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Re: Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
infoshark - 29.01.2007, 20:27Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
Sydney - Radikale Umweltschützer haben sich am Montag in antarktischen Gewässern auf die Suche nach japanischen Walfängern gemacht, um sie notfalls mit Gewalt am Töten der großen Meeressäuger zu hindern. Die Umweltschutzorganisation "Sea Sheperd" (Meeres-Hirte) setzte eine Belohnung von 25.000 Dollar für Informationen über die Position der Walfänger aus.
Allerdings weichen die Japaner ihren Verfolgern mithilfe kostspieliger Satellitensysteme aus. Die zwei Schiffe der Umweltschützer können zudem nicht länger als zwei bis drei Wochen auf See bleiben, wie der Chef von Sea Sheperd, Paul Watson, sagte. 70 Menschen aus 14 Ländern nehmen an der Jagd teil.
Überwachung per Satellit
Die Japaner würden sich so lange wie möglich verstecken, sagte Watson. "Wir wissen, dass sie 150.000 Dollar in ein Programm investiert haben, mit dem sie unsere Schiffe über Satellit ausmachen können." Daher versuchten die Umweltschützer den von Satelliten überwachten Zonen fernzubleiben und sich hinter Eisbergen zu verstecken.
"Doch wir sind ganz klar im Nachteil", sagte Watson. Sollten Tierschützer und Walfänger aufeinandertreffen, drohen gewalttätige Zusammenstöße. Watson kündigte an, seine zwei Schiffe würden mit einer Art Rammbock Löcher in die Schiffshaut der Walfänger schlagen - oberhalb der Wasserlinie, aber zerstörerisch genug, um sie zur Umkehr zu zwingen.
Wasserwerfer gegen Greenpeace
Die Japaner wehrten sich im vergangenen Jahr mit Wasserwerfern gegen Verfolger der Gruppe Greenpeace. Auch die Umweltorganisation schickte am Freitag vom neuseeländischen Hafen Auckland aus ein Boot in die Jagdgründe.
Die japanische Walfangflotte will bis März 850 Minkwale und zehn Finnwale töten. Ein internationales Walfang-Moratorium verbietet die kommerzielle Waljagd, Japan umgeht jedoch das Verbot unter Berufung auf Ausnahmeregelungen, die den Walfang zu Forschungzwecken erlauben. (dg)
Re: Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
Tiburon - 06.02.2007, 10:58
Hat einer einen Link zu den wissenschaftlichen Papers die ja aus dieser "wissenschaftlichen Walforschung" unweigerlich entstehen sollten? :lol:
Jeder weiss, dass es nicht um Forschung geht, dennoch tut niemand was dagegen...
Re: Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
infoshark - 06.02.2007, 12:33
Ja... diese wissenschaftliche Arbeit würde mich auch Intressieren. Vor allem auch die Resultate...
Leider ist mir diesbezüglich auch nichts bekannt...
Re: Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
infoshark - 09.02.2007, 13:27Japan: Viele getötete Wale sind Muttertiere
Japan: Viele getötete Wale sind Muttertiere
Eine unveröffentlichte Statistik des japanischen Walforschungs-Instituts (ICR) hat am Freitag erneut für Kritik an der Jagd auf Meeressäuger gesorgt.
Laut den Zahlen der Fangsaison 2005/2006 im Südpolarmeer waren 93,8 Prozent der getöteten erwachsenen Weibchen säugende oder trächtige Mütter, berichtete Greenpeace in einer Aussendung. Insgesamt wurden 863 Wale geschlachtet. 242 bzw. 227 davon waren Weibchen bzw. Muttertiere.
Neben Zwergwalen fielen den Harpunen im vergangenen Winter auch zehn Finnwale zum Opfer, kritisierte die Umweltschutzorganisation. Die Meeressäuger stünden auf der „Roten Liste der bedrohten Tierarten“ der Weltnaturschutzunion (IUCN) und seien als „stark gefährdet“ eingestuft. Seit Beginn des „wissenschaftlichen“ Walfangprogramms im Südpolarmeer 1987 hätten japanische Walfänger insgesamt 7.658 Wale erlegt. Die angebliche Forschung, sei jedoch eine Farce, die jeder wissenschaftlichen Ethik widerspreche. Es handel sich dabei um kommerziellen Fang, der gestoppt werden müsse.
Unmittelbarer Augenzeuge des japanischen Walfangs war der Österreicher Erich „Joe“ Böhm, der im Winter des Vorjahres mit Sicht-Blockaden versuchte, den gejagten Tieren das Leben zu retten. „Für mich war es damals schon ein Horror, den stundenlangen, qualvollen Todeskampf eines Wals erleben zu müssen. Aber wenn ich mir jetzt vorstelle, dass darunter höchstwahrscheinlich eine trächtige Walmutter war, dann wird mir ganz anders.“
Mit einem Schlauchboot kreuzte Böhm immer wieder zwischen den Meeressäugern und Harpunenkanonen und störte mit seinem eigens entwickelten Wasserwerfer die Sicht auf das Ziel. 82 Wale konnten dadurch vor den Fangflotten flüchten. Auch in diesem Winter ist der Österreicher mit dem Greenpeace-Schiff „Esperanza“ im Südpolarmeer unterwegs. Am Wochenende soll das Boot mit der Fangflotte zusammenzutreffen.
Re: Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
infoshark - 12.02.2007, 17:02Walfänger kollidiert mit Tierschützer-Schiff
Walfänger kollidiert mit Tierschützer-Schiff
Bei Protesten gegen Japans Waljagd ist es erneut zu einem gefährlichen Zwischenfall auf hoher See gekommen. Ein Schiff der Tierschutz-Organisation Sea Shepherd ist mit einem japanischen Walfänger kollidiert.
Wellington - Die Tierschutzorganisation Sea Shepherd ist bekannt dafür, nicht eben zimperlich gegen Walfänger vorzugehen. Erst kürzlich hatte Sea-Shepherd-Gründer Paul Watson angedeutet, japanische Walfangschiffe notfalls auch rammen zu wollen, um die Jagd auf die Meeressäuger zu unterbinden. Eines seiner Schiffe verfüge über einen eigens verstärkten Bug, hieß es. Watson hatte sogar 25.000 US-Dollar Prämie auf die Positionsdaten der japanischen Schiffe ausgesetzt.
Jetzt ist ein Schiff der Tierschützer offenbar selbst zum Opfer einer Kollision geworden: Der japanische Walfänger "Kaiko Maru" sei zweimal mit der "Robert Hunter" kollidiert und habe deren Bordwand auf einem Meter Länge aufgerissen, heißt es auf der Sea-Shepherd-Website. Die "Kaiko Maru" habe einen Notruf abgesetzt, aber nicht auf Hilfsangebote der Tierschützer reagiert, erklärte Watson.
Die Tierschützer hatten nach eigenen Angaben versucht zu verhindern, dass die Japaner eine Gruppe von Walen erreichen. Die Japaner erklärten, die Sea-Shepherd-Mitglieder hätten ihr Boot wie Piraten angegriffen. Die "Kaiko Maru" habe ein anderes japanisches Schiff in der Nähe um Hilfe gebeten, erklärte ein Sprecher des Fischereiministeriums. Verletzt wurde bei der Auseinandersetzung im mit Eisbergen übersäten Meer südlich von Neuseeland offenbar niemand.
