Wie macht mans richtig? Erziehung bei gem. Obsorge

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    Re: Wie macht mans richtig? Erziehung bei gem. Obsorge

    nikita2908 - 24.01.2007, 23:28

    Wie macht mans richtig? Erziehung bei gem. Obsorge
    Hallo!

    Hab heute einen schlechten Tag hinter mir und wollte gleich mal fragen, ob es irgendjemanden da ähnlich geht wie mir.
    Töchterlein geht seit Herbst in die Schule. Sie tut sich (unerwartet) zum einen sehr sehr schwer mit dem Lernen und zum andern hat sie auch den Ernst noch nicht ganz kapiert, bzw. fehlt die Motivation.
    Sie hat kaum Erfolgserlebnisse und hinkt wirklich stark hintennach. Ich kommuniziere laufend mit der Lehrerin und halte auch den KV auf dem Laufenden.
    Töchterlein hat gute Tage, da geht die Hausübung flott und wir üben sehr viel und da geht dann wirklich viel. Aber sie hat viele schlechte Tage, da sitzen wir Stunden (!) über ein bißchen Hausübung, mit langem Gesicht, völlig unkonzentriert und ohne jeden Lerneffekt. In der Schule in etwa das gleiche, manchmal geht sehr viel und manchmal träumt sie nur so vor sich hin.
    Es besteht die Möglichkeit einer Rückstufung in die Vorschule (in ihre jetzige Klasse integriert), die Lehrerin meinte jedoch, vielleicht schafft sie es doch noch und holt auf, wenn sie aber nicht "Gas gibt" wäre es besser die erste zu wiederholen, als jetzt in die Vorschule zurückstufen.
    Diese Möglichkeit des Wiederholens ziehe ich momentan stark in Erwägung. Ich möchte einfach verhindern, daß sich das Nachhinken die ganze Volkschule durchzieht.
    Töchterlein will schon gern in die 2. Klasse aufsteigen, aber sie zeigt nicht viel Motivation beim Üben.
    KV war bis gestern eigentlich meiner Meinung, (er ist bis jetzt einmal in den Genuß gekommen, mit ihr Hausübung zu machen und hat mich nach einer Stunde entsetzt angerufen, ob das immer so abläuft).
    Heute hat er mich wegen Besuchswe angerufen, und dann gemeint, ich würde es mir nur leicht machen wollen. Sie sei halt nicht so gut in der Schule wie ich früher, und da müßte ich mich halt mehr dahinter klemmen. Ich hab dann gesagt, ich bin es, die mit ihr jeden Tag wirklich Stunden hinter der Hausübung sitze, es ist für uns alle (auch für ihren Bruder) nicht sehr angenehm. Naja, das geschieht mir natürlich wieder mal recht, ich hätte ihn ja nicht verlassen müssen ... :roll:
    Wenn ich sie die erste wiederholen lasse, dann "mach ich es mir leicht", wenn ich sie mit ihren Defiziten aufsteigen laß und sie kommt nicht mit, dann "hab ich mich zuwenig dahintergeklemmt". Wie macht mans richtig??
    Was ist, wenn KV und ich uns am Ende des Schuljahres nicht einig sind, was passiert dann? Sitzenbleiben in der ersten gibts bei uns nicht, es wird lediglich zum wiederholen geraten. Ich hab mir für mich vorgenommen, mich an das zu halten, was mir die Lehrerin rät, aber da werden wir wohl gemeinsam entscheiden müssen, oder wie ist das?

    Liebe Grüße,
    Nikita



    Re: Wie macht mans richtig? Erziehung bei gem. Obsorge

    nikita2908 - 24.01.2007, 23:36

    Re: Wie macht mans richtig? Erziehung bei gem. Obsorge
    Muß noch hinzufügen, daß sie aber sehr gerne in die Schule geht und sonst ein braves Kind ist (mit den normalen Ausnahmen natürlich :) )



    Re: Wie macht mans richtig? Erziehung bei gem. Obsorge

    Nachfolgefrau - 25.01.2007, 00:24


    Vielleicht eine Idee, so würde ich es probieren:
    Lass dir gegen Schulende von der VS-Lehrerin einen Schrieb geben, in dem sie das Wiederholen der 1. Klasse aus den Gründen xyz dringend empfiehlt. Den kannst du deinem Ex zeigen und dann solltest du doch "aus dem Schneider" sein und keine Vorwürfe einheimsen ...

