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Re: Wo viel Licht, da viel Schatten.
Maraiah - 15.02.2007, 15:21Wo viel Licht, da viel Schatten.
Ich hab lange gebraucht bis ich das begriffen hab.
Immer wieder lernte ich diese Menschen kennen, die mit Energien arbeiten, mit Licht und immer wieder fiel mir diese unglaubliche Egozentrik dabei auf. Man sagt auch, dass spirituelle Ego ist das schlimmste.
Erst vor ein paar Wochen machte es klick in mir und ich begriff endlich, was das heißt: Wo viel Licht, da viel Schatten. Je mehr Licht wir in uns saugen und Lichtarbeiter arbeiten täglich mit Lichtaffirmationen, Meditation, Aufstiegsmedis, und goldenen Lichtenergien - desto mehr wächst gleichmäßig der Schatten mit.
Ich hatte mal jemanden hier bei mir, dem hab ich auf den Kopf zugesagt, wenn er sich nicht irgendwann mal rumdreht und sich diesen Berg hinter sich anschaut, dann fällt der Schatten nach vorn und erschlägt ihn.
Und das ist, was Lichtarbeiter mE am allermeisten tun, diesen Schatten im Griff und unter Kontrolle halten - was nicht funktionieren kann, denn der Schatten ist sooo groß, der läßt sich irgendwann einfach nicht mehr übersehen. Der überragt den Menschen teilweise um das Dreifache.
Nur wenn wir Licht & Schatten in uns gleichmäßig wahrnehmen, bearbeiten und integrieren funktioniert das.
Mein Spiritueller Name war sinnlicherweise Ura - die die in ihrem Licht die Schatten erkennt und das hab ich getan und tue ich noch. Ich sehe diese immensen Schatten und nehme sie in den Handlungen und Äußerungen wahr. Und zeige sie auf, ich bin ein Spiegel ... ich spiegele diesen Menschen diesen Schattenanteil, den sie selbst so erfolglos zu verleugnen suchen.
Ich komm schon noch dahinter. Ganz bestimmt.
Mein Glückssymbol hat auch was damit zu tun. Da hält jemand Licht in seinen Händen und ein anderer schaut es an.
Re: Wo viel Licht, da viel Schatten.
kind der sonne - 16.03.2007, 19:45
Kann man einen Schatten unter "Kontrolle" halten?
Ich bezweifle das sehr. Licht und Schatten ist eines meiner Lebensthemen. Ich wollte mein Gesicht immer dem Licht zuwenden und nie dem Schatten. Je mehr ich den Schatten verdrängte, umso stärker wurde er.
Ich glaube aber auch, dass wir vorsichtig sein sollten, mit dem, was wir als "Schatten" definieren.
Fangen wir denn nicht automatisch an, zu werten, wenn wir meinem, wir könnten den Schatten eines anderen erkennen? Ich kennen meinen eigenen Schatten mittlerweile, weil ich es gewagt habe, ihm ins Gesicht zu sehen, und mich dabei selber erkannt habe.
Aber mein Schatten unterscheidet sich ganz bestimmt zu dem Schatten meiner besten Freundin oder meines schlimmsten Feindes. Jeder Mensch, hat seine eigene Dunkelkammer, die nur er selbst ergründen kann.
Das spirituelle Ego mag unerträglich scheinen... aber in unserer eigenen Wertung. Vieles von dem , was ich (erfüllend) lebe, mag manchen anderen unerträglich anmuten? Wer hat Recht? Niemand.
Licht und Schatten ebdingen einander und wachsen ganz sicher. Aber bei jedem Menschen individuell.
Was denkt ihr?
Liebe Grüße, dani
Re: Wo viel Licht, da viel Schatten.
Maraiah - 17.03.2007, 11:36
kind der sonne hat folgendes geschrieben: Kann man einen Schatten unter "Kontrolle" halten?
Ohja - das versuchen die Menschen um uns rum doch von morgens bis abends - sieh dich um ;)
Zitat: Ich bezweifle das sehr. Licht und Schatten ist eines meiner Lebensthemen. Ich wollte mein Gesicht immer dem Licht zuwenden und nie dem Schatten. Je mehr ich den Schatten verdrängte, umso stärker wurde er.
Es gibt einen Spruch - sehr beliebt bei Lichtarbeitern "Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich"
Zitat: Ich glaube aber auch, dass wir vorsichtig sein sollten, mit dem, was wir als "Schatten" definieren.
Dann definier mal, was du als Schatten empfindest, siehst ?
Zitat: Fangen wir denn nicht automatisch an, zu werten, wenn wir meinem, wir könnten den Schatten eines anderen erkennen? Ich kennen meinen eigenen Schatten mittlerweile, weil ich es gewagt habe, ihm ins Gesicht zu sehen, und mich dabei selber erkannt habe.
Also sagen wir mal so: a) was ist schlimm daran zu bewerten ? Sobald ich in dieser Welt meinen Ausdruck finden will - muss ich werten. Jedenfalls hab ich das in den letzten Jahren so gelernt - anderenfalls kann ich mich nicht mehr ausdrücken - dass mag für manche erstrebenswert sein - ich bin damit kreuzunglücklich und depressiv.
