Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

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    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    skold_in_suspenders - 28.02.2007, 16:37

    Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]
    Disclaimer: Mir gehören die Personen in dieser freierfundenen Geschichte NICHT und ich verdiene auch kein Geld damit. Alles ist Ergebnis meiner unerschöpfbaren Fantasie.

    Inhalt: Manson, Twiggy, John, Ginger, Pogo und Tim sind nach der Südamerikatour mit ihrer eigenen, kleinen Airplane auf dem Weg nach Hause. Aber auf dem Flug von Buenos Aires nach Florida passiert etwas unerwartetes...

    Bemerkung des Autors: Ich sag nur: Spaß und Spinnerei pur! Thx @ my Sweetie Omega ;-) Unsere Ideen sind unübertroffen!

    Chapter 1 – Rückflug ohne Ruhe
    Dear Diary! 08 / 22/ 2004, 2:15pm

    Ich bin ja so froh, dass diese abgefuckte Tour endlich zu Ende ist! Kann es gar nicht mehr erwarten zu Hause bei Dita zu sein!... Das bedeutet nämlich: Ruhe und Entspannen bei meiner kleinen Maus. Ich hab das unbedingt nötig!
    Die Jungs gehen mir nur noch auf den Sack! Zur Zeit geht es eigentlich... wir befinden uns irgendwo über Brasilien und es herrscht tatsächlich Ruhe (komisch, eigentlich unmöglich bei diesem durchgeknallten, kranken Haufen). RUHE! Ich lass mir das Wort noch einmal irgendwann auf die Stirn tätowieren... . Zu selten hat man diesen kostbaren Güter.
    Aber wenn ich mich so umsehe, verschwindet meine innere Ruhe wieder, wie ein Atheist, der von einem Trupp Zeugen Jehovas verfolgt wird. Pogo sitzt auf seinem Platz und starrt gegen die Decke und zieht sich wohlmöglich irgendein Heavy Metal Zeugs in sein poröses Hirn, was trotz Kopfhörer noch durch den Raum schallt, als wäre Motörhead an Bord. Ich wette, er hat nicht mehr lange was von seinen Überresten im Schädel (falls vorhanden). Ginger rennt quer durch das halbe Flugzeug, fuchtelt mit seinem Handy in den Wolken rum und kapiert immer noch nicht, dass er hier oben keine SMS an seine Alte schicken kann und nervt mich mit seinem „Oh Manson, wieso klappt das nicht? Wir sind den Scheiß Satteliten doch näher, als sonst!...“ (ich glaube, ich sollte eben den Stift zur Seite legen und ihm seine Scheiß Drumsticks um die Ohren hauen... obwohl... nein. Sein genähter Kratzer an der Schläfe sollte erst einmal zuwachsen...). Hm, endlich gibt Mr. Fish Ruhe (vielleicht, weil ich ihm gerade angedroht habe, Fischsuppe aus ihm zu machen, wenn er nicht endlich seine Kiemen hält) und die nächste Nervensäge raubt mir fast den letzten Funken Geduld. John natürlich (Jeordie ist auch noch von der Sorte, aber wie ich merke, ist er mit Tim gerade im engen Bad verschwunden). Der Sack ist eingepennt und rutscht mir immer näher und wenn ich mir seinen Sabberfaden im linken Mundwinkel betrachte, der mir ziemlich auf die Pelle (d.h. eher T-Shirt) rückt, könnte ich John mit Gingers Drumsticks traktieren, die so schön vor mir auf dem Sitz liegen (weswegen auch immer...). Was soll’s... ich bin eh nur der arme, berühmte Antichrist, der nur eins will und es aus einem abgefuckten Grund trotzdem nicht bekommt: RUHE! (Ich wette, der Hurensohn Marias über uns hat seine Finger im Spiel)

    Brian
    ***
    Manson klappte düsteren Blickes das schwarze, unscheinbare Buch zu und steckte es in seine Tasche. Er verschränkte seine Arme und blickte grimmig aus dem runden, kleinen Fenster des kleinen Flugzeuges. Die Sonne knallte unerbittlich auf die Landschaft unter ihnen, keine einzige Wolke war zu sehen. Das Rumoren der Turbinen und das Metal Geröhre vermischte sich mit den obszönen Lauten aus dem nebenanliegenden Zimmer, doch dadurch ließ sich scheinbar niemand stören. Pogo sowieso nicht. Der saß gelangweilt da, nur der Fuß wippte zum Rhythmus seiner unüberhörbaren Heavy Metal Musik und die Augen, die vorerst an der Decke festklebten, verfolgten hin und wieder lauernd den beschäftigten Drummer.
    „Abgefuckte Mist...viehscheiße!!“ Er hüpfte mit dem Handy in der ausgestreckten Hand herum und rannte anschließend gegen den nächstbesten Sitz.
    Pogo hob unbeeindruckt befremdeten Blickes eine nichtvorhandene Augenbraue. Wohlmöglich erkannte er keinen Sinn in Gingers hysterischem Kriegstanz. Er setzte die Kopfhörer ab und schaltete seine Musik aus. Eine seltsame Stille trat ein.
    „Hey Franklin, was wird das? Willste den Herr da oben mit deinen Funkstrahlen durchlöchern?“ Ginger blieb schweratmend stehen und starrte Pogo empört an. „Kenny, verdammt! Kenny! Wie oft noch?!“ Der Keyboarder hob spöttisch seine Mundwinkel. „Ich an deiner Stelle würd erst mal den Arm runternehmen, sonst sieht das ein bisschen aus, wie...“ Pogo kicherte. Schnell war der Arm unten. Ginger grummelte vor sich hin und trollte sich zu seinem Platz. Er beobachtete John, der auf Mansons Schoß gerutscht war und tief und fest zu schlafen schien. Manson saß immer noch mit verbissener Miene da und starrte geradezu krampfhaft aus dem kleinen, runden Fenster. Der Drummer griff gelangweilt zu seinen Drumsticks und trommelte etwas auf Johns blondem Kopf herum.
    Während Pogo auf die merkwürdigen Laute hinter der Badtür aufmerksam geworden war, sich lässig dieser näherte und sie prompt öffnete. Zwei spitze Schreie gellten durch den Raum. „POGO!!!“ – „PISS OFF!!!!“ Pogo zuckte zusammen und schloss die Tür wieder freiwillig.
    Ginger war nun beschäftigt, den wütenden John von seinem Hals zu kriegen. Manson warf Pogo einen flehenden Blick zu. Doch dieser setzte sich wieder gemütlich auf seinen Platz und holte ein blaues, unscheinbares Buch und einen Kuli hervor.

    ***

    Irgendwo in der Luft über Brasilien, 2:41pm August, 2004, 22th

    Hier oben ist es verdammt scheißen öde. Keiner macht irgendwas, alle hängen nur blöd rum ... na ja. Der Schwede und Twiggy sind wohl die aktivsten.
    Keine Weiber. Kein Stoff. Nix. Nicht mal mein Keyboard. Und der Pilot ist auch scheißen öde. Der weigert sich strikt Loopings zu fliegen oder wenigstens mal einen kleinen Sturzflug zu machen. Arschgeige. Ich glaub ich geh ihn gleich noch mal im Cockpit besuchen. Wobei
    C o c k pit schon eine seltsame Wortwahl für ein Führerhäuschen im Jet ist… . Na gut, Führerhäuschen erinnert mich auch schon wieder an was böses. Musste unser Franklin, der immer drauf besteht, Kenny genannt zu werden, mich wieder dran erinnern... wie pervers.
    Na ja ich chill mich dann mal zum Cockpit... Führerhaus... scheiß drauf, alles befickt!
    - Roger, Ende und Over. -
    ***

    John hatte sich nun wieder besinnt und auf seinen Platz gesetzt. Ginger musste seine Drumsticks vor dem Gitarristen in Sicherheit bringen und murmelte beleidigt irgendetwas. Manson saß so gut wie eingeklemmt zwischen den beiden, hatte die Augen geschlossen
    und den Kopf gegen die Wand gelehnt. Schließlich schlich sich Twiggy mit Tim an der Hand in den Raum. Seine Dreads waren zerwühlt, als hätte er sich freiwillig in einen Affenkäfig begeben. Tims knallroter Lippenstift war im ganzen Gesicht verschmiert. Sowohl bei ihm selbst, wie auch bei Twiggy. Dieser flüsterte:
    „Glaubst du, sie haben was davon mitgekriegt?...“ Tim schob sich den Träger seines schwarzen Tops wieder auf die Schulter.
    „Weiß nicht...“
    Pogo nervte währenddessen den Piloten, dass er doch endlich Action in den langweiligen Flug, der immer nur geradeaus geht, bringen solle. Er konnte gar nicht verstehen, wie man nur Pilot werden kann, wenn man nur solche öden Strecken flöge.
    Twiggy hatte sich wieder auf seinen Sitz niedergelassen, Tim neben ihm. Nach einiger Zeit Schweigens holte Twiggy seufzend ein pinkes, nicht gerade unscheinbares Buch und einen Stift aus seinem Täschchen.

