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Re: The Irish Harp
Andrew Simmons - 24.01.2007, 15:29The Irish Harp
Hierbei handelt es sich um einen kleinen gemütlichen Pub mit gutem Frühstück und heimliger Atmosphäre. Der Betreiber Willbur ist Engländer irischer Abstammung und erzählt jedem, der es gerne hören will, dass der Whiskey eigentlich von Irland nach Schottland herübergekommen ist und seinen Urpsung überhaupt nicht in den Highlands hat...
Re: The Irish Harp
Frederick Resnick - 25.01.2007, 22:25
pp: Strassen
Als Frederick das „Irish Harp“ betrat, war es schon spät. Viel zu spät für den Termin, den er mit Richard ausgemacht hatte.
Doch zu seiner Verwunderung war dieser noch gar nicht da.
Aus diesem Grund bestellte Frederick zunächst einmal was zu Trinken und wählte dann einen gemütlichen Platz im hinteren Bereich des Pubs, wo zu dieser Zeit noch wenig Menschen waren.
Während er den Blick über die Leute im Pub streichen ließ, zündete er sich die nächste Zigarette an.
Die Müdigkeit kehrte abermals wieder, als er gedankenverloren aus dem Fenster starrte und den Leuten zusah, die schnellen Schrittes am Pub vorbeieilten.
Hier drin war es fast so, als würde die Zeit langsamer verrinnen und während Frederick wartete, griff er sich die Zeitung, die jemand am Nachbartisch hatte liegen lassen, und begann sie durchzublättern.
Re: The Irish Harp
Andrew Simmons - 26.01.2007, 22:01
Nsc-Andrew
Willbur stellte das letzte Glas ab, welches er gerade poliert hatte und beobachtete den Mann, der seinen Pub betrat. Er war nachlässig, aber verhältnismäßig gut gekleidet. Mit Sicherheit also kein Arbeiter. Das Gesicht wirkte asketisch und die dunklen Schatten unter den eindrucksvollen Augen kündeten von Schlafmangel.
Was ihm aber am meisten auffiel, war die seltsame Verletzlichkeit des Fremden. Obwohl er nicht den Eindruck machte, sich nicht wehren zu können, war eine tiefe Melancholie zu spüren, die von ihm ausging.
Willbur wischte sich die Hände ab und machte sich dann nach gebührender Zeit auf, um den Fremden zu bedienen. Der attraktive Engländer irischer Abstammung vereinte dunkle Augen mit rotem Haar und den scharfen Zügen eines Briten.
"Guten Morgen, Mister." sagte er und blieb vor dem Tisch stehen. "Was darf es denn sein?"
Re: The Irish Harp
Frederick Resnick - 27.01.2007, 09:43
Frederick schreckte auf, als ihn Willbur ansprach, war er doch fast dabei gewesen wegzunicken.
Er brauchte einen kurzen Moment um sich wieder zu orientieren. Die Zeitung, die er durchgeblätterte hatte, lag noch immer vor ihm auf dem Tisch, nur hatte er seit geschlagenen zehn Minuten auf dieselbe Seite gestarrt, ohne nur ein Wort davon zu lesen.
Ein Blick auf sein leeres Glas zeigte ihm, weshalb der Mann ihn wohl angesprochen hatte.
Er konnte schlecht in einem Pub sitzen, ohne zu trinken.
„Noch mal das selbe.“ sagte er, als er sich dem Blick des Mannes gewahr wurde und versuchte ihm dann ein freundliches Lächeln zu schenken.
„Einen doppelten dieses Mal.“
Re: The Irish Harp
Andrew Simmons - 27.01.2007, 11:44
Willbur zog eine Augenbraue hoch und nickte. "Anstrengende Nacht gehabt, mh?" merkte der Ire mit seiner rauen Stimme an und machte sich ohne auf eine Antwort zu warten davon. Es ging ihn nichts an und wenn der Fremde doch zu antworten gedachte, konnte er das tun, wenn er zurückkam, um zu servieren.
Willbur verschwand also hinter der Theke und begann damit den Wunsch des Fremden zu erfüllen, hatte dann noch einen Geistesblitz und stellte auf sein kleines rundes Tablett seine Eigenkreation, Will's Irish Coffee, dazu- der erweckte jedwede Lebensgeister erneut zum Leben. Seine Großmutter hatte sogar behauptet, dass man damit Tote wieder lebendig machen konnte.
So bewaffnet trat er an den Tisch, stellte die Bestellung vor dem Gast ab und servierte den Coffee mit einem "Der geht aufs Haus" dazu, bevor er das Tablett sinken ließ und sich wieder trollte, als plötzlich zwei neue Gäste ihm die Ehre erwiesen.
Re: The Irish Harp
Frederick Resnick - 27.01.2007, 12:06
Frederick gab ihm keine Antwort, blickte Willbur nur hinterher, wie er zurück zur Theke ging.
Wenn selbst der Barmann sich eine Bemerkung bezüglich Fredericks letzter Nacht nicht ersparen konnte, dann musste er wahrlich furchtbar aussehen.
Als der Mann schließlich mit einem Tablett an den Tisch zurückkehrte und ihm auch noch einen Irish Coffee spendierte, war sich Frederick sicher, dass er den mitleiderregendsten Anblick bieten musste und das war schon eine beachtliche Leistung, wenn man sich die anderen Leute im Pub ansah.
„Danke“ sagte er, schob den Coffee jedoch von sich, als Willbur ihm den Rücken zukehrte. Vielleicht würde er nach dem zweiten Glas Whisky einen Schluck von dem anderen Zeug probieren.
Sein Gesicht hellte sich mit einem Male auf, als er die neuen Gäste erblickte. Kurz zuvor hatte Frederick noch mit Andrew über dessen Frau gesprochen und nun war sie hier. Sie sah bezaubernd aus, wie jedes Mal, wenn er ihr begegnete. Hinter ihr war auch Richard eingetreten und die beiden kamen auf ihn zu.
Frederick erhob sich, um die beiden zu begrüßen.
„Das ist eine nette Überraschung.“ sagte er, als er Lisa die Hand reichte. „Dich hätte ich als letztes in diesem Lokal erwartet, aber es freut mich, dass du den Weg hierher gefunden hast.“
Dann wandte er sich Richard zu und ein gespielt strenger Ausdruck stahl sich auf sein Gesicht. „Das ich das noch erleben darf. Richard Concord erscheint zu spät zu einem Treffen.“
Re: The Irish Harp
Richard Concord - 27.01.2007, 12:16
pp: Straßen (& Lisa)
Richard hielt Lisa die Türe des Pubs auf, so dass diese in das Halbdunkel, welches den Raum füllte, hineintreten konnte.
Richard mochte das Dämmerlicht, welches über dem Pub lag, und aus diesem Grund bevorzugte er auch diesen Pub, selbst wenn das bedeutete, dass er sich immer ins Herz von London begeben musste, um ihn aufsuchen zu können.
Die blassgrünen Augen durchdrangen das Zwielicht problemlos, und innerhalb weniger Sekunden hatte er sich ein Bild von den Anwesenden gemacht und - selbstverständlich - auch Frederick entdeckt.
Er bemerkte, wie der Wirt aufmerksam in ihre Richtung blickte und wandte sich dann kurz Lisa zu.
"Lisa, würdest du dich schon einmal setzen bitte? Am Besten..." Er deutete auf einen netten kleinen Tisch in einer Nische, die genügend Privatsphäre bot. Richard lächelte.
"Ich besorge uns derweil etwas zu trinken.... und einen Frederick." Er zwinkerte ihr zu, und wollte sich dann gerade der Bar zuwenden, als Frederick sich bereits zu ihnen umdrehte, ihnen ein Lächeln schenkte, und seine Züge die Überraschung über Lisas Anwesenheit verrieten.
Richard schnitt eine Grimasse. "Es gibt immer ein erstes Mal..." Erwiderte er süffisant. "Und wenn der Grund dann auch noch eine hübsche junge Dame ist...." Er ließ seinen Satz unbeendigt und zwinkerte Frederick stattdessen zu.
Dann deutete er erneut auf den kleinen Tisch in der Nische.
