas auf.
    "Erinnerst du dich noch an deinen Flitterwochenwunsch ?",fragte mein Schatz mich. "Ja natürlich, ich wollte an die Costa Brava fliegen warum ?", leichtzog ich eine Augenbraue hoch. "Und genau das werden wir auch tun!" ,grinste Daniel. Er freute sich wie ein Schneekönig und ich machte große Augen. "Was ? Wir fliegen echt ?" ,fragte ich ihn fassungslos und er nickte. "Oh Baby du bist hammer!", ich zog ihn zu mir runter und gab ihm einen leidenschaftlichen langen Zungenkuss.



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    natalie - 05.09.2007, 20:59


    Ich lächelte. Dominik hielt in seinem Gehopse inne. "Hey das ist ja cool!" sagte er. Ich erinnerte mich daran, das Dominik und ich auch noch nicht in den Flitterwochen waren, aber wenn die beiden jetzt fliegen wollten, mussten wir wohl etwas warten. Ausserdem hatten wir genug Arbeit auf dem Gut und überhaupt. Ich ritt ja jetzt seid einem guten Monat wieder und das tat mir auch ganz gut. Immerhin hatte ich während der Schwangerschaft etwas zugenommen. Aber langsam und sicher kam ich wieder zu meinem normal Gewicht. Der Alltag war wieder eingekehrt. Auf einmal fuhr ich erschrocken zusammen. Mein Mann machte große Augen und sah seinen Sohn an. Michael schrie einem fast die Ohren zu einem Schrumpfhaufen. Ich stand auf und übergab ihm Cale. Dann setzte ich mich auf einen Stuhl und legte meine Brust frei. "Das war ja klar. Immer wenn er bei Papa ist." murrte Dominik. Ich lächelte. "Das hat damit nichts zu tun, hast du schon auf die Uhr geguckt? Es ist Zeit für seine Mahlzeit. So so und dann fliegt ihr an die Costa Brava." sagte ich lächelnd.



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    Anna - 05.09.2007, 21:10


    "Anscheinend schon!",meinte ich lächelnd und legte Maximillian auf meinen Bauch. Dieser sah so süß aus. Daniel strich ihm über den kleinen Kopf und über den Rücken. Maximillian zuckte zusammen. "Oh schau er hat Reaktion!" ,lächelte sein Vater. Dann nahm Daniel ihn auf den Arm und ging mit ihm zum Fenster. "Du wirst ein Springreiter mein Süßer!",meinte Daniel und küsste ihn vorsichtig auf die Stirn. "Von wegen das wird ein Dressurgott!",lächelte ich.



    Re: Berichte

    natalie - 05.09.2007, 21:14


    Ich lachte. "Das problem haben wir nicht!" sagte Dominik an meiner Stelle. "Wir haben ja gleich zwei davon." Ich lächelte nickend. "Ja, und was ist wenn sie beide nach der Mama kommen?" er sah mich entgeistert an. "Glaubst du das wirklich?" Ich grinste, schloss meine Bluse und ging auf meinen Schatz zu. "Ja und wie ich das glaube." sagte ich und küsste ihn. "Aber sag schon, wie war die Geburt? Ging alles gut?" fragte ich Anna neugierig.



    Re: Berichte

    Anna - 05.09.2007, 21:23


    "So weit ja! Einmal war ich kurz weg getreten, aber da hab ich zu fest gepresst, wurde mir hinterher gesagt!" ,meinte ich und setzte mich nun gerade hin. "Ich darf leider erst in 4 Tagen nach Hause. Würdest du mir einen gefallen tun ?",fragte ich Natalie und sah sie an.



    Re: Berichte

    natalie - 05.09.2007, 21:27


    Ich setzte mich wieder auf den Stuhl, diesmal mit meinem Sohn auf dem Arm. "Klar, lass hören!" meinte ich und horchte auf. Dominik setzte sich auf einen anderen Stuhl näher am Fenster und sah ein wenig hinaus. Der Kommentar hatte ihm wohl etwas zu denken gegeben. Aber ich war mir sicher, das jedes unserer Kinder seinen eigenen Stil entwickeln würde.



    Re: Berichte

    Anna - 05.09.2007, 21:51


    "Würdest di Cavallo für mich reiten ?",fragte ich und sah sie bittend an.Normalerweise darf keiner auf meinem Preisgekrönten Friesen reiten. Daniel horchte auf und drehte sich mit Maximillian um. "Wow!",meinte er nur leise zu seinem Sohn. "Cavallo ist für deine Mama mit das wichtigste auf dem Hof. Weißt du ?" ,sagte er leise zu ihm.



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    natalie - 05.09.2007, 21:54


    Ich lächelte. Aber nicht das normale Natalie lächeln, sondern ein verschmitztes, bei dem eigentlich nur ein Mundwinkel nach oben wanderte. "Das' nicht dein ernst?" meinte ich überrascht. Ich sagte klar ja, aber sicher ist sicher, ne?! :lach:



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    Anna - 05.09.2007, 22:06


    "Ja, sonst würde ich dich nicht fragen!",lächelte ich."Er brauch unheimlich eine Bezugsperson weil ich länger nicht reiten darf. Nämlich deswegen!" ,meinte ich und zog die Bettdecke weg. Damit konnte man auf meinen verbundenen Fuß.



    Re: Berichte

    natalie - 05.09.2007, 22:10


    Ich sah sie erschrocken an. "Was hast du denn gemacht????" Dominik sah dem ganzen Schauspiel eher nebensächlich zu. "Das sieht böse aus." sagte er nur und musterte den Verband. Ich schüttelte den Kopf und er kam mit seinem Stuhl und Cale näher. Langsam ließ er sich auf einen Stuhl neben mir nieder. Ich wollte mich an ihn lehnen. Doch im Moment konnte ich nicht.



    Re: Berichte

    Anna - 05.09.2007, 22:17


    "Ich bin ja zu schnell aufgestanden. Dabei bin ich mit dem Fuß unglücklich umgeknickt. Diagnose : Ich habe einen Bänderanriss!",meinte ich und schob meinen Fuß wieder unter die Decke. "Auf Deutsch, ich kann erst wieder in 2 Monaten reiten!" ,seufzte ich. Daniel sah mich mit großen Augen an.



    Re: Berichte

    natalie - 05.09.2007, 22:32


    "Oh, das ist ja blöde." sagte ich und sah sie an. Dann lehnte ich mich endlich gegen Dominiks Schulter. "Ich bin auch jetzt 2 Monate nicht geritten, aber nicht wegen sowas, sondern wegen den Babys." erklärte ich und sah sie schon mit etwas mitleid an. Aber es hielt sich in Grenzen.



    Re: Berichte

    Anna - 05.09.2007, 22:38


    "Ich werde es Überleben. Dann kann ich ja Star einreiten. Bzw longieren!",lächelte ich."Ihr kennt mich doch.Mich reißt nichts so schnell runter!",meinte ich und lächelte meinen Mann an. Dieser nickte. "Oh ja mein Schatz!" ,grinste er dann.
    "Ach ja Schatz, ich möchte bitte das du Featon ein bisschen bewegst. Meinen neuen P.R.E Andalusier! Und bitte übernehme Katta ! Sie braucht nen starken Reiter und ist überings mein Hochzeitsgeschenk neben Maximillian!",lächelte ich und Daniel fing an zu strahlen wie ein Honigkuchenpferd.



    Re: Berichte

    natalie - 06.09.2007, 13:39


    Ich lächelte. Dominik grinste in sich hinein. Er sah seinen kleinen Bruder gerne grinsen. Ich schloss kurz die Augen. "Dann gibt es eben eine Zwillingsarbeit." sagte ich und machte die Augen wieder auf. "Den langen Zügel kann Cavallo noch nicht, oder?" fragte ich Anna. Ich hatte sie noch nie mit ihm trainieren sehen. Warscheinlich musste er es lernen, aber das kostete vielleicht 2 Übungsstunden.



    Re: Berichte

    Anna - 06.09.2007, 16:35


    "Nein nicht wirklich!",meinte ich und sah sie an. "Bring meinem Pferd dies auch erst ma schonend bei bitte!",grinste ich dann. Doch innerlich vermisst ich meinen Dicken jetzt schon sehr. Maximillian fing dann an zu knörtern und ich streckte Daniel meine Arme entgegen. Dieser nickte und gab mir den Kleinen wieder. Nachdem er wieder bei mir auf der Brust lag gab er Ruhe und nuckelte an seinem kleinen Finger.



    Re: Berichte

    natalie - 06.09.2007, 17:08


    "Hmm... vielleicht mach ich auch was anderes mit ihm. Ist immerhin dein Pferd." sagte ich und nahm Dominik nun Cale ab. Michael lag wieder in den armen seines Dady´s und ich konnte Cale stillen. Mit Still-BH geht das auch ohne das Fremde viel sehen *pfeif* (Daniel zum Bleistift x] )
    Die kleine drückte mir sanft ihre Hand an den Busen und saugte begierig. Die Augen offen musterte sie ihre Umgebung. Die beiden waren jetzt tatsächlich schon 3 Monate alt. Ich bekam das gar nicht in meinen Kopf. Für mich waren sie erst gestern auf die Welt gekommen. Ich lächelte. "Nun gut." sagte Dominik nach einem Blick auf die Uhr. Ich hatte Cale über die Wange gestreichelt und sah jetzt auf. "Du willst schon los?" fragte ich ihn. Er sah nochmal auf die Uhr. "Ja, das Gut wartet. Wir haben alles stehen und liegen gelassen." sagte er und sah mir direkt in die Augen.



    Re: Berichte

    Anna - 06.09.2007, 17:30


    Daniel zog eine Augenbraue hoch. "Wenn du willst fahr ich Natalie und die Kleinen später ! Ich muss eh noch ein paar Sachen für Anna holen!" ,sagte er dann zu seinem Bruder. "Das macht mir wirklich nichts aus !"
    Ich nickte in mich hinein. Äußerlich schien ich ruhig, doch innerlich schrie ich nach dem Hof. Ich wollte zu Cavallo ihm mein Sohn zeigen. Ich wollte mit Featon trainieren, ich wollte mit Daniel und dem kleinen einen Ausritt machen. Im meinem Herzen hörte man wohl einen tiefen Seufzer.
    "Außerdem muss ich die Oma´s und Opa´s noch informieren!" ,meinte er und lächelte. Ich sah ihn an. In seinem Blick lagen Liebe, Wärme und Verständnis. Ich musste schlucken um nicht in Tränen auszubrechen.



    Re: Berichte

    natalie - 06.09.2007, 17:51


    Dominik nickte. "Wenn du noch hier bleiben willst." sagte er dann mit einem Lächeln im Gesicht. Ich lächelte. "Ich kann auch gleich mitfahren. Anna ist sicher auch müde von der Geburt und allem." sagte ich und sah sie zwinkernd an. ;) Dann stand ich auf und ging zu ihr hin. "Also, schlaf dich erstmal aus, wir sehen uns dann wohl... hmm... morgen." sagte ich lachend und umarmte sie. Dann bekam sie noch einen Bussi auf die Stirn. Ich ging zu Daniel und umarmte ihn auch. "Tschüss du und danke für das Angebot, das nächste mal nehm ich gerne an." ich lächelte ihn an. Dominik sagte den beiden auch noch tschüss. Dann winkte ich ihnen noch einmal zu und verließ das Zimmer. "Tschüss ihr beiden." sagte Dominik, winkte mit Michaels Hand und folgte mir.



    Re: Berichte

    Anna - 06.09.2007, 17:57


    Gerade als die Tür zu war kamen die Tränen. Leise begann ich zu schluchtzen. "Schatz ich will auf Cavallo!" ,meinte ich mit tränen erstickter Stimme. Daniel kam schnell zu mir und legte die Arme um mich und Maximillian. "Sch .. ganz ruhig meine Süße!" ,sagte er zärtlich und ich lehnte mich an seine Schulter. "Ich werde ihn ein bisschen Springen lassen wenn ich zuhause bin. Das kann er ja auch!",meinte Daniel und ich nickte, doch die Tränen kullerten immer noch und ich konnte die Schluchtzer nicht unterdrücken. Immer wieder wischte Daniel mir die Tränen von den Wangen und hielt mich im Arm. Es tat gut das er da war.



    Re: Berichte

    natalie - 06.09.2007, 18:03


    Langsam schlenderten wir den Flur entlang und liefen nebeneinander her. Hand in Hand und jeder ein Baby auf dem Arm. Wir schmiegten uns aneinander und er legte seinen freien Arm um meine Taile. "Ich liebe Dich." sagte er leise und legte seinen Kopf auf den meinen. Ich lächelte. "Ich dich auch."



    Re: Berichte

    Anna - 07.09.2007, 23:56


    Endlich war ich wieder Zuhause. Die 2 Wochen im Krankenhaus hatte ich kaum ausgehalten. Er war bereits 10 Uhr und ich saß mit meinem Sohn am Rand des Reitplatzes, wo mein Mann Daniel Featon VIII ritt. Mein Fuß hatte ich hoch gelegt, auch wenn wieder alles in Ordnung war. “Schatz ein bisschen mehr auf die Vorhand. Das ist ein Andalusier!” ,meinte ich und sah mir die beiden kritisch an. “Ja, das mach ich doch!” ,meinte Daniel und schickte ihn vorwärts. “Aber er läuft nicht so wie ich das sehen möchte!”, meinte ich wieder und ließ Maximilian ein bisschen auf meinem Schoss rumhopsen. Er war jetzt 3 Wochen alt. Vorsichtig und zärtlich strich ich ihm über den Kopf. Dieser nuckelte an meinem kleinen Finger und sah mich mit großen Augen an. Meine Eltern wollten gleich kommen und mit ihm einkaufen fahren. “Gleich kommen Oma und Opa!” ,sagte ich lächelnd zu ihm und er grinste mir entgegen. Dann sah ich wieder hoch nach Daniel. “Mensch Daniel, mehr auf die Beine achten!” ,sagte ich seufzend. “Ja entschuldige das ich keine Olympiareiterin bin!” ,schnauzte er zurück. Ich zog eine Augenbraue hoch. “Oh, der Herr hat wieder seine 5 Minuten entschuldigen Sie bitte Hoheit !” ,äffte ich ihn nach. Daniel runzelte die Stirn und ritt eine Kehrvolte. Da kamen auch schon Oma und Opa auf den Hof gefahren.
    “Reicht es wenn wir den Kleinen heute Abend wieder bringen ?”,fragte meine Mutter und ich nickte. “Na klar! Ich wünsche euch viel Spaß mit Max!” ,antwortete ich und küsste meinen Sohn leicht auf die Stirn. Daniel winkte einmal und ritt dann wieder auf den vorderen Zirkel. Kurz sah ich ihn an und auch er mich. Unsere Blicke trafen sich, doch er sah zu Boden. Ich schüttelte nur den Kopf. “Versuchs bitte noch mal!” ,seufzte ich dann nach 5 Minuten. >Wenn ich ihn doch nur reiten dürfte!< dachte ich und legte meine Hand in den Schoss. “Meine Fresse, ich hab jetzt genug!” ,blaffte Daniel los. Erschrocken sah ich ihn an. “Aber du musst so mit ihm arbeiten!” ,sagte ich kurz darauf mit bestimmter Stimme. “Ich muss gar nix, leb deine Schwangerschaftstage wo anders aus, aber nicht hier bei mir verstanden ?”
    Ich schloss einmal die Augen und schluckte. Das hatte er gerade nicht wirklich gesagt ? Das muss ich mir einbilden ! Wieder öffnete ich die Augen. Dieses Mal sah Daniel mich erschrocken an. Erst da bemerkte ich wie ich meine Fingernägel in meine Hose krallten. “Weißt du was, mach dein Scheiß doch alleine!” ,schrie ich im nächsten Moment ohne jegliche Fassung. Ohne irgendeine Reaktion ab zuwarten sprang ich auf und lief zum Haus. Daniel zuckte mit den Schultern. “Geh doch!” ,rief er mir nach. Umdrehen tat ich mich nicht. Ich nahm meine Tasche, den Autoschlüssel und die CD. Nun stampfte ich zum Auto und setzte mich hinters Steuer. Hier legte ich die CD ein und stellte den Extra Bass an.
    Man konnte noch kurz das Lied “Stronger” hören, ehe ich mit quietschenden Reifen den Hof verließ.
    Meine Haare flogen im Wind, der durch das Fenster kam, umher. Ich schaltete einen Gang höher und fuhr mit 120 die Landstraße entlang. “Was war das gerade bitte ?”,fragte ich mich selbst und griff mit der 2ten Hand ans Lenkrad. Es dauert nicht lange und ich bog auf die Autobahn wo ich richtig Gas gab.
    Was mein Ziel war wusste ich noch gar nicht. Doch eines war klar. Es war das erste Mal das ich weg wollte ! Von allem Weg.
    Das Lied sprang um und es kamen Fall Out Boy mit ihrem neuen Song. Ich setzte meine Sonnenbrille auf und setzte den Blinker auf die linke Spur. Wieder schaltete ich einen Gang hoch und brauste mit 150 an einem LKW vorbei.
    Vor ihm setzte ich mich wieder auf die rechte Spur. Neben mir fuhr nun ein VW Touran. In ihm saßen 2 junge Männer, ungefähr Daniels Alter. Der eine starrte mich an und der andere schaute ab und zu. Meine Sonnenbrille wanderte auf meine Nase und ich sah die beiden an. Nicht lange, vielleicht 2 Minuten. Dann sah ich wieder auf die Straße und gab Gas.
    Erst als ich fast keine Sprit mehr hatte, ging ich vom Gas runter. Nach etwa 100 Metern kam ein Autohof, wo ich tankte. Kurz darauf fuhr ich auf den Parkplatz. Meine Anlage hatte ich bereits ausgestellt. Seufzend lehnte ich mich im Sitz zurück und schloss wieder die Augen. Endlich konnten sich die Tränen einen Weg suchen. “Familienleben fängt super an!”, schluchzte ich leise vor mich hin. Ich nahm mein Handy in die Hand und wählte Daniels Nummer. Er nahm an und meldete sich. “Merz ?” ,fragte er in den Hörer. Noch mal schluchzte ich und sagte dann mit leiser Stimme :”Es tut mir Leid !” und legte dann auf.
    Daniel stand wie angewurzelte auf dem Hof. Das war Anna ! Da war er sich sicher. “Verdammt!” ,er trat mit dem Fuß auf. Sollte er los fahren und sie suchen, oder sollte er einfach nur warten ?
    Während Daniel sich um solche Sachen Gedanken machte, rief ich Natalie an. Doch nur der AB ging dran. Also ratterte ich meinen Text runter von wegen ich bin für heute in Osnabrück. Bis dahin fahren es nämlich nur noch knapp 60 Kilometer und es war gerade mal 11.00 morgens. Schließlich rief ich Zuhause auf unserem Ab an und erzählte dies auch Daniel und zu guter Letzt rief ich Laura an. Dieser war überrascht, doch auch erfreut das ich sie heute besuchen komme.
    Nach dem ich auch meine Tränen getrocknet hatte, machte ich mich auf den Weg weiter nach Osnabrück.
    Dort angekommen fiel ich Laura erst mal um den Hals.
    Später im Café erzählte ich ihr alles und sie nickte verständnisvoll. “Das passiert jeden mal Süße!”, sagte sie zustimmend und freute sich dann auch mit mir über unseren Sohn. Ich zeigte ihr die Fotos. “Oh so süß der Kleine!”
    Natürlich musste sie dann auch unbedingt was tolles für den Kleinen kaufen. Ich ließ sie machen, denn dagegen reden konnte ich eh nicht.

    Erst gegen 15.00 wollte ich dann doch langsam zurück. Es waren gute 160 Kilometer bis Rohttenberg und ich wollte vor Max wieder da sein. Ich verabschiedete mich von Laura und versprach sie bald wieder zu besuchen. Allerdings dann im 3er Pack. Sie lachte und drückte mich noch mal. Dann stieg ich ins Auto und fuhr los.

    Etwa gegen 17.30 fuhr ich wieder auf den Hof. Meine Elter waren noch nicht da, doch Daniel lief mir entgegen. Ich stieg aus und schloss die Tür. Noch bevor er irgendwas sagen konnte, humpelte ich so halb ins Haus und schloss die Tür hinter mir. Ich legte meine Klamotten aller wieder an deren Platz und fing an Kaffee zu kochen. Daniel kam in die Küche. “Hey!” ,meinte er leise und ich sah ihn an. “Hi!” ,meinte ich auch und sah wieder auf meine Finger. Da schlang seine eine andere Hand um sie. “Guten Zeiten, wie in schlechte Zeiten. Oder zickige Ehefrauen + frischgebackene Mama!” ,meinte Daniel. Ich wollte zwar noch lautstark protestieren, doch er beugte sich vor und küsste mich. “Bitte Schatz, das war nicht Böse. Das ist nur die Wahrheit und ich nickte nur. Dann ließ ich mich immer wieder von ihm küssen.

    Gegen 18.00 kamen dann auch meine Eltern wieder und wir trafen uns zum Abendbrot bei uns in der Küche. Während ich Max fütterte, fraß auch Lerran sein Futter. Es wurde wie immer viel gelacht bei Tisch und ab und an warfen Daniel und ich uns liebevolle Blicke zu.
    Nach dem meine Eltern dann nach Hause gefahren waren, machten wir 4 uns das vorm Fernseher gemütlich. Dort schliefen Max und ich dann auch ein. Max lag auf meinem Bauch und ich hatte meine Arme um ihn geschlungen. Das einzige was ich noch halb mitbekam war, das Daniel ein Foto machte und uns beide zudeckte. Ein Lächeln huschte über meine Lippen.



    Re: Berichte

    natalie - 08.09.2007, 00:09


    Super Beri MauZzi! :love:

    HDGDL
    :bussi:
    Nata



    Re: Berichte

    Anna - 02.02.2008, 16:23


    “Bitte Daniel. Es war doch nicht so wie du denkst! Das stimmt doch alles nicht!” sagte ich mit weinerlicher Stimme. Doch am anderen Ende der Leitung hörte ich nur ein Tuten. “Verdammt noch mal!” fluchte ich und schmiss mein Handy aufs Sofa. Maximilian hatte er mitgenommen. Ich wusste nicht wo die beiden hin waren. Ich wusste nur das Daniel irgendwen besuchen wollte, es sollte eine Überraschung werden hatte er doch noch gesagt.
    Der Tag begann wie immer. Die Wintersonne kitzelte mich in der Nase und durch mein folgendes Niesen wurde ich wach. Auch Daniel grummelte neben mir. Er hatte einen Arm um mich gelegt und ich hatte meine Hand darauf gelegt. Maximilian fing langsam an die Nächte durch zu schlafen. Das war eine echtere Erleichterung für Daniel und mich. “Ich mach Frühstück Baby!” hauchte ich meinem Mann ins Ohr und küsste ihn leicht. Er brummelte nur und nickte. Es war sein alltägliches Brummen. Dabei lächelte er und drehte sich noch mal um. Die Dielen unter meinen Füßen knarrten als ich zur Tür ging. Doch sie waren dank unserer Fußbodenheizung schön warm. Ich warf mir meinen Seidenbademantel über und schlich dann in den Flur. Leise öffnete ich wenig später die Tür zu Maximilians Zimmer. Er hatte seinen Nuckel ausgespuckt und die Augen aufgemacht. “Hey mein Schatz!” sagte ich mit weicher Stimme und lächelndem Gesicht. Maximilian machte große Augen und klatschte dann in die Hände. Ich lächelte und nahm ihn aus seinem Bettchen. Bevor ich allerdings mit ihm in die Küche ging, widmete ich mich erst mal seiner neuen Windel. Er strampelte dabei süß rum. “Wir gehen nachher zusammen baden nicht mein Kleiner ?” fragte ich und strich ihm liebevoll über sein kleines Köpfchen.
    Nach dem ich ihn fertig gewickelte hatte machte ich mich auf den Weg in die Küche. Dort wurde ich von Lerran schon sehnsüchtig erwartet und begrüßt. Ich grinste und ging mit Maximilian auf dem Arm in die Knie. “Hallo mein Großer, du hast Hunger was?” ,fragte ich lachend und Lerran bellte. Also füllte ich ihm Hundefutter in seinen Napf und füllte sein Wassernapf auf. Dann setzt ich Maximilian in seinen Stuhl und bereitet das Frühstück vor. Zwischenzeitliches Dielen knarren verriet mir das mein Mann ebenfalls wach war. Wenig später schlängelten sich 2 Arme um meinen Bauch. “Guten Morgen Baby!” hauchte er mir von hinten ins Ohr und ich bekam eine Gänsehaut. Ich drehte mich in seinen Armen um und küsste ihn innig. “Morgen Schatz!” sagte dann auch ich.
    Alles hatte seinen gewohnten Gang. Wir frühstückten und unterhielten uns über unser Tagespläne.
    “Schatz ich fahr nachher noch mal mit Maximilian weg. Frag bitte nicht warum und wohin weil das eine Überraschung für dich wird!” meinte Daniel und biss in sein Brötchen. Ich hielt beim füttern von Maximilian inne und sah ihn an. “Oh .. Okay!” meinte ich dann nur und wendete mich wieder meinem Sohn zu.
    Nach dem Frühstück übernahm Daniel dann das Abdecken und ich konnte ins Bad gehen. Ich ließ mir Badewasser ein und füllte etwas Erkältungsbad hinzu da ich mir in den letzten Tagen doch einen kleinen Schnupfen geholt hatte. “Schaatz ?” rief ich dann als ich in der Wanne lag. “Ja was ist denn?” fragte Daniel und kam mit Maximilian auf dem Arm ins Bad. “Gibst du mir Maximilian?” ,fragte ich und er nickte lächelnd. Also zog er ihm den Strampler und die Windel aus und ich streckte die Arme nach ihm aus. Daniel legte ihn also in meine Arme. Maximilian machte große Augen und sah seinen Papa an. “Warte kurz!” sagte Daniel dann zu mir und kam wenig später mit der Digicam wieder und machte Fotos. “Für Album! Die nehme ich gleich mit!” lächelte er dann und begann sich auch fertig zu machen. Maximilian schlief auf meinem Bauch ein und ich streichelte ihm über den Rücken. Alles war so schön gewesen, wäre diese bescheuerte MMS nicht gekommen. Während ich mich anzog alberte Daniel bereits mit Maximilian, der schon fertig war, im Wohnzimmer rum. Schließlich vibrierte mein Handy. Da ich im Kleiderschrank stand bekam ich das natürlich nicht mit. Daniel hielt in seiner Bewegung inne und ging zum Handy. “Schatz dein Handy.. Soll ich rangehen ?” rief er Richtung Schlafzimmer. “Ja das wäre lieb!” kam es nur von meiner Richtung.
    Daniel sank zurück auf die Couch. “Das darf doch nicht wahr sein!” meinte er und ich kam ins Wohnzimmer. “Was denn?” fragte ich ihn und sah ihn an. “Na das!” sagte er in einem gefährlichem Ton. Ich nahm das Handy und im nächsten Moment ließ ich es mit großen Augen sinken. Daniel stierte mich gefährlich an. “Ich..das .. Ich war das nicht !” sagte ich mit weinerlicher Stimme.
    “Das soll ich dir glauben?” begann Daniel los zu brüllen. Ich zuckte zusammen und wich einen unmerklichen Schritt zurück. Lerran hob den Kopf und spitzte die Ohren. Maximilian saß auf dem Boden und sah uns mit großen Augen an. Sein Lachen war verstummt. Es war still. Nur der Wind strich um die Häuser. Er pfiff durchs Fenster. Ich fröstelte.
    “Du kannst es mir glauben. Ich kenne diesen Mann nicht!” Tränen liefen über meine Wangen. “Danke für die wunderschöne Nacht Süße, hier ist das geile Bild was ich dir noch schulde. Ich liebe dich Anna!” Daniel las mir die MMS vor. “Von Lars!” setzte er noch hinzu. “Ich kenne keinen Lars und ich weiß auch nicht was er meint verdammt!” sagte ich und sank auf das Sofa. “Hör auf mich anzulügen. Ich kenne dich du bist eine gute Schauspielerin!” schrie er und im nächsten Moment packte er Maximilian. “Daniel.. Nein bitte nicht du musst mir glauben ich kenne keinen Lars!” Unter Tränen zusammengebrochen kauerte ich auf dem Sofa. “Wieso sollte ich dir das glauben? Die MMS is doch der beste Grund seine zu glauben!” schrie er und verschwand mit Max im Flur. Kurz darauf hörte ich wie die Tür zugeschlagen wurde. Schnell stand ich auf und lief ihm nach. “DANIEL BITTE” weinte ich immer weiter. Doch er drehte sich nicht um. Nur der Kombi fuhr mit quietschenden Reifen vom Hof. Ich blieb auf dem Hof stehen und hob die Arme. Als er um die Ecke gebogen war fiel ich auf die Knie. Meine Tränen liefen mir heiß über die Wangen und tropften auf die Steine. “Das ist nicht Fair!” Ich schlug mit der Hand auf den Boden. “NICHT FAIR” schrie ich und die Pferde horchten auf. Wieder schlug ich zu Boden. Dieses mal direkt auf einen spitzen Stein.
    Das Blut tropfte mit meinen Tränen zu Boden. Mir war es egal. Alles um mich herum war still.
    Ich weiß nicht wie lange ich auf dem Boden saß. Ich wusste nur das ich iwann aufstand und ins Haus ging. Hier verband ich meine Hand.
    Ich starrte aus dem Fenster. Regte mich kaum. Es waren bereits 2 Stunden vergangen. Ich schüttelte den Kopf. Dann rannte ich raus. Ich rannte zur Wiese. “CAVALLO!” rief ich und pfiff. Mein Friesenhengst kam auf den Zaun geprescht. Ich trat 3 Schritte zurück und gab ihm den Weg frei und er sprang. Er sprang mir vor die Füße. Ich zog mich auf seinen Rücken und gab ihm währenddessen schon Schenkeldruck. Er rannte los. Meine Hände klammerten sich in seine Mähne. Meine Tränen flogen zurück. Der Wind strich mir durch die Haare.
    Wir flogen über die offene Wiese. Ich bereitete meine Arme aus. “Wieso? WIESO?” schrie ich und meine Tränen rollten weiter. “WIESO?” hallte das Echo der Berge.
    Es war ein einsames Echo.



