VPG I

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    Re: VPG I

    andreas - 06.02.2007, 22:55

    VPG I
    Der heute betriebene VPG- Sport zeigt alle Grundzüge seines Ursprungs. Bei einer ernsthaften Konfrontation ist allerdings nicht gewährleistet, dass der Sporthund in trainierter Form (Stellen + Verbellen, in letzter Konsequenz Angriff) reagiert.

    Der Sporthund ist auf das Erringen des Hetzarms konditioniert und verknüpft diese Aufgabe mit seinem Übungsgelände. Der reale tätliche Angriff auf Hund und Hundeführer in Alltagssituationen gehört nicht zur Ausbildung und bleibt ausschließlich den Diensthunden vorbehalten.

    Voraussetzung für die Prüfungszulassung zur VPGI Prüfung ist ein Mindestalter von 18 Monaten und eine bestandene Begleithundeprüfung mit Sachkundenachweis. Die VPG Prüfung besteht aus 3 Teilen:

    Abteilung A:
    Suchen einer selbstgelegten Fährte (F1) mit einer Mindestlänge von 300 Schritten. Dabei sind 3 Schenkel, sowie zwei rechte Winkel einzubauen. Auf der 20 Minuten alten Fährte liegen zwei dem Hundeführer gehörende Gegenstände.

    Der Hund muss frei oder an der 10m Leine zügig und spurtreu die Fährte absuchen. Beim Auffinden der Gegenstände hat der Hund diese durch Verweisen (Steh/Sitz /Platz) oder Aufnehmen anzuzeigen. Für die Bewältigung dieser Aufgabe hat der Hund 15 Minuten Zeit.

    Abteilung B:
    Übung 1, in der Freifolge (ohne Leine) muss der Hund unter Beweis stellen, dass er das Hörzeichen Fuß verinnerlicht hat. Der Hundeführer beginnt in der Grundstellung und geht mit dem Kommando Fuß an. Es sind mindestens 50 Schritte geradeaus zu zeigen, eine Kehrtwendung, der Langsamschritt, der Normalschritt, der Laufschritt.

    Im Normalschritt sind mindestens eine Rechts-, Links- und eine Kehrtwendung auszuführen.

    Während der Übung wird zweimal geschossen, wobei sich der Hund unbeeindruckt zeigen muss.

    Als Abschluss muss der Hundeführer (HF) eine Gruppe von Personen durchschreiten, wobei eine Person linksherum und eine weitere rechtsherum zu Umkreisen ist. Ein Absitzen in der Gruppe ist gefordert, danach nimmt der Hundeführer die Grundstellung beim Leistungsrichter ein.

    Übung 2, beim Sitz aus der Bewegung geht der HF aus der Grundstellung 10-15 Schritte gerade an. Auf Kommando setzt sich der Hund, während der HF unbeirrt, ohne sich umzudrehen weitergeht. In einer Entfernung von 30 Schritten dreht sich der HF um und geht zu seinem sitzenden Hund zurück in die Grundstellung.

    Übung 3, beim Ablegen in Verbindung mit Herankommen gibt der HF im Geradeauslauf das Kommando Platz. Der Hund legt sich unvermittelt hin, wobei der HF sich, ohne zu verzögern, 30 Schritte entfernt. Danach dreht er sich zu seinem ruhig liegenden Hund um. Auf Zeichen des Leistungsrichters (LR) ruft er den Hund heran. Der Hund kommt schnell, freudig und setzt sich dicht und gerade vor den HF. Auf Kommando nimmt der Hund die Grundstellung neben dem HF korrekt ein.

    Übung 4, beim Bringen auf ebener Erde wirft der HF , aus der eingenommenen Grundstellung, ein Bringholz (650 Gramm) in eine Entfernung von ca. 10 Schritten. Der Hund verbleibt in der Grundstellung, bis das Bringholz ruhig auf dem Boden liegt. Erst auf das Kommando Bring, läuft der Hund schnell und direkt auf das Bringholz zu und nimmt es sicher auf. Er läuft auf direktem Weg zurück zum HF und sitzt gerade vor, wobei er das Bringholz ca. 3 Sekunden hält und danach auf Kommando dem Hundeführer in die Hand gibt.