    Die Entscheidung Wiederholen oder Aufsteigen kannst du sowieso alleine treffen, egal ob mit Alleiniger oder Gemeinsamer Obsorge. Das Beste wäre natürlich ein Einvernehmen mit deinem Ex.
    LG, Nachfolgefrau



    Re: Wie macht mans richtig? Erziehung bei gem. Obsorge

    ZYX - 25.01.2007, 08:47


    Hi Nikita!


    Mache Dir mal nicht zu große Gedanken darüber, das war jetzt eine Momentaufnahme eines Telefonates.

    Je weniger man weis desto mehr ist man auf Vermutungen angewiesen. Der Ex sieht ja nicht die vielen, vielen Nachmittage die Du Dich bemühst. Das ist jetzt weder ein Vorwurf an Dich noch an ihn.

    Es ist außerdem ja keine leichte Entscheidung, wahrscheinlich wollt ihr beide das beste für Euer Kind und so kommen einem halt auch die Gedanken "was wäre wenn". Vielleicht aus einer Ohnmacht heraus nicht besser helfen zu können oder auch aus Ratlosigkeit.

    Um den gemeinsamen Faden zu finden würde ich versuchen den Ex so weit wie möglich einzubinden. Je mehr Wissen er hat, wenn möglich auch aus erster Hand, desto leichter wird er die Situation (realistisch) beurteilen können.

    Ein erster Ansatz wäre für mich ihn möglichst oft mit zu dieser Lehrerin zu schleppen. Oder auch alleine hingehen zu lassen. Und ihm auch mehr Verantwortung zu übertragen und auch wirklich zu überlassen (Nicht nur pro forma). Öfter die Hausübungen machen zu lassen, mit ihr was bestimmtes Üben oder was auch immer.

    Die Idee von Nachfolgefrau mit dem Brief finde ich nicht so prickelnd. Da würde ich mir vielleicht denken: "Aha, schau, die hat ein gefälligkeitsschreiben bekommen damit sie sich nicht anstrengen braucht" oder sowas in der Art.

    Am besten wäre natürlich ihr kommt beide aus freien Stücken zur gleichen Entscheidung.

    Sollte das nicht so sein könntest ja auch deinen Ex am Ende entscheiden lassen. So unter dem Motto: "Wenn Du anderer Meinung bist dann kannst auch gerne Du entscheiden bzw. machen wir das was Du vorschlägst. Bedenke aber, daß Du dann auch die Verantwortung dafür hast wenn das Kind in seiner gesamten Schullaufbahn unglücklich ist weil permanent überfordert." Je weniger sich einer versteift auf etwas umso eher wird das der andere auch nicht machen.

    Noch was ganz anderes: Betreffend Klasse wiederholen. Ich glaube, wenn das Kind mit Ach und Weh in die zweite kommen könnte dann würde sich dieser Streß und diese Überforderung nicht nur in der VS fortsetzen sondern die gesamte Schullaufbahn. Man ist dann immer hinten nach, baut auf kein gutes Fundament und es ist für das Kind eine jahrelange Quälerei. Und ein Jahr früher oder später die Matura zu machen ist für die Berufslaufbahn sowas von sch...egal. Ist halt meine höchstpersönliche Meinung ohne Anspruch auf Richtigkeit.



    Re: Wie macht mans richtig? Erziehung bei gem. Obsorge

    nikita2908 - 25.01.2007, 19:02


    Nachfolgefrau hat folgendes geschrieben: Vielleicht eine Idee, so würde ich es probieren:
    Lass dir gegen Schulende von der VS-Lehrerin einen Schrieb geben, in dem sie das Wiederholen der 1. Klasse aus den Gründen xyz dringend empfiehlt. Den kannst du deinem Ex zeigen und dann solltest du doch "aus dem Schneider" sein und keine Vorwürfe einheimsen ...

    Die Entscheidung Wiederholen oder Aufsteigen kannst du sowieso alleine treffen, egal ob mit Alleiniger oder Gemeinsamer Obsorge. Das Beste wäre natürlich ein Einvernehmen mit deinem Ex.
    LG, Nachfolgefrau

    Liebe Nachfolgefrau!

