Weihnachten

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    Re: Weihnachten

    °*Cherry*° - 04.02.2007, 10:32

    Weihnachten
    „Nur noch ein Tag, nur noch ein Taaag!!“ sang ich, während ich durchs Wohnzimmer hoppelte. „Schau mal es schneit!!!“ „Talitha, ist ja gut…“ beruhigte mich Nine. Der Weihnachtsbaum stand kerzengerade und wartete darauf jeden Augenblick geschmückt zu werden. „Wann kommt denn Lea endliiich..“ quängelte ich wie ein kleines Kind, denn ich konnte es kaum abwarten endlich zu schmücken. „Komm, setz dich dahin und warte, Lealein kommt gleich!“ sagte Nine und drückte mir die HeiScho in die Hand die sie gerade aus der Küche geholt hat. „Darf ich heute schon einen Keks haben, Ninchen?“ fragte ich mit ganz großen Augen. „Hmm…“ Nine überlegte und ihr Blick wandte von fürsorglich und verantwortungsvoll in verfressen und übereifrig. „Jaaa, komm wir plündern die Keksdose!!“ Schrie sie und wir beide stürzten uns auf die große schwere Dose, die Lea ganz oben auf den Schrank gestellt hatte. „Kommst du ran??“ fragte ich mühsam, als ich mit Nine eine Räuberleiter machte und sie auf meinen Händen rumwackelte. „Ja..nur.. noch ein… kleines Stück..jaaa..jaaa!!“ und da krachte es schon! Nine hatte das gleichgewicht verloren und war nach hinten gekippt, womit sie nicht nur mich und die Keksdose mitnahm, sondern auch den Weihnachtsbaum mit umriss. Schockiert starrten wir in das Chaos um uns herum. Überall lagen jetzt die selbstgebackenen Kekse von Lea und Tannennadeln rum. „Oh, oh.. das gibt Ärger wenn Lea-“ und da stand sie schon in der Tür. „Ich glaubs nicht!“ sagte diese fassungslos. Nine und ich sahen uns schuldbewusst an, und standen langsam auf, die Blicke auf den Boden gerichtet. „Da lässt man euch einmal fünf Minuten alleine um Lametta zu holen, dann richtet ihr ein einziges Chaos an!!“ Als ich von Nine, auf den Baum, wieder zu Nine und zu Lea sah, konnte ich mir ein kleines grinsen nicht verkneifen. Auch Nine grinste mit. Und schließlich auch Lea. „Mensch ihr seit zwei..“ kicherte sie. „Können wir dann aber mal schmücken?“
    „Gutän mooooooooorgääääääääääääääääääääääääään!!!“ schrie ich das ganze Haus am nächsten Tag, dem 24.12., wach. „Weihnachtäääääääääääääääääääääääääääääääääääään!!!“ brüllte ich weiter, bis eine total verpennte Lea den Kopf aus ihrem Zimmer streckte. „Samma…hackts?“ grinste sie dann. „Heute ist doch der Ausritt! Schon vergessen?“ fragte ich Lea ganz aufgekratzt. „Mist! Stimmt ja!!“ Und sie verschwand schon wieder in ihrem Zimmer. Ich hüpfte, eher stolperte ich die Treppe runter. Als ich auf den kalten Fliesen aufklatschte begrüßte mich Breezer mit einem verdutzten Blick. „Ähm.. ja..“ ich stand auf, tätschelte des Wauzi und ging dann weiter in die Küche. „Morgen!“ rief mir Nine entgegen. „Guten morgöön!!“ ich gab meiner Freundin einen Bussi und griff dann nach einem leckeren Kaffee. „Der Baum ist echt schön geworden, findste nich auch?“ ich nickte zustimmend. „Wann können wir denn los?“ fragte sie dann als sie auf die Uhr schaute. „Wenn Lea fertig ist!“ Ich sah aus dem Fenster. „Oooh ist das schön, der ganze Schnee!!“ Draußen vor dem kalten Fenster erstreckte sich eine wunderschöne, weiße Schneelandschaft. Nur die spuren derer, die früh unterwegs waren, zeichneten sich auf der gleichmäßig verteilten Masse ab.
