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infoshark - 06.02.2007, 10:13Vom Ursprung der Wale
Vom Ursprung der Wale
Hans Thewissen aus Ohio begeistert in Jena mit der Ernst Haeckel Vorlesung 2007 seine Hörer
Von OTZ-Redakteurin Margit Kasper Die nächsten Verwandten der Wale sind nicht etwa Delfine, sondern Schweine oder Rinder. Denn Wale sind aus Paarhufern entstanden. Das klingt zunächst unwahrscheinlich, doch Dr. Hans Thewissen, einer der weltbesten Paläontologen, von der Northeastern Ohio Universität konnte dies jetzt anhand neuer fossiler Funde nachweisen. Er fand bei Grabungen in Pakistan Wale mit Hinterbeinen.
Der Niederländer Thewissen, der seit mehr als 20 Jahren in den USA lebt, studierte zunächst Biologie und promovierte 1989 auf dem Gebiet der Humanmedizin. Seit 1993 lehrt er in Ohio Anatomie und beschäftigt sich in seinen Forschungen mit der Evolution von Säugetieren. Vor allem interessiert ihn dabei die Frage, wie die Paläontologie (Wissenschaft von den Lebewesen vergangener Erdzeitalter) zum Verständnis und zur Vervollkomm- nung der Evolutionstheorie beitragen kann. Der renommierte Forscher begeisterte am Mittwoch Abend an der Universität Jena mit der Ernst Haeckel Vorlesung 2007, zu der die Universität jährlich anerkannte Wissenschaftler aus dem Bereich der Evolutionsbiologie einlädt, die Hörer mit seinen Erkenntnissen über den "Ursprung der Wale".
Thewissen und Kollegen haben von 1997 bis 2002 in Indien und Pakistan in einem Wüstengebiet, wo aber vor Jahrmillionen Meer war, nach fossilen Tieren gegraben. "Das ist durchaus harte Arbeit", klärte er das Publikum auf. "Bei etwa 40 Grad Celsius trank jeder von uns ungefähr vier Liter Wasser am Tag." Eines habe er auf jeden Fall gelernt: "Fossilien sind selten. Man braucht jede Menge Geduld und eine gute Kondition. Oft findet man sie nur in vielen ganz kleinen Stücken, die man puzzlegleich zusammenkleben muss."
Thewissen hatte das Glück des Unermüdlichen: Er stieß auf Skelette der Walvorfahren, anhand derer die Forscher die Enwicklung der Wale nachvollziehen konnten. Demnach lebten vor 50 Millionen Jahren die so genannten Pakicetiden auf der Erde. Sie waren die Vorfahren der Wale, ungefähr so groß wie ein Wolf. Auf dürren Beinen machten sie an Wasserlöchern beziehungsweise Flüssen Jagd auf Beute. Es wird angenommen, dass sie dabei nicht sehr schnell waren. Das Klima war trocken, nur ein- bis zweimal im Jahr regnete es, dann aber reichlich. In einem Geniestreich der Natur entstanden dann aus diesen Landräubern die majestätischen Meerestiere von heute, wobei sich die Entwicklung vorrangig innerhalb von "nur" zehn Millionen Jahren vollzog. Thewissen gelang es, Überreste eben jener Pakicetiden zu bergen, die ganz nah an der Wurzel der Walevolution stehen.
Danach trat der 49 Millionen Jahre alte Ambulocetus auf, der etwa die Größe eines Walrosses erreichte, kurze Gliedmaßen, große Füße und eine kräftige Wirbelsäule hatte. Diesem folgten vor 46 bis 43 Millionen Jahren die Remingtonocetidae von der größe eines Otters. Ausgestattet mit einem langen, kräftigen und platten Schwanz, kurzen Gliedmaßen und einer langen, schmalen Schnauze lebten sie vermutlich in einem Mangrovenwald am Meeresrand. Die Entwicklung vollzog sich dann weiter über den etwa zwei Meter langen Dorudon mit stark verkleinerten Hinterbeinen und den etwa 15 Meter langen Basilosaurus (Königsechse), der 1834 erstmals beschrieben und zunächst für einen Dinosaurier gehalten wurde. Vor 40 Millionen Jahren schwammen diese Tiere in den Tropischen Weltmeeren. Der Übergang vom Huftier zum Wal war vollzogen.
Thewissen übergab in Jena ein besonderes Geschenk für das Phyletische Museum - den Abguss der Knochen eines 49 Millionen Jahre alten Walfisch-Hinterfußes. Die Verwandschaft zwischen Paarhufern und Walen sei unter anderem auch anhand der Ohrknöchel sowie der Embryonalentwicklung heutiger Wale nachzuvollziehen, so der international anerkannte Experte.
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