Die Schöpfung

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    Re: Die Schöpfung

    Marius - 08.02.2007, 20:46

    Die Schöpfung
    Von Akasha und Enkil...

    "Und da standen der König und die Königin und sahen den Verschwörern ruhig entgegen, und ihre Wunden waren alle geheilt.
    In ihren Augen aber war ein unheimliches Leuchten und ihre Haut schimmerte in einem weißen Licht und ihre Haare glänzten und als die Verschwörer voller Entsetzen flohen, kamen sie aus dem Haus, und sie schickten das Volk und die Priester fort und gingen alleine zurück zu ihrem Palast.
    Und obgleich sie sich niemandem anvertrauten, wussten sein, was mit ihnen geschehen war.
    Der Dämon war durch ihre Wunden in ihren Körper eingedrungen, und zwar genau in dem Augenblick, als das sterbliche Leben aus ihnen wich.
    Und es war das Blut, in das sich der Dämon mit jenem Dämmerzustand, als das Herz fast stillstand, eingeschlichen hatte.
    Vielleicht war das der Stoff, den er in seiner Wut gesucht hatte, der Stoff, den er durch sein grotesken Possen von seinen Opfern hatte bekommen wollen, auch wenn es ihm nie gelungen war, seinem Opfer genügend viele Wunden zuzufügen, bevor es starb.
    Aber jetzt war er drin in dem Blut, und das Blut, das war nicht nur der Dämon, und auch nicht nur das Blut des Königs und der Königin, sondern es war eine Mischung aus Mensch und Dämon, etwas völlig anderes also.
    Und von dem König und der Königin war nur noch übrig, was dieses Blut beleben konnte, was es einflößen und für sich beanspruchen konnte.
    In jeder anderen Hinsicht waren ihre Körper tot aber das Blut floss durch das Gehirn und das Herz und die Haut und so blieb dem König und der Königin ihre Intelligenz erhalten.
    Es blieben ihnen ihre Seelen erhalten, wenn man so will, da die Seelen diesen Organen inne wohnt, auch wenn wir nicht wissen, warum das so ist.
    Und obwohl das Blut des Dämons keinen eigenen Geist besaß, keinen eigenen Charakter, den der König und die Königin hätten entdecken können, bereicherte es ihren Geist und ihren Charakter, denn es floss durch die Organe, aus denen die Gedanken hervorgehen.
    Und es fügte ihren eigenen Fähigkeiten seine reine spirituelle Kraft hinzu, so dass der König und die Königin die Gedanken von Sterblichen hören und Dinge aufspüren und verstehen konnten, die den Sterblichen verschlossen bleiben.
    Alles in allem hatte der Dämon etwas hinzugefügt und etwas weggenommen, und der König und die Königin waren neue Wesen.
    Sie konnten nun keine Nahrung mehr zu sich nehmen und auch nicht mehr wachsen, oder sterben, oder Kinder bekommen, aber ihre Gefühle besaßen eine Intensität, über die sie selbst erschrocken waren.
    Und der Dämon besaß nun, was er sich immer gewünscht hatte: einen Körper um darin zu leben, sich endlich in der Welt herumbewegen zu können, zu fühlen."

    [aus: Anne Rice "Fürst der Finsternis"]



    Re: Die Schöpfung

    Marius - 08.02.2007, 23:21


    ...und den Erben von Akasha und Enkil

    [...]


    Und als sie dort gefangen waren, der König und die Königin, bis zum Halse in Stein eingemauert, nicht fähig, sich zu regen, das verließ sie der Lebensfunken, und sie verweigerten sich dem Blute und allem, was sie am Leben hielt und mehr und mehr wurden sie zu Statuen, denen scheinbar kein Leben mehr inne wohnte.
    Jahrhunderte gingen an ihnen vorüber, ohne dass etwas geschah.
    Die ältesten aller Vampire ernährten sich von ihrem Blut und nahmen, was immer sie brauchten.
    Zu jener Zeit war es auch dass eine Fledermaus sich in die Gefilden des tiefsten Ägyptens verirrte und es den alten Vampiren gleich tat.
    Der Zufall führte sie in die Kammer, in welcher Enkil und Akasha ihr nunmehr trostloses Sein fristeten, und die Zähne des Tieres vergruben sich im Hals des Königs, nahmen das dämonische Blut in sich auf, und es verlieh ihm unnatürliche Stärke und ein Leben, welches deutlich über das eines normalen Tieres hinausging.
    Lange Zeit geschah nichts.
    Die Fledermaus dürstete nicht länger nach Blut. Sie zog sich zurück, in eine kleine, finstere Felsspalte, und verharrte dort über Jahrhunderte, ohne sich zu regen, ganz wie der König und die Königin, deren Blut sie in sich aufgenommen hatte.
    Schließlich mischte sich das Schicksal ein weiteres Mal ein.
    Die Fledermaus erwachte aus ihrem tiefen Schlaf, und Leben kehrte einmal mehr in sie zurück, ließ sie Tag und Nacht hindurchfliegen und brachte sie am Ende in ein fernes Land, in Osteuropa.
    Es war eine Nacht wie jede andere, doch sie sollte das Leben eines jungen Mannes völlig verändern.
    Es war jene Nacht, in welcher Enkils Blut sich einmal mehr mit dem eines Menschen vermischen sollte, um eine neue Art daraus entstehen zu lassen.
    Jene Nacht, welche den Mann, der unter dem Namen Markus Corvinus bekannt war, zu einem Wesen machte, welches Akasha Enkil in nichts nachstand, und sich dennoch von ihnen unterschied.



