Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

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    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Andrew Simmons - 24.01.2007, 00:18

    Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's
    pp: Strassen/ Wohngegend

    Andrew hatte schnell das stille Wohnviertel hinter sich gelassen und bog auf die wesentlich belebtere Hauptverkehrsstrasse ein, von der er wusste, dass sie ihn am schnellsten zu seinem Arbeitsplatz bringen würde. Er sog die frische Luft ein und betrachtete lächelnd den Strauß an unterschiedlichen Blüten, den ihm die Strasse in Bezug auf Menschen präsentierte.
    Er sah Damen und Herren aller Altersstufen, konnte Kutschen auf den breiten Strassen fahren sehen, umwanderte gekonnt die Laternen, welche sich ihm in den Weg stellten und lauschte dem Klingeln von Türglocken kleiner und größerer Läden.
    Alles in allem war es ein Tag wie jeder andere auch und so schüttelte Andrew schnell das schlechte Gewissen ab, welches ihn verfolgte seitdem er mit Lisa nicht in gewohnter Harmonie auseinander gegangen war.
    Er liebte seine Frau... aber es gab Bereiche, in denen er nicht wollte, dass sie sich einmischte. Es waren nicht viele, aber gerade deshalb legte er bei ihnen so großen Wert auf Autonomie.

    Darüber nachsinnend, ob seine Entscheidung so haltbar war, marschierte Andrew weiter.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 24.01.2007, 09:48


    pp: von irgendwo da draußen….unendliche Weiten….blabla

    Frederick Resnick hatte die ganze Nacht vergeblich versucht Schlaf zu finden. Zunächst war es ein weiterer dringender Fall gewesen, der ihn bis spät abends aufgehalten hatte und danach waren seine Gedanken zu sehr mit dem Fall beschäftigt gewesen, um noch Schlaf zu finden. Dafür war er nun umso müder und befürchtete einzuschlafen, wenn er nicht eiligst weiterging.

    Vor dem Schaufenster eines der unzähligen Geschäfte hielt er inne, um sich eine Zigarette anzuzünden.
    Als er den ersten Zug nahm, fühlte er sich gleich ein wenig entspannter (Anm. des Autors: Süchtler) und er setzte seinen Weg fort.

    Er wollte sich mit Richard im Pub treffen, das sich gleich am Ende der Strasse befand. Er beschleunigte seine Schritte, wurde jedoch nach ein paar Sekunden abermals langsamer. Der Inspektor hatte Andrew entdeckt, der diensteifrig Richtung Uni oder Spital eilte.

    Er holte ihn ein und als er bereits dicht hinter ihm war sagte er: „Guten Morgen, Herr Doktor. Bist du auf der Flucht oder gibt es ausnahmsweise mal einen Notfall im Krankenhaus?“



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Andrew Simmons - 24.01.2007, 12:31


    Adrew zuckte zusammen, als er dicht hinter sich eine Stimme vernahm und einen Sekundenbruchteil brauchte, um sie als Fredericks zu identifizieren- dann noch mal einige Sekundenbruchteile mehr, um den Inhalt der Aussage in sich aufzunehmen.

    Lächelnd drehte Andrew sich um und das helle Sonnenlicht fiel auf seine jugendlichen Züge. Die blaugrauen Augen glitzerten ein wenig, während das dunkelblonde Haar ihn langsam damit zu necken anfing in Stirn und über die Ohren zu fallen. Andrew aber wollte es so. Die gestrenge nach rechts gescheitelte Pomadenfrisur seines Vaters verfolgte ihn noch heute in Albträumen- daher lieber lang als kurz, auch wenn die Mode etwas anderes diktierte.

    "Guten Morgen, Herr Inspektor." sagte der Arzt freundlich und verneigte sich leicht. "Wenn ich auf der Flucht wäre, habe ich so im Gefühl, würdest du das vor mir wissen. Aber auch im Hospital gibt es keinen Notfall... zumindest meines Wissens nach... ich werde es herausfinden, wenn ich da bin."

    Andrew konnte Fredericks fragenden Blick in Bezug auf seine übermäßige Eile sehen, aber er dachte nicht daran, ihm etwas von Lisas und seiner Auseinandersetzung zu erzählen- womöglich fing der junge Mann sonst auch noch an, ihm ins Gewissen zu reden.
    Lisa war bei all seinen Freunden für ihre Offenheit und Liebenswürdigkeit beliebt und wurde gemocht. Andrew erleichterte das ungemein... es konnte allerdings auch dazu führen, dass er plötzlich mit seiner Meinung allein auf weiter Flur stand, weil die pragmatische Lisa Frederick und Richard im Handumdrehen von der Nutzlosigkeit seiner Vorhaben überzeugt hatte.

    "Wohin des Weges?" erkundigte sich der Arzt und zog eine Augenbraue hoch. "An diesem sonnigen Morgen?"



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 24.01.2007, 14:17


    Frederick wusste, dass Andrew es vermied den wahren Grund für die Eile preiszugeben, aber das war in Ordnung.
    Jeder brauchte seine kleinen Geheimnisse und Frederick wäre es nie in den Sinn gekommen, weiter nachzufragen.
    Diese Neugier musste er schon im Berufsleben zu oft einsetzen, deshalb beließ er es in diesem Fall einfach dabei.

    Etwas anderes hatte seine Gedanken in Beschlag genommen.

    Sonnig?

    Der Inspektor blickte mit zusammengegniffenen Augen Richtung Himmel.
    Und tatsächlich entdeckte er einen Flecken blauen Himmels.
    Ihm war noch gar nicht richtig aufgefallen, dass dieser Morgen einigermaßen freundlich war.
    Er war zu sehr damit beschäftigt gewesen munter zu bleiben und den Weg nicht aus den Augen zu verlieren.

    "Ich bin auf dem Weg ins Pub, um mich mit Richard zu treffen." antwortete Frederick. "Doch ich bin mir nicht sicher, ob der sich bei diesem überaus freundlichen und sonnigen Wetter überhaupt aus seinem dunklen Haus raustraut."



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Andrew Simmons - 24.01.2007, 15:24


    Andrew lache leise und voller Zuneigung, als er Fredericks Anspielung vernahm und schüttelte leicht den Kopf. "Ich denke schon, dass er das wagen wird... und sonst gibt es bestimmt die eine oder andere Methode die Sonne direkt vom Himmel zu klauen."

    Er zwinkerte kurz.

    "Das Frühstück in dem Pub ist gut- lasst es euch ja nicht entgehen."

    Wieder ein leichtes Schmunzeln.
    Andrew blickte die Strasse hinab und kniff kurz die Augen zusammen, als die Sonne es tatsächlich schaffte unter die Krempe des Zylnders zu scheinen.

    "Ich bin gespannt, was heute auf mich warten wird." murmelte er und lächelte Frederick dann wieder zu. "Grüß Richard von mir und wenn es eure Zeit erlaubt, kommt uns doch einfach mal wieder besuchen. Lisa und ich würden uns freuen."



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 24.01.2007, 16:56


    „Nach Frühstück ist mir zwar noch nicht zumute, aber vielleicht ändere ich ja meine Meinung noch.“ erwiderte Frederick und konnte ein Gähnen nur schwer unterdrücken.

    Das helle Licht, das langsam die Strassen und Gassen durchflutete, brannte in Fredericks Augen.
    Er zwinkerte kurz und senkte dann den Blick, wobei er es nicht verabsäumte einen Zug von seiner Zigarette zu nehmen.

    Die Hektik um sie herum, schien für einen kurzen Moment belanglos zu sein.
    Es war ein nettes Gespräch unter Freunden und Frederick hatte sich danach gesehnt. Seit er die Aufsicht über Whitechapel erhalten hatte, was mit seiner Beförderung einherging, kam er nicht mehr oft zur Ruhe.
    Die Besuche bei seinen Freunden litten ebenfalls darunter und das bedauerte er am meisten.

    „Ich hoffe du weißt, worauf du dich da einlässt, wenn du uns beide in deinem Haus Willkommen heißt.“ sagte Frederick und erwiderte dabei Andrews Lächeln.
    „Endlose Fachsimpelein und Diskussionen über das Für und Wider einer Sache. Die arme Lisa kann sich vom letzten Mal noch nicht mal richtig erholt haben.“



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Andrew Simmons - 24.01.2007, 19:42


    Jetzt lachte Andrew tatsächlich herzhaft und sah Frederick mit vor Schalk blitzenden Augen an.
    "Da kennst du aber Lisa schlecht! Wenn sie nicht selbst mitdiskutiert, wird zu Runde zwei geläutet, wenn ihr nicht mehr da seid!" Er kicherte. "Kaum verlasst ihr das Haus, werde ich in Grund und Boden argumentiert, sollte mein Standpunkt ihr nicht gepasst haben. Da ist sie wirklich ganz groß drin, also mache dir darüber keinerlei Gedanken."Andrew zwinkerte Frederick zu.
    "Du siehst also, schlechte Ausrede, nicht zu kommen."

    Der Mediziner schmunzelte ein wenig und legte den Kopf auf die Seite. "Und sonst? Wie geht es dir?"



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 24.01.2007, 20:51


    Frederick musste ebenfalls lachen, schließlich malte er sich gerade gedanklich aus, wie Lisa ihren Mann in Grund und Boden redete.
    Sie war eine starke Frau, mit einem eigenen Willen und er konnte sich deshalb gut vorstellen, wie es war, stets auf ein Gegenargument gefasst sein zu müssen.

    „Wir haben dich ja noch gewarnt, dass du dein Junggesellendasein und somit auch deine Freiheit opfern wirst.“ scherzte Frederick.

    In Wirklichkeit war der Inspektor sogar froh darüber, dass Andrew einen so liebevollen und starken Menschen wie Lisa gefunden hatte.
    Sie war eine Frau, die ihm Wärme und Geborgenheit geben konnte und trotzdem das Wissen besaß, um ein anspruchsvolles Gespräch zu führen.
    Andrew hätte es also nicht besser treffen können.

    „Es könnte besser gehen.“ antwortete Frederick auf Andrews Frage hin. Er wirkte plötzlich wieder ein wenig ernster, doch ein schwaches Lächeln blieb trotzdem auf seinem Gesicht zurück.
    „Es gibt viel zu tun. Im Augenblick würde ich mich schon über eine Nacht freuen, in der ich endlich wieder durchschlafen könnte.“

    ‚Und ich sehne mich nach einem kurzen Moment der Ruhe.’ fügte er in Gedanken noch hinzu.

    „Aber da erzähl ich dir als Arzt ja nichts Neues. Und wie läuft es bei dir?“



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Andrew Simmons - 25.01.2007, 10:23


    Andre lauschte der warmen, aber irgendwie tonlos klingenden Stimme seines Freundes und nickte verständnisvoll. Die Arbeit, für die Frederick sich entschieden hatte, war keine leichte und brachte jeden Tag vermutlich mehr Kummer mit sich als Hilfe.