Erst am Freitag war es zu einer Konfrontation zwischen Walfängern und Sea-Shepherd-Aktivisten gekommen. Anschließend wurden zwei Mitglieder der Gruppe, die in einem Schlauchboot unterwegs waren, mehrere Stunden vermisst.
Das Vorhaben der japanischen Regierung, in diesem Jahr rund 800 Wale zu töten, war auf scharfe internationale Proteste gestoßen - zumal das Fleisch der angeblich zu Forschungszwecken erlegten Tiere regelmäßig in Gourmet-Restaurants landet. Im Januar 2006 war es im Südpolarmeer zu einer Kollision zwischen einem japanischen Walfänger und einem Greenpeace-Schiff gekommen. Beide Seiten gaben sich gegenseitig die Schuld an dem Vorfall.
Re: Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
infoshark - 12.02.2007, 20:17Walschützer bombadieren japanische Walfangflotte mit Butters
Walschützer bombadieren japanische Walfangflotte mit Buttersäure
Hagen (ots) - Der Hagener Walschützer Jürgen Ortmüller erhielt am Freitag morgen die Nachricht von Board des Flagschiffs des kanadischen Walschützer und ehemaligen Greenpeace-Mitbegründers Paul Watson, dass er und seine 57-köpfige Crew von der "Sea Shepherd" nach über 5-wöchiger Suche die japanische Walfangflotte im Südpolarmeer aufgespürt haben.
Die Walschützer bombadierten per Helikopter das japanische Fabrikschiff "Nisshin Maru" mit Buttersäure, um eine Arbeit der Walfänger an Deck unmöglich zu machen. Begleitet wird das Fabrikschiff von drei Walfang-Schiffen, die mit Harpunenkanonen bestückt sind und den Walen einen qualvollen Tod bereiten, damit sie dann an Board des Fabrikschiffs filitiert werden.
Die japanische Walfangflotte plant in diesem Jahr in dem ausgewiesenen Antarktischen Walschutzgebiet über 900 Wale zu töten; angeblich zu wissenschaftlichen Zwecken. Dabei erzielt das Walfleisch auf den japanischen Märkten Spitzenpreise; denn dort und in den Gourmet-Restaurants landet es anschließend.
Die Sea Shepherd Crew hatte von Beibooten aus den Abfluss des Fabrikschiffes zugenagelt, damit das abfließende Walblut auf das Deck zurückgespült wird. Bei dieser Aktion havarierte eines der Beiboote und zwei Aktivisten wurden ins eiskalte Meer gespült. Erst nach 8-stündiger Suche in rauher See konnten die Crewmitglieder wohlbehalten auf die "Farley Mowat" gerettet werden. Aufgrund eines internationalen Seenotrufs durch Watson mussten sich auch die Japaner an der Rettungssuche beteiligt.
Die Walfangschiffe befinden sich jetzt wieder auf der Flucht vor den Walschutzaktivisten.
Unterstützung erfährt Watson durch den deutschen Walschützer Jürgen Ortmüller. Der Hagener Steuerberater ist seit 1999 mit Paul Watson befreundet und unterstützt ihn regelmäßig bei seinen Aktionen wie z.B auf den dänischen Färöer-Inseln oder auch bei der Vogelrettung nach der Havarie des Tankers "Erika".
Seit Dezember 2006 steht Ortmüller mit Watson direkt in Verbindung, um auch die deutsche Öffentlichkeit über die Aktionen gegen die japanischen Walfänger zu informieren.
Re: Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
infoshark - 13.02.2007, 13:52Schutz der Wale oder regulierter Walfang?
Umstrittene Walfangkonferenz beginnt in Japan
Schutz der Wale oder regulierter Walfang?
Japan bleibt dabei: Der Walfang soll nicht verboten, sondern lediglich reguliert werden. Wie, das sollen nach dem Willen Japans die Länder der Internationalen Walfangkommission nun drei Tage lang in Tokio diskutieren. Doch viele der Walschutzländer wollen dabei nicht mitspielen - und sagten ihre Teilnahme ab.
Der Streit um den Walfang eskaliert. Seit letzter Woche behindern Tierschützer japanische Fischer bei ihrer Waljagd in antarktischen Gewässern. Zugleich wirbt die japanische Regierung mit einer Konferenz in Tokio massiv für den Walfang. Das dreitägige Treffen, das heute begonnen hat, soll nach Angaben der japanischen Fischereibehörde die Walfangdebatte "versachlichen". Pro- und Anti-Walfangländer sollen dabei diskutieren, wie die Internationale Walfangkommission ihre ursprüngliche Aufgabe wahrnehmen könne. Japan argumentiert seit langem, die Kommission habe die Aufgabe, den Walfang zu regulieren, nicht aber, die Wale zu schützen.
Doch diese Diskussion dürfte in Tokio kaum stattfinden, denn nur knapp die Hälfte der 72 Kommissionsländer hat die japanische Einladung angenommen. Dagegen boykottierten insgesamt 26 Nationen die Tagung wegen ihrer einseitigen Ausrichtung. Als einzige Walschutznation ist die Schweiz vertreten. Dieser Boykott sei sehr enttäuschend, erklärte die japanische Fischereiagentur. Dagegen hält Greenpeace die Tagung für "einen weiteren japanischen Versuch, die Kontrolle der Walfangkommission zu übernehmen". Die meisten der teilnehmenden Länder seien von Japan "gekauft".
Viele Walarten nicht mehr vom Aussterben bedroht?
Bei ihrer letzten Jahrestagung hatte die Internationale Walfangkommission erstmals knapp entschieden, das mehr als zwanzig Jahre alte Fangmoratorium aufzuheben. Aber für eine bindende Entscheidung ist eine Drei-Viertel-Mehrheit notwendig, die als unerreichbar gilt. Japan und andere Walfangnationen wie Norwegen wollen deshalb die Regeln der Kommission ändern. Sie argumentieren, viele Walarten seien nicht mehr vom Aussterben bedroht. Japan behauptet sogar, die Meeressäuger hätten sich so vermehrt, dass sie inzwischen mehr Fische fressen als weltweit von Menschen gefangen würden.
Walschützer greifen zu härteren Mitteln
Der Walfangstreit wird mit zunehmend härteren Bandagen geführt. Gestern stieß ein japanisches Walfangschiff bei einer Protestaktion vor der Anarktis zwei Mal mit einem Boot der amerikanischen Tierschutzorganisation "Sea Shepard" zusammen. Dabei wurden beide Boote beschädigt. Das japanische Schiff setzte einen Notruf ab, möglicherweise muss es einen Hafen anlaufen. Die Tierschützer wollten nach eigenen Angaben verhindern, dass die sechs Schiffe der japanischen Flotte eine Gruppe von Walen erreicht. Die Fischer wollen bis April 850 Zwergwale und 10 Finnwale abschießen, angeblich zu wissenschaftlichen Zwecken.
Schon am Freitag war es zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen. Die Umweltschützer hatten sechs Liter stinkende Buttersäure auf das Deck eines Walfängers geschleudert und dabei zwei Fischer verletzt. Als sich danach ein Schlauchboot mit zwei Aktivisten im Nebel verirrte, verabredeten beide Seiten allerdings einen Waffenstillstand und suchten gemeinsam nach den Vermissten.
