Noch ein Gästezimmer...!

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    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Richard Concord - 30.01.2007, 23:32

    Noch ein Gästezimmer...!
    Das Gästezimmer, in welchem sich Gäste, die sich mit ihrem Ehepartner zerstritten haben, von eben jenem Streit erholen können...!



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 05.02.2007, 15:01


    pp: Korridore

    Lara drückte die Klinke zu dem Raum hinunter, in den zu gehen sie Richard freundlicherweise angewiesen hatte.
    Sie ließ den Korridor hinter sich, trat ein, und ließ die Türe wieder hinter sich zufallen.
    Kraftlos lehnte sie innen an der Türe, hielt die Augen geschlossen, nur um sie dann zu öffnen, und in die Leere zu starren, während sie sich noch einmal vor Augen führte, was an diesem Tag alles geschehen war.
    SIE hatte sich Sorgen um Frederick gemacht, weil er sich immerzu in seinem Arbeitszimmer eingeschlossen hatte, und sie ihn kaum zu Gesicht bekommen hatte.
    Und wenn er sie dann doch einmal mit seiner Gesellschaft beehrte, dann sah er schlecht aus, und sprach kaum.
    Lara hatte gedacht, dass sich das ändern würde, wenn erst einmal alle Probleme gelöst waren.
    Wenn Frederick sah, dass es Andrew an nichts fehlte.
    Wenn die beiden sich ausgesprochen hätte.
    Aber sie hatte sich gewaltig geirrt.
    Ihre Ankunft kam ihr wieder in den Sinn, als Frederick und Richard sich gestritten hatten, wie Lara es noch nie erlebt hatte, und sie eine Kälte an ihrem Mann entdeckt hatte, die sie bislang nicht gekannt hatte.
    Aber dennoch war Lara an seiner Seite gewesen – auf seiner Seite.
    Dann war das Gespräch im Salon gekommen.
    Und dort hatte Lara zum ersten Mal geglaubt, Frederick würde sich verschließen.
    Und sie hatte begriffen, dass sie ihm nicht helfen konnte, bei dem, was er glaubte, tun zu müssen, oder auch nicht tun zu müssen.
    Sie wusste nicht, was alles zwischen den drei Männern vorgefallen war, und sie wollte es auch gar nicht wissen.
    Aber im Esszimmer hatte sie beinahe geglaubt, alles könnte wieder annähernd so werden, wie es einmal war.
    Bis Andrew erneut durchgedreht war.
    Lara hatte bemerkt, wie Frederick sich verspannt hatte, wusste, dass es für ihn ein Dejavu Erlebnis gewesen sein musste, und dass das Vertrauen, welches Andrew gerade noch zu schaffen im Begriff gewesen war, wieder ausgelöscht wurde, wie eine Kerze, über die man ein Glas stülpte.

    Langsam löste sich die junge Frau von der Türe ab.
    Warum hatte sie geglaubt, eingreifen zu müssen? Achja, richtig! Weil ihr Andrew leid getan hatte. Und weil sie gedacht hatte, Frederick und ihn wieder zusammenbringen zu können, wenn sie Fredericks Bedenken ersteinmal beiseite räumte.
    Sie kannte ihren Mann, und konnte sich vorstellen, was in ihm vorging.
    Das zumindest hatte sie gedacht.
    Die Kälte allerdings, die er selbst ihr entgegengebracht hatte, ließ sie noch immer erschaudern und an allem, was sie bislang zu wissen geglaubt hatte, zweifeln.
    „Frederick.“ Flüsterte sie leise und ihre Stimme hatte einen traurigen Tonfall angenommen.
    Lara weinte nicht, obwohl ihre Lippen bebten.
    Langsam setzte sie ihren Fuß in das Zimmer, ging tiefer hinein.
    Es war ein erstaunlich schönes Zimmer.
    Zwar waren die Vorhänge mit dunkelrotem Samt verhangen, wie man es von Richard kannte, aber die dämonischen Fratzen an den dunklen Möbeln fehlten ebenso wie die makaberen Wandgemälde.
    Man konnte sich tatsächlich fast sicher fühlen.
    Ein flüchtiges Lächeln glitt über ihre Lippen, als sie die einzelne schwarze Rose in der durchsichtigen Vase auf dem kleinen Beistelltisch entdeckte.
    Der Mann hatte durchaus Sinn für Ästhetik, auch wenn er sich immer bemühte, alle anderen das Gegenteil glauben zu lassen!
    Sie schritt das Zimmer einmal ab, entdeckte zu ihrer eigenen Überraschung sogar ein Foto auf dem Kamin und betrachtete es genauer.
    Es zeigte drei Menschen. Einen Mann, eine Frau, und ein Kind.
    Lara runzelte die Stirn. Die Frau stand ein wenig abseits, das Kind in der Nähe des Mannes, und das Lächeln der beiden Erwachsenen wirkte irgendwie aufgesetzt.
    Alle drei trugen sie schwarz, was ungewöhnlich war, weil es beinahe so wirkte, als kämen sie von einer Beerdigung, und auch das finstere Lächeln des Mannes passte zu dieser Vorstellung.
    Lara seufzte leise. Sie kannte die Menschen nicht, auch wenn es ihr schien, als hätte sie dieses finstere Lächeln schon einmal irgendwo gesehen.
    Sie erstarrte, und wandte ihren Blick erneut auf den Jungen, der bei dem Mann stand.
    Er war schmal, und blass, was durch das dunkle Haar noch mehr kontrastiert wurde.
    Seine Augen allerdings waren ebenfalls hell, und hatten etwas bestechendes an sich.
    Sie betrachtete das Bild einige Zeit stumm, bis ihr bewusst wurde, was genau sie sich da ansah.
    Schnell stellte sie es zurück, als sie begriff, dass die Fotographie Richard zeigte, und dass die beiden Erwachsenen an seiner Seite seine Eltern sein mussten.
    Lara hatte sich nie viele Gedanken über Richards Vergangenheit gemacht, und auch nicht darüber, dass selbst ein Mensch wie er Familie haben musste, und sie war verblüfft darüber, dass es tatsächlich Bilder gab, zumal der Mann niemals über die Vergangenheit sprach.
    Irgendwie fühlte es sich so an, als habe sie etwas gesehen, das nicht für sie bestimmt war – aber Richard hatte ihr doch dieses Zimmer zugewiesen!
    Lara ließ sich erschöpft auf das Bett sinken, und barg das Gesicht in ihren Händen.
    Frederick beschäftigte sie noch immer, zumal sie nicht wusste, wie es weitergehen würde.
    Er hatte sie verletzt, und sie so behandelt, wie er ihr geschworen hatte, sie niemals zu behandeln.
    Eigenartigerweise half ihr das dabei, Frederick zu verstehen.
    Es war die Frage, die er sich hinsichtlich Andrew stellte.
    ‚Was, wenn es wieder geschah?’
    Lara schüttelte leicht den Kopf.
    Sie würde Frederick verzeihen können, das wusste sie, weil sie ihn liebte.
    So lange sie nur wusste, dass er sie ebenso liebte.
    Und solange es diese Liebe war, die sie auch weiterhin verbinden würde.
    Sich wegzuschließen vor dem Leben und vor dem Schmerz, den es mit sich brachte, war keine gute Lösung.
    Lara hatte sich nie versteckt, und nun würde sie nicht damit anfangen.
    Sie brauchte nur ein wenig Zeit für sich, um sich zu sammeln, um stark genug für sie beide zu sein, wenn sie ihrem Mann wieder gegenübertrat.
    Sie wischte sich eine Haarsträhne zur Seite und erhob sich erneut.
    Im Kamin entfachte sie ein Feuer, wobei sie geflissentlich vermied, sich die Photographie noch einmal genauer anzusehen, und schließlich trat sie an das Hohe Fenster, um hinauszusehen.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 07.02.2007, 23:03


    pp: Leas Gastunterkunft

    Verwirrt blickte Frederick der jungen Frau hinterher und schüttelte dann verständnislos den Kopf. Es sah so aus, als würde er heute jedes weibliche Geschöpf in diesem Haus in die Flucht schlagen.
    Kein gutes Zeichen für das kommende Gespräch.

    Frederick schloss die Tür des Gästezimmers, da Lea es in der Eile verabsäumt hatte, das zu tun. Dann wandte er sich der Tür daneben zu. Langsam ging er darauf zu und hob dann die Hand, um anzuklopfen, doch kurz bevor er das dunkle Holz berühren konnte, hielt er in der Bewegung inne.

    Er wollte eine Aussöhnung, doch gleichzeitig erwachten wieder die Zweifel in ihm. Was wenn Lara ihn gar nicht sehen wollte?
    Das würde ihm das Herz brechen, das wusste er.

    Die Situation war ihm zu unangenehm, als das er einfach den Raum betreten hätte.
    Ein langer Moment verstrich. Dann klopfte er an und wartete.
    Als jedoch keine Antwort darauf zurückkam, versuchte es Frederick ein weiteres Mal.

    „Darf ich reinkommen, Lara?“



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 07.02.2007, 23:52


    Lara hörte das leise, zögerliche Klopfen an ihrer Türe, und schrak zusammen.
    Kein Wort kam über ihre Lippen, während sie wartete.
    Einfach nur wartete.
    Wartete, dass das Klopfen wegging.

    Dann eine Stimme.
    Fredericks Stimme.
    Und sie klang traurig und sanft. Unendlich traurig.
    Wie konnte sie nein sagen und ihn fortschicken?

    Auch wenn sie ihn eigentlich nicht sehen wollte, besaß sie diese Kälte nicht, ihn abzuweisen.
    Nicht so.
    Schweigend erhob sie sich, und ihr Kleid raschelte leise, als sie sich mit anmutigen Bewegungen zur Türe bewegte.
    Ihre schlanke Hand legte sich auf den kühlen Knauf, und Lara atmete tief durch, nahm sich zusammen, öffnete sie, und trat zurück.
    Sie warf Frederick einen kurzen, knappen Blick zu, begegnete seinen Augen, hielt ihnen stand, und wandte sich dann um, um wieder tiefer in den Raum hinein zu gehen.
    An dem großen Fenster angekommen hielt sie ein, schob den schweren dunkelroten Samtvorhang zur Seite, und sah stumm hinaus, während sie wartete.
    Einfach nur wartete.
    Ohne Forderungen zu stellen.
    Ohne Erwartungen zu hegen.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 08.02.2007, 10:07


    Lange Zeit herrschte Stille zwischen den beiden. Frederick schloss die Tür hinter sich und blieb dann auch dort stehen, während er sich kurz im Zimmer umsah und dann den Blick wieder auf Lara richtete.
    Er konnte sich nicht daran erinnern, jemals so abweisend von ihr behandelt worden zu sein, doch glaubte er, dass er es dieses Mal sogar verdient hatte.

