Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

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    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 18.01.2007, 09:21

    Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!
    Gute Nachrichten :D :

    Zitat: Nahost-Quartett wird wiederbelebt

    Die USA und Deutschland sehen konkrete Chancen für eine Wiederbelebung des Nahost-Friedensprozesses. Die Zeit sei reif, dass sich das Nahost-Quartett von neuem in die Bemühungen einschalte, sagte Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier gestern nach Gesprächen mit seiner US-Kollegin Condoleezza Rice in Berlin.

    "Gemeinsamer Anlauf"
    Das erste Treffen des internationalen Quartetts solle Anfang Februar in Washington stattfinden. Rice sprach sich dafür aus, die Beratungen in der Runde aus den USA, der Europäischen Union, den Vereinten Nationen und Russland dem geplanten Dreier-Gipfeltreffen mit Israel und den Palästinensern vorausgehen zu lassen.

    "Wir wünschen uns einen gemeinsamen und einheitlichen Anlauf, keinen vielstimmigen", betonte sie. Das vor wenigen Tagen angekündigte Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert und Palästinenser- Präsident Mahmud Abbas werde "noch ein paar Wochen brauchen".

    Treffen mit Merkel
    Rice war auf der Rückreise aus dem Nahen Osten, wo sie seit Freitag die Chancen für einen neuen Friedensanlauf ausgelotet hat.

    Als derzeitige EU-Ratspräsidentin will die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel die Zeit bis Juli nutzen, um den Prozess anzustoßen. Rice sollte Merkel heute treffen. -> http://www.orf.at/

    Gruß
    Hausdrache



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Panther - 20.01.2007, 11:52

    Zu einem Frieden muß man auch GEWILLT sein!
    Offensichtlich war diese Spiegel-Meldung ein Test-Ballon.

    Es ist allerdings sehr schade, dass daraus bis dato nicht MEHR wurde.
    Aber wie kann es auch ein MEHR geben, wenn in Jerusalem die selben Damen und Herren sitzen, die den mißlungenen Blitz-Krieg gegen Hisbollah leiteten.
    Ein möglicher Friedensschluß mit Syrien steht und fällt mit dem Willen oder Unwillen der führenden Politiker Israels.

    Hört man in Israel Stimmen der politischen Opposition die diese Friedensmeldung kommentieren?

    Mfg
    Panther



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    arad - 20.01.2007, 13:04

    Re: Zu einem Frieden muß man auch GEWILLT sein!
    Panther hat folgendes geschrieben:
    Hört man in Israel Stimmen der politischen Opposition die diese Friedensmeldung kommentieren?

    Mfg
    Panther

    Ja.
    Es gibt solche, die dafür sind und solche, die dagegen sind.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Don - 21.01.2007, 11:38

    Re: Zu einem Frieden muß man auch GEWILLT sein!
    Panther hat folgendes geschrieben: Offensichtlich war diese Spiegel-Meldung ein Test-Ballon.

    Wieso das? Der Spiegel hat zumindest nichts beschönigt.

    Zitat: Ein möglicher Friedensschluß mit Syrien steht und fällt mit dem Willen oder Unwillen der führenden Politiker Israels.

    Syrien hat da auch noch ein Wort mit zu reden. Zu einem Friedensvertrag gehören meines Wissen nach immer noch alle Parteien.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 19.02.2007, 11:24


    Da haben die Verhandlungen noch nicht begonnen und schon ergeht sich Olmert in Drohgebärden. Jaaa, das ist richtig sinnvoll. Der Friedenswille ist wirklich nicht zu übersehen. :roll: Aber immerhin versucht man miteinander zu "sprechen".

    Zitat: Rice dämpft Erwartungen vor Jerusalemer Gipfel

    US-Außenministerin Condoleezza Rice hat am Vorabend des Dreiergipfels in Jerusalem die Erwartungen gedämpft. Sie würde es schon als Erfolg werten, "dass wir angefangen haben", sagte Rice der israelischen Zeitung "Haaretz" gestern Abend.

    Rice trifft heute Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und den israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert, um die Chancen im Nahost-Friedensprozess auszuloten.

    "Lange Zeit nicht gesprochen"
    Beide Seiten hätten "sehr lange Zeit" nicht mehr über Perspektiven gesprochen, sagte die Außenministerin. Zudem sei die Situation dadurch kompliziert geworden, dass die palästinensische Einheitsregierung noch nicht gebildet sei.

    Rice sprach sich dafür aus, den Dialog mit Abbas fortzusetzen, aber betonte erneut, dass die künftige palästinensische Regierung die Bedingungen des Nahost-Quartetts erfüllen müsse, um auch von den Amerikanern anerkannt zu werden.

    Forderungen im Raum
    Das Nahost-Quartett aus USA, Europäischer Union, Russland und den Vereinten Nationen forderte die Anerkennung des jüdischen Staates durch die Palästinenser, einen Gewaltverzicht und die Anerkennung bestehender Abkommen zwischen Israel und den Palästinensern.

    Die Hamas lehnt das auch nach Unterzeichnung des Mekka- Abkommens mit der rivalisierenden Fatah strikt ab. Abbas hat dennoch eine internationale Anerkennung des Mekka-Abkommens gefordert, das einen palästinensischen Bürgerkrieg abwenden sollte.

    Olmert droht mit Boykott
    Olmert betonte gestern, Israel werde die neue palästinensische Regierung von Hamas und Fatah boykottieren, sollte diese nicht das israelische Existenzrecht anerkennen. Die Hamas hat ähnliche Forderungen des internationalen Nahost-Quartetts jedoch bisher zurückgewiesen. -> http://www.orf.com/



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    lennox - 19.02.2007, 12:48


    warum ist haniya nicht bei den gesprächen dabei?



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Law - 19.02.2007, 14:35


    Tut mir leid, aber was soll Olmert anders sagen?



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 19.02.2007, 14:47


    Law hat folgendes geschrieben: Tut mir leid, aber was soll Olmert anders sagen?
    Hi Law, herzlich willkommen im Forum. wink2

    Glaubst Du wirklich, dass Olmert nur die Wahl hat sich in Drohgebärden zu ergehen und das ausgerechnet dann, wenn nach langer Zeit endlich wieder Friedensverhandlungen beginnen? Für mich ist so ein Verhalten nicht nur undiplomatisch, sondern auch kontraproduktiv. ;)

    Gruß
    Susanna



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 19.02.2007, 15:41


    Nachtrag zum besseren Verständnis:

    Abbas gehört bekanntermaßen zur Fatah. Die Fatah hat die Existenz von Israel anerkannt. Die Hamas, die dies bisher offiziell unterließ, ist an den Gesprächen nicht beteiligt. Folglich stellt sich mir die Frage, was Olmert mit solch einem Gezeter bezwecken will, zumal die Gespräche noch nicht einmal begonnen haben... Klug ist das beileibe nicht. Im Gegenteil, es schafft gleich eine ungute Stimmung. Dies ist alles, aber im Vorfeld sicherlich nicht förderlich für Verhandlungen. :?

    Gruß
    Susanna



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Law - 19.02.2007, 15:43


    huhu :)
    Klar hört sich sowas kontraproduktiv an, doch man muss es auch von seiner Seite aus sehen.
    Nur durch die Anerkennung des Existenzrecht Israels, seitens der Hamas, ist eine Sichherheit der israelischen Bevölkerung gewährleistet. Sprich wenn die Hamas und damit ein Teil der Palästinenser Israel anerkennen und auch keine terroristischen Mittel gegen die Bevölkerung einsetzen, ist die Sicherheit der israelischen Bevölkerung gewährleistet. Dies gilt natürlich für Olmert, der ja wiedergewählt oder nicht abgesetzt werden will, als oberste Priorität und deshalb macht er es zu einer Verhandlungs-Grundlage.

    Edit:Die Hamas ist zwar an diesen Gesprächen nicht beteiligt, aber da sie auch die Regierung stellt,ist sie ein Teil des Ganzen. Sprich nicht Abbas macht die Regierung aus, sondern die Gemeinschaft aus Fatah (Abbas) und Hamas (Hanija). Somit muss nicht nur Abbas Israels anerkennen- was er schon gemacht hat- sondern auch die Hamas, damit überhaupt Verhandlungen mit der palästinensischen Regierung geführt werden können.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 19.02.2007, 15:49


    Hi Law. Offensichtlich haben sich unsere Antworten überschnitten. cool1 In meinem Beitrag von 14.41 habe ich es gerader deutlicher ausgeführt.

    Eine Zusicherung der Hamas wird Israels Bevölkerung definitiv KEINE Sicherheit bringen. Denn die SMAs entstammen entweder dem islamischen Djihad oder den Al-Aksa-Brigaden (die bekanntlich zur Fatah gehören!). Das einzige was Israel wirklich Frieden bringen kann, ist die Gründung eines stabilen palästinensischen Staates und der Abzug der illegalen Siedler aus der Westbank. Alles andere ist m.E. eine falsche Illusion. ;)

    Gruß
    Susanna



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Law - 19.02.2007, 16:01


    Das Problem liegt aber tiefer ;) Solange die Fatah und die Hamas keinen Konsens in ihrer Politik schaffen und alle für ein Ziel kämpfen, können sie sich dem Aufbau ihres Staates und damit dem Unterbinden solcher Aktionen ihrere Splitter-Gruppen nicht widmen. Die waren ja in letzter Zeit nur mit dem Kampf um die Macht beschäftigt. Geplannte Neuwahlen und Gewalt-ausbrüche auf beiden Seiten wurden als Kriegserklärung aufgefassst und schlugen in neue Gewalt um. Somit blieb keine Zeit um die Korruption, das Leiden der Menschen oder auch diese Spiltter-Gruppen zu bekämpfen. Würden die Palästinenser aber an einem Strang ziehen, Recht und Ordnung schaffen, würde es solche Anschläge in Zukunft -hoffentlich- nicht geben.
    Also müssen die Palästinenser einen Konsens finde, der meiner Meinung nach auch aus der Anerkennung des isrealischen Existenzrechts besteht. Dies würde ihnen beste Chancen zusprechen Anerkennung in der westlichen Welt zu finden und wieder finanzielle Hilfen aus dem Ausland zu beziehen. Ich ich glaube, dass Israel ihnen dabie auch behilflich sein würde.
    Weiter glaube ich auch, dass die illegalen Siedlungen dann auch verschwinden würden.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 19.02.2007, 16:01


    Law hat folgendes geschrieben:
    Edit:Die Hamas ist zwar an diesen Gesprächen nicht beteiligt, aber da sie auch die Regierung stellt,ist sie ein Teil des Ganzen. Sprich nicht Abbas macht die Regierung aus, sondern die Gemeinschaft aus Fatah (Abbas) und Hamas (Hanija). Somit muss nicht nur Abbas Israels anerkennen- was er schon gemacht hat- sondern auch die Hamas, damit überhaupt Verhandlungen mit der palästinensischen Regierung geführt werden können.

