Kleine Rückblenden

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    Re: Kleine Rückblenden

    Ahnungslos - 22.01.2007, 21:45

    Kleine Rückblenden
    Ich führe an dieser Stelle etwas neues ein.

    Meine Reiseberichte häufen sich nun allmählich, was ich sehr begrüße, aber auch der Vergangenheit sollte ein Wenig mehr Beachtung geschenkt werden.

    Daher werde ich an dieser Stelle ab und zu "Erinnerungen" einbauen.

    Alle sind herzlich willkommen, sich hier mit eigenen Rückblenden oder Ergänzungen zu verewigen.

    So dann...

    Der 9. September anno domini 2006

    Das lang ersehnte Rosenstolz-Konzert unserer kleenenUnionerin fand endlich statt.

    Ein wundervoller Samstag, der nicht nur warm sondern auch ereignisreich zu werden versprach.
    Er war gefüllt mit allem, was das Herz begehrt: Einem Konzert (genaugenommen sogar zwei), Fußball, Alkohol, nette Leute und jede Menge Spaß. Und natürlich nicht zu vergessen: Eine bis drei Eheschließungen.

    Aber beginnen wir chronologisch:

    Während die kleeneUnionerin mittags zusammen mit Caro (Karo?) und Matze zum Unionspiel ging, war Harus zu Hause und drehte Däumchen. Warum eigentlich? Egal. 8)
    Abends besuchte die kleene in heller Vorfreude das lang ersehnte Rosenstolzkonzert (Konzert 1).
    Gleichzeitig besuchte meine Wenigkeit, gefolgt von Schnatterienchen, Janette und EimeRa das lang ersehnte ScumpeaKonzert (Konzert 2).
    Was Matze an dieser Stelle tat weiß kein Schwein, aber das ist auch scheißegal. :)
    Ich und mein Gefolge waren frühzeitiger auf der Suche nach Alkohol als die kleene und daher entschlossen wir uns die Kulturbrauerei aufzusuchen, in der Hoffnung sich den Abend mit dem obengenannten Zaubermittel zu versüßen.
    An dieser Stelle ein warnender Hinweis:
    Wo billig dran steht, kann nichts gutes drin sein! Ich rate also von Billigangeboten ab. 8)
    Nachdem das Gefolge einen Platz bei einem Inder ergattert hatte und sich darüber beriet, welches Getränk denn den höchsten Promillegehalt aufweisen könnte, stieß die kleene, samt eigenem Gefolge dazu.
    Nur einer hatte einen Vorsptung: Matze!
    Obwohl kein Mensch weiß, was er in der Zwischenzeit getrieben hat so ist doch gewiss, dass er eine Menge Alkohol konsumiert haben musste.

    Ohne Janette und EimeRa zogen die Gefährten dann in den Mauerpark.
    Ein jeder bewaffnete sich mit zwei Bier und los gings.
    Wenn meine Wenigkeit wüsste, was dort so alles besprochen wurde, könnte ich es an dieser Stelle (schon die 4. oder so) wiedergeben...
    Aber so... 8)

    Der Legende nach, soll der Matze mit einem tragbaren Kommunikationsmittel den Leuten die Musik nähergebracht haben. Bei einem jeden Anklang eines neuen Songs kam ein "OOOOH" oder ein "OH"!
    Welch göttliche Fügung, dass wir mit einer so vielseitigen Sprache gerühmt sind! ;)
    Schnatterienchen verließ die Gefährten als erste, um in den nahegelegenen Club "Soda" einzureiten. Der weitere Abend verlief für sie alles andere als positiv, denn sie hatte einen äußerst ungeschickten Streit mit ihrem Herzallerliebsten. (Sie lieben sich noch immer wie am ersten Tag und das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben, ohne Zweifel)

