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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: sorcha Forum: Haus Siebenstein Forenbeschreibung: Die virtuelle Rehaklinik für gestresste und verunfallte Romanfiguren von Hobby-Schreiberlingen. aus dem Unterforum: Kurzgeschichten Antworten: 1 Forum gestartet am: Donnerstag 07.12.2006 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Vater sein dagegen sehr Letzte Antwort: vor 16 Jahren, 2 Monaten, 23 Tagen, 12 Stunden, 19 Minuten
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Re: Vater sein dagegen sehr
sorcha - 05.01.2007, 23:47Vater sein dagegen sehr
Mit klopfenden Herzen ging Fabian auf den Altar zu.
Die Gemeinde die er übernehmen sollte hatte zwar nur wenige Mitglieder, aber viele Gäste. Heute sollte er sich vorstellen.
Er hatte lange überlegt wie er das am besten anpacken sollte und beschloss einfach von seinem Leben zu erzählen, wie es dazu kam das er Christ wurde und Letztendlich Pastor.
Er ließ seinen Blick über die Gemeinde schweifen und erstarrte. Eben kam eine Gruppe von Gruftis zur Tür herein. In seinem Kopf raste es. Wie sollte er sich jetzt verhalten. Die Gemeinde würde ihn sicher testen.
Die Gruppe stand etwas unschlüssig da.
„Willkommen“ krächzte Fabian Doch dann fand er seine Stimme, wieder.
„Setzen sie sich doch.“
Die Gruppe setzte sich geschlossen in Bewegung und quetschte sich fast schüchtern auf die letzte reihe. Die Augen aller Anwesenden waren auf sie gerichtet und sie fühlten sich sichtlich unwohl.
Fabian räusperte sich und lenkte damit die Aufmerksamkeit wieder auf sich.
Die junge Frau in der Mitte sah ihn dankbar an. Fabian überlegte. Er kannte sie, das wusste er. Aber auf die Entfernung hin konnte er sie absolut nicht einsortieren. Mit mühe gelang es ihm seinen Blick von ihr zu wenden.
„Ich wurde gebeten mich vorzustellen.
Nun wie fange ich das am besten an?
Mein Name ist Fabian Jander. Ich bin 36, verwitwet und Vater einer 23 Jährigen Tochter.“
Eine Pause entstand.
Der Ausdruckslose Blick der Jungen Frau lag seit dem ersten Wort ohne Unterbrechung auf ihn. Er wurde noch nervöser. Wieder lies er den Blick über die Gemeinde schweifen und wieder blieb sein Blick an ihre hängen.
„Ich sehe jetzt fangen einige Köpfe zu rauchen an, bei dem Versuch Nachzurechnen. Aber sie irren sich nicht, und ich irre mich auch nicht. Ich bin Tatsächlich mit 13 Vater geworden.“
Er sah verlegen in die runde. Dann grinste er.
„Soll ich eine Stecknadel fallen lassen?“ doch dann wurde er wieder ernst.
„Nun sind sie sicherlich neugierig zum einen wie das passieren konnte, …“
Ein paar jüngere Gemeindemitglieder begann mit tuscheln und zu kichern. Auch Fabian grinste als im bewusst wurde was er gerade gesagt hatte.
„Wen ihr wissen wollt woher die Babys kommen, müsst ihr die Bravo lesen. Das erfahrt ihr nicht von mir. Zumindestens nicht in diesem Rahmen.
Und gleichzeitig werden sich einige Eltern fragen ob ich für das Amt als Pastor geeignet bin.
Nun Gott hat mich dazu berufen, als so hält er mich für geeignet. Dann können sie das getrost auch tun.
Lange rede kurzer Unsinn. Wie ist es zu dieser Berufung gekommen.
Nun mein Leben war geprägt von Tod, Schmerzen, vielen Verletzungen und großen Verlusten.
Meine Mutter war Alkoholikerin und Drogenabhängig. Meinen Vater habe ich nie kennen gelernt.
Als ich 5 oder 6 war, noch vor meiner Einschulung hat sich meine Mutter den goldenen Schuss verpasst. Von da an begann meine Odyssee von einem Kinderheim oder Pflegefamilie zur nächsten. Zwei Jahre lang.