    Das ist richtig, die Hamas ist an der Regierung beteiligt. Umso unsinniger sie einerseits von den Gesprächen auszuschließen und andererseits im Vorfeld der Gespräche, Drohungen gegen ALLE Palästinenser auszustoßen... WO soll da eine Basis für Gespräche geschaffen werden? Für mich ist das eher ein deutliches Zeichen dafür, dass wir hier die sattsam bekannten verhärteten Fronten haben. Es wäre genauso idiotisch, wenn im Umkehrfall die Palästinenser erst auf den Abzug der illegalen Siedler in der Westbank, Freigabe der Zölle, etc. bestehen würden, bevor sie mit den Verhandlungen beginnen. SO werden diese bereits im Vorfeld torpediert und ad absurdum geführt. Schade... Und die Dummen sind dann mal wieder alle, nur nicht diese vernagelten Beton-Köpfe. :? Ich möchte Olmert am liebsten in seinen A*** treten!

    Gruß
    Susanna



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Law - 19.02.2007, 16:10


    So läuft die Politik :-( und mit den verhärteten Fronten haben sie auch gar nicht so unrecht.
    Doch wieso soll Israel direkt mit der Hamas verhandeln, wenn die Hamas Israel nicht anerkennt? Denn würden sie das tun, wären sie sicherlich dabei.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 19.02.2007, 16:20


    Law hat folgendes geschrieben: Das Problem liegt aber tiefer ;) Solange die Fatah und die Hamas keinen Konsens in ihrer Politik schaffen und alle für ein Ziel kämpfen, können sie sich dem Aufbau ihres Staates und damit dem Unterbinden solcher Aktionen ihrere Splitter-Gruppen nicht widmen. Die waren ja in letzter Zeit nur mit dem Kampf um die Macht beschäftigt. Geplannte Neuwahlen und Gewalt-ausbrüche auf beiden Seiten wurden als Kriegserklärung aufgefassst und schlugen in neue Gewalt um. Somit blieb keine Zeit um die Korruption, das Leiden der Menschen oder auch diese Spiltter-Gruppen zu bekämpfen. Würden die Palästinenser aber an einem Strang ziehen, Recht und Ordnung schaffen, würde es solche Anschläge in Zukunft -hoffentlich- nicht geben.
    Nein, Law. Es ist ein fataler Irrtum nur alles auf die inner-palästinensischen Kämpfe zwischen Fatah und Hamas abzuschieben. Denn die Anschläge gab es ja bereits WEIT VOR dieser unsinnigen Zerfleischung von Hamas und Fatah. Im Übrigen wird das sowieso ein Ende finden, weil das palästinensische Volk davon nämlich die Schnauze voll hat. intihaar hat kürzlich einige Links von Demonstrationen dazu eingestellt. Sogar Kinder haben da für den Frieden demonstriert. ;)

    Ebenso ist es ein Trugschluss zu glauben, die anderen Extremgruppierungen wie zb der islamische Djihad, würden sich unter Kontrolle bringen lassen. Ich spreche da aus Erfahrung. In Irland war das genauso unmöglich und dort waren die Bedingungen sicherlich wesentlich einfacher für die IRA.

    Zitat: Also müssen die Palästinenser einen Konsens finde, der meiner Meinung nach auch aus der Anerkennung des isrealischen Existenzrechts besteht. Dies würde ihnen beste Chancen zusprechen Anerkennung in der westlichen Welt zu finden und wieder finanzielle Hilfen aus dem Ausland zu beziehen. Ich ich glaube, dass Israel ihnen dabie auch behilflich sein würde.

    Ich mache den Friedensprozess nicht mehr von dieser Anerkennung der Hamas abhängig. Für mich ist das Beharren auf dieser Anerkennung inzwischen nur noch Makulatur und ein Vorwand den status quo zu erhalten. Denn DER ist zum Vorteil Israels. Die Siedlungen, die Nicht-Anerkennung eines palästinensischen Staates, etc. Nein, so kommen wir einfach nicht weiter. Und schon gar nicht auf die Art, wie sich das Olmert vorstellt. Wie gesagt, es wäre genauso berechtigt und genauso unsinnig gewesen, wenn die Palästinenser ihrerseits im Vorfeld solche Drohungen und Forderungen ausgestoßen hätten. Ich gestehe das KEINEM von Beiden zu. Gemacht hat es aber nur der Olmert. Mit solchem Verhalten werden die Fronten nur unnötig verhärtet. WIE sollen da FRIEDENS-Gespräche überhaupt möglich sein? Gar nicht, sage ich. owarte

    Zitat: Weiter glaube ich auch, dass die illegalen Siedlungen dann auch verschwinden würden.
    Nein, ich glaube ja viel, aber DAS mit absoluter Sicherheit NICHT. Israel hat in den letzten Jahren die Siedlungen vermehrt forciert und ausgebaut. Ganz erheblich sogar.

    Gruß
    Susanna



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 19.02.2007, 16:26


    Law hat folgendes geschrieben: So läuft die Politik :-( und mit den verhärteten Fronten haben sie auch gar nicht so unrecht.
    Doch wieso soll Israel direkt mit der Hamas verhandeln, wenn die Hamas Israel nicht anerkennt? Denn würden sie das tun, wären sie sicherlich dabei.
    Ganz einfach, weil es nicht anders funktioniert. So läuft das nun einmal. Zur Beilegung der Kämpfe der IRA zb hat die britische Seite sich ebenfalls mit uns an einen Tisch setzen müssen. Das Ergebnis war das Karfreitags-Abkommen. Und dass, obwohl von den protestantischen Terroristen, im Gegenzug zur IRA, KEINE Entwaffnung gefordert wurde.

    Ich kann nicht von jemandem etwas fordern, mit dem ich nicht reden will. Das ist, entschuldige, gröbster Unfug. Auch mit Arafat haben sich die Israelis irgendwann an einen Tisch gesetzt, obwohl sie sich stets geweigert hatten mit Terroristen zu verhandeln. Nun, es geht aber nu mal nicht anders. Mit der Ignoranz-Nummer tut man sich keinen Gefallen. Aber vielleicht will Olmert das ja auch gar nicht... ;)

    Gruß
    Susanna



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Sharif - 19.02.2007, 17:41


    Willkommen Law.

    Ich muss Hausdrache aber Recht geben, dass man ohne Vorbedingungen verhandeln muss. Und wie bereits angedeutet, zeugt es nicht von viel Friedenswillen, wenn man Bedingungen stellt, die sowieso abgelehnt werden.

    Aber eine andere Frage beschäftigt mich erneut - ausgelöst durch die Bezeichnung "jüdischer" Staat. Entweder ist Israel ein Nationalstaat oder nicht, und aktuell scheint es kein Nationalstaat zu sein, da man mehr auf Volkszugehörigkeit als auf Nationalität bedacht ist. Ingesamt halte ich dieses Zweistaatengerede für ziellos, da niemals ein funktionierender palästinensischer Staat entstehen kann. Sie werden immer vollkommen von Israel abhängig sein, weshalb ich es begrüßen würde, dass sich beide zum Nationalstaat Palästina zusammenschließen würde.

    Aber selbst Israel scheint weit entfernt von westlichen Maßstäben zu sein, damit dies möglich wird.

    Gruß.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    intihaar - 19.02.2007, 18:52

    naivitäten
    Zitat: law: "Doch wieso soll Israel direkt mit der Hamas verhandeln, wenn die Hamas Israel nicht anerkennt? Denn würden sie das tun, wären sie sicherlich dabei."
    man könnte sich auch fragen: warum sind denn die gespräche mit der befreiungsorganisation gescheitert, obwohl sie das israelische existenzrecht anerkannt hat?

    und: warum boykottieren israel und der westen jeden versuch, eine regierung der nationalen einheit zu bilden - auch die jetzige wird ja, wie die davor, bereits kaputtgeredet? warum, obwohl dieselbe vielleicht eine (unbedingt notwendige!) vorstufe zur endgültigen klärung des verhältnisses zwischen befreiungsorganisation und hamas über die schwammig gehaltenen formulierungen in der hamas-charta hinaus, ja vielleicht gar zu der einwilligung der hamas, sich der plo anzuschließen, sein könnte? warum, obgleich sie der fatah ein größeres, eigentlich unangemessenes mitspracherecht in der regierungstätigkeit der autonomiebehörde einräumt?

    ein anschluss der hamas an die plo, die folge eine konstruktiven zusammenarbeit zwischen fatah und hamas sein könnte, hätte die automatische anerkennung des israelischen existenzrechtes zur folge, ohne viel lärm, still und leise, ganz genau so, wie es die hamas vermutlich will. warum will der westen, warum will israel das nicht? noch ist das fenster offen, bevor es sich vielleicht endgültig schließt. selbst der islamische djihad hat angemerkt, sich unter gewissen umständen - zu denen sicherlich auch eine hamas unter dem dach der befreiungsorganisation gehört -, der plo anschließen zu wollen. mit allen rechten und vor allem auch pflichten, freilich.

    warum boykottiert der westen diese regierung der nationalen einheit wie auch die der hamas? nur wegen dem existenzrecht? blödsinn; eine jahrzehntelange hudna, wie von hamas- und regierungsführern nun schon mehrfach angeboten, wäre ein hinreichender ersatz dafür, die angebote dienen ja gerade eine praktischen 'anerkennung' - die einer formellen vorausgehen muss, denn die theorie der hamas hat ihrer praxis schon immer hinterhergehinkt. nein, dem westen und israel kommen innerpalästinensische auseinandersetzungen, kurzsichtig geplant, durchaus zugute. und da stellt man eben genug vorbedingungen, dass es keine nachbedingungen mehr geben kann.

    ich bin mir sogar relativ sicher, dass israel jedwedes verbale (denn nur um das verbale geht es überhaupt!) "einlenken" der hamas immer noch nicht zum anlass bilateraler verhandlungen nehmen würde, erst recht keiner ernsthaften. olmert ist weder willens noch in der lage, solche verhandlungen überhaupt auch nur annähernd in betracht zu ziehen, betrachtet man die israelische innenpolitik genauer. erst recht nicht "under fire" - würde es jetzt verhandlungen geben, würden sie beim kleinsten bisschen scheitern, und wieder würde kleinen, friedensunwilligen palästinensischen grüppchen ein vetorecht eingeräumt, wie schon bei oslo der damals noch terroristischen hamas.

    ich kann mir sehr bildhaft vorstellen, wie die israelische propaganda eine formelle anerkennung des israelischen existenzrechtes durch die hamas zum "trick", zu einer "list" und einer "lüge" degradiert, und nicht nur ich, auch diverse hamasführer können das. und haben das auch immer wieder als ein grund für die weigerung der hamas, dieser lächerlichen vorbedingung zu entsprechen, formuliert.

