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Re: Vertiefte Gruppenarbeitsteilbereiche
tkoester - 05.02.2007, 20:10Vertiefte Gruppenarbeitsteilbereiche
Auf diesem Darstellungspfad findet Ihr die von uns angekündigten Unterkategorien unserer Gruppenarbeit, die jeweils von einzelnen Gruppenteilnehmern vertiefend ausgearbeitet wurden.
Re: Vertiefte Gruppenarbeitsteilbereiche
tkoester - 05.02.2007, 20:13E-Learning und Online-Wörterbücher
Teilbereich: E-Learning (Julia Hermann, Daniela Weidlich)
Eine allgemeine Definition beschreibt E-Learning als die Unterstützung von Lernprozessen durch elektronische bzw. digitale Informations- und Kommunikationstechnologien, die den Wissenserwerb unabhängig von räumlichen und zeitlichen Festlegungen erlauben.
Unterscheidung zwischen der rein virtuellen Lehre und dem „blended learning“, der Verknüpfung von webbasierten Lerneinheiten mit Phasen des Präsenzunterrichts.
In den Geisteswissenschaften, zu denen der Fachbereich Geschichte gezählt wird, geht es primär um das Erkennen und Beschreiben von Strukturen und Zusammenhängen, wie auch um die Fähigkeit zu argumentieren, zu interpretieren und zu diskutieren.
Kann e-learning beim historischen Lernen überhaupt sinnvoll zum Einsatz gebracht werden?
Formen der programmierten Interaktion – für andere Fächer zum Erwerb von Grundlagenwissen durchaus sinnvoll - stoßen naturgemäß schnell an ihre Grenzen.
Dennoch gibt es einige nennenswerte Lehr- und Lernangebote im Netz, bei deren Wahl darauf geachtet werden muss, ob es um die Vermittlung von Fakten- und Überblickswissen, das Einüben von Fertigkeiten oder um problemlösendes Denken geht ? Lernzielabhängigkeit.
Projekte:
1. http://www.geschichte-online.at
Hierbei handelt es sich um ein an der Universität Wien entwickeltes Tutorial zum wissenschaftlichen Arbeiten. Der Kurs führt (1) in zentrale Arbeitstechniken der historischen Wissenschaften, (2) in die Literatur- und Informationsrecherche und (3) in die Geschichtsdidaktik in Form einheitlich strukturierter Lernmodule ein.
Methodische Instrumente können hierbei tutorielle Begleitung, Chat oder auch Diskussionsforen sein.
Neben diesen Möglichkeiten lassen sich in den Kurs-Modulen von Geschichte auch erläuternde Texte sowie Anwendungsaufgaben wie etwa ein Lückentext, der das korrekte Zitieren schult, finden.
2. http://www.adfontes.unizh.ch
Dieses an der Universität Zürich entstandene E-learning-Angebot soll Geschichtsstudierende in die Archivarbeit einführen, indem die Lernenden viel über den Aufbau von Archiven, die Herangehensweise an das Archiv und die Quellen unter konkreten Forschungsfragestellungen lernen können. Die einzelnen Bereiche sind durch Querverweise eng verknüpft, so dass die Lernenden individuelle, dem Vorwissen entsprechende Wege durch das Angebot finden können. Dahinter steckt das didaktische Konzept eines offenen, selbst entdeckenden Lernens.
3. http://www.schule-des-sehens.de
Hierbei handelt es sich um ein Projekt der Nachbardisziplin Kunstgeschichte, welches vor allem zum kritischen Umgang mit Bildern befähigen möchte. Die „Einführung in die politische Ikonographie“ behandelt das Herrscherportrait in Mittelalter und Früher Neuzeit im Rahmen der politischen Kommunikation und herrschaftlichen Repräsentation. Zur aktiven Wissensüberprüfung und – Vertiefung können auch Übungsaufgaben absolviert werden.
4. http://www.pharos-online.de
Das Pharos – Projekt ist interdisziplinär konzipiert und bietet einen umfangreichen Pool an Materialien für die Lehre der klassischen Altertumswissenschaften, entweder zur eigenständigen Bearbeitung oder aber auch als Fundus für Lehrveranstaltungen nutzbar.