"Dort spricht es sich besser als an der Bar..." Fügte er hinzu, und als sein Blick auf das Glas vor Frederick fiel, hob er doch überrascht eine Augenbraue, verkniff es sich allerdings etwas dazu zu sagen.
Frederick würde auch so wissen, was er darüber dachte.
Re: The Irish Harp
Lisa Simmons - 27.01.2007, 12:31
ooc: Ihr macht es einem aber auch nicht leicht, Jungs *gg* Wie soll ich denn den Freddy begrüßen, wenn ich am anderen Ende des Raumes sitzen soll? *lol*
Lisa lächelte Frederick zu und vernahm dessen sanfte Stimme, die sie begrüßte und Richard, neckisch selbstverständlich, tadelte. Sie knickste kurz und winkte ihm zu, ließ aber Richard die Eröffnungsrunde und schritt schon einmal zu der Nische, die er ihr gewiesen hatte. So hatte Frederick genügend Zeit, sich auf ihre Anwesenheit einzustellen und beide Männer die Möglichkeit herauszufinden, wie ernst das war, was der andere wollte, ohne dass sie dazwischenfunkte.
Lisa betrachtete fasziniert das Interieur, während sie sich niederließ und konnte nicht verhindern, dass sie schmunzelte. Es war heimelig mit einer Spur Abenteuerlust in der Luft und das gefiel ihr.
Ihre grünen Augen wanderten über die anderen Anwesenden und ein seltsames Gefühl des Fernwehs ergriff sie, auch wenn sie wusste, dass sie ihrer romantischen Vorstellung von einem Leben fernab von London niemals wirklich nachgeben wollen würde.
Die junge Frau lächelte in sich hinein und wartete auf die beiden Männer, die noch immer in einiger Entfernung zu ihr standen.
Frederick sah nicht gut aus, das war ihr schnell aufgefallen, aber mit den Informationen, die Richard ihr gegeben hatte, vermochte es Lisa sich durchaus den Grund dafür zu rekonstruieren. Sie konnte nicht sehen, was sich in seinem Glas befand, hatte aber irgendwie das Gefühl, dass es etwas Alkoholisches war. Frederick war seither ein Mann gewesen, der auf den ersten Blick so aussah, als ob er schnell die Waffen strecken würde, aber durchaus seine eigene Art und Weise hatte durchzuhalten und den Kampf aufzunehmen. Dass er im Moment allerdings ausgelaugt und überfordert schien, machte Lisa schon Sorgen. Ähnlich wie bei ihrem eigenen Mann aber, war sie sich nicht ganz sicher, ob sie überhaupt helfen konnte- oder durfte.
Re: The Irish Harp
Richard Concord - 27.01.2007, 12:46
ooC: Deswegen habe ich editiert... ich kann ja nix dafür, wenn der Freddy mir mal wieder zuvorkommt... bin halt nur n armer Okkultist... und für den Inspektor einfach zu langsam....! :(
Re: The Irish Harp
Frederick Resnick - 27.01.2007, 12:56
ooC: sorry, Richard! Ich bin zwar müde, aber noch nicht tot. ;-)
Frederick war sich Richards Blick wegen seiner Getränkeauswahl zwar bewusst, doch er erwiderte nichts darauf. Sie waren Freunde und nicht dazu da, den anderen zu tadeln oder ihm Vorschriften zu machen.
Während Richard Getränke bestellt, nahm der Inspektor sein Glas und ging dann zu Lisa hinüber, die bereits an dem Tisch Platz genommen hatte.
Frederick stellte den Whisky vor sich ab und setzte sich neben die junge Frau. Er wirkte zwar noch immer überrascht, aber auch erfreut, Lisa zu sehen.
„Ich habe vorhin deinen Mann getroffen und ihn gebeten Grüße an dich auszurichten.“ sagte er und auf seinen müden Zügen war ein freundliches Lächeln zu sehen.
„Aber das kann ich ja jetzt selber tun.“
Re: The Irish Harp
Richard Concord - 27.01.2007, 13:08
Kurz darauf kehrte auch schon Richard mit zwei Tassen in der Hand zu dem kleinen Tisch in der Ecke zurück.
Er wählte den Platz den beiden gegenüber, und schob Lisa dann einen wohldurftenden Pfefferminztee mit einem Schuss Zitrone zu, bevor er den Löffel seiner eigenen Tasse zur Hand nahm, um sein eigenes Getränk damit zu rühren.
Dann sah er auf und blickte Frederick an.
Die braunen Augen hielten im Stand, aber Richard schien es, als wäre der Inspektor dünner geworden, sein Gesicht schmaler und ausgezehrter.
Man konnte ihm ansehen, dass seine Arbeit ihn viel Kraft kostete, aber das war nichts, was Richard etwas anging, und er hatte auch nicht vor, Resnick darauf anzusprechen.
Der Mann hielt ohnehin sehr viel mehr aus, als man ihm auf den ersten Blick ansah, und Richard würde nicht den Fehler machen, ihn zu unterschätzen.
"Soooo." Mischte sich Richard mehr oder weniger in das gerade aufkeimende Gespräch zwischen Frederick und Lisa ein.
"Du sagtest, du würdest mich nicht nur aus rein persönlichen Gründen sehen wollen, Frederick...?" Begann Richard mit Anspielung auf das Telegramm, welches Frederick ihm hatte zukommen lassen...
ooC: Mist! Aber du sieht schon so aus wie ne lebende Leiche... das ist Betrug! Absichtliche Sinnestäuschung!
Re: The Irish Harp
Lisa Simmons - 27.01.2007, 13:15
"Oh, vielen Dank, Frederick." entgegnete Lisa und lächelte freundlich. Sie sah hoch, als Richard zurückkehrte und ihr eine Tasse Pfefferminztee zukommen ließ, den sie gerne annahm.
"Dankeschön." sagte sie in Richtung des Okkultisten und lehnte sich zurück, während sich ein Gespräch zu entwickeln schien zwischen den beiden. Wie jede Frau dieser Zeit, so beherrschte auch sie die Kunst quasi vollkommen aus dem Bewusstsein der anwesenden Männer zu verschwinden, perfekt und widmete sich intensiv dem Tee ohne jedoch ein Wort der beiden Herren zu überhören.
Re: The Irish Harp
Frederick Resnick - 27.01.2007, 15:10
„Das ist richtig.“ erwiderte Frederick mit einem gedankenverlorenen Nicken.
Er war fieberhaft am überlegen, wie er diesen Fall vor Richard schildern sollte, ohne dabei zu Nahe ins Detail zu gehen.
Schließlich handelte es sich hierbei um ein Thema, das für Frauenohren keinesfalls gedacht war.
Lisa tat zwar so, als würde sie ihren eigenen Gedanken nachhängen, doch wusste Frederick auch, dass dem nicht so war.
Es ging hier nicht um Verschwiegenheit, denn Frederick wusste, dass Lisa niemals etwas weitererzählen würde, was an diesem Tisch gesprochen wurde.
Viel mehr hatte er ein schlechtes Gewissen dabei, die brutalen Fakten aus seinem Berufsleben vor ihr widerzugeben.
Es war kein Gesprächsthema für die morgendliche Teestunde.
„Es tut mir leid, dieses Thema vor dir auszubreiten, Lisa.“ sagte Frederick, dem es offensichtlich ein wenig schwer fiel, die passenden Worte zu finden. Deshalb sah er schnell wieder zu Richard.
„Aber ich glaube, dass dieser bestimmte Fall in das Interessensgebiet von dir fällt, Richard. Es handelt sich dabei um einen Mordfall. Der Leichnam des männlichen Opfers wies einige merkwürdige Beschriftungen auf. Eine Ansammlung an Symbolen und Zeichen, die teilweise ins Fleisch eingeritzt wurden oder aber auch nur aufgemalt waren.“
Re: The Irish Harp
Richard Concord - 27.01.2007, 15:31
"Ahhhh." Machte Richard und er lehnte sich langsam in die Polsterlehnen der Sitzbank zurück.
Daher wehte also der Wind.
Das hatte er ja beinahe schon vermutet.
Seine schlanken Hände legten sich um Teetasse, während der Blick der hellgrünen Augen sich zuerst auf Frederick legte, sich dann auf Lisa richtete, und er dann ganz offensichtlich verstand.