    "Bei mir?" fragte er daher gedankenversunken, während er noch über den Inspektor nachsann. "Äh... ach so bei mir! Ja, also das Übliche..." versuchte sich der zerstreute Arzt zu sammeln. "Viel Schwindsucht, einige äh... Tripper und anderes mehr. Sie versuchen mich alle aus der St. Mary's Abstellkammer, wie der öffentliche Aufnahmebereich von den Ärzten- ausgenommen mir- freundlich bezeichnet wird, ins Privatgeschäft übergewechselt zu bekommen, aber irgendwie... ist das noch nichts für mich. Ich kann mir einfach kein Schild an meinem Zaun vorstellen, auf dem steht, dass ich, Andrew Simmons, praktizierender Arzt der allgemeinen Medizin sei... da werde ich vermutlich schneller alt und grau, als ich Arterienverkalkung sagen kann... (gesetzt den Fall, dass Andy überhaupt weiß, was eine Arterie ist...!)"

    Andrew lächelte kurz.
    "Und Lisa versucht mir permanent einzureden, dass ich krank sei, weil ich hin und wieder ein wenig blass um die Nase aus dem Mary's komme. Die Gute macht sich einfach zu viele Sorgen."

    Das ist nicht nett gewesen, Andy...

    "Du siehst also, dass im Prinzip alles beim Alten ist."

    Ein weiteres Schmunzeln von Seiten des Arztes.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 25.01.2007, 11:03


    Frederick stimmte ihm mit einem Nicken zu.
    Nach Andrews Schilderungen zu urteilen, erging es ihm nicht viel anders. Auch er musste sich wahrscheinlich fast täglich mit Fällen auseinandersetzen, die einem viel Kraft und Nerven abverlangten.

    „Sei froh, dass du jemanden hast, der sich um dich sorgt.“ erwiderte Frederick und sein Lächeln wurde abermals freundlicher.

    Der Inspektor wusste, dass Andrew und Lisa sich liebten und dass jeder von ihnen die kleinen Marotten des anderen schätzen gelernt hatte.
    Frederick fragte sich manchmal, ob sein Leben wohl anders verlaufen wäre, hätte er jemanden wie Lisa gefunden.

    „Ich hatte schon Fälle, wo der Leichnam erst nach zwei Monaten entdeckt wurde, weil der Tote niemand abging. Lisa wird dich noch ertragen, wenn du bereits alt, gebrechlich und zahnlos zu Hause sitzt und über die guten alten Zeiten philosophierst.“



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Andrew Simmons - 25.01.2007, 13:41


    "Ja... ja, du hast sicherlich Recht." sagte Andrew und obwohl er lächelte, wirkte er mit einem Mal abwesend. Seine Hand glitt kurz zu seiner rechten Schläfe, ganz so als wolle er sichergehen, dass er dort tatsächlich nicht von einem Haar gekitzelt wurde, bevor er den Arm wieder sinken ließ.
    "Ich beschwere mich nicht." Er grinste kurz, jetzt wieder komplett anwesend. "Oder will gar undankbar klingen. Diese Frau war das Beste, das mir bislang in meinem ganzen Leben passiert ist und sie zu übertreffen halte ich für nahezu unmöglich."
    Er zwinkerte kurz.

    Das dumpfe Hallen einer Kirchturmuhr legte sich über das Summen der belebten Straße und Andrew nickte kurz. Es war Zeit aufzubrechen.

    "Aaaaber..." setzte er an. "Du wirst doch in nächster Zeit mal wieder vorbeischauen?"
    Es gab nicht viel, das er für Frederick tun konnte, aber einen Nachmittag in entspannter Gesellschaft anzubieten, war zumindest ein Anfang.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 25.01.2007, 14:30


    Frederick blieb nicht verborgen, dass Andrew kurz abgelenkt war. Irgendwie schien der junge Arzt heute ein wenig zerstreut zu sein, doch Frederick führte das auf die viele Arbeit zurück.
    Auch ihm wurde bewusst, dass er weiter musste. Das Treffen mit Richard war nicht nur persönlicher Natur und daher wurde ihm erst durch den Glockenschlag bewusst, dass er sicher zu spät kam.

    "Ich werde es versuchen." erwiderte Frederick und seine Worte klangen sogar für ihn selbst äußerst zweifelhaft. Natürlich freute er sich auf den nächsten Besuch bei den Simmons, nur konnte er nicht mit Sicherheit sagen, ob ihm nichts dazwischen kam. Deshalb fügte er weiter hinzu: "Mein nächster ungestörter Feierabend gehört euch."

    Da Andrew genauso wenig Zeit hatte, wie er selbst, war es wohl am besten, ihr Gespräch ein anderes Mal weiterzuführen. Ein Lächeln zeigte sich auf Fredericks Gesicht, als er der aufkeimanden Hektik seines Gegenübers gewahr wurde.

    "Dann halte ich dich besser nicht länger auf. Du wirkst heute überaus ungeduldig."



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Andrew Simmons - 25.01.2007, 15:34


    Überrascht sah Andrew Frederick an.
    "Tatsächlich? Na sowas..."
    Ihm war gar nicht bewusst, wie zerstreut oder wenig fokussiert er auf andere wirken mochte, da er bei sich selbst dafür bekannt war, immer um null Komma drei Milimeter egal wo daneben zu liegen.
    Andrew schüttelte diese Gedanken ab.
    "Ich nehme dich beim Wort, Frederick, oder komme persönlich vorbei um dich krank zu schreiben zu dann zu holen. Hehe. Fieser kleiner Allgemeinmediziner..."

    Andrew räusperte sich und verneigte sich erneut leicht.
    "Ich hoffe, dass ihr euch gegenseitig ein wenig Kurzweil verschaffen könnt. Machs gut, Herr Inspektor."



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 25.01.2007, 20:10


    Frederick konnte sich ein leichtes Grinsen bezüglich Andrews Verwirrtheit nicht verkneifen.
    Gerade diese Eigenschaft machte den Arzt so liebenswert.
    Andrew kehrte keinesfalls diese arrogante und überhebliche Art hervor, wie man es von vielen anderen Ärzten in der gleichen Position kannte.

    „Wir werden es zumindest versuchen.“ sagte Frederick. „Und das nächste Mal wirst auch du wieder mit von der Partie sein. Für diesen Termin brauche ich nicht mal eine Krankschreibung von dir. Also dann bis bald und richte Lisa meine Grüße aus.“

    Das Gespräch hatte ihn munterer werden lassen und seine Stimmung hatte sich ebenfalls gehoben.
    Mit weitaus besserer Laune gingen die beiden auseinander und Frederick setzte seinen Weg Richtung Pub weiter fort.

    tbc: Irish Harp



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Andrew Simmons - 25.01.2007, 20:36


    Andrew lächelte.
    "Das werde ich tun." versprach er und winkte seinem Freund zum Abschied. Er vermisste die Zeit, in der sie sich einfach ohne große Probleme hatten treffen und über Gott und die Welt reden können. Das war für sie nun vorbei, da ihre Arbeit jeden einzelnen von ihnen sehr einspannte.

    Andrew war trotzdem guter Dinge- einen Freund traf man immer gerne- während er in Richtung St. Mary's lief, wo bislang unbekannte Patienten mit unbekannten Leiden auf ihn warteten.
    Einen Augenblick lang gönnte er sich die Vorstellung umdrehen und sich Frederick anschließen zu können, doch ein Pflichtbewusstsein schlug sofort Alarm und so schüttelte er nur grinsend den Kopf und versuchte sich von derlei gedanklichen Spielerein freizumachen, als schließlich die hübsche Fassade des St. Mary's auftauchte.

    tbc: St. Mary's



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Lisa Simmons - 27.01.2007, 00:18


    pp: Strassen/ Wohngegend

    Lisa blickte aus dem Fenster und zog die feinen Augenbrauen hoch. "Es ist nicht mehr weit oder?" fragte sie beiläufig und fuhr mit der Hand über den dunklen Vorhang, der ihr zwar den Blick nach draußen ermöglichte, aber neugierige Beobachter unglücklich machte.
    Sie glaubte sich vage an den Pub erinnern zu können, war sich aber nicht sicher, da sich ein solches Etablissement nicht für Frauen geziemte und sie dementsprechend noch nicht dort gewesen war.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Richard Concord - 27.01.2007, 00:40


    Richard, der ob Lisas vorherigen Worten noch immer grinste nickte leicht.
    "Das ist richtig, Mrs. Simmons." Erwiderte er und hob eine Augenbraue.
    "Dafür, dass du den Pub noch nie besucht hast, weißt du recht gut, wo er sich befindet... oder gibt es da etwas, das du mir beichten möchtest?" Fragte neugierig, auch wenn er wusste, dass es diesbezüglich keine Geheimnisse zu entdecken gab.

    Lisas Bemerkung hatte dennoch eine gewisse Wärme in ihm wachgerufen - eine Wärme, die tiefen, freundschaftlichen Gefühlen für Lisa entsprang, wie er wusste, und es war angenehm.
    Es war angenehm, sie hier zu wissen, mit ihr zu sprechen und zu wissen, dass er in ihrer Anwesenheit nicht darüber nachdenken musste, was er sagte.
    Die Worte floßen immer wie von selbst aus seinem Mund, und er fühlte sich tatsächlich frei.
    Und das fühlte sich gut an.

    Lisa Simmons war eine bezaubernde Frau, und auch wenn er diese Worte ihr gegenüber vermutlich niemals in den Mund genommen hätte, waren sie das einzige, was sie seiner Meinung nach beschrieb.

    Noch bevor er etwas hinzufügen konnte, fühlte er die Kutsche langsamer werden, und was er hatte sagen wollen, schluckte er hinunter.
    Die Pferde kamen zum Stehen, und Sekunden später öffnete sich die Türe mit einem leisen Klicken.
    "Wir sind da, Sir." Erklärte Henry, der Kutscher und trat zur Seite, um seinen Herrn aussteigen zu lassen.
    Richard nickte unmerklich, und glitt mit einer eleganten Bewegung von der Kutsche auf den Bordstein, ohne sich darum zu kümmern, dass sein Gefährt so wie er selbst angestarrt wurden.
    Er reichte Lisa seine Hand, um ihr beim Aussteigen behilflich zu sein, wie man es nun einmal so zu tun pflegte, und wies den Kutscher dann an, das Gespann genau da stehen zu lassen wo es jetzt war.
    Natürlich gab es die Möglichkeit, Pferde sowie Kutsche im Innenhof oder einer Seitenstraße unterzubringen... aber das war nur halb so provokant, als sie hier mitten auf der großen Straße stehen zu lassen, und kam für Richard daher nicht in Frage.

    Der Okkultist bot seiner hübschen jungen Begleitung den Arm an, und begab sich dann in Richtung Eingang des netten kleinen irischen Pubs.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Lisa Simmons - 27.01.2007, 11:32


    Lsa lächelte schelmisch. "Oh... habe ich mich jetzt verraten? Ich dachte, dass du wüsstest, wie oft ich nachts auf den Tischen in verräucherten Pubs zu tanzen pflege. Irgendwo muss man die langweiligen Tanztees doch kompensieren?"

    Sie nahm Richards Einladung formvollendet an und machte sich dann an der Seite des Okkultisten in Richtung des Irish Harp auf. Tatsächlich war sie noch nie in einem solchen Etablissement gewesen und konnte daher nicht verhindern, dass sie neugierig wurde. Lisa konnte sich lebhaft das Gesicht ihres Vaters vorstellen, während seine Tochter mal wieder in unerlaubte Männerdomänen eindrang, aber das amüsierte sie nur und beunruhigte sie nicht.

