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Re: Zweifach hält besser
Phil - 23.01.2007, 18:08Zweifach hält besser
Zitat: Kostenlose Depots sind nur etwas für Kunden, die genau wissen, was sie wollen. Alle anderen brauchen Beratung. Warum es für sie klug sein kann, gleich zwei Konten zu eröffnen, sagt Thomas Luther
Wer bei bestimmten Banken ein Wertpapierdepot eröffnet, kann sparen - oder bekommt von den Instituten sogar etwas geschenkt. Die Geldhäuser versprechen "null Euro Depotgebühren" oder "keine Kontoführungskosten", sie geben Begrüßungsprämien aus, zum Beispiel Tankgutscheine, oder locken mit einem Anfangsguthaben im Depot. Immer mehr Banken versuchen, auf diese Art neue Kunden anzuwerben.
Ihre Aktionen kommen bei vielen Anlegern gut an. Denn andere Finanzinstitute haben in den vergangenen Jahren ihre Gebühren für den Kauf und die Verwahrung von Aktien, Anleihen und Fonds drastisch erhöht. Lange waren die Kosten für das Depotkonto fast vernachlässigbar: Mehr als 20 Euro pro Jahr kamen selten zusammen. Zurzeit jedoch muss ein Anleger, der 20.000 bis 30.000 Euro in Wertpapieren angespart hat, oft mit dem Doppelten rechnen, selbst der dreifache Betrag ist keine Seltenheit.
"Das kostet im Einzelfall ein paar Zehntelprozentpunkte Rendite – und das Jahr für Jahr", weiß Uwe Döhler, Projektleiter bei der Stiftung Warentest. Da ist es schon verlockend, das Depot künftig kostenlos bei der Konkurrenz verwalten zu lassen.
Ganz ohne Tücken sind die Gratis-Angebote jedoch nicht, und Anleger, die mit ihnen liebäugeln, sollten sich ein paar Dinge zu Herzen nehmen. Das Wichtigste ist: Meist bieten Direktbanken eine kostenlose Depotführung an, also Banken, die kein Filialnetz unterhalten, sondern nur per Telefon, Fax oder Internet erreichbar sind. Ihr großes Manko: Kunden können von ihnen keinerlei Beratung erhoffen, anders als von ihrer Hausbank am Ort. "Man muss seine Entscheidungen selbst treffen und wissen, welche konkreten Papiere man kaufen will", charakterisiert Warentest-Experte Döhler den Anlegertyp, für den die Angebote der Direktbanken infrage kommen.
Wer dagegen regelmäßig den fachlichen Rat eines Beraters benötigt, um ein Depot aufzubauen, für den bleibt die Hausbank erste Wahl - Kosten hin oder her.
Doch auch wer für die Verwaltung seines Depots bezahlt, kann sparen - zum Beispiel, indem er auf die Gebühren achtet, die für jeden Kauf- und Verkaufsauftrag fällig werden, die so genannten Transaktionskosten. Niedrige Transaktionskosten sind vor allem für Anleger wichtig, die rege mit Wertpapieren handeln. Nicht ohne Grund besagt eine alte Börsenregel: "Hin und Her macht Taschen leer."
Zwar machen auch hier die Direktbanken deutlich verlockendere Angebote als ihre Konkurrenz. Sie kassieren besonders wenig für einzelne Kauf- oder Verkaufsaufträge, und sie geben fast immer deutliche Rabatte auf den Ausgabeaufschlag von Investmentfonds - wenn auch die Zahl der rabattierten Fonds und die Höhe des Nachlasses je nach Bank schwankt - und kaufen die Fondsanteile später kostenfrei zum aktuellen Kurs zurück.
Doch es gibt eine echte Alternative: Viele Filialbanken führen per Internet übermittelte Aufträge besonders günstig aus, deutlich günstiger jedenfalls als konventionell, also per Telefon oder persönlich in der Filiale erteilte Order. In Einzelfällen kann der Kunde durch Online-Banking mehr als 50 Prozent sparen, hat die Stiftung Warentest bei einem Vergleich unter 17 Filial- und Direktbanken herausgefunden. Ein Beispiel: Die Citibank berechnet für einen online eingegangenen Auftrag pauschal 9,99 Euro. Wird der gleiche Auftrag telefonisch oder im persönlichen Gespräch mit dem Berater erteilt, kostet das mindestens 29,99 Euro, zuweilen auch deutlich mehr, abhängig vom Auftragsvolumen.
Die Warentester empfehlen die Online-Angebote der Filialbanken, denn wer sie nutzt, hat's besonders bequem. Sie bieten die Möglichkeit, von Fall zu Fall zu entscheiden: Will man seine Wertpapiergeschäfte günstig per PC abwickeln oder zu komplizierteren Transaktionen doch lieber den Berater hinzuziehen? Ähnlich flexibel fahren Anleger, die zwei Depots einrichten: Benötigen sie keinen Rat, etwa zum Kauf von Bundesanleihen oder Rentenfonds, nutzen sie das kostenlose Depot einer Direktbank, die nur geringe Transaktionsgebühren berechnet. Möchten sie eine riskanteres Papier erwerben, gehen sie zur Filialbank und lassen sich beraten - eine gute Möglichkeit, mehr Sicherheit und günstige Kosten flexibel zu kombinieren.
Einen Wechsel von der bewährten Hausbank zu einem neuen, günstigeren Institut braucht dabei niemand zu scheuen. Der Antrag auf Eröffnung eines Kontos bei einer Direktbank kann oftmals online ausgefüllt werden. Lediglich seine Identität muss der Kontoinhaber per Postident-Verfahren überprüfen lassen.
Wenn gewünscht, kümmert sich die neue Bank gar um die Übertragung der bestehenden Depotbankverbindung. Diesen Service gibt es nicht nur zu den Tankgutscheinen und anderen Begrüßungsgeschenken dazu. Er muss, einem höchstrichterlichen Urteil zufolge, auch kostenfrei sein.
Thomas Luther ist Finanzjournalist. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema Geldanlage und hat eine Reihe von Büchern dazu veröffentlicht. Thomas Luther arbeitet als freier Autor und Redakteur beim "Handelsblatt". ZEIT-online-Lesern ist er durch seine regelmäßige Kolumne Lebenslagen bekannt.
Quelle: http://www.zeit.de/online/2006/43/Depotkosten?page=all
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