    Die Übung endet mit dem Kommando für die Grundstellung in der der Hund gerade und links neben dem Hundeführer sitzt, mit dem Schulterblatt auf Kniehöhe des HF.

    Übung 5, beim Bringen über eine Hürde nehmen Hund und HF in etwa 5 Schritten Entfernung die Grundstellung vor einer Hürde (Höhe 1m) ein. Der HF wirft das Bringholz etwa 10 Schritte weit entfernt hinter die Hürde, wobei das Bringholz für den Hund nicht sichtbar hinter der Hürde liegt. Sobald das Bringholz ruhig liegt gibt der HF das Kommando zum bringen. Der Hund springt mit Kommando über die Hürde hinweg, nimmt das Bringholz schnell und direkt auf, springt zurück über die Hürde und setzt sich dicht und gerade vor den Hundeführer. Der Hund hält das Bringholz ca. 3Sekunden ruhig im Fang bis er es auf Kommando dem HF in die Hand gibt. Die Übung endet wie zuvor in einer korrekten Grundstellung, gerade links neben dem HF sitzend.

    Übung 6, beim Bringen über eine Schrägwand nimmt der HF mit dem Hund eine Grundstellung gerade in einer Entfernung von ca. 5 Schritten vor einer Schrägwand (Höhe 1,8m) ein. Er wirft das Bringholz etwa 10 bis 15 Schritte weit von Ihm entfernt hinter die Schrägwand, wobei das Bringholz für den Hund nicht sichtbar hinter der Schrägwand liegt. Auf Kommando klettert der Hund über die Schrägwand läuft zum Bringholz und nimmt schnell und korrekt auf. Danach klettert er über die Schrägwand zurück und sitzt beim HF korrekt vor. Der Hund hält das Bringholz ca. 3Sekunden ruhig im Fang bis er es auf Kommando dem HF in die Hand gibt. Die Übung endet wie zuvor in einer korrekten Grundstellung, gerade links neben dem HF sitzend.

    Übung 7, beim Voraussenden mit Hinlegen schickt der HF, beginnend aus der geraden Grundstellung, seinen Hund durch Kommando und Handzeichen in eine bestimmte Richtung. Der Hund läuft geradlinig in schneller Gangart in die vorgegebene Richtung. In einer Entfernung von 30 Schritten gibt der HF in Abstimmung mit dem Leistungsrichter (LR) das Kommando zum Hinlegen. Der Hund legt sich unmittelbar nach dem Kommando hin. Auf Anweisung des LR begibt sich der HF rechts neben seinen Hund, wo er nach einer Pause von ca. 3 Sekunden, den Hund mit dem Kommando Sitz in die korrekte Grundstellung ruft.

    Übung 8, beim Ablegen unter Ablenkung wird der Hund, während andere Hundeführer mit ihren Hunden arbeiten, durch das Kommando Platz abgelegt. Der Hundeführer entfernt sich ca. 30 Schritte von seinem Hund, ohne sich umzudrehen, oder weitere Kommandos zu geben. Der HF steht mit dem Rücken zu seinem Hund und geht erst auf Zeichen des LR zurück zu seinem Hund. Er stellt sich rechts neben seinen Hund, wo er nach einer Pause von ca. 3 Sekunden seinen Hund mit dem Kommando Sitz in die korrekte Grundstellung bringt.

    Abteilung C:
    Übung 1, beim Revieren nach dem Helfer muss der Hund, auf Zeichen (Revier) seines HF, den Übungsplatz nach dem Helfer absuchen. Der Helfer steht, für den Hund nicht sichtbar in einem von 6 Verstecken, während der HF dem Hund die Richtung der Suche angibt.

