Gott ist tot

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    Re: Gott ist tot

    Orky - 16.01.2007, 23:08

    Gott ist tot
    mal sehen was ihr zu diesen news sagt :D



    Re: Gott ist tot

    Don Rafael - 16.01.2007, 23:23


    Lüge :)



    Re: Gott ist tot

    Tobas - 17.01.2007, 09:41


    etwas, was nicht wirklich existiert, kann in dem Sinne nicht tot sein.



    Re: Gott ist tot

    Pasia - 17.01.2007, 13:27


    wooooher weißu denn das er tot ist? ausserdem woher weißt du das er gelebt hat/lebt? jaaaa das ma ne schwere frage....:P



    Re: Gott ist tot

    Don Rafael - 17.01.2007, 13:37


    Gott ist allmächtig. ergo alles uns nichts... Das Leben und den Tod beinhaltet das somit auch, womit dieses Statemant außer Kraft gesetzt wurde. :wink:
    Das passt irgendwie besser in die Gerüchteküche



    Re: Gott ist tot

    dom - 17.01.2007, 14:25


    Oha, ein Nihilist? Damit wäre das Thema Allah (tadre oder wie ihr sagt) sowie Jehova wohl vom Tisch. Sehr gut!

    Zitat: „Gott ist tot“

    Mit dem Stichwort „Gott ist tot“ wird oft die Vorstellung verbunden, dass Nietzsche den Tod Gottes beschworen oder herbeigewünscht habe. Tatsächlich trifft dies nur in einem gewissen Sinne zu. Liest man die Textstellen bei Nietzsche, so wird klar, dass er sich hier vielmehr als Beobachter verstand. Er analysierte seine Zeit, vor allem die seiner Auffassung nach inzwischen marode gewordene (christliche) Moral. Nietzsche war zudem nicht der erste, der die Frage nach dem "Tod Gottes" gestellt hat. Hegel äußerte diesen Gedanken bereits 1802 und sprach von dem "unendlichen Schmerz" als einem Gefühl, "worauf die Religion der neuen Zeit beruht - das Gefühl: Gott selbst ist tot". Dabei kam Nietzsche zu dem Schluss, dass mehrere mächtige Strömungen wie vor allem der Rationalismus und die neuen Wissenschaften daran mitgewirkt haben, den christlichen Gott unglaubwürdig gemacht und damit die christliche Weltanschauung zu Fall gebracht zu haben. Es besteht heute weitgehende Übereinstimmung, dass Nietzsche sich nicht als Befürworter des Nihilismus sah, sondern ihn als Möglichkeit in der (nach-)christlichen Moral, vielleicht auch als eine geschichtliche Notwendigkeit sah. Über den Atheismus Nietzsches im Sinne des Nichtglaubens an einen metaphysischen Gott sagen diese Stellen wenig aus, siehe hierzu den Abschnitt Kritik an Religion, Metaphysik und Erkenntnistheorie.

    Das Wort vom Tod Gottes findet sich in den Aphorismen 108 und 343 der Fröhlichen Wissenschaft; das Motiv taucht auch mehrmals im Zarathustra auf. Danach verwendete Nietzsche es nicht mehr, befasste sich aber weiter intensiv mit dem Thema. Beachtenswert ist hier etwa das nachgelassene Fragment „Der europäische Nihilismus“ (KSA 12, 5[71], datiert 10. Juni 1887), in dem es nun heißt: „,Gott′ ist eine viel zu extreme Hypothese.“

    Die bedeutendste und meistbeachtete Stelle zu diesem Thema ist aber der Aphorismus 125 aus der Fröhlichen Wissenschaft mit dem Titel „Der tolle Mensch“. Der stilistisch dichte Aphorismus enthält Anspielungen auf klassische Werke der Philosophie und Tragödie. Dieser Text lässt den Tod Gottes als bedrohliches Ereignis erscheinen. Dem Sprecher darin graut vor der Aussicht, dass die zivilisierte Welt ihr bisheriges geistiges Fundament weitgehend zerstört hat:

    Wohin ist Gott? rief er, ich will es euch sagen! Wir haben ihn getötet, – ihr und ich! Wir alle sind seine Mörder! Aber wie haben wir dies gemacht? Wie vermochten wir das Meer auszutrinken? Wer gab uns den Schwamm, um den ganzen Horizont wegzuwischen? Was taten wir, als wir diese Erde von ihrer Sonne losketteten? Wohin bewegt sie sich nun? Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend? Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Gibt es noch ein Oben und ein Unten? Irren wir nicht wie durch ein unendliches Nichts? Haucht uns nicht der leere Raum an? Ist es nicht kälter geworden? Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht? [...] Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder?