    Liebes Tagebuch! 08-22-2004, 2:55pm

    Nach einem netten Schäferstündchen mit Thim in dem viel zu engen Badezimmer dieses jämmerlichen Jets habe ich mich erst einmal zurück zu den anderen gesetzt. Bis jetzt hat keiner was gesagt und Pogo, der mittendrin reingeplatzt ist, ist irgendwie nicht da... . Haben wir zwei noch mal Glück gehabt! Oh mann, ich bin ja soo... verliebt! Thimi sitzt neben mir und... hach. Ich bin einfach glücklich. Hoffe, er auch. Ich könnte jetzt ewig so weiter schreiben, aber irgendwas stimmt hier nicht. Der Motor des Flugzeugs –ich hör jetzt lieber auf!!
    Bis zum nächsten Eintrag (falls es mir das Leben noch erlaubt!)
    Jeordie
    ***

    Der Motor des Jets fing plötzlich an, zu stottern und komische Geräusche von sich zu geben. Ginger und John, die sich vorerst grimmig angestarrt hatten, sahen sich nun mit schreckensgeweiteten Augen an. Manson zuckte nur im Halbschlaf mit der Augenbraue und reagierte nicht weiter auf die Geräusche. Während Tim und Twiggy ängstlich die Finger verflochten, begann Pogo den Piloten zu kritisieren.
    „Sind Sie nicht Pilot? Ich dachte, Sie können soooo toll fliegen!...“ Der Pilot gab in der Tat sein Bestes und bald glänzten Schweißperlen auf seiner Stirn. „Ich-ich glaub, der Motor kackt ab...“, krächzte er. Pogo hob die unbeeindruckt Augenbrauen. „Aaach... der Motor? Glauben Sie. Sie als Pilot müssen das WISSEN, Mensch!“
    Das Flugzeug sackte um einige bedenkliche Meter ab, sodass die Bandmitglieder fast aus ihren Sitzen hüpften. Tim und Twiggy kreischten synchron und klammerten sich aneinander. „HILFE!!“ – „Wa-was... was ist das?! Stürzen wir ab?...“ Manson öffnete erschrocken seine Augen.
    „Hoppla!“
    Und an den Anblick, dass John sich auf Gingers Schoß geflüchtet hatte und die beiden sich verzweifelt aneinander klammerten, musste er sich in den ersten Schreckenssekunden auch noch gewöhnen. Es gab einen weiteren Ruck, aber diesmal um einiges heftiger. Aus dem Cockpit schrie der Pilot: „DIE FALLSCHIRME!!! BENUTZT DIE FALLSCHIRME!!!! UND SIE AUCH, MR BIER; UND ZWAR S O F O R T!!!“

    Chapter 2 – Unsanfte Landung

    Über den grünen Wipfeln des scheinbar nie endenden Baummeeres trudelten sechs für diese Umgebung eher ungewöhnliche Gestalten an Fallschirmen rasch gen Erde, während das Flugzeug weiter Richtung Erde raste. Bald gab es einen dumpfen Knall, irgendwo am Horizont. Durch die feuchtwarme Luft drangen schrille Stimmen.
    „Twiggyyyy!“ – „Meine Klamotten!...“ – „Halt’s Maul, John!“ – „Was willst du denn, Manson, he?!“ – „Hey, ganz ruhig! Man sollte sich im freien Fall nicht strei-
    ACHTUNG BAUM!“
    Die Ruhe des Dschungels wurde durch heftiges Rascheln und das Knacken einiger Äste in den Baumkronen gestört. Sowie Schmerzensschreie und Gefluche.
    „Aiiii...!“ – „Ver-dammt!“ – „Twiggy, nehm dein Täschchen aus meinem Gesicht... mann!“ – „Tz, typisch Twiggy!... Nichts ist wichtiger als –au!“ – „Shit! ShitshitSHIT!“ – „Netter Baum...“
    Pogo fing an zu kichern, als endlich halbwegs Ruhe herrschte.
    „Jetzt hängen wir hier!... Und nun? Ich hab weder Bock, da runter zu fallen, noch... noch hier hängen zu bleiben.“
    Manson verschränkte seine Arme und zischte verächtlich.
    „Denkst du, ich häng hier lieber rum?? Ich will nach Florida, das ist alles!“
    Pogo pflückte sich interessiert eine kleine rote Frucht aus seinem Iro.
    „Lustig... so was gibt’s zu Hause nicht...“
    Schnell war die kleine Beere im Magen des Keyboarders. Twiggy sah Pogo vorwurfsvoll an. „Sach mal!... Die kann giftig sein!“
    Die Idylle des Dschungels war zur Zeit eindeutig nicht genießbar. Allesamt hingen sie schmollend im obersten Geäst eines mindestens 20 Meter hohen Baumes und führten knappe, hitzige Gespräche –wie auch leicht verzweifelte Selbstgespräche. Tim hing mit einer Leidensmiene da, sodass es für Twiggy geradezu unaushaltbar war.
    „Timmi... was ist los? Komm her!...“
    „Ja wie denn, ich häng etwa 3m von dir weg! Und meine Zigaretten sind auch weg! Ich werde qualvoll in diesem befickten Baum verenden... und nur, weil ich die Entzugserscheinungen nicht ertragen konnte...“
    Er seufzte schwer. Pogo, der praktischerweise zwischen Tim und dessen Liebhaber hing, meldete sich zu Wort.
    „Ey peace, Kumpel! Die Beeren hier sind 1a! Da brauchst du keine Fluppen mehr...“
    Manson rollte mit den Augen.
    „Huhu, an alle Supergenies da hinten! Wir sollten erst mal zusehen, dass wir hier heile runterkommen! Vielleicht findet man ja jemanden, der... uns...“ Seine Stimme wurde immer unsicherer, als er die Blicke der anderen auf sich gelenkt spürte. „...nicht?“
    John:
    „Tja, hier runterkommen ist ne gute Idee, aber der Rest ist Rubbish!“
    Pogo:
    „Aber... wartet... ihr müsst unbedingt diese Früchte probieren!“
    Alle:
    „Schnauze!“
    Twiggy seufzte und kramte aus seinem Täschchen sein geheimnisvolles Buch und den Stift heraus, während die anderen noch am diskutieren waren.

    ***

    Liebes Tagebuch! 08-22-2004, ??pm

    Es klingt unglaublich, aber wir hängen gerade alle im selben Baum. Nein, ich habe nicht gekifft... nur Pogo, der sich mit seltsamen Beeren voll stopft... aber was soll’s. Der letzte Eintrag war also doch nicht mein Letzter. Leider kann ich mich nun schlecht an meinen Thimi kuscheln... Pogo der Sack hängt dazwischen! Oh ich merke... das wird eine ganz verrückte Geschichte. Der Pilot ist mit dem Flugzeug irgendwo anders abgestürzt... mit unseren Sachen. Zu schade. Wenigstens lebt Thim noch. Die anderen kannste irgendwie echt vergessen. Nun ja, wie ich merke, haben die anderen wohl eine Lösung gefunden, wie wir von diesem Urwaldriesen runterkommen... Manson meinte: „Heile runterkommen“ Ob das wohl so ist?? Egal, die Pfeifen drohen mir gerade, dich „pinkes Mädchenbuch“ in die unendlichen Weiten hier zu schleudern, wenn ich nicht sofort aufhöre... -.- Na denn... bis auf hoffentlich ein weiteres Mal...
    Jeordie***

    Die übrigen Jungs waren sich nun einig geworden. Genaugenommen waren es nur drei, die diskutierten, da Pogo nur noch fasziniert von seinen roten kleinen Früchtchen sprach, Tim in einen Streik verfallen war, wegen seinen Zigaretten, und Twiggy eh nur in seinem pinken Buch herumgekritzelt hatte. Manson übernahm aus Gewohnheit das Kommando:
    „So, Jungs! Alle mal herhören –auch Pogo!... Also, wir lösen erst mal die Gurte von unseren Körpern. Aber haltet euch irgendwo fest, sonst könnt ihr’s vergessen!...“
    Kurzerhand waren die vom Unglück verfolgten Jungs dabei, sich irgendwie von den Fallschirmen zu lösen. Plötzlich schrie Pogo auf und fiel in die Tiefe. Die anderen starrten geschockt hinterher.
    „Du solltest dich festhalten, du Cocksucker!!“, rief Manson Pogo gereizt nach, während er die Arme und Beine um einen dicken Ast geschlungen hatte und da hing, wie ein Faultier. Pogos Aufprall zeichnete sich durch lautes Knacken und Rascheln aus. Ginger japste auf, immer noch mit großen Augen in die Tiefe starrend.
    „Er ist in einem Busch gelandet!... Verdammtes Glück... Geht’s, Pogo?!!“
    Vorerst drang ein leises Ächzen, Rascheln und Knacken nach oben, begleitet vom Fluchen des Keyboarders. Dann: Ein begeisterter Aufschrei.
    „HIER SIND JA NOCH MEHR SOLCHE BEEREN!“
    Manson rollte mit den Augen und John musste kichern. Twiggy war derweil beschäftigt, irgendwie zu seinem Tim hervorzudringen.
    Ginger schluckte.
    „M-Manson, wie kommen wir fünf jetzt h-hier runter?...“
    John, der über Kopf an einem Ast hing, zuckte mit verschränkten Armen die Schultern.
    „Also... ich hänge ganz gut. Meinetwegen könnten wir hier noch ein bisschen bleiben.“
    Manson schüttelte eifrig den Kopf.
    „Nix da! Wir klettern runter. Notfalls enden wir so, wie Pogo... also hopp! Bewegt eure Ärsche!“
    Twiggy hatte es fast zu Tim geschafft und gab ihm einen Kuss auf den Mund.
    „Ich hab dich so vermisst!...“
    Ginger stupste Twiggy an.
    „Hey! Es geht ab nach unten!”
    Twiggy quiekte auf und verlor den Halt. Er stürzte. Aber nicht weit.
    „Twiggyyyyy! Lass mich loooos!“, kreischte Tim panisch.
    Twiggy hielt sich krampfhaft an Tims Beinen fest und atmete stark.
    „Hi-Hi-Hilfe!...“
    Ginger wurde rot.
    „Sorry...“
    Manson war schon längst dabei, sich weiter nach unten zu kämpfen. John hing relaxt da und hatte die Augen geschlossen.
    Ginger folgte Manson und behielt schuldbewusst das Pärchen im Auge, das nahe Pogos Schicksal war.
    „Jeordie! Bitte!... Ich falle gleich!!“
    „D-dann fall ich mit... Ich kann mich doch sonst nirgendwo festhalten, mensch!“
    „Du lässt jetzt los! Sonst... sonst mache ich Schluss!“
    „DAS wagst du nicht!“
    „Doch.“
    „Nein!“
    „Oh doch!...“
    „Nein!“
    Manson und Ginger waren beinahe unten, während Pogo sich durch den Busch fraß und ab und zu verzückte Laut von sich gab.
    Plötzlich schrie Tim auf und fiel mit Twiggy herunter. Ginger kniff die Augen zusammen und sah weg, als die beiden schnurstracks in den Busch knallten, wo eben auch Pogo sein Unwesen trieb.
    „AAAAHG! IHR HABT MEINE SCHÖNEN BEEREN KAPUTT GEMACHT!!“
    Gekeife und Faustschläge erfüllten den Dschungel.
    Manson und Ginger waren kurze Zeit später ebenfalls unten und klopften sich die zerrissenen Klamotten ab.
    „Och mann... das Hemd war teuer...“
    „Jammer nicht, Fish. Sei froh, dass du noch lebst!... Warte, ich hole eben die Bekloppten da aus dem Gestrüpp...“

