Deutscharbeit 2.3.07

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    Re: Deutscharbeit 2.3.07

    annama - 26.02.2007, 21:45


    zu koeppen:

    -biographie:
    http://www.wolfgang-koeppen-stiftung.de/koeppen/kleben.html

    -nicht so ganz klar bzw. noch nicht gelesen^^:
    http://www.uni-stuttgart.de/ndl1/koeppen1.htm

    -stil?
    http://www.br-online.de/kultur-szene/thema/wolfgang-koeppen/wolfgang-koeppen-2.xml

    -und natürlich ein kkommentar vom hochgeschätzten kaniggel:
    http://www.zeit.de/2006/08/I__61__37_Ranicki_Koeppen



    Re: Deutscharbeit 2.3.07

    annama - 26.02.2007, 21:49


    zu kassandra in bezug auf die frauenfrage :

    -frau in den religionen:
    http://www.inidia.de/frau_und_religion.htm

    -androzentrismus (chic! und besser als phallozentrismus prr):
    http://www.freundschaft-diplomarbeiten.de/2.1-Patriarchat-und-Androzentrismus.htm

    -theorien zum geschlechterunterschied:
    http://www.freundschaft-diplomarbeiten.de/2.3-Erklaerungsmodell-der-geschlechtsspezifischen-Arbeitsteilung.htm
    http://www.freundschaft-diplomarbeiten.de/2.4-Theorien-der-Entstehung-von-Geschlechtsunterschieden.htm

    wiki über feminismus und frauenbewegung gibts bestimmt auch.

    viel spaß damit.
    viel wichtiger wär aber kram, der wolfs einstellung zum krieg behandelt. hat wer was?



    Re: Deutscharbeit 2.3.07

    annama - 26.02.2007, 21:52


    achso. hab noch was zusammengewürfeltes über weibliches schreiben, aber ich weiß nicht, wie ich das hier reinstellen soll. einfach hinkopieren?



    Re: Deutscharbeit 2.3.07

    annama - 26.02.2007, 22:17


    hab ja jetzt gesehen, dass es geht :roll:

    Der Begriff écriture féminine, dt. "weibliches Schreiben", geht auf die französische Schriftstellerin, Literaturwissenschaftlerin und Feministin Hélène Cixous zurück. Er ist in Frankreich im Zuge der 68er Bewegung entstanden und hat neben den politischen Impulsen für die Theoriebildung Anregungen von der Psychoanalyse einerseits, vom Poststrukturalismus andererseits erhalten. Weibliches Schreiben ist zunächst ein Schreiben "gegen" eine männlich dominierte Schreib- und Denkkultur. Es ist das Anschreiben gegen den herrschenden westlichen Logozentrismus und seinen auf binären Oppositionen (Mann/Frau, Kultur/Natur, aktiv/passiv) aufbauenden Geschlechterdiskurs. Herrschende Frauenbilder sollen bewußt gemacht und ausgehebelt werden. Der herkömmliche Geschlechterdiskurs soll überwunden werden. Zugleich ist weibliches Schreiben eine Suche nach Möglichkeiten, überhaupt eine authentische weibliche Stimme zum Reden zu bringen. Das Problem besteht nämlich darin, dass nach Auffassung der feministischen Autorinnen im Gefolge Hélène Cixous' die Sprache selbst männlich strukturiert ist. Kann die Frau vor diesem Hintergrund überhaupt ihre Stimme hörbar machen? Cixous‘ Versuch, dies zu ermöglichen, besteht in einem emotionalen Schreiben, einem "Schreiben mit dem Körper", das respektlos gegen grammatische, semantische, syntaktische Normen anschreibt. Charakteristika weiblichen Schreibens sind neben den Verstößen gegen die Normgrammatik z. B. die Auflösung von Gattungsgrenzen, die Unabgeschlossenheit von Texten und nichtlineares Erzählen.


    Eine grundlegend andere Denkrichtung schlagen poststrukturalistisch arbeitende französische Theoretikerinnen wie Helen Cixoux oder Lucy Irigaray ein, wenn sie nach einem spezifischen weiblichen Schreiben fragen, das sie nicht nur in der Literatur von Frauen und Männern aufzufinden glauben, sondern dieses Schreiben auch als das Ziel von Schreibprozessen ansehen. Sie versuchen mit Wortspielen, unkonventioneller Zeichensetzung und eigenwilligem, gebrochenen Stil die phallozentristische Logik zu durchbrechen und damit ein neues bzw. verschüttetes weibliches Schreiben und Denken zu etablieren. Fraglich bleibt dabei, ob sie von einer biologisch bestimmten Weiblichkeit ausgehen, die von der phallozentristischen Weltordnung unterdrückt wurde und die es im Schreiben wiederzuerlangen gilt, oder ob sie nicht vielmehr selbst wieder einer Konstruktion von Männlichkeit und Weiblichkeit folgen, die den Männern rationales, logisches Denken und Schreiben zuweist und den Frauen emotionales, unlogisches Denken und Schreiben.


