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Re: Pulp Fiction
ravenlord - 17.01.2007, 12:42Pulp Fiction
Genres: Thriller, Komödie, Unterhaltungsfilm, Gewalt
Produktionsfirma: Band Apart/Jersey Films/Brown 25/Miramax
Kino- / Videostart: 3.11.1994
Uraufführung Ort: Int. Filmfestspiele Cannes 1994
Erstaufführung Datumsangabe: 27.6.1994
Erstaufführung Ort: Filmfest München
Erstaufführung: 15.1.2000, ARD, 22.40
Verleih Deutschland: Scotia
Verleih Österreich: Constantin
Verleih Schweiz: Focus
Video-Vertrieb: Ufa Video
DVD-Vertrieb: BMG
Weltvertrieb: Miramax Int.
Meter: 4219m
Inhalt:
Zwei leicht debile Profi-Killer, ein Bodyguard, der auf die Frau eines Gangsterbosses aufpassen soll und ein Boxer, der sich durch getürkte Kämpfe bereichert, stehen im Mittelpunkt dieses in sich verschachtelten Episodenfilms aus der Unterwelt von Los Angeles.
Die burleske Odyssee durchs Gangstermilieu, mischt Trivialkultur mit gesellschaftlichem Zynismus. Gewalt als nihilistisches Comic, ein buntes Knallbonbon, das im Halse stecken bleibt.
"Pulp" heißt im Amerikanischen das billige Papier, auf dem früher Groschen-Gaunergeschichten gedruckt wurden. Der amerikanische Regisseur Quentin Tarantino verwebt drei solcher Geschichten zu einem mit vielen Versatzstücken aus dem Gauner- und Horrorfilmgenre gespickten B-Movie-Verschnitt. Die überbordende Gewaltdarstellung einzelner Szenen wird formal etwas aufgewogen durch eine kecke Erzähltechnik, mit der Tarantino dem blutigen Gemetzel unter Gaunern einen absurden Unterton abgewinnt.
Zoom, 6/94
(...) Eine blutige Episodenfahrt durch zwei Tage, virtuos inszeniert und montiert, voll bös-bissiger Ironie in den Dialogen und hemmungslos in der Brutalität. Oberflächlich betrachtet ein furioses Stück Schund (="pulp"), treibt Tarantino die Elemente des Genres auf die Spitze und montiert sie voll kalter Ironie.
multimedia
(...) Tarantions große Stärke aber sind seine irrwitzigen Nonsense-Dialoge; je schlimmer die Situationen, in die er seine Figuren bringt, umso leidenschaftlicher diskutieren diese das Für und Wider von Mayonnaise auf Pommes frites.
Christian Terhechte, tip, 23/94
"Pulp Fiction" ist ein Actionfilm, in dem fortwährend geredet wird, und ein Dialogfilm, in dem dauernd gemordet wird.
Michael Althen, SZ, 3.11.94
(...) dann springt ganz beiläufig auch der kapitale Unterschied zwischen einem Tarantino-Film und einer Stone-Adaption ins Auge: Wo bei Stone der Killer allen Ernstes die Macht der Liebe predigt, da wird in "Pulp Fiction" Hesekiel mit der 9mm in der Hand rezitiert.
Peter Körte, FR, 3.11.94
"Pulp Fiction" ist ein Film mit enormer Vorpropaganda - wie Oliver Stones "Natural Born Killers", zu dem der 30jährige Tarantino die Story entworfen hatte, von deren Ausarbeitung er sich dann distanzierte. Logisch, daß diese beiden Wilden des amerikanischen Kinos nicht zusammenfanden: Stone mit seiner 68er-Fixierung auf die gesellschaftliche Relevanz und Tarantino mit der Verantwortungslosigkeit des Nachgeborenen. (...)