    Nur eine halbe Stunde später waren wir auf dem Hof angekommen. Freudig sahen uns viele Mädels in Weihnachtslaune entgegen. Viel eilten in den Stall, denn wir waren trotz der schnellen und rasanten Fahrt ziemlich spät dran.
    “Hallo meine Kleine..“ begrüßte ich Jana flüchtig. „Heute geht’s raus! Freust du dich?“ fragte ich während ich ihr über putzte. Sie schnaubte zufrieden, als ich den Sattel und das Zaumzeug anlegte. Ein Martingal durfte natürlich auch nicht fehlen. Ich kramte dann auf meinem Rucksack das kleine Outfit zusammen, das ich extra aufgetrieben hatte. Wie die anderen auch, waren Jana und ich jetzt als Weihnachtsmann mit Elch verkleidet. Ich trug über meiner Jackenschicht einen roten Mantel, auf meiner Kappe war eine Weihnachtsmannmütze befestigt. Jana trug rote Gamaschen, mit Glocken, wo oben und unten etwas Watte war. Unter dem Sattel hatte er eine rote Decke, die nur über die Nieren ging, ebenfalls mit Watte an den Seiten. Die Zügel waren mit einem roten, wattigen Stoff umsäumt, ebenfalls waren kleine Glöckchen daran. Und hinter den Ohren entlockten ihr tatsächlich ein Stoffgeweih. Wieder mit kleinen Glöckchen. Jana schüttelte den Kopf und alles begann leise zu klirren. Wieder schnaubte sie. „Fertig?“ Sie nickte heftig mit dem Kopf, unter ständigem Geklingel der Glöckchen. Die anderen saßen schon auf ihren Pferden und warteten jetzt nur noch auf Ines, Kim und Chris, die, wie wir, auch etwas spät dran waren.

    Ich reihte mich neben Anne ein, die sich mit ihrem Kulan in ein prächtiges Weihnachtsgewandt umhüllt hatte. Wir redeten, als wir an weißen Feldern und schneebedeckten Häusern vorbei ritten. Schon bald aber verschwand die Häuserwand und das Straßengetümmel hinter uns und wir trabten in den Wald.
    Jana war nervös, denn wir waren mindestens 10 Leute, alle in der besten Stimmung. Die anderen Pferde sahen diesen Ausritt, wie jeden anderen auch, als wunderschön und entspannend. Jana aber fand alles wieder tierisch aufregend und schnaubte unwillkürlich oft unter mir. Ich beruhigte sie, sie nahm den Kopf ziemlich hoch und nickte immer wieder, die Glöckchen klirrten und ihre Schritte waren klein und abgehackt, sie war wieder viel zu nervös. Unsicher sah ich zu Anne, die sich nach mir umdrehte und lächelte. Ich lächelte zurück und lies Jana dann einfach etwas laufen. Ihre Hufe donnerten sicher auf dem harten Boden auf und sie machte große, raumgreifende und laute Tritte. Ich genoss es, denn es war das erste Mal dass auch Jana es genoss, im Gelände zu laufen, hinter den anderen! Wir parierten durch und ich wischte mir die Träne aus den Augenwinkeln, die mir der kühle Winterwind gebracht hatte. Langsam tanzten kleine Schneeflocken vom grauen Himmel und suchten sich ihren Weg zum Boden.Jana schäumte vor Aufregung und tänzelte wieder etwas.
    Auf den Tannen lag der frische Schnee ruhig und wartete nur darauf, von der einen oder anderen Schneeflocke gekitzelt zu werden, um sich auf unseren Helmen oder den starken Pferden unter uns niederzulassen. Es war herrlich, der frische Geruch, die Stille im Wald. Man hörte nur unser Gelächter, das Auffußen der Pferde und ihr gleichmäßiges Atmen. Fast wie die Stille vor dem Sturm, die Pferde hatten weißen Schaum vor dem Maul und ihre Schritte wurden allmählich schneller und federnder.
