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Re: Bericht
°*Cherry*° - 04.02.2007, 10:28Bericht
Die Tür fiel mit einem Krachen ins Schloss, dass die Angeln wackelten (TT, annö, wir sollen uns um ne neue Tür kümmern!) und schon stand Tobi im Wohnzimmer und warf mir ein fröhliches „Hi Babe!“ entgegen.
“Hallo Schatzi!“, sagte ich gut gelaunt und ließ mich, gütig wie ich bin, mit nem fetten Bussal begrüßen.
Tobi war für eine Woche weg gewesen und ich freute mich nun ehrlich, ihn wiederzusehen. „Na, hast du mich vermisst?“, fragte mein Teddybär.
“Nee, wie kommst du darauf?“, erwiderte ich todernst und knuffte ihn kichernd in die Seite, bevor ich nen Satz Richtung Sofa machte, weil er nach mir schnappte.
Lachend fand ich mich ne halbe Minute später in seinen Armen wieder und es folgte eine etwas längere Begrüßung.
“Süße, weißt du-„. TT brach ab, als sie uns sah, plazierte sich mit verschränkten Armen im Türrahmen und unterdrückte ein Grinsen. „Könnt ihr eure Liebesspielchen bitte woanders fortsetzen, ich will hier sauber machen!“, forderte sie uns auf.
“Und was wolltest du fragen?“, wollte ich wissen, während ich Tobi abwehrte, der TT wohl ignorierten wollte.
“Ööhm...“ TT kratzte sich am Kopf. „Ach ja. Ob du weißt, wo der Staubsauger ist!“
Tobi unterbrach seinen Ansturm auf meinen Mund und sah mit einem Grinsen auf. „Du denkst doch nicht im Ernst, dass meine Süße schon mal nen Staubsauger in der Hand gehabt hat geschweige den dass sie weiß, wie man ihn benutzt?!“
TT prustete los und ich wand mich mit eine „Haha, echt lustig!“ aus Tobis Armen, der nun im wahrstes Sinne des Wortes mit leeren Händen dastand und sofort einen Dackelblick aufsetzte.
“War nicht so gemeint!“, sagte er treuherzig und ich konnte nicht wiederstehen.
“Allerdings“, ich wandte mich an TT, die sich gerade die Lachtränen aus den Augen wischte. „...weiß ich wirklich nicht, wo der Stausauger ist!“
Tobi lachte in sich hinein und TT kicherte auch wieder los, bevor sie endlich ernst sein konnte.
“Dann frag ich mal Annö!“, meinte sie und lief hurtig aus dem Zimmer und „Annö!“ schreiend die Treppe rauf. Ihre Schritte wurden immer leiser, während sie da oben zu Annes Tür trampelte.
Tobi drückte mich und wir kuschelten noch ein bisschen.
Dann wurden die Schritte plötzlich wieder lauter. Tapp Tapp Tapp Tapp BUMM!
TT hatte sich den Kopf an der Tür gestoßen, die Tobi mit einem geschickten Fußtritt zugeschubst hatte. TT schaute noch mal rein und rieb sich den Kopf. „Aber das Zimmer müsst ihr trotzdem freimachen, los, macht die Fliege!“
Dann war sie wieder weg und hopste die Stiegen wieder hoch.
Ich schaute Tobi fragend an. „Ich muss sowieso wieder weg!“, seufzte er und ich guckte enttäuscht. „Wieso das denn, du bist doch gerade erst gekommen!“
“Am Abend bin ich nur für dich da, ich versprechs dir!“ Ted küsste mich auf die Stirn und verschwand ebenfalls. Ich hockte noch ein paar Minuten etwas down auf der Couch rum, bis Geräusche lauter wurden, die darauf hinwiesen, dass TT samt Staubsauger näher kam und da ich keine Lust hatte, mit einem Fußtritt vor die Tür gesetzt zu werden, stand ich lieber auf und verließ ebenfalls das Haus. Beim Putzen verstand TT keinen Spaß und der Staubsauger war sowieso immer auf ihrer Seite.