Re: Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
infoshark - 15.02.2007, 12:34Japan im Walkampf
Japan im Walkampf
Während sich Japan im Südpolarmeer Seeschlachten mit den Umweltschützern von „Sea Shepard" liefert, hat in Tokio eine Konferenz zum Thema Walfang begonnen. Japan strebt die „Normalisierung" der Internationalen Walfangkommission IWC und die Legalisierung des kommerziellen Fangs an. 26 Staaten blieben der Tagung aus Protest fern.
Die Internationale Walfangkommission befindet sich in der Krise. Dieser Meinung ist nicht nur Japan, sondern auch die Kommission selbst, zumindest wenn man den Resolutionen vom letzten Jahrestreffen im Juni 2006 Glauben schenken darf. Die Kommission gesteht darin ihr Scheitern im Sinne des Internationalen Übereinkommens zur Regelung des Walfangs ein, d.h. sie gibt zu, dass ihr der Ausgleich zwischen den Bedürfnissen der Walfangnationen und dem notwendigen Schutz gefährdeter Walarten nicht gelungen ist. „Die IWC", heißt es in der Resolution weiter, „kann nur vor dem Kollaps bewahrt werden, wenn die unterzeichnenden Staaten Maßnahmen ergreifen, die den kontrollierten und nachhaltigen Walfang zulassen."
Vertreter der Walfanggegner-Staaten und diverser Umweltschutzorganisationen sehen in einem solchen Dokument eine Katastrophe ohnegleichen und den Anfang vom Ende des Kontrollgremiums. Man muss, um die Ausmaße des Ganzen überblicken zu können, allerdings wissen, dass die Entscheidung denkbar knapp ausfiel; die Resolution wurde mit gerade einmal 33 zu 32 Stimmen angenommen. Das eigentlich Bedrohliche daran ist die Tatsache, dass es damit Japan und seinen Verbündeten zum ersten Mal gelungen ist, die Front der Walfanggegner zu überstimmen.
Bisher war dies, wenn auch zunehmend knapper, noch nicht möglich gewesen. Japan versucht allerdings seit Jahren, innerhalb der Kommission an Einfluss zu gewinnen und kauft zu diesem Zweck gezielt die Stimmen von Entwicklungsländern aus Afrika und Südamerika ein, die zwar selbst keinerlei Interesse am Walfang haben, Japan im Gegenzug für Entwicklungshilfe und Finanzspritzen aller Art aber gerne unterstützen. Den hauptsächlich im Südpolarmeer tätigen Walfängern ist auf diese Weise nun gelungen, die Mehrheit der Mitgliedsstaaten der Kommission hinter sich zu bringen – wie Kritiker befürchten ein erster Schritt auf dem Weg zur Abschaffung des Moratoriums von 1986, das den kommerziellen Walfang verbietet. Ganz soweit ist man bei der internationalen Kontrollbehörde zwar noch nicht, weil aus gutem Grund eine zwei-Drittel-Mehrheit notwendig ist um das Verbot zu kippen.
Japan und seine freiwilligen oder gekauften Unterstützer arbeiten allerdings mit vereinten Kräften daran, dieses Ziel in absehbarer Zeit auch zu erreichen. Keinem anderen Zweck dient auch die Konferenz, die seit Dienstag in Tokio tagt. Offiziell soll es bei dem absichtlich abseits der regulären IWC-Konferenz abgehaltenen Treffen um die „Normalisierung der Internationalen Walfangkommission" gehen. Gemeint ist damit, sind sich Umweltschützer und Anti-Walfang-Nationen einig, dass man sich darüber unterhalten will, wie sich die Kommission in Zukunft mehr der Regulierung des kommerziellen Walfangs und nicht mehr dem Artenschutz widmen könnte. 26 Walschützernationen sagten deswegen ihre Teilnahme ab, nur die Walfanggegner aus der Schweiz sind nach Tokio gereist. Die Wahlkampf-Freunde bleiben ansonsten unter sich.
Allen voran gehen dabei neben Japan auch Norwegen, Dänemark und nicht zuletzt Island, das im Oktober letzten Jahres seinen kommerziellen Walfang wieder aufgenommen hat. Ebenso wie Nachbar Norwegen sieht der kleine Staat durch die wachsende Zahl von Zwergwalen seine Fischbestände im Nordatlantik bedroht. Dass es dafür keinerlei wissenschaftliche Beweise gibt, interessiert ebenso wenig, wie die Tatsache, dass nur 1,1 Prozent der 300.000 Bewohner des kleinen Staates überhaupt Interesse an Walfleisch haben. Und an das Verbot der Kommission sieht man sich nicht gebunden, weil man eh nur unter Vorbehalt eingetreten sei. Japan und Island drohen gleichermaßen mit einem kompletten Austritt aus dem Gremium, sollten sich die Bedingungen in diesem nicht in ihrem Sinne ändern.
Unterdessen nehmen die Auseinandersetzungen zwischen der japanischen Walfängerflotte und den Schiffen der Umweltschutzorganisationen im Südpolarmeer immer kriegerische Züge an. Am Montag trafen zum ersten Mal die Vertreter der militanten US-amerikanischen Organisation „Sea Shepards" mit den Jägern zusammen. Ein Schiff der Umweltschützer kollidierte mit einem der japanischen Walfänger im Eis, wer wen rammte ist noch nicht ganz geklärt. Den Japaner hat es allerdings scheinbar schwerer erwischt, denn er setzte ein Notsignal ab und wähnte sich lautstark und vor allem für die neuseeländische Seerettung unüberhörbar in Lebensgefahr. Als ihm jedoch ausgerechnet die „Esperanza", das Anti-Walfang-Schiff von Greenpeace, zu Hilfe kommen wollte, kam der Walfänger auf einmal wieder ganz gut alleine zurecht.
Auch Greenpeace versucht in der Antarktis den Walfang zu behindern, beschränkt sich jedoch darauf, Gruppen von Walen zu orten und zu vertreiben oder den Walfängern Sicht und Weg zu versperren. Gewaltsame Maßnahmen schließen die Aktivisten aus - im Gegensatz zu den Sea Shepards, die von einem Greenpeace-Aussteiger gegründet wurden und bereits im Vorfeld der Aktionen angekündigt hatten, zur Not auch Schiffe rammen zu wollen, um so die Jagd zu unterbinden.
Die japanische Fischereibehörde ließ sich die Chance nicht entgehen, auf die Umweltschützer zu schimpfen und diese als Terroristen der Meere darzustellen. Man fürchte, dass in Zukunft nicht nur Schiffe beschädigt, sondern auch Menschen verletzt oder gar getötet werden könnten, so die Japaner. Kritiker der Sea Shepards befürchten, dass der aktive Umweltschutz auf diese Weise unnötig in Misskredit gebracht werden könnte. Andererseits wird immer deutlicher, dass schnellstens Maßnahmen ergriffen werden müssten, um den Walfängern Einhalt zu gebieten, und zwar mittlerweile nicht mehr nur auf dem Meer, sondern vor allem auch in den internationalen Konferenzräumen. Andernfalls werden Japan und Co. ganz schnell wie befürchtet die Kontrolle der IWC übernehmen und irgendwann tatsächlich das Moratorium von 1986 abschaffen. Arme Entwicklungsländer oder geldgierige Staatschefs gibt es schließlich genug und so lange selbst Länder mitten im afrikanischen Kontinent, ohne jeden Zugang zu irgendeinem Meer, den Walfang zu einer für Kultur und Ernährung unerlässlichen, ganz tollen Sache erklären können, ist dem Stimmenkauf keine Grenze gesetzt.