    Re: Berichte

    natalie - 02.02.2008, 19:37


    ;( *schnief* oh maus.. der bericht is toll.. aba du kannst doch net einfach aufhören! Einfach so!!!! Ich will doch wissen wie´s weiter geht!!! :(

    :love: :bussi:
    Natalie



    Re: Berichte

    Anna - 14.03.2008, 12:52


    “What hurts the most!” summte ich vor mich hin als ich den Stall betrat. Es war noch recht früh am Morgen. Mein Bauch kugelte sich schon. Bald würde ich nicht mehr in meine Reithosen passen. “Star!” flüsterte ich leise und der junge Hengst hob seinen Kopf. Ich trat an seine Box und lehnte mich gegen die Boxentür. “Na hast du gut geschlafen?” Ich kraulte ihm seine Stirn und dieser ließ einen leisen Nicker hören. “Das ist schön, immerhin besser als ich!” meinte ich und öffnete die Boxentür. Daniel war gestern Abend spät nach Hause gekommen. Maximilian war nicht dabei. Er hatte ihn bei seinen Eltern gelassen. Es war im Moment auch besser so. Heute Nacht hatte er sich sein Bettzeug geholt und hat im Wohnzimmer auf der Couch geschlafen. Ich lag wach. Die ganze Nacht. Erst gegen 4 Uhr bin ich dann eingeschlafen. Jetzt war es 8 Uhr und Samstags. Wie in Trance schloss ich die Boxentür und rutschte an ihr herunter. Die Decke hatte ich mir umgelegt und sah Star an. Der legte seinen Kopf schief und schnaubte mich an. Meine Augen bekamen diesen leeren Ausdruck und ich sah seine Beine an. Cavallo stand hier nicht mehr im Stall. Er war in der Klinik untergebracht. Sein Bein war schlimmer geworden und ich wollte ihn in den nächsten Tagen operieren.
    Star stupste mich an und holte mich somit aus meinen Gedanken. “Was meinst du? Schaff ich das?” Fragend sah ich an. Star schnaubte und sah mich wieder an. Langsam erhob ich mich und streichelte ihm über seinen kleinen Stern. “Was hältst du von einem Spaziergang?” Ich öffnete die Boxentür und legte die Decke darüber. Dann nahm ich ihn am Halfter und führte ihn auf die Stallgasse. Im vorbeigehen schnappte ich mir noch einen Führstrick, bevor wir schließlich das Stallgebäude verließen. Die ersten Sonnenstrahlen kamen uns entgegen und trieben mir ein Kitzeln in die Nase. Daraufhin musste ich niesen. Star wieherte. Er schien zu lachen. Ich lächelte und streckte ihm kurz die Zunge raus. “Das heißt Gesundheit und ist nicht zum lachen!” meinte ich schmunzelnd und ging dann weiter. Wir traten auf den Feldweg Richtung Wald.
    Der Geruch von Frühling machte sich so langsam breit. Star schnupperte in der Luft herum und zupfte immer wieder an den Knospen die sich langsam bildeten. Lächelnd betrachtete ich das Spiel. Wir waren auf dem Weg zur langen Wiese im Wald, als mir ein mir sehr bekannter Hund entgegen kam. “Lerran, was machst du denn hier?” fragte ich erstaunt und streichelte meinem Husky über den Kopf. Dieser stand schwanzwedelnd neben mir. “Daniel!” fiel mir dann spontan ein und mein Gedanke war noch nicht mal zu ende da lief er auch schon um die Ecke. Er hatte seine Trainingssachen an. Er hatte mich ebenfalls gesehen und wurde langsamer “Na dann lauf mal zu Herrchen!” sagte ich und machte mit Star kehrt. Lerran legte den Kopf schief und sah mir erstaunt und verwirrt hinterher. Das Herrchen und Frauchen getrennte Wege gehen kannte er gar nicht. Star schnaubte etwas und drehte sich auch mit dem Kopf. Auch er wunderte sich. Er mochte Daniel.
    “Anna warte!” hörte ich hinter mir. Ich blieb stehen und drehte mich wie in Zeitlupe um. Meine Augen waren auf den Weg gerichtet. Dann sah ich auf. Daniel kam auf mich zu. “Darf ich dir ..ähm.. etwas Gesellschaft leisten?” fragte er und blickte mich fragend an. “Hm bitte, wenn du magst!” antwortete ich und drehte mich wieder um. Daniel kam neben mich und wir liefen den Waldweg entlang. Es war komisch. So war es nur gewesen als wir noch nicht zusammen waren. Star und Lerran trottenden brav neben uns her. “Hast du gut geschlafen?” fragte ich Daniel schließlich nach einer Zeit des Schweigens. “Na ja, das Bett ist eindeutiger bequemer!” meinte Daniel und kratzte sich verlegen am Kopf. “Hm glaube ich dir!” sagte ich und sah vor mir auf den Weg. “Du Anna?” Daniel blieb stehen und sah mich an. “Ja?” fragte ich zurück und stellte mich vor ihn. Star hatte den Kopf gesenkt und fraß etwas von dem Gras. Lerran lag neben ihm und sonnte sich. “Wegen gestern. Dieser Lars, du kennst ihn wirklich nicht?” “Ich kenne ihn wirklich nicht. Ich weiß noch nicht mal wie der an meine Handynummer gekommen ist!” sagte ich fest und sah Daniel an. “Stimmt das wirklich?” Eindringlich sah er mich an. “Ich schwöre das es stimmt!” In meinen Augen bildeten sich Tränen. Daniel machte einen kleinen Schritt auf mich zu und streich mir zärtlich über die Wange. Ich schloss die Augen und mein Mund streifte seine Hand. “Es tut mir so Leid wegen gestern.” hörte ich ihn leise sagen. Ich öffnete meine Augen und sah ihn an. “Ich liebe dich!”
    Er zog mich an sich und drückte mich fest. “Ich liebe dich mehr als alles andere!” hauchte er mir ins Ohr, was mir erneut die Tränen in die Augen trieb. Als ich ihn wieder ansah, lächelte er. Unsere Lippen näherten sich und kurz darauf versanken wir in einem langen zärtlichen Kuss.
    “Anna. Hey Anna!” Ich merkte wie ich an der Schulter gerüttelt wurde. Kurz darauf öffnete ich meine Augen. David, der Stallbursche, sah mir direkt ins Gesicht. “Oh..wo ist Daniel?” fragte ich verwirrt und sah ihn an. “Der reitet schon seit 2 Stunden die neuen Holsteiner ein. Ich erhob mich und nickte. “Danke!” murmelte ich und drückte mich an ihm vorbei. “Es war alles nur ein Traum. Nur ein Traum!” hämmerte es mir in Gedanken entgegen. Schnellen Schrittes verließ ich den Stall. David hatte recht. Daniel war mit einem jungen Holsteiner auf dem Reitplatz. Ich blieb mitten auf dem Hof stehen und schüttelte den Kopf. Dann atmete ich einen Moment ein und rannte los. Daniel sah mich mit großen Augen an. Doch ich wollte nicht zu ihm. Es war nur ein verdammter Traum. Die Haustür flog auf und ich rannte ins Schlafzimmer. Schnell war ich angezogen und schnappte mir meine Tasche. Wieder auf dem Hof machte ich mich auf den Weg zum Auto. Ich nahm den großen BMW-X5. Ich stieg ein und stellte mir den Rückspiegel ein. In ihm sah ich wie Daniel über den Hof kam. “Anna. Wo willst du hin?” rief er, doch ich richtete meinen Blick wieder nach vorn. Kurz bevor am Auto war, gab ich Gas. Die Reifen drehten durch und mit Qualm und Quietschen brauste ich vom Hof. Dabei ertönte laut “Thnks fr th mmrs” aus der Anlage. Als ich um die Ecke bog beschleunigte ich. “Scheiße!” fluchte Daniel und rannte zum Haus. Schnell hatte auch er die Schlüssel des Kombis in der Hand und eilte zurück. So schnell er die Schlüssel hatte, war er auch im Auto. Auch seine quietschenden Reifen verrieten die Eile.
    Ich bog derzeit auf die Landstraße. Hier powerte ich den Motor hoch auf 130. Ich lehnte mich im Sitz zurück und atmete tief durch.
    Wohin ich wollte? Das wusste ich selber nicht. Ich wusste nur das ich einfach Weg wollte.

    *Fortsetzung folgt =P*



    Re: Berichte

    natalie - 14.03.2008, 17:22


    Geil Süße!!!!! Oh hoffentlich wird das wieder mit euch.. :P mach mir ja unsre Familie net kaputt! :P :lach: nee mal gucken ne ;) will dich als Schwägerin UND aller aller beste Freundin behalten und nicht nur als aabf ne :P :ja:

    lieb dich :love:
    die nata ;)



    Re: Berichte

    Anna - 04.05.2008, 12:13


    *Fortsetzung*

    Schwer atmend saß ich auf dem Fahrersitz und brauste über die Autobahn. Der Tacho zeigte 180 an. Die Geschwindigkeit passte sich anscheinend meinem Pulsschlag an. Zum Glück war nichts los und keine Tempobegrenzung angegeben, so dass ich “beruhigt” auf der linken Spur fahren konnte. Musik kam laut aus dem geöffneten Fenster. Unter meiner großen Sonnenbrille kullerten vereinzelt Tränen. “Nur ein T-R-A-U-M!” hämmerten mir meine Gedanke immer wieder vor Augen. Ich schaltete spät einen Gang höher und der Motor heulte auf. Der BMW ging an seine Grenzen und diese waren nicht gerade niedrig. Der Fahrtwind trieb meine Haare umher und streckte meine Hände am Lenkrad. Der Bass setzte ein und das ganze Auto vibrierte. Wieder schallte ich einen Gang höher. Der Tacho wanderte auf 190 km/h. Ich überholte 2 LKW’s. Die Fahrer guckten nicht schlecht aus der Wäsche. Selbst ein Mercedes musste rüber auf die rechte Spur weil ich so angerauscht kam. Ich war nicht mehr zu bremsen. Zu sehr wühlte mich der Streit auf. In Verbindung mit dem Traum war es der reinste Horrorfilm.
    Daniel preschte mir hinter her. Der Kombi war schnell - keine Frage, doch auch Daniel musste ihn hoch powern. 160...165, immer mehr trat Daniel das Gas, hatte aber - genau wie ich - immer noch die Kontrolle über das Auto. Auch er schaltete spät und der Motor machte sich bemerkbar. “Daniel… Daniel komm zurück bitte!” hallte es immer noch in seinen Gedanken. Die Tränen, das Flehen, seine Kniende Frau. All das hatte er nicht vergessen, aber er war ein Idiot gewesen. Er hatte sich von seiner Wut leiten lassen. Mit der Faust schlug Daniel gegen das Lenkrad. “Ich Idiot!” schrie er und trat aufs Gas. Der Motor heulte auf. Der Gang schnellte einen höher, das Tempo powerte mit 180. Der Auspuff röhrte, wie ein Rennwagen schwebte der Sportkombi über den Asphalt. In der Hoffnung seinen großen Genossen und die Frau, die sein Fahrer so sehr liebte zu erreichen.
    Ich lehnte mich in den Sitz und drehte das Radio noch ein bisschen lauter. Was Daniel noch gar nicht wusste. Ich war schwanger. In der 5ten Woche. Ich sah in den Rückspiegel und merkte wie weit hinten ein Auto immer näher rauschte. Ich trat noch mal aufs Gas, schaltete erneut und ließ das Auto sein Rennen fahren. “What do you want from me?” schalte es aus dem Radio. “Why i feel your Eyes all over me?” Die Augen von Daniel wanderten durch meine Gedanke. Seine Gedanken. Seine Worte. Er hatte mich noch nicht mal angehört. Er hat unseren Sohn einfach mitgenommen und ist gefahren. Alleine saß ich auf dem Hof. Merkte noch spürbar die Wunde an meiner Hand und in meinem Herzen. Das Auto im Rückspiegel kam näher. Ich schenkte ihm kein Blick. Noch war er nicht schnell genug um mich zu überholen. In der Freisprechanlage vibrierte mein Handy. “Schatz” stand auf dem Display. Ich drückte ihn weg. Eine Träne kullerte auf meine Hand.
    “Verdammt warum geht sie nicht ran!” Daniel sah auf das Display. “Anruf abgewiesen” stand dort in Rot. Daniel hasste dieses Rot. Seine Augen richteten sich wieder auf das Auto weiter vor ihm. “Wo sie jetzt nur ist?” Sein Blick wich wieder auf die Straße. Wieder ging der Gang höher und der Tacho hechelte sich auf 190. Das war zwar noch nicht alles, aber Daniel wollte weder einen Unfall noch die Kontrolle verlieren. Langsam kam er dem Auto vor sich näher. Wieder sah er nach vorn auf das Auto. Es hatte es anscheinend auch eilig. Wieder drückte er auf Wählen bei seinem Handy. Wieder erschienen die roten Worte: “Anruf abgewiesen”.
    Schon wieder hatte er mich angerufen, wieder hatte ich ihn weggedrückt. Ich konnte nicht mit ihm sprechen! Was wollte er von mir? Er glaubt mir doch eh nicht. Das Auto hinter mir kam schließlich wieder näher. Anscheinend hatte es einen Gang höher geschaltet. Die Form kam mir langsam bekannt vor. Musste aber nichts heißen. Hier fährt doch fast jeder Kombis. Die Haare tanzten weiter um meine Schultern. Meine Sonnebrille schob ich ins Haar und sah wieder auf die Straße. Das Auto hinter mir kam näher. Die ersten Buchstaben konnte man lesen. Meine Augen wanderten im Rückspiegel über das Kennzeichen. Es kam mir bekannt vor.
    Daniel kam dem Auto näher. Er erkannte langsam das Kennzeichen. Kurz konzentrierte er sich auf das Kennzeichen. Ihm kam es bekannt vor. Es dauerte keine 2 Sekunden da spielte sein geistiges Auge Annas Bild vor. “Das ist SIE!” AM-105. Das ist sie ganz sicher.
    Nur einen Bruchteil später erkannte ich wer hinter mir fuhr. “Daniel!” huschte durch meine Gedanken, zeigte sich vor meinem Auge, fuhr langsam über meine Lippen. Ganz sicher. DM-105, es war unser Kennzeichen. Unser Tag. Unser Traum von einer Hochzeit. Der Tag des Versprechens. Ich zog rechts rüber.
    Daniel fuhr näher. Der BMW vor ihm setzte rechts rüber. Nun zog er neben ihn. Kurz schaute er zur Seite, das war seine Anna. “Anna!” rief er.
    Ich sah rüber. Ohne Reaktion. Es tat so gut ihn zu sehen und zu weh um etwas zusagen.
    Daniel deutete das ich bei der nächsten Abfahrt raus sollte. Ich schüttelte den Kopf. Erneut gab ich Gas und zog weg. Mein Handy vibrierte und ich nahm ab. “Anna. Wo willst du hin? Bitte ich möchte mit dir reden, es tut mir so Leid!” hörte ich Daniels Stimme. “Ich will einfach weg! Daniel ich wollte auch reden, aber du hast mich noch nicht mal angehört. Lass mich einfach alleine. Bitte!” Ich drückte ihn weg und gab wieder Gas.
    Daniel biss sich auf die Lippe. “Verdammt!” fluchte er und sah auf das Auto rechts vor sich. Da kam die Ausfahrt. Anna würde nicht abfahren.
    Erst kurz vor der Abfahrt setzte ich den Blinker und fuhr die Abfahrt raus. Daniel raste an ihr vorbei.
    Ungläubig starrte Daniel einen Moment zurück. Sie war wirklich abgefahren. Sie war nicht mehr auf der Autobahn. Das durfte doch nicht wahr sein. Mit quietschenden Reifen fuhr auch er dann die nächste Abfahrt ab.
    Ich atmete tief ein. Osnabrück 120 Kilometer. Ich musste es tun. Meine Sonnenbrille rutschte wieder auf meine Augen. Tränen kullerten unter ihr hervor.
    Es tat mir auch Leid, aber ich brauchte einfach eine Auszeit. Alles war etwas zu viel.
    Ich wählte Natalies Nummer. Der AB sprang an und ich ratterte mein Text runter. “Es tut mir Leid, aber ich komme noch nicht zurück. Ich kann nicht! Ciao!” sagte ich zu letzt unter Tränen und drückte dann auf Auflegen.


    *Fortsetzung demnächst, heiß & exklusiv*



    Re: Berichte

    natalie - 04.05.2008, 12:41


    Ich kam gerade mit Cale ins Haus als ich das rote Blinken des AB´s sah und auf >Wiedergabe< drückte. Schockiert drückte ich Cale enger an mich. Sie verstand nicht viel von dem was Anna sagte. Oder.. Vielleicht verstand sie es doch, aber ich war wohl bleich wie eine Wand. Als Dominik mich wieder in die wärmende Sonne kommen sah fragte er mich sofort was passiert war. Ich schüttelte den Kopf, ungläubig. "Ich weiß es nicht so recht Schatz. Aber mit Anna und Daniel stimmt etwas nicht." Ich sah auf und ihm in die Augen. "Scheiße!" hörte man ihn nur fluchen und ich fuhr zusammen. "Hallo! Schau mal bitte wen ich auf dem Arm hab!" fauchte ich ihn an. Er kam näher und nahm mich in den Arm. "Tut mir Leid." sagte er und betrachtete mich und seine Tochter.


    **Toller Bericht Süße! Nur so damn traurig *seufZ* **



    Re: Berichte

    Anna - 20.07.2008, 20:04

    Daniels Tag
    "Verdammt!" donnerte es über den Hof. Ein paar Stallburschen kamen aus
    dem Stall um zusehen, was los war. Doch Daniel winkte nur ab. Seine Frau war vor ihm geflüchte, seine Stimmung auf dem Gefrierpunkt und als würde das nicht reichen, durchbohrte gerade ein spitzer Stein seinen Flip-Flop und zudem auch seinen Fuß. "Das darf doch alles nicht wahr sein!" schnaubte er. Daniel schüttelte den Stein ab unf ging weiter zum Haus. Die heiße Sonne knallte auf ihn nieder und ließ seinen Schatten wandern. Am Haus angekommen öffnete er die Tür und stapfte hinein. Lerran, der ies sich im kalten Hausflur gemütlich gemacht hatte, hob den Kopf.Daniel strich ihm im vorbei gehen darüber. Seufzend ließ er sich schließlich aufs Sofa fallen und betrachtete eingehend seinen Fuß. "Na super klasse! Scheiße!" fluchte er und gins ins Bad, Dort holte er Tupfer und verarztete schließlich seinen Fuß. Als er alles wegschmeißen wollte, entdeckte er neben dem Mülleimer einen Schwangerschaftest auf dem Boden. Daniel nahm ihn hoch und setzte sich auf den Badewannenrand. Kurz darauf kippte er fast hinten rüber. Seine Frau war schwanger. Anna war wirklich schwanger! Er fuhr sich mit einer Hand durch seine Haare. "Das darf doch alles nicht wahr sein. Was bin ich nur für ein riesen a*berhallo*!" Plötzlich hatte er eine riesen Wut auf sich. Er sprang auf und einlte aus dem Bad ins Schlafzimmer. Nach dem er eim Kleiderschrank verschwunden war, kam er kurz darauf mizt seiner Sporthose und seinen Laufschuhen ieder heraus. Das T-shirt landetete neben ihm auf dem Boden und er ging raus. Schnell war der Ipod in seiner Hosentasche und Lerran zum Gassi gehen überredet.Mit einem lauten Knall und Gebell von Lerran fiel die tür ins Schloss. Draußen kam ihm Natalie entgegen. "Hi!" sagte er ohne irgendeinen Ausdruck in der Stimme. Seine Augen hatten einen traurigen und wütenden Glanz zugleich. Er schaltete den Ipod ein und rannte los über den Hof. Die Musik trieb ihn sogleich an und auch Lerran jagte sofort hinter seinem Herrchen her. Nur das Frauchen nicht da war und mitlief wunderte ihn. Das Tempo was Daniel vorgab war allerdings keins zum Joggen. Eher Langstreckenlauf oder ein Pferd im Preschgalopp. Er bog auf den Waldweg ein, angetrieben von der Musik. Lerran jagte weiter hinter ihm her. Der Husky liebte es nach Herzenslust zu rennen. Immer schneller wurde das Tempo der beiden. Immer mehr trieb die Musik Daniel an. Sein Kopf war ausgeschlatet, seine Gedanken nur bei Anna. Seiner Anna. Verdammt das konnte doch alles nur ein schlechter Scherz sein. Die Bäume zogenseitlich an ihm vorbei. Er schenkte ihnen keinen Blick. Die Lichtung kam in Sicht. Hier hatten Sie sich wieder getroffen. Nach dem ann noch mal ein Jahr nach Spanien gegangen war. Hier hatte er sie durch die Luft gewirlbel und leidenschaftlich geküsst. Scheiße, er war so ein Egoist. Er blieb stehen und trat gegen einen Baumstamm der auf dem Boden lag. Lerran bremste ab und sah sein Herrchen erstaunt an. Daniel sah ihn an und schüttelte dann seinen Kopf. Wieder setzte er sich in Bewegung und erhöhte das Tempo. "Lauf weiter!" hämmerte es Daniel in den Kopf. Der Schweiß ran nur so an ihm herunter und verfing sich in seinem Sixpack. Schließlich bogen die beiden in Richtung Stran ab. Nach etwa 5 Minuten erreichten sie den Strand. Daniels Schritte wurden schwerer. doch ihm war alles egal. Erst nach gut 2 Stunden erreichten die Beiden den Hof. Der Schweiß ran doppelt so viel über Daniels Körper. Ein paar Mädchen schauten ihm hinterher, doch das interessierte ihn kein bisschen. Im Haus angekommen, stellte er Lerran erst mal eine große Schüssel mit Wasser hin und zog selbst in 6 Zügeneine Literflasche Wasser leer. Dabei sah er auf das Familienfoto. Er, seine Anna und sein süßer Sohn Maximilan waren darauf zu sehen. Er liebte dieses Foto und seine Familie. Und eins war sicher, er wird für diese Familie, seine Familie, kämpfen!

    *Fortsetzung folgt*



    Re: Berichte

    Anna - 21.07.2008, 13:18

    Mein Tag
    Ich sah meinen Mann an der Abfahrt vorbei sausen. Dann richtete ich meinen Blick wieder nach vorn. Tränen rollten erneut über meine Wangen. Es tat so weh. Ich setzte den Blinker und fuhr auf die rechte Spur. Osnabrück 120 Kilometer, sprang mir von dem Schild entgegen. Wieder schaltete ich die Bassboxen ein und schaute erneut nach vorn. Aus den Boxen dröhnte es "Cold as Ice von Starplash". Ich lehnte mich in den Sitz und drückte das gas. Schließlich zog ich auf die linke Spur. Hier gab ich Vollgas. Mit 160 km/h röhrte der X-5 über den Asphalt.
    Nach einer guten Stunde erreichte ich endlich die Ausfahrt Osnabrück. Nach dem ich auf die rechte Spur gezogen war und den Blinker gesetzt hatte, fuhr ich die Ausfahrt ab. Die Ampel zeigte auf rot. Ich hielt und setzte den Blinker nach rechts. Vorhin hatte ich Laura angerufen. Sie war total überrascht, dass ich wieder in Osnabrück war. Sie war nämlich gestern in Urlaub geflogen, aber ich konnte ihre Wohnung gerne haben. Sie sagte mir noch, dass der Schlüssel bei der Nachbarin ist, da sie die Blumen gießen sollte. Ich hatte innerlich nur genickt, ihr einen schönen Urlaub gewünscht und mich bedankt. Die Ampel schaltete auf Grün und ich fuhr an. Bei Ratio bog ich wieder ab. Ich brauchte noch etwas zu essen und in die Stadt musste ich auch noch. Ich hatte zwar etwas Zeug mit, aber mir fehlten bestimmt noch ein paar Sachen.
    Nach dem ich alles eingekauft hatte, was ich brauchte, machte ich mich auf den Weg zu Lauras Wohnung. Die Nachbarin war sehr freundlich und händigte mir sofort den Schlüssel aus. Ich ging also über den Hausflur und schloss die Tür zur Wohnung von Laura auf. Sofort sprang mir ein farbenfrohes Chaos entgegen. Ich mussste unwillkürlich schmunzeln. Laura war immer noch die Alte. Auch noch als wir hier zusammen gewohnt hatten. Ich trat weiter ein und sah mich um. Dann stellte ich meine Einkäufe auf den Tisch und die Sachen die Kaltgestellt werden mussten in den Kühlschrank. Ich drehte mich wieder um und ging dann zum Fenster. Man konnte auf die Dächer von Osnabrück schauen. Meine linke Hand ruhte auf meinem Bauch, während die andere das Fenster kippte. Eine ganze Weile stand ich vor dem Fenster. Wie konnte man eine Stadt nur so vermissen? Diesen Gedanken konnte ich nicht beantworten. Ich wusste es nicht.
    Erst gegen halb 5 machte ich mich auf den Weg in die Innenstadt. Vorher hatte ich noch mal meine Haare gerichtet und mein Make-up verschmiertes Gesicht gewaschen. Etwas Mascara, Rouge und Lipgloss, mehr brauchte ich nicht. Ich schob mir meine Sonnenbrille in die Haare und nahm die schlüssel von meinem Wagen.
    In der Stadt war viel los, aber das war ich ja gewohnt. Meine Azugen wanderten über jeden Fleck der Stadt. Es tat so gut hier zu sein und zu weh ohne ihn hier zu sein. Die Paare kamen mir entgegen. Jedes versetzte mir einen Stich. Meine Gedanken waren nur bei Daniel. Mein Herz pochte laut vor Schmerz. Warum verstand er mich nicht? Warum glaubte er mir nicht? In jedem Geschäft sah ich sein Gesicht. Egal, ob es ein anderer Mann war oder ein Zeitschriften Cover.
    Die Uhr zeigte 7 als ich wieder die Wohnung betrat. Meine Taschen landeten neben der Tür und ich schloss sie wieder. Das Licht ging an und ich nahm meine Tüten wieder hoch. Als ich meinen Blick durch die Wohnung schweifen ließ, fiel mir eine Tür auf. Während die anderen offen standen, war diese Tür geschlossen. Meine Schritte bewegten sich auf die Tür zu und leise öffnete ich sie. "Was?" ich machte große Augen. Das heir war mein Zimmer. Es war immer noch mein Zimmer. "Laura du verrückte Nudel!" meinte ich leise und ging weiter in den Raum. Er sieht noch genau so aus, wie als ich hier auszog. Das gleiche Bett, der gleiche Schrank, der Schreibtisch. Sogar die Bilder, alles war noch da. Die Kleine musste mich wohl sehr vermisst haben. Meine Mundwinkel gingen leicht nach oben. Die Tüten landeten auf meinem Bett und ich ging zum Schreibtisch. Auf dem Schreibtisch standen viele Fotos. Auch eins von Daniel und mir. Ich nahm das Foto in die Hand und strich Daniel mit einem Finger übers Gesicht. Es dauert nicht lange, ehe ich in Tränen ausbrach. Vor meinem geistigen Auge, erschien der Tag an dem wir dieses Foto gemacht hatten. Lachend lagen wir auf dem Rasen, ärgerten, kitzelten und zwickten uns gegenseitig. "Daniel!" weinte ich und machte mich auf dem Stuhl immer kleiner. Einsame Tränen tropften über meine Wangen. Das mein Handy klingelte, nahm ich überhaupt nicht wahr. Abgeschottet von der Welt saß ich auf diesem Stuhl. In meinen Gedanken rollte ich mich lachend über unseren Rasen. Spürte starke Hände auf meinen Schultern. Den warem Atem in meinem Nacken. Ich bekam eine Gänsehaut, sah auf und blickte direkt in sein strahlendes Lächeln. Es war die Zeit wo es uns bewusst wurde, dass wir nur noch mit diesem einem Menschen leben wollten. Nie wieder getrennt sein, nur noch ihn küssen. Ich schluchzte auf.
    Mein Handy klingelte wieder. Dieses mal nahm ich es wahr. Auf dem Display stand Schatz. Meine Finger zitterten.
    "Ja?" meldte ich mich schließlich mit leiser tränen erfüllter Stimme."Schatz?" hörte ich Daniel fragen. "Hm?" machte ich wieder nur leise. "Es tut mir alles so unendlich Leid, ich war so ein verdammter Egoist. Ich sah immer nur mich im Recht, hab auf meine bescheurte Wut gehört, statt auf dich. Ich habe so Angst das ich dich verliere. Schatz ich liebe dich mehr als mein Leben!" hörte ich ihn sagen. Es dauerte 2 Minuten ehe ich meine Sprache wieder fand. "Ich.." schluchzte ich auf, "Ich liebe dich auch so sehr!" hauchte ich dann leise in den Hörer. "Oh mein Schatz, Gott sei Dank. Wo bist du?" fragte Daniel leise und ich nagte an meiner Unterlippe. Antworten tat ich ihm nicht direkt, sondern sagte nur: "Wir sehen uns bald Schatz!"

    *Fortsetzung =) Eine noch dann habt ihrs geschafft =)*



    Re: Berichte

    natalie - 22.07.2008, 17:44


    Ich heul fast! ;( Oh man Süße! =(
    Toller Bericht aber so kurz! Es tut fast weh das man net weiß was passiert!!!!