“Und was jetzt?“, fragte ich Sandra, die von einem Baum auf mich runterstarrte. Schließlich wandte sie sich ab und kletterte höher hinauf.
„Du hast Recht, Stall kann nicht falsch sein!“, sagte ich lächelnd und ging aus dem Garten und die Straße ein Stück entlang. Saukalt war es und meine Finger, die ich vorsorglich in meine Jackentaschen gesteckt hatte, froren trotzdem ein. Meinen warmen weichen Schal hatte ich auch vergessen. Steine vor mir herkickend wanderte ich Richtung Hof, als Autogebrumm zu hören war. Autostopp!, fuhr es mir durch den Kopf. Und schon zeigte mein Däumchen nach oben.
Ich hatte Glück, das näherkommende Auto schien mich zu sehen. Und offenbar war es von Windy und Lisa geentert worden, denn die beiden saßen drinnen, als das Auto freundlicherweise anhielt.
„Hey ho!“, rief Ginchen und schmatzte mir zwei Bussis auf die Wangen. Windy konzentrierte sich lieber auf die glatte Fahrbahn und presste nur ein gestresstes „Hi!“ heraus. „Was denn mit ihr los?“, fragte ich erstaunt Lisa die am Beifahrersitz saß und sich nun grinsend umdrehte. „Schau mal nach links!“
Das machte ich. Draußen zog die Landschaft vorbei, weiße Felder, ein paar Autos, schneebedeckte Wälder...
„Links neben dir!!“
Ich senkte meinen Blick und schaute genau in zwei neugierige Babyaugen. „Ich wusste gar nicht, dass ihr Mona mit habt, wollte nicht Ben heute auf sie schauen?“, sagte ich überrascht, während ich die Kleine begrüßte. Mona verzog ihren Mund zu einem Lachen.
„Du wusstest auch nicht, dass wir dich von der Straße einsammeln!“, sagte Windy langsam und wich einer Eisplatte aus. „Und ja, Ben wollte auf sie schauen, aber wie du siehst, hat er zuwenig Zeit!“
Ich wechselte einen Blick mit Lisa. „Wenn du magst, kann ich auch mal auf sie aufpassen, ist kein Problem!“
Windy schenkte mir im Rückspiegel ein Lächeln. „Danke, ich sag dir Bescheid, wenn ich dich brauche!“
Und schon waren wir beim Hof. Lisa hüpfte „Last Christmas“ singend aus dem Auto und ich schaute Windy zu, die ihr Töchterchen ins Stüberl trug und sich dort erstmal zum Stillen auf die Couch fallen ließ.
Ich verschwand wieder nach draußen und machte mich auf den Weg zum Putzplatz. „Na, wie findest den Schnee?“, ertönte es hinter mir. Ich drehte mich um. KLATSCH!
„Duuu!“, sagte ich erschrocken und rieb mir den Schnee aus dem Gesicht. „Das kriegst du zurück!“ Lachend rannte ich Vali nach, die quietschend Haken schlug, um mir zu entgehen. Was natürlich nur Energie kostete, denn schlussendlich saßen wir beide gleich nass und mit roten Gesichtern im Schnee und lachten wir blöde.
„Ins Stüberl?“, schlug Vali vor und ich folgte ihr nur zu gern zu den Heizungen im guten alten warmen Stüberl zur guten alten netten Rosi, die uns gleich mal eine gute alte Heiße Schockolade brachte, während wir zittern und in eine Decke gewickelt an die Heizung gelehnt dasaßen.
Windy grinste von der Couch aus rüber und streckte einen Daumen nach oben Ich reckte den Hals. „Schläft sie?“, fragte ich im Flüsterton. Windy nickte begeistert und Vali rappelte sich hoch, um sich die schlafende Maus anzusehen.
Als ich wieder halbwegs trocken war, beschloss ich, reiten zu gehen, die Entscheidung war meistens richtig.