Re: Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
infoshark - 15.02.2007, 13:32Japanischer Walfänger brennt in der Antarktis
Japanischer Walfänger brennt in der Antarktis /
Greenpeace-Schiff "Esperanza" eilt zur Hilfe
15.02.2007 - 11:30 Uhr, Greenpeace e.V.
Antarktis (ots) - 15. 2. 2007 - Nach dem Ausbruch eines Feuers an
Bord des Mutterschiffs der japanischen Walfangflotte, "Nisshin Maru",
eilt das Greenpeace Schiff "Esperanza" zum Unglücksort. Das
Expeditionsschiff der Umweltschützer wird das japanische Fabrikschiff
in rund 24 Stunden erreichen. Die "Esperanza" hatte in der Nacht
einen Notruf des Havaristen aufgefangen und sofort Hilfe angeboten.
Der Brand an Bord der "Nisshin Maru" war im Fabrikbereich
ausgebrochen und hat mittlerweile auf den Maschinenraum
übergegriffen. Bis auf eine Löschmannschaft haben rund 130
Besatzungsmitglieder das Schiff verlassen. Ein Mann wird vermisst.
"Ein Brand auf hoher See ist das Schlimmste was passieren kann.
Wir haben sofort unsere Hilfe angeboten", sagt Regine Frerichs,
Greenpeace-Bootfahrerin an Bord der "Esperanza". Die "Nisshin Maru"
ist mit 8000 Tonnen das größte Schiff der japanischen Walfangflotte.
Auf dem Fabrikschiff werden die getöteten Wale zerlegt und
tiefgefroren. Insgesamt besteht die japanische Flotte aus sechs
Schiffen.
Die "Esperanza" ist vor rund drei Wochen von Auckland/Neuseeland
aus in die Antarktis aufgebrochen. Es gab bisher kein Zusammentreffen
zwischen Greenpeace und der japanischen Flotte.
Re: Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
infoshark - 15.02.2007, 22:28Nach Brand auf Walfängerboot droht Umweltkatastrophe
Nach Brand auf japanischem Walfängerboot droht der Region eine Umweltkatastrophe
Wellington - Der Antarktis droht nach dem Brand auf einem japanischen Walfängerboot möglicherweise eine Umweltkatastrophe. "Die Situation ist ernst", sagte der neuseeländische Umweltminister Chris Carter am Donnerstag. "Es handelt sich hier um eine der unberührtesten Gegenden der Welt und ein schwer beschädigtes Schiff voller giftiger Öle." In der Nähe der havarierten "Nisshin Maru" leben unter anderem Pinguine.
Größte Gefahr sei ein Auslaufen von schätzungsweise 1000 Tonnen Benzin, Motoröl und anderer Chemikalien zur Fischverarbeitung, sagte Carter. Das mit Walfleisch schwer beladene Fabrikschiff trieb am Abend wegen der Unmengen Löschwasser rund 230 Kilometer nördlich der Antarktis mit Schlagseite in internationalen Gewässern. Ob es mit eigener Motorkraft einen Hafen anlaufen kann oder abgeschleppt werden muss, war zunächst unklar. Schlepper aus Neuseeland könnten das Gebiet erst in sechseinhalb Tagen erreichen.
Die für Rettungseinsätze zuständige neuseeländische Maritim-Behörde stand mit dem Walfänger in stündlichem Kontakt. Direktorin Catherine Taylor äußerte die Hoffnung, dass eventuell auslaufendes Öl wegen der Meereskälte verklumpen würde und dann relativ leicht eingesammelt werden könne.
Das Feuer war am frühen Morgen unter Deck der "Nisshin Maru" ausgebrochen. 20 an Bord gebliebene Seeleute brachten die Flammen nach mehreren Stunden unter Kontrolle. Mehr als 140 Besatzungsmitglieder retteten sich auf Beiboote. Ein Seemann (27) wurde vermisst. An Bord des Schiffes brach nach Informationen im Schiffsregister Lloyd's List 1998 schon einmal Feuer aus, berichtete die Wirtschaftsagentur Bloomberg.
Das Schiff gehört zu der umstrittenen Walfangflotte Japans. Nach Angaben von Greenpeace besteht sie aus sechs Schiffen: Dazu gehörten zwei Spähschiffe, drei Fangschiffe und das nun in Brand geratene Fabrikschiff "Nisshin Maru". Tierschützer der Gruppe "Sea Shepherd" hatten die Boote, die trotz internationaler Proteste "zu wissenschaftlichen Zwecken" mehr als 900 Mink-Wale schlachten wollten, wochenlang verfolgt und attackiert. Vor einer Woche hatten Aktivisten von "Sea Shepherd" eine stinkende Säure auf das Deck der "Nisshin Maru" gesprüht. Nach japanischen Angaben waren dabei zwei Besatzungsmitglieder leicht verletzt worden.
Greenpeace bot der havarierten "Nisshin Maru" unterdessen Hilfe an. In einem Interview mit der dpa/Rufa sagte der Pressesprecher der Umweltschutzorganisation, Björn Jettka, das Greenpeace-Schiff "Esperanza" habe den Notruf aufgefangen und sei auf dem Weg zum Unglücksort. Das Expeditionsschiff werde den japanischen Walfänger in etwa 24 Stunden erreichen. Ob eine Umweltkatastrophe bevorstehe, könne gegenwärtig noch nicht gesagt werden.
In neuseeländischen Medien kursierten Gerüchte, dass dem Brand eine Explosion voraus ging. Das bestätigten die Behörden nicht. Die Regierung in Wellington, die selbst strikt gegen das Walfangen ist, war nach Angaben eines Sprechers überzeugt, dass die Tierschützer mit dem Brand nichts zu tun hatten. Die japanische Fischereibehörde wies Hilfsangebote von Tierschützern, die mit Booten in der Nähe sind, zurück. Dabei handele es sich um "Terroristen", zitierten neuseeländische Medien einen Sprecher.
Neuseeland ist in dem Teil der Antarktis für Hilfs- und Rettungsmaßnahmen zuständig. Die Regierung habe jedoch bereits Australien, die USA und Großbritannien um Hilfe gebeten, sollte eine Säuberungsaktion nötig werden. Die Länder haben in der Antarktis Stützpunkte. Japan habe bereits schweres Rettungsgerät von Australien nach Neuseeland geflogen, sollte der Einsatz nötig werden.
Re: Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
infoshark - 16.02.2007, 23:21Schiffsbrand gelöscht, aber Japan will weiter Wale jagen
Schiffsbrand gelöscht, aber Japan will weiter Wale jagen
Wellington (dpa) - Der Brand auf dem japanischen Walfängerschiff «Nisshin Maru» in der Antarktis ist nach mehr als 30 Stunden weitgehend gelöscht worden. Das Fabrikschiff trieb nach Angaben der Regierung Neuseelands am Freitag aber antriebslos in dem Naturschutzgebiet.
Obwohl es nach dem Abpumpen des Löschwassers keine Schlagseite mehr hatte, sei die Gefahr eines schweren Umweltschadens nicht gebannt. An Bord der «Nisshin Maru» sind 100 Tonnen Benzin, Öl und Chemikalien. Es wurde zum Schutz vor Eisbergen von zwei anderen Booten der japanischen Walfängerflotte eng flankiert. «Die Situation könnte sehr gefährlich werden, wenn das Wetter sich ändert und die See aufgewühlt wird», sagte Neuseelands Umweltminister Chris Carter.
