Massentierhaltungsmasthähnchen mit Salmonellen infiziert

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    Re: Massentierhaltungsmasthähnchen mit Salmonellen infiziert

    Anas - 23.01.2007, 01:18

    Massentierhaltungsmasthähnchen mit Salmonellen infiziert
    Ach der gute teure Verbraucher muß nur ordentlich durcherhitzen, und die Küche wischen, dann aber bitte aus Massentierhaltung

    http://www.animal-health-online.de/aktuell.htm

    Berlin /aho/lme) - Jede sechste Masthähnchenherde in deutschen Ställen
    ist mit Salmonellen infiziert. Das ist das Ergebnis einer Pilotstudie,
    die das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zusammen mit den
    Überwachungsbehörden der Bundesländer im Auftrag des
    Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
    im Rahmen einer EU-weiten Studie durchgeführt hat. Die Ergebnisse
    bestätigen, dass Hähnchenfleisch eine bedeutende Quelle für
    Lebensmittelinfektionen darstellen kann. Wird es unzureichend erhitzt
    und verzehrt, besteht für den Verbraucher ein erhöhtes Risiko, sich
    mit Salmonellen zu infizieren. Außerdem kann es bei der Zubereitung
    von Gerichten mit Hähnchenfleisch zur Kontamination anderer
    Lebensmittel mit Salmonellen kommen. Verbraucher sollten deshalb
    unbedingt auf eine konsequente Küchenhygiene achten, empfiehlt der
    Präsident des BfR, Professor Dr. Dr. Andreas Hensel.

    Für die Studie wurden zwischen dem 1. Oktober 2005 und dem 30.
    September 2006 insgesamt 408 Herden in allen Bundesländern untersucht,
    in denen Masthähnchen gehalten werden. Die Proben wurden von Herden
    mit 750 bis 234.000 Tieren über das Jahr verteilt nach den von der EU
    vorgeschriebenen Vorgaben gezogen. Ausgewertet wurden die Daten von
    378 Herden aus Betrieben mit mindestens 5000 Tieren.

    Die Studie bildet erstmals repräsentativ ab, in welchem Umfang
    deutsche Masthähnchenbestände mit Salmonellen belastet sind. Der
    Vergleich mit Daten, die bisher aus anderen europäischen Ländern
    vorliegen, zeigt, dass die ermittelte Rate von 17,5 Prozent
    vergleichsweise hoch ist und dass Deutschland mit diesem Ergebnis im
    oberen Bereich liegt. In den skandinavischen Ländern, in denen
    Salmonellen in den Beständen seit Jahren systematisch bekämpft werden,
    liegt die Rate deutlich niedriger.

    Insgesamt haben die Überwachungsbehörden der beteiligten Bundesländer
    1892 Proben genommen. Im Nationalen Referenzlabor für Salmonellen des
    BfR wurden die aus den positiven Proben isolierten Salmonellen
    serologisch differenziert und weiter untersucht: 18 verschiedene Typen
    von Salmonellen (Serovare oder Serotypen) haben die Wissenschaftler
    des BfR nachgewiesen. Das Spektrum der Erreger ist damit breiter als
    in Legehennenbeständen, die in einer ähnlichen Studie in den Jahren
    2004/2005 untersucht worden waren (vgl. BfR-Presseinformation
    18/2006). Unter den Serovaren waren auch die bei Salmonellosen des
    Menschen in Deutschland häufig nachgewiesenen Erregerstämme S.
    Enteritidis und S. Typhimurium vertreten, allerdings sehr viel
    seltener als bei den Legehennen.

    Untersucht wurde auch, ob und gegen welche Antibiotika die einzelnen
    Stämme resistent sind. Ein Teil der untersuchten Erreger war
    unempfindlich gegen bis zu zehn von 17 untersuchten antimikrobiell
    wirksamen Substanzen.

    Die Ergebnisse der Studie werden an die europäische Behörde für
    Lebensmittelsicherheit, EFSA, weitergegeben und sollen dort zusammen
    mit den Daten aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union
    ausgewertet werden. Ziel ist es, eine gemeinsame europäische Strategie
    zur Bekämpfung von Zoonoseerregern und speziell von Salmonellen in den
    Geflügelbeständen zu entwickeln.

    Um das Risiko einer Salmonelleninfektion des Verbrauchers über
    Geflügelfleisch zu senken, sollen in einem nächsten Schritt gezielte
    Maßnahmen ergriffen werden, um die Salmonellenbelastung der
    Masthähnchenbestände deutlich zu reduzieren. Da grundsätzlich alle
    Salmonella-Serovare auf den Menschen übertragen werden und
    Erkrankungen auslösen können, muss diese Strategie alle Erregertypen
    einbeziehen und sollte sich nicht auf die beim Menschen am häufigsten
    nachgewiesenen Typen S. Enteritidis und S. Typhimurium beschränken.
    Besonders wichtig sind Maßnahmen zur Verhütung der Infektion der Tiere
    während der Aufzucht und Mast sowie beim Transport zum Schlachthof.
    Weiterhin muss verhindert werden, dass salmonellafreie Schlachtkörper
    im Schlachtprozess mit Salmonellen kontaminiert werden. In eine
    Minimierungsstrategie müssen außerdem Herstellung, Verpackung und
    Vertrieb von Geflügelfleischprodukten einbezogen werden, um eine
    Rekontamination auf dem Weg zum Verbraucher zu verhindern.

    Die Verbraucher selbst können sich leicht und effektiv vor einer
    Salmonelleninfektion schützen, indem sie Geflügelfleisch vor dem
    Verzehr gut durcherhitzen und getrennt von anderen Lebensmitteln, die
    nicht erhitzt werden, zubereiten. Weitere Hinweise bieten die
    ausgewählten Fragen und Antworten zum hygienischen Umgang mit
    Geflügelfleisch auf der Homepage des BfR.

    Der Bericht "Grundlagenstudie zur Erhebung der Prävalenz von
    Salmonellen in Gallus-gallus-Broilerbetrieben" ist unter dem Menüpunkt
    "Mikrobielle Risiken/Zoonosenforschung" auf der Homepage des BfR
    veröffentlicht.



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