Bellial Eldune Imdei

Luna Argenti
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    Re: Bellial Eldune Imdei

    bellial - 28.02.2007, 21:04

    Bellial Eldune Imdei
    Bellial überlegt lange, bevor sie sich dazu durchringt sich an einen Tisch mit einem Buch zu setzen. Nachdenklich blickt sie auf den Umschlag, als sie dann mit einem tiefen Seufzer die Augen schließt, einen Stift aus ihren Taschen zur Hand nimmt und das Buch aufschlägt. Sie blättert etwas umher, um eine freie Seite zu finden. Als sie Platz findet, setzt sie den Stift an und beginnt langsam zu schreiben:

    "Ob man es mir nun glaubt oder nicht, meine Geschichte began auf einem weißen Ross, angelehnt an einen Menschen, der eine goldene Rüstungtrug.
    Ganz gleich was vor diesem Menschen war, meine Erinnerungen daran verbergen sich hinter einer kalten Dunkelheit und somit kann ich nur sagen, ich wusste nicht woher ich kam, wer dieser Mensch war, warum ich auf seinem Pferd saß und wohin er vor hatte mich zu bringen. Alles was ich in diesem Moment, als ich die Augen aufschlug wusste war, dass mir sämtliche Knochen schmerzten und ich nicht umsonst an diesem Menschen lehnte.
    Was soll ich erzählen? Wir ritten stumm und ohne Regung und es war mir gleich wohin er mich brachte, ich wollte nur schlafen.
    Er teilte sein Brot, sein Wasser und seinen Mantel mit mir, doch kein Wort redete er mit mir.
    Wie lange wir unterwegs waren vermag ich nicht zu sagen. Im nachhinein erfuhr ich, dass wir uns auf dem Weg nach Auberdine befanden und ich will euch etwas erzählen. Etwas, das sich tief in mein Herz grub!
    Als wir uns den Toren Auberdines näherten, bemerkte ich, dass mein stummer Retter leise weinte. Tränen rannen ihm über das Gesicht und ich war zu müde. Zu müde, um ihn nach ihrem Grund zu fragen. Zu müde, um zu bemerken, dass es Tränen tiefer Trauer waren.
    Ein Stück weit von den Toren entfernt, sass er ab, zog mich von dem Rücken des Pferdes und verabschiedete sich mit einem Kuss auf die Stirn von mir. Nachdem er wieder aufgessen war und sich ein Stück entfernt hatte, weiß ich nur noch, dass mir plötzlich der Boden entgegen kam.

    Meine nächste Erinnerung war ein Elf, der auf mich herabblickte. Er hob mich hoch, brachte mich in eine große Stadt und legte mich in ein Bett."

    Bellial schmunzelt bei dieser Erinnerung:

    "Etwas Zeit verging und ich erfuhr, dass ich in Darnasuss war und in Jiegors Bett lag. Mir war es egal, wo ich war. Mir war nur wichtig, dass ich bei Jiegor war. Ganz gleich wie es klingen mag, seid dem Augenblick, als er mich in seine Arme hob wusste ich, ich würde mein Leben mit ihm teilen, denn eine leise Stimme wisperte mir ein Versprechen zu, dass dieser Elf nie mehr von meiner Seite weichen würde. Er versorgte meine Wunden, gab mir einen Namen und ein Heim. Auch war schnell mein Talent im Umgang mit Tieren entdeckt. gegen die Hoffnung Jiegors, ich würde eine Druidin werde.

    Jahre gingen ins Land und ich verbrachte meine Zeit mit warten. Dieser Mensch und der letzte Augenblick wollten nicht aus meinem Kopf gebannt werden. Also zog ich großes Missgefallen auf mich, indem ich nach dem Leben der Menschen forschte. Ich wollte wissen warum er da war, wieso er eine solche Rüstung trug. Alles würde mir vielleicht helfen einen weg zu ihm zu finden und vielleicht zu dem Leben, was ich vor diesem Augenblick führte.........
    Ich gebe es zu, ich war besessen und es raubte mir den Lebenswillen, als ich erkennen musste, dass zuviel Zeit verstrichen war, als dass er wieder zu mir hätte finden können oder ich zu ihm. Zu allem Übel erklärte mir Jiegor in dieser Zeit, dass er mich zu seiner Frau will und ob man es nun glaubt oder nicht, mir fehlten die Worte! So blickte ich ihn eine lange Zeit stumm an, bis er sich von mir abwendete. Dieser Moment schmerzt mich noch immer sehr. Seid dem wartet Jiegor geduldig auf eine Antwort.
    Doch mit bedauern muss ich gestehen, dass er diese Antwort erst von mir hören wird, wenn ich weiß wer mein Retter war, ob er begraben wurde und wo, wie ich mich bei ihm bedanken kann. Eine handvoll Blumen auf sein Grab streuen ist alles, was ich noch suche."


