Locke & Horkheimer von Philipp und Dominik W.

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    Re: Locke & Horkheimer von Philipp und Dominik W.

    domme - 04.02.2007, 17:17

    Locke & Horkheimer von Philipp und Dominik W.
    John Locke ( 1632 – 1704 )



    Mit dieser Ausarbeitung möchten wir Euch einen genaueren Einblick in die Staatstheorie John Lockes geben.

    John Locke wurde am 29. August 1632 als Sohn eines Gerichtsbeamten in Wringston bei Bristol geboren.
    Ab 1652 studierte er „klassische Wissenschaften“ ( Naturwissenschaft, Medizin und Philosophie ) an der Universität von Oxford in Christ Church.
    Zu seiner Jugendzeit ereigneten sich einige wichtige historische Ereignisse, beispielsweise den englischen Bürgerkrieg oder die Restauration der Monarchie.
    Durch seine Schriften gewann er großen Einfluss auf die europäische Philosophie, die Volkswirtschaft, die Naturreligionen und den politischen Liberalismus.
    Ab 1691 lebte Locke größtenteils auf dem Land und veröffentlichte noch einige Werke, unter anderem „Über die Vernunftmäßigkeit des Christentums“, bis er schließlich am 28. Oktober 1704 Hochgeachtet seiner Zeitgenossen in Oates bei Essax stirbt.


    Sein politisch-philosophisches Hauptwerk „Two Treatises of Government“ ( Zwei Abhandlungen über die Regierung ) besteht im wesentlichen aus zwei Teilen:
    Der erste Teil seines Buches „Two Treatises of Government“ ist eine Kritik an der Theorie einer auf Gottes Gnade beruhenden Alleinherrschaft des Monarchen, der zweite Teil des Buches ist ein Text politisch-liberalistischen Denkens.
    Anknüpfend an Thomas Hobbes entwickelt Locke seine Staatstheorie auf der Grundlage einer Naturrechtstheorie.
    Unter Naturrecht verstand Locke das Recht eines jeden Einzelnen auf Leben, Gesundheit, Freiheit und Eigentum (Life, Health, Liberty and Property), wohingegen bei Hobbes der Naturzustand das Recht eines einzelnem zu allem ist; ein Krieg aller gegen alle. Betreffend des Eigentums stellte Locke zwei weitere Theorien auf, die Arbeitstheorie der Aneignung der Natur sowie die Geldtheorie der Ansammlung von Eigentum.
    Diese Theorien sind jedoch nur am Rande relevant für die Auslegung seiner Staatstheorien, weshalb ich darauf nicht weiter eingehen werde. Wer jedoch daran interessiert ist, kann diese auf wikipedia nachlesen.



    Lockes Ansicht zu Folge ist die Selbsterhaltung eines der höchsten Ziele, und daher sei es selbstverständlich, dass sich jeder selbst die Ziele seines Handelns setzen müsse und einen Angriff auf „seine“ Naturrechte nach eigenem Ermessen strafen müsste, jedoch dabei die Rechte anderer auch achten muss. Ist jedoch ein Kriegszustand nicht zu vermeiden, so ist die Sicherheit der Unschuldigen und Schwächeren vorrangig.
    Die Menschen wollen sich jedoch vor dem Kriegszustand schützen und schließen sich mit Hilfe eines Gesellschaftsvertrags zusammen und setzen als souveränes Volk eine Regierung ein; der Einzelne gibt somit seine „persönliche“ exekutive Gewalt zugunsten der Gesellschaft auf. Um die Naturrechte wiederum zu schützen muss ein Richter durch eine Volkswahl eingesetzt werden. Das Volk verliert die Souveränität jedoch nicht durch das Einsetzen einer Regierung, weshalb Locke folgende Gewaltenteilung vorschlägt:
    Der Monarch nimmt die ausführende Gewalt wahr und die Gesetzgebung wird Aufgabe des Parlaments, wobei die Exekutive Gewalt durch die Legislative beschränkt ist; beide nehmen einen ähnlich hohen Stellwert ein.

    Die Judikative Gewalt ist für Locke eine Folgerung der Exekutiven und Legislativen, denn wenn ein Gesetz verabschiedet wird, hat jeder danach zu handeln. Geschieht die Verabschiedung nicht, so wird der Übertreter durch die Exekutive bestraft; somit ist für Locke ein Gesetz entweder eindeutig oder eben nicht.
    Locke setzt außerdem Rahmenbedingungen für die Gesetzgebende Gewalt, beispielsweise dass Gesetze ausschließlich dem Wohle des Volkes dienen dürfen – die Legislative hat jedoch nicht die Befugnis ihre Macht zu übertragen!
    Bei einer Überschreitung der Kompetenzen seitens der Exekutiven ist das Volk dazu legitimiert die Exekutive notfalls durch eigene Gewalt zu beseitigen, da dieser Zustand, so Locke, einem Kriegszustand ähnelt und somit gegen die Erhaltung der Gesellschaft bzw. des Naturrechts verstößt.

