Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

Villevalle's World
Verfügbare Informationen zu "Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}"

  • Qualität des Beitrags: 0 Sterne
  • Beteiligte Poster: Lepakko - Korppi - PhiloFoX - Lazerangel - phoenyx - Setsuna
  • Forum: Villevalle's World
  • aus dem Unterforum: HIM - Fanfiction
  • Antworten: 29
  • Forum gestartet am: Sonntag 14.11.2004
  • Sprache: deutsch
  • Link zum Originaltopic: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}
  • Letzte Antwort: vor 17 Jahren, 5 Monaten, 15 Tagen, 5 Stunden, 7 Minuten
  • Alle Beiträge und Antworten zu "Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}"

    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Lepakko - 14.11.2004, 22:42

    Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}
    Warnhinweis!!
    Diese Geschichte ist ziemlich düster kann auch explizite Beschreibungen von Gewalt enthalten etc.
    Also nix für zartbesaitete Gemüter und an manchen stellen enthällt sie slash.....
    Da ich die Geschichte bis jetzt noch nicht zuende geschrieben habe, kann ich mehr noch nicht sagen.




    Wo blieben die beiden nur? So lange kann das Einkaufen und der Kinderarztbesuch doch nun wirklich nicht dauern! Sie sind jetzt schon fast 5 Stunden weg und mittlerweile ist es schon einige zeit dunkel draußen.
    Es klingelte an der Haustür.
    Sie wird wahrscheinlich nur zu faul sein ihren Haustürschlüssel in ihrem Handtaschenchaos zu suchen und klingelt mal wieder, so wie sie das öfters macht. Schoss es ihm durch den Kopf und er musste unweigerlich grinsen. Dann stand er gemütlich auf, um zur Tür zu laufen. Er schaute durch den Spion, aus Gewohnheit. Zwei Leute, ein Mann und eine Frau standen vor der Tür. Der Mann in Jeans und dunklem Jackett, die Frau in einem Dunklen Kostüm gekleidet.
    Oh, Mann, das sind sicher wieder die Zeugen Jehovas oder irgendwelche anderen Scharlatane, dachte er.
    Sie klingelten noch einmal.
    Er öffnete vorsichtig.
    “Ich bin Kriminalhauptmeisterin Koivu und das ist Kriminalpolizeimeister Liikanen von der Polizei in Espoo, guten Tag.” Sie hielten im ihre Ausweise entgegen.
    Er sah völlig verblüfft aus.
    “Wie kann ich ihnen weiter helfen?” fragte er etwas ungläubig.
    “Sind sie Herr Mikko Viljami Lindström?” fragte die Frau.
    “Ja der bin ich”
    “Können wir herein kommen?”
    “Wenn sie mir zuerst erzählen, weswegen ich sie hereinlassen soll, gerne.”
    “Es geht um Ihre Frau und ihre Tochter.”
    Er schaute sehr verwundert, warf noch einmal einen prüfenden Blick auf die Ausweise, die die beiden noch immer vor sich hielten, dann bat er die beiden herein und führte sie ins Wohnzimmer.
    “Herr Lindström,” fing die Frau in einem sehr ruhigen Ton an.
    “Was ist den nun mit meiner Frau und meiner Tochter.” Linde war unruhig.
    Die Frau schluckte, “Ihre Frau und ihre Tochter” fing sie abermals ganz langsam an.
    “Was ist passiert?” fiel Linde ihr ins Wort
    “Setzen sie sich erst mal, Herr Lindström”
    Er tat wie ihm befohlen.
    “Wir müssen ihnen leider mitteilen, das ihre Frau und ihre Tochter Tod sind, sie wurden ermordet. Mein aufrichtiges Beileid Herr Lindström”
    Er war fassungslos, Leere nichts als Leere empfand er in diesem Moment. Starr wie eine Salzsäule, unfähig sich zu bewegen, etwas zu sagen. Dann wurde ihm schwarz vor Augen.

    Er öffnete die Augen. Die Decke war weiß, alles in diesem Raum war irgendwie weiß. Erst jetzt bemerkte er, das piepen und die ganzen Kabel und Schläuche mit denen er verbunden war.
    Eine Ärztin kam herein gelaufen. “Guten Tag, wie geht es ihnen?” Sie schaute prüfend auf die Apparate.
    “Wie fühlen sie sich, Herr Lindström?” Er antwortete wieder nicht auf ihre Frage.
    “Warum bin ich hier?” Er konnte sich nicht entsinnen; weswegen er im Krankenhaus sein sollte.
    Die Ärztin wich seiner Frage aus. Es klopfte an der Tür. “Ihre Eltern sind da, möchten sie mit ihnen sprechen?” Er nickte nur.
    Sie verließ das Zimmer und er hörte ihre Worte “Sie können zu ihm, er ist aufgewacht. Aber nur kurz und sein sie vorsichtig er steht immer noch etwas unter Schock.”
    Dann betraten seine Eltern das Zimmer, beide mit einem sorgenvollen Blick. “Wie geht’s dir Mikko?”
    “Was ist passiert? Warum bin ich hier?” er fragte wieder und hoffte auf eine Antwort.
    “Es tut mir so leid, mein Junge.” Die Mutter fing an zu weinen, sein Vater stand nur mit versteinerter Miene daneben und legte ihr die Hand auf die Schulter.
    “Kann mir den niemand, sagen was los ist?”
    Dann fing der Vater an zu sprechen. “Sie haben gesagt, du seiest zusammen gebrochen, nachdem...” er geriet ins Stocken und schluckte. “Nachdem was?” fragte Linde nach.
    “Nachdem sie dir die Nachricht über bracht haben.” vervollständigte der Vater seinen Satz.
    Plötzlich kam Lindes Erinnerung zurück, und es traf ihn abermals mit voller Wucht. “Das ist nicht war!” schrie er. “Das ist eine Lüge! Das darf nicht sein!” Er fing an zu weinen. “Sie können nicht tot sein.” Er schluchzte. “Neiiiiin”
    Die Ärztin und eine Schwester kamen herein gestürmt. Während die Schwester seinen Arm hielt, machte die Ärztin kurz die Infusion ab und spritzte ihm ein Beruhigungsmittel in die Braunüle, welches auch recht bald seine Wirkung zeigte.
    Die Ärztin schaute mit strenger Mine zu seinen Eltern. “Sie haben ihm doch nicht etwa offen ins Gesicht gesagt, was passiert ist?”
    “Nein” entgegnete der Vater in einem sehr bestimmten Ton. “Aber er scheint sich auf einmal wieder erinnert zu haben.”

    „Es ist besser, wenn sie jetzt gehen, außerdem wird er jetzt schlafen, nachdem wir ihm dieses starke Beruhigungsmittel verabreicht haben.“
    Die Eltern verabschiedeten sich von Linde, doch der war bereits völlig weggetreten.

    Am übernächsten Tag kamen Koivu und Liikanen, die beiden Kriminalbeamten, ins Krankenhaus und erkundigten sich ob Linde nun vernehmungsfähig war, nachdem sie am vorausgegangenen Tag, schon einmal abgewiesen wurden.
    „Sein Zustand hat sich etwas stabilisiert, ich denke, das sie kurz zu ihm können. Aber bitte nur kurz“ mit diesen Worten führte die Ärztin die beiden Beamten in sein Zimmer.
    „Guten Tag Herr Lindström, sie erinnern sich an uns?“ fing Koivu an.
    „Ja.“ Gab Linde nur knapp zurück.
    „Wir müssen ihnen einige Fragen stellen und hoffen sie können uns weiter helfen.“
    Koivu versuchte sehr behutsam mit ihm umzugehen, es war ihr noch zu gut in Erinnerung, wie vor 3 Tagen einfach umgekippt war.
    „Was wissen sie schon?“ erkundigte sich Linde.
    Koivu schluckte, sollte sie ihn mit der Wahrheit konfrontieren oder erst einmal abwarten.
    „Die Spuren am Tatort deuten eindeutig darauf hin, das es wohl keine Einzeltat war.“ Fing Koivu an und Liikanen fügte an. “Wir vermuten vom Tatschema her, das es sich um einen Serientäter handelt.“
    „Wovon reden sie, wie Serientäter?“ Linde war nicht klar worauf die beiden hinaus wollten.
    „Ja, in den letzen Wochen wurden hier in Helsinki und Umgebung bereits einige Verbrechen dieser Art begangen“ Koivu musste unweigerlich an die Tatortfotos denken und sie verspürte jetzt noch ein leichtes zucken in der Magengegend, wenn sie daran dachte.
    Linde schaute immer noch sehr ungläubig.
    „Ja, die Zeitungen haben diesen Kerl bereits als den „Ripper von Espoo“ bezeichnet“ gab Liikanen in seiner so wunderbar taktlosen art hinzu.
    Linde verspürte einen leichten Schwindel als Liikanen vom „Ripper von Espoo“ sprach. Er hatte die Berichte gesehen, die Zeitungen waren seit Wochen voll davon, wie konnte man nicht davon Wissen, täglich spekulierten diverse Boulevardblätter darüber, wann und wo er als nächstes zuschlagen würde.

    Koivu warf Liikanen einen bösen Blick zu, wandte sich dann aber wieder Linde zu „Haben sie irgendetwas oder jemand auffälliges vor dem Haus oder auf der Straße beobachtet, als die Beiden das Haus verließen?“
    „Nein, ich hab Gitarre geübt als die beiden weg sind.“
    „Oder in den vorangegangenen Tagen?“ fragte Koivu weiter.
    Linde überlegte. „Nein“
    „Danke, Herr Lindström, das war’s fürs erste.“ Die beiden verließen das Krankenzimmer.

    Nun war er wieder alleine, ganz alleine. Wie sehr er sie vermisste.
    Die Gedanken fuhren Karusell in seinem Kopf. Wieso? Warum ausgerechnet sie?

    Eine Woche später:
    Linde wurde aus dem Krankenhaus entlassen, Migé und Ville waren gekommen um ihn abzuholen.
    “Komm lass uns erst mal zu mir fahren,” bot Ville ihm an. “Du kannst auch erst mal bei mir im Gästezimmer pennen, wenn du noch nicht zurück in die Wohnung willst.”
    Linde nickte nur abwesend, er war mit seinen Gedanken woanders. Wer konnte das den beiden bloß angetan haben? Wie konnte ein Mensch nur so grausam sein?
    “Linde?” Ville tippte ihm auf die Schulter.
    “Was?” Linde fuhr herum.
    “Ich hab dich gerade was gefragt. Hast du Hunger? Unser Freund Migé will was essen und ich könnte auch mal wieder was zwischen die Zähne gebrauchen”
    “Nee, ich hab keinen Hunger?”
    “Ich schlag vor ich bestell mal Pizza, und...”
    “Ach ja, Herr Paananen” fiel Ville ihm ins Wort. “Wir reden mal wieder in der Ich form. Wenn die anderen aber gar keine Pizza wollen?” Ville grinste spitzbübisch.
    Migé brummelte irgendetwas unverständliches in seinen Bart.

    Sie waren mittlerweile bei Villes Apartment angelangt. Migé und Ville waren schon ausgestiegen.
    Linde saß immer noch völlig abwesend auf dem Beifahrersitz und starrte Löcher in die Luft.
    “Endstation! Alle aussteigen!” rief Ville laut. Linde schreckte aus seiner Starre hoch. “Oh ja, ich steig ja schon aus.”
    Schweigend machten sich auf den Weg zu in Villes Apartment. Keiner wusste so recht was er sagen sollte. Sie wussten wie sehr Linde unter dem Tod der beiden litt und es tat ihnen in der Seele weh ihn so zu sehen. Doch einfach zu sagen, Kopf hoch das wird schon wieder, war wohl nicht unbedingt das richtige zu diesem Zeitpunkt. In den vorangegangenen Tagen hatten sie viele Stunde darüber geredet, wie sie ihrem Freund in dieser Situation helfen konnten, aber keiner war auf irgend eine zündende Idee gekommen, nur eines war ihnen klar gewesen, wenn sie ihn jetzt mit all seiner Trauer alleine ließen, würde das sein Untergang sein.
    Ville öffnete die Tür.“ Da seid ihr ja endlich!” rief ihnen Villes Freundin entgegen. Sie gab Ville einen Kuss und begrüßte Linde mit einer freundschaftlichen Umarmung “So jetzt wird erst mal was gegessen, Ville hat für dich Lasagne in Auftrag gegeben, dein Leibgericht Linde.” sie lächelte ihn an. Doch der nickte nur wortlos und versuchte krampfhaft zu lächeln, was jedoch eher einer gequälten Grimasse glich. Ein breites Grinsen hingegen, machte auf Migés Gesicht, bei der Erwähnung des Wortes essen breit und er machte sich ohne umschweife auf den Weg in die Küche.

    “Migé!”
    “Was?“ Er fuhr herum.
    “Bewachst du den Backofen, damit niemand die Lasagne klaut?” Ville lachte amüsiert über Migés Anblick. Dieser war in der Hocke vor dem Backofen und hatte fasziniert dessen Inhalt beobachtet
    “Öhmm, ich wollte nur mal so sehen, was deine Herzallerliebste da so fabriziert hat.”
    Ville musste abermals lachen. Er klopfte Migé auf die Schulter.
    “Komm schon Mikke, die paar Minuten bis die fertig ist wirs’de wohl noch warten können, oder?”

