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Re: Piranhas
Starbuck77 - 31.01.2007, 20:27Piranhas
Systematik
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Überordnung: Ostariophysi
Ordnung: Salmlerartige (Characiformes)
Familie: Salmler (Characidae)
Unterfamilie: Sägesalmler (Serrasalminae)
Gattung: Piranhas
Wissenschaftlicher Name
Pygocentrus
Arten
Schwarzer Piranha (P. piraya)
Getüpfelter Piranha (P. cariba)
Gestreifter Piranha (P. streita)
Roter Piranha (P. nattereri)
Zu den Piranhas [piˈranja] (Pygocentrus) (portugiesisch, aus Tupi) werden im engeren Sinne drei südamerikanische Fischarten aus der Familie der Salmler (Characidae) und der Unterfamilie der Sägesalmler (Serrasalminae) zusammengefasst. Es handelt sich um räuberische Fische, die in den tropischen Süßgewässern des südamerikanischen Kontinents vorkommen. Im weiteren Sinne zählt man noch einige weitere Fische dazu, insbesondere die Pirayas (Serrasalmus) und Fische der Gattungen Pristobrycon und Pygopristis. Diese werden aber zur Abgrenzung besser als Pirambebas bezeichnet.
Piranhas sind hochrückige, seitlich stark abgeflachte Schwarmfische mit sehr scharfen Zähnen.
Piranhas besitzen auch ein ausgeprägtes Schwarmverhalten, bei Einzeltieren konnten Panikreaktionen und Stress nachgewiesen werden, während Piranhas in der Gruppe diese Phänomene auch bei der Nähe eines Feindes in einem geringeren Maße zeigen.
Die Lebenserwartung der Piranhas beträgt etwa 15 Jahre. Allerdings können im Aquarium gehaltene Piranhas sogar über 30 Jahre alt werden.
Jagd [Bearbeiten]
Gruppe von Piranhas, Zoo von Antwerpen
Sie jagen vor allem Fische, greifen aber, besonders bei dichter Besiedlung, auch größere Wirbeltiere an. Besonders blutende und zappelnde Tiere passen in das Beuteschema der Piranhas und locken diese an. In ihrer Heimat übernehmen sie in gewissem Maße die Rolle der "Gesundheitspolizei". Somit erfüllen die Piranhas eine wichtige Funktion zugunsten des ökologischen Gleichgewichtes, weil durch das Vertilgen von Tierkadaver gefährliche Epidemien verhindert werden. Dabei ist das Aggressionsverhalten der Tiere berüchtigt, es ist bei allen drei Arten sehr ausgeprägt. Als natürliche Feinde der Piranhas zählen Kaimane, große Raubfische, Riesenotter oder, für ein verletztes Tier, eben auch ihre eigenen Artgenossen.
Besonderheiten [Bearbeiten]
Eine besondere Eigenschaft der Piranhas ist ihre extrem schnelle Wundheilung. Diese ist für die Piranhas besonders vorteilhaft, da sie sich oft gegenseitig verletzen, wenn sie über Beute herfallen. Auch angebissene Schwanz- und Rückenflossen wachsen innerhalb kurzer Zeit wieder vollständig nach. Um einer Verschleppung in einheimische Gewässer vorzubeugen ist die Haltung des Piranhas in den USA verboten. Im Gegensatz zu den USA wird der Piranha in Südamerika sehr verehrt (s.unten) und liebevoll Carabito oder Caribe genannt, was so viel wie Kannibale bedeutet.
Diverses [Bearbeiten]
Die Gefährlichkeit der Piranhas für den Menschen ist sehr umstritten und keineswegs erwiesen. Die einheimischen Indianer Südamerikas baden bedenkenlos in Gewässern, in denen auch Piranhas vorkommen.
