Ambulanz

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    Re: Ambulanz

    Andrew Simmons - 26.01.2007, 14:39

    Ambulanz
    pp: Flure

    Andrew brauchte einige Sekunden, um sich in der sonst eher mäßig gefüllten Ambulanz zu orientieren und erkannte schließlich eine Gruppe von rund fünfzehn Abgeordneten, die beieinander saßen und... irgendetwas taten.
    Keine Fragen stellen war die Devise. Einfach nur behandeln.

    Andrew nickte, winkte einer der Schwestern und ließ sich von ihr einen Satz Untersuchungsutensilien in die Hand drücken. Als sie nicht hinsah, schnappte sich der junge Arzt die Sprühflasche mit dem verdünnten Alkohol und desinfizierte sein Material noch einmal, bevor er gedachte es einzusetzen.
    Der junge Mann runzelte kurz die Stirn und fragte sich, weshalb er eigentlich seinen eigenen Satz vergessen hatte, erinnerte sich an das vorwurfsvolle Gesicht seiner Frau und glaubte die Lösung gefunden zu haben.

    Er zuckte zusammen, als er den missbilligenden Blick der Schwester sah, die doch mitbekommen hatte, was er tat und lächelte entschuldigend, was sie freundlicher stimmte. Es ging ja gar nicht darum, dass er sie für unfähig hielt, Besteck zu reinigen... es war eher eine Art Marotte, die er pflegte.
    Dann wollte er mal...

    Andrew schritt zu einem der Herren hinüber und verneigte sich leicht.
    "Sir? Dürfte ich einen Blick auf Ihre Blessuren werfen?"
    "Das wird aber auch langsam Zeit! Wofür werden Sie eigentlich bezahlt?" Der Mann wandte sich ihm zu und Andrew blickte in ein asketisches, längliches Gesicht. Das Haar war dunkel und seine Schläfen von Kotletten geschmückt. Der Bart war sauber gestutzt, der Zylinder abgesetzt.
    "Mhhh, Ihr Gesicht kenne ich doch?" sinnierte der Mann, während Andrew vorsichtig den Hemdsärmel zerteilte und auf die blutige, aber eher oberflächliche Armwunde blickte, die sich ihm offenbarte.
    "Ich bin nur peripher politisch anzutreffen." sagte er gedankenversunken, während er etwas Watte mit Alkohol tränkte.
    "Aber Sie engagieren sich?"
    Andrew hob den Blick und seine hellen, blauen Augen bohrten sich in die grünen des anderen.
    "Nein. Ich bin den ganzen Tag damit beschäftigt Menschen zu helfen."
    Der Fremde schmunzelte und entgegnete: "Nun, das tue ich auch." Er nahm Andrew noch einmal genauer in Augenschein. "Und doch kenne ich Ihr Gesicht... Moment... Ah! Ich habe es! Sie sind der Schwiegersohn von Sir LeCarrie, richtig?"
    "Ja, der bin ich." gab Andrew zu und begann vorsichtig damit zuerst die Ränder der Wunde zu desinfizieren.
    "In diesem Fall muss ich doch bedauern, dass Sie nicht in der Politik gelandet sind. Sie hätten die besten Voraussetzungen dazu."
    "Das glaube ich nicht, Sir." Andrew hob erneut den Blick. "Ich bin in keinster Weise diplomatisch und demnach zu... ehrlich."
    Der Verletzte schürzte anerkennend die Lippen. "Aber Sie sind mutig und das ist wichtig in diesem Geschäft."
    "Mutig?"
    Der Fremde lächelte. "Sie haben mir gerade unterstellt, dass ich unehrlich sei."
    Andrew errötete leicht. "D-das war nicht meine Absicht, Sir."
    "Doch, ich denke, das war es." Der Abgeordnete schmunzelte erneut. "Und es gefällt mir, aber seien Sie vorsichtig mit dem, was Sie sagen, wenn Sie die anderen behandeln. Nicht jeder denkt so wie ich."
    Andrew nickte stumm und begann damit den Verband um den Arm des Mannes zu wickeln.
    Als er damit fertig war, trat er zurück und nickte kurz. Der Abgeordnete schien ebenfalls zufrieden zu sein und erhob sich.
    "Vielen Dank, Doktor... Simmons?"
    "Keine Ursache, Sir..."
    "Cole. Roger Cole."
    "Sir Cole."
    Der Mann setzte sich seinen Zylinder auf, ergriff seinen Gehstock, grüßte seinen Kollegen im Vorbeigehen und machte sich daran die Ambulanz zu verlassen.
    Einen Augenblick lang sah Andrew ihm nach, bevor er sich dem nächsten Patienten zuwandte.