    Lieb & vermiss dich übelst! *seufZ* :bussi: :love:
    deine nata



    Re: Berichte

    Anna - 03.08.2008, 22:40

    Versöhnung =)
    Wir flogen über die Wiesen. Mein weißes Kleid wehte umher. Der schwarze Riese schmiss den Kopf hoch und buckelte. Seine Mähne vermischte sich mit dem Kleid. Der Wind pfiff durch die Gräser. Er rief nach uns, lud uns ein mit ihm zu rennen. Langsam senkte sich der Nebel und die goldene Sonne kam zum Vorschein. In der Ferne hörte man den einfachen Schrei eines Adlers. Ich schloss die Augen und ließ mich leiten. Immer weiter preschte mein schwarzer Riese. Seine Hufe donnerten über den Boden. Der Wind umspielte mich, nahm mich gefangen. Er fuhr durch meine Haare, über meine Wangen umspielte mein Lächeln. Ich bereitete meine Arme aus. Es schien als ob wir fliegen. Vom Boden abheben und nie wieder landen wollten. Der Schrei des Adlers wurde lauter. Sein Schrei nach Freiheit. Der schwarze Riese wieherte ihm entgegen. Alles war still um uns herum. Wir jagten nur so dahin. Da vorne war die Klippe. Ich griff wieder in die Mähne und ließ meinen Riesen machen. Da vorne flog der Adler. Er munterte uns auf. “Na los folgt mir!” schrie er uns zu. Wir kamen aus dem Dickicht geprescht. Der Wind zog wie warmer Atem an meinem Hals vorbei. Es roch nach Tau und Sommermorgen. Ich konnte nicht aufhören zu lächeln. Öffnete meine Augen wieder. Immer näher kam die Klippe. Nicht mehr weit. Ich merkte wie mein Riese sich streckte. Kurz vor der Klippe bremste er ab. Er stellte sich auf den Vorsprung und presste sich vom Boden ab. Seine Hufe erhoben sich in die Luft und er keilte senkrecht in die Luft.

    Ich erwachte und sah mich verschlafen um. Hier war ich nicht zuhause. Ich war bei Laura in Osnabrück. Seufzend setzte ich mich auf rieb mir die Augen. Ich hatte von Cavallo geträumt. Als ich in meinem Hochzeitskleid auf ihm dahin geprescht war. Draußen war noch alles still. Ein Blick aus dem Fenster zeigte mir das es gerade 6 oder 7 sein könnte. Über den Dächern stand noch das Rosa des Himmels und die Sonne schickte die ersten Sonnenstrahlen. Beim verlassen des Raumes fiel mir erst auf das ich noch alles anhatte. Ich musste gestern nachdem Daniel angerufen hatte wohl eingeschlafen sein. Auch meine Tüten standen noch auf den Tisch. Das einzige was war, war das Post unter der Tür lag. Ich runzelte die Stirn und nahm sie hoch. Sicher keine Post für mich. Ich schaute sie durch, damit ich sie Laura sortieren konnte. Sie war nie sonderlich für Ordnung gewesen. “Handyabrechnung, Telefonabrechnung und Strom!” murmelte ich und legte die 3 Umschläge auf den Tisch. “Postkarten Malta, Postkarte Mailand, Postkarte Schweden!” wieder legte ich dieses auf den Tisch. “Werbung, Werbung, Einladung!” auch diese landeten auf dem Tisch. Gerade als ich alles sortieren wollte, flatterte noch ein weiterer Brief unter der Tür durch. Aus den Augenwinkeln sah ich das und runzelte die Stirn. Dann zuckte ich mit den Schultern und trat zur Tür. Die Dielen knarrten unter meinen nackten Füßen. Ich nahm den Umschlag hoch und drehte ihn. Dieser war nicht für Laura. Ich drehte ihn noch mal. Es war nur ein Herz drauf gemalt. “Ach bestimmt von ihrem Freund!” sagte ich und wollte ihn weglegen, als mir etwas auffiel. Ganz oben in dem Herz stand mein Name. Verwunderte setzte ich mich an den Küchentisch und öffnete vorsichtig den Umschlag. Heraus zog ich einen Brief.
    “Du kennst mich so gut wie niemand anders. Du weißt wie ich mein Frühstück liebe. Du hast immer an mich geglaubt. Du bist diejenige, die mich massiert wenn ich 6 Pferde geritten habe. Du bist die Schöne, mit der ich damals in Amerika am Strand war. Du warst immer für mich da. Du riechst wie der süßeste Sommermorgen. Du hieltest immer zu mir. Du gebarst den süßesten und wunderbarsten Sohn den ich mir hätte wünschen können. Du bekommst noch ein Baby, was sicherlich genauso süß und wunderschön wird. Du bist mein Leben. Du bist die Frau, die ich mein Leben lang lieben werde. Du bist immer noch die eine!
    Ich liebe dich Anna!
    Daniel

    Tränen tropften auf das Papier. Leise schluchzte ich auf. Die Tränen verfingen sich in meinem Lächeln. Leise klopfte es an der Tür. Ich sah auf und rutschte langsam vom Tisch. Wieder knarrten die Dielen als ich zur Tür ging. Meine Hand lag auf der Türklinge und ich drückte sie runter. Langsam öffnete sie sich. Draußen stand Daniel. “Daniel?” hauchte ich ungläubig und er sah mich an. Dann lächelte er und hielt mir einen Strauß Rosen hin. “Jede Rose ist für das was du mir gibst. Jede Rose bedeutet etwas. Aber es ist keine so schön wie du. Sie können auch nicht wieder gut machen, was ich getan habe, in dem ich dir nicht zugehört habe. Doch ich hoffe sehr das sie wenigstens ein bisschen dazu beitragen das ich dich wieder bekomme. Ich vermisse dich Anna!” Daniel sah in meine Augen und langsam tropfte eine Träne aus seinem Auge. Ich konnte nichts sagen. Ich wusste nur das meine Tränen in Bahnen über meine Wangen liefen. Doch ich lächelte. Ich drückte die Rosen zur Seite und machte einen Schritt auf ihn zu. Ohne irgendein Wort fiel ich ihm in die Arme. Er ließ die Rosen fallen und schlang seine Arme um mich. Ich wusste nicht wie lange wir im Flur standen. Ich wusste nur das ich endlich wieder in seinen Armen lag, Schließlich löste ich mich von ihm. Seine Augen ruhten auf meinen. “Ich liebe dich!” hauchte ich schließlich. Er lächelte und hob mich hoch. Dann drehte er mich im Kreis und ich lachte. Er ließ mich runter und ich legte meine Hände an seine Wangen. Sein Gesicht kam meinem schließlich immer näher und ich stellte mich auf die Zehenspitzen. Endlich lagen seine Lippen wieder auf meinen. Instinktiv schlossen wir beide die Augen. Ich öffnete meinen Mund und das ließ er sich nicht zwei mal sagen. Seine Zunge wanderte zu meiner und umspielte sie. Erst nach ein paar Minuten lösten wir uns wieder voneinander. “Mein Schatz ich bin so froh das du mir verziehen hast!” sagte Daniel leise in mein Ohr und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. “Ich auch!” meinte ich und grinste ihn an. Dann zog ich ihn hinter mir in die Wohnung.
    Wir blieben etwa 3 Tage in Osnabrück. Es war super schön. Ich zeigte meinen Mann alles. Aber auch wirklich alles. “Osnabrück ist echt schön!” meinte er zu mir und ich nickte. Wir saßen auf der Dachterrasse und sahen uns den Sonnenaufgang an. Heute wollten wir zurück fahren. “Gleich müssen wir uns wieder trennen!” seufzte Daniel und ich nickte. “Ja aber nur ganz kurz!” meinte ich und kuschelte mich wieder an ihn. “Ich werde mich auch nie wieder von dir trennen und ich werde dir ab jetzt immer alles glauben.” Er lächelte mich an. “Wirklich alles?” grinste ich schelmisch und sah ihn an. “Oke fast alles!” gab er zu und ich lachte. Seine Hand wanderte auf meinen Bauch und meine lag darüber. “Hoffentlich geht’s dem Kleinen gut!” Daniel sah mich an. “Bestimmt ich werde gleich morgen zu Michelle fahren!” antwortete ich ihm. Er lächelte und zog mich dann leicht am Kinn zu sich. Instinktiv schloss ich meine Augen und spürte seine Lippen auf meinen. “Ich liebe dich mein Schatz!” hauchte er mir ins Ohr und versuchte mir eine Gänsehaut. Allerdings eine sehr angenehme. “Und wenn morgen alles in Ordnung ist dann können wir ja auch endlich mal wieder zusammen ausreiten oder?” Ich sah ihn an und Daniel lachte herzlich. “Na klar doch!” Er stupste auf meine Nase und ich grinste.
    Schließlich wurde es Zeit aufzubrechen. Ab nach Hause.



    Re: Berichte

    natalie - 04.08.2008, 18:35


    Super schöner Bericht mausi!!! Wirklich! :)


    lieb dich *bussi* nata



    Re: Berichte

    Anna - 06.08.2008, 15:09


    “Girl just wanna have fun!” schalte es aus dem Badezimmer. Ich stand singend unter der Dusche. “Some fun!” sang ich lauthals mit. Das warme Wasser prasselte auf mich nieder und lief in strömen über meinen Babybauch. Er war zwar noch nicht sehr groß, aber zeichnete sich schon deutlich von meiner sonstigen Figur ab. “Schatz?” Daniels Kopf erschien in der Tür. “Was ist denn?” fragte ich und öffnete die Duschtür etwas. “Ich fahre eben Maximilan von meinen Eltern abholen!” sagte er und ich nickte. Dann warf er mir einen Kuss zu und verschwand wieder aus der Tür. Ich lächelte und schloss ebenfalls wieder die Duschtür.
    Nach etwa 15 Minuten verließ ich die Dusche und stellte mich vor den Spiegel. Schnell waren die Zähne geputzt und meine Haare geföhnt. Ich machte mir einen unordentlich Dutt und ließ mir meinen Pony ins Gesicht hängen. Schnell noch Creme an den Körper und dann konnte ich auch in meine Klamotten schlüpfen. Meine blaue Reithose und mein weißes T-shirt mit Hoflogo lagen neben mir auf dem Stuhl. Nach dem die Creme eingezogen war zog ich mich an und öffnete die Badezimmerfenster zum lüften. Ich verließ das Badezimmer und machte mich auf dem Weg in die Küche. “Guten Morgen Lerran!” wuschelte ich unserem Husky über den Kopf. “Na hast du Hunger?” fragte ich und ging zum Schrank wo sein Hundefutter stand. Flink war sein Napf gefüllt und auch das Wasser wieder voll. “Dann lass es dir schmecken!” grinste ich und machte daran mir und meinem Mann Frühstück zu machen. Für meinen Sohn Maximilian machte ein Leberwurstbrot fertig. Die mümmelte er gerne. Da klickte auch schon die Haustür. Lerran spitzte die Ohren und sah kurz zur Tür. Im gleichen Moment kamen Daniel und Maximilian um die Ecke. “Mama!” mein Sohn streckte gleich seine Arme nach mir aus. “Mein Schatz!” lächelte ich und schwup saß er bei Mama auf dem Arm. Er knuddelte mich und ich küsste seine Stirn. “Na wars schön bei Oma und Opa?” fragte ich ihn und er nickte und schüttelte sofort danach den Kopf. Ich lachte herzlich und auch Daniel konnte sich es nicht verkneifen. “Aber jetzt frühstücken wir erst mal mein Spatz!” sagte ich und ging zum Tisch. Dort setzte ich Maximilian in den Hochstuhl und gab ihm sein Leberwurstbrot. Dann ging ich zu Daniel und küsste ihn. “Hm!” machte er und ich grinste. Dann setzten wir uns und begannen ebenfalls zu frühstücken.

    Später am Morgen lief ich mit Maximilian über den Hof. “Heute kommen neue Feriengäste!” sagte ich und sah meinen Sohn an. Er hatte eine Cappi auf und wurde vorhin gut mit Sonnencreme eingeschmiert. Es war verdammt warm heute. Der Sommer brach jetzt erst richtig an. “Puh!” ich wischte mir jetzt schon den Schweiß von der Stirn. “Wollen wir mal den Michael suchen und schauen ob du ihm bisschen helfen kannst?” fragte ich und er sah mich mit großen Augen an. Michael war der Stallmeister und war auch praktisch der Babysitter für Maxi wenn Daniel und ich zu Pferd arbeiteten oder im Stall beschäftigt waren. “Mami kommt dann gleich wieder und dann helfen wir Papi ja?” fragte ich als ich die Tür zum Büro aufstieß. “Hey Michael! Darf ich dir für ne Stunde Maxi überlassen?” fragte ich und sah ihn an. “Hey Anna. Na klar. Hallo mein Sportsfreund!” lachte Michael und Maxi grinste. Er mochte Michael gerne. “So mein Großer. Mami kommt gleich wieder, aber sie muss noch ein bisschen mit ihren Pferden arbeiten!” Maxi sah mich mit großen Augen an und nickte. Dann bekam ich noch ein Küsschen und verabschiedete mich dann. Wenig später ging ich über den Hof zum Hengststall. “Hallo Featon!” sagte ich leise und der Kopf meines P.R.E Andalusiers erschien über der Boxentür. “Guten Morgen, na hast du gut geschlafen?” Er schnaubte mir ins Gesicht und schüttelte seine lange Mähne. “Na da höre ich es ja!” grinste ich und streichelte seinen Hals. “Ich mach dir mal dein Frühstück Dicker, was hältst du davon?” Featon scharrte mit dem Huf und ließ einen Nicker hören. Von Frühstück hielt er immer sehr viel. “Okay, dann mach ich dir das mal fertig!” lachte ich und machte mich auf den Weg in die Futterkammer. Hier hangen die ganzen Pläne, wer was haben durfte und wer nicht. Die Privatpferde sowie die Zuchtpferde bekamen oft Müsli oder es wurde mal ein Apfel reingeschnippelt. Die Schulpferde bekamen normal Weizen, Hafer und Pellet Gemisch. Mit Leckerein wurden sie ja von den Reitkindern belohnt. So hatte alles seine Richtigkeit. Heute würden wieder neue Ferienkinder kommen. Sie würden dann für eine Woche bleiben.
    Nach dem ich die Möhre und auch den Apfel in Featons Müsli geschnippelt hatte, macht ich mich wieder auf zu seiner Box. “So mein Dicker. Hier ist dein Frühstück, lass es dir schmecken. Bis später!” sagte ich und sah ihm noch einen Moment zu. Dann verließ ich den Stall und ging zu den Stuten. Hier standen Katta und Picasso Dame. Eigentlich heißt sie ja Kleeberg’s Picasso Dame, aber so nannte ich sie nicht. “Hallo ihr Hübschen!” ließ ich hören als ich den Stall betrat. Von allen Seiten kam mir ein Wiehern entgegen. Ich musste lachen. Auch mein Mann Daniel war hier im Stall. “Na Schatz, wolltest du gleich mit Picasso Dame oder mit Katta arbeiten?” fragte ich ihn als ich auf ihn zu ging. “Hm ich denke ich arbeite mit Picasso Dame. Ich denke sie könnte langsam einen Reiter auf ihrem Rücken gebrauchen.” Mein Mann sah nachdenklich aus. “Ja das stimmt. Soll ich dir dabei helfen?” fragte ich zurück und tätschelte Picasso Dame am Hals. “Ich denke ich mache das mit Mike. Du hattest schon genug Aufregung!” Er lächelte mich an und ich nickte. Da hatte er wohl recht. Die letzte Woche war ziemlich anstrengend und aufregend gewesen. “Okay, dann arbeite ich ein bisschen mit Katta. Gegen 15 Uhr kommen die Ferienkinder!” sagte ich zu Daniel und dieser nickte. “Ja, Natalie und Dominik wissen auch Bescheid!” meinte ich und lehnte sich gegen die Boxentür. “Gut, dann können wir uns ja ans Füttern machen!” Ich nickte Richtung Futterkammer und machte mich auf den Weg. Daniel folgte mir. “Nette Ansicht!” hörte ich ihn hinter mir sagen. Ich drehte mich um und streckte ihm die Zunge raus. Er grinste und gab mir einen Klaps auf den Po. Während wir das Futter vorbereiteten, stellte irgendwer im Stall das Radio an. “We will, we will Rock you!” Daniel summte mit und ich klopfte mit dem Messer die Melodie mit. “We will, we will Rock you, singing!” sang er dann schließlich mit und ich grinste. Das Futter war fertig geschnippelt und wir gingen aus der Futterkammer. In der Stallgasse standen Kelly und Jan und rockten ab. Daniel und ich lachten herzlich. Die Pferde bewegten ihre Köpfe mit der Musik. “Was ist denn hier los?” fragte Daniel lachend als das Lied zu ende war. Kelly und Jan fuhren auseinander und grinsten verlegen. Ich lachte und zwinkerte ihn zu. “Schätzchen was hast du denn früher immer gemacht?” Daniel wurde leicht rot und räusperte sich. “Na warte!” meinte er nur und versuchte mich zu schnappen. “Bekommst mich nicht. Bis später ihr zwei!” winkte ich Kelly und Jan zu und beeilte mich aus dem Stall zu kommen. Daniel lief hinter mir her und mitten auf dem Hof hatte er mich dann. “Hab ich dich!” grinste er und ich nickte. “Und ich hoffe du lässt mich nie wieder los!”
    Seine Lippen kamen meinen näher. Der Kuss wurde lang und zärtlich. “Hmm schmeckst du gut!” grinste Daniel schließlich und ich schüttelte grinsend den Kopf. “Ja ich schmecke nach dir mein Schatz!” schelmisch streckte ich ihm die Zunge raus. Er grinste nur und küsste mich erneut.
    Nach dem Kuss machten wir uns schließlich auf zu den Jungpferden. Auch diese wollten gefüttert werden. Star stand nicht mehr hier. Er stand nun bei den Berittpferden. Denise hatte sich ihm seiner angenommen und machte ganz tolle Fortschritte mit ihm. Natürlich war Daniel bei seiner Ausbildung mit von der Partie. Nach etwa 10 Minuten hatten hier dort auch alle ihr Futter. In jedem Stall war es anderes. Jeder Stall hatte einen besonderen Plan, den Natalie, ich und Michael entworfen hatten. “So Süße, ich wird mich dann Picasso Dame annehmen.” meinte Daniel dann zu mir. “Ich komme mit. Dann kann ich endlich mal wieder auf Katta reiten!” nickte und wir liefen wieder über den Hof. Mittlerweile war es knapp 10 Uhr. “Gehst du nach draußen oder arbeitest du in der Halle?” fragte er und ich überlegte einen Moment. Ich denke ich nehme den Reitplatz, da ist ja genug Schatten. Und du?” fragte ich zurück. “Ich werde mit ihr auf dem Springplatz üben.” Daniel sah mich an. In seinen Augen blitzte es. “Alles klar. Dann kann ich mir das ja auch ansehen!” grinste ich und wir gingen in den Stall.
    “So Katta, heute geht’s wieder ans Reiten!” meinte ich und sah sie an. Sie schnaubte und ich kraulte ihre Stirn. Schnell war das Putzzeug und meine Trense aus meinem Spind geholt. Mit groben Kreisen fuhr ich mit dem Striegel über ihr Fell. “Meine Güte staubst du!” grinste ich und besah mir den Staub in der Luft. Katta scharrte mit dem Huf und wieherte beleidigt. “Oh sorry Maus. Ich wollte dich nicht beleidigen.” meinte ich schmunzelnd und bearbeitete ihr Fell weiter. 5 Minuten später machte ich mich dann ans Hufe auskratzen. “Huf!” gab ich den Befehl und Katta hob den Huf brav an. “Fein!” lobte ich sie mit der Stimme und kratzte den Mist raus. “So jetzt kommt nur noch die Trense und der Sattel und dann hätten wir’s!” meinte ich und nahm die Trense. Katta guckte etwas skeptisch, ließ sich das Mundstück aber brav reindrücken. Der Sattel war auch nicht das Problem und schwups, nach etwa 15 Minuten saß ich im Sattel. Ich hatte meine Cap auf und ritt nun aus dem Stall. Das war eigentlich das erste Mal das ich wieder richtig Ritt. Ich beugte mich vor und tätschelte Katta den Hals. Wir steuerten auf den Reitplatz zu und ich öffnete das Tor. “So meine Maus. Dann wollen wir doch ein bisschen was tun!” meinte ich und ritt auf den ersten Hufschlag. Nebenan auf dem Springplatz machte Mike Picasso Dame bereit. Viel bekam ich ehrlich gesagt nicht davon mit, da ich mich voll und ganz auf Katta konzentrierte. Ich ging mit ihr in den leichten Trab und ließ sie die Ecken ausreiten. Die Zügel legte ich immer an ihren Hals und sie bog sich toll. “Fein machst du das!” lobte ich sie und saß nun ihren Trab aus. Daniel war inzwischen auch auf dem Springplatz und besah sich Picasso Dame. Sie ging ruhig und schnaubte. “So ist recht!” meinte Daniel dann und kam auf Picasso Dame zu. Katta war inzwischen angaloppiert und ich merkte wie viel Feuer sie wieder unterm Hintern hatte. “Ruhig Mädchen!” grinste ich und ritt einen Zirkel. Daniel stand inzwischen bei Picasso Dame und streichelte ihren Hals. Langsam ging er mit einem Fuß in den Steigbügel und fasste mit einer Hand an den Sattel. Picasso Dame ließ es geschehen. Langsam zog sich Daniel hoch, nicht ohne auf die Ohren von Picasso Dame zu achten. Immer weiter zog er sich hoch, bis er schließlich ganz im Sattel saß. Noch schien Picasso Dame locker, doch das würde sich gleich ändern. Ich parierte Katta nun zum Schritt und ließ die Zügel lang. Sie senkte den Kopf und begann zu schnauben. “Ich denke das reicht erst mal. Heute abend wenn es kühler wird, reiten wir noch mal aus ja?” ich strich ihr über den Hals und Katta schnaubte nochmals. Daniel hatte inzwischen die Zügel in der Hand und setzte sich aufrecht hin. “Na dann wollen wir mal!” meinte er zu Mike und zeigte ihm das er ein bisschen Abstand nehmen sollte. Mike tat das auch. Er hatte schon mal erlebt wie Picasso Dame einen kleinen Austicker hatte.
    Katta kaute inzwischen auf ihrem Mundstück herum. “Du bekommst gleich was zu trinken!” meinte ich und nickte. Mein Augenmerk ging dann wieder auf den Springplatz. Picasso Dame machte ein paar kleine Schritte vorwärts. “Hoffentlich geht das gut!” sagte ich leise zu Katta. Doch kaum hatte ich diese Worte ausgesprochen ging das Desaster los. Daniel übte etwas Druck auf ihre Flanken aus. Picasso Dame legte die Ohren nach hinten. Kurz darauf zuckte sie und machte einen Sprung zur Seite. Doch Daniel blieb im Sattel. Picasso Dame war aber noch nicht fertig. Sie sprang wieder zur Seite und vollführte dabei eine Scharfe Drehung. Ihre Hufe donnerten in die Luft. Senkrecht stand sie vor mir. Ich hatte die Augen weit aufgerissen. Schnell waren ihre Hufe wieder auf dem Boden und sie rannte los. Ziellos lief sie über den Reitplatz. Vergebens versuchte sie ihren Reiter anzuschütteln. Doch es klappte nicht. Daniel blieb sitzen. Er ließ sie machen. “Ja versuch mich doch runter zu bringen!” sagte er zu Picasso Dame und nahm die Zügel etwas fester. Picasso Dame riss den Kopf hoch, nicht wegen den Zügeln, sondern weil sie Daniel los werden wollte. Sie kannte es einfach nicht einen Reiter auf dem Rücken zu haben. Immer versuchte sie mit scharfen Kurven Daniel runter zu bekommen. Doch sie schaffte es nicht. Nach etwa 15 Minuten wurde sie langsam. Schweiß ran über ihr Fell und über Daniels Gesicht. Picasso Dame senkte dann den Kopf und begann zu kauen. Sie hatte akzeptiert das sie es nicht geschafft hatte. “Super Schatz!” rief ich ihm zu. Er lächelte und streichelt Picasso Dame den Hals. “So ist es gut!” lobte er sie und lenkte sie schließlich in Mike’s Richtung. Sie ging im Schritt auf ihn zu. Bei ihm angekommen nahm Mike die Zügel und Daniel stieg ab. Dann lobte er die Stute noch mal und gab ihr ein Leckerchen. Ich lächelte und stieg ebenfalls von Katta ab und öffnete das Tor vom Reitplatz. Wir gingen über den Hof zum Stutenstall. Hier sattelte und trenste ich sie ab. Katta säufte schnell Wasser und ich rieb sie mit etwas Stroh trocken. “Was meinst du? Möchtest du auf die Wiese?” fragte ich und sah sie an. Sie schnaubte zwei mal. “Also auf die Wiese! Okay bekommst du Madame!” lächelte ich und brachte sie, nach dem sie einigermaßen trocken war nach draußen.
    Auf der Wiese gab ich ihr einen Klaps auf den Po und sie lief davon. Ich hang ihr Halfter über das Gatter und schloss es hinter mir wieder. Als ich wieder über den Hof ging kam mir Natalie entgegen. “Hallo Mausi!” winkte ich ihr zu und lächelte. Sie kam auf mich zu und grinste ebenfalls. Wir umarmten uns kurz. “Du sag mal wollen wir heute zusammen Mittagessen? Bevor der große Kinderansturm kommt?” fragte ich sie und Natalie nickte. “Das ist eine gute Idee!” meinte sie und sah auf die Koppel. “Okay, dann koch ich.” meinte ich und sie nickte. “Das ist eine gute Idee, ich habe keine Lust zu kochen!” Sie grinste und ich nickte. “Also sehen wir uns dann später!” sagte sie schließlich und ich grinste. “Genau. Bis später!”
    Natalie bog ab in Richtung Hengststall und ich ging zum Büro. “Maxi?” ich steckte den Kopf durch die Tür. “Mama!” grinste Maxi und tapste zu mir. Michael stand auf und grinste. “Mein Kumpel hat mir gut geholfen!” meinte er und ich nickte ihn dankbar an. “Danke das du auf ihn aufgepasst hast. Später gibt’s bei uns Mittagessen!” sagte ich und Michael nickte. Er war schon fast so was wie ein Bruder geworden. “Ach ja, ich habe hier die Futterbestellung für nächsten Monat. Du weißt ja das neue Quartal!” meinte er und kramte nach einem Zettel. “Ja lass mal sehen!” Er hielt mir ein Blatt hin und ich las es mir durch. “Okay, ich würde nur 2 Säcke mehr Hafer bestellen!” Der Rest der Liste ganz passabel aus. “Gut, dass werde ich eintragen!” meinte er dann. “Alles klar und jetzt komm mit Raus. Hier drin wird man ja verrückt!” grinste ich und Michael lachte.

    *Fortsetzung folgt.. Jetzt erst mal abkühlen xD*



    Re: Berichte

    natalie - 06.08.2008, 15:57


    cooler bericht schnegge :-* :ja:

    lieb dich *bussi* :love: :bussi:



    Re: Berichte

    Anna - 22.12.2008, 15:57

    Weihnachten
    “Mama!” rief Maximilian über den Hof. Er tapste durch den Schnee und winkte mir zu. Ich lächelte und lehnte mich an Daniel. “Unser kleiner Schneemann!” meinte Daniel und ich lachte. “Er ist halt genau so wie du!” meinte ich und grinste. “Da hast du recht!” sagte Daniel zu mir und stupste mir mit einem Finger auf die Nase. “Und was ist mit unserem anderen kleinen Schatz!?” fragte er mich dann. “Der tritt fleißig!” meinte ich und sah auf meinen Bauch. Unter der dicken Jacke kugelte er sich noch mehr. “Ich hab ja heute einen Termin bei Michelle!” sagte ich und trank wieder ein Schluck von meiner heißen Schokolade. Maximilian tollte mittlerweile mit Lerran durch den Schnee. “Ich hab dich!” rief er unserem Husky zu und lachte. Lerran bellte und wälzte sich im Schnee. “Papa. Schnellball!” rief Maximilian. “Na los, dein Sohn will dich bombardieren!” lachte ich und sah meinen Mann an. Dieser lachte auch. “Na dann werde ich mal!” meinte er und küsste mich. Schließlich lief er zu unserem Sohn und packte ihn. Dann hob er ihn hoch. Lerran sprang um sie herum. Ich grinste und stellte meine leere Tasse auf die Fensterbank. Nach dem ich meine Handschuhe wieder angezogen hatte, machte ich mich auf in Richtung Stall. Ich wollte Cavallo, Star of the East und Featon VIII besuchen. Als ich in Stall betrat kam mir direkt ein Konzert entgegen. Alle Pferde fingen an zu Wiehern. “Habt ihr mich alle so vermisst!?” fragte ich und lachte. Ich konnte die letzten 2 Wochen nicht reiten und durfte auch so gut wie nicht raus. Maximilian war krank gewesen und ich hatte mich dann natürlich mit der Grippe bei ihm angesteckt. Und weil ich schwanger war bzw. immer noch bin, war natürlich äußerste Vorsichtig geboten. Das war natürlich er blanke Horror gewesen, aber ich wollte mein Kleines nicht unnötig gefährden. In der Zeit hat sich vor allem Natalie um alles gekümmert. Daniel hatte ihr die Pferde für den Beritt abgenommen und Dominik hat sich mit Michael um die Verwaltung von Futter und Miete der Boxen gekümmert. In der Klinik hatte Felix so lange die Führung übernommen. Ich wollte sie ihm auch noch etwas länger lassen, da ich sowie so bald wieder in Mutterschutz gehen würde. Aber natürlich kam er öfter mal rüber um zu fragen oder ich kam in die Klinik. Meine Eltern waren ebenfalls öfter hier gewesen. Mein Papa hat mit Daniel und Maximilian in unserem Wald Grundstück einen geeigneten Tannebaum ausgesucht und meine Mutter hat mir ein bisschen im Haushalt geholfen. Es war in den ersten Tagen alles etwas komisch gewesen, doch ich war dankbar für jede Hilfe. Cavallo reckte seinen Kopf. Mit traurigen Augen sah er die Stallgasse entlang. “Cavallo!” sagte ich und trat einen Schritt auf ihn zu. Er schnaubte und sah mich fast schon ungläubig an. Dann fing er an zu Wiehern. “Ja doch ich bins!” sagte ich lächelnd und legte meine Hände auf seine Nüstern. “Ich hab dich auch so vermisst!” Meine Stirn ruhte auf seiner und ich schloss die Augen. Featon und Star reckten ebenfalls ihre Köpfe und auch sie bekamen ihre Streicheleinheiten. “Ihr habt mir alle so gefehlt!” sagte ich und lächelte. Reiten durfte ich zwar immer noch nicht, da mein Körper noch nicht ganz wieder auf dem Damm war, aber ich durfte wieder in die Stallungen und meine Pferde sehen. Das war so ziemlich das Wichtigste für mich. Schließlich holte ich die Möhren für die 3 raus und hielt sie ihnen vor die Mäuler. “Lasst es euch schmecken!” grinste ich und schwupp waren alle Karotten weg. “Vielfraß!” meinte ich nur und schüttelte den Kopf. “Ich komme später noch mal, aber jetzt wollte ich noch zu Picasso Dame und Katta!” meinte ich zu den 3en. “Bis später meine Süßen!” Ich tätschelte alle noch einmal und machte mich dann auf den Weg in den Stutenstall. Hier abgekommen erlebte ich eigentlich das gleiche Szenario. Picasso Dame und Katta hatten mich nicht weniger vermisst. “Bald reite ich euch wieder!” versprach ich den beiden und diese schnaubten. Katta stupste leicht und vorsichtig an mein Bauch. Ich lächelte und kraulte sie an den Nüstern. Erstaunt wich sie zurück als sie einen kleinen Tritt abbekam. Ich musste lachen. “Ja meine Süße. Ich werde wieder Mami!” meinte ich dann und kraulte auch Picasso Dame an der Stirn. Nach etwa 10 Minuten verließ ich dann den Stutenstall. Mittlerweile waren fast alle Stallburschen und Dominik mit Michael und Cale in die Schnellballschlacht verwickelt. Ich lachte und machte mich dann auf den Weg zu Natalie die ebenfalls am Haus stand. “Hey Maus. Die sind doch alle verrückt oder!?” fragte ich und sie schmunzelte. “Da gebe ich dir recht. Das sind sie alle!” meinte sie und harkte sich bei mir ein. “Was meinst du, gleich wieder großes Mittagessen?” fragte ich sie und sie nickte. “Das ist eine gute Idee. Jetzt wo es dir besser geht!” meinte sie dann. “Ja das finde ich auch. Danke das du und Dominik euch um alles gekümmert habt!” meinte ich und stupste sie sanft an. “Das ist doch selbstverständlich!” nickte sie und streckte mir dann die Zunge raus. “Wollen wir dann anfangen zu kochen?” fragte sie mich und ich stimmte ihr zu. “Okay!” antwortete ich ihr und wir gingen zu meiner Haustür rüber.