5. http://www.uni-tuebingen.de/mittelalter/spiele/quiz.htm
In Form von einfachen Multiple-Choice-Fragen ist das Mittelalter-Quiz des Historischen Seminars der Universität Tübingen angelegt, das zur spielerischen Überprüfung von Faktenwissen zum Mittelalter eine gelungene Anwendung darstellt.
Diese Projekte sind zwar noch Ausnahmeerscheinungen für historische Lehr- und Lernangebote im Netz, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass die didaktische Konzeption und Umsetzung einer E- Learning-Einheit einen deutlich höheren Arbeitsaufwand gegenüber herkömmlicher Unterrichtsvorbereitung bedeutet, zeigen aber, dass es durchaus sinnvolle Einsatzmöglichkeiten in der Geschichtswissenschaft geben kann.
Online- Nachschlagewerke:
Jede Enzyklopädie und jedes Nachschlagewerk stellt ein synchronisches Abbild der Realität und der Kenntnisse ihrer Entstehungszeit dar und ist von daher als eine wichtige historische Quelle zu betrachten.
Als Blütezeit der enzyklopädischen Vorhaben gelten die späte Barockzeit und das Zeitalter der Aufklärung. Verschiedene Projekte der heutigen Zeit versuchen diese Werke zu digitalisieren, zu kategorisieren und ständig zu erweitern. So gibt es gerade für die Studien der Frühen Neuzeit einige nennenswerte Alternativen zu „Wikipedia“:
1. http://www.zedler-lexikon.de
Das von Johann Heinrich Zedler zusammengestellte „Universallexikon aller Wissenschaften und Künste“ stellt die bedeutendste deutschsprachige enzyklopädische Quelle der Frühen Neuzeit dar. Das Werk erschien in dem Zeitraum 1732-1754. Die digitale Fassung wurde in einem DFG- Projekt von der Bayrischen Staatsbibliothek realisiert. Eine gegenwärtige verbesserte Erschließung des Werkes sieht die Einteilung der einzelnen Lexikoneinträge in sachliche Gruppen (Personen, Orte, Sachen) vor, so dass nun auch gezielt nach Sachkategorien gesucht werden kann.
2. http://www.gallica.fr
Das von Diderot und d’Alembert von 1751 bis 1772 vorgelegte Werk ist die Enzyklopädie „par excellence“ des 18.Jahrhunderts und zählt über 400.000 Einträge. Neben seinem wissenschaftshistorischen Wert gilt das Werk als Spiegelbild und Sprachrohr der Aufklärung. Die digitalisierten Bände können über die Digitale Sammlung der Bibliothèque Nationale de France, Projekt Gallica, seitenweise aufgerufen werden. Im Rahmen des französischen Projekts ATILF wurde der Text der Enzyklopädie erfasst und erschlossen und ist nun – leider nur teilweise – kostenfrei recherchierbar unter http://portail.atilf.fr/encyclodedie/.
3. http://www.kruenitz1.uni-trier.de
Dieses Werk, verfasst von Johann Georg Krünitz, erschien zwischen 1773 und 1858, nur wenige Jahre nach dem Zedler. Anhand des „Zedler“ erarbeitete Krünitz eine neue Lemmataliste und legte damit die Grundlage für eine der wichtigsten deutschsprachigen wissenschaftsgeschichtlichen Quellen seiner Zeit. Sein Werk wurde durch ein Digitalisierungsprojekt an der Uni Trier mit großer Sorgfalt erschlossen und als Volltext recherchierbar gemacht.
4. http://www.meyers-konversationslexikon.de
Hierbei handelt es sich um die digitalisierte Version der vierten Auflage von Meyers Konversations- Lexikon aus den Jahren 1885-92. In der Webpräsentation kann das Lexikon durchgeblättert sowie per Stichwort- oder Volltextrecherche durchsucht werden.