    Linde und Jonna saßen mittlerweile im Wohnzimmer auf der Couch, als die beiden anderen dazu kamen.
    “Hier, ich hab uns mal ein Bier mitgebracht” Ville drückte Linde die Flasche in die Hand. ”Kippis!” Ville stieß gegen Lindes flasche, das dieser fast erschrak. Linde murmelte etwas unverständliches und nippte dann kurz an seinem Bier um es dann wieder auf den Tisch zu stellen.

    Mittlerweile hatte Jonna die Lasagne auf den Esstisch gestellt und die Jungs nahmen Platz.
    Migé griff sofort nach dem Heber, um sich an der Lasagne zu schaffen zu machen, doch Ville klopfte ihm auf die Finger und schaute ihn strafend an. “Lass doch erst mal Linde was nehmen! Du wirst nicht gleich vom Fleisch fallen, wenn du nicht sofort was zuessen bekommst.” Dabei zwickte er Migé in die Seite, so das dieser den Heber, mit einem Quieken losließ.
    Ville lud ein Stück auf Lindes Teller, bevor er weiter verteile. Amüsiert über Migés fast schon gierigen Blick, gab er ihm erst zuletzt. Er stach ein winziges Stück der Lasagne ab, von dem selbst er nicht satt geworden wäre und legte es, mit einer nahe zu theatralischen Geste auf Migés Teller. Wenn Blicke hätten töten können, wäre Ville jetzt tot vom Stuhl gefallen. Er grinste in sich hineine, denn er liebte es Migé zu piesacken.
    “Ein bisschen mehr hätte es schon sein könne” beschwerte dieser sich.
    Ville grinste ihn an. “Iss erst mal das, wenn du dann noch Hunger hast, kannste dir ja noch was nehmen” antwortete Ville, dem immer noch Grimmig drein schauenden Migé dann wünschte er einen Guten Appetit und fing an zu essen.
    Während die andern es sich schmecken ließen, und Migé sich längst schon, ein diesmal riesiges Stück beinahe einverleibt hatte, stocherte Linde immer noch vollkommen lustlos in seinem essen herum, er hatte nicht einen Bissen davon angerührt.
    Jonna hatte ihn die ganze Zeit beobachtet “Ville hat erzählt, Lasagne wäre dein Lieblingsessen. Du hast ja nicht mal probiert” sagte sie mit einem vorwurfsvollen Unterton.
    “Ja,... hab keinen Hunger.” wehrte er ab.
    „Ach komm, ne Kleinigkeit geht doch“ fing Ville an, ihm zu zureden.
    „Die iff wirklif gut“ meldete sich Migé mit vollem Mund, schmatzend zu Wort.
    Linde nahm ein kleines Stück auf seine Gabel, steckte es sich in den Mund und kaute lustlos darauf herum. Eigentlich tat er es nur damit, ihn die anderen nicht weiter nervten. Er nickte Jonna zu “Schmeckt gut“ Hoffentlich geben die bald mal ruhe.

    Mittlerweile hatten sie, mit viel gutem zureden, Linde dazugebracht zumindest die Hälfte seiner Portion zu essen.

    Nach dem Essen hatten sie sich wieder, über ins Wohnzimmer gesellt und schmiedeten Pläne, was man mit dem restlichen Tag noch so anfangen könnte. Linde beteiligte sich nicht an der Diskussion. Plötzlich stand er auf. „Ich möchte mir mal die Beine vertreten“ ging zur Tür, schnappte sich wortlos seinen Mantel und ging. Er lief ziellos durch die Strassen, all diese Menschen - Fremde. Sie schienen so glücklich zu sein. In Gedanken verloren lief er weiter, das Zentrum hatte er bereits hinter sich gelassen. Plötzlich hatte er das Gefühl, das ihm jemand folgte. Er schaute sich um, doch der entdeckte niemand.

    Dieser Gedanke, immer mehr machte sich in seinem Kopf dieser Gedanke breit, zu Anfang hatte er es noch geschafft, ihn zu verdrängen, doch mittlerweile war es ihm nicht mehr möglich, er konnte die Präsenz dieses Gedankens nicht mehr verdrängen, seit Tagen schon spukte es in seinem Kopf herum. Nun stand sein Entschluss fest.
    Kälte machte sich plötzlich in seinem Körper breit, dieser Nachmittag im Spätherbst war schon empfindlich kalt. Er zog den Mantel enger um seinen Körper und lief weiter, immer wieder schaute er sich um, dieses Gefühl verfolgt zu werden ließ ihn nicht mehr los und er legte noch einen Schritt zu. Langsam kam er seinem Ziel immer näher, die Hochhäuser kamen in Sichtweite. Plötzlich klingelte sein Handy. Ville rief an, wollte wissen wo Linde war. “Ich lauf nur ein bisschen durch die Stadt, will den Kopf frei kriegen.” Gab Linde zurück und legte auf, bevor Ville weiter reden konnte.

    Er war mittlerweile an einem der Hochhäuser angelangt und als jemand hinein lief, spazierte er einfach mit hinein. Im Aufzug drückte er zum obersten Stockwerk. Die Leute stiegen im 3.Stock aus, nun war er alleine. Eine seltsame Unruhe überfiel ihn, denn er wurde das Gefühl nicht los, das er nicht alleine in diesem Aufzug war. Doch er wischte diesen Gedanken beiseite, welch ein Blödsinn. Nach einer halben Ewigkeit war der Aufzug nun endlich im obersten Stockwerk angelangt und Linde stieg aus.
    Irgendwo musste doch diese verdammte Tür zum Dach sein. Da! Er drückte die Türklinke. Mist! Sie war verschlossen. Etwas unentschlossen blieb er vor der Tür stehen, dann entschloss er sich zu gehen. Er hatte sich bereits um gedreht um zu gehen. Klack! Er fuhr herum.
    Wie von Geisterhand stand die Tür einen kleinen Spalt weit offen. Seltsam, dachte er nur. Verwundert nahm er die Klinke in die Hand und zog die Tür auf. Er stieg die Stufen hinauf zum Dach. An der Brüstung angelangt schaute er kurz hinunter, ui, war das hoch. Doch dann stieg er über die Brüstung und stellte sich auf den Rand. Noch einmal überlegte er.
    Alles hatten sie ihm genommen, seine Familie, sein Glück, Alles, alles das es sich gelohnt hätte weiter zu machen, zu leben. Nie wieder würde er glücklich sein können.
    Er schloss die Augen und breitete die Arme aus.
    Dann lies er sich nach vorne Überkippen.



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Lepakko - 14.11.2004, 22:46


    Plötzlich spürte er einen Ruck.
    Er wurde zurückgerissen und über die Brüstung gezerrt. „Was?“ schrie er. Er wurde auf die Beine gestellt.
    Eine Gestalt, fast einen Kopf größer als er selbst, stand vor ihm. Linde sah ihn an. Er trug einen langen tiefroten Mantel, einen großen schwarzen Hut, den er tief ins Gesicht gezogen hatte. Seine Langen schwarzen Haare flatterten im Wind. Er verneigte sich. “Arttu ,mein Name,“ sagte er.
    „WAS SOLL DAS? Kann man sich denn nicht mal in Ruhe umbringen?“ schrie Linde ihn an. Dieser fing ihn an zu lachen, rückte dann seine Sonnenbrille nach unten und sah Linde mit einem durchdringenden Blick an. Linde erstarrte, diese roten Augen, seine Iris war rot. Er konnte sich nicht mehr rühren, war wie hypnotisiert.“ Wwwer bbist du? Stotterte er.
    „Arttu! Aber das hab ich ja schon gesagt.“ Er schob seine Sonnenbrille wieder hinauf.
    Linde war immer noch starr vor Angst.
    „Warum ich hier bin?“ Sagte Arttu plötzlich, als hätte er die Frage in Lindes Gedanken gelesen.
    “Eigentlich war ich auf der Suche nach jemand ganz anderem, als ich dich gesehen habe. Ihr seid alle so dumm ihr Menschen, der Ripper von Espoo” Er lachte. “Die Polizei wird das sicher nicht schaffen diesen Kerl zu fassen. Er ist einer von uns, und er hat zwei von meinen besten Leuten auf dem Gewissen.”
    Linde nahm all seinen Mut zusammen. “Wieso hast du mich zurückgeholt?”
    “Oh, ich hab es dir angesehen, was du vor hast, wir sehen so etwas. Da bin ich dir gefolgt.” Arttu grinste breit, so dass Linde kurz ein paar lange Eckzähne aufblitzen sah. Er bekam plötzlich Angst. “Lass mich in ruhe,” sagte Linde auf einmal, “Ich will nicht...”.
    “Vor zwei Minuten wolltest du dich noch vom Hochhaus stürzen” fiel Arttu ihm ins Wort und grinste dabei amüsiert. “Du wärst tot gewesen wenn ich dich nicht zurück gezogen hätte und jetzt willst du mir erzählen du willst nicht sterben.” Arttu bekam einen Lachanfall. “Aber so reagieren die meisten.” Fügte Arttu hinzu. Er nahm seine Sonnenbrille ab und schaute Linde an. “Ich möchte dich zu einem von uns machen.“
    “Wieso?“
    “Zum einen finde ich dich sehr sympathisch und ich weis du könntest uns behilflich sein diesen Kerl zu bekommen. Schließlich hat er auch deine Familie ausgelöscht. Ausserdem wolltest du gerade sterben und das ist so ziemlich das selbe, ob du nun einer von uns wirst oder dich vom Hochhaus stürzt.”
    “Aber wenn ich einer von euch werde bin ich nicht tot, oder doch?” fragte Linde ihn unsicher.
    “Naja, nicht wirklich tot aber du wirst dich von deinen Freunden und allem früher oder später abkehren müssen. Sie werden verdacht schöpfen.”
    Linde wusste das es aus dieser Situation keinen Ausweg gab. Entweder der Abgrund oder Arttu für eines musste er sich jetzt entscheiden.
    “Nein, kleiner!” rief Arttu.” So einfach ist das nicht.” Er hielt ihn fest und legte gleichzeitig seinen hypnotischen Blick auf, der Linde jede Willenskraft raubte. Dann nahm er ihn in den Arm und zog ihn langsam zu sich. Er spürte, das jeder Muskel in Lindes Körper auf höchste angespannt war, doch trotzdem war dieser nicht in der Lage, sich gegen diese Macht, die Arttu auf ihn ausübte zur Wehr zu setzen.
    “Normalerweise schließen die Opfer ihre Augen.” flüsterte Arttu ihm ins Ohr. Dann biss er zu.
    Er spürte ein kurzes Aufbäumen im Moment des Bisses, danach nur noch die selbe Anspannung wie zuvor , als würde Lindes Körper sich immer noch dagegen zur Wehr setzten, etwas was ihn überraschte, denn die meisten fügten sich einfach ihrem Schicksal. Plötzlich erschlaffte Lindes Körper und Arttu wusste instinktiv das er jetzt nicht weiter machen durfte, wenn er ihn nicht töten wollte. Er leckte über die Wunde bis diese sich vollständig verschlossen hatte und kniete nieder um den leblosen Körper nieder zu legen. Sanft fuhr er über seine Wangen, er war so schön in seinem Todesschlaf, doch er durfte ihn auch nicht zu lange in diesem Zustand verbleiben lassen sonst würde er ihn nicht mehr erwecken können. Er zog Lindes zu sich hin. Sanft hauchte er einen Kuß auf Lindes Mund. Einen Moment noch, du schönes Wesen, dachte er. Er küsste ihn abermals, doch diesmal suchte seine Zunge den Weg in seinen Mund, ganz sanft. Er ließ von Linde ab und beobachtet ihn. Er küsste ihn erneut, dieses mal etwas forscher als zuvor, seine Zunge drang tief in Lindes geöffneten Mund ein. Wach endlich auf du Dummerchen dachte als er abermals von ihm abließ. Langsam spürte er eine Regung in Lindes Körper, er hatte ihn erweckt. “Nun wirst du eine Weile schlafen, sanft wie ein Baby, kleiner Prinz” sprach Arttu während er mit seinem Finger sanft die Linien in Lindes Gesicht nach zeichnete.

    Arttu hatte ihn beobachtet kurz, nachdem dieser Raman wieder zugeschlagen hatte. Er war damals zu spät gekommen um das zu verhindern, an dem Linde zerbrochen war. Manchmal schaute sich Arttu, auf der suche nach dem Verantwortlichen, auch die Familien der Opfer, soweit noch vorhanden, an. Meist brachte es nichts, denn diese Art von Vampiren tötete oft nach dem Zufallsprinzip.
    Doch dieses mal hatte er wieder das Gefühl verspürt, nach zusehen. Die Polizei machte es ihm dabei eher leicht. Sie hatten ihn nicht mal bemerkt, als er mit ihnen in die Wohnung hinein spaziert war. Die Augen der Menschen waren so leicht zu täuschen und zum Glück waren in dieser Wohnung nicht allzu viele Spiegel angebracht gewesen.
    Normalerweise hatte er nicht allzu viel Mitleid mit den Menschen, doch irgendwie war es bei Linde anders gewesen, genau sagen wieso konnte er nicht. Vielleicht, weil dieser einen so zerbrechlichen Eindruck auf ihn machte, wie eine wertvolle feingliedrige Porzellanpuppe.
    Vielleicht war es das, was ihn dazu trieb das hier zu tun, die zerbrochene Porzellanpuppe.