    Chapter 3 – Faszination Urwald
    Einige Zeit später hatte sich die ganze Situation erledigt und die Jungs machten sich auf den Weg durch den Dschungel. Die Luft unter den Bäumen war noch schlimmer, als über den Bäumen. Stickiger und feuchter. Unbekannte Insekten zirpten überall, aus den Tiefen des Urwaldes drangen Schreie der Affen und diverse andere Tiere gaben hier und dort Laute von sich.
    Manson lief an der Front, hinter ihm der Rest. Pogo war ganz hinten, sah sich ununterbrochen um und kam aus seinem Staunen gar nicht mehr raus.
    „Da! Ein rosa Elefant!“
    Tim drehte sich zu seinem etwas älteren Bandkollegen um und musste grinsen.
    „Eindeutig die Kifferbeeren, ein-deutig...“
    Twiggy ging schweigend neben seinem Liebhaber her und sah nur erschöpft und gelangweilt auf die Erde. Schließlich schielte er zu Tim.
    „Duuu, Tiiim?... War das ernst gemeint, vorhin im Baum?“
    Tim blickte Twiggy verwirrt an.
    „Was meinst du?!“
    „Du sagtest, dass du Schluss machst, wenn i...“
    Tim sah erschrocken drein.
    „Nein! Ich mache kein Schluss!... Das hab ich da nur so gesagt.“
    Twiggy klimperte mit seinen großen dunklen Augen und ein Lächeln saß in seinen Mundwinkeln.
    „Ehrlich?“
    „Ehrlich. Ich lieb dich doch!...“
    Tim angelte sich Twiggys Hand und verflocht seine Finger mit seinen.
    „Ich lieb dich auch...“
    „Na dann sind wir uns ja einig.“
    Pogo kiekste und pflückte im Vorbeigehen eine apfelgroße, gelbe Frucht.
    „Die is’ ja noch besser!...“
    Ginger drehte sich um und schnappte Pogo die Frucht umgehend aus den Händen und warf sie ins Gebüsch.
    „Halt Stephen, die war giftig!... Ich glaube, ich sollte dir mal Fruchtkunde geben...“
    Pogo seufzte enttäuscht. Manson jedoch grinste schelmisch.
    „Come on, Franklin! Sei doch nicht so streng mit Stephen.”
    Ginger wurde rot und ballte die Fäuste.
    „Ich heiße Kenny, verdammte Scheiße noch mal!...“, brachte er mit einer erstaunlichen Ruhe heraus. Pogo kicherte.
    „Franklin von Frankenstein... is’ ja auch was Wahres dran, ne Manson?“
    Die nächsten Stunden waren insbesondere Ginger und Pogo damit beschäftigt, sich mit schmutzigen und frechen Wörtern zu rechtfertigen.

    Es wurde Abend. Die Jungs waren unerbittlich durch gelaufen, hatten sich durch den unendlichen Urwald gekämpft; sehr zum Leidwesen Twiggys, der ständig herumjammerte, seine Füße täten weh und er brauche jetzt unbedingt ein Wellnessbad mit Rosenduft. Nur Tim konnte seinen Freund vor Mansons Wutausbrüchen bewahren.
    Alle waren sehr erschöpft –sogar Pogo, dessen Kifferbeeren ihre Wirkung verloren hatten und er nun wieder still war und gelangweilt vor sich hin glotzte- und wollten nur noch eins: Ein Plätzchen zum Schlafen. Aber dies war ziemlich schwierig. Der eine wollte auf dem Boden, der andere auf einem Baum übernachten. Nach einiger Zeit war dann Ruhe eingekehrt.
    Twiggy und Tim hatten sich unter den palmenblattartigen riesigen grünroten Blättern eines Busches gelegt, der Rest befand sich in direkter Nähe.
    Twiggy nutzte noch die schwindende Helligkeit, um in sein Buch zu schreiben.

    ***

    Liebes Tagebuch! 08-22-2004, ??pm

    Ich bin so müde, sodass ich eigentlich gar nicht mehr hier rein schreiben wollte. Aber die sinkende Sonne erlaubt mir doch noch, etwas zu sehen, also nutze ich das Licht. Nun ja... irgendwie sind wir dann vom Baum runtergekommen... Pogo nahm als erster die Abkürzung in den Busch unter uns, dann ich und Thim. So viele Kratzer und blaue Flecken hatte ich garantiert noch nie in meinem Leben!... Und so kaputte Kleidung auch nicht. Echt deprimierend, dabei hatte ich mir das Kleidchen doch erst vor einigen Tagen nagelneu in Curitiba gekauft! Ich bin mit der Gesamtsituation voll unzufrieden. Alles tut mir weh... ich will nur noch nach Hause! Hoffentlich findet uns bald jemand in diesem verfluchten grünen Meer. Hier scheint es echt kein Ende zu geben! Wir sind bestimmt den ganzen Mittag bis jetzt durchmarschiert. Vielleicht treffen wir ja bald auf den Amazonas oder so... . Ob der Pilot noch lebt und das Gepäck auch? –Verdammte scheiße, mein Bass ist höchstwahrscheinlich im Arsch und meine ganze Schminke auch! Warum hab ich die auch im Koffer und nicht in meiner Handtasche?! –Ich sollte mich nicht aufregen. Das geht aufs Herz. Und da hier eh so’ne Scheißluft ist... Gute Nacht.
    Jeordie
    ***