    Das Ziel Lockes, dass er durch die Gewaltenteilung erreichen will, ist dass die Macht der Herrschaft über das Volk nicht mehr im selben Umfang missbraucht werden würde. Locke lebte in einem Zeitalter, in dem die absolute Monarchie eine gängige Regierungsforum darstellte, und bekam den Machtmissbrauch des Königs „am eigenen Leibe“ mit. Dieser Machtmissbrauch führte letztlich zur englischen Revolution ( 1642 – 1649 )

    Die Idee der Gewaltenteilung ist jedoch gewiss nicht Lockes „Erfindung“ ( die Wurzeln gehen bis in die Antike), doch schaffte er mit diesen Vorstellungen die Grundlage einer freiheitsorientierten, liberalen Demokratie.

    Quellen:
    1. Wikipedia/John_Locke
    2. Raffiniert.ch/John_Locke
    3. Realhompage.de/John_Locke



    Re: Locke & Horkheimer von Philipp und Dominik W.

    domme - 06.02.2007, 09:53


    Zur Bearbeitung:
    Wir haben uns zu beginn die Authoren zugeteilt und getrennt "studiert". Anschließend haben wir uns kurzgeschlossen und besprochen, wie genau wir unsere Texte gestalten wollen, und anschließend diese in Einzelarbeit fertiggestellt.

    Noch keiner Comments posten bitte, bis Philipp seins reinstellen konnte :wink:



    Re: Locke & Horkheimer von Philipp und Dominik W.

    Basak - 08.02.2007, 01:00


    Ich hab beide Arbeiten durchgelesen und bin mittlerweile echt erstaunt, dass wirklich alle Arbeiten, die ich bis jetzt gelesen habe, ziemlich gut geworden sind :D !
    Ersteinmal zu Locke, was ich natürlich sehr interessant zu Lesen fand, da ich denselben Autor hatte! Es war interessant zu Sehen, wie unterschiedlich man ein und denselben Autor bearbeiten kann und wie man seine Schwerpunkte setzt! Durch die Arbeit von Locke wurde mein Wissen um ein Weiteres ergänzt! Die einzige Frage, die ich hätte, wäre die, dass du davon ausgehst, dass Locke einen Monarchen für seine Regierung vorzieht. Jedoch habe ich es so verstanden, dass Locke sich auf keine gezielte Regierungsform stützt, sondern meint, dass es an den Bürgern liegt, welche Regierungsform durchgesetzt wird. Jetzt meine Frage an dich: Wie bist du darauf gekommen? Oder habe ich dich falsch verstanden? Ich habe mit seinen Originaltexten gearbeitet und mir ist nichts der Gleichen aufgefallen!
    Das einzige was ich an Weber zu kritisieren habe, ist dass es etwas zu kurz geworden ist. Aber ansonsten finde ich auch diese Arbeiten sehr lobenswert! :D



    Re: Locke & Horkheimer von Philipp und Dominik W.

    debommi - 11.02.2007, 17:45

    Max Horkheimer und die Kritische Theorie


    Max Horkheimer (* 14. Februar 1895 in Zuffenhausen bei Stuttgart; † 7. Juli 1973 in Nürnberg) war ein deutscher Philosoph und Soziologe. Horkheimer, der aus einer jüdischen Fabrikantenfamilie stammte, machte 1919 das Abitur in München. Von 1919 bis 1922 studierte er in München, Frankfurt und Freiburg. 1922 promovierte er in Frankfurt bei Hans Cornelius und wurde danach für drei Jahre dessen Assistent. 1925 habilitierte er sich an der Universität Frankfurt. Die durch den 2. Weltkrieg und dem NS-Regimes bedingte Emigration führte ihn über Genf und Paris nach New York 1947 veröffentlichte er gemeinsam mit Theodor W. Adorno die Dialektik der Aufklärung, eines seiner Hauptwerke.

    Max Horkheimer ist mit Theodor W. Adorno der Gründer der Frankfurter Schule. Als die Frankfurter Schule wird die neomarxistische, dialektische Kritische Theorie bezeichnet, die von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno im Institut für Sozialforschung begründet worden war.