    Arttu schaute auf. Linde zuckte.
    Die Transformation hatte begonnen. Krämpfe durchzuckten Lindes Körper. Arttu nahm ihn in den Arm, hielt ihn fest. Er hatte es schon oft mit erlebt wie diese Transformation von statten ging. Immer heftigere Krämpfe schüttelten Lindes Körper. Dann waren die Krämpfe, so plötzlich vorbei wie sie begonnen hatten. Arttu nutzte diese Zeit der Ruhe, um Linde nach Hause zu bringen, denn es würde noch einige dieser Attacken folgen, bis die Transformation vollendet war. Er packte Linde über seine Schulter und machte sich auf den Weg.

    Am Haus angelangt öffnete Arttu die Eingangstür und bugsierte sich, mitsamt Linde über der Schulter, hinein. Im Hausflur waren zwei alte Frauen gerade am tratschen und beobachteten diese Szene. Die eine ging auf Arttu zu. “Sagen sie mal, was ist denn mit dem Herrn Lindström?”
    “Er hatte etwas zuviel” bekam sie als knappe Antwort im vorbei laufen.
    Während Arttu die Treppen zu Lindes Wohnung hinauf stieg, hörte er die beiden noch Tratschen.
    “Hab ich dir’s nicht gesagt, er fängt an zu saufen! Von wegen der bringt sich um! Saufen, das was alle Kerle machen, wenn se mit dem Leben nicht mehr klar kommen.”
    Wenn die wüssten... dachte Arttu, als er die Wohnungstür hinter sich ins Schloss schob.

    Kaum hatte Arttu die Tür geschlossen, fing Linde erneut an zu krampfen. Er packte ihn kurzer Hand ins Bett und schaute sich dann in der Wohnung um. Nichts hatte sich verändert, seit er das letzte mal hier war. Wie auch. Plötzlich wurde er aus den Gedanken gerissen. Lindes Handy klingelte. Er nahm es in die Hand und überlegte. Ville blinkte auf dem Display, einer von Lindes Freunden, soviel wusste er. Ein kurzer Stimmtest. Ok, klingt halbwegs wie Linde. Dann ging er ran.
    „Wo um alles in der Welt, treibst du dich rum Linde?“ schallte es ihm aus dem Hörer entgegen.
    „Öhmmm, ich bin bei mir in der Wohnung.“
    „Wieso?“ fragte Ville nach.
    „Ich wollte allein sein.“ Antwortete Arttu ihm. “Ich bin müde, Tschüß.“ Mit diesem Satz legte Arttu auf.

    Ville wunderte sich.
    Sie waren vorhin kurz in Lindes Wohnung gewesen, um etwas zu holen und er selbst hatte den Schlüssel doch eingesteckt. „Mikke, geh mal an meine Jacke!“ rief er ziemlich laut. Keine Reaktion.
    „Mikke!“ schrie Ville, aber er bekam wieder keine Antwort. Er schwang sich vom Sofa und machte sich auf den Weg in die Küche. Migé stand vor dem Kühlschrank. „Waf ift denn? Mach ma kein freff!“
    „DU isst ja schon wieder!“ Ville schüttelte den Kopf und lief zur Garderobe. Tatsächlich er hatte Lindes Schlüssel noch in der Jacke.
    „Mikke, da is was Faul.“
    „Was soll denn Faul sein?“
    „Na, Linde, seinen Schlüssel hab ich hier und angeblich ist er in seiner Wohnung. Wir fahren da jetzt mal hin.“
    „Och nee, ich will nich.“
    „Doch wir sehen da jetzt nach.“
    Ville zerrte Migé aus der Küche, drückte ihm den Autoschlüssel in die Hand und befahl ihm „So, du fährst jetzt zu Lindes Wohnung.“
    „Alleine?“ sagte Migé leicht geschockt.
    „Nee, ich komm natürlich mit, sonst machst du das doch eh net“ Ville freute sich mal wieder diebisch, als Migé einen leicht angesäuerten Gesichtsausdruck auflegte und dabei noch etwas unverständliches in vor sich hin brummelte.
    Mittlerweile waren sie am Haus angekommen, Ville schloss die Haustür auf. Och, nee nich schon wieder diese neugierigen alten Hexen
    „Ach, der Herr Valo“ tönte es ihnen schon entgegen.
    Zum Glück kennen die beiden bis heute noch nicht meinen Namen grinste Migé in sich hinein.
    „Wollen sie nach dem Herrn Lindström sehen?“
    „Ja, wieso?“ antwortete Ville verwundert.
    „Sturzbesoffen ist er vorhin von einem Kerl, hergebracht worden, der hat ihn sogar hochgetragen. Ist noch gar nicht so lange her.“
    „Ja, so etwa ne viertel Stunde, und der war so unfreundlich und so einsilbig“ sagte die Zweite.
    „War der schon mal hier gewesen?“ fragte Ville neugierig. Linde hatte sich mal darüber aufgeregt, dass die beiden Alten, beinahe Buch darüber führten, wer im Haus, wann ein und aus ging und zusätzlich noch, wer wen wann zu besuch hatte und das ganze außerdem noch im Hausflur umher posaunten.
    „Nein.“
    „Ja“
    „Wieso ja, Maria?!“
    „Den hab ich hier schon mal gesehen. Der war einer von den 3 Polizisten, die dem Herrn Lindström, diese schreckliche Nachricht gebracht haben.“
    „Drei? Nee, Maria, da waren nur zwei.“
    „NEIN. Ich hab drei gesehen!“
    Ville und Migé ließen die Beiden weiter zanken und gingen zu Lindes Wohnung. Ville wunderte sich darüber, das Linde am Telefon keine Spur betrunken geklungen hatte. Aber gut. Irgendeinen Grund muss es ja gehabt haben, dass der Typ Linde tragen musste.

    Lindes Krämpfe wurde wieder heftiger. Arttu hielt in fest in seinen Armen. „Es ist bald vorbei“ flüsterte er.
    Plötzlich hörte war krach an der Tür. Ein Schlüssel wurde herum gedreht. Wer, um Himmelswillen ist das?
    „Er hat gesagt er ist müde, also geh ich mal ins Schlafzimmer“ hörte Arttu eine Stimme sagen. Es hörte sich an als währe es der jenige, mit dem er vorhin, telefoniert hatte.
    „Ich geh mal in die Küche“ sagte eine zweite Stimme.
    Arttu ließ Linde los und deckte ihn zu. Oh, mist hier sind Spiegel, ich muss hier raus.
    Fast wäre Arttu in seiner Eile mit Ville zusammen gestoßen, doch er konnte ihm gerade noch so ausweichen. Er musste jetzt vorsichtig sein, um von dem Anderen, nicht entdeckt zu werden, das Menschliche Auge konnte er täuschen, einen Spiegel nicht. Zum Glück hatte Linde, nicht allzu viele Spiegel in der Wohnung

    Ville drehte sich verwundert um, ein Windhauch war an ihm vorbei gezogen, als er das Schlafzimmer betrat, als währe jemand an ihm vorbei gelaufen, außerdem glaubte er kurzzeitig eine große, rote Gestalt im Spiegel gesehen zu haben. Hab ich jetzt auf einmal wieder Halluzinationen? Er schüttelte den Kopf und schob den Gedanken bei Seite. Schon als er Linde im Krankenhaus besuchte, hatte er diese große, rote Gestalt als Spiegelung in der Glasscheibe gesehen, doch als er Burton darauf hin ansprechen wollte, war die Spiegelung plötzlich verschwunden und er hatte es lieber für sich behalten, bevor die Anderen ihn noch für verrückt erklärten. Dann schaute er zu Linde, der lag friedlich schlummernd in seinem Bett, das Handy neben sich. Ville war beruhigt. Plötzlich fing Linde an sich zu krümmen und zu Krampfen. Oje, gleich kotzt er. Warum hat dieser Idiot den keinen Eimer hingestellt? So was, macht man doch, wenn man jemanden Heim bringt, der schon net mehr laufen kann. ärgerte sich Ville. Linde stöhnte auf, als hätte er schmerzen. „ Mikke, schnell, bring eine Schüssel“ brüllte Ville. Migé kam auch postwendend angelaufen und hielt ihm ein Schüsselchen, mit höchstens 15cm Durchmesser, entgegen. „Was ist das?“ fragte Ville ärgerlich.
    „Eine Schüssel!“
    „Was glaubst du, wofür ich die brauche?“ schnauzte Ville und zeigte dabei, auf den sich krümmenden, stöhnenden Linde. „Für Linde, zum rein Kotzen!“ Migé machte sich mit einem leicht beschämten Gesichtsausdruck, auf den Weg zurück in die Küche.

    „Linde aufwachen!“ Er rüttelte Linde Ich muss ihn aufwecken, sonst erstickt er noch, wenn er sich im schlaf übergibt. schoss es Ville durch den Kopf .
    Oh nein, er darf ihn nicht wecken, nicht während der Transformation Arttu hatte die Panik gepackt.
    „Ich hab den Putzeimer, aus der Besenkammer, geholt.“ Kam Migé angehetzt.
    „Sehr gut, Mikke. So jetzt drehen wir den aber erstmal auf die andere Seite.“
    Linde krümmte sich wieder und wieder, immer stärker, er stöhnte laut auf vor Schmerz.
    So verhält sich kein Vollgesoffener wunderte sich Ville. Er schüttelte Linde abermals.

    Was mach ich bloß, die Müssen irgendwie von ihm ablassen. Dachte Arttu wieder.
    Er hechtete in die Küche und fegte die Porzellanteile vom Liebevoll arrangierten Regal hinunter.

    Lärm von zerschellendem Porzellan erfüllte die Wohnung.
    Ville sah Migé vollkommen verängstigt an und krallte sich an Migés Arm fest. Migé war verwundert Hat Ville da eben etwa “ Mama, angst!“ gesagt? Er musste stark an sich halten, um nicht laut los zu lachen. Ville zeigte, mit der einen Hand, in Richtung Tür, während die andere immer noch Migés Arm umklammert hielt. „Is gut, ich geh ja schon nachsehen, wenn du endlich meinen Arm loslässt.“


    Mit diesen Worten befreite Migé seinen Arm aus Villes Umklammerung und lief Richtung Küche. An der Küchentür angelangt, erschrak er. Der gesamte Boden war mit Scherben bedeckt. Wie kann den so was passieren? Plötzlich spürte Migé eine leichte Berührung auf seiner Schulter. Er erstarrte.
    “Siehst du was?” fragte eine ihm sehr wohl bekannte Stimme.



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Lepakko - 14.11.2004, 22:47


    “Sag mal spinnst du, Ville?” fuhr er herum. “Schleichst dich einfach von hinten an!”
    “Ups, Sorry. Wusste garnich das du So schreckhaft bist!”
    “So schreckhaft!” zischte Migé. “Wer hat denn vorhin ‘Mama, angst’ geschrieen? Doch nicht ich!”
    “Öhmm,” Ville wurde rot. ”Bitte niemand verraten, ja?” sagte Ville kleinlaut mit bettelndem Blick
    Ich werde das bei passender Gelegenheit mal fallen lassen. dachte Migé und grinste.

    Arttu hatte dieses Schauspiel amüsiert beobachtet, Lindes Transformation würde bald beendet sein, so lange musste er die beiden noch von ihm fern halten. Ville ist irgendwie auch ein Hübscher fuhr es ihm durch den Kopf. Er schwang sich lautlos vom Küchentisch und schlich sich an den, immer noch zankenden Migé und Ville vorbei. Er stellte sich hinter Ville und sein Blick fiel auf dessen Genick. Ville hatte seinen Haare unter einer Mütze gestopft, so dass sein Genick frei war. Faszieniert betrachtete er die Tätowierung. Migé war mittlerweile in die Küche gelaufen und Ville folgte ihm vorsichtig.
    “Vielleicht sollten wir die ganzen Scherben mal weg machen.” schlug Migé vor. ”Sonst tritt man sich noch ne Scherbe in den Fuß.”
    Ville sah ihn ungläubig an. “Du und putzen?”
    “Naja, Scherben weg machen ist nicht putzen und barfuss in Scherben treten ist kein spaß.” schon war Migé in Richtung Besenkammer verschwunden und ließ einen verwunderten Ville zurück.
    Arttu war noch immer fasziniert, von diesem seltsam geformten Pentagramm in Villes Nacken. Auch bei Linde hatte er dieses Zeichen schon irgendwo gesehen und er fragte sich was es damit auf sich hatte. Wie sich dieser wohl geformte Hals anfühlen würde? Arttu ging naher an Ville heran und blies ihm leicht ins Genick. Er spürte wie Ville zusammen zuckte und erstarrte “Migé? Hör auf damit.” sagte er mit unsicherer Stimme. Im selben Moment kam Migé mit Schippe und Besen um die Ecke. “Was is?” fragte er verwundert. “Mach das nicht noch mal, hörst du!” fauchte Ville zornig.
    In Migés Gesicht stand ein riesiges Fragezeichen geschrieben. Er schüttelte nur den Kopf und fing an die Küche zu fegen.