    Zitat: sharif: "Sie werden immer vollkommen von Israel abhängig sein, weshalb ich es begrüßen würde, dass sich beide zum Nationalstaat Palästina zusammenschließen würde."
    einen zweivölkerstaat auf dem gesamten gebiet wird es nicht geben. keiner will das, der davon betroffen wäre. die israelis bauen mauern und wollen ihre eigenen staatsbürger palästinensischer herkunft am liebsten ebenfalls auf die andere seite verfrachten; die palästinenser können froh sein, wenn sie eine minderheit eingebürgerter israelischer siedler ertragen können. mehr ist nicht drin, zumindest nicht in den nächsten drei oder vier generationen - und wer weiß, was dann erst ist.

    die vorstellung, palästinenser und israelis könnten unter all dem misstrauen und zorn "hand in hand" in einem staat leben, ist unter jetzigen umständen mehr als naiv.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Sharif - 19.02.2007, 19:20

    Re: naivitäten
    intihaar hat folgendes geschrieben: die vorstellung, palästinenser und israelis könnten unter all dem misstrauen und zorn "hand in hand" in einem staat leben, ist unter jetzigen umständen mehr als naiv.

    Eine Zweistaatenlösung würde das Misstrauen und Zorn keinesfalls ändern, sondern nur den Status des Westjordanlandes und Gaza-Streifen.

    Der Nationalstolz oder nennen wir es "Volksstolz" verhindert Frieden, weshalb sich etwas in den Köpfen der Menschen geschehen muss und nicht die Verhandlungspartner, weil deren Entscheidungen vom Volke nicht getragen werden.

    Gruß.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    intihaar - 19.02.2007, 19:45

    trennung
    Zitat: sharif: "Eine Zweistaatenlösung würde das Misstrauen und Zorn keinesfalls ändern, sondern nur den Status des Westjordanlandes und Gaza-Streifen."
    in sicheren, wohlhabenden, funktionierenden staaten gibt es keine notwendigkeit für feindbilder. ein florierender staat palästina hätte keine in irgendeiner weise von ihm ausgehenden probleme mit irgendeinem seiner nachbarn. feindseligkeit gegenüber israel, israelis oder juden wäre in einer gerechten zweistaatenlösung obsolet.

    misstrauen oder zorn empfinde ich nur gegen jemanden, der mir böses will oder von dem ich glaube, dass er es will. warum sollte ich das glauben, wenn es mir gut geht? warum sollte ich an jemanden, von dem ich geduldet und respektiert werde und der meiner selbsterfüllung und der erfüllung und der funktionalität meines staates nicht im wege steht, forderungen stellen?

    all das ist realistischer als der glaube an einen zweivölkerstaat. israelis und palästinenser wollen beide die physische trennung. welchen grund könnte es geben, sie gegen ihren erklärten und empfundenen willen in einen staat zu pressen?

    Zitat: sharif: "Der Nationalstolz oder nennen wir es "Volksstolz" verhindert Frieden, weshalb sich etwas in den Köpfen der Menschen geschehen muss und nicht die Verhandlungspartner, weil deren Entscheidungen vom Volke nicht getragen werden."
    tatsächlich? ich kann mich noch an die euphorie und die jubelfeiern erinnern, die in ganz palästina infolge der verhandlungen von oslo abgehalten wurden. das problem ist nicht, dass die leute keinen frieden, keine sicherheit und keinen wohlstand wollen, um einer seltsamen form von nationalismus frönen zu können. die probleme liegen hingegen sehr wohl auch bei den führenden kräften, die mit den ängsten, dem misstrauen und auch den hoffnungen der leute spielen und nach macchiavellistischer, rücksichtsloser manier das beste für sich herauszuholen versuchen.

    stolz sein kann ich auf das durchhaltevermögen und die leidensbereitschaft meines volkes sowie auf die schönheit und wärme meines landes, aber ein florierender staat, der mir sicherheit und wohlstand bietet und mit sich und seinen nachbarn hervorragend umzugehen versteht, würde mich viel eher mit stolz, und vor allem mit glück und freude erfüllen. ansonsten wiederhole ich mich gerne: es besteht keine notwendigkeit, den inhalt der köpfe von palästinensern und israelis permanent herabzuwürdigen.

    weder sind sie dumm, noch blind vor wut. es täte dir sicherlich gut, diese arrogant-besserwisserische haltung involvierten gegenüber wenigstens hin und wieder mal aufzugeben.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Sharif - 19.02.2007, 20:12

    Re: trennung
    intihaar hat folgendes geschrieben: ansonsten wiederhole ich mich gerne: es besteht keine notwendigkeit, den inhalt der köpfe von palästinensern und israelis permanent herabzuwürdigen.

    weder sind sie dumm, noch blind vor wut. es täte dir sicherlich gut, diese arrogant-besserwisserische haltung involvierten gegenüber wenigstens hin und wieder mal aufzugeben.

    Hier treffen wir erneut an einem Scheidepunkt, da mir persönlich egal wäre, in welchem Land ich wohnen würde, solange ich den Glauben habe, dass meine Interessen vertreten werden und ich gut leben kann.

    Zorn und Misstrauen kann keine Ausrede sein, da dies überwunden werden kann, wenn man es möchte.

    Und die Schuld auf die Obrigkeit zu schieben, trifft nur teilweise die Schuldigen, denn wer kämpft in der Hamas gegen seinen "Bruder" in der Fatah?
    Nicht der Politiker, sondern der einfache Bürger.

    Und dies muss sich ändern, dass Menschen gegen Menschen mit Waffen kämpfen, weil ihnen der Dialog zu schwer ist. Dies ist eine Kopfsache, die aber die gesamte Menschheit betrifft, auch mich. Und wenn dies nicht beendet wird, kann niemals ein Staat entstehen, der nicht weitere Konflikte vom Zaun reißen wird.

    Bisher verschwanden Feindbilder in der Geschichte nicht durch Wohlstand oder Geld, sondern durch die Kopfsache, da man sich sagte, dass der Dialog besser als der Kampf sei.

    Gruß.

    PS: Wenn zwei Staaten nebeneinander in Frieden existieren können, dann sollen sie es, aber ich bezweifle die Möglichkeit.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 20.02.2007, 11:43

    Re: trennung
    Sharif, bitte, sei doch nicht töricht. Es geht hier NICHT um das was DU willst und was für dich kein Problem ist. DU bist kein Betroffener. DU hast nicht den Terror erlebt. DU hast keine Angehörigen oder dein zu Hause verloren. Da lässt es sich gut überhaben schwadronieren und fordern. Manch Betroffener (aus beiden Lagern) könnte das guten Gewissens als unverschämte und arrogante Dreistigkeit interpretieren.

    Wir reden hier von 2 Völkern, die sich seit 60 Jahre bekriegen. Und Du glaubst allen Ernstes, dass Du sie nur zu ermahnen und zur Ordnung rufen brauchst und schon können Beide miteinander leben und haben sich lieb. nono Streithähne muss man trennen. Du glaubst, man muss sie "zusammenpferchen". owe... damit schürst Du den Konflikt erst richtig.

    Offensichtlich ist dir nicht bewusst, dass wenn sie nicht einmal NEBENEINANDER friedlich leben können, ein MITEINANDER noch viel absurder und unrealistischer ist. Denk mal drüber nach.

    Vielleicht können Beide irgendwann friedlich nebeneinander existieren, wenn die Generation(en) derer ausgestorben ist, die von zuviel Unheil betroffen sind/waren. Und vielleicht wird es irgendwann mal eine Zeit geben, wo beide sogar MITEINANDER leben können. Aber im Moment will jeder für sich sein. Und das ist auch gut so. Was Du willst und forderst, das mündet in noch mehr Gewalt, Mord und Totschlag. Wo soll darin der Sinn liegen? Du kannst Menschen nicht etwas aufzwingen, nur weil DU persönlich es für richtig und umsetzbar hältst...

    Wenn Du mir als Betroffene bei den troubles mit solchen Sprüchen gekommen wärst, hätte ich dir die Hammelbeine langgezogen! owarte

    Gruß
    Susanna



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Sharif - 20.02.2007, 18:52


    Meine Aussagen können anscheinend nicht nachvollzogen werden, weshalb ich an diesen Punkt aufgebe.

    Gruß.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Don - 21.02.2007, 10:45


    Sharif hat folgendes geschrieben: Meine Aussagen können anscheinend nicht nachvollzogen werden, weshalb ich an diesen Punkt aufgebe.

    Gruß.
    Dann erkläre deinen Standpunkt doch deutlicher. ;)



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 21.02.2007, 12:25


    Sharif hat folgendes geschrieben: Meine Aussagen können anscheinend nicht nachvollzogen werden, weshalb ich an diesen Punkt aufgebe.

    Gruß.
    Da hast Du recht, Sharif. Ich kann Deine Aussagen tatsächlich nicht nachvollziehen, wie ich ja auch begründet habe.

    Gruß
    Susanna



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Jonas - 22.02.2007, 08:33


    Er ist für eine Föderation, für ein Palästina und versteht nicht, warum beide das nicht wollen. schlaumeier1 Ich bin auch dagegen.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 22.02.2007, 10:14


    Und hier die neuesten news dazu, falls man das überhaupt so nennen kann :? Ich hoffe, diese ganzen Unterstützungsbekundungen bleiben nicht wieder nur fade Lippenbekenntnisse :

    Zitat: Nahost-Quartett bekräftigt Forderungen an Hamas

    Das Nahost-Quartett hat seine Forderungen an die palästinensische Hamas-Bewegung bekräftigt, Israel anzuerkennen und der Gewalt abzuschwören.

    Die künftige Palästinenser-Regierung unter Einschluss der Hamas müsse von allen Schritten Abstand nehmen, die den Friedensprozess im Nahen Osten gefährdeten, sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon gestern nach einem Treffen des Quartetts in Berlin.

    Ausdrücklich begrüßt wurde der Dreiergipfel von US-Außenministerin Condoleezza Rice mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas und Israels Regierungschef Ehud Olmert Anfang der Woche. Das Quartett hoffe, dass dieser Prozess fortgesetzt werde und in reguläre Verhandlungen über eine umfassende Nahost-Friedenslösung münden werde.

    Nächstes Treffen in der Region geplant
    Die USA, Russland, die Europäische Union (EU) und die UNO begrüßten es außerdem, dass ihre Friedensbemühungen zunehmend auch von Staaten im Nahen Osten unterstützt würden. Daher sei beabsichtigt, das nächste Treffen des Quartetts in der Region abzuhalten, sagte Ban.

    EU-Chefdiplomat Javier Solana äußerte die Hoffnung, dass die Regierung aus Hamas und Fatah von Abbas zu einer Friedenslösung beitragen werde. "Ich hoffe sehr, dass die Regierung Teil der Lösung und nicht des Problems sein wird", sagte er.

    Außer der Anerkennung Israels und einem Gewaltverzicht fordert das Quartett von der Hamas die Akzeptanz aller Friedensvereinbarungen. Dazu ist diese derzeit nicht bereit.

