2. Tag (Sir Glen)

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    Re: 2. Tag (Sir Glen)

    Loa - 16.01.2007, 00:49

    2. Tag (Sir Glen)
    Ich wachte heute Morgen unglaublich früh in meinem kleinen Zimmerchen auf. Ich war diese Stille einfach nicht gewöhnt, doch als ich das Fenster aufmachte, wurde mir klar, dass die Vögel hier fast lauter als Autos waren xD Allerdings hatte das sicherlich auch was mit der Uhrzeit zu tun und tatsächlich: Es war erst halb fünf :eek: Seufzend ließ ich das Fenster offen stehen, verkrümelte mich wieder ins Bett und begann zu lesen, während die frische Morgenluft sanft mein Gesicht umspielte. Ich sollte so gegen sieben bei Anna zum Frühstück sein und so kam es mir eigentlich recht gelegen, dass ich so früh wach war ^^ Um sechs ging ich dann duschen und kramte danach gleich meine Reitklamotten unter ein paar Büchern hervor, schlüpfte hinein und verließ um zwanzig nach sieben die Pension und spazierte fröhlich zum Bäcker, während ich mich an den Fachwerkhäuschen immer noch nicht satt sehen konnte. In der Morgendämmerung kam mir das Dörfchen noch verwunschener vor und mich hätte es nicht gewundert, wenn ich an dem Brunnen dem Froschkönig begegnet wäre :P In der Bäckerei duftete es köstlich und der wohlbeleibte Bäcker fragte mich mit tiefer freundlicher Stimme, was ich denn bekäme. So genau hatte ich mir einen Bäcker immer vorgestellt und nicht wie die Spageltarzane in der Stadt, die einem immer noch ein "Dich würd ich auch gern mal kneten..." hinterherwarfen :rolleyes: Mit frischen und noch warmen Brötchen beeilte ich mich zu Annas Fahrrad zu kommen. Hätte ich doch mal gestern nur auf den Weg geachtet und nicht immer nur verklärt auf die Umgebung, aber irgendwie schaffte ich es dann doch den Weg zu finden. Glücklicherweise gab es ein paar Schilder für Dumme, allerdings hatte ich viel länger gebraucht als eigentlich nötig und die Brötchen waren jetzt natürlich kalt -.- Mit einem Quietschen von Annas Drahtesel bremste ich auf ihrem Hof, stellte das Fahrrad in einer Ecke ab und klingelte. Drinnen war ein Bellen und dann ein Rumsen zu hören. "Klingt ganz wie bei Anna zu Hause", grinste ich in mich hinein, als Anna auch schon die Tür öffnete und ein bisschen genervt aussah. "Oh..hi komm rein", sagte sie und mit einem Blick auf die Brötchen nahm ihr Gesicht schon wieder sanftere Züge an xD "Alles klar?", fragte ich sie, während ich ihr in die Küche folgte und versuchte Toulouse abzuwimmeln, der mir aus irgendeinem Grund ständig die Füße ablecken wollte xD Mit einem leicht verzweifelten Blick auf ihren Hund ließ sich Anna an den Küchentisch plumpsen und reichte mir ein Brötchen und eine Tasse Kaffee. "Anna, ich liebe dich...", sagte ich glücklich stöhnend und nahm die Tasse mit dem überlebenswichtigen Getränk an mich. Anna grinste und fragte dann, ob ich den Weg gut gefunden hätte. Ich erzählte ihr von etweiligen falschen Abbiegungen und schon bald waren die Brötchen weg und wir satt ^^ "So, die erste Morgenrunde ist schon erledigt, aber füttern müssen wir noch und ich hab dir ja noch gar nicht unsere drei Schönheiten gezeigt", sagte sie, zog sich Jacke und Schuhe an und nachdem ich das auch getan hatte, gingen wir gemeinsam mit Toulouse über Annas schönen Hof rüber zu ihrem Reiterhof xD Luna begrüßte mich wie gestern stürmisch, doch diesmal war auch die Freude auf meiner Seite und diesmal bekam ich auch Oakley zu sehen. Ich hatte es ja irgendwie nicht so mit Hunden, vor allem nicht mit Großen, aber irgendwie schloss ich sie dann doch