Dann kam ich in eine Plegefamilie in der ich mich wirklich wohl fühlte. In der ich zum ersten mal richtig geliebt wurde und wo ich zum ersten mal von Jesus hörte. Und ich glaubte auch wirklich das er mich ebenso liebte wie meine Eltern.
Meine Pflegeeltern wurden zu meinen Eltern und so sehe ich sie heute noch.
Doch dann wurde mein Pflegevater arbeitslos und wir Geschwister wurden auseinander gerissen und auf andere Pflegefamilien verteilt. Mein einziges Glück war das ich mit meiner drei Jahre älteren Pflegeschwester zusammen bleiben durfte.
Wir kamen in die nächste Pflegefamilie, zu netten Leuten, aber…
sie mochten uns auch. Aber sie liebten uns nicht und sie machten oft unsere Eltern schlecht weil sie uns zu sehr liebten wie die Pflegefamilie glaubte.
Häufig liefen meine Schwester und ich heimlich weg und standen bei unseren Eltern vor der Tür. Sie flehten uns an nicht mehr zu kommen weil sie sonst ärger bekommen würden. Doch wir taten es weiterhin. Irgendwann standen wir vor verschlossener Tür. Unsere Eltern waren weg gezogen ohne uns bescheid zu sagen.
Sie hatten uns im Stich gelassen.
Von da an wollte ich von Jesus und einem Gott nichts mehr wissen.
Ein Gott der das zuließ, darauf konnte ich verzichten.
Aber meine Schwester und ich schworen uns, uns nie zu trennen. Dann wurde ich 13. Meine Schwester schenckte mir eine Nacht im Mondschein. Wir schlichen uns nachts heimlich raus. In dieser Nacht wurde unsere Tochter gezeugt.
Natürlich war das eine Riesen Katastrophe. Unsere Pflegeltern wollten sie zur Abtreibung zwingen, doch Marita wehrte sich und lief weg zum Jugendamt.
Natürlich gab das eine Riesen Aufregung und sie wurde aus der Familie raus genommen durfte aber ihr Kind austragen. Sie verriet niemanden wer der Vater war, erzählte es wäre ein fremder Junge auf einer Party gewesen, den sie nicht näher kannte.
Nachdem wir getrennt wurden, wurde ich Krank. Marita bekam das mit und Kämpfte dafür das ich, ihr Bruder, wieder mit ihr Zusammen sein könnte. Das Jugendamt fand eine Familie die uns beide aufnahm, einschließlich dem Baby was in Marita wuchs.
Dann kam unsere Tochter zur Welt. Felicitas. Und zum erstem mal kam für mich wieder die Möglichkeit in betracht das es einen Gott geben könnte. Ich war völlig vernarrt in dieses kleine Geschöpft und ich stellte fest das ich trotz aller Verletzungen und Enttäuschungen doch lieben konnte. Ich liebte meine Tochter über alles.
Einen Tag nach meinem 18 Geburtstag heirateten Marita und ich. Unser Glück war perfekt. Wir waren eine richtige Familie. Etwas was ich bis dahin nicht kannte. Wir hatten unglaublich schöne Jahre gehabt in denen wir unser Ausbildung machten, den Führerschein, alles. Wir haben aus eigener Kraft raus alles geschafft und vielleicht noch mehr als, ich will es mal so ausdrücken, normal entwickelte.
Unsere Tochter entwickelte sich prächtig. War gut in der Schule, hatte viele Freunde die bei uns ein und ausgingen. Sie war ein so fröhliches Kind und entschädigte mich, und ich glaube auch meine Frau, für all die Entbehrungen die wir in der Vergangenheit hatten.
Doch dann vor… ja vor 13 Jahren haben wir Felicitas in der Schule abgegeben und dann wollte ich meine Frau zur Arbeit bringen.“
Fabian geriet ins Stocken.
„Es war nass. Ein BMW mir erhöhter Geschwindigkeit drängte uns von der Strasse, ich verlor die Kontrolle über das Auto und knallte gegen einen Baum. Meine Frau war sofort tot. Ich selbst kam mit schweren ins Krankenhaus.
Die Klassenlehrerin von Felicitas, eine sehr nette ältere Dame, nahm Felicitas auf bis ich wieder entlassen wurde.
Danach versuchte ich sie allein aufzuziehen. Sie war erst 10 Jahre. Ich selbst, gerade 23, hatte wieder einen Menschen verloren den ich liebte. Ich war wütend auf meine Frau die mich verlassen hatte, ich war wütend auf mich, weil ich sie nicht schützen konnte, ich war wütend auf Felicitas weil sie ihrer Mutter so ähnlich sieht.