    Die Worte, nach denen er schon die ganze Zeit über gesucht hatte, fielen ihm auch jetzt nicht ein.
    Frederick war niemals ein guter Redner gewesen. Das Einzige das er gut beherrschte war das Fragen stellen, was für ihn beruflich von großem Vorteil war.
    Auch Entschuldigungen fielen ihm nicht schwer, doch dieses Mal war es anders. Dieses Mal waren zu viele Emotionen damit verbunden, die es Frederick sehr schwer machten, das Wort zu ergreifen.

    „Ich möchte mich für mein Verhalten entschuldigen, Lara.“ sagte Frederick und seine Stimme klang eine Spur sachlicher als sonst, so als wäre er in einer beruflichen Angelegenheit unterwegs. „Ich habe etwas überreagiert und ich weiß, dass ich dir damit unrecht getan habe.“



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 08.02.2007, 14:07


    Lara wandte sich langsam zu ihm um, und sah ihn stumm an.
    Er klang ihr fremd, als er sprach, so unendlich fern, und sie hatte das Gefühl, als würde die Kälte erneut zwischen ihnen beiden hochkriechen.
    Diese Kälte, die zu bekämpfen sie sich entschlossen hatte.
    "Frederick." Sagte sie schließlich langsam, vorsichtig.
    "Du... du weißt, dass ich dich liebe. Ohne Vorbehalte." Sie sah ihn an und ihre blauen Augen schienen blasser als gewöhnlich.
    Und zwar nur dich.
    "Und... alles was ich will, ist dir zu helfen." Sie sah traurig aus.
    "Ich sehe wie das alles an dir frisst, und ich sehe, wie es dich kaputt macht. Und ich versuche mit allem was ich kann, und mit allem was ich bin, das zu ändern."
    Sie schlang die Hände um ihren Oberkörper.
    "Aber du glaubst, ich würde dich angreifen."
    Und du lässt mir die gleiche Behandlung zu Teil werden, wie du sie einer Lea Rubensteil zu teil lassen würdest, hätte sie an meiner Stelle gestanden.
    Bin ich nicht mehr?



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 08.02.2007, 18:04


    „Nein, das glaube ich nicht.“ widersprach Frederick ihr und sein Blick wurde sehr ernst, als er sie betrachtete.
    Er hatte seiner Frau mit diesem Verhalten gezeigt, dass sie ihn nicht so gut kannte, wie zunächst angenommen.
    Es musste eine böse Erkenntnis für Lara gewesen sein, doch Frederick war selbst von seiner eigenen Reaktion überrascht.
    Anders als seine Frau, glaubte der Inspektor jedoch, dass die Auswirkungen dieses kleinen „Zwischenfalls“ nicht so hochgespielt werden sollten.

    „Hör zu. Ich hatte heute einen schlechten Tag und stand daher ganz schön unter Druck. Ich weiß, dass mir das noch lange nicht das Recht gibt dich so zu behandeln, wie ich es getan habe.“

    Unschlüssig stand er da und wusste selber nicht, wie er reagieren sollte. Es war beinahe so, als stünden sich zwei Fremde gegenüber.
    Erst jetzt bemerkte Frederick, wie sehr ihm die gemeinsame Zeit abging, die er zu Beginn ihrer Ehe mit Lara verbracht hatte.
    So war es schon lange nicht mehr gewesen. Sie lebten zwar im gleichen Haus, doch Frederick kehrte fast nie vor Einbruch der Dunkelheit heim und hatte selbst dann fast nie Zeit für seine Frau.

    „Diese Situation mit Andrew und Richard nimmt mich ganz schön mit. Ich wollte nicht, dass das alles so kommt. Das musst du mir glauben, Lara.“



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 08.02.2007, 18:29


    "Ich weiß." Sagte Lara leise.
    Ja, sie konnte sehen, wie sehr ihn Richard, Andrew, und das, was zwischen ihnen stand beschäftigte, und wenn sie sich so zurückerinnerte, hätte sie früher niemals geglaubt, dass es einmal soweit würde kommen können.
    Aber es war geschehen.
    Und Lara hatte Angst davor, dass alles so blieb, wie es nun war.
    Das Frederick mit den anderen beiden keinen Konsens mehr finden würde.
    Und das, so wusste Lara, würde Frederick zerstören.
    "Und ich wünschte, ich könnte die dabei helfen." Fügte sie flüsternd hinzu.
    Sie sah Frederick an, sah sein Zögern, seine Zurückhaltung und seine Distanziertheit, und begriff, dass es genau das war, was sie nicht wollte.
    "Frederick." Sagte sie wieder leise, löste ihre Hände von ihren Armen, und trat zuerst zögerlich, dann aber deutlich entschiedener auf ihn zu.
    Sie wusste, dass sie das alles vergessen konnte, was vorgefallen war.
    Wenn Frederick es auch vergessen würde.
    Und wenn sie beide wieder zueinander fanden.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 08.02.2007, 18:58


    „Du hilfst mir doch schon.“ sagte Frederick sanft. Fast hätte er die Hand ausgestreckt, um sie zu berühren, ließ es dann aber doch sein.
    Indem du einfach nur bei mir bist.
    „Ich werde versuchen, mich das nächste Mal zurückzuhalten. Es war ein dummer Fehler von mir.“

    Mit einem Mal kamen all die Schuldgefühle wieder hoch, die er in der letzten Zeit versucht hatte zu unterdrücken.
    Er hatte sich so sehr von den Erinnerungen an bessere Zeiten treiben lassen, dass er Laras Anwesenheit in ihrem Haus als selbstverständlich hingenommen hatte.
    Er wusste nicht einmal mehr, wann sie das letzte Mal richtig miteinander geredet hatten und zwar nicht über die kleinen Nichtigkeiten des Alltags.
    Frederick wollte ihr noch so viel mehr sagen, doch wieder einmal brachte er es nicht übers Herz. Lara hingegen hatte die Gabe, seine verborgenen Gedanken auszumachen und zu deuten. Das war eine ihrer Eigenschaften, in die er sich auf Anhieb verliebt hatte.

    Kurz ließ er den Blick über das Mobiliar des Zimmers gleiten, bevor er sich wieder seiner Frau zuwandt.

    „Wir werden erst morgen von hier aufbrechen können. Also versuch noch ein wenig zu schlafen, bevor der neue Tag anbricht.“



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 08.02.2007, 19:45


    Lara lächelte flüchtig.
    Menschen waren da, um Fehler zu machen, das hatte sie in all der Zeit, bevor sie Frederick gekannt hatte, gelernt.
    Und wie oft wurde ein scheinbarer Fehler nicht auch zu etwas gutem?
    Sie erinnerte sich noch gut, wie oft ihr selbst oder wahrscheinlich auch Frederick gesagt worden war, dass ihre Heirat ein Fehler sei.
    Dass sie aus zwei Welten kämen, und es nicht miteinander aushalten würden.
    Aber Lara fühlte, dass sie Frederick noch immer so liebte, wie ganz zu Anfang, inzwischen vielleicht sogar noch mehr.
    Sie kannte seine Ecken und Kanten, und wollte nichts an ihm missen müssen, denn alles, was er war, machte ihn aus.

    Sie sah ihn an, sah das Funkeln in seinen Augen und auch den Wehmut und das Sehnen in ihnen.
    Und da war kein Zögern mehr an ihr, als sie nun auf ihn zutrat, und behutsam nach seiner Hand griff.
    "Schlafen?" Hakte sie leise nach, und ihr Gesicht nahm einen fragenden Ausdruck an. "In Richards Haus?" Sie biss sich auf die Lippe, so wie sie es häufig tat, wenn sie etwas ausgesprochen belustigend fand.
    "Wirst du denn Schlaf finden, Frederick?" Fragte sie noch bevor er etwas erwidern konnte, und ihre zarte, schmale Hand, fuhr sanft über seine Wange, ganz so, als hätte sie Angst, etwas zerstören zu können.
    Dann legte sie den Kopf vorsichtig an seine Brust.
    Schloss für einen kurzen Moment die Augen, und genoss einfach nur, dass Frederick da war.
    Man konnte sagen was man wollte über das Treiben vor dem Haus, aber ein Gutes hatte das Ganze: Sie hatte Frederick, wenn auch nur für die wenigen Stunden dieses Abends.
    Vergessen waren Streit, Kälte, Demütigungen und dergleichen. Lara konnte darüber hinwegsehen - und, was noch viel wichtiger war, darüberhinweggehen.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 08.02.2007, 20:23


    Es war eine kleine Geste, als Lara seine Hand ergriff, doch für ihn bedeutete es so viel mehr.
    Er spürte, dass seine Frau ihm vergeben hatte oder anders gesagt, er glaubte, dass zumindest für diesen Augenblick alles gut war.
    Als sie seine Wange streichelte, schloss er einen Moment lang die Augen und spürte ihre Nähe und die Wärme, die von ihrer zarten Haut ausging.

    Er strich ihr sanft übers Haar, als sie ihren Kopf an seine Brust lehnte und lächelte dann flüchtig. Nie hätte er gedacht, dass er irgendwann mit Lara gemeinsam in diesem Haus übernachten musste.
    Richards Anwesen bot auf die meisten Besucher einen abschreckenden Anblick, doch Frederick wusste es besser.
    Wenn Richard glaubte, dass sie hier in Sicherheit waren, dann vertraute er auf dessen Wort.

    „Ich werde es versuchen.“ sagte er, obwohl er jetzt schon wusste, dass seine Gedanken in mit Sicherheit die ganze Nacht wach halten würden.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 08.02.2007, 21:42


    "Lass mich..." Begann Lara, "Lass mich bei dir sein, Frederick."
    Sie öffnete die Augen wieder und sah zu ihm auf.
    Frederick sah müde aus und abgekämpft.
    "Lass mich nicht alleine hier."
    Sie zog ihre Hand zurück, ließ den Kopf aber nach wie vor an seiner Schulter gelehnt.
    Er war schön, ihn hier bei sich zu haben. Ihm endlich einmal wieder nahe zu sein.
    Und zu wissen, dass er nicht gleich wieder gehen würde.
    "Warum... warum können wir eigentlich erst morgen früh fahren?" Fragte sie leise und klang dabei ein wenig besorgt.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 08.02.2007, 22:25


    „Ich lass dich nicht allein, Lara.“ flüsterte er ihr ins Ohr.

    Er gab ihr einen flüchtigen Kuss auf die Stirn, bevor er sich sanft von ihr löste. Erst jetzt schien er zu bemerken, wie müde er wirklich war.
    Frederick nahm auf dem Bett Platz und fuhr sich mit der Hand übers Gesicht, um wieder ein wenig munterer zu werden.