    Danke für den Tip. Es war (von mir) so geplant, kurz vor den Osterferien (Ende März) ein Gespräch mit der Lehrerin zu führen, wo ich den Vater auch gerne dabei hätte und eventuell auch unsere Tochter, weil es ja um sie geht und ich sie auch nicht vor vollendete Tatsachen stellen will.
    Ich würd mal sagen, wenn er da nicht mitgeht, ist er selber schuld.
    Habs eh schon wieder verdaut, aber hab mich da schon angegriffen gefühlt
    Aber so Situationen wirds wohl immer wieder mal geben.

    Danke und liebe Grüße,
    Nikita



    Re: Wie macht mans richtig? Erziehung bei gem. Obsorge

    nikita2908 - 25.01.2007, 19:36


    Hi XYZ!

    Mache Dir mal nicht zu große Gedanken darüber, das war jetzt eine Momentaufnahme eines Telefonates.

    Je weniger man weis desto mehr ist man auf Vermutungen angewiesen. Der Ex sieht ja nicht die vielen, vielen Nachmittage die Du Dich bemühst. Das ist jetzt weder ein Vorwurf an Dich noch an ihn.

    Sehen tut er sich nicht, aber erzählt hab ich ihm davon...

    Es ist außerdem ja keine leichte Entscheidung, wahrscheinlich wollt ihr beide das beste für Euer Kind und so kommen einem halt auch die Gedanken "was wäre wenn". Vielleicht aus einer Ohnmacht heraus nicht besser helfen zu können oder auch aus Ratlosigkeit.

    Ich denke auch, daß beide wir beide das Beste für unser Kind wollen.

    Um den gemeinsamen Faden zu finden würde ich versuchen den Ex so weit wie möglich einzubinden. Je mehr Wissen er hat, wenn möglich auch aus erster Hand, desto leichter wird er die Situation (realistisch) beurteilen können.

    Ich hab ihn von Anfang an über die Schwierigkeiten auf dem Laufenden gehalten.

    Ein erster Ansatz wäre für mich ihn möglichst oft mit zu dieser Lehrerin zu schleppen. Oder auch alleine hingehen zu lassen. Und ihm auch mehr Verantwortung zu übertragen und auch wirklich zu überlassen (Nicht nur pro forma). Öfter die Hausübungen machen zu lassen, mit ihr was bestimmtes Üben oder was auch immer.

    Hinschleppen tu ich ihn bestimmt nicht, entweder gern, oder er solls lassen. Ihm mehr Verantwortung zu übertragen ist schwierig, er hat die Kinder (auf eigenen Wunsch!) nur 1 Tag alle 2 Wochen und das ist von Samstag 17:00 bis Sonntag 17:00. Wenn ich ihm da die Kleine mit der Hausaufgabe übergebe, hab ich bloß eine blöde Nachrede. Die Kleine hat einmal bei ihm die Hausaufgaben gemacht, weil sie das unbedingt wollte. Er hat mich dann angerufen, weils nicht hingehauen hat. Und es war dann auch einiges falsch, aber das hab ich ihm nicht gesagt.

    Die Idee von Nachfolgefrau mit dem Brief finde ich nicht so prickelnd. Da würde ich mir vielleicht denken: "Aha, schau, die hat ein gefälligkeitsschreiben bekommen damit sie sich nicht anstrengen braucht" oder sowas in der Art.

    Am besten wäre natürlich ihr kommt beide aus freien Stücken zur gleichen Entscheidung.

    Sollte das nicht so sein könntest ja auch deinen Ex am Ende entscheiden lassen. So unter dem Motto: "Wenn Du anderer Meinung bist dann kannst auch gerne Du entscheiden bzw. machen wir das was Du vorschlägst. Bedenke aber, daß Du dann auch die Verantwortung dafür hast wenn das Kind in seiner gesamten Schullaufbahn unglücklich ist weil permanent überfordert." Je weniger sich einer versteift auf etwas umso eher wird das der andere auch nicht machen.