    Arttu stand noch immer hinter Ville. Wie gerne würde er ihn kosten, diesen wohlgeformten schlanken Hals in seine Hände nehmen, und seine Lippen an... Arttu wischte diesen Gedanken beiseite und schalt sich. Er durfte es nicht tun. Er hatte bereits Linde zu einem von Ihnen gemacht und wenn er nun Ville auch, dann währe er nicht besser, als die, denen er den Kampf angesagt hatte. Durch eine Berührung und einen spitzen Schrei wurde er aus seinen Gedanken gerissen. Er erschrak so, dass er sich wohl für einen kurzen Augenblick Ville sichtbar gezeigt hatte. Dieser krallte sich gerade zitternd an den völlig perplexen Migé und stotterte “Der ggrosse Rote, er ist hier! Der Tod! Das ist der Tod. Mamaaa, ich will nicht sterben! Der war auch bei Linde im Krankenhaus! Dann is er ins Nachbarzimmer und hat sich den Kerl geholt!”
    Warum in aller Welt, hielten ihn die Leute immer für den personifizierten Tod? fragte sich Arttu.
    Und das der Kerl im Nachbarzimmer genau in dem Moment gestorben ist, war wirklich nur Zufall gewesen.
    “Jetzt beruhig dich mal, Ville. Wir packen jetzt Linde ein und dann fahren wir wieder zu dir. OK?”
    “Jja” war das einzige was der immer noch zitternde Ville von sich geben konnte.
    “Aber vorher, räum ich hier noch die Scherben weg”
    “Aber beeil dich!”
    Arttu verließ die Szenerie und ging ins Schlafzimmer, um nach Linde zu sehen. Er hob kurz dessen Augenlid hoch, um zu prüfen. Ja, die Iris, ist vollkommen umgefärbt
    Dann ging er. . Zum Glück ist niemand im Flur. Dachte er nur als er die Treppe hinabstieg um vor dem Haus auf die drei zu warten.

    Linde war nicht wach zu bekommen, Migé griff seinen Puls d.h. er suchte seinen Puls, doch er fand keinen Linde bewegte sich zwar hin und wieder, doch Migé spürte bei ihm weder Atmung noch konnte er auch nach mehreren Versuchen den Puls finden. “Ich glaube wir sollten einen Krankenwagen rufen” sagte Migé plötzlich.
    “Ist er tot?” fragte Ville zögernd.
    “Nein, aber irgend etwas stimmt nicht mit ihm.” antwortete Migé. Dann zückte er das Handy und rief den Notdienst. Der Krankenwagen traf sehr schnell ein. Arttu beobachtete die Szenerie, jetzt musste er eingreifen. Sie mussten ihn in die Manninen-Klinik bringen. Arttu wusste nur zu gut, dass man dort auf dieses “Krankheitsbild” spezialisiert war. Zum glück besaßen, Vampire die Fähigkeit die Gedanken und Willen der meisten Menschen zu manipulieren. Arttu stieg unbemerkt mit in den Krankenwagen ein.
    Der Arzt selbst war nicht mit diesem “Krankheitsbild” vertraut, doch in der Klinik angekommen wusste man schon, worum es sich handelt und Vorsichtshalber verabreichte man erst mal eine Blutkonserve und auch Arttu benutze die Gelegenheit um sich in der Blutbank zu bedienen.
    Arrtu hatte Kirsi Vanhala, seine “Chefin” schon über den Neuzugang informiert. Die Klinik war im Besitzt von Kirsis Familie, so konnte sie ein und aus gehen, wie sie wollte. Linde wurde auf ein Einzelzimmer gelegt, was Kirsi und Arttu die Gelegenheit gab, ihn in aller Ruhe über sein “neues” Leben aufzuklären.

    Migé und Ville waren mittlerweile an der Klinik angekommen, die beiden waren darüber verwundert gewesen, das man ihn ausgerechnet hierher gebracht hatte. Der Fahrer und der Arzt hatten den beiden vor dem Abtransport glaubhaft versichert, das er dort am besten aufgehoben wäre. Die Manninen-Klinik lag weit außerhalb von Helsinki und war außerdem noch eine Privatklinik. Nach einigem Hin und Her an der Information, durften die Beiden dann zu Linde aufs Zimmer gehen. Als sie das Zimmer betraten, war Linde gerade im Gespräch, mit einer Ärztin, wie die beiden annahmen, aber sie ging auch sofort.
    “Den Anderen haben wir schon bescheid gesagt” Fing Migé an. “Haben die dir gesagt warum sie dich ausgerechnet hierher gebracht haben? Das ist doch am Arsch der Welt.”
    Linde lachte.
    Endlich kann er wieder lachen freute sich Ville.
    Plötzlich bemerkte Linde wie seine beiden Freunde, schlagartig erstarrten und in völlig verängstigt anstarrten.
    “D deine A Augen.” stotterte Ville.
    Linde grinste “Das gehört zur Krankheit.” antwortete er nur knapp. Er musste daran denken war Kirsi ihm gerade gesagt hatte, er solle es vor seinen Freunden und Verwandten als eine seltene Krankheit darstellen. Sie hatte auch irgend eine lateinische Bezeichnung gesagt, die er aber nicht mehr zusammen bekam.
    “Was für eine Krankheit?” fragte Migé neugierig.
    “Hämo irgendwas, ich habs schon wieder vergessen.”
    “Hat das auch einen Finnischen Namen? Mit Latein kann ich nix anfangen!” bohrte Migé weiter.
    “Keine Ahnung”
    “Ja, und warum jetzt ausgerechnet diese Klinik?” fragte Ville noch mal nach.
    “Die kennen sich hier am besten mit diesem Hämo dingsbums aus, hat man mir gesagt”
    “Achso”
    Mit dieser Antwort schienen die beiden erst mal zufrieden zu sein.
    Bis auf die seltsamen Augen, sieht er jetzt doch wesentlich gesünder und lebendiger aus als vorhin. bemerkte Mige.
    “Und was macht jetzt dieses Hämo dings, außer diese tiefroten Augen und woher kommt das, is das ansteckend?” erkundigte sich Ville.
    “Is irgendwie ziemlich komplex, haben die mir gesagt. Also woher es genau kommt, kann ich dir jetzt nicht sagen, aber es ist nicht ansteckend. “und so lange ich dich nicht beiss, wirst du’s auch nicht kriegen. grinste Linde in sich hinein.
    “Das ist ja schon mal beruhigend” brach Migé die kurzzeitig auf gekommene Stille. ”So rote Augen will ich nicht haben.”
    “Erzähl mal weiter, was macht das noch so.”nervte Ville weiter.
    “Ja wie soll ich sagen, also irgendwie is das so ne Art Blutbildungs-Störung hab ich gesagt bekommen, ich muss regelmäßig Blutkonserven bekommen, weil der Körper kein eigenes Blut mehr bildet. Es ist aber nicht nur das, bei den meisten Leute mit dieser Krankheit, entwickelt sich wohl auch noch eine Licht-Allergie, wobei ich die bis jetzt noch nicht hab und mit dem Essen muss ich aufpassen.”
    “Aber das das alles so plötzlich kommt, ohne irgend welche Vorzeichen?” fragte Migé verwundert.
    “Ja das wär normal, wenn diese Krankheit auftritt, dann wär der erste Schub immer sehr drastisch”
    Hoffentlich hören die jetzt endlich mal auf mit ihren Fragen zu nerven
    “Kannst du denn da noch mit uns auf Tour kommen?” kam die nächste Frage von Ville.
    “Ich weiss es nicht!” antwortete Linde, diesmal mit einem Sehr genervten Tonfall in der Stimme.
    Migé und Ville sahen sich verdutzt an, Linde war sonst nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen.
    Irgendwie muss ich die beiden und ihr nerviges Gefrage loswerden

    “Wie lange wirst du hier bleiben müssen?” kam die nächste Frage von Migé
    Linde platzte der Kragen. “Is das hier ein Kreuzverhör?” schrie er. “Das Nervt!”
    Die beiden waren sichtlich irritiert, über das etwas schroffe verhalten ihres, sonst durch nichts aus der ruhe zu bringenden Freundes.
    Er hat viel durchgemacht in der letzten Zeit, vielleicht braucht er einfach noch ein bisschen Ruhe. “Du wir gehen dann mal wieder” Ville stubbste Migé in die Seite. “Wir kommen dich dann morgen noch mal besuchen.” Die beiden verabschiedeten sich schnell und verließen das Zimmer.
    Endlich ruhe! Die beiden sind manchmal echt nervig.

    Kaum waren Migé und Ville gegangen, kam Kirsi wieder herein. Linde warf ihr einen genervten Blick zu.
    “Ich mag keine Krankenhäuser” beklagte sich Linde. “Ich will wieder heim.”
    “Eigentlich könnten wir dich sofort wieder entlassen, du bist kerngesund, aber ich möchte mit dir einiges besprechen” fing Kirsi an. “Arttu ist leider nicht mehr hier er musste weg, er könnte dir noch einiges mehr zu deinem Dasein als Vampir erzählen, doch einige Dinge, kannst du auch von mir erfahren.”
    So begann sie zu erzählen:
    “Meine Familie, die Vanhalas, waren seit Generationen Vampirjäger, nicht nur Vampire sondern eigentlich alle Untoten, Arttu hatte sich damals in den Dienst meines Großvaters gestellt. Nicht nur er sondern auch andere Vampire waren in unserem Dienst gewesen. Vor kurzem waren bei einer größer angelegten Aktion wurden die beiden anderen getötet, es war eine gezielte Attacke, das wissen wir heute. Und soweit ich weis hat Arttu es sich in den Kopf gesetzt sich wieder ein paar neue Gefährten zur Seite zu nehmen. Du bist wohl der erste, den er sozusagen, rekrutiert hat. Für die meisten Menschen bleibt es verborgen, das es Vampire überhaupt gibt und normalerweise schaffen wir es auch, das die Medien davon nichts mitbekommen, leider ist es uns in dem Fall, der hier derzeit unter der Ripper von Espoo durch die Medien geht nicht gelungen und die schlachten dieses Thema jetzt bis zur Gänze aus.”

    Linde schaute sie traurig an. Er wusste nur zu gut wovon sie sprach. Einige Reporter hatten sich, nach seinem Zusammenbruch, versucht Zugang zu seinem Krankenzimmer zu verschaffen, als bekannt wurde, das Manna und Olivia Opfer des Rippers waren. Selbst als er das Krankenhaus verließ, wartete davor schon ein Reporter und wollte eine Stellungnahme von ihm haben. Zum Glück hatten Migé und Ville den Typ von ihm fern gehalten.

    “Wie schon erwähnt, wirst du einiges in deinem Leben umstellen müssen, du musst nicht im Sarg schlafen oder solche Dinge, wie die meisten Menschen glauben. Arttu ist eine der wenigen, so genannten Vampir geborenen, das heisst seine Mutter wurde hochschwanger von einem Vampir gebissen und brachte ihn zur Welt als sie bereits ein Vampir war. Das ist eine der Gründe, warum ihm auch Tageslicht nichts anhaben kann. Alle Menschen die durch seinen Biss zu Vampiren werden, werden ebenfalls zu sogenannten Tagvampiren. Es wird noch einige Zeit dauern bis du dich an dich umgestellt hast. Ich kann dir auch in sofern behilflich sein, das ich dafür sorge, dass du regelmäßig deine Blutkonserven hier bekommst. Außerdem wirst du noch deine Ausrüstung und noch einige andere Einweisungen von uns bekommen. Ach ja, ich werde dir auch noch farbige Kontaktlinsen anfertigen lassen. Hast du noch Fragen?”
    Linde war geplättet von der Flut der Informationen und schüttelte nur den Kopf.
    “Was wenn ich gar kein Vampirjäger werden will?” Fragte er als, Kirsi schon beinahe den Raum verlassen hatte. Sie lächelte nur und schloss die Tür hinter sich.