Ich hasste Gott für das was er mir antat. Kurz ich war völlig überfordert. Fast jeden Abend wenn Felicitas im Bett war saß ich da und weinte. Und häufig legte sich dann zwei Arme um meinen Hals und eine warme weiche Wange schmiegte sich an meine und Felicitas sagte dann „Papa ich hab dich lieb.“ und dann konnte ich sie auch in die Arme nähmen und ihr ebenfalls sagen das ich sie liebe.
Ich zog sie dann auf meinen Schoß nahm sie fest in die Arme und wir kuschelten und dann glaubte ich auch wir könnten es schaffen.
Doch der erste schritt kam immer von Felicitas aus. Ich selbst konnte es nicht sagen, obwohl ich sie wirklich liebte, aber ich konnte es ihr nicht sagen, und zeigen schon gar nicht.
Mit der zeit wurde es immer weniger. Ich merkte wie sie mir entglitt und ich wusste nicht was ich dagegen tun konnte. Um Hilfe wollte ich nicht bitten, weil ich angst hatte das sie mir dann auch noch weggenommen wird.“
Fabian unterbrach sich, wischte sich die Tränen aus den Augen und holte tief Luft bevor er fortfuhr.
„Felicitas wurde älter, sie wechselte von der Grundschule auf die Realschule. Und dort fingen die Hänseleien an. Sie wurde immer stiller zog sich immer mehr zurück.
Ich wollte sie so oft in die arme nehmen und sagen dass ich sie lieb habe und dass wir das schaffen können egal was ihre Klassenkameraden sagen. Sie hatte doch noch andere Freunde. Doch auch von denen zog sie sich zurück. Lächeln hatte ich sie schon lang nicht mehr gesehen und gekuschelt hatten wir auch schon lang nicht mehr.
Ich redete mir ein dass das an der Pubertät liegen würde.
Felicitas kam immer häufiger spät nachts nach Hause und ging heimlich in die Disco wenn ich es ihr verboten hatte. Ich merkte wie ich sie verlor. Und das machte mich wütend. Gleichzeitig hatte ich Angst um sie, weil ich sie immer häufiger mal mit dem einen Jungen und dann wieder mit einem anderen sah.
Häufig gab es streit. Am ende eines solchen Streites stand sie auf einmal mit einer gepackten Tasche vor mir. Es war nach Mitternacht.
Natürlich rastete ich wieder mal erst aus und fragte dann. Ich habe sie zur Schnecke gemacht. Sie stand völlig still vor mir und sah mir in die Augen. Nachdem ich mit meiner Predigt fertig war sagte sie nur
„Ich Hasse dich“ völlig ruhig. Drehte sich um und ging. Ich habe sie bis heute nicht wieder gesehen.“
Wieder stockte Fabian und versuchte sich zu sammeln. Um gegen seine Tränen anzukämpfen nahm er einen großen Schluck aus seinem Wasserglas. In dem großen Raum war eine totenstille.
Viele hatten ebenfalls Tränen in den Augen.
Wieder blieb sein Blick an dem der jungen Frau hängen. Irgendetwas stimmte mit ihren Augen nicht.
Es war nicht der starre ausdruckslose Blick der auf ihn gerichtet war.
Es war auch nicht der Maskenhafte Gesichtsausdruck in dem nicht eine Gefühlsregung zu sehen war. Weder Langeweile, noch Interesse. Keine Trauer, keine Freude, nichts.
Aber auch das war es nicht.
Irgendetwas stimmte mit den Augen nicht. Sie waren Eigenartig.
Nach einem weiteren kräftigen Schluck hatte er sich wieder so weit unter Kontrolle das er weiter reden konnte.
„Anfänglich hoffte ich noch sie würde wieder kommen. Ich wartete und wartete. Aber sie kam nicht wieder. Mit ihr verlor ich den letzten Menschen den ich liebte und der mein Leben lebenswert machte.
Von nun an begann mein Leben stumpfsinnig zu werden. Ich stand morgens auf, ging zur Arbeit, kam wieder, machte meinen Haushalt und ging ins Bett.
Anfänglich ging ich noch jedes Wochenende an das Grab meiner Frau und schüttete mein Herz aus.