    Naja, so wichtig es mir auch ist, den Kindern zuliebe mit ihm gut auszukommen, unsere Tochter ist mir wichtiger. Und das unglückliche Kind hätte ich zuhause, weil die 2 Tage im Monat wo sie bei ihm sind, ist ja eh keine Schule.
    Ich verlange nicht daß er das tut, was mir vorkommt, sondern daß er das glaubt, was eine langjährige Lehrerin sagt.

    Noch was ganz anderes: Betreffend Klasse wiederholen. Ich glaube, wenn das Kind mit Ach und Weh in die zweite kommen könnte dann würde sich dieser Streß und diese Überforderung nicht nur in der VS fortsetzen sondern die gesamte Schullaufbahn. Man ist dann immer hinten nach, baut auf kein gutes Fundament und es ist für das Kind eine jahrelange Quälerei. Und ein Jahr früher oder später die Matura zu machen ist für die Berufslaufbahn sowas von sch...egal. Ist halt meine höchstpersönliche Meinung ohne Anspruch auf Richtigkeit.[/quote]H

    Das seh ich auch so. Und wenn sie gar keine Matura macht, sondern einen Lehrberuf wählt, ist es mir genauso recht. Ich war eine sehr gute Schülerin, hatte das Glück, daß ich nicht viel lernen mußte um Einser heimzubringen. Ist schön wenns so einfach geht, aber wenn nicht, dann ist das auch kein Weltuntergang. (KV war übrigens auch kein Musterschüler...)
    Bei uns am Land steckt das Projekt "Vorschule" aber noch sehr in den Kinderschuhen. Es ist ja so "furchtbar peinlich" wenn ein Kind in die Vorschule kommen soll, oder gar die erste wiederholt. Und da stellts mir die Haare auf! Ich hab sie zwar auch für schulreif gehalten, aber man kommt eh mit der Zeit selber drauf, wenns nicht so ist.

    LG,
    Nikita



    Re: Wie macht mans richtig? Erziehung bei gem. Obsorge

    andrea - 25.01.2007, 20:27


    @nikita,

    sag mal - wann ist das Kind 6 Jahre alt geworden?

    Wegen der zweiten Klasse: Die ist im Vergleich zur ersten "sehr schwierig" - es kommt die Schulschrift (Latein), der Zahlenbereich bis 100 und das kleine 1x1 dazu .... also um einiges anspruchsvoller als die Erste. Ein zurückstufen in die Vorschulklasse bzw Wiederholen der ersten Klasse ist vielleicht nicht so verkehrt.

    Wurde abgeklärt ob die Kleine eine Lernschwäche in Richtung Legasthenie oder Dyskalkulie hat? In welchem Fach hapert es genau oder ist sie quer durch die Bank langsamer beim Lernen?



    Re: Wie macht mans richtig? Erziehung bei gem. Obsorge

    nikita2908 - 25.01.2007, 22:36


    andrea hat folgendes geschrieben: @nikita,

    sag mal - wann ist das Kind 6 Jahre alt geworden?

    Wegen der zweiten Klasse: Die ist im Vergleich zur ersten "sehr schwierig" - es kommt die Schulschrift (Latein), der Zahlenbereich bis 100 und das kleine 1x1 dazu .... also um einiges anspruchsvoller als die Erste. Ein zurückstufen in die Vorschulklasse bzw Wiederholen der ersten Klasse ist vielleicht nicht so verkehrt.

    Wurde abgeklärt ob die Kleine eine Lernschwäche in Richtung Legasthenie oder Dyskalkulie hat? In welchem Fach hapert es genau oder ist sie quer durch die Bank langsamer beim Lernen?

    @ andrea

    Hallo!