    Gemeinsam traten die beiden zukünftigen Gäste ein.

    tbc (mit Richard): Etablissements/ Irish Harp



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Lara Resnick - 27.01.2007, 14:06


    pp: Straßen Whitchapel

    Lara rannte auf die Hauptverkehrsstraße und als sie die große Straße erreicht hatte, verlangsamte sie ihren Schritt.
    Sie wollte nicht auffallen. Nicht mehr, als sie ohnehin schon auffiel.
    Sie zog den Schal enger um ihren Kopf, verdeckte damit Ihr Gesicht und ihren Ausschnitt.
    Es brauchte ja nicht jeder gleich auf den ersten Blick sehen, woher sie kam, auch wenn es ziemlich offensichtlich war.
    Sie schlug nachdenklich den Weg in Richtung Hospital ein und wenige Minuten später trat sie dirt durch die Haupteingangstüre.

    tbc: St. Mary' Hospital



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 30.01.2007, 13:01


    pp: The Irish Harp

    "Verängstige mir meinen Sergeant nicht, Richard." ermahnte Frederick den Mann. Auch wenn Richard ihm beim Schließen der Tür den Rücken zugewandt hatte, konnte Frederick Bellmans beunruhigten Blick erkennen.
    Sein Freund konnte es einfach nicht lassen, die Leute um sich herum zu verunsichern.
    Frederick musste jedoch zugeben, dass sie dadurch auch schon das eine oder andere erheiternde Erlebnis mitansehen durften.

    "Wer macht ansonsten die Büroarbeit für mich oder die Botengänge?"

    Er folgte Lisa zu der Kutsche und half ihr hinein. Als er selbst einstieg fing er noch die neugierigen und zum Teil auch entsetzten Blicke der Passanten auf.
    Er musste kurz schmunzeln. Hätte er Richard nicht besser gekannt, was hätte er sich wohl bei dem Anblick des Gefährts gedacht?

    Sie warteten bis Richard eingestiegen war und die Tür schloss. Gleich darauf setzte sich die Kutsche auch in Bewegung und fuhr die Strasse entlang, die zum Krankenhaus führte.

    "Ich möchte mich vor allem bei dir, Lisa, für das Benehmen des Sergeants entschuldigen. Wenn er einmal in Fahrt ist, dann vergisst er sogar seine kaum vorhandenen Manieren."



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Richard Concord - 30.01.2007, 20:28


    pp: The Irish Harp

    Richard bestieg die Kutsche, nachdem Frederick und Lisa bereits darin Platz genommen hatten, wandte sich vorher allerdings noch Henry, dem Kutscher zu. "St. Mary's Hospital, Henry." Wies er ihn an, bevor er selbst einstieg und die Türe hinter sich schloss.
    In der Kutsche war es wie gewohnt schattig und kühl, und durch die schwarzen Vorhänge an den Fenstern konnte niemand hinein sehen, das hinausblicken allerdings war für die Insassen kein Problem.

    "Vielleicht suchst du dir einfach jemanden, der genauso fähig oder unfähig ist, und dabei nicht ganz so penetrant und nervtötent?" Fragte Richard mit angehobener Augenbraue und der ihm völlig zu eigenen Arroganz, die zwar nicht bösartig war, aber doch auf sehr viele Menschen ignorant und überheblich wirkte.
    Richard hielt wenig von Bellman, und nach allem, was er heute von ihm gesehen hatte, lag er damit goldrichtig.

    Richard zuckte leicht mit der Schulter. Wenigstens war das eine recht gute Versicherung dafür, dass der Mann es nicht weit bringen würde. Eine gerechte Strafe für solchen Mangel an Respekt.
    Der Okkultist schüttelte leicht den Kopf, und blickte schließlich zu Lisa, die durch den "Vorfall" tatsächlich ein wenig verwirrt, oder zumindest verärgert wirkte.
    Er sprach sie nicht darauf an, sondern erwartete, dass sie von selbst sprach, wenn sie etwas sagen wollte.
    Die Kutsche setzte sich langsam in Bewegung und Richard lehnte sich in die dunklen Polster zurück.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 30.01.2007, 20:41


    „Geht nicht,“ erwiderte Frederick mit einem Blick aus dem Fenster. Die Leute auf den Gehwegen blieben stehen und sahen mit erstaunter Miene auf das schwarze Gefährt.

    Frederick selbst hatte schon öfter mit dem Gedanken gespielt, Bellman loszuwerden. Doch das war schwieriger als er zunächst angenommen hätte.
    Bellman hatte das Talent sich bei wichtigen Leuten beliebt und wichtig zu machen. Im Grunde war er ein einfacher Speichellecker, der jedoch oft und gerne Arbeiten erledigte, für die die Vorgesetzen kein Interesse hatten.
    Dadurch war er auch mittlerweile unentbehrlich für diese Herrschaften geworden. Dazu kam auch noch ein anderer wichtiger Punkt, der ihn in der Gunst des Polizeidirektors hoch stehen ließ.

    „Man erzählt sich dass seine Mutter vor etlichen Zeiten mal etwas mit dem Polizeidirektor hatte. Ich persönlich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass überhaupt irgendwann, irgendeine Frau etwas von diesem Mann wollte.“



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Lisa Simmons - 30.01.2007, 20:57


    Lisa lehnte sich zurück und hörte Frederick zu, bevor sie geziert eine Hand vor den Mund hob und leise lachte.
    "Frederick! Schmutzwäsche in Richards Kutsche waschen? Na so etwas!" Sie lächelte ein wenig mehr. "Wenn du dich für diesen Bereich interessierst, solltest du doch zum Empfang des Stadtrates kommen... und wenn es dir wichtig ist, könnte ich deine Behauptung sogar überprüfen."

    Lisa lachte hell, weil sie wusste, wie wenig Frederick DAS genau wissen wollte, aber was sie sagte, war nicht gelogen. Sie wusste genau, wo sie ansetzen musste, um Informationen zu bekommen, auch wenn sie keinen Gebrauch davon machte. Vor ihrer Heirat war Lisa so durchschaubar und unschuldig wie eine weiße Gazegardine gewesen, aber inzwischen beherrschte sie das Parkett ganz gut.

    "Tatsache ist, dass dieser junge Mann auf jeden Fall kein Benehmen hat... und solltest du ihn tatsächlich einmal ernsthaft loswerden wollen, lass es mich wissen." Sie hob die Hand. "Und nein, ich bin nicht gemein oder sowas... ich würde nieeeeeee zur falschen Zeit das falsche sagen... ich doch nicht!"

    Tatsächlich war Lisa wirklich kein hinterhältiger Mensch. Sie hatte nur gelernt sich mit den einzigen Waffen zu wehren, die einer Frau zur Verfügung standen. Es tun zu müssen aber, stieß sie ab. Wenn es nach ihr ging, würde sie sich vollkommen aus der Gesellschaft heraushalten, aber leider stand ihr diese Option nicht offen.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 30.01.2007, 22:25


    „Lass gut sein, Lisa.“ antwortete der Inspektor mit einem Lächeln. „Wir wissen doch, dass du über jeden Zweifel erhaben bist.“

    Das war es, was Frederick so sehr an Lisa gefiel. Mit ihr konnte man normal reden, nicht wie mit den vielen anderen Frauen aus guter Gesellschaft, die wahrscheinlich seine Worte sofort in den falschen Hals bekommen hätten.
    Die meisten von diesen Damen waren sowieso nur auf unverfängliche Konversation getrimmt worden und deshalb auch dementsprechend langweilige Gesprächspartner.
    Ein Grund mehr sich nicht auf dem Empfang blicken zu lassen.

    „Ganz im Ernst, ich vermisse Sergeant Farber. Seit dieser Mann in Pension gegangen ist, geben sich seine idiotischen Nachfolger die Klinke in die Hand, doch ich befürchte, dass Bellman diesen Bann brechen wird und für sehr lange Zeit unserer Abteilung erhalten bleibt.“

    Frederick konnte sich ausmalen, wie anstrengend die kommenden Monate, und vielleicht sogar Jahre, werden würden. Ihm kam ein neuer Gedanke. Er könnte Bellman für eine Beförderung vorschlagen, eventuell würde der Mann dadurch in ein anderes Büro versetzt werden.

    „Lasst uns lieber von erfreulicheren Dingen sprechen.“ sagte er, während er sich zurücklehnte und die Gedanken an Bellman vertrieb.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Lisa Simmons - 30.01.2007, 23:56


    "Urlaub zum Beispiel." lächelte Lisa und ihre Augen strahlten. "Jersey sagtest du vorhin? Warst du dort schon einmal?"
    Sie lehnte sich zurück und blickte Richard an. "Obwohl... mich die Schweiz ja nun auch reizen würde... aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass alle Orte, die mit einer... langen Anfahrtszeit verbunden sich, unserem Plan eher abträglich sind... nicht wahr?"
    Sie lächelte erneut.

    Draußen kletterte die Sonne höher und höher und ließ den Tag immer schöner werden. Lisas Stimmung hatte sich deutlich gebessert, jetzt wo sie glaubte, durch ihre eigene Gefühlswelt wieder durchblicken zu können.
    "Und wie schnell... könntest du dich von deiner Arbeit lösen?" fragte sie Frederick schließlich weiter, um sich zumindest eine grobe Vorstellung davon machen zu können, von was für einem Rahmen sie hier sprachen.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Richard Concord - 31.01.2007, 00:09


    "Nun, ich denke, erst einmal muss Mr Resnick hier..." Richard deutete belustigt auf Frederick, "es auf die Reihe bekommen an seinem eigenen Geburtstag... der im Übrigen übermorgen ist, nur falls du es vergessen haben solltest, Frederick..." Richard lächelte amüsiert, als Frederick ein Gesicht zog, als habe er diese Tatsache tatsächlich vergessen - oder absichtlich unter den Tisch fallen lassen wollen, "... freizunehmen." Richard holte kurz Luft, nur um noch ein wenig breiter zu grinsen.
    "Sollte dir das nämlich nicht gelingen, sehen Andrew und ich, also wir, uns gezwungen einen Mordfall zu fingieren, um deine ungeteilte Aufmerksamkeit zu erhalten." Obwohl Richard letzteres in ziemlich heiterem Tonfall sagte, blieb kein Zweifel daran, dass er es genauso gut ernst meinen und durchziehen können.
    Der Okkultist lächelte fröhlich, als unterhielten sie sich gerade über das Wetter, und sah Frederick abwartend an.

    "Also, denkst du dass du freibekommen wirst...?" Er lächelte noch immer, bevor er sich Lisa zuwandte.
    "hm... gut. Lange Reisen sind gestrichen, das heißt also, ihr wollt euren Erholungsurlaub in England verbringen? Wie nett." Diesmal war sein Tonfall deutlich sarkastischer Natur, ganz so als wollte er anzweifeln, dass man sich in England erholen konnte.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 31.01.2007, 05:40


    Frederick musste tatsächlich zunächst überlegen, wann der Geburtstag stattfand. Danach fiel ihm auch wieder ein, warum er dieses Ereignis verdrängt hatte.
    Er war kein Mensch, der an diesen Tagen groß feierte.
    Nebenbei sollte erwähnt sein, dass er nicht einmal genügend Leute gut genug kannte, um eine große Feier ausrichten zu können, wofür er überaus dankbar war.
    Deshalb lag ihm auch nicht wirklich viel daran, diesen Tag zu etwas Besonderem zu machen.