    Abbas hofft auf "internationale Unterstützung"
    Der britische Premierminister Tony Blair sagte unterdessen Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zu, den Friedensprozess mit aller Kraft zu unterstützen. Abbas will auf einer mehrtägigen Tour durch Europa und arabische Staaten um Unterstützung für seine neue Koalition mit der radikal-islamischen Hamas werben.

    Abbas erklärte in London, er hoffe auf die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft. -> http://www.orf.com/



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 25.02.2007, 12:52


    Endlich gibt es zum Thema wieder Neues zu berichten.

    Zitat: Palästinenserpräsident sucht Hilfe aus Paris

    Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat den französischen Staatschef Jacques Chirac um Unterstützung für die Friedensbemühungen im Nahen Osten gebeten. Der jordanische König rief die Palästinenser unterdessen auf, Israel anzuerkennen und der Gewalt zu entsagen.

    Paris - Palästinenserpräsident Abbas bat Chirac bei einem Treffen in Paris um Hilfe für den Friedensprozess mit Israel. "Wir hoffen auf Ihre Unterstützung und Ihren Rückhalt", sagte Abbas nach den Gesprächen heute. Gleichzeitig warb er für ein Ende der internationalen Finanzblockade nach der Bildung einer neuen Palästinenserregierung. Sollte die Finanzblockade fortbestehen, müsse das palästinensische Volk weiter leiden, sagte Abbas. Ähnlich hatte sich der Palästinenserpräsident bereits bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag in Berlin geäußert.

    Chirac wertete die Vereinbarung von Mekka, die zur Bildung einer Koalitionsregierung aus der gemäßigten Fatah von Abbas und der radikalislamischen Hamas führen soll, als "ersten Schritt" hin zur Umsetzung der Bedingungen des Nahost-Quartetts. Das Quartett aus USA, Uno, EU und Russland fordert von der Palästinenserregierung die Anerkennung Israels, die Anerkennung bisheriger Abkommen mit Israel und die Ächtung der Gewalt.

    Der jordanische König Abdullah II. hat die Palästinenser unterdessen aufgerufen, Israel anzuerkennen und der Gewalt
    abzuschwören. In einem Interview des israelischen Senders "Channel 2" sagte der jordanische Monarch, die Palästinenser müssten diese Bedingungen des Nahost-Quartetts für eine Friedensregelung erfüllen. "Wir befinden uns an einem Scheideweg, und ich glaube, dies ist die letzte Chance für Frieden", sagte Abdullah. Einige der Konfliktparteien wollten den Friedensprozess nicht voranbringen.

    Der jordanische König, der Anfang März in die USA reist, beklagte, dass sich die Konflikte im Nahen Osten häuften. Als Beispiel nannte er den Libanon-Krieg im vergangenen Sommer. Die neue palästinensische Einheitsregierung müsse Palästinenserpräsident Abbas eine Vollmacht erteilen, mit Israel zu verhandeln.

    Tote und Verletzte bei Gewalt zwischen Familienclans
    Im Gazastreifen wurden in der Nacht bei einem stundenlangen Schusswechsel zwischen verfeindeten Familienclans vier Palästinenser getötet. Zu dem Zwischenfall war es nach Angaben von Sicherheitskräften gekommen, nachdem ein 27-Jähriger offenbar aus Rache von Mitgliedern einer verfeindeten Familie aus Chan Junis im Süden erschossen worden war. Das Opfer gehörte der Sicherheitstruppe der Regierungspartei Hamas an. Seine Kollegen umstellten anschließend das Haus der verdächtigten Familie und lieferten sich mit dieser ein stundenlanges Feuergefecht. Dabei seien drei Männer im Alter von 27 bis 70 Jahren getötet worden. Mindestens 17 weitere Palästinenser wurden zum Teil schwer verletzt.

    Angehörige der palästinensischen Sicherheitskräfte betonten, es handle sich um einen Streit zwischen verfeindeten Familien. Die Hamas-Regierung bezeichnete den Gewaltakt allerdings als Bruch der Vereinbarung von Mekka. "Die palästinensische Regierung verurteilt diese Versuche Einzelner, die Vereinbarung von Mekka zu brechen und die Region erneut in eine Spirale der Gewalt zu stürzen", hieß es in einer Erklärung. Es war waren die ersten gewaltsamen innerpalästinensische Auseinandersetzungen seit dem Mekka-Abkommen.

    Am 8. Februar hatten sich führende Vertreter der Hamas und der als gemäßigt geltenden Fatah-Bewegung von Präsident Abbas in Mekka auf ein Ende der innerpalästinensischen Gewalt geeinigt. Eine Regierung der Nationalen Einheit der rivalisierenden Gruppen soll die internationale Isolation nach der Regierungsübernahme der Hamas vor einem Jahr überwinden helfen.

    kai/AFP/dpa -> http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,468484,00.html



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Spargel - 25.02.2007, 14:22


    Was denkt sich Abdullah eigentlich dabei von 'den Palästinensern' zu reden? Hoffen wir, daß beide Seiten konsenswillig sind und der Friedensprozess endlich wieder vorwärts geht. ;)



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Der Angelsachse - 27.02.2007, 17:09


    Es dreht sich doch seit Jahren um dieselben, altbekannten Probleme. Beide Parteien werden erst Zugeständnisse machen, wenn sie dazu gezwungen sind bzw. den Freiraum haben.

    Israel kann aus innenpolitischen Gründen keine weiteren Siedlungen abbauen, zumindest für eine gewisse Zeit nicht. Das Rückkehrrecht für die Flüchtlinge wäre existenzgefährdend. Die palästinensischen Terrororganisationen sind zugleich feste Größen der palästinensischen Gesellschaft und werden aus militärischen Zwängen heraus weiter Terroranschläge verüben. Darüber hinaus haben sie sich im Laufe der Jahre eine sozioökonomische Struktur zugelegt, die ihre perverse Logik zusätzlich bescheunigt. Jeder sollte sich im mKlaren darüber sein, dass das gutgehende wirtschaftliche Unternehmen sind.

    Dennoch darf eben nichts unversucht bleiben.

    Auf meine Wiederwahl, wenn der Nahostkonflikt unter meiner Präsidentschaft im Weißen Hausa gelöst wurde. :D

    Der Angelsachse



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 11.03.2007, 19:26


    Es gibt Neues, aber immer noch nichts Greifbares. Offensichtlich tritt man nur auf der Stelle und schüttelt sich die Hände. Olmert fordert mal wieder nur, ohne gleichzeitig selbst Angebote zu unterbreiten. So wird das nix, Herr Olmert. ;)

    Zitat: Wieder Treffen zwischen Olmert und Abbas

    Israels Ministerpräsident Ehud Olmert und der palästinensische Präsident Mahmud Abbas haben heute erneut über die geplante Einheitsregierung der Palästinenser gesprochen. Das Treffen in Olmerts Residenz in Jerusalem war die zweite Zusammenkunft der beiden Spitzenpolitiker innerhalb von drei Wochen.

    Die Erwartungen wurden aber bereits im Vorfeld gedämpft: "Wir erwarten keine Ergebnisse", sagte ein ranghoher Berater von Abbas vor dem Treffen. Abbas wolle Olmert aber bitten, die Einheitsregierung als einen "positiven Schritt" zu würdigen und ihr eine Chance zu geben.

    Vorstellung des neuen Kabinetts
    Das Kabinett aus Vertretern der radikal-islamischen Hamas und der gemäßigten Fatah von Abbas soll kommende Woche vorgestellt werden. Olmert will die Palästinenserregierung aber so lange boykottieren, bis sie den Staat Israel ausdrücklich anerkennt, der Gewalt abschwört und bereits erreichte Friedensabkommen einhält.

    Die Erklärung zur Bildung einer palästinensischen Einheitsregierung war im Februar unterzeichnet worden. Darin wird aber nur vage zugesagt, bereits geschlossene Abkommen zwischen Israelis und Palästinensern zu "respektieren".

    Olmert und Abbas trafen bereits am 19. Februar unter Vermittlung von US-Außenministerin Condoleezza Rice zu direkten Gesprächen zusammen, die aber ohne greifbares Ergebnis blieben. -> http://www.orf.com/



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 23.03.2007, 16:49


    Ja, ja, jaaa!!! Ein Silberstreif zeichnet sich am Horizont ab. Genau das, worauf ich gehofft, was ich bereits im anderen Strang neue regierung vermutet habe. Offensichtlich siegt doch noch Verstand und Pragmatismus. Ah, dass sind die Momente, in denen ich diese Scheiss-Welt liebe!
    wub

    Zitat: Die Front gegen Hamas bröckelt
    Von Hans-Jürgen Schlamp, Brüssel

    Offiziell gilt die Kontaktsperre weiter: Solange die neue palästinensische Regierung ein Existenzrecht Israels nicht anerkennt, sind Amerikaner und Europäer auf Distanz. Hinter den Kulissen aber wird in Europas Hauptstädten die Nahost-Politik in diesen Tagen von Grund auf verändert.

    Brüssel - US-Außenministerin Condoleezza Rice und Uno-Generalsekretär Ban Ki-Moon sind schon im Anflug. Gegen Ende kommender Woche will auch die deutsche Kanzlerin bei der frisch gebildeten Palästinenser-Regierung in Gaza die Chancen eines neuen Anlaufs zum Frieden ausloten. Etliche europäische Außenminister haben sich angekündigt, die Politprominenz drängelt sich im Gaza-Streifen.

    Auf allen Ebenen, so scheint es, ist plötzlich Bewegung in die seit Jahren festgefahrene Nahost-Politik gekommen. Donnerstag und Freitag kommender Woche wollen die EU-Außenminister in Bremen die neue Marschrichtung besprechen. Und Italiens Chefdiplomat Massimo D'Alema und sein französischer Kollege Philippe Douste-Blazy werden darauf drängen, die Kontakte zur Regierung in Gaza auszubauen und dieser auch bald wieder mit direkten Finanzspritzen zu helfen.

    Auch das Europäische Parlament drückt. Die EU-Sanktionen gegen die palästinensische Regierung, die nach dem Wahlerfolg der radikal-islamischen Hamas-Bewegung im vorigen Jahr verhängt wurden, sollten nun schleunigst aufgehoben werden, fordert der Auswärtige Ausschuss des EU-Parlaments.

    Nichts ist beschlossen, aber allen Akteuren ist klar: Plötzlich ist alles anders. Während die alten Bekenntnisse noch beschworen werden, ändert sich die praktische Politik. Das Credo der EU-Nahostposition klingt auf einmal hohl und irreal.

