Unübliche Verbindungen *neu*

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    Re: Unübliche Verbindungen *neu*

    Darnya - 12.02.2007, 14:15

    Unübliche Verbindungen *neu*
    So Leute, da ich Blödsinn gemacht habe beim verschieben meiner Geschichte ins neue Forum, werd ich hier einfach die gesamte Story neu posten, hoffentlich geht das so wie ich will ^^ Wenn es eine Fortsetzung gibt, mach ich natürlich einen neuen Post!



    Die dichte Wolkendecke am Himmel lockerte sich langsam, nachdem ein heftiges Gewitter über das Land niedergegangen war. Letzte Tropfen fielen zu Boden und verdampften im selben Augenblick auf dem bereits wieder glühend heißen Gestein. Wo soeben noch beinahe undurchdringliche Nebelschleier lagen, brannte nun erneut die Sonne auf den Boden. Innerhalb weniger Sekunden war das Unwetter genauso schnell abgezogen, wie es zuvor auftauchte. Die Dächer Orgrimmar’s verschlangen die letzte Feuchte des Regens und die Stadt strahle nach kurzer Zeit wieder im Licht der Sonne.
    Nicht weit von der Hauptstadt entfernt ragte ein Turm aus dem Nichts, welcher als Zeppelinlandeplatz diente. Nach dem Gewitter begannen die Zeppeline wieder ihren normalen Kurs aufzunehmen und ein reger Flugverkehr nahm erneut seinen Lauf.
    Nicht ahnend, was ihm der restliche Tag noch bringen sollte, stieg Ashat in Tirisfal die Holzdielen des Zeppelinturms hinauf. Der junge Troll-Magier streifte sich ein wenig Staub von den Roben und hielt Ausschau nach dem nächsten Zeppelin, als er ein lang gezogenes Knarren hinter sich vernahm. Ruhig wandte er wenige Zentimeter den Kopf zur Seite, um den zweiten Zusteigenden im Augenwinkel zu erfassen, was ihm allerdings nicht gelang. Ein wenig misstrauisch und dennoch ruhigen Schrittes betrat er den Zeppelin. Die Schritte hinter ihm taten es ihm gleich, doch trotzdem konnte Ashat seine Gesellschaft noch immer nicht erblicken, ohne sich umzudrehen. Also beschloss er, seiner Neugierde offensichtlich nachzugeben. Nachdem er seine Wirbelsäule durchstreckte drehte er den Kopf um über seine Schulter zu blicken und erschrak im selben Augenblick. Mit einem Satz drehte er sich um, seine Augen wurden zu schmäleren Schlitzen und ein leises Geräusch, welches einem Knurren ähnlich war, ertönte.
    Vor ihm stand eine Nachtelfe, deren Hand bereits fest den Stab, den sie bei sich trug festhielt. Sie entfernte sich einen Schritt, doch trotz dem ballte Ashat seine Faust, in welcher sich langsam ein weißer Schein bildete. Die Nachtelfe erhob ihren Stab zu einem Schlag, als sie den beginnenden Angriff vernahm und sie traf genau Ashat’s Hand. Er zuckte zurück und zog einen Stab, welcher sofort an der Spitze zu rauchen begann. Eisige Kälte breitete sich auf dem Zeppelin aus, der gerade auf dem Weg nach Orgrimmar war. Minuten vergingen, in denen sich die beiden nahezu reglos gegenüber standen. Dann entbrannte ein Kampf, in dem Magie gegen Magie stand. Die Nachtelfe schien eine Druidin zu sein und Ashat bemerkte, dass sie nicht unerfahren war. An der Gesundheit nahm dieser Kampf beiden Beteiligten nichts, bis der Zeppelin in Orgrimmar zum stehen kam. Ashat hatte seine Gegnerin an die Spitze des Zeppelins gedrängt, an der sie nun stand. Eine Sekunde lang blickte sie nach unten und bemerkte, dass ein Sturz von dieser Höhe sicher nicht gut enden würde. Erneut begannen Ashat’s Fäuste zu glühen, nur diesmal konnte die Nachtelfe nicht eingreifen. Der Zauber wirkte schneller als zuvor und ein Frostblitz ging auf sie nieder. Sie verlor den Halt vom Rand des Zeppelins und das Letzte was sie sah, war der hellblaue Himmel und wenige weiße Wolken.
    Darnya schlug die Augen auf, als sie die Hitze des Felsbodens vernahm, auf welchem sie lag. In ihrem Kopf hämmerten tausende Waffenschmiede wie auf Ambossen und sie konnte sich kaum bewegen. Sie fühlte Staub in ihrer Lunge und begann sofort zu husten und nach Luft zu schnappen. Sie sah sich um, doch konnte sie sich nicht erinnern, wo genau sie war. Die Landschaft sah komplett anders aus, als die, die sie in Erinnerung hatte. Langsam stellte sie sich auf ihre schmerzenden Beine und klopfte den letzten Rest Sand von ihrer Kleidung. Erst als sie mit der Spitze ihres Stiefels dagegen stieß, bemerkte sie die Kristallphiole, welche neben ihr auf dem Boden stand. Sie musterte das Wasser, das sich darin befand und nahm nach kurzer Überlegung einen Schluck davon. Dann rieb sie sich die Augen und wusch sie mit ein paar Tropfen Wasser aus, denn sie brannten fürchterlich. Sie stellte die Phiole auf einen Felsen und sah mit zugekniffenen Augen über die roten, sonnenüberfluteten Felsen. Erst jetzt entdeckte sie den Schatten einer Gestalt in ihrer Nähe. Sie wandte ihren Blick und erblickte die Silhouette eines Trolls, welcher sich auf einem Schutthaufen nieder gelassen hatte. Mit einem Augenblick kamen die Erinnerungen in Begleitung von Verwunderung wieder zu ihr zurück.
    Ashat drehte sich um, als er sie erwachen hörte und erhob sich im selben Moment. Langsam kam er Darnya entgegen, dabei ließ er absichtlich seine Waffen zurück. Als er vor ihr zum Stehen kam griff er mit einer Hand nach ihrem Arm, an welchem sich eine große, leicht frostblau gefärbte Wunde zu abzeichnete. Mit der anderen zog er eine Rolle Seidenverband aus einer Tasche und begann, Darnya’s Arm zu verbinden. Sie sah dem Troll dabei zu, reagierte aber nur mit Blicken. Das gesamte Geschehen lief wortlos hab, bis Ashat das Ende des Verbandes verknotete und von dem Arm der Nachtelfe abließ.
    Darnya betrachtete den sorgfältig angefertigten Verband an ihrem Arm, dann senkte sie ihn und blickte wieder auf. Sie konnte im letzten Augenblick noch leichte grüne Schlieren in der Luft erkennen, welche sich langsam aber sicher in Richtung Himmel verzogen. Nachdem die Druidin endgültig zu sich kam, ließ sie einen laut schallenden Pfiff ertönen, welcher einen gestreiften Nachtsäbler des Weges kommen ließ. Darnya stieg auf und entfernte sich schnellsten Weges aus dem feindlichen Gebiet. Sie ritt so schnell sie die Beine des Säblers tragen konnten, bevor sie in Theramoore zur Ruhe kam. Der Mond und unzählbar viele Sterne standen schon am Himmel, als die Nachtelfe den Weg in die nahe liegende Taverne fand. Sie nahm sich dort ein Zimmer für die Nacht und kaum hatte sie sich in das weiche Federkissen niedergelassen, übermannte sie die Müdigkeit und ihre Augen fielen zu.
    Am nächsten Morgen standen schon früh dicke Dunstschwaden und rauchige Wolken an dem bereits grauen Himmel über Azeroth. Ashat war schon früh auf den Beinen und saß an einem großen, runden Felsen mit einigen Freunden beisammen. Vor ihnen lag eine zerknüllte und leicht angesengte Karte, auf denen mehrere Kreuze vermerkt waren. Zu Ashat’s Seiten saßen zwei mächtige Tauren Krieger, ein Untoter Hexenmeister, ein Priester selbiger Rasse, ein Schamane vom Stamme der Trolle sowie ein weiterer Hexenmeister, welcher allerdings die kräftige Statur eines Orks besaß. Einer der Krieger murmelte leise in sein Fell, sodass die Anderen sich bemühen mussten, alles zu verstehen. Bald stand die Gruppe auf und hinterließ auf ihrem Platz nur den leeren Felsen sowie ein zertrampeltes Lagerfeuer, welches noch in der stickigen Luft vor sich hin glühte. Sie stiegen auf ihre Reittiere und setzten sich mit lautem Gebrüll in Bewegung.
    Nur wenige Stunden später saß Darnya bei den Docks in Theramoore und beobachtete die Schiffe, welche unzählige Leute hin und her beförderten. Sie betrachtete die kommenden und gehenden Wesen, die sich geschäftig gegenseitig umher scheuchten. Das Wetter war schlecht, es schien jeden Moment zu regnen zu beginnen, doch es blieb zur großen Überraschung Aller beständig. Trotz des regen Treibens auf den Stegen schien die Atmosphäre friedlich und ruhig zu sein, bis von einer Sekunde auf die andere ein lautes Schreien ertönte. Darnya schreckte auf und wand ihren Blick dem Lärm entgegen. Aus dem Staub sah sie Raptoren hervor brechen, deren Krallen den Boden unter ihnen zu kräftigen Staubwolken aufwühlten. Als wäre das nicht genug Aufruhr gewesen, schallte lautes Gebrüll durch die Gassen Theramoores. Das Stampfen gigantischer Hufe begleitet von schauderhaftem Knochenklappern schien das Land erbeben zu lassen.