Jana stand in seiner ganzen Pracht und seiner neuen Bordaux gefütterten Winterdecke auf der Koppel und schaute mir neugierig entgegen, als ich auf sie zuging. Mit kalten Fingern hakte ich den Strick ein und führte Jana bibbernd zum Putzplatz. Dort ließ ich ihn erstmal stehen und holte gleich mal die Putzkiste und meine Handschuhe, um das Putzen mit lebenden Fingern zu überstehen.
Düdeldüdeldüüü!“ Mein Handy klingelte seine fröhliche Melodie und Jana warf erschrocken den Kopf hoch. „Ach was, du hast doch schon fast geschlafen, gibs zu!“, sagte ich grinsend und holt mein Handy hervor. „Schatz Handy“, war auf dem Display zu lesen.
„Tobi?“, rief ich ins Handy.
„Ja, hi Süße!“, klang seine süße Stimme aus dem Handy.
„Bin grad in der Stadt einkaufen, wollen wir es uns heut gemütlich machen, bisschen fernsehen und ein paar Chips knabbern?“
Oooh, was für ein Vorschlag! Ich nickte dem Handy begeistert zu.
„Na, ich weiß nicht...“, sagte ich trotzdem, und verbiss mir ein Grinsen. Spannungsekunde... “Spaß, klar machen wir das, bringst du Knabberzeug mit?“
„Mach ich!“
„Okay, dann bis-“
„Süüüße...?“
„Was??“, fragte ich alarmiert. „Wenn du schon wieder einen Passanten mit dem Fahrrad niedergefahren hast, diesmal werde ich nicht mit so nem fetten alten Typen flirten, um dir ne anzeige zu ersparen!“
Tobi lachte. „Soll ich? Da kommt grad so einer mit Glatze und-“
„Tobi!!“
„Ist ja gut. Ich wollte dir nur sagen wie sehr ich dich liebe.“
„Okay, bye, ich liebe dich auch!“ Ich legte auf und widmete mich wieder Jana, die bereits angefangen hatte, den Strick zu beknabbern.
„Tor frei?“, rief ich eine halbe Stunde später in die fast leere Reithalle. Von einer von mir nicht einzusehenden Ecke ertönte ein „Frei!“ und ich betrat die Halle und guckte neugierig, wer da war. Da hatten wir mal Ines und ihren süßen Brandy, außerdem Lea auf Twilight, die gerade höchst konzentriert am Zirkel galoppierte und erst ein überraschtes „Hallo, du auch hier?“ für mich übrig hatte, als ich bereits mit dem Wamreiten fertig war und bereits trabte.
Nach meinem ersten Galopp heute, der super klappte, weil Jana echt toll mitarbeitete (der war wohl auch kalt ^^), kam auch noch Chrissie mit Para in die Halle, was Brandy in ärgeren Stress versetzte, weil Ines es einfach zu gut organisierte, das er nicht mal in die Nähe der hübschen Stute kam.
Ich arbeitete heute nicht lange, nur ca. eine halbe Stunde. Lea war schon abgehauen, Ines ritt wie ich gerade ab und Chrissie übte einfache Galoppwechsel. Para hatte heute wohl keinen so guten Tag, immer wieder schreckte sie sich vor irgendwas und die arme Chrissie konnte die Konzentration von Neuem aufbauen. Aber Chrissie hielt tapfer durch, auch wenn ihr Kopf mit jedem Galoppsprung röter wurde.
Ines und ich hätten fast auf unsere Pferde vergessen, so aufmerksam beobachteten wir Chrissie. Erst als es einen Ruck gab und wir verdutzt aufschauten und merkten, dass unsere Pferdis doch glatt im Halbschlaf zusammengestoßen waren, rissen wir uns zusammen und führten die Hottas zum Putzplatz.
„Na, und was hast du heute noch vor?“, fragte Ines, während wir nebeneinander durch den Schnee zu den Weiden stapften. Jana und Brandy trotteten in ihren Decken neben uns und schienen recht zufrieden zu sein.
„Videoabend mit Tobi!“, gab ich bereitwillig Auskunft und lächelte beim Gedanken daran. „Wow, viel Spaß! Dagegen wird mein Abend ja richtig langweilig!“, sagte Ines grinsend.