Zitat: Aber mein Schatten unterscheidet sich ganz bestimmt zu dem Schatten meiner besten Freundin oder meines schlimmsten Feindes. Jeder Mensch, hat seine eigene Dunkelkammer, die nur er selbst ergründen kann.
Schatten ist Schatten - inhaltlich sicherlich verschieden - aber davon sprach ich in meinem Post nicht. Du kannst einfach sehen/spüren, ob Menschen sich kennen oder noch Flecken haben, die ihnen nicht bewußt sind - blinde Flecken eben.
Der Punkt ist - meines Erachtens - auch hier: Ist es schlimm, Schatten zu haben, blinde Flecken zu haben ?
Schlimm finde ich nur, wenn Menschen daherkommen, von sich behaupten völlig Licht zu sein und dann die Schatten bei mir wahrnehmen und in mir ablehnen, negieren oder bekämpfen wollen.
Da werd ich dann unleidlich bis ziemlich angefressen ;) ...
Alle anderen Menschen, sind mir herzlich willkommen - mit Schatten, ohne Schatten, mit blinden Flecken oder völlig rein. Vollkommen egal - weil ich persönlich hab noch keinen getroffen, der keinen Schatten hätte - wäre mE auch ziemlich unwahrscheinlich, wenn wir hier als Menschen auf der Erde sind.
Es geht mE darum den Schatten anzuschauen, so dass er integriert werden kann - es ist nur ein "Ja, ich weiß. Das ist bei mir so und ich lebe damit so und so." Ende. Es geht also nur um das Ablehnen, Negieren, nicht - haben - wollen.
Nur das ist problematisch. Selbst wenn man sagt: Ich weiß, ich hab da blinde Flecken - sicher hab ich die und wenn du sie sehen kannst, schön, aber du magst sie gern behalten bis ich sie selbst sehen kann - dann ist immer noch früh genug :D
Jeder Schattenanteil ist anders. Deiner ist sicherlich anders beschaffen als meiner - dennoch werde ich deinen wahrnehmen können, wenn ich danach suche - aber warum sollte ich das tun.
Christina und ich haben schon öfters über das Thema gesprochen. Christina nennt das "Coaching ohne Auftrag" und lehnt das genauso wie ich ab. Wenn du ganz konkret danach fragst und sagst: Zeig mir die blinden Stellen - okay. Dann fang ich an zu suchen und serviere sie dir auf dem Silbertablett.
Anderenfalls interesieren sie nicht.
Zitat: Das spirituelle Ego mag unerträglich scheinen... aber in unserer eigenen Wertung.
Na logo ist das meine Wertung. Und da stehe ich auch zu. Menschen auf dem spirituellen Egotripp sind mir ein Greuel - vor allem dann, wenn sie diesen Tripp dann auf andere stülpen und ihre Verdrängungen an anderen ausleben wollen.
Da sag ich : Nein danke und lass mich in Ruh. Da geh ich weg und mache einen Riesenbogen drum. Ich muss nicht alles und jeden mögen und ohne vorher für mich eine Wertung hinzulegen - bin ich hilflos ausgeliefert und wundere mich dann, wenn ich depri bin, meine Lebenslust am Boden liegt und jeder Depp, der vorbeikommt auf mir rumtrampeln darf.
Das ist meine Erfahrung. Ich werte gerne und stehe auch dazu. Tut meiner Spiritualität und meiner Liebesfähigkeit keinen Abbruch - eher im Gegenteil.
Zitat: Vieles von dem , was ich (erfüllend) lebe, mag manchen anderen unerträglich anmuten? Wer hat Recht? Niemand.
Also ich hab die letzten Wochen für mich gelernt: Achte auf DEINE Gefühle, nicht auf die der anderen und schon bin ich glücklich, zufrieden und in meiner Kraft. Da haben dann auch andere was von. Die, die mir meine gute Laune mißmachen wollen, weil sie selbst an ihren Vor-stellungen und Ängsten kleben, die haben ein Problem mit sich - nicht mit mir.
Recht hab somit immer nur ich, da wo ich mich fühle. Wer außer mir kann mich fühlen ? Du ? Kannst du mich fühlen ?
Pascal sagte: Was auf die einen abstoßend wirkt, mag auf die anderen anziehend wirken.
Und - wen wünschen wir uns da in unserer Nähe ?
Zitat: Licht und Schatten ebdingen einander und wachsen ganz sicher. Aber bei jedem Menschen individuell.
Was denkt ihr?
Liebe Grüße, dani
Naja - was ich denke - hab ich ja schon geschrieben - wo viel Licht, da viel Schatten - und das ist bei jedem Wesen/Menschen so. Nur ob man den Schatten annimmt, bejaht und dasein läßt, dass ist unterschiedlich bei den Menschen und ganz individuell wieweit das geht.
Insoweit sehe ich das genauso wie du :) ...
Re: Wo viel Licht, da viel Schatten.
Maraiah - 17.03.2007, 11:40
Mara hat folgendes geschrieben: Es geht mE darum den Schatten anzuschauen, so dass er integriert werden kann - es ist nur ein "Ja, ich weiß. Das ist bei mir so und ich lebe damit so und so." Ende. Es geht also nur um das Ablehnen, Negieren, nicht - haben - wollen.
