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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Leila - harlekin Forum: RPG-AndreanumAbi07 Forenbeschreibung: Zum Erhalt des Rollenspiels nach dem Abitur aus dem Unterforum: Dramatis Personae Antworten: 2 Forum gestartet am: Mittwoch 24.01.2007 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: VtM: Isabelle von Greifenthal (Miriam) Letzte Antwort: vor 16 Jahren, 31 Tagen, 1 Stunde, 15 Minuten
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Re: VtM: Isabelle von Greifenthal (Miriam)
Leila - 25.02.2007, 21:24VtM: Isabelle von Greifenthal (Miriam)
Daten
Name: Isabelle von Greifenthal
Spieler: Miriam
Erzeuger: Jonathan Butenandt
Wesen: Einzelgänger
Verhalten: Perfektionist
Clan: Malkavianer
Generation: 11.
Zuflucht: Köln-Libur (Porz)
Konzept: Adel (menschlicher)
Sekte: Camarilla
Sieht aus wie: 28
Alter vor dem Kuss: 25
Jahre als Vampir: 21
Alter gesamt: 46
Geburtsdatum: 28.11.(1960)
Nationalität: Deutsch
Aussehen
Sieht aus wie: 28
Haarfarbe: Braun
Haarlänge: Kurz (gelockt)
Augenfarbe: Grün-blau
Hautfarbe: Sehr hell, ein wenig blass
Größe: 1,76m
Gewicht: 62 kg
Geschlecht: Weiblich
Attribute
Köperlich
Körperkraft : 2
Widerstand: 2
Geschick: 2
Gesellschaftlich
Charisma: 3
Manipulation: 2
Erscheinungsbild: 3
Geistig
Wahrnehmung: 3
Intelligenz: 3
Geistesschärfe: 4 (Spezialisierung: Angriff aus dem Hinterhalt)
Fähigkeiten
Talente
Aufmerksamkeit: 0
Ausdruck: 1
Ausflüchte: 2
Ausweichen: 0
Einschüchtern : 0
Empathie: 4 (Spezialisierung: Persönlichkeiten)
Führungsqualitäten:0
Handgemenge: 0
Sportlichkeit: 0
Szenekenntnis: 0
Fertigkeiten
Etikette: 3
Fahren: 3
Handwerk: 0
Heimlichkeit: 2
Nahkampf: 2
Schusswaffen: 4 (Spezialisierung: Pistolen)
Sicherheit: 0
Tierkunde: 0
Überleben: 0
Vortrag: 0
Kenntnisse
Akadem. Wissen: 0
Computer: 0
Finanzen: 2
Gesetzeskenntnis: 2
Linguistik: 2 (Deutsch, Englisch, Französisch)
Medizin: 0
Nachforschungen: 0
Naturwissenschaften:2
Okkultismus: 0
Politik: 2
Vorteile
Hintergründe
Generation: 2
Ressourcen: 4
Kontakte: 2
Zuflucht: 2
Disziplinen
Auspex: 1
Irrsinn: 1
Verdunklung: 1
Tugenden
Gewissen: 2
Selbstbeherrschung: 4
Mut: 4
Menschlichkeit 7
Willenskraft 8
Besonderheiten
Vorzüge
1 Essen
1 Geschärfte Sinne
1 Zeitgefühl
Schwächen
2 Anosmie
1 Intoleranz
3 Nekrophilie
Sonstiges
Freebee-Verteilung (+3, siehe Vor- und Nachteile)
1x2 für Linguistik
1x1 für Generation
2x1 für Zuflucht
2x1 für Kontakte
1x1 für Menschlichkeit
4x1 für Willenskraft
2x2 für Empathie
1x2 für Schusswaffen
Erklärungen zu
Ressourcen
Es stellt vermutlich keine große Schwierigkeit dar, genug Geld zu besitzen, wenn man von einer Adelsfamilie abstammt, und es sich nicht zum Hobby macht, ein besonders verschwenderisches Leben zu führen. Das jedenfalls war nur eine sehr kurze Zeit lang Isabelles Stil, was nicht zuletzt daran liegen mag, dass sie in einem Internat aufwuchs, in dem man sie unter anderem lehrte, die Kontrolle über ihre Finanzen zu behalten. Des Weiteren hat sie noch immer einen guten Draht zum menschlichen Adel und einigen nahen Verwandten. Familientreffen erweisen sich zwar als etwas schwieriger, seit Isabelle zum Vampir wurde, doch bisher ist es niemandem aufgefallen, dass sie so gut wie nicht mehr bei Tageslicht erscheint.