    *Fortsetzung folgt!*



    Re: Berichte

    Anna - 14.04.2009, 16:10

    Geburt meiner Tochter Sophie =)
    Vereinzelt drangen die Sonnenstrahlen durchs Schlafzimmerfenster. Sie kitzelten mich in der Nase. Blinzelnd machte ich langsam die Augen auf und schielte zu meinem Mann herüber. Daniel lag wie immer schnarchend neben mir. Ich hatte ihn heute Nacht das ein oder andere mal meine Fuß in den Rücken gelegt, damit er auf hörte. Für ein paar Minuten war dann auch Ruhe, was reichte, damit ich wieder einschlafen konnte. Ich setzte mich schließlich auf und schüttelte meine Haare. Daniel schnarchte immer noch vor sich hin und ich musste unwillkürlich grinsen. Schließlich setzte ich mich vor bis an die Bettkante und wuchtete mich vom Bett. Immerhin hatte ich eine nicht gerade kleine Kugel vor mir hängen. Doch das würde sich heute ändern, denn heute war der errechnete Geburtstermin meiner Tochter Sophie. Meine Füße knarrten auf den Dielen als ich zum Fenster ging. Schnell waren die Gardinen zur Seite gezogen und auch Lerran wuselte im meine Beine. Hinter mir im Bett hörte man nur ein Brummen das darauf schließen ließ das mein Schatz wach war. “Guten Morgen mein Süßer!” sagte ich leise und küsste ihn auf die Wange. Daniel blinzelte verschlafen und grinste dann. “Guten Morgen mein Schatz!” antwortete er mir und setzte sich langsam auf um mich zu küssen. Seine rechte Hand wanderte direkt zu meinem riesigen Babybauch. “Heute ist es so weit!” sagte er nach dem Kuss und sah mich liebevoll an. “Ich weiß Schatz.” lächelte ich und beugte mich noch mal vor um ihn zu küssen. Dann standen wir auf. Während ich unter die Dusche stieg, wie auch immer ich das geschafft hatte, machte Daniel derweil Frühstück. Danach wollten wir noch kurz bei unseren Pferden vorbei schauen, wenn denn alles nach Plan lief. Aber wie es nun mal ist, läuft nicht immer alles nach Plan. Gerade als ich die Dusche abstellte und mich umdrehen wollte um aus der Dusche zu steigen, passierte es. Die Fruchtblase platzte. Ich zuckte zusammen. “Daniel?” rief ich kurz darauf. “Ja was ist denn?” fragte er und kam ins Badezimmer. “Die Fruchtblase ist geplatzt!” sagte ich und sah ihn an. Seine Augen weiteten sich und er nickte. “Ich hole die Tasche. Zieh du dich an und dann geht’s direkt los!” rief er ein wenig hysterisch und eilte aus dem Bad. Ich konnte nicht anders als zu grinsen. Bei unserem Sohn Maximilian, der mittlerweile fast 2 Jahre alt war, war es genau so gewesen. Da platzte mir auch die Fruchtblase. Allerdings 2 Tage zu früh.
    Mittlerweile war ich angezogen und ging langsam aus dem Bad. Daniel hatte die Tasche bereits in einem Eiltempo ins Auto gebracht, Lerran sein Futter und Wasser gegeben und war schon bei Natalie und Dominik. “So Schatz, wir können los!” meinte er und stütze mich auf dem Weg zum Auto. Das ich noch mit meinen 4 Pferden etwas kuschelten wollte konnte ich also total vergessen. Als ich im Auto saß setzten die ersten Wehen ein und ich begann schwerer zu Atem. Daniel startete den BMW und fuhr etwas schneller als sonst vom Hof. Schnell war er auf der Landstraße Richtung Rohttenberg und gab Gas. Mit 120 rauschten wir an den umliegenden Feldern und Höfen vorbei.
    Tja 20 Minuten später kamen wir am Krankenhaus an. Daniel hatte bereits dort angerufen und der Hebamme bescheid gesagt. Schnell hob er mich aus dem geparkten Auto und half mir zum Eingang. Die Wehen waren inzwischen stärker und in immer kürzeren Abschnitten gekommen. Mein Pony klebte mir schon an der Stirn, aber das lag auch zum größten Teil an diesem warmen Wetter was wir im Moment hatten. Es dauert nicht lange ehe ich bereits auf einem Bett in Richtung Kreissaal lag. Daniel war mit einer anderen Hebamme gegangen und holte sich einen Kittel. Er wollte ebenfalls seine Eltern und meine Eltern anrufen das es gleich soweit wäre. Natalie, Dominik, Michi und Cale würden sicherlich auch nachher hier sein. Maximilian war ebenfalls bei meinen Eltern.
    Die Wehen begannen wieder stärker zu werden und ich atmete sich noch mehr aus als vorher schon. “Prima machst du das Anna!” sprach mir meine Hebamme Mut zu. Ich kniff die Augen zusammen. Da merkte ich wie jemand meine Hand nahm. “Super machst du das Schatz, weiter so!” munterte mein Mann mich auf. Ich nickte und kniff wieder die Augen zusammen. “So und jetzt pressen!” hörte ich meine Hebamme sagen. Meine Finger krallten sich in die Hand von Daniel. “Ja gut so, ich sehe schon das Köpfchen!” hörte ich wieder die Hebamme sagen. Daniel streichelte mit dem Daumen meine Hand.
    Ich weiß nicht wie lange ich noch dort lag, ich wusste nur das Daniel meine Hand hielt. Da durchbrach der Schrei meiner Tochter die Schmerzen. Ich öffnete die Augen und sah Daniel an. Dieser lächelte und strich mir über die Stirn. Tränen liefen mir über die Wangen. “Eure Tochter!” sagte meine Hebamme und legte mir unsere Tochter an die Brust. “Sie ist Wunderschön!” sagte Daniel und ich nickte benommen. “Hallo kleine Sophie!” murmelte ich leise und sah dann Daniel wieder an. Sophie begann sofort an meiner Brust zu saugen und umfasste mit ihren kleinen Fingern meinen Finger. Daniel küsste meine Stirn. Ich merkte wie auch ihm Freudentränen über die Wangen liefen.
    Nach dem Messen, Wiegen und der U1, wurden wir auf unser Zimmer geschoben. Dort warteten bereits meine Eltern mit Maximilian und
    Daniels Eltern. Meine Mama weinte und auch Eleonore hatte Tränen in den Augen. Mein Vater platzte fast vor Stolz und Daniels Vater konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. “Hallo Maus!” sagte meine Mama und strich mir über die Stirn. “Hallo Mama!” sagte ich lächelnd und setzte mich ein auf. Auch mein Vater kam jetzt näher an das Bett heran. “Mama!” hörte ich Maximilian sagen, das bei Daniel auf dem Arm saß. “Schau mal, deine kleine Schwester!” sagte dieser und beugte sich über die kleine Sophie. Maximilian lachte und klatschte in die Hände. Meine Eltern und meine Schwiegereltern blieben nicht sehr lange. Ich war ihnen auch nicht böse drum, denn ich war immer noch sehr erschöpft von der ganzen Prozedur. “Wir kommen morgen wieder!” versprach mein Vater als sie sich verabschiedeten. “Genau, wir Großeltern müssen auf den Schreck jetzt erst mal was trinken gehen!” meinte Daniels Vater und alle lachten. Wir verabschiedeten und schließlich und sie machten sich auf den Weg. Maximilian blieb natürlich bei uns. “Mama?” “Ja mein Schatz?” Ich sah meinen Sohn an. “Wie heißt Baby?” fragte dieser mich. Er saß bei mir auf dem Bett. “Das ist Sophie!” lächelte ich und strich meiner Tochter über die Stirn. Maximilian lachte und zeigte seinen Tollchen Zähnchen. Daniel strich ihm über den Kopf. “Und du passt ab jetzt auf deine kleine Schwester auf oder Großer?” fragte er. “Ja Papa!” Maximilian hüpfte Daniel in die Arme. Dieser lachte und auch ich musste grinsen.
    Dann klopfte es an der Tür.

    *Natalie it’s your turn! =)*



    Re: Berichte

    natalie - 15.04.2009, 11:29


    Wir hatten uns eigentlich auf einen Familienausflug ins Grüne vorbereitet, doch als Daniel an der Tür klingelte und total aufgelöst erzählte das er mit Anna ins Krankenhaus müsste, das Sophie auf die Welt käme und das wir unbedingt nachher mal vorbei schauen müssten, fiel der natürlich ins Wasser. Ich grinste über beide Ohren als ich in die Küche kam. "Schatz du wirst schon wieder Onkel!!! Unsre Nichte will auf die Welt."
    Ihm klappte der Mund auf und zu und wieder auf. Ich lachte, er sah aus wie ein Fisch auf dem Trockenen. "Gehts wieder?" fragte ich nachdem ich ihm ein Glas Wasser gereicht hatte. Er nickte. "Ja dann.. das.. ich.. Mist!" Er lachte und schüttelte den Kopf. "Das ist toll! Wann willst du dann ins Krankenhaus?" fragte er. Ich sah auf die Uhr. "Ich denke wir geben ihr nach der Geburt etwas Zeit sich zu finden. Wir können also erst heute nach dem Mittagessen fahren, ich denke das reicht dann. Es dauert immerhin ne halbe Stunde ins Krankenhaus (wenn man nicht wie eine Irre oder ein Irrer fährt =P).
    Dominik nickte und dann machten wir irgendwann unsere Kinder fertig. Cale wurde in ein rosa Kleidchen gesteckt und Michi bekam seine Latzhose und ein hellblaues Hemd angezogen. "Schön!?" meinte Cale, doch es klang eher wie eine Frage. "Ja, weil eure Cousine heute auf die Welt gekommen ist." erklärte ich. "Maxi hat eine Schwester, so wie Michi Cale als Schwester hat." Michi stutzte. "Aber Cale und Michi gleich!" Ich nickte. "Ja und Sophie ist kleiner als ihr, aber das seht ihr gleich." Ich lächelte und zog ihnen die Schuhe an, dann setzten wir uns ins Auto und fuhren los.

    Nun standen wir im Krankenhaus vor der Tür und ich klopfte. Ich öffnete die Tür einen Spalt und sah hinein. "Süße?" fragte ich und streckte den Kopf hinein. Als ich sie sah überkam ein riesiges Grinsen mein Gesicht. Dann machte ich die Tür auf und unsere Familie trat ein.



    Re: Berichte

    Anna - 16.04.2009, 18:51


    "Hallo!" sagte ich mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Sophie lag bei mir an der Brust und schlief. Maximilian und Daniel waren runter zum Kiosk gegangen, da Maxi nen Eis wollte und Daniel sowie so in Spendierlaune war. "Na, hat Daniel euch geschockt?" fragte ich lächelnd und begrüßte dann meine kleine Nichte und meinem Neffen.



    Re: Berichte

    natalie - 16.04.2009, 19:55


    "Hmm kann man wohl so sagen!" lachte ich und hiefte Cale zu ihrer Tante auf´s Bett. "Baby süß!" sagte sie und lächelte mich an. Ich nickte. "Ja ist sie. Nun ja.. also sagen wir wohl mal er hat uns überrascht." Ich setzte mich neben Anna´s Bett auf einen Stuhl und nahm meinen Sohn auf den Schoss. "Ich auch! Ich auch!" rief Maxi. Ich schüttelte den Kopf. "Nachher und seid nicht so laut. Die Kleine kennt euch doch noch gar nicht." sie sahen mich an wie ein Gewitterschlag und machten dann normal weiter, jedoch ein wenig leiser als zuvor.

    "Und da bist du schon wieder stolzer Papa geworden." sagte Dominik und grinste von einem Ohr zum anderen.



    Re: Berichte

    Anna - 16.04.2009, 19:59


    "Hab ich mir fast gedacht. Ich fand seinen Gesichtsausdruck genial. Schade das ich keine Kamera zurHand hatte!" lächelte ich und Sophie gab ein leises Glucksen von sich.
    Sie fasste meinen Finger fester und atmete wieder etwas tiefer ein.

    "Das stimmt. Ich kann es immer noch nicht glauben!" sagte Daniel und sah mich und seine Tochter liebevoll an.



    Re: Berichte

    natalie - 16.04.2009, 20:14


    "Sie ist aber auch ein Goldstück." sagte ich. "Hmm vielleicht hätte man wirklich eine Kamera haben sollen." lachte Dominik. Die Kinder betrachteten das Baby noch ein paar mal, dann wollten sie runter und mit Maxi spielen. Ich öffnete meinen Rucksack und ließ sie ihre Spielsachen heraus holen. Einen Ball, eine kleine Puppe,... sie hatten ein paar Sachen eingepackt und jetzt durften sie sie wieder auspacken. "Wie lang hat es denn gedauert bis die Kleine euch Hallo gesagt hat?" fragte ich. "Beziehungsweise um wie viel Uhr ist sie denn nun genau auf die Welt gekommen?" Ich grinste.



    Re: Berichte

    Anna - 16.04.2009, 20:24


    "Um 08.15 Uhr!" sagte Daniel. Ich nickte. "Ehrlich gesagt hat mich die Uhrzeit so gar nicht interessiert!" grinste ich und wickelte die Kleine etwas mehr in die Decke ein. Dann setzte ich mich auf.



    Re: Berichte

    natalie - 16.04.2009, 20:59


    "Tolle Zeit!" lachte ich und sah Cale und Michi beim spielen zu. Dominik fragte ob er die Kleine auf den Arm nehmen dürfte.



    Re: Berichte

    Anna - 18.04.2009, 13:12


    "Natürlich!" sagte ich lächelnd und reichte ihm Sophie. Dann konnte ich mich mehr aufsetzen und Daniel setzte sich zu mir aufs Bett. "Na wenn das mal kein stolzer Onkel ist, dann weiß ich auch nicht!" meinte er grinsend und sah seinen Bruder an.
    "War heute morgen viel los aus dem Hof?" fragte ich währendessen Natalie.



    Re: Berichte

    natalie - 18.04.2009, 16:26


    Ich schüttelte den Kopf. "Nein es war eigentlich recht normal." Ich beobachtete vorsichtig unsere Kinder während Dominik Sophie auf dem Arm hielt und ihr über die Wange streichelte. "Wie lange willst du denn im Krankenhaus bleiben?" fragte ich wegen den Planungen beiläufig. Dominik ging mit Sophie ans Fenster und kam wieder zurück. Dann kam er zu mir und grinste mich breit an. "Sie ist wirklich süß." sagte ich leise und Dominik ging wieder zu Daniel um ihm seine Tochter zu geben.



    Re: Berichte

    Anna - 18.04.2009, 16:39


    Daniel nahm Dominik seine Tochter ab und strich mit dem Finger sanft über ihren Kopf. "Sie ist unglaublich!" sagte Daniel und ich lächelte. "Das stimmt. Sie ist so ruhig. Maximilian hat viel mehr geschrien!" sagte ich und sah meine Tochter an.
    "Morgen wird meine Maus noch mal untersucht. Also denke ich gegen Morgen Nachmittag. Heute sollen wir noch hierbleiben und morgen komm ich dann wieder!" antwortete ich Natalie und sah sie an. Das Funkeln in meinen Augen war kaum zu übersehen.



    Re: Berichte

    natalie - 18.04.2009, 19:44


    Ich lächelte. "Okay, dann ist morgen alles für euch bereit!" sagte ich lachend und nahm Cale auf den Schoss, die an meinem Bein hoch wollte. "Oder was meinst du!" fragte ich sie. Sie sah mich mit großen Augen an. "Darf ich Baby ei ei?" Ich sah auf. "Das muss Tante Anna wissen."
    Dominik stand neben Daniel. "Was machst du heute Abend? Die Geburt deiner Tochter begießen?" fragte er. Es war klar das er auf einen Männerabend hinauswollte.



    Re: Berichte

    Anna - 18.04.2009, 19:59


    "Natürlich darfst du ei ei machen!" sagte ich und streckte die Arme nach meiner Nichte aus. "Dann musst du aber zu mir in die Arme!" meinte ich dann zu ihr. "Okay das wäre super! Denn so was ich höre will mein Mann wohl heute abend auf Achse!" lächelte ich und nickte Natalie dann zu.
    "Da hast du richtig gehört Schatz, dein Mann geht heute abend mit seinem Bruder einen trinken!" grinste Daniel und sah schelmisch seinen Bruder an.



    Re: Berichte

    natalie - 19.04.2009, 17:28


    Ich hob Cale in Anna´s Arme. In Gedanken plante ich schon eine dicke, fette Party. Wie ich die über Nacht auf die Beine stellen sollte wusste ich noch nicht. Aber noch hatte ich ja den ganzen Abend. Das Wetter würde mir zumindest keinen Strich durch die Rechnung machen. Für den nächsten Tag waren 25 Grad angesagt und Sonne pur.
    Ich beobachtete Dominik. "Das wird sicher nen richtig toller Abend. Süße kannst du uns vielleicht dann nach Rohttenberg fahren? Heim könn´ wir nen Taxi nehmen." sagte er. Ich nickte. "Ja, ich denke das lässt sich einrichten."
    Dann schwiff mein Blick zu Cale, die ihre Cousine sanft streichelte und dabei grinste wie ein Honigkuchenpferd. Michi spielte mit Maxi und ein paar Spielzeugautos auf dem Boden.



    Re: Berichte

    Anna - 19.04.2009, 17:40


    Ich schüttelte grinsend den Kopf. "Aber Schatz übertreib es nicht. Ich will morgen keine Klagen über Kopfschmerzen hören und du musst mich gegen Nachmittag abholen." meinte ich dann und sah ihn an. "Ja, aber Schatz..!" begann er, aber ich lachte und streckte ihm die Zunge raus. "Schau einfach wie es dir morgen geht. Sonst ruf ich meine Eltern an!" antwortete ich ihm und er nickte grinsend. "Und Cale ist deine Cousine süß?" fragte ich meine Nichte und sah ihr lächelnd ins Gesicht.
    "Wo wollen wir denn dann heute abend hin?" fragte Daniel seinen Bruder und beobachtete seinen Sohn.



    Re: Berichte

    natalie - 19.04.2009, 18:58


    Cale lachte und nickte. "Jaha!" sie beobachtete Sophie. Diese griff gerade nach ihrem Finger und hielt ihn fest. Cale machte ein verdutztes Gesicht, doch ich fing an zu lachen. "Ich kann doch notfalls auch holen." sagte ich an Anna gewandt. Dann war aus der Richtung der Jungen ein Weinen zu hören. Ich drehte mich um und ging zu Michi und Maxi. "Was ist denn jetzt passiert?" fragte ich und hob meinen Sohn hoch. "Maxi hat Bum bum mein Finger." sagte er. "Das war sicher keine Absicht Liebling." sagte ich und setzte ihn wieder auf den Boden. "Wenn ihr hier Bum Bum mit den Autos spielt müsst ihr halt auf eure Finger aufpassen, oder ihr spielt was anderes." sagte ich. Er schniefte noch einmal. Doch dann spielte er schon wieder. Ich ging zurück zu Anna und warf einen Blick auf die Uhr. Es wurde sowieso schon fast wieder Zeit zu gehen.

    "Wie wäre es mit dem El Dorado?" fragte Dominik. Das das eine Spielhalle war entging mir nicht. Aber Dominik ging sowieso nur sehr wenig weg und wenn dann meist mit mir. Ich seufzte innerlich. Die Kinder alleine lassen war unmöglich, zumindest wenn man weiter weg fuhr. Wenn es nur zu den Nachbarn war oder zu Anna und Daniel, dann war das das kleinere Problem. Aber die meisten Mitglieder wohnten doch 1 - 2 km Weg. Weil der Hof so weit ausserhalb lag. Und meine Eltern konnte ich schlecht als Babysitter benutzen jetzt wo ich mein eigenes Leben hatte. Das ging ab und zu mal. Doch jedes Wochenende weg gehen war gestrichen wegen dem Hof und den Kindern. Wenn dann gingen Dominik und ich in letzter Zeit eher getrennt weg mit Freunden oder mit Daniel und Anna eben.



    Re: Berichte

    Anna - 19.04.2009, 19:14


    "Das wäre auch noch ne Idee. Dann bringst du die Beiden mit und wir gehen dann noch nen Kaffee trinken!" meinte ich und Maximilian stand auf. "Mama, Durst!" sagte er und wollte auf meinen Arm. "Das geht nicht Kleiner, ich hab deine Cousine auf meinem Arm!" sagte ich und sah auf Cale und Sophie.
    "Komm her Großer!" sagte Daniel und nahm seinen Sohn hoch. "Schatz wo hast du die Flasche hingetan?" fragte Daniel mich. "Sie müsste eigentlich auf meinem Nachtschrank stehen!" antwortete ich ihm.
    Daniel nahm die Flasche und gab sie Maximilian. Dieser setzte sie an und trank in großen Schlücken.
    "Das El Dorado hört sich gut an. Ich war lange nicht mehr dort!" antwortete Daniel dann schließlich seinem Bruder.
    Sowie so war er lange nicht mehr alleine dort gewesen. Meistens ging der dann doch mit mir weg. Aber das war in letzter Zeit auch weniger geworden. Zum einen wegen der Schwangerschaft und auch wegen Maxi. Immer wollten meine und seine Eltern auch nicht Babysitter spielen was ja auch verständlich war.



    Re: Berichte

    natalie - 19.04.2009, 19:33


    Michi kam jetzt auch zu uns herüber. Sein Cousin schien ihn zwar nicht angesteckt zu haben mit seinem Durst, aber alleine spielen wollte er wohl doch nicht. "Die Idee ist gut. Reicht es dir um 3?" fragte ich sie. Ich musste um halb 2 sowieso in die Stadt und kurz etwas abholen und zum Arzt wegen einer Impfung für Cale, also würde 3 sich gemütlich einrichten lassen. Wenn wir dann noch einen Kaffee trinken gingen, könnte man um halb 5 oder so eine hübsche kleine Grill&Hallo-Sophie-Party machen.
    "Gut, dann heut Abend El Dorado. Wann willst du denn gehen?" fragte Dominik um den Abend planen zu können. "Wenn dann richtet ihr euch sowieso nach den Kindern." sagte ich. "Du kannst gerne Maxi´s Babyphon rüber bringen. Oder du bringst ihn ganz mit.." überlegte ich. "Ausser er macht Probleme beim Umlegen wenn er erstmal schläft." sagte ich. Cale war so ein Problemkind, wenn sie schlief und man hob sie dann nochmal in ein anderes Bett konnte sie meist nur schlecht wieder einschlafen.



    Re: Berichte

    Anna - 19.04.2009, 19:44


    "Ich weiß nicht genau wann die Sophie noch mal untersuchen wollen, aber gegen 15 Uhr müsste passen. Wir müssten dann nur ein wenig warten wenn es okay ist?" fragte ich Natalie.
    "Ich denke ich werde hier gegen 19 Uhr weg, wenn es okay ist Schatz?" fragte Daniel mich.
    "Hm was?" Ich blickte von Natalie zu ihm. "Ob es okay ist wenn ich um 19 Uhr fahre?" fragte Daniel mich noch mal sanft. "Na klar, ist voll okay. Die anderen wollten gleich auch noch kommen. Mein Bruder und seine Freundin auch!" sagte ich grinsend und sah dann wieder auf meine Tochter.
    "Mama? Ich heute bei Michi heia?" fragte mich Maximilian nach dem er noch was getrunken hatte. "Das musst du Tante Natalie fragen!" meinte ich und sah dann wieder Natalie an. Auch Daniel musste schmunzeln und drehte sich dann zu Dominik um zu klären ob die anderen Jungs aus der alten Clique auch mitkommen würden.
    Also drehte sich Maxi zu Natalie um und ging zu ihrem Beinen. "Tante Nati, ich heia bei Michi?" fragte er sie und ließ seine weißen Zähnchen sehen. Dabei sah er sie ganz lieb an.
    Ich musste grinsen und küsste Sophie leicht auf die Stirn. Dann lauschte ich auf Natalies Antwort.



    Re: Berichte

    natalie - 19.04.2009, 20:30


    Ich lächelte Maxi an. "Klar darfst du. Dein Papa soll dich einfach Bett fertig zu uns bringen und dann darfst du bei Michi schlafen." sagte ich. Michi sah mich mit großen Augen an. "Toll! Toll!" ich schmunzelte. Cale betrachtete Sophie immer noch. "Baby schläft!" versuchte sie dann zu flüstern. Doch bei ihrer Stimme klang es noch etwas komisch. Ich lächelte. Ich sah Anna an. "Ja dann müssen wir halt ein wenig warten, das geht schon. Oder du rufst mich morgen an und sagst mir wann du ungefähr abholfertig bist. Dann plan ich das mit einkaufen und allem schon irgendwie ein." erklärte ich.
    "Ich denke Jochen und Rainer gehen sicher mit. Vielleicht kommt Dennis auch mit! Der ist doch immer für sowas zu haben." sagte er dann leise lachend.



    Re: Berichte

    Anna - 20.04.2009, 17:55


    "Keine Sorge Jungs wir haben euch schon gehört!" meinte ich grinsend und schüttelte den Kopf. "Ja ich denke das ist ne gute Idee!" sagte ich dann zu Natalie gewandt. "Ich ruf dich dann an wenn ich hier fertig bin!" meinte ich und nickte. Sophie war inzwischen wach und sah sich mit großen Augen um. Dann fing sie an zu weinen. "Alles klar Mäuschen, du musst jetzt mal von Tante Annas Arm gehen. Deine Cousine hat Hunger!" sagte ich zu meiner Nichte und übergab sie Natalie wieder.
    Maxi war inzwischen wieder mit Michi auf dem Boden verschwunden um mit den tollen Autos zu spielen.
    Daniel nickte zog einen Schmollmund als ich sagte wir hätten die beiden gehört und antwortete dann Natalie das er Maxi pickobello um 18.30 abliefern würde. Dann könnte er noch Duschen und nen bisschen Papierkram machen, ehe sie sich dann auf den Weg machen würden. Außerdem müsste er noch etwas für mich besorgen. Ich runzelte die Stirn und sah meinen Mann nachdenklich an. Sophie lag bereits an meiner Brust. Das ging so schnell, das man gar nicht sehen konnte.