"Vielleicht möchtest du mich nachher ein Stück in der Kutsche begleiten, und mir mehr darüber erzählen?" Schlug er vor, um Frederick die Möglichkeit zu geben das Thema nicht jetzt in Lisas Nähe anzuschneiden wenn er das nicht wollte.
Noch während er diesen Vorschlag vor ihm ausbreitete, beschäftigten sich seine Gedanken mit dem, was Frederick gesagt hatte.
Mordfälle in Whitechapel. Mit komischen Inschriften und Symbolen auf den Körpern der Opfer.
Eingeritzt oder aufgemalt.
Womit?
Er schob den Gedanken beiseite und hob ihn sich für nachher auf, während sich wieder ein Lächeln auf seine Züge legte.
Re: The Irish Harp
Frederick Resnick - 27.01.2007, 15:48
„Das wäre wohl zu unser aller Besten.“ erwiderte Frederick, der gut verstand, warum Richard diese Sache hier nicht breittreten wollte.
Zumal Frederick detailliertere Informationen bezüglich dieses Falles hatte. Die Fotos und die Abschrift des Berichts konnte er Richard keinesfalls vor Lisa zeigen.
Das wäre überaus taktlos gewesen.
Sogar für ihn!
Sein beruflicher Alltag machte es Frederick jedoch schwer, die Grenzen der Gesellschaft zu wahren. Was für die anderen Abnormitäten und Perversionen waren, schien für ihn zur Arbeit zu gehören.
Für Frederick gab es keine Normalität mehr und somit hatte sich sein Leben zu einem langweiligen Dasein entwickelt, in das er versuchte durch unkonventionellere Mittel wieder ein wenig mehr Farbe zu bringen.
„Und? Gibt es bei euch beiden irgendwelche Neuigkeiten, die es wert sind erzählt zu werden?“ fragte er, nachdem er einen Schluck Whisky getrunken hatte.
Re: The Irish Harp
Richard Concord - 27.01.2007, 16:09
"Hm... Neuigkeiten?" Meinte Richard nachdenklich und grinste dann breit.
"Nein, nur die üblichen Drohungen und geschmacklosen Störungen, die jeden neueren Tag zu einer noch größeren Banalität machen..." Erwiderte er humorvoll.
Er wedelte kurz mit seiner Hand und sah seine beiden Freunde dann an.
"Geht eigentlich irgendwer von euch zum Neujahrsempfang des Stadtrates?" Fragte er mit eher gemäßigtem Interesse.
Es war das erste große gesellschaftliche Ereignis in diesem Jahr, und Richard war fast gänzlich überzeugt davon, dass Lisa dem kaum entrinnen konnte.
Interessant würde nun die Frage werden, ob Andrew sie dorthin begleiten würde.
Frederick dagegen würde vermutlich dortsein, weil es sein neuer Posten als Oberinspektor erfordern würde.
Re: The Irish Harp
Frederick Resnick - 27.01.2007, 16:20
„Ich habe Sergeant Bellman schon angewiesen für diesen Abend einen fingierten Mord zu melden, damit ich zu Hause bleiben kann.“ erwiderte Frederick und der Tonfall seiner Worte ließ vermuten, dass er das sogar ernst meinte.
Derlei Veranstaltungen waren nichts für ihn. Er fühlte sich unwohl in der gehoberen Gesellschaft und verzichtete gerne darauf mit ihren Vertretern zusammenzutreffen, geschweige denn mit ihnen zu feiern.
Er vermutete, dass an diesem Abend die Ausrede nicht mal von Nöten wäre, schließlich geschah in Whitechapel fast täglich ein schlimmerer Mordfall.
Frederick blickte zu Lisa, von der er nicht ganz sicher war, ob sie diesem gesellschaftlichen Ereignis mit Freude entgegenblickte.
Re: The Irish Harp
Lisa Simmons - 27.01.2007, 16:37
Lisa lächelte ein wenig.
"Ich werde selbstverständlich anwesend sein. Ebenso wie mein Vater und mein Herr Gatte. Es gibt keine Entschuldigung für keinen von uns. Außerdem ist es höchst amüsant in guter Gesellschaft die Gute Gesellschaft zu genießen und zu verunzieren und das werden wir tun..."
Sie lächelte ein wenig mehr.
"Und ich muss Schadensbegrenzung betreiben... sonst ruiniert Andrew unseren Ruf innerhalb von zwei Minuten. Der junge Mann ist ja ganz gut erzogen und kann auf Knopfdruck höchst charmant sein, aber wenn man weiß, wie man ihn anpacken muss, um ihn zu reizen, gibt es Gesellschaftsragout... und dort sind einige Leute, die das nur zu gerne erleben würden."
Sie runzelte kurz die Stirn.
Andrew hatte Feinde. Nicht jeder gönnte ihm seinen Erfolg... oder sie. Daher war es umso wichtiger, dass sie geschlossen autraten.
Ganz zu schweigen davon, dass sie zwar durchaus beliebt war, aber in der Frauenwelt Londons nicht immer gern gesehen wurde.
Alles in allem aber würde es wohl höchst amüsant werden.
Sie erinnerte sich noch lebhaft ans letzte Mal.
Andrew: "Oh hallo, Lady Beckensfield, wie geht es Ihrem Mann?"
Die Lady: "Er ist verstorben vor drei Tagen..."
Andrew: "Oh das tut mir leid."
Die Lady: "Und Sie haben den Totenschein ausgestellt...!"
Andrew: "Oh... tatsächlich? Na so was..."
Lisa hob geziert die Hand vor den Mund, um ein Schmunzeln zu verbergen.
Re: The Irish Harp
Richard Concord - 27.01.2007, 16:45
"Du lächelst?" Fragte Richard, der ihr Amusement bemerkte.
"Verrätst du uns worüber?" Fügte er hinzu.
"Lass uns an deiner guten Laune teilhaben, meine Liebe... Weißt du, Frederick hat sonst nicht viel zu lachen..."
Er zwinkerte beiden zu, winkte dann dem Wirt und bestellte eine weitere Runde für sie alle, sorgte aber dafür, dass Frederick diesmal einen Irish Coffee und ein ausgdehntes Frühstück erhielt.
Noch bevor sein Freund sich beschweren konnte, hob er die Hand.
"Keine Widerworte, Frederick, du wirst das essen. Sonst werde ich dafür sorgen dass dein Hausarzt Dr. Simmons dir persönlich Fressalien der aller übelsten Sorte verschreibt, ist das klar?" Fragte er ernst, aber auch mit neckischem Unterton in der Stimme.
Re: The Irish Harp
Lisa Simmons - 27.01.2007, 17:19
"Da bin ich ganz Richards Meinung." sagte Lisa streng, aber lächelnd in Bezug auf das Frühstück. "Der Körper braucht Energie, um zu funktionieren... und essen hebt die Laune ungemein an." Sie beugte sich verschwörerisch zu Frederick vor. "Und unter uns... willst du dir wirklich eine Standpauke von Andy anhören? Im Moment ist er ganz besonders unangenehm... ich würde deutlich das Frühstück bevorzugen..." Sie lächelte ein klein wenig.
Ihr Blick wanderte zu Richard.
"Ach, ich habe mich nur gerade an das letzte Mal erinnert, als ich mit Andrew auf einer öffentlichen Veranstaltung gewesen bin. Es war die Verlobung eines jungen Paares. McCarthys Sohn, und naja... Andrew hat sich treffsicher das größte Fettnäpfchen ausgesucht, welches er finden konnte. Fragt Lady Beckensfield nach ihrem Mann und muss sich von ihr sagen lassen, dass dieser vor kurzem verstorben sei... und der Totenschein von ihm selbst ausgestellt worden ist! Glücklicherweise strahlt Mr. Simmons einen gewissen Charme aus, wenn er sich schämt. Das führte zu einer recht schnellen Beilegung der Peinlichkeiten. Ich bin gespannt, womit er mich dieses Mal überraschen wird."
Re: The Irish Harp
Richard Concord - 27.01.2007, 17:51
Richard lachte leise auf.