    „Wie ich Richard verstanden habe, scheint es im Moment einfach nicht möglich zu sein. Ich kenn mich mit seinem Hokuspokus nicht aus, aber ich denke, dass wir in diesem Haus relativ sicher sein werden.“ versuchte Frederick sie zu beruhigen.
    Er sah zu Lara auf und wusste, dass sie sich sorgte und trotzdem versuchte sie weiterhin stark zu sein.

    „Wenn Andrew recht behalten sollte, werden wir uns in naher Zukunft auf weitaus schlimmere Dinge gefasst machen müssen, als auf das, was wir heute Abend bereits erlebt haben.“



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 08.02.2007, 22:40


    Lara spürte den sanften, aber flüchtigen Kuss, den Frederick auf ihre Stirn hauchte, und sie war froh darüber.
    Sie sah ihm nach nach, wie er von der Türe zum Bett schritt, und sich darauf niederließ.
    Seine Schultern hingen herab, und er fuhr sich mit der Hand über das Gesicht, als wollte er dadurch die Müdigkeit von sich streifen.
    "Und... und was ist, wenn wir zurück in London sind?" Fragte Lara leise, obwohl sie sich nur schlecht vorstellen konnte, dass in London halbverweste Tierkadaver durch die Straßen krochen.
    "Nein.." Sie hob die Hand. "Vergiss das." Sie lächelte verlegen und sah ihn an.
    Es wurde Zeit, ihn irgendwie ein wenig aufzuheitern, auch wenn sie nicht genau wusste wie.
    Schließlich fiel ihr etwas ein.
    Sie wandte sich um, ging zum Kamin herüber, und nahm das Bild in die Hand.
    "Hier, schau mal, was ich gefunden habe... es wirkt zwar etwas düster... aber auch ganz süß." Sie reichte ihm das Bild weiter.
    "Das beweist dass auch unser düsterer, mysteriöser Okkultist tatsächlich einmal Kind war."



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 08.02.2007, 23:05


    Nicht nur Lara stellte sich diese Frage, auch Frederick verfolgte die Sorge, welches Unheil über die Stadt und deren Bevölkerung kommen würde.
    Auch wenn er erschöpft war, so konnte er die Bilder nicht verdrängen. Die Geschehnisse des heutigen Abends waren nur ein Vorgeschmack gewesen und ihm grauste, wenn er sich vorstellte, was noch auf sie zukam.

    Erst Laras Worte und das Foto, das sie ihm nun reichte, brachten Frederick in die Realität zurück.

    „Er muss wohl vergessen haben, dass er dieses Bild hier aufgestellt hat.“ sagte Frederick, als er das Foto näher betrachtete.
    Das Bild wirkte sehr gekünstelt.
    Der Blick von Richards Eltern war leer und leblos und das spiegelte sich in Richards Gesicht wieder.
    Er wirkte keinesfalls glücklich.

    „Ich hoffe er lässt uns jetzt überhaupt noch gehen. Die Information, dass er ein ganz normales Kind war, könnte sein düsteres und geheimnisvolles Image ruinieren.“



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 08.02.2007, 23:31


    Lara lächelte.
    Es war ein freies und ungezwungenes Lächeln.
    "Wir behalten am Besten für uns, dass wir es gesehen haben, damit gehen wir kein Risiko ein." Schlug sie vor, während sie es Frederick wieder aus der Hand nahm, und an seinen angstammten Platz zurückstellte.
    Lara fragte sich unwillkürlich, ob Richard als Kind wohl glücklich gewesen war, oder ob das vielleicht der Grund war, dass er jetzt so unausstehlich war, allerdings beantwortete sich die Frage fast von selbst.
    Richard war so, wie er war, weil er so sein wollte, und nicht, weil er dazu gemacht wurde.
    Sie wandte sich wieder Frederick zu, und ließ sich erneut neben ihm nieder.
    "Glaubst du, dass es jemals wieder werden wird, mit euch dreien?" Fragte sie leise, besorgt, während sie erneut eine der feinen, braunen Strähnen von seiner Stirn wischte.
    Ihre andere Hand griff nach seiner Hand und sie drückte sie sanft.
    "Glaubst du, es wird irgendwann vorbei sein?"



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 09.02.2007, 08:57


    Fredericks Lächeln verschwand als er ihre Frage hörte. Er begann tatsächlich darüber nachzudenken, was die Zukunft für sie alle bringen konnte. Doch die Antwort war leicht zu erraten.

    Er schüttelte den Kopf. „Nein, ich glaube nicht, dass es wieder annähernd so wird, wie früher einmal. Es ist einfach zu viel vorgefallen, wofür ich selber auch die Schuld trage. Ich werde versuchen zu helfen wo ich kann, dieses Versprechen habe ich gegeben. Der Rest ist nebensächlich“

    Ihr Hand auf der seinen war beruhigen und er erwiderte ihren sanften Druck, während er sie anblickte. Womit hatte er diese Frau nur verdient? Selbst jetzt, wo die schweren Zeiten wahrscheinlich erst vor ihnen standen, hielt sie zu ihm.

    „Willst du nicht einmal wieder Mrs. Bellman besuchen. Sie hat dich zum Tee eingeladen.“ sagte er, da er es nicht gerne sah, dass seine Frau die ganze Zeit über alleine war und das konnte in der kommenden Zeit durchaus nicht ganz ungefährlich sein.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 09.02.2007, 14:46


    Lara nickte leicht.
    Frederick musste nicht lernen, die Verantwortung für seine Fehler zu übernehmen - das tat er immer.
    Er musste lernen, sich selbst zu vergeben, was andere ihm bereits vergeben hatten, und dabei konnte ihm niemand helfen.
    Das musste er selbst tun.
    Dazu musste er selbst kommen.

    Fredericks Themawechsel war ein wenig holprig, aber Lara merkte, dass es für ihn schwierig war, über Andrew zu sprechen, oder über das, was geschehen war, daher ließ sie zu, dass er davon ablenkte.
    Sie lächelte wieder.
    "Ja. Ja, sicher." Entgegnete sie, denn sie mochte Mrs. Bellmann, auch wenn ihr Mann ein aufgeblasener und dummer kleiner Wichtigtuer war - sie begegnete ihm glücklicherweise nicht allzuoft, wusste aber, dass Frederick häufiger mit ihm zu tun hatte.
    Ihr Lächeln wurde noch ein wenig sanfter.
    "Mach dir keine Sorgen um mich, Frederick." Sagte sie schließlich, denn sie spürte wohl, was hinter seinem Vorschlag steckte.
    "Ich komme zurecht. Und ich langweile mich auch gewiss nicht zu Tode, wenn du nur wenig Zeit für mich hast. Und weglaufen werde ich auch nicht." Sie strich ihm erneut zärtlich über das Gesicht.
    "Wenn du mir nur ab und an dein Lächeln schenkst, oder einen Kuss."
    Es war wahr, dass Lara in den letzten Wochen viel mehr Zeit zu Hause verbracht hatte, als zuvor. Genaugenommen, seit Lisa nicht mehr da war.
    Aber ohne Lisa fehlte Lara die vertraute, mit der sie in Teesalons sitzen oder Gerüchte beim Nachmittagstee austauschen konnte.
    Die Freundin, mit der sie einkaufen gehen konnte, oder einfach nur durch die Stadt schlenderte, während sie sich über Gott und die Welt ausließen.
    Aber Lara Simmons war gestorben, und war Lara auch sonst ein sehr offener Mensch, wusste sie auch, dass es schwer war, solche Freunde zu finden.
    Sie respektierte und vertraute Richard, aber sie würde nie auf die Idee kommen, sich mit ihm über die neuste Mode aus Paris zu unterhalten.
    Sie mochte und schätzte Andrew, würde mit ihm aber nicht über den neusten Liebesroman von Arthur Sacks diskutieren.
    Alle anderen Menschen in ihrer Umgebung aber standen ihr weniger nahe und so blieb Lara vorerst alleine.
    Aber das machte ihr nichts aus.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 09.02.2007, 20:47


    Er lächelte milde, als er ihr Gesicht betrachtete.
    Das waren keine kostspieligen Wünsche und doch schaffte Frederick es oft nicht mal die zu erfüllen.

    „Was für eine Frau hat mir der Himmel da bloß geschenkt?“ meinte er, als er ihr mit der Hand sachte über die Wange fuhr.

    Sie war einsam, das wusste er, und trotzdem stellte sie ihre eigenen Bedürfnisse hinten an und versuchte mit allen Mitteln ihm zur Seite zu stehen.
    Seit Lisas Tod war die Einsamkeit noch größer geworden. Frederick kehrte erst spät nach Hause zurück und schlief dann oft auch auf dem Sofa in seinem Arbeitszimmer ein, um Lara nicht aufzuwecken.
    Sie sahen sich nur selten, meistens an den Wochenenden und selbst da zog der Inspektor es mittlerweile vor, seine Freizeit im Arbeitszimmer zu verbringen.
    Ihm war nie der Gedanken gekommen, dass Lara unglücklich sein könnte, zumindest nicht so lange, wie Lisa noch da war.
    Selbst als sie erkrankte, besuchte Lara ihre Freundin und Frederick war froh darüber, dass sie ihr Gesellschaft leistete.
    Doch dann war plötzlich alles anders geworden.

    „Ich weiß, ich habe dich das nie gefragt, aber was tust du den ganzen Tag über allein zu Hause? Das muss furchtbar für dich sein.“



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 09.02.2007, 23:08


    Lara lächelte erneut.
    "Eine, die bereits in der Hölle gelebt hat." Entgegnete sie sanft.
    Sie sah auf seine Hand, die ihre eingeschlossen hatte, und dann wieder zu ihm.
    Seine braunen Augen glänzten, als er sie anblickte, und Lara konnte sehen, dass er über ihre Worte nachdachte.
    Sie wusste, was sie an ihm hatte.
    Und was sie so sehr an ihm liebte.
    Was sie von Anfang an an ihm geliebt hatte.
    Und für sie war es beinahe ein Traum gewesen, als sie geheiratet hatten, der sie aus einem schlimmen Albtraum erlöst hatte, ohne dass ihr Bewusst gewesen war, dass er sie gefangen hielt.

