Hepatische Enzephalopathie

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    Re: Hepatische Enzephalopathie

    knuddelmutti - 10.02.2007, 21:09

    Hepatische Enzephalopathie
    Hepatische Enzephalopathie

    Bei der hepatischen Enzephalopathie handelt es sich um eine leberbedingte Hirnfunktionsstörung:

    Die kranke Leber kann den im Stoffwechsel anfallenden Ammoniak nicht mehr effizient aus dem Blut entfernen.Das toxische Ammoniak gelangt in hoher Konzentration ins Gehirn.
    Störungen des Stoffwechsels und der Funktionen des Gehirns sind die Folge
    Erste Hinweise auf eine hepatische Enzephalopathie sind:

    Nachlassende Konzentrationsfähigkeit
    Einschränkung des logischen Denkens
    Reduzierte Aufmerksamkeit
    Abnahme der Reaktionsfähigkeit
    Verschlechterung des Kurzzeitgedächtnisses und der psychomotorischen Fähigkeiten (Feinmotorik)

    Die unter den verschiedenen Lebererkrankungen auftretende Enzephalopathie reicht von geringfügigen Beeinträchtigungen des Bewusstseins oder subtilen Störungen der intellektuellen Fähigkeiten bis hin zu schweren Verwirrtheitszuständen und zum Koma. Sie unterscheidet sich in ihrem Erscheinungsbild nicht von anderen Enzephalopathien, d.h. Hirnstörungen anderer Herkunft, die z.B. unter hypoglykämischen Zuständen (Unterzuckerung, Verminderung des Blutzuckers), CO2-Narkose, urämischen Zuständen (Niereninsuffizienz, Harnvergiftung) oder Schlafmittelvergiftungen zu beobachten sind.

    Die Diagnose einer hepatischen Enzephalopathie kann also nur aus dem Vorliegen einer Lebererkrankung und einer Hirnleistungsstörung gestellt werden. Dabei handelt es sich zumeist um Leberzirrhosen, bei denen häufig ausgeprägte Umgehungskreisläufe um die Leber (portosystemische Kollateralen) vorhanden sind. In seltenen Fällen können auch eine chronische Hepatitis mit portalem Hochdruck und Lebermetastasen die Ursache der hepatischen Enzephalopathie sein.
    Symptome wie ein veränderter Atemgeruch, grobschlägiges Zittern oder ein gesteigerter Muskeltonus können die Diagnose stützen. Voraussetzung ist zudem in jedem Fall ein Laborbefund, der einen erhöhten Blutammoniakspiegel ausw
    Therapie der hepatischen Enzephalopathie
    Der überhöhte Ammoniakspiegel im Blut bildet zugleich den wohl wichtigsten Angriffspunkt von Forschung und Therapieansätzen zur hepatischen Enzephalopathie. Der Düsseldorfer Hepatologe Prof. Dieter Häussinger, dessen Forschung über den Ammoniakstoffwechsel der Leber internationale Beachtung gefunden hat, stellt in seinen Studien Ergebnisse vor, die neue Impulse auch bei der Behandlung von Lebererkrankungen geben.
    Auf der Grundlage biochemischer Überlegungen konnte er zeigen, wie man der versagenden Entgiftungsfunktion der Leber durch eine Beeinflussung der Glutaminsynthese entgegenwirken kann.

    Entgiftung der Leber
    Im Mittelpunkt des Interesses steht der "Leberazinus, die Funktionseinheit der Leber, in der der Abbau des Ammoniaks stattfindet. In diesem, einem Klärwerk ähnlichen Bereich der Leber, lassen sich zwei Typen von Zellen unterscheiden, die nacheinander angeordnet getrennte, sich in der Wirkung jedoch ergänzende, Aufgaben übernehmen, und dabei die Funktion einer zweistufigen Filteranlage erfüllen.
    In der ersten Filterstufe werden ca. 80 % des im Stoffwechsel produzierten Ammoniaks zu Harnstoff abgebaut. Ammoniak, das diesem Filter entgeht, wird in der zweiten Filterstufe entgiftet. Hier sind es die Scavengerzellen („Aufräumzellen“), die den restlichen Ammoniak durch Glutaminbildung abfangen.

    Die kranke Leber
    Sowohl die Harnstoffsynthese als auch die Glutaminsynthese sind bei Patienten mit Lebererkrankungen in einem großen Umfang in ihrer Entgiftungskapazität eingeschränkt. Funktionieren insbesondere die "Aufräumzellen" nicht mehr richtig (die Glutamin-Synthese wird bei der Fettleber bereits um die Hälfte reduziert, bei der Zirrhose um 80 %), so kann es zur Hyperammoniämie, d.h. zur Erhöhung des Ammoniaks im Blut kommen. Bei Zirrhosepatienten ist die Funktion des Klärwerks "Leber" gar mehrfach eingeschränkt. Zum einen ist die Kapazität des Organs, Ammoniak im Rahmen der Harnstoffsynthese abzubauen, stark beeinträchtigt. Zum anderen sind auch die Scavenger-Zellen defekt, so dass auch hier nicht mehr entgiftet werden kann.

    Die behandelte Leber
    Der Wirkstoff Ornithin-Aspartat (Hepa-Merz®) verbessert die Entgiftungsfunktion der Leber. Es wird ein Wirkmechanismus in Gang gesetzt, der die Ammoniakentgiftung auf beiden Schlüsselwegen, der Harnstoffsynthese und der Glutaminsynthese stimuliert und damit die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Organs verbessert. So wird eine möglichst effiziente Beseitigung des giftigen Ammoniaks aus dem Körper sichergestellt und es wird verhindert, dass die so gefürchteten neurologischen Komplikationen einer hepatischen Enzephalopathie auftreten oder dass sich eine hepatische Enzephalopathie überhaupt erst ausbildet.



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