    Als die Sonne schon am Himmel auf den Dschungel knallte, waren die Jungs wieder längst auf den Beinen. Pogo hatte einige Insekten frisch von taubenetzten Blättern gefrühstückt und fand prompt einen kleinen, verkrüppelten Baum mit den selben roten kleinen Beeren, wie am Tag zuvor. Twiggy musste sich noch von dem Schock erholen, als er aufwachte und eine riesige, schwarze, haarige Spinne an seiner Backe kleben hatte, die behaglich schnurrte. Er hatte laut geschrieen und Tim angefleht, das Vieh zu entfernen, doch der flüchtete zitternd zu Manson und berichtete ihm stammelnd von Twiggys Besucher.
    „Was, eine Spinne? So groß wie ein Teller? Schwarz und haarig?“, hatte Manson fasziniert geantwortet und seine Augen hatten begonnen, zu glitzern.
    „Das ist meine!“
    Nun saß die riesige, schwarze, haarige Spinne schnurrend auf Mansons Schulter und ließ sich mittransportieren.
    „Was habt ihr denn alle? Erschöpft? Warum lauft ihr soweit hinten?“
    Tim glupschte Manson unverwandt an.
    „Nee nee...“
    „Sagt bloß, ihr habt was gegen die Spinne?!“
    Pogo kam grinsend nach vorne geeilt –mit sämtlichen Beeren in einer Hand.
    „Ooooh... die is’ doch süß! Haha!“
    Als er sie streicheln wollte, fauchte die Spinne und machte einen Buckel.
    Pogo sah sie erschrocken an und zog eilig die Hand zurück.
    „Ha-hat sie schon... einen Namen?...“
    Der Sänger pflückte gedankenverloren ein Blatt von einem Strauch und schien zu überlegen.
    „Nein...“
    Pogo machte einen Freudensprung.
    „Coool! Darf ich ihr einen geben?“
    Manson drehte den Kopf und musterte Pogo verächtlich.
    „Nee, da kommt nur Scheiße raus... sie soll einen würdigen Namen tragen!“
    „Pf, dann nicht... ich find die Beeren eh viel sympathischer...“
    Man vernahm ein Kichern von Tim.
    „Ich weiß es... sie heißt Dita! Tihihi!“
    Twiggy prustete los.
    „Hahaaaa! Das ist’s! Ich find die Ähnlichkeit is’ schon da! Kihihi!“
    Manson wirbelte grantigen Blickes herum.
    „Wie bitte?!“
    Er hatte einen Ast zurückgebogen und hielt ihn fest. Tim:
    „Nichts, nichts... hihi...“
    Manson drehte sich wieder um und suchte wütend nach den passenden Worten.
    „Oh du...!“
    Und ließ den Ast los, der prompt Ginger ins Gesicht knallte. Manson ignorierte den empörten, schmerzerfüllten Aufschrei des Drummers und stolzierte geradewegs weiter, während er gemein zu grinsen begann.
    „Erin soll sie heißen.“
    Tim klappte der Unterkiefer herunter.
    „Erin?!?“
    Manson:
    „Warum, Ähnlichkeit ist doch da, oder?“
    „Du kannst nicht einfach diese scheußliche Spinne da... Erin nennen!... –Ach du kacke... Erin...!“
    Tim warf einen vorahnenden, leidenden Blick zu Twiggy.
    „Oh scheiße! ERIN! Wie sag ich ihr das und...“
    Twiggy runzelte die Stirn.
    „Ich würde sagen, wir sollten erst mal aus dem Dschungel hier rauskommen und dann kannst du’s dir überlegen! Ich will jetzt nichts von der hören.“
    Ein Tarzanschrei ertönte und Pogo rauschte an dem Grüppchen an einer Liane geklammert vorbei.
    Tim seufzte tief.
    „Ich will sofort meine Zigaretten...“
    Twiggy tätschelte seinen Rücken.
    „Is’ wohl ganz gut so, dass du auf Entzug bist. Hier im feuchten Urwald findeste eh nichts zum Rauchen.“
    Er sah sich um. So viele fremde Pflanzen und Geräusche. Auch der Geruch war anders. Alles war anders. Sie waren gefangen in einem natürlichen Labyrinth; wohlmöglich so groß, sodass sie es nie schaffen würden, den Waldrand zu erreichen. Twiggy knurrte der Magen. Bisher hatte er es ignoriert, aber jetzt war es kaum noch auszuhalten.
    „Wo gibt’s das nächste McDonalds?“
    Ginger rieb sich immer noch den leuchtend roten Striemen auf seiner Wange und seufzte.
    „Ich wünschte, sofort die nächste Abbiegung rechts...“
    Pogo schlich wie eine Raubkatze durch das Gebüsch und erschreckte ein Chamäleon beim Mittagsschlaf. „BUH! –Hähä.“
    Manson seufzte ebenfalls.
    „Ich denke, wir sollten es erst gar nicht mit Tiere fangen versuchen... hier kann man eh kein Feuerchen machen. Und die Dinger roh zu essen... darauf hab ich auch kein Bock.“
    Tim grinste verbittert.
    „Wir könnten ja... Erin... nehmen.“
    „Nein, nicht meine süße Erin...“ Manson strich der Spinne durchs schwarzblaue Rückenfell.
    „Belassen wir’s bei Pflanzen... . Fran-... Kenny? Du scheinst dich ja damit auszukennen?...“
    Er drehte sich zu Ginger um und sah ihm lieb in die Augen. Ginger knurrte lustlos.
    „Hab mein Bestimmungsbuch im Jet gelassen... aber ich könnte es auch so versuchen.“
    „Prima! Dann mal hopp!“
    Ginger trottete vor und begutachtete die Pflanzen am Wegrand, während Pogo aus dem Wald schoss, einen riesigen, wunderschönen, anmutigen Schmetterling erhaschte, der vor den Jungs vorbeiglitt und in den Mund stopfte.
    „Iff hab meinfen Anfteil für heufte...“
    Ginger pflückte hier und da eine Frucht. Manson summte vor sich hin und sah sich hin und wieder um.
    „Bah, wie kann man nur so... gut drauf sein?!“, zischte Tim mit düsterer Miene und stopfte seine Hände in die Hosentasche.
    „Ich will nur noch in die verdammte Zivilisation und... eine rauchen.“
    Pogo huschte an Tims Seite und hielt ihm eine rote kleine Beere hin.
    „Hier, probier doch einmaaaaal!“
    Tim zischte erneut und drehte den Kopf weg.
    „Das is’ meine Letzte...“, hakte Pogo dahinter.
    Tim biss sich geduldgewinnend auf die Unterlippe, sah dann wieder abrupt in Pogos Augen und schnappte:
    „Na gut –gib her!“
    Er nahm etwas angeekelt die Beere zwischen Zeigefinger und Daumen und schluckte sie dann mit verzerrten Gesicht herunter.
    „Iiiiehgitt! Wie kannst du die nur mögen?!“
    Pogo grinste.
    „An der Wirkung liegt’s.“
    Und schon huschte er wieder in den Busch . Twiggy sah Tim vorwurfsvoll an und meckerte:
    „Bei Pogo wirkt alles anders, als bei normalen Leuten! Deshalb musst du dir nicht auch noch so’n Zeug reinpfeifen! Wir haben keine Medizin hier –nichts!“
    Tim verschränkte ganz auf seine Weise die Arme und zuckte die Schultern.
    „Früher oder später wird man hier eh wahnsinnig.“

    Es vergingen noch weitere Stunden. Die Jungs liefen über Hügel und kleinen Flüssen, die man eher als Bäche bezeichnen konnte. Nun hatten sie auch Wasser. Twiggy hatte hocherfreut reagiert, da er sich endlich wieder Waschen könne. Die anderen schöpften sich das kühle, kostbare Nass literweise in den Rachen. Dank Gingers Pflanzenkenntnissen wurden sie sogar etwas satt. Mittlerweile hatte es Tim ebenfalls mit dem Kifferbeeren-Fieber erwischt. Als das Grüppchen an einem Bach eine Pause einlegte, waren es nur Pogo und Tim, die ausgelassen und nur mit selbstgemachten Baströckchen bekleidet durch Wasser und Erde tobten und herumschrieen, wie Affen. Twiggy saß mit düsterer Miene neben zwischen Ginger und Manson und verfolgte das Spektakel. Manson ließ gedankenversunken Erin auf sich herumlaufen. Ginger kaute auf einer Frucht herum.
    „Irgendwas fehlt...“
    Tim peste direkt vor Gingers Nase vorbei und spritzte diesen mit Wasser voll. Sekundenspäter tat Pogo dasselbe. Twiggy stocherte gelangweilt mit einem Stöckchen im niedrigen Flussbett herum.
    „Ja?“
    Ginger runzelte nachdenklich die Stirn.
    „Ich meine wohl...“
    „Du hast was im Jet vergessen, was du jetzt dringend nötig hättest, vielleicht?“
    Ginger grinste.
    „Nee, irgendwas anderes... Aber die Drumsticks wären jetzt cool...“
    Er lächelte in sich hinein und fuhr plötzlich panischen Blickes in die Höhe und schnappte nach Luft.
    „JOHN!“
    Twiggy fasste sich ans Herz und seine Augen waren mindestens aufs dreifache geweitet.
    „Scheiße!! Wir haben John im Baum hängen lassen!“
    Manson starrte die Ginger und Twiggy aus Gedanken gerissen an. Selbst Tim und Pogo waren abrupt im Bach stehen geblieben und waren still.
    „JOHN?!“, kam es aus drei Mündern gleichzeitig.
    Manson ließ seinen Kopf fallen und brauste anschließend auf.
    „Gottverdammte Scheiße!... Fucking fuck, fucked fuck!!“
    Tim und Pogo waren längst wieder kreischend im Busch verschwunden. Ginger:
    „Und jetzt?“
    Twiggy atmete durch.
    „Klaren Kopf bewahren... wir können jetzt schlecht zurück. Und außerdem... weiß ich den Weg nicht mehr. Oh nein... wie konnten wir nur John vergessen?“
    Manson seufzte schwer und fuhr sich durch das schwarze, lange, fettige Haar.
    „Hat jemand Handy?“
    Twiggy sah Manson an, als seien ihm pinke und grüne Tentakel aus den Ohren gewachsen.
    „Glaubst du allen ernstes, wir hätten hier EMPFANG? Und mein Akku ist leer... also...“
    „Stimmt... hast du auch wieder recht... na ja... irgendwie wird der Gute schon durchkommen... -Kommt Jungs! Auf, auf, wir gehen weiter!“
    Pogo und Tim kamen binnen Sekunden aus dem Gestrüpp geschossen.
    „Mansonmansonmansonmansonmansonmansonmanson!...“
    Manson wirbelte herum und starrte die beiden entgeistert an.
    „Was?“
    „Wir-wir haben da was gefunden!... Komm mit!“
    Manson schüttelte verwirrt den Kopf und ließ Erin unter die Haare im Nacken kriechen.
    „Wenn ihr mich mit euren bescheuerten Wahnvorstellungen auch nur- “
    Tim schüttelte erschrockenen Blickes den Kopf.
    „Neinneinnein! Da ist wirklich was... Was Schlimmes!“
    Manson sah die beiden noch einmal komisch an und folgte ihnen schließlich.
    Twiggy und Ginger blieben stehen. Immer noch leicht geschockt.
    „Wie konnten wir nur John vergessen?...“
    „Keine Ahnung. Der hat uns ja auch nicht hinterhergerufen, oder so...“