Kontakte
Ein Toreador, den sie mal aus einer misslichen Lage gerettet hat. Er wurde vor einem knappen Jahrzehnt von zwei Sabbatanhängern bedroht, woraufhin Isabelle ihm im Kampf gegen diese zur Seite stand. Es ist zwar nicht einmal klar, ob er die beiden nicht auch allein zur Strecke gebracht hätte, doch glaubt er seit dem offenbar, er stünde tief in ihrer Schuld. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass er mehrmals erfolglos versuchte, bei ihr zu landen - ein Ereignis, das für einen Toreador reichlich unverständlich ist. Aus irgendeinem Grund blieben die beiden dennoch in Kontakt, womöglich, weil beide diese leichte Arroganz und Melancholie mit sich tragen, vielleicht aber auch ohne jeden besonderen Grund. Jedenfalls neigt dieses hübsche Kainskind dazu, Isabelle immer wieder mal mit nützlichen Informationen zu versorgen - nett, wenn man bedenkt, dass er über eine ganz gute Szenekenntnis verfügt. In der Regel treibt er sich irgendwo im Ruhrgebiet herum.
Ein Malkavianer, den Isabelle über ihren Erzeuger kennen gelernt hat. Er neigt zwar dazu, ein wenig jähzornig und aggressiv zu werden, wenn ihn etwas stört, kann aber bisweilen sehr hilfreich sein. Wenn er denn mal eine Information rausrückt, kann man ziemlich sicher sein, dass es sich um eine nützliche handelt. Isabelle konnte zwar nie herausfinden, woher er seine Informationen bekommt, hat sich aber mit der Zeit daran gewöhnt, dass sie in der Regel zuverlässig sind. Meist neigt er nicht dazu, die Nachrichten von heute zu kennen, manchmal dafür jene von morgen. Besagter Herr wohnt in Heerlen, einer Ortschaft in den Niederlanden, nahe der deutschen Grenze. Der Kontakt zwischen den beiden beschränkt sich auf die wenigen Stunden, in denen beide bei Jonathan (Isabelles Erzeuger) zu Gast waren - Ereignisse, die sich zwar nicht ganz an einer, aber doch recht gut an zwei Händen abzählen lassen. Dennoch besitzt Isabelle Adresse und Telefonnummer dieses Kontakts. Sie erhielt sie einmal von ihrem Erzeuger mit dem Hinweis, es sei wohl sinnvoll, diese Daten an sie weiterzugeben, aber sie solle diesen Herrn nicht unnötig stören.
Zuflucht
Isabelle besitzt eine kleine Zweizimmerwohnung (Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad und Küche, wobei diese einen Teil des Wohnzimmers einnimmt) in Köln-Libur (Stadtbezirk Porz). Obwohl sie sich vermutlich eine bessere Wohnung hätte leisten können, ist sie sehr glücklich mit ihrer gemütlichen Behausung in diesem doch recht abgeschiedenen Teil Kölns.
In ihrer Kindheit, die sie im Internat verbrachte, hatte sie selten ausreichend Privatsphäre - um so mehr genießt sie die Stille, die die geringe Bevölkerungsdichte in Libur mit sich bringt.
Das Wohnzimmer ist zwar nicht besonders groß, aber dennoch etwas spärlich eingerichtet. Neben einer platzsparenden Einbauküche finden sich darin eine schwarz-blaue Couch sowie ein gleichfarbiger Sessel, ein gläserner Couchtisch und ein Holzregal mit einigen Büchern und CDs darin. Auf dem Fensterbrett sind ein paar Bromelien zu sehen. Oft trifft man im Wohnzimmer auf einen Leichnam, da Isabelle zur Nekrophilie neigt. Ein weiterer Vorteil der gering besiedelten Gegend: Man müsste Isabelles Grundstück schon betreten, um durch die Fenster erspähen zu können, wer oder was da eigentlich auf dem Sofa liegt.