    Als Haupvertreterinnen dieses Konzepts von weiblichem Schreiben gelten Hélène Cixous, Luce Irigaray und Julia Kristeva; der Begriff als solcher jedoch wurde von Cixous in den 70er Jahren geprägt. Er verweist in der Doppelbedeutung des französischen 'féminine' bereits auf den Widerspruch von biologistischer und normativ konstruierter Weiblichkeit, der an dieser Theorie wiederholt kritisiert wurde. Cixous entwirft einen Begriff von écriture, der sich durch seine als weiblich begriffene libidinöse Ökonomie als Subversion phallo(go)zentrischen Denkens konstituiert. Aus dem Überfluß einer solchen weiblichen Libido entsteht ein sinnlicher Text-Körper, der von jouissance geprägt ist und, in Anbindung an den weiblichen Körper, mit der "weißen Tinte der Muttermilch" geschrieben wird. Dieses Schreiben assoziiert Cixous mit Rhythmik, vielschichtigen Wortspielen und Lautmalereien, einer klaren Definition verweigert sie sich jedoch.

    Gemeinsam ist diesen Theoretikerinnen die Kritik an einer auf binären Oppositionen basierenden, phallogozentrischen Kultur, die sie im Rahmen der écriture féminine aufzubrechen hoffen, sei es durch ein völlig anderes, weibliches Schreiben (Cixous) oder durch ein ironisch-imitierendes 'weibliches' Moment, das innerhalb der symbolischen Ordnung wirkt (Irigaray, Kristeva). Den Theoretikerinnen der écriture féminine wurde wiederholt der Vorwurf gemacht, sie rekurrierten auf ein essentialistisches Konstrukt von Weiblichkeit und bestätigten genau jene binären Muster, die sie kritisieren.



    Re: Deutscharbeit 2.3.07

    annama - 26.02.2007, 22:32


    doch noch was zum krieg. und andres :mrgreen:

    Kassandra
    DE 1983 (BRD), 1983 (DDR) Form Erzählung Epoche Gegenwart
    Anfang der 1980er Jahre schrieb Christa Wolf mit Kassandra einen Text, der zwei Themenkomplexe ihres Werkes zusammenfasst – die Bemühung um Frieden und um weibliche Emanzipation. In einer Zeit des Kalten Krieges, des atomaren Wettrüstens und der noch nicht erreichten Gleichstellung der Frau war Wolfs Erzählung über eine mythologische Frauengestalt von frappierender Aktualität. Anhand des Kassandra-Mythos zeigt die Autorin jahrtausendealte kriegsfördernde Mechanismen auf, etwa die feindliche Abgrenzung nach außen zur Sicherung der eigenen Ideologie. Krieg wird als Ergebnis patriarchaler Machtstrukturen beschrieben, zu deren Aufrechterhaltung die Unterdrückung der Frau unumgänglich ist.
    Entstehung: 1982 war Wolf Gastdozentin an der Universität Frankfurt/Main. Ihre Poetik-Vorlesungen trugen den Titel Voraussetzungen einer Erzählung: Kassandra und rekonstruierten in einer Mischung aus Reisebericht, Arbeitstagebuch und Briefen den Entstehungsprozess der Erzählung, zu dem die Lektüre der Orestie des Aischylos auf einer Griechenlandreise den ersten Anstoß gegeben hatte. Wolf greift verschiedene Varianten des Kassandra-Mythos auf und entwickelt ein eigenes Bild der Figur: Kassandra wird zum Symbol für die »Stimmlosigkeit« der Frau.
    Inhalt: In einem Erinnerungsmonolog der Hauptfigur entfaltet sich die Geschichte Kassandras: Der Tochter des trojanischen Königs Priamos wurde von Apoll die Sehergabe verliehen. Da sie sich aber der Liebeswerbung des Gottes verweigert, straft er sie mit dem Fluch, dass niemand ihren Prophezeiungen glaubt. So kann Kassandra, die für wahnsinnig gehalten wird, den Krieg ihres Volks mit den Griechen nicht verhindern. Geführt wird dieser Krieg um ein Phantom: Kassandras Bruder Paris ist es tatsächlich nicht gelungen, die Griechin Helena nach Troja zu bringen. Kassandra weigert sich, für die Strategien der Kriegsführung benutzt zu werden, und wird zur Fremden im eigenen Land. Schutz findet sie nur bei einer Gruppe von Frauen, die aus der Stadt geflüchtet vor deren Toren leben und die Göttin Kybele verehren – die matriarchale Lebensform wird zu einem utopischen Entwurf friedlichen Lebens. Von Agamemnon nach Griechenland verschleppt, wartet Kassandra schließlich vor dem Löwentor von Mykene auf ihre Hinrichtung. Sie ist sich selber treu geblieben, aber bezahlt ihre Haltung mit dem Tod.
    Wirkung: Kassandra ist Wolfs erfolgreichstes Werk, die Erzählung rangierte monatelang auf den Bestsellerlisten, es entstanden mehrere Hörspielfassungen und Dramatisierungen. Die Poetik-Vorlesungen wurden im Osten erst veröffentlicht, nachdem Wolf mehrere Passagen gestrichen hatte – so z. B. eine Textstelle, in der ein einseitiges Abrüsten durch den Warschauer Pakt erwogen wird. Trotz dieser Streichungen fand der Text in der DDR viele Kritiker, wurde aber zu einem Basistext der Friedens- und Frauenbewegung.
    1996 führte die Autorin die Themen der Erzählung in ihrem Roman Medea. Stimmen fort: Frühe Quellen berücksichtigend, arbeitete sie heraus, wie Medea von der männlich dominierten Geschichtsschreibung zur Kindesmörderin stilisiert wurde. Erneut wird das Weibliche als Angst machendes und deshalb zu unterdrückendes Element gezeigt, die feindliche Abgrenzung gegen alles Fremde als eine den Frieden unmöglich machende Tendenz. A. K.
    -----------
    Patriarchatskritisch [Bearbeiten]
    Kassandra ist die Geschichte einer Außenseiterin, einer an die Oberschicht gefesselten Frau, in einem Staat, der sich zu einem ausgeprägten Patriarchat entwickelt, in einem kriegführenden Staat, wo die Männer ihren Gegnern immer ähnlicher werden und die Frauen nichts mehr zu sagen haben. Es ist die uralte Geschichte einer Frau, die zum Objekt gemacht werden soll. Sozial gebunden an die herrschende Oberschicht, emotional gefesselt an ihren Vater, an die Geschichte und Gegenwart des Königshauses, erlebt sie einen schweren, langwierigen Prozess der Loslösung. Und entscheidet sich für sich und damit für den Tod, indem sie Aineias nicht folgt.
    Zeitgeschichtliche/gesellschaftskritisch [Bearbeiten]
    Entstanden Anfang der 80er Jahre (in der sich während des Höhepunkts der nuklearen Aufrüstung der Blöcke nach innen immer mehr militarisierenden DDR) ist das Buch zugleich ein beeindruckender Bericht (und Entwurf) innergesellschaftlicher Bewusstseinsprozesse. Die in selbstverständlichem "Wir"-Gefühl zum trojanischen Hof gehörende Kassandra, die die um sich greifende "Vorkriegs"- und "Sicherheits"-Mentalität innerlich als ihr völlig fremd empfindet, wird sich erst in einer mühsamen Selbstaufklärung der Verhaftung ihres eigenen Lebens als Königstochter und Priesterin an die herrschaftsbildenden Voraussetzungen am Hof bewusst, ehe sie sich davon lösen kann. Damit gehört das Buch (etwa mit Stefan Heyms "König-David-Bericht") zu den in der DDR eher seltenen Zeugnissen einer konsequenten Selbstanalyse sich als machtfern empfindender Intellektueller.