„Was machst du denn?“, fragte ich interessiert.
„Babysittng, damit Windy und Ben auch mal wieder weggehen können!“, meine Ines.
Rührend, wie sich sämtliche Gestüt Alter-Wald Mitglieder zur Verfügung stellten!
Wir brachten Brandy und Jana auf ihre Weiden und setzten uns dann wieder in Stüberl zu einigen anderen.
„Ice Age...oder Sweet Home Alabama....oder doch Herr der Ringe?“ Grübelnd stand ich vor dem Videoregal und ließ meinen Blick über die Titel schweifen, als Annö vorbeikam. „Na, schon wieder vom Spazierengehen zurück?“, fragte ich. Annö nickte zitternd. „Schweinekalt draußen und die Hunde waren sowieso unmotiviert und haben nur Blödsinn gemacht!“, antwortete sie. „Und was machst du so?“
Ich strecke ihr die drei Videos unter die Nase. „Welches?“
Annö guckte drauf. „Ice Age, eindeutig!“, sagte sie fachmännisch und ich nickte zustimmend und verräumte die anderen wieder.
„Wo sind die Hunde? Liegen sie im Wohnzimmer?“, fragte ich.
Annö überlegte kurz. „Jep, ich glaube!“
„Da wird TT sich freuen!“, sagte ich grinsend.
„Wieso wollte sie heute eigentlich den Staubsaug...oh Gott! *aus dem zimmer renn* Jessie, Charleen, hierher, runter vom Teppich! Runter! Oh je...“
Ich kicherte in mich hinein und wanderte rüber in die Küche, um ein paar Häppchen für Tobi und mich herzurichten. TT pennte bei Ines, sie konnte sich nicht von Mona losreißen. Und Annö hatte ein Date! „Mit wem triffst du dich nochmal?“, rief ich ins Wohnzimmer, wo Anne ächzte und mit einem Fetzen am Teppich herumwerkte.
„Er heißt Kevin und nein, du kennst ihn nicht, zum sechsten Mal heute!“, brüllte sie zurück.
„War ja nur ne Frage!“, sagte ich grinsend. Ich wusste eben, mit was man Anne auf die Palme brachte.
Trr, trr. Aha, die Türglocke. Ich raste zur Tür und öffnete sie. „Hallo Schatz!“, begrüßte mich mein Boyfriend und nahm mich in die Arme. Dann schlenderte wir zusammen zu Annö. „Sag mal, wann musst du denn los?“, fragte ich so ganz nebenbei. Sie schaute auf und nickte Ted zu. „Sag gleich, wenn du mich loswerden willst!“, sagte sie dann lächelnd und warf einen Blick auf die Uhr. „In ner halben Stunde treff ich ihn....in ner halben Stunde???“
Und schon war sie weg und versuchte sich im Rekordschminken.
Als sie fertig war, standen wir in der Küche und stachen Spieße durch Oliven und Käsestückchen.
„Ich geh jetzt...was ist denn da in der Schüssel?“ Annchen reckte den Hals. „Nimm dir nur!“, grinste ich und Annö grapschte sich ne Handvoll Chips und machte nen Abflug. „Tschüüss, schönen Abend, warte nicht auf mich!“, schrie sie noch und düste dann endgültig davon. Schon startete der Motor ihres Autos und wir waren endlich allein.
„Und, was hast du ausgesucht?“, fragte Tobi und stellte sich neben mich.
„Anne hat gemeint, Ice Age...“, fing ich an, wurde jedoch von Tobi unterbrochen, der mich erstmal küsste.
War wie immer wunderschön und es hätte ewig so weitergehen können...allerdings erinnerte ich ihn daran das wir Ice Age gucken wollten und dabei noch genug kuscheln könnten.
„Oke“sagte Tobi und schmiss die Dvd in den Player und schaltete ihn an. Schnell warf er sich wieder auf die Couch zu mir und begann mich mit Häppchen zu füttern.
Und so klang der Abend aus...
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