Auch das Schlafzimmer scheint nur das Nötigste zu enthalten: Ein Bett mit Nachttisch und zugehöriger Lampe, einen Kleiderschrank und ein wenig auf dem Boden liegendes Zeug. Einige Gebeine und Hautlappen sind auch hier zu finden. Es scheint, offenbar wegen der Toten, einige Menschen ziemliche Überwindung zu kosten, Isabelles Wohnung zu betreten, wofür sie allerdings kein Verständnis hat. Da ihr Verhältnis zu den Nachbarn so gut wie nicht vorhanden ist, stellt das ohnehin kein Problem dar.
Vorzüge
Essen - ein natürlicher Vorteil, zu dem es an sich nicht viel zu sagen gibt. Isabelle war zeitlebens eine sehr beherrschte Person. Gibt es einen Grund, nicht auch seinen Brechreiz für eine Weile unterdrücken zu können? Nein.
Geschärfte Sinne - Isabelle ist zeitlebens jemand gewesen, der sich die Zeit gern mit Beobachtungen vertrieb. Es handelte sich vor allem um jene Art von Beobachtungen, die man anstellt, wenn man des nachts wachliegt. Manche Menschen mögen die Realität daraufhin als bedrohlich oder verzerrt empfinden. Andere allerdings (und zu diesen zählte Isabelle) werden lediglich bemerken, dass das Quietschen unter fremden Schuhsohlen vor der Tür lauter, die Konturen eines im Halbdunkeln liegenden Bildes an der Wand klarer und die Falten des Bettlakens unter den eigenen kühlen Fingern deutlicher werden.
Und außerdem, ist das objektive Betrachten der eigenen Umgebung nicht manchmal eine wundervolle Ablenkung, wenn sonst nichts bemerkenswertes geschieht und man sich sonst auf Gedanken oder gar Gefühle konzentrieren müsste? Wenn man gerade entfernten Stimmen lauscht, bemerkt man manches mal vielleicht nicht, dass man schon wieder Gänsehaut hat, weil ein zarter Wind durch das halbgeöffnete Fenster ins Zimmer schleicht...
Warum Isabelle vielleicht ein paar Nächte mehr wach lag, als es Otto Normalverbraucher wahrscheinlich tut, soll aber eine andere Geschichte bleiben.
Der Verlust zweier Sinne (siehe Erklärung Nachteile), des Geruchs- sowie Geschmackssinnes, hat sein Übriges dazu beigetragen, dass sie sich auf die ihr verbliebenen Sinne so sehr konzentriert hat.
Zeitgefühl - Jemand, der zum intensiven Beobachten neigt, wird auch die Zeit auf Dauer nicht verstreichen lassen, ohne ein gewisses Gefühl für sie zu entwickeln... vielleicht zählte sie sogar hin und wieder ein paar Stunden, vielleicht ist ein Teil dieser Begabung auch lediglich angeboren.
Schwächen
Anosmie/Ageusie - Das absolute Fehlen des Geruchs- und Geschmackssinnes. Isabelle litt in ihrer frühen Jugend an einer Bronchitis (sie selbst hätte es eher als starke Erkältung betrachtet, was es offenbar nicht war), nach der ihr Geruchs- und Geschmackssinn nicht mehr zurückkehrte. Verschiedene Ärzte unterzogen sie diversen Therapien, was jedoch erfolglos blieb, da sich die durch das Virus abgetöteten Zellen nicht regenerierten. Darüber war sie anfangs zwar ein wenig traurig, gewöhnte sich aber mit der Zeit daran.
Intoleranz - Bevor ihre Eltern sie auf ein Internat schickten, zu Zeiten also, als sowohl ihr Geruchs- als auch ihr Geschmackssinn noch funktionierten, neigte Isabelles Mutter dazu, ihrer geliebten Tochter den ein oder anderen Gutenachtkuss zu geben. Isabelle selbst empfand es allerdings als ziemlich abstoßend, dass ihre Mutter, eine starke Raucherin, so sehr nach Zigarettenqualm stank und wohl auch ein wenig schmeckte. Und obwohl sie den Geruch einer Zigarette gar nicht mehr wahrnehmen kann, ekelt sie vor dem Anblick der grauen Rauchschwaden. Manchmal reicht schon das Wissen um die Tatsache, dass sie einem Raucher gegenüber steht (selbst wenn er gerade nicht seiner Sucht frönt), damit sie sich von dieser Person relativ schnell abwendet.