Nein - beim noch mal nachlesen merke ich - selbst das ist nicht nötig.
Meines Erachtens ist es ein: Ja Mann, ey ... jeder Mensch hat Schattenanteile, ich sicher auch - na und ? Nehmen wir uns einfach so wie wir sind und leben wir sie. Was ist daran schlimm?
Warum wollen wir - in Gottes Namen - bloss immer GUT sein ? Gott schuf das hier alles - er wird schon wissen warum.
*jodelidö* :dance
Re: Wo viel Licht, da viel Schatten.
kind der sonne - 17.03.2007, 12:20
Ich hab grad verucht, zu antworten, aber irgendwie schaff ich es nicht.
Es will nicht sein, ich versuchs später nochmal.
Re: Wo viel Licht, da viel Schatten.
kind der sonne - 18.03.2007, 18:23
So, ich versuch nochmal eine Antwort... hab momentan gewisse Schwierigkeiten, meine Empfindungen in passende Worte zu kleiden.
Also, was den Versuch der Menschheit betrifft, alles unter Kontrolle zu halten, das ist wohl wahr. Je mehr man Kontrolle bekommen will, umso mehr entgleitet es einem. Ist meine Erfahrung. Auch die mit meinem eigenen Schatten. Ich wollte ihn immer kontrollieren, statt dessen kontrollierte er unbemerkt mich ;)
Zitat: "Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich"
Oh ja, den Spruch kenn ich auch. Aber auch wenn der Schatten hinter mich fällt, änderts ja nichts dran, dass er dennoch auf ewig an meinen Fersen "klebt".
In dem langen inneres Kampf zwischen persönlichem Licht und Schatten, sind mir viele Menschen begnet, die mir Ratschläge in dieser Richtung erteilten. Ich bekam ja schon regelrecht Angst vor dem, was ich werde, wenn ich mich nicht "in den Griff" kriege *g*
Zitat: Dann definier mal, was du als Schatten empfindest, siehst ?
Über das hab ich am längsten nachgedacht und ich muss zugeben, dass ich es nicht schaffe, einen kollektiven Schatten der Menscheit an sich zu beschreiben. Immer wieder fand ich Widersprüche in meinen Gedanken.
Ich kann nur meinen eigenen Schatten definieren, der vielleicht auch für viele andere Menschen gelten mag.
Der Schatten, das "Verbotene", die gesellschaftlichen Tabus und das Auflehnen gegen Normen und jegliche Form von Zwang. Ich bin ein sehr leidenschaftlicher Mensch und hab lange gebraucht, das anzunehmen. Denn auch Leidenschaften haben ihre dunklen Seiten in Macht- und Ohnmacht-Verhältnissen. Mein Schatten schlägt auch durch in den Momenten, in denen mein Verstand "abschaltet". Ich bin manchmal ein Mensch der Exzesse und lebe ganz oder gar nicht. Ich bin ein Grenzgänger, aber je näher ich meinen eigenen Grenzen und Abgründen oder denen der Gesellschaft kam, umso mehr konnte ich wachsen. Depressionen und Selbsthass bis Autoaggression waren weitere Ausläufer meines Schattens. Todessehnsucht.
Das waren ein paar Beispiele. Mittlerweile sehe ich meinen Schatten ja nicht mehr als Fluch, sondern hab angenommen, dass das alles ein Aspekt meiner Selbst ist, und wenn ich es wage, auch das zu leben, fühle ich mich lebendig und als ich selbst. Ich nenne es meinen Schatten, oder meine "dunklen Züge". Aber ja, wo viel Schatten, da viel Licht. Wie Yin und Yang darf es ineinandergreifen.
Zitat: a) was ist schlimm daran zu bewerten ? Sobald ich in dieser Welt meinen Ausdruck finden will - muss ich werten
Ja, da stimme ich Dir zu. Ich selber bekomme nur Skrupel, wenn ich mich beim Werten "erwische". Ich fühle mich dann, als hätte ich das Recht zu bewerten gepachtet, das mir nicht zusteht, weil ich nicht besser oder schlechter bin als jeder andere. Ist vermutlich ein eigenes Thema - Selbstwert.
Zitat: Der Punkt ist - meines Erachtens - auch hier: Ist es schlimm, Schatten zu haben, blinde Flecken zu haben ?
Nein, ganz im Gegenteil, es macht den Menschen erst zum Menschen.
Und ehrlich gesagt, es macht den Menschen interessanter *g*
Zitat: Nehmen wir uns einfach so wie wir sind und leben wir sie. Was ist daran schlimm
Ich glaube sogar, es ist der einzige Weg, ein erfülltes Leben zu leben!
Leider trauen sich nur so wenige Menschen drüber, ihre eigenen Abgründe kennen zu lernen. Und leben zu lernen.
Zitat: Warum wollen wir - in Gottes Namen - bloss immer GUT sein ?
Die Angst, nicht mehr liebenswert zu sein, wenn man nicht so ist, wie man sein "sollte".