    Drei Bedingungen hatte das so genannte "Nahost-Quartett", bestehend aus den USA, der EU, Russland und der Uno, der Hamas-Bewegung als Voraussetzung für jedes Gespräch gestellt: Sie muss Israel ein Existenzrecht zubilligen, muss dem "bewaffneten Widerstand" abschwören und alle Vereinbarungen akzeptieren, die seit 1993 von früheren palästinensischen Regierungen mit Israel getroffen wurden. Bis heute hat Ministerpräsident Ismail Hanija keine dieser Forderungen erfüllt. Deshalb bleibe es bei der "Quartett"-Position, Hanijas Regierung zu schneiden, versichern Brüsseler Offizielle und EU-Diplomaten täglich - bereiten aber gleichzeitig die politische Wende schon im Detail vor.

    Ein Norweger kam als Vorbote
    Der erste Vorbote war Raymond Johansen, Staatssekretär im Norwegischen Außenministerium: Letzten Montag traf er in Gaza ganz offiziell und amtlich Ismail Hanija, den Hamas-Regierungschef. Norwegen, machte Johansen klar, wolle die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Oslo und Gaza baldmöglichst wieder aufnehmen und sich nicht mehr an die von der EU verordnete Hamas-Abstinenz halten. In Brüssel konnte das noch mit Schulterzucken kommentiert werden. Norwegen sei schließlich kein EU-Mitglied und folge, wenn überhaupt, dann nur freiwillig dem, was die 27-Staaten-Gemeinschaft beschließt. Die bleibe einstweilen auf altem Kurs.

    Am "Programm und an den Taten" werde man die Hamas-Fatah-Regierung messen, verkünden unbeirrt die diplomatischen Floskelmaschinen, von Berlins Außenminister Steinmeier bis zum EU-Außenbeauftragten Solana. Doch gleich nach dem Nordlicht sprach ein Mann aus Europas Süden vor, Vittorio Craxi, Staatssekretär im Auswärtigen Amt Italiens, eines EU-Gründungsmitglieds also. Er telefonierte mit Hanija und versicherte, Rom wolle sich den neuen Chancen, die die palästinensische Einheitsregierung böte, nicht verschließen.

    Aus Paris und aus Wien übermittelten Emissäre Einladungen für Außenminister Ziad Abu Amr nach Gaza. Dort brüstete sich Regierungschef Hanija, in einem Interview mit Italiens "Corriere della Sera", schon seien auch "einige EU-Außenminister bereit, in den Gaza-Streifen zu kommen, um mich und andere Regierungsmitglieder zu treffen". Das Ende des EU-Embargos, jubelte Hanija, sei nahe. Und in der Tat, ganz so sieht es aus. Vollständiger Spiegel-Artikel neue regierung



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    lennox - 24.03.2007, 11:45


    Hausdrache hat folgendes geschrieben: Ja, ja, jaaa!!! Ein Silberstreif zeichnet sich am Horizont ab. Genau das, worauf ich gehofft, was ich bereits im anderen Strang neue regierung vermutet habe. Offensichtlich siegt doch noch Verstand und Pragmatismus. Ah, dass sind die Momente, in denen ich diese Scheiss-Welt liebe!
    wub
    ich würde mich gerne mit dir freuen und möchte dir nicht deine freude verderben, aber ich traue der sache noch nicht.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 24.03.2007, 13:52


    Man soll die Hoffnung nicht aufgeben, lennox. Die Dinge MÜSSEN sich ändern. Die Situation dort Unten verschärft sich an allen Ecken und Ende. Irak, Iran, Libanon, Israel,... Wenn nicht die Handbremse angezogen wird, hat das katastrophale Folgen. :? Ich hege die Vermutung, dass dies die meisten europäischen Länder begriffen haben und deshalb aus Eigeninteresse massiv auf eine Lösung hinarbeiten wollen.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 24.03.2007, 15:03


    Und auch heute gibt es wieder Neues und Positives zu berichten. Es scheint tatsächlich so, als wenn sich endlich etwas in die richtige Richtung bewegt. :D

    Zitat: Neue Vermittlungsmission von Rice im Nahen Osten

    Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Wochen ist US-Außenministerin Condoleezza Rice gestern zu Gesprächen in den Nahen Osten gereist. Erste Station ist heute die ägyptische Stadt Assuan, wo die Ministerin mit den Staatsoberhäuptern von Ägypten, Jordanien, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten über eine Wiederbelebung des Friedensprozesses zwischen Israel und den Palästinensern beraten will.

    Hoffen auf Plan der Arabischen Liga
    Vor ihrem Abflug sagte Rice, sie hoffe, dass der Friedensplan der Arabischen Liga erneut vorgelegt und aktiv aufgegriffen werde. Die Initiative sieht die vollständige Normalisierung der Beziehungen mit Israel im Gegenzug für dessen Rückzug aus allen besetzten Gebieten vor.

    Dem Treffen in Ägypten soll sich eine Vermittlungsmission zwischen den Konfliktparteien anschließen: In Ramallah und Jerusalem will Rice getrennt mit den Regierungen beraten, danach reist sie zu einem Treffen mit dem jordanischen König Abdullah II. nach Amman weiter, ehe sie Anfang kommender Woche erneut nach Ramallah und Jerusalem kommt. Neue Vermittlungsmission von Rice im Nahen Osten



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Spargel - 25.03.2007, 13:02


    lennox hat folgendes geschrieben: ich würde mich gerne mit dir freuen und möchte dir nicht deine freude verderben, aber ich traue der sache noch nicht.
    Warum engagiert sich Bushs Regierung plötzlich so stark in diesem Konflikt, nachdem sie ihn jahrelang vernachlässigt hat? Nächstenliebe wird es sicherlich nicht sein. Dahinter stecken doch gewiss Eigeninteressen.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    lennox - 26.03.2007, 13:01


    sicher steckt dahinter eigeninteresse. die amis brauchen eine 'beruhigte zone', nachdem sie dort unten heilloses chaos angerichtet haben und dies mit dem iran fortzusetzen gedenken. einerseits stabilisierung, andererseits destabiliserung. ;)



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 28.03.2007, 10:40


    Und hier eine erneute Bestätigung, dass die Olmert Regierung blockt. Schon bevor die Verhandlungen überhaupt begonnen hatten, weigerte sich die israelische Regierung mit der neuen Einheitsregierung zu verhandeln. An diesem Zustand hat sich ganz offensichtlich, trotz der Bemühungen seitens Europas und der USA, nichts geändert. Israel wird sich mit dieser Einstellung langfristig keinen Gefallen erweisen. :roll:

    Zitat: Israel: Liwni skeptisch zu Gesprächen mit Palästinensern

    Trotz der von den USA erwirkten neuen Gesprächsrunde mit den Palästinensern sieht Israels Außenministerin Zipi Liwni gegenwärtig keine Chance auf eine Lösung. "In der jetzigen Lage ist es unmöglich, eine Einigung mit den Palästinensern zu erzielen", sagte Liwni gestern Abend bei einer Veranstaltung in Netanja, wie die "Jerusalem Post" in ihrer Internet-Ausgabe berichtet.

    Kurz zuvor hatte US-Außenministerin Condoleezza Rice Israel auf eine Serie neuer Gespräche mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas verpflichtet.

    Abbas und Olmert stimmten zu
    Abbas und der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hätten zugestimmt, alle zwei Wochen zusammenzutreffen, um über einen "politischen Horizont" für die Lösung des Nahost-Konfliktes zu sprechen, sagte Rice gestern in Jerusalem.

    Eine israelische Regierungssprecherin machte deutlich, dass es keine Verhandlungen über die Bildung eines palästinensischen Staates geben werde.

    Liwni betonte, dass sich die palästinensische Führung nicht an die vor kurzem vom Nahost-Quartett gestellten Vorgaben halte. Die Palästinenserführung habe bisher nicht einmal die erste Etappe des Friedensplans - die Abkehr vom Terror - erfüllt.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 28.03.2007, 11:48

    Wiedersprüche und Irritationen
    Auf tagesschau.de hört sich das Ganze wiederum recht hoffnungsvoll an. Nicht in Bezug auf die neue palästinensische Einheitsregierung, aber immerhin was den saudischen Friedensplan von 2002 betrifft. Allerdings irritiert mich in diesem Artikel die Zeitangabe, dass hier von einer Gesprächsbereitschaft Olmerts von vor einem halben Jahr die Rede ist. Hm... wie steht es denn aktuell damit? gruebel1 Das ist doch viel wesentlich und nicht, was er vor 6 Monaten gesagt hat. Einen wesentlichen Hinweis darauf habe ich ganz Unten im Artikel gefunden:
    "Die israelische Regierung hat sich diese Vorbehalte [von der Likud-Partei bezgl. Abzugspläne und Rückkehrrecht der Palästinenser] inzwischen zu Eigen gemacht und fordert Änderungen am arabischen Plan. Also alles beim alten in Jerusalem?" tja, damit schwindet dann wieder meine anfängliche Hoffnung... :?


    Zitat: Treffen der Arabischen Liga
    Israel und der saudische Friedensplan

    Beim Treffen der Arabischen Liga in Riad wird es wieder um den Friedensplan für den Nahostkonflikt gehen. Als die Saudis im Jahr 2002 ihre Friedensinitiative erstmals auf den Tisch legten, antwortete man in Israel mit eisigem Schweigen. Inzwischen scheint sich das Blatt gewendet zu haben - Israels Ministerpräsident Olmert zeigt sich gesprächsbereit.

    Von Bettina Marx, ARD-Hörfunkstudio Tel Aviv

    Als die Saudis im Jahr 2002 ihre Friedensinitiative erstmals auf den Tisch legten, antwortete man in Israel mit eisigem Schweigen, nach dem Tucholsky-Motto: "Noch nicht mal ignorieren". Obwohl der Vorschlag, dass die arabische Welt den jüdischen Staat anerkennen werde, wenn Israel sich im Gegenzug aus den besetzten Gebieten zurückziehe, eine fast schon revolutionäre Abkehr von der kaltschnäuzigen arabischen Ablehnungspolitik darstellte, reagierte man in Jerusalem nicht auf dieses Angebot. Die saudische Initiative war - außer bei den linken Friedensgruppen - kein Thema in der israelischen Politik.