    Sie lächelte wieder.
    "Wie kommst du nur darauf, dass ich ständig zu Hause bin?" Fragte sie neckisch.
    "Ich bin deine Frau. Und du bist ein Inspektor. Ob du es glaubst oder nicht, ich habe gesellschaftliche Pflichten wahrzunehmen." Sie zwinkerte ihm zu.
    "Und nebenbei einen Haushalt zu führen." Als wäre das nicht genug, fügte sie ein "Und falls du es vergessen haben solltest, ich kann lesen, mein Liebster, und du hast zu Hause seeeeehr sehr viele Bücher in deinen Regalen stehen." Sie küsste ihn sanft auf die Wange und sah ihn dann vergnügt an.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 09.02.2007, 23:34


    Er zog fragend eine Braue in die Höhe und sah sie erstaunt an.
    Damit hatte er nun nicht gerechnet. Er war davon ausgegangen, dass die arme Lara den ganzen Tag zu Hause saß und nichts mit sich anzufangen wusste.
    Seine Schuldgefühle wurden mit einem Male von etwas anderem ersetzt, nämlich Neugier.

    „Meine Bücher?“ sagte er und klang dabei gespielt schockiert. „Jetzt weiß ich warum ich nichts wieder finde in den Regalen.“

    Wobei Frederick gestehen musste, dass es ihn beruhigte. Zumindest beschäftigte sich seine Frau mit etwas Nützlichem, wenn er nicht da war.
    Manch eine Lektüre in seinem Arbeitszimmer war jedoch keinesfalls für Frauenaugen gedacht, deshalb ermahnte er sich selbst, bei der nächsten Gelegenheit diese Bücher wegzusperren.

    „Und was meinst du mit gesellschaftlichen Pflichten?“ wollte er scherzhaft wissen. „Besuchst du die angeschossenen Constables im Krankenhaus und redest ihnen gut zu? Das übernehmen normalerweise nur die hässlichen Damen, die keinen Mann mehr abbekommen, keine so hübsche und vor allem verheiratete Frau, wie du.“



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 09.02.2007, 23:58


    Nun war es an Lara, die Augenbrauen zu heben.
    "Willst du mir etwa vorwerfen, dass ich meine Zeit mit anderen Männern in Krankenhäusern vergeude?" Fragte sie grinsend.
    "Ich erinnere mich daran, das vor einigen Jahren schon einmal getan zu haben... und dabei kam nur gutes raus. Nämlich du."
    Sie grinste erneut und ihre Augen leuchteten endlich wieder, mit diesem hellen, und freundlichen Leuchten, das ihren ganzen Charme ausmachte.

    Sie legte ihre Hand auf seine Brust, und konnte nicht verhindern, dass ihr Lächeln kurz ein bisschen wehmütiger wurde.
    Sie konnte nichts dafür, aber sie wünschte sich tatsächlich, dass Frederick ein wenig häufiger für sie da wäre.
    "Ich liebe dich, Frederick." Flüsterte sie schließlich, und schmiegte ihren Kopf erneut an ihn, während ihre Arme ihn umschlangen.
    "Du bist der erste Mann, den ich jemals geliebt habe, und du wirst der letzte sein, den ich jemals lieben werde. Egal was geschehen mag."



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 10.02.2007, 10:43


    Seine Gesichtszüge wurden wieder ernst, als er ihre Worte vernahm. Er wusste, dass sie ihn liebte und sie wusste genauso gut, dass er diese Gefühle erwiderte. Doch so deutlich wie jetzt hatte er sie das nie sagen hören und er war im ersten Moment ein wenig überrascht über dieses offene Geständnis.
    Es machte ihm wieder einmal offensichtlich, welche Verantwortung er bei ihrer Heirat eingegangen war und er konnte den Gedanken nicht ertragen, dass womöglich auch Lara bald in Gefahr sein würde, nur durch sein eigenes Hinzutun.

    „Ich liebe dich auch.“ flüsterte er dann ganz leise, in der Annahme, Lara würde seine Worte gar nicht richtig verstehen.
    Im Gegensatz zu den meisten Menschen, fiel es Frederick nicht leicht, seine Emotionen öffentlich kundzutun, selbst wenn es sich bei dem anderen Menschen um seine eigene Frau handelte.

    „Ich muss zugeben ich bin ein wenig enttäuscht. Ich dachte du hättest dich in mein gutes Aussehen verliebt und mich nicht aus Mitleid geheiratet, weil ich zu der Zeit nicht ganz auf der Höhe war.“



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 10.02.2007, 11:55


    Lara lächelte noch immer.
    Sie konnte aus Fredericks gemurmel durchaus die Worte heraushören, die für sie bestimmt und doch gleichzeitig für niemanden bestimmt waren.
    Wenn sie so darüber nachdachte, gernzte es sogar fast an ein Wunder, dass Frederick ihr einen Antrag gemacht hatte, denn damals hatte ihr frei von allen Ängsten und Gedanken seine Gefühle gestanden.

    Ihr Gesicht nahm einen milden Ausdruck an.
    Sie aber brauchte seine Worte nicht, um seine Gefühle zu kennen, denn dass er sie liebte konnte sie ihm ansehen, das las sie im Glitzern seiner Augen, um Zucken seiner Mundwinkel und in den Blicken, die er ihr zuwarf.
    "Ich muss dich leider enttäuschen, Frederick." Entgegnete sie schlie´ßlich übermütig.
    "Es war weder das eine, noch das anderen." Sagte sie schelmisch.
    "Ich hatte es alleine auf dein Geld und deinen sozialen Status abgesehen, weißt du? Und da Dr. Simmons damals schon vergeben war... stand für mich fest dass duuuuuu das kleinste Übel bist." Natürlich meinte sie nicht ernst, was sie sagte und sie wusste, dass Frederick ihre Worte auch nicht ernst nehmen würde.
    "Außerdem dachte ich, du wärst leichter zu kriegen als dein satanistischer Freund..." Sie zwinkerte Frederick zu, und näherte sich ihm dann langsam.
    "Und ich habe mir vorgestellt, was für ein wunderbarer, zärtlicher und sanfter Mann du wohl bist." Sie kam ihm nahe, und ihre Lippen suchten vorsichtig nach seinen, um sie für einen kurzen Kuss zu vereinen, bevor sie sich wieder von ihm löste.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 10.02.2007, 12:24


    Als sie ihren Mund von dem seinen löste, lag sanfter Spott auf seinen Zügen. Er wirkte ebenfalls belustigt über diese Sache und zum ersten Mal an diesem Abend schien Frederick wieder etwas aufzuleben.
    Er wirkte zwar noch immer erschöpft, aber die Leere in seinem Blick war gewichen.

    „Zärtlich und sanft, sagst du?“ Er lehnte sich zurück, in die Kissen, am Kopfende des Bettes und schien angestrengt über ihre Worte nachzugrübeln. „Dann muss die Enttäuschung für dich noch größer gewesen sein, als du die Wahrheit über mich rausgefunden hast.“

    Sanft zog er sie zu sich, damit sie neben ihm Platz nehmen konnte. Noch immer lächelte er sie an und sein Gesicht wirkte plötzlich wieder jünger und fast so sorglos, wie zu Beginn ihres Beziehung.

    „Wenn ich ganz ehrlich bin, muss ich zugeben, ich hatte auch Hintergedanken. Wie du weißt, bin ich ein Liebhaber des öffentlichen Veranstaltungslebens und für diese Zwecke braucht man immer eine gutaussehende Frau an seiner Seite.“



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 10.02.2007, 13:32


    Lara grinste breit, und kicherte dann.
    Sie ließ sich widerstandslos von Frederick in die Kissen und zu sich herunter auf das Bett ziehen.
    So war es lange nicht mehr gewesen.
    So zwanglos. So locker. So schön.
    Sie sah das Leuchten in Fredericks Augen, sah, wie sein Gesicht an Leben gewann, und die Müdigkeit von ihm abfiel und das freute sie.
    Sie sank neben Frederick auf das Bett, und ihre lockigen blonden Haare umsäumten ihr Gesicht, und ließen sie noch bezaubernder aussehen.

    Sie biss sich neckisch auf die Lippen und wandte sich dann ihm zu, stützte ihren Kopf auf ihre linke Hand, und legte die rechte auf seine Brust, um vorsichtig Zeige und Mittelfinger abwechselnd an ihm hinauflaufen zu lassen.
    "Soooooo?" Fragte sie, und verzog das Gesicht zu einem ganz besonders unschuldig aussehenden Ausdruck.
    "Und ich dachte, du wärst auch ein Liebhaber gewisser anderer Dinge...." Sagte Lara, und ihre Stimme nahm jenen verführerisch - unschuldigen Klang an, den sie sich allein für Frederick aufhob.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 10.02.2007, 14:14


    „Bin ich doch auch.“ flüsterte er ihr zu, während er ihr sanft über die Schulter strich und dann seine Hand auf ihrem Rücken ruhen ließ.

    Da dies im Moment nur scherzhafte Andeutungen waren, beließ er es einfach dabei ihr freie Hand zu lassen.
    Lara war anders als die meisten Frauen. Sie verstand diese kleinen Spöttelein und konnte ihm auch genauso gut kontern.
    Ein weiterer Grund dafür, dass er sich in sie verliebt hatte und es auch nicht müde wurde, mit ihr über verschiedene Themen zu diskutieren.
    Er sah dabei zu, wie ihre Hand immer weiter über seine Brust hochwanderte und sein Lächeln wurde breiter.
    Er konnte sich gar nicht mehr daran erinnern, wann sie das letzte Mal so ungezwungen zusammen gewesen oder überhaupt gemeinsam zu Bett gegangen waren.

    „Ich habe eine Schwäche für guten Schnaps und Zigaretten.“



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 10.02.2007, 14:42


    "Ohhhh..." Stieß Lara belustigt hervor.
    "Sowas aber auch..." Fügte sie hinzu und ihre Finger rreichten nun seine Lippen und strichen darüber.
    "Schnapps und Zigaretten... und sonst nichts?" Ihre blauen Augen glitzerten amüsiert.
    "Ich glaube, dann muss ich ich dir mal auf die Sprünge helfen, und dich noch an andere... Leidenschaften erinnern...."
    Mit einer geschmeidigen Bewegung stieß sie sich von den Polstern ab, schwang ihr rechtes Bein über Frederick, und setzte sich auf ihn.
    "So, Inspektor." Sagte sie leise.
    "Du kannst froh sein, dass du keine Handschellen bei dir hast...." Sie grinste, und das blonde Haar fiel in lockigen Kaskaden auf seine Schulter, als sie den Kopf herunterbeugte, um ihn erneut zu küssen.
    "Und... kommt die Erinnerung langsam wieder...?" Flüsterte sie leise in sein Ohr und sie merkte, wie sein Atem stockte, was sie lächeln ließ.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 10.02.2007, 15:54


    Er fuhr sich mit der Zungespitze über die Lippen, als wollte er ihren Geschmack festhalten. Dabei stieg ihm auch der der süße Duft ihres Haares in die Nase und er hob die Hand und fuhr ihr damit durch das goldene Haar.
    Das Verlangen nach ihrer Nähe, das er so lange aufgeschoben hatte, war plötzlich wieder da und er konnte sich kaum vorstellen, wie er es so lange ohne sie ausgehalten hatte.