Als ich begann, endlich ich selbst zu sein, fielen oft die Bemerkungen "Das kannst Du nicht machen, das tut man nicht, Du bist so arg" oder, was mich richtig zum Rasen brachte "Du bist so egoistisch geworden!" von meinem Ex-Freund, als ich nicht mehr bereit war "Ja und Amen" zu sagen und alles einzustecken.
Nein, ich hab einfach nur aufgehört,die "Gute" zu sein. Ich hab aufgehört, so zu sein, wie die Welt mich haben will. Und das war einer der wichtigsten Schritte meines Lebens.
:)
Alles Liebe, dani
Re: Wo viel Licht, da viel Schatten.
kind der sonne - 18.03.2007, 18:27
Das ist zwar jetzt ein bissl off topic, weils mehr in die Astrologie fällt... aber diese Deutung meiner Lilith habe ich vor kurzem gelesen und hab noch selten eine treffendere Beschreibung gefunden. Drum wollt ichs hier noch ergänzen:
"Lilith in Skorpion
Fasziniert von Erotik, Sexualität und Tod
Ein Teil Ihrer Persönlichkeit bewegt sich lieber zu nahe am Abgrund, als dass er dem Dunklen den Rücken kehren würde. So übt alles Perverse, Krankhafte und nach Tod und Verwesung riechende eine eigenartige Faszination, möglicherweise verbunden mit Angst, auf Sie aus. Zu einem ganzheitlichen Leben gehört auch die Auseinandersetzung mit dem Dunklen, seien dies nun gesellschaftliche, familiäre oder persönliche Tabus. Steigen Sie gleichsam in den Sumpf und setzen sich mit den dunkelsten Aspekten des Menschseins und Ihrer eigenen Seele auseinander, so erschliessen Sie eine Quelle innerer Stärke."
Quelle: www.cortesi.ch
Re: Wo viel Licht, da viel Schatten.
Maraiah - 18.03.2007, 18:47
Ich habe das gerne aufgegriffen, das mit der Lilith ( http://www.iphpbb.com/board/viewtopic.php?nxu=20671057nx26675&p=6591#6591 ), den da haben wir ja anscheinend dasselbe Thema. Vielleicht wäre das Erotikforum für dich in dieser Hinsicht interessant - denn da zeigt sich auch bei mir so ein Schattenthema. Und es paßt so herrlich zu deiner Antwort da oben ...
Da sind wir uns aber sehr ähnlich, du und ich. Auch ich habe meine Schattenanteile genauso erlebt wie du - ist das nun kollektiv oder nicht. Ich denke eher doch.
Denn sieh dir mal die Welt und das Weltgeschehen an. Es gibt mittlerweile sehr viele spirituelle Menschen und auch viele Geomanten, die da einen Zusammenhang zwischen der Umweltzerstörung zb. - dem weltweiten Hunger, bzw. dem krassen Gefälle von Reich und Arm und auch Krieg, Gewalt bis zu Umweltkatastrophen mit den verdrängten kollektiven Schatten der Menschheit in Zusammenhang bringen.
Ich hab immer in mir gespürt, dass wenn wir unsere eigene Gewaltbereitschaft, die Gewalt, die sich ja nicht immer in Schlagen oder körperlicher Mißhandlung zeigt, sondern viel eher im Psychologischen Bereich (schau dir die 100.000 Psychologen an und wieviele Menschen es mittlerweile als völlig normal empfinden, irgendwo auf einer Couch rumzuliegen und um den heißen Brei rumzureden) ... nicht leben, das in irgendeiner Form anders auf dem Planeten "gelebt" wird.
Ich habe immer gesagt: Im Grunde ist jeder Vergewaltiger oder Mörder ein Mensch, dem wir zutiefst dankbar sein müßten oder wenigstens doch sollten wir uns schämen oder ihm Absolution erteilen, denn er lebt das, was wir selbst uns weigern zu leben, stellvertretend für alle die Gutmenschen auf der Welt.
Krasse Ansicht - hab auch immer wieder und oft "Prügel" dafür bezogen - aber das paßt ja - diese Leute sind nicht bereit darüber zu reden, nachzudenken oder auch nur die Spur dieser Denkweise durch ihren Programmierfilter zu lassen.
Dafür muss dann aber alles in dieses "Gutschema" gequetscht werden und sei es mit Gewalt :D - auch alle Menschen, die Gewalt leben kommen in die Presse. Und das ist dann keine Gewalt - niemalsnienicht - da ist es dann Gerechtigkeit oder wie auch immer ;)
Danke für deine Offenheit. :)
Bei mir war es auch Aggression, Gewalt, Grausamkeit, die da zum Vorschein kam und die Kommentare dazu: "Du bist hartherzig" "Du bist kalt" "Du bist egoistisch" "Du bist schwierig" - wenn ich mich selbst lebte und - wie du - eben nicht mehr bereit war mich anzupassen oder zu funktionieren.
Aber letztlich hat man sich daran gewöhnt ;) ...
Re: Wo viel Licht, da viel Schatten.
Maraiah - 18.03.2007, 19:34
Hi Christina.
Hab es zur Lilith rübergeschoben und dir auch da deinen Text dazu reingestellt.
Re: Wo viel Licht, da viel Schatten.