    Die Bewohner des Dorfes zogen sich in ihre Hütten zurück und die meisten Reisenden drückten sich in der Taverne zusammen, um Schutz zu suchen. Da standen sie nun. Die Horde war ins Dorf hervor gerückt und ließ ihre düsteren Blicke über den Platz schweifen. Sie kontrollierten die Umgebung um sich genau und sie waren im höchsten Maße zufrieden, bis einer der Tauren Krieger Darnya ins Auge fasste. Es ertönte ein bösartiges Schnauben aus seinen Nüstern.
    Sie stand auf einem Pfosten der Docks, die Situation war wie eingefroren. Ein gesunder Sicherheitsabstand trennte sie vom heißen Atem der Feinde. Der Blick der Nachtelfe glitt an dem Tauren vorbei und erkundete den Rest der Gruppe. Sie waren bereits von ihren Reittieren abgestiegen und banden diese an einem Holzstamm vor der Taverne fest. Als Darnya’s Blick bei Ashat ankam, stockte ihr fast der Atem. Sie erkannte ihn sofort und im selben Moment verspürte sie einen stechenden Schmerz in ihrem Arm. Ihre Finger pressten sich fest auf die immer noch verbundene Wunde. Der zuvor fliederfarbene Seidenverband färbte sich blutrot. Ashat trat gemächlich zu dem Krieger nach vorne. Je näher er kam, desto mehr begann Darnya’s Arm zu schmerzen. Langsam ging sie auf dem Holzpfosten in die Knie. Der Taure lächelte hämisch und triumphierend beim Verfolgen dieses Schauspiels. Ashat hielt nicht an, sondern kam Darnya unaufhörlich näher, bis er direkt vor ihr stand. Sie hatte Schwierigkeiten aufzublicken, denn sie krümmte sich vor schmerzen. Ihr Arm verkrampfte und Ashat sah, wie das Blut aus dem Verband trat und über ihren Unterarm rann. Darnya verlor das Gleichgewicht und drohte vom Pfosten zu stützen. Im letzten Augenblick fing Ashat sie auf und ließ sie auf den Boden nieder. Tränen traten aus den Augen der Nachtelfe, doch sie presste die Lider zusammen und biss sich auf die Unterlippe.
    “Was zur Hölle machst du da?“, schallte ein Rufen hervor. Einer der Krieger hatte Ashat beobachtet und war nun sichtlich erzürnt. Der Magier richtete sich auf und wandte sich zu ihm, sah ihm in die Augen und erwiderte ruhig „Ich weiß was ich tue, kümmert euch in der Zwischenzeit lieber um die Dinge, die wir besprochen haben.“ Der Taure nickte, ließ ein letztes Schnauben ertönen und gab dann den Anderen ein Handzeichen, worauf diese sich im Dorf verteilten. Darnya kauerte immer noch vor Ashat’s Füßen auf dem Steg und hielt sich den Arm. Jetzt hockte sich Ashat zu ihr nach unten und begann den blutdurchtränkten Seidenverband abzunehmen. Die Wunde hatte sich schlimm entzündet und blutete. Die Wundränder hatten sich leicht schwarz gefärbt und Darnya erschrak fürchterlich, als sie es sah. Sie wollte sich aufrichten, doch Ashat legte seine Hand auf ihre Stirn und drückte sie sanft aber bestimmt auf den Boden zurück. Ihr Atem war schwer und aufgeregt geworden, denn sie wusste nicht was geschah. Die Nachtelfe schloss die Augen und versuchte sich nicht auf die Schmerzen zu konzentrieren, welche ihren Körper durchzogen. Ashat zog eine Kristallphiole aus einer kleinen Tasche, die er unter seinen Roben trug. Die Flüssigkeit in der Phiole war violett gefärbt und schien beinahe zu glühen. Während er ein Leinentuch auf die Wunde drückte, um die Blutung zu stoppen, gab er Darnya die Phiole. Nach nur wenigen Sekunden des Zögerns, öffnete die Elfe mit all ihrer Kraft die glühende Phiole und begann die unbekannte Flüssigkeit Schluck für Schluck zu trinken. In ihrem Körper breitete sich eine wohlige Wärme aus, welche sie schon nach kurzer Zeit bewusstlos machte. Ashat zog langsam das Tuch von Darnya’s Arm, als er ihre Ohnmacht bemerkte. Mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht schob er den Ärmel ihres Hemdes wieder über ihren Unterarm und pfiff seinen Raptor herbei. Er hatte ihn nicht fest gebunden, denn er war ein treuer Begleiter und hörte bedingungslos auf ihn. Das mächtige schwarze Tier schritt heran und Ashat hob die Nachtelfe auf den mit einer Decke bedeckten Raptorenrücken. Vorsichtig stieg auch er auf sein Reittier und sicherte Darnya mit einem behutsamen Griff um die Taille. Als er an einem der Tauren Krieger vorbei ritt, rief er ihm zu „Wir treffen uns in Orgrimmar oder in Klingenhügel, ich weiß es noch nicht. Wenn ihr mich nicht findet, dann sucht nicht weiter, ich werde euch dann aufsuchen.“
    Er kniff die Unterschenkel zusammen und setzte damit den Raptor in Bewegung. Als er an der Taverne vorüber ritt, ertönte erschüttertes Geschrei aus den Mündern derer, die sich hinter der Glastüre drängten. Die kräftigen Beine des Raptors trugen die Last auf seinem Rücken durch die Steppe des Brachlandes, bis sie den heißen Felsboden Durotars wieder auf den Sohlen spürten. Kurz bevor Ashat die Tore Orgrimmars vor sich sah, wich er vom Weg ab und ritt in Richtung Küste, wo er sich vor langer Zeit ein einsames Lager aufgebaut hatte. Eine versteckte Felsspalte diente ihm als Unterschlupf, wo er auch sein Zelt aufgestellt hatte. Davor befanden sich mehrere kleine Steine zu einem Kreis zusammen gelegt, in deren Mitten ein kleiner Stapel Holz lag. Außerdem hatte er sich einen Tisch aus Fels geschlagen, ähnlich dem, an dem er vor wenigen Stunden noch mit dem Rest der Gruppe saß, um Angriffspläne zu schmieden. Es fanden sich noch weitere, meist selbst hergestellte Gebrauchsgegenstände. Ashat hatte seit dem Tage, an dem seine Eltern verschwanden, einsam gelebt. Doch er liebte die Ruhe, die Stille und vor Allem den Frieden, der um sein Lager herrschte.
    Die Wellen des Großen Meeres schlugen gemächlich an die Küste, als er mit Darnya bei seinem zu Hause ankam. Vorsichtig löste er den sicheren Griff und stieg langsam aus dem Sattel seines Reittieres. Er gab ihm mit einer Handbewegung den Befehl zu warten und verschwand für wenige Sekunden im Zelt. Dort bereitete er Decken und Kissen, auf welche er die immer noch bewusstlose Nachtelfe bettete. Es begann bereits zu dämmern und so entzündete er eine Öllampe als Lichtquelle.
    Yaral, Ashat’s Raptor, ließ sich geduldig den schweren Sattel vom Rücken nehmen und bedanke sich anschließend mit einem sanften Stupsen an Ashat’s Wange. Er ließ ein zufriedenes Grummeln über seine Lippen gleiten, als Ashat ihm über die Stirn streichelte. Dann nahm er seinen üblichen Platz zur Seite des Zeltes ein, ließ sich in sein Nest nieder und legte nach wohligem Schnauben den Kopf auf den Rand des Nestes.
    Ashat trat nun der Küste entgegen, ließ sich auf einen Felsen im Wasser nieder und zog seine Kapuze tief ins Gesicht, bevor er eine Angel griff und sie ins Wasser hängen ließ. Es verstrich eine weitere Stunde und es wurde langsam aber sicher immer dunkler. Der Himmel veränderte seine Farbe und war nun schon lange nicht mehr hellblau, sondern tiefschwarz gefärbt.
    Darnya fand sich nun endlich auf einer Wolldecke wieder, welche mit kunstvollen Stickereien verziert war. Ihr Kopf lag auf einem Kissen, das schien, als wäre es mit Seide überzogen. Sie öffnete noch ein wenig erschöpft die Augen. Sie konnte erst nicht erahnen, wo sie war. Als sie ihren Blick zum Ausgang des Zeltes wand, erblickte sie das Flackern des Lagerfeuers. Die Feuerzungen schlugen in die Luft und ließen die Umgebung um das Lagerfeuer vor Hitze verschwimmen. Dann hob sie den Arm und warf einen Blick auf die Wunde. Sie war beinahe verschwunden. Nur noch ein leichter Riss war zu erkennen, welcher vermuten ließ, dass er sich so schnell nicht mehr auflösen würde. Es war eine weitere Wunde gewesen, doch der Schmerz war wie hinfort geblasen. Nachdem die Nachtelfe wieder vollständig zu sich gekommen war, stand sie langsam auf. Yaral’s Schatten zeichnete sich an der Zeltwand ab und rief somit Darnya’s Erinnerungen wieder vollständig in ihren Kopf zurück.
    Sie trat aus dem Zelt, welches, wie sie sah, aus feinstem Leder angefertigt geworden war. Der Raptor zu ihrer Rechten schlummerte tief und fest. Heißer Atem trat aus seinen Nasenlöchern und erzeugte hin und wieder leise Grunzgeräusche, welche von höchster Zufriedenheit zeugten.
    Ashat vernahm Darnya’s Schritte auf dem knackenden Sandsteinboden. Er zog die Angel aus dem Meer und legte sie beiseite, bevor er die Kapuze zurück schlug und langsam aufstand. Darnya hielt Inne. Die Wellen die an den Strand schlugen berührten die Spitzen ihrer Stiefel und das Mondlicht fiel wie ein sanfter Schleier über die Elfe und das Meer. Ashat kam auf sie zu und warf einen interessierten Blick auf ihren Arm.