Sowohl aufgrund Lisas "Drohung" Frederick gegenüber, als auch wegen ihrer kleinen Anekdote bezüglich Andrews gesellschaftlicher Panne.
Er hatte das große Glück gehabt, Andy selbst das ein oder andere Mal in Aktion zu erleben und konnte es sich daher lebhaft vorstellen.
Er legte einen Finger auf die Lippen, während er sich dem ein oder anderen Gedanken hingab.
Gesellschaftliche Ereignisse waren ihm ein Greuel, aber aus anderen Gründen als bei Andrew.
Manchmal allerdings gab er sich tatsächlich der Versuchung hin, dort seine Aufwartung zu machen, auch wenn es dabei nicht um die Pflege irgendwelcher Kontakte, sondern vielmehr die Provokation all der anderen ging.
Dieses Jahr hatte er sich allerdings noch nicht entschieden, ob er es wagen wollte, sich zu Tode langweilen zu lassen, oder nicht.
"Nun, irgendetwas muss Andrew ja an sich haben, um eine Frau wie dich an seiner Seite halten zu können." Erwiderte er, hielt sich aber nicht lange an diesem Thema auf.
"Du hast gesagt, du hast ihn auf dem Weg hierher getroffen, Frederick? Hattest du den Eindruck, als befinde er sich nicht ganz... auf der Höhe?" Richard war durchaus bewusst, wie skuril es wirken musste, ausgerechnet Frederick diese Frage zu stellen, der doch ohnehin aussah, als würde er jeden Moment vom Stuhl kippte, aber er scherte sich nicht darum.
Wie immer.
Re: The Irish Harp
Frederick Resnick - 28.01.2007, 00:42
Frederick schüttelte belustigt den Kopf.
Lisa konnte einfach niemand einen Wunsch abschlagen und sie verpackte ihren freundlichen Tadel mit so viel Charme, dass man sich einfach nicht dagegen wehren konnte.
Er musste zumindest ein paar Bissen des Frühstücks runterschlingen, um die beiden anderen am Tisch zufrieden zu stellen.
Aus diesem Grund war es gar nicht nötig zu antworten, wenn das „Schiedsgericht“ ein Urteil gefällt hatte, dann musste Frederick sich dieser Entscheidung stellen.
Erst als das Gespräch wieder auf Andrew fiel, wurde der Inspektor hellhörig. Andrew war ihm an diesem Morgen ein wenig merkwürdig erschienen, doch konnte er bis jetzt noch nicht einordnen, woran das genau lag.
Die Hektik war ein Teil des Arztlebens, zumindest wenn man im öffentlichen Krankenhaus arbeitete. Deshalb hatte es Frederick dabei belassen und nicht weiter nachgefragt.
„Er wirkte ein wenig blasser als sonst, auch etwas verwirrt und hatte es eilig, aber ich denke das ist ganz normal für einen Mann mit seinem Beruf.“
Sein Blick fiel auf Lisa, da er sich auch an Andys Worte bezüglich seiner Frau erinnerte. Natürlich sorgte sie sich um Andrew, das war selbstverständlich, aber er hoffte sehr, dass ihre Sorge unbegründet war.
Re: The Irish Harp
Richard Concord - 28.01.2007, 10:57
Der Wirt brachte die Bestellung an den Tisch, blickte dann ein wenig abwartend zu Richard, bis dieser ihn anwies, das Essen direkt vor Frederick abzustellen und verschwand dann wieder hinter die Theke.
Richard faltete die Hände und schaute Frederick forschend an.
"Du hältst es also für eine normaler Erschöpfungserscheinung, die mit seiner Arbeit einhergeht?" Fragte er un hob eine Augenbraue.
Darin hatte Frederick tatsächlich Erfahrung, denn Erschöpfungserscheinungen kannte er nur zu gut.
Jedesmal wenn Richard den Inspektor sah, wurden ihm die Erschöpfungserscheinungen, die man als Polizist einfach haben musste vor Augen geführt und jedes Mal wenn es so war, war Richard auf eine gewisse Art froh, dass es ihm selbst niemals so gehen würde.
Glaubte er zumindest.
Der Okkultist warf Lisa einen kurzen Blick zu, hielt aber an seiner Entscheidung fest, später noch einmal nach Andrew zu sehen.
Er schob Frederick auch die Tasse Irish Coffee hin, die ihn eigentlich ein wenig munterer machen sollte, da sie weniger Alkohol, dafür aber mehr Koffein enthielt, und griff selbst nach seiner zweiten Teetasse, welche dieses Mal - oh Wunder - von tiefroter Flüssigkeit gefüllt war.
Re: The Irish Harp
Frederick Resnick - 28.01.2007, 12:36
„Andrews Arbeit ist nicht einfach und ich denke, dass er seine Berufung gefunden hat.“ erwiderte Frederick, während er das Essen forschend anblickte.
Irgendwie wollte kein Appetit bei ihm aufkommen, auch wenn das Essen köstlich aussah.
Er hob den Blick und sah die beiden forschend an.
Auch wenn jeder von ihnen Andrew sehr nahe stand, so war es doch für Frederick am einfachsten zu begreifen, was den Arzt dazu trieb, sich für die Arbeit und seine Patienten aufzuopfern.
Man konnte es nur mit Hingabe und Aufopferung beschreiben. Andrew hatte ein gutes Herz und er sah seine Lebensaufgabe darin, den Kranken und Verletzen zu helfen. Dazu wusste Frederick genau, dass es den Arzt dabei mehr um die Armen und von der Gesellschaft ausgestoßnen ging.
Es war eine tägliche Herausforderung und genau an solchen Situationen konnte man weiter wachsen und daraus lernen.
„Er könnte es weitaus leichter haben, wenn er eine Privatpraxis aufmacht, doch das würde ihn unglücklich machen. Er braucht die Arbeit mit diesen Leuten, um genau der Mensch zu sein, den wir so schätzen.“
Re: The Irish Harp
Lisa Simmons - 28.01.2007, 12:45
Lisa rutschte in wenig unbehaglich auf ihrem Platz hin und her. Sie kam sich auf einmal ziemlich dämlich vor... sie hatte das ja auch unbedingt besprechen müssen, nicht wahr? Anstatt ihrem Mann einfach seinen Willen zu lassen und sich nicht selbst zum hysterischen Hausfräulein zu degradieren. Das war ganz schön peinlich.
Ihre Hände legten sich um ihre Teetasse und sie lehnte sich erneut zurück, den Unterteller geziert in der einen, die Tasse in der anderen Hand.
Sie biss sich kurz recht undamenhaft auf die Lippe und ließ all die Geschehnisse noch einmal Revue passieren. Sollte sie wirklich so dermaßen überreagiert haben? Steckte womöglich etwas ganz anderes hinter ihren Äußerungen? Fühlte sie sich vernachlässigt? Konnte sie wirklich so niedere Beweggründe haben ihrem Mann das Leben schwer zu machen?
Lisa hatte immer gewusst, dass eine Ehe mit Andrew in vielen Dingen dem entsprechen würde, was sie sich wünschte- was sich vermutlich jede Frau wünschte, aber es auch Bereiche geben würde, in denen sie enttäuscht wurde. Hatte sie wirklich vor der Hochzeit damit gerechnet, dass er so oft nicht zu Hause sein würde, seine Leidenschaft offensichtlich der Beseitigung sozialer Probleme galt und gesellschaftliche Veranstaltungen für ihn wie die Zubereitung eines Kuchens anmuten würden, dessen Rezept er zwar gelesen und verstanden hatte, aber dennoch niemals zu einem vernünftigen Ergebnis kommen würde?
Lisa unterdrückte ein Seufzen und dachte mit nicht wenig Sympathie an ihren Vater, der ihr wohl geholfen hatte alles in die Wege zu leiten, obwohl er mit Andrew als Schwiegersohn nicht vollkommen einverstanden gewesen war. Gewiss, inzwischen respektierte und mochte er ihren Ehemann, aber es war nicht ganz einfach gewesen ihn soweit zu bringen.