Er forderte die japanischen Eigner auf, das 6000-Tonnen- Mutterschiff der Flotte so schnell wie möglich aus den Küstengewässern nordwestlich des US-Stützpunktes McMurdo wegzuziehen. In der Nähe lebt eine der größten Adelie-Pinguin-Kolonien der Welt. Nach Angaben des Umweltministeriums ist Eile geboten: das relativ gute Wetter halte nur noch zwei Tage.
Der Stützpunkt habe einen Schlepper, der einsatzbereit sei. Außerdem sei das Greenpeace-Schiff «Esperanza» in der Nähe. Carter drängte die Japaner, auch diese Hilfe in Anspruch zu nehmen, obwohl sie Aktivisten gegen den Walfang immer als «Ökoterroristen» bezeichnet hat.
Die japanische Regierung will die Jagd auf die Meeressäuger trotz des Brandes nicht beenden. Man sei dabei, das Ausmaß der Schäden auf dem Fabrikschiff zu erfassen und habe noch keine Entscheidung über das weitere Vorgehen getroffen, sagte ein Sprecher der Fischereibehörde in Tokio am Freitag.
Das Feuer an Bord des schwer mit Walfleisch beladenen Schiffes war am frühen Donnerstagmorgen unter Deck ausgebrochen. Die Ursache ist unbekannt. Ein 27 Jahre alter Seemann wird vermisst. Der Großteil der mehr als 120 Mann Besatzung war von Nachbarbooten aufgenommen worden.
Re: Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
infoshark - 17.02.2007, 19:45Tauziehen um Rettung des japanischen Walfängers
Tauziehen um Rettung des japanischen Walfängers
Wellington (dpa) - Das in der Antarktis havarierte japanische Walfangschiff «Nisshin Maru» ist nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace offenbar stärker beschädigt als von den japanischen Behörden angegeben. Es sei der Besatzung bisher nicht gelungen, die Maschine zu starten, teilte Greenpeace am Samstag mit.
Die Japaner hätten Hilfsangebote bisher nicht angenommen. Unterdessen ist auf der «Nisshin Maru» die Leiche des vermissten Seemannes gefunden worden. Medienberichten zufolge wurde der 27-Jährige in dem Bereich des Fabrikschiffes entdeckt, in dem am Donnerstag der Brand ausgebrochen war.
Das Walfangschiff hat laut Greenpeace noch immer leichte Schlagseite. Zur Versorgung des Schiffes mit Elektrizität seien Leitungen von einem längsseits liegenden Walfänger und einem Versorger zur «Nisshin Maru» gelegt worden. Ein direkter Funkkontakt mit dem Havaristen sei nicht möglich.
Nachdem der vermisste japanische Seemann tot gefunden worden war, hatte das Greenpeace-Schiff «Esperanza» das Hilfsangebot an die japanische Walfangflotte erneuert. Die japanischen Seeleute dürfen nach Angaben der Umweltorganisation derzeit aber keine Schlepphilfe von der «Esperanza» annehmen, da ihnen dies von ihrem Fischereiministerium untersagt werde. Gleichzeitig verschlechtere sich zunehmend die Wetterlage im Unglücksgebiet. Der nächste sichere Stützpunkt sei rund 250 Seemeilen entfernt.
«Wir bedauern den Tod des jungen Japaners sehr», sagt Regine Frerichs, Greenpeace-Bootfahrerin an Bord der «Esperanza». «Jetzt muss alles getan werden, um die Überlebenden des Feuers so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen. Jede Sekunde, die die "Nisshin Maru" unnötig in diesem Seegebiet bleibt, gefährdet weitere Menschenleben.»
Der Antarktis droht nach dem Brand auf der schwer mit Walfleisch beladenen «Nisshin Maru» möglicherweise eine Umweltkatastrophe. In der Nähe der Unglücksstelle lebt eine der größten Adelie-Pinguin- Kolonien der Welt. Greenpeace hat nach eigenen Angaben kurz nach dem Eintreffen der «Esperanza» am Unglücksort mit einem Helikopter rund um die «Nisshin Maru» das Meer auf Ölverschmutzungen überprüft. Bislang sei jedoch kein Öl ausgelaufen.
Das Feuer an Bord des Walfängers war am frühen Donnerstagmorgen unter Deck ausgebrochen. Die Ursache ist unbekannt. Der Großteil der mehr als 120 Mann starken Besatzung war von Nachbarbooten aufgenommen worden. Insgesamt bestehe die japanische Flotte aus sechs Schiffen - zwei Spähern, drei Fang- und ein Fabrikschiff, hieß es.
Nachdem das Feuer gelöscht sei, werde nun geprüft, ob die Schäden an den Geräten für die Walverarbeitung repariert werden können, berichtete Radio Neuseeland. Sollte die «Nisshin Maru» zu größeren Reparaturen abgeschleppt werden müssen, wäre der Walfang zu «wissenschaftlichen Zwecken» für 2007 beendet, hieß es.
Das Fabrikschiff trieb nach Angaben der Regierung Neuseelands am Freitag antriebslos in dem Naturschutzgebiet. Die Gefahr eines schweren Umweltschadens sei nicht gebannt. An Bord der «Nisshin Maru» sind rund 1000 Tonnen Benzin, Öl und Chemikalien. «Die Situation könnte sehr gefährlich werden, wenn das Wetter sich ändert und die See aufgewühlt wird», sagte Neuseelands Umweltminister Chris Carter. Er forderte die japanischen Eigner auf, das 6000-Tonnen- Mutterschiff der Flotte so schnell wie möglich aus den Küstengewässern nordwestlich des US-Stützpunktes McMurdo wegzuziehen.
17.02.2007
Re: Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
infoshark - 17.02.2007, 19:49IWC-Treffen in Tokyo bedauerliches Signal der Walfangbefürwo
IWC-Treffen in Tokyo bedauerliches Signal der Walfangbefürworter
Die japanische Regierung hatte vom 13. bis 15. Februar die Mitgliedstaaten der Internationalen Walfangkommission IWC zu einem so genannten 'Normalisierungstreffen' nach Tokio eingeladen. Ziel dieses Treffens sollte die Verabschiedung von Änderungsvorschlägen für die kommende IWC-Tagung sein, um die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs zu vereinfachen.
Trotz des bestehenden Moratoriums für den kommerziellen Walfang betreiben zurzeit die drei IWC-Mitgliedsstaaten Norwegen, Island und Japan Walfang. Japan nutzt eine Ausnahmeregelung der Konvention und betreibt Walfang zu so
genannten wissenschaftlichen Zwecken. Island hat, genau wie Norwegen, offiziell Vorbehalt gegen das Moratorium eingelegt, und betreibt außerdem ebenfalls wissenschaftlichen Walfang. Das Treffen in Tokio wurde deshalb von der großen Gruppe der Walschutzländer - darunter auch Deutschland - boykottiert. Unter dem Strich ist das Ergebnis des Treffens der Walfangbefürworter, wie zu erwarten, die Fortführung des bereits betriebenen Walfangs. Seit Vereinbarung des Moratoriums im Jahre 1982 wurden durch die Walfangnationen bereits über 25.000 Großwale getötet. Die deutsche Bundesregierung hat das Moratorium von Beginn an befürwortet und setzt sich in den IWC-Verhandlungen zusammen mit anderen führenden Walschutznationen für dessen Beibehaltung und Einhaltung ein.