    Re: Die Schöpfung

    Marius - 09.02.2007, 01:04


    Und von Dämonen, Blut, und Tiergestalten…

    „Diese Dämonen sind gedankenlos und absolut kindisch,“ sagte er zu seinen Zauberern, „aber ich habe sie mir genau angesehen, um zu erfahren, warum sie so wütend sind.
    Sie sind völlig außer sich, weil sie keine Körper besitzen, weil sie nicht genauso fühlen wie wird.
    Sie lassen die Unschuldigen schmutzige Dinge sagen, weil sie selbst nicht imstande sind, Gefühle von Liebe und Leidenschaft zu empfinden.
    Sie können die einzelnen Körperteile zwar lenken, aber sie haben sie nicht wirklich unter Kontrolle und so sind sie von dem Fleisch besessen, das sie nicht in Besitz nehmen können.
    Und deshalb werfen sie mit ihren schwachen Kräften alle mögliche Gegenstände um, bringen ihre Opfer dazu wie wild um sich zu schlagen und herumzuzappeln.
    Dieser Wunsch nach Fleischlichkeit ist der Grund für ihren Zorn, sie wollen darauf aufmerksam machen, wie sie leiden müssen.“ Und mit diesen frommen Worten begann er sich daranzumachen, sich in dem heimgesuchten Haus einzuschließen, um noch mehr über die Dämonen herauszufinden.

    [aus: Anne Rice „Fürst der Finsternis“]


    Noch bevor die Dämonen sich für das Sein der Menschen interessierten, waren es die Tiere, an welchen sie sich versuchten.
    Sie stellten fest, dass sie die Tiere dazu bringen konnten, Dinge zu tun, gegen die sich die Menschen nur zu leicht zu wehren vermochten.
    Und so mündeten die ersten Versuche der Dämonen darin, die Kontrolle über die Tiere zu erhalten.
    Die Dämonen erwählten einen wolfartiges Wesen zu ihrem Testobjekt, setzten ihm zu und rissen tiefe Wunden in Fell und Haut, aus denen rotes Blut quoll.
    Als sie ihr Vorhaben bereits scheitern sahen, geschah, was zu hoffen sie nicht gewagt hatten;
    In dem Moment, als das sterbliche Leben aus ihm gewichen war, öffneten seine Wunden, und sein Blut seinen Körper für die Geister.
    Das laute Jaulen, das aus seiner Kehle hervorbrach, war noch in weit entfernten Ländern zu hören.
    Es war dieser Moment, in dem die Geister in seinen Körper eindrangen und ihn veränderten.
    Sie verliehen ihm Macht, Stärke und ewiges Leben. Intelligenz blitzte in den braunen Augen auf, die nicht von tierischer Natur war.
    Die tierischen Instinkte allerdings waren es, die das Wesen Jahre später, als die Dämonen längst begonnen hatten, sich mit Sterblichen Menschen zu vereinigen, nach Ungarn führten, wo sich das dämonische Blut, welches durch seine Adern floss, mit jenem Unsterblichen Blut vermischte, welches auch in Corvinus’ Adern zu finden war.
    Beide Blutlinien reagierten aufeinander, und schufen eine weitere, neue Art, die fortan Tag und Nacht durchstreifen sollte.
    Es sollte die Geburtsstunde der Lykaner werden, als William Corvinus den Biss ebenjenen Wolfes empfangen sollte, dessen Körper schon seit Jahrhunderten die Geister der Dämonen beherbergte.



    Re: Die Schöpfung

    Marius - 09.02.2007, 11:25


    ...und der Geschichte von Dracula

    Eine völlig andere als die bislang gehörten Geschichten ist jene, die sich um Vlad Dracul, den Fürsten der Walachei rankt.
    Bekannt wurde er schon als Mensch durch seine Grausamkeit, und seine Vorliebe dafür, die Köpfe seiner Feinde vor seiner Burg auf Pfähle zu spießen und zur Schau zu stellen.
    Bekannt und gefürchtet.
    Die Menschen jedoch sahen einen Teufel in ihm und taten sich zusammen, das Böse auszulöschen.
    Sie stürmten seine Burg in Transsylvanien und Vlad blieb nichts anderes zu tun, als sich in den hintersten Winkel der an die Burg angeschlossenen Kapelle zurückzuziehen.
    Er rief Gott und Teufel um Unterstützung an, fiel auf die Knie und flehte.
    Erhört wurde er aber nur von einem.
    Der Höllenfürst nahm sich seiner an, und beide schlossen einen Pakt.
    Dracul erhielt ewiges Leben und die Stärke, eine übermenschliche Stärke, um seinen Feinden zu trotzen. Im Gegenzug versprach er dem Teufel seine Seele, und die Seele all jener, die ihm nachfolgen sollten.
    Dracul war fortan auserwählt des Teufels Werk auf Erden zu vollrichten.
    Er legte seinen Namen ab, und wurde zu Graf Dracula, einem Wesen, ähnlich den Menschen in ihrem Erscheinungsbild, aber nicht gebunden an die Gesetze der sterblichen Welt mit der Fähigkeit, seine Gestalt zu ändern, wann immer es ihm beliebte.
    Er trank Blut, um sich zu nähren und zu erneuern, und er gab sein Blut, um die Seelen seiner Opfer Lucifer zuzuführen.
    Ihr Pakt blieb geheim, aber Dracula ward alsbald überall bis über die Grenzen von Transsylvanien heraus bekannt und gefürchtet.



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