    Re: Berichte

    natalie - 20.04.2009, 19:27


    Ich nickte in Daniels Richtung, nahm Anna meine Tochter ab und registrierte was sie sagte. "Okay, dann machen wir das so." Michi und Maxi spielten weiter mit ihren Autos. Ich warf noch einmal einen Blick auf die Uhr und packte dann Cales Trinkflasche aus. "Hier Mäuschen." sagte ich und reichte ihr das Fläschchen. Sie trank in großen Schlücken. Eigentlich sollte Michi auch etwas trinken, doch der war so ins Spielen vertieft, das er gar nicht mitbekam das ich auspackte. "Apfel?" fragte ich Cale kurz und hielt ihr einen Apfelschnitz hin. "Sie sind so süß wenn sie so klein sind." sagte ich dann an Sophie gewandt. Dominik sah nicht hin. Ich hätte zwar nicht viel gesagt wenn er Sophie beim trinken zugesehen hätte. Doch Anna´s Brust zu sehen machte ihn dann wohl doch etwas.. sagen wir mal vorsichtig.. er schien es zumindest nicht zu wollen. Mir sollte es recht sein. Ich hatte also einen sehr, sehr treuen Mann. Vielleicht dachte er aber auch er könnte mich damit verletzen. Er gesellte sich in der Zeit zu den Jungs. Ich warf ihm ein Auto zu als er fragte und er fuhr mit ihnen ein Rennen. "Na da wird sich der ganze Hof freuen wenn wir noch mehr geweine zu hören bekommen." lachte ich kurz. Doch in Wirklichkeit waren alle Mitglieder des Hofes egal ob auf 2 oder 4 Beinen sehr interessiert und tolerant gegenüber den spielenden, kleinen Kindern, die allerlei Unfug trieben.



    Re: Berichte

    Anna - 20.04.2009, 19:34


    "Ja das stimmt!" meinte ich leise und sah das Daniel in meine Richtung schielte und musste grinsen. Er sah mich aus den Augenwinkeln an und ich konnte in seinem Blick sehen was er sich jetzt wünschte. "Aber unsere großen Kinder auch!" meinte ich dann und deutete auf Daniel und Dominik. Daniel hatte sich ebenfalls nun auf den Boden gesetzt und musste den Rennleiter spielen.
    "Was haben die anderen eigentlich gesagt? Also Michael und Co?" fragte ich Natalie, nach dem Sophie satt war und ich wieder mal ruckzuck mich anzog. Wieder war nichts zu sehen. Sollte es auch nicht.
    Dann nahm ich meine Tochter hoch und klopfte ihr mit 2 Fingern sanft auf den Rücken. Ich vernahm ein leises Bäuerchen und legte sie wieder in meine Arme.



    Re: Berichte

    natalie - 20.04.2009, 19:43


    "Ach sie freuen sich schon darauf Sophie zu sehen und alle wollen sie mal im Arm haben!" lachte ich. "So wie immer eben!" Ich grinste. Von der Party, die alle organisieren wollten sagte ich jetzt lieber nichts. Dominik kam zu mir, holte aus dem Rucksack die Apfelschnitze und entführte sie zu den Jungs. "Moooooment!" sagte ich, schnappte mir den Deckel und legte noch 3 - 4 Schnitze für Cale drauf. Vom Rest würde ich wohl nichts mehr zu sehen bekommen. "Michi´s Trinken?" fragte Dominik. Ich streckte ein Bein und schob ihm den Rucksack hinüber. Im Rucksack waren nur noch die Trinkflasche für Michi, eine Wasserflasche für uns und eine Rolle Kekse. "Du freust dich sicher total auf Cavallo?!" meinte ich und seufzte innerlich. Ich war heute auch noch nicht auf einem Pferderücken gesäßen und so wie es aussah, hätte ich da gar nicht die Zeit zu. Aber dafür hätte ich Zeit genug mit meinen Kindern. Wobei sich beides mit meinen Pferden immer wieder Kombinieren ließ. Die Kinder liebten es wenn Morgan über Hindernisse jagte, Cha ihnen mal wieder eine Kür zeigte oder der Junge Tecumsee sich im Westernreiten beweisen musste. Es würde wohl noch etwas dauern bis Michi oder Cale ihn reiten könnten. Aber insgeheim arbeitete ich genau darauf hin ihn für einen von den beiden herzurichten. Ein Pferd zu "richten" klang dabei aber sehr übertrieben. Ich wollte ihn wohl eher vorbereiten, auf eine große Karriere meiner Kinder mit ihm zusammen. Ich versank etwas in Gedanken während ich so in die Zukunft dachte und tauchte erschrocken wieder auf, als Cale auf meinen Schoss wollte. "Schuligung!" sagte sie, als sie merkte das sie mich erschreckt hatte. "Kein Problem Liebling. Mama sollte nicht so viel nachdenken." sagte ich und hob sie hoch.



    Re: Berichte

    Anna - 20.04.2009, 20:02


    "Du glaubst gar nicht wie sehr ich mich wieder auf die Zeit freue wo ich mit meinem schwarzen Riesen über die Felder preschen kann!" seufzte ich und vor meinem geistigen Auge erschien mein Friese.>> Ich träumte mich fort und landete im Sattel auf seinem Rücken. Seine Muskeln spannten sich an und Applaus ertönte. Ich sah auf und rückte meinen Dressurhut zurecht. "Auf gehts mein Großer!" Ich streichelte ihm einem den Hals und ritt ins Dressurviereck. Die hellen Scheinwerfer fluteten den Platz und die Menge tobte. Cavallo blieb auf X stehen und ich grüßte die Richter. Cavallos knickste. Dann ertönte die Musik und wir begannen mit unserer Kür. Perfekt aufeinander abgestimmte Figuren zeigte mein Friese. Eigentlich machte er die ganze Arbeit, nicht ich. Ich wackelte nur etwas mit den Beinen und versuchte eine gute Figur zu machen. Gegen Ende der Kür ritten wir wieder auf X und ich versammelte Cavallo für die Capriole, die er dann ebenfalls perfekt ausführte. Nach dem der letzte Ton der Melodie verklungen war begann die Menge zu rasen. Ich lachte und winkte einmal. Dann lobte ich Cavallo ausgiebig und verabschiedete mich von den Richtern. Tränen liefen mir die Wangen runter. "Mama! Mama! Toll!" hörte ich meine 3 Jährige Tochter schon von weitem rufen. "Echt toll Mami!" rief ebenfalls mein Sohn. Daniel stand hinter den beiden und hatte jeweils einen Arm um sie gelegt. Seine Augen funkelten bestimmt genau wie meine. "Das war großartig mein Schatz!" sagte er ebenfalls und ich beugte mich runter um ihn zu küssen. Sophie streichelte in der Zeit schon Cavallo und klopfte ihm die Schulter. Er beugte sich zu ihr runter und blies ihr warmen Atem aus den Nüstern ins Gesicht. Sophie lachte und umarmte Cavallos Nüstern. Dieser schnaubte. Maximilian grinste und sah dann seinen Papa an. "Mama gewinnt doch oder?" fragte er mit großen Augen und sah dann abwechselnd von Daniel zu mir und wieder zurück. "Aber klar doch mein Schatz!" antwortete ich ihm und stieg von Cavallo.<<
    "Schatz ist es okay wenn wir jetzt gehen? Du bekommst eh gleich Abendessen und die anderen wollten noch kommen!" Daniel riss mich aus meinen Gedanken. "Oh was? Ja klar. Ich will euch von nichts abhalten!" meinte ich und sah meinen Mann an. Der grinste und schüttelte leicht den Kopf. "Wo warst du nur wieder mit deinen Gedanken?" fragte er mich belustigt. "Na bei wem wohl?" fragte ich zurück und musste grinsen und sah dann wieder auf Sophie. Daniel kam zu mir ans Bett und küsste mich auf die Stirn.



    Re: Berichte

    natalie - 20.04.2009, 20:11


    Ich packte die Sachen von uns zusammen und hob Cale hoch. "Ja ich glaube es ist wohl besser wenn wir dir langsam Ruhe gönnen." lächelte ich und gab ihr ein Bussi auf die Wange. Dann umarmte Cale ihre Tante und Dominik und Michi kamen auch näher. "Ciao Anna." sagte Dominik und umarmte sie. "Tschüss Tante Anna." sagte Michael und gab ihr ein Bussi auf die Backe. Ich lächelte. "Wir telefonieren morgen." sagte ich, doch dann verbesserte ich mich. "Meld dich wenn du reden willst. Ich hab die ganze Nacht nix vor." grinste ich und Dominik sah mich aus den Augenwinkeln an. Sein Blick entging mir nicht und ich grinste noch breiter. "Wirklich nicht!" Cale lachte: "Doch Mama! Schlafen!" Ich nickte. "Ja, das tut die Mama sicher auch irgendwann, aber da schlaft ihr Mäuse schon lange."
    Als wir das Zimmer verließen winkte Cale ihrer kleine Cousine zu und es sah fast so aus als würde Sophie lachen. "Um halb 7!" sagte ich zu Daniel und ließ die Tür hinter uns zu gehen.



    Re: Berichte

    Anna - 20.04.2009, 20:24


    "Ja ich bin pünktlich!" antwortete Daniel noch bevor die Tür zu war. "So Großer, wollen wir die Mama dann auch in Ruhe lassen?" fragte Daniel und sah Maxi an. Der machte große Augen und schüttelte dann den Kopf. "Nein. Hier bleiben!" sagte er und versuchte aufs Bett zu klettern. Ich lächelte und Daniel half ihm hoch. "Willst du hier abend essen?" fragte Daniel und sah unseren Sohn an. Dieser nickte. "Na gut, aber dann müssen wir nach Hause dich fertig machen!" antwortete Daniel und setzte sich dann zu mir und Maxi kuschelte sich zu seiner Schwester. Ich musste grinsen und auch der Schwester gefiel anscheinend das Bild als sie rein kam und das Abendessen brachte.



    Re: Berichte

    natalie - 20.04.2009, 20:39


    Dominik und ich hielten uns an den Händen als wir durch den Flur schlenderten. Die Kinder liefen vor uns und tapsten ein wenig hin und her. Langsam spazierten wir über den Parkplatz zum Auto und setzten die Kinder in ihre Sitze. Dann stiegen wir ein und küssten uns, ehe Dominik den Lexus anließ und aus der Parklücke fuhr. Ich schob Benjamin Blümchen in das Kasettendeck und holte die CD von Pumuckl heraus. Jaahaaa! Während dem Auto fahren wurde seit die Kinder es verstanden auch Kinderkasette oder CD gehört. Ich musste lächeln als ich sie weg packte und an unsere Zeiten dachte, wo die Anlage dröhnte und wir über die Straße jagten als wäre sonst wer hinter uns her. "Ich liebe dich!" sagte ich leise zu meinem Mann. Er lächelte. "Ich dich auch!" Er legte seine Hand auf mein Bein und drückte es sanft zu. Ich legte meine Hand auf seine und streichelte ihn sanft mit dem Daumen. Cale betrachtete die Landschaft draußen bis sie schließlich einschlief. "Tööörööööö!" machte es noch einmal, dann fielen auch Michi die Augen zu.



    Re: Berichte

    Anna - 01.03.2010, 21:33


    “Sie hat den Monsta Body mit dem Monster Blick!” Meine Stimme drang aus der Küche ins Wohnzimmer. Dort lief auf der großen Anlage “Monsta” von Culcha Candela. Ich tanzte ein paar Schritte wieder zurück ins Wohnzimmer. Daniel war mit den Kindern draußen auf dem Hof. Wahrscheinlich spielte Maximilian im Schnee und Sophie schlummerte friedlich in ihrem Kinderwagen. Ich sah kurz aus dem Fenster und ich hatte Recht. Sophie lag in ihrem warmen Kinderwagen und Maximilian schmiss seinen Vater mit Schnee ab. Lachend drehte ich mich um und ging wieder zum Herd. “Sie ist ein Monsta!” sang ich laut mit. Da klopfte es am Fenster. Ich sah über die Schulter und sah Daniel da stehen. Also öffnete ich das Fenster und sah ihn an. “Ja?” fragte ich und sah ihn an. “Hey mein Monsta!” lachte er und schwups hatte ich Schnee im Gesicht. “Du Fiesling!” rief ich laut aus und hörte unseren Sohn hinter ihm lachen. “Na Warte, soll die Mama mal raus kommen?” rief ich lachend und Maximilian schüttelte schnell den Kopf. “Wah, Mama kommt!” rief er und rannte ein paar Meter weiter. Dann lachte er und plumpste in den Schnee. Daniel sah ihn schmunzelnd an. “Das ist dein Sohn!” meinte ich im nächsten Moment frech und wir küssten uns kurz. “Ihr könnt auch sofort reinkommen, Essen ist gleich fertig!” “Okay, bis gleich Süße!” sagte Daniel und lief dann auf Maximilian zu, der kreischend versuchte weg zukommen. Lachend schloss ich das Fenster wieder und kochte das Essen zu Ende. Dann öffnete ich die Haustür und nahm meine Tochter Sophie wieder mit ins Warme. Diese sah mich mit großen leuchtenden Augen an. “Ja Maus, das war dein erster Schnee!” sagte ich lächelnd und ging mit ihr nach Oben. Dort auf der Kommode zog ich ihr die Wintersachen aus und wechselt ihre Windel. Kurz darauf folgte der weiche weiße Frottee Strampler mit dem kleinen Frosch drauf, warme Socken und ich nahm noch ein neues Spucktuch mit. Im Gegensatz zu Maximilian ist Sophie nämlich die Weltmeisterin im Weitspucken oder Mama-an-Spucken. Ich nahm sie wieder auf den Arm und ging die Treppen runter. “Mama, Essen, komm!” hörte ich meinen Sohn aus der Küche rufen. Die Schneespuren ließen mich schmunzeln. “Max? Bist du mit Schuhen in der Küche?” “Nein Mama!” rief Max und schaute aus der Tür. “Das ist Papa!” “Pssst!” hörte ich Daniel sagen, doch da war ich schon um die Ecke. “Na, ich glaub es ja nicht!” meinte ich gespielt böse und sah Daniel an. “Tut mir Leid, ich wisch es nach dem Essen auf ja?” fragte er und sah mich wehleidig an. “Nach dem Essen?” fragte ich immer noch gespielt Böse, aber find die ganze Zeit an zu Schmunzeln. “Mama, Papa nicht böse meint!” hörte ich meinen Sohn sagen und sich an mein Bein kuscheln. “Das weiß ich doch mein Schatz, aber Mama wollte den Papa mal ärgern!” meinte ich dann und strich ihm über den Kopf. Daniel lachte und streckte mir die Zunge raus. “So und jetzt hab ich Hunger!” sagte ich und wie auf Signal fing auch Sophie an zu heulen. “Und unsere Tochter auch!” sagte Daniel. “Ich auch, ich auch, Lerran auch!” hüpfte unser Sohn dann um uns rum. “Na dann wird’s aber allerhöchste Eisenbahn!” sagte ich und Daniel hob Maxi in seinen Hochstuhl.



    Re: Berichte

    Anna - 10.06.2010, 22:33


    "Now you're in New York!" dröhnte aus den Boxen. Sophie tanzte durchs Wohnzimmer. Ich sang mit und putze dabei die Fenster. Maximilian spielte Draußen mit Daniel Fußball. Lerran jagte dem Fußball ebenfalls hinterher. Doch meistens waren Max und Daniel schneller als unser Huskey. "Mama?" fragte mich meine Tochter und sah zu mir hoch. "Ja?" fragte ich und bückte mich, weil ich eh neues Wasser auf dem Lappen brauchte. "Trainerst du heute ein bisschen mit Cavallo?" meine mittlerweile 4 Jährigte Tochter sah mich an. "Ich denke das ich nachher ein bisschen mit ihm in die Halle gehe, warum?" fragte ich zurück und streckte mich wieder damit ich das nächste Fenster putzen konnte. "Darf ich ihn auch reiten?" meine Tochter sah mir interessiert zu. Ich hielt in meiner Bewegung inne. "Du weißt wie stark Cavallo ist! Und du weißt das ich dich nicht gerne alleine auf ihm reiten lasse." sagte ich dann zu meiner Tochter. Diese verschränkte die Arme vor der Brust. "Aber Mama, ich kenn Cavallo doch!" "Das will ich ja auch gar nicht abstreiten Süße, aber Cavallo hat ziemlich viel Kraft und du bist erst 4 Jahre alt. Du hast noch nicht die Kraft die ich habe!" antwortete ich ihr und ließ den nassen Lappen ins Wasser fallen. "Manno!" rief sie aus und raste die Treppen hoch. Ich verdrehte die Augen und widmete mich wieder dem Fenster. Sophie war in letzter Zeit öfter mal zickig. Wahrscheinlich verstand sie nicht das Max immerhin 2 Jahre älter war und langsam auf den Schulponys alleine reiten durfte. Naja, zumindest standen Daniel und ich immer noch am Rand um im Notfall einzugreifen. "Alles in Ordnung Schatz?" Daniel hatte den Kopf durch die Terrassentür gesteckt und sah mich an. "Ja, bis auf das Sophie wieder rumzickt!" sagte ich und steckte den Lappen wieder in das Wasser. "Warum denn?" fragte Daniel mich zurück und sah mir weiterhin zu. "Weil sie auf Cavallo unbedingt reiten will, aber ich ihr gesagt habe, dass sie noch nicht genug Kraft dafür hat!" sagte ich ihm und er nickte. "Da hast du Recht Schatz!" sagte er öffnete die Tür dann ganz. "Komm Max, lass uns was trinken!" sagte er dann zu unserem Sohn. Dieser kam angelaufen und knuffte seinen Vater in die Seite. "Ich bin eher in der Küche!" rief er. Ehe Daniel losgelaufen war, hörte man schon das Klappern von der Küchentür. Schmunzelnd sah ich den beiden hinterher. "Der Herr möchte auch eintreten?" fragte ich schließlich Lerran der angetappert kam. Er lehnte gegen meine Beine. "Uff Dicker du wirst auch immer schwerer!" meinte ich grinsend und kraulte ihm den Kopf. Dann schloss ich die Terrassentür und nahm den Eimer mit dem Putzwasser mit in die Waschküche. Dort kippte ich das Wasser weg und stellte den Eimer wieder an seinen Platz. Die letzte Maschine für heute war fertig und ich öffnete die Waschmaschine und holte die Wäsche heraus um die Aufzuhängen. Dies war innerhlab von 30 Minuten dann auch fertig. Ich machte mich auf den Weg in die Küche. Hier holte ich mir ebenfalls ein Glas und trank etwas Wasser. Eigentlich trank ich die halbe Flasche leer. "Mama, was gibts zum Essen?" fragte Max der im nächsten Moment um die Ecke bog. Seufzend drehte ich mich um. "Das was euer Papa zum Essen macht!" sagte ich dann grinsend. "Okay. Papa?" hallte es im nächsten Moment durchs Haus und mein Sohn lief los. Grinsend machte ich mich auf den Weg nach oben in unseren Begehbaren Kleiderschrank. Dort schlüpfte ich in meine Reithose und mein langärmeliges Sweatshirt. Meine Haare band ich zu einem Pferdeschwanz zusammen und ich verließ den Kleiderschrank wieder. Unten zog ich mir meine Reitschuhe und meine Cheaps drüber. "Ich bin jetzt bei Cavallo!" rief ich hoch in den ersten Stock. Meine Tochter kam an die Treppe und sah mich an. Ich drehte mich um und verließ das Haus. Ich wollte nur das sie mich hörte und das hatte ich ja erreicht. Mit schnellen Schritten ging ich über den Hof Richtung Hengststall. "Hey mein Süßer!" sagte ich zu meinem schwarzen Riesen und kraulte seine Nüchtern. Er ließ einen Nicker hören und sah mich mit seinen großen treuen Augen an. Ich lächelte zurück.
    *Fortsetzung folgt* :)



    Re: Berichte

    Anna - 14.07.2010, 21:12


    Cavallos Hufe donnerten über den Asphalt. Das es regnete interessierte mich nicht. Der Donner schlug mit seinen Hufen auf dem Asphalt nieder. Die blitzte zuckten über den Himmel, machten tausend Fotos ohne uns auch nur an einem Teilhaben zu lassen. Er preschte immer weiter. Er war nicht beeindruckt. Warum denn auch? Er war noch viel besser als das Gewitter. Cavallo wieherte und seine wellige Mähne klebte an ihm. Meine Haare versperrten mir die Sicht, doch ich folgte eh nur dem was mein Friesenhengst mir vorgab. Nein, dieses Mal versuchte ich nicht Natalie zu erreichen. Dieses Mal jagte ich dem Rettungswagen hinterher. Er fuhr nur einige Meter vor mir entfernt. In ihm lag mein Leben, mein Herz. In ihm lag Daniel. Cavallo zog die Beine noch enger an seinen Körper. Die Blitze zuckten über uns. Die Sirene erhellte die Dunkelheit. Ich sah Schatten in dem Wagen. Nur Schatten. Cavallo streckte seinen Hals. Der Wald neben uns rauschte gefährlich und versprach eigentlich nichts gutes. Das tat er eigentlich nie bei diesem Wetter. Und selbst das war mir egal. Meine Gedanken waren dazu programmiert diesem Rettungswagen zu folgen. Lichthupe, ein Auto preschte an uns vorbei. "Penner!" schrie ich den Rückleuchten hinterher. Cavallo spitzt die Ohren. Er machte das so super. Der weiße Hauch vor seinen Nüstern stieg in die Luft. Lange würde er das Tempo nicht mehr mitmachen. Auch wenn er gut trainiert war. "Du machst das Großartig!" sagte ich in sein Ohr. Der Wind ließ nichts anderes zu, als das ich mich nach vorne lehnen musste. Der Rettungswagen setzte den Blinker. Bald würden wir da sein. Wieder erhellte die Sirene die Dunkelheit. Cavallo ließ seinen Kopf in die Luft fliegen. Er wieherte Schrill. Seine Hufe schwebten über dem Asphalt. Der Donner bracht herein und der Himmel erhielt Risse. Der Apshalt bebte. Donnernd senkten sich die Risse auf den Asphalt. Cavallo machte einen Satz. Bildete ich mir das nur ein oder lief er wirklich schneller wie zuvor? Ich liebte ihn. Seine Muskeln spannten sich immer wieder an. Fast wie in Zeitlupe sah ich sie an. Bruchteil von Sekunden später bewegte sich alles wieder schneller, kaum einen Atemzug von mir reichte aus. Cavallo schnaubte. Da vorne waren die hellen Lichter. Das Krankenhaus. Die Schranke schnellte herunter. "Sieht der mich denn nicht?" brüllte ich und fuchelte mit den Armen. Doch das schien diesen Schrankenfutzie nicht zu beeindrucken. "Machen Sie auf sie Idiot!" schrie ich erneut. Keine Reaktion, nur blödes Grinsen. Wenn dieser Mensch seinen Abschluss auf einem Gymnasium gemacht haben sollte, werde ich auf der Stelle Reich. Das ich nicht lache. Cavallo zog an seinen Zügeln. Sein Wieheren erhellte mein Gesicht > Wir schaffen das! < Unsicher zog ich noch an den Zügeln, wollte ihn Bremsen, doch er wäre nicht Cavallo wenn er sich nicht hätte durchgesetzt. "Also gut!" murmelte ich leise in sein Ohr. Die Zügeln fielen auf seinen Hals. Er machte einen Satz nach vorne und donnerte auf diese Schranke zu. Ob ich die Augen geschlossen hatte? Wenn dann würde ich mit fallen. Ich griff in seine Mähne. Seine Augen fixierten das rot/weiße Gestreifte Hindernis. Seine Hufe erhoben sich von den Steinen. Seine Beine glitten über das Hindernis. Für Bruchteile schien der gelangweilte Schrankenmensch mit offnem Mund da zusitzen. Er war noch nicht mal aufgestanden, da preschte Cavallo schon auf den Eingang der Notfallaufnahme zu. "Das war Wahnsinn!" lachte ich auf, obwohl es eigentlich nicht der beste Zeitpunkt war. Cavallo bremste ab. Die Krankenschwestern staunten nicht schlecht. Ich sprang von ihm. Seine Nüstern blähten sich in meinen Armen. "Du bist einfach der Wahnsinn. Der Allerbeste!" Ich küsste immer und immer wieder seine Nüstern. Cavallo schnaubte und schnaubte und rieb seinen Kopf an mir. Und ja, ich liebe dieses Pferd über alles. Dann stupste er mich an. > Schau wie es Daniel geht! < Nickend drehte ich mich um. Eine Schwester die mich immer noch anstarrte als ob ich gerade vom Himmel gefallen wäre, fuhr ich an. "Holen sie eine Decke und reiben Sie ihn trocken, keine Sorge, er ist lieb zu ihnen wenn sie lieb zu ihm sind und geben sie ihm Wasser. Sorgen sie dafür das er weich steht, wenn gleich etwas passiert und ihm passiert was, dann passiert ihnen was klar?" Die Schwester sah mich mit offnem Mund an. "Glasklar!" nickte sie dann und eilte los um eine Decke zu holen. Cavallo wieherte schrill und scharrte mit den Hufen. Ein vorsichtiges Lächeln huschte über meine Züge und ich küsste meinen Hengst nochmal, ehe ich los rannte. "Daniel Merz, Wo?" fuhr ich die nächste Schwester an. Kurz musterte sie mich mit den langen Reitsachen. Mein Pony klebte an meiner Stirn und ich zittere. Unwichtig. "Behandlungszimmer 2!" sagte die erstaunte Schwester und ich sah sie eindringlich an. "Welche Richtung?" "Da!" Ihr ausgestreckter Finger zeigte mir den Weg. So schnell mich meine zitternden Beine trugen war ich bei Behandlungszimmer 2. "Was machen Sie hier, sie können nicht einfach hier rein!" Das der Arzt seinen Mund bewegte nahm ich war, seine Worte drangen allerdings noch nicht mal an mein Gewissen. "Daniel!" rief ich aus und sah meinen Freund auf der Trage. Er wurde von einer weitern Schwester beatmet. Seine Reithose war voller Blut. Ein Stück vom Knochen konnte ich auch sehen. "Oh Gott!" meine Hand schlug sich fast wie von selber um den Mund.
    Fast 3 Stunden tigerte ich vor dem OP auf und ab. Selbst meine Eltern konnten mich nicht beruhigen. Natalie versuchte es erst gar nicht. Dominik tigerte nur genau so auf und ab. Daniel's Eltern kamen angeeilt. "..Sie in Ruhe zulassen!" drang an mein Ohr. Das musste die Stimme von meinem Vater gewesen sein, der Eleonore erklärte das es besser war im Moment nicht mit mir zu Reden. Kaum hatte ich ein Bild auf diesem langen Flurs wahrgenommen, verschwamm es wieder zu dem Nächsten. Cavallo hatten meine Eltern schließlich abgeholt und zu sich auf den Hof genommen. Dort stand er nun trocken, gut eingepackt und mit einer riesen Portion warmen Marsh. Ich vermisste ihn. Es war beruhigend sein Fell zu spüren, zu Wissen das er mich versteht. Das taten wahrscheinlich alle hier. Aber sie waren alle nicht wie er. Der Sekundenzeiger tickte hörbar weiter. Sekunde um Sekunde. Die Türen wurden geöffnet. Alle Blickte richteten sich in voller Erwartung auf den Mann im grünen Kittel. Doch mein Blick lag bei den Gewitterwolken. "Anna?" meine Mama fasste mich an den Arm. Widerwillig drehte ich meinen Kopf. Der Arzt sah mich an. "Er wird durchkommen! Er hatte eine komplizierte Trümerfraktur im linken Bein. Und er hat viel Blut verloren, aber das konnten wir ausgleichen. Er wird zur Überwachung auf die Intensivstation gehen." Ich nickte nur, mehr war nicht drin. Mehr konnte sie alle nicht verlangen. Kaum war der Mann im grünen Anzug wieder durch die schwere Tür verschwunden rutschte ich an der Wand herunter. Tränen bildeten einen Schleier und liefen im Einklang mit dem Regen an meinen Wangen herab. Ein Schluchzen zerriß die Stille. Der Donner durchbrach alle Wolken. Meine Gesicht vergrub ich in meinen Händen. Hände streichelten meinen Kopf, meine Arme. Immer wieder hörte ich. "Es wird alles wieder gut Anna." Es würde es bestimmt werden, aber was war im Moment? Der Mann den ich überalles liebte lag hinter dieser schweren Tür und ich? Saß klein wie ne Ameise davor. Wo war hier bitte alles Gut? Schluchzend drehte ich mich weg, ich wollte es nicht hören. Ich wollte ihre Abdrücke nicht schwer auf mir liegen haben.
    Wenige Stunden später saß ich bei Daniel. Ich hielt seine Hand und sah aus dem Fenster. Er hatte immer noch Sauerstoff anhängen, nur wegen der Narkose, doch selbst das konnte ich nicht ertragen. Selbst das kleine bisschen Schlauch war schon zu viel. Er zuckte ab und zu, lies leises Atmen von sich hören und machte trotzdem nicht die Augen auf. Seufzend zwang ich mich ihn anzusehen. Vorsichtig, als ob ich ihn zerbrechen konnte strich ich über sein Gesicht. Erst sehr viel später wurde er wach, während ich an seinem Bett schlief. Er grinste und strich über meine Haare. Davon wurde ich wiederrum wach. "Daniel.. du.. du bist wach!" Meine Augen füllten sich erneut mit Tränen. "Nicht weinen Schatz. Alles wird gut werden!" hörte ich ihn mit leiser Stimme sagen. Und das stimmt, es wurde alles wieder gut, doch ich wollte es erst glauben, nachdem mir Daniel dies gesagt hatte.