Nekrophilie - "Tote tanzen keinen Pogo, trinken keinen Alkohol", so könnte man wohl auch umschreiben, was Isabelle so sehr an ihnen liebt: Sie machen ihr keinen Ärger, pöbeln sie nicht an, geben keine Widerworte und stecken ihre fauligen Nasen nicht in Dinge, die sie nichts angehen. Sie geben weder Geräusche noch Gerüche von sich (nun gut, jemand, der einen intakten Geruchssinn hat, mag das anders sehen) und jene, die noch nicht besonders lange tot sind, leuchten sympathisch. Aber was für Isabelle das wohl Wichtigste ist: Sie kann mit ihnen reden, wann und worüber sie möchte und kann sich dabei stets der Verschwiegenheit ihrer Gesprächspartner sicher sein. Nachdem Isabelle nicht dazu neigt, Lebenden sehr viel Vertrauen zu schenken oder sie gar mit persönlichen Angelegenheiten zu belasten, lädt sie dann und wann eben Tote zum Dinner und fühlt sich in Gesellschaft Verwesender nicht gerade unwohl.
Sie ist der Meinung, ehemals Lebendige sind wesentlich unfähiger, Schaden anzurichten, als noch immer Lebendige - eine Auffassung, die diverse Mörder ebenso vertreten. Isabelle jedoch würde nie dafür töten, einen Gesprächspartner zu haben, ins Besondere weil er sie zu sehr an die Person erinnern würde, die er einmal war. Nun, wozu gibt es Friedhöfe?
Abergläubisch ist sie trotz ihres Faibles für Leichen nicht.
Geistesstörung
Isabelle leidet an einer bedingt auftretenden dissoziativen Störung (sie hat keine vollständigen, von ihr abgespaltenen Innenpersonen entwickelt).
Auf die Ursache dieser Störung wird in Isabelles bisheriger Lebensgeschichte genauer eingegangen. Da diese geistige Krankheit recht früh in ihrem Leben auftrat, ist es nicht auszuschließen, dass sie kleinere, mit der Störung nicht verwandten, Instabilitäten in Isabelles Psyche verursacht hat.
Persönliche Geschichte
Isabelle wuchs gut behütet in einer adligen, ziemlich reichen Familie auf. Das Verhältnis zu ihren Eltern war, da diese zu einer gewissen Strenge neigten, nicht unbedingt das innigste, aber es hätte unangenehmer sein können. Dass es ihr auch an elterlicher Zuneigung nicht fehlte, wurde im Zusammenhang mit ihrer Abneigung gegen Raucher bereits erwähnt. Geschwister hatte sie nicht.
Da Isabelles Eltern durchaus Wert auf ein religiöses Fundament in ihrer Erziehung legten (oder zumindest diesen Anschein erwecken wollten), besuchte ihre Tochter bis etwa zum 10. Lebensjahr die private Kölner Domsingschule. Sie war in dieser Zeit kein besonders auffälliges Kind, hatte einige mehr oder weniger gute Freundinnen und machte keine Probleme. Dennoch wurde sie nicht auf eine normale weiterführende Schule, sondern auf ein Internat geschickt, das Aloisiuskolleg in Bonn. Ihre Eltern vertraten die Meinung, dass eine solche Einrichtung Isabelles Selbständigkeit und ihren schulischen Ehrgeiz fördern könne. Wirklich wichtig war die Tatsache, dass es sich um eine strengst katholische Schule handelte, für die Greifenthals allerdings nicht mehr. Das Internat des Jesuitenordens - so viel stand fest - versprach Isabelle eine umfassende Ausbildung und späteren Erfolg im Leben. Teuer genug um Eindruck zu schinden war es ebenfalls.