    Die restlichen 4 Gefährten bewaffneten sich kurz darauf mit einem neuen Bier und zogen langsam (wirklich sehr langsam) in Richtung Heimat. (Ein Heimweg von max 30 Minuten wurde auf ca 4 Stunden ausgedehnt.)
    Die Gefährten rasteten 1 bis 1 1/2 Stunden vor einem Biosupermarkt, jedoch ist nicht genau überliefert was sich dort abgespielt hat.
    Auf dem weiteren Heimweg, so wird sich erzählt, kamen die Gefährten an einem Kaugummiautomaten vorbei, der just im Moment ihres Passierens 3 Ringe ausspuckte und sagte: "Nehmt diese 3 und werdet so zu Ringträgern. Missbraucht Frodo, werft ihn in ein dunkles Loch und ernennt mich zu eurem Gebieter!"
    Ungeachtet dieses Angebots zogen die Gefährten weiter und gelangten alsbald vor das Schlos von K/Caro. (Könnte mal irgendwer dem Autor eine reinhauen?)
    Die ursprünglichen 7 Gefährten waren also auf 3 geschrumpft und so beschlossen sie, das Königreich aufzusuchen, welches ihnen eine Toilette, Döner und Bier bot.
    Ich war dicht sobald das Bier geöffnet war und ich daran gerochen hatte.
    Dieser Zustand wirkte auf die Gefährten wie schlechte Laune, dabei musste ich mich lediglich darauf konzentrieren nicht vom Stuhl zu fallen.
    Bald daruf drängte Matzes Blase ihn dazu einen Baum aufzusuchen, was auf einer asphaltierten Straße, mitten in der Stadt kein leichtes Unterfangen ist.
    Aber er fand einen und so schlich er sich mit der Waghalsigkeit eines Eichhörnchens in die Nähe dessen und gab seinen Gefährten ein positives Zeichen zur Bestätigung, dass ihm die Mission gelungen war.

    Um 7:30 Uhr lagen dann auch endlich die kleene und ich im Bett. Voll wie 3 Amtmänner aber mit einem seligen Lächeln auf den Lippen.


    (ENDE) 8)



    Re: Kleine Rückblenden

    EimeRa - 22.01.2007, 22:25


    dieses lustige erlebnis wurde mir schon von der harus berichtet..und ein wenig hab ich ja auch mitgewirkt :D

    so..nun will ich auch mal..ich möchte in einer kurzgefassten version erzählen wie schludelratu+ich uns kennengelernt haben :wink:

    es begann alles im sommer 2003 mit der naricht, dass ich nicht in die 11.klasse versetzt werde..also durfte ich mich nach den sommerferien auf eine neue klasse "freuen"..zum glück hatte ich damals die maite, die mit mir sitzen blieb und zusammen mit mir in die neue klasse kam..
    die ersten zwei wochen, hielt ich mich eher zurück und beobachtete meine neuen klassenkameraden argwöhnisch..prollos hier..tussen da..was man halt so kennt..ich fand erstmal keine neuen ansprechpartner..auch aus dem grund, dass man sich erst einmal von mir fern hielt..ein "guten morgen" oder ein "schönen nachmittag" oder ein "haste mal feuer" waren fürs erste alles was ich von den mitschülern hörte...
    doch dann!!!..dann kam der tag, an dem sich alles ändern sollte!!!!
    es war der 01.09.2003..es war der deutschunterricht in dem sich mein leben in der neuen klasse veränderte..ich hatte eine karte für das am nächsten tag stattfindende linkin park-konzert..mit maite unterhielt ich mich darüber, wie sehr ich mich doch freuen würde..schludelratu saß damals vor mir und drehte sich schlagartig um.."wie..was..wer geht morgen zu linkin park?!?", fragte sie mit weit aufgerissenen augen..kleinlaut gab ich zu dass ich es war die morgen zu dem besagten konzert gehen würde.. später an diesem schultag unterhielten wir uns näher und verblieben mit dem satz "vielleicht sehen wir uns ja dort"...

    am nächsten tag fuhr ich mit einem freund zur treptow-arena, wo linkin park und mehrere vorbands am abend auftreten sollten..wir standen in der großen menschenmenge..und da sah ich schludelratu, ebenfalls mit einem freund, und brüllte "HIER..HIER!!"..sie kam angerannt und wir fielen uns lachend in die arme..wir warteten gespannt die zeit bis zum einlass ab..als wir nun endlich die ersehnte konzerthalle betreten hatten, waren wir kaum noch vor euphorie zu halten..wir vergaßen unsere begleiter und amüsierten uns herrvoragend..

    an diesem abend wurde eine der intensivsten freundschaften geboren, von der ich jemals hörte.. :D
    und wer uns beide kennt, weiß wovon ich spreche :wink:

    schludelratu..ick liebe dir!!!!!!!