    Olmert überrascht
    Vollkommen überraschend war es daher, als Ministerpräsident Ehud Olmert sich vor einem halben Jahr ungewöhnlich aufgeschlossen für den Vorschlag zeigte. "Wir werden uns der Hilfe der arabischen Nachbarstaaten bedienen, die eine friedliche Lösung des Nahostkonflikts anstreben." Darunter seien das Königreich Jordanien, Ägypten, Saudi-Arabien und die Golfstaaten. Die Stimmen, die wir aus diesen Ländern hörten, was die Notwendigkeit der Anerkennung des Staates Israel betrifft, seien positiv. "Ich habe vor, mich um Beziehungen mit diesen Staaten zu bemühen und ihre Unterstützung für direkte Verhandlungen zwischen uns und den Palästinensern einzuholen", bekräftigt Olmert.
    Vollständiger Artikel siehe Link.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    lennox - 28.03.2007, 13:26


    olmert hat keine andere wahl. lieberman und likud spielen bei zugeständnissen nicht mit. schwenkt er wieder auf mässigung um, sprengt er damit seine regierung. was ich durchaus begrüssen würde. :mrgreen:



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Spargel - 29.03.2007, 11:46


    Schwenkt Olmert nicht auf einen gemäßigten Kurs um und bleibt stur, ist er ebenfalls weg vom Fenster. Egal was er macht, er wird aus der Regierung verschwinden. Das gefällt dem Spargel.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Spargel - 29.03.2007, 11:49


    lennox hat folgendes geschrieben: sicher steckt dahinter eigeninteresse. die amis brauchen eine 'beruhigte zone', nachdem sie dort unten heilloses chaos angerichtet haben und dies mit dem iran fortzusetzen gedenken. einerseits stabilisierung, andererseits destabiliserung. ;)
    So denke ich mir das auch.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 29.03.2007, 12:06


    Na bitte, da haben wir den Salat. Alles wie gehabt, alles bleibt beim Alter. :evil:

    Zitat: Israel weist arabische Friedensinitiative zurück

    Israel hat die neue arabische Friedensinitiative zurückgewiesen. Vizepremier Schimon Peres sagte heute im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, aus Sicht Israels gebe es "nur einen Weg zur Überwindung von Differenzen: Verhandlungen".

    "Es ist unmöglich zu sagen: Was auch immer wir Euch vorschlagen, Ihr müsst es annehmen." Wenn Israel den arabischen Friedensplan akzeptierte, gäbe es für Verhandlungen keinen Raum mehr. "Durch ein Diktat werden weder die Palästinenser noch die Araber noch wir zu einem Ergebnis kommen", sagte Peres.

    Der israelische Ex-Außenminister Silwan Schalom vom oppositionellen Likud sagte heute in Jerusalem, was auf dem Gipfel im saudi-arabischen Riad angeboten werde, habe mit einem echten Frieden nichts zu tun. Er forderte von Ministerpräsident Ehud Olmert ein "klares Nein" zu dieser Initiative, deren Annahme nach seinen Worten "das Ende des Staates Israel" bedeuten würde.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    lennox - 29.03.2007, 14:19


    Spargel hat folgendes geschrieben: Schwenkt Olmert nicht auf einen gemäßigten Kurs um und bleibt stur, ist er ebenfalls weg vom Fenster. Egal was er macht, er wird aus der Regierung verschwinden. Das gefällt dem Spargel.
    mir auch. :mrgreen:



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    lennox - 29.03.2007, 14:22


    Hausdrache hat folgendes geschrieben: Na bitte, da haben wir den Salat. Alles wie gehabt, alles bleibt beim Alter. :evil:

    Zitat: Israel weist arabische Friedensinitiative zurück

    Israel hat die neue arabische Friedensinitiative zurückgewiesen. Vizepremier Schimon Peres sagte heute im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, aus Sicht Israels gebe es "nur einen Weg zur Überwindung von Differenzen: Verhandlungen".

    "Es ist unmöglich zu sagen: Was auch immer wir Euch vorschlagen, Ihr müsst es annehmen." Wenn Israel den arabischen Friedensplan akzeptierte, gäbe es für Verhandlungen keinen Raum mehr. "Durch ein Diktat werden weder die Palästinenser noch die Araber noch wir zu einem Ergebnis kommen", sagte Peres.

    Der israelische Ex-Außenminister Silwan Schalom vom oppositionellen Likud sagte heute in Jerusalem, was auf dem Gipfel im saudi-arabischen Riad angeboten werde, habe mit einem echten Frieden nichts zu tun. Er forderte von Ministerpräsident Ehud Olmert ein "klares Nein" zu dieser Initiative, deren Annahme nach seinen Worten "das Ende des Staates Israel" bedeuten würde.
    die ablehnungsbegründung ist schwachsinnig. dem arabischen friedenspaln zuzustimmen bedeutet nicht gleichzeitig keinen verhandlungsspielraum mehr zu haben. das ist nur eine durchsichtige und schwache ausrede. wer diese begründung glaubt, muss mit dem klammersack gepudert worden sein.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    carabao - 29.03.2007, 18:56


    Ich habe im Moment keine Hoffnung auf Fortschritte im Friedensprozess.

    Ich hoffe im Moment nur, dass bis zu den Neuwahlen in den USA und Israel keine neuen Rueckschlaege pasieren.

    Hoffentlich machen es danach die neuen Regierungen besser.
    Fuer momentane Verbesserungen habe ich jede Hoffnung aufgegeben. :cry:



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 29.03.2007, 19:44


    Du darfst nicht die Hoffnung aufgeben, carabao, das können wir uns nicht leisten. ;) Je länger sich die Gründung eines palästinensisches Staates hinauszögert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, das er nie existieren wird. Die Zeit spielt also gegen uns. Aber, die USA und vor allem viele europäische Staaten, haben sich in jüngster Zukunft wieder ordentlich ins Zeug gelegt. Wenn dieser Druck aufrechterhalten wird, wird sich letztendlich auch etwas bewegen. Also, es gibt wieder einen Silberstreif am Horizont. :D

    Gruß
    Susanna



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 30.03.2007, 21:49


    Ich verlinke euch mal das sehr interessante Spiegel-Interview mit dem neuen palästinensischen Informationsminister Mustafa Barghuti. Er gehört weder Fatah noch Hamas an. Gefällt mir, der Mann. :D "Wir haben eine der repräsentativsten Regierungen der Welt"

    Die aussagekräftigste Stelle möchte ich hier zitieren:

    Zitat: SPIEGEL ONLINE: Herr Barguthi, glauben Sie, dass eine Chance besteht, dass der Hamas-Premier Ismail Hanija und die Hamas-Minister der neuen Regierung irgendwann in der nahen Zukunft jene Bedingungen erfüllen warden, die die EU, die USA und Israel aufgestellt haben - also die Anerkennung bestehender Verträge und des Existenzrechts Israels sowie ein Ende der Gewalt? Oder sind das unakzeptable Bedingungen?

    Barghuti: Es ist unfair, den Palästinensern ständig Bedingungen zu stellen. Abgesehen davon: Die Hamas war Teil der palästinensischen Delegation beim Gipfel der Arabischen Liga, der Premierminister stand neben Präsident Abbas, als diese Delegation einstimmig für die "Arabische Initiative" gestimmt hat. Die "Arabische Initiative" spricht von "gegenseitiger Anerkennung", falls Israel sich zur Gegenseitigkeit bereit erklärt und einen unabhängigen palästinensischen Staat akzeptiert.

    Warum ist Olmerts Regierung nicht zu einer "gegenseitigen Anerkennung" bereit? :evil:



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 31.03.2007, 14:07


    Ich könnte Kotzen... Olmert lässt im Moment aber auch absolut nicht aus, um noch mehr Öl ins Feuer zu gießen und jegliche Friedensgespräche zu verunmöglichen. Ich könnte dem Kerl den Hals rumdrehen! :evil: Und dann heuchelt er gleichzeitig noch völlig schamlos, dass er einen "umfassenden Frieden" für möglich halte. Wahrscheinlich meint er Friedhofsruhe.

    Zitat: Olmert: Palästinenser-Premier Hanija ist "Terrorist"

    Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hat den palästinensischen Regierungschef Ismail Hanija von der islamistischen Hamas als "Terroristen" bezeichnet.

    Hanija habe über eine Million Dollar (mehr als 750.863 Euro) persönlich an Extremisten weitergeleitet, um Anschläge auf Israel zu unterstützen, sagte Olmert in einem gestern veröffentlichten Interview mit dem US-Magazin "Time". "Wir haben jetzt einen Terroristen als Ministerpräsident der Palästinenserbehörde."

    "Ausdrücklicher Zweck"
    Das Geld sei von außerhalb der Palästinenser-Gebiete gekommen, sagte Olmert weiter. Es sei zum "ausdrücklichen Zweck, terroristische Taten auszuüben", an einen bewaffneten Flügel der Hamas weitergeleitet worden. Israelischen Sicherheitskreisen zufolge glaubt die israelische Regierung, dass Hanija direkt an der Entscheidung über die Weitergabe des Geldes in den vergangenen Wochen beteiligt war.

    Olmert hatte sich gestern positiv zu einer neuen Friedensinitiative der arabischen Staaten für den Nahen Osten geäußert. Dabei sprach er von der Möglichkeit zu einem "umfassenden Frieden" binnen fünf Jahren.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 31.03.2007, 18:00


    Na bitte, endlich. Wie ich es schon mehrfach gehofft und prophezeit habe: Die EU macht endlich Nägel mit Köpfen. Super! :D Es ist nicht perfekt, weil die Hamas-Minister nachwievor abgelehnt werden, aber immerhin ein Anfang in die richtige Richtung. Bitte, weiter so und nicht stehen bleiben!

    Zitat: EU will mit moderaten Palästinenser-Ministern sprechen

    Die Isolierung der Hamas-geführten Palästinenserregierung ist zuende: Die EU-Außenminister einigten sich, mit Ministern, die nicht zu den Islamisten gehören, zu kooperieren. Bundeskanzlerin Merkel lobte auf ihrer Nahost-Reise den Friedensvorstoß der Arabischen Liga.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 01.04.2007, 13:37


    Merkelchen ist seit gestern im Nahen Osten. Olmert rasselt, wie soll es auch anders sein, mal wieder mit den Säbeln. Der Mann will alles, aber mit Sicherheit KEINE Friedensverhandlungen. :roll: Hier der heutige orf-Artikel dazu. :

    Zitat: Merkel trifft Olmert und Abbas

    Als amtierende EU-Ratsvorsitzende trifft die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel heute in Jerusalem mit Israels Regierungschef Ehud Olmert und in Ramallah mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas zusammen. Ihre dreitägige Nahost-Mission begann gestern in Jordanien und endet morgen im Libanon.

    in einer Rede an der Hebräischen Universität in Jerusalem, wo ihr die Ehrendoktorwürde verliehen appelierte Merkel an Israel, die Chance auf einen Durchbruch im Nahost-Friedensprozess zu nutzen. Die arabische Welt sei bereit, über den Nahost-Konflikt und seine Lösungsmöglichkeiten zu sprechen, sagte Merkel.

    An die Adresse der Palästinenser sagte Merkel, sie warte immer noch auf eine Geste des guten Willens, nämlich die Freilassung des israelischen Soldaten Gilad Schalit, der sich seit Juni 2006 in der Gewalt palästinensischer Gruppen befindet.

    Treffen mit Livni
    Zuvor hatte Merkel auf der zweiten Etappe ihrer Nahost-Reise die israelische Außenministerin Zipi Livni getroffen. In der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem erwies sie den ermordeten Juden die Ehre. Sie entzündete die ewige Flamme neu und legte einen Kranz nieder. "Menschlichkeit wächst aus der Verantwortung für die Vergangenheit", schrieb Merkel ins Gästebuch.