Whitewolf - 19.03.2007, 08:54
Hi,
also ich bin entweder blind oder ohne Bewusstsein bei meinen Schatten. Ich hab schon nach ihnen gesucht und geschaut, aber mir fehlt jede Spur von ihnen. Liebe Mara, schau du doch mal bitte nach, wo sie sich befinden könnten. Also ich lass schon mal Leute auflaufen oder so und das ist ein Anteil von mir aber sonst, ich bin am Überlegen.
Alles Liebe
Whitewolf
Re: Wo viel Licht, da viel Schatten.
Wölfin - 19.03.2007, 11:50
Wolf, ich hab mehr Schatten als Licht, - vielleicht bin ich grad deshalb so helle! 8)
Aber jetzt mal im Ernst!
Im Grunde ist jeder Vergewaltiger oder Mörder ein Mensch, dem wir zutiefst dankbar sein müßten oder wenigstens doch sollten wir uns schämen oder ihm Absolution erteilen, denn er lebt das, was wir selbst uns weigern zu leben, stellvertretend für alle die Gutmenschen auf der Welt.
Ganz ehrlich, ich weigere mich nicht, Vergewaltiger oder Mörder zu sein. Es müsste schon eine extreme Situation für mich da sein, um zum Mörder zu werden, etwa wenn mein Leben bedroht ist und es keine andere Möglichkeit gibt.
Einmal hatte ich ein interessantes Gespräch mit meinem Mann, als ich ihn fragte, wenn wir beide eine Pistole in der Hand hätten und sie auf uns richten würden, - wer als erster abdrücken würde.
Ich weiß, ein seltsames Gespräch, aber mit meinem Schatz geh ich immer bis an die Grenze *gg*.
Na ja, er sagte ganz offen, er würde keine Sekunde zögern und ich wäre so was von tot. Wortwörtlich sagte er das!
Wie es bei mir wäre, kann ich nicht sagen. Die Situation müsste WIRKLICH da sein...
Ich schau mir gern Filme über Serienmörder an, wobei diese Mörder angeblich höchst intelligent sind, aber doch auch eine Schraube locker haben. Irgendwann einmal dachte ich mir bei so einem Film, dass solche Menschen nichts mehr zu verlieren haben.
Jemanden der eigenen Art zu töten, egal wie, - das ist doch der letzte Punkt im Menschsein. Oder? Es gibt nichts Ärgeres als das. Und wenn man so etwas einmal hinter sich hat, ist man wirklich frei von allem.
Freiheiten gibt es viele, das ist halt nur eine davon, - die Schattenseite der Freiheit...
Re: Wo viel Licht, da viel Schatten.
Maraiah - 19.03.2007, 12:44
Whitewolf hat folgendes geschrieben: Hi,
also ich bin entweder blind oder ohne Bewusstsein bei meinen Schatten. Ich hab schon nach ihnen gesucht und geschaut, aber mir fehlt jede Spur von ihnen. Liebe Mara, schau du doch mal bitte nach, wo sie sich befinden könnten. Also ich lass schon mal Leute auflaufen oder so und das ist ein Anteil von mir aber sonst, ich bin am Überlegen.
Alles Liebe
Whitewolf
Nö - ich mag dich so wie du bist. Ich mag dich nicht durchleuchten ;) ...
Ein Schatten ist mE keine Verhaltensweise, sondern etwas was wir darstellen und dann nicht wirklich sind. Das was wir wirklich sind - dass ist dann der Schattenanteil, der nicht gesehen, gelebt werden möchte ;) ...
Re: Wo viel Licht, da viel Schatten.
Maraiah - 19.03.2007, 12:49
Wölfin hat folgendes geschrieben: Wolf, ich hab mehr Schatten als Licht, - vielleicht bin ich grad deshalb so helle! 8)
Aber jetzt mal im Ernst!
Im Grunde ist jeder Vergewaltiger oder Mörder ein Mensch, dem wir zutiefst dankbar sein müßten oder wenigstens doch sollten wir uns schämen oder ihm Absolution erteilen, denn er lebt das, was wir selbst uns weigern zu leben, stellvertretend für alle die Gutmenschen auf der Welt.
Ganz ehrlich, ich weigere mich nicht, Vergewaltiger oder Mörder zu sein. Es müsste schon eine extreme Situation für mich da sein, um zum Mörder zu werden, etwa wenn mein Leben bedroht ist und es keine andere Möglichkeit gibt.
Einmal hatte ich ein interessantes Gespräch mit meinem Mann, als ich ihn fragte, wenn wir beide eine Pistole in der Hand hätten und sie auf uns richten würden, - wer als erster abdrücken würde.
Ich weiß, ein seltsames Gespräch, aber mit meinem Schatz geh ich immer bis an die Grenze *gg*.
Na ja, er sagte ganz offen, er würde keine Sekunde zögern und ich wäre so was von tot. Wortwörtlich sagte er das!
Wie es bei mir wäre, kann ich nicht sagen. Die Situation müsste WIRKLICH da sein...
Ich schau mir gern Filme über Serienmörder an, wobei diese Mörder angeblich höchst intelligent sind, aber doch auch eine Schraube locker haben. Irgendwann einmal dachte ich mir bei so einem Film, dass solche Menschen nichts mehr zu verlieren haben.
