na da machen wir doch gutes Rollenspiel

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    Re: na da machen wir doch gutes Rollenspiel

    Jonas - 14.12.2006, 22:41

    na da machen wir doch gutes Rollenspiel
    Von einem im Vinsalt vorum:

    Mein Trauma mit der Borbaradkampagne

    Der "Meister"

    Der Meister war das schlimmste an der ganzen Kampagne: ein Typ, der selbst seine Powergamer propagierte und von allen erwartete, dass sie ebensolche superstarken Helden in den Kampf führen würden. Denn genau das war die Kampagne mit ihm: ein einziger, großer K(r)ampf. Wenn die Kampagne vorgab, jeden Helden von einem Dämon attackieren lassen zu müssen, bekamen diese je 12 ab. Ich habe es selbst gelesen. Er verwendete seine meiste Zeit darauf, uns die blutigen Spektakel unserer Kämpfe auszumalen. So ein Kampf war bei ihm schon in Regeln gefasst, nur in ganz besondere:

    Die Gegner überraschten uns grundsätzlich (es sei denn, es war vom Abenteuer her gar nicht möglich- manchmal MACHTE er es aber möglich) und hatten daher die erste Attacke.
    Der Kampf war für uns augenscheinlich nicht zu gewinnen. Strauchdieben gelang häufiger als einem aventurischen Helden in seinem ganzen Leben im Kampf die gute Parade und gute Attacke.
    Begründung: Die Helden seien zu stark und der Kampf müsse doch spannend sein.
    Diese Spannung bestand aus genau einem Element: pro Kampf wurden wir durchschnittlich schwerst verwundet (in Kämpfen mit Dämonen waren wir im Durchschnitt zwei- bis dreimal tot, aber wir hatten ja unsere Heiltränke der Qualität PG (E) immer dabei- die gab's umsonst) und warteten nur darauf, das die Gegner wie aus heiterem Himmel dahinstarben. Sie trafen sich selbst, gingen mit einem Säbelhieb zu Boden ("Sie waren schon sehr geschwächt"...jaja...), flohen oder taten sonst etwas, das uns den Sieg schenkte (obwohl jede drittklassige Räuberbande uns sonst den Garaus gemacht hätte!- Nach seinen Regeln).
    Nach einem Kampf bauchten wir uns aber nie um Wunden oder dergleichen zu kümmern- wir waren immer mit den erstklassigsten Heiltränken Deres ausgestattet (es waren immer welche vorrätig und sie alle hatten die gleiche Qualität: E) und nach einem Kampf genauso fit wie vorher.
    Der Kampf war dann das einzige Element, wo etwas Leben ins Spiel kam- ansonsten waren wir immer in irgendeinem Dorf oder irgendeiner Stadt, in der man einkaufen konnte wie im Paradies- man macht sich als Meister doch nicht die Mühe selbst zu sehen, was es wo gibt. Exotische Waffen, Gifte, maßgeschneiderte Rüstungen in jedem Kaff. Es war der Traum eines jeden PG. Nur leider waren wir keine PG. Wir wollten Spass. Aber wir hatten keinen. Einzig dem Meister schien es Spass zu machen. Er hatte sich extra für uns die ganze Kampagne gekauft. Daher tat er uns leid. Es gab Zeitperioden, in denen er mit uns gar nicht mehr klar kam. Wir machten die verrücktesten Aktionen im Kampf, liessen die unmöglichsten Sprüche zur unmöglichsten Zeit ab und bekundeten unsere Langeweile ganz offen. Dann war er beleidigt und schwor, NIEMALS wieder mit uns DSA zu spielen. Trotzdem ging die Kampagne weiter.
    Das lustige war: nach jedem Abenteuer gab er es MIR höchstpersönlich zum Lesen. Er sagte, da ich ja schon die Borbaradbox habe, könnte ich die Abenteuer ja gleich lesen. Ich habe das dann aber schnell etwas anders aufgefasst, als er es wollte- ich hielt ihm vor, was er dort falsch gemacht hatte und er erfand immer originellere Ausreden, warum er das tat. Weiter schlimm fand ich das nicht, ich spach auch mit den anderen darüber (ja, ich fieses Schwein mache den Meister platt). Schliesslich hatte ich die Borbibox.