    Cavallo schnaubte und sah mich an. Er kannte die Geschichte. Zumindest den ersten Teil. Dann scharrte er mit den Hufen und ließ ein helles Wiehren hören. Meine Tochter sah mich mit großen Augen an. "Papa hatte einen Unfall?" fragte sie immer noch entsetzt und den Tränen nahe. "Ja genau und deswegen möchte ich nicht das du jetzt schon auf Cavallo reitest!" sagte ich und ging in die Knie. Meine Tochter ließ vom Striegeln ab. Sie war mir, nachdem ich es in den Flur oben gerufen hatte in den Stall gefolgt. Sie nickte und Tränen kullerten ihr über die Wangen. "Ach Sophie, du musst doch nicht weinen, Papa gehts wieder gut!" Ich nahm sie in den Arm und streichelte ihre langen dunkelbraunen Haare. Sie kam nach mir, während Maximilian die helleren von seinem Papa geerbt hatte. Sie schluchzte auf und erinnerte mich wieder an mich, wie ich an der Wand saß, wie viel Angst ich gehabt hatte. "Mama, ich möchte das nicht!" sagte Sophie und blinzelte mich mit Tränen in den Augen an. Ich wischte ihr die Tränen weg. "Das weiß ich Süße. Also reitest du nur auf Cavallo wenn wir in der Halle sind, er an der Longe geht und ich dabei bin, okay?" fragte ich meine Tochter. Diese nickte. "Und jetzt lach wieder, Papa geht es gut, der war ganz schön wehleidig als er wieder Zuhause war!" Sophie musste lachen. "Typisch Papa!" sagte sie dann schon wieder etwas munterer und begann Cavallos Mähne zu Bürsten. Innerlich nickte ich und war mir sicher das Sophie bald genau so verrückt nach ihrem Pferd werden würde, wie ich es nach Cavallo war. "Du bist ein tolles Pferd Cavallo! Ich hab dich Lieb!" hörte ich meine Tochter sagen. Sie schmiegte sich an Cavallos Hals. Dieser schnaubte und drehte seinen Kopf. Seine treuen Augen sahen mich an und ich lächelte. "Und wie du das bist!" verrieten meine Augen, ehe er wieherte und die Mähne schüttelte. Sophie lachte und wollte dann mit mir zusammen die Hüfe auskratzen.

    *Fortsetzung bei niedrigeren Temperaturen*



    Re: Berichte

    natalie - 17.07.2010, 14:22


    Der Bericht ist soooooooooooooo toll!!!!! Ich war echt total mitgerissen maus! Voll heftig mal wieder xD ^^ :bussi: :hearts: :love:



    Re: Berichte

    Anna - 17.07.2010, 22:58


    Ich zog nochmal den Sattelgurt nach. Dann nahm ich die Zügel auf und richtete mich auf. "Du kannst die Musik anmachen Sophie!" sagte ich zu meiner Tochter die an der Stereoanlage stand. Diese nickte und drückte auf Play. Cavallo spitzte die Ohren und schnaubte leise. Ich gab ihm leichten Schenkeldruck und er setzte sich in Bewegung. Gerade aus auf X zu. Dort blieb er stehen. Ich nickte einmal und die Luft nickte mir zurück. Das Sophie dies ebenfalls tat nahm ich aus den Augenwinkeln war. Cavallo ging ins Genick und ich legte die Fersen an. Er setzte sich in Bewegung und wechselte sofort in den Spanischen Schritt. Seine Beine streckten sich graziös und ich richtete mich noch mehr auf. Meine Haare hatte ich zu einem Dutt gebunden und mein Dressurhut hatte ich ebenfalls auf. Doch keines von beiden schien auch nur im Ansatz zu wackeln. Sophie verfolgte unsere Schritte. Ganz genau merkte sie sich die Abläufe. Sie war sehr für die Dressur zu begeistern, während Maximilian mehr nach Daniel kam. Wenn er auf dem Springplatz war, dann war das seine Welt. Ich lächelte und Cavallo trabte normal an.

    "..am liebsten ist mir das Springen." Daniel sah mich an. Leicht verzog ich das Gesicht. "Springen?" fragte ich, fast als wollte ich mich einfach nur verhört haben. "Ja genau, wieso? Gefällt dir das nicht so?" fragte dieser erstaunt zurück. "Ich bin in der Dressur Zuhause!" sagte ich. Er verdrehte die Augen. "Was soll das denn bitte heißen?" meine Wangen färbten sich rosig und nein, nicht weil ich mich schrecklich verliebt hatte. "Dressur. Wo ist denn da die Action?" hörte ich ihn sagen. Ruhig Anna, ganz Ruhig. "Dressur hat zumindest mehr Grazie als Springen. Demnach hab ich auch wohl mehr Disziplin als du!" Böse funkelte ich ihn an. Daniel guckte etwas erstaunt ehe er zu grinsen anfing. "Muss ich mir was dabei denken das du Rot wirst?" fragte er und ich leuchtete wie einen Tomate. "Du bist so Blöd!" hörte ich mich noch sagen ehe ich wegstapfte. "Und du bist verdammt süß!" rief er mir hinterher. Prompt blieb ich in der Bewegung stehen und betete das meine Knie jetzt nicht nachgaben. "Wie bitte?" Eine winzige Drehung, ein kleiner Lufthauch und er stand wieder vor mir. "Du bist verdammt süß!" Seine Augen brannten sich in meine Netzhaut. Eigentlich sollte man aufhören wenn es weh tut, aber tat es das? Langsam bewegte sich seine Hand auf meinen Arm zu. Hilfe! schoss es durch meinen Kopf. Was sollte ich jetzt tun? Ehe ich mir auch nur irgendeinen Schlachtplan auch nur Ansatzweise überlegen konnte, hatte ich die Schlacht auch schon verloren. Seine Hand legte sich um meinen Arm und zog mich noch näher an ihn heran. Vorsichtig, fast sogar scheu sah ich in seine Augen. Er grinste nicht mehr, er lächelte. Er lächelte mich an. Eine Gänsehaut nahm meinen Körper gefangen. "Ist dir Kalt?" fragte er leise, nah an meinem Ohr. Ich könnte schwören, würde er noch ein Stück näher kommen, konnte er mein Herz schlagen hören."

    Cavallo wechselte in den Galopp. Seine Schritte waren Raumgreifend und er ging wunderbar. "Das sieht gut aus Mama!" hörte ich meine Tochter. Sie saß auf der Bande. Lächelnd sah ich einmal kurz in ihre Richtung. Ihre Augen strahlten. Oh ja, sie war wie ich. Wie oft saß ich schon bei dem Dressurunterricht und hatte den älteren Mädchen beim Unterricht zugesehen. Cavallo biegte sich perfekt in die Kurve. Seine Trense war zum Kauknochen für Pferde geworden. Seine Muskeln spannten sich und seine Mähne flog auf seinem Hals auf und ab. Er wusste was er konnte. Oft genug standen wir auf dem Treppchen. Jeder kleinste Sieg zeigte alles was er konnte. "Fein Cavallo!" ich lobte ihn und dies bestätigte ihn. Seine Schritte wurden noch weicher. Er wechselte einmal durch die Bahn. Eigentlich war ich mir gar nicht mehr sicher ob wir überhaupt noch den Boden berührten. Seine Hufe tanzten in der Luft. Hätte er Flügel wäre er Pegasus. Mein schwarzer Pegasus.
    Derweil waren Daniel und Maximilian auf dem Springplatz. Sie bauten die Hindernisse auf, denn Daniel wollte gleich mit seinem neuem Hengst Adi dem Parcour abklappern. Maximilian wollte unbedingt zusehen, denn das ließ er sich nicht nehmen, wenn sein Papa aufsattelte. Daniel grinste als er sah wie eifrig sein Sohn die unteren Stangen in das Hindernis baute. Es war als würde er seinem jüngeren Ich zu sehen. Denn er hatte ebenfalls die Stangen aufgebaut, wenn die älteren Reitschüler ihren Parcour zu gehen hatten. "Papa, ich bin fertig!" hörte er seinen Sohn sagen. "Prima, dann mach ich eben noch die anderen Stangen und dann machen wir Adi springfertig okay?" Maximilan nickte eifrig. "Ja!" sagte er dann und grinste. Schnell waren die letzten Stangen auf den Hindernissen verschwunden und die beiden Männer machten sich auf den Weg in den Hengststall. "Hallo Adi. Papa will gleich auf dir Springen!" begrüßte Maximilian den Hengst. Daniel lachte. Dann streichelte er Adi die Nüstern und holte ihn aus der Box. "Ganz genau, hast du gut hingehört Adi?" fragte er seinen Hannoveraner. Dieser schnaubte und scharte mit den Hufen. Maximilian kam mit dem Putzkoffer wieder. "Dann legen wir mal los!" sagte Daniel und gab seinem Sohn einen Striegel in die Hand. Schließlich begannen die beiden Adi's Fell auf Hochglanz zu polieren.

    "Anna, du schaffst das. Ganz sicher!" Daniel streckte mir einen Daumen entgegen. Ich nickte. "Hoffen wirs!" murmelte ich vor mich hin. "Die nächste Startnummer trägt Anna Junkermann auf ihrem 5 Jährigen Friesenhengst Cavallo!" Cavallo spitzt die Ohren und folgte meinem Druck in das Dressurviereck zu laufen. Er blieb auf X stehen und ich grüßte die Richter. Einmal noch tief durchatmen. Einmal noch auf meinen Herzschlag hören oder war es der von Cavallo. Ich merkte seine Muskeln. Sie spannten sich an. Sie waren bereit. Er war bereit und ich? Hoffentlich würde ich nicht alles versauen. Der erste Ton erklang und mein Riese setzte sich in Bewegung. Leichthufig schwebte er durch das Dressurviereck. Seine Mähne tanzte auf seinem Hals. Ich versuchte es nicht zu tun, obwohl ich es im Moment wohl gerne tat. Innerlich zählte ich aus. 1,2,1,2,1,2 - Gott war das eintönig. Aber es ging nicht anderes. Man forderte es so. Beim letzten Paukenschlag stand mein Riese auf X. Schließlich ließ er seine Hufe auf den Boden donnern. Alles erbebte. Oder war dies einfach nur mein Herzschlag? Ich verabschiedete mich von den Richtern. "Wahnsinn, das war großartig! Bei der Travasale habe ich erst gedacht, Cavallo hat ein Schrittfehler drin, aber ich hab mich zum Glück verguckt!" Daniel war ganz aus dem Häuschen. "Beruhig dich mal wieder!" sagte ich lachend und stieg dann von Cavallo. "Das war große Klasse!" Cavallo blähte seine Nüstern und ich strich darüber. "Wirklich super!" lobte ich noch mal und küsste seine Nüstern. Er schnaubte und sah mich mit seinen treuen Augen an. Lächelnd legte ich meine Stirn an seine und strich an seinem Hals entlang. Daniel räusperte sich und ich drehte meinen Kopf grinsend zu ihm. "Ist da wer eifersüchtig?" fragte ich schelmisch. "Quatsch!" bekam ich schnell den Einwand. Aber er konnte noch so viel Quatsch sagen, ich wusste das ich Recht hatte und Cavallo wusste das erst recht. Lachend legte ich meine Arme um Daniels Hals. "Brauchst du nicht sein, aber Cavallo hat ab und zu das Vorrecht, der Erste von euch beiden zu sein." Ich zwinkerte meinem Friesenhengst zu. "Apro pro, ich dachte du hasst Dressur!" neckte ich Daniel weiter. Dieser spitzte den Mund um eine Bemerkung abzulassen, doch er schluckte sie anscheinend runter. "Oh Nein, sie hat mich erwischt!" Er sah in den Himmel. "Was soll ich jetzt nur tun?" fragt er weiter und sah mich dann wieder grinsend an. "Du bist so blöd!" konterte ich direkt. "Und du bist verdammt süß!" kam postwendend mit seinem Grinsen zurück."

    Adi war nun gesattel und getrenst. "Alles fertig?" fragte Daniel seinen Sohn. Dieser nickte. "Klar Papa, ich bin nicht so langsam wie Du!" lachte er dann und Daniel schüttelte nur den Kopf. "Mal nicht Frech werden!" sagte er dann und Maximilian lachte. Schließlich stieg Daniel auf und sie machten sich auf den Weg Richtung Springplatz. "Und nicht vergessen Max, lass dein Pferd immer erst die Muskeln lockern!" Maximilan nickte und sah seinem Vater dabei zu wie er Adi dazu brachte sich zu biegen und geschmeidiger zu laufen. Schließlich ließ er ihn antraben. Und als er dann in den Galopp wechselte, funkelten auch Maximilians Augen wie Sterne. Daniel lächtelte. Ohja, das war definitiv sein Sohn. Er gab Adi Schenkeldruck und dieser steuerte das erste Hindernis an. Ein Gatter, was Adi nicht mal mit den Schultern zucken ließ.
    Auf X endete meine Kür. Cavallo keilte sauber aus und landete mit Donnern auf dem Hallenboden. Sophie klatschte. "Das war toll!" rief sie und lachte. "Danke Maus. So möchtest du jetzt auf ihm reiten? Ihr führ ihn dann!" sagte ich zu meiner Tochter. "Ja!" rief sie und hüpfte von der Bande. Schnell saß sie im Sattel und griff in die Zügel. "Dann mal los!" sagte ich und lief eigentlich nur neben Cavallo her. Auch wenn er Sophie nie etwas tun würde, er wusste welche Kraft er hatte. Ich wusste das und Sophie war erst 4 Jahre. Nicht mehr richtig klein, aber auch eben noch nicht richtig groß. Doch das würde sie werden und ich hatte da noch keine Ahnung wie groß Sie und ihr Pferd einmal werden würden.

    "Ich möchte einen Sohn und eine Tochter!" sagte ich und steckte mir noch einen Löffel Eis in den Mund. "Ich auch. Den Sohn zuerst und dann die Tochter. Dann kann er auf sie aufpassen!" Daniel leckte die Schokosoße aus seinen Mundwinkeln. "So in etwa!" grinste ich und tupfte mit der Servierte über meinen Mund. "Also wann fangen wir an?" Daniel lachte während ich fast an meinem Eis hopss ging. Wohl gemerkt an Eis. "War das jetzt eine Einladung, eine Aufforderung, ein Versprechen oder eine Drohnung?" fragte ich ihn. "Ein Versprechen!" zwinkerte er und schob sich noch einen Löffel Schokosahne in den Mund. Ohje, das hatte ich befürchtet. Doch der Gedanke ließ mich schmunzeln. Daniel war verdammt attraktive. Das wusste ich. Bis ins kleinste genau. Meine Augen wanderten über seinen Körper. Das seine Augen meinen folgten übersah ich. Ich merkte nur wie seine Finger meine streiften. Doch ich zog meine Hand nicht weg. Ich wartete geduldig bis seine Finger endlich über meinen lagen. Lächelnd besah ich mir unsere Hände. Wir waren erst ein 3 Monate zusammen, aber es war anderes als sonst. Anders als diese sogenannten festen Beziehung. Schließlich bezahlten wir unsere Rechnungen. "Heute Abend gehen wir alle ins Alando!" hörte ich ihn sagen. Ich nickte. "Hört sich gut an." sagte ich dann und verharkte seine Finger mit meinen. Er grinste und sah mich dann an. "Auch die Sache mit den Kindern?" Erboden tu dich bitte auf, ich hab noch ein Termin bei dir. Wie komm ich aus der Sache denn jetzt wieder raus? Notausgang? Oder kreative Flucht nach vorn? Es half nichts, es musste das letzte sein. "Mal sehen wie gut du dich in der nächsten Zeit anstellst und wie lieb du zu mir bist!" meinte ich dann. Grinsend, okay ich versuchte zumindest zu grinsen. Daniel sah mich an und zog eine Augenbraue hoch. "Wette angenommen!" lachte er dann und nun musste auch ich endgültig richtig grinsen.

    Adi nahm die Mauer mit Leichtigkeit. 4 Galoppsprünge später wartete der Oxer auf seinen Besuch. Auch diesen absolvierte er mit Vergnügen. Er ging gut unter Daniel. Maximilian beobachtete alles ganz genau. Er hatte auf dem Gatter um den Springplatz platzgenommen und verfolgte Adi durch den Paryour. Für ihn war eins glasklar. Wenn er älter war, würde er genau so Reiten wie sein Papa. "Super!" lobte Daniel als er das letzte Hindernis mit Adi überwunden hatte. Adi schnaubte und kaute auf seiner Trense. Es war ein leichtes für ihn. Doch er hatte Spaß dran und er wurde endlich wieder gefordert. "Darf ich ihn trocken reiten?" fragte Maximilian. "Ich werde ihn aber führen!" sagte Daniel und stieg ab. Dann strich er Adi noch mal über den Hals. Maximilian schwang sich gekonnt in den Sattel. Daniel ging neben Adi her. Er hatte die Zügel nicht mal in der Hand, doch er wollte nicht das seinem Sohn das gleiche passierte wie ihm. Denn das würde ihm Anna nie verzeihen.

    Gegen 13 Uhr kam ein lauter Ausruf über den Hof dem jeder hier nur zu gerne folgte. "Mittagessen!" dröhnte es aus dem Fenster von Natalie. Auch wir folgten dem Ruf nur zu gerne. "Na Schatz, wie war die Dressur?" fragte Daniel mich als Sophie und ich aus dem Hengststall kamen. "Super, Cavallo ging traumhaft!" antwortete ich ihm und küsste ihn. "Das stimmt Papa. Das war toll!" sagte meine Tochter und Daniel hob sie auf seinen Arm. "Das freut mich meine Kleine!" sagte er dann und küsste sie auf die Wange. Maximilian kam angerannt. "Ich hab Papa beim Springen zugeguckt!" rief er begeistert aus. Ich grinste und sah ihn an. "Und hat er alles richtig gemacht?" fragte ich und warf Daniel einen neckischen Blick zu. "Ja hat er!" Maximilian nickte eifrig. Ich lachte und Daniel konnte sich das lachen auch nicht mehr lange verkneifen. "Los, wir müssen jetzt bei Tante Nati essen!" Maximilian nahm meine Hand und wir machten uns auf den Weg ins Reiterstübchen.



    Re: Berichte

    Anna - 24.07.2010, 15:46


    Das Mittagessen war sehr lecker gewesen. Es gab Spaghetti Bolognese, mit der man wirklich nichts falsch machen konnte. Zumindest nicht bei der Hof-Meute.
    "Allez allez allez, c’est le son de l’année." sang ich der Stallgasse entgegen. Der Besen war mein Mikro und das Publikum liebte mich. Ich tanzte durch die Stallgasse und versuchte hier und da ein wenig Dreck zu erhaschen. Eigentlich sollte ich richtig fegen, aber ich konnte ja nicht wissen das so ein gutes Lied im Radio kommt. Die meisten Pferde waren um die Zeit auf der Koppel und so konnte der Stall mal richtig sauber gemacht werden. "Ice Ice Baby to Go!" Das nächste Lied dröhnte aus den Boxen. "Vanilla!" rief ich in mein Mikro und ging tanzend dem Dreck hinterher. Ein paar Stallburschen die vorbei liefen grinsten. Aber sie kannten diese Ausflüchte schon. Mal hatte sie Natalie, mal gaben Dominik und Daniel ihre Versionen zum Besten und heute war eben ich dran mit dem Entertainment.

    "Du bist ab und zu das reinste Entertainment!" kopfschüttelnd stand Natalie vor mir. "Macht doch nichts!" grinste ich und tanzte weiter Richtung Cavallos Box. Seufzend kam sie hinter mir her und gesellte sich zu ihrem Cha. "Your Love is my Drug!" sang ich meinem verdutzten Cavallo entgegen. Dieser blähte die Nüstern und schnaubte. "Frag nicht, sie ist verliebt!" sagte Natalie und schüttelte nur weiter den Kopf. "Schüttel den nicht zu viel sonst kriegst du nen Schädelhirntrauma!" grinste ich und öffnete dann die Boxentür. "Ja klar!" Jetzt musste auch Natalie lachen. "Aber seit du mit Daniel zusammen bist, bist du die ganze Zeit nur gut drauf." hörte ich sie neben mir in der Box sagen. "Willst du etwa sagen das das Schlecht ist?" fragte ich und stellte mich auf die Zehenspitzen. Immerhin war Cavallo riesig und ich war zu klein um auf normalem Wege das Halfter über seinen Kopf zubekommen. "Nein, aber du gehst mir auf den Geist!" grinste Natalie und ich streckte ihr die Zunge raus. "Als ob du besser wärst!" meinte ich als Cavallo auf der Stallgasse stand und ich meine Putzsachen geholt hatte. "Du bist auch 24 Stunden non Stop gut drauf, außer wenn du was an mir zu meckern hast!" Ich streckte ihr meine wunderschöne Zunge entgegen. Sie konnte sich geehrt fühlen. Doch anstatt das sie das Richtige tat, streckte sie mir ihre ebenfalls entgegen. Mit lautem Gelächter endete die Feststellung, das wir beide Hals über Kopf verliebt und unsere Launen reinstes Entertainment waren.

    Nachdem ich doch noch Herr über meine Sinne und den Schmutz geworden war, machte ich mich daran die Pferde wieder von den Koppeln zu holen. Gegen Nachmittag würden die Reitschüler, Besitzer und Reitbeteiligungen kommen. Oder sie würden es versprechen und ihr Pferd wieder sitzen lassen. "Diva, Leelina, Katja! Zieht doch nicht so, ich kann mich nicht in einen Kuchen schneiden lassen!" seufzte ich und zog an den Führstricks. Augenblicklich blieben sie stehen und sahen sich verwirrt um. "Na herzlichen Dank auch, wir gehen mein Tempo!" schnaufte ich und ging dann mit ihnen weiter. Schließlich standen alle da wo sie es sollten und ich lehnte mich einen Moment gegen die Stalltür. Es war leer geworden hier. Viele Kinder waren in Urlaub gefahren oder hatten sich gar abgemeldet. "Die Schule, wenn sie verstehen.." war die Ausrede vieler Eltern. Ich stand einfach da und nickte immer nur. Lächeln nicht vergessen, obwohl mir eher zu einer saueren Mine geraten war.
    "Hm, irgendwie fehlt doch noch." sagte ich, ehe ich mir im nächsten Moment an die Stirn schlug. "Klar, Cavallo!"rief ich aus und verließ die Stallgasse.

    Mein Vater pfiff und es erhob sich ein schwarzer Kopf von dem Rasen. Es folgte ein schwarzer Körper, ein Riese? Ich hielt mir die Hand vor die Augen, anders hätte ich noch nicht mal den Schatten wahrgenommen. Langsam setzte sich der Schatten in Bewegung. "Wie? Was? Ich versteh nicht!" brachte ich stotternd über meine Lippen. War ein Pferd etwa mein Geschenk zum bestanden Abi. Mein eigenes Pferd? "Wie du verstehst nicht?" fragte mein Vater lächelnd und sah meine Mutter verschwörerisch an. Der schwarze Riese hielt am Zaun. Meine Augen lagen auf ihm und seine wanderten über mein Gesicht. "Das ist Cavallo, dein 5-jähriger Friesenhengst!" sagte meine Mama und sah mich an. "Meiner?" schrie ich fast, zumindest kamen verdammt hohe Töne aus meinem Mund. "Du bist Meiner, Meiner, MEINER!" rief ich aus und tanzte am Gatter entlang. Cavallo schnaubte und schüttelte seine Mähne. Meine Eltern versanken in ihrem Lachkrampf und ich hielt vor seinen Nüstern. Langsam streckte ich die Arme aus und er schnubberte an meinen Händen. Vorsichtig berührten meine Fingerspitzen seine weichen Nüstern. Er stupste gegen Sie und sah mich mit seinen warmen Augen an. Ich wusste, ich würde ihn sofort lieben. Und man siehe da, ich hatte Recht.

    "Dicker!" rief ich über die Wiese.Cavallo frass gebüßlich weiter. "Mal wieder Typisch!" kopfschüttelnd stieg ich über das Gatter. Dann steckte ich mir 2 Finger in den Mund und pfiff. Es dauert keine Sekunde und er hob den Kopf. Schnaubend sah er mich an. "Na los Dicker!" rief ich und grinste. Das ließ er sich nicht 2 Mal sagen. In einem Affentempo preschte er auf mich zu. Kurz vor mir bremste er ab und schlug einen Harken. "Oh na warte!" rief ich lachend und sein Wieheren erhellte die Luft. Schnell lief ich hinter ihm her, sah zu wie er seine Harken schlug und schnitt ihm ab und zu den Weg ab. Schließlich lies ich mich ins hohe Gras fallen. "Hui, ich kann nicht mehr!" meinte ich leise und wartete nur darauf das mir seine Mähne ins Gesicht hang. Gesagt - getan. Cavallo hielt natürlich seine wunderschöne lange Mähne in mein Gesicht. "Hey, das kitzelt!" Ich musste lachend und streichelte dann seine Nüstern. "Mein Dicker!" Er schnaubte und legte seine Stirn an meine. Ich liebe ihn und er liebt mich. Das war vielleicht schon immer so gewesen. "Mein schwarzer Riese!" lächelte ich und küsste seine Nüstern, ehe ich mich mit ihm auf den Weg in den Stall machte.

    Bei dem Weg über den Hof dröhnte mir schon Musik aus meinem Wohnzimmer entgegen. Daniel machte anscheinend gerade mit unseren Kindern eine kleine Party. Ich schüttelte nur seufzend den Kopf und öffnete die Haustür. Und wie es halt so ist, Mama hat meistens Recht. Maximilian hüpfte um seinen Papa und sein Papa hüpfte mit seiner Schwester im Arm um die eigene Achse. Dieses Bild war wahrhaftig eins für die Götter. "Mama ist da!" rief ich Sophie und streckte die Arme nach mir aus. "Hey Schatz!" Daniel grinste und ich verdrehte nur lachend die Augen. "Ich dachte ich wolltet ein bisschen aufräumen?" fragte ich grinsend und nahm mein Töchterchen auf den Arm. Ich stubste ihr auf die Nase und sie lachte mich mit ihren Zähnchen an. "Wollen wir beide Hübschen jetzt mal schauen ob dir die Reithosen passen die Oma für dich gekauft hat?" fragte ich meine Tochter. "Oh ja!" sagte diese und klatschte begeistert in die Hände. "Daniel, ich geh nach Oben. Wenn hier in einer Stunde nicht klar Schiff ist, dann gibts kein Abendessen!" meinte ich schmunzelnd und sah mir meine beiden Männer an. "Wir machen das schon!" meinte Daniel und küsste mich. "Will ich hoffen!" sagte ich und streckte ihm die Zunge raus. Schuwps, waren Sophie und ich aus der Tür. "Kein Essen?" fragte mich Sophie ganz entsetzt. "Nein Süße, Mama hat nur einen Spaß gemacht!" sagte ich lächelnd und ging mit ihr die Treppe hoch.

    *Weiter wenn ich wieder kreative Ideen habe ;)*



    Re: Berichte

    Anna - 26.07.2010, 01:08


    "Anna! Anna, Daniel ist da! Mach Herrgott noch mal die Musik leiser!" Mein Vater brüllte Ohrenbetäubend durchs Treppenhaus. Kein Wunder das ich meine Musik laut stellte, bei dem Krach verstand man ja kein Wort. "Ja ich komm ja schon!" sagte ich und schlüpfte noch schnell in meine Ballerinas und machte die Anlage aus, ehe ich aus der Tür verschwand. "Hallo!" lächelte ich und kam die Treppe herunter. "Hey!" grinste mir Daniel entgegen und nahm mich in den Arm. "Bist du fertig?" fragte er und ich nickte. "Ich sag nur eben meinen Eltern Bescheid!" sagte ich und er nickte. "Mum, Dad, ich bin weg!" rief ich in Richtung Wohnzimmer. "Alles klar. Hab einen schönen Abend!" hörte ich meine Mutter sagen. "Wann bist du wieder hier?" fragte die Stimme meines Vaters. Seufzend verdrehte ich die Augen. "Morgen!" sagte ich dann und grinste. "Komm!" sagte ich und nahm die Hand von Daniel. Schnell schlüpften wir aus der Haustür, ehe mein Vater protestieren konnte. Daniel hielt mir seinen Helm entgegen und ich nahm hinter ihm auf dem Motorad platz. Er gab Gas und ich lehnte mich gegen ihn. Es war ein tolles Gefühl. Meine Haare flogen unter dem Helm auf meine Schulter und er fuhr um eine Kurve. Der Motor heulte auf und jagte meine Gänsehaut immer schneller über den Rücken. Daniels Hand wanderte ab und zu auf meine Arme, wenn er sie nicht zum Fahren brauchte. Ich merkte sie wie Blei was sich auf meinen Arm goss, doch das entstehende Gefühl war eine Millionen mal angenehmer. Wir fuhren zum Strand. Dort traf sich die Clique heute zum Grillen und Surfen. Es war herrlich sonnig und perfekt dafür. Noch eine Kurve und wir waren da. Daniel stellte den Motor ab und bockte seine Maschine auf. Dann hob er mich runter und nahm mir den Helm vom Kopf. "Viel Hübscher!" grinste er mir entgegen und streichelte meine Wange. Wir waren jetzt 4 Monate zusammen und trotzdem wurde ich immer noch Rot wenn er mir Komplimente machte. Lächelnd sah ich ihn an. "Vielen Dank!" Das Kleid flatterte um meine Beine. Ich zog meine Schuhe aus und steckte sie in meine Tasche. Dann machten wir uns auf den Weg zu den anderen. Dominik war gerade Natalie abholen und würde sicher auch in den nächsten paar Minuten hier aufschlagen. Daniel umfasste meine Hand und küsste meine Fingerspitzen, was herrlich kribbelte. Lächelnd sah ich ihn wieder an und ließ mich von ihrem führen. "Hey Leute!" rief er. Von allen Seiten kam großes Hallo. Ich ließ mich schließlich neben Linda und Marie nieder, zog meine Sachen aus, weil ich meinen Bikini drunter hatte und schloss mich in ihr Gespräch mit ein. ".. und das war ja wohl der Wahnsinn oder?" fragte mich Linda und ich schob meine Sonnenbrille in meine Haare. "Das kann man wohl so sagen!" meinte ich, ehe meine Äuglein meine beste Freundin erhaschten. Sie kam Hand in Hand mit ihrem Dominik auf unseren Strandplatz zu. "Mäuschen!" rief ich grinsend und lief ihr praktisch in die Arme. Sie lachte und wir umarmten uns. "Surfing Time!" rief Siemon und die Jungs stürzten sich in die Wellen. "Schau sie dir an!" lachte Marie und wir nickten. Doch bald toben auch wir im Wasser. Gegen Abend schmissen die Jungs den Grill an und Dominik und Daniel zogen ihre Gitarren hervor. "Get up and go out, me and all my friends
    Drink up, fall down, we'll do it all again
    Just sitting around, hanging out this afternoon.." wurde zum besten gegeben. Es war einfach herrlich. Daniel legte seine Gitarre beiseite und zog mich hoch. Wir tanzten beim Lagerfeuer und er legte seine Hand in meinen Rücken. Meine Haare tanzten um seine Schultern. "Landlord says I should buy a tent
    But he can kiss my ass 'cause I paid the rent
    So I doubt, he'll kick me out this afternoon.." sangen wir mit und klatschten zum Takt, genau wie die anderen. Es war ein perfekter Tag, ein perfekter Abend und ein perfekter Kuss, der sich auf meine Lippen legte und den ich am liebsten nie wieder abstellen wollte.