"Er scheint all das zu sein, was sich eine junge Dame, wie du es bist wünschen kann, Liebes... Was mich stutzig macht..." Er hatte eine jener bedächtigen Pausen gemacht, die einer besonnenen aber dennoch fest gefassten Meinungen vorangingen. "Er erledigt all das, was man von ihm erwartet mit einer Perfektion, die mich verwundert. Manchmal, so scheint es mir, wenn ich ihn mir betrachte, flackert hinter diesen höflichen Zügen ein anderer Wille auf, der nur deshalb nicht zu sehen ist, weil er noch von seinem Vater am Zügel gehalten wird. Aber was ist, wenn er sein eigenes Leben bekommt? Glaubst du, Lisa, dass du diesem anderen Willen, der vielleicht ihn... vielleicht aber auch dann euch beide, angreifen könnte, gewachsen bist?"
Es war alles so einfach gewesen- Andrew hatte es ihr so einfach gemacht. Er hatte all jene Regeln bedacht, die man bedenken musste, wenn man um die Hand einer Frau anhielt, er hatte ihr aber gleichzeitig in dem strengen gesellschaftlichen Korsett versucht mit allen Tricks, die er hatte finden können, um es zu lösen die Welt zu Füßen zu legen. Sie zweifelte keinen Moment daran, dass er sie liebte. Aber sie begann sich zu fragen, welchen Andrew sie besser kannte und sollte es derjenige seines Vaters sein, sie die Kraft besaß mit demjenigen zu leben, der er tatsächlich war.
Einen Augenblick lang legte sich ein bittersüßer Ausdruck über ihre Züge, als sie sich an die Zeit vor ihrer Hochzeit erinnerte. Diese Erinnerung an Leichtigkeit und Licht schien bereits jetzt sehr weit weg zu sein und Lisa wusste nicht, wie sie ihr neues Leben geben konnte, zumal sich Andrew jetzt mehr und mehr von ihr zurückzog, ohne dass sie verstand weshalb.
Ihre Augen blickten wieder nach vorne und betrachteten zuneigungsvoll die beiden Herren, welche vor ihr saßen. Es bedurfte keiner großen Vorstellungskraft sie lachen oder diskutieren zu sehen. Sie kannte jede Regung in ihren feinen Gesichtern, hatte sie unzählige Male still studiert, wenn sie in ihrem Haus gewesen waren. Sie wünschte sich einen dieser freundlichen Abende zurück, in denen der nun stille und abweisende Salon von Gelächter erfüllt wurde.
Aber jeder Schatten auf Fredericks Zügen schien sie ein bisschen mehr davon fortzutreiben, wie eine heftige Windböe, die sie dazu zwang die Richtung zu ändern.
Es gab so vieles, das sie sich wünschte zu sagen. Wenn es nur die Worte gegeben hätte, die ausdrücken konnten, wie wichtig ihr war, dass die Verbindng bestehen blieb, die sie aneinander band. Es war ein filigranes Geflecht, das sich selbst die Balance und in Bewegung hielt, ähnlich einem Perpetuum Mobilé und nur eine winzige Verlagerung der Gewichte würde von den anderen ausgeglichen werden müssen, damit alles so blieb wie es war.
Aber Lisa war sich nicht sicher, an wem es jetzt lag, auszugleichen. Sie wusste nur, dass die Bewegung ins Stocken geraten war.
Re: The Irish Harp
Richard Concord - 28.01.2007, 13:21
Richard winkte ab und grinste.
"Du kennst doch Andrew." Antwortete er.
"In einer Privatpraxis würde er den Verstand verlieren. Dann dürfte er ja nur alte Damen und ihre Wehwechen oder übervorsichtige Herren und derren kleine Schürfwunden behandeln." Er schüttelte den Kopf.
Das passte nicht zu Andrew und seinem Helfersyndrom, und Richard war froh darüber.
Der junge Mann hatte ihn damals aufmerken lassen, weil er eben nicht gewesen war wie alle anderen.
Weil er nicht den leichten Weg gewählt hatte, sondern den, der schwieriger, länger und anspruchsvoller gewesen war.
Hätte Andrew sich nun geändert, dann wäre es Richard falsch vorgekommen.
"Er macht das, was ihm Spaß macht, und das ist gut." Stellte er fest.
"Er sollte nur aufpassen, dass er es nicht übertreibt. Sein Pflichtbewusstsein in allen Ehren, aber was er tut verlangt ihm viel ab, und er sollte eine Pause einlegen, bevor er zusammenbricht... Dasselbe gilt übrigens auch für dich, Frederick..." Mahnte er den Polizisten und blickte einmal mehr auffordernd auf das Frühstück, welches vor ihm stand.
"Vielleicht sollten wir auch einmal in Erwägung ziehen... wegzufahren... wenn dein Job es zulässt, und Lisa Andrew davon überzeugen kann, dass er mir damit eine große Freude machen würde...." Er zwinkerte Lisa zu, denn er kannte Andrews Devise: 'Krankheit und Tod machten keine Ferien... warum also sollte er Urlaub machen...?'
Re: The Irish Harp
Lisa Simmons - 28.01.2007, 13:43
"Das wäre eine sehr gute Idee." sagte Lisa und brachte ihre Augen zum Strahlen. "Und wenn dein Beruf es nicht zulässt, bekommst du Urlaub verordnet, denn Richard hat Recht. Kaputt machen kann man sich immer nur eine bestimmte Zeit lang, aber wenn man wirklich etwas ändern will, tut man das in gesundem Zustand."
Sie beugte sich vor. "Und wenn du jetzt nichts isst, das schwöre ich dir Frederick Resnick, werde ich hier und jetzt damit beginnen dich zu füttern!"
Lisa griff nach der Gabel und hob sie drohend, um sie ihm dann mit dem Griff zuerst hinzuhalten.
Sie dachte einen Moment lang über die Meinung der beiden Männer in Bezug auf ihren Gatten nach und schüttelte innerlich den Kopf. Es war nicht die Arbeit. Es ging nicht darum wen er behandelte oder nicht, in welcher Schicht er sich seine Patienten rekrutierte, ob er die alljährliche Frühlingserkältung oder Syphilis behandelte... es ging um die Tatsache, dass er sich ihr entzog.
Lisa kam mehr und mehr zu dem Schluss, dass sie falsch gehandelt hatte. Nicht, weil sie Frederick und Richard nicht vertraute- die beiden würden nach bestem Wissen und Gewissen mit der Situation umgehen- sondern weil ihr Urteilsvermögen sie einfach im Stich gelassen hatte.
Re: The Irish Harp
Frederick Resnick - 28.01.2007, 13:50
Frederick schenkte Richard und Lisa auf die Anspielung hin einen gestrengen Blick und einmal mehr wusste er, dass er heute miserabel aussehen musste.
In gewisser Weise musste er den beiden ja Recht geben. Er war nicht ganz unschuldig an seinem momentanen Erscheinungsbild.
Böse konnte er ihnen sowieso nicht sein, denn es war gut zu wissen, dass man den eigenen Freunden nicht egal war.
Er nahm ein Stück Toast und steckte es sich demonstrativ in den Mund.
„Zufrieden?“ fragte er, nachdem er es runtergeschluckt hatte.
Was das andere Thema betraf, so gab er sich keiner Illusion hin. Frederick konnte sich durchaus leisten, einige Tage frei zu nehmen, doch in dieser Hinsicht war er sehr auf Andrews Seite.
Er wollte es gar nicht.
„Urlaub? Mit Andrew? Wann hatte der Mann das letzte Mal einen freien Tag?“ wollte Frederick nun wissen. Er konnte sich ehrlich gesagt nicht mehr daran erinnern und sah die beiden anderen fragend an.
"Hatte er nicht auch zu Weihnachten Dienst im Krankenhaus?"
Re: The Irish Harp
Lisa Simmons - 28.01.2007, 14:16
Lisa blickte auf das Stück Toast- oder vielmehr tat es nicht, denn es war verschwunden, sah Frederick an, lächelte und entgegnete: "Nein." Sie faltete die Hände unter dem Kinn und suchte den Blick seiner dunklen Augen. "Denn auf dem Teller ist noch viiiiiiiiiiiiiiiel mehr."
Als der Inspektor erneut auf das Arbeitsthema zu sprechen kam, runzelte sie allerdings ihre Stirn. "Ja." gestand sie ein. "Hatte er." Und ihr Blick begann zu funkeln. "Aber nur weil er es wollte!"
