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Re: Demenzkranke und ihre Begleitung in derl etzten Lebensphase
SAM - 01.03.2007, 21:23Demenzkranke und ihre Begleitung in derl etzten Lebensphase
Die Begleitung Demenzkranker in ihrer letzten Lebensphaseaus
aus medizinischer Sicht.
Wann beginnt das Sterben? Ab wann kann man die Zeit eines
nahen Todes absehen? Obwohl eine Demenz die Lebenserwartung
gegenüber den gleichaltrigen Gesunden verkürzt, gilt sie nicht
als Todesursache. Menschen mit Demenz sterben häufig an
Infektionen, deren Gefahr durch eine Bettlägerigkeit im
letzten Stadium verstärkt wird. Das Risiko steigt, dass sich
in den Blutgefäßen Gerinnsel bilden. Wenn die bettlägerigen
Demenzkranken Druckgeschwüre entwickeln, können sich diese
infizieren. Die Todesursachen sind dann: Lungenentzündung,
Herzinfarkt oder Sepsis. Nicht immer muß es jedoch zu einer
Bettlägerigkeit kommen. So sterben Demenzkranke nicht selten
und unerwartet aus – scheinbar – voller körperlicher
Gesundheit.
Palliativpflege bzw. Palliativmedizin wollen die Schmerzen
oder andere quälende Symptome unheilbarer Krankheiten durch
eine umfassende Versorgung von Patienten und ihren Familien
lindern. Sie wollen den Kranken schützend „umhüllen“ (lat.
Pallium = Mantel). In dieser Hinsicht ergeben sich zahlreiche
Berührungspunkte zur Pflege und Behandlung Demenzkranker.
Mediziner und Pflegende dieser Fachrichtung berichten, daß
sterbende Menschen in ihren letzten Tagen eine Zurückhaltung
bei der Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme als angenehmer
empfinden. Wohltuender als Infusionen wird eine regelmäßige
Benetzung der Mundschleimhaut oder eine Luftbefeuchtung
mittels Vernebler angesehen. Ob diese Erkenntnis ohne weiteres
auf die demenzkranken Menschen übertragbar sind, ist noch
nicht bekannt, zumal auch noch nicht Beginn und die Dauer
ihres Sterbens präzise genug beschrieben werden kann.
Durst- und Hungergefühl können schon lange vor dem
eigentlichen Sterbeprozess erloschen sein. Es bedarf täglich
neu die Fantasie und Ausdauer, um die nötige Flüssigkeits- und
Nahrungsaufnahme zu gewährleisten. Trotzdem sollte man bei
einer sehr weit fortgeschrittenen Demenz eine zwangsweise
Ernährung über eine künstliche Sonde kritisch überdenken.
Im fortgeschrittenen Stadium verlieren Demenzkranke zunehmend
die Fähigkeit, mit Worten zu kommunizieren. Sie sind nicht
mehr in der Lage Schmerzen verbal auszudrücken. Dadurch sind
Ärzte in der Behandlung von Schmerzen auf die Beobachtungen
der Mimik, Gesten und des Verhaltens angewiesen. Ein
Schmerzerleben Demenzkranker kann sich äußern in plötzlicher
Unruhe, aggressivem Verhalten, Schlaflosigkeit und
Nahrungsverweigerung. Es ist sehr befremdlich wie häufig und
selbstverständlich in solchen Situationen Psychopharmaka zur
Behandlung dieser „Verhaltensauffälligkeiten“ verschrieben
werden, ohne daß zuvor ein Schmerzerleben als Ursache
ausgeschlossen wurde. Dabei gibt es mittlerweile in der
Palliativmedizin erprobte Beobachtungsbögen (z. B. Dollplus
und ECPA) zur Erfassung von Schmerzen auch bei Menschen, die
der Sprache nicht mehr mächtig sind.
Welche Bedeutung das Sterben bzw. der Tod für die
Demenzkranken selbst hat, kann nur vermutet werden. Zu
beobachten ist, dass Erkrankte im fortgeschrittenen Stadium
sich eher jung, vital und gesund fühlen. Neben dem Verlust des
Bewusstseins über die eigene Krankheit, erlischt auch das
Gefühl für Zeit, für Abläufe oder auf die Zukunft bezogene
Lebensprozesse. Um sich der eigenen Endlichkeit bewusst zu
sein, bedarf es jedoch des Wissens um ein gestern, heute und
morgen. Der Tod ist für uns Menschen schon bei „klarem“
Verstand im wahrsten Sinne des Wortes nicht begreifbar. Er ist
kein Teil des Lebendigseins.
Wenn dem Betroffenen das zukünftige Sterben demenzbedingt
nicht bewusst bleiben kann, so kann sich die Angst davor
verlieren. Der demenzkranke Mensch hat vielleicht das Glück,
zu vergessen, dass er auch mal sterben muss.
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