    "Mama.. Mama!" hörte ich meine Tochter sagen und mich wieder in die Realität holen. "Ja Süße?" fragte ich und sah sie an. "Das war This Afternoon von Nickelback!" tönte aus dem Radio und ich seufzte leise. "Pass auf!" sagteSophie und zeigte auf den Topf. "Ach herrje!" sagte ich und nahm schnell den Topf von der Platte. Das Wasser war kurz vorm Überkochen. "Danke fürs Aufpassen!" sagte ich und nahm die Kartoffelnd dann vom Herd. "Bitte!" sagte Sophie und malte weiter in ihrem Malbuch. Die beiden Herren der Schöpfung waren dabei Maximilians Matheaufgaben zu machen. Denn er ging seit 3 Wochen in die Schule. "Also wenn du einen Sprung hast und noch einen dazu baust, wie viele hast du dann?" fragte Daniel seinen Sohn. Der überlegte kurz. "Ah, dann habe ich 2!" sagte dieser darauf hin lachend. "Ganz genau!" schmunzelte Daniel und ließ ihn das in sein Büchlein eintragen. Maximilian machte weiter seine Aufgaben und Daniel sah ihn dabei zu. Er selbst musste nachher noch die Abrechnungen für die berittenen Pferde des letzten Monats fertig machen. Es waren nicht sehr viele gewesen, aber die 4 die es waren hatten es in sich. Wie so oft hatte seine Frau am Platz gestanden und um ihn gefürchtet weil eins der Pferde seine 5 Minuten hatte. Sie wusste haargenau das er reiten konnte, aber sie konnte nicht anders, als Angst um ihm zu haben, hatte Sie mal gesagt. Er lächelte bei dem Gedanken.

    "Komm da sofort runter, du wirst dir den Hals brechen!" schrie ich Daniel an. "Das werde ich nicht tun!" meinte er und stieg auf den jetzt schon wild tänzelnden Hannoverander. "Und wie du das wirst!" Verzweifelt sah ich ihn an. "Bitte!" "Nein Anna, ich schaff das!" meinte er nur und gab dem Hengst Schenkeldruck, was diesem logischer Weise gar nicht gefiel. Er buckelte drauf los und würde wirklich alles versuchen um dieses unliebsame etwas von seinem Rücken zu bekommen. Schnell machte ich ein paar Schritte auf das Gatter zu. "Bleib weg!" rief Daniel nur und lenkte ihn irgendwie auf den ersten Hufschlag. Ich hielt in der Bewegung inne und erstarrte praktisch zu Stein. Ich hatte ja gewusst das der Hengst als störrisch angekündigt war, aber das überstieg wirklich jede Beschreibung. "Daniel verdammt noch mal, lass es!" Wieder flehten meine Augen ihn an abzusteigen, doch er übersah mich. "Nein, ich will es schaffen!" murmelte er verbissen und griff noch weiter in die Zügel. "Das einzige was du schaffst ist es in ein Krankenhausbett zu kommen!" rief ich wütender und sah dem Hengst zu wie er nichts unversucht ließ. Daniel lachte auf. "Ich find das nicht komisch!" sagte ich trotzig und legte meine Hände auf das Gatter. Und wie es nun mal ist, ich hatte leider Recht. Der Hengst schlug einen Harken und machte eine scharfte Rechtskurve, bei der eigentlich jeder aus dem Sattel gefallen wäre. Natürlich fiel auch Daniel. Doch nein, nicht gerade in den weichen Platzboden. Geradewegs in das Gatter. "Oh Gott Daniel!" schrie ich auf und rannte los. Das der Hengst wie wild durch den Platz donnerte interessierte mich nicht. Er lief direkt auf mich zu, doch ich zog nur meine Augenbrauen zusammenb. "Verschwinde!" Ich schlug die Arme hoch und machte mich großer. Der Hengst bekam große Augen und rannte aus dem Gatter. Ein schriller Pfiff ertönte aus der Stille. Cavallos Kopf schoss über die Wiese. Der Hannoveraner wurde langsamer und sah meinen Friesenhengst an. Dieser schritt am Gatter mit ihm entlang. Bis er schließlich ganz stehen blieb waren bestimmt nur 2 Minuten vergangen. Mike nahm den Hengst in gewahrsam. "Daniel, sag doch was!" Tränen suchten sich einen Weg über meine Wangen. Es staubte um uns herum und die Sonne schien auf meinen Rücken. War für heute nicht eigentlich Sturm angesagt? In windeseile wählte ich den Notruf und machte Daniels Atemwege frei. Warum ich das alles so routiniert über die Bühne brachte? Mein einziger Tipp war Adrenalin. Denn als ich später auf Cavallos Rücken dem Krankenwagen hinterher jagte, merkte ich wie der Regen sich mit meinen Tränen vermischte.

    "Schatz, es gibt Essen!" Ich fasste Daniel an die Schulter und er zuckte zusammen. "Was?" fragte er und sah mich an. "Es gibt Essen!" meinte ich wieder und sah ihn misstrauisch an. "Alles in Ordnung mit dir?" fragte ich weiter und er nickte dann. "Ich war in Gedanken!" meinte er dann lächelnd und erhob sich. "Okay!" sagte ich schon beruhigter und er gab mir einen Kuss. "Hm, das riecht aber gut!" meinte er dann und wir gingen in die Küche. Nachdem Abendessen durften Maximilian und Sophie noch das Sandmännchen sehen und sich dann Bettfertig machen. Als das Zähneputzen erledigt war, maschierten sie noch zu ihrem Papa ins Büro und wünschten ihm eine Gute Nacht. "Schlaft schön ihr Beiden und träumt was tolles!" Sophie gab er einen Kuss auf die Stirn und Maximilian stubste er auf die Wange. Dann brachte ich die Beiden nach einem langen "Gute Nacht Papa!" in ihre Zimmer. Sophie lag keine 2 Minuten im Bett, da hörte ich schon ihr tiefes Atmen. Ich deckte sie ein wenig mehr zu und küsste ihre Stirn. Dann schloss ich die Tür und machte mich auf den Weg in Max's Zimmer. Er lag in seinem Bett und schaute sich noch ein Buch über Springreiten an. Ich schmunzelte. Normalerweise waren Autos oder Bücher über Autos in seinem Alter das A und O, doch nicht bei ihm. "Na, was steht denn da alles?" fragte ich und setzte mich zu ihm aufs Bett. "Schau mal, das Pferd springt gerade über den Oxer!" sagte er zu mir und deutete auf das Bild. "Stimmt genau, soll ich dir vorlesen was auf dieser Seite steht?" fragte ich meinen Sohn und dieser nickte mit strahlenden Augen. "Ouh ja!" ereiferte er sich und legte sich zurück. Gesagt, getan. Ich las ihm vor und zeigte ihm noch ein bisschen, ehe auch er in sein Kissen sank und leise Atemgeräusche von sich gab. "Gute Nacht Großer!" sagte ich und küsste auch ihm die Stirn, löschte das Licht und legte die Tür an. Dann machte ich auch im Flur das Licht aus und ging runter ins Wohnzimmer. Auf Sat 1. lief eine Komödie mit Drew Barrymore in der Hauptrolle. Ich holte mir eine Flasche Wasser und mummelte mich in der Decke vom Sofa ein. Etwa eine halbe Stunde später kam Daniel ebenfalls aufs Sofa. Er setzt sich etwas hinter mich, ich machte Platz damit er sich richtig hinsetzen konnte und ich lehnte mich an ihn. Er küsste mein Haar und nahm meine Hand. "War ein aufregender Tag heute!" meinte er dann und ich nickte. "Das stimmt, aber schön war er!" Er spielte mit dem Ehering an meiner Hand. "Bald sind es 7 Jahre!" meinte er und sah mich an. "Ja, 7 Jahre!" lächelte ich und reckte meinen Kopf so das ich ihn sehen konnte. Er lächelte ebenfalls und beugte sich ein Stück zu mir runter. "Das macht dann 7 Küsse!" sagte er grinsend und ich streckte ihm die Zunge raus. Doch eigentlich folgte ich nur zu gerne der Bitte. Lerran, der den ganzen Tag draußen auf dem Hof rumgetolt war, schnarchte neben dem Kamin und die Sonne senkte sich langsam zum Schlaf. Gegen 11 Uhr gingen auch Daniel und ich ins Bett. "Gute Nacht mein Schatz!" sagte ich und kuschelte mich in seine Arme. "Schlaf gut Süße!" hörte ich ihn sagen. Wenige Minuten später hörte man nur noch tiefes Atmen aus unserem Schlafzimmer.

    "Weißt du was ich mir Wünsche?" fragte Daniel mich vor wenigen Minuten. "Nein, was denn?" fragte ich zurück und sah ihn an. "Noch ein Kind!" murmelte er in mein Haar. Ich zuckte und sah ihn an. "Wirklich?" fragte ich ungläubig zurück. Er nickte. "Lass uns einfach schauen!" antwortete ich ihm lächend darauf. Er nickte und lächelte. "Das ist eine gute Idee." sagte er, bevor ich mich wieder an ihn lehnte und er seine Arm um mich legte an dem sein Ehering blitzte.



    Re: Berichte

    natalie - 26.07.2010, 14:29


    Total süß ^^ :love:



    Re: Berichte

    Anna - 20.09.2010, 23:01

    Augenblicke der Zukunft..
    “Featon nun komm her!” rief ich vom Gatter aus, doch mein Andalusier würdigte mir keinen Blick. “FEATON!” rief ich noch lauter, doch anscheinend hatte er Watte in den Ohren oder Gras. “Mal wieder typisch du fauler Sack!” Ich stapfte mit dem Halfter über die Wiese. Sophie, die auf dem Gatter saß lachte sich halb kringelig. Nachdem ich mir den verwunderten Featon am Halfter hatte und ihn regelrecht hinter mir herzog, amüsierte sich meine Tochter königlich. “Mama, das sieht prima aus!” lachte meine 13 jährige Tochter. “Haha!” schnaufte ich nur und drückte ihr den Hengst in die Hand. “Herzlichen Glückwunsch, sie haben gerade den Putzpreis gewonnen!” meinte ich dann und ging voraus. “Hey, das ist nicht fair, ich muss mich doch um Star kümmern!” rief mir Sophie hinterher. “Der steht auch noch in 15 Minuten im Stall!” entgegnete ich und ging weiter voran. “Ich mach doch auch nicht nur Cavallo fertig!” setzte ich wieder an und seufzte. “Du bist blöd!” hörte ich sie schimpfen und musste unwillkürlich grinsen. “Ich weiß Blöd, Alt und vor allem deine Mutter!” grinste ich und verdrehte die Augen. “Wenn du fertig bist, ich fütter die Stuten!” rief ich über die Schulter zurück und schlüpfte in den Stutenstall. Vom Hof hörte ich nur noch ein lautes “Argh!” und vermutete das Featon sie sehr interessiert an sah. Dann schaltete ich leise die Anlage an und begann das Futter in den Futterwagen zu mischen. Mampfend machten sich die Stuten über das Futter her und Katta bekam eine extra Streicheleinheit. “Ich glaube ich muss dich auch mal wieder über den Dressurplatz schicken Süße!” meinte ich zu ihr und sie sah mich mit ihren treuen Augen an. Ich hätte schwören können das sie das gleiche dachte. Während ich noch ein bisschen die Stallgasse fegte und aufräumte wurde die Stalltür aufgezogen. “Er blinkt!” war der einzige Kommentar der folgte, ehe die Tür wieder zurück gezogen wurde. Wunderbar ! Ich stelle den Besen zur Seite und schaltete die Stereoanlage aus. Schließlich folgte meinem Blick der Uhr und ich schüttelte den Kopf. 10 Uhr, so langsam konnten die Herren der Schöpfung mal aufstehen. Eigentlich stand Natalie um diese Uhrzeit auch meistens im Stall, aber da heute Samstag war und Wochenende, teilten wir uns immer auf. Am Wochenende war es wesentlich ruhiger, weil die meistens ausschliefen und viele Pferde auf den Wiesen waren und außer Wasser nicht viel brauchten. Auf dem Hof angekommen, war kein Featon weit und breit. Dann hatte meine rasende Tochter ihn anscheinend in den Stall gestellt. Immerhin war Star jetzt ihre Begierde. Hauptsache sie schrubbt ihm nicht wieder fast das fuchsfarbene aus dem Fell. Sie liebte ihn über alles, dass sah man jeden Tag, aber manchmal auch ein bisschen zu viel. Während meine Schritte über den Hof schalten blickte ich wieder auf die Uhr. “5 Minuten nach 10! Weckdienst!” dachte ich und grinste. Schnell schwang die Tür des Hengststalls auf und ich trat ein. “GUTEN MORGEN!” rief ich durch die Stallgasse und die Pferde taten es mir nach. Ein lautes Gewieher und Hufe kratzen ertönte aus den Boxen.
    Bum ! Daniel macht einen Satz im Bett und hielt sich die Brust. Seine Haare waren zerstrubbelt und er war vom allerschönsten Verschlafen. “Verdammter Mist!” kam aus dem Zimmer am Ende des Flurs. Maximilian rappelte sich vom Boden auf. Er stand in Boxershort da und rieb sich seinen Kopf und seinen Po. Wutentbrannt öffnete er seine Zimmertür und grummelte vor sich hin. Auch Daniel bewegte sich Richtung Tür. Als er sie öffnete sah er noch seinen fast 14 Jährigen Sohn die Treppen runter stapften. “Oh oh!” nickte sein Kopf nur und musste Grinsen. Er wusste ganz genau wer das verzapft hatte. “MAMA!” erhielt ich direkt die Antwort auf meinen, wie ich fand, tollen Weckdienst. “Jaa?” mein Kopf erschien in der Stalltür und ich schien fast scheinheilig. “Hengste sind nicht zum Wecken da!” bekam ich zu hören und dann wie die Tür wieder zugemacht wurde und ich lachte. Sophie kam aus Stars Box und sah mich verwirrt an. “Manchmal bist du echt gemein Mama!” meinte sie und ich zuckte die Schultern. “Hast du heute Frühstück bekommen oder nicht?” fragte ich zurück und sie kratze sich verlegen am Kopf. Ich hatte ihr heute morgen extra Rühreier gemacht und Brötchen auf gebacken. “Ich hab nichts gesagt. Er sollte eher aufstehen!” Sie grinste verlegen und ich schüttelte meinen braunen Pferdeschwanz.
    Während die Pferde gefüttert waren und ich begann Cavallo für den Tag fertig zu machen, summte ich vor mich hin. Star war bereits gesattelt und eigentlich wollte Sophie auf den Platz gehen um etwas Dressur zu üben, ehe die ganzen verpennten Reitschüler kamen, doch donnernde Hufe machten ihr einen Strich durch die Rechnung. “Was war das?” fragend sah sie mich an und ich zuckte die Schultern, ehe sie nach draußen stürmte. “Mama, Mama!” Nein, sie klang nicht aufgeregt, sie hüpfte immer gegen nen Gummiball. “Ja?” fragte ich und sah sie interessiert an. “Das war Cale!” meinte sie nur und zuckte die Schultern. “Wie das war Cale?” fragte ich und kam etwas aus dem Stall heraus. Cavallo lugte interessiert um die Box um auch ja nichts brandaktuelles zu verpassen. So langsam wurde er zur Klatschpresse. Wenn er nicht nen Pferd wäre, würde ich sagen es würde jeden Klatschblatt schreiben was es hier in der Umgebung gab. “Ich wird ihr hinterher!” meinte sie dann und nickte. “Mach das, ich werde mal mit Natalie reden!” murmelte ich und sah ihr zu wie sie sich gekonnt auf Star schwank. “Pass auf dich auf!” rief ich ihr noch hinterher und hörte Stars Hufe über die Pflaster donnern. Cavallo schnaubte mir in den Nacken und es fehlte nur noch der Tropfen an meinem Kopf, denn das Gesicht war himmlisch. “Ja, du darfst mitkommen! Pferd du bist schlimmer als die Stuten und dabei tratschen die doch immer!” Augen verdrehend ging ich vor ihm her und klingte schließlich bei meiner besten Freundin an der Tür.

    Währenddessen war Daniel doch mal in Reithosen geschlüpfte und hatte sich dankbar über die Brötchen her gemacht. Das seine Tochter auf Star davon geprescht war hatte er gesehen, doch das Anna auf dem Hof stand und ihr ein Pass auf dich auf hinterher geschrieen hatte, beruhigte ihn irgendwie. Maximilian war mittlerweile murrend unter die Dusche geschlurft. Er war immerhin 14 Jahre alt. So langsam ging das mit den Treffen los und mit dem “Nachts” um die Häuser ziehen. Ich meine mich dran erinnern zu können, das Daniel ihn gestern Abend um 10 Uhr von seinem Kumpel abgeholt hat. Ausnahmsweise. Das Wasser weckte ihn und als er in den Spiegel sah war er hellwach. Er cremte sich ein und sprühte Deo auf. Oh ja, er war schon so ein kleiner Mädchenschwarm. Während sein Cousin es ihm in der 9ten vormachte, eiferte er ihm in der 8ten eifrig nach.

    -> Weiter gehts ! :)

    "Max, mach die Musik leiser!" Daniels Stimme donnerte durch den Hausflur. Aus dem Bad kam nur gemurre und der Lautstärkeregler wurde Millimeter nach unten geschraubt. Seufzend verließ Daniel das Haus. Er wusste er war nicht besser oder war es jemals gewesen, aber trotzdem störte ihn irgendwas und so langsam merkte er wie es seinen Eltern damals ergangen. Allerdings grinste er bei dem Gedanken. Maximilian rockte weiter durch das Badezimmer und zog sich seine Reithose an. Er wollte gleich mit Tavris springen. Mit einem typischen Grinsen und sich durch seine brauen Haare fahren verließ er das Bad und nach dem er seine Reitschuhe und Chaps an hatte ebenfalls das Haus.

    Cavallo schnaubte mir entgegen während ich sein Fell auf Hochglanz polierte. "Guten Morgen Schatz!" hörte ich und sah ihn verwirrt an. "Redest du mit mir?" fragte ich Cavallo und drehte mich dann doch um. Daniel lachte mich an. "Oh, ist der Herr auch mal aufgestanden?" fragte ich spöttisch und zog dann die Augenbraue hoch. "Was soll das denn heißen?" fragte Daniel und lehnte sich an die Boxentür. "Ich bin schon seit 3 Stunden etwa wach und deine Tochter auch." antwortete ich ihm und sah auf Cavallos Fell. "Gut, dann versprech ich das ich Morgen Frühstück mache!" sagte er und kam einen Schritt näher. "Ich nehm dich beim Wort!" ließ ich noch hören ehe seine Lippen auf meinen lagen.
    "Ihgitt, könnt ihr das nicht mal abstellen?" Unser Sohn stapfte an uns vorbei. Ich verdrehte die Augen. "Der gnädige Herr ist auch mal wieder da!" meinte ich nur und Cavallo schnaubte belustigt vor sich hin. Daniel grinste nur und mein Sohn funkelte mich an. Dann grinste auch er. Das hatte er definitiv von Daniel. "Melde mich zum Dienst Mom!" Er salutierte. "Fein, ich hätte 4 Boxen für dich zu misten. Von Cavallo, Featon, Star und Adi. Tavris seine muss auch sicher gemacht werden!" meinte ich nur und bearbeitete dann Cavallos Mähne. "Aber..." begann mein Sohn. "Kein Aber Großer. Deine Schwester hat schon Featon geputzt und die ganzen Wallache von der Wiese geholt." Ich merkte das er sofort protestieren wollte. "Und gefüttert!" war meine Antwort ohne auf zu Blicken. Grummelnd schlurfte Max zu der Schubkarre und der Mistgabel. Daniel war in der Zeit zur Adi gegangen und holte ihn aus der Box. "Hier kannst du anfangen!" meinte er dann und nockte seinen Sohn leicht an. "Schatz, könntest du bitte auch Katta bewegen? Ich komm da heute nicht zu!" rief ich ihm noch hinterher her und vernahm ein Nicken. "Geht klar!" Und die Stalltür schwang zu. "So Dicker, jetzt bist du sauber!" lächelte ich und strich ihm einmal übers Fell. "Trotzdem werd ich jetzt erst ein bisschen Featon auspowern und dann bist du dran!" Mit einem Kuss auf die Nüstern machte ich mich auf den Weg zu meinem Andalusier. "So dann wollen wir mal!" Der Sattel landete auf Featons Rücken und schließlich bekam mein hübscher Mann eine Zahnspange verpasst. Er schnaubte und schüttelte leicht den Kopf. "Featon, das haben wir schon 10 mal ausdiskutiert!" meinte ich seufzend und führte ihn dann aus dem Stall.


    "Cale?" rief Sophie und ritt aus dem Dickicht auf die Lichtung. Hier stand das Baumhaus von ihnen allen. Sonador sah sie schon von weitem grasen. "Dann muss Cale beim Baumhaus sein!" dachte sich Sophie und trabte näher. Star schnaubte und senkte seinen Kopf ins Genick. Sophies lange braune Haare wackelten unter dem Reithelm. Schließlich sah sie ihre Cousine im Baumhaus sitzen und die Füße baumelten schlaff herunter. Sie parierte Star und sah sie an.



    Re: Berichte

    Anna - 27.09.2010, 22:13


    "Featon! Steh!" wies ich meinen Andalusier zurecht. Irgendwie hatte er heute die Hummel im Arsch und gleichzeitig die Ruhe weg. Eine brutale Mischung. Als er dann doch 2 Sekunden mal stehen blieb, schwang ich mich gekonnt in den Sattel und zog den Sattelgurt nach. "Ha! Da kannste dich noch so oft aufplustern, ich hab gewonnen!" schnurrte ich Featon ins Ohr. Er schnaubte und scharrte aus Protest mit den Hufen. "Vergiss es mein Dicker. Jetzt wird gearbeitet!" Mit leichtem Schenkeldruck setzte sich mein Andalusier in Bewegung.

    "Was machst du denn für ein Gesicht?" fragte ich Natalie, die auf mich zugestürmt kam, kaum das ich um die Ecke des Hengststalls war. Featon blieb stehen und ich gab ihm Hilfen ins Genick zu gehen. Er folgte mir und ich lobte ihn. Sein Fell fühlte sich geschmeidig an und war schön warm.

    "Ich wollte schauen ob alles Okay ist!" Sophie's Stimme war nicht sehr laut. Irgendwie war sie mit dem Ton ihrer Cousine nicht ganz einverstanden. Immerhin wollte sie ja nichts böses von ihr oder sie nerven. Sie hatte sich schlicht und einfach Sorgen gemacht. Star schnaubte Sonador entgegen und zupfte dann auch an einem Graßbüschel. "Wenn du alleine sein willst, dann sag es einfach." hörte man Sophie Stimme sagen und wie ihre grünen Augen auf ihrer Cousine blieben. Ruhig und Warm um auf die Antwort zu lauern.



    Re: Berichte

    Anna - 06.10.2010, 23:01

    Wie alles begann.. :)
    Alles beginnt irgendwo einmal. Rätselnd stand ich vor meinem Kleiderschrank. Was sollte ich nur anziehen? Hilfe? In 2 Stunden würde ich wissen wie es weiter geht. Dann würde ich wissen ob ich Tiermedizin studieren durfte. Mulmig war mir schon zu Mute. Ich konnte ja noch gar nicht wissen, das dies der beste Tag meines Lebens werden sollte.

    2 Stunden später hüpfte ich regelgerecht zur Buchhandlung. Ich hatte den Studienplatz, ich hatte die Bücherliste und noch mehr hatte ich die beste Laune die man haben konnte. Allerdings verschwand diese beim Preis der Bücher schlagartig. 250 Euro für 4 Bücher. Innerlich hoffte ich das einfach falsch zugehört habe. Schließlich war ich nie so helle in Mathe gewesen.
    Doch ich hatte mich nicht verhört. “Das macht 250 Euro!” sagte dieser Buchladen-Heini schon wieder. Mein Kopf arbeitet auf Hochtouren. Es war Samstag. Montag begann die Uni mit allem drum und dran, ich brauchte die Bücher zwingend. Und zwar alle. Verzweifelt biss ich mir auf die Lippe. “Au!” fluchte ich stumm. Meine Augen folgten meinen Gedankengängen, also eigentlich blickten sie in Leere. Ich hatte definitiv nicht genug Geld mit und der Lohn von der Tierarztpraxis wo ich jobbte, gab erst am Montag das Geld wieder raus. Gerade wo ich kurz davor war, mir meine Haare einzeln rauszurupfen hörte ich eine männliche Stimme neben mir. “Kann ich dir helfen?” fragte diese Stimme und ich brauchte noch nicht mal hinsehen um zu wissen, das mein Herz höher schlug.

    “Nein, das kann ich nicht annehmen!” sagte ich und wies den 50 Euro Schein entschieden zurück. “Aber du brauchst die Bücher doch.” “Ich find schon nen Weg!” “Fräulein, was ist nun mit den Büchern?” fragte dieser Heini. Wäre das hier nicht mein Lieblingsbuchladen, wäre ich jetzt laut geworden. “Hier!” sagte der Typ einfach und packte dem verdutzten Käufer die 50 Euro in die Hände. “Aber..” Ein Blick und ich war ruhig. Mucks-mäuschen-still. “Ihre Bücher Fräulein!” sagte der Buchhändler und drückte mir die Tüte in die Hand. “Ähm danke!” stammelte ich benommen und musste raus. Ich musste einfach weg. So schnell meine Schuhe mich trugen huschte ich die Straße herunter. Doch seine waren eindeutig schneller. “Hey du!” Diese Stimme würde mich wahnsinnig machen, oder ich würde ihr verfallen, so viel war sicher. “Ja?” fragte ich und blieb stehen. Ich hätte einfach weiter laufen sollen. Allerdings machte ich den alles entscheidenden Fehler. Ich sah auf, sah sein Lächeln und verlor mich in seinen Augen. “Ich bin Daniel!” Er reichte mir eine Hand. “Anna!” murmelte ich und nahm seine Fingerspitzen. Es war zu Spät. Ich hatte mich Hals über Kopf in diesen Typen mit den Himmelblauen Augen verliebt und das unwiderruflich.

    “Cavallo!” Ich stürmte in den Stall. Mein Friesenhengst schnaubte mir fast entsetzt entgegen. Mit hochrotem Kopf und funkelnden Augen kam ich schlitternd vor seiner Box zum Stehen. Eigentlich rannte man in der Stallgasse nicht, zumindest alle außer ich. “Wie geht’s dir mein Lieblingspferdchen?” fragte ich ihn hibbelig und strich über seine Nüstern. Er schnaubte und sah mich noch misstrauischer an. “Guck doch nicht so!” lachte ich und kraulte seine Stirn. “Es ist etwas wunderbares passiert!” Wenn seine Stirn sich hätte runzeln könnte, dann wäre jetzt der Zeitpunkt wo er es getan hätte. Schließlich erbarmte ich mich seiner und ratterte meinen Text herunter, den ich schon seit der Stadt geübt hatte. Cavallo schien nach diesem Wortschwall erstmal ne Pause zu brauchen. Er schüttelte seine Mähne und schnaubte dem Stroh entgegen. “Was soll das denn heißen?” fragte ich grinsend und er scharrte mit den Hufen. “Okay, hast Recht. Könnte nen bisschen viel gewesen sein!” gab ich Schulterzuckend zu und holte dann seinen Putzkoffer. “Zur Belohnung gibt’s jetzt ne tolle Putzeinlage!” meinte ich versöhnlich und griff nach dem Striegel. Cavallo fing an vor sich hin zudösen und ließ seinen linken Hinterhuf leicht hängen. “Aber nicht einschlafen!” ermahnte ich ihn sanft und kämmte dann seine Mähne und seinen Schweif für das Einflechten.

    Gesattelt und startklar standen wir eine halbe Stunde später auf dem Hof. Doch von einer immer überpünktlichen Natalie war immer noch keine Spur zu sehen. Dabei war es gleich 6. Und sie wollte um viertel vor 6 hier sein. “Vielleicht sollten wir mal durchklingeln!” meinte ich zu meinem schwarzen Riesen und dieser schnaubte. Er klang einverstanden. “Wo bist du?” fragte ich nachdem sie abgenommen hatte. “Ja, aber beeil dich. Wir warten auf dem Hof, bis gleich!” Schwups verschwand das Handy wieder in meiner Hosentasche. “Das dauert noch 10 Minuten!” Leicht rümpfte ich die Nase und legte meine Stirn in Falten. “Aber auf ihre Story bin ich gespannt!” Während ich meinen Friesen einfallslos über den Reitplatz lenkte, lag ich auf seiner Kruppe und sah in den wolkenlosen ziemlich heißen Himmel. “Was zieh ich nur heute Abend an? Welche Schuhe passen zu dem Kleid? Oder der kurzen Hose? Zieh ich nen T-Shirt an? Ich brauch nen neuen Kleiderschrank!” murmelte mein Kopf von A nach B und von B nach A. Als ob dabei irgendwas produktives rauskommt. Haha! “Denkst du weiter in dem Tempo bekommst du nen Hitzeschlag innerhalb der nächsten 5 Minuten!” prophezeite mir mein Gewissen. “Würde mein Problem auch nicht lösen, aber wäre in Ordnung!” antwortete ich und starte weiter ins Himmelblau. “Du wirst Rot werden wie eine Tomate, wenn ihr nicht langsam in den Schatten geht!” Gewissen können ganz schön nerven. “Auch in Ordnung!” murmelte ich genervt und steuert ein Fleckchen Schatten an, um kurz davor eine Volte zu reiten. “Argh Mädchen, du hast nen Dickschädel!” schimpfte mein Gewissen und ich grinste. “Auch in Ordnung!” meinte ich und Cavallo schien mich jetzt schon in die Psychiatrie einweisen zu wollen. Meine Beine dümpelten neben ihm hin und her. Ein Blick auf die Uhr sagte mir das Natalie mittlerweile 25 zu Spät war. Wenn das so weiter ging, würde ich entweder noch im Laufe der nächsten halben Stunde mit einer weißen Jacke ganz weit weg gebracht werden, als Anna-Spiegelei auf Friese gebraten oder auf Cavallos Rücken schmelzen. Das stand definitiv fest.