Trotz der recht eng gesetzten Grenzen im Internat lebte sich Isabelle relativ schnell ein und fand rasch einige Freunde. Allerdings gab es nur ein Mädchen, mit dem sie wirklich alles teilte, jede noch so unangenehme Gefühlslage, jeden Ärger, den sie sich einhandelte, jedes halbe Stündchen freier Zeit, das man ihnen gönnte. Ihr Name war Theresa und im Gegensatz zu Isabelle hatte sie sonst kaum Freundinnen, dafür aber einen Bruder namens Georg. Die Eltern der beiden hatten es wohl nur durch sehr großzügige Spenden schaffen können, beide ihrer Kinder im Aloisiuskolleg unterzubringen, da es lediglich für 120 Jungen und 55 Mädchen Platz bietet. Wie dem auch sei, Isabelle und Theresa waren unzertrennlich. Und sie haben ihre Freundschaft - wie vermutlich viele Mädchen - mit Blut besiegelt, sozusagen Blutsschwesternschaft geschlossen.
Die beiden Mädchen trafen sich fast jeden Tag eine halbe Stunde nach dem Abendessen wieder. Theresa verschwand in der Zeit zwischen 19:00 Uhr und 19:30 Uhr oft spurlos. Manchmal blieb sie auch ein Bisschen länger weg. Was sie in dieser Zeit tat, ginge Isabelle überhaupt nichts an, hatte sie einmal hysterisch auf deren Frage geantwortet. Es tat Isabelle irgendwie leid, vor allem weil Theresa jeden Abend niedergeschlagen wirkte, manchmal sogar weinte. Als Isabelle 11 und Theresa 12 Jahre alt waren und inzwischen die 6. Klasse besuchten, sollte Isabelle erfahren, was ihre Freundin so sehr bedrückte und ihr nahezu täglich die Zeit nach dem Abendessen verdarb. Und es war etwas, das in dieser heiligen Umgebung so undenkbar und unheimlich schien, dass es Isabelle nicht einmal besonders schwer fiel, kein Wort darüber zu verlieren. An diesem Tag flossen besonders viele Tränen Theresas Wangen hinab und noch weit nach 21:00 Uhr, der offiziellen Bettruhe für Sechstklässler, schluchzten und redeten die beiden. Ja, auch Isabelle weinte, als sie davon erfuhr, dass Theresas Bruder seine Schwester anfasste, manches Mal missbraucht hatte. Zu einem der Lehrer zu gehen war unmöglich, denn, so sagte Theresa, die würden nie zulassen, dass es mit dieser Familie zu irgendwelchen Unstimmigkeiten oder gar Skandalen kam! Ihr Vater hatte dem Aloisiuskolleg zu viel Geld gespendet, als dass die Schule sich hätte erlauben können, seinen Sohn des Missbrauchs zu bezichtigen. Niemals. Isabelle musste schwören, dass sie das, was Theresa ihr da erzählt hatte, nie und unter gar keinen Umständen irgendjemandem sagen würde. Und schweren Herzens tat Isabelle, worum sie gebeten worden war. Und selbst die beiden Freundinnen sprachen dieses Thema nie wieder an, schwiegen auch darüber, dass sich seit diesem Geständnis irgendetwas in ihrer Freundschaft verändert hatte. Auch Isabelle war nun öfter traurig, denn sie vermisste Theresas Lächeln. Nicht etwa, weil Theresa aufgehört hatte zu lächeln, viel mehr, weil jetzt klar war, dass es kein glückliches Lächeln war. Es war, als hätte man Isabelle gesagt, dass Theresas oft so erfrischende Leichtigkeit immer eine einzige Lüge gewesen war. Dennoch, die beiden blieben beste Freundinnen und man sah sie durchaus noch miteinander lachen... Bis Isabelle zwei Jahre später das noch leere Zimmer der Mädchen betrat, um ein paar Dinge zu holen, die sie vergessen hatte. Sie öffnete die Tür, wie man das eben so tut, ging ins Zimmer, schloss die Tür jedoch nicht, drehte sich um und sah Theresa, erhängt. Erhängt an der oberen Türangel mit ihrer eigenen Nylonstrumpfhose; die, die sie zusammen mit Isabelle erst vor ein paar Wochen in der Stadt gekauft hatte, die mit dem feinen, eingearbeiteten Muster, den zarten kleinen Windungen. Für einen Moment schoss Isabelle der Gedanke durch den Kopf, dass die Strumpfhose durch einen sehr geschickten Knoten an der Türangel befestigt worden war und dass jemand Kornblumen in eine Vase auf den kleinen Tisch nahe der Tür gestellt hatte. Dann fiel sie in Ohnmacht. Was ist das für ein Tod für eine beste Freundin, für einen Menschen der doch gar keinen Grund haben darf zu sterben... Nachdem man die beiden gefunden und sich um sie gekümmert hatte, wurde die ganze Sache totgeschwiegen. Wie man sich mit Theresas Eltern geeinigt hatte, erfuhr Isabelle nicht, genauso, wie sie auch nicht zur Beerdigung eingeladen wurde. Manchmal scheint es, als würde sie sich gar nicht recht daran erinnern, was geschehen war. Theresa... irgendetwas verband sie mit diesem Namen. Sie muss eine gekannt haben, die so hieß. Lang ist's her.