    Die Kleine hat im April Geburtstag. Es hapert überall. Anfangs wars ganz schlimm, in Mathe hat sie einfach irgendwelche Zahlen hingeschrieben. Hab ihr dann für zuhause einen Rechenschieber gekauft, mit dem gehts prima, sie kann wirklich sehr gut rechnen damit, aber es kostet mich alle Überredungskünste, daß sie den Rechenschieber auch hernimmt , weil sie kann das ja so :roll:
    In der Schule haben sie auch eine Rechenhilfe, eine Schnur mit 10 Kugeln. Den Zahlenraum bis 10 haben sie jetzt hinter sich, bin neugierig, wie es sein wird bis 20.
    Dyskalkulie sagt mir nichts, aber Legasthenie kann ich mir nicht vorstellen. Sie kann perfekt buchstabieren, hat (wenn auch sehr spät) begonnen anzulauten und mit Müh und Not kommt sie auf jedes Wort drauf. Lieber aber schaut sie die Bildchen an und versucht so draufzukommen, was der Satz heißen könnte.
    Bei Diktaten schreibt sie die Hälfte nicht hin, wenn ich ihr dann das zuhause ansage, dann schreibt sie es fehlerfrei. Sie braucht aber sehr lange, d. h. bis sie den 1. Satz geschrieben hat, hat die Lehrerin den 4. Satz schon fertig angesagt.
    In der Schule ist sie brav und wenn die Lehrerin vor ihr steht und ihr direkt sagt, was zu tun ist, dann macht sie das auch. Redet die Lehrerin aber mit der ganzen Klasse, dann fühlt sie sich nicht angesprochen und träumt davon. Die Lehrerin hats so ausgedrückt: sie konsumiert den Unterricht, nimmt aber nicht besonders aktiv daran teil.
    Sie geht seit Beginn zum Förderunterricht und die Lehrerin sagt, da ist sie viel aktiver, und lebt manchmal richtig auf, wenn sie etwas besser kann als jemand anders.

    Lg,
    Nikita



    Re: Wie macht mans richtig? Erziehung bei gem. Obsorge

    andrea - 26.01.2007, 12:19


    nikita2908 hat folgendes geschrieben:
    Hallo!

    Die Kleine hat im April Geburtstag.

    Okay - dh vom Alter her wäre sie schulreif und ist nicht an der Altersgrenze.

    Zitat: Es hapert überall. Anfangs wars ganz schlimm, in Mathe hat sie einfach irgendwelche Zahlen hingeschrieben. Hab ihr dann für zuhause einen Rechenschieber gekauft, mit dem gehts prima, sie kann wirklich sehr gut rechnen damit, aber es kostet mich alle Überredungskünste, daß sie den Rechenschieber auch hernimmt , weil sie kann das ja so :roll:
    In der Schule haben sie auch eine Rechenhilfe, eine Schnur mit 10 Kugeln.

    Wenn es quer durch die Bank geht - quäl sie wirklich nicht - sie wird nur frustriert und verweigert dann vielleicht irgendwann mal sogar.

    Es ist für Kinder einfach Symbole zu lernen (einzelne Ziffern und Buchstaben) schwieriger wird es, wenn die Kids diese einzelnen Symbole in wiederum andere komplexere Symbole (Wörter, Zahlengruppen) deuten lernen müssen.

    Und genau dieses Problem kann bereits auf eine Wahrnehmungs/Lernstörung (wie Legasthenie oder Dyskalkulie) hinweisen (die man wegtrainieren kann!!).

    Zitat: Den Zahlenraum bis 10 haben sie jetzt hinter sich, bin neugierig, wie es sein wird bis 20.

    Spätestens da siehst du es ob sie es kapiert hat oder nicht - bei Rechnungen die über den 10er hinausgehen (zb 8 + 5 oder 14 - 6 ...) muss sie das Grundprinzip verstanden und intus haben. Mathe ist aufbauend, wenn sie bereits im 10er-Raum Schwierigkeiten hat wird sie die nächste Hürde erst recht nicht schaffen.

    Zitat: Dyskalkulie sagt mir nichts, aber Legasthenie kann ich mir nicht vorstellen.
    Dyskalkulie ist eine "Rechenschwäche" - im Prinzip wie eine Rechtschreib/Leseschwäche nur halt mit Zahlen ;)
    Der Grund für diese Lernschwächen kann sehr verschieden sein - zb in der Serialität (dh Kind verwurschtelt die Reihenfolge der Buchstaben/Zahlen ...), Raumorientierung (Zahlen/Buchstaben fallen um, verkehrt geschrieben ...), Wahrnehmung (Kind übersieht Buchstaben und Zahlen in einer Gruppe, Kind hört Buchstaben nicht richtig - hört keinen Unterschied zwischen hart/weich, kurz/langem Laut ...)