    Währenddessen blieb Manson bei den beiden bekifften Pseudo-Buschmännern stehen und zuckte mit den Schultern.
    „Was ist’n nun?“
    Tim zeigte nach oben.
    „Da.“
    Manson starrte mit Telleraugen eine gehängte, stark verweste Leiche an, die von summenden Fliegenschwärmen umgeben war. Schluckte und rannte schreiend aus dem Busch.
    Pogo sah Manson hinterher.
    „Was hat der denn? Ich würde eher mit dieser Leiche auf dem Buckel rumrennen, anstatt mit einer schnurrenden Riesenspinne auf der Schulter –haha!“
    Tim rümpfte die Nase.
    „Na ja, ne Spinne stinkt nicht in der brutalen Weise.“
    Manson klammerte sich währenddessen zitternd an Ginger, der ihn völlig befremdet anglotzte.
    „D-da is-ist ei-ei-eine... Leiche... i-im Wald...!“
    Twiggy fing an zu lachen.
    „Ja klaaar! Und morgen geht die Welt um punkt vier Uhr unter! Hahahahahaaa!“
    Manson blickte Twiggy mit seinen geweiteten, ungleichen Augen vorwurfsvoll an.
    „Das ist aber wahr!“
    Ginger hob vorsichtig den Finger.
    „Darf ich auch mal?... -Manson, lässt du mich bitte mal los?“
    Sofort tat Manson dies und wischte sich die Hände an der ohnehin schon dreckigen Hose ab.
    „Ehrlich... geht doch gucken! So unglaublich das auch noch klingt und so verflucht abgelegen dieser abgefuckte Ort auch von der Zivilisation ist!“
    Ginger lächelte nervös und flüsterte Twiggy zu:
    „Ich wette, er musste auch diese Beeren schlucken... armer Mann...“
    Twiggy kicherte hinter vorgehaltener Hand.
    Tim und Pogo kamen zur selben Zeit mit der faulen Leiche am Strick aus dem Wald getreten.
    „Er soll –haha- Egon heißen, haben Tim und ich beschlossen –hihi!“
    Manson kreischte, versteckte sich hinter Ginger und klammerte sich erneut fest.
    „BRING DAS DING WEG! BRING – ES – WEG!“
    Ginger und Twiggy stierten geschockt den sogenannten Egon an und schluckten geradezu gleichzeitig. Aber anstatt schreiend wegzurennen, stierten sie weiter. Irgendwann kam Twiggy aus seiner Starre heraus und hauchte:
    „Das-das heißt, dass... wir nicht alleine sind!“
    Tim grinste und nickte.
    „Ja genau, Schatzi! Egon bringt mal frische Luft in die Band.“
    Ginger, der immer noch die krampfhaften Finger Mansons in der Schulter stecken hatte, schluckte wieder.
    „Na ja... frische Luft ist was anderes...“
    Twiggy näherte sich fasziniert der Leiche.
    „Das muss... -also John ist es schon mal nicht. Ein Eingeborener... -Leute? Wir sind auf der richtigen Spur!“
    Tim:
    „Können wir den trotzdem mitnehmen?...“
    Manson:
    „Nein!! Euer Egon kann getrost hier verrotten!“
    Pogo ließ schmollend den Strick –und damit Egon- los.
    „Och menno!“
    Tim tätschelte tröstend Pogos nackte Schulter. Twiggy schnaufte angeekelt.
    „Und bevor wir weitergehen wäschst du dich, Thim Sköld!“
    Bevor Tim etwas erwidern konnte, hatte Twiggy ihn schon in das klare Nass verfrachtet.
    Manson ließ seufzend Ginger los und ließ sich plump auf die Erde fallen. Erin kam neugierig schnurrend unter den Haaren hervorgekrochen. Manson streichelte sie mit einem Finger.
    „Oh mann, Süße... Warum muss die Welt nur so bescheuert sein?“

    Eine halbe Stunde machte sich der Trupp wieder auf dem Weg. Tim stank nicht mehr so doll nach Leiche und er und Pogo waren erschöpft. Tim nörgelte ständig, dass ihm schlecht sei und dass er zu seiner Mama will, aber Pogo fühlte sich zum Gegensatz ganz gut. Es müssten nur mehr Beeren her und schon ist die ganze Welt wieder lustig, versuchte er Tim begreiflich zu machen, aber Twiggy stauchte Pogo zusammen, dass er nicht so einen Schwachsinn labern solle. Er hatte einen Arm um Tims Taille geschlungen und küsste tröstend dessen nasses Haar. Ginger wurde von Manson wieder beauftragt, Nahrung aufzusuchen.
    Stunden später, es war so gegen Abend, stießen die völlig kaputten Musiker auf etwas seltsames. Tim schien es nicht zu interessieren, da er mal wieder im Busch hing und kotzte und Twiggy ihm beistand, aber Manson und Ginger waren plötzlich wieder hellwach.
    „Schau mal, das ist ja eine Figur in Stein gemeißelt!“
    „Ja, das sieht aus... wie so ein Totem-Dingsda. Hmm... sieht zwar ziemlich alt aus, aber...“
    „Guck dir den Pfad da vorne an. Der sieht perfekt ausgetreten aus!“
    „Ey Manson! Weißt du, was das heißt?...“
    Ginger und der Sänger sahen sich an, begannen zu grinsen und fielen sich in die Arme.
    „Oh Kenny!... Ich glaub es nicht!“, kiekste Manson in Gingers Schulter und musste schniefen.
    Ginger seufzte hoch und hopste dann kreischend aus Mansons Armen, als ihn neugierig die Spinne anglotzte.
    „Sch-schuldigung, aber so geht das nicht...“
    Erin zog sich beleidigt in Mansons Nacken zurück. Dieser lächelte immer noch erschöpft aber überglücklich. Geradezu dämlich. Schließlich fragte er:
    „Darf ich dich noch mal umarmen?...“
    „Nur wenn die... wenn Erin da-“
    „Jaaa, Erin hält sich schon zurück.“
    Und wieder lagen sie sich glücklich in den Armen.
    Twiggy und Tim kamen nun beide aus dem Busch. Ein Quickie war noch drin gewesen.
    Tim klappte schnell sein mittlerweile ramponiertes Baströckchen runter und sah Ginger und Manson strange an.
    „Hö? Ich dachte, die... mögen sich nicht?“
    „Dachte ich auch...“
    „Sag mal... hast du Pogo gesehen?“
    „Nnnnö... sag bloß, der ist auch weg!...“
    Zur selben Zeit kam der vermeintlich Verschollene grinsend mit zwei dunklen Mädchen in den Armen aus dem Busch getreten.
    „Ich bin da!“
    Tim und Twiggy sahen sich gleichzeitig an und meinten im Chor:
    „Lol.“
    Die Mädchen starrten erschrocken und befremdet die vier weißen Männer an. Zum Schluss Pogo und dann sich. Tim und Twiggy sahen sie seltsam an, als sie in ihrer unverständlichen Sprache anfingen, zu reden und schließlich blitzschnell verschwanden. Zurück blieb ein enttäuschter Pogo.
    „Och mann... zwar waren die Titten nicht gerade traumhaft, aber wann hat man schon mal so was Exotisches an der Leine?“
    Ginger und Manson dachten gar nicht dran, sich noch einmal irgendwann von einander zu lösen. Twiggy umarmte Tim.
    “Ich hab irgendwie Angst…”
    Tim streichelte sanft Twiggys Dreadlocks.
    „Brauchst du nicht, Twiggles, brauchst du nicht...“



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    James Bathory - 10.03.2007, 20:47


    Mehr?
    Zu Ende? ...wenn ja dann = Schade

    War lustich.

    Ich mag eure Storys übrigens :D

    Lg James Bathory



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    skold_in_suspenders - 25.03.2007, 13:30


    Nee, ist definitiv nicht zu Ende :wink: Kommt noch, kommt noch

    *greetz*

    Osiris



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    James Bathory - 05.04.2007, 20:19


    SCHNELL!!!!
    Die story ist s0oooooooooo geil :cry: :respekt: :freu:



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    Omega - 05.04.2007, 21:43


    Ja, ich bin auch total gespannt! :)



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    skold_in_suspenders - 08.04.2007, 21:19


    Dauert leider noch ein wenig, weil ich erst "Soul Rape" beenden möchte :aetsch: Aber danke für's Interesse ;) Kann euch nochmals trösten: Ist nicht zu Ende ^^

    *greetz*

    Osiris



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    skold_in_suspenders - 25.04.2007, 17:06


    Hier die ersehnte Fortsetzung :D Kommt aber noch mehr, nur Geduld ;)
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Chapter 4 - Gefangen
    Doch Tim hatte zu Recht Schiss. Sekunden, nachdem er seine Angst geäußert hatte, traten vier Buschmänner mit Speeren bewaffnet aus dem Gestrüpp. Tim hob beängstigten Blickes seinen Kopf von Twiggys Schulter und glotzte die vier spärlich Bekleideten mit einem unterwürfigen Bitte-nicht-töten!-Wir-sind-nur-ahnungslose-Touristen!-Blick an. Er schmiegte sich enger an Twiggy. Manson und Ginger schienen von dem Ganzen nichts mitzubekommen, da sie sich immer noch innig umarmten –weswegen auch immer.
    „Die-die sehen ziemlich grimmig aus, oder Jeordie-Schatz?“, hauchte Tim panisch in Twiggys Ohr, während sich eine Hand in dessen prächtige Filzmatte vergrub.
    „Auuu! Lass meine... Kopfhaut zufrieden!...“, zischte Twiggy. Aber auch er konnte nur zu gut aus dem Augenwinkel mitverfolgen, dass die grimmigen, bewaffneten Buschmänner ihnen immer näher kamen.