Ihre Miene wurde ernst. "Jungs," Die beiden sahen sie erstaunt an. So hatte man sie lange nicht genannt. "Ich bin bestimmt kein Hausdrachen... und finde gut, was Andrew tut. Aber... und das gilt auch für dich Frederick, bei allem, was ihr, du und Andrew, wollt oder euch verpflichtet fühlt zu tun, solltet ihr... oder in diesem Fall du daran denken, dass es zwar dein Wollen ist, was dich vorwärts treibt... es aber auch jenes Wollen ist, das uns andere betrifft."
Sie berührte flüchtig seine Hand.
"Bei allem, was du tust- und ich kann nicht einmal ansatzweise nachvollziehen wie viel und wie schwer es sein muss, denk daran, dass wir dich schätzen und es uns auch berührt, wenn es dir schlecht geht."
Sie nahm einen Schluck von ihrem Tee.
Es ging um Verantwortung... sich selbst, seiner Arbeit aber auch seinen Freunden gegenüber. Andrew hatte sie das nicht klar machen können. Er begriff nicht, dass je mehr er sich aufopferte, desto größer die Kraft wurde, die sie aufwenden musste, um ihm zu helfen.
Auch wenn sie nicht mit Frederick verheiratet war, funktionierte es in dem Bereich genauso. Dass er nicht aß und sich schon morgens mit einem Glas Whiskey verabredete, machte ihr Sorgen und bereitete ihr ein wenig Angst. Er musste für sich eine Grenze ziehen-
Oder hinnehmen, dass er unglücklich wurde und zerbrach.
Re: The Irish Harp
Frederick Resnick - 28.01.2007, 14:55
Was Lisa da sagte klang sehr vernünftig und Frederick stimmte ihr sogar in dem einen oder anderen Punkt zu.
Er war dankbar, dass sie sich Sorgen um ihn machte, denn für ihn war es ungewohnt, dass es noch andere gab, die er mit seinem Tun beeinflusste.
Und genau das war auch sein Problem.
Frederick konnte schlecht abschätzen, was es für seine Freunde bedeutete, wenn er sich so gehen ließ, denn er vergaß oft, dass er nicht völlig allein war.
„Da gebe ich dir….euch, absolut Recht.“ sagte der Inspektor, denn er hatte niemals Probleme damit gehabt, eigene Fehler zuzugeben.
„Ich arbeite und trinke zu viel und schlafe und esse zu wenig. Für mich ist diese Situation jedoch völlig normal. Ich kehre abends zurück in eine verwaiste Wohnung, die ich extra so hässlich gelassen habe, damit ich morgens überhaupt dazu ermutigt werde aufzustehen und das Haus zu verlassen. Im Moment genieße ich den Vorteil nur für mich selbst verantwortlich zu sein, was mich aber jetzt schon sehr viel Kraft kostet.“
Frederick war selbst überrascht, wie einfach es war dies alles auszusprechen. Der Inspektor war kein Mann von vielen Worten, wenn es um sein eigenes Leben ging, deshalb konnten Außenstehende ihn nur schwer einschätzen.
„Ich danke euch aufrichtig dafür, dass ihr euch sorgt. Und ich weiß, wenn ich tatsächlich mal Probleme haben sollte, kann ich immer auf euch vertrauen.“
Re: The Irish Harp
Richard Concord - 28.01.2007, 20:30
Richard zog eine Augenbraue hoch.
Fredericks Beschreibung klang für ihn nach einer Art Ausrede, und noch dazu nach einer schlechter.
Der Inspektor konnte sich ein Hausmädchen und einen besseren Lebensstil durchaus leisten, aber er legte es nicht darauf an.
Und daran trug niemand die Schuld außer ihm, aber Richard würde ihm das nicht vorwerfen.
"Genaugenommen hoffen wir eigentlich, dass du uns um Hilfe bittest, bevor du Probleme hast, Frederick." Erwiderte Richard milde, ohne dann allerdings weiter darauf einzugehen.
"Bleibt es also bei einem kleinen Ausflug?" Fragte er bester Laune und lächelte sowohl Lisa als auch Frederick an.
Er lehnte sich entspannt zurück.
"Und wenn Andrew sich weigert, dann wird er entführt. Sack über'n Kopf und rein in die Kutsche...."
Re: The Irish Harp
Frederick Resnick - 28.01.2007, 20:50
„Bevor ich Probleme habe?“ nahm Frederick das Thema nochmals auf. „Richard, wo bleibt dein Kampfgeist?“
Mit einem Lächeln in Richards Richtung nippte der Inspektor vorsichtig an dem Irish Coffee. Irgendwie schmeckte das Getränk gewöhnungsbedürftig, doch Frederick wollte keinesfalls noch mehr Interesse auf seinen Gesundheitszustand lenken, deshalb gab er einfach nach und nahm einen Schluck.
„Gibt es schon irgendein spezielles Ausflugsziel in deiner Planung?“ wollte er von Richard wissen, denn sein Gegenüber schien bereits eifrig über das Wann und Wo der kleinen Reise nachzudenken.
„Oder behältst du dir das Recht vor, uns damit zu überraschen?“
Re: The Irish Harp
Richard Concord - 28.01.2007, 23:05
Richard grinste wieder.
"Vielleicht sollte ich das..." Schmunzelte er. "Aber ich schätze, dann würden wir Andrew leider nirgendwo hinbekommen." Er zuckte mit der Schulter.
"Ich dachte da an einen netten kleinen Ort, wo man sich entspannen kann. Bad Ischl in Österrich vielleicht... oder einer der zahlreichen Kurorte in der Schweiz? Auf jeden Fall raus aus England... Frankreichs Küste soll auch ganz nett sein..." Er zwinkerte beiden zu.
"Solltet ihr also irgendwelche Wünsche haben.... noch bin ich offen für fast alles." Er lächelte wieder.
"Ich habe auch von einigen... interessanten Dingen in Ägypten gehört, die mich reizen würden, die goldene Pyramide von Amsher oder die verlorene Stadt Hamunaptra... aber ich möchte euch ja nicht mit Pyramiden und Artefakten langweilen."
Richard nahm einen weiteren Schluck von seinem Tee, ließ den beiden damit Zeit, darüber nachzudenken, und erste Tendenzen zu verkünden.
Frederick war diesem Urlaub nicht abgeneigt - das war schon mal gut.
Lisa würde sich sogar sehr darüber freuen. Und zu dritt würden sie Andrew sicherlich irgendwie überzeugen können.
Und wenn das nicht funktionierte konnten sie immer noch Plan B versuchen.
Richard grinste in sich hinein.
Sack über den Kopf und rein in die Kutsche.
ooC: Tschuldigt bitte, ich gucke gerade die Mumie ;)
Re: The Irish Harp
Frederick Resnick - 29.01.2007, 09:57
Richards Reisevorschläge hörten sich verlockend an, doch traten abermals Zweifel auf Fredericks Gesicht.
Ägypten?
War das nicht ein wenig zu weit, für eine simple kleine Reise?
„Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich hatte nicht vor, Wochen oder sogar ein Monat von London fort zu bleiben.“ sagte er.
Schon die Anreise nach Ägypten hätte mehr Zeit in Anspruch genommen, als Frederick gewillt war frei zu nehmen. Andrew würde auf diesen Vorschlag sowieso nicht eingehen, wenn er erst hörte, wie lange er dann vom Krankenhaus fernbleiben musste.
„Wie wär’s mit Jersey. Das ist nicht weit und wir würden damit vielleicht sogar Andrew überzeugen.“
In diesem Augenblick betrat ein langer, dürrer Mann das Pub. Als er den Hut abnahm, sah man, dass er schütteres Haar hatte und er bewegte sich auf den Tisch der drei Freunde zu, als er sie endlich entdeckt hatte.
Frederick hatte Bellman nicht sofort erkannt, denn er saß mit dem Rücken zur Tür. Erst als Bellman neben dem Tisch stehen blieb und die drei ein wenig verlegen anblickte, drehte Frederick den Kopf zu ihm und sein Gesicht wurde schlagartig ernst.