    “Habt Ihr noch Schmerzen?“, fragte er mit kräftiger Stimme, doch Darnya schüttelte nur den Kopf. „Gut..“ Er trat noch einen Schritt heran und zog wie er es schon vor einiger Zeit getan hatte, eine Kristallphiole unter seinen Roben hervor. „Trinkt das“, sprach er. „Dann werdet Ihr Euch schnell wieder fühlen, als wäret Ihr neu geboren.“ Er hielt der Nachtelfe die Phiole mit diesmal giftgrüner Flüssigkeit entgegen. „Es ist nur eine Wunde von vielen, es geht mir gut.“, sagte Darnya und drückte Ashat die Phiole entgegen. Der Magier nickte verständnisvoll und ließ die Flüssigkeit wieder in seiner Tasche verschwinden. „Ihr solltet eigentlich nicht in diesem Land sein, also seht Euch vor, wenn Ihr hier herum streift.“, sprach er, als er seine Tasche gewissenhaft neben Yaral’s Nest ablegte. Gerade wollte er sich aufrichten und umdrehen, als Darnya schon dicht hinter ihm stand. Kaum hatte er seine Wirbelsäule durchgestreckt, spürte er den Stab der Nachtelfe vor seinen Bauch gedrückt. „Ihr habt mich wieder hierher gebracht.“, hörte er ihre Stimme leise in seinem Ohr. Ein selbstsicheres Grinsen zog über sein Gesicht. „Ihr seid gut, für eine Elfe.“ Seine Hände griffen den Stab und drehten ihn geschickt so, dass er nun Darnya mehr oder weniger gefangen hielt. Ein lautes Lachen glitt über seine Lippen, worauf die Nachtelfe leise vor sich hin zu murmeln begann. Bevor Ashat es verhindern konnte schwirrten unzählige Mücken um seinen Kopf. Sie taten ihm nicht weh, doch sie verwirrten ihn und nahmen ihm die genaue Sicht. Darnya ergriff die Chance und befreite sich aus seinem Griff. Sie entriss ihm den Stab und richtete dessen Spitze gegen Ashat’s Bauch. Der Insektenschwarm verflüchtigte sich, als Ashat seine Arme ausbreitete und einen frostigen Wind beschwor, der die Plagegeister hinweg trug. „Ihr solltet wahrlich nicht so leichtsinnig sein.“, sagte er immer noch grinsend. „Und Ihr wisst nicht, welche Verzauberung auf meiner Waffe liegt.“, erwiderte Darnya.
    Ohne jegliche Vorwarnung rief Ashat ein Zauberwort, worauf Darnya von Magie erfasst und gegen den Sandsteinboden gedrückt wurde. „Ihr wollt ein Duell? Nun, wenn Ihr das wünscht, dann möchte ich es Euch nicht verwehren. Ich weise Euch nur darauf hin, dass es schon längst begonnen hat.“, sprach Ashat und begann die nächste Magiekugel in seinen Händen zu formen. „Halt!“, rief Darnya und wie auf Befehl löste sich die strahlende Macht in Rauch auf. Der Druck auf ihren Körper ließ nach und sie stand wieder auf. „Gebt Ihr auf?“, fragte Ashat mit einem bereits triumphierenden Lächeln auf den Lippen. Die Nachtelfe blickte an sich hinunter und streifte sich letzte Reste Staubes von den Gewändern. Dann trat sie einen Schritt näher an Ashat heran, ein Grinsen zog über ihr Gesicht und von einer Sekunde auf die nächste zog sie aus ihrer Seitentasche einen Dolch, welchen sie vor die Brust des Trolls hielt. „Niemals.“, lachte sie ihn an. Dann fiel der Dolch aus ihrer Hand und erzeuge ein Klirren, als er auf dem Felsboden aufprallte. Danach verebbte jedes Geräusch, Stille trat ein. Ashat sah dem fallenden Stück Eisen hinterher, danach fanden seine Augen die der Nachtelfe ihm gegenüber. Darnya stand nun dicht vor ihm und spürte wie sich seine Hände langsam an ihre Hüfte legten und sie mit sanftem Druck zu sich zogen. Ihr Herz begann heftig zu pochen und dann überwand auch sie sich und legte ihre Hände an seine Oberarme. Ashat schloss die Augen als er merkte, wie Darnya sich an ihn lehnte, ihr Gesicht in seinen Roben vergrub. Minuten vergingen, in denen die Beiden regungslos da standen. Ashat’s Finger bewegten sich langsam und vorsichtig an ihrem Rücken auf und ab. Sein Kopf war leicht auf ihrem aufgestützt und er roch den Duft von Blumen in ihrem Haar. Der Geruch benebelte beinahe seine Sinne und ließen ihn mit ihr im Arm jedoch in Gedanken weit hinfort schweben. Die dunklen Seiten des Hordedaseins zogen an ihm vorbei, vor seinem inneren Auge tat sich ein prächtiger Wald auf. Plötzliches Gebrüll riss ihn aus seiner momentanen Traumwelt. Darnya zuckte zurück und stürzte dabei fast zu Boden. Ashat drehte sich blitzartig um, nachdem er wieder klare Gedanken gefasst hatte. „Was ist in dich gefahren, du Verräter?“, schrie Quo, einer der Tauren Krieger, welcher vorher in Ashat’s Gruppe war. „Wie konntest du mich finden?“ – „Ich nenne es Glück, doch für dich, mein guter Freund, würde ich sagen, nimmt dieses Glück nun ein bitteres Ende.“ Quo zog ein riesiges Schwert, welches er mit beiden Händen halten musste aus der Schwertscheide, die an seinem Gürtel befestigt war. Yaral bemerkte die Unruhe in der Nähe seines Nestes und sprang auf. Er rammte seine Krallen von hinten in den Rücken des Taurens. Dieser schrie auf schwang die gewaltige Schneide hinter seinen Körper. Er verfehlte den Raptoren nur knapp, doch dieser Angriff ließ Ashat Zeit gewinnen um einen eisigen Hauch Frost über Quo zu legen. Die Hufe des Kriegers froren mit dem ausgekühlten Steinboden zusammen, sodass das riesige Ungetüm sich kaum mehr bewegen konnte. „Dafür wirst du bezahlen, Ashat.“, schrie er, als er vernahm, wie Ashat Darnya auf Yaral’s Rücken hob und dem Raptor antreibend mit der flachen Hand auf den Schenkel klopfte. Erst wollte die Nachtelfe das Tier anhalten, doch es gehorchte stur seinem Herren und lief mit Darnya davon. Die magische Eisbarriere schmolz dahin, doch als Quo die Elfe aus den Augen verloren hatte, beruhigte er sich. „Was willst du hier, Quo? Ich frage dich nur einmal in Ruhe, dann werde ich ungemütlich.“ – „Denkst du allen Ernstes, dass du mir drohen kannst? Du sagtest, du würdest uns aufsuchen, doch das tatest du nicht. Nachdem alle, ausnahmslos alle Anderen sich als nutzlos erwiesen, beschloss ich, dich selbst zu suchen. Ich dachte du würdest die Elfe erledigen.“ – „Seit wann hast du mir zu sagen, mit wem ich mich abgeben darf?“ – „Hast du bereits vergessen, dass du ein Mitglied der Horde bist und diese langohrige Plage der Allianz angehört? Weißt du nicht mehr, was es bedeutet, seine Fraktion zu verraten?“ – „Verschwinde, Quo. Wenn auch nur ein Einziger von dem hier erfährt, dann mache ich dir den kurzen Rest deines ohnehin bereits armseligen Lebens schmerzhaft, sehr schmerzhaft.“ Ein tiefes Schnauben des Taurens schloss das Streitgespräch, nach welchem Quo von grünem Rauch umgeben vor Ashat’s Augen verschwand.
    Darnya klammerte sich an die Zügel des Raptors, auf dem sie saß. Da sie zuvor nur auf Nachtsäblern ritt, wusste sie nicht wie man einen Raptor anhielt oder lenkte und alle ihre Versuche scheiterten. Yaral rannte, als hätte ihn zuvor eine Hornisse gestochen und doch fühlte sich Darnya auf seinem Rücken wohl und vor Allem sicher. Nach einiger Zeit des Laufens ohne Pause, fand sich Yaral nun doch in Ashenvale ein und kam dort zum Stehen. Er atmete schwer, was allerdings durchaus zu verstehen war, denn es war nicht gerade ein Katzensprung nach Ashenvale gewesen. Darnya lehnte sich nach vorne, tätschelte Yaral’s Hals sanft und streichelte ihn. Nach wenigen Sekunden Ruhe hörte Darnya auf einmal eine Stimme hinter sich „Darnya?!“ Die Nachtelfe brachte den Raptor mit sanftem Ruck am Zügel dazu, sich umzudrehen. Sie lobte ihn anschließend, dann sah sie, wer hinter ihr aufgetaucht war. „Ah.. Hallo.“, sagte sie ein wenig zurückhaltend, denn ihr war wohl klar, dass eine Nachtelfe auf einem Raptor ein eher ungewöhnlicher Anblick sein musste. „Hab ich irgendetwas wichtiges verpasst?“, fragte Jaenelle, die nun vor ihr stand, verdutzt. Darnya war mit der menschlichen Hexenmeisterin in derselben Gilde und ebenso gut mit ihr befreundet. Darnya war sprachlos geworden, denn sie wusste nicht, wie sie die Situation erklären sollte. „Ich.. ich kann es dir nicht erklären.“, stotterte sie, worauf Jaenelle sie fragend ansah. Darnya stieg nun aus Yaral’s Sattel und ließ die Zügel los. Allen ihrer Erwartungen widersprechend lief der Raptor nicht davon, sondern blieb regungslos neben ihr stehen. Jaenelle ließ den Blick skeptisch über das große Tier wandern, dann sah sie der Freundin erneut ins Gesicht. „Was soll das und warum sagst du, du kannst es mir nicht erklären?“ Darnya griff nach Yaral’s Zügel und bat Jaenelle mit einem Blick, ihr zu folgen. Die Beiden entfernten sich etwas von Astranaar, wo Yaral zuvor stehen blieb. Sie ließen sich an einem kleinen Bach im Wald nieder, wo sie ganz alleine waren. Der Raptor beschäftigte mit sich selbst, indem er sich ins Wasser legte und mit dem Maul darin Luftblasen erzeugte. Es schäumte vor seinem Gesicht, was ihm sichtlich Freude bereitete.
    Jaenelle fragte erneut: „Also? Darnya?“. Die Nachtelfe sah vor sich auf den Boden, bevor sie langsam begann die Geschehnisse von vorne zu erzählen.