    „Ob ich frei bekomme oder nicht, kommt ganz darauf an, was der Polizeidirektor von mir verlangt.“ sagte er und erwiderte dabei Concords Lächeln.

    Seit das Gespräch im Pub auf das Thema Urlaub gefallen war, hatte er mit dem Gedanken gespielt sich wirklich einmal frei zu nehmen.
    Doch wie bald das sein konnte, daran hatte er noch nicht gedacht.
    Da er jedoch für Whitechapel verantwortlich war, ein Gebiet, das jeder andere Inspektor ihm gerne abtrat, ging er auch nicht das Risiko ein, seinen Posten zu verlieren.
    Im Gegensatz, seine Vorgesetzten waren froh gewesen, ein nächstes Opfer für ihren fadenscheinigen Beförderungsversuch zu finden. Dadurch hatten sie sich auch die Möglichkeit verspielt, großartig Forderungen an ihn zu stellen.

    „Was soll bloß der Sarkasmus, Richard. Wo wir in England doch das ideale Wetter für erholsame Ferien haben.“



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Richard Concord - 31.01.2007, 22:42


    "Wenn man auf Regen, Nebel und Feuchtigkeit steht, mag das zutreffen, Frederick." Entgegnete Richard schlagfertig.
    "Unter Erholung verstehe ich persönlich allerdings nicht mir im feuchtkalten Englang Rheuma oder Arthritis einzufangen, sondern mich entspannen zu können..." Er grinste schelmisch. "Und, man mag es glauben oder nicht, das kann ich am Besten bei warmem Sonnenschein..." Er zwinkerte den beiden zu.
    Er dachte kurz nach.
    "Also gut. Wenn du die Insel nicht verlassen willst... was haltet ihr dann von den schottischen Highlands? Ist zwar auch nebelig und kalt, bietet aber wenigstens hübsche Gruselschlösser und was für's Auge..." Schlug er vor und zuckte mit der Schulter.
    "In Schottland könnte ich uns mit Sicherheit was nettes organisieren..." Seine Augen ruhten aufmerksam auf Frederick und Lisa.
    "Und du, lieber Frederick, mach nicht immer alles von deinem Herren Direktor abhängig. Wir sind nicht dumm, also solltest du uns besser nicht so behandeln. Whitechapel bedeutet für dich Narrenfreiheit, und das Recht, Urlaub zu nehmen, wann immer dir gerade danach ist. Ich denke nicht, dass sich die Herren Gesetzeshüter um den Job reißen..."



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 01.02.2007, 09:13


    Misstrauisch blickte Frederick die beiden an.
    Warum hatten Lisa und Richard es plötzlich so eilig, aus London wegzukommen?

    „Absolute Narrenfreiheit genieße ich auch wieder nicht, vor allem zu solchen Zeitpunkten, wo es im Bezirk drunter und drüber geht und das ist eigentlich immer der Fall.“
    Richard hatte ja Recht, er konnte sich einiges herausnehmen, zumindest seinen Vorgesetzen über. Sein Pflichtgefühl jedoch versagte ihm oft die Annehmlichkeiten, die er sich leisten wollte.

    „Die schottischen Highlands klingen jedoch sehr gut, vor allem dann, wenn die Unterkunft, die du uns suchen möchtest, abgeschieden ist.“
    Frederick lebte in London, weil hier sein Arbeitsplatz war. Im Grunde fand er nichts Ansehnliches an der Stadt und auch nichts an seinen Bewohnern.

    „Und wann habt ihr beiden vor, diese Reise anzutreten?“



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Richard Concord - 01.02.2007, 09:58


    Richard grinste schelmisch. "Ich habe da bereits etwas sehr nettes im Sinn." Entgegnete er geheimnisvoll, aber sein Grinsen verriet, dass er sich nahezu sicher war, dass es nicht nur ihm zusagte.
    Das Mienenspiel auf Fredericks Gesicht amüsierte ihm, während er versuchte, die Gedanken des Inspektors zu erraten, sich dann aber damit zufrieden gab, dass sie ihn bezeug hatten, und es nun nur noch im Details wie das "Wann" ging.
    "Von mir aus sofort." Entgegnete Richard, auch wenn er wusste, dass es unmöglich war.
    "Da mir aber durchaus klar ist, dass es hier Leute geben mag, denen "sofort" nicht in ihr berufliches Aufgabenfeld passt, würde ich sagen so schnell du dazu in der Lage bist zu verreisen und wir Andrew dazu kriegen sich von seinen achso geliebten Patienten zu trennen... was ich damit auch gleich in Angriff nehmen werde." Er sah seine beiden Gäste fragend an.
    "Irgendwelche Einwände? Fragen? Anmerkungen? Nein? Gut."



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 01.02.2007, 10:13


    „Nur eins noch,“ sagte Frederick und ein wissendes Lächeln umspielte seine Lippen. „Viel Glück, du wirst es brauchen, denn Andrew gibt gewiss nicht so leicht nach.“

    Richard würde sich bei Andrew richtig ins Zeugen legen müssen, denn der Arzt verbrachte mehr Zeit im Krankenhaus, als zu Hause.
    Da passte ein Urlaub, wie Richard ihn geplant hatte, nicht ins Konzept.
    Trotzdem hatte der Inspektor das Gefühl, dass Richard es mit Hilfe von Lisa sogar schaffen könnte.
    Sie kannte ihren Mann zu gut und wusste, wie man es anstellte, ihn von einer Sache zu überzeugen.

    Sein Grinsen wurde eine Spur spöttischer, als er an Andrews Reaktion dachte. Der Arzt würde sofort stutzig werden, denn es war keinesfalls üblich, dass seine Frau und sein Freund sich zusammentaten, um ihn im Krankenhaus aufzusuchen.

    „Aber gemeinsam werdet ihr das bestimmt schaffen und ich werde währenddessen meinen Boss von meinen Plänen unterrichten.“



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Richard Concord - 01.02.2007, 20:15


    "Vielleicht sollte ich besser dich begleiten, und nicht Lisa..."Schlug Richard vor. "Nur um sicher zu gehen, dass du deinen "Boss" auch um Urlaub bittest, und nicht etwa um Sonderschichten..." Fügte Richard belustigt hinzu, ohne damit sagen zu wollen, dass er Frederick misstraute.
    Er amüsierte sich einfach nur darüber, dass Frederick sich Sorgen über Dinge machte, die in seinen eigenen Augen bereits gelöst waren.
    Andrew würde diesen Urlaub antreten, zumindest wenn die Dinge so standen, wie Richard sie sah.
    Dass es vielleicht auch anders sein könnte, kam ihm gar nicht erst in den Sinn.
    Er lächelte wieder.
    "Ich würde vorschlagen, wir besprechen das am Besten alles, wenn wir uns das nächste Mal sehen - sprich, an deinem Geburtstag, Frederick." Erinnerte ihn Richard, und man sah, dass er offensichtlich Spaß daran fand.
    Sie bogen um eine langgezogene Kurve und Richard richtete seinen Blick wieder nach draußen, auf die Straße.
    Menschen sprangen zur Seite oder warfen der Kutsche böse Blicke zu, aber es war ein Verhalten, welches Richard bereits kannte, und nicht weiter beunruhigte.
    Was ihn allerdings beunruhigte, war der Pulk von Menschen, der sich in einer kleinen Seitenstraße angesammelt hatte, und nicht gerade aussah, als würde er dorthin gehören.
    Er zog langsam eine Augenbraue hoch, während er versuchte, sie zu zuordnen, und erinnerte sich dann an die Worte des Sergeants.
    Es hatte einen Aufstand gegeben. Einen Angriff auf die Obrigkeit.
    Und irgendwie hatte Richard das dumpfe Gefühl, als hätte diese Gruppe von Menschen damit etwas zu tun gehabt.
    Anstatt Frederick seine Vermutung allerdings mitzuteilen, behielt er sie für sich.
    Diese Menschen gingen ihn schließlich nichts an, und solange sie ihm nicht lästig wurden, waren sie ihm egal.
    Er wandte den Kopf langsam wieder ins Innere der Kutsche und sah Frederick ein wenig in Gedanken versunken an.
    "Du hast etwas von einem Fall gesagt..." Begann er leise, aber entschlossen.
    "Hast du Bilder oder Berichte, die ich mir ansehen könnte? Oder muss ich mich auf dein Erinnerungsvermögen alleine verlassen?"



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 01.02.2007, 21:41


    „Du kannst dich durchaus auf mein Erinnerungsvermögen verlassen, aber ich weiß nicht, wie lange du dann die Informationen behalten kannst.“ erwiderte Frederick und sein Grinsen würde ein wenig breiter.
    „Deshalb habe ich dir die Unterlagen als Gedächtnisstütze mitgenommen.“

    Er griff in seine Jackentasche und holte einen größeren Umschlag hervor, den er in der Mitte zusammengefaltet hatte, um ihn einschieben zu können.
    Das gab zwar unschöne Knicke, doch wenn man mit Frederick zusammenarbeitete, war man das mit der Zeit gewohnt.
    Der Inspektor legte nicht viel Wert darauf Ordnung in seinen Unterlagen zu halten und schon gar nicht, wenn es wie in diesem Fall, ein bloße Abschrift der Berichte war.
    Erstaunlicherweise fand er alles immer wieder und genau dann wenn er es brauchte. Deshalb hatte bisher auch nie jemand Anstoß an seiner Arbeitsweise genommen.

    Frederick richtete den Blick nach draußen, aber nicht um zu sehen, wie die Menschen auf der Strasse auf Richards Kutsche reagierten, er wollte nur feststellen wie lange sie noch brauchen würden.
    Je schneller er den Besuch im Krankenhaus hinter sich brachte, umso eher konnte er sich wieder den wichtigeren Dingen widmen.

    „Ach, und ich wäre dir sehr verbunden, wenn du mir die Unterlagen in einwandfreiem Zustand wieder zurückgeben könntest.“ sagte er dann an Richard gewandt, wobei seine Worte die gewohnte Ernsthaftigkeit vermissen ließen.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Richard Concord - 01.02.2007, 23:40


    Richard verzog den Mund zu einem amüsierten Grinsen.
    "Wenn es sich um.... eines meiner Interessengebiete handelt, länger als du denken würdest." Antwortete er, bevor er eine Augenbraue hochzog und den Umschlag entgegennahm.
    "Aber es ist nett, dass du dich um mein Gedächtnis sorgst." Er öffnete den Umschlag, den Frederick ihm gereicht hatte, verzog kurz missbilligend das Gesicht, ganz so als wollte er sagen "Habe ich das jemals nicht getan?" und warf einen kurzen Blick auf die Bilder, die sich darin befanden, ohne den Bericht, den Frederick beigelegt hatte auch nur zu streifen.
    Seine Gesicht wurde ein wenig verschlossener und seine Augen verrieten, dass er tatsächlich über etwas nachdachte, was ihm in den Sinn kam.
    "Wer war der Mann?" Fragte er schließlich leise, noch immer auf die Bilder fixiert, die, das musste er zugeben, tatsächlich ziemlich grausig aussahen, auch wenn ihn der Anblick nicht wirklich schokierte.
    Richard war kein Mediziner, aber er hatte genug Anatomievorlesungen besucht, um aus den Bildern herauszulesen können, dass der Mann noch am Leben gewesen war, als ihm die meisten der "Inschriften" beigebracht worden waren.
    Als Frederick nicht gleicht antwortete, merkte Richard auf, um ihn anzusehen.
    "Oder habt ihr noch keine Identität?"