Bei verschiedenen südamerikanischen Ureinwohnern ist der Piranha ein begehrter Speisefisch. Ein Brauch einiger einheimischer Indianerstämme besteht darin, nur die Skelette der Toten zu begraben. Dazu werden die Verstorbenen für kurze Zeit an einem Seil ins Wasser gehängt, um als Aasfutter für die Piranhas zu dienen.
Die meisten Arten der Sägesalmler sind sehr aggressiv. Piranhas ernähren sich grundsätzlich von Fisch und Krustentieren. Im Amazonasgebiet gibt es Trockenphasen, die zur Austrocknung von Bachbetten führen und diese in stehende Gewässer verwandeln. Das Nahrungsangebot und die Wasserqualität nehmen in dieser Phase ab. Somit wird ein Piranha zum Aasfresser, oder sogar zum Kannibalen. Er frisst jetzt auch Fleisch von wechselwarmen Tieren, welches im Regelfall nicht auf dem Speiseplan steht. Gesunde Tiere werden jedoch nicht angegriffen, falls doch können sich diese wehren, oder die Flucht ergreifen. Nur alte und kranke Tiere fallen den Piranhas zum Opfer. Vereinzelt sind schon Menschen angegriffen worden, wobei es meist bei kleineren Bisswunden geblieben ist, was mit der Jagdtaktik von Piranhas zu tun hat. Der Piranha fixiert zuerst die Beute, schießt dann auf sie zu und beißt zu. Anschließend kommt die Rüttelbewegung (wie bei Haien) um das Fleischstück zu lösen. Zum Schluss entfernt er sich von der Beute und schluckt. Wenn man sich dies jetzt mit einem Schwarm von mehr als 100 Fischen vorstellt, sieht man wie effektiv diese Art der Jagd ist. Zudem greifen Piranhas die Beute immer von hinten an, niemals jedoch von vorne. Größere Tiere können sich dagegen wehren und flüchten. Deshalb halten Piranhas gebührenden Abstand zu Menschen und auch zu manchen Tieren. Es wurde auch beobachtet, dass Piranhas kranke Fische den gesunden vorziehen. Was ihm auch den Ruf der Gesundheitspolizei im Amazonas eingebracht hat. Piranhas sind auch sehr resistent gegenüber Krankheiten, so dass sie problemlos kranke Tiere vertilgen können.
Aquarianer, die sich Piranhas halten, können ohne Probleme mit der Hand ins Becken greifen und dort sauber machen, das reizt die Fische überhaupt nicht - im Gegenteil, sie ziehen sich dann in hintere Ecken des Beckens zurück. Die Piranhas sollten dabei aber immer im Auge behalten werden. Das meiste, was es über Piranhas zu hören gibt, sind Übertreibungen oder komplett aus dem Zusammenhang gerissene Erzählungen. Jeder andere Fisch (z. B. der Barsch) würde auch beißen, wenn er sich bedroht fühlt, allerdings mit dem Unterschied, dass die Piranhas sehr scharfe Zähne haben. Grundlegend ist durch den Film Piranha ein komplett falsches Bild von diesem Tier entstanden! Wer sich mit Piranhas beschäftigt wird schnell merken, dass dieser Fisch ein ganz anderes Wesen besitzt.
Haltung im Aquarium [Bearbeiten]
Die Lebenserwartung durch Haltung im Aquarium beträgt 15 bis 30 Jahre. Der Fisch sollte in einer Gruppe von mindestens 6 Fischen gehalten werden. Piranhas jagen in Gruppen, haben an sich aber nichts mit einem "klassischen Schwarmfisch" gemein. Die Fische verbringen die meiste Zeit mit gebührendem Abstand zueinender, " stehend" im Aquarium. Die Größe des Aquariums sollte mindestens 400 Liter betragen wobei die Kantenlänge eine wichtige Rolle spielt. (Lang und tief sollte das Becken sein). Das Aquarium sollte stark bepflanzt sein und viele Versteckmöglichkeiten bieten, da die Tiere sehr schreckhaft sind. Eine geeignete "Platzwahl" des Aquariums sollte auch getroffen werden um zusätzlichen Stress der Tiere durch vorbeilaufenden Menschen etc. zu vermeiden. Wenn man sich Piranhas zulegen möchte sollte man sich diese als Jungfische kaufen. Es hat den Vorteil das man den Piranha mit anderen Arten wie zum Beispiel einem Schilderwelz (Hypostomus punctatus) oder Gemalter Panzerwelz bzw. Schwielenwelz (Hoplosternum thoracatum) vergesellschaftet kann. Da die Piranhas mit diesen aufwachsen, werden die Mitbewohner ignoriert.