    Re: Kleine Rückblenden

    Schnatterienchen - 15.02.2007, 20:25


    weißte Harus, ich mag die Art, wie du erzählst, man muss irgendwie immer dabei lachen. Vielleicht solltest du mal ne Geschichte schreiben über uns alle, was wir so erlebt haben und so. Bei dir muss man bestimmt auch bei den traurigen Dingen schmunzeln :)



    Re: Kleine Rückblenden

    Ahnungslos - 16.02.2007, 01:21


    Hey Schneckerienchen ich danke dir für die Blumen! *anbet*

    Aber da steckt ja auch eine Menge Arbeit drin ;)
    Ich werde es einfach mal versuchen! Unser Forum schläft mir eh schon zu sehr 8)



    Re: Kleine Rückblenden

    Schnatterienchen - 04.07.2007, 09:34


    Was ist nun eigentlich mit dem Buch? haste mal angefangen ne geschichte über uns alle zu schreiben? :wink:
    Kurzgeschichte reicht ja auch für den anfang :wink:



    Re: Kleine Rückblenden

    Ahnungslos - 04.07.2007, 11:14


    Was soll ich denn schreiben?

    "Am Anfang war das Wort...."
    Und dann? :P

    Kannst mir ja mal einen kleinen Denkanstoss geben 8)



    Re: Kleine Rückblenden

    Schnatterienchen - 04.07.2007, 14:19


    und dann kamen Anne, Wiebke und wie sie nich alle heißen und nicht zu vergessen die Frieda.
    8)

    joa



    Re: Kleine Rückblenden

    Ahnungslos - 04.07.2007, 21:46


    Wir könnens ja teilen. Wieso soll ich denn auch die ganze Arbeit machen? 8)

    Ich lasse mir was einfallen... Ich bräuchte nur mal ein Ereignis mit dem ich anfangen könnte... Immerhin sind wir selten alle so beisammen, wie wir es am 9. waren ;)



    Re: Kleine Rückblenden

    Schnatterienchen - 05.07.2007, 07:28


    Du kannst natürlich auch damit anfangen, als du alle kennengelernt hast ... obwohl, das war ja auch zu verschiedenen Zeiten.
    Oder du unterteilst in Kapitel: Zunächst stellst du alle Personen vor, ein zwei prägende Erlebnisse mit ihnen. Erläuterst die Bezeihungen zueinander und im Zweiten Teil führst du alles zusammen, wie wir alle gemeinsam Party machen, rumhängen, labern und so.
    damit steht schonmal das Konzept. Fein! :D



    Re: Kleine Rückblenden

    Ahnungslos - 05.07.2007, 08:45


    Wenn ich dafür keinen Pullitzer bekomme, dann lasse ich mich von dir scheiden, dich vierteilen und überhaupt mache ich dann ganz schreckliche Dinge mit dir 8)

    Kannst die ja einen Teil der Strafe selbst ausdenken, denn wir scheinen als Team doch wieder einmal recht gut zusammen zu passen ;)



    Re: Kleine Rückblenden

    Ahnungslos - 05.07.2007, 09:22


    1999, das Jahr der Neuerungen.
    Die Welt der Erwachsenen öffnete die Türen zu ihrer Vorhalle:
    Der Beginn eines neuen Lebensabschnitts:
    DAS G Y M N A S I U M !!!
    Die Schulranzen, wichen coolen No-Name-Rucksäcken, man hatte noch immer keinen Stil, aber man war jetzt wesentlich reifer, denn man war kein Grundschüler mehr.
    Man erlebte eine neue Klasse, voller fremder Menschen, die alle mindestens genauso wenig Stil hatten, wie man selbst.
    Man lernte sich kennen, freundete sich an und machte mit der Zeit die ersten blöden Erfahrungen.
    Man half beim ersten Liebeskummer, begann zu rauchen und zu saufen, schnüffelte Klebstoff und versuchte rebellisch gegen jede Form von Autorität anzugehen.
    Mit den Jahren legte sich die Rebellion und man wurde ruhig, besonnen, ja fast schon cool.
    Man fand seinen Stil, änderte ihn noch drei oder vier mal und konsumierte noch mehr Alkohol.
    Man ließ sich gehen, hatte noch mehr Liebeskummer, noch mehr peinliche Erlebnisse, die man in sein Tagebuch schreiben konnte und man blieb sitzen.

