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Re: Warum Delfine nicht schlafen müssen
infoshark - 03.01.2007, 13:37Warum Delfine nicht schlafen müssen
Warum Delfine nicht schlafen müssen
Die Vereinten Nationen haben 2007 zum "Jahr des Delfins" gemacht. Tatsache ist aber, dass die Forscher bislang sehr wenig über den Meeressäuger wissen. Eines seiner Geheimnisse konnten sie jetzt allerdings lüften.
Berlin - Er ist so etwas wie der Dalai Lama unter den Tieren, immer lächelnd, zu Späßen aufgelegt und nicht nur für Freunde von fair gehandelten Esoterikartikeln ein Quell spiritueller Kraft. Griechen, Römer und Maori lobten schon in der Antike seine Menschenfreundlichkeit. Er hat ein Helfersyndrom, das verleitet ihn dazu, Ertrinkende zu retten und sogar verletzten Haien zu helfen.
Delfine benehmen sich wie Menschen. Aber sie sind für uns vertraute Fremde: Die Forscher wissen fast nichts über die Wale. Das ist ein Grund, warum die Vereinten Nationen das Jahr 2007 zum "Jahr des Delfins" gemacht haben. Die Säuger sind in vielen Regionen vom Aussterben bedroht - sie sollen sorgfältiger geschützt und besser erforscht werden.
Kürzlich lüfteten Forscher ein Geheimnis, das Delfine schon lange umgibt: Warum müssen sie nicht schlafen? Delfinmütter schlafen nach der Geburt ihrer Kinder wochenlang nicht. Und auch in diversen Unterwasserlabors stellen Verhaltensforscher verblüfft fest: Delfine leben in ständiger Bereitschaft, innerhalb des Bruchteils eines Flossenschlags auf Geräusche zu reagieren.
Den Grund dafür fanden Forscher jetzt, als sie die Hirnströme von zahmen Tümmlern maßen: Erstaunt sahen die Biologen auf ihre Messdaten, wonach einmal die eine Hirnhälfte aktiv war, während die andere sich zur Ruhe setzte und umgekehrt: Zum Schlafen lösen die zwei Hälften einander also ab.
Verhaltensbiologen der University of California in San Diego hatten Großen Tümmlern beigebracht, nach einem akustischen Signal eine Scheibe am Beckenrand zu berühren. Belohnt wurde das mit Futter. Die Tiere reagierten prompt - und zwar nicht nur tagsüber, sondern auch nachts, wie der Verhaltensbiologe Sam Ridgway im Journal of Experimental Biology schreibt - "ohne Zeichen von Müdigkeit". Fünf Tage hielte sie die Tümmler auf Trab, ohne die Tiere müde zu bekommen und ohne dass sich in deren Blut Spuren von Stress nachweisen ließen, wie Adrenalin, Cortisol oder deutlich vermehrte weiße Blutzellen.
Für Säuger ist das einzigartig. Ähnlich wie eine andere seit Kurzem bei den kleinen Walen nachgewiesene Eigenschaft: Delfine sprechen einander offenbar mit Namen an. Schon länger weiß man, dass ihr System aus Pfeif-, Quietsch- und Knarzlauten auch eine individuelle Anrede enthält, den sogenannten Signaturpfiff. Für eine Studie in der der Zeitschrift "PNAS" wies der deutsche Biologe Vincent Janik zusammen mit US-Kollegen nach, dass sich Jungtiere ihren eigenen Pfeifton aussuchen und den ihr Leben lang benutzen. Und nicht nur das: Delfine lernen auch die Namen naher Verwandter. Studien zeigen, dass die Tiere die Signaturpfiffe naher Verwandter auch dann erkennen, wenn diese von einer Computerstimme wiedergegeben werden, der jede persönliche Klangfarbe fehlte. Für Meeresbewohner sei dies auch besonders wichtig, da sich ihre Stimmen mit steigendem Wasserdruck in der Tiefe veränderten, vermutet Janik.
Dieser Schritt vom Ich zum Du ist für Säugetiere alles andere als selbstverständlich. Denn den meisten fehlt es an der Fähigkeit zur Wiedergabe gehörter Laute. So scheiterten bisher alle Versuche, Schimpansen Wörter zu entlocken. Dass Delfine dagegen menschliche Sprachlaute erzeugen können, zeigte der Esoteriker John Cunningham Lilly, der einem Großen Tümmler immerhin Wörter beibrachte, die entfernt wie "Hello Margret" klingen.
Und auch das macht den Delfin so menschlich: Wie alle sensiblen Tiere hat der Delfin ein besonders gutes Verhältnis zu Kindern. Vielleicht weil sie Worte wie "Schleppnetz" oder "Harpune" nicht buchstabieren können.
Quelle: welt.de
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