5. http://1911encyclopedia.org
Während die vierte Auflage von Meyers Konversations- Lexikon dokumentiert, was im deutschsprachigen Raum zu den anerkannt wichtigen Wissensbeständen des Fin de siècle gehörte, spiegelt die elfte Auflage der „Encyclopedia Britannica“ wider, was in der englischsprachigen Welt für wissenswert gehalten wurde. Bei der digitalisierten Version handelt es sich um ein frei zugängliches Angebot, was eine alphabetische Navigation und eine – leider nicht fehlerfreie – Volltextsuche. Der Text basiert auf der Ausgabe von 1910/11 und wurde mit weiteren Einträgen ergänzt.
6. http://www.enzyklopaedie.ch
Bei diesem Webangebot handelt es sich um Ressourcen, die von einer aus sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bestehenden Arbeitsgruppe zusammengestellt wurden. Hier kann man sich auf allgemeiner Ebene mit Enzyklopädien auseinandersetzen und interessante Materialien und Denkanstöße finden. Über aufgeführte Titel hinaus findet man dort weitere digital verfügbare Nachschlagewerke sowie zahlreiche Anregungen für weitere Digitalisierungsprojekte.
Re: Vertiefte Gruppenarbeitsteilbereiche
tkoester - 05.02.2007, 20:28Geschichte im Internet: Möglichkeiten für den Unterricht
Teilbereich: Geschichte im Internet: Möglichkeiten für den Unterricht (Christian Pfeil)
Der Einsatz des Internet im GU ist immer noch eine Herausforderung (nur in 5% der Unterrichtsveranstaltungen wird regelmäßig ein Computer eingesetzt.
Woran liegt das?
- die benötigte Hard- und Software bzw. die finanziellen Mittel dafür fehlen
- fehlende didaktische Konzepte
- fehlende Kenntnisse über Inhalte der neuen Medien
Überlegungen zum Einsatz des Internets im Geschichtsunterricht
1.) Didaktik und Internet
2.) Recherchieren im Internet
3.) Geschichte im Internet
4.) Kooperationen an Schulen
1.) Didaktik und Internet
Durch die Berücksichtigung des Internets im Geschichtsunterricht können didaktische Intentionen erreicht werden, und zwar
- selbständige Recherche nach Informationen über Sachverhalte
- Nutzung aktueller Informationen
- Bewertung und Kommentierung dieser Informationen
- Selbstständige Präsentation dieser Informationen in neuen Kontexten (Homepage, multimediale CD- Rom, Foren etc.)
- Diskussion dieser Informationen (Forum, E-Mail)
Die SuS können, wenn sie sich technisches Know- how angeeignet haben, selbständig nach Informationen suchen, sie bewerten, neu einordnen und eigenhändig präsentieren.
Wichtig dabei ist, dass Sie ihr Tun kritisch reflektieren und das Ergebnis in einem konventionellen Text formulieren können.
2.) Recherchieren im Internet
es gibt drei Strategien:
- Searching
- Browsing
- Nutzung von Katalogen
Searching: gezielte Suche nach einem Namen oder Begriff (z.B. mit Suchmaschienen)
Browsing: per Mausklick zu ähnlichen Kontexten springen
Suche über Kataloge: - die ersten beiden Suchmöglichkeiten sind computerbasiert
- eine Suche über Kataloge setzt die intellektuelle Arbeit derjenigen Personen voraus, die diesen Katalog betreiben.
Vorteil: Die Kataloge ordnen, klassifizieren und kommentieren. Die im Internet vorhandenen Geschichtsquellen werden durch ein weltweit verteiltes System von Katalogen erschlossen!