    Re: Ambulanz

    Andrew Simmons - 27.01.2007, 13:08


    Andrew näherte sich der kleinen Gruppe von Abgeordneten und zog eine Augenbraue hoch. Besonders lädiert sahen die Herrschaften nicht aus.
    "Meine Herren?" kündigte er sich an. "Kann ich Ihnen behilflich sein?"
    "Sehr wohl, junger Mann!" wandte sich einer der Männer an ihn. "Sehen Sie hier."
    Andrew zog eine Augenbraue hoch, als sein Blick auf einen zwar großen, aber vollkommen ungefährlichen blauen Fleck fiel.
    "Das haben wir gleich." presste er zwischen den Zähnen hervor, damit er ja nichts anderes sagte, das weniger passend gewesen wäre.
    "Sie müssen sich keine Sorgen machen. In ein paar Tagen ist es weg."
    "Ein paar Tage?!" fragte der Mann. "So lange?"
    "Ja!" entgegnete Andrew giftig. "Und jetzt halten Sie still!"
    "Hören Sie mal, junger Mann! Es ist ja nicht meine Schuld, dass ich hier bin..."
    "Ist recht." brummte Andrew, tränkte ein Tuch mit nichts weiter als Wasser und Pfefferminzextrakten, damit es zumindest den Anschein hatte, als würde er das Problem ernst nehmen und presste es auf den blauen Fleck. "Halten Sie das fest und lassen Sie sich dann von Magdalena verbinden." Andrew deutete über die Schulter auf eine junge Schwester, die sofort herbeigeeilt kam.
    "Sagen Sie, Doktor, haben Sie hier eigentlich keinen Tee?"
    Andrews Augen wurden groß.
    "Wir sind ein Krankenhaus, Mister und kein Teesalon! Was glauben Sie denn, wofür wir da sind?" rief er wütend und einige Köpfe drehten sich zu ihm um.
    "Aber wir werden natürlich schauen, was wir tun können." lächelte Immanuel verbindlich und schob Andrew mit einem warnenden Blick zur Seite. "Verzeihen Sie Doktor Simmons... er ist nur so überaus besorgt um Sie..."
    "Simmons?" Der Mann lachte hallend. "Daher also das Temperament. Ganz der alte Herr..."
    "Mit Sicherheit nicht!" rief Andrew wütend, doch der Abgeordnete lächelte ihm nur süffisant zu, während Brack ihn fortzerrte.
    "Reiß dich zusammen, Mann!" herrschte sein Freund ihn an. "Es geht um unseren Ruf!"
    "Um unseren Ruf? Als was? Ein Haus, das Schürfwunden und blaue Flecke behandelt? Soll ich noch pusten oder was?!"
    Immanuel sah ihn finster an. "Wenn es sein muss, wirst du ihnen die Wunden sauber küssen, Andy! Das sind die Herren Abgeordneten und durch ihr Geld steht und fällt, was wir hier tun! Geht das in deinen verfluchten Sturkopf rein, ja?"
    "Oh ja, das verstehe ich sehr gut!" fauchte Andrew. "Was ist mit der Auffangstation? Wer ist eigentlich dort?"
    "Genügend Personal. Bartholomäus und Julio. Sie werde das schon schaffen."
    "Was?!" rief Andrew und wirbelte herum.
    "Hey... hey, Simmons! Was glaubst du, dass du tust?"
    "Bartholomäus ist zu alt, als dass er noch wüsste wie rum man ein Skalpell hält und Julio ist zu jung für selbiges!" Andrew funkelte Brack an. "Aber da jene Leute nichts bezahlen, sind die beiden gut genug, wie? Pah! Weißt du was? Ich tue dir und mir einen Gefallen und gehe! Dann brauchst du keine Angst zu haben, dass ich jemanden auf den Schlips trete und ich keine, dass ich mich aus Versehen erbrechen muss ob dieser... Zustände!"
    Mit diesen Worten wandte er sich ab und stürmte in Richtung Flur.

    tbc: Flure



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