    Am nächsten Tag kam Kirsi wieder vorbei, sie hatte einen älteren Herren im Schlepptau. “Darf ich vorstellen, das ist Juhani, mein Verwalter, Butler, Berater und väterlicher Freund. Er ist auch Herr über die Rüstkammer.” Linde sah sie fragend an. “Ich möchte dich bitten mit uns zu kommen. Ich weis, das du nicht unbedingt begeistert bist, von dem Gedanken ein Vampirjäger zu sein.” Linde nickte nur. Sie wollte gerade weiter reden, als ihr Handy anfing zu klingeln. Nach einem kurzen Telefonat, dessen antworten ihrerseits nur aus Ja und na gut, bestanden warf sie Linde seine Kleider zu. “Du kommst mit uns.” Sie sprach in einem Befehlston der keinen Widerspruch zuließ. Die drei verließen die Klinik. “Wir fahren auf das Anwesen meiner Familie.” kommentierte Kirsi Lindes frage nach dem Wohin. Kaum das der Wagen gestoppt hatte, sprang Kirsi aus dem Wagen, “Juhani wird dir alles weiter erklären.” waren die Worte die sie noch rief bevor sie in die Villa rannte. Linde stieg langsam aus und betrachtete das Gebäude. Es war riesig. Ihm war aufgefallen, dass das Anwesen, mit einer hohen Mauer umgeben war und die Einfahrt mit einem riesigen Eisentor verschlossen war. Er war schon verwundert darüber. Irgendwo im Nirgendwo eine solche, schon fast einer Festung gleichenden Bauweise vorzufinden. “Magst du nicht mit hinein kommen?” sprach Juhani, den sich voller Verwunderung um schauenden Linde an. Er nickte.
    “Hier entlang.” Juhani zeigte auf die große hölzerne Eingangstür und machte eine Geste die Linde signalisierte, er solle voran gehen. “Keine Angst, ich beisse nicht. Kirsi ist manchmal etwas schroff.” Entschuldigte sich Juhani für das Verhalten seiner Chefin. “Aber sie meint das nicht so. Den rauen Ton hat sie sich mit den Jahren angewöhnt. Aber wahrscheinlich wird man so, wenn man wie sie, als Frau in einer von Männern dominierten Welt erfolgreich bestehen will.”
    “Und was soll ich jetzt hier?” fragte Linde etwas trotzig.
    “Du wirst jetzt von mir ausgerüstet, bekommst deine Waffen und auch etwas passendere Kleidung für deine kommenden Aufgaben.”
    “Ich will kein Vampirjäger werden.” protestierte Linde abermals.
    Juhani schien Lindes Protest schlichtweg zu ignorieren. “Zuerst werden wir dich mal einkleiden. Kirsi hat mir deine Kleidergröße gegeben und ich hab einiges besorgt. Folge mir!” Er führte Linde über den Flur in ein Zimmer. Dort waren Kleiderständer mit Mänteln und Anzügen aufgebaut und auch einige paar Stiefel. “Die Auswahl ist hoffentlich groß genug, also such dir in ruhe etwas aus.”
    Linde ging hinüber zu den Mänteln, sein Blick viel sofort auf einen tief violetten fast schwarzen Mantel und auch ein olivgrüner Mantel traf seine Aufmerksamkeit. Doch zuerst nahm er den violetten, betrachtete ihn, dieses changieren zwischen schwarz und violett faszinierte ihn. Er zog den Mantel an und schaute an sich herunter, dann ging er hinüber zum Spiegel passt wie angegossen und ist schön lang, Moment mal, warum kann ich mich im Spiegel sehen, ich bin doch jetzt ein Vampir? Linde war verwundert. “Stimmt etwas nicht?” wollte Juhani wissen. Linde starrte noch immer in den Spiegel.
    “Ich kann mich sehn, im Spiegel” in Lindes ton schwang unterschwellig etwas entsetzten mit. Juhani lachte “Natürlich kannst du dich im Spiegel sehn.”
    Linde sah ihn fragend an.
    “Das ist eine alte Mär, die nicht der Wahrheit entspricht, dass man Vampire im Spiegel nicht sehen könnte. Man kann sagen, es ist sogar umgekehrt. Du kannst dich vor dem menschlichen Auge verstecken, es täuschen, so das sie dich nicht sehen können, aber Spiegel lügen nicht, sie lassen sich nicht betrügen. Leider auch jegliche Arten von Film- oder Fotokameras. Es gibt viele Dinge die in den Legenden beschrieben werden, die in Wirklichkeit anders sind. Zum Beispiel die Sache mit dem Holzpflock ins Herz oder dem Kreuz ist blanker Unsinn.”
    “Und Knoblauch?” wollte Linde Wissen.
    “Das allerdings schon, Generell eigentlich alle Zwiebelgewächse, aber Knoblauch im besonderen. Es ist dir sicherlich schon selbst aufgefallen, Vampire haben einen sehr viel feineren Geruchssinn als Menschen. Man sagt, er sei fast so gut wie der eines guten Spürhundes.”
    Deswegen fand ich Migés Geruch gestern so unerträglich “Bist du ein Vampir?”
    “Nein. Aber jetzt such mal weiter aus.” Trieb Arttu ihn an.
    Linde legte den violetten Mantel beiseite, und nahm den olivgrünen. Er griff in den Stoff, das Material fühlte sich ganz anders an, viel fester und robuster als bei seinem alten Armeemantel den der Zuhause hatte, er streifte sich den Mantel über und auch dieser passte wie angegossen. Seine Laune stieg langsam, als er sich im Spiegel betrachtete. Sieht richtig chic aus.
    Juhani hatte im mittlerweile die passenden Anzüge zu den Mänteln zurecht gelegt.
    Wobei es Linde nicht sonderlich gefiel dieses Ton in Ton angezogen zu sein. Also entschloss er sich spontan den Olivgrünen Mantel zum violetten Anzug zu kombinieren. Juhani betrachtete diese Kombination eher skeptisch, doch er verkniff sich einen Kommentar.
    Juhani legte ihm auch noch einige andere Sachen heraus, von denen er fand sie würden zu Linde passen.
    “So, neu eingekleidet bist du jetzt, nun folgt das nächste. Dazu müssen wir in den Keller.” Juhani lief voran und sie stiegen eine Breite Treppe hinunter. Vor ihnen breitete sich ein großer Gewölbekeller aus. ”Wundere dich nicht, der Keller ist mehr als doppelt so groß wie das darüber liegende Gebäude.“ Juhani lief einen langen Gang entlang, und schloss dann eine Tür auf. “Hier ist die schon erwähnte Rüstkammer.” Er lief hinüber zu einem großen Holzschrank und zog eine Schublade auf. “Kennst du dich etwas mit Waffen aus?” Juhani sah fragend zu Linde hinüber. Der schüttelte nur den Kopf.“Das ist sozusagen unsere Hausmarke.“ Juhani hielt ihm eine Riesige Pistole entgegen. „Ein normaler Mensch könnte mit diesem Monster nicht schießen, denn der Rückschlag ist enorm. Die Patronen sind keine normalen Patronen, die Projektile sind aus reinem Silber gegossen.“
    „Warum gerade aus Silber?“
    „Silber ist das einzige was einen Vampir ernsthaft verletzten kann.“
    „Deswegen haben die mir im der Klinik meine ganzen Clipse aus den Dreads raus gemacht.“
    „Ja und genau aus diesem Grund solltest du beim nachladen Handschuhe tragen. So jetzt geht es zu den Schießübungen.“ Juhani führte ihn in einen weiteren Raum in dem ein Schießstand aufgebaut war.



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Lepakko - 14.11.2004, 22:48


    Teil 2

    Mittlerweile waren einige Wochen ins Land gegangen.
    Linde hatte trotz seiner anfänglichen Ablehnung gegen Schießwaffen und vielen Anfangsschwierigkeiten und auch dank der Überredungskunst von Arttu und Kirsi, sich langsam mit der Rolle des Vampirjägers angefreundet. Eines was ihn vielleicht mit dazu beitrug ihn umzustimmen war, dass Kirsi ihn einige male zu Ermittlungen mitgenommen hatte. Die sie meist an die Tatorte führten nachdem ein Vampir oder Ghouls einen Tatort verlassen hatte und die Spurensuche für das Team begann. Zu Anfang wurde ihm einige male übel, als er die Szenerie betrat. Ein Fall ging ihm besonders ans Herz, zumal in diesem Fall die schmerzliche Erinnerung an Manna und Olivia sich mit aller macht in sein Gedächnis zurück drängten. Dies war auch der Punkt an dem er sich entschied, Arttu bei seinem Kampf gegen, wie Arttu sie bezeichnete, niederen Vampiren zu suchen. Vampire, die nur zum Spaß töteten, nicht aus reinem Hunger, sondern mit ihren Opfern spielten, ihr Blut sinnlos vergossen.


    Sylvester. Es war der erste Auftritt mit der Band seit einigen Monaten. Die Stimmung innerhalb der Band war riesig, bis auf Linde, der sich eher abseits hielt. Traurig schaute er zu den anderen hinüber, die alle mit Freundinnen und bekannten gekommen waren. Es tat ihm weh, die anderen so zu sehen und niemanden an seiner Seite zu haben. Silke hatte das bemerkt und kam zu ihm. “Magst du ein Bier?“ Linde schüttelte den Kopf. “Du schaust so traurig.“ Linde nickte nur. “Was ist den los?”
    “Manna, sie fehlt mir. Letztes Jahr waren wir gemeinsam hier und jetzt...” Linde sprang auf und lief aus dem Raum.
    Es war kurz vor Mitternacht als Linde wieder auftauchte. Der Besitzer des Tavastias machte sich gerade auf den weg zur Bühne. Sie hörten das Publikum rückwärts Zählen....3,2,1. Dann beglückwünschten sie sich alle zum Neuen Jahr. Kurz danach gingen sie auf die Bühne. Die Band wurde vom Publikum frenetisch gefeiert. Nach einer Runde Zugaben, gingen sie endgültig von der Bühne.
    Jetzt sollte auch für die Band endgültig die Party beginnen.
    Plötzlich klingelte Lindes Handy. Juhani war am anderen ende der Leitung. Ein dringender Einsatz, sie hatten endlich diese Vampirin ausfindig gemach, die schon seit einigen Tagen eine blutige Spur durch ganz Südfinnland zog und Arttu bestand darauf, dass Linde bei dieser Liquidierung mit anwesend war. Linde hatte ein mulmiges Gefühl bei der Sache, schon beim letzten Mal hatte er sich nicht überwinden können abzudrücken. Wie würde es diesmal laufen? Arttu hatte ihm danach gesagt, in seiner Denkweise sei noch zu sehr Mensch, aber das würde sich nach einiger Zeit legen. Linde hatte jedoch genau davor Angst, dieses Menschliche, das noch in ihm war, zu verlieren.
    Linde warf sich seinen Mantel über und verabschiedete sich blitzschnell von der restlichen Band, die ihn absolut Verständnislos ansah, als er fünf Minuten nach dem Gig seine Sachen schnappte und verschwinden wollte. Sie hatten sich in letzter Zeit schon öfters, über das immer seltsamer werdende Verhalten ihres Freund und Bandkollegen gewundert, der sich immer mehr von allem abzukapseln schien, immer seltener oder mit meist fadenscheinigen Ausreden, kurzfristig gar nicht zu Bandproben erschien. Gas, der einzige in der Band, der dieses “Lass ihm doch seine Ruhe, der fängt sich schon wieder - Gelabere” nicht akzeptierte, stellte sich Linde in den Weg. Er wollte eine Aussprache erzwingen.
    “Du bleibst jetzt erst mal hier.”
    “Ich hab keine Zeit, ich muss weg!“ Linde war merklich genervt, versuchte Gas auszuweichen.
    “Du hast in letzter Zeit irgendwie nie Zeit! Ist ein Wunder, dass du heute überhaupt hier erschienen bist!” sagte Gas provozierend.
    “Was geht dich meine Zeit an, ich war da, das ist doch die Hauptsache!” fauchte Linde ihn an.
    Plötzlich schaltete sich Burton ein. “Linde hör mal zu, wir wissen alle, wie sehr dir Mannas und Olivias tot zugesetzt hat und deine Krankheit ist auch nicht einfach, aber das ist noch lange kein Grund sich von allem und jedem abzukapseln und außerdem ist heute Sylvester, also bleib hier und feier ein bisschen mit uns”
    “Lasst mich in ruhe!” antwortete Linde energisch.
    “Wir machen uns sorgen, Linde. Du hast dich so sehr verändert in der letzten Zeit.” redete Gas auf ihn ein.
    “Du lässt in letzter Zeit auch ziemlich die Diva raushängen.” kommentierte Ville.
    Das muss er gerade sagen dachte Linde und fing an zu lachen.
    Von den Anderen erntete Ville für diese Aussage böse Blicke.
    “Dann macht die Diva halt jetzt ihren dramatischen Abgang!” Linde drehte sich um, stieß den völlig verdutzen Gas mit einem Arm zur Seite, so das dieser durch den halben Raum flog, machte sich von dannen und ließ die andern verwundert zurück.
    “Das haste aber wieder fein hinbekommen, Herr Valo.” motze Migé ihn an. Ville schmollte.
    “Woher hat der den auf einmal so viel Kraft?” fragte Gas, der gerade wieder vom Boden aufgestanden war und sich den Arm rieb. Die anderen zuckten nur mit den Schultern.