Es muss uns klar sein, dass der kommerzielle Walfang - offiziell oder unter dem Deckmantel der Wissenschaft betrieben - unumkehrbare Folgen für das marine Ökosystem nach sich zieht. Wale spielen im marinen Ökosystem und Nahrungsnetz eine wichtige Rolle. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Besiedelung des Tiefsee-Ökosystems maßgeblich durch auf den Grund gesunkene Walkadaver begünstigt wird. Durch die systematische Jagd auf Großwale, bleibt diese Nahrungsquelle aus, was mit großer Wahrscheinlichkeit erhebliche Auswirkungen auf das Tiefsee-Ökosystem hat. Anders gestaltet es sich mit dem Walfang einiger indigener Bevölkerungsgruppen. Dieser wird zur Versorgung des Eigenbedarfs in traditioneller Weise in der nördlichen Polarregion betrieben. Die IWC vergibt entsprechend so genannte Subsistenzwalfang-Quoten unter anderem an die Inuit-Gemeinschaften Alaskas und Russlands. Diese Art des Walfangs kann und soll nicht verurteilt werden, da es sich hierbei um eine nachhaltige, den Walbestand nicht gefährdende Art des Walfangs handelt.
Re: Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
infoshark - 18.02.2007, 11:26Hilfe von Greenpeace weiter abgelehnt
Hilfe von Greenpeace weiter abgelehnt
Wellington – Die Besatzung des havarierten japanischen Walfangschiffs „Nisshin Maru“ hat am Sonntag versucht, ihr Schiff flottzumachen. Eine Angebot der Umweltschutzorganisation Greenpeace, das manövrierunfähige Schiff abzuschleppen, lehnte sie weiterhin ab.
Ein Sprecher der neuseeländischen Seenotrettungsbehörde, Peter Williams, teilte mit, die Gefahr einer Umweltkatastrophe durch die 1.000 Tonnen Brennstoffe an Bord sei derzeit gering. Die Besatzung habe gemeldet, es gebe keine strukturelle Beschädigung an der „Nisshin Maru“ und die Wettervorhersage sei für die nächsten drei Tage günstig. „Unsere Sorge ist aber, dass sich die Bedingungen im südlichen Ozean sehr schnell ändern können“, sagte er.
Auf dem Walfangschiff war am Donnerstag ein Brand ausgebrochen. Die Maschinen fielen aus, die „Nisshin Maru“ kann sich aus eigener Kraft seitdem nicht bewegen. Sie hat 500.000 Liter Schweröl und weitere 800.000 Liter Heizöl an Bord. Das Schiff trieb 175 Kilometer vom Kap Adare in der Antarktis entfernt. Dort befindet sich die weltweit größte Brutstätte für Pinguine mit rund 250.000 brütenden Paaren.
Re: Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
infoshark - 20.02.2007, 00:37WDCS Anti-Walfangkampagne - Treffen der Walfangnationen been
WDCS Anti-Walfangkampagne - Treffen der Walfangnationen beendet
WDCS Deutschland - Die Konferenz für die Normalisierung der Internationalen Walfang Kommission in Tokio, Japan, endete nach dreitägigen Diskussionen
Die Konferenz für die Normalisierung der Internationalen Walfang Kommission in Tokio, Japan, endete nach dreitägigen Diskussionen. Der Schwerpunkt des Treffens, an dem überwiegend Pro-Walfang Nationen teilnahmen, war offensichtlich: die Internationale Walfang Kommission (IWC) sollte zur Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs und des Handels mit Walprodukten gedrängt werden. Obwohl Japan alle 72 IWC Mitgliederstaaten eingeladen hatte, waren nur 35 Länder anwesend. Das Treffen war von der IWC nicht offiziell gebilligt worden.
26 Nationen, die den Walfang ablehnen, darunter Großbritannien, Neuseeland und Australien, die USA und Argentinien, boykottierten das Treffen, auf dem versucht wurde die IWC in die Richtung einer Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs zu drängen. Diese Entwicklung sei bedenklich, weil es noch immer viele Unsicherheiten über die Populationsgrößen von Walarten gibt sowie eine fortgesetzte Besorgnis über die unmenschlichen Tötungsmethoden im Walfang.
Aus dem Treffen resultierte ein Abschlussdokument mit einer Reihe von Empfehlungen, die der IWC beim nächsten Treffen im Mai vorgestellt werden sollen, darunter ein Antrag auf geheime Wahlen, Japans Vorstoß, seine Zwergwalfänge in den küstennahen Gewässern auszuweiten, sowie ein Ende des generellen Walfangverbots.
Nicolas Entrup, internationaler Leiter der WDCS Anti-Walfangkampagne betonte die Ironie des Dokuments: 'Es war ein Treffen, welches offiziell keine Stimmung für die Aufhebung des internationalen Walfangverbots (Moratorium) machte, jedoch genau dies beabsichtigte und auch als Empfehlung abgab. Japan drängt auf erhöhte Fanquoten für Jagd auf Wale in Küstengewässern, was einer Aufhebung des Moratoriums gleichkommt.
Re: Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
infoshark - 21.02.2007, 19:00Japanisches Walfangschiff nur notdürftig repariert?
Japanisches Walfangschiff nur notdürftig repariert?
Hagen (ots) - Das im Südpolarmeer nach einem Brand havarierte
japanische Walfangschiff "Nisshin Maru" könnte nach Angaben des
Hagener Walschützers und Steuerberaters Jürgen Ortmüller nach einem
Brand in 1998 möglicherweise nur notdürftig repariert worden sein.
Ortmüller: "Das 12 Millionen-Dollarschiff "Nisshin Maru" wurde 1998
als erstes neues Walfangschiff nach 26 Jahren gebaut. Die japanische
Regierung investiert immer wieder Millionen in die Walfangindustrie.
1700 Tonnen Walfleisch erzielen jährlich rund 50 Millionen US-Dollar
auf den japanischen Fischmärkten - und dies alles unter dem
Deckmantel der wissenschaftlichen Waljagd."
Die Internationale Walfangkommission hatte bereits 1994 das
Seegebiet in der Antarktis zu einem Walschutzgebiet erklärt.
Ortmüller weiter: "Die Japaner berufen sich auf Traditionen, sehen
aber nur ihren Profit. Auf dem Schiff war bereits 1998 auf ihrem
ersten Weg zur Waljagd ins Südpolarmeer ein Brand ausgebrochen und es
musste zur nächstgelegenen französischen Kolonie "Neukaledonien" zur
Reparatur geschleppt werden. Möglicherweise wurde es dort nur
notdürftig repariert, weil die Waljagdsaison gerade erst begonnen
hatte und bei einem längerfristigen Ausfall des wichtigen
Fabrikschiffs die gesamte Walfangsaison gefährdet gewesen wäre."
Bei dem jetzigen Brand war das 27-jährige Besatzungsmitglied,
Kazutaka Makita, ums Leben gekommen. Ortmüller: "Die Japaner gehen
offenbar über Leichen, wenn es um die Waljagd geht. Sonst würden sie
schon alleine aus Gründen der Pietät gegenüber dem Verstorbenen und
seiner Familie die jetzige Saison abblasen."