    -----------------------

    Christa T. (Romanfigur) traut den Namen nicht – aus der Ahnung heraus, daß die Benennung kaum je gelingt. Kassandra will „wenigstens den Sprachkrieg“ in Troia aufhalten. Und Medeas Gedanken drehen sich am Ende um ihren Sprachverlust: „Ein Wort wie Trost. Mit vielen anderen Worten ist es in mir ausgelöscht. Sprachlosigkeit steht mir bevor.“ Von Beginn an reflektiert Christa Wolf in ihrem Werk die Möglichkeiten und Grenzen der Sprache, thematisiert „Ungesagtes“ und „Unsagbares“. Diese Studie untersucht die unterschiedlichen Facetten der Sprach- und Ideologiekritik der ostdeutschen Autorin, den Zusammenhang von Sprache und Macht, Sprache und Geschlecht, von Literatur, Sprachutopie und Wahrhaftigkeit – und führt damit letztlich genau ins Zentrum des Werks von Christa Wolf.



    Re: Deutscharbeit 2.3.07

    O-der-B - 01.03.2007, 20:25


    Im stürmischen Kampf ums Dasein verlangt es uns nach etwas Dauerhaftem, und deshalb stopfen wir unsere Hirne mit Unsinn und Fakten voll, in der törichten Hoffnung, unseren Platz behaupten zu können. Der durch und durch wohlinformierte Mensch - das ist das Ideal unserer modernen Zeit.
    (Das Bildnis des Dorian Gray, Kapitel 1 / Lord Henry Wotton, Oscar Wilde)



    Re: Deutscharbeit 2.3.07

    DIESEL - 01.03.2007, 21:32


    Thanks for information!!! 8)



    Re: Deutscharbeit 2.3.07

    DIESEL - 02.03.2007, 07:24


    Guten Morgen, warum ist denn hier keiner on, um sich auszutauschen?!!! :twisted:



    Re: Deutscharbeit 2.3.07

    annama - 03.03.2007, 21:48


    haha. weil se geschlafen haben?

    naja. gegessen, schade, dass die zeit nicht gereicht hat aber egal :D



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