    “...und dann machte Yaral hier halt, ich weiß nicht warum und ich weiß auch nicht, was jetzt im Brachland vor sich geht.“ Sie beendete ihre Erzählung mit einem Seufzen. Jaenelle sah sie nur an, sie wusste im ersten Moment nicht was sie sagen sollte. „Aber ich bitte dich als Freundin, erzähle es nicht weiter. Wenn der Hohe Rat unserer Gilde es wissen will, dann soll es so sein, aber für andere Ohren ist das nicht bestimmt.“ Jaenelle nickte, ehe sie langsam wieder aufstand. „Ich verspreche es. Aber ich muss jetzt weiter, Dracul wartet auf mich.“ – „In Ordnung.. Ich danke dir.“ Darnya erhob sich ebenfalls und umarte Jaenelle freundschaftlich zum Abschied. Die Hexenmeisterin entfernte sich ein wenig von Darnya, ehe sich langsam violette Strahlen um sie bildeten. Wenige Sekunden später ertönte das Wiehern ihres Teufelsrosses, welches als es sich in Bewegung setzte kurze Zeit schwarz glühende Spuren auf dem Waldboden hinterließ.
    Darnya blickte über das glänzende Wasser des kleinen Baches vor ihr. Sie sah Yaral zu, wie er sich immer noch an seinen Luftblasen erfreute. Dann richtete sie ihren Blick in den Himmel und versank in Gedanken. Für einige Minuten blieb sie stehen, dann seufzte sie erneut. Sie trat ein paar Schritte an Yaral heran, dann sagte sie leise „Glaubst du nicht, es ist Zeit nach Hause zu gehen? Wir sollten nach deinem Herrchen sehen.“ Der Raptor erhob sich wie auf Befehl aus dem Bach, schüttelte sich die letzten Tropfen vom Leibe und stellte sich dann vor Darnya. Sie streichelte zuerst noch behutsam seine Seite, dann stieg sie auf. Ein Wegweiser zeigte ihr die Richtung ins Brachland an und so ritt sie auf Yaral’s Rücken den Hügeln des Brachlandes entgegen.
    Als sie von weitem die Wachen des Brachlandes sah, hielt sie Yaral kurz an um ihren Mantel zu schließen und sich die große Kapuze bis tief ins Gesicht zu ziehen. Dann setzten die Beiden ihre Reise fort, ritten unerkannt an den ersten Wachen vorbei. Darnya beschloss trotz der Gefahr entdeckt zu werden, am Weg zu bleiben. Kurz vor Camp Taurajo wurde sie leicht nervös. Sie hielt die Zügel des Raptors fest in Händen und um das Ganze Geschehen nicht so hektisch aussehen zu lassen, ließ sie Yaral gemütlich durch das kleine Camp schreiten. „Seid gegrüßt!“, sprach sie freundlich von der Seite einer der Tauren an, welche dem Camp als Wache dienten. Darnya räusperte sich und hustete, anschließend gab sie dem Tauren nur ein grüßendes Handzeichen. Ihre Finger wurden durch Handschuhe bedeckt, sodass die Wache die Haut der Elfe nicht sehen konnte. Der Taure gab ein tiefes Schnauben von sich und reagierte nicht weiter. Kaum hatte Darnya das Ende des Camps erreicht begann Yaral wieder schneller zu laufen. Beinahe fluchtartig verließen sie die gefährliche Stelle. Mitten auf der Straße hörte Darnya auf einmal Knacksen hinter sich. Es klang wie Schritte, hin und wieder verebbte es, doch dann kam es näher wieder. Unsicher ritt sie weiter, ohne anzuhalten oder sich umzudrehen. Sie trieb Yaral sanft aber bestimmt etwas an und er begann schneller zu laufen. Doch dies schien nichts zu nützen, etwas war hinter ihnen und es hielt Schritt. Wurde schneller wenn sie es wurden und auch langsamer wenn sie es wurden. Darnya schluckte, bis auf einmal die knacksenden Geräusche hinter ihnen verschwanden. Jetzt traute sie sich, nach hinten zu sehen. Nichts. Weder auf der Straße, noch fernab des Weges war auch nur irgendetwas zu sehen. Die Elfe schüttelte den Kopf, doch sie dachte nicht viel länger darüber nach. Plötzlich kamen die Schritte zurück, doch nur für kurze Zeit. Auf einmal tauchte das Wesen in Rauch gehüllt vor ihr auf. Darnya’s Herz schlug wie wild und auch Yaral schreckte im ersten Moment zurück. Langsam lichteten sich die Rauchschwaden und Darnya erblickte einen Troll vor ihren Füßen. Sie begann laut zu lachen, denn es war Ashat. „Warum machst du so was? Warum musst du mich so erschrecken?“, fragte sie grinsend bevor sie langsam aus Yaral’s Sattel stieg. Ashat erwiderte das Grinsen „Wer wird denn gleich so schreckhaft sein?“, lachte er. Darnya schüttelte nur lächelnd den Kopf, sie blieb vor Ashat stehen. „Warum hast du mich nicht bei dir bleiben lassen? Es hätte so viel passieren können.“ – „Es ist aber nichts passiert. Der Krieger sieht mächtiger und vor allem klüger aus, als er ist. Ich wusste nur nicht wie viele vielleicht noch kommen würden... ich wollte nicht, dass dir etwas zustößt.“ – „Mir wäre schon nichts passiert, aber so hatte ich keine Ahnung was vor sich geht.“ – „Es tut mir leid.“. Darnya nickte nur, dann ging sie noch einen weiteren Schritt auf Ashat zu und legte ihre Arme auf seine Schultern. Ashat umarmte sie sanft, sein Gesicht legte sich an ihren Kopf. „Ich bin froh, dass alles gut gegangen ist.“, flüsterte er. „Aber ich muss mir eine Bleibe suchen, ich glaube mein Lager ist momentan keine so gute Idee.“ – „Komm mit mir, wir finden etwas.“, bot Darnya ihm an. So machten sie sich auf den Weg, Yaral trug sie beide problemlos. Der Raptor rannte, so schnell ihn seine Beine trugen, um das nächste Land noch vor vollkommener Dunkelheit zu erreichen. Und es gelang ihm. Ein paar Stunden später erreichte Yaral mit Ashat und Darnya auf dem Rücken Feralas.
    Sie suchten sich eine ruhige Stelle, an welcher sie kurzerhand ein neues Lager aufschlugen. Darnya legte eine kleine Feuerstelle zurecht, während Ashat ein paar Decken ausbreitete, welche Yaral ständig auf dem Rücken mit sich trug.
    Hinter Darnya ertönte auf einmal ein tiefstimmiges Knurren, welches allerdings nicht böse klang. Aus dem Unterholz erschien eine beinahe riesige, blaue Raubkatze mit elfengleich lang gezogenen, spitzen Ohren. Ashat zog seinen Stab, doch Darnya hielt die Hand davor. Sie betrachtete das Tier nur wenige Sekunden, dann lächelte sie. „Dracul?“ Die Katze begann sich zu verwandeln. Ihre Hinterläufe wurden länger und die Wirbelsäule des Tieres richtete sich auf. Es dauerte nicht lange, bis ein stattlicher Nachtelf vor Darnya und Ashat stand. Nur die Ohren erinnerten noch an die Katzengestalt, in der er erschienen war. „Ich freue mich auch, dich zu sehen.“, gab er mit einem Grinsen im Gesicht von sich. „Warum müssen mich heute alle erschrecken wollen?“, lachte Darnya. „Du darfst halt nicht so schreckhaft sein.“, erwiderte Dracul, worauf Darnya leicht gegen seine Schulter boxte.
    Ashat’s Blick zeugte von keiner großen Begeisterung, doch schon nach kurzer Zeit merkte er, dass keine Feindseligkeit zwischen ihnen zu spüren war und so lud er Dracul ein, sich mit ihnen ans Feuer zu setzen.
    Stunden vergingen, welche gefüllt von tausenden Gesprächen waren. Mondlicht strahlte durch das Geäst und das Feuer bildete einen angenehm warmen Schein um das kleine Lager. Nach langer Zeit stand Dracul auf und verabschiedete sich von Darnya und Ashat. Er rief sein Reittier zu sich und stieg auf. „Bis bald, ich wünsche euch noch eine gute Nacht.“, sagte er, ehe er davon ritt und bereits wenige Sekunden später in den Büschen verschwunden war.
    Ashat saß Darnya nun gegenüber. Er konnte durch das Feuer hindurch in ihre Augen sehen. Sie strahlten und glänzten, beinahe glühten sie so hell wie die Flammen selbst. Auch Darnya blickte dem Magier tief in die Augen, sie lächelte. Ashat erhob sich, schritt am Feuer vorbei und ließ sich anschließend neben Darnya wieder auf die Decken nieder. Seine Hand berührte ihre Wange und streichelte zu ihrem Hals hinab. Dann kam sein Gesicht ihrem näher, hielt wenige Millimeter davor Inne. Er konnte ihren warmen Atem an seinen Lippen spüren und ihre Nase, die seine berührte. Darnya schloss die Augen, dann legte sie vorsichtig ihre Lippen an die seinen. Er spürte ihre weichen und warmen Lippen an seinen liegen und begann sie zärtlich zu küssen. Als er die Erwiderung des Kusses spürte, dirigierte er Darnya sanft und vorsichtig mit leichtem Druck seines Oberkörpers auf den Boden. Ihre Arme legten sich um seinen Hals und sie spürte wie ihr Herz noch heftiger zu pochen begann. Ashat vergrub die Finger einer Hand in ihren Haaren und stützte somit leicht ihren Nacken. Mit der anderen Hand öffnete er ihren Brustschutz leicht und streichelte darunter ihren Bauch. Darnya fühlte sich, als wäre die gesamte Welt auf sie und ihn zusammengeschrumpft. Das einzige, was sie hörte, war das leise prasseln des Feuers, neben welchem sie lagen und das sanfte Klopfen, das Ashat’s Herz von sich gab. Das ihrige pochte im Takt dazu, die beiden Körper schmiegten sich eng aneinander als wollten sie sich nie wieder trennen. Langsam löste Ashat seine Lippen von ihren und sah ihr erneut in die jetzt noch intensiver glühenden Augen. „Du bist wunderschön.“, flüsterte er und küsste behutsam ihre Stirn. Ein Lächeln zeichnete sich auf ihren Lippen ab. Dabei strich sie ihm sanft eine Haarsträhne aus dem Gesicht hinter sein Ohr. Sie küssten sich ein letztes Mal, dann schloss Ashat seine Arme um die Nachtelfe und hielt sie eng an seinem Körper. Darnya legte ihren Arm über seinen und schlief zufrieden ein. Erfüllt von einem Gefühl, das sie lange nicht mehr spüren durfte und welches noch nie so intensiv in ihr aufkam, wie in diesem Moment.