    Man kam in eine neue Klasse, mit neuen Irren, fand neue Freunde und machte noch mehr Schwachsinn.
    Man lernte Leute kennen, deren Unterwäsche zum Haarband und der Handtasche passte...
    Man lernte sie lieben.
    Jedes Erfolgserlebnis, welches man in der Schule hatte, ließ einen an eine rosige Zukunft denken. Jedes niederschmetternde Erlebnis, welcher man mehr als genug hatte, holte einen zu schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück!
    [Mein Fuß ist gerade eingeschlafen]
    Das Abitur rückte näher. Man war nun jemand!
    Die Welt der Erwachsenen stand nun sperrangelweitauf, man musste nur noch hinein gehen.
    Ein Teil der Leute ging ihren Weg früher als andere. Die einen mit mehr Erfolg, die anderen mit weniger Erfolg.
    Freundschaften verschoben sich. Hatte man früher mehr mit einer Person zu tun, hatte man nun gerade deren Erzfeind zu seinem besten Freund auserkoren.

    Man erlebte die WM 2006! Welch Ereignis! Hatte man bis dato noch keinen Alkohol probiert so entwickelte man sich spätestens bei den Deutschlandspielen zum Alki.

    Man verzichtete auf seinen Freund, über ein Jahr lang, weil dieser die Welt erkunden wollte. Man hielt sich an jedem Strohhalm fest, den er einem zusandte und verfluchte ihn innerlich bis aufs Letzte. Nie wieder sollte er einen verlassen! Doch dann ging er wieder und wieder flehte man jeden Abend, dass er an einen gedacht hatte.
    Doch man hörte nicht auf ihn zu lieben, sich vielleicht von ihm loszusagen. Und nun, nachdem man das Abi in der Tasche hat, ist man noch glücklicher, dass man das nicht gemacht hat. Denn er ist da, das Warten hat sich gelohnt.

    Andere hatten während ihres Abis Beziehungspause. Sehr zur Freude ihrer besten Freundin. Da dann das Abi aber abgebrochen und um ein Jahr verschoben wurde, entschied man sich, den Ex wieder zu kontaktieren, ihm eine zweite Chance zu geben. Sehr zum Ärgernis der besten Freundin, die sich nun in Frust flüchtet und mit niemandem mehr irgendwas unternehmen möchte.

    Andere wollten ein endgültiges Beziehungsende, welches sie nach fast anderthalb Jahren Diskussion auch endlich bekamen. Sie waren glücklich, fanden einen neuen Partner, wurden noch glücklicher, stellten fest, dass die erste große Liebe einfach nicht der war, mit dem man den Rest seines Lebens verbringen wollte und ärgerte sich über diese, als sie beim Geburtstag auftauchte und auf schön Wetter machte.

    Wieder andere erfuhren im Jahr des Abiturs endlich ihren ersten Freund. Wenngleich diese kein Abitur vorweisen konnten, so waren sie doch die glücklichsten Menschen auf Erden und grübelten ständig, wann denn der nächste Trip zum Freund stattfinden würde.

    Wieder andere waren stolz darauf endlich einen Schlussstrich mit ihrer heimlichen Affäre gezogen zu haben. Einen endgültigen Schlussstrich! Dies ermöglichte einen ruhigen und vor allem erholsamen Urlaub!

    Und einige Wenige hatten endlich einen Job, der es ihnen ermöglichte mit Fremdwörtern und den Namen prominenter Menschen um sich zu werfen.

    Wieder andere konnten sich während ihrer Arbeitszeit mit dem Begriff EMO auseinander setzen und noch andere konnten 10.000 DVDs am Tag schauen, weil das Leben einfach perfekt war.

    Und ein kleiner unbedeutender Teil der Menschen, die nun zum Kreis der Erwachsenen gehören konnte sich stundenlang damit beschäftigen alle Freunde in einem leicht sinnlosen Beitrag zu erwähnen, ohne auch nur einen einzigen Namen zu nennen!