1,3 Millionen Liter Kraftstoff an Board der "Nissin Maru"
gefährden das gesamte Südpolarmeer mit unzähligen Meeresbewohnern,
wie die vom Aussterben bedrohten Wale und die einzigartigen
Pinguinkolonien.
Der Sprecher der neuseeländischen Schifffahrtsbehörde, Steve
Corbett: "Wir haben nicht die Macht, die Japaner zum Verlassen des
Gebiets zu zwingen - es ist ein ausländisches Schiff in
internationalen Gewässern." Die Japaner selbst bemühen sich noch
immer vergeblich, die Schiffsmotoren zu starten. Die Waljagd in
diesem Jahr haben sie noch nicht aufgegeben.
Re: Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
infoshark - 22.02.2007, 14:00Walfänger bedroht Ökosystem der Antarktis
Walfänger bedroht Ökosystem der Antarktis
Singapur - Die Antarktis - eine zerbrechliche Wildnis am Ende der Welt. Gerade geht nach dem kurzen antarktischen Sommer die Brut- und Blütenzeit zu Ende. Die jungen Pinguine der Adélie-Kolonie nicht weit vom McMurdo-Stützpunkt sind fast flügge. Doch tickt vor ihrer Haustür seit zehn Tagen eine Zeitbombe. Gut 1000 Tonnen Benzin und Öl schwappen dort in einem kaputten japanischen Walfangboot hin und her. Wenn es ausläuft, sind die Folgen für dieses sensible Ökosystem unabschätzbar.
Während die neuseeländische Regierung immer wütender wird und Umweltschützer in der Nähe nur Däumchen drehen können, versuchen die Japaner seit Tagen seelenruhig, den 20 Jahre alten Kahn wieder flott zu machen. Ein unverantwortliches Risiko, finden Umweltschützer. Die "Nisshin Maru", auf der Walfleisch angeblich zu Forschungszwecken verarbeitet wird, ist nach Informationen von Greenpeace nicht einmal für Packeis ausgerüstet, "mit Eisklasse gelistet", heisst das im Fachjargon. "Ohne Eisklasse im Südpolarmeer, das ist wie mit Sommerreifen im Skigebiet fahren", sagt Regina Frerichs, die an Bord der "Esperanza" in Sichtweite des Japaner ist.
Gefahr bei Sturm
Wenn das Wetter umschlägt - und das passiert ständig, denn das Südpolarmeer ist das stürmischste Meer der Welt - könnte ein Eisberg die "Nisshin Maru" aufschlitzen, oder die meterhohen Wellen könnten das Schiff einfach versenken.
1000 Tonnen Benzin und Öl, das klingt zunächst nicht richtig viel. Die "Prestige" verlor im November 2002 vor der spanischen Küste 77'000 Tonnen, aus dem in Liberia registrierten Tanker "Sea Empress" liefen 1999 vor Südwales 80'000 Tonnen Erdöl ins Meer, die "Exxon Valdez" verlor 1989 vor Alaska 42'000 Tonnen Öl und löste damit die grösste Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA aus.
Doch gelten in der einzigartigen Naturwelt der Antarktis andere Massstäbe als an jedem anderen Fleck der Welt. "Die Zeitspanne der Regenerierung ist deutlich langsamer als in nördlicheren Breitengeraden", informiert das Bundesumweltamt. "Ein Fussabdruck im Moospolster kann 100 Jahre sichtbar bleiben."
Empfindliches Ökosystem
Das liegt an den Extremverhältnissen. Auf dem Kontinent, rund 40 Mal so gross wie Deutschland, liegen die Höchsttemperaturen im Sommer um den Gefrierpunkt, im Winter ist es minus 30 Grad und kälter. 95 Prozent der Landfläche sind mit Eis bedeckt, teils bis zu 4500 Meter dick. Dennoch gibt es eine reiche Flora und Fauna. Pinguine, Seelöwen, Seehunde tummeln sich dort, Krebse und Wale sind im Wasser. Der Königsalbatros brütet hier und der Schneesturmvogel, und zu ihnen gesellen sich im Sommer 100 Millionen Zugvögel. Zwei blühende Pflanzen gibt es, eine Schmiele und ein Nelkengewächs Perlwurz, 200 Flechten, 100 Moose, 30 Pilzarten und jede Menge Algen.
Sie alle sind auf die extreme ökologische Situation eingestellt. "Häufig stellen aber die äusseren Bedingungen selbst für die angepassteste Art die Grenze des Verkraftbaren dar", schreibt das Bundesumweltamt, das für Deutschland über die Einhaltung der internationalen Umweltvereinbarungen zur Antarktis wacht. Deshalb können Flora und Fauna Veränderungen ihrer Umwelt kaum noch kompensieren und sind besonders empfindlich gegenüber Störungen.
Abgesehen von der Tier- und Pflanzenwelt ist die Antarktis das Süsswasserdepot der ganzen Welt. 90 Prozent des Eises auf der Erde lagern hier, und darin stecken 75 Prozent der weltweiten Süsswasserreserven. Im Falles eines Umweltdesasters dort aufzuräumen, ist extrem schwierig. Neuseeland ist in diesem Bereich der internationalen Gewässer für Rettungsaktionen zuständig, aber es würde sechs Tage dauern, bis ein Schiff die Region erreicht. Die Antarktis ist von Neuseeland und Australien gut 3000 Kilometer entfernt, von Afrika 4000 und von Südamerika 1450 Kilometer.
Re: Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
infoshark - 25.02.2007, 16:40Mordlust auf Wale gestoppt - Fabrikschiff "Nisshin Maru
Mordlust auf Wale gestoppt - Fabrikschiff "Nisshin Maru" repariert
Das Walfleisch der bisher gefangenen ca. 500 Wale werde wohl verrotten.
Hagen (ots) - Nach Angaben des deutschen Walschützers Jürgen
Ortmüller, der laufend mit der amerikanischen
Umweltschutzorganisation Sea Shepherd in Verbindung steht, ist das
japanische Walfangschiff "Nisshin Maru" soweit repariert, dass es
nördlichen Kurs auf Japan nehmen kann. Navigation und Schiffsantrieb
seien repariert, die Walfang-Apparaturen an Board des Fabrikschiffs
jedoch durch den Brand völlig zerstört. Das Walfleisch der bisher
gefangenen ca. 500 Wale werde wohl verrotten.
Nach der Kollision des Harpunierschiffes "Kaiko Maru" der
japanischen Walfangflotte mit dem Schiff der Umweltschützer "Robert
Hunter" hat Sea Shepherd mit seinen beiden Schiffen inzwischen den
australischen Hafen Melbourne erreicht und ist dort begeistert
empfangen worden. Das beschädigte japanische Begleitschiff wird zur
Reparatur ebenso wie die "Nisshin Maru" Tokio ansteuern.
Paul Watson, ehemaliges Gründungsmitglied von Greenpeace und
Präsident der Sea Shepherd, begrüßte die Beendigung der Walfangsaison
2006/2007. Er sei froh, dass es nicht zu einer Umweltkatastrophe im
Südpolarmeer durch das Walfabrikschiffs gekommen ist. Watson verwies
darauf, dass es bereits der zweite Brand innerhalb von zehn Jahren
auf der "Nisshin Maru" war und dass das Schiff nicht für
Eismeerfahrten klassifiziert sei. Watson: "Die Japaner scheinen ihren
gesunden Menschenverstand bei ihrer Mordlust auf die Wale verloren zu
haben. Die Walfangflotte ist ein ökologische Zeitbombe und eine
permanente Gefahr, solange sie sich in dem Walschutzgebiet aufhält."