Suchmaschinen:
http://www.altavista.com
http://www.excite.com
http://www.yahoo.com
http://www.lycos.com
http://www.google.de
Verzeichnisse der Geschichtsressourcen:
H- Sources der University of Kansas
http://kuhttp.cc.ukans.edu/history/WWW_history_main.html
Deutsche Datenquellen/Geschichte
http://www.rz.uni-karlsruhe.de/Outspace/VirtualLibrary.html
VL-Deutschland
http://www.phil.uni-erlangen.de/~p1ges/vl-dtld.html
HHU- Düsseldorf
http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/Geschichte/
Bibliothekskataloge:
Deutsche Bibliotheken online
http://www.hbz-nrw.de/hbz/germlst.htm
3.) Geschichte im Internet
Zusammenstellung von Internetseiten für die Frühe Neuzeit
Renaissance- Humanismus- Reformation
Einleitung: http://www-plutoinformatik.uni-oldenburg.de/~gymwhs/epochen/renaiss.htm
Denker und Entdecker:
Leonardo da Vinci http://btfc.org/Leonardo/Leonardo_Life.html
Galileo Gallilei http://es.rice.edu/ES/humsoc/Galileo
Christoph Kolumbus http://sunsite.unc.edu/expo/1492.exhibit/Intro.html
Johannes Kepler http://www.zebu.uoregon.edu/textbook/planets.html
Künstler:
Albrecht Dürer http://btrzxc.fddi.uni-bayreuth.de/cjackson/durer.htm
Reformation:
Übersicht http://history.hanover.edu/early/prot/html
Martin Luther http://www.iclnet.org/pub/resoruces/text/Wittenberg/wittenberg-home.html
Philipp Melanchton http://www.melanchthon.de
Aufklärung- Französische Revolution
Personen :
Richelieu http://www.gt.kth.se/~bjornh/eg/Richelieu.html
Johann Sebastian
Bach http://tile.net/bach/index.htm
Aufklärung :
Spinoza http://frank.mtsu.edu/~rbombard/RB/Spinoza/chrono4.html
Amerika:
French und Indian
War http://web.syr.edu/~laroux
From Revolution
To Reconstruction http://grid.let.rug.nl/~welling/usa/usa.htm
Französische Revolution:
Texte http://www.glasnost.de/hist/fr/fr.html
French
Revolutionary
Pamphlets http://humanities.uchicago.edu/homes/mark/fr_rev.html
Napoleon
Bonarparte http://www.eclipse.net/pkarecki/index.htm
http://www.napoleon.org
http://id.mind.net/~empire...
4.) Kooperationen an Schulen
Die Erschließung der Geschichtsressourcen im Internet für die Schulen ist konzeptionell weiter gediehen als an Hochschulen. Es gibt zentrale Server, die schulfachorientiert Dokumente im Sinne von bereits erwähnten Katalogen erschließen (wollen).
Es gibt den deutschen Bildungsserver (http://dbs.schule.de), und im Rahmen des Projekts „ Schulen ans Netz“ hat das Land Nordrhein- Westfalen einen eigenen Bildungsserver aufgebaut (http://www.msw.nrw.de). Zum Fach Geschichte enthält der deutsche Bildungsserver weniger als hundert Einträge. „Schulweb“ schließlich stellt „Materialien von Schulen für Schulen“ zusammen (http://schulweb.de). Die Anzahl der Arbeiten und Referate aus dem Geschichtsunterricht ist allerdings bescheiden (ca.20). Einige andere Seiten und Projekte sind zurzeit in Arbeit und werden demnächst veröffentlicht.
Re: Vertiefte Gruppenarbeitsteilbereiche
tkoester - 05.02.2007, 20:45Lernsoftware
Teilbereich: Lernsoftware (Joscha Conze)
Fragenkatalog bezüglich der Arbeit mit Neuen Medien im Geschichtsunterricht
Allgemeine Fragen:
• Sind diese neuen computerunterstützten Unterrichtsmaterialien wirklich lerneffizienter als die traditionellen, wie z.B. das Buch?
• Ist eine computergesteuerte Lernzielkontrolle überhaupt möglich? Wie könnte diese konkret aussehen?
• Bietet eine CD-ROM die Chance, durch die Verknüpfung von Texten, Bildern, Audio- und Video-Dateien Schülerinnen und Schüler mehr als der herkömmliche textorientierte Unterricht für die Beschäftigung mit Geschichte zu motivieren?
• Können die computerunterstützten Unterrichtsmaterialien, die sinnliche und emotionale Erfahrung ersetzen, eine Originalquelle in der Hand zu halten oder ein Interview mit einer Zeitzeugin zu führen?