Seit diesem Erlebnis war Isabelle etwas stiller geworden. Das legte sich aber auch nach ein paar Jahren und sie bekam ein überdurchschnittlich gutes Abitur. Einzelgängerin aber blieb sie.
Nach dem Schulabschluss zog Isabelle nach Köln-Libur in eine recht abgeschiedene kleine Wohnung. Es war nicht leicht für sie, den Kontakt zu ihren Eltern aufrecht zu erhalten, da diese ziemlich enttäuscht waren, als sie davon erfuhren, dass Isabelle kein Studium begann, sondern erst einmal einem Schützenverein beitrat (daher ihre Fähigkeiten im Umgang mit Pistolen). Dennoch schaffte sie es, ihre mehr oder weniger geliebten Erzieher davon zu überzeugen, dass es ihr helfen würde, auf eigenen Beinen zu stehen, wenn sie sich erst einmal von jeglicher Form der Obrigkeit abnabeln würde, also weder bei ihren Eltern noch im Internat oder an einer Universität ihre Zeit verbringen würde. So schlug Isabelle einige Jahre lang ihre Zeit tot, versuchte sich ein paar Monate lang an einem recht ausschweifenden Leben, gab dies aber schnell wieder auf, da es ihr zu unhygienisch und aufwendig erschien und sie keine besonders netten Bekanntschaften geschlossen hatte. Finanzielle Probleme kannte sie als Mitglied des Adels nicht, also ergriff sie auch keinen Beruf. Gemeinsam mit ihrem Vater eröffnete sie mit 22 eine kleine Kunstgalerie, die sie seit dem Tod ihrer Eltern jedoch aufgegeben hat. Alles in allem führte sie ein relativ normales, fast etwas langweiliges Leben, von gelegentlichen persönlichen Schwierigkeiten einmal abgesehen. Seit dem Kuss, der sie im Alter von 25 Jahren zum Vampir machte, hat sich nicht besonders viel für sie verändert, jedoch hat sie nun ein paar Kontakte mehr, auf die sie Wert legt. War vorher nur der Adel für sie von Nutzen gewesen, so freute sie sich jetzt über die gehobenere, nicht so sterbliche Gesellschaft, der sie nun angehörte. Ja, man könnte fast sagen, sie habe sich ein paar Freunde geschaffen unter den Kainskindern, da sie im Lösen kleinerer Probleme nie ganz schlecht gewesen war.
So scheint sie ihren Platz gefunden zu haben zwischen menschlichem Adel und einer Welt, die dem Normalsterblichen für gewöhnlich verborgen bleibt. Und vielleicht, aber nur unter gewissen Umständen, ist auch in Isabelle etwas versteckt, das nicht jeder zu Gesicht bekommen sollte - insbesondere sie selbst nicht. Aber täte sie es doch, so ist eines ist gewiss: Sie bleibt beinahe eine Lady.
Verhältnis zu
Erzeuger
Die Beziehung zwischen Isabelle und ihrem Erzeuger ist alles in allem recht locker. Nach dem Kuss brachte er ihr sogar einige Grundlagen des Vampirdaseins bei, erlaubte sich aber dann und wann ein paar recht üble Scherze mit ihr. Einer von diesen hätte beinahe zu einem unbeabsichtigten Maskeradebruch ihrerseits geführt, doch das konnte er noch rechtzeitig verhindern. Übel genommen hat sie ihm das nicht, dennoch kam es gerade in Isabelles ersten Jahren als Vampir zu einigen Streitereien zwischen Jonathan und ihr. Beide respektieren einander, auch wenn sie nicht immer besonders viel Verständnis füreinander aufbringen können. Sie treffen sich sporadisch.