Doch irgendwann verbrachte ich die Wochenende nur noch im Bett, im abgedunkelten Raum. Ich bekam schwere Depressionen.
Irgendwann litt auch meine Arbeit darunter.
Mein Chef nahm mich zur Brust und kämpfte um mich. Ich hatte nie verstanden warum.
Irgendwann als ich für die Firma nicht mehr Tragbar war schickte er mich, statt mich zu Kündigen, in Therapie.
Er war es auch der meine Eltern ausfindig machte.
Ich weiß das sie viel für mich gebetet haben. Ebenfalls mein Chef von dem ich nun erfuhr das er ebenfalls Christ ist. Anfänglich währte ich mich dagegen.
Doch dann träumte ich eines Nachts wo es mir richtig dreckig ging von meiner Frau die mich in die Arme nahm und sagte: Nimm seine Hand. Er liebt dich noch mehr wie ich dich liebe. Wir werden uns wieder sehen.“
Ich sehe jetzt einige blas werden. Andere würden jetzt, denke ich mir gerne den Zusammen hang zwischen erlebten, Gedanken und Träume erzählen.
Wie auch immer. Fakt ist das ich in dieser Nacht mein Leben übergab. Wissen sie ich denke für ungewöhnliche Menschen benutz Gott ungewöhnliche mittel damit sie zu ihm finden.
Ich habe das Gebraucht.
Und denken sie an Josef, oder Daniel, Jakob. Auch mit ihnen redete Gott durch Träume.
Von da an ging es mir zusehends besser. Natürlich auch durch die Hilfe meiner Eltern und meines Chefs der in dieser Zeit zu einem Freund wurde. Zu meinem ersten Freund.
Ich erholte mich, wurde entlassen und zog aus unserer Wohnung, in der ich mit Marita und Felicitas gewohnt hatte aus, in eine kleinere in dir nähe meiner Eltern.
Ich konnte wieder an meinen Arbeitsplatz zurück. Das einzige was mir fehlte war meine Tochter. Doch auch damit kam ich inzwischen klar. Alle Ängste alle Sorgen warf ich auf den Herrn und bat ihn seine Hände immer schützend über Felicitas zu halten.
Und vertraute einfach darauf.
Doch dann, ich hatte Felicitas bereits seit 1 ½ Jahren nicht mehr gesehen, da wachte ich dann Nachts schweißgebadet auf und wusste einfach mit Felicitas ist irgend etwas. Ich, ich wusste das es ihr nicht gut geht. Dieses Gefühl können nur die nach fühlen die selbst Kinder haben.
Es war auch nicht in dem Sinne eine Gefühl ich wusste das ihr Leben in Gefahr war. Ich schrie zu Gott er möge ihr, ihr Leben lassen und stattdessen meins nehmen.
Sie war doch erst 18. Immer und immer wieder einige Tage lang.
Dann am 16 November, ein Freitag glaubte ich mein Herz würde zerspringen, solche angst hatte ich um sie.
Ich ging zu einer Kleinen Kappelle und saß dort stundenlang und betete und flehte.
Nimm mein Leben lass Felicitas ihres.
Dann kurz vor 20 Uhr es war bereits dunkel und kalt geworden, erfüllte mich eine innere Ruhe und immer wieder hörte ich eine stimme in mir, oder ein Gedanke ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll „Geh nach Hause. Felicitas geht es gut.“
Wieder traf sich sein Blick mit dem der jungen Frau. Sie sah erschrocken aus. Zum ersten mal sah er eine Gefühlsregung. Die Junge Frau sah erschrocken aus.
„Und da wusste ich es geht ihr gut. Gott kümmert sich um sie. Also ging ich nach Hause.“
Kurz darauf bekam ich eine kräftige Lungenentzündung, vermutlich hatte ich mich in der Kappelle erkältet. Nun dachte ich war es so weit. Gott würde mein Leben fordern aber dafür konnte meine Tochter Leben.
Das war ok.
Ich hatte keine Angst.
Im Gegenteil ich freute mich auf Marita.
Doch ich erholte mich wieder und dann war lange Zeit gar nichts.
Nach gut einem Jahr war ich auf einer Evangelisation und unterhielt mich mit dem Referenten.
Und da rief mich Gott.
Dort forderte er mein Leben für sich, für seinen Dienst.
Nun bin ich in keinster weise ein gehorsames Kind. War ich noch nie.“ Endlich Lächelte er wieder
„Fragen sie meine Eltern.
Lange haderte ich mit mir und mit Gott, das das ja wohl nicht sein ernst sein könnte, und das andere da viel besser für geeignet wären.
Und immer wieder hörte ich diese Stimme: Ich will dich. Oder noch schlimmer: Du hast mir dein leben gegeben.
Ich bekam Angst was aus Felicitas werden würde wenn ich mich jetzt querstellen würde.
Ich sprach mit meinen Chef darüber. Und nach längeren für und wieder begann ich mit dem Theologie Studium.
Ja und hier steh ich nun.
Zum Schluss möchte ich an alle Eltern unter ihnen apelieren, wenn sie nach Hause kommen, oder sogar gemeinsam hier sind, nehmen sie ihre Tochter, ihren Sohn in den Arm und sagen sie ihnen das sie sie lieben. Oder rufen sie ihre Kinder an wenn sie nicht in ihrer nähe wohnen.
Unsere Kinder sind ein Geschenk Gottes. Werfen sie es nicht weg. Ich habe meiner Tochter, meiner Felicitas nicht oft genug gesagt wie sehr ich sie liebe und was würde ich dafür geben das sie noch einmal meine Arme um mich legt und mir sagt: „Papa ich hab dich lieb“.“
Fabian ließ wieder den Blick über die Gemeinde schweifen.
„Entschuldigen sie mich bitte.“
Schnell ging er raus in sein neues Büro und lies sich an seinem Schreibtisch auf den Stuhl fallen.
Er nahm das Foto in die Hand das ihn seit Jahren begleitete. Es war das Geschenk von Marita zum 5 Hochzeitstag eine Foto mit ihr und Felicitas, und betrachtete es.
Er versuchte gegen seine Gefühle anzukämpfen. Letzt endlich verbarg er sein Gesicht in seinen Händen und weinte.
Um Fabian legten sich zwei Arme in Schwarze Spitze gehüllt mit Langen schwarz lackierten Fingernägeln. Er zuckte zusammen, doch da legte sich eine Wange an seine.
„Papa ich hab dich lieb.“
Fabian sprang auf schlang seine Arme um Felicitas und hob sie hoch.
„Papa bitte.“ Stöhnte Felicitas
„Ich krieg keine Luft mehr“
Fabian setzte sie ab und sah sie an.
„Deine Augen.“
Felicitas grinste schief
„Reptilienkontaktlinsen. Ich wusste du würdest mich mit denen nicht erkennen. Nicht mal mein Freund hat mich erkannt.“
Sie sah ihn schuldbewusst an. „Ich wollte mir die Option offen halten unerkannt verschwinden zu können“
Fabian nahm sie fest in seine Arme. „Ich bin glücklich dass du es nicht getan hast. Ich … ich… bitte kannst du die Kontaktlinsen rausmachen?“ Felicitas lächelte, dann nickte sie. Sie holte eine kleine Schachtel aus der Handtasche und legte die Kontaktlinsen rein. Dann sah sie ihn an.
„Besser?“ Fabian nickte. „Ja viel besser Felicitas. Das ist mein kleines Mädchen.“
Felicitas zog hörbar die Luft ein.
„Punkt eins ich bin erwachsen, punkt zwei niemand nennt mich Felicitas ich bin Felis.“
Fabian bekam angst sie sofort wieder zu verlieren trotz allem sah er sie an.
„Du wirst immer mein kleines Mädchen bleiben und Felicitas ist doch ein so schöner Name.“
„Was ist an dem Namen schön.“
„Er bedeutet die Glückliche.“
„Ich kann nicht behaupten das ich bis jetzt ein all zu glückliches Leben geführt habe.“
„Dafür hast du Mama und mich Glücklich gemacht.“
Felicitas traten gegen ihren willen tränen in die Augen. Schnell wandte sie sich ab als schon ein ruf durch die Hallen kam
„Felis come on. We must go.“
„Ich komme.“ Kurz wandte sie sich ihrem Vater zu.
„Wir sehen uns ich weiß ja jetzt wo du zu finden bist.“
„Felicitas warte nur eine Frage noch. Der 16 November. Du hast auf das Datum reagiert war dein leben in Gefahr?“
Felis hielt inne. Dann sah sie zur decke und biss sich auf ihre Lippe. Genau wie Fabian wenn er nervös war oder überlegte, stellte er fest. Dann nickte sie wiederwillig. Sie wagte es nicht ihren Vater in die Augen zu sehen.
„Ja ich wollte mir das Leben nehmen. Ich hatte einfach keinen Bock mehr auf die ganze scheiße.“
Fabian wurde blas.
„Aber du hast es nicht getan, was hat dich davon abgehalten.“
Traurig lächelte Felis.
„Ein süßer kleiner Knopf von 5 Jahren den ich noch ins Bett gebracht habe. Es war kurz vor zwanzig Uhr. Ich hatte alles geplant, vorbereitet. Ich habe mir den Freitag ausgesucht weil mich bis Montag nicht vermisst werden würde.
Naja um ehrlich zu sein gingen mir die ganzen Wänster auf die nerven und der Knopf besonders der hat ständig wegen irgendwas an mir dran gehangen. Naja ich habe ihn ins Bett gebracht noch fünf Minuten bis zum Feierabend.
Dann würde ich nach Hause fahren die Schlaftabletten zusammen mit MCP nehmen- ich bin nicht blöd ich weiß das zu viel schlafmittel auf den Magen schlagen und die Gefahr bestand das ich alles auskotzen würde bevor das zeug wirkte- ja und schon wieder nervte der Zwerg mich ich soll ihm noch eine Geschichte vorlesen.
Naja damit er ruhe gibt habe ich das gemacht. Ich saß auf seinem bett und nach dem ich fertig war hat er mich ganz fest umarmt. Und sagte
„Weißt du ich freu mich ganz doll auf Montag.“
Ich fragte ihn warum und er sagte
„Weil du mich dann wieder ins bett bringst. Ich hab dich ganz doll lieb Felis, bist du jetzt meine Mama?“"
Felis schluckt schwer.
" Wie hätte ich ihm das antun können? Er hatte doch keinen außer mir?“
„Ich bin mir sicher er hat jetzt die beste Mama der Welt.“
Felis nickte.
„Ja die hat er. Meine! die ihn schon dafür lieben wird dass er mein Leben gerettet hat. Ich bin mir sicher die zwei warten schon ungeduldig auf mich.“ Fabian sah sie erschrocken an.
„Mein kleiner Danny hatte Muskeldistrophi, das war auch der Grund warum seine Eltern ihn nicht wollten. Er war zu unbequem. Danny ist vor einem halben Jahr gestorben in meinen Armen. Und dann jammerte die blöde Kuh von seiner Biologischen Mutter wie schwer es doch ist sein Kind zu verlieren. Wo war sie denn wo Danny sie brauchte? Dafür weis ich wie es ist ein Kind zu verlieren. Danny war wie mein Sohn. Ich weiß dass man in einer Gruppe keine Lieblingskinder haben darf aber er war wie mein Baby. Es tut so weh.“
„Ich weiß liebes.“
Erst jetzt wurde Felis bewusst wie sehr auch ihr Vater darunter gelitten haben musste als sie abgehauen war. Sie wollte was sagen doch ihr fehlten die Worte.
„Felis come on please. Komm schon schatz.“
Felis drehte sich erleichtert um und rannte in die Richtung aus der die stimme kam in die Arme eines Jungen Mannes mit langen rotblonden offenen Haaren mit nur kleinen Zöpfen an der Seite.
„Danke keine Minute zu früh“ flüsterte sie in sein Ohr.
„Willst du nicht noch etwas bleiben er schaut traurig aus.“
„Ich bin noch nicht so weit.“
„Ok Honey dann lass uns gehen.“
Fabian sah den zweien hinterher. Die anderen drei die mit ihnen da waren standen bereits draußen und warteten. Was war, wenn sie nicht wieder kommen würde? Fabian hatte einen ganz trockenen Mund.
„Felici….“ Er biss sich auf die Lippe. „Felis.“
Diese drehte sich um und sah ihn an.
„Ich… ich liebe dich.“
Felicitas erstarrte. Dann riss sie sich los und rannte in seine arme. Fabian hatte Mühe sie aufzufangen Heiße tränen liefen ihr über die Wangen als sie ihn fest an sich drückte.
„Ich dich auch Papa“ flüsterte sie heiser „Ich hab dich auch lieb.“
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