    Nachdenklich streicht sie sich die Haare aus dem Gesicht

    "Was mir noch zu schreiben bleibt ist, dass ich mir mit meiner Suche sehr viel Missfallen zugezogen und Jiegors Leben unnötig erschwert habe. ich kann nur Elune bitten, Jiegor möge es mir eines Tages verzeihen.
    Soweit war das meine Geschichte. Die Geschichte von Bellial Eldune Imdei."

    Bellail legt den Stift weg, schließt das Buch, streicht ein letztes mal über den Einband und verlässt den Raum.



    Re: Bellial Eldune Imdei

    bellial - 08.03.2007, 00:58

    Der zweite Teil
    *Kleine Schatten spielen an der Wand eines kleinen Zimmers. Durch den Boden ist Gelächter, Gerde und Musik zu hören. Das leise Kratzen einer Feder über Papier ist alles an Geräuschen, die aus dem Zimmer nach Aussen dringen.

    "Etwas mehr als zwei Jahrhunderte, dass ist mein Alter. Die Zeit, die ich diesseits und jenseits des dunklen Portals verbrachte. Etwas mehr, wie zwei Jahrhunderte.........Ich kann mich nur noch an den Verlauf der 2 Jahrhunderte erinnern, davon ist nur ein Jahrhundert von Bedeutung für mich. 1 Jahrhundert, das ich mit meiner Liebe verbringen durfte.

    Warum ich diese Zeilen schreibe? Mein Leben hat sich verändert.
    Ich habe Darnasuss verlassen und ein kleines Zimmer in Goldshire bezogen.
    Darnasuss, der Stolz aller Elfen....aller Elfen, die noch wissen, was Stolz ist.
    Ich habe keinen Stolz in mir, jetzt nicht mehr. Ich schrieb einmal nieder, dass ich auf der Suche nach einem Helden sei, einen menschlichen Lichtkrieger. Ich wollte sein Andenken ehren. Ich wollte leben, wie es sich für einen ehrenvollen Menschen gehörte."

    Mit einer müden Handbewegung streicht sich Bellial über die Augen, bevor sie mit dem Schreiben fortfährt.

    "Ich fand ihn, meinen heldenhaften Lichtkrieger, in Lordaeron. Was er auch immer einmal war, jetzt ist er ein untoter Hexenmeister, der Grausamkeit und Schrecken verbreitet.
    Er erzählte mir eine Geschichte, was kurz vor seiner Geburt geschah. Er erzählte mir, dass er halb wahnsinnig durch den Teufelswald ritt, dass er dort viele Spitzohren fand und sie in Stücke riss. Bis auf eine, der hatte er einen Hieb mit seinem Schwert mitgegeben und sie sei von einer Anhöhe gestürzt..
    Gleichgültig erzählte er mir, von der Auslöschung meiner Familie, erzählte mir, wie er mich töten wollte, lachte mir ins Gesicht und ging.

    Meine Träume von Stolz und Ehre wurden in einem einzigen Moment in tausend Stücke zerrissen.
    Ich kehrte nach Darnasuss zurück, sagte jedem, den ich dort traf ein "Lebe wohl" und bin nun hier in diesem Zimmer.

    Es gab ein Jahrhundert in dem ich glücklich war. Ich hatte ein Zuhause, einen Mann, Träume, Ziele aber diese Zeit wird nicht mehr kommen.

    Ich habe mich für eine kleine Jagd entschlossen! Meine Beute ist mächtig, aber ich werde irgendwann mächtiger sein und ihn zur Strecke bringen!"

    Das leise Kratzen hört auf, die Kerze wird ausgeblasen und stille kehrt in die dunkle Kammer ein, bis auf das Gelächter, das Gerede, die Musik, die man gedämpft wahrnimmt.