Jemanden der eigenen Art zu töten, egal wie, - das ist doch der letzte Punkt im Menschsein. Oder? Es gibt nichts Ärgeres als das. Und wenn man so etwas einmal hinter sich hat, ist man wirklich frei von allem.
Freiheiten gibt es viele, das ist halt nur eine davon, - die Schattenseite der Freiheit...
Ja - es geht gar nicht darum, imho, dass wir zum Mörder werden, wenn wir das in uns tragen, sondern dass wir uns zugestehen, dass wir es tun könnten. Also die Gewaltbereitschaft ...
Ich habe es so erlebt, dass ich nie Probleme mit Gewalt hatte, weil ich eben selbst gewaltbereit bin - ich wehre mich also und wenn es sein muss sogar hemmungslos und grausam.
Ein Freund von mir, der war mal soooo sauer auf mich, dass ich dachte: "Jetzt gleich schlägt er zu" und dann wanderte mein Blick ganz automatisch zum Nachtisch und dort stand der schwere Glasaschenbecher und ich hätte ihn benutzt, wenn er die Hand gehoben hätte.
Er sah das in meinen Augen und die Situation entspannte sich sofort.
Ich hab das oft so erlebt.
Re: Wo viel Licht, da viel Schatten.
Wölfin - 23.03.2007, 12:53
Gewalt-bereit bin ich nicht, was jedoch nicht aussagt, dass ich in gewissen Situationen Gewalt anwenden kann und auch könnte.
Es ist so, dass Gewalt für mich das Letzte ist, - wenn sich in mir alles aufstaut, - so wie bei einem Vulkan vorm Ausbrechen...
Mal ein Beispiel:
Mein Sohn hat mit 18 mal einen Führerschein mit dem PC gefälscht. Das Ding war so gut gemacht, dass die Polizei es gar nicht bemerkte. Erst, als sie die Nummer eingaben, hat's gefunkt - und klar, derjenige mit dem gefälschten Schein hat Thomas verraten...
Urkunden fälschen ist eigentlich ein schwers Delikt. Nur im Voraus, Thomas hat Glück gehabt, - er musste keine Strafe zahlen, wurde auch nicht vorbestraft, sondern nur verwarnt und "durfte" ein Monat im Alterheim arbeiten.
Aber bis es so weit war, machte ich mir Ursorgen.
Es war grad zu der Zeit, als meine Mutter schwer krank war - Blasenkrebs, wo ihr Blase und Gebärmutter entfernt wurden und sie ein Stoma (seitlicher Blasenausgang) bekommen hat. Da sie das Stoma damals noch nicht selbst versorgen konnte, ging ich jedesmal zu ihr und pflegte sie - oft auch dreimal am Tag, da sie damals noch nicht das richtige Stoma hatte. Typisch Ärzte! Sie operieren dich und lassen sich dann ratlos zurück...
Also war ich damals echt im Stress. Meiner Mutter konnte ich das mit Thomas nicht sagen, weil sie eh mit ihrer Krankheit zu tun hatte und es hätte sie noch mehr aufgeregt.
Ich komm also von meiner Mutter nach Hause, und Thomas sitzt seelenruhig vorm PC (damals hatte er noch keinen eigenen). Ich sag zu ihm, er soll mich ran lassen. "Wenn ich hier fertig bin!" im forschen Ton seine Antwort. Ich sah ihn an, dachte an meine Mutter und an die Sorgen, was wohl mit ihm passieren wird, welches Urteil er bekommen wird und sagte ihm nochmal im ruhigen Ton, er möge, bitte, in sein Zimmer gehen. "Ich sagte schon, - wenn ich hier fertig bin!" und das noch lauter.
Dann brach der Vulkan aus. Ich stürmte zu ihm hin und schlug mit beiden Händen wie verrückt auf ihn ein. Und nebenbei kamen mir die Tränen und ich begann laut zu weinen.
Thomas wurde von mir nie geschlagen, - höchstens mal ein Klaps aufn Po, als er klein war und gar nicht hören konnte.
Ja, und einmal, als er noch klein war und mit Niveacreme sein neues Bett vollschmierte. Da bekam er spontan eine Ohrfeige.
Aber das damals war echt wie ein Vulkanausbruch. Ich konnte einfach nicht mehr anders.
Als die ärgste Wut verraucht war, ging ich zu ihm ins Zimmer und sagte ihm, was alles in mir vorging. Ich sagte ihm auch, dass es mir Leid tut, dass ich ausgerastet bin und fragte ihn, ob er sich überhaupt keine Gedanken macht wegen den möglichen Strafen. Er meinte, ja schon, aber er weiß auch, dass er nichts mehr dagegen machen kann...
Re: Wo viel Licht, da viel Schatten.
Maraiah - 23.03.2007, 13:04
Wölfin hat folgendes geschrieben: Gewalt-bereit bin ich nicht, was jedoch nicht aussagt, dass ich in gewissen Situationen Gewalt anwenden kann und auch könnte.
Es ist so, dass Gewalt für mich das Letzte ist, - wenn sich in mir alles aufstaut, - so wie bei einem Vulkan vorm Ausbrechen...