• Was sind die technischen und organisatorischen Voraussetzungen, um im Geschichtsunterricht mit CD-ROMs bzw. dem Internet zu arbeiten?
Schülerbezogene Fragen:
• Ist ein individuelles und selbstbestimmtes Lernen, unabhängig von Raum und Zeit möglich, oder werden die Schüler mehr daran interessiert sein, mit den elektronischen Medien zu spielen?
• Wie verändert sich die Schülerrolle? Welche intellektuellen und technischen Fähigkeiten benötigen sie, um die umfangreichen Informationen verarbeiten zu können? Inwiefern ist es notwendig, zunächst einmal 'navigieren' zu lernen?
Lehrerbezogene Fragen:
• Wie ändert sich die Rolle der Lehrerinnen und Lehrer? Werden sie zukünftig mehr als Wissensvermittler oder Moderatoren von Lernprozessen tätig sein?
• Welche neuen Aufgaben kommen bei dieser Art der Wissensvermittlung auf die Lehrkräfte zu? Welche Hemmungen müssen abgebaut werden, welche Kenntnisse vermittelt werden? Welche Auswirkungen hat dies für die Lehreraus- und -fortbildung?
• Gibt es eine Möglichkeit, den Lernprozess der Schüler bei der Arbeit mit einer CD-ROM oder dem Surfen im Internet zu kontrollieren und diesen mit ihnen zu diskutieren?
Vor- und Nachteile von computergestütztem Geschichtsunterricht und dem Einsatz von Lernsoftware in den Schulen
Natürlich ist es nicht möglich, im Rahmen einer solchen Arbeit auf alle Fragen einzugehen, die der Fragenkatalog beinhaltet. Im Folgenden findet sich ein kurzer Abriss über einige der Themen. In einem zweiten Arbeitsschritt wird diese Arbeit mit statistischen Erhebungen aus der Praxis und fortführenden Fragestellungen erweitert und im nächsten Semester ergänzt.
1.) Sind diese neuen computerunterstützten Unterrichtsmaterialien wirklich lerneffizienter als die traditionellen, wie z.B. das Buch?
Die CD-ROM muss alles das bieten können, was ein herkömmliches Geschichtsbuch oder eine didaktisch gut aufgearbeitete Quellensammlung auch besitzt. Allerdings sollte diese Form von Medium außer Texten und Bildern auch Tonbeiträge und Videopassagen enthalten damit der Benutzer so innerhalb weniger Sekunden die unterschiedlichsten Informationen abrufen, miteinander verknüpfen und interaktiv verarbeiten kann. Allerdings sollte dabei beachtet werden, dass keine Informationsüberflutung stattfindet und so der Schüler mehr verwirrt als gestützt wird.
2.) Gibt es eine Möglichkeit, den Lernprozess der Schüler bei der Arbeit mit einer CD-ROM oder dem Surfen im Internet zu kontrollieren und diesen mit ihnen zu diskutieren?
Es gibt noch keine konkreten Vorschläge, wie die multimediale Lernsoftware im Unterricht didaktisch-methodisch sinnvoll einzusetzen ist. Auch und vor allem dass Aufsichtsproblem bei der selbständigen Arbeit am Computer und die Möglichkeit der Lernzielüberprüfung gestaltet sich schwierig. Hierfür müssten Versuche in der Praxis durchgeführt werden. Für den Aspekt der Diskussion stehen einfache Foren zum Austausch bereit, welche ohne Kosten und nur mit internetfähigem PC genutzt werden können.
3.) Welche neuen Aufgaben kommen bei dieser Art der Wissensvermittlung auf die Lehrkräfte zu? Welche Hemmungen müssen abgebaut werden, welche Kenntnisse vermittelt werden? Welche Auswirkungen hat dies für die Lehreraus- und -fortbildung?