    Friedensplan als "guter Baustein"
    Bei ihrem Treffen mit Jordaniens König Abdullah II. in Akaba bezeichnete Merkel den auf der Gipfelkonferenz der Arabischen Liga in Riad am Donnerstag einmütig wiederbelebten Friedensplan von 2002 als "guten Baustein, um den Friedensprozess voranzubringen". Der eigentliche Verhandlungsprozess müsse von Israelis und Palästinenser geführt werden. Der arabische Plan enthält die Verpflichtung, normale Beziehungen zu Israel herzustellen und dessen Sicherheit zu garantieren, wenn der jüdische Staat alle 1967 besetzten Gebiete räumt.

    Merkel machte auch deutlich, dass die EU nur jene Mitglieder der neuen palästinensischen Einheitsregierung stärken werde, die zum Friedensprozess stünden. Kontakte mit Hamas-Kabinettsmitgliedern haben die EU-Außenminister am Samstag in Bremen derzeit abgelehnt.

    Olmert schließt Militärschlag gegen Hamas nicht aus
    Israels Ministerpräsident Ehud Olmert schloss unterdessen ein militärisches Vorgehen gegen eine angebliche Aufrüstung der islamistischen Hamas im Gazastreifen grundsätzlich nicht aus.

    "Wir werden nicht vor militärischen Maßnahmen zurückschrecken, wenn wir nach intensiver, nüchterner Prüfung zu dem Ergebnis kommen, dass es keine bessere Möglichkeit gibt", sagte Olmert dem israelischen Fernsehen gestern. Derzeit sei das aber nicht der Fall.

    10.000 unter Waffen?
    Israelischen und US-Sicherheitskreisen zufolge baut die Hamas ihre militärischen Fähigkeiten in jüngster Zeit schneller aus als die Sicherheitskräfte des pro-westlichen Palästinenserpräsidenten Abbas von der konkurrierenden Fatah.

    Israelischen Schätzungen zufolge hat die Hamas mittlerweile 10.000 Kämpfer unter Waffen und bereitet sich mit dem Bau von Tunnels und der Aufstockung ihres Raketenarsenals auf eine Konfrontation vor.

    Ein Hamas-Sprecher betonte, die Gruppe sei auf einen Konflikt mit Israel vorbereitet. "Gaza zu überfallen, wird nicht so einfach sein, und sie werden von unseren Taktiken überrascht sein", sagte er.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Spargel - 01.04.2007, 16:00


    Hausdrache hat folgendes geschrieben: Ich verlinke euch mal das sehr interessante Spiegel-Interview mit dem neuen palästinensischen Informationsminister Mustafa Barghuti. Er gehört weder Fatah noch Hamas an. Gefällt mir, der Mann. :D "Wir haben eine der repräsentativsten Regierungen der Welt"

    Die aussagekräftigste Stelle möchte ich hier zitieren:

    Zitat: SPIEGEL ONLINE: Herr Barguthi, glauben Sie, dass eine Chance besteht, dass der Hamas-Premier Ismail Hanija und die Hamas-Minister der neuen Regierung irgendwann in der nahen Zukunft jene Bedingungen erfüllen warden, die die EU, die USA und Israel aufgestellt haben - also die Anerkennung bestehender Verträge und des Existenzrechts Israels sowie ein Ende der Gewalt? Oder sind das unakzeptable Bedingungen?

    Barghuti: Es ist unfair, den Palästinensern ständig Bedingungen zu stellen. Abgesehen davon: Die Hamas war Teil der palästinensischen Delegation beim Gipfel der Arabischen Liga, der Premierminister stand neben Präsident Abbas, als diese Delegation einstimmig für die "Arabische Initiative" gestimmt hat. Die "Arabische Initiative" spricht von "gegenseitiger Anerkennung", falls Israel sich zur Gegenseitigkeit bereit erklärt und einen unabhängigen palästinensischen Staat akzeptiert.

    Warum ist Olmerts Regierung nicht zu einer "gegenseitigen Anerkennung" bereit? :evil:

    Zumindest besteht nu kein Zweifel mehr an der Frage, ob Olmert zu ernsthaften Verhandlungen und Frieden bereit ist. Er ist es nicht. Man sollte doch meinen, dass Israel mit einer gegenseitigen Anerkennung alles erreicht hätte was es wollte.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Adolf Nordenskjöld - 01.04.2007, 23:24

    Friedensgipfel und saudischer Friedensplan ?!
    Olmert regt Friedensgipfel an
    Kanzlerin Merkel zu Besuch in Nahost
    Israels Ministerpräsident Ehud Olmert will den Friedensprozess im Nahen Osten voranbringen und hat dazu die Führer der arabischen Welt zu einem Gipfeltreffen eingeladen. Sollte Saudi-Arabien ein Treffen moderater arabischer Länder organisieren und ihn dazu einladen, würde er auch dort gerne hinkommen, sagte Olmert auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Damit reagierte er auf eine Friedensinitiative der Arabischen Liga vom vergangenen Donnerstag. …
    http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6575156_NAV_REF1,00.html


    Damit scheint sich Israel von seiner Position Friedensgespräche vorrangig auf bilateraler Ebene anzustreben zutrennen. Vielleicht verspricht die neue Linie jetzt in der Tat mehr Erfolg.
    Ich glaube zwar kaum, dass sich die arab. Liga zu einer einheitlichen Meinung durchringt und selbst wenn, stellt sich die Frage, ob sich Hamas, Hezbollah und islamischer Jihad usw. (bei ihrer Unterstützung durch Syrien und dem Iran) überzeugen lassen, auf den Zug aufzuspringen.


    Alles noch sehr sehr dicke Bretter, die zu bohren sind!

    Jedenfalls, es gab schon schlechtere Nachrichten aus dem Nahen Osten!
    wein1

    Beitrag mit bereits bestehenden Strang zusammengelegt ***Hausdrache



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 02.04.2007, 13:57

    Re: Friedensgipfel und saudischer Friedensplan ?!
    Adolf Nordenskjöld hat folgendes geschrieben:
    Alles noch sehr sehr dicke Bretter, die zu bohren sind!

    Jedenfalls, es gab schon schlechtere Nachrichten aus dem Nahen Osten!
    wein1
    Hallo Alfred. Du hast recht, es gab schon schlechtere Nachrichten aus dem Nahen Osten. Aber der gute Olmert hat nicht im geringsten die Absicht sich mit der palästinensischen Seite zu einigen. Mitnichten. Siehe meine bisher eingestellten Links und Beitäge. Ich wünschte, es wäre anders. :?


    Gruß
    Susanna



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Adolf Nordenskjöld - 02.04.2007, 22:25

    Re: Friedensgipfel und saudischer Friedensplan ?!
    Hausdrache hat folgendes geschrieben: Aber der gute Olmert hat nicht im geringsten die Absicht sich mit der palästinensischen Seite zu einigen. Mitnichten. Siehe meine bisher eingestellten Links und Beitäge.

    Das sehe ich anders, er rollt ihnen nicht den roten Teppich aus. Das ist alles. Etwas anderes wäre in Anbetracht der unklaren Position der pal. Regierung und der Parlamentsmehrheit zum Friedensprozeß auch nicht richtig. Olmert hat den Gazarückzug unterstützt, der trifft sich häufiger mit Abbas, der Boykott ist gelockert und er hat trotz innenpolitischer Probleme einige Westbanksiedlungen geräumt. Das gab es bisher noch nie.

    Aber die Sache ist scheinbar sowieso schon wieder vergessen (pal. Medien reagierten wohl eher negativ) oder die politischen Schwergewichte sind hinter verschlossen Türen scharf am Nachdenken?!

    hirn1



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    lennox - 03.04.2007, 13:04

    Re: Friedensgipfel und saudischer Friedensplan ?!
    Adolf Nordenskjöld hat folgendes geschrieben:
    Das sehe ich anders, er rollt ihnen nicht den roten Teppich aus. Das ist alles. Etwas anderes wäre in Anbetracht der unklaren Position der pal. Regierung und der Parlamentsmehrheit zum Friedensprozeß auch nicht richtig.
    olmert lehnt alle vorschläge und zusammenarbeit ab. schau dir die von susanna eingestellten arktikel an. er hat sogar eine gegenseitige anerkennung abgelehnt, der die hamas zugestimmt hat.

    Zitat: Olmert hat den Gazarückzug unterstützt, der trifft sich häufiger mit Abbas, der Boykott ist gelockert und er hat trotz innenpolitischer Probleme einige Westbanksiedlungen geräumt. Das gab es bisher noch nie.

    gaza interessiert nicht, weil es nicht 'heiliges land' ist und weil es keine ressourcen wie wasser hat, die israel braucht. olmert trifft sich mit abbas, aber verweigert mit ihm friedensgespräche. also reines kasperletheater. die siedlungen in der westbank werden massiv ausgebaut. was ist daran ein fortschritt?

    Zitat: Aber die Sache ist scheinbar sowieso schon wieder vergessen (pal. Medien reagierten wohl eher negativ) oder die politischen Schwergewichte sind hinter verschlossen Türen scharf am Nachdenken?!
    was ist vergessen?



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 03.04.2007, 14:01


    Danke, lennox. Das sind genau meine Argumente und meine Meinung. Olmert ist von der hardcore-Front und er will alles, aber keine Bewegung im Friedensprozess. Ich setze hierbei all meine Hoffnung auf Europa und die USA. Auf den Druck, den diese auf Olmert ausüben werden, endlich in die Puschen zu kommen. :?

    Gruß
    Susanna



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Adolf Nordenskjöld - 03.04.2007, 23:58

    Re: Friedensgipfel und saudischer Friedensplan ?!
    lennox hat folgendes geschrieben:
    olmert lehnt alle vorschläge und zusammenarbeit ab. schau dir die von susanna eingestellten arktikel an. er hat sogar eine gegenseitige anerkennung abgelehnt, der die hamas zugestimmt hat.

    Nix hat die Hamas! Nichts Belastbares und nichts Konkretes ... es gab tausend Gelegenheiten klare Wort zu sprechen. Es gab natürlich das Gequacke von "legitimen Recht auf Widerstand" als ob die pal. Bevölkerung sonst keine Probleme hätte. Zu den 3 Bedingungen gab es auch nur Absagen. Und auch Mekka hat nicht davon geregelt.

    Mustafa Barghuti sucht nur nach Möglichkeiten seinen Frust zuverbergen. Ich denke, er weiss genau was die Hamas den Palästinensern eingebrockt hat, aber er hat nicht genug Unterstützung um dies auch klar zu sagen.

    Sympathischer als zb. der alte Hennazauselbart ist er auf natürlich auf alle Fälle ... er macht das Beste aus seiner Lage.