    “Na Endlich!” rief ich aus als Cavallos weißer Kumpel sein Körper auf dem Hof präsentierte. “Wo warst du so lange, häh?” bohrte ich direkt nach und sah sie grinsend an. Ich musst es ausnutzen das sie mal später kam als ich. Immerhin musste ich dann immer ihre Allüren ertragen. “Als Frau kommt man eben nicht zu Spät. Bla Bla Bla!” Sie sah verlegen auf Chas weißes Fell. “Ich höre?” zwitscherte ich vergnügt und funkelte sie an. “Nun ja, da war dieser Kerl..” “Aha!” Ich wurde hellhörig. “Wie sieht er aus? Wie heißt er? Wo wohnt er? Und Herr Gott noch mal WAS hat er mit dir getan?” fragte ich lachend und Cavallo sah Natalie interessiert an. Obwohl Cha mich bestimmt genau so genau musterte. Die beiden waren sich einig. Wir waren verliebt. Bis über beide Ohren und auf Teufel komm raus. “Lass uns los!” sagte ich dann und kam mit Cavallo vom Reitplatz. Seine Hufeisen klapperten auf dem Hof und er tänzelte ein bisschen zur Seite. “Wo wollen wir hin?” fragte mich ihre wohlbekannte Stimme. Allerdings summte die Stimme in meinem Kopf eine andere Melodie. Das ich nicht aufgesprungen war um auf Cavallos Rücken zu tanzen war auch alles. “Aaaaaanna?!” fragte Natalie neben mir lachend und ich sah sie verwirrt an. “Ich nehm B!” Ich hatte zwar keine Ahnung was sie von mir wollte, aber B war immer nen guter Plan. Zumindest wenn man keinen anderen mehr hatte. Ich war mir ziemlich sicher das ich meinen Plan bei Daniel gelassen hatte. Sein Name war Daniel und ich wusste schon wie unsere Kinder heißen würden. Oh Gott, ich hab doch nen Hitzeschlag. “Hehe!” “Schnauze Gewissen!”

    “Braune Haare, blaue Augen und dieses Lächeln!” Sein Bild malte sich vor mir in den Himmel. Er war der Himmel. Zumindest wollte ich das er mein Himmel ist. Da war ich mir brutal sicher. Er hatte eingeschlagen wie ein Meteorit. Seine Berührungen brachten mich zum Glühen, seine Stimme verschlug mir den Atem und seine Art verursachte mir ein Kammerflimmern nach dem anderen. “Und wie er mich angesehen hat!” Cavallo schien fast schon genervt als ich mit dem Finger Herzchen auf seinen Hals malte. Er schnaubte und zog an den Zügeln. Schwups! “Äh Hi!” grinste ich seinen Augen entgegen und er schnaubte laut. “Okay Okay, kein malen mehr!” sagte ich und streichelte seine Schulter.

    Nachdem mein Friese ausnahmsweise fast erleichtert schien als er mich los war, jagte ich mit dem Fahrrad nach Hause. Kurz vor der Anfahrt bog ich im Affenzahn gerade noch so um unseren Zaun drum zu. Rums ! Verwirrt sah ich auf den Boden auf dem ich saß. Dann zuckte ich die Schultern und beeilte mich ins Haus zu kommen. “Bin wieder da!” rief ich in die Küche und rumpelte die Treppe hoch. Meine Mutter kam aus der Küche. Mit einem Küchentuch in der Hand runzelte sie die Stirn und hoffte innerlich das ihre Tochter, also ich, das Haus ganz ließ. Ehrlich gesagt, das könnte kritisch werden! “Anna! Wir gehen jetzt!” rief meine Mama die Treppen hoch und mein Papa setzte ein “Ich hab das Handy mit. Egal was du vor hast, schreib eben nen Zettel oder ne SMS. Viel Spaß!” dahinter. “Danke!” rief ich unter der Dusche. Und jetzt mit Wasser im Mund. Die Haustür klickte zu und ich drehte die Radioanlage im Badezimmer auf. Nach 5 weiteren Minuten sprang ich mit dem Handtuch um die Hüften vor den Spiegel. Das Bürsten-Mikrofon wurde in bester Synchronität von links nach rechts geschwenkt und meine Haare wirbelten um meine Schultern. Schließlich wirbelte ich über den Flur in mein Zimmer.

    “Onkelchen!” rief ich aus und umarmte ihn. Er musterte mich. “Wen willst du denn heute Abend becircen?” fragte er mich grinsend. Kurz sah ich auf meine Schuhe. Ich hatte tolle Schuhe an. Dann grinste ich breit zurück. “Das bleibt vorerst meine Sache Onkelchen!” Er schmollte. “So ist das Leben, fies und gemein!” grinste ich noch breiter und er seufzte. “Und das von meiner 19 Jährigen Lieblingsnichte!” meckerte er und verkniff sich ein Lachen. “Können wir dann jetzt los? Deine Lieblingsnichte muss ihre Lieblings-beste-Freundin einsammeln!” Er nickte und wir setzten uns ins Auto. Das Radio wurde lauter gedreht. Mein Onkel trommelte den Beat auf dem Lenkrad mit, während ich mitsang. So war es immer schon gewesen. Nach 10 musikreichen Minuten, kamen wir bei Natalie an. Sie öffnete mir die Tür und ließ ein: “Du siehst heiß aus hören!” Ihre Klamotten standen ihr ebenfalls ausgezeichnet und der Abend konnte beginnen. Mit Natalie zusammen waren wir die Autobahnband Nr. 1. Während Natalie und ich die Texte schmetterten, trommelte mein Onkel abwechselnd mal auf dem Lenkrad und dem Schaltknüppel. Bester Laune fuhr er vor der Aura vor. Sein Auto war genau richtig für den perfekten Auftritt. Es war groß, eindrucksvoll und hatte die aktuellste Musik am laufen.
    Und da stand Daniel. Ich sah ihn schon vom weiten und wollte raus. Egal ob das Auto noch fuhr, egal ob ich mir auf den Absätzen den Hals brechen würde, was ich definitiv tun würde, ich wollte zu ihm. “Viel Spaß euch beiden. Wenn was ist, ruft mich an, ich hol euch dann ab!” Mein Lieblingsonkel erhaschte von mir ein Kuss auf die Wange. “Danke!” sagten Natalie und ich und nickten dann. Schließlich wurden unsere Türen geöffnet und ich fühlte wie die Zeitlupe um mich herum begann.

    Meine Augen waren auf ihn fixiert. Neben mir hätte einer 10 Friesen verschenken oder Nackt Polka tanzen können und mir wäre es egal gewesen. Ich konnte einfach nicht mehr von ihm ablassen. Er hatte bis gerade noch mit irgendwem geredet, wahrscheinlich seine Clique. Doch nun sah er mich an. Nein, er starrte mich an und verführte mich mit seinen Augen. Langsam kam er auf mich zu. Mein Herz schlug gegen meine Rippen und drohte zu Zerspringen. Ich hatte das Gefühl meine Schminke machte sich gerade auf und davon. Wahrscheinlich wollten sie meinen Gedanken nen Besuch abstatten. Denn ich hatte noch nicht mal nen Schimmer wo sie waren. Kurz sah ich auf den Boden und steckte mir eine Haarsträhne hinters Ohr. Meine Augen folgten seinen Schritten, sogen sie in sich auf und forderten das er schneller lief. Er sah einfach umwerfend aus. Hätte ich mich bis gerade nicht an der Autotür festgehalten, wäre es definitiv umwerfend gewesen. Langsam bewegte ich mich auf ihn zu. Er lächelte immer noch, dieses verhängnisvolle Lächeln. Er machte mich süchtig. Süchtig nach Mehr. Süchtig nach allem was er wollte und nach allem was er hatte. Ich wollte seine Haut berühren, wissen wie er riecht, das Himmelblau seiner Augen sehen. Aber vor allem wollte ich seine Lippen schmeckten. Wären sie süß und schmeckten nach Vanille? Oder waren sie herb und schmeckten nach Mocca? Waren sie weich? Bereit für Geständnisse der besonderen Art?
    “Hey!” Er stand vor mir. Ich sah auf und war gefangen. “Hi!” hauchte ich und verfluchte mich im nächsten Moment dafür. “Hitzschlag, Hitzeschlag ooooh Hitzeschlag!” trällerte mein Gewissen vor sich hin. “Schnauze jetzt.” fuhr ich es still an und verschwand wieder in seinen Augen. “Du sieht wunderschön aus.” Seine Stimme durchschlug mich wie ein Blitz. “Danke!” murmelte ich und ärgerte mich schon wieder das ich klang wie ne Maus. Pieps, Piepsi Pieps? Ob er wohl mäusisch sprach? “Wollen wir reingehen?” Sein Arm tauchte vor meinen Augen auf und ich lächelte. “Okay!” sagte ich nun etwas fester und umfasste ihn. Immerhin entsprach ich jetzt wenigsten mehr mir als ner Maus.

    “Willst du was trinken?” fragte er und ich nickte. “Ein Cocktail bitte. Sex on the Beach!” Ich spürte sein Atem und knickte ein. “Kommt sofort!” murmelte er zurück. Er musste näher an mich ran, allein schon die Musik ließ nichts anderes zu. Kaum 2 Sekunden später an der Theke hatte er mich wieder in seinem Radar. Ich war ihm wirklich hoffnungslos verfallen, denn ich würde mich keinen Zentimeter bewegen. Und atmen tat ich nur um Natalie zu antworten, die urplötzlich neben mir aufgetaucht war. Eigentlich hatte ich schon ganz vergessen das sie auch hier war. Mit Dominik. Ihrer Entschuldigung für ihr zu spät kommen und eins musste man ihr lassen. Bei dieser Entschuldigung konnte noch nicht mal ich böse sein. Er sah so aus wie sein Bruder. Nebenbei bemerkt ist Daniel sein Bruder. Im Gegensatz zu ihm hatte er allerdings pechschwarze Haare und war 2 Jahre älter, aber wen juckte das? Sie standen sich in nichts nach.
    Früchte und ein süßlicher Geruch rückten in meine Aufmerksamkeit. Daniel hielte mir den Cocktail unter die Nase. “Danke!” murmelte ich schon wieder. ARGH ! Ich dachte ich hätte das abgestellt.

    “Wie sieht’s aus, willst du tanzen?” Sein Atem jagte über meine Haut. Seine Finger berührten meinen Arm und seine Wange streichelte meine. Einmal aufwischen in der Main Area bitte! Meine Füße kamen beachtlicher, unberuhigender Weise näher. Jetzt musste ich mich an ihm festhalten oder nicken und hoffen das er mich festhält. Ich versuchte mich im Nicken. “Okay!” Er lächelte und umfasste meine Hand. “Du fällst gleich hin, du fällst gleich hin!” Mein Gewissen legte ein paar Moves aufs Gehirn. “ARGH! Verschwinde endlich!” raunte ich im Stillen zurück. Daniels Griff wurde fester und schlängelte sich mehr um meine Hand. Er konnte mich hinziehen wo er wollte, meine Navigation stand auf Stand By.
    Er legte seine Hände an meine Hüften. Sollte ich sie jetzt eigentlich bewegen? Mit einem Blick zur Seite sah ich wo wir waren. Mitten unter den anderen. Hüften flogen mir entgegen. Haare wirbelten um uns herum. Langsam bewegte sich mein Körper auch wieder so wie er eigentlich programmiert war, nämlich nach meinen Vorgaben. Er durfte mir jetzt nur nicht in die Augen sehen, weil dann würde ich ihn wieder abwürgen. Er war praktisch das zu viel getretene Gas beim Anfahren im 1. Gang. Es musste erst alles Rollen und dann konnten wir weiter schalten. Seine Finger berührten den Stoff meines T-Shirt. Atmete ich langsamer oder überhaupt noch?

    Sein Körper schmiegte sich an meinen. Seine Hände schlangen sich um meine Hüften. Sie wurden zu Pudding. Meine Beine waren schon lange Wackelpeter und ich folgte blind seinen Bewegung. Die Musik rauschte in meinen Ohren und sein Aftershave erfüllte mich bis ins Innerste. Ich musste mir mittlerweile selber ausreden, dass er weder aus Schokolade noch zum Backen war. Sondern wahr- und leibhaftig vor mir tanzte. Mit mir tanzte. An mir tanzte. Würde er es merken wenn ich jetzt schmelzen würde? Flupp und weg? Kurz sah ich auf meine Füße musterte meine Schuhe und entschied mich prompt anders. Sein Atem streichelte meine Haut und mir wurde ganz anders. Die Musik fuhr mir in Knochen und Mark. Nicht mehr lange und ich gab meine HipHop Schritte zum Besten. Aber wollte ich ihm das antun? Eigentlich war es schon zu Spät. Mein Gehirn bearbeitete die Choreografie mit Hochtouren und ich drehte mich aus seinen Armen. Verwundert sah er mich an. Das riesen Fragezeichen war kaum zu Übersehen. Meine Finger lockten ihn zur mir und ich schickte ihn dann trotzdem wieder von mir zurück. Er legte den Kopf in den Nacken und lachte. Meine Haare flogen um meine Schultern und mein Körper senkte sich gen Boden. Ich wusste das er nicht die Augen von mir lassen würde. Er würde sich mit einem Adler vergleichen der über seiner Beute kreiste. Und ich wollte seine Beute sein. Seine Finger wanderten über meinen Rücken. Er hatte mich in seinen Krallen gefangen und ich würde mich nicht das kleinste Bisschen wehren. Was hatte ich auch für eine Chance? Lächelnd bewegte ich meine Hüfte vor und zurück und merkte das er meiner Vorgabe nur zu gern folgte. Mit einem kecken Blick über die Schulter saugte ich seine Augen in mir auf. Sein Atem streifte mein Hals. Seine Arme schlangen sich um meine Hüften. Es war ein geschriebenes Gesetz das ich nun zu ihm gehörte. Gänsehaut jagte meinen Rhythmus höher. Jede Drehung wurde schneller, intensiver und aufregender. Seine Hüfte drückte gegen meine ehe er sich umdrehte und seine Nummer rückwärts tanzte. Ich lachte auf. “I wanna know your Name!” schmetterte ich den Boxen entgegen. Die Hände flogen in die Luft. Daniel wirbelte mich an ihn heran und zog mich an ihm hoch. Mein Oberkörper folgte seiner stummen Bitte und seinen gierigen Blick. Seine Hände hielten mich fest. Um uns tobte die Menge. Das Lied ließ keinen einfach sitzen. Das ging nicht. Mein Oberkörper tanzte wieder hoch. Meine Haare folgen um uns, versteckten uns für einen Augenblick und gaben uns wieder preis. Ich strich Daniel über die Lippen und bekam sein Lächeln. Es würde heute alles sein. Alles was auch immer es sein sollte. Langsam bewegte ich meinen Körper wieder an ihm herunter. Ein Bein wollte an seiner Hüfte bleiben. Wir gingen in die Knie. Schließlich löste ich mich von ihm und begann mit meinen Schritten. Einige hatten sich zu uns umgedreht. Sie hoben die Hände und ich tanzte einfach drauf los. Der Beat trug mich und ließ mich beinahe schweben. Daniel grinste. Er grinste sein “Ich will dich jetzt Grinsen” und ich wusste das mir dieses Grinsen gefiel. Seine Schritte kamen auf mich zu. Er zog mich an sich. Eine Hand grub sich in meine Haare und die andere Hand umgarnte meine Wange. Und ja ich hatte Recht, seine Lippen waren bereit für die Geständnisse der besonderen Art.

    Meine Fingernagel krallten sich in seinen Rücken. Der Beat umhüllte uns. Die Slow Motion begann und unsere Lippen pressten sich fester aneinander. Sie wollten sich nicht mehr los lassen. Wir wollten nicht eine Sekunde atmen wenn wir unsere Lippen trennen mussten. Er drückte meinen Kopf näher an ihn heran. Meine Haare wickelten sich um seine Finger und verschmolzen mit ihnen. Der Boden bebte von dem Beat. Doch er stand einfach da und hielt mich. Er wollte mich nicht los lassen und ich würde es auch nicht von ihm verlangen. Immer enger zog er mich an sich ran. Er sah mir in die Augen. Wir waren versunken einander. Atemlos saugten wir uns auf. Ehe er wieder fordernd in meine Haare griff und ich mit meinen Lippen fast auf sein Gesicht zu rannte. Unsere Lippen verharkten sich ineinander und ließen keinen Platz für Worte. Sie waren überflüssig. Ich spürte den Boden kaum noch und merkte wie Daniels Muskeln sich anspannten. Immer schneller küssten wir uns. Immer fordernder und immer sicherer. Das war das was wir wollten. Was wir wirklich wollten. Wo Natalie & Dominik waren, war unwichtig. Alles um uns herum war unwichtig. “Ich liebe Dich!” hauchte er meinem Nacken entgegen. “Ich liebe Dich!” hauchte ich kaum eine Sekunde später zurück. Verrückt von seinen Küssen und zu nichts mehr in der Lage.

    Mein Hals erstarrte unter seinen Küssen. Er schien zu gefrieren und innerlich zu brennen. Seine Lippen kitzelten meine Haut und verursachten mir eine Gänsehaut nach der anderen. Meine Haare flogen zurück und ich sah ihn an. Er biss sich auf die Lippe und sah mich wieder mit diesem Blick an. Diesem ganz bestimmten einen Blick, dem ich unter Garantie nicht widerstehen konnte! Daniels Hände schlängelten sich um meine Schultern. Hörbar atmete ich aus. Unfähig etwas zu sagen, schloss ich meine Augen. Ich schien in seinen Armen zu vergehen. “Hitzeschlag oder Sonnenstich!” vermutete mein Gewissen. “Beides und es ist gut so!” gab ich patzig zurück und wuschelte Daniel durch die Haare. Wir saßen auf der Bank am Tisch. Die anderen aus der Clique waren da, aber ob sie existierten, war das wichtig? Er grinste mich an und spielte mit einer Haarsträhne. “Willst du heute Nacht bei mir bleiben?” fragte er und küsste meine Nasenspitze. Und wie ich das wollte. “Ja, gerne!” lächelte ich zurück und spielte mit seinen Fingerspitzen.

    Einige Stunden später bestellten wir uns ein Taxi, da Natalie, wie auch nicht anders zu erwarten, ebenfalls bei Dominik blieb. Aber das war gut so. Ich freute mich für sie, zumindest in den Momenten, wo Daniel mich mit seinen Küssen nicht verrückte und meine Sinne vernebelte. Etwas gutes hatte es allerdings. Mein Gewissen drang nicht mehr zu mir durch - Strike !
    Daniel half mir aus dem Taxi. Er umklammerte meine Hand und zog mich an sich. Er lächelte immer noch und ich war mir sicher das er dies nicht abstellen würde.
    Im Hausflur wünschten Natalie und ich uns eine gute Nacht. “Bleib anständig Maus!” raunte sie mir ins Ohr, doch ich zuckte die Schultern. “Tu was du nicht lassen kannst!” fügte sie dann grinsend hinzu und ich gab ihr einen Kuss auf die Wange. “Mach ich und du auch. Schlaf gut!” sagte ich mit einem - du wirst heute Abend verführt - Grinsen zu ihr und nickte Dominik dann zu.
    Kaum waren sie um die Ecke gebogen, merkte ich den Boden unter meinen Füße nicht mehr. Daniel sah mir in die Augen und grinste. “Komm ich zeig dir mein Zimmer!” Ich nickte, zu mehr war ich mal wieder nicht in der Lage.
    “Dein Bett ist ja riesig!” Er setzte mich darauf ab und ließ sich neben mich fallen. “Ich bin ja auch nicht gerade klein oder?” fragte er und ich ließ mein Blick einmal über seinen Körper wandern. “Das stimmt.” murmelte ich benommen von dem was ich sah. Er lachte leise auf und streichelte meine Wange. “Alles in Ordnung? Oder fehlt noch irgendwas?” fragte er leise in mein Ohr. Sein Atem verursachte mir das angenehmste Gefühl der Welt. Er machte mich verrückt. Verrückt und hungrig nach mehr. “Ich finde nicht das etwas fehlt.” sagte ich mit fester Stimme und lächelte ihn an. Das fand ich wirklich nicht, er hatte alles. “Danke ! Und du bist wunderschön!” Meine Haarsträhne fand wieder ihren Platz hinter meinem Ohr.

    Meine Haut schien unter seinen Berührungen zu schmelzen. Sie konnte nicht anderes tun und ich konnte es sehr gut verstehen. Seine Lippen küssten meinen Hals und seine Nase streifte meine Wangenknochen. Leises Lachen drang in mein Ohr. Daniel sah mich an. Er strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht und schenkte mir meinen Blick. Ich würde bestimmt nie aufhören in seinen Augen zu versinken.
    “Kann ich ein T-Shirt von dir zum Schlafen haben?” fragte ich und sah ihn an. Seine Augen leuchteten mir entgegen. “Bedien dich!” lächelte er und stupste verlegen meine Schuhe um. “Geb mir doch einfach eins!” meinte ich dann und sah ihn wieder an. Ich würde alles anziehen, selbst nen Kartoffelsack wen es von ihm war. So viel stand schon mal fest. Er sah auf meinen Rücken und ich konnte nicht anders als über meine Schulter hinweg, ihn anzusehen. Kaum ein Atemzug später merkte ich seinen warmen Körper an meinem und genoss lächelnd den Abdruck seiner Lippen auf meinem Hals.
    [...]



    Re: Berichte

    Anna - 04.11.2010, 19:06

    Einblicke in die Zukunft..
    “Du stehst einfach nur da. Herr Gott noch mal sag doch was!” Verschlafen richtete ich mich auf. Daniel brummelte neben mir. “Was ist da draußen los?” fragte er brummelnd und ich zuckte mit den Schultern. “Ich weiß es nicht, wie Spät ist es denn?” fragte ich und haschte mit meinen Augen zur Uhr. 2.35 Uhr zeigte sie an. “Hör sofort auf, das stimmt nicht!” schrie die Stimme meiner Tochter über den Hof. Mit einem Satz standen Daniel und ich am Fenster und schoben die Gardinen zur Seite. Auf dem Hof stand tatsächlich unsere 17 Jährige Tochter und schrie ihren Freund an. “Muss ich mir Sorgen machen?” flüsterte mir mein Mann ins Ohr. Wieder zuckte ich die Schultern. “Lass uns abwarten!” murmelte ich und lehnte mich ein wenig an ihn. “Alex ich liebe Dich!” hörte ich unsere Tochter sagen. Er sah sie an. Tränen strömten über ihr Gesicht. Sie hatte die Wahrheit gesagt. “Sophie ich liebe Dich auch!” hörten wir seine Stimme. “Dann sag mir bitte die Wahrheit!” Diesmal war ein flehender Beiklang in der Stimme unserer Tochter. “Es ist nichts passiert!” flüsterte er. Ich legte meinen Kopf leicht schräg. Wenn ein Mann flüstert, dann hatte das 2 Gründe.

    A) Er schämte sich für die Lüge die er gerade erzählte.
    B) Er erzählte wirklich die Wahrheit.

    Bescheuert war nur, dass es nicht immer die Variante B war. Doch komischer Weise sah Alex wirklich so aus, als würde es Sophie die Wahrheit erzählen. Oder er war ein verdammt guter Schauspieler. “Ehrlich?” fragte sie nun leiser. Zumindest vermuteten wir das, weil sie einen kleinen Schritt auf ihn zu getan hatte, was sie immer tat wenn sie nachfragte. Er nickte und nahm ihre Hand. “Ich glaube wir müssen uns keine Sorgen machen!” murmelte ich und ließ langsam wieder die Gardine vors Fenster fallen. “Aber ins Bett gehen wäre super!” meinte ich dann und Daniel nickte grinsend. “Find ich auch!” meinte er und ich kuschelte mich in seine Arme.

    “Mum!” Tönte durchs Haus. Seufzend kuschelte ich mich noch ein bisschen enger um Daniel. Er hatte einen Arm um mich gelegt und brummte vor sich hin. Er war ebenfalls wach. Warum hatte unsere Tochter gleich noch mal so ein ohrenbetäubendes Organ? “MUM?” Die Stimme wurde noch eine Oktave Lauter. “JA!” sagte ich genervt und spürte nur wie die Gardinen zur Seite gerissen wurden. Daniel ließ wieder tiefes Brummen hören und öffnete langsam die Augen. “Sophie was ist los?” fragte ich und richtete mich etwas auf. 10.45 Uhr piepte mir der Wecker entgegen, aber das machte nichts. Es war Sonntag und der erste freie Tag seit langem. “Alex hat mir gesagt das er mich liebt!” quietschte sie vor Glück. Sie tigerte vor unserem Bett auf und ab. “Das ist toll!” lächelte ich und sehnte mich wieder in die Arme von Daniel. Der lag grinsend neben mir und zuckte mit den Schultern. “Du freust dich gar nicht richtig!” schimpfte Sophie und sah mich beleidigt an. “Doch mein Schatz, das ist klasse!” sagte ich noch mal und versuchte euphorischer zu klingen.

    Etwa 15 Minuten hielt ich mich tapfer im euphorisch sein, ehe Sophie endlich in ihr Zimmer ging. Ich ließ mich an Daniel zurück fallen und verdrehte die Augen. Sein Grinsen konnte einem nach ner Zeit vielleicht auf den Keks gehen. “Nun sag’s schon!” meinte ich nur und sah ihn an. Er zuckte amüsiert mit den Schultern. “Ich weiß nicht was du meinst!” murmelte er in mein Haar und küsste mein Kopf. “Gut, dann weiter kuscheln!” grinste ich und mummelte mich wieder in die Decke. Allerdings würde in 2 Minuten sowie so die Tür auffliegen. Da war ich mir ziemlich sicher. Daniel legte seinen Arm wieder um mich und sah mich an. “1 ½ Minuten noch!” sagte er leise lachend und ich nickte seufzend.
    “MUM! DAD!” Was hatte ich gesagt? Unser Sohn steckte seinen Kopf durch die Tür. “Ich hoffe ihr seit angezogen!” meinte er und stieß die Tür auf. “Nein, splitterfaser nackt!” sagte Daniel, doch da war es eigentlich schon zu Spät. “Kann ich den BMW heute Abend haben?” Maximilian sah uns flehend an. Immerhin war er schon 19 und hatte seit etwas über einem Jahr seinen Führerschein. “Welchen?” kam meine Antwort wie aus einer Pistole geschossen. “Den X5?” Er wurde kleinlauter. “Oh nein Freundchen. Darf ich dich an das letzte Abendteuer erinnern?” sagte ich und setzte mich auf. Daniel sah wieder an die Decke und verdrehte die Augen. “Hey, das hab ich gesehen!” Ich stupste ihn an die Stirn und sah dann wieder meinen Sohn an. “Welches Mädel willst du denn heute beeindrucken?” Meine Arme verschränkte ich vor der Brust und Max seufzte aus tiefstem Herzen. “Immer noch die, die ich vor 2 Wochen kennen gelernt habe!” Innerlich rieb ich mir die Hände. “Mama Bitte, ich bin auch besonders vorsichtig!” Max’s Augen hefteten sich an meine und ich verzog leicht den Mund. “Hm, wolltest du letztes Mal, als komischerweise diese fette Beule in der Seitentür war nicht auch besonders vorsichtig sein?” fragte ich und legte mir einen Finger an die Unterlippe und tat so als ob ich nachdenke musste. “Aber, man Mama, Emma ist einfach ein tolles Mädchen.” “Und deswegen kannst du nicht den Kombi nehmen?” fragte ich und merkte wie mein Mann aufmerksamer wurde. “Moment mal, wer sagt denn das ich den Kombi nicht brauche?” hörte ich seine Stimme sagen. “Na Ich!” grinste ich und sah ihn verschmitzt an. “Wie du mir so ich dir!”

    Nach 10 Minuten Diskussion trat ich dann doch meinen X5 ab, allerdings nur mit dem Versprechen, dass er das Auto putzte, meine Sitze keine Flecken, egal von welcher Sorte hatten und wenn ich auch nur eine Beule hatte, dass er sie selbst raus hauen konnte. Und Daniel, da werde ich für Sorgen, wird ihm dabei helfen. Max machte sich dann auch aus dem Staub und trampelte die Treppen runter. Er wollte zu Tavris und mit ihm für das Springturnier nächste Woche trainieren.
    Keine 5 Minuten später polterte unsere Tochter die Treppen runter. Sie hatte anscheinend auch wieder in Date mit Star. Allerdings in der Dressurhalle.
    “Und was machen wir jetzt?” fragte Daniel mich und ich sah ihn an. “Ausgiebig frühstücken?” fragte ich zurück und er nickte. “Das hört sich sehr gut an.” meinte er und mein Magen konnte das nur bestätigen.

    Während die Brötchen im Ofen aufbackten, machte Daniel das Rührei. Das Radio summte im Hintergrund und ich deckte den Tisch für uns 2. “Hm das riecht gut!” murmelte ich ihm ins Ohr und schlang meine Arme um seine Hüften.



    Re: Berichte

    natalie - 04.11.2010, 19:23


    Kinder xD



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