    [An dieser Stelle sei gesagt, dass der Erguss plötzlich kam und ich mir bei Gelegenheit sicherlich auch noch etwas anderes einfallen lasse ;) ]



    Re: Kleine Rückblenden

    Schnatterienchen - 05.07.2007, 10:00


    Zitat: Man lernte Leute kennen, deren Unterwäsche zum Haarband und der Handtasche passte...


    lol

    wer macht denn sowas :P



    Re: Kleine Rückblenden

    Ahnungslos - 05.07.2007, 11:27


    ich weiß nicht, in jeder Geschichte steckt auch ein wenig Fiktion ;)
    Vielleicht hat der Autor das ja nur erfunden 8)
    Oder fühlt sich hier wer angesprochen?



    Re: Kleine Rückblenden

    Schnatterienchen - 05.07.2007, 11:53


    nööööö ich nich 8)



    Re: Kleine Rückblenden

    Ahnungslos - 18.08.2007, 12:16


    Ich versuche mich mal an einer Mischung aus Rückblende und Gegenwärtigem:

    Als das Jahr 2006 begann, wusste niemand, was passieren würde.

    Meist ist das so, wenn ein Jahr beginnt.
    Man startet voller Optimismus, weiß aber nie ob es positiv für einen ausgehen wird oder eben nicht.
    Das Jahr 2006 entwickelte sich für die Beteiligten eigentlich sehr gut:
    Freundschaften wurden geschlossen oder vertieft. Manche wurden selbstständiger, andere hangelten sich von einer Frau zur Nächsten und wieder andere hatten viel Sex...
    Ein typisches Jahr, für jeden Beteiligten. Man begann sich neu zu orientieren. Ab sofort ging man Tanzen, man amüsierte sich in einem Kreis vieler Jugendlicher, die alle durch Saufen ihre wahre Liebe entdecken wollten.
    Meist lief das nach einem Schema ab:
    Man betrat den Club seines Vertrauens, organisierte sich noch vor dem ersten Rundgang ein bis drei Bier oder Cocktails, schritt dann lässig durch den Club mit einem Pokerface, das zum Niederknien war und suchte sich die ersten Opfer aus.
    Männer wurden auffällig, wenn sie sich entschieden hatten, denn meist wurden sie direkt, starrten einen an oder wichen nicht mehr von der Seite der Angebeteten. Bekamen sie im Laufe eines Abends vielleicht eine Abfuhr, wurde das Ego ein Stück eingefahren und eine neue Frau gesucht, die nicht ganz so gut aussah, wie die erste, bei der man sich aber mindestens ebenso viele Chancen erhoffte.
    Um diesen Fakt der Schönheit aber zu übertünchen wurde nicht am Alkohol gespart, sodass die Hemmungen von Frau zu Frau vielen und die Ansprüche erst recht.
    Hatte Mann dann schließlich Erfolg, spielte sich das selbe Prozedere ab, welches man aus dem Kino kennt:
    Man lud sie ein noch irgendwo was trinken zu gehen, oder man ritt direkt nach Hause. Man hatte dann noch eine Menge Spaß für den Abend und hoffte beim Erwachen am nächsten Morgen, dass man trotz reichlich Promille noch jemanden abgeschleppt hatte, der nicht komplett wie die Nacht aussah.

    Bei Frauen lief es da ein wenig anders: Auch sie taxierten bei Einlass die ersten Opfer, machten sich aber nicht so prüde an sie heran sondern lenkten diese soweit, dass sie nachher den Eroberer mimen konnten.
    Frau ließ sich auch nicht so leicht entmutigen. Wurde eine Absage ausgesprochen kam Frau am nächsten Freitag einfach wieder in den selben Club und erhoffte sich mehr Chancen, was gar nicht so falsch war, denn früher oder später, wurde der Wunsch dann auch erfüllt... Meistens jedenfalls...

    Wenn man im Jahre 2006 nun in keinen Club einritt, dann ging man Bowlen. Einige Leuten erstanden eigens für diese Beschäftigung eine Kugel. Man ging diesem Unternehmen zeitweise so regelmäßig nach, dass man sich jeden Mittwoch dort wiederfand, ein paar Pins umschubste und dann irgendwann wieder Richtung Heimat tingelte.