    Zitat: Sie kann perfekt buchstabieren, hat (wenn auch sehr spät) begonnen anzulauten und mit Müh und Not kommt sie auf jedes Wort drauf. Lieber aber schaut sie die Bildchen an und versucht so draufzukommen, was der Satz heißen könnte.
    Buchstabieren konnte mein Sohn auch - einfache Wörter/Sätze lesen war am Ende der ersten Klasse auch schon drinnen.
    Aber sobald sich das Wort veränderte war es aus - er buchstabierte wieder und setzte die Buchstabenreihen mühevoll zu einem Wort zusammen verstand aber den Sinn dahinter nicht.
    zb er konnte das Wort "Auto" lesen und das Wort "Reifen" ... stand aber Autoreifen dort war es aus.


    Zitat: In der Schule ist sie brav und wenn die Lehrerin vor ihr steht und ihr direkt sagt, was zu tun ist, dann macht sie das auch. Redet die Lehrerin aber mit der ganzen Klasse, dann fühlt sie sich nicht angesprochen und träumt davon. Die Lehrerin hats so ausgedrückt: sie konsumiert den Unterricht, nimmt aber nicht besonders aktiv daran teil.
    auch das kenn ich irgendwoher ;)
    Unsere Lehrerin hatte damals gemeint - körperlich wäre er anwesend aber sie weiß nicht wo er geistig rumschwebt und wenn sie ihn direkt etwas fragt ist sie überrascht gewesen, dass er sehr wohl die Antwort darauf wusste.

    Zitat: Sie geht seit Beginn zum Förderunterricht und die Lehrerin sagt, da ist sie viel aktiver, und lebt manchmal richtig auf, wenn sie etwas besser kann als jemand anders.

    Lg,
    Nikita
    Eigentlich ein Zeichen, dass sie in die Vorschulklasse gehört ... ich würde sie testen lassen und bereits zum Semesterwechsel in die Vorschulklasse geben lassen (je länger man mit der Zurückstufung wartet desto schlechter fürs Kind).
    Jetzt am Anfang ihrer Schulkarriere ist noch nichts verbockt (war halt ein "Fehlstart" der in den besten Familien vorkommt) ... wenn sie später mitten in ihrer Schulzeit wiederholen muss ist das viel schlimmer.

    Und zur Bemerkung deines Ex "du sollst dich mehr bemühen und dahinterknien" ... liebe Grüße an ihn: Das Kind sitzt in der Klasse und quält sich ab/kniet sich rein ... auch wenn du dich noch so sehr bemühst, wenn die Grundlagen nicht da sind kannst du sie nicht unterstützen // ohne Eier kann man sich auch mit noch so viel bemühen keinen Kuchen backen ;)



    Re: Wie macht mans richtig? Erziehung bei gem. Obsorge

    sgastl - 27.01.2007, 10:38


    eine wahrnehmungsstörung (und so hört sich das für mich an) gehört so früh wie möglich therapiert. bitte nicht erschrecken, das ist nicht so schlimm wie es klingt. weder du noch die lehrerin (die in den allermeisten fällen schon überhaupt nicht) haben die ausbildung das kind zu fördern. das kind wiederholen zu lassen, muss der 1.schritt sein, dem ein 2. folgen sollte. das verwächst sich nicht und wird mit den normalen übungen die lehrer so haben nicht ausgemerzt. je nach bundesland gibt es unterschiedliche förderungsmöglichkeiten.

    es gibt ergotherapie, kinesologie, klangtherapie, osteopathie (2 verschiedene arten) usw. das hat nichts mit nachhilfe zu tun, sondern mit der ganz speziellen förderung, die genau dein kind braucht. außerdem nimmst du durch einen therapeuten den druck aus der mutter-kind beziehung, die ja mehr sein soll, als nur hausübung machen mit dem einen kind. leider gibt es keine anlaufstelle, wo du direkt nachfragen kannst. es gibt vereine, die darauf spezialisiert sind.


    du kannst mir gerne mailen, wo du wohnst und ich frage, bei der therapeutin meiner tochter nach, wo du in deinem bundesland hilfe bekommst. die institutionen kennen sich alle untereinander.

    das thema ist außerdem leider schwierig, weil es sehr viele menschen gibt, die auf diesen markt anspringen und private sehr teuer sind.



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