Der Umgang mit solchen Medien stellt ein klares Hindernis für die jetzige Lehrergeneration dar oder zumindest für einen Großteil dieser. Viele LehrerInnen verfügen nicht über das technische Verständnis und Wissen, welches für den Medieneinsatz von Nöten wäre. Sehr wenige „alte Hasen“ besuchen Fortbildungen oder bilden sich privat weiter. Die Grundlagen für die Arbeit mit neuen Medien im Geschichtsunterricht müssen schon in der Lehrerausbildung an den Universitäten gelegt werden. In Form von mediendidaktischen Seminaren muss der sichere Umgang mit neuer Technologie auf diesem Gebiet vermittelt werden. Dann kann man sich auch sicher sein, dass die Schüler nicht in allem besser bescheid wissen als man selbst.
Re: Vertiefte Gruppenarbeitsteilbereiche
tkoester - 05.02.2007, 20:50Außerschulischer Einsatz neuer Medien
Teilbereich: Außerschulischer Einsatz neuer Medien (Dominik Siewert)
Außerschulischer Einsatz neuer Medien am Beispiel Museum
1996 wurde zum ersten Mal über den Einsatz neuer Medien im Museum diskutiert.
Dies ging einher mit der Diskussion um den Einsatz neuer Medien in den Schulen und Hochschulen im Sinne der Öffnung von Schule, wollte man so auch die Museen für die Schüler attraktiver machen.
Es wurde damit begonnen, die Museen nach und nach mit Medien auszustatten, wobei man mit den Museen für Informationstechnologie und Kommunikation begann.
Allerdings waren die Kunstmuseen darüber nicht sehr erpicht, weil gerade sie für die Jugendlichen attraktiver werden wollten, und dies nicht nur mit Bildern und Skulpturen erreichen konnten. Aus diesem Grund wurden auch sie sehr schnell mit neuen Medien ausgestattet.
Bei den Geschichtsmussen ließ diese Entwicklung allerdings noch auf sich warten, da sie davon überzeugt waren, mit den vorhandenen Ausstellungsstücken eine ausreichend große Anzahl Schüler zu erreichen.
Sie mussten allerdings einsehen, dass die Besucherzahlen abnahmen und so wurden auch viele dieser Museen umgerüstet.
Eine Vorreiterrolle, auch für die historischen Museen, nahm das Heinz-Nixdorf Museum in Paderborn ein.
Es war das erste Museum welches mit einer Vielzahl neuer Medien ausgerüstet wurde.
Diese fanden Einzug im Bereich der Kommunikation, aber auch im Bereich der Technikgeschichte und der Geschichte der Zahlen und der Schrift.
Es wurden überall Computerterminals mit Touchscreens, Programme die Maschinen am praktischen Beispiel erklären und ähnliches dort installiert.
In den üblichen historischen Museen wurden im Zuge des neuen Medieneinsatzes zunächst Audio- und Videoanimationen installiert.
Aber auch dort wurden nach und nach die wirklich neuen Medien untergebracht.
Heutzutage haben auch viele historische Museen Computerterminals, die entweder die alte Plastiktafel der Erklärung ersetzen oder aber sogar mit Lernprogrammen oder Geschichtsquiz die Schüler dazu ermutigen, sich stärker mit historischen Begebenheiten auseinanderzusetzen.
Die gesamte Diskussion über den Einsatz neuer Medien im Museum endete allerdings relativ schnell, nämlich schon im Jahr 2001 und somit erhalten die Museen keine staatliche Unterstützung mehr, wenn sie umrüsten wollen.
Deshalb gibt es auch heute noch einige historische oder kulturelle Museen, die noch nicht mit der neuen Technik ausgestattet sind, was dazu führt, dass die Besucherzahlen, vor allem der Schüler, immer stärker abnehmen.
Das I-Max Kino
Mit diesem kleinen Exkurs möchte ich auf den Einsatz neuer Medien im Geschichtsunterricht auch in ausserschulischen Belangen hinweisen.
Die I-Max Kinos in Deutschland bieten nämlich neben vielen anderen Filmen auch historische Filme an, die häufig von Geschichtskursen im Sinne eines Ausflugs genutzt werden.
Ein heraus stechendes Beispiel dafür, der auch in die Frühe Neuzeit passt, ist ein Film über die Auswanderung einer Familie in die USA, die aus der Sicht des kleinen Sohnes präsentiert wird.
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These 1 - gepostet von tkoester am Mittwoch 22.11.2006
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