    So lief im Groben und Ganzen das Jahr 2006 ab. Man beachte, dass Beziehungen zum anderen Geschlecht begonnen wurden, selten aber von Erfolg gekrönt waren und deshalb schnell wieder vorbei schienen.

    2007 sah das alles schon wieder anders aus: Der Bedarf an Clubs war gedeckt, für Viele jedenfalls. Man traf sich allgemein seltener, nicht zuletzt, weil sich für alle Beteiligten vieles änderte.
    Jeder ging seinen eigenen Weg.
    Die einen beendeten ihre dreijährige Beziehung und begannen bald eine neue, bessere.
    Andere frischten ihre vierjährige auf und waren ebenso glücklich wie die Frischverliebten, wieder andere feierten freudig ihr halbjähriges und konnten ihr Glück noch immer nicht fassen, einen so großartigen Partner zu haben und wieder andere fanden endlich ihr Glück.
    Zum ersten Mal in ihrem Leben gab es auch für sie einen Partner.
    In der Liebe musste in diesem Jahr wohl niemand zurückstecken... Im Berufsleben dafür umso mehr...

    Und dann kam, was kommen musste: Man versammelte sich abermals zum Bowlen und stellte fest, dass einiges nun anders war, anderes noch immer das selbe:
    Nun hatten alle einen Partner. Liebe lag in der Luft, wenngleich nur ein Teil anwesend war, der andere Teil 362 km entfernt schon brav schlummerte.
    Was sich geändert hatte, war der Blick für das Detail: Die Unterschiede in den einzelnen Beziehungen:
    Die einen waren frisch verliebt, man konnte erkennen, dass sie sich ähnlich waren und vor allem glücklich.
    Die anderen waren ebenso glücklich, keine Frage, aber wenn die schlechte Laune eines Teilnehmers einsetzte, dann wurde nicht mehr der gesamte Pulk ruhig sondern nur der Partner. Man litt nur noch im kleinen Kreis.

    Ja, eine Beziehung hat etwas positives: Manche Dinge werden ewig erhalten bleiben, aber man lässt sie nicht mehr so nah an sich heran. Man achtet nun auf neue Dinge und man wünscht sich 362 km weit weg....



    Re: Kleine Rückblenden

    Ahnungslos - 15.01.2008, 12:56


    Walter Moers schreibt in einem Buch: "Wenn du nicht weißt, wie du eine Geschichte beginnen sollst, dann gibt es einen Satz, der dir immer helfen wird! Den einen Satz, der dir hilft deine Schreibhemmungen abzulegen, deine Angst vor dem leeren Blatt vernichtet und der dich aufatmen lässt:
    "Hier fängt die Geschichte an!"

    Der 31. Dezember 2007, hier fängt unsere Geschichte an.


    Es ist der einzige Tag im gesamten Jahr, der es jungen Männern gestattet Silvesterfeuerwerk unter die Röcke fremder Frauen zu schießen. Der Tag, der einem Krieg in Sachen Lautstärke in nichts nachsteht.
    Der Tag, der entweder ganz toll ist oder aber ganz grausam.
    Eigentlich wird an Silvester geknallt um die bösen Geister des Jahres soweit zu erschrecken, dass sie dich nicht ins neue Jahr verfolgen.
    Aber ein jeder verbringt Silvester auf seine Weise.
    Die einen feiern mit Freunden von Freunden von Freunden und die anderen haben die Chance, dem Trouble der Hauptstadt zu entfliehen indem sie den Norden aufbrechen.
    (Nein, ich war an Silvester in Berlin, ich rede von jemand anderem ;) )

    Wenn die Menschen sich entschieden haben, wo und wie sie Silvester verbringen werden, geht es meist an die Fragen "Was trinken wir? Wie viel Geld geben wir für Sprengstoff aus? Was ziehen wir an? Und wen schleppen wir ab?"

    Wenn auch diese Fragen geklärt sind stellt man meist fest, dass es schon reichlich spät ist und man sich schnellstens auf den Weg machen sollte um den Glockenschlag um 24 Uhr nicht wieder in einer Straßenbahn zu verbringen.