    Ginger klammerte an Manson.
    „Jetzt lass mich los, du Idiot! Das vorhin war definitiv keine Liebeserklärung!“
    Erin lugte lauernd unter Mansons Haaren hervor, buckelte und fauchte. Mit einem Japsen löste sich der leicht panische Drummer von dem Sänger.
    „O-oh...etwa nicht?“
    „Nein, du Blödmann!“
    Die Bambuszelle füllte sich mit Stille. Ginger blickte sich vorsichtig um.
    „Die haben uns echt in eine Zelle gesteckt!...“, flüsterte er ungläubig und wich paranoid einer vorbeikrabbelnden Ameise aus. Manson betrachtete penibel und desinteressiert seine Fingernägel, während er lässig an der festen Bambuswand lehnte.
    „Tja, so ist das harte Leben an Land, Fish!“
    In diesem Moment öffnete sich mit einem Knall die Zellentür. Zwei bewaffnete Buschmänner mit lauter Knochenpiercings bauten sich vor den beiden auf, packten sie grob im Nacken und schleiften sie aus der Zelle. Ärgerlich traktierte Gingers Geiselnehmer seinen quiekenden Gefangenen mit dem Speer.
    Tim hob mit einem ahnungslosen Blick eine Augenbraue.
    „Daaarling? Darf ich mal höflich fragen, was das da werden soll?...“
    „Ich...grabe...uns...einen Gang, damit wir... abhauen können.“
    „Aha. Erstens: mit einem Stöckchen?? Zweitens: Wohin sollten wir abhauen?“
    Twiggy fuhr ärgerlich hoch und schleuderte das mickrige Stöckchen über die drei Meter hohe Bambuspalisade.
    „Na, hab du mal ne bessere Idee, Mr Sköld!“
    Tim setzte sein typisches verführerisches Schleimergrinsen auf.
    „Wie wär’s mit... Warten? Zwischendurch, wenn uns langweilig wird, knallen wir eine Runde, dann...“
    „Du denkst auch nur immer ans Ficken, du Sau!“
    „Ich? Ach ja, klar! Wer fragt mich denn alle zehn Minuten: ‚Thimmi, hast du Appetit?’!“
    Twiggy rollte mit den Augen und klatschte sich mit der Handfläche vor die Stirn.
    „Mit Appetit meine ich immer noch den Nahrungsbedarf!“
    Tim lief leicht rosa an. Er fuhr mit einem Fuß gelangweilt durch den feuchten, insektenreichen Tropenboden und seufzte schwer.
    „Nichts, was man braucht! Kein Sex, keine Zigaretten...“
    Gerade, als sich Twiggy empört äußern wollte, knallte die Zellentür aus Bambus auf und zwei grimmige, gepiercte Schränke mit Speeren haschten sich die beiden unzufriedenen Männer.
    Auf einem großen Platz, wo sich die Eingeborenen nur so drängten, um noch einen Stehplatz mit guter Sicht auf den Podest in der Mitte des Platzes zu erhaschen, trafen sich die vier Verirrten unwillkürlich wieder. Alle wurden vor dem Podest auf die Knie gezwungen. Manson war noch sehr unzufrieden mit seinem Baströckchen.
    Auf dem Platz wurde es plötzlich totenstill, als ein Mann –prächtig geschmückter als all die anderen Männer – langsam aber nicht unsicher den Podest bestieg und herrschend in die Runde sah. Zu aller Verwunderung gesellte sich Pogo an die Seite des Podests.
    „Pogo?“, flüsterte Twig, „wo war der denn abgeblieb- AU!“
    Er hatte einen Speer über den Kopf gezogen gekriegt.
    Der Häuptling hatte einen üppig verzierten Speer in der Hand, mit welchem er energisch auf den Boden des Podests stampfte. Mit großen Augen wurde er geschockt von den vier Gefangenen angeglotzt.
    „JOHN!!!!“, kam es entsetzt aus alles vier Mündern.
    Besagter sah mit einem schrägen Blick herunter und sprach laut:
    „John? Wer oder was ist John? Mein Name ist Ulopki Tahansa Hunu Jararebin!“
    Manson, Ginger, Tim und Twiggy glotzten John noch mehr entsetzt an.
    „Hat der... einen Hitzschlag, oder so?“, murmelte Tim.
    „Könntest du den Namen noch mal wiederholen?“, fragte Twiggy und knuffte Tim in die Rippen.
    „Ulopki Tahansa Hunu Jaraebin!“, kam es wie aus einer Pistole geschossen aus Johns Mund. Ginger bekam einen verzweifelten, weinerlichen Ausdruck im Gesicht.
    „Erkennst du uns denn gar nicht wieder?? Und was macht Pogo –AU!“
    Gingers Wächter hatte einmal großzügig ausgeholt und seinem Gefangenen orderntlich den Speer über den Schädel gezogen.



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    James Bathory - 25.04.2007, 19:13


    boah...find ich gut xD :genauso: :lolz:



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    Bonny - 13.09.2007, 19:50


    ...
    ...
    Ich glaube bei der FF liegt mir am meisten daran, das sie weiter geschrieben wird! *lach* der letzte Eintrag ist ja schon ne Weile her wäre echt schade wen das jetzt das Ende wär!



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    James Bathory - 14.09.2007, 14:00


    Jaa, genau . MACH WEITER! *bööööse*^^



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    skold_in_suspenders - 15.09.2007, 15:35


    Kein Ende, neinneinnein :happy:

    Freut mich, danke schön!
    Bei Gelegenheit werde ich sie natürlich weiterführen... die Probleme sind leider die, dass ich viel um die Ohren habe und mich erst mal wieder in diese lange Fic einfinden muss, um sie weiterführen zu können.
    Aber ich wusste schon von Anfang an, wie sie in etwa ausgehen könnte :D Also... habt Geduld ;)

    *greetz*

    Osiris



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    Omega - 15.09.2007, 16:09


    Das freut auch mich zu hören! *hihi*



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    James Bathory - 15.09.2007, 18:48


    Jaa *freu*



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    Chepre - 15.09.2007, 22:11


    Warum hab ich diese Geschichte erst jetzt gelesen? Die ist total lustig, ich musste die ganze Zeit nur lachen!^^
    Hoffe, es geht bald weiter!!!!!



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    Bonny - 16.09.2007, 17:48


    Gedult? War das nicht mein zweiter Vorname? Nein ich glaube nicht. Verdammt..



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    Bonny - 16.09.2007, 17:50


    Gedult? War das nicht mein zweiter Vorname? Nein ich glaube nicht. Verdammt..



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    skold_in_suspenders - 17.09.2007, 13:52


    So Leute! Weiter geht's! Ihr habt mich wieder ins Schreibfieber getrieben, also könnt ihr auch mit baldigen Fortsetzungen rechnen ^^ Viel Spaß.
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Der Häuptling sah herrschend in die Runde und beachtete die vier Gefangenen nicht weiter. Nochmals klopfte er laut mit seinem prächtig verziertem Stab auf den Podestboden und begann dann in derselben merkwürdigen Sprache wie die beiden Mädchen, die Pogo aufgegabelt hatte, zu sprechen. Twiggy starrte ihn ehrfürchtig an, Tim schaute mit einem Angsthasen-Gesicht zu John auf, Manson sah gelangweilt umher und Ginger hatte einen blöden, benommenen Blick drauf. Die Buschbevölkerung jubelte auf einmal ohrenbetäubend auf und hob vereint die Hände zum Himmel, die vier schreckten zusammen – sogar der sonst so coole Mr Manson. John hatte sich in Rage geschrieen, schien in Ekstase zu geraten; lauter Speicheltröpfchen regneten auf die Knienden nieder, sein Gesicht war rot wie eine Bombe. Dann –endlich- gab er abrupt Stille, räusperte sich und drehte sich zu Pogo um.
    „Muhanu Gabbagabba, bitte Wasser.“
    Tim glupschte gierig und verwirrt Pogo an, der in aller Seelenruhe John eine Bambusschale Wasser reichte.
    „Wasser!...“, hauchte er sehnsüchtig.
    „Muhanu Ga –was?“
    Ginger kratzte sich nachdenklich am Kopf und zuckte zusammen, als er merkte, dass er seine Beule gekratzt hatte. Grimmig sah er zu, wie John die Schale lehrte. Manson schien ebenso das Geschehen zu beachten, eifersüchtig stierte er den exoischen Häuptling an. Er hob die Hand und schnipste. In der Regel war er doch ein höheres Tier, als John!...
    „Auch ein Wasser, bitte.“
    Twiggy tat es ihm dummerweise gleich.
    „Ich auch!“
    Tim fluchte zurückhaltend und sah zu, wie beide die Speere zu spüren kriegten. John sah sie aus funkelnden Augen an und überhörte das verzweifelte Schluchzen des Drummers. Er bellte einen Befehl. Die Wächter hoben die Gefangenen auf Kommando am Nacken hoch und steckten sie zurück in ihre Zellen.

    Tim lag schnarchend in der Ecke der Zelle, während Twiggy noch wach an ihm gekuschelt dalag und auf in den Sternenhimmel blickte. Er hörte die Geräusche des Dorfes, des Urwaldes und alles war so fremd. Hätte er bloß noch sein Tagebuch...
    Ginger hatte daraus gelernt, lauter Fragen zu stellen und mit Manson in einer Zelle zu hocken. Beides vertrug sich genauso wie Gas und Feuer. Also blieb dem armen Schlagzeuger nichts anderes über, als stumm da zu hocken und dem Sänger beim Auf –und Abgehen zuzusehen. Dies schläferte ihn ungemein ein.