Er hatte dem Sergeant mitgeteilt, wo er ihn auffinden konnte, falls es einen Notfall gab, doch jetzt war er sich nicht mehr so sicher, ob das eine gute Idee gewesen war.
Er mochte Bellman, auf eine gewisse Art und Weise. Was er jedoch nicht leiden konnte, war sein übertrieben höfliches und zugleich aber auch aufdringliches Verhalten.
„Entschuldigung dass ich Sie störe, Sir. Aber der Polizeidirektor ist heute Morgen in eine kleine Auseinandersetzung verwickelt worden, vor dem Parlament.“
Interessiert betrachtete Bellman Lisa und Richard, während er sprach. Diese angeborene Neugier, so glaubte er von sich selbst, machte ihn zu einem unverzichtbaren Mitglied des Polizeistabes.
„Er hat sich den Fuß gebrochen und tut so, als müsste er ne Amputation bekommen.“
Er begegnete den fragenden Blicken der Anwesenden und erst jetzt schien ihm einzufallen, weshalb er überhaupt gekommen war.
„Er will Sie sprechen, Sir. Sofort.“
Frederick sah von Bellman zu seinen Freunden und man konnte ihm anmerken, dass es ihm gar nicht recht war, jetzt schon aufbrechen zu müssen.
Müde fuhr er sich über das Gesicht, stand dann aber von seinem Platz auf.
„Tut mir leid euch jetzt schon verlassen zu müssen.“ Er holte seine Geldbörse hervor, um seine Rechnung zu begleichen und legte die Münzen auf den Tisch.
„Vielleicht können wir uns ein anderes Mal treffen, wenn mein Dienst und der Polizeidirektor es zulassen.“
ooC: dachte mir, ich sollte mal den heroischen Gehilfen ins Geschehen einbringen. ;-)
Re: The Irish Harp
Richard Concord - 29.01.2007, 19:58
Richard ließ sich durch das Auftauchen des Sergeants nicht im Geringsten stören, auch wenn es diesem sichtlich unangenehm war, sie zu stören.
Richard fixierte ihn mit seinen blassgrünen Augen, und merkte, wie er augenblicklich seinem Blick auswich, und den Fredericks suchte.
Ein spöttisches Lächeln legte sich auf sein Gesicht, während er schweigend abwartete, was der Polizist wollte und ihrem Gespräch lauschte, dabei herauszog, was für ihn wichtig war, während er die Hände einander legte und sich zurücklehnte.
Soso, einen Aufstand hatte es gegeben?
Gegen die Herren... Politiker? Politisch engagierte Männer höheren Standes? Wie etwa einen Polizeidirektor?
Richard schmunzelte.
Es geschah ihnen recht, und er empfand keinerlei Mitleid mit ihnen.
Auch wenn er nicht verstand, warum der Mann nun so einen Streß machte.
"Er hat sich den Fuß gebrochen?" Mischte er sich dann schließlich ein.
"Warum dann die Eile? Ich glaube kaum, dass er fortlaufen kann." Sagte er amüsiert, schob Frederick sein Geld wieder zu, und bedeutete ihm, sich erneut zu setzen.
Er wollte nicht soweit gehen Bellman fortzuschicken, aber es lag deutlich in seiner Absicht Frederick hierzubehalten, und zwar alleine, ohne Anhang.
"Vielleicht wollen Sie schon einmal vorausgehen, zum Krankehaus?" Schlug Richard vor.
"Dann werde ich Ihnen den Inspektor vorbeibringen... wenn wir hier fertig sind." Sagte er mit fester, arroganter Stimme, die keinen Widerspruch duldete - nicht von Bellman
Re: The Irish Harp
Frederick Resnick - 29.01.2007, 20:57
Bellman wirkte ganz schön verwirrt, denn er vertrat die Ansicht, dass man Anordnungen unverzüglich Folge leisten musste.
Anscheinend hatte der Mann, der dem Inspektor gegenübersaß, keinerlei Erfahrung in solchen Dingen.
Der Sergeant warf die Schultern zurück und streckte den Kopf in die Höhe, wodurch er noch größer und diensteifriger wirkte.
„Da muss ich sie leider enttäuschen. Das ist eine 847. Wir müssen sofort aufbrechen.“ erwiderte der Sergeant und sah dabei Frederick auffordernd an.
Sergeant Bellman verbrachte seine Freizeit damit, sich Nummern für die Arten von Einsätzen zu überlegen. Jedes Mal, wenn ihm wieder etwas eingefallen war, präsentierte er Frederick die Liste.
Nur leider hatte Frederick bisher nie die Zeit gefunden sich diese Liste anzusehen, geschweige denn durchzulesen.
Wenn er ehrlich war, hätte er es selbst dann nicht getan, wenn er alle Zeit der Welt gehabt hätte.
Bellman hatte auch sehr konstruktive Verbesserungsvorschläge, das konnte man durchaus behaupten, doch dieser Einfall gehörte nicht dazu.
„847“ wiederholt Frederick. „Richtig“
Er versuchte sich zu erinnern, kam jedoch nicht auf die Lösung. Kein Wunder, er hatte die Liste zusammengefaltet und als Einmerkhilfe für das Personenregister seiner Abteilung verwendet.
Eins wusste Frederick jedoch genau, dass Bellman nicht so schnell nachgeben würde. Frederick konnte ihn schlecht in einer andere Abteilung versetzen lassen, denn Bellman hatte gute Beziehungen und somit Narrenfreiheit bis zu einem gewissen Punkt. Man musste ihn ködern und zwar mit der einzigen Sache, die ihm wichtig war, auch wenn er nicht so aussah.
„Haben Sie schon etwas gegessen?“
Blöde Frage! Natürlich hatte er das. Er aß die ganze Zeit über und sah trotzdem aus, als hätte er die Schwindsucht.
Bellman nickte eifrig und wollte sogleich die Lebensmittel aufzählen, die er heute Morgen verspeist hatte, doch Frederick kam ihm zuvor.
„Dann nehmen sie doch das hier.“ sagte er und reichte dem Sergeant den Teller mit dem Frühstück. „Wäre doch eine Verschwendung das Essen wegzuwerfen. Vielleicht warten sie an der Bar auf uns. Ich komme gleich.“
Als Bellman den Teller sah, war sein Diensteifer plötzlich verflogen, zumindest halbwegs. Mürrisch ging er zur Bar hinüber, begann dann aber sogleich den Rest des Frühstücks aufzuessen.
„Es tut mir leid,“ entschuldigte sich Frederick abermals bei seinen Freunden. „Bellman ist manchmal ein wenig übereifrig.“
Re: The Irish Harp
Richard Concord - 29.01.2007, 21:38
Richard schüttelte nur leicht den Kopf, und verzog die Lippen zu einem weiteren Lächeln.
"Du musst mit ihm leben..." Erwiderte er belustigt.
Es war eine nette Vorstellung, wenn er daran dachte, wie Frederick in zwanzig Jahren immer noch mit den Sergeant an seiner Seite herumlief... die beiden einsamen Junggesellen, die mehr und mehr zu einem alten Ehepaar wurden... (Charles & Erik lassen grüßen)
Schnell verwarf er diesen Gedanken allerdings wieder.
Immerhin schien Frederick seinen Untergebenen einigermaßen im Griff zu haben, auch wenn er bemerkte, dass ihm die Situation unangenehm war.
"Hör zu, Frederick." Sagte er schließlich.
"Wir brauchen das hier nicht mehr als nötig auszudehnen, wenn es dir gerade nicht passt." Lenkte er schließlich ein, denn er wollte Frederick hier nicht festnageln - immerhin hatte sein Freund dafür bereits das Frühstück abgetreten, welches Lisa und Richard ihm mit größter Mühe auf's Auge gedrückt hatten.
"Aber wenn du sowieso ins Krankenhaus musst... spricht doch nichts dagegen, dass du mit mir hinfährst, oder? Ich wollte sowieso noch mit Andrew sprechen, und es wäre derselbe Weg... warum zu Fuß mit deinem kleinen Wachhund, wenn du auch mit mir fahren könntest?" Fragte er mit einem selbstbewussten und etwas überheblichen Lächeln auf den Lippen.