schnell in mein Herz.. nunja, ich eben :P Die zwei waren auch schon versorgt und begleiteten uns ein Stück. "Das sind sie, unsere Hofhengste", sagte Anna stolz und zeigte auf drei wunderschöne Pferde, die auf einem Paddock zusammenstanden und in der Sonne um die Wette glänzten. "Wow", brachte ich mal wieder nur raus (irgendwie kam das in letzter Zeit häufig vor :rolleyes: ) und betrachtete die feinen Züge der drei. "Japp, kann mal wohl sagen.. wirkliche Schönheiten", sagte Anna zufrieden und erzählte mir die Geschichte des jeweiligen Hofhengstes und natürlich gefiel dir mir von Golden Rose am Besten ;) Der hübsche Quarter kam auch zu uns an den Zaun und ließ sich bereitwillig sein seidig, goldglänzendes Fell kraulen. Widerwillig folgte ich Anna weiter und staunte auch heute wieder über diesen wunderschönen Hof. Morgens gefiel er mir fast noch besser als abends, aber so richtig entscheiden konnte ich mich natürlich nicht. Anna machte geschäftig ihren Rundgang, während ich meistens nur mit abwesendem Blick hinterhertrottete xD Nur als es zu den Hofpferden ging, wurde ich das erste Mal aufmerksamer, denn heute sollte ich mir aus der bunten Schar mein Hofpferd aussuchen. "Lass uns erstmal füttern und dann gehts los, okay?", fragte sie mich und ich nickte. Mit doppelt so viel Tatendrang wie nötig gewesen ging ich Anna mit zur Hand und war dann nachdem alles erledigt war einfach nur noch fix und alle xD Anna kochte mir im Stübchen einen Kaffee, um mich wieder auf Trab zu bringen, was auch ganz gut funktionierte. Wir quatschten noch ein bisschen und auch andere Mitglieder ließen sich blicken. Ich wurde immer hibbeliger (was vielleicht auch an den nun insgesamt sechs Tassen Kaffee liegen konnte xD) und da Anna auch noch zu ihren vieren heute wollte, machten wir uns nun zum zweiten Mal auf den Weg zu den Hofpferden. Toulouse folgte Anna wie ein Schatten und auch er hatte es mir irgendwie angetan. Wir gingen die Stallgasse entlang und blieben bei jeder Box stehen. Während ich das Pferd ein bisschen kraulte, erzählte mir Anna zu jedem was. Vor allem der wunderschöne DRP Wallach Magic und Blakkur, ein stürmischer Isländerhengst, der uns pompös entgegengeblubbert hatte, waren mir sofort im Gedächtnis hängen geblieben. Doch auch die schöne Warmblutstute Gianna war eine Überlegung wert. "Joa, dann haben wir jetzt nur noch zwei Kandidaten. Nina steht allerdings drüben bei Aalou, damit meine Schöne nicht so alleine ist, aber hier haben wir jetzt erstmal Sir Glen", sagte Anna und grinste. Sir Glen, der Name gefiel mir. Ich sah mich vor einem großen, braunen Hinterteil stehend, als ich vor die Box trat und Anna lachte verschmitzt. Der Kopf schien wohl grade das morgendliche Heu zu mümmeln. Ich schnalzte und ein hübscher Kopf schoss hoch und... knallte voll gegen die Selbsttränke :eek: Anna klatschte sich an die Stirn und ich blickte nur entgeistert in wunderschöne, braune Augen, als sich der Wallach zu mir umgedreht hatte. Dem Braunen hatte der Stoß wohl nichts ausgemacht, er schien ihn nicht mal wirklich registriert zu haben. Irgendwie war schon jetzt alles klar, dieses Erlebnis hatte diesen Kerl sofort in mein Herz wandern lassen :D Anna erzählte, wie sie zu dem irischen Kumpel gekommen war und während ich Sir Glen kraulte, klärte sie mich auch über Ausbildung und Charakter aus, was mich doch sehr zum Schmunzeln brachte. Sir Glen hatte irgendwann wohlig geschnorchelt und stand nun mit gesenktem Kopf da und döste munter vor sich hin, während ich immer noch am Kraulen war. "Ich glaub, das