    Dieser unfassbare Vorgang würde gerade wegen der großen Dimension lange brauchen, um in seiner Tragweite erkannt zu werden: Ich komme zu früh, sagte er dann, ich bin noch nicht an der Zeit. Dies ungeheure Ereignis ist noch unterwegs und wandert, – es ist noch nicht bis zu den Ohren der Menschen gedrungen. Und weiter wird gefragt: Ist nicht die Größe dieser Tat [Gott getötet zu haben, Anm.] zu groß für uns? Müssen wir nicht selber zu Göttern werden, um nur ihrer würdig zu erscheinen? Unter anderem aus diesem Gedanken heraus erscheint später die Idee des „Übermenschen“, wie sie vor allem im Zarathustra dargestellt wird: „Tot sind alle Götter: nun wollen wir, dass der Übermensch lebe.“ Siehe hierzu weiter unten.

    Die Rede vom Tod Gottes wurde und wird oft als Prophezeiung der Heraufkunft des Nihilismus gesehen: Durch die Kritik der bestehenden Moral, wie Nietzsche selbst sie betrieb, würde die Moral hohl und unglaubwürdig und bräche schließlich zusammen. Mit dieser radikalisierten Kritik stand Nietzsche einerseits in der Tradition der französischen Moralisten wie etwa Montaigne oder La Rochefoucauld, die die Moral ihrer Zeit kritisierten, um zu einer besseren zu gelangen; andererseits betonte er mehrfach, nicht nur die Heuchelei von Moral, sondern die herrschenden „Moralen“ selbst – im wesentlichen immer die christliche – zu bekämpfen. Um dies in einen Begriff zu fassen, bezeichnete er sich selbst als „Immoralist“.



    Re: Gott ist tot

    judas ben hur - 17.01.2007, 14:59


    jesus christ superstar strikes again!



    Re: Gott ist tot

    Don Rafael - 17.01.2007, 15:22


    Meinst du mit diesem Text ist die Sache gegessen?
    No way! Sich einem allmächtigen Gegenüber als Mörder zu zittieren und einen Gruppenmord heraufzubeschören ist naja leicht verworren... und an der Realität vorbei.

    Wenn wir Gott vergessen, heißt es nicht, dass es ihn nicht gibt. Hier ein Gedankengang:

    Wir befinden uns in einem Raum, ich als Katholik weiß, dass der liebe Gott irgendwo im Raum sich befindet. Die "Moralkiller" (Nihilisten), welche die Bibel als scheinbar einziges Moralwerk sehen bzw. die Religion als das einzige Fundament dessen, befinden sich auch in diesem Raum. Ist Gott nun vorhanden oder muss er erst entdeckt werden? Und wenn man schon von einem Allmächtigen gehört hat, kann man diesen tatsächlich töten?
    Eher nicht, weil wir dafür wissen müssten, wo er sich befindet.

    Aus rein wissenschaftlicher Logik muss es einen Gott geben, da viele Fragen offen bleiben und viele weitere Fragen hinzukommen, je intensiver man nach Antworten sucht. Nietsche war kein Wissenschaftler. Wer nur mit Gedanken "spielt" lebt einfach fern von der Realität, deswegen war der Text von Frau Rudow, in welchem stand, dass diesen Gedankenspielern die Realitätsbezogenheit fehlt, einfach genial.

    So ist also letztendlich nur feststellbar, dass es Gott gibt! Und kommt mir bloß nicht mit Atheismus geschweige denn mit der anderen krassen Seite von Jehowas etc.
    Lasst euch nichts vorbeten, aber wer rein logisch vorgeht, wird feststellen müssen, dass es Gott geben muss...



    Re: Gott ist tot

    dom - 17.01.2007, 16:54


    Wenn es einen Gott gibt auf der Welt,
    ist das einzige was für mich zählt,
    meine Selbstzufriedenheit.
    Was stört mich andrer Leute Leid?

    :)



    Re: Gott ist tot

    Don Rafael - 17.01.2007, 18:05


    Na Dominik, du bist ja jetzt schon ein verbrannter, wenn du dich so sehr um andere kümmerst... :?



    Re: Gott ist tot

    dom - 17.01.2007, 23:16


    Don Rafael hat folgendes geschrieben: Na Dominik, du bist ja jetzt schon ein verbrannter, wenn du dich so sehr um andere kümmerst... :?
    2004 - Böllern bis der Wasserstand sinkt!



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