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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Dirk - wuschelnora Forum: Epilepsie - Hilfe zur Selbsthilfe aus dem Unterforum: Erlebnisse mit Ärzten und Kliniken Antworten: 3 Forum gestartet am: Dienstag 23.01.2007 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Wochenlang ausgeliefert Letzte Antwort: vor 16 Jahren, 30 Tagen, 7 Stunden, 43 Minuten
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Re: Wochenlang ausgeliefert
Dirk - 25.02.2007, 00:30Wochenlang ausgeliefert
Hallo
Insgesamt über 2 Monate war ich auf der Epilepsiestation. Ich fühlte mich alleine aun war depressiv. Das war etwas was ich von früher her nicht kannte. Ständig wurde man bevormundet und kontrolliert. Mich störte vor allem das ich nicht ernst genommen wurde. Wo ich wegen dem Herz auf der Internen lag hats sowas nicht gegeben. Es war kein Problem einfach mal zu gehen.
Langsam aber sicher bekam ich Depressionen. Vor allem während der 2 Wochen Videoüberwachung war ich unten in Depressionen. Dann bekm ich irgendwelche Neuroleptika, die meiste Zeit hab ich nur geschlafen. Weil ich anfangs mal wegen einem Anfall aus dem Bett fiel mußte ich im Gitterbett schlafen. Es hieß nur ich soll mich nicht so anstellen. Langsam gewöhnte ich mich an die Station, da fiel mir das gar nicht mehr so auf, ich hatte mich wohl meinem Schicksal ergeben.
Positiv war das ich Kontakt zu Leidensgenossen hatte mit denen ich normal drüber reden konnte ohne gleich ausgelacht zu werden. Wenn ich "draußen" jemand von meiner Herzerkrankung erzählte war das nie ein Problem aber wehe man sagte was von Epilepsie. Mit den anderen auf der Station konnte ich ohne weiters reden ohne Angst haben zu müssen gleich ausgelacht zu werden. Draußen muß man das vor den meisten geheim halten.
Grüße Dirk
Re: Wochenlang ausgeliefert
wuschelnora - 25.02.2007, 10:41
Hallo Dirk,
es tut mir sehr leid, dass Du Dich wie ein Gefangener gefühlt hast. Was haben denn die Ärzte so gesagt?
Das Du Angst hast "draußen" über Deine Epi zu erzählen kann ich verstehen, aber glaub mir, wenn Du lernst, es als einen Teil von Dir zu sehen und es zu akzeptieren, fällt es leichter. Außerdem - Du entscheidest, wem Du davon erzählst und wem nicht :)
Ich finde es schön und mutig, dass Du Dich hier so öffnest! Vielleicht schaffen wir es hier gemeinsam, dass Du die Krankheit akzeptieren kannst.
In welcher Klinik warst Du ?
Re: Wochenlang ausgeliefert
Dirk - 26.02.2007, 15:37Wochenlang ausgeliefert
Hallo
Ich war in Innsbruck auf der Neurologie. Von den Ärzten wurde ich nicht ernst genommen, von den Schwestern ständig kontrolliert und bevormundet. Weil ich mal nach einem Anfall aus dem Bett gefallen bin mußte ich im Gitterbett schlafen. Jedes mal hieß es ich soll mich nicht so anstellen. So was kannte ich von der Herzstation so nicht.
Während des Monitorings ständig beobachtet zu werden war komisch und auch grausig. Wie ein kleines Kind wurde man behandelt. Während oder kurz nach dem Anfall konnte ich mich ja nicht wehren. Da konnten sie mit einem alles machen. Von den Medis wurde man ohnehin ganz dusselig. Schließlich wurde ich mit Lamictal und Convulex eingestellt. Die stellten mich als psychisch labil hin. Das hatte ich beim Herz schon mal mitgemacht. Da wurde ich auch als psychisch krank abgestempelt bis es zu spät war und das erzreizleitungszentrum nicht mehr zu retten war. Das passierte auch auf der Neurologie.
Grüße Dirk
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