bedarf keiner Worte mehr.. Hier haben sich anscheinend zwei gefunden", grinste Anna und ich stimmte mit einem "Sieht wohl so aus" grinsend zu. "Okay, dann lass ich euch zwei Hübschen mal alleine... Du weißt ja wo alles ist. Seit mir schön brav und macht nichts Unanständiges", sagte Anna und ging mit einem vergnügten Gesichtsausdruck mit Toulouse schnurstracks zu ihren Pferden. "Dieses Mädchen...", lachte ich Kopf schüttelnd und wandte mich wieder dem Irish Hunter vor mir zu. "Na ob das was wird..", grinste ich, während ich den dösenden Wallach so betrachtete. Ich kraulte ihn noch eine Weile weiter und beschloss dann mal Halfter, Strick und Putzkasten des Wallachs zu holen. Ich stellte den Putzkasten beim Putzplatz ab, weil es einfach wunderbares Wetter war und Sir Glen nicht grade den Eindruck machte, als würde er sich in der nächsten Zeit besonders aufregen oder so :P "So du Hübscher, dann wollen wir mal, hm?", begrüßte ich den Wallach erneut in seiner Box. Aufmerksam beobachteter er, wie ich das Halfter zückte und es ihm dann problemlos überstreifen konnte. Als ich die Box verließ konnte ich mir ein "Kopf einziehen" an den Wallach nicht verkneifen und stiefelte dann fröhlich weiter mit ihm zum Putzplatz. Hier draußen wurde er dann gleich viel wacher, lief aber vorbildhaft neben mir her zum Putzplatz. Lächelnd tätschelte ich dem Schönen dort angekommen kurz den Hals, band ihn dann an und betrachtete ihn eine Weile, bevor ich dann tatsächlich mit dem Putzen loslegte. Ich redete viel mit dem Wallach, der auch nicht gleich wieder wegdöste, sondern entspannt ein Hinterbein entlastete und die Ohren auf mich gerichtet hielt. "Ach, du gefälltst mir", grinste ich, legte eine kurze Pause ein und kraulte Sir Glen zwischendurch. Nach insgesamt einer guten halben Stunde war ich zufrieden mit der ersten Kennenlernphase und auch mit dem Putzresultat. "So und was jetzt?", fragte ich den Wallach, der mich neugierig anblickte, dann schnaubte und mich anstupste. "Könnte ich doch nur Pferdisch :rolleyes:", seufzte ich und blickte nochmal in diese wunderschönen, nussbraunen Augen. "Also weißt du was? So ein Wetter im Januar muss man ausnutzen... Richtig gefolgert: Spaziergang", sagte ich fröhlich und band meinen Gefährten ab. Anna hatte mir schon viel von dem Gelände hier vorgeschwärmt und so eine kleine Runde konnte ja nie verkehrt sein. Sir Glen folgte mir neugierig und ein bisschen aufgeregt und mit einem ruhigen, aber bestimmten Strickzupfer, machte ich ihm klar, dass er mir vorher besser gefallen hatte. Er schien schnell zu verstehen und erkannte, dass ich viel liebenswerter war, wenn er ruhig neben mir herpilgerte ;) Zufrieden lobte ich ihn und hatte sofort das Gefühl, dass das mit uns beiden was werden könnte. Wir taperten eine kleine Allee entlang und ich fühlte ein glückliches Kribbeln in meinem Bauch aufsteigen. Das war es, was ich die ganze Zeit gewollt hatte. Pferde und Natur um mich herum... vor allem Bäume. Diese sanften Riesen hatte es mir schon lange angetan und nichts beruhigte mich mehr als das Rauschen der Blätter, der Geruch von Harz und ein stützender Stamm an meinem Rücken. Während wir über die kleine Brücke taperten, summte ich ein bisschen vor mich hin. Sir Glen ging aufmerksam mit den Ohren spielend, doch ansonsten ruhig neben mir her und machte das Bild nahezu perfekt. Ich lächelte vor mich hin und entdeckte dann in nicht allzu weiter Ferne die Koppeln von Golden Rose und beschloss, direkt dort hinzuwandern, um den ersten Tag mit einem Weidegang abzurunden. Wir