    Frieda und meine Wenigkeit trafen uns am heiligen Silvesterabend gegen 22 Uhr Ortszeit an einer unruhigen Straßenecke im Herzen des Ostens. Wir schlugen gemeinsam den Weg zu Jeanina ein, die an diesem Abend ihrem Job in einer nicht weit entfernten Bar nachging und alles tat um uns zum Bleiben zu überreden.
    Nun eigentlich bat sie nur ein- oder zweimal darum und ließ uns dann doch gewähren.
    Durch einen kleinen Tequila gestärkt, um zwei Lederarmbänder um unsere Handgelenke bereichert, verließen wir das Ambiente und machten uns auf den Weg gen Norden, zum Ziel dieser Nacht, den Freunden von Frank.

    Vielleicht sollte man an dieser Stelle die Frage klären, wie man sich nun selbst die Fragen beantwortet hat? ("Was trinken wir? Wie viel Geld geben wir für Sprengstoff aus? Was ziehen wir an? Und wen schleppen wir ab?")
    Wir hatten uns für Jägermeister-Cola entschieden, denn irgendwas tief in meinem Innern sagte mir: "Wenn du deinen Freund an Silvester nicht sehen kannst, dann willst du auch nicht mitbekommen, dass du mal wieder eine der Wenigen in deinem Freundeskreis bist, die ohne ihren Freund das neue Jahr begeht!"

    (Selbst wenn bei Franks Freunden nur 3 Pärchen waren und die sich alle zusammen genommen hatten, so war doch der Gedanke unschön, dass egal wie, alle mit ihren Partnern zusammen sein würden an Silvester... Kurze Zusammenfassung? Matze mit Sandra, Manu mit Basti, Esther mit Julian, Frieda mit Frank, Claudi mit Manu, Anne mit "wie-heißt-er-eigentlich?", Hanna mit Stefan, Franzi mit Basti, sogar unser Ninchen war nicht allein... Ganz blödes Wissen und keineswegs wünschenswert)

    Was den Sprengstoff anging so hatten wir uns auf einen Jahresvorrat Wunderkerzen beschränkt, die ihr Leben in dieser einen kurzen Nacht aushauchen sollten...

    Angezogen hatte nur Frieda sich mal wieder vernünftig, denn meine Wenigkeit verspürte nicht wirklich den Drang sich rauszuputzen. Nur ein Punkt wurde bei der Wahl der Sachen gezielt betrachtet: Rote Unterwäsche tragen, damit man Glück im neuen Jahr haben würde...
    Da man nun also weitestgehend aussah wie ein Müllsack war auch die Frage geklärt wen man abschleppen würde.
    Was Friedas Traumprinzen für diesen Abend anging so kann ich mich dunkel an einen blonden Mann erinnern, der recht häufig mit ihr geflirtet hatte, leicht betrunken schien und auf den Namen Frank hörte.
    Ich kann an dieser Stelle nur leider nicht sagen, ob aus den beiden was werden wird...

    Zurück zu unserer Geschichte... Nachdem die beiden Grazien, bewaffnet mit Jägermeister-Cola, zwei Wunderkerzen und zwei Lederarmbändern die Bar von Jeanina verlassen und sich auf den Weg nach Norden gemacht hatten, erreichten sie ihr Ziel unbeschadet und sogar ziemlich bald nach ihrem Aufbruch.
    Sie verbrachten also ein paar angenehme Stunden in der Umgebung noch halbwegs nüchterner Herren, die sich wohl auch über Kunstrasen unterhalten hätten, wenn es ihnen eingefallen wäre und verließen die Hochburg des Alkohols gegen 23.45 Uhr in Richtung rechts um den Mauerpark in Augenschein zu nehmen.

    Ja, da standen sie nun... Ein jeder bewaffnet mit Sprengstoff und einer Flasche Sekt... Frieda und ich machten uns bald daran unsere Wunderkerzen eine nach der anderen und alle mit einem Mal zu entzünden, während dieser Typ, den Frieda später am Abend noch mit nach Hause nehmen würde, ständig Fotos schoss und durch den Sprengstoff der anderen hüpfte.