Im Chat hab ich zum Wolf (und zu dir, glaub ich) gesagt: "Ich verabscheue Gewalt, aber das heißt nicht, dass ich sie nicht anwende." und das war für mich ein Schlüsselsatz.
Das ist was ich unter "Gewaltbereitschaft" verstehe - es heißt nicht, dass ich Gewalt mag, aber ich bin bereit, mich zu wehren oder es kann eben - wie dir - passieren, dass ich ausflippe, wenn ich selbst zu sehr unter Druck gerate, schwach bin, müde und einfach ausflippe.
Zitat: Mal ein Beispiel:
Mein Sohn hat mit 18 mal einen Führerschein mit dem PC gefälscht. Das Ding war so gut gemacht, dass die Polizei es gar nicht bemerkte. Erst, als sie die Nummer eingaben, hat's gefunkt - und klar, derjenige mit dem gefälschten Schein hat Thomas verraten...
Urkunden fälschen ist eigentlich ein schwers Delikt. Nur im Voraus, Thomas hat Glück gehabt, - er musste keine Strafe zahlen, wurde auch nicht vorbestraft, sondern nur verwarnt und "durfte" ein Monat im Alterheim arbeiten.
Aber bis es so weit war, machte ich mir Ursorgen.
Es war grad zu der Zeit, als meine Mutter schwer krank war - Blasenkrebs, wo ihr Blase und Gebärmutter entfernt wurden und sie ein Stoma (seitlicher Blasenausgang) bekommen hat. Da sie das Stoma damals noch nicht selbst versorgen konnte, ging ich jedesmal zu ihr und pflegte sie - oft auch dreimal am Tag, da sie damals noch nicht das richtige Stoma hatte. Typisch Ärzte! Sie operieren dich und lassen sich dann ratlos zurück...
Also war ich damals echt im Stress. Meiner Mutter konnte ich das mit Thomas nicht sagen, weil sie eh mit ihrer Krankheit zu tun hatte und es hätte sie noch mehr aufgeregt.
Ich komm also von meiner Mutter nach Hause, und Thomas sitzt seelenruhig vorm PC (damals hatte er noch keinen eigenen). Ich sag zu ihm, er soll mich ran lassen. "Wenn ich hier fertig bin!" im forschen Ton seine Antwort. Ich sah ihn an, dachte an meine Mutter und an die Sorgen, was wohl mit ihm passieren wird, welches Urteil er bekommen wird und sagte ihm nochmal im ruhigen Ton, er möge, bitte, in sein Zimmer gehen. "Ich sagte schon, - wenn ich hier fertig bin!" und das noch lauter.
Dann brach der Vulkan aus. Ich stürmte zu ihm hin und schlug mit beiden Händen wie verrückt auf ihn ein. Und nebenbei kamen mir die Tränen und ich begann laut zu weinen.
Thomas wurde von mir nie geschlagen, - höchstens mal ein Klaps aufn Po, als er klein war und gar nicht hören konnte.
Ja, und einmal, als er noch klein war und mit Niveacreme sein neues Bett vollschmierte. Da bekam er spontan eine Ohrfeige.
Aber das damals war echt wie ein Vulkanausbruch. Ich konnte einfach nicht mehr anders.
Als die ärgste Wut verraucht war, ging ich zu ihm ins Zimmer und sagte ihm, was alles in mir vorging. Ich sagte ihm auch, dass es mir Leid tut, dass ich ausgerastet bin und fragte ihn, ob er sich überhaupt keine Gedanken macht wegen den möglichen Strafen. Er meinte, ja schon, aber er weiß auch, dass er nichts mehr dagegen machen kann...
Ja - sowas ist mir mit meiner Mutter passiert. Alles kam zusammen und ein Wort von ihr war der letzte Tropfen und im Beisein meines Sohnes hab ich dann auf sie eingeschlagen, sie angebrüllt und sie durchs Wohnzimmer geschubst. Sie war völlig entsetzt, völlig fassungslos und ist mir dann im Unterhemd noch bis an den Wagen nachgelaufen :ups ...
Den Vulkanausbruch kenn ich also gut und ich weiß heute auch: Es war für mich einfach wichtig - ich habe damit auch diese Ohnmacht gegenüber meiner starken und übergriffigen Mutter erlöst, ein Tabu überschritten und seitdem bin ich frei und das Verhältnis zu ihr ist ganz anders geworden. Sie hat jetzt gemerkt, dass da jemand in mir wohnt und dass dieser Mensch kein Abklatsch von ihr ist, sondern ein ganz eigenes Wesen, mit eigenen Gefühlen, eigenem Willen und auch mit Schmerz.
Dennoch war mir das sehr schlimm. Verbal sind mir solche Ausbrüche noch öfters passiert ...
Danke für deine Offenheit, Lizzy. Das beeindruckt mich sehr.
Du bist große Klasse. :)
Re: Wo viel Licht, da viel Schatten.
Wölfin - 23.03.2007, 14:12
Danke, Mara, das mit große Klasse kann ich nur zurück geben!