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 02.02.2007, 09:08


    „Wir haben einige Hinweise, aufgrund der Vermisstenanzeigen.“ erwähnte Frederick ganz nebenbei, als würde er gerade über das Wetter sprechen.

    Sein Lächeln verschwand nicht ganz, doch die anfänglich heitere Stimmung in der Kutsche schien für einen kurzen Augenblick getrübt zu sein.
    Wie so oft, wenn Frederick damit begann, über seine Arbeit zu reden.

    Er griff nach dem letzten Bild in Richards Händen und legte es oben auf den Stapel an Fotos.
    Der Inspektor wollte sich nicht in Details verlieren, die konnte Richard immerhin noch im Bericht nachlesen.

    „Wie du siehst ist nicht mehr viel von ihm übrig geblieben, zumindest nichts, das auf seine Identität hinweisen könnte.“



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Richard Concord - 02.02.2007, 11:28


    Richard nickte langsam, auf Fredericks Antwort hin.
    Er kannte einige der Symbole die er auf der Haut des Opfer sah, und die Art, wie man ihm seine Identität genommen hatte, kam ihm ebenfalls dumpf bekannt vor, auch wenn er da noch nicht genau sagen konnte, woher.
    "Du sagtest vorhin, die Symbole wären zum Teil... eingeritzt, zum Teil aber auch aufgemalt gewesen?" Fragte Richard, während seine Augen jedes kleineste Detail des Bildes absuchten.
    "Das ist merkwürdig..." Er nahm eines der Bilder, hielt es Frederick hin und deutete mit seinem Finger auf ein Symbol das dort abfotographiert worden war.
    "Siehst du das?" Fragte er, studierte Fredericks Gesicht und fuhr dann fort.

    "Es passt nicht, denke ich." Erwiderte er dann und sah wie der Inspektor ihn unverständig anblickte.
    "Soweit ich das sehe, beziehen sich die meisten Symbole auf... schlechte Dinge. Dunkle Dinge..." Er nahm ein weiteres Bild zur Hand. "Dieses hier zum Beispiel steht für den Tod, dieses hier für Krankheit, und das hier für den Teufel höchstpersönlich..." Er machte eine kurze Pause. "Dieses da allerdings..." Er deutete wieder auf das erste Bild, "Ist ein Symbol, dass auschließlich zum Schutze von Personen, Gegenständen oder Orten benutzt wird. Zum Schutz vor bösen Geistern... und... es ist spiegelverkehrt..." Richard ließ es in Fredericks Hand gleiten.
    Spiegelverkehrt.
    Das bedeutete entweder, jemand hatte einen Fehler begangen und kannte sich in dem Gebiet nicht wirklich aus, gab aber vor es zu tun, oder es war absicht gewesen, um eine falsche Spur zu legen...
    Richard würde beides in Erwägung ziehen.

    "Bei den Worten handelt es sich um Latein und Griechisch... allerdings ergeben sie für mich keinen Sinn... ich nehme an, es steckt eine Art... Verschlüsselung dahinter..." Er zuckte mit der Schulter. Er würde sich später, in seinem Arbeitszimmer damit auseinadersetzen, obwohl er ehrlich zugeben musste, dass sein Interesse geweckt war, und allein Lisas Anwesenheit hielt ihn davon ab, sich jetzt gleich in den faszinierenden Details zu verlieren, die er auf den Photos entdeckt hatte.
    Er steckte die Bilder wieder in den Umschlag, bis auf das, welches Frederick in der Hand hielt.

    "Armer Kerl." Sagte er dann, doch es klang nicht so, als hätte Richard sonderlich viel Mitleid mit ihm.
    "Er war noch am Leben, als man ihm das angetan hat..." Richards Augen ruhten auf Frederick, während er dessen Reaktion erforschte.
    Die Polizeiärzte kamen nur zu schnell zu falschen Schlüssen, und Richard würde sich nicht wundern, wenn der Polizeiarzt auch in diesem Fall konstatiert hätte, dass die Symbole und Schriftzeichen erst post mortem vorgenommen wurden.
    Richard allerdings glaubte genau das Gegenteil, und jeder vernünftige Mediziner (Er kannte leider nur einen einzigen in ganz London) würde ihm in dieser Hinsicht recht geben.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 02.02.2007, 13:28


    Frederick nickte stumm.
    Genau das hatte der Polizeiarzt auch rausgefunden, auch wenn er weitaus mehr Zeit gebraucht hatte, um eine Tatsache festzustellen, die sogar die meisten Polizisten durch ihre langjährige Erfahrung bereits ausmachen konnten.
    Für Frederick war es ein Wunder, dass überhaupt so viele Verbrechen aufgedeckt wurden.
    Wenn man sich die unzulängliche Arbeitsweise mancher Kollegen und Mitglieder des Polizeistabes ansah, konnte man seine Verwunderung durchaus verstehen.

    "Die aufgemalten Symbole wurden mit Blut gezeichnet." sagte Frederick und seine Stimme klang ein wenig angespannter als sonst, war er sich doch darüber bewusst, dass Lisa mithörte.
    Er gab Richard das Foto zurück, hatte er es doch oft genug ansehen müssen, in den letzten Tagen.
    Auch wenn ihn so leicht nichts erschüttern konnte, war es doch wohltuend, ein wenig Abstand von derlei Anblicken zu bekommen.

    "Alle anderen Informationen, inklusive des Fundortes und der Anordnung der Leiche, findest du in den Aufzeichnungen."



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Richard Concord - 02.02.2007, 13:48


    Richard nickte.
    "Schön. Dann habe ich heute mir Sicherheit eine mehr oder minder interessante Nachtlektüre..." Schloss er vorläufig mit dem Thema ab, als er das Bild wieder in den Umschlag gleiten ließ, und diesen dann neben sich auf den mit dunklem Leder überzeugenen Sitz gleiten ließ.
    Dass er sich bei Frederick melden würde, sobald er neue Erkenntnisse gewann, oder zu neuen Schlüssen kam, verstand sich von selbst, das brauchte er dem Inspektor nicht erst zu sagen.
    Am Ende war es ohnehin Frederick, der den Mord lösen würde oder auch nicht, Richard gab ihm lediglich die Richtung vor, in die er sich wenden musste.
    Wenn der Okkultist aber eines gelernt hatte, in all der Zeit, in der er Frederick kannte, dann, dass der Mann geradezu brillant war, in dem was er tat, und mit den Mitteln, die ihm zur Verfügung standen.
    Fredericks Intuition war nahezu unübertroffen, und Frederick hatte sich bislang nie geirrt, wenn er ihm einen Fall angetragen hatte.
    Richard bewunderte die Disziplin, die Resnick immer wieder an den Tag legte, und auch dessen täglich andauernden Kampf gegen Resignation und Verzweiflung.
    Wenn man Tag für Tag mit solchen Fällen zu tun hatte, stumpfte man nur zu schnell ab, verlor die Hoffnung, und glaubte, nichts mehr tun zu können.
    Bei Frederick, so glaubte Richard, war es noch nicht soweit gekommen.
    Frederick hoffte noch immer, mit jedem Verbrechen, dass er aufklärte, ein wenig mehr Gerechtigkeit in die Welt zu bringen, auch wenn sie das nicht unbedingt besser machte.
    Aber für Richard war es ein nobler Ansatz, auch wenn er wusste, dass es nur eine Illusion war.
    Immerhin eine, die Hoffnung schenkte.

    Die Kutsche wurde langsamer, und hielt dann gänzlich.
    Richard konnte den Kutscher vom Kutschbock steigen hören, und sah ihn dann an die Türe treten.
    "Tut mir leid, Sir, aber die Straße ist gesperrt." Sagte Henry entschuldigend durch die verdunkelten Fenster.
    "Hier stehen überall Polizisten, die das Gebiet rund um das Hospital abriegeln. Offenbar befinden sich im Krankenhaus wichtige Persönlichkeiten, und man fürchtet Überfalle..." Erklärte er unruhig und Richard verdrehte die Augen.
    "Natürlich, und weil ich aussehe, wie jemand, der Abgeordnete überfällt, lässt man meine Kutsche nicht durch..." Sagte er zynisch, und schüttelte verärgert den Kopf.
    "Das ist Schikane." Murrte er dann, aber da ihm keine andere Wahl blieb, beschloss er, auszusteigen.
    "Öffne die Tür, Henry. Ich denke, ich habe persönlich mit den netten Herren von der Polizei zu sprechen." Er warf Frederick dabei einen bezeichnenden Seitenblick zu, und als sie die Tür öffnete erhob er sich, um mit der ihm zu eigenen Eleganz auf die Straße zu treten.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Lisa Simmons - 02.02.2007, 16:56


    Lisa setzte sich kerzengerade auf. Sie hatten das Krankenhaus abgeriegelt? Das war ja unerhört! Ganz gleich, ob Abgeordnete oder nicht, dies war ein Platz, zu dem generell jeder kommen konnte und nun verbot man es! Sie schüttelte sich innerlich. Das war frech!
    Sie sah Richard aus der Kutsche gleiten und blickte ihm kurz nach. Dieser Mann brauchte keine Hilfe, um sich durchzusetzen, ganz gleich bei wem. Sie würde also erst einmal abwarten und das Beste hoffen. Verärgert über die Haltung aber war sie dennoch, auch wenn sie es natürlich gut hieß, dass Londons Polizei offensichtlich sehr eifrig war.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 02.02.2007, 17:26


    "Entschuldige mich, Lisa." sagte Frederick ein wenig kurz angebunden, da er Richards Ärger bemerkt hatte.

    Der Inspektor folgte Richard nach draußen.
    Auch wenn er seinem Freund durchaus zutraute, sie irgendwie durch die Absperrung zu bringen, würde er es wohl am einfachsten schaffen, ohne dabei einen der Polizisten beleidigen zu müssen.
    Nicht, dass er so etwas Richard unterstellte!

    Da der Polizeidirektor ihn sowieso erwartete, konnte er durchaus einen plausiblen Grund für seinen Besuch im Krankenhaus vorbringen.