    Er legte den Kopf nach hinten und musterte sie stumm. Es hätte alles so einfach sein können, doch selbst in diesem Augenblick trübte der Gedanke an den heutigen Abend seinen Verstand und ließ das Lächeln auf seinen Gesichtszügen schwinden.
    Erst Laras sanfte Liebkosungen unterbrachen ihn in seinen Grübeleien und holten ihn in die Wirklichkeit zurück, die im Moment gar nicht so bitter erschien.

    „Ich weiß nicht so recht.“ sagte er nach langem Hin- und Herüberlegen und blickte sie prüfend an.

    „Ich glaube ich benötige noch ein eingehenderes Verhör, um meinem Erinnerungsvermögen wieder auf die Sprünge zu helfen.“



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 10.02.2007, 16:47


    "Nun, ich glaube, bevor ich mit dem Verhör beginnen kann...." Sagte sie leise, lächelnd.
    "Muss ich mich überzeugen, dass du keine Waffen bei dir trägst..." Sie zwinkerte ihm zu, und rutschte dann ein wenig weiter hinunter.
    "Und dazu... " Ihr Lächeln wurde breiter.
    "Muss ich dich zuerst einer Leibesvisitation unterziehen..." Ihre geschickten Finger kletterten über das Hemd, welches er trug, und lösten schnell und sicher die Knöpfe, bis sie alle geöffnet hatte, und seinen Oberkörper freilegen konnte.
    Ihre Hände glitten über seine Brust und seinen Bauch und sie küsste ihn.
    "Hm... sieht aus, als wäre hier nichts..." Sagte sie und ihre Hände verließen seinen Überkörper und wanderten weiter nach unten.
    "... Aber was ist das, Inspektor...?" Fragte sie, und wieder entrang sich ihr ein leises Lachen.
    Sie berührte ihn sanft und küsste ihn erneut auf seinen nackten Bauch.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 10.02.2007, 17:31


    Ein Schauder der Erregung kroch über seine Haut, als er ihre Lippen auf seiner nackten Brust spürte.
    Es brachte ihn fast um den Verstand, denn ihm war klar, dass er schon so gut wie verloren hatte, in diesem Spiel der Leidenschaft.
    Frederick wollte nach ihr greifen, doch sie entzog sich ihm, um mit ihrer Verführung weiter fortzufahren und kurz war er gewillt, sie gewähren zu lassen.

    „Warte“ unterbrach er sie plötzlich und man sah ihm an, dass es ihm gar nicht so leicht fiel, als er sie weiter zu sich heranzog, damit sie ihm direkt in die Augen sehen musste.

    „Nicht hier, nicht jetzt.“ sagte er dann, als ihm wieder in den Sinn gekommen war, dass sie noch vor einer Stunde aus diesem Haus verschwinden wollten.
    Er starrte an ihr vorbei auf das Foto von Richards Familie, das wieder auf seinem angestammten Platz stand und legte die Stirn in Falten.

    „Ich fühle mich ein wenig unwohl unter Richards stechendem Blick.“



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 10.02.2007, 18:09


    "Richard ist nicht hier." Antwortete Lara, ohne aufzusehen, oder sich darum zu kümmern, was Frederick hemmte.
    Dann allerdings schlug sie in sanft mit ihrer Hand auf den Bauch.
    "Und wie kommst du überhaupt dazu, in einem Moment wie diesem an Richard zu denken?" Fügte sie und schüttelte vorwurfsvoll ihre blonden Locken während sie einen ganz bezaubernden Schmollmund zog.
    Sie dachte nicht daran sich von ihrem Vorhaben abbringen zu lassen, und sie wusste sehr wohl, dass sie Frederick zu allem bringen konnte, wenn er erst eine gewisse Grenze überschritten hatte.
    Und sie war gerade dabei ebenjene Grenze aufzulösen.
    Außerdem wusste sie sehr genau dass, wenn sie erst wieder in London waren, er vermutlich keine Zeit mehr für sie haben würde.
    Also war jetzt und hier genauso gut wie später irgendwoanders.
    "Ich bin vieeeeeeeelll toller als Richard, wirklich." Sagte sie, und biss sich erneut auf ihre Unterlippe, was ihr einmal mehr den Umwerfenden Ausdruck eines ebenso unschuldigen wie verruchten kleinen Engels verlieh.
    Sie küsste Frederick auf den Mund bevor er etwas erwiderte konnte, und legte ihm gleich danach den Zeigefinger auf den Mund.
    "Schhhhhhhhhh.... Sag nichts, Frederick. Entspann dich einfach..."



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 10.02.2007, 22:21


    Nein, nicht dieser Blick, tu mir das nicht an, Schatz.

    Lara wusste, dass er ihr nicht widerstehen konnte, wenn sie ihn auf diese besondere Weise ansah.
    Sie verschloss seinen Mund mit einem weiteren Kuss und dieses Mal weckte sie einen sinnlichen Hunger in ihm, den er schon längst verloren geglaubt hatte.
    An jedem anderen Tag hätte er sich wohl darüber gefreut, doch im Moment schien er hin und hergerissen zu sein, zwischen seinem eigenen Verlangen und dem Gedanken, dass sie hier in Richards Haus zu Gast waren, nur wenige Meter von den unzähligen Gefahren außerhalb des Gebäudes getrennt.

    Er spürte ihre sanfte Gegenwehr, als er sie ein wenig zurückdrängte. Schnell beförderte er sie auf die andere Seite des Bettes und beugte sich über Lara, damit es ihr unmöglich war, sich weiter aufzurichten.

    „Was ist denn heute bloß los mit Ihnen, Mrs. Resnick?“ fragte er belustigt und blickte sie dabei forschend an. „So habe ich dich schon lange nicht mehr erlebt.“ fuhrt er weiter fort, doch diese Worte meinte er vollkommen ernst.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 12.02.2007, 00:52


    Lara stieß einen überraschten Laut aus, als Frederick sie plötzlich zur Seite und damit selbst mit dem Rücken auf die Polster drückte, um nun die Position einzunehmen, die sie selbst vorher innegehabt hatte.
    Das zufriedene Grinsen auf ihrem Gesicht wurde breiter.
    Fast hatte sie ihn soweit.
    "Du warst ja auch schon lange nicht mehr zu Hause, mein Lieber." Entgegnete sie.
    "Aber heute Nacht lasse ich dich nicht gehen..." Fügte sie hinzu, und küsste die Finger, die sanft über ihre Wange strichen.
    "Heute Nacht wirst du hierbleiben. Bei mir. Mit mir." Sie lächelte verheißungsvoll.
    Dieser Mann war es, den sie liebte, und dieser Mann war es den sie wollte und niemanden sonst.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 12.02.2007, 10:33


    Er zeichnete mit den Fingern die Konturen ihres Gesichts nach und sein Gesicht nahm einen ernsten Ausdruck an.
    In ihren Worten steckte viel mehr Erkenntnis, als Lara angenommen hatte. Selbst wenn sie immer so tat, als würde es ihr nichts ausmachen, dass sie beide sich nur so selten sahen, wusste er, dass sie ihm mit ihren Aussagen nur kein schlechtes Gewissen machen wollte. Er würde sich vornehmen, diesen Zustand zu ändern.

    „Weißt du, wir sollten Kinder haben, am besten ein halbes Dutzend davon und alle sollten sie aussehen wie ihre Mutter, selbst die Jungs, obwohl sie dadurch vielleicht nicht ganz so ernst genommen werden.“ wechselte er plötzlich das Thema.

    Es war ein Wunsch, den Frederick schon lange hegte, nur war er sich bisher noch nie so im Klaren darüber gewesen, ob Lara das genauso wollte. Er hatte nie mit ihr über derartige Dinge gesprochen, selbst nach ihrer Heirat nicht. Für ihn war es einfach eine Selbstverständlichkeit gewesen, dass sie eines Tages Kinder haben würden, doch bis jetzt blieb die Erfüllung dieses Wunsches aus.

    „Was hältst du von meinem Vorschlag?“



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 19.02.2007, 12:18


    Lara horchte auf.
    Ihre blauen Augen funkelten, während sie Frederick betrachtete, und den Worten lauschte, die aus seinem Mund hervorquellten.

    Der Themawechsel überraschte sie, aber sie konnte Fredericks Gedankengang wohl folgen.
    Als er sie ansah, bemerkte sie die Unsicherheit in seinem Blick, dieses zweifelnde Fragen und sie konnte gar nicht anders als hell aufzulachen.

    "Frederick." Sagte sie dann sanft. Sie strich ihm behutsam über die warme Stirn, und entfernte somit einige Haarsträhnen aus seinem Gesicht.
    "Natürlich möchte ich Kinder." Erwiderte sie.
    "Und zwar mit dir, und keinem anderen..." Setzte sie grinsend hinzu.
    "Aber...." Begann sie und bemerkte, wie er sich verspannte, was sie noch sehr viel breiter grinsen ließ.
    "Wenn du das wirklich ernst meinst..." Fuhr sie fort, und richtete sich ein klein wenig auf, um auf ihn herabblicken zu können.
    "Dann sollten wir..." Sagte sie, ihre Stimme zu einem rauhen Flüstern herabgesenkt. "Keine Zeit verlieren und... endlich mit dem..." Sie grinste wieder. "...Baby machen anfangen..." Ihre Lippen fanden einmal mehr Fredericks Brust, um sanfte Küsse auf seiner Haut zu verteilen.
    "Meinst du nicht....?"



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 19.02.2007, 18:14


    „Wenn du mich so direkt fragst,“ sagte er, während er sie zärtlich anblickte. „stimme ich dir zu.“

    Er lächelte aufgrund ihrer Überzeugungskraft und musste sich dabei eingestehen, dass er keinesfalls abgeneigt war, ihr nachzugeben und schon gar nicht jetzt, wo sie ihn mit ihrer Antwort so glücklich gemacht hatte.
    Sanft küsste er sie, zunächst ihre Lippen, dann ihren Hals und öffnete gleichzeitig die Knöpfe an ihrem Kleid und liebkoste danach die zarte Haut ihrer Schultern.

