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Re: Entstehung 2
matibo - 04.03.2007, 14:38Entstehung 2
Die Entstehung des Miniatur Bullterriers ist die gleiche wie seines großen Bruders des Standard Bullterriers, nämlich im 18. und 19. Jahrhundert in England. Es wurden Kreuzungen vorgenommen zischen der Bulldogge (kräftig und beharrlich) und pinscherähnlichen Terriern wie Black-and-Tan-Terrier, White English Terrier und Old English Terrier (Schneid, Intelligenz und Kampfgeist). Als Haupturahnen der Bullterrier sind jedenfalls Bulldog und Weisser Englischer Terrier (heute ausgestorben) anzusehen. Es trugen auch Rassen wie z. B. Dalmatiner, Pointer und Greyhound einen Teil zur heutigen Rasse des Bullterriers bei. Sie gaben ihm mehr Eleganz. Die aus den Verpaarungen entstandenen großen Hunde mußten in der „pit“ gegen ihre Artgenossen kämpfen, während die kleineren sich im Kampf gegen Ratten oder Marder beweisen mußten. Durch konsequente Selektion wurde der Bullterrier menschenfreundlich gezüchtet, denn im Kampf mußte er einen kühlen Kopf bewahren und durfte sich nie gegen seinen Menschen wenden. James Hinks zählt als eigentlicher Begründer des Bullterriers. Er züchtete schon 1860 in Birmingham zwischen Bulldogg und weißem Englischen Terrier rein. Seine Hunde waren schlanker, hochläufiger, mit terriermäßigem Körperbau und schmaleren Köpfen und weißer Fellfarbe. Diese glichen nicht dem heutigen Bullterriertyp. Allerdings gab es damals noch keine Zuchtbücher und so ist nicht ganz klar welche Terrierrassen letztendlich beteiligt waren. Wert wurde bei der Zucht nur auf Schneid, Wendigkeit und Kampfgeist und kaum auf das Aussehen gelegt. Dies wurde nur durch eine strenge Zuchtauslese erreicht, denn nur mit den besten, die im Kampf gewonnen haben, wurde weiter gezüchtet. Im Laufe der Zeit veränderte sich das Aussehen. Es gab Steh-, Kipp-, und Rosenohren, von denen sich bis heute das Stehohr durchsetzte. Nach dem 1. Weltkrieg kamen dann auch zu der weißen Fellfarben noch andere hinzu. Anfang des 20. Jahrhunderts stellte man Bullterrier noch in verschiedenen Gewichtsklassen aus. Es gab dort mehr kleinere Bullterrier als große zusehen. 1980 erfreuten die kleinen Exemplare (sogar bis unter 2kg) größter Beliebtheit. Man nannte sie auch „Toy Bullterrier“. Trotz ihrer geringen Größe hatten sie aber das echte Bullterrier-Wesen. Der Kennel Club trug um 19. Hundert den Toy Bullterrier und die kleineren Bullterrier ein. Aber durchgesetzt hat sich der kleinere Bullterrier, da er den typischen Bullterrier-Typ zeigte, hingegen der Toy-Bullterrier eher unproportioniert und unförmig aussah. Der Kennel-Club verringerte das Gewicht 1902 von 11,3 kg (welches 1883 festgelegt wurde) auf nur noch 3,6 kg. Dies zeigte sich schnell als untragbar, denn am Ende des 1. Weltkrieges war die Zucht so gut wie tot, da der Bullterrier durch dieses Gewichtslimit schwer an Popularität einbüßte. Die Rasse des kleinen Bullterriers starb dennoch nicht aus. Sie erhielt sich bei ihren weniger angesehen Anhängern des niederen Volkes im Bergbau im Süden von Staffordshire im „Black Country“ und im Osten Londons, wo sie eifrig weiter Ratten jagten. Wert auf Zuchtlinien legte man hier allerdings nicht. 1938 dann gründete sich der Miniatur-Bullterrier-Club. Nun standen die kleinen Vertreter ihrer Rasse auch wieder unter offizieller Obhut. Die Schulterhöhe lag hier bei max. 35,5 cm. 1938-1948 und 1970-1988 war eine Einkreuzung des Standard Bullterriers noch erlaubt, da man den Miniatur-Bullterrier seinem großen Bruder im Typ angleichen wollte. Allerdings kamen zu oft übergroße Welpen zu Welt, was zum großen Problem wurde, welches bis heute nicht ganz zu vermeiden ist. Den Weg nach Deutschland fand der Miniatur-Bullterrier erst 1972, wo er sich wachsender Beliebtheit erfreut.
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