    Linde war mittlerweile am vereinbarte Treffpunkt angelangt, Arttu erwartete ihn schon.
    “Du warst schon mal schneller” bemerkte Arttu etwas säuerlich.
    “Ich wurde aufgehalten”
    Ohne viele Worte zu machen, lief Arttu los und Linde hatte mühe ihm zu folgen. Er lief in einen Hinterhof, dann blieb er abrupt stehen. Etwas bewegte sich am anderen ende des Hofes. Linde konnte nichts erkennen, dann sah er wie sich etwas sehr schnell auf sie zu bewegte. Arttu zog die Waffe. Es war Sie.
    “Was wollt ihr von mir! Das ist mein Revier!” schrie sie die beiden an.
    Arttu lachte kalt. “Dein Revier?”
    “Können Vampier-Frauen schwanger sein?” viel Linde in etwas angespannte Unterhaltung ein.
    “Ja!” zischte Arttu. Dieser Idiot! Will er die kleine etwa Retten?
    “Ich denke sie is schwanger mit dem Kugelbauch den da sie hat.” konterte Linde.
    “Das geht euch doch einen Scheißdeck an, aber ja ich bin schwanger wenn ihrs genau wissen wollt.” entgegnete die mittlerweile näher gekommene Vampir-Frau. “Ihr wollt mir doch nur das Revier streitig machen. Was mit mir ist, ist euch doch völlig egal.” Sie gab sich angriffslustig.
    “Falsch getippt!” Arttu grinste sie an “Du wirst sterben!” Er richtete die Waffe auf sie. Linde stieß ihn beiseite. “Du kannst keine hochschwangere töten!” Er stellte sich vor sie.
    Arttu hatte die Waffe weiterhin auf sie bzw. Linde gerichtet und bewegte sich langsam Richtung Hofeinfahrt um den Fluchtweg zu versperren. “Was willst du nun tun?”
    Linde war ratlos und zuckte mit den Schultern, einerseits wollte er nicht das Arttu sie tötete, andererseits wollte er selbst auch nicht sterben. Er trat zu Seite, plötzlich schnappte sie Linde von hinten und hielt ihn wie einen Schutzschild vor sich. Er wehrte sich konnte sich jedoch nicht aus der Umklammerung befreien. Auf einmal krallten Ihre Finger krampfartig in Lindes Kleidung, sie atmete stoßweise, als sich ihr Griff wieder lockerte, konnte sich Linde befreien und stieß sie von sich weg. Er zog die Waffe und richtete sie auf die am Boden liegende. Aus dem Augenwinkel heraus konnte er sehen, das Arttu seine Waffe sinken ließ. Plötzlich wand sie sich auf dem Boden, presste ihre Hände in den Rücken. Ihr Gesicht war schmerz verzerrt. Linde steckte die Waffe wieder weg. Kniete sich neben sie. “Wir müssen sie von hier weg bringen, Arttu” rief er. Sie sprang auf. “Ihr werdet mich nirgendwo hinbringen.” Linde hielt sie fest, doch sie wehrte sich. “Es ist besser für dich” redete er auf sie ein. Arttu war mittlerweile dazu gekommen. “Wo willst du sie hinbringen?”
    “In die Klinik.” Antwortete Linde ihm.
    “Warum?” fragten sie und Arttu gleichzeitig.
    Linde sah sie prüfend an.” Deine Schmerzen das sind Wehen, oder?”
    “Woher soll ich denn das wissen? Ich hab noch nie ein Kind bekommen.” gab sie schnippisch zurück. Plötzlich schnappte sie wieder nach Luft und presste ihre Hände ins Kreuz.
    “Diese Schmerzen kommen in immer kürzerwerdenden abständen wieder?” erkundigte Linde.
    Sie presste ein gequältes “Ja” heraus.
    Linde rief Kirsi an und schilderte ihr die Situation. Während die Vampirin immer noch lautstark protestierte sie wolle nicht weggebracht werden..
    “Sag mal, willst du dein Kind in dieser Kälte, irgendwo in einer dunklen Ecke, im Dreck zur Welt bringen oder willst du dir helfen lassen.” Redete Linde wieder auf sie ein. Stille. Doch dann brach sie das Schweigen. “Vor ein paar Minuten wolltet ihr mich noch töten und jetzt spielt ihr auf einmal die ritterlichen Retter. Das kommt mir schon ein bisschen seltsam vor.” Auf einmal schaltete sich Arttu ein, der sich bis jetzt vollkommen heraus gehalten hatte. “Du hast gewonnen kleine, mein Freund möchte das du am leben bleibst.”

    Plötzlich fuhr ein schwarzer Transporter auf den kleinen Hof. Arttu griff in seinen Mantel. “Du kannst die Pistole stecken lassen,” rief Kirsi aus dem Wagen. Mit ihr stiegen zwei Männer aus dem Wagen. “Wo ist den unser Sonderfall.” fragte sie. “Hier!” rief Linde ihr zu. Die drei kamen gelaufen und die beiden trugen, die Vampirin zum Wagen. Linde lief ihnen hinter her. “Ich will mit fahren.” mit diesen Worten war er auch schon mit in den Wagen gesprungen. Sie hatten sie auf die Trage im inneren des Wagen gelegt und sie festgegurtet.
    “Du brauchst keine Angst haben!“ redete Linde ihr zu. “Wie heißt du?“
    “Terttu. Und du?”
    Wieder kam eine Wehe. Linde hielt ihre Hand. “Ich heiß Mikko, aber meine Freunde nennen mich Linde.” Er lächelte sie an. “Du schaffst das schon.” Der Wagen stoppte. Die Männer stiegen aus und zogen die Bahre aus dem Wagen, sie waren nicht wie Linde vermutet hatte, zur Klinik gefahren, sondern zur Villa der Vanhalas. Linde war verwundert. “Wieso habt ihr sie hierher gebracht?” wollte er von Kirsi wissen. “Hier können wir besser auf sie aufpassen.” antwortete sie nur knapp.
    “Was heißt besser auf sie aufpassen?” Linde war verwundert.
    “Arttu und Juhani wissen wie man mit Vampiren umgeht und meine Leibärzte auch, die in der Klinik wissen zwar über das medizinische Phänomen bescheid, doch die Wahrheit, nämlich das es sich um echte Vampire handelt, kennt dort niemand. Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme.“ Terttu war mittlerweile ins innere der Villa gebracht worden.
    “Ich will mit ihr mitkommen.”
    “Warum?”
    “Ich will ihr beistehen.”
    Kirsi sah ihn prüfend an. “Was liegt dir denn an ihr, du kennst sie doch gar nicht? Außerdem eine Geburt, ist nicht unbedingt eine Veranstaltung für Zartbesaitete. Du solltest da lieber nicht mit rein gehen.” Linde zuckte mit den Schultern, er wusste selbst nicht so genau, was auf einmal in ihn gefahren war. “Vielleicht hast du recht, bei Olivias Geburt bin ich ja auch ohnmächtig geworden.” gab Linde verschämt zu. ”Aber sie weis dann wenigstens, das ihr niemand was macht, wenn ich da mit rein geh.” gab Linde zu bedenken. Kirsi ließ keinen Widerstand zu. “Du bekommst schon rechtzeitig bescheid, wenn du zu ihr darfst.” und nach einer kurzen Pause fügte sie Zwinkernd an” Du könntest natürlich auch wieder zu deiner Band gehen. Die werden sich über dein plötzliches Verschinden sicherlich schon Gedanken gemacht haben.” Linde lachte. Plötzliches Verschwinden is gut Linde schaute prüfend auf die Uhr. “Was erst?!” Dabei kam mir die Letzte Stunde vor wie eine Ewigkeit “Du sagst mir aber bescheid, Kirsi. Wie es ihr geht.”
    Sie nickte nur. “Soll dich jemand in die Stadt fahren?” Linde nahm dankend an. Juhani hielt eine Ecke vor dem Tavastia. Soll ich oder soll ich nicht? Was soll ich den Anderen erzählen, wohl kaum die Wahrheit. Linde stieg voller Zweifel aus. Vielleicht sind die anderen ja gar nicht mehr da. Er schnappte sein Handy und rief Migé an.

    Man merkte Migé an, dass er schon ziemlich betrunken war und er wollte unbedingt wissen warum er vorhin so schnell abgehauen war. Linde wimmelte ihn ab. “Ich komm vorbei und erzähl euch dann alles.” Einen Teufel werde ich tun! Er legte auf und machte sich auf den Weg zu Villes Wohnung, in welche die “After Show Party” mittlerweile verlegt war. Kaum hatte er die Wohnung betreten, wurde er von Gas und Burton, ihres Zeichens auch nicht mehr unbedingt die nüchternsten, geschnappt und ins Schlafzimmer verfrachtet. Gas schloss die Tür ab. Linde las in ihren Gedanken wie in einem offenen Buch. Er konnte sich die Antworten schon zurecht legen, bevor sie die Fragen stellen konnten. “Warum bist du abgehauen?” fing Gas an.
    “Hmmm, das ist schwer zu erklären.” Linde wollte das Gespräch so weit in die Länge ziehen wie möglich. Bitte ruf an Kirsi! Bitte! “Ich musste einer alten Freundin helfen.”
    Burton und Gas sahen sich verwundert an. “Und wie heisst diese “alte Freundin?” Burton schaffte es trotz seines schon schwer angetrunkenen Zustandes, einigermaßen Sarkastisch zu klingen. Einer Alten Freundin helfen, das ich nicht lache, er wird sich Stoff besorgt haben, so nervös und seltsam wie der sich den ganzen Abend verhalten hat. Gas redete weiter auf ihn ein “Linde wir meinen das ernst, lüg uns nicht an! ”
    Wie konnte er feststellen das ich lüge?
    “Ich mein Pott geht ja noch in Ordnung, aber wir können keinen Junkie in der Band gebrauchen!”
    “Ich ein Junkie?” Linde tat entsetzt .Ok, daher weht der Wind
    Lindes Handy klingelte. Gas versuchte ihm das Handy abzunehmen. Doch er stieß ihn wie eine Feder zur Seite.
    “Kirsi! Erzähl, wie geht es ihr?” Linde war aufgeregt. Auch die andern beiden konnten Lindes Aufregung spüren. “Wunderbar!” Ein freudiges Strahlen machte sich auf Lindes Gesicht breit. “Was ist es denn?”
    Linde quiekte fast vor Freude. “Hat sie schon einen Namen für die Kleine?”
    “Hanna! Hübscher Name, wird ganz sicher auch ein hübsches Kind bei der Mutter!”
    “Sie soll Hanna einen Kuss von mir gegen, ja?”
    “Tschüßi” Linde legte auf und strahlte die beiden an. Gas und Burton hatten sich während des Gespräches schon einige male Völlig verwundert angesehen. Endlich hab ich für die Jungs ne plausible Erklärung
    “Was war das denn?” fragte Burton verwundert.
    “Das war Kirsi!” plötzlich sprudelten die Worte nur so aus Linde heraus.” Ihr wisst ja wie das auf Sylvesterpartys so ist jeder hat was getrunken keine kann mehr fahren und Taxis sind so schnell keine zu kriegen. . Naja, vielleicht is es euch schon aufgefallen, das ich seit dem Vorfall damals, nichts mehr trinke, weiß auch nicht warum, es geht einfach kein Alk mehr an mich.” Beide nickten, sie wussten, das Linde mit, der Vorfall, Mannas und Olivias Tod meinte, noch immer konnte er ihren Namen nicht über die Lippen bringen, ohne dabei fast zu Weinen und das er keinen Alk mehr anrührte war schon fast jedem in der Band aufgefallen, besonders denjenigen, die gerade neben im saßen, wenn Ville wieder mal mit ner Runde ankam. Er versuchte dann immer das Glas unauffällig einem seiner Nachbarn anzudrehen.
    “Keine Ahnung warum sie in der Situation gerade an mich gedacht haben. Ich hab Terttu dann ins Krankenhaus gefahren.” Er konnte die Erleichterung von Burton und Gas regelrecht riechen, nur Gas war noch nicht absolut überzeugt.
    “Aber jetzt müsst ihr mir noch was verraten. Wie kommt ihr darauf ich könnt harte Sachen nehmen?”
    “Wir haben uns schon ein paar mal darüber unterhalten, also ich und Gas, das du immer seltsamer wirst von deinem Verhalten her. Tschuldigung, aber immer die plötzlichen Absagen, diese Unruhe die du immer an den Tag gelegt hast, bei den Proben, so ausweichend wie du dich die ganze Zeit verhältst, so hibbelig.” Linde nickte. Er konnte verstehen, das seine Freunde besorgt waren, wegen seines Verhaltens. Doch die Wahrheit über ihn, dafür waren sie nicht, noch nicht, bereit.
    „Ich wollte euch nicht beunruhigen. Ich muss sagen, mein neues Leben, meine Krankheit, das ist alles immer noch recht schwierig für mich.“
    „Ist schon okay Linde“ Gas klopfte ihm auf die Schulter.
    „Das wird mit der Zeit, lasst mir einfach zeit.“
    Mit diesen Worten ließ er die beiden einfach stehen und mischte sich unter das illustre Partyvolk.