    “Was haltet ihr von einem kleinen Galopp? Der Weg hier ist nicht rutschig!“ fragte Bianca, die sich in ihrem Sattel umgedreht hatte und zu uns schaute. Ihr Hengst hatte die Ohren weit nach vorn gerichtet und wartete nur auf das Zeichen seiner Reiterin, endlich Gas geben zu können. Auch Dessis Flamenco überholte uns langsam im Schritt und Dessi verabschiedete sich scherzhaft von uns. „Du kriegst meine Geschenke, falls ihr mich nicht mehr lebendig vom Boden aufgekratzt bekommt!“ grinste sie Flo entgegen, deren Gladdys brav und gleichmäßig neben ihr her schritt. „Also, da vorne hinter der Kreuzung geht’s los! Ich hebe die Hand wenn wir durchparieren müssen, damit ihr noch genug Zeit habt und die Pferde nicht ausrutschen!“
    Mein Pferd rutschte nicht, jedoch mein Herz und zwar direkt in die Hose. Das letzte mal gab es einen kleinen Unfall mit Jana, ich hatte wirklich ein bisschen Angst das es wieder passierte. Ich fasste aus Reflex die Zügel viel zu kurz und hielt mich krampfhaft an ihr fest. Jana mochte den Druck im Maul nicht, blick prompt stehen und verdrehte die Augen, während der Kopf weit in die Höhe gestreckt war und ihre Beine überkreuzt die Orientierung verloren hatten. Ich wurde schon panisch, denn die anderen waren fast um die Ecke gebogen, als sich der Abstand von mir zu ihnen immer mehr vergrößerte. Jana wurde total nervös und stellte sich demonstrierend auf die Hinterbeine, die fest in den Schnee gerammt waren. „Talitha! Lass sie los! Vertrau ihr!!“ rief mir Leni von vorne zu, als sie meine sich aufbäumenden Stute sah. „Haltet mal kurz an!“ rief dann Jassi. Lenni trabte zu mir nach hinten. Serafina machte alles willig mit und so standen sie kurz darauf vor uns. „Hast du Angst?“ Ich nickte blass. „Wollen wir tauschen?“ Wieder nickte ich. Es tat mir leid, jedoch war das Trauma zu groß. Ich stieg mit zittrigen Knien ab und übergab Lenny meine kleine Stute. Diese schnaubte verwirrt und hob noch einmal den Kopf, dabei sperrte sie wieder das Maul auf und verdrehte die Augen. „Jetzt ist mal gut!“ Drohte ihr Lenni. „Hab dich doch nicht so. Mühsam kletterte ich auf Lennis liebe Stute und sortierte meine Bügel. Auch Lenni saß sicher im Sattel und Jana machte wieder kleine Anstalten zum Steigen. Doch Lenni reagierte gut, machte ihr Bein ran und ritt so gleich zu den anderen. Ich trieb die Stute und wir waren bei den anderen. „Alles klar?“ fragte Chris, die besorgt zu mir sah. Ich nickte. „Macht euch keine Sorgen, wir überleben das!“ sagte Dessi grinsend und klopfte mir auf die Schulter. „Na dann los!“ sagte Ines und wendete ihr Pferd, langsam aber sicher setzten sich alle anderen Tiere auch in Bewegung und trabten an. Lenni blieb direkt neben mir. „Lass sie schön locker, die ist ganz brav!“ sagte sie während wir noch trabten. „Galopp!“ hörte ich dann von vorne und die ersten Pferde ließen den Schnee unter ihren Hufen schon aufspritzen. „Los, du auch!“ rief Lenni, die mit meiner Kleinen ganz schön zu kämpfen hatte. Fina setzte sich in Gang und machte große taktreine Galoppsprünge. Ich freute mich, dieses sichere Gefühl zu haben und mich durch die Winterlandschaft tragen zu lassen. Jana blieb zurück und als ich es wagte mich umzudrehen, sah ich wie sie buckelnder Weise auf der Stelle blieb und Lenni ihr ein paar mal die Beine in den Bauch „rammte“. „Mensch du kleiner Mistbock, lauf doch einfach!