Der Gedanke, dass es Fredericks Ruf abträglich sein könnte, wenn man sah, wie er aus seiner Kutsche stieg, kam ihm gar nicht erst.
Und es war ihm egal.
Und Frederick sollte es im Grunde ebenfalls egal sein, zumindest wenn er ehrlich zu Richard sein wollte.
Re: The Irish Harp
Frederick Resnick - 29.01.2007, 23:19
Frederick fing Bellmans hektischen Blick auf, während er Richards Worten lauschte.
Er hatte noch nie einen Menschen gesehen, der so schnell Essen in sich reinstopfen konnte und er nahm an, dass der Sergeant in weniger als drei Minuten fertig war, um anschließend wieder mit dem 847 Notfall anzutanzen.
„Ich habe nichts dagegen, mit dir zum Krankenhaus zu fahren. Wenn ich gewusst hätte, dass du gleich nach dem Treffen dort hinwolltest, hätte ich natürlich erst recht auf deine Einladung gewartet.“ sagte Frederick, als er sich von dem Essensritual losriss.
Sein abwesender Blick fiel nun auf Lisa. Er fand es unhöflich sie hier sitzen oder allein nach Hause gehen zu lassen.
Vielleicht war es besser sie zunächst bei einer ihrer Freundinnen oder zu Hause abzusetzen, bevor sie über weitere Pläne sprachen.
„Aber wir können Lisa unmöglich hier alleine sitzen lassen. Andrew würde uns das nie verzeihen.“
Re: The Irish Harp
Richard Concord - 30.01.2007, 10:37
Richard lächelte wieder kurz.
"Wofür hältst du mich denn?" Fragte Richard belusgtigt.
"Sehe ich aus, als würde ich Lisa hier einfach sitzen und sich selbst überlassen? In einem Etablissement, in dem sie eigentlich gar nicht sein sollte?" Richard schüttelte vorwurfsvoll den Kopf.
"Selbstverständlich wird Lisa uns begleiten." Fügte er dann hinzu.
"Zumindest bis zum Teesalon..." Er sah Lisa an, "... solltest du dort noch hinwollen. Falls nicht steht es dir selbstverständlich frei, uns ins Krankenhaus zu begleiten, wenn dich dein Weg dorthin führt." Richard lächelte wieder griff nach seiner Teetasse und führte sie an seinen Mund.
"Und über dein Frühstück reden wir nochmal..." Wandte er sich dann erneut an Frederick.
Richard lehrte seine Tasse, zog von irgendwoher eine Pfundnote und legte sie auf den Tisch um ihre gemeinsame Rechnung zu bezahlen.
"Geht auf mich." Murmelte er, sah dass Frederick damit unglücklich schien, und setzte ein "Und nächstes Mal zahlst du..." Hinzu, wie üblich.
Richard ließ sich nur selten, und meist nur ungerne einladen, und von Frederick sogar ganz besonders, aber das tat dem keinen Abruch, dass er selbst es äußerst gerne tat.
Seiner Ansicht nach nur sollte Frederick sein Geld für sinnvollere Dinge ausgeben, als irgendwelche Treffen in Bars - oder Alkohol im allgemeinen.
Re: The Irish Harp
Frederick Resnick - 30.01.2007, 11:05
„Ja, ja, ich weiß, Richard, du bist die Höflichkeit in Person.“ sagte Frederick und beendete damit Richards Höflichkeitsansprache bezüglich Frauen und ihre Teegesellschaften.
Er schob das leere Whiskyglas von sich weg und erhob sich, während er abermals in seine Tasche griff, um weitere Münzen rauszuholen.
Doch Richard kam ihm zuvor, was ihm jedoch keinesfalls Recht war.
Frederick musste zwar einem Beruf nachgehen, um sich seinen Lebensunterhalt verdienen zu können, doch er war kein armer Schlucker.
Natürlich wusste er, dass Richard das auch nicht so sah, trotzdem fühlte er sich unwohl bei dem Gedanken abermals von seinem Freund eingeladen worden zu sein. Zumal der Großteil des Frühstücks an Sergeant Bellman ging.
Er ging zu Bellman rüber, der bereits fertig gegessen hatte und schon darauf wartete das Pub endlich verlassen zu können.
„Sergeant, könnten sie mir bitte Zigaretten besorgen und dann zurück ins Büro fahren.“ sagte Frederick, während er dem Mann Geld gab.
Als Bellman protestieren wollte, brachte Frederick ihn mit einer einfachen Geste zum Schweigen.
„Sie müssen die Stellung halten, Bellman. Ich verlasse mich auf Sie.“
Der mürrische Ausdruck auf Bellmans Gesicht verschwand nicht ganz, doch er wirkte mit einem Mal ein wenig freundlicher als zuvor.
Frederick kehrte zu Lisa und Richard zurück, die bereits aufgestanden waren und nun bei der Tür standen.
„Ok, dann mal los, bevor Bellman deine Kutsche sieht und mich aus deinen Fängen erretten möchte.“
Re: The Irish Harp
Richard Concord - 30.01.2007, 11:24
"DAS hast du gesagt, mein Freund." Erwiderte Richard amüsiert, während Frederick sich bereits abwandte und auf Bellman zuging um ihm Anweisungen zu erteilen.
Richard beschäftigte sich derweil mit dem Halbmantel der seine Schultern bedeckte, und knöpfte den ein oder anderen Knopf zu, während er so tat, als würde er Frederick und Bellman nicht zuhören, auch wenn die beiden genaugenommen nicht zu überhören waren.
Nun, wenigstens wusste Frederick sich gegenüber seinem Untergebenen durchzusetzen!
Nach einigen kurzen Sätzen kehrte Frederick wieder zu ihnen zurück, und auf seinen Kommentar hin konnte Richard nicht anders als zu grinsen.
"Erretten?" Fragte Richard belustigt.
"Ich dachte, der Mann ist katholisch, und weiß dass es vor dem Höllenfürst keine Errettung gibt...." Er zwinkerte Frederick zu.
Es war der übliche Humor, den sie beide zu Tage legten und der sich gerade zu anbot.
Und obwohl keiner von beiden es ernst meinte, trug ein jede dieser Bemerkungen zur Verfestigung des äußeren Bildes über Mr. Concord bei.
Noch immer lächelnd öffnete er die Türe, so dass Lisa und Frederick hindurchtreten konnten, doch bevor er selbst hindurchtrat, warf er Bellman noch einmal einen Blick zu.
Der Polizist sah ihn lauernd an, und Richard konnte nicht anders, als ihn zuerst diabolisch anzusehen, und ihm dann zuzuzwinkern, bevor er die Türe hinter sich ins Schloss fallen ließ und seinen Freunden zur Kutsche folgte.
tbc: Straßen (& Lisa & Freddy)
Re: The Irish Harp
Lisa Simmons - 30.01.2007, 12:31
Lisa zog eine Augenbraue hoch, als Fredericks Untergebener diesen ganz unverfroren störte. Dazu benahm er sich auch noch ausnehmend unhöflich. Immerhin befand sich eine Dame am Tisch, die auch wenn man sie nicht kannte (was sie für nahezu unmöglich hielt in Anbetracht des Bekanntheitsgrades ihres Vaters), grüßen sollte. Das schien dem jungen Mann allerdings recht gleichgültig zu sein. Dafür verstand er sich auf Zahlen umso besser.
Tse.
"Ich werde euch begleiten." sagte Lisa geistesabwesend, immer noch beschäftigt mit dem Mann und seiner Unverfrorenheit. Wenn es einen Aufstand gegeben hatte, war Andrew vermutlich sehr beschäftigt, was die Aussichten auf ein kurzes Gespräch mit ihm beträchtlich senkte. Lisa hatte dennoch das Bedürfnis ihm irgendwie zu zeigen, dass es ihr leid tat, sollte sie ihn unter Druck gesetzt haben.
Gemeinsam mit den beiden Herren erhob sie sich und ließ sich von Richard die Tür aufhalten, um auf die breite Straße hinauszutreten, auf der die Gesellschaft Londons müßig vor sich hinflanierte.
tbc: ich schließe mich meinem Vorschreiber an.
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