    "Beruhig dich, Richard. Sie müssen uns passieren lassen, sonst würde Sir Gattling ganz schön sauer werden." meinte er freundlich. Er kannte den Polizeidirektor gut genug und wenn er schon mal mit Schmerzen im Krankehaus lag, dann würde er noch unausstehlicher sein, als zu seinen guten Zeiten.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Richard Concord - 02.02.2007, 18:41


    Als Richard, der bereits einige unschöne Worte mit dem Mann an der Absperrung gesprochen hatte, woraufhin dieser losgespurtet war, seinen Vorgesetzten zu holen, bemerkte, dass Frederick ihm gefolgt war, warf er dem Inspektor einen Seitenblick zu.
    "Ich bin ruhig." Sagte er mit Nachdruck aber in seinen Augen blitzte es dennoch verräterisch.
    "Ich sehe nur nicht ein, dass ich meinen Weg zu Fuß fortsetzen soll, weil es den netten Herrschaften hier nicht beliebt, die Straße für meine Kutsche freizugeben." Erklärte er scharf, ohne darauf zu achten, dass seine Worte eigentlich viel weniger für Frederick, als viel mehr für die Herren Polizisten bestimmt waren.
    Richard schwieg kurz, trat dann allerdings einen Schritt zur Seite.
    "Vielleicht kannst du ja mehr erreichen." Fügte er hinzu, als er sah, wie der Polizist mit seinem Vorgesetzten zurückkam.
    Natürlich konnte Richard den beiden Männern alles mögliche an den Hals wünschen, aber es würde doch nicht zum gewünschten Erfolg führen, daher ließ er es bleiben.
    Wenn Frederick auch nicht weiterkommen würde, dann würde Richard die Herren daran erinnern, dass mit ihm nicht zu spaßen war... und man sich ihm besser nicht in den Weg stellte... aber erst DANN.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 02.02.2007, 20:20


    „Das nennst du ruhig?“ fragte Frederick und musste sich zusammenreißen, nicht zu grinsen. Das hätte in diesem Moment wohl einen eher herausfordernden Eindruck auf die anderen Polizeibeamten gemacht.

    Als der Polizist, den Richard zuvor angefahren hatte, mit seinem Vorgesetzten zurückkam, war Frederick auch klar, weshalb hier eine so große Aufregung herrschte.
    Sergeant Wright war dafür bekannt, dass er nur Aufgaben übernahm, die für große Aufregung sorgten.
    Er sammelte Zeitungsartikel, in denen sein Name oder sogar sein Foto zu bewundern war und die besten davon hing er dann in seinem Büro an die Wand.
    Dieser Aufruhr war genau nach seinem Geschmack, denn er konnte bereits die ersten Reporter ausmachen, die am Rande der Absperrung standen und mit ihren Fragen warteten.

    Als der Sergeant nun auf sie zuspaziert kam, wirkte er überaus selbstzufrieden.
    „Ich habe gehört hier gibt es irgendwelche Probleme, ah, Frederick, dass ich Sie auch mal wieder sehen darf.“

    Frederick schien Richards Gedanken in diesem Moment erraten zu können. Wer Concord schon so lange kannte wie der Inspektor, wusste, dass er in diesem Augenblick erst recht aufgebracht war.
    Nur versteckte er diese Gefühle gekonnt unter dem Mantel der Gleichgültigkeit.

    „Einen schönen guten Morgen, Paul.“ begrüßte Frederick seinen Kollegen, da er annahm mit Höflichkeit zumindest nichts falsch machen zu können.
    „Es gibt tatsächlich ein Problem und zwar müssen meine Freunde und ich hier durch zur Klinik. Sir Gattling hat mich rufen lassen.“

    Das überhebliche Lächeln auf Wrights Gesicht wurde ein wenig getrübt. Das gute war, dass der Sergeant leicht zu durchschauen war. Wahrscheinlich überlegte er gerade fieberhaft, was der Polizeidirektor von Resnick wollte.

    „Sie haben Freunde?“ Wrights abschätzender Blick fiel auf Richard und dann zur Kutsche, in der er Lisa erspähte.

    „Jetzt wo die beiden wissen, dass ich Sie kenne wahrscheinlich nicht mehr.“ kam Fredericks Antwort zurück, die plötzlich jede Höflichkeit vermissen ließ.
    Er hatte schon eine schlimme Nacht gehabt, da musste er sich von dem Idioten keine dummen Sprüche anhören.
    Da er also mit Freundlichkeit nicht weiter kam, setzte er nun auf Drohungen, was bei Leuten wie Wright sicher auf mehr Gehör stieß, da sie keinerlei Zweifel über ihre Qualitäten kommen lassen wollten.

    „Hören Sie zu, Wright. Ich kann auch zu Fuß weitergehen und Gattling den Grund sagen, weshalb ich zu spät komme. Nur wird er darüber keinesfalls erfreut sein und schon gar nicht, wenn er erfährt, dass es nur daran lag, weil ein kleiner Beamter der Befriedigung seines Geltungsbedürfnisses nachkommen musste.“

    Wrights Lächeln erstarrte zu einer Maske. Es war ihm deutlich anzumerken, dass er überlegte wie er nun aus dieser Situation rauskam.
    Er sah zu Richard und dann wieder zu Frederick. Er wandte sich an den Beamten der neben ihm stand und ein wenig kleinlaut sagte er schließlich „Lass die Kutsche durch.“

    Als Frederick sich umwandte, um an Richard vorbei zur Kutsche zu gehen, flüsterte er diesem noch zu „Und jetzt kannst du noch ne kleine Gemeinheit anbringen.“



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Andrew Simmons - 03.02.2007, 10:08


    ooc: *mihihihihihihihihihihihihihi* :)

    *enthusiastisch aus dem Off Beifall klatsche*

    :)



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 03.02.2007, 10:38


    Das ist doch zu viel des Guten!
    Zu irgendwas muss der Freddy doch auch nützlich sein. ;-)



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Richard Concord - 03.02.2007, 13:06


    Richard hatte sich zurückgenommen, und Frederick das Reden überlassen, während er sich damit begnügt hatte, den Sergeant mit seinen Blicken aufzuspießen.
    Ein wenig erstaunt hatte er festgestellt, dass Frederick durchaus in der Lage war, gemein zu sein, wenn es sein musste, und dieser Zug gefiel Richard.
    Ganz offensichtlich hatte Frederick in all der Zeit, in der sie sich nun kannten das ein oder andere von ihm gelernt.
    Das wiederum amüsierte Richard zu einem gewissen Grad, so dass seine Wut sich zu verflüchtigen begann, und er dem Schauspiel mit ernster Miene, aber ohne Missgefallen beiwohnen konnte.
    Und er genoß jede einzelne Sekunde davon, zumal Frederick auch noch sein Ziel erreichte, und der Polizist endlich klein bei gab.
    Oh wie Richard sie hasste, diese Wichtigtuer!
    Leider gab es Unmengen von dieser Sorte in London.
    Frederick wandte sich um, aber Richard entging nicht, was er ihm zuraunte.
    Er hob überrascht eine Augenbraue.
    Im Grunde hatte Frederick das doch ganz ordentlich gemacht... und dennoch... vielleicht... ein kleines bisschen?
    Als Revange für die Unannehmlichkeiten?
    "Sind Sie religös, Mr. Wright?" Fragte Richard völlig unverfänglich, lächelte beinahe höflich, scherte sich ansonsten aber nicht um förmlichere Anreden und dergleichen.
    Er sah Verwirrung auf dem Gesicht des Beamten, und noch bevor dieser Antworten konnte näherte er sich dem Mann, legte ihm kameradschaftlich die Hand auf die Schulter und senkte den Kopf soweit herab, dass er dem Mann etwas ins Ohr flüstern konnte.
    "Fangen Sie an zu beten..." Sagte er lautlos, so dass nur Wright es hören konnte.
    Dann löste er sich von ihm und auf sein Gesicht trat ein schadenfrohes, unheilverkündendes, spöttisches Grinsen, das sich in dem Moment, als er sich zu Frederick umwandte, um ihm zu folgen, in ein vollkommen mit sich selbst zufriedenes Lächeln verwandte. Genugtuung war etwas wunderbares.
    Er hörte Schritte hinter sich, die sich schnell entfernten, und er brauchte sich nicht umzudrehen, um zu erannen, dass es Wright war, der schleunigst das Weite suchte.
    Zufrieden stieg Richard wieder in seine Kutsche, und kaum dass er die Türe geschlossen hatte, schnalzte auch schon die Peitsche des Kutschers durch die Luft, und die beiden schwarzen Pferde setzten sich wieder in Bewegung.
    Richard grinste nur weiter stumm in sich hinein, während er sorgfältig die Hände übereinander legte, und zu Lisa und Frederick hinüber sah.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 03.02.2007, 13:29


    Frederick war ohne eine weitere Miene zu verziehen wieder in die Kutsche eingestiegen.
    Er hatte nicht hören können, was Richard dem Sergeant zugemurmelt hatte, doch seine Worte verfehlte nicht ihre Wirksamkeit.
    Im Gegenteil, er hatte Wright noch nie so ängstlich erlebt.

    Als Richard nun ebenfalls einstieg und die Tür hinter sich schloss, musste Frederick an sich halten, um ein Lächeln zu unterdrücken.
    Er versucht ruhig zu bleiben und Richards Blick nicht zu erwidern, zumindest nicht so lange, bis sie durch die Absperrung durch waren.

    Erst als die Absperrung hinter ihnen lag, wagte er wieder etwas zu sagen.

    „Sergeant Wright ist sehr abergläubisch.“ Erst jetzt sah er zu Richard, der mit sich selbst ganz zufrieden war und das konnte der Inspektor ihm auch nicht verübeln.

    „Er wird nie wieder ein Wort mit mir sprechen.“ sagte er und fing an zu lachen.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Richard Concord - 03.02.2007, 13:37


    "Nein sowas aber auch...?" Entgegnete Richard und sein Grinsen wurde noch eine Spur breiter.
    "Dann scheint es ja fast so, als hätte ich dir einen Freundschaftsdienst erwiesen..." Er zuckte leicht mit der Schulter.
    "Sollte er dir nochmals auf die Nerven fallen... erinnere ihn einfach daran, zu beten..." Er zwinkerte Frederick zu. "Oder sag ihm, du würdest eine Vodoopuppe besitzen...." Wieder grinste Richard.
    "Diese Vodoopuppen im übrigen sind der größte Schwachsinn, an den die Welt jemals geglaubt hat." Fuhr er dann fort, da Frederick keine Anstalten machte, etwas sagen zu wollen.
    "Sie funktionieren nämlich nicht." Das Lächeln um Richards Lippen herum wurde ein wenig schmaler, doch die blassgrünen Augen funkelten weiter aufmerksam.

    Die Straße um sie herum war wie leergefegt, was mit Sicherheit an der Absperrung lag und Richard fragte sich einen Moment lang wirklich, wie die Menschen, die medizinische Hilfe wirklich nötig hatten, wohl dahin gelangen konnten, bis er zu dem Schluss kam, dass man ihnen die Hilfe einfach versagte... Nur gut das Andrew davon wahrscheinlich nichts wusste, sonst würde er hier draußen vermutlich bereits auf die Barrikaden gehen.
    Es verstrichen einige weitere Sekunden, und schließlich kam der Haupteingang des Krankenhauses in Sicht.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 03.02.2007, 13:51


    „Falls Wright es doch noch mal schafft mich zu verstimmen, wird es einfach nur genügen dich zu erwähnen.“ erwiderte Frederick lächelnd.
    Dies schien ihm die einfachste Lösung zu sein.

    Voodoo?
    Das traute ihm nicht mal Wright zu, obwohl der ansonsten an alles Mögliche glaubte und ständig seinen Glücksbringer in der Tasche trug.
    Der hatte ihm am heutigen Tag jedoch nicht den besten Dienst erwiesen.