“ Sie hatte die Zügel weit nach vorne gegeben und trieb energisch, dann setzte sie zu einem großen Galoppsprung an und sprintete endlich hinterher. Lenni hatte sich weit über den Hals des Rappen gebeugt und lies sie laufen. Bald schon hatten sie uns wieder erreicht und Lenny zwinkerte mir zu. Eine kurze Weile später hob Bianca die Hand, das Zeichen langsam durchzuparieren. „Brrrr, Fina, brrrrr…“ ich setzte mich in den Sattel und die Stute reagierte sofort und fiel in einen schwungvollen Trab. Auch die anderen Pferde wurden wieder langsamer. Das Klirren der Glocken schallte während der ganzen Zeit durch den Wald und man konnte meinen, der Weihnachtsmann persönlich war mit seinem Schlitten unterwegs. Ich strahlte, als wir wieder im Schritt waren und nach Hause zurück tockelten. Ich blieb allerdings auf Serafina und Lenny auf Jana, denn sie hatte mehr Erfahrung und nicht ganz so viel Angst auf ihr wie ich. Eigentlich hatte sie gar keine Angst, sie zeigte der Kleinen wo’s lang ging und sie war den Rest des Ausrittes wirklich artig. Nach etwa 1 ½ Stunden kamen wir wieder auf dem Hof an. Alle machten in Ruhe ihre Pferde fertig, machten ihn eine Decke rauf und rieben sie noch mit Stroh trocken, denn es war ganz schön kalt. Ich machte Jana fertig und setzte mich dann noch in ihre Box, sie sah mich enttäuscht an. „Tut mir leid…“ seufzte ich. „aber…wir holen das nach!“ versprach ich ihr und gab ihr einen Kuss auf ihre weiche Nase. Sie knabberte vorsichtig an meinem Jackenkragen und ihr warmer Atem kroch bis zu meinem Nacken. Ich kicherte denn ihre langen Tasthaare kitzelten. Noch ein kleines Küsschen auf die Schnute, dann machte ich die Decke ab und gab ihr noch ein Leckerlie zum Abschied. Dann verschloss ich die Boxentür hinter mir und verstaute meine Sachen. Zufrieden hakte ich mich bei Lenny ein, die in diesem Moment mit Lina und Trixi die Stallgasse entlang kam. Zusammen gingen wir dann ins ReStü, wo wir von Rosi mit HeiScho und leckeren Plätzchen erwartet wurden. Wir setzten uns alle an die Tische, Vali, Kim und Dessi verteilten ein paar Weihnachtsgeschenke und auch Lenny und Maria wurden ein paar Geschenke los. Alex und Ben waren auch mit Svea gekommen und setzten sich zu Dessi und Flo. Dani, Jake und Justin hatten sich auch zu uns bequemt, auch Marko, Tina, Sandra und Mark waren dabei. Eine richtig kleine Weihnachtsfeier, wir alle lachten wir immer viel und alberten nur rum. Lenny und Fey hatten mal wieder nichts anderes im Sinn als von Bam und natürlich Curt zu reden, Chris, Maria und Kim unterhielten sich angeregt über Eminem’s Karriere und der Rest hatte auch sehr aufschlussreiche Gesprächsthemen
    Bis etwa 14Uhr wurde gelacht und gealbert, dann wünschten wir uns allen Gegenseitig das schönste Weihnachtsfest überhaupt und schließlich wurde dann gegen 15Uhr das Hoftor geschlossen, während alle nach Hause zu ihren schönen Weihnachtsbäumen, der Zubereitung des leckeren Essens oder der warmen Badewanne fuhren, um sich auf die Bescherung, die am Abend folgte, festlich vorzubereiten.



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