Filter: Durch die Fressgewohnheiten der Zöglinge ist der Verschmutzungsgrad des Wassers teils sehr hoch (Schwebstoffe und Schadstoffe). Es sollte immer für ausreichende Filterung gesorgt werden. Ein Filter reicht meist nicht aus um die Wasserwerte konstant zu halten. Bei der Anschaffung sollte dies immer berücksichtigt werden. Ein UVC- Klärer ist auch eine gute Investition.
Licht: Die Standard-Beleuchtung in einem Aquarium sollte ausreichen, da Piranhas keine lichtliebende Fische sind (siehe Wasserpflanzen).
Piranhabecken sollten grundsätzlich immer nur mit einer Gattung besetzt werden. Piranhas sind keine Anfänger-Fische und sollten nur von erfahrenen Aquarianern gepflegt werden. Piranhas verzeihen viel, aber nicht alles. Piranhas sind sehr anspruchsvoll und erwarten viel Aufmerksamkeit von ihrem Pfleger. In einen bestehenden Piranha-Schwarm sollten keine neuen Piranhas eingebracht werden. Piranhas sind auch keine sehr aktive Fische. Sie sind sehr ruhig und stehen die meiste Zeit an der selben Stelle.
Wasserpflanzen: Geeignete Wasserpflanzen sind Javafarn "Microsorum pteropus", Hammerschlag-Wasserkelch "Cryptocoryne usteriana", Westafrikanisches Speerblatt "Anubias barteri", Thailand-Wasserlilie "Crinum thaianum" und die gewöhnliche Wasserschraube "Vallisneria spiralis", sowie verschiedene Echinodrusarten. Es sollten immer Schwimmpflanzen eingesetzt werden (Muschelblumen, Wasserlinsen, Entengrütze) etc.) da Piranhas kein direktes Licht mögen. Das wiederum beeinträchtigt das Wachstum der anderen Pflanzen. Deshalb sollten robuste Pflanzen wie Anubias und andere Arten eingebracht werden.
Wassertemperatur: 22 °C bis 28 °C (25 °C ist ideal, da bei höheren Temperaturen der Stoffwechsel zunimmt) PH-Wert: (kommt auf die Gattung an, und sollte beim Fachhändler erfragt werden)
Futter: Zu Anfang tiefgefrorene Artemia, Cyclops, lebende Schwarze Mückenlarven. Später nur noch tiefgefrorenes Rotauge, Lebendfutter in Form von Regenwürmern und kleinen Fischen, Meeresfrüchte, kleine ganze Fische (bis 10cm). Es kann auch Seelachs und ähnliches gefüttert werden, aber nur Wildfang, keinen Zuchtfisch. Ab und zu kann auch Herz gefüttert werden (Schweineherz, Rinderherz). Die Hauptnahrung sollte aber immer bei Fisch und Krustentieren liegen. Piranhas können sich auch überfressen, das heißt sie fressen weiter obwohl sie keinen Hunger mehr haben. Deshalb öfters mal eine Futterpause einlegen und immer nur kleinere Mengen füttern.
Literatur [Bearbeiten]
Gonella, Hans Faszination Piranha, Bede-verlag, 1995`
Dr. Wolfgang Schulte Piranhas, Landbuch Verlag, 1995
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