    Der Morgen brach über Feralas herein und das warme Sonnenlicht überflutete die gesamte Landschaft. Vögel begannen ihre Lieder zu singen und der Tau sammelte sich an den Blättern und im Gras. Das Lagerfeuer war längst erloschen und glühte nur mehr vor sich hin. Als Darnya die Augen öffnete, war Ashat nicht mehr neben ihr. Sie richtete sich auf und ließ einen suchenden Blick über die Lichtung schweifen. Er war dabei die übrigen Decken zusammen zu rollen und wieder auf Yaral’s Rücken zu schnallen. Der Raptor lag geduldig auf dem Boden und ließ sich die leichten Decken auflegen. Darnya stand auf und ging zu Ashat hinüber, sie legte ihre Arme von hinten leicht um seinen Körper. „Guten Morgen. Warum hast du es denn so eilig?“, fragte sie leise. Ashat drehte sich zu ihr und erwiderte ihre Umarmung zärtlich. Dann gab er ihr einen sanften Kuss. „Wir müssen weiter. Ich bin nicht sicher, ob Quo… also der Tauren Krieger, nicht etwas unternimmt um mich zu finden.“
    Sie berieten lange untereinander, bis sie sich dazu entschlossen, erst wenige Tage alleine zu verbringen. Ashat nahm den Rat von Darnya an: er solle sich zuerst ein sicheres Lager suchen und ihr dann schreiben. Sie gab ihm ihre Adresse, denn Darnya wechselte nur selten ihre Behausung oder ihren Aufenthaltsort. Außerdem würde sie nun auf Ashat warten oder zumindest auf einen Brief von ihm. Nach einer endlos langen Verabschiedung stieg Ashat auf Yaral’s Rücken. Er hauchte Darnya von oben noch einen letzten Luftkuss zu und verstaute den Zettel mit ihrer Anschrift behutsam in seiner Tasche. „Bis bald. Bitte pass auf dich auf und sieh zu, dass du einen guten Platz findest.“, rief Darnya dem fortreisenden Troll hinterher. Sie sah ihm nach, bis sein Schatten völlig im Dunst des Morgens verschwand. Bald machte auch sie sich auf den Weg zurück, auch wenn sie nicht wusste, was genau sie in den nächsten Tagen erwartete. Ihr Herz war gefüllt mit Hoffnung und Zuversicht.
    Der Magier ritt beinahe einen ganzen Tag hindurch, bis er endlich wieder vertrautes Gebiet ins Auge fassen durfte. Er war schon lange nicht mehr hier gewesen, doch trotzdem erschien es ihm so, als hätte sich kaum etwas verändert. Die Idylle wirkte auf ihn ein und doch wies das Tal Spuren der Zerstörung auf. Die Kriege waren wohl doch nicht an ihm vorüber gegangen, so wie Ashat es sich immer erhofft hatte. Die mächtigen Wände aus Fels, welche das Dorf sicher umarmten, waren brüchig und riesige Risse schlängelten sich an ihnen entlang. Beinahe drohten sie einzustürzen und die gesamte Fuge, welche sich zwischen ihnen bildete unter sich zu begraben. Und doch strahlte das Bild Frieden aus. Frieden, welcher sich aus zahlreichen Schlachten nun endlich ergab. Es wurde längst Zeit dafür.
    Ashat verließ den Rücken seines Raptors, als er seine frühere Heimat betrat. Nahezu ehrfürchtig blickte er an den Mauern hinauf während er durch einen kunstvoll aus Holz geschlagenen Torbogen trat. Seine Blicke streiften umher, konnten keine Sekunde lang Halt finden. Erinnerungen durchströmten seinen Kopf und sein inneres Auge. Sie weckten glückliche, aber auch fürchterlich qualvolle Gefühle in ihm. Er konnte sehen, wie Trolle und Elfen sich erbitterte Kämpfe lieferten, bei denen es nicht selten auf den letzten Mann ankam. Nun begann er wieder zu verstehen, warum alle Außenstehenden einen solch engen Blickwinkel hatten. Sie kannten alle ausschließlich eine Seite der Kriege, der Kämpfe. Niemand mochte die Andere sehen, geschweige denn verstehen.
    In seinem Augenwinkel sah Ashat, wie jemand die Türe einer Hütte öffnete und heraus trat. Es riss ihn aus seinen Gedanken und ließ ihn wieder klar sehen. Er wandte seinen Blick. Augenblicklich weiteten sich seine Augen, er konnte ihnen nicht trauen. Ein junger Troll stand unmittelbar vor ihm. Als dieser ihn genauer erfasste, ließ er das Schwert, welches er eben noch in der rechten Hand hielt zu Boden fallen und trat näher auf Ashat zu. „Ashat? Bist… bist du es wirklich?“, fragte er. Sofort kehrten die Erinnerungen in Ashat’s Gedächtnis zurück. Er lächelte und ging auf den Troll zu. „Ich traue meinen Augen kaum!“, sagte Ashat fröhlich. Die Freunde umarmten sich herzlich, als sie einander endlich erreicht hatten.
    “Diret.. ich hätte nicht damit gerechnet, dich hier anzutreffen. Bist du nie fort gegangen?“, fragte Ashat und folgte dem anderen Troll in der Zwischenzeit in die Hütte. „Nein. Ich hatte nie den Mut dazu meine Heimat zu verlassen. Ich wollte für das Dorf da sein. Vor allem nachdem…nun ja, dein Vater…“ – „Sprich nicht weiter, ich weiß. Und ich verstehe dich. Wird es weitere Kriege geben, noch mehr blutige Schlachten?“. Diret sah ihn mit leichtem Kopfschütteln an. „Ich kann es dir nicht sagen, aber ich hoffe es nicht.“ Ashat nickte.
    Die Beiden saßen lange auf dicken Tigerfellen zusammen und unterhielten sich über die Vergangenheit und die Zukunft. Ereignisse, welche geschehen waren und ihre momentanen Situationen. Ashat kannte Diret schon seit seiner Kindheit, sie waren gemeinsam aufgewachsen Bis er sich dazu entschied, den Pfad eines Magiers einzuschlagen. Diret fühlte sich schon immer dazu verpflichtet, das Dorf zu verteidigen und so blieb er hier, als Ashat sich auf die Reise machte, die sein Leben komplett veränderte.
    “Was macht die Liebe, mein Freund? Erzähle! Du hast doch bestimmt ein Auge auf ein hübsches Mädchen geworfen!“, lachte Diret. Er saß ihm gegenüber und sah ihn gespannt an, wartend auf aufregende Erzählungen. Ashat lächelte einen Moment. „In der Tat. Sie ist hübsch wie Mondlicht, das auf Wasser reflektiert.“, begann er zu schwärmen, doch Diret begann erneut zu lachen: „Ich wusste nicht, dass es solche Trolle überhaupt gibt.“ Dann klopfte der Magier seinem Freund auf die Schulter. „Gibt es auch nicht.“ Diret’s verwirrter Blick traf ihn. „Es ist eine Elfe.“, fügte Ashat hinzu. „Eine Elfe? Du spinnst doch!“ – „Nein, ich schwöre dir es stimmt und ich habe das starke Gefühl, dass dies auf Gegenseitigkeit beruht.“ – „Wie ich bereits sagte, du spinnst. Selbst wenn es so ist, was fällt dir ein? Du verrätst unser Volk damit.“ – „Ach…“ – „Gegen wen, glaubst du denn, gegen wen kämpfen wir schon so viele Jahre? Bestimmt nicht gegen Gnome. Du solltest diese Elfe vernichten, sie ist eine Gefahr. Jede Einzelne von ihnen ist eine Gefahr für uns Trolle.“ – „Du bist verrückt. Ich weiß dass ihr… ich meine wir, unser Volk, Krieg gegen die Elfen führen. Aber all das nur darum, weil jeder Einzelne unseres Volkes und genauso jeder Einzelne des Elfenvolkes zu eingebildet dafür sind, zuzugeben dass die Theorie unserer Herkunft umstritten ist und immer umstritten sein wird.“ Diret seufzte nur und schüttelte mit beinahe enttäuschtem Gesichtsausdruck den Kopf. „Du bist viel zu stolz, Diret. Es schadet dir nur, ich kenne dich so gar nicht.“ – „Auch ich kenne dich nicht so, wie du mir nun erscheinst. Ashat, du verrätst unser Volk und lieferst dich damit selbst an die Klinge. Der erste, der stirbt wenn es wirklich darauf ankommt, wirst du sein. Egal wer, ob die Trolle oder die Nachtelfen, sie werden dich nicht mehr anerkennen, wenn du dieses Spielchen weiter spielst. Ich sage es dir als Freund, beende es.“ – „Es hat keinen Sinn weiterhin darüber zu diskutieren, Diret. Du wirst es nicht einsehen und du kannst mir diesen Unfug nicht einreden.“
    Draußen hörte man vereinzelte Regentropfen nieder gehen. Ein kühler Wind wehte über das Land und erfüllte den Himmel mit grauen Wolken. Tiefes Donnergrollen brach über die steinernen Wände und hinterließ lautes Hallen im Tal. Nur wenige Momente später begann der Regen stärker zu werden und zuckende Blitze erleuchteten spärlich die triste Umgebung. Die dicken Regentropfen schlugen auf die Felslandschaft auf, erzeugten jeder einzelne einen Widerhall bis es schließlich soweit war, dass man sein eigenes Wort kaum verstand. So wurde das Gespräch der beiden Trolle zwangsläufig unterbrochen, auch wenn Ashat so und so nichts mehr zu sagen hatte. Auch Diret schien nun sprachlos geworden zu sein.