    Der Mauerpark war voller Menschen, die alle gespannt auf den Gong warteten... Nur leider gab es diesen Gong nicht! Da war keine Kirchturmspitze, die uns ihre Uhrzeit aufzwang, kein Countdown, der uns sagte, dass wir die Feuerzeuge schon entzünden sollten. Um genau zu sein waren da ca 200-300 Menschen, die alle ihren eigenen Uhrzeiten folgten und von daher alle zu unterschiedlichen Uhrzeiten anfingen ihr sauer verdientes Geld in den ohnehin schon vernebelten Himmel zu schießen.
    Ja, das Schauspiel war interessant, da man kaum noch die einzelnen Raketen erkannte. Mit der Zeit war man froh, wenn man sich im blauen oder roten Licht einer Rakete wieder fand und nicht von einem Sprengkörper getroffen wurde.
    (Ja, ich habe das unbestimmte Gefühl, dass ich absichtlich mit diesem einen Glühwürmchen beworfen wurde, welches sich umgehend in meinen Mantel eingebrannt hatte)



    Es war ca 1 Uhr als der gesamte Trupp den Weg zurück zur Hochburg antrat. Mittlerweile war man auch auf die Idee eines Jägermeister-Cola-Sekt-Cocktails gekommen, der einem wahrscheinlich die Eingeweide umdrehen würde, wenn man nüchtern wäre...
    Immerhin war Blubber drin und nur darauf kam es in diesem Zustand an...

    Nun zu guter Letzt gibt es wieder einen Streitpunkt bei den Geschichtsschreibern, was das Finale anging.
    Man vermutet, dass ich mein Bett gegen halb 5 Uhr morgens erreichte, was eine doch relativ christliche Zeit ist.
    Man vermutet auch, dass Frieda und der Blonde ein Stück des Weges teilten, man ist sich aber noch nicht oder nicht mehr so einig...

    Wie dem auch sei: Es war ein guter Abend und vielleicht würde man das nächstes Jahr wieder machen...



    Re: Kleine Rückblenden

    Schnatterienchen - 15.01.2008, 19:33


    Wow sogar mit Fotos ...

    Also ich glaub bei der Szene mit dem Nutella-Glas war ich schon lange dicht. Also irgendwann nach dem Feuerwerk kann ich nich mehr genau sagen mit wem ich mich so unterhalten hab und worüber ;) Aber schlecht gings mir nich, auch nich am nächsten Morgen.

    Lustig war aber auch die Party von Thomas ein paar Tage später. Allein der Hinweg war ein Erlebnis. "Laufen" konnte man das nich nennen, was wir da gemacht haben. Aber! Trotz der Glätte haben wir uns nich hingepackt *stolz ist* nur fast FAAAAAAAST ;) Der nette blonde Junge von Silvester war auch wieder da, aber diesmal bin ich ohne ihn nach Hause. Stunden später stand er vor meinem Balkon und sang ein Liedchen. Das ging ungefähr so:
    Wir saufen bis wa umfalln, wir saufn bis wa umfalln ... Hehe



    Re: Kleine Rückblenden

    Schnatterienchen - 15.01.2008, 19:35


    Ich hab ihn trotzdem nach oben zu mir gelassen :roll:



    Re: Kleine Rückblenden

    Schnatterienchen - 16.01.2008, 22:27


    Weißt du noch wie wir bei Thomas diese Teelichter gebastelt haben? Ich weiß nich mehr wie es geht :(
    Aber ich kann jetzt aus Geschenkpapierband Sterne basteln. Hab ich heute während ner Vorlesung gelernt :big_nase



    Re: Kleine Rückblenden

    Ahnungslos - 21.01.2008, 18:26


    Die Teelichter zeige ich dir in einer ruhigen Minute nochmal ;)
    Würde es dir ja auch hier aufmalen, aber ich denke mal, das würde dir nicht sonderlich helfen :big_grins
    Aber machen wa schon... Vielleicht ham wa dann ja auch bald ein neues Thema hier:
    "Wie schnell können die Deutschen Origami lernen?"



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    Meine kleine unnütze Armee die trotdem ordentlich reinhaut!! - jonnybiiest (Mittwoch 23.02.2005)
    Mal wieder ne kleine leckere Zwischenmahlzeit *g - pfaelzerschwob (Sonntag 16.07.2006)
    kleine tipps zum Spiel^^ - Eragon (Sonntag 10.12.2006)