    Chapter 5 – Dschungelzauber
    Sie alle wurden unsanft geweckt. Es war noch kalt und dunkel, die aufgehende Sonne war gerade eben durch einen orangen Streifen am Horizont zu erkennen.
    „Wohin -!“
    „Franklin, halt doch mal deine Fresse!“
    „Ich heiße nicht –AUUU! Jaja, ich geh ja schon...!“
    Tim und Twiggy mussten hinterhergeschleift werden, da sie noch friedlich schlummerten. Die Wachmänner mussten sie schon wage kennen, denn sie weckten sie nicht brutal, wie sie es sonst machen würden, da der Krawall das ganze Buschdorf aufwecken würde.
    Alle vier wurden vor einer höher gebauten Hütte am Waldrand abgesetzt. Manson war noch zu sehr damit beschäftigt, die schnarchende Spinne in seinem Nacken zu wecken. Doch es wollte ihm nicht ganz so gelingen. Das Vibrieren in seinem sensiblen Nacken reizte ihn noch mehr, als er ohnehin schon gereizt war.
    „Hey!...“, beschwerte sich Ginger, als man ihm ein stabiles Halsband aus Bambus umlegte, woran eine schwere, leise rasselnde Kette befestigt war. Das noch schlafende Pärchen hatte schon längst dran glauben müssen. Manson bekam erst von seinem Schicksal mit, als man ihm die schnarchende, vibrierende Spinne durch das Halsband in den Nacken presste. Er gurgelte und hustete erschrocken auf, während die Spinne plötzlich erwachte und empört aufmiaute. Irgendwie gelang es ihr dann aus dem Würgegriff zu entkommen und auch Manson konnte wieder aufatmen –trotz Halsband.
    „Ihr verdammtes Volk, wenn ich euer Präsident wäre, hätte ich euch schon längst in Ghettos gesperrt und verga-!“
    Ginger schlug dem giftigen Manson mit dem Ellenbogen in die Rippen.
    Manson glupschte den Drummer unverwandt an und wollte gerade reagieren.
    Doch in diesem Moment öffnete sich die Tür der besonderen Hütte. Erst einmal passierte gar nichts. Manson und Ginger, sowie Erin, starrten in ein gähnendes schwarzes Loch. Nur das Zirpen der Dschungelinsekten war zu vernehmen. Sogar die Wachen waren wie vom Erdboden verschluckt. Manson schluckte schwer.
    „Duuuuu Kennyyyy.......?....“, hauchte er ganz leise und verängstigt und rückte näher an seinen Drummer. Dieser sah ihn aber nur düster und grimmig von der Seite an und rutschte ein Stück von ihm weg.
    „Ach, jetzt wieder am Schleimen, Brain, was?!“
    Manson schnaufte verächtlich und fiel Ginger mit seinem gehässigen Blick an.
    „Ich HABE wenigstens eins, Franky!“
    Er streckte Ginger schamlos den Mittelfinger entgegen.
    „Fuck Franky.“
    Ginger war drauf und dran, Manson an die Gurgel zu gehen, doch eine unnatürlich tiefe Stimme ließ beide Streithähne zusammen fahren.
    „Wie lange soll ich die Tür denn noch aufhalten, bis ihr Schwachmaten endlich mal reinkommt??“
    Manson und Ginger sahen sich an und standen auf. Ginger verzog das Gesicht und blieb stehen, entfernte penibel Dreckpartikel von seiner Haut und dem Baströckchen, während Manson gehorsam wie ein Pekinese auf die offenstehende Tür zu ging.
    „Du da!“
    Ginger hielt inne und sah aus großen Augen auf.
    „Ich?“, fragte er zaghaft und tippte sich mit dem Zeigefinger gegen das Brustbein.
    „Ja, verdammt!...“
    Nun folgte auch endlich Ginger Manson in die düstere Hütte.
    Tim und Twiggy lagen schon längst nicht mehr dort, wo sie abgesetzt wurden...



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    James Bathory - 17.09.2007, 14:24


    O.O
    Endlich gehts weitaaa :D
    Das Kapitel ist sehr..verwirrend...also beeil dich mit dem nächsten :P
    ..
    Sehr schön^^



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    Bonny - 17.09.2007, 15:18


    Miau! macht sie und beisst ihm in den Hals..und siehe da Siderman lebt! Er schwingt sich durch den Urwald und.........Pogo hinterher..*lach*
    Hrrr... 8)



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    Omega - 17.09.2007, 16:07


    :D Geil Bonny.... und geil Osiris... :danke: Weidda, ich rall nix!...?



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    skold_in_suspenders - 17.09.2007, 17:13


    Ha, das ist der Überraschungseffekt. Ich weiß ja selbst nicht mal, wie's weitergehen soll...

    *greetz*

    Osiris



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    Bonny - 17.09.2007, 18:29


    Na an dem wirds ja nicht scheitern! Ein Vorschlag hab ich ja schon gemacht! :D



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    Chepre - 17.09.2007, 20:59


    Ich LIEBE diese Story! Man weiß nie, was als nächsts passiert!
    Das mit John als Häuptling erinnert mich irgendwie an Fluch der Karibik 2...
    "Ich bin der Häuptling, ich will ein großes Feuer!"^^
    Hat den jemand gesehen?
    Ich stell mir John mit diesen Make-Up vor:



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    Omega - 18.09.2007, 17:32


    Yeeaaahh, wie stylisch!^^ "HUGAHAGAHUGAHAGAHUGA!!" *john mit wehenden Haaren um großes Feuer tanzen seh*



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    skold_in_suspenders - 20.09.2007, 17:45


    Hehe ^^ Süße Idee... nun, weiter geht's...
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Mit großen Augen standen Manson und Ginger in der dunklen Hütte. Sie zuckten zusammen, als die Tür hinter ihnen krachend ins Schloss fiel. Endgültige Dunkelheit...
    Manson spürte eine zitternde, schweißnasse, vorsichtig tastende Hand, die seine berührte.
    "M-M-Mari... i-ich..."
    "Nun sag doch, dass Du das bist, Du Billigkaviar!!", fuhr Manson Ginger an, nachdem er erschrocken Luft geholt hatte. Ginger schluckte nur und beschloss, die Hand lieber doch bei sich zulassen.
    "Ihr scheint ja ein besonders lustiges Völkchen zu sein..."
    Mitten in der Dunkelheit glühte etwas grünes auf. Manson und Ginger hatten freien Blick auf ein riesiges Auge, eingefasst in kunstvoll behauenem Stein. Manson schluckte hörbar.
    "Jetzt weiß ich endlich, warum ich mich so beobachtet gefühlt habe..."
    Die Stimme des großen Auges lachte leise und es blinzelte.
    "Ich habe euch alle die ganze Zeit schon beobachtet... was meint ihr denn, warum ihr überhaupt hier gelandet seid?"
    Ginger starrte das völlig bizarre Ding unaufhaltsam an.
    "Lol..."
    Das grün leuchtende Auge blinzelte bedächtig.
    "Mein Name ist der Dschungelzauber, falls es euch interessiert. Keiner von euch weißen Memmen, der mich jemals zu Gesicht bekommen hat, ist hier wieder lebend aus dem Regenwald gekommen... . Aber keinen Grund zur Panik! Ihr seid meine Auserwählten... vielleicht mache ich da eine kleine Ausnahme."
    "Abgefahren...", hauchte Ginger und traute sich nun, das Auge näher anzusehen, "diese ausgeklügelte Technik... dieses realistisch wirkende Material... -boah. Alle Achtung..."
    Der Dschungelzauber fixierte Ginger ruhig mit seiner tellergroßen Pupille und zwinkerte erneut. Der Drummer wich etwas erschrocken zurück.
    Manson biss sich geduldgewinnend in die Unterlippe.
    "Wir sind nicht im Dschungelbuch, verdammt! Ich mach hier nicht den Mogli, ich will nach Hause!"
    "Keiner von euch wird hier lebend rauskommen, solange ihr meine Aufgabe nicht befolgt und abgeschlossen habt... -Weiße, ich wusste schon immer, dass sie ein verwöhntes, völlig überflüssiges Volk sind...!"
    Ginger trat sich nervös von einem Fuß auf den anderen.
    "Manson, weißt Du vielleicht, wo man dem Ding die Batterien entnehmen kann?..."
    Das Auge verengte sich zu einem Schlitz.

    Twiggy und Tim währenddessen waren schon erwacht. Sie fanden sich an eine Hütte gekettet wieder. Einzeln.
    Tim sah sehnsüchtig auf die Hütte gegenüber, wo Twiggy von einem ziemlich dominanten Buschweib zum Fegen und Rohrzuckerschälen verdonnert wurde.
    "Wo sind wir nur gelandet!...", murmelte er mehr zu sich und seufzte, widmete sich wieder den Früchten, die er sortieren und gegebenenfalls aussondern musste.
    Ein Knall und ein Schreckensschrei ließ ihn hochfahren. Sein Blick fiel sofort auf eine seltsame Hütte direkt am Waldrand, aus deren Ritzen grüner Qualm kam.

    "Verdammtnochmal, jetzt hör auf zu sören, Du Fischkopf!... Der da will uns was erzählen, merkst Du das nicht?!", zischte Manson und bekam erneut eine Hustattacke. Auch Ginger war noch gut dabei.
    Der Dschungelzauber murrte.
    "Ich hoffe, das war euch eine Lehre! Jetzt seid still und hört zu..."

    ~~Fs. folgt~~



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    Chepre - 20.09.2007, 18:31


    Awwww.....zu spannend.....
    Wie kommst du eigentlich immer auf die *netten* Bezeichnungen von Ginger?
    Du Billigkaviar!"



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    Omega - 20.09.2007, 21:14


    Hrhrhr, sehr geil



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    skold_in_suspenders - 21.09.2007, 14:27


    @ Chepre: Man muss nur geschickt alles zusammenfügen, was einem zu "Fis(c)h" einfällt... :D Und die Sachen müssen möglichst abfällig und gemein klingen... ;)
    Das ist das Rezept.

    *greetz*

    Osiris



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    James Bathory - 21.09.2007, 14:52


    :top:
    Find ich ja toll...und endlich gehjts mal weiter :danke:
    Is übrigens die erste Story die ich hier gelesen hab^^



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    Bonny - 31.10.2007, 17:35


    @Osiris; Ich glaub man muss erst den Weg mit Rosenblüten bedecken bevor du weitergehst\schreibst! ich rutsche meine Knie wund für dich! :oops:



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    Omega - 31.10.2007, 20:01


    Sie war im Urlaub :D Aber ich würde mich auch über eine eventuelle Fortsetzung freuen!