    „Zumindest beinahe.“ nahm er dann das Gespräch wieder auf und blickte auf sie nieder. Er wirkte nicht ganz ernst. Noch immer lag der Schalk in seinen Augen. „Wir sollten es nicht bei dieser Übung belassen und viel öfter trainieren.“



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 20.02.2007, 14:46


    "Mhmmmm..." Machte Lara, biss sich wieder neckisch auf ihre Lippen, und sah ihren Mann an, um ihm erneut über das Gesicht zu streichen.
    "Du brauchst Übung, mein Lieber...?" Fragte sie mit gesenkter Stimme.
    "Du hast Glück..." Fügte sie dann hinzu.
    "Ich bin eine gute Lehrerin...." Sie begann, sich auf dem Bett zu räkeln, ohne jeoch dabei ihren Gaten aus den Augen zu lassen.
    Seine Lippen berührten ihre Haut und Lara gab einen äußerst vergnügten Laut von sich.
    Sie begann zu kichern, und ihre Finger vergruben sich in seinem Haar, während sie vorsichtig einen Kuss auf seinen Kopf hauchte.

    Es gab sovieles, das sie in diesem Augenblick gerne gesagt hätte - wie glücklich sie war... wie sehr sie ihn vermisst hatte... dass sie ihn nie wieder so missen wollte - doch kein einziges Wort kam über ihre Lippen.
    Stattdessen schloss sie einfach die schönen, blauen Augen, um diesen Moment in all seiner Ganzheit zu genießen.
    "Wie sehr habe ich mir das gewünscht..." Flüsterte sie leise, als seine Lippen ihre Schultern liebkosten, und sie fühlte, wie seine Finger die Knöpfe ihres Kleides öffneten.
    Eine Woge der Wärme erfüllte sie, und ihre Brust begann unter seinen Händen zu erbeben.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 20.02.2007, 15:47


    Er lächelte aufgrund ihrer Antwort. Frederick wusste nur zu gut, dass seine Frau keinesfalls schüchtern war und schon gar nicht in Liebesdingen.
    Oft wirkte sie auf Außenstehende zurückhaltend, doch ihm war klar, dass Lara bloß vorsichtig auf neue Situationen reagierte.
    Doch diese Situation war ihnen beiden mehr als vertraut, auch wenn die Momente, die sie beide zu zweit verbringen konnten, selten geworden waren.

    Er hielt inne und fuhr ihr sanft über ihre vollen Lippen, während er sehnsuchtsvoll auf sie nieder blickte. Es war fast so, als wolle er sich diesen Augenblick genau einprägen, um ihn bloß nie wieder vergessen zu können.
    Das schwache Licht, dass ihre Haut kühl und glatt er scheinen ließ, ihre Augen, in denen er dasselbe Feuer erkennen konnte, das auch in ihm brannte und die weichen Züge ihres Gesichtes, die er so gerne berührte.

    „Es braucht kein Wunsch zu bleiben.“ flüsterte er ihr ins Ohr.

    Der Wunsch, sie ganz zu besitzen, wuchs in ihm und er küsste sie abermals, dieses Mal jedoch mit noch mehr Leidenschaft.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 23.02.2007, 14:50


    Lara kicherte leise, wurde dann allerdings ernst.
    Ihre Hände fuhren durch Fredericks Haar, und jede einzelne seiner Berührungen war elektrifizieren, hinterließ ein Prickeln auf ihrer Haut, und das gefiel ihr.

    "Mach ihn wahr." Flüsterte sie leise in sein Ohr, und als er sie daraufhin ansah, entdeckte sie all die Liebe und all die Leidenschaft in seinen Augen, die sie an diesem Abend vermisst hatte.
    Und sie konnte in seinem Gesicht lesen, wie schwer es ihm fiel, sich zu beherrschen und ruhig zu bleiben, obwohl er alles andere als ruhig war.
    Mit einigen, wenigen, aber geübten Bewegungen streifte sie ihm das Hemd, welches ganz zu Beginn geöffnet hatte, von seinen Schultern, und ließ es neben dem Bett zu Boden gleiten.
    Frederick nahm es hin, als hätte er nur darauf gewartet, und als er sich erneut über sie beugte, war sie es schließlich, die erneut grinste, als sie nach der leichten, kühlen Seidendecke griff, und sie beide damit be- und überdeckte.

    ooC: Your Turn, Darling ;)



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 24.02.2007, 13:59


    Die Worte, die sie ihm zuflüsterte und das leise Lachen befreiten ihn aus seinem Gefängnis, das aus Schuldgefühlen und den Erinnerungen an die schrecklichen Ereignisse der Vergangenheit errichtet war.
    In diesem Moment schien es nur sie beide zu geben und nichts war mehr wichtig, außer dieser wunderschönen Frau, die sich für ihn entschieden hatte.

    Ihre Berührungen waren sanft und doch zugleich fordernd und Frederick gab sich nur zu gerne ihrer Führung hin, als sie ihm das Hemd auszog und die Decke über sie beide ausbreitete.

    Frederick öffnete die letzten Knöpfe ihres Kleides und half Lara dabei sich ebenfalls zu entkleiden.
    Er streifte ihr die Träger des Unterkleides über die Schultern und schloss dann sanft die Hände um Laras Brüste, während er sie küsste.

    „Hör jetzt bloß nicht auf.“ sagte er dann und die Leidenschaft ließ seine Stimme ein wenig heiser erklingen.

    ooC: Führungswechsel ;-)



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 25.02.2007, 11:37


    Lara genoß seine Berührung, spürte das prickelnde Gefühl in den hintersten und kleinsten Winkel ihres Körpers vordringen und sie seufzte vor Wohlgefallen.

    "Wie könnte ich..." Erwiderte sie leise, und noch immer zierte ein Lächeln ihr Gesicht.
    "Jetzt, wo ich dich bei mir habe...." Ihre gespreizten Finger glitten über Fredericks nackten Rücken, und sie konnte jeden einzelnen Muskel unter der weichen Haut ihres Mannes spürte.
    Sie reckte ihm einmal mehr ihren Kopf entgegen, um den Kuss seiner Lippen zu empfangen, bevor sie zuließ, dass er an ihrem Körper herabsang und auch ihre Brust mit heißen Küssen bedeckte.
    "Oh Frederick...." Flüsterte sie leise und glücklich, als einmal mehr Hitze und Verlangen in ihr hochwallten.
    Sie biss sich wieder auf die Lippen, doch dieses Mal nicht, um Frederick zu verführen, sondern als Ausdruck ihres Genußes.

    ooC: C'est toi encore, mon chèr



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 25.02.2007, 16:08


    Er hob den Kopf und sah sie mit einem schelmischen Ausdruck in den Augen an. Er musste sich selbst eingestehen, dass ihm Laras Nähe und Geborgenheit gefehlt hatten.
    Doch noch war es ein Spiel, dessen Regeln sie beide nur zu gut beherrschten.

    Er lächelte sachte, während er sie prüfend anblickte. Seine Hand bewegte sich zu ihrem Gesicht, strich von der Schläfe zur Wange und glitt dann weiter über ihren Hals, nach unten, wo er über die Innenseite ihrer Schenkel strich.
    Ihre Hände wanderten unterdessen an seinem Rücken entlang und er schloss kurz die Augen, um sich ganz ihrer Liebkosungen hinzugeben.

    Heute Nacht würde er sie nicht verlassen und das wussten sie beide nur zu gut. Deshalb gab sich jeder von ihnen ausgiebig den sanften Berührungen des anderen hin. Mit neuentdeckter Leidenschaft, erkundeten sie den Körper des anderen und als er in sie eindrang, fühlten sie die aufwallende Hitze, dich sich in jeder einzelnen Faser ihrer Leiber langsam ausbreitete.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 25.02.2007, 23:12


    Lara sog tief Luft ein, und hielt dann den Atem an.
    Dann stöhnte sie leise als ihre beiden Körper miteinander verschmolzen, und sie öffnete langsam ihre Augen wieder, die sie eben geschlossen gehalten hatte.
    Über sich sah sie Fredericks Gesicht, die braunen Augen, die in ihren versanken, und das schmale, aber adrette Gesicht, das in diesem Augenblick von Liebe und Leidenschaft gezeichnet war.
    Lara konnte in diesem Moment gar nicht in Worte fassen, was sie für ihn empfand, und was er ihr bedeutete.
    Aber sie wusste, dass sie es ihm zeigen konnte.

    Wieder glitten ihre Hände über Fredericks Rücken, bedeckten seine Küsse ihren Hals und Lara konnte den sanften Rhytmus fühlen, den er ins Spiel brachte.
    Und sie begann, ihre Hüften im selben Rhytmus zu bewegen.
    Frederick stöhnte leise auf, und erneut fanden sich ihre Lippen zu einem innigen Kuss zusammen.
    Lara gab einen leidenschaftlichen Laut von sich und ihr Körper erzitterte unter Frederick, während sie den Mann, mit allem was sie war, und mit allem was sie zu geben hatte, in sich aufnahm.
    Sie liebte ihn über alles, und wünschte sich, dass diese Nacht niemals zu Ende ging.

    ooC: Tu le fais trés bien, mon cheri!



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 26.02.2007, 11:36


    Frederick merkte, wie sie sich seinem Rhythmus anglich. Er streichelte sie und küsste sie weiter und merkte, wie ihr Atem eindeutig schneller wurde. Doch noch wollte er sie von den süßen Qualen nicht erlösen.

    „Dieser Laut gefällt mir,“ sagte er und seine Stimme war nur mehr ein Flüstern in ihrem Ohr. Er liebte es, sie vor Leidenschaft seufzen zu hören und er konnte einfach nicht genug davon bekommen.
    Mit seinen Händen erforschte er jeden Zentimeter ihrer zarten Haut und zwang sie mit festem Griff um ihre Hüfte sich seinen langsamen Bewegungen zu fügen.

    In all der langen Zeit, in der er sie vernachlässigt hatte, wusste er doch nun, dass er sich in Wahrheit nach ihrer Nähe gesehnt hatte und nach ihrer Stimme, die ihn vor Erregung erzittern ließ.
    Es war eine sanfte Folter, die er für sie beide bereit hielt und er hatte nicht vor, sie so schnell davon zu erlösen.

    ooC: jo des woas i scho, schatzale!



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 26.02.2007, 23:53


    Lara streckte sich, stieß ein weiteres Stöhnen aus, und öffnete dann wieder die Augen, um Frederick anzusehen.
    "Tut es das?" fragte sie leise, bevor sie sanft lächelte.

    "Mir gefällt das hier..." Ihre Fingernägel gruben sich in die Haut seines Rückens, und Frederick bäumte sich kurz auf, sein Gesicht verzerrte sich vor Schmerz und Leidenschaft zugleich, als er stöhnte.

    Ja, so sollte es sein.
    So und nicht anders.
    "Frederick...." Seufzte sie erneut seinen Namen in voller Ekstase und ihre Beine schloßen sich fest um seine Hüften, während sie ihn noch näher an sich heranzog.

