Delfine sind doof

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    Re: Delfine sind doof

    infoshark - 09.02.2007, 13:45

    Delfine sind doof
    Delfine sind doof

    Flipper entmystifiziert

    Sie lächeln so lieb und der Mensch ist fest davon überzeugt: Delfine sind kluge Tiere. Der südfrikanische Wissenschaftler Manger hält diese These für ausgesprochenen Unfug. Er behauptet: Die Meerssäuger sind dumm und reagieren nur instinktiv.

    Von Dagmar Wittek, ARD-Hörfunkstudio Johannesburg

    Selbst Ratten und Goldfische sind intelligenter als Delfine, sagt Paul Manger, Mediziner an der Wits Universität in Johannesburg. "Stecke eine Ratte in eine Kiste und sie springt raus. Und jeder Goldfisch im Glas ohne Deckel wird auch raushüpfen. Delfine aber nicht. Ohne dass man ihnen einen Fisch vor die Nase hält, hüpfen die kein bisschen. Sie würden auch nie auf die Idee kommen, ins offene Meer zu schwimmen, wenn man ihre Bucht mit einem Netz abtrennt."

    Größe spielt keine Rolle

    Und nur weil Delfine überdurchschnittlich große Gehirne haben, seien sie noch lange nicht schlau, so Manger. Denn in den Gehirnen von Säugetieren, erläutert der Professor, gibt es zwei Zelltypen: Neuronen, die für intellektuelle Prozesse und das Weiterleiten von Informationen zuständig sind, und Glia. Glia erzeugt die Umgebung, in denen die Neuronen funktionieren können. Delfine haben riesige Mengen an Glia-Zellen. Eine der Hauptaufgaben von Glia ist, Wärme zu erzeugen. Das heißt: Die Delfin-Gehirne sind nur so groß, damit sie im Wasser nicht auskühlen.

    Und warum scheinen Delfine so gerne mit Menschen zusammenzusein und lassen sich auf Wasserspiele ein? "Alle Säugetiere spielen gerne, das ist natürlich", sagt Manger. Außerdem werde dadurch im Gehirn Dopamin freigesetzt, "das ist sozusagen wie eine kleine Streicheleinheit".

    Die Natur will es so

    Von wegen Flipper, dein Freund - es geht nur um Belohnungen und instinktives Verhalten. Auch dass Delfine immer wieder Ertrinkende retten, habe nichts mit Menschenliebe zu tun. Das sei ganz einfach zu erklären, sagt Manger. "Was machst Du als erstes, wenn du geboren wirst? Du musst atmen. Und da Delfin-Babies unter Wasser geboren werden und ohne Sauerstoff in der Lunge auf den Grund sinken, müssen sie bis über die Wasseroberfläche hochgestupst werden. Deshalb stupsen Delfine alles nach oben, was im Wasser auf den Boden sinkt." Es gebe sogar einen Bericht, dass ein Delfin sieben Tage lang versucht habe, ein totes Hai-Baby über Wasser zu halten. "Solch instinktives Verhalten", meint Manger, "deutet doch nicht auf Intelligenz".

    Im Dienste finsterer Mächte?

    Mangers Untersuchungsergebnisse haben eine Welle losgetreten. Im Internet streiten sich Delfinliebhaber mit Wissenschaftlern. Und Manger erhält täglich tausende Hass-E-Mails. Seine Kritiker denken, so der Wissenschaftler, dass er von der Thunfischindustrie oder den Walfänger-Ländern bezahlt werde, damit das Abschlachten und Fangen von Delfinen und Walen weitergehen kann. Aber das sei "völliger Quatsch". Delfine seien einfach blöd, das heiße aber nicht, dass er Delfine nicht möge.

    Im Gegenteil: "Ich mag Delfine. Ich bin auf einer Farm aufgewachsen, sie sind nichts Besonderes." Manger betont, er sei Wissenschaftler und versuche, objektiv zu sein. Seit Jahrzehnten versuche man den Beweis für intelligentes Verhalten von Delfinen zu finden - "und man findet einfach nichts. Der Grund ist einfach, dass Delfin-Gehirne nicht für besonders intelligentes Verhalten gemacht sind."

    Aber warum muss er mit seinen Untersuchungen die Träume aller Flipper-Fans zerstören? Dazu sagt Manger: Nur wenn wenn man richtig verstehe, was Tiere können und was nicht, könne man sie auch richtig behandeln, um sie zu schützen und vor dem Aussterben zu bewahren.



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