Watson hofft, dass die japanischen Schäden so groß seien, dass sie
im nächsten Jahr nicht erneut zur Waljagd antreten können. Er drohte
den Japanern: "Falls Ihr wiederkommt, werden wir hier in der
Antarktis auf Euch warten und wir werden nicht nur unsere Politik
dieses Jahres verfolgen." Sea Shepherd hatte das japanische
Fabrikschiff mit Buttersäure bombardiert und die Abflusskanäle für
das Walblut blockiert.
Re: Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
infoshark - 26.02.2007, 12:43Japan will Walfangsaison beenden
Japan will Walfangsaison beenden
Entscheidung bis Mittwoch erwartet
Japan will nach dem verheerenden Brand auf dem Walfangschiff «Nisshin Maru» laut neuseeländischen Regierungsangaben offensichtlich die Jagd auf Wale für dieses Jahr beenden.
Tokio habe dies angedeutet, teilte der neuseeländische Umweltminister Chris Carter mit. Die neuseeländische Regierungschefin Helen Clark sagte, es sei eine «katastrophale Walfangsaison» für Japan gewesen. Der Vorfall habe Japans Ruf international beschädigt.
Nach dem Feuer an Bord schien die «Nisshin Maru» am Montag Kurs in Richtung Japan aufgenommen zu haben. Der Sprecher der japanischen Walfangflotte, Glenn Inwood, sagte von Tokio aus gegenüber dem neuseeländischen Radio, das Schiff teste immer noch seine Maschinen.
Walfangschiff repariert
Aber eine Fortsetzung des so genannten Walforschungsprogramms in diesem Jahr werde immer unwahrscheinlicher. Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo hatte berichtet, über die Fortsetzung der Walfangsaison werde bis Mittwoch entschieden.
Die neuseeländische Regierung und Umweltschützer hatten die Japaner aufgefordert, das Schiff so schnell wie möglich aus der sensiblen Ökozone zu schleppen. Der Sommer geht dort zu Ende, und das Packeis wird dichter.
Brand auf Walfangschiff forderte ein Todesopfer
Bei dem Feuer auf der «Nisshin Maru» war am 15. Februar ein Seemann ums Leben gekommen. Das Schiff hatte aus eigener Kraft nicht mehr manövrieren können und war zur Stabilisierung zwischen zwei Booten vertäut worden. Es sei inzwischen repariert worden und habe sich Samstagnacht (Ortszeit) in Bewegung setzen können, berichtete das Forschungsinstitut.
Re: Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
infoshark - 28.02.2007, 09:53Japan bricht Walfangsaison ab
Japan bricht Walfangsaison ab
Japan beendet einen Monat früher als geplant die Walfangsaison in der Antarktis. Das teilte die japanische Fischereibehörde am Mittwoch in Tokio als Konsequenz aus dem Brand auf dem Walfangschiff „Nisshin Maru“ mit.
„Es ist das erste Mal in 20 Jahren, dass wir unsere Forschung abbrechen müssen“, sagte der Leiter der zuständigen Abteilung, Takahide Naruko. „Wir sind natürlich sehr enttäuscht.“ Von den geplanten 860 Walen seien 508 erlegt worden.
Die „Nisshin Maru“ war nach einem Brand vor zwei Wochen zehn Tage lang ohne eigene Maschinenkraft in der Ross-See getrieben. Ein Seemann kam bei dem Zwischenfall ums Leben. Neuseeland und die Umweltschutzorganisation Greenpeace befürchteten eine Umweltkatastrophe für den Fall, das Packeis die „Nisshin Maru“ trifft und Öl ins Meer gelangt. Ein Hilfeangebot von Greenpeace, den Havaristen von einer von Pinguinen bevölkerten Küste wegzuschleppen, lehnten die Walfänger ab.
Schließlich gelang es der Besatzung, die Maschinen wieder anzuwerfen und aus eigener Kraft von der Küste weg zu fahren. Die Entscheidung, die bis Ende März dauernde Walfangsaison abzubrechen, wurde aber erst am Mittwoch offiziell bekannt gegeben.
Japan bezeichnet die Jagd auf die Wale als wichtige wissenschaftliche Forschung, die Daten über den Bestand, Fressgewohnheiten und die Verteilung der Meeressäuger in den Gewässern der Antarktis hervorbringe. Greenpeace erklärt dagegen, diese Daten könnten auch erhoben werden, ohne die Tiere zu töten. Die Internationale Walfangkommission (IWC) hat die Waljagd seit 1986 verboten.
Re: Umweltschützer setzen Kopfgeld auf Walfänger aus
infoshark - 10.03.2007, 18:31Steirer rettete 82 Wale
Erich "Joe" Böhm kehrte mit Greenpeace-Aktivisten nach Sydney zurück - "Esperanza" wird japanischer Flotte weiterhin folgen
Wien - 82 gerettete Wale, 42 Tage auf See - das ist die Bilanz des jüngsten Einsatzes des Österreichers Erich "Joe" Böhm an Bord des Greenpeace-Schiffes "Esperanza" im Kampf gegen japanische Walfänger. Am Freitag erreichten die insgesamt 32 Aktivisten den Hafen von Sydney. Der Steirer wird nach seiner bisher zweiten Saison im Südpolarmeer am kommenden Dienstag nach Österreich zurückkehren, kündigte Greenpeace in einer Aussendung an.
Insgesamt verbrachte der 52-jährige Wahl-Kärntner bereits 122 Tage auf See in antarktischen Gewässern. In einem Jet-Boot manövrierte sich der Aktivist immer wieder zwischen Meeressäuger und die Harpunen der Walfangschiffe und versuchte, der Besatzung mit Wasserfontänen die Sicht zu nehmen.
Eskorte
Zuletzt hatte die Crew der "Esperanza" das nach einem Brand schwer beschädigte Walfangfabriksschiff "Nisshin Maru" in der Ross-See bewacht, um eine Verschmutzung des Meeres und der nahen Küste durch eventuell auslaufendes Öl zu verhindern. Die vorerst letzte Mission des Greenpeace-Schiffes war, die japanische Flotte auf dem Weg aus den antarktischen Gewässern zu eskortieren. Mit dem Feuer auf der "Nisshin Maru" hatten die Japaner die Saison vorzeitig beenden müssen.
Zwar sollte damit ursprünglich auch der Einsatz der "Esperanza" enden, die seit 16 Monaten auf "SOS Weltmeer-Expedition" durch die Ozeane gekreuzt war. Die Aktivisten wollen jedoch bereits am Montag wieder in See stechen und der japanischen Flotte weiter folgen, um gegen deren Walfang-Pläne zu protestieren. Die Japaner wollen das havarierte Schiff Greenpeace zufolge wieder reparieren und erneut einsetzen.
Laut der Umweltschutzorganisation mehrt sich mittlerweile auch im "Land der aufgehenden Sonne" Kritik an der Jagd auf die Meeressäuger: Bereits zwei Drittel der japanischen Bevölkerung sollen sich in Meinungsumfragen dagegen ausgesprochen haben.
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