    “Ich frag mich immer noch woher der soviel kraft hat. Der hat mich einfach beiseite gewischt wie nichts.” versuchte Gas die Situation irgendwie zu beleben.
    “Hmmm, das wird’s sein.” die Resignation in Burtons Stimme, war deutlich zu hören. Gas wusste was Burton so sehr bedrückte und vielleicht war es besser ihn jetzt alleine zu lassen.
    “Ich geh wieder rein.”
    Gas suchte nach Linde, lief durch die Wohnung und fand ihn schließlich in der Küche. Dieser machte sich gerade am Kühlschrank zu schaffen. “Linde?”
    Er fuhr herum, “Ville hat nich mal Milch im Kühlschrank. Ich hab Hunger.”
    Gas schüttelte den Kopf. “Milch gegen Hunger?” Gas warf einen Blick in den Kühlschrank.
    “Oje, vor Villes Kühlschrank könnt man ja glatt verhungern.”
    Linde grinste und klopfte Gas auf die Schulter. “Du ganz bestimmt.”
    “Sag mal woher hast du auf einmal so viel Kraft?”
    “Ich geh ins Fitness Studio.” Das nimmt der mir nie ab.
    Gas sah in schräg an. “Auf einmal?”
    “Beim Gewichte stemmen, muss man nicht nachdenken, da kann man sein Hirn einfach abstellen.” Die Erklärung wird er jetzt hoffentlich schlucken. Und ich hab immer noch Hunger Gas nickte.
    “Burton is immer noch ziemlich down. Naja, du hast das ja nicht mitbekommen, oder doch?”
    Linde schüttelte mit dem Kopf.
    „Naja, er wird es schon erzählen wenn er will.“ Meinte Gas.
    „Ich geh mal nach ihm sehen.” Sagte Linde und ging wieder zurück zum Schlafzimmer.
    Burton saß immer noch mit dem Bett, den Kopf in seine Hände gestützt, sein Gesicht war traurig.
    Oh kein wunder is Burton so geknickt. Is auch Scheiße, an der Sylvesterparty gesagt zu bekommen, ich will diese angekratzte Beziehung im diesem neuen Jahr nicht fortsetzten, meinen ersten Vorsatz hab ich somit gleich erfüllt. Linde setzte sich neben Burton aufs Bett, legte den Arm um ihn. “Die Welt dreht sich weiter, glaub mir.”
    Burton sah ihn an, “was weißt du denn schon” dann ließ er den Kopf wieder hängen. Linde wanderte vorsichtig unter Burtons Kinn und drückte seinen Kopf sanft wieder nach oben, so dass er ihm direkt in die Augen sehen konnte. “Ich weiß, heute sind gleich zwei Welten, für dich zerbrochen.” Verdammt noch mal, ich hab Hunger und Burton riecht so verdammt lecker heute. Sein Daumen streichelte fast zärtlich das Kinn und fuhr zaghaft über seine weiche Unterlippe. “Woher weißt du das mit...” Linde verschloss Burtons Mund sanft mit dem Finger. “Sssst, ich weis es einfach.” flüsterte Linde. Er sah ihm wieder in seine braunen Kulleraugen, die ihn so unendlich traurig anblickten und seinem hypnotisierenden Blick nicht wieder stehen konnten. Er streichelte Burtons Wange. Dieser lehnte wie in Trance, seinen Kopf an Lindes Schulter und schloss die Augen, dann ließ er seine Hand auf Lindes Knie nieder, langsam strich er an der Innenseite seines Schenkels entlang. Linde liefen kleine Schauer über den Rücken, seine Eckzähne wurden länger, seine Nackenhaare stellten sich auf, doch das war nicht das einzige das sich aufstellte. Burton küsste sanft seinen Hals. “Das wollte ich schon immer mal tun.” hauchte er Linde ins Ohr. Linde war verwundert über den plötzlichen Sinneswandel, das war es nicht was er mit dieser Hypnose erreichen wollte. Burtons Hand wanderte langsam weiter in Richtung seines Schrittes, dabei knabberte er vorsichtig an seinem Ohr. Linde war ausserstande sich dagegen zu wehren, wollte es auch gar nicht. Er streichelte Burtons Wange, dann glitt seine Hand langsam den Hals hinab und streifte über sein T-Shirt. Plötzlich Knurrte Lindes Magen laut. Burton musste kichern. “Scheinst wohl hungrig zu sein, nach mehr.” flüsterte Burton anzüglich und knapste ihm ins Ohr, mit kleinen Küssen wanderte er langsam über die Wange zu Lindes Mund . Seine Hand war mittlerweile im schritt angelangt und rieb über die Beule die sich in Lindes Hose bebildet hatte. Linde stöhnte auf. Burton küsste ihn, erst sanft, dann fordernd. Linde ließ sich nach hinten über kippen und zog Burton mit sich. Jetzt war es Linde, der ihn sanft am Ohr knabberte. Er schob seine Oberkörper über Burton, worauf dieser anfing Lindes Rücken zu streicheln. Seine Küsse wanderte langsam an Burtons Hals hinab. Er saugte an seinem Hals, hielt für einen Moment inne. Es tut mir leid Burton, aber ich hab Hunger, ich hoffe du wirst mir verzeihen können. Er öffnete den Mund um zum Biss anzusetzen.
    Plötzlich flog die Tür auf, die Beiden schreckten hoch. Blitzschnell setzten sie sich, wieder neben einander. Ville und Jonna kamen Arm in Arm hinein gewankt, “Na was macht ihr zwei Süßen denn da?” grölte Ville ihnen entgegen. Du Idiot hast mir gerade mein Abendessen vermasselt. “Nichts! Garnichts.”
    “Ich habs doch gesehn. Linde hat auf Burton gelegen!” posaunte Ville triumphierend durch die Gegend. “Und ihr seid doch schwul!” Er grinste wie ein Honigkuchenpferd und sah aus als würde er gleich einen Freudentanz aufführen.
    Blödmann, ich hatte hunger und Burton bot sich nun mal an. “Schrei es doch noch lauter, damit es auch der letzte der Party noch mitbekommt!” grummelte Linde beleidigt.
    “Ich freu mich für euch, darf ich das nicht!” entgegnete Ville mit schwerer Zunge.
    Linde stand auf ,verließ wortlos das Schlafzimmer und würdigte Ville keines Blickes. Burton folgte ihm. Linde lief in die Küche, plötzlich hielt Burton ihn fest. Sah ihm in die Augen. “Du wir können auch gerne zu mir gehen, wenn du willst.” flüsterte Burton.
    “Nee, lass mal. Das is zu offensichtlich, wenn wir jetzt zusammen die Party verlassen, oder?” Och nee, jetzt wird er aufdringlich. Wenn ich jetzt da raus geh, kann ich mir auch ohne Probleme irgend ein anderes willenloses Opfer unter den Nagel reissen, da brauch ich nicht dich für. Aber eigentlich is er doch ganz schnuckig, andererseits..... Linde war sich seiner Gefühle nicht mehr so sicher.
    “Währe das denn so schlimm?” Burton rückte näher an ihn heran.
    “Ja, öhh, Nein.”
    Burton fing an zu grinsen und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. Linde wich einen Schritt zurück. “Ich hab dich verwirrt.” Burtons grinsen wurde breiter. “ Ich bekomm ihn rum, is nur eine Frage der Zeit. Als Burton ihm erneut einen Kuss geben wollte, verließ Linde fluchtartig die Küche. Ich sollte besser gehen. Er schnappte seine Jacke und verließ die Party, kaum hatte er die Tür hinter sich zu geschlagen, stand Arttu plötzlich vor ihm. “Du wolltest eben einen deiner besten Freunde beissen?”
    “Öhmm.” Linde wurde rot. “Woher..”
    “Ich bin dir gefolgt. Das ist eine verdammte scheiß Idee von dir. Hättest du ihn zum Vampir gemacht oder einfach sterben lassen?”
    Zum Vampir gemacht “Weiß nicht.”
    “Lüg mich nicht an. Ich kann deine Gedanken sowieso lesen. ”
    “Na gut.”
    “Wie hast du dir das eigentlich vorgestellt. Willst du ne Vampirband aufmachen?” Arttu wurde zornig.
    “Nee.” antwortete Linde kleinlaut.
    “Na also! Solange keine absolute Notwendigkeit besteht, solltest du erst mal nur Blutkonserven zu dir nehmen!” er schnappte Linde und zerrte ihn hinter sich her.
    “Wohin gehen wir?” wehrte Linde sich.
    “Zu den Vanhalas, damit du was zum essen bekommst. Und nicht irgendwelche Unschuldigen anfällst.”



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Lepakko - 14.11.2004, 22:49


    Teil 3

    Lindes Handy klingelte, er war einen kurzen Blick auf das Display Och nee, nich schon wieder Burton. Das ist jetzt heute schon mindestens das fünfte mal. er überlegte kurz und entschied sich dann doch ran zugehen. “Hei”
    “Hei. Wie geht’s dir denn, ich versuch dich heute schon den ganzen tag zu erreichen, warum gehst du denn nicht ran?”
    Weil ich keinen Bock hatte “Ich habs nicht gehört.”
    “Du , ähmm, Linde, ich, ja wollt dich fragen, also ob du heute abend zeit hast. Bei mir vorbei zu kommen. Ich wollte..öhm, mit dir reden” Burton stotterte.
    “Nein, hab keine Zeit.”
    “Och Linde.” Burtons stimme klang enttäuscht. “Seit zwei Wochen, seit Sylvester, hast du nie zeit. Auf den Proben gehst du mir aus dem Weg, wenn ich dich anrufe gehst du nicht ran. Ich, ich weis nicht mehr was ich machen soll. Bitte, rede mit mir! Linde!” in Burtons stimme war Verzweiflung zu hören.
    Was mach ich den nur? Wir gehen in nicht mal mehr zwei Monaten auf tour..... “Burton hör mir zu. Ich weis das mit Sylvester, diese Aktion, war nicht so toll von mir.”
    “Nicht so toll?” Burton schrie fast ins Telefon. ”Meine Gefühle sind dir wohl scheißegal?”
    “Reg dich doch nicht gleich so auf.”
    “Nicht so aufregen? Warum hast du es denn getan, es ging doch von dir aus?” Burtons stimme war wieder in einen verzweifelten Tonfall gewechselt.
    “Ich hatte hunger” Oh, schiet. Was sag ich da eigentlich?
    “Was?”
    “Nichts!”
    Schweigen. In die stille hinein fing Burton dann doch anzusprechen “Kommst du nachher zur Probe?”
    “Was für eine dämliche Frage. Natürlich bin ich da!”
    Dann hatte Burton aufgelegt.
    Linde machte es sich auf dem Sofa gemütlich. Wie konnt ich nur so dämlich sein? Klar. Er ist wirklich süß, aber..... er schüttelte den Kopf und wehrte sich gegen diesen Gedanken. Ach gegen ein kleines Abenteuer ist nichts einzuwenden, aber er ist dein Bandkollege, niemand bei dem du hoffen kannst, dass er dir den rest deines Lebens nicht mehr über den Weg läuft Linde wurde vom Klingeln an der Tür aus den Gedanken gerissen. Kirsi war an der Tür.
    “Hei, komm rein!” Linde begrüßte sie freudig. Doch ihr Gesichtsausdruck verhieß nichts gutes.
    Kirsi stürmte ihm entgegen und stieß die Tür ins Schloss. “Was musste ich gerade lesen?” Kirsi hielt ihm die Zeitung entgegen. Linde zuckte nur mit den Schultern. “Ihr geht auf Tournee in die Staaten? Sag mal spinnst du? Wie hast du dir das vorgestellt?”
    Wieder nur ein ahnungsloses Schulterzucken von Linde. “Wo willst du dein Blut her bekommen wenn du drüben bist? Hast du dir darüber mal Gedanken gemacht?” Kirsi schäumte vor Wut.
    “Nö!”
    “Nö, ist also das einzige was du zu dem Thema zu sagen hast?” Kirsi war mittlerweile rot angelaufen vor lauter aufregung. Linde schwieg. “Linde du kannst dort drüben nicht einfach in die Blutbank marschieren, dir ein paar Konserven einpacken und wieder gehen. Das funktioniert nicht! Und irgendwelche Leute anzapfen ist nicht.”
    “Du kennst doch dort ganz sicher auch Leute die mir da helfen können.”
    Kirsi sah ihn streng an. “Das ist dort nicht so einfach, wie hier.”
    “Wieso?”
    “Weil es dort jede menge Leute gibt, vor allen dingen Ärzte die sehr wohl wissen, das hinter deiner vermeintlichen Krankheit keine einfache Blutarmut steckt und bei deinem Aussehen, wird es schwer, denen glaubhaft zu machen, du würdest an Thalassämie leiden. Von einigen wissen wir, das sie sofort den Silbertest machen, wenn jemand mit “Blutarmut” zu ihnen kommt. Den wirst du leider nicht bestehen. Also denk drüber nach!”
    “Ich werde mit meiner Band auf Tour gehen!” sagte Linde ohne zu zögern.
    Kirsi schüttelte nur den Kopf. “Sei doch nich so unvernünftig. Wenn du einem von diesen Kerlen über den Weg läufst, die machen dich Kalt.”
    “Aber du hattest doch von einer erzählt, die drüben ist und die mit euch zusammen arbeitet”
    “June, der trau ich nur soweit wie ich sie sehe.”
    “Ich hab gedacht.”
    Kirsi fiel ihm ins Wort. ”Nicht denken, vorher fragen!”
    “Ich lass mich nicht bevormunden!”
    “Das ist keine Bevormundung das ist zu deiner eigenen Sicherheit.” Wie kam Arttu nur auf die bescheuerte Idee, ausgerechnet diesen Kerl zum Vampir zu machen?
    “Da musst du Arttu fragen.”
    “Wie bitte?”
    “Warum er mich zum Vampir...”
    “Verdammt , du kannst ja Gedanken lesen, hatte ich ganz vergessen.“
    “Das solltest du aber wissen.”
    “Natürlich weis ich es. Sag mal, passiert dir das öfters? Ich meine, dass du Fragen die andere nur Denken einfach beantwortest.”
    “Manchmal.”
    “Hör auf damit, ich meine mir ist es egal, ich bin das mittlerweile von Arttu gewöhnt, aber bei anderen solltest du das einfach lassen. Es macht dich verdächtig.”
    Linde schmollte.
    “Wir sind schon wieder vom Thema abgekommen.” fing Kirsi wieder an zu sprechen. “Nochmal wegen der Tour, Schuldzuweisungen bringen uns jetzt nicht weiter. Ich hab gelesen zwei Monate seid ihr drüben, das ist verdammt lang und ich kann von June, falls sie wirklich mitmachen würde, nicht verlangen, dass sie euch quer durch die Staaten hinterher fährt.”
    Linde nickte. ”Wenn ich einfach ins Krankenhaus geh, solch eine Krankheitsbescheinigung wie ich sie hier hab einfach dort vorleg, geht das nicht?”
    “Ich hab es schon mal gesagt, es gibt dort Ärzte die glauben fest an die Existenz von Vampiren propagieren das auch in der Öffentlichkeit und machen bei jedem der mit einer Blutarmutsgeschichte die Bluttransfusionen verlangt ankommt, den sogenannten `Silbertest`. Ein Mensch wird den ohne weiteres bestehen. Du nicht!”
    Linde schaute zu boden. Wusste nicht was er sagen sollte. Kirsi hatte recht, doch er wollte das natürlich nicht zugeben, er hatte sich über Probleme bei der Nahrungsbeschaffung keinerlei Gedanken gemacht.
    Klar konnte er eine ganze Woche oder so ohne zusätzliches Blut überleben, aber zwei Monate war das nicht möglich.