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    intihaar - 04.04.2007, 06:57

    wahnsinnsrealitaet
    Zitat: adolf nordenskjöld: "Mustafa Barghuti sucht nur nach Möglichkeiten seinen Frust zuverbergen."
    wie suess! sag bloss, du kennst ihn persoenlich - oder wer hat dir diese heisse info ueber mustafas psychischen zustand gesteckt?

    wie auch immer; weitere und ausfuehrlichere gegendarstellungen zu dem hamas-gaza-olmert-hanija-abbas-"geqacke" (um es in deinen worten zu sagen) folgen nach meiner rueckkehr. aber finger weg von mustafa oder du hast mich zum erzfeind, adolf. noch ein wort gegen ihn und ich kann fuer nichts mehr garantieren.

    im uebrigen fuer alle anderen, die sich informieren wollen, bevor sie dumm losbrabbeln: angesichts dessen, dass die pflp bei den wahlen zum studentenrat an der hebron-universitaet das erste mal ueberhaupt keinen sitz gewonnen hat, weil ihr die palestinensische nationale initiative einen weggeschnappt hat - sicher auch dem pflp-regierungsboykott geschuldet -, und angesichts dessen, dass die pni der fatah dort einen weiteren abgejagt hat, statt die fatah-frustrierten allesamt der hamas zu ueberlassen, wird mustafa sogar einiges zu lachen haben.

    mubadara macht sich. ma'an spricht mittlerweile nicht mehr von der 'palaestinensischen nationalen initiative von mustafa barghuti', sondern einfach nur noch von der pni, denn die partei braucht sich nicht mehr hinter einer fuehrungsperson wie ihm zu verstecken und hat einen bekanntheitsgrad erreicht, die von mustafa zunehmend unabhaengig wird. und die hamas hat in hebron auch relativ gut aufgetrumpft und platz eins belegt. wenn also irgendwer frustriert ist, dann wohl eher diejenigen, die meinen, die zukunft laege in der vergangenheit.

    schade ist es irgendwie trotzdem, um die pflp. vielleicht schafft sie es ja doch noch? ich wuerde es ihr wuenschen!



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Adolf Nordenskjöld - 04.04.2007, 15:27

    Re: wahnsinnsrealitaet
    intihaar hat folgendes geschrieben: Zitat: adolf nordenskjöld: "Mustafa Barghuti sucht nur nach Möglichkeiten seinen Frust zuverbergen."
    wie suess! sag bloss, du kennst ihn persoenlich - oder wer hat dir diese heisse info ueber mustafas psychischen zustand gesteckt?

    aber finger weg von mustafa oder du hast mich zum erzfeind, adolf. noch ein wort gegen ihn und ich kann fuer nichts mehr garantieren.


    Sie wollen doch wohl nicht ihre Admin-Gewalt missbrauchen?

    Es liegt mir wirklich fern den Besten der Bargutis in den Hamas-Dreck zuziehen. Aber ich denke meine Einschätzung der Situations war hier ein akzeptabler Standpunkt. Nur damit nicht zuviel Eintönigkeit aufkommt.
    Das soll hier auch ersteinmal reichen.


    Nb ich treffe Mustafa meist morgens im Bus und am Wochenende im Fußballstadium, wußten Sie das nicht :)



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 04.04.2007, 18:06

    Re: wahnsinnsrealitaet
    Adolf Nordenskjöld hat folgendes geschrieben: intihaar hat folgendes geschrieben: Zitat: adolf nordenskjöld: "Mustafa Barghuti sucht nur nach Möglichkeiten seinen Frust zuverbergen."
    wie suess! sag bloss, du kennst ihn persoenlich - oder wer hat dir diese heisse info ueber mustafas psychischen zustand gesteckt?

    aber finger weg von mustafa oder du hast mich zum erzfeind, adolf. noch ein wort gegen ihn und ich kann fuer nichts mehr garantieren.
    Sie wollen doch wohl nicht ihre Admin-Gewalt missbrauchen?
    Nein, Zahid kämpft nur mit Worten und Argumenten, das sind seine Waffen. Und die sind durchaus nicht zu unterschätzen, weil er sie gut zu handhaben weiss. :lol:

    Gruß
    Susanna



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    intihaar - 05.04.2007, 23:48

    hirngespinste
    Zitat: adolf nordenskjöld: "Sie wollen doch wohl nicht ihre Admin-Gewalt missbrauchen?"
    mitnichten. im gegenteil, ich freue mich auf jeden politischen gegner, der nicht die dummheit begeht, sich durch permanente beleidigungen und andere mutmassliche verstoesse gegen das strafgesetzbuch selbst auszuschalten. da habe ich naemlich sehr viel mehr spass.

    Zitat: adolf nordenskjöld: "Es liegt mir wirklich fern den Besten der Bargutis in den Hamas-Dreck zuziehen. Aber ich denke meine Einschätzung der Situations war hier ein akzeptabler Standpunkt."
    sie konnten ihn, soweit ich gesehen habe, bedauerlicherweise weder durch fakten belegen noch durch beispiele untermauern oder auf anderem wege irgendwie verifizieren. insofern ist ihre behauptung, mustafa barghuti sei aufgrund des verhaltens der hamas uebermaessig frustriert, frustrierter vielleicht sogar als durch israel, wohl nicht mehr als ein hirngespinst.

    so weit ich sehen kann, konnten sie nicht einmal ihre abneigung zur hamas ordnungsgemaess begruenden - abgesehen von einer doch recht duemmlichen anspielung auf das aeusserliche erscheinungsbild von ministerpraesident hanija, die doch wohl unter ihrem niveau liegen muesste.

    wer uebrigens die nachrichten der letzten wochen einigermassen regelmaessig verfolgt hat, muesste festgestellt haben, dass sich die verbalen angriffe von mustafa in letzter zeit hauptsaechlich gegen die israelische besatzung und - eingeschraenkt - gegen die fatah und pflp gerichtet haben. gegenueber allen anderen, den vereinigten staaten, europa und der hamas gleichermassen, verhielt er sich erstaunlich diplomatisch, ohne opportunistisch zu sein. ist aber auch notwendig in dieser fruehen phase der regierungsgestaltung.

    by the way, marwan mag ich auch sehr gern. er wird mir sogar immer sympathischer und waere ausserhalb der gefaengniszelle, in die er doch auf sehr zweifelhaftem weg gelangt ist, sicherlich fuer alle kooperativ gesinnten kraefte beider seiten sehr viel wertvoller als innerhalb. marwan gegen gilad waere doch ein guter tausch, was meinen sie? :D

    Zitat: adolf nordenskjöld: "Nb ich treffe Mustafa meist morgens im Bus und am Wochenende im Fußballstadium, wußten Sie das nicht :)"
    jetzt machen sie mich doch nicht neidisch! :lol: ;)



    Re: Nahost-Friedensprozess soll wiederbelebt werden!

    Hausdrache - 10.04.2007, 12:23


    Ein schöner Artikel aus der haaretz, der meine Meinung zur Lage bestätigt:

    Zitat: Israel doesn't want peace
    By Gideon Levy

    The moment of truth has arrived, and it has to be said: Israel does not want peace. The arsenal of excuses has run out, and the chorus of Israeli rejection already rings hollow. Until recently, it was still possible to accept the Israeli refrain that "there is no partner" for peace and that "the time isn't right" to deal with our enemies. Today, the new reality before our eyes leaves no room for doubt and the tired refrain that "Israel supports peace" has been left shattered.

    It's hard to determine when the breaking point occurred. Was it the absolute dismissal of the Saudi initiative? The refusal to acknowledge the Syrian initiative? Prime Minister Ehud Olmert's annual Passover interviews? The revulsion at the statements made by Nancy Pelosi, the speaker of the U.S. House of Representatives, in Damascus, alleging that Israel was ready to renew peace talks with Syria?

    Who would have believed it? A high-ranking U.S. official says Israel wants peace talks to resume and instantly her president "severely" denies the veracity of her words. Is Israel even hearing these voices? Are we digesting the significance of these voices for peace? Seven million apathetic Israeli citizens prove that we are not.

    Entire generations grew up here weaned on self-deception and doubt about the likelihood of achieving peace with our neighbors. In our younger days, David Ben-Gurion told us that if he were only able to meet with Arab leaders, he would have brought us peace in his time. Israel has demanded direct negotiations as a matter of principle and Israelis have derived great pride from the fact that their daily focus on "peace" has concealed their state's lofty ambitions. We were told that there was no partner for peace and that the ultimate ambition of the Arabs is to bring about our destruction. We burned the portraits of "the Egyptian tyrant" at our bonfires on Lag Ba'omer, and were convinced that all blame for the lack of peace lied with our enemies.

    After that came the occupation, followed by terror, Yassir Arafat, the failed second Camp David Summit and the rise of Hamas to power, and we were sure, always sure, that it was all their fault. In our wildest dreams, we wouldn't have believed that the day would come when the entire Arab world would extend its hand in peace and Israel would brush away the gesture. It would have been even crazier to imagine that this Israeli refusal would have been blamed on not wanting to enrage domestic public opinion.

    The world has been turned upside down and it is Israel that stands at the forefront of refusal. The policy of refusal of a select few, a vanguard of the extreme, has now become the official policy of Jerusalem. In his Passover interviews, Olmert will tell us that, "The Palestinians stand at the crossroads of a historic decision," but people stopped taking him seriously a long time ago. The historic decision is ours, and we are fleeing from this crossroads and from these initiatives as if from death itself.

    Terror, used as the ultimate excuse for Israeli refusal, only helps Olmert keep reciting, ad nauseum, "If they [the Palestinians] don't change, don't fight terror and don't adhere to any of their obligations, then they will never extract themselves from their unending chaos." As though the Palestinians haven't taken measures against terrorism, as though Israel is the one to determine what their obligations are, as though Israel isn't to blame for the unending chaos Palestinians suffer under the occupation.

    Israel makes a point of setting prerequisites and believes it has an exclusive right to do so. But, time and time again, Israel avoids the most basic prerequisite for any just peace - an end to the occupation. Of all the questions asked during his Passover interviews, no one bothered to ask Olmert why he didn't react with excitement to the recent Arab initiatives, without preconditions? The answer: real estate. The real estate of the settlements.

    It's not only Olmert who is dragging his feet. A leading figure in the Labor party said last week that "it will take five to 10 years to recover from the trauma." Peace is now no more than a threatening wound, with no one still talking about the massive social benefits it would bring in development, security, freedom of movement in the region and by establishing a more just society.

    Like a little Switzerland, we are focusing more these days on the dollar exchange rate and on the allegations of embezzlement leveled against the Finance Ministry than on the fateful opportunities fading away before our very eyes.

    Not every day and not even in every generation do we encounter an opportunity like this. Although it's not for sure if the initiatives are completely solid and believable, or if they are based on trickery, no one has stepped up to challenge or acknowledge them. When Olmert is an elderly grandfather, what will he tell his grandchildren? That he turned over every stone in the name of peace? That there was no other choice? What will his grandchildren say?



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