    Re: Bellial Eldune Imdei

    bellial - 10.05.2008, 22:38


    Leise hört man Schnee unter Füßen, Pranken, Tatzen knirschen, während er zerdrückt wird. Die Nacht ist klar und die Sterne am Himmel funkeln wie Kristalle. Keine weiße Scheibe krönt das Bild, nur die Sterne funkeln im Weiß des Schnees. Ein leichter Wind bringt die Welt von Winterspring noch mehr zum gefrieren und leise klirren.

    Hier wurdest du geboren, flüstert leise eine Stimme und frierend wickelt sich die Besitzerin der Stimme noch fester in ihren Umhang. Willst du hier weiterleben? Du bist noch jung Jökull. Aran ist alt.
    Langsam dreht sich Bellial zu ihren beiden Gefährten um. Der alte Bär hat sich im heimischen Schnee niedergelegt und zuckt leicht mit den Ohren, gähnt ausgiebig und kratzt sich hin und wieder. Neben ihm sitzt stolz und aufrecht der junge Schneetiger. Wach funkeln seine Augen Bellial an und unruhig peitscht sein Schweif den Schnee hinter ihm auf. Aran hat sein Leben gelebt, er wird nicht mehr von mir gehen. Du schuldest mir nichts Jökull. Jökull knurrt tief aus der Kehle heraus, hebt die Lefzen und bleckt die Zähne. Es scheint, als wenn der Tiger jedes Wort verstanden hätte.

    Lange mustert Bellial ihn, holt dann tief Atem und seufzt tieftraurig auf. Um Anon brauchst du dir ebenfalls keine Sorgen zu machen man wird für ihn sorgen, bis er erwachsen ist. Dann wird er wieder in der Savanneh ausgesetzt. Ein kurzer Windstoss erfasst ihre Haare, reißt sie mit sich in die Nacht, auf ihren Bogen gestützt redet sie weiter gegen den Wind an, der nun stärker zu werden scheint.
    Irgendwo hier ist ein Grabhügel. Aran und ich werden dort die Nacht verbringen. Wenn du morgen Früh nicht vor dem Eingang bist, werden wir ohne dich weiterziehen. Mein Kleiner, dort wohin ich gehen werde ist kein Leben, keine Zukunft und besonders kein klarer Himmel.

    Mit einem leichten Nicken wendet sich Bellial ab und setzt langsam einen Schritt vor den anderen. Umständlich erhebt sich Aran aus seinem kalten Lager, streckt den Rücken durch und gähnt laut in die Nacht hinein. Sanft stubst er Jökull noch einmal in die Seite, bevor er sich aufmacht Bellial zu folgen. Lange Zeit sitzt der Schneetiger regungslos an seinem Platz und beobachtet die kleiner werdenen Figuren, weiterhin unruhig den Schnee wegfegend.....



    Re: Bellial Eldune Imdei

    bellial - 03.06.2008, 13:57


    Ich fluche laut, obwohl ich mir eigentlich den Atem sparen sollte. Ich verfulche sämtlilche Götter und Mächte, die mich hierher getrieben hatten und schimpfte auf mich. Wie konnte ich nur so dumm sein? Ich habe nicht auf die Zeichen geachtet. Ich bin einfach weitergegangen und gegangen und habe weder auf die Tiere noch auf die Natur gehört, dabei waren die Zeichen so deutlich. Drei Tage bin ich durch Winterquell marschiert. Ich habe vor mich hingeträumt, nicht mehr auf den Weg geachtet und dann war es passiert. Der Blizzard hat mich getroffen, wie ein Schlag ins Gesicht und war nun dabei mich zu Boden zu werfen. Ich konnte nichts sehen. Der Schnee blendete mich und das Eis stach mich durch die Rüstung. Meinen Umhang hatte es schon längst weggeweht und ich setzte hilflos einen Fuss vor den anderen. Kein Jäger, und sei er der Beste wäre in einem solchen Sturm weitergegangen aber ich konnte nicht anders. Die Gegend war mir unbekannt, ich sah keine Verstecke und keinen Unterschlupf. Alles was mir blieb war weitergehen oder sterben.
    Irgendwann konnte selbst ich nicht mehr und ich setze mich auf den Schnee, Aran ganz dicht bei mir, und rollte mich ganz klein zusammen. Wie treu ist ein Tier in Zeiten der Not, ging es mir durch den Kopf. Lange hatte Aran nichts mehr gefressen. Er war nicht einmal von meiner Seite gewichen, auch nicht zum Jagen und jetzt.......
    Müde ließ ich mich in das weiche Bett zurücksinken, ich konnte nicht mehr. Heißer Atem strich mir über das Gesicht. Es war wohl soweit, denn ich spürte Zähne um mein Handgelenk greifen. Besser ich sterbe nützlich, echote es in mir und dann war Stille, Dunkelheit.
    Dunkel, still, warm, flauschig, schwer, sehr schwer. Ich hörte ein leises, geqäultes Geräusch und die Schwere auf meiner Brust nahm ab ohne das die Wärme ging. Meine verklebten Augen ließen sich nur schwer öffnen, aber es machte keinen Unterschied, es war zu dunkel.