    "Bitte..." Flüsterte sie leise, und Frederick würde wissen, worum sie ihn bat.
    Die blauen Augen schlossen sich einmal mehr, und ein feiner Schweißfilm legte sich über ihre Haut, während die Hitze in ihrem Körper langsam ins unerträgliche stieg.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 27.02.2007, 10:50


    Er hielt inne in der Bewegung, küsste sanft ihre mit Schweiß bedeckte Stirn. Ein Lächeln spiegelte sich auf seinen Zügen.
    Er wusste was sie empfand, denn auch Frederick sehnte sich danach, endlich Erlösung zu finden, doch noch war er nicht dazu bereit, sie beide von der bittersüßen Qual zu befreien.

    „Noch nicht.“ flüsterte er ihr mit heiserer Stimme zu, während er sie weiterhin liebkoste.

    Frederick griff nach Laras Händen, mit deren Berührung sie ihn fast in den Wahnsinn trieb. Wenn sie so weitermachte, würde er sich nicht mehr lange zurückhalten können und das wusste seine Frau nur zu gut. Sie kannte die Bedürfnisse seines Körpers und auch die kleinen Tricks, mit denen sie ihn so weit brachte, alles um sich herum zu vergessen.
    Seine Hände schlossen sich um ihre Handgelenke und hielten sie über ihrem Kopf fest. Erst jetzt begann er sich wieder in langsamen Rhythmus zu bewegen, während er von ihr mit einem weiteren Seufzen belohnt wurde.

    „Wir können hier nicht weg. Wir haben alle Zeit der Welt.“ sagte er, als er ihren flehenden Blick erkannte.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 27.02.2007, 13:15


    Lara hörte Fredericks leise, rauhe Stimme, und sie fühlte seine Hände die sich behutsam um die ihren schließen, und sie dann sanft, aber bestimmt tiefer in die Kissen drückte.

    Seine Lippen liebkosten ihre Wange, und wieder schien die Zeit für einen kurzen Moment stillzustehen.
    Dann begann Frederick sich wieder zu bewegen, langsam, rhytmisch und doch immer intensiver.
    Lara gab erneut einen erstickten Laut von sich, ihren Körper durchlief ein erneutes Zittern, und ihre Finger gruben sich einmal mehr in Fredericks Rücken.

    Sie sehnte sich nach Frederick, nach den intensiven Berührungen und konnte gar nicht genug von ihm bekommen.
    Er war so zärtlich, so leidenschaftlich - wer ihn weniger gut kannte als Lara, wusste nicht, dass es diese Seite an ihm gab.
    Aber sie kannte diese Seite und kostete sie in vollen Zügen aus.

    Ihr Körper bebte, dann allerdings riss sie die Augen auf, seufzte leise, und ehe sich Frederick versah, hatte sie ihre Hände um ihn gelegt, und in sanft, aber bestimmt auf den Rücken gedreht, so dass sie es nun war, die auf ihm saß.
    Sie lächelte auf ihn herab und vorsichtig legten sich ihre Finger auf seine Brust, bevor sie es nun war, die ihren gemeinsamen Rhytmus wieder aufnahm.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 27.02.2007, 17:55


    Frederick gab ihrem Drängen nach und ließ Lara die Oberhand gewinnen, indem er ihr nun die Kontrolle über dieses kleine Spiel gab.
    Er bewunderte die Vollkommenheit von Laras Körper und mit seinen Händen erforschte er jede Rundung ihres Körpers, aber so sachte, als ob er Angst hätte, ihr weh zu tun.
    Er schloss die Hände um ihre Brüste, streichelte sie und fuhr dann an ihren Flanken entlang.

    Nun war es an ihm, sich ganz ihren Bewegungen hinzugeben und er schloss die Augen, überwältigt von dem starken Gefühl, das sie in ihm hervorrief.
    Als sie den Rhythmus beschleunigte, zog er sie zu sich herab, küsste sie und schmeckte das salzige Aroma ihrer Haut.

    „Ich gebe mich geschlagen.“ sagte er, als sie sich wieder aufrichtete und dieses Mal tat er es mit Vergnügen.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 02.03.2007, 00:06


    Lara lächelte.
    "Das ist keine Schlacht, Liebster." Erwiderte sie mit rauchiger Stimme die kaum lauter war als ein Flüstern.
    "Du kannst nicht verlieren." Ihre Hände glitten erneut über seine Brust, und die blonden Locken fielen über ihren Oberkörper, während sie sich Frederick ganz und völlig hingab, mit allem, was sie war.

    Wieder und wieder senkte sie sich zu ihm herab, und seine Brust oder seinen Hals mit ihren Lippen zu liebkosen, ließ zu, dass seine Hände über ihren Körper glitten und ihre Brust massierten.
    Sie hörte ihn stöhnen, hörte ihn keuchen, und fühlte den dünnen Schweißfilm, der sich nun auch auf seine Haut legte.
    Sie sah, wie er die Augen schloss, und sein Gesicht sich vor Leidenschaft und Schmerz zugleich verzerrte, und sie wusste, dass es nun soweit war.
    Das er davor stand, den Himmel auf Erden zu erleben, und dass sie ihm das Paradies schenken konnte.

    Lara warf den Kopf in den Nacken, so dass ihr Haar ihren nackten Rücken hinunter fiel, und sie stöhnte laut und atemlos, als ihr Körper sich anspannte, sie diesen Moment auskostete, und ihn für Frederick noch einige wenige Sekundenbruchteile länger aufrecht erhielt, bevor sie schließlich erschöpft auf ihm zusammenbrach.
    Ihr Atem ging noch immer heftig, als seine Arme sich um sie schlossen und ihr Kopf auf seiner Brust zu liegen kam.
    "Ich liebe dich, Frederick Resnick..." Flüsterte sie leise, und sie sah ihn dabei nicht an, schlang stattdessen ihren Arm um seinen Bauch und vergrub das Gesicht an seiner Brust.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 02.03.2007, 17:08


    Frederick zog Lara an sich, um das Einssein zu bewahren, das sie gerade geteilt hatten.
    Überaus sanft strich er ihr über das lange Blonde Haar, während er weiterhin die Augen geschlossen hielt, um die Nachwirkungen ihres Höhepunktest zu genießen.
    Die zärtliche Berührung ihrer Hand auf seinem Bauch war ihm durchaus vertraut, doch Frederick konnte sich nicht mehr daran erinnern, wann er sich das letzte Mal so wohl gefühlt hatte.

    Ihre Worte zauberten ein sanftes Lächeln auf sein Gesicht, doch er antwortete nicht sofort.
    Die Stille im Raum war plötzlich etwas Vollkommenes und es schien fast so, als würden Frederick gar keine Worte brauchen, um seine Gefühle für Lara auszudrücken, aber er tat es trotzdem.

    „Ich liebe dich auch,“ erwiderte er so leise, dass es nur ein Flüstern war. Sein Lächeln wurde breiter. „Derlei Geständnisse musst du mir aber gar nicht machen, Liebling. Ich weiß, dass ich gut war.“ fuhr er dann weiter fort und zog die Decke enger um sie beide.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 03.03.2007, 11:43


    Lara spürte, wie Frederick behutsam an sich zog, und der Gedanke, ihm nahe zu sein erfüllte sie mit wohliger Wärme.
    Seine Arme schlossen sich um sie, hielten sie fest, als er Decke aus feinstem Stoff über sie beide zog, und Lara hielt die Augen geschlossen, während sie einfach nur dem Heben und Senken seiner Brust lauschte.

    Der Tag hatte so traurig begonnen - wer hätte gedacht, dass er so enden konnte?
    Lara erinnerte sich an die Trauer in Fredericks Gesicht, und an ihre Hoffnung, ihm diese Trauer nehmen zu können, wenn er Andrew erst einmal wieder sah.
    Allein deshalb hatte sie den Vorschlag gemacht, hier heraus, zu Richards Waldschlösschen zu fahren.
    Und ihre Ankunft war bereits unter schlechten Sternen gestanden.
    Erst Fredericks Streit mit Andrew und Richard.
    Dann die vernichtende Nachricht, dass sie über Nacht bleiben mussten, und schließlich ihre eigene hässliche Auseinandersetzung.
    Und doch, war aus alldem noch etwas Gutes geworden, für Lara und sie dankte Gott dafür, oder wem auch immer, der über sie wachte.

    Sie lächelte verschmitzt, als sie Fredericks Worte vernahm und küsste ihn neckisch auf den Hals.
    "Ich muss ja einen Grund gehabt haben, dich zu heiraten, oder?" Gab sie schelmisch wieder zurück, ließ zu, dass er mit seiner Hand über ihre Wange strich, nahm ebenjene Hand dann in ihre eigene, führte sie an ihre Lippen und küsste dann seine Fingerspitzen.
    Dann legte sie den Kopf wieder auf seine Brust und ihre Hand nahm das sanfte Streichen seines Bauches wieder auf, während er ihren Oberkörper fest an den seinen gedrückt hielt.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 03.03.2007, 14:16


    „Du hast schon immer ein gutes Gespür gehabt, was meine Qualitäten betrifft.“ erwiderte Frederick und genoss die Nähe ihres Körpers und das Gefühl ihre Haut an der seinen zu spüren.

    Langsam sank die Müdigkeit auf ihn herab und ließ Frederick die lang herbeigewünschte Ruhe finden, nach der er sich schon seit Wochen gesehnt hatte.
    Die Sorgen waren für diesen Moment vergessen und der Schlaf nahm Fredericks Körper und Geist gefangen.
    Es war fast wie eine Erlösung nach den langen schlaflosen Nächten, die er in den letzten Wochen durchlebt hatte. Jedes Mal wenn er versuchte die Augen zu schließen, sah er Andrews schmerzverzerrtes Gesicht vor sich und gleichzeitig auch Nestors Hass, in den Augen seines Freundes brennen.
    Doch dieses Mal war es anders.
    Ihn verfolgten andere Bilder, doch Frederick konnte nicht genau zuordnen, was sie bedeuteten. Sie waren zusammenhangslos und doch zugleich beunruhigend, denn sie brachten ein längst vergessenes Gefühl mit sich.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 08.03.2007, 00:53


    "Ich konnte die Menschen in meiner Umgebung schon immer sehr gut einschätzen, Liebling." Entgegnete sie still lächelnd.

    Ihr Kopf lag noch immer auf seiner Brust, und sie fühlte das regelmäßige Heben und Senken seiner Brust, wann immer er einen Atemzug tat.
    Es war ein angenehmes Gefühl.
    Es war ein sehr angenehmes Gefühl, das Bett nicht verwaist vorzufinden, sondern zu spüren, dass da mehr Leben war, als nur ihr eigenes.
    "Ist es nicht seltsam..." Flüsterte sie leise, ließ ihre Fingerspitzen sanft über seinen Oberkörper gleiten, als sie ihre Augen schloss und einfach nur Fredericks Atemgeräuschen lauschte, "... das wir ausgerechnet unter diesen Umständen hier so zusammenkommen?"
    Frederick antwortete nicht, und so führte Lara noch ein wenig aus, was sie meinte.