Anderen Vampiren
Ihr Verhältnis zu anderen Vampiren unterscheidet sich nicht wesentlich von dem zu Sterblichen. Vielleicht traut sie den Kainskindern etwas mehr zu, doch wesentlich herzlicher behandelt sie sie meist nicht. Sie schließt sich zwar manchmal einer Gruppe an, wenn sie das für sinnvoll hält, aber eine innige Freundschaft hat sie bisher zu keinem aufgebaut. Sie ist nicht besonders abweisend, eher ein wenig in sich gekehrt. Den Grund für dieses Verhalten kennt sie selbst nicht genau, da sie sich eigentlich nicht schüchtern fühlt. Manchmal empfindet sie sogar Mitgefühl oder Verständnis für ein anderes Kainskind. Sie kann sich gut in andere hineinversetzen, neigt aber nicht dazu, diese Fähigkeit zu benutzen, um das Vertrauen ihres Gegenübers zu gewinnen.
Sterblichen
Im Großen und Ganzen lässt sich hier nur wiederholen, wie sie sich auch gegenüber Vampiren verhält: Ruhig, nicht übermäßig kontaktfreudig, nicht übermäßig abweisend. Hinzu kommt vielleicht, dass sie Sterbliche oft ein wenig belächelt, was sie ab und zu verbergen muss, da sie noch Kontakt zum menschlichen Adel pflegt.
Wenn sie einen Sterblichen trifft, verhält sie sich ihm gegenüber recht freundlich (wenn sie nicht gerade auf der Suche nach einem Bisschen Blut ist), versucht aber, ihn möglichst rasch abzuschütteln.
Mit ihren sterblichen Verwandten betreibt Isabelle oft sogar Smalltalk, da diese Isabelles Finanzen immer noch ab und zu aufbessern.
dem Vampirdasein an sich
Anfangs war Isabelle ein wenig beunruhigt, ins besondere von der Tatsache, dass sie ihren Blutvorrat ständig erneuern musste. Sie begriff jedoch recht schnell, dass ihr das Leben als Vampir eine Menge Vorteile einbrachte: Sie wurde weniger leicht angreifbar, lernte eine beinahe vollkommen neue Welt kennen, gewann wesentlich mehr Zeit (so sie ihr Unleben pfleglich behandelt), lernte einige andere Vampire kennen, baute zu einigen beinahe so etwas wie Freundschaft auf und erhielt von ihrem Erzeuger ein paar nützliche Informationen.
In schlechten Nächten störte sie die Tatsache, dass sie nicht mehr ans Sonnenlicht konnte, kleine Streitigkeiten mit ihren Verwandten hatte, da sie tagsüber nicht mehr zu Familientreffen erschien und etwas zu häufig Menschen in den Hals biss, die sie nicht als besonders anziehend empfand.
Alles in allem empfand sie ihr Vampirdasein nie als große Last oder gar Fluch, hin und wieder aber als Herausforderung.
Besitztümer
- Wohnung in Köln-Libur (inklusive ausreichender Einrichtung und üblichen Kleinigkeiten)
- Audi S6 Avant (dunkelblau-metallic)
- Nokia 3230
- Silberring mit kleinem Saphir (Geschenk ihrer Mutter)
- Kleidung/Schuhwerk für verschiedenste Anlässe
- Schweizer Offiziersmesser
Waffen
- Standardpistole von Glock (Modell 17/17C)
- Schweizer Offiziersmesser (Ich führ das mal hier auch auf, immerhin hat es sowohl eine Lupe als auch eine Schere und diverse Messerchen, mit denen man jemandem Schmerzen zufügen kann, so man dies beabsichtigt.)
Rüstung
keine
Re: VtM: Isabelle von Greifenthal (Miriam)
harlekin - 25.02.2007, 21:34
Betrifft:
25.02.2007, 20:24
VtM: Isabelle von Greifenthal (Miriam)
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