    Etwas Nasses und warmes streicht mir über das Gesicht, irgendjemand versucht mich mit einem feuchten Lappen zu wecken und ich winde mich, ich bin zu müde und will einfach nur weiterschlafen. "Uff...." , etwas schweres presst mir die Luft aus den Lungen und ich schlage die Augen auf, gewillt lautstark zu protestieren und verschlucke meine Worte. Jökull hat sich mit seinem Oberkörper auf mich gelegt und Aran fährt immer noch fort, mir das Gesicht abzuleken. Ich verziehe das Gesicht und versuche beide wegzuschieben, erfolglos. Ich kann meine Arme nicht heben und verstehe langsam, warum sie mich geweckt haben. Es ist Zeit etwas zu essen und Jökull hat einen Hasen erlegt. Ich überlege noch, wie ich das anstellen soll, als Jökull ein dickes Stück Fleisch abreißt und kauend zu mir kommt. Mir dreht sich der Magen um, er füttert mich tatsächlich. Ich danke den Mächten inbrünstig dafür, dass es eine Ohnmacht gibt.
    Als ich erneut die Augen aufmache liegt Aran neben mir ganz flach und Jökull ist auf seinen Rücken gestützt. Ich beobachte es verwundert, Jökulls Kopf kommt immer näher auf mich zu, er verbeißt sich in meiner Rüstung und dann...."Huch". Aran erhebt sich mit mir auf dem Rücken und trotet langsam hinaus. Das Licht schmerzt wahnisinnig in den Augen, ich schließe sie und schlafe ein.
    Irgendwann ziehen kleine grüne Hände mich von dem Rücken des Bären. Ich sehe sie, weil ich die Augen wieder ein Stück weit öffnen kann. Weich, warm, laut, es ist laut aber warm.



    Re: Bellial Eldune Imdei

    bellial - 04.10.2008, 19:36


    Rot. Die Ränder meiner Augen sind rot umsäumt, so muss es sein. Warum sonst ist alles in meinem Blick rot? Die Welt hat die Farbe von Blut angenommen und in meinen Ohren klingelt es. Nein, es ist kein Klingeln. Jemand in meiner Nähe schreit ununterbrochen die ganze Zeit. Das Kratzen in meinem Hals sagt mir, dass ich es bin.
    Ich habe Jökull und Aran losgelassen, sie reißen erbarmungslos jeden Verlassenen von den knöchernen Beinen. Ich hasse sie! Ich hasse sie alle! Sie haben mich um mein Leben gebracht. Sie haben mich um meine Rache betrogen!
    Ein Axthieb trift mich in die Seite. Ich bedanke mich mit dem Ende meines Bogens und zertrümmere dem Untoten das Gesicht.
    Es sind nicht viele Verlassene hier im Silberwald beim Grabmal, noch nicht.
    Mein kleiner Anon steht schützend an meiner Seite, während ich meine Pfeile die Luft zerreißen lassen. Ich muss ein seltsames Bild abgeben, wie ich da stehe und nach Viktor rufe. Ich suche diesen verräterischen Lichtgläubigen. Diesen feigen Hund von einem Verlassenen, der sich mit dem Namen Logra zu schützen versucht, aber nicht vor mir. Man hat mir gesagt Logra hätte die Welten verlassen. Er sei nicht mehr zu finden. Dieser Bastard wird mich nicht um meine Rache bringen.
    Ich werde ihn finden und wenn ich die Horde ausrotten muss.
    Aber jetzt wird es Zeit, es werden zuviele, es kommen immer mehr nach. Los Jökull, Aran, auf Anon.....wir müssen fliehen, es sind zuviele. Heute ist noch kein guter Tag zu sterben. Nicht heute.

    Ich werde wiederkehren und dann werde ich das Licht zerreißen.



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