nahmen eine kleine Abkürzung über einen Wurzelweg (wo Sir Glen es doch schaffte, ganze dreimal zu stolpern xD) und als wir auf dem Wiesenweg zu den Koppeln ankamen, lachte ich immer noch herzhaft und hatte den Braunen neben mir schon unaufhaltsam in mein Herz geschlossen :D "So Dicker, dann verknote dir nicht die Beine...", grinste ich ihn an, führte ihn in die Koppel, nahm ihm das Halfter ab und konnte ich sogar noch kurz kraulen, bis er schnaubte und dann glücklich in die Mitte der Weide trabte, wo schon zwei andere Hofpferde warteten. "Schöne Gänge hat er ja, dass muss man ihm lassen", dachte ich und schaute seinen federnden Bewegungen noch eine Weile zu und ging dann zurück zum Hof. Ich brachte zuerst die Putzbox des Braunen wieder an Ort und Stelle und fahndete dann erstmal eine Weile nach Mistzeug, bis ich alles beisammen hatte. Ich musste nur ein bisschen nasses Stroh und Äpfel aussortieren und brauchte nicht mal nachstreuen. Danach setzte ich mich ins Stübchen, um noch eine Tasse Kaffee zu mir zu nehmen und traf dort auf Sakura, mit der ich mich auf Anhieb blendend verstand. Nachher stieß auch noch Anna zu uns und erzählte uns, was Toni wieder mit ihr angestellt hatte :P Ich half Anna bei der Mittagsfütterung und wir unternahmen auch noch einen Spaziergang mit Toulouse, Oakley und Luna, damit ich die Gegend mal ein bisschen näher kennenlernte ^^ Anna lächelte wissend, als ich ihr von Sir Glen erzählte. "Ja, der Irish Hunter hat es mir irgendwie auch sofort angetan", sagte sie und schwelgte ein bisschen in Erinnungen :P Als wir wieder auf dem Hof kamen, dämmerte es bereits. Ich machte mich auf, um Sir Glen von der Koppel zu holen und Anna begann schon mal mit der Abendrunde. Der Wallach machte keinerlei Probleme mit dem erneuten Aufhalftern. Ich musste zwar über die halbe Weide stapfen, aber wenigstens blieb er lieb stehen und stupste mich auch freundlich an ;) "So mein Schöner, dann bis morgen würde ich sagen", sagte ich lächelnd, als ich ihm das Halfter in seiner Box abgezogen hatte. Ich kraulte ihn noch kurz, gab ihm dann eine Möhre, damit er mich auch ja positiv in Erinnerung behält (Bestechung ist alles :P), brachte dann pfeiffend sein Halfter zurück und heftete mich dann an Annas Fersen ^^ Als auf dem Hof alles erledigt war, schloss Anna ab und lud mich noch bei ihr zum Essen ein, worüber ich sehr dankbar war, weil ich keine Ahnung hatte, wo ich um die Uhrzeit noch was herbekommen sollte. Wir machten uns wie gestern einen schönen Abend und diesmal fuhr ich aber auch mit dem Fahrrad wieder zurück. Ich fühlte mich nun schon sicher mit dem Weg und ich hatte ja Licht (wow xD). Heile kam ich in dem kleinen Dörfchen an, wo schon alles friedlich schlief. Ich schloss Annas Fahrrad ab, schlich dann hoch in mein kleines Zimmer und ging erstmal heiß duschen und legte mich danach ins Bett. Ich blickte aus dem Fenster in einen klaren Sternenhimmel, dachte an Sir Glen und dem heutigen Tag und irgendwann glitt ich unmerklich in einen ruhigen und friedlichen Schlaf über.



    Re: 2. Tag (Sir Glen)

    Anna - 21.01.2007, 13:07


    löl ich hab den bericht (und die anderen auch) meißtens gleich schon gelese an dem Tag aber ich habs echt verpeilt Bemerkungen zu schreiben :D Is voll ungewohnt :rolleyes:
    Nunja... was soll ich sagen? *gg* Ein genialer Bericht... und eine treffende Beschreibung des Chaos bei mir :mrgreen:
    Auf weitere so geniale Berichte mit dem gewissen Faktor des lachendem am Boden liegens.... ;)



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