    Zufrieden lehnte er sich zurück und genoss die letzten paar Minuten der Fahrt.
    Bald würde er Gattling gegenüberstehen und dann war es wohl vorbei mit der guten Stimmung.

    „Dann mal auf ins Gefecht.“ sagte Frederick, als die drei die Kutsche verließen.

    tbc: St. Mary's Hospital (& Lisa, Richard?)



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Richard Concord - 07.02.2007, 23:39


    pp: St. Mary's Hospital (& Andrew und Lisa)

    Richard verließ gemeinsam mit Andrew und Lisa das Gebäude, und draußen, vor dem Krankenhaus, stand wie erwartet seine Kutsche.
    Der Kutscher grüßte mit einem kurzen Tippen an seinen Zylinder, und die Pferde begannen augenblicklich unruhig zu schnauben und mit den Hufen zu scharren.

    Richard schenkte dem keine Beachtung.
    "Mesdames et Messieurs..." Sagte er mit übertriebenem französischen Akzent, und deutete in Richtung Kutsche, deren Tür er ausnahmsweise selbst öffnete - man wollte ja nicht Gefahr laufen, dass diverse Ärzte sich doch noch entschlossen, lieber einen Verdauungsspaziergang zu unternehmen.
    "Bitte sehr..."



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Lisa Simmons - 08.02.2007, 23:17


    Lisa ließ Andrew vor sich einsteigen und schlüpfte dann nach ihrem störrischen Ehemann in das schöne, schwarze Gefährt. Schweigend, aber lächelnd ließ sie sich neben ihm nieder und wartete darauf, dass sich ihnen auch der Okkultist anschloss.
    Still betrachtete sie ihren Mann einen Moment lang, während dieser seine Aufmerksamkeit seinem Freund zugewandt hatte und lächelte ein wenig mehr. Sie versuchte sich vorzustellen, was er in diesem Augenblick wohl denken mochte und konnte die Worte, welche von seinen Lippen perlten, förmlich hören. Alles war so vertraut und Lisa wunderte sich darüber wie sie die Entfremdung hatte zulassen können.
    Ihre Hand schmiegte sich vorsichtig in seine, was ihn dazu veranlasste den Kopf zu drehen und sie einen Moment lang anzusehen. Sie konnte seinen Blick nur schwer deuten, doch er verhieß nichts Schlechtes. Lisa fühlte die alte Wärme in sich aufsteigen und lächelte ein wenig mehr, während er ihr kurz über die Finger strich und sich dann wieder Richard zuwandte, der inzwischen eingestiegen war.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Frederick Resnick - 09.02.2007, 10:05


    pp: Privatstation

    Frederick trat in das helle Sonnenlicht hinaus und zündete sich zunächst einmal eine Zigarette an, die er sich nun wirklich verdient hatte.
    Durch das erbauliches Gefühl, Gattling die Stirn geboten zu haben, wurde auch das grelle Licht erträglicher.
    Ganz zufrieden mit den bisherigen Ereignissen dieses Tages, setzte Frederick seinen Weg in Richtung Büro fort, denn es gab trotz des Urlaubs noch einiges zu erledigen.

    tbc: Scotland Yard



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Lisa Simmons - 10.02.2007, 12:51


    "So..." sagte Andrew, als Richard sich zu ihnen gesellte. "Was war das jetzt für eine Idee mit dem Urlaub? Und wohin wollt ihr überhaupt?"
    Lisa lächelte. "Wir haben schon eine Menge überlegt. Von Ägypten bis nach Jersey."
    Sie sah belustigt wie Andrews Augen bei der Erwähnung des fernen Landes groß und rund wurden. "Haben uns dann aber in erster Linie für etwas Schönes in Schottland entschieden. Richard hier wird uns bestimmt ein ganz hervorragendes Gruselschloss in den Highlands auftun können."
    "Oh. Gruselschloss... Ah, ja... Äh..." murmelte Andy und zog eine Augenbraue hoch, doch er war clever genug die Reisepläne nicht in Frage zu stellen.
    Lisa lächelte ein wenig mehr und drückte sacht seine Hand, während sich die Kutsche ruckelnd in Bewegung setzte. Die junge Frau sah ihren Ehemann besorgt an, als dieser einen weiteren Hustenanfall erlitt und beschloss dann ihr Glück auszureizen.
    "Richard, könntest du wohl einen kleinen Abstecher zu Doktor Hubbard machen? Er ist unser Haus- und Hofarzt und ich bin mir sicher, dass er sich freuen würde, Andrew zu sehen..."
    "Aber... aberaber.... werde ich denn gar nicht gefragt?" warf der Arzt ein und Lisa lächelte erneut.
    "Doch, aber nur wenn deine Antwort mir gefällt..." Sie sah ihn augenzwinkernd an.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Richard Concord - 10.02.2007, 14:51


    "Aber selbstverständlich, meine Liebe." Antwortete Richard amüsiert lächelnd ob der Umgangsweise der beiden miteinander.
    Er nickte zufrieden.
    "Recht so, Lisa, nimm ihn nur an die Leine, und zeig ihm, wer die Frau in der Kutsche ist..." Er grinste die beiden an und klopfte dann mit seinem Gehstock gegen die Rückwand der Kutsche, um Henry auf ihn aufmerksam zu machen.
    "Dr. Hubbard, Henry." Sagte er laut, und das Knallen der Peitsche bestätigte, dass der Kutscher ihn verstanden hatte.

    Dann beugte er sich ein wenig vor.
    "Ja, ich war ursprünglich für Ägypten. Pyramiden, Wüste und düstere Mysterien, die es zu erforschen gibt..." Sagte er, und in seinen Augen tauchte wieder jenes faszinierende Funkeln auf, dass ihnen immer innewohnte, wenn er von derlei Dingen sprach.
    Er zuckte mit der Schulter.
    "Aber ich würde überstimmt..." Noch immer grinste Richard breit.
    "Ein Geisterschloss wird es allerdings trotzdem geben." Sein Grinsen wurde eine Spur breiter.
    "Und wenn ich die Geister selbst rufen muss...!"



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Andrew Simmons - 11.02.2007, 17:28


    "Wäre sie nicht die einzige Frau in der Kutsche würde ich mir Gedanken über deine anatomische Beschaffenheit machen." sagte Andrew süffisant und eines der seltenen schwarzironischen Lächeln glitt über sein Gesicht.

    Lisa zog eine Augenbraue hoch und grinste ebenfalls. "Ha, wieder mal Zeit für die Simmonsche Frechheit, mh? Ich habe sie schon vermiiiiiiiiisst."
    Sie tippte Andrew an. "Was hat dein Vater eigentlich im Krankenhaus zu suchen gehabt?"
    "Mir vorzuwerfen, dass ich mich kindisch benehme... womit er leider wohl Recht hat... wir werden viel Spaß auf dem Empfang des Stadtrates haben." Andrew wirkte sogleich wieder ein paar Spuren blasser und Lisa runzelte die Stirn.

    "Mache dir darüber nicht so viele Gedanken, Andrew. Das kriegen wir schon wieder hin..."
    "Aber es sollte nicht so sein! Es dürfte nicht so sein, dass wir uns Gedanken über sie machen! Sie sollten über uns nachdenken!"
    "Das können sie nicht, Schatz, und das weißt du auch."
    Andrew schwieg, während die Kutsche um eine Ecke bog.
    "Aber es ist doch ungerecht, dass wir sie mittragen müssen, nur weil sie zu dämlich sind uns zuzuhören."

    "Es gilt nicht das Gesetz des Stärkeren, Andy. Die Gesellschaft trägt das schwächste Glied mit sich mit... wenn sie es nicht ignorieren kann. Und wir können die hohen Herren nicht ignorieren, also müssen wir sie tragen... ertragen. So ist das nun mal."

    "Aber es ist nicht gerecht!"

    "Das ist es nie, Schatz." Lisa sah ihn eindringlich an. Sie hörte die leisen, verräterischen Geräusche bei jedem Atemzug, den Andrew tat und korrigierte ihre Einschätzung. Es war nicht das Ausreizen ihres Glücks den Hausarzt aufzususchen, sondern zwingend notwendig.

    Statt ihr zu antworten, hauchte Andrew ihr einen flüchtigen Kuss auf die Hand und Lisa wusste, dass sie in diesem Gespräch nicht mehr auf einen Nenner kommen würden.
    "Mhhhhhhh," machte sie. "Glaubt ihr, dass wir Frederick heute Abend in unseren Salon bekommen oder... ist das wohl ein Ding der Unmöglichkeit?"
    Fragend sah sie in die Runde.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Richard Concord - 19.02.2007, 12:57


    Richard erwiderte Andrews süffisantes, wie er wusste ironisches Grinsen.
    Es gab nicht viele Menschen, denen er gestattete, sich einen Spaß auf seine Kosten zu machen, aber Andrew gehörte ganz definitiv dazu, auch wenn Richard oft unnahbar schien, so hatte er es dennoch nicht verlernt auch über sich selbst zu lachen.
    - So wie jetzt.

    "Möchtest du dich selbst von meiner anatomischen Beschaffenheit überzeugen?" Erwiderte er schließlich, und die grünen Augen funkelten, als ein amüsiertes Lächeln die schmalen, blassen Lippen umspielte.

    Er hörte dem Gespräch der beiden zu, aber sein Blick glitt aus dem Fenster, während das Geplänkel zwischen Mr. und Mrs. Simmons begann allzu erheiternd zu werden.
    Es war ein sonniger Nachmittag geworden, dem Nebel zum Trotze, der sie heute morgen begleitet hatte, und er sah den Leuten draußen bei ihrem dilettanten Treiben zu.
    Einige von ihnen hasteten die Straßen entlang, als sei der Teufel hinter ihnen her - Geschäftsläute und Unternehmer, wie er vermutete.
    Andere wiederum, die gar zu toll ausstaffiert waren, stolzierten auf dem Bürgersteig umher, als lebten sie nach dem Motto "Nicht sehen, sondern gesehen werden".
    Er sah kleine Mädchen in Rosa Kleidchen umherstolzieren, sah deren Gouvernanten jeden einzelnen Tritt verfolgen, und auch die Bemühungen der älteren Damen auf die Reize der jungen Aufmerksam zu machen, blieben ihm nicht verborgen.
    Er schüttelte leicht verächtlich den Kopf und wandte sich dann wieder dem Inneren der Kutsche zu.

    "Das Wort unmöglich existiert in meinem Wortschatz nicht..." Entgegnete Richard, der das Gespräch halbherzig verfolgt hatte, auch wenn seine Aufmerksamkeit den Dingen außerhalb der Kutsche gegolten hatte.
    Ein Lächeln schlicht sich auf sein Gesicht.
    "Ich bin sicher, das ist zu bewerkstelligen..." Fügte er hinzu, während er bereits darüber nachdachte, wie man Frederick wohl am Besten davon würde überzeugen können, dass er da zu sein hatte.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Andrew Simmons - 28.02.2007, 20:55


    Andrew grinste breit und beugte sich ein wenig vor. "Ja? Soll ich? Jetzt gleich?"
    Lisa gab ihm einen Klaps auf den Hinterkopf. "Pfui, Andy!"
    "Hehehehehehehe." gab ihr Ehemann zurück und richtete sich wieder auf.
    Die Kutsche bog von der Strasse ab und sie gelangten in ein ruhigeres Viertel.
    Hubbard war ein alter Kollege von Andys Vater und praktizierte eigentlich nicht mehr. Für alte Freunde des Hauses und dessen Sprößlinge jedoch machte er eine Ausnahme. Er war gewissenhaft und kompetent, allerdings nicht zu übereirfrig, was Andrew hoffte zu seinen Gunsten ausnutzen zu können.