    Die Kritische Theorie grenzt sich gegenüber der traditionellen Theorie ab. Anders als die gescheiterte traditionelle Theorie, zielt die Kritische Theorie darauf ab, die vorgefundenen gesellschaftliche Totalität und ihre Rahmenbedingungen zu hinterfragen.
    Ausgangspunkt der Kritischen Theorie war das Werk von Karl Marx. Die Vertreter der Kritischen Theorie sehen in Marx’ Theorie vor allem eine Kritik der bürgerlichen-kapitalistischen Gesellschaft und kein wirtschaftswissenschaftliches Lehrgebäude, keine Geschichtsphilosophie oder Weltanschauung.
    1931 übernahm Max Horkheimer die Leitung des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt am Main. Ab diesem Zeitpunkt begann er mit Adorno an der Arbeit der Kritischen Theorie.
    Im Amerikanischen Exil arbeitete Horkheimer an einer Studie zum autoritären Charakter mit und legte eine wichtige arbeit zur Erklärung totalitärer Regime vor.
    Gerade nach dem 2. Weltkrieg lieferte die kritische Theorie viele Antworten.
    Die drei Hauptbeobachtungsfelder der Kritischen Theorie sind die Ökonomie, die Entwicklung des Individuums sowie die Kultur. In verschiedenen Perspektiven, wie z.B. marxistischen wird insbesondere die Gesellschaft “kritisch“ betrachtet. Die Gesellschaft formt den Charakter und die Handlungsmöglichkeiten der Menschen. Besonders prägt das soziale Umfeld wie die Familie sowohl Massenmedien und Massenkultur. In der kapitalistischen Gesellschaft geht durch zunehmende Technisierung, wissenschaftlichen Fortschritt und unnötige Bürokratie die Bedeutung der Individualität verloren. Nach der Aufklärung wurde die Vernunft instrumentalisiert. Hier steht einzig und allein der Nutzen im Vordergrund, beeinflusst die Menschen in ihren Entscheidungen. Daraus resultiert eine „total verwaltete Welt“ in der kein Platz für Idealismus, Unkonventionalität oder Kreativität vorhanden ist. Zudem lässt die kritische Theorie die Philosophie nicht außer acht und räumt ihr eine große rolle zu. Sie soll die Verhältnisse in einer Zukünftigen Gesellschaft verbessern.

    Quellen:
    http://www.philolex.de/frankfur.htm
    http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAETTER/default.shtml
    Brockhaus
    Microsoft Encarta

    von Philipp Bommersheim ©



    Re: Locke & Horkheimer von Philipp und Dominik W.

    kolyeah - 13.02.2007, 02:10


    beides leicht zu verstehen + gut erläutert!
    horkheimer fand ich ein bisschen kurz, aber weiss ja nich wie viel es über ihn so gab..
    aber gut verstanden hab ich trotzdem alles.



    Re: Locke & Horkheimer von Philipp und Dominik W.

    domme - 13.02.2007, 15:13


    Basak hat folgendes geschrieben: Die einzige Frage, die ich hätte, wäre die, dass du davon ausgehst, dass Locke einen Monarchen für seine Regierung vorzieht. Jedoch habe ich es so verstanden, dass Locke sich auf keine gezielte Regierungsform stützt, sondern meint, dass es an den Bürgern liegt, welche Regierungsform durchgesetzt wird. Jetzt meine Frage an dich: Wie bist du darauf gekommen? Oder habe ich dich falsch verstanden? Ich habe mit seinen Originaltexten gearbeitet und mir ist nichts der Gleichen aufgefallen!

    Nee, hast du nicht falsch verstanden. Damit wollte ich nur die Veränderung des Aufgabenbereiches eines Monarchen zu dieser Zeit etwas deutlicher hervorheben, vielleicht hab ich mich damit etwas unglücklich ausgedrückt. Zu Lockes Zeiten war ja die Herrschaftsform der Monarchie üblich, bis er eben mit seiner Staatstheorie für Aufsehen gesorgt hat. Den Begriff "Monarch" hab ich dann weiter verwendet, um eben zu zeigen, dass der 'Monarch' jetzt nichtmehr alle Mächte in sich vereint und als von Gott eingesetzter Herrscher fungiert, sondern nun von der Legislativen sozusagen kontrolliert und eingeschränkt wird und "nur" noch die Exekutive wahrnimmt. :)



    Re: Locke & Horkheimer von Philipp und Dominik W.

    Addo - 13.02.2007, 15:21


    ich fand die texte extrem verständlich und gut geschrieben.
    allerdings erfährt man ein bisschen zu wenig über horkheimer...ansonsten gute arbeit ;)



    Re: Locke & Horkheimer von Philipp und Dominik W.

    pr - 24.02.2007, 14:19


    Da sucht sich einer seinen Autor, den er bearbeiten will, selbst aus, und schreibt doch kaum etwas! :roll:

    LG Pr



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