    Schweigen herrschte, Linde war gedanklich noch immer auf der Suche nach einem Aussweg aus dieser Situation. . Kirsi schien sich mittlerweile wieder etwas beruhigt zu haben, sie fing an in ihrer Tasche herum zu kramen. Plötzlich zauberte sie eine kleines samtbezogenes Kästchen daraus hervor und öffnete es. Darin lag eine winzige Phiole gebettet.
    “Linde.” sie sprach sehr bedächtig. “Dies hier ist reines Rosenöl.” Linde schaute sie fragend an.
    “Es ist eines der wertvollsten ätherischen Öle.”
    “Ja und?” Linde konnte sich nicht erklären worauf sie hinaus wollte.
    “Was nur wenige wissen, es ist wirkt auf Vampire in einer ganz besonderen Art und Weise, im Gegensatz zu Zwiebelgewächsen, die wie du ja selbst weist, einen Vampir wegekeln, wirkt Rosenöl nicht abstoßend sondern als eine Art Appetitzügler, frag mich nicht warum. Selbst Arttu konnte es mir nicht erklären.”
    “Appetitzügler?”
    “Ja, den wirst du gebrauchen können. Letztendlich wirst du nicht auf Blut verzichten können, doch um akuten Hunger und irgendwelche daraus resultierenden “Kurzschlussreaktionen” zu verhindern ist es sehr hilfreich. Nicht, dass du wieder auf die dumme Idee kommst, über einen deiner Bandkollegen herzufallen.”
    Linde ignorierte den zuletzt gesagten Satz geflissentlich. “Warum gerade Rosenöl?” fragte er neugierig.
    “Wie gesagt, genaues weis niemand. Aber es ist sicher, das selbst Spuren davon auf der Haut eines Menschen, einen Vampir vom Biss abhalten. Seit dem Altertum verwenden die Menschen reines Rosenöl als Duftstoff und in einigen Kulturen wurde Rosenwasser auch für rituelle Reinigungen verwenden, zum Glück für euch Vampire ist dies mittlerweile aus der Mode gekommen. In den modernen Parfums wird heutzutage echtes Rosenöl meist durch synthetische Stoffe ersetzt und diese wir nicht.”
    Linde fing an zu grinsen.” Aha und du trägst dieses Fläschchen immer mit dir rum, damit dich kein Vampir beisst.”
    Kirsi lachte. “Nein, aber meine Body Lotion ist mit Rosenöl.. Naja ich hab auch immer eine kleine Flasche Rosenwasser einstecken.” Sie drückte Linde das kleine Kästchen mit der Phiole in die Hand.
    “Das reine Öl mit zu nehmen wäre pure Verschwendung.” Sie nahm eine weitere diesmal sehr viel größere Flasche aus ihrer Tasche. ”Hier ist Mandelöl drin. Ein Tropfen des Rosenöls auf 30ml sind vollkommen ausreichend.”
    Linde legte das Kästchen auf die auf den Garderobenschrank. “Ich hab keine Ahnung von so alchimistischen Krempel.”
    “Deswegen zeig ich dir’s auch.” Sie nahm die Phiole aus dem Kästchen. Mit geschicktem Handgriff ließ sei einen einzigen kleinen Tropfen des Rosenöls in die große Flasche fallen und verschloss sogleich wieder die Phiole, um dann die Flasche mit dem Mandelöl zu verschütteln. “Das wirst du mitnehmen.”
    “Sollen die Jungs sich dann damit einreiben? Das werd ich ihnen schwer erklären können.”
    Kirsi musste lachen. “Aber nein. Wenn du die Lust auf Blut verspürst und nichts zur Hand ist, einfach eine Tropfen davon in zum Beispiel Milch oder so etwas geben. Wie gesagt es zügelt nur das verlangen nach menschlichem Blut, nicht nach anderen Nahrungsmitteln. Kannst aber auch einfach die Nase über das Fläschen halten, das hält dann aber nicht so lange vor.”
    “Aber trotzdem kann ich keine zwei Monate ohne Blut überleben.”
    “Weis ich auch.”
    “Du hast sie gefragt, ich kann es sehen!” er sah sie plötzlich schelmisch grinsend an.
    Kirsi rollte mit den Augen, sie ärgerte sich, dass er wieder in ihren Gedanken gelesen hatte. “Na gut, Ich habe dir bereits von June unsere Kontaktperson in den Staaten, erzählt, wie gesagt ich mag sie eigentlich nicht sonderlich, habe sie aber trotzdem schon mal gefragt. Sie hat aber noch nicht zugesagt. Ich gebe dich auch nicht gerne in ihre Obhut. Sie ist in meinen Augen eine Verrückte. Was absolutes Stillschweigen angeht ist sie wirklich zuverlässig, doch wir, eher gesagt Arttu, haben schon die leidvolle Erfahrung machen müssen, dass June es nicht so genau nimmt, mit der Einhaltung der Termine und sie sich meist um einige Tage verspätet und na ja ...”
    “Ach deswegen dieses ganze Brimborium mit dem Rosenöl.”
    “Ja, genau deswegen.”
    “Sie wollte ein Foto von mir haben, bevor sie sich entscheidet?” gluckste er auf einmal.
    “Du sollst doch nicht in meinen Gedanken lesen!” fuhr Kirsi ihn verärgert an.
    “Was sie..., nee oder?” Lindes grinsen wurde immer breiter.
    “Doch!”
    “Das kann aber auch mal ins Auge gehen.” Er fing an schallend los zu lachten.
    “Ja, bis jetzt hatte sie immer Glück, aber lass die Finger von ihr.” Kirsi versuchte ihn streng an zu sehen, doch es gelang ihr nicht, sie ließ sich von Lindes lachen anstecken.
    “Wie gesagt, sie hat meiner Meinung nach nicht mehr alle Tassen im Schrank, aber du musst selbst wissen, ob du dich auf dieses Spiel einlässt oder nicht.”
    “Mir wird wohl nichts anderes übrigbleiben, wenn ich mit der Band touren will.”
    “Ja. Aber überleg es dir noch mal gründlich, du hast ja noch etwas Zeit. Ich muss jetzt gehen.”

    Linde hatte es sich gerade auf dem Sofa gemütlich Sofa gemütlich gemacht, da betrat Arttu das Wohnzimmer. Linde erschrak “Wie kommst du hier rein?”
    Arttu grinste nur “Du müsstest langsam wissen, dass ich nie anklopfe und das Türen für mich kein Hinderniss sind.”
    “Du hast mich erschreckt.”
    “Es ist Zeit für einen kleinen Ausflug, also runter vom Sofa.”
    “Ich hab gleich Bandprobe!”
    “Das kann warten, zuerst müssen wir noch ein bisschen Ungeziefer beseitigen.” Er warf Linde, den Mantel zu. “Vergiss nicht noch deine kleinen Helfer einzupacken.”
    “Wieso hat Kirsi nichts gesagt, als sie hier war?”
    “Sie wusste noch nichts. Aber jetzt laber nicht so viel mach hinne.”
    “Um was geht es denn?” Linde hatte sichtlich keine Lust sich vom Sofa zu bewegen.
    “Raman.” antwortete Arttu trocken.
    Blitzartig sprang Linde vom Sofa auf, in Windeseile war er fertig zum gehen.
    Arttu grinste, er wusste das Linde bei diesem Namen so reagieren würde. Linde setzte noch schnell seinen Hut auf, dann gingen sie.
    Im Treppenhaus begegneten sie den beiden Alten Damen, “Ach, Herr Lindström sie sind aber heute schick.”
    “Lindström? Nein,das ist doch der Herr von der Polizei! Maria!”
    “Ja und der Herr Lindström.”
    Arttu zerrte Linde blitzschnell aus der Tür.
    “Wieso konnten die mich den sehen? Ich hab mich doch unsichtbar gemacht?” fragte Linde verblüfft.
    “Nur eine konnte dich sehen.”
    “Aber warum denn?”
    “Später.” Arttu lief los und schwieg. Nach dem sie bereits ein Stück gelaufen waren, fragte Linde ihn. “Woher weißt du das Raman wieder hier ist?”
    “Er hat wieder seine Handschrift hinterlassen. Juhani war so freundlich den Polizeifunk mit zu hören und mich darüber zu informieren.”
    “Aber wo war er denn die ganze Zeit? Ich mein seit Manna und Olivia war er doch verschwunden, er muss doch irgendwo oder von irgend etwas gelebt haben?”
    “Russland ist groß und weit. Menschen verschwinden in der Weite des Landes......”
    Linde fühlte Unbehagen bei der art und weise wie Arttu diese Worte sprach. Doch er hakte nach. “Du also ihr wusstet wo er war? Die ganze Zeit?”
    “Nein, aber wir vermuteten es. Er ist nicht dumm, doch auch Vampire haben, so etwas wie “Heimatgefühle” und er würde irgendwann wieder kommen, das war klar.”
    “Wohin gehen wir eigentlich?”
    “Nach norden.”
    “Tolle Ortsangabe.” grummelte Linde leicht säuerlich.
    “Ach ich denke, dass du demnächst wieder Besuch bekommen wirst.” wechselte Arttu das Thema.
    “Und von wem, vom heiligen Geist?” Linde mochte es nicht wenn Arttu, ihn nur halb informierte und so tat als wär er ein kleiner Junge, der nicht alles wissen musste.
    Arttu lachte. “Nein, diese beiden Polizisten, wie war ihr Name doch gleich?”
    “Koivu und Liikanen“
    “Genau.”
    “Und warum denkst du das?”
    “Weil sie keine heisse Spur haben und damit sie zumindest irgendetwas zu tun haben, fragen sie noch mal alle Zeugen etc. von den vorhergehenden Fällen aus.” Arttu lachte. “Ob ihnen nicht doch noch was eingefallen ist.”
    Die beiden hatten mittlerweile auf einer kleinen Straße die letzten Häuser hinter sich gelassen und die Strasse hatte mittlerweile nur noch Qualität eines besseren Feldweges, das einzige was den Wald ein bisschen erhellte war das Licht des Mondes.
    “Willst du mir nicht endlich mal verraten, wo wir hin wollen? Und hätten wir nicht besser ein Auto genommen?”
    “Ein Auto währe zu auffällig.”
    “Und zwei Typen mit langen Mänteln und Hüten, die auf einer Strasse mitten in der Nacht in der Wildniss herum laufen sind unauffällig?”
    Arttu packte Linde am Kragen und zischte “Halt den Mund. Ich will hier seine Witterung oder irgendein verräterisches Geräusch wahrnehmen und nicht dein dämliches Gesabbel im Ohr haben.”
    “Is ja gut.” sagte Linde ziemlich kleinlaut. Linde stapfte beleidigt hinter ihm her. Warum nimmt er mich denn überhaupt mit, wenn ich ihn nur störe. Damit er jemanden dabei hat, den er wie ein kleines Kind behandeln und runtermachen kann? Das wird mir langsam zu blöd. Arttu bog von der Landstrasse in einen kleinen Weg ab, der offