[Referat] Kuba-Amerika Konflikt 19.122006

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    Re: [Referat] Kuba-Amerika Konflikt 19.122006

    tomuhlig - 19.12.2006, 18:52

    [Referat] Kuba-Amerika Konflikt 19.122006
    Hi Leute,
    Auf Anfrage hin nochmal den kompletten Inhalt von Benni, Davids und meinem Referat über den Kuba-Amerika Konflikt.

    Kuba Krise
    Die Kuba Krise war ein Konflikt, im Rahmen des Kalten Krieges zwischen der USA und der Sowjetunion, der durch die Errichtung sowjetischer Raketenbasen auf Kuba 1962 begonnen hatte.
    Nikita Chruschtschow (sowjetischer Staatsführer) wollte zum einen den Bündnispartner Kuba unter dem Castro-Regime, vor neuen Angriffen von außen schützen (1961 die Invasion der Schweinebucht) und gleichzeitig der waffentechnischen Überlegenheit der USA etwas entgegensetzen. Dadurch hätte er für die UdSSR gleichzeitig einen Vorteil in der Berlin Krise geschaffen, denn eine Intervention der Amerikaner auf Kuba hätte gleichzeitig einen Einmarsch der Sowjets in West-Berlin nach sich gezogen.
    Die Verschiffung der Raketen begann im Sommer und Mitte Oktober entdeckten Aufklärungsflugzeuge der USA die ersten davon auf Kuba.

    Darauf stellte der amerikanische Präsident John F. Kennedy ein Ultimatum, die Atomwaffen wieder abzubauen. Gleichzeitig verordnete er eine Seeblockade vor Kuba und bat die Vereinten Nationen um Vermittlung.

    Die Situation spitzte sich zu und drohte beinahe in einen offenen Krieg mit atomaren Waffen zu eskalieren. Schließlich erklärte sich Chruschtschow jedoch am 28. Oktober nach intensiven Verhandlungen bereit die Raketenbasen abzubauen und die bereits vorhanden Raketen nach Russland zurückzubringen.
    Als Gegenleistung musste USA auf eine Invasion in Kuba verzichten (diese wäre aufgrund der vorhandenen taktischen Atomwaffen in Kuba vermutlich auch nicht gelungen) und die auf Moskau gerichteten, in der Türkei (NATO-Mitglied) Mittelstreckenraketen abziehen.
    (Formelles Ende des Konflikts: Januar 1963; USA, UdSSR und die UN unterzeichneten ein Abkommen)
    Die beiden Supermächte einigten uns als Reaktion auf die Kuba Krise Instrumente für ein effizienteres Krisenmanagement zu entwickeln (heißer Draht zwischen Moskau und Washington, Rüstungskontrolle).

    Wie hätte die Kuba-Krise verhindert werden können?
    Zur Zeit der Kuba-Krise war die Sowjetunion von den Amerikanern bereits gefährlich in die Defensive gedrängt. In Deutschland machte sich ein Unmut über die sowjetische Besatzungspolitik breit, die NATO war als Antwort auf den Warschauer Pakt gegründet worden und in der Türkei waren bereits Mittelstreckenraketen auf Moskau gerichtet.
    Eben diese wachsende Anspannung brachte Nikita Chruschtschow dazu zu handeln und den Amerikanern mit der Androhung von Waffengewalt etwas entgegenzusetzen. Russland war sehr exponiert für Angriffe aus dem Westen, da der ursprünglich geplante Aufbau einer Verteidigungslinie nicht so funktioniert hat wie er sollte.
    Hätten die Amerikaner sich von Anfang an nicht auf das Kräftemessen mit der Sowjetunion eingelassen, so wäre es vielleicht gar nicht erst bis an den Rand der Eskalation gekommen.
    Doch nicht nur die USA und die UdSSR hätten die Katastrophe im Voraus erkennen und stoppen können. Mit der Enteignung amerikanischer Investoren auf Kuba (rund eine Milliarde Dollar), hatte Fidel Castro sich ein Handelsembargo von Seiten der Amerikaner auferlegt und Kuba so von seinem Hauptabnehmer für Zucker und Tabak vollständig abgeschnitten. Kuba war also auf einen mächtigen und wirtschaftstarken Bündnispartner angewiesen, wobei aufgrund Castros politischen Kurses nur die UdSSR in Frage kam.
    Wegen den zahlreichen Hilfeleistungen die Russland Kuba stellte, konnte Castro die Stationierung der Atomwaffen auf Kuba gar nicht ablehnen und wollte dies wohl auch nicht.



    Batistas Verhältnis zu den USA
    Batista war erst ein Sergeant beim kubanischen Militär und arbeitete sich hoch. Er hatte gute Beziehungen zu den USA was ihn zum Präsidenten machte(1940-1944; 1952-1958). Während seiner Amtszeit wurde er von den USA unterstützt, weil er ihren Interessen nicht im Wege stand. Havanna war die Vergnügungsmetropole der amerikanischen Oberschicht zu dieser Zeit.

    Fidel Castros Beziehungen zu den USA
    Castros Beziehungen zu den USA waren von Anfang nicht gut. Castro machte den “Fehler“ der Bodenreform. Während dieser wurde die Industrie und Landwirtschaft verstaatlicht, was zur Folge hatte, dass viele amerikanische Betriebe bzw. deren Besitz verstaatlicht wurde. Das machte ihn unbeliebt bei den USA und der OAS(Organisation Amerikanischer Staaten).
    Castro war keine Verbesserung für den Konflikt zwischen USA und Kuba. Er war eher jemand der „Öl ins Feuer gießt“. Jedoch war er gegenüber dem vorherigen Diktator eine Verbesserung. Mit der Plan wirtschaft führte er eine effizientes Volksbildungssystem ein welches den Analphabetismus beseitigte. Des weitern war seine medizinische Versorgung für Lateinamerika immer bedeutender, da sie den üblichen Standart weit übertrafen.
    Dem Zerfall des Ostblocks stellte Castro hartnäckiges Festhalten an den kommunistischen Prinzipien entgegen. Bis heute ist das Verhältnis nicht gut, allerdings haben die USA ihre Sanktionen vorsichtig gelockert.

    Hätte Castro den Konflikt entschärfen können?
    Castro hätte den Konflikt nur entschärfen können, indem er auf die USA zugegangen wäre. Er hätte nicht erst die Betriebe in Kuba wegnehmen sollen, sondern mit ihnen darüber verhandeln, wie man die amerikanischen Besitztümer auf Kuba nach und nach verstaatlichen kann. Wenn die USA darauf nicht reagiert hätten, hätte er die Bodenreform durchführen können. So hätte er sich um diplomatische Beziehungen bemüht. Allerdings ist ein nicht zu klärender Aspekt ob die USA nicht trotzdem in der Schweinebucht gelandet wäre.


    Schweinebucht Invasion

    Eine gescheiterte Invasion von Exilkubanern am 17. April 1961 in Kuba mit dem Ziel Fidel Castro zu stürzen.

    Nach dem Regierungsantritt Castros 1959 und seiner ersten Amtshandlung wurde Kuba von US-Präsident Dwight D. Eisenhower mit einem Wirtschaftsboykott belegt. Worauf hin sich Kuba politisch an die Sowjetunion annäherte.
    Dadurch glaubten die Amerikaner ihre Sicherheit im mittelamerikanischen Raum sei bedroht und brach schließlich im Januar 1961 auch die diplomatischen Beziehungen zu Kuba ab. Der US-Geheimdienst CIA (Central Intelligence Agency) hatte bereits im Jahr davor Vorbereitungen für eine Invasion in Kuba getroffen und konterrevolutionäre Exilkubaner für ihre Zwecke rekrutiert.
    Eisenhowers Nachfolger Kennedy genehmigte den Invasionsplan.

    Am 17. April 1961 landeten etwa 1300 Exilkubaner mit amerikanischen Waffen ausgerüstet und unter der Leitung des CIA in der „Bahia de Cochinos“ (Schweinebucht; Südküste Kubas).
    Die CIA rechnete dabei fest damit, dass die Invasoren von einheimischen Aufständigen unterstützt werden würde, doch dieser Fall trat nicht ein. Anstatt auf Kuba Verbündete und nach Havanna vorzustoßen, trafen die Angreifer auf erbitterten Widerstand der Kubaner. Zwei Tage später mussten sie sich geschlagen geben (1100 der Exilkubaner wurde gefangen genommen).

    Kennedy musste nach dem Scheitern der Invasion schwere Anschuldigungen über sich ergehen lassen (Invasion ungenügend vorbereitet, politische Lage in Kuba falsch eingeschätzt). Vor allem die UdSSR protestierte stark gegen die Aktion und schloss eine Intervention ihrerseits auf Kuba nicht aus.
    (Die gefangenen Exilkubaner wurden gegen die Lieferung von Lebensmitteln und Medikamenten im Wert von 50 Millionen Dollar freigelassen.)


    Heutige Situation

    Position der USA
    Da Kuba eines der letzten Länder mit einer kommunistischen Politik ist, ist die USA gegenüber ihrem Nachbarstaat eher feindlich gesinnt.
    Das Handelsembargo der USA, welches seit 1961 in Kraft ist, verhindert die außen- und innenpolitische Weiterentwicklung Kubas und deutet außerdem extrem auf die intolerante und einseitige Außenpolitik Kubas hin.
    Seit Kuba ein sozialistischer Staat ist, wurde das Land Opfer von militärischen, ökonomischen, finanzpolitischen, politischen, diplomatischen und medialen Aktivitäten der USA.
    Obwohl sich auch die UN schon durch mehr als 14 Abstimmungen gegen die Handelsblockade ausgesprochen hat, will die USA bis heute nicht ihren politischen Kurs in Bezug auf Kuba ändern und beharrt auf ihren Weg, das Land zu „demokratisieren“.

    Durch den „Destabilisierungsversuch“ (bezogen auf die US – Blockade) der USA sind bereits Verluste von circa 70 Milliarden Dollar für Kuba an sich entstanden.
    Durch diesen enormen finanziellen Verlust ist ebenfalls die Weiterentwicklung des Landes sehr eingeschränkt worden.
    An dieser Stelle möchte ich Frei Betto zitieren: “Die USA haben nie die Souveränität irgendeines Landes der Welt akzeptiert, sondern einem jeden die traurige Option ‚Kapitalismus oder Tod’ aufgezwungen.“

    Mit dem Amtsantritt von George W. Bush wurde der Gürtel um Kuba von der USA erneut enger geschnürt.
    Bush versuchte besonders direkt in Kuba die Menschen zu beeinflussen, indem er zu eine die Opposition stärkte (z.B. James Cason), was man Bush mit Sicherheit hoch anrechnen muss, da seit Fidel Castro an der Macht ist, sich bis heute kein Parteimitglied der Opposition zur Wahl des Volkskongresses aufstellen lassen durfte.
    Doch Bush versuchte auch durch Manipulation der Fernsehkanäle durch US – Störsender die Medien Kubas für seinen ‚kapitalistischen Feldzug’ zu nutzen.
    Seit Bush wurden etwa 50 Millionen US – Dollar zur Finanzierung von Aktivitäten gegen Kuba ausgegeben.

    Im Mai 2004 wurde der sogenannte ‚Plan Bush’ veröffentlicht der die zukünftige Behandlung des Kubaproblems beinhaltete. Das heißt grob und platt gesagt: Ein Staat formuliert ein Konzept um einen anderen Staat (in diesem Fall Kuba) umzustürzen.
    Tatsächlich wurden in diesem ‚Plan Bush’ ökonomische, finanzielle, diplomatische und politische Maßnahmen formuliert.
    Diese Maßnahmen trugen zur eingeschränkten Dollarüberweisung von der USA nach Kuba oder zu beschränkten Reisemöglichkeiten für US – Bürger nach Kuba bei. Somit wurde vor allem die finanzielle Unterstützung von Exilkubanern in den USA für ihre Familien in Kuba erschwert und der Tourismuszweig Kubas extrem beschnitten und zum Großteil lahmgelegt. Dazu muss man sagen, dass diese beiden Punkte sehr wichtige „Wirtschaftszweige“ für Kuba sind, um Land und Leute zu versorgen.

    Im Dezember 2005 erklärte die Außenministerin Rice, dass es im Mai 2006 eine überarbeitete Version des ‚Plan Bush’ geben würde, mit noch mehr Aktionsplänen zur ‚Demokratisierung’ Kubas.

    Zitat zu ‚Plan Bush’:
    US – Präsident Bush: „Wir werden nicht auf den Tag der kubanischen Freiheit warten, sondern für den Tag der Freiheit in Kuba arbeiten“.


    Position von Kuba
    Kuba gilt heutzutage zu den ‚Dritte – Welt - Ländern“. Dies wurde zum einen durch das Handelsembargo der USA hervorgerufen, allerdings auch durch das enge Bündnis zwischen der früheren Sowjetunion und Kubas. Durch den Zusammenbruch der Sowjetunion wurde Kuba in eine schwere Wirtschaftskrise gestürzt, da Kubas wichtigster Warenabnehmer, also die UdSSR, auf einmal weg fiel.

    Politisch gesehen ist Kuba seit Fidel Castro ein sozialistischer Staat. Fidel Castro vereinigt in sich alle Macht im Staate in seiner Person und kann somit als sozialistischer Diktator bezeichnet werden. Formell gesehen ist jedoch das Parlament ranghöchstes politisches Organ, welches in Wirklichkeit recht machtlos ist. Zur Unterstützung Castros ist auch nur seine Partei, die Partido Comunista de Cuba (PCC), was ihm ungerechte und vor allem undemokratische Vorteile im Volkskongress, also im Parlament zusagt.

    Außerdem sind fast alle politischen Instanzen auf Kuba verstaatlicht, genauso wie Gewerkschaften und die Presse, was erstens nicht zur freien Willensbildung führen kann, aber auch nicht die Demokratie in einem der letzten sozialistischen Staaten fördern kann bzw. soll.

    Zur Menschenrechtssituation kann man sagen, dass auf Kuba für viele Punkte, wie z.B. in der medizinischen und sozialen Versorgung, viel besser gesorgt ist, als in vielen westlichen, kapitalistischen Staaten.
    Ein Manko ist allerdings, dass z.B. die Grundrechte der Kubaner den staatlichen Zielen untergeordnet sind, was dem Staat eine unglaublich hohe und unkontrollierbare Macht über sein Volk gibt.
    Ein weiterer Kritikpunkt ist das Verbot von Menschenrechtsorganisationen, obwohl Kuba Mitglied der UN – Menschenrechtskommission ist. Dies führt vor allem zur Ungleichbehandlung von politisch anders Gesinnten und zu ungerechten Strafen gegenüber diesen.

    Solche konfusen Gegensätze sind unter anderem ein Grund für die Schwierigkeiten für die westliche Welt Kuba in ihrem globalen System einzugliedern bzw. einfach zu akzeptieren.
    Gegenüber der USA hat Kuba schon einige Versuche gemacht sich z.B. in den Kampf gegen den Terrorismus der USA einzuschalten, indem die kubanische Regierung Informationen über rechtsradikale Gruppierungen von Exilkubanern in Miami preisgegeben hat, die terroristische Anschläge gegen Kuba planten, was allerdings nur zur Verhaftung von den kubanischen Agenten in den USA geführt hat.

    Aber trotz aller politischen Schwierigkeiten zwischen den beiden Staaten, ist die USA der zehntwichtigste Handlespartner Kubas.



    Re: [Referat] Kuba-Amerika Konflikt 19.122006

    tomuhlig - 19.12.2006, 19:02


    Wenn ihr auf diesen Link klickt könnt ihr auch noch die Präsentation, mit dem jetzt schon legendären Video, runterladen.

    http://rapidshare.com/files/8154353/Powi_Referat_2006_Kuba_America.rar.html

    Viel Spaß Damit!



    Re: [Referat] Kuba-Amerika Konflikt 19.122006

    Beatboxrocker - 20.12.2006, 21:24

    Bling Bling
    Wir haben uns mühe gegeben. Schaut euch an welch kreatives Stück Referratsgeschichte dabei herausgekommen ist... :)



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