    "Ich meine... Menschen sterben... die Welt geht vielleicht unter und... wir sind an einem Ort, an dem wir niemals sein wollten... und trotzdem... empfinde ich es so, als wäre diese Nacht das Beste, was mir... was uns in den letzten Monaten passiert ist." Sie seufzte leise, und ihre Hand hielt still.
    "Denkst du, dass es falsch ist, dass ich so fühle, Frederick?"



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 10.03.2007, 10:48


    Frederick hatte ihre letzten Worte nicht mehr gehört, er war bereits in die Tiefen des Schlafes abgedriftet und als er nun daraus zurückkehrte, war es wie ein Schock für ihn, der ihn hochschrecken ließ.
    Er hatte die Augen gar nicht lange geschlossen gehabt und trotzdem hatte er Bilder gesehen, die ihn an Träume erinnerten, welche er längst in seine Vergangenheit verbannt hatte.
    Frederick redete sich ein, dass es wohl an Richards Wein liegen musste, doch insgeheim wusste er, dass dem nicht so war.
    Er konnte einiges vertragen und vom Wein hätte er mehr trinken müssen, als diese paar Gläser, um irgendeinen Einfluss auf seine Wahrnehmung zu spüren.

    Er konnte noch Laras Stimme hören, wie sie seinen Namen rief, doch ihre Stimme klang verängstigt und schrill. Im ersten Moment wusste er gar nicht, ob er wach war oder noch immer schlief.

    Frederick blickte zu ihr und seine Hand fuhr instinktiv zu der ihrigen. War ihr etwas zugestoßen?

    „Was hast du gesagt?“ fragte er ein wenig besorgt.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 10.03.2007, 14:46


    "Nichts." Antwortete Lara, aber es klang nicht wütend oder vorwurfsvoll.
    "Gar nichts..." Sie lächelte ihm zu, auch wenn er es in der Dunkelheit nicht sehen konnte, und strich ihm sanft über die Stirn.

    Sie hatte es bemerkt.
    Hatte seinen Körper zucken gespürt.
    Hatte gesehen, wie sich seine Stirn in Falten gelegt hatte, so als habe er Dinge gesehen, die er nicht hatte sehen wollen.
    Sie legte ihre Hand in seine und schmiegte sich wieder an seine Brust.
    "Schlaf ein wenig, Frederick." Flüsterte sie ihm zu, und hauchte einen Kuss auf seine Brust.
    Dann schloss sie selbst ihre Augen, lauschte auf seine regelmäßigen Atemzüge, und driftete schon kurz darauf in eine tiefe Traumlandschaft ab.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 19.09.2007, 18:26


    Lara schlief ruhig und friedlich an Fredericks Seite.
    Wohlige Wärme erfüllte sie und und sie lächelte im Schlaf während ihre Hände unbewusst mit Fredericks Haar spielte.
    Sie war so glücklich wie lange nicht mehr und sogar dieses Haus konnte ihr keine Angst einjagen.
    Obwohl es sicherlich jegliche Art von Albträumen begünstigte, hatte Lara in dieser Nacht nicht einen einzigen.
    Die Decke lag über ihr und Frederick, und der gleichmäßige Atem ihres Mannes und dessen rhytmisch schlagendes Herz gaben ihr Sicherheit.
    Trotzdem blinzelte sie irgendwann.
    Sie glaubte, Geräusche gehört zu haben, und wischte sich verschlafen über die Augen.
    Frederick lag noch immer neben ihr, und er wirkte zufrieden, hatte sogar ein kleines Lächeln auf den Lippen.

    Lara hob den Kopf und sah sich um.
    Der Mond warf seinen fahlen Schein in das Zimmer, und tauchte es in dunkles Grau, ließ aber zu, dass sie Konturen erkennen konnte.
    Ihre Augen glitten zu dem großen, hohen Fenster an der Ostwand des Zimmers, und dort sah sie, sehr zu ihrer Überraschung, grüne Blitze in die Nacht aufsteigen.
    "Frederick?" Flüsterte sie leise und vorsichtig berührte sie ihn an der Schulter und schüttelte ihn leicht.
    "Frederick!" Wiederhilte sie, immer noch flüsternd, aber sehr viel eindringlicher.
    Sie sah draußen vor dem Haus über dem Wald etwas in die Luft aufsteigen, und allein dieser Anblick ließ sie erschaudern, obgleich sie keine Ahnung hatte, worum es sich bei diesem Ding handelte.
    Für einen Vogel jedenfalls war es zu groß.
    Außerdem schien es sein eigenes lokales Gewitter anzuziehen...!



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 19.09.2007, 20:39


    Frederick hatte einen traumlosen Schlaf in dieser Nacht und das war auch gut so. Die letzten Monate über war er immer wieder aufgewacht, die schrecklichen Bilder von dem, was er Andrew angetan hatte, tief in seine Erinnerung eingebrannt.
    Er wurde sie einfach nicht los und das half ihm nicht gerade dabei, dass die Schuldgefühle verschwanden.
    Ein Grund weshalb er noch immer nicht vergessen konnte war der, dass er glaubte sogar das Richtige getan zu haben.
    Diese Erkenntnis ängstigte ihn am meisten, denn er hatte sich nie für besonders eigensinnig oder dickköpfig gehalten.
    Doch in dieser Nacht waren solche Gedanken, Ängste und Träume vergessen. Frederick fühlte sich seit langem wieder zufrieden und das merkte man vor allem an dem tiefen Schlaf, indem er sich nun befand.

    Erst als er langsam in den Dämmerzustand aus Schlaf und Erwachen zurückkehrte, vernahm er Laras leise Stimme an seinem Ohr.
    Frederick öffnete die Augen.
    Es war noch immer Nacht, doch das Zimmer schien von grünem Licht erhellt zu sein, das gespenstische Schatten auf die Wände des Raumes warf.

    „Was zum…“ Frederick stand vom Bett auf und trat ans Fenster. Die Blitze wurden immer intensiver und färbten den Nachthimmel in ein bizarres Grün.
    Ohne groß darüber nachzudenken, begann Frederick seine Kleidung zusammenzusuchen und anzuziehen, während er immer wieder zum Fenster blickte.
    Plötzlich jedoch spürte er Laras Hand auf seinem Arm und er drehte sich zu ihr um. „Geht’s dir gut?“ wollte er wissen. Das Licht, das von draußen hereinfiel, offenbarte die Angst, die auf ihrem Gesicht zu sehen war.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Lara Resnick - 19.09.2007, 21:24


    Lara schlang die Decke um ihren Körper, als Frederick aufsprang, sich verwirrt umsah, allmählich die Situation zu begreifen begann, und deutlich beunruhigt nach seiner Kleidung suchte.
    Das ganze Zimmer war inzwischen grün gefärbt und Lara merkte, wie ihr ein kalter Schauder über den Rücken lief.
    Warum überraschte sie das überhaupt, dass in diesem Spukhaus alles anders lief, als normal?
    Die grünen Lichtern vor den Fenstern allerdings waren beunruhigend, und Lara wünschte sich kurz, nicht hier zu sein.
    Sie sah, wie Frederick sich anzog, seine Waffe in ihr Halfter steckte und eine Jacke darüberzog.

    Lara schluckte.
    Frederick wandte sich ihr zu, nahm ihr Gesicht in die Hände und strich vorsichtig über ihre Wange.
    "Ja. Ja mir geht's gut." Beruhigte sie ihn, und tat es ihm dann gleich, suchte nach ihrem Kleid und einer Stola, die sie sich überwarf.
    Dann blickte sie erneut zu Frederick, der sie befremdet ansah und setzte ein: "Ich werde dich begleiten, Frederick."
    Ihr Mann runzelte die Stirn, und Lara war sich sicher, dass er drauf und drann war, den Kopf zu schütteln, und es ihr wieder auszureden, als sie von draußen einen nahezu unmenschlichen Schrei vernahm.
    Sie sah aus dem Fenster, und der ganze Himmel war inzwischen von grünen Lichtblitzen erhellt und sie konnte sehen, wie ein wahrer Sturm um den Wald tobte.
    Was war dort nur los?
    "Ich lass dich nicht alleine gehen, Frederick." Erklärte sie ihm, und ihr Tonfall machte deutlich, dass sie nicht mit sich diskutieren ließ.



    Re: Noch ein Gästezimmer...!

    Frederick Resnick - 19.09.2007, 22:59


    "Ich werde dich begleiten, Frederick."
    Frederick war gerade dabei seine Schuhe zuzubinden, als er ihre Worte vernahm. Langsam wandte er sich zu ihr um und blickte sie an. Es war ihr ernst, das konnte er von ihrem Gesicht ablesen.
    Seine Gefühle schwankten zwischen dem Wunsch sie in Sicherheit zu wissen und der Angst davor, sie in diesem Haus zurückzulassen.
    Er kannte ihre Sorgen und auch die Abneigung gegenüber Richards Behausung. Sie hatte sich bei den wenigen gemeinsamen Besuchen von Concords Anwesen immer unwohl gefühlt.
    Anders als Frederick, besaß Lara eine gewisse Abscheu gegenüber all den dunklen und unfassbaren Geheimnissen, die sich hinter den Mauern dieses Hauses verbargen.
    Doch Richard hatte ihm an diesem Abend versichert, dass das Haus geschützt war und er vertraute dem Urteil des Okkultisten.
    Aus diesem Grund wollte er lieber verhindern, dass Lara ihn begleitete. Sie sollte hier bleiben, wo sie in Sicherheit war.

    Doch seine Frau hatte ihren Standpunkt klar und deutlich geäußert. Sie konnte recht starrsinnig sein, wenn sie wollte und meistens überraschte sie ihn mit diesem Charakterzug, wenn es sich um schwierige Situationen handelte.
    Im Moment war Frederick jedoch nicht auf Streit aus. Seine Gedanken drehten sich vielmehr um die Erscheinung draußen am Himmel und darum, was sie zu bedeuten hatte.
    Andrew
    Sein Freund war in Gefahr. Er fühlte es und jetzt, da er das wusste, wollte er keine Sekunde verlieren.

    Er sah die Entschlossenheit in Laras Blick, also nickte er nur. „Dann beeilen wir uns besser.“ sagte er, öffnete die Tür und trat hinaus in den Korridor.

    tbc: Foyer (inkl. Lara)



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