    In der Hütte brannte ein wärmendes Feuer, dessen Flammen den gesamten kleinen Raum erhellten. Das warme, helle Licht erzeugte geheimnisvolle Schattenspiele an den Holzwänden. Die Schatten schienen zu tanzen, sich ineinander zu verlieren um neue Figuren aus dem Nichts auferstehen zu lassen.
    Fernab des trüben Wetters strahlte die Sonne, wie sie kräftiger nicht scheinen konnte. Darnya war weit gereist und hatte nun endlich ihr Ziel erreicht. Gerade saß sie noch an Board eines riesigen Schiffes, als sie schon den strahlend Blauen Himmel über den Palmen von Booty Bay erblickte. Sie erhob sich und spürte eine lauwarme Brise über das Meer wehen, welche die salzige Meerluft weiter trug. Als das Schiff am Dock anlegte, wurde aus der Ruhe, die Booty Bay ausstrahlte, ein geschäftiges Treiben. Wesen jeder Rasse eilten die Stege auf und ab, alles schien sehr beschäftigt zu sein. Darnya stieg vom Schiff auf den Steg und ihr Blick erfasste die gesamte Bucht. Dann spürte sie die kräftigen Sonnenstrahlen, welche vom Himmel brannten, auf ihrer Haut.
    Sie hatte sich daran erinnert, dass für den heutigen Tag ein Gildentreffen im Schlingendorntal ausgemacht war und so machte sie sich auf den Weg, ihre Freunde aufzusuchen. Sie formte für wenige Sekunden grüne Magiebälle in den Händen, welche sie im selben Moment in eine gepunktete Raubkatze verwandelten. Kurzes Gebrüll schallte durch den hölzernen Tunnel, welcher aus Booty Bay führte, dann setzte Darnya sich in Bewegung. Schnell hatte sie den angefeuchteten Boden des Dschungels unter den Tatzen. Sie rannte so schnell sie ihre Beine trugen und wand sich flink durch das Unterholz. In der Ferne hörte sie bereits das Plätschern des Wasserfalls, an welchem das Treffen stattfinden sollte. Kräftige Sprünge ließen sie schließlich die hohen Steinplatten erklimmen, welche den Wasserfall formten. Durch einen versteckten Trampelpfad erreichte sie den Treffpunkt, an welchem sie längst erwartet wurde. Während sie aus dem dichten Geäst hervor sprang, verwandelte sie sich wieder in ihre ursprüngliche Gestalt zurück. „Ishnu-alah, Freunde.“, sagte sie lächelnd, als sie vor Jaenelle, Dracul, Mergon und Ghost zum Stehen kam. Nachdem sie Darnya ebenfalls mit Freude begrüßten, begann Dracul ein Lagerfeuer zu entzünden. Sie ließen sich rund um die Flammen nieder und begannen miteinander zu essen, trinken und spaßen. Jaenelle ließ Feuerwerkskörper in die Luft steigen, welche am Himmelszelt in tausende Funken zersprangen. Die farbigen Feuerklumpen konnten beinahe die Sterne ersetzen, so erleuchteten sie den Abendhimmel. Es wurde später und der Himmel färbte sich tiefblau. Die warmen Flammen des Lagerfeuers flackerten wild vor sich hin, wurden von leichten Brisen in alle Himmelsrichtungen verteilt.
    Die Fünf saßen bis tief in nachts zusammen, redeten und scherzten miteinander. Bald löste sich die Gruppe langsam auf, bis nur Darnya und Jaenelle übrig waren. Dracul, Mergon und Ghost waren bereits von dannen geritten, nachdem sie sich herzlich verabschiedeten. Die gesamte Felsplatte, auf der Darnya und Jaenelle saßen, war immer noch von der kräftigen Sonne, welche am Tag schien, aufgeheizt und wurde von den hoch flackernden Flammen des Lagerfeuers erleuchtet. Jetzt, da nun Ruhe eingekehrt war, griff Darnya zu einem Zweig und stocherte damit unruhig in den Gluten des Feuers. Jaenelle sah sie an und ein Schmunzeln glitt über ihre Lippen. „Worüber denkst du nach?“, fragte sie von der Seite. „Nicht so wichtig.“, erwiderte Darnya, nachdem sie zu Jaenelle aufsah, und lächelte. „Wirst du ihn bald wieder sehen?“, ein neugieriger Klang tönte aus Jaenelle’s Stimme. Die Nachtelfe nickte nur zufrieden und sprach mit leiser Stimme: „Bestimmt.“
    Die Beiden Freundinnen machten sich nach einiger Zeit gemeinsam auf den Weg zurück nach Booty Bay, wo sie sich schließlich trennten. Eine herzliche Umarmung und ein „Ande’thoras-ethil“ aus Darnya’s Mund besiegelten die Verabschiedung. Schnell verschwand Jaenelle im mittlerweile wieder dichten Nebel auf den Stegen von Booty Bay, während sich Darnya auf dem Dock platzierte um auf das nächste Schiff zu warten. Schon nach wenigen Minuten brach das riesige Segel aus den Nebelschwaden am Himmel. Die Wolkendecke öffnete sich und gab den Holzmast frei, dann kam schließlich das ganze Schiff zum Vorschein.
    Düstere Gestalten stiegen von Board, bevor Darnya es betreten konnte. Sie trugen braune Kutten, sahen beinahe aus wie Mönche –nur gefährlicher. Sie waren von nahezu riesiger Statur und sie unterhielten sich scheinbar. Als Darnya die Geräusche zu Ohren kamen, die ihre Sprache formen sollten, war der Nachtelfe klar, dass sie es mit Orks zu tun hatte. Ein kleiner Wichtel, welcher von grünem Rauch umgeben war, wandte sich flink hinter seinem Meister her. Als er Darnya ansah, knurrte er und sprach etwas in dämonischer Sprache. Darnya verstand es nicht, doch das störte sie nicht weiter. Endlich konnte sie das Schiff betreten. Der Ork, welcher offensichtlich Hexenmeister war, drehte sich in ihre Richtung und sah sie mit starrem Blick an. „Narogabunu!“, begann er zu brüllen, worauf der Wichtel sich auf sie stürzte. Sie stolperte nach hinten und fiel mit dem Rücken auf den Boden des Schiffes. Die Orks begannen zu grölen und zu grunzen vor lachen. Zunächst verwundert und überrascht musste sich Darnya den Krallen des Wichtels in ihrem Gesicht ergeben, bis sie klare Gedanken fasste und blitzschnell einen Dolch zog, welcher an ihrem Gürtel hing. Sie umfasste ihn sicher und stieß ihn durch den Wichtel, der auf sie gestürzt war. Ein markerschütterndes Gequietsche durchdrang die Ruhe der Nacht und der kleine Dämon zerfiel zu Asche. Im selben Moment setzte sich das Schiff in Bewegung. Den Hexenmeister schien der Tot seines Dieners nicht sehr zu berühren, denn er schnaufte bloß und sah Darnya mit bösen Blicken hinterher, als das Schiff sich abwandte.
    Die Nachtelfe stand auf und sah die Asche des Dämons zu Boden gleiten. Gleichzeitig fühlte sie, wie ihr Gesicht zu brennen begann. Der Wichtel hatte es vollkommen zerkratzt. Mit einer Hand berührte sie ihre Wange, dann blickte sie auf ihre Handfläche. Sie färbte sich langsam rot und noch ein Tropfen Blut ging darauf nieder. Darnya kramte in ihren Taschen nach einem Tuch, mit dem sie sich anschließend das Gesicht abwischte. Sie verzog es ein wenig vor Schmerzen, doch das Abtupfen stillte die Blutung.
    Stunden vergingen, in denen sie einfach nur auf dem Schiff saß und wartete, dass die Zeit verging. Als es endlich im Goblinhafen von Ratchet ankam und Darnya wieder von Board gehen konnte, war es schon bald wieder Früh. Langsam zeigte sich die Sonne am Himmel und ließ den roten Sandsteinboden erstrahlen. Darnya erreichte ermüdet das Gasthaus und ließ sich dort auf einen Stuhl nieder, dann legte sie das Gesicht in die Handflächen. Doch das konnte sie nur für kurze Zeit, denn die Kratzer vertrugen keine weiteren starken Berührungen mehr, sie brannten wie Feuer auf ihrer Haut.
    Plötzlich spürte sie ein Tupfen auf ihrer Schulter und blickte auf. Sie wandte ihren Blick hinter sich, wo ein Goblin stand, der sie fröhlich anlächelte. „Entschuldigt, aber ich glaube, ich habe einen Brief für Euch empfangen. Ist das möglich?“ Darnya wischte sich leicht durchs Gesicht, bevor sie dann aufstand. „Ja.. Ja ich denke das ist möglich.“, erwiderte sie und lächelte ebenso. Der Goblin grinste fröhlich und deutete ihr mit einer Geste, sie solle ihm folgen. Hinter der Bar des Gasthauses holte er einen Brief hervor, welcher mit einem roten Wachssiegel verschlossen war. Sie bedankte sich herzlich bei dem Gastwirten und nahm wieder auf dem Stuhl platz. Gedankenverloren betrachtete sie den Umschlag, auf dessen Hinterseite ihr Name und die Adresse fein säuberlich geschrieben standen und auf seiner Vorderseite das Siegelzeichen thronte. Das Wappen der Horde zierte das Siegel kunstvoll. Langsam löste sie das Wachssiegel an einer Seite von dem Umschlag und entfaltete das sorgfältig zusammen gelegte Stück Papier. Ihr Herz begann heftiger zu pochen, denn sie hatte auf diesen Brief schon sehnsüchtig gewartet. In sich gekehrt begann sie zu lesen:



    Ein Lächeln zuckte über ihre Lippen, als sie den Brief durchgelesen hatte. Mit größter Vorsicht faltete sie das Pergament wieder zusammen und steckte es in den Umschlag zurück, welchen sie anschließend in ihrem Zimmer des Gasthauses verwahrte. Sie nahm sich vor, Ashat so bald es ihr möglich war eine Antwort zu schreiben. Nachdem sie die Türe zu ihrem Zimmer geschlossen hatte, legte sie bereits eine Rolle Pergament und eine Schreibfeder zurecht. Doch dann fiel ihr ein, dass sie nicht wusste, wo er sich befand. Wohin also sollte sie einen Brief schicken? Sie seufzte und nahm die Schreibutensilien wieder vom Tisch. Ihr brannten so viele Worte auf der Seele, doch sie konnte sie nicht festhalten.
    Nachdem ihre Betroffenheit von der Tatsache ausgelöscht wurde, dass sie Ashat mit Sicherheit bald wieder sehen konnte, beschloss sie, ein Bad zu nehmen. In jedem Zimmer des Gasthauses gab es einen kleinen, zusätzlichen Raum, in welchem ein großer Holzzuber stand. Also machte sie sich an die Arbeit, einen Eimer zu nehmen und damit aus dem Gasthaus zum Brunnen zu gehen. Sie holte Wasser und bat den freundlichen Gastwirten es zu kochen, um es danach in den Zuber zu gießen. Erneut schloss sie die Türe hinter sich und ging in das kleine Badezimmer. Es war durch einen Leinenvorhang vom übrigen Zimmer getrennt, welchen sie langsam hinter sich zu zog.
    Sie entkleidete sich und legte ihre Rüstung auf ein kleines Regal, welches sich ebenfalls im Raum befand. Das Wasser im Zuber dampfte und erfüllte den gesamten Raum mit warmer, feuchter Luft. Durch den leichten Vorhang schienen abgedämpfte Sonnenstrahlen, doch konnte nicht das gesamte Licht ihn durchdringen.
    Darnya ließ sich in den Holzzuber nieder, an dessen Kante sie zuerst ein Handtuch gelegt hatte. Sie stützte ihren Nacken darauf und schloss die Augen, als sie das noch heiße Wasser spürte. Wenige Tropfen berührten ihr Gesicht, es brannte erneut wie heiße Gluten in den feinen Kratzwunden. Sie hatte den Rücken dem Leinenvorhang zugewandt und ihre Gedanken schweiften weit hinfort. Darnya war langsam eingeschlafen, das Wasser hatte seine Temperatur noch immer kaum geändert.
    Die Türe des Zimmers öffnete sich lautlos und schloss sich ebenso wieder. Leise Schritte gingen das Zimmer ab und das Wesen, zu dem die Schritte gehörten, sah sich suchend um. Dann erfasste sein Blick den geschlossenen Leinenvorhang, unter welchem leichte Dampfschwaden hervor quollen. Ashat lächelte und begann seinen Umhang abzulegen, gefolgt von seinen Roben und Stiefeln. Er schob sie beiseite und näherte sich, nun nur mit einer leichten Hose bekleidet dem Vorhang. Vorsichtig öffnete er ihn ein kleines Stück, doch Darnya rührte sich nicht. Bald bemerkte er, dass sie schlief und betrat nun langsam den kleinen Raum. Sofort spürte er die heiße Luft und sein Herz begann höher zu schlagen. Er sah in Darnya’s Gesicht und es durchfuhren ihn beinahe selbst Schmerzen als er die Kratzer erblickte, die das Elfengesicht durchzogen. Doch dann ließ er seine Finger sanft über ihre Wange streicheln und entschloss sich, sich vorsichtig zu ihr in den Zuber zu setzen. Das Wasser schlug Wellen bis zu Darnya’s Hals, als er sich nieder ließ, doch dies weckte sie nicht. Langsam legte er seinen Arm um sie und zog sie behutsam an sich. Ihr Kopf sank auf seine Brust und im Schlaf legte auch Darnya ihren Arm um seinen Oberkörper. Ashat fühlte ihre Nähe und den warmen Körper an seinem. Er genoss das Gefühl und ließ es für einige Minuten auf sich wirken.
    Als das Wasser begann, kühler zu werden und Ashat merkte, dass Darnya noch immer schlief, erhob er sich langsam aus dem Zuber. Dann fasste er mit seinen Armen unter ihren Körper und hob sie zu sich. Im selben Moment öffneten sich langsam ihre Augen. Zuerst erschrak sie, doch dann sah sie tief in seine Augen. Sie sah, wie er errötete und sie merkte sofort, dass es ihr genauso ging. Ohne seinen Blick von dem ihren zu lösen, ging Ashat durch den Leinenvorhang aus dem dampfigen Raum. Kühle Luft erfasste die Beiden, als sie den Rest des Zimmers betraten. Ashat legte Darnya langsam und vorsichtig auf die Matratze, dann strich er langsam an den Seiten ihres Körper hinunter, um die Decke, welche am Fußende des Bettes lag, nach oben zu ziehen. Dann küsste er sie leidenschaftlich und flüsterte „Ich bin froh, wieder bei dir zu sein. Schlaf erstmal weiter, lass uns später reden.“ Darnya nickte, nachdem sie seinen Kuss erwiderte. Dann zog sie ihn zu sich, worauf er sich mit ihr aufs Bett legte. Sie drängte sich eng an ihn und schlief schon wenige Minuten später wieder ruhig an seiner Seite ein.
    Kurz nachdem die Mittagssonne bereits über Ratchet hinweg gezogen und durch die zahlreichen Palmen abgedeckt worden war, wachten die Beiden langsam wieder auf. Ashat hatte sich im Bett aufgesetzt und Darnya’s Kopf war auf seine Oberschenkel nieder gesunken. Mit Vorsicht strich der Magier durch ihre Haare und begutachtete sorgenvoll die Kratzwunden in ihrem Gesicht. Darnya öffnete begleitet von einem tiefen Seufzen ihre Augen und begann im selben Moment zu lächeln, als sie Ashat erblickte. Langsam erhob sie sich und drückte zärtlich ihre Lippen an die Seinen. „Du bist noch da!“, strahlte sie und umarmte ihn gleich anschließend. „Warum sollte ich es denn nicht mehr sein? Du hast doch meinen Brief gelesen, ich lasse dich nicht mehr allein.“, antwortete er mit ruhiger Stimme. Dann wandelte sie sich in eine etwas unruhigere Tonlage um. „Was ist mit deinem Gesicht?“. Leicht glitten seine Fingerspitzen über ihre Wange. „Es war ein Wichtel, ich nehme an, der Hexenmeister, zu dem er gehörte, war ein Ork. Es ist nicht so schlimm, wie es aussieht.“, beruhigte sie. Ein sanfter Kuss auf ihre Wange folgte darauf. Sie lächelte, er lächelte. Für einen Moment schien alles rund herum vergessen und in Ordnung zu sein.
    Den restlichen Nachmittag verbrachte Darnya mit Ashat in Ratchet. Sie erledigten noch ausstehende Geschäfte und klärten mit dem Gastwirt, dass Ashat von nun an Mitbewohner in Darnya’s Zimmer war. Skeptische Blicke verfolgten sie die meiste Zeit von mehreren Seiten, doch es sollten Alle denken, was sie wollten. Die Sonne verzog sich langsam aber sicher hinter den nahe liegenden Hügeln des Schlingendorntals.
    “Willst du dich noch an den Strand setzen?“, fragte Ashat und die Bestätigung folgte sofort durch eifriges Kopfnicken seiner Gefährtin.
    Es dauerte nicht lange, bis sie sich im immer noch warmen Sand bei den Docks nieder ließen. Erneut ließ Darnya ihren Kopf auf Ashat’s Oberschenkel ruhen. Sie spürte wie seine Finger tief durch ihre Haare streichelten und ihren Kopf sanft kraulten. Genießend schloss sie ihre Augen, welche gen Himmel gerichtet waren. Beinahe war es so, als schienen die Sterne durch ihre Lider hindurch, so hell war das Himmelszelt erleuchtet. Auf einmal hörte sie Ashat’s Stimme leise ertönen: „Spürst du den Boden be-ben? Siehst du den Rauch am Ho-ri-zont? Kannst du die Trommeln hö-ren? Tausende müssen’s sein…“ Dann verstummte sein leiser Gesang. Darnya öffnete leicht irritiert die Augen und sah ihn an. „Wieso hörst du auf? Du singst wirklich schön und es scheint ein schönes Lied zu sein.“ – „Nun ja, ja. Es ist ein schönes Lied… Aber es passt nicht.“ Fragend blickte sie ihn an. „Sing weiter. Ich bitte dich darum, es gefällt mir.“ Ein kurzes Seufzen durchdrang Ashat’s Lippen, doch dann konnte er Darnya’s strahlenden Augen nicht standhalten. „Dort stehen sie, in Reih’ und Glied, atmen den Hauch des To-des. Hass-erfüllt und voller Wut…“, dann stockte er erneut. Langsam richtete sich Darnya auf und sah ihm wieder tief in die Augen. Ein weiterer fragender Blick durchdrang den Troll. „Es ist sozusagen ein Kriegslied. Es ist gegen die Allianz. Du musst verstehen, ich mag dieses Lied –aus Gewohnheit. Aber ich kann es dir nicht vorsingen, ich fühle mich nicht wohl dabei.“ – „Es ist in Ordnung.“, beruhigte sie ihn und besiegelte es mit einem zärtlichen Kuss auf seine Lippen.