    Die Spieler

    Unsere Mannschaft war bunt zusammengewürfelt, oft wurden die Helden gewechselt und plötzlich stand auch dann und wann mal ein "völlig neuer", 17.-Stufiger Held vor der Tür. Einen Powergamer hatten wir nämlich auch. Der hatte auch den meisten Streit mit dem Meister (wobei wir anderen nur schnell das Abenteuer hinter uns bringen wollten.) Zuerst waren wir noch zwei Krieger, zwei Magier und ein Zwerg. Doch später hatte sich unser Krieger (immerhin Linkshändig 18 und keinen AT oder PA- Wert unter 16 mit zwei verbesserten Schwertern) dann verabschiedet und an seine Stelle trat ein Magus, welcher sogar den INFINITUM beherrschte (naja, auf -4...). Mit einem Fulminanten Flammenschwert siegte er über seine Gegner (welche ihm aber auch zusetzen- schließlich wäre der Kampf sonst nicht spannend). Die Stufe des Magus ist mir entfallen, er war aber aus Andergast und ich weiß noch, wie er (tatsächlich) auf der ersten Stufe LE 31 und AE 33 hatte (war ehrlich ausgewürfelt, ich war dabei. Wohl ein gezinkter Würfel oder so ). Bei uns war er natürlich höher, denn sonst hätte er dieses Spektakel nicht überlebt. Unser erster Magier blieb. Gut, er war unsozial und ein finsterer Dämonologe aus Rashdul, aber vorher war er nie so verschlossen, leise und unaufmerksam gewesen. Lag wohl auch an der Kampagne. Den zweiten Krieger mimte ich. Dabei hatte ich noch meinen Spass, denn der Meister konnte umöglich vier Leuten gleichzeitig seine volle Aufmerksamkeit widmen. Ich sorgte dann dafür, dass seine Chipstüten nicht vergammelten. Unser Zwerg war aber das Beste: zwar absolut zwergisch, hat er das dritte Zeichen bekommen (er verwandelte sich in eine Echse.) Der Meister geizte nicht mit Zugeständnissen: er bekam Flügel, alle Zauber, die es so gab (ZF natürlich 18) und wurde so >PLOPP< DER unfreiwillige Powergamer schlechthin. Meister hatte dann ein Problem, denn für so ein Kampfmonster waren Gegner keine Gegner. Schließlich aber hatten wir noch den zweiten Magier. Der wechselte nicht und bekam auch "nur" die Rohalskappe. Seit seiner Frage nach der MACHT der Kappe zog ihn unser PG immer mit dieser MACHTkappe auf. Er konnte nichts dagegen tun. Doch schließlich und endlich endete der Horrortrip namens Borbaradkampagne und ich behielt eine negative Meinung davon. Bis ich einen Meister kennen lernte, der sein Handwerk verstand . Aber die Gruppe hat sich (LEIDER) aufgelöst.

    Hier nun die Beschreibungen der Abenteuer in Kurzform:
    ACHTUNG: WENN IHR SELBST NOCH DIESE KAMPAGNE SPIELEN WOLLT, LEST DIES NICHT!

    Alptraum ohne Ende
    Dies stelte sich später als das Lieblingsabenteuer des Meisters heraus: Umbenannt in "Kampf ohne Ende" oder "Untote ohne Ende"! Hierbei wurden wir praktisch auf den richtigen Weg gezwungen. Das war vom Abenteuer her ja ganz schlüssig. Aber was uns erwartete, war grauenhaft:
    Nicht etwa die vielen Untoten, noch die fast unbezwingbaren anderen Gegner: Nein, es war die Mentalität des Meisters. Hier begannen wir die Perversion fast schon zu spüren, derart viele Knochen wurden in wenigen Abenteuern gebrochen. Wir spürten Korobar auf, rissen ihn nicht in den Limbus (obwohl das mit dem AUGE DES LIMBUS eine gute Idee wäre...), sondern mussten gegen mörderisch gute Untote antreten, dabei noch einen Magier, der uns nebenbei in den Limbus schleuderte, wo der Kampf dann doch stattfand. Dort hatte er nicht mit der Dreistigkeit unseres Gruppenbeschwörers gerechnet und Korobar wurde vernichtet (Schade, das im Limbus alle Zauber nur ein Zehntel der normalen Kosten kosten...) Später sind wir einer Goblinssippe begegnet, die sich ziemlich unhöflich und herrisch verhielt, obwohl sie leichte Beute für uns war. Ich begann den Kampf gegen die Sippe, die Gruppe sollte mir nur im Notfall zur Seite stehen, denn ich wollte dem Meister zeigen, das nicht alle besser sind als wir. Als der Meister dann noch die Kampfwerte der Goblins ändern wollte (weil sie WIRKLICH schlecht waren), hätten wir ihn gegrillt und so kam sogar mal ein Kampf, in dem ich nicht einmal starb!
    Später, am Turm hatten wir auch unsere Freude: durch verschiedenste Sachen, die wir aus unserem Gedächtnis verbannt haben, waren wir derart geschwächt, das niemand einen Kampf gegen einen Heshtoth (wohlgemerkt: von 'des Meisters Sorte') bestehen könnte. Den Untoten fielen Steinblöcke aus der Decke auf den Kopf und so waren wir sie los, die Dämonen wurden seltsamerweise direkt wieder in das Heptagramm gesaugt, aus sie erschienen und der finale Endkampf gegen den Beschwörer (wie hiess er doch gleich?) wurde ein Klacks.
    Was hat der Meister daraus gelernt? Man sollte die Helden schon von vornherein mit mehreren Heiltränken (Qualität E) ausstatten, wenn man die Kämpfe einerseits spannend halten will, aber andererseits die Helden unbedingt am Leben halten will.