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    skold_in_suspenders - 02.11.2007, 13:17


    Jup, war im Urlaub. Und ich habe mich jetzt endlich mal wieder zusammenbgerafft ^^ Hier meine Fortsetzung =) Viel Fun oder so.
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Tim bekam einen saftigen Tritt in den Hintern und wirbelte –sogut es eben angekettet ging- erschrocken herum. Eine wütende Buschfrau keifte ihn in Grund und Boden. Tim schluckte schwer und machte sich in doppelter Geschwindigkeit wieder an die Früchte ran. Ein riesiger Käfer krabbelte ihm über die Hand. Quiekend schüttelte er das Vieh ab.
    „Twiggy“, hauchte er verängstigt und sag sehnsüchtig zu seinem Schatzilein herüber. Genau dieser arme Kerl hatte gerade wieder seine Alte am Hals, die ihm meckernd an die Haare ging.
    „NNNNEIN! Nicht meine Haare! MEINE Haare, verstehen? MMMMMEEEIIINNNNEEE Haaaareeeee! Haare. Das da. Ja! –Nein!! Autsch!...“

    Manson und Ginger starrten den sogenannten Dschungelzauber mit Telleraugen fassungs –und sprachlos an. Das Auge starrte ruhig zurück.
    „Mannomann...“, keuchte Ginger, „Ich glaube, wir haben die exklusiven Rollen im legendären Indiana-Jones-Spielfilm bekommen!... So leicht kann Casting sein...! Unglaublich.“
    Manson machte sich locker, kratzte sich den fettigen Schädel und zog cool die Nase hoch.
    „Kein Problem, Dschungelzauber. Wir werden dir und dem Volk den roten Kasmo-Rubin zurückbringen!“
    „Das ist dein Wort in Gottes Ohr, Weißling. Geht nun. Eure einzigen Waffen werden diese Messer sein...“
    Zwei funkelnde, ellenlange Messer erschienen wie aus dem Nichts neben dem scheinbaren Steinzyklopen. Die beiden Musiker kamen nicht mehr aus dem Staunen heraus und Manson hatte die Empörung über den Satz ‚Das ist dein Wort in Gottes Ohr’ wieder vergessen.
    „Nehmt die Dinger endlich in eure Patschehändchen und geht!“, grollte der Dschungelzauber Ehrfürchtig nahmen Manson und Ginger die Messer und bestaunten sie. Ginger blickte dann auf.
    „Wohin eigentlich ge-“
    Doch da waren sie schon schreiend verschwunden. Das mächtige Auge gluckste vergnügt und sah den beiden nach, wie sie im Dunkeln verschwanden. Die Falltür schloss sich wieder.

    John –verzeihung, der Häuptling Ulopki Tahansa Hunu Jararebin natürlich- saß auf seinem Thron in seinem „Schloss“ und ließ sich von seinem Lakaien [hehe und das ist weder Ernst noch Alexander ^^] die Fingernägel feilen. Seine Füße waren in einem duftenden heißen Milchbad versenkt. Sein gesamtes Gesicht war mit einer klumpigen, lachsfarbenen Creme beschmiert, auf seinen Augen lagen rote Fruchtscheiben.
    „Hach, das ist Leben, Pogo. Hier möchte ich sterben.“
    „Natürlich, Sir.“
    „Weißt du... kein Rumkommandiere mehr... keine Fresse a lá Manson... kein stinkender Fischkopf mehr... –obwohl...“
    Über das Gesicht des Häuptlings legte sich ein schmieriges Grinsen. Eine Fruchtscheibe klatschte auf die Erde. Pogo eilte sofort heraus, um eine neue Fruchtscheibe zu besorgen.
    John grinste immer noch.
    „...’n Süßen isser allemal...“
    Pogo kehrte zurück und machte sich wieder sorgfältig an den Fingernägeln der Buschdiva zu schaffen, nachdem er die Fruchtscheibe auf das Auge gelegt hatte.
    „Ich habe Lust auf etwas... exklusives... besonderes. Wenn Manson wieder auftaucht und die Aufgabe erfüllt hat, soll er zum Festschmaus werden. Und Fish... hmmm. Ginger wird mein... mein Lustsklave.“ [*wegschmeiß* Snape und seine Lustsklaven!! o.o *Omega zu zwinker*]
    Pogo schielte den Häuptling etwas merkwürdig an, widmete sich dann nach einer minimalen Unterbrechungen wieder den Fingernägeln.
    „Ich werde dafür sorgen, dass Ihre Wüsche in Erfüllung gehen, Sir.“
    Der Häuptling tätschelte mit der freien Hand Pogos Kopf.
    „Schön, Pogo. Du wirst reich belohnt werden, glaub mir. Mit dem roten Kasmo-Rubin gehört uns alles!“
    Pogo errötete leicht. Nach einigen Minuten des Schweigens fragte er schüchtern:
    „Sir?... Würde es Ihnen genehm sein, mich vielleicht... Tarzan-Pogo zu nennen?“
    John fielen beide Fruchtscheiben von den Augen.
    „Tarzan-Pogo??“
    „Ja. Ich bin der Bezwinger der Lianen, der Herr der Urwaldriesen... was glaubt Ihr, woher ich die kostbaren Früchte habe?...“
    Das altbekannte, verschmitzte Pogo-Grinsen legte sich auf das Gesicht des wohl ehemaligen Keyboarders. Sein Häuptling rollte mit den Augen.
    „Wenn du drauf bestehst, du dämlicher Lakai deines großen Häuptlings Ulopki Tahansa Hunu Jararebin... Tarzan-Pogo.“
    Pogos Augen glänzten.
    „Danke, danke, o ehrwürdiger Häuptling!“
    Er vergaß ganz, dass Johns Füße in der wohlriechenden, gar heißen Milchtunke getaucht waren und so kam er wieder hustend und prustend hoch, nachdem er erfolglos versucht hatte, die Füße zu küssen. Sein Häuptling sah ihn seltsam an.

    Ginger jammerte und tastete im Dunkeln herum.
    „Manson, wo-wo sind wir?...“ Es war kalt, hart und feucht, glitschig.
    „Mehr als du weiß ich auch nicht, du Idiot!... Komm mit!“
    Der Sänger packte ins Dunkel und erfasste Ginger an den Haaren statt am Oberarm und riss ihn beherzt mit.
    Ein Schreien erfüllte die Katakomben, danach ein wütendes Keifen.
    „Fish! Sei still!“
    „Ni-nicht meine Haare!...“
    „Scheiß auf Haare, wir brauchen den bekloppten Rubin! Ich will wieder nach Hause!“
    „Iiiiiek!“
    „Was ist denn jetzt schon wieder?!“
    „D-da war ei-ein-eine Spinne, glaub ich... oder ein Tausendfüßler...“
    Ein gestresstes Seufzen ertönte.
    „Komm jetzt und halt einfach dein Fischmaul. Atme durch deine stinkenden Kiemen und gut is’...“

    ~Fs. folgt~



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    Chepre - 02.11.2007, 14:54


    Buschdiva! *vor lachen wegschmeiß*
    >.< Dir Story ist so lustig, ich kann nich mehr *vor Lachen heul*



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    Omega - 02.11.2007, 15:22


    Tarzan-Pogo n die Macht! :D



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    skold_in_suspenders - 02.11.2007, 15:57


    :lol: Das macht so'n Fun... Hier gleich nochmal eine Portion.
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Twiggy hatte seiner geliebten Dreads gerade eben noch retten können. In Gedanken verloren naschte er vom Rohrzucker. Er dachte an seinen Thimmi und an sein angeblich mädchenhaftes Tagebuch... das doch eigentlich nichts mädchenhaftes an sich hatte, außer... dass es eben rosa war. Er wollte hier weg.

    Chapter 6 - Dämonen

    Manson währenddessen eilte mit Ginger durch die unterirdischen, eisigkalten, gruseligen Gänge. Hin und wieder hüpfte Ginger quietschend auf, wenn eine ekelhafte Insektenkreatur auf seiner Schulter fiel oder sein Bein hoch kroch. Ja, das war ein reines Paradies...
    „Dieser bekloppte Zyklop hatte irgendwas von... einem stillen unterirdischen See gefaselt. Dort müssen wir tauchen... irgendwo soll es rausgehen“, murmelte Manson vor sich hin, das Messer stets erhoben. Ginger zuckte zusammen, als eine dünne Schlange in sein Ohr zischelte und hinein kroch. Er hatte geschworen, ruhig zu sein. Zu einem könnte sein Gekreische die Katakomben zusammenstürzen lassen und zum anderen könnten Mansons Mordslüste hoch kochen. Ginger begann zu zischeln und folgte Manson steif.
    „...und von Dämonen war auch die Rede...“ Manson lachte. „So ein bescheuerter Müll!“
    Die Augen des Drummers glühten rot auf und fixierten den Antichristen im Baströckchen vor sich...

    John, der neu gekrönte Häuptling des seltsamen Buschvolks, war nun fertig mit seiner Pediküre, Maniküre, was auch immer und stolzierte umher. Sein Volk; sein noch unbedeutendes, kleines Volk.
    „Hey, junger Mann!“
    Tim sah mit großen Augen auf.
    „John?...“
    Ein Tritt.
    „AU!“
    „Häuptling Ulopki Tahansa Hunu Jararebin –immer noch!... Wie ich sehe arbeitest du gut. Schön.“
    John ging weiter. Tim verzog das Gesicht zu den ausgefallensten Fratzen und zeigte Johns Rücken Gesten, die er lieber nicht sehen sollte.



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    Omega - 02.11.2007, 16:03


    *anlol*



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    Chepre - 02.11.2007, 20:08


    :D



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    James Bathory - 02.11.2007, 20:09


    :happy: Tarzan-Pogo xD Ich glaubs auch^^
    :top: Supi^^



    Re: Abenteuer Amazonas [frei; humor, stupid]

    skold_in_suspenders - 12.11.2007, 16:01


    Keine Angst, es wird bald weitergehen :D

    *greetz*

    Osiris



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