    Übung 2, beim Stellen und Verbellen steht der Helfer mit Schutzanzug, Schutzarm und Softstock in einem Versteck. Er verhält sich ruhig und bewegt sich nicht. Der Hund sucht und entdeckt den Helfer beim Revieren in seinem Versteck.

    Sofort setzt er sich vor den Helfer und zeigt durch Verbellen an, dass er den Helfer gefunden hat. Der Hund darf den Helfer bei dieser Übung nicht anspringen oder angreifen solange dieser ruhig steht und seinerseits keinen Angriffsversuch unternimmt.

    Nach ca. 20 Sekunden Verbellen tritt der HF auf Zeichen des Leistungsrichters bis auf 5 Schritte an seinen Hund heran und ruft ihn in die Grundstellung.

    Übung 3, die Verhinderung eines Fluchtversuches des Helfers erfolgt direkt nach Übung 2. Der HF fordert den Helfer auf aus dem Versteck herauszutreten. Der Helfer geht in normaler Gangart auf eine vorgegebene Position. Der HF folgt mit seinem freifolgenden Hund bis zur Ablageposition. Der Hund wird in etwa 5 Schritten Entfernung zum Helfer abgelegt um den Helfer zu bewachen. Der HF entfernt sich um das Versteck des Helfers zu kontrollieren, er hat dabei Sichtkontakt zu seinem Hund.

    Auf Zeichen des Leistungsrichters unternimmt der Helfer einen Fluchtversuch. Der verhindert selbstständig und wirkungsvoll den Fluchtversuch durch Verbeißen in den Schutzarm.

    Sobald der Helfer stillsteht muss der Hund sofort ablassen, oder wird mit Hörzeichen des HF zum Ablassen aufgefordert. Wenn der Hund auch auf ein 2tes und 3tes Hörzeichen für das Ablassen nicht reagiert erfolgt eine Disqualifikation von Hund und HF.

    Nach dem Ablassen muss der Hund dicht am Helfer bleiben und diesen bewachen um gegebenenfalls auf einen weiteren Fluchtversuch reagieren zu können.

    Übung 4, bei der Abwehr eines Angriffs aus der Bewachungsphase bewacht der Hund den Helfer für eine Dauer von ca. 5 Sekunden. Auf Zeichen des Leistungsrichters unternimmt der Helfer einen Angriff auf den Hund mit dem Softstock. Der Hund muss selbstständig den Angriff abwehren. Sobald der Hund in den Schutzarm beißt, werden ihm 2 Schläge mit dem Softstock versehen. Schläge dürfen nur auf die Schultern oder den Widerrist gegeben werden. Sobald der Helfer stillsteht, oder der HF das Hörzeichen für das Ablassen gibt, muss der Hund seine Aktion einstellen.

    Nach dem Ablassen verbleibt der Hund dicht am Helfer und bewacht diesen. Der Softstock wird dem Helfer nicht abgenommen.

    Übung 5, beim Angriff auf den Hund aus der Bewegung befindet sich der Hund in Grundstellung neben seinem HF. Der Helfer geht auf Hund und HF zu und startet auf Zeichen des Leistungsrichters einen Angriff auf den Hund (Entfernung 30-40 Schritte).

    Der Hundeführer sendet seinen Hund voraus um den Angreifer zu stellen. Durch energisches und kräftiges Beißen in den Schutzarm verhindert der Hund den Angriff. Sobald der Angriff vom Helfer eingestellt wird, oder das Hörzeichen zum Ablassen gegeben wird muss der Hund seine Aktion einstellen.

    Bis der HF zu seinem Hund aufschließt, muss dieser den Helfer bewachen. Beim Erreichen des Hundes bringt der HF diesen neben sich in Grundstellung. Dem Helfer wird der Softstock abgenommen.
    Es folgt der Abtransport des Helfers, dabei befindet sich der Hund rechts neben dem HF und zwischen HF und Helfer. Während des Abtransports muss der Hund den Helfer aufmerksam beobachten, ohne diesen zu bedrängen oder anzuspringen.



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