Weißt, ich hatte nachher Schuldgefühle gegenüber meinem Sohn. Als ich einer Bekannten davon erzählte, meinte sie: "Jetzt weiß er wenigstens, dass du auch "nur" ein Mensch bist."
Sie hat's getroffen!
Und jetzt kommt auch das "Ping!" (wie's unser Lhatara-Schätzchen sagt) von dir. Ja, wir sind Menschen!
:knuddel :kiss
Re: Wo viel Licht, da viel Schatten.
Maraiah - 23.03.2007, 14:23
Als ich meinen Sohn mal ganz fürchterlich angeschrien hab, da hat er gesagt: "Weißt du, Mama, ich find das gut, dass du jetzt so wütend geworden bist - weil dann komm ich mir mit meiner Wut da in mir drin nicht mehr so doof vor."
Ich hab mir schon gedacht, dass du Schuldgefühle hattest - die habe ich auch. Meiner Mutter gegenüber nicht so sehr, wie meinem Sohn gegenüber - und das hat dann im Nachhinein zu ganz schön vielen Problemen geführt, weil er das ausgenutzt hat. Als mir das klar wurde, konnte ich da gegensteuern - aber versuchen tut er´s immer wieder :D ...
So wirklich und ganz hab ich mich mit dieser grausamen und gewaltätigen Seite in mir noch nicht anfreunden können - aber es ist schon viel besser heute. Und je mehr ich sie annehme, desto weniger tritt sie in Erscheinung, dass ist das verrückte an der Sache.
Christian, der Seelenflügel, hat mal zu mir gesagt: "Ich weiß ja, was da alles in mir ist, aber das heißt ja noch lange nicht, dass ich es auch leben muss." Das geht mir jetzt ganz oft durch den Kopf.
Andererseits - wenn wir es nicht "leben" - können wir es dann wirklich sehen ? Oder im Extrem, wenn ich glaube, einen Mörder in mir zu haben und das nie "ausprobiere" - dann lebe ich immer mit der Angst. Nur wenn ich es "zulasse" finde ich raus, dass ich wohl eher doch keiner bin, sondern nur ein Mensch.
Ich glaube nämlich, dass jeder Mensch, der ein Mörder IST - erst gar nicht drüber nachdenkt, ob er das leben möchte oder nicht. Jemand, der Gewalt liebt, denkt nicht darüber nach, ob er das gut oder schlecht findet und was es mit ihm oder anderen macht.
Das waren noch so meine Gedanken zu dem Thema, dass ich viele Jahre bearbeitet hab, bearbeiten mußte.
Ja - ich bin auch "nur" ein Mensch - im Angesicht "Gottes" sag ich mal jetzt so platt - ist das total schwer zu leben. Das ist auch ein Thema und es ist stark verbunden auch mit diesem Licht und Liebegesülze - was für einen Gott haben wir da bloß immer noch in uns, dass wir denken, er wüßte nicht, dass wir hier als Menschen leben, die sich ihrer Göttlichkeit bewußt sind und nicht als Götter, die sich als Menschen verkleidet haben.
Oder so ähnlich.
Lhatara ist toll, gell ;) ... wir haben ganz viele tolle Menschen um uns rum, dass denk ich oft dieser Tage und es macht mich sehr froh !!!
.
Re: Wo viel Licht, da viel Schatten.
kind der sonne - 23.03.2007, 20:39
Ich denke, dass es absolute Momente der Machtlosigkeit sind, in denen Vulkane ausbrechen.
Ich hab das selber noch nicht erlebt, so wie ihr. Aber in manchen Augenblicken, wenn ich mich früher mit meinem Ex gekracht habe, war ich auch schon so weit, dass ich ausgeholt habe, oder ihn wirklich sehr grob weggeschubst habe. Das aber immer dann, wenn mein ganzes Reden nicht mehr fruchtete, wenn ich schon 5 mal sagte, lass mich jetzt einfach und er tats nicht... man hat dann warscheinlich irgendwo seine Grenzen erreicht. Wenn der Mensch nicht mehr weiter weiß, dann kommt die Urform der Gewalt zum Vorschein. Ich bin meistens mehr der verbale Kämpfer, wobei das bestimmt nicht weniger verletzend oder treffend ist. (Zwilling-Mars im 8.) Ich bin dann der fiese Zyniker, der unbewusst genau weiß, wohin er zielen muss.
Das war eine Seite an mir, die ich gar nicht vertragen konnte...
Alles Liebe, dani
Re: Wo viel Licht, da viel Schatten.
Maraiah - 24.03.2007, 19:37
Hi Dani.
Ja - Macht- oder Hilflosigkeit und dann aber auch Situationen wo du so unter Druck gerätst, dass du nicht mehr weiß, wohin damit oder wenn alles aufeinanderkommt und es halt nur noch einen kleinen Tropfen braucht um das ganze zur Explosion kommen zu lassen.
Wenn man es mal aus dieser Warte betrachtet, dann sind solche Situationen wahrscheinlich etwas, dass wir ganz bewußt herbeiführen, so dass eben die Kruste aufbrechen kann und das angestaute aus uns rausfließt.
Dann wäre es sozusagen "Glück".
Es gibt ja einen Spruch, der da heißt "Alles was die Seele so richtig durchschüttelt ist Glück." :)
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