Brigitte Desalm, Kölner Stadtanzeiger, 5.11.94
(...) Daß da ausgerechnet Quentin Tarantino laxer und gefährlicher Umgang mit Gewalt vorgeworfen wird, ist absurd: von Oliver Stones dumpf gespreizter, schockgeiler und schmierig koketter Verhunzung des Tarantino-Drehbuchs "Natural Born Killers" trennen "Pulp Fiction" Welten.
Thomas Klingenmaier, Stgt. Zeitung, 5.11.94
Mr. Jackson, reden wir über einen der wichtigsten Momente der Filmgeschichte: den Tag, an dem Sie das Drehbuch von Pulp Fiction bekamen.
"Ich las das Script und dachte dann: ein Film für ein sehr spezielles Publkium. Na schön. Aber die ganze Bedeutung der Sache, wer hätte das ahnen sollen? Und wissen Sie was: Die Studiobosse platzen noch heute vor Wut, wenn sie an Pulp Fiction denken. Sie können diesen Film nicht kopieren, das kriegen sie nicht hin. Und Quentin Tarantino weigert sich, eine Fortsetzung zu drehen.
Samuel L. Jacksen im Gespräch mit Tobias Kniebe, SZ
Vincent soll Mia, der Frau seines Bosses, einen schönen Abend machen. Er schwört sich, sie nicht anzurühren, aber dann kommt alles ganz anders. Boxer Butch gewinnt einen Kampf, obwohl er eigentlich verlieren sollte, und setzt dann wegen einer goldenen Uhr sein Leben aufs Spiel. Vincent und Jules versauen die Polster ihres Schlittens, aber der Wolf hilft ihnen, cool zu bleiben. Und dann sind da noch Pumpkin und Honey Bunny...
'Tarantino findet die Inspiration für seine Plots in den Groschenromanen und B-Pictures der 30er und 40er Jahre. Seine Geschichten paraphrasieren x-mal gesehene Hollywood-Muster, stellen sie raffiniert auf den Kopf und kombinieren sie mit bewußt grotesken Szenen exzessiver Gewalt. Diese Mischung aus Blutvergießen und lakonischem Humor mag manche verschrecken; dabei imitieren Tarantinos coole Killer in ihren schwarzen Anzügen bloß Godards Nouvelle-Vague-Gangster, die damals ihrerseits Bogart & Co. imitierten. Die Postmoderne hat mit PULP FICTION ihr neuestes Meisterwerk' (Robert Fischer). Katalog Filmfest München 1994
(...) 'Pulp Fiction' und 'Mrs. Parker' wurden im selben Jahr in Cannes gezeigt. Pulp Fiction ist ein toller Film. Seine Stärke war nicht, daß sich die Typen gegenseitig erschossen und sich danach einen Witz erzählt haben oder daß sie sich über McDonalds unterhalten haben.
Die wirkliche Stärke dieses Filmes war seine Struktur, die mit den Möglichkeiten des Romans arbeitet. Der Film war perfekt, die Schauspieler waren außerordentlich. Ich saß da, und die Zuschauer waren außer sich vor Begeisterung. Da habe ich in meinem Kopf das Ende meiner Karriere vorbeiziehen sehen. Ich dachte, "Mein Gott, das ist der Film, den sich die Menschen immer gewünscht haben. Er vereint Gewalt, Unterhaltung, Witz und Intellekt. Es ist ein Kunstwerk und trotzdem kommerziell. Jeder Filmverleih wird ihn haben wollen." Ich dachte, das ist das Ende der Zivilisation, wie ich sie kenne. Und ich hatte recht: Dieser Film hat alle anderen unwichtig werden lassen. (...)
Alan Rudolph im Gespräch mit Michael Althen, SZ, 23.10.97
Kritik:
"... jede Szene dieses Geniestreichs ist längst Kult!" (tele)
Re: Pulp Fiction
Arwenbleed - 19.01.2007, 15:10
den Film muss man auf jeden Fall gesehen haben.....schon die musik is so schön :D
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