    Unsterbliche Gier
    Das war das Abenteuer, das an Dreistigkeit (und Kürze) nicht zu überbieten war: Der Meister erzählte uns von den Sachen, die wir machen könnten (alle wussten schon, das es um Vampire in Weiden gehen würde, der Meister konnte nicht den Rand halten), aber wir hatten uns natürlich nicht mit Rollenspiel aufzuhalten, KAMPF wartete ja auf uns! Diese Szene werde ich wohl nie vergessen:
    Meister: "Ja, ihr könntet ja jetzt wochenlang durch Weiden irren und nix herausfinden, aber Zordan (Anm. der Red: Es war der Gruppenbeschwörer, der auch das erste Zeichen hatte), du findest da eine astrale Spur, die führt euch direkt..."
    Zum Kampf. Wie auch sonst. Wir haben, so erinnere ich mich, einen Drachen getötet, mit mehreren Vampirfrauen geschlafen (Meisterpubertät), bevor wir sie abschlachteten (und dabei viel Sikaryan verloren) und auch Pardona musste dran glauben. Hätte der Meister es nicht mit allen Mitteln verhindert, wäre Borbarad auch durch unseren PG gleich am Anfang der Kampagne gestorben!
    Aber so sind sie eben. Also haben wir diesen Kampf dieses Abenteuer auch noch überstanden. Doch das nächste harrte schon unser...


    Pforte des Grauens
    In diesem Abenteuer hielt uns der Meister für entschieden zu schwach. Er dachte, wir würden es niemals allein schaffen. Wir wurden irgendwie nach Maraskan gebracht und dort empfingen uns dreizehn Rebellentruppen jeweils nicht freundlich. Aber vor der dreizehnten (die übelste Kampfwerte hatte, mehr noch als gewöhnliche Strassenräuber) rettete uns ein mysteriöser Fremder. Lange rätselten wir, wer es denn sein könnte, bis einer den dazu passenden Heldenbogen im Repertoire unseres Meisters entdeckte. Von da an war alles klar. Und einfach, denn wir schickten unsere neue magopyromanische Kampfmaschine in den Kampf. Wir selbst hatten wenig bis gar nichts zu tun, sein Held erschlug mal eben die drei Dämonenarchen, verbannte alle Paktierer in den Limbus und rettete alle drei schwarzen Schwerter. Zwei kamen ihm dann abhanden (durch die Blödheit unserer Helden, die mal wieder nicht aufpassten, wir hatten also doch irgendwie mit dem Abenteuer zu tun...) und als Yo'Nahoh auftauchte (=fetter Krakendämon), warf er ihn zurück in die Niederhöllen, beschloss, dort einmal aufzuräumen und verschwand mit ihm. Aber nicht daran zu denken, dass dieser Held keine Persönlichkeit hätte, oh nein, im Gegenteil: er war sehr auf sein Äußeres bedacht. Wir erwischten ihn dabei, wie er sich mittels eines REVERSALIS Last des Alters eine Falte IN DER HAND glättete! Soviel zu diesem Abenteuer, aber ich wäre froh gewesen, wenn wir etwas mehr daran teilgenommen hätten.

    des geht noch weiter und wird immer besser ich kuck mal ob ich den link finde



    Re: na da machen wir doch gutes Rollenspiel

    Mondschatten - 15.12.2006, 00:43


    ach quatsch.
    poste den rest hier rein amüsiere mich köstlich ^^



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