    "Mhhh, ja, einen Abend gemeinsam im Salon... das wäre toll. Du bekommst Freddy doch sicherlich überredet? Ich helfe dir auch... wir müssen ihn nur erstmal wiederfinden. Meinst du er ist im Kommissariat?"
    Andrew runzelte kurz die Stirn.

    Die Kutsche wurde langsamer und der junge Arzt begann unzufrieden hin- und herzurutschen. Er wollte dort nicht hin.
    Es schien aber wohl keinen Ausweg zu geben. Misstrauisch betrachtete Andrew die schmucken großen Häuser um sie herum und ließ sich erneut tief ins Polster sinken.
    Das war alles nicht nach seinem Geschmack.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Richard Concord - 01.03.2007, 14:20


    Richard zuckte leicht mit der Schulter.
    Er war sich nicht sicher.
    Eigentlich sollte Frederick zu dieser Tageszeit im Kommissariat anzutreffen sein.

    Richard allerdings hatte in letzter Zeit häufiger die Erfahrung gemacht, dass er eben nicht dort war.
    Und dass Fredericks Untergebener nicht damit herausrücken wollte, wo der Inspektor zu finden war, was Richard wiederum stutzig machte, weil er nicht wusste, ob es seinetwegen oder um Fredericks Willen geschah.

    "Ich werde ihm einfach ein Telegramm schicken, dass ich ihn heute abend sehen möchte." Erwiderte er, ohne von seinen Beobachtungen zu erzählen.
    Er deutete kurz auf den braunen Umschlag, der neben ihm auf dem Sitz lag.
    "Ich denke, ich kann ihn unter einem recht guten Vorwand in unsere Nähe locken..." Meinte er, und ein schelmisches Grinsen huschte über sein Gesicht.
    "Damit steht dann der Abend bei euch..." Er zwinkerte Andrew zu.
    "Ich freue mich darauf..."



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Lisa Simmons - 27.08.2007, 14:13


    "Ich setze mein Vertrauen vollkommen auf deine überaus überzeugenden Fähigkeiten in Bezug darauf..." Lisa lächelte ebenfalls kurz ironisch. "Menschen zu überzeugen."

    Andrews helle Augen währenddessen richteten sich kurz auf den Umschlag, auf den Richard gedeutet hatte und er legte den Kopf ein wenig auf die Seite.
    Was war denn das Schönes? Das, was drin war, konnte man sicherlich auspacken... und auspacken war spannend... und spannend machte neugierig und das war Andrew als Forscher ohnehin immer.

    Dennoch glaubte er damit richtig zu liegen, wenn er annahm, dass Richard ihm- zumindest jetzt- nichts erzählen würde.
    "Überzeugende Fähigkeiten überzeugende Dinge zu tun klingt für mich sehr überzeugend." erklärte er und strahlte kurz.
    "Auf jeden Fall können wir dann herausfinden, ob er sich überhaupt noch daran erinnert, Geburtstag zu haben... so was vergisst man ja schnell... wenn man jeden Tag dasselbe tut und seine Freunde nur sporadisch sieht... hab ich das gesagt? Nie. Aber wollen wir doch mal sehen, ob wir diesem Zustand nicht ändern können... hehe."

    Lisa lächelte kurz.
    "Selbst Frederick wird gewisse Dinge nicht vergessen können."
    Sie warf kurz einen Blick nach draußen und nickte zurfrieden. Die Straßen nahmen bereits ein anderes Gesicht an, wirkten ruhig und gepflegt, also genau der richtige Ort, um eine Praxis zu eröffnen, die dem Ruf eines guten Arztes gerecht wurde...
    Ihr Blick wanderte kurz zu ihrem Mann, aber mit dem Thema sollte sie wohl noch ein wenig warten- er würde sowieso nicht wollen... Privatpatienten zu behandeln war ja schließlich... doof.
    Anderen, vorzugsweise armen Leuten zu helfen war... viel toller.

    Sie lächelte ein wenig mehr
    "Auf jeden Fall freue ich mich auf einen guten, vernünftigen Tee, sobald wir zu Hause sind..."
    Sie erntete schweigende Zustimmung, als die Kutsche langsamer wurde.



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Richard Concord - 27.08.2007, 14:32


    "Dito." Entgegnete Richard, auch wenn er wusste, dass es bis zu dem Tee noch eine ganze Weile dauern würde.
    Trotzdem lächelte er dünn, folgte Andrews Blick, der auf den Umschlag fiel, machte aber keinerlei Anstalten, genauere Erklärungen zu dessen Inhalt abzugeben.
    Die Kutsche kam zum Stehen, und wenige Sekunden später war der Kutscher auch schon vom Kutschbock gesprungen, um die Türe zu öffnen.
    "Mr. und Mrs. Simmons...." Richard grinste süffisant.
    "Es war mir eine Ehre."

    Er deutete zur Türe.
    "Und jetzt husch husch, der Onkel Doktor wartet..." Das Grinsen verwandelte sich in ein freundliches, aber neckisches Lächeln und wurde breiter, als sein Blick nach draußen fiel, und er dort wie üblich in einige neugierige aber auch verstörte oder ängstlich wirkende Gesichter sah.
    "Na los, sonst sagt man mir noch nach, ich hätte euch entführt." Fügte er hinzu.
    Er liebte es, die Menschen und allen voran die Londoner Gesellschaft zu provozieren, aber er wusste auch, dass sich nicht jeder diesen Luxus erlauben konnte.
    "Ich werde mich dann heute abend zum Tee bei euch einfinden."
    Und das war ja schon in einigen Stunden.
    "Lisa, pass mir ja auch deinen Mann auf - und lass ihn nicht weglaufen, wenn der Onkel Doktor mit ner Spritze kommt...!"



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Andrew Simmons - 27.08.2007, 15:42


    Als die Kutsche anhielt, erhob sich Andrew und stieg als erster aus der Kutsche aus, um Lisa die Hand zu reichen.
    Die beiden jungen Menschen drehten sich so, dass sie ins Innere der Kutsche hineinblinzeln und lächeln konnten.
    "Vielen Dank fürs Herumkutschieren." sagte Lisa und zwinkerte Richard freundlich zu. "Ich hoffe, dass du Frederick erwischst... also... du weißt schon."

    Die sie umgebenden Menschen warfen der jungen Frau, die mit einem großen, dunklen Loch in der Kutsche sprach, verwunderte und irritierte Blicke zu. Lisa lächelte ein wenig. Sollten sie doch glauben, was sie wollten- tat die Londoner Gesellschaft doch ohnehin ständig.

    Andrew wippte kurz auf den Zehenspitzen nach vorne und nach hinten, lächlte ein wenig und benahm sich dann wieder so, wie man es von einem jungen Arzt erwartete.
    "Dann sehen wir uns nachher." freute er sich und winkte Richard zu.
    Der Kutscher schloss die Tür erneut und die beiden Eheleute lächelten ein wenig, während sie das abweisende und furchteinflößende Gefährt betrachteten.

    Erst als es sich in Bewegung setzte, löste Lisa den Blick und sah ihren Ehemann an. Sie wollte seine Hand ergreifen, wusste aber, dass das Andrew nicht passen würde. Sie ließ sich gerne hin und wieder mal zu etwas hinreißen, das sie aus dem Rahmen fielen ließ- wenn es nicht gerade auf Empfängen geschah- Andrew aber schien es genau andersherum zu halten. Wann immer es unwichtig war, achtete er sehr genau darauf, was er tat. Wann immer es wichtig war jedoch, ließ er sich zu Dummheiten hinreißen.
    So war er.

    Lisa wartete, bis die Aufmerksamkeit ihres Mannes wieder ihr gehörte und überquerte dann gemeinsam mit ihm die Straße, um auf das schmucke Haus zuzutreten.

    tbc: Haus von Dr. Hubbard (Potenziell... könnte auch anders geheißen haben :P )



    Re: Hauptverkehrsstrasse in Richtung St. Mary's

    Richard Concord - 27.08.2007, 16:30


    Richard nickte auch wenn er wusste, dass Lisa und Andrew diese Geste vermutlich nicht sehen würde und lehnte sich in den weichen Polstern zurück.
    Die Kutschentüre schloss sich, und ruckelnd setzte sich die Kutsche in Bewegung.
    Die Pferde schnaubten hörbar und das Trappeln ihre Hufe hallte auf dem harten Kopfsteinpflaster wider.
    Richard klopfte mit seinem Stock gegen die Rückwand der Kutsche, um die Aufmerksamkeit seines Fahrers zu erlangen.
    "Scotland Yard." Ordnete er an.
    Er mochte zwar weder die Einrichtung, noch das Gebäude, und schon gar nicht die Menschen die dort arbeiteten sonderlich gut leiden, aber jetzt hatte er nicht nur einen Grund dorthin zu gehen, sondern noch dazu eine Berechtigung.

    Sein Blick fiel abermals auf den Umschlag, den Frederick ihm da gelassen hatte, und nach kurzem Nachdenken nahm er ihn zur Hand.
    Er holte abermals die Bilder der Opfer heraus, las die wenigen Notizen, die Frederick ihm beigelegt hatte, und dachte darüber nach, was ihm diese Bilder sagten.
    Es wirkte inszeniert, das bemerkte er deutlich.
    Die Opfer waren in Position gelegt, und lagen sicher nicht so, als sie starben.
    Die in die Haut geritzten Symbole waren ganz sicher Post Mortem zugefügt worden - das sah man allein schon daran, dass kein Blut mehr geflossen war, zumindest nicht in der Stärke wie es bei frischen Wunden der Fall gewesen sein müsste.
    Ergo schloss er daraus, dass diese beiden Menschen nicht Opfer eines Ritualmordes wurden - für Okkulte und tiefschwarze Rituale benötigte man lebendige Opfer, und deren Blut.
    Dies wiederum ließ zwei Möglichkeiten zu.
    Entweder handelte es sich um einen Stümper, der sich nicht intensiv genug damit auseinandergesetzt hatte, oder um jemanden, der ganz genau wusste, was er tat, und wonach er es aussehen lassen wollte.
    Richard tippte auf letzteres.
    Und aus diesem Grunde musste er Frederick darum bitten, sich die Leichname ansehen zu dürfen.
    Fotos genügten hier nicht.
    Er packte die Fotos wieder weg, und die langsamer werdende Kutsche riss ihn aus seinen Gedanken.
    Schließlich hielt das Gefährt an, und flugs öffnete der Kutscher die Türe.
    Wortlos verließ Richard das Innere der schwarzen Kutsche, und schweigend, aber zielsicher trat er auf den Haupteingang des großen, ausladenden an eine hässliche Fabrikhalle erinnernden Gebäudes, in welchem die Zentrale des Londoner Scotlandyards untergebracht war, zu.

    tbc: Scotland Yard



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