    Die Nacht zog über das Land herein und die Bewohner von Ratchet zogen sich in ihre Häuser oder ins Gasthaus zurück, so wie es auch Darnya und Ashat tief in der Nacht taten.
    In Kalimdor schien zur selben Zeit beinahe die Erde sogar nachts zu beben. Quo hatte sich in Orgrimmar mit seinen Freunden zusammengesetzt. In einer kleinen Hütte brannte ein wild umher flackerndes Feuer im Kamin, welches nach und nach immer mehr von dem heißen Atem der Tauren und Orks angeheizt wurde. Die dürren Knochen der Untoten warfen schaurige Schatten an die Wände aus Lehm. Quo’s Hufe scharrten unruhig am Steinboden des Hauses. „Was gedenkt ihr zu tun?“, fauchte er in die Runde. Er hörte das Gebein eines Untoten Hexenmeisters klappern, welcher sich bedächtig mit seinen langen Skelettfingern an die faulige Stirn fasste. Ein dumpfes und wütendes Schnauben wirbelte Asche durch den Raum, worauf der Hexenmeister sich erhob. „Und was… gedenkst du zu tun, Quo? Warum sollen wir deine Lakaien spielen, frage ich mich?“, zischte er mit kratziger Stimme dem Krieger entgegen. Zu Recht, wie einer seiner Untoten Gefährten offensichtlich dachte. Dieser sah nämlich bestätigend zu ihm auf, bevor auch er Quo einen düsteren Blick zuwarf. Der Taure erhob kräftig seine Stimme: „Wollt ihr denn, dass dieser Verräter entkommt? Wir können nicht einen weiteren Krieg riskieren, nur wegen diesem… dreckigen Troll.“ – „Und wenn wir ihn einfach laufen lassen?“, ertönten die nach wie vor kratzigen Laute des Skeletts. „Dann zeugt er womöglich mit dieser Elfe noch ein Kind!“ – „Was schert mich das? Und dich? Und ganz Orgrimmar? Elfen sind doch ohnehin mit den Trollen verwandt, ob sie es ich nun alle eingestehen wollen oder nicht. Ich frage dich nun noch einmal, was schert es dich? Würdest du den Unterschied erkennen, wenn du dem Kind über den Weg liefest? Wenn du nur ein wenig weiter denken kannst, als deine vierbeinigen Verwandten, dann würdest du es auch einsehen.“ Die Stimme des Hexenmeister bewahrte Ruhe, während sich in Quo’s Augen reiner Hass spiegelte. Gerade wollte er zu einem nächsten Satz ansetzen, da unterbrach ihn der Hexenmeister: „Chiz, Quo! Ich will nicht diskutieren und ich werde mich nicht danach richten, was du für richtig hältst.“ Damit war das letzte Wort gesprochen. Der Krieger verstummte und warf dem Untoten nun nur noch finstere Blicke zu. Der Hexenmeister jedoch erwiderte diese nicht und sah zu dem anderen Untoten hinunter. „Chamadrod?“, fragte er ihn. Es sollte soviel bedeuten, wie ‚Lass uns zurück’ oder ‚nach Hause’. Der andere Untote, dessen Berufung Magier war, nickte nur ruhig und schritt mit dem Hexenmeister zur Türe. „Wir sehen uns wieder, Quo.“, raunte er dem Tauren zu und dann verschwanden die beiden im Nebel.
    Als die schwere Holztüre hinter ihnen zuflog, schnellte eine Orange mit einem lauten Klatschen dagegen. Quo stand mitten im Raum, die hervortretenden Adern in seinem Gesicht pulsierten vor Wut. „Weißt du wo die Elfe hin gegangen ist?“, herrschte er den Ork, welcher neben ihm saß, an. Es war ebenfalls ein Hexenmeister, welcher den Namen S’kar trug. „Sie ist mit dem Schiff nach Ratchet gefahren, weiter weiß ich nicht.“ – „Du hättest sie sofort erledigen sollen!“ – „Sie hat den Wichtel zerstört.“ Quo kam S’kar ganz nahe und packte seine Schultern. „Warum hast du nicht den Teufelsjäger auf sie los gelassen?“, brüllte er wutentbrannt. Mit heftiger Wucht stieß S’kar den Tauren zurück und erwiderte sein Gebrülle. „Dann hätten die Wachen von Ratchet eingegriffen, du Narr!“ Für kurze Zeit verstummten die Stimmen und heiße Atemluft zischte durch die Hütte. Die Flammen im Kamin erzitterten ehrfürchtig um danach friedlich weiter zu flackern. „Du wirst sie schon noch kriegen, Quo. Alle beide.“, setzte der Ork ruhig fort. Quo nickte und warf einen nachdenklichen Blick ins Feuer. S’kar’s Hand erhob sich leicht und ein Funken bildete sich darin. Mit der anderen Hand holte er aus seiner Gürteltasche einen kleinen, violetten Splitter hervor, um ihn anschließend in den Funken fallen zu lassen. Es begann magisch zu glühen, immer heller und intensiver. Schließlich erschien violetter Rauch, welcher sich allerdings gleich in eine dunkelblaue Dunstwolke umwandelte. Daraus trat eine große Gestalt, die vollkommen aus Rauch bestand. Kleine blau leuchtende Augen formten sich und blickten sich um. Riesige Armschienen, welche von Gefangenschaft zeugten, erhoben sich und ein tiefes „Stets zu Diensten, Meister.“, ertönte. Der Leerwandler baute sich vollkommen auf, blauer Dunst erfüllte die Umgebung unmittelbar um ihn herum. „Was willst du jetzt mit dem Ding?“, fragte Quo immer noch erzürnt. Kal’zath, das war der Name des Leerwandlers, neigte sich zu dem Tauren und hauchte ihm mit einem Atemzug faulige Luft entgegen. Der Krieger begann zu husten und versuchte den Rauch mit der Hand hinweg zu wehen. Dann erhob sich S’kar. „Ich werde jetzt gehen. Es ist spät und ich muss zusehen, dass ich bis morgen Nachmittag in Tirisfal bin, man braucht mich dort.“ – „Na gut. Wo finde ich dich, wenn ich dich brauche?“. Ein dumpfes Lachen ertönte aus S’kar’s Mund. „Du brauchst mich doch nicht. Und wenn, dann werde ich für die nächsten Tage wohl in Tirisfal sein. Wo genau, weiß ich nicht.“ – „Ich finde dich dann schon.“, schnaufte Quo. „Nun denn, gehabt Euch wohl.“, schloss der Hexenmeister ab, während er seinem Leerwandler mit einer Geste befahl, ihm zu folgen. Er trat aus der Holztüre und ließ sie hinter sich zu fallen.
    Quo saß nun einsam vor dem Feuer. Die Gluten brannten heiß und die Flammen erhellten auch noch um Mitternacht den gesamten Raum. Asche verfing sich von Zeit zu Zeit in seinem Fell.



    Re: Unübliche Verbindungen *neu*

    Jaenelle - 12.03.2007, 11:07


    Bibi, wann gehts den bei deiner Geschichte weiter? ^^ Will da auch mal wieder was lesen ^^



    Re: Unübliche Verbindungen *neu*

    Dracul - 14.03.2007, 11:34


    Jaaaaaaaaaaaaaaaaa, bin auch schon gespannt, wie´s weitergeht!



    Re: Unübliche Verbindungen *neu*

    Darnya - 14.03.2007, 13:10


    keine Sorge meine Lieben, ich werd mein Bestes geben um schnellstmöglich eine Fortsetzung hier rein zu stellen ^^



    Re: Unübliche Verbindungen *neu*

    Jaenelle - 14.03.2007, 13:35


    Juhu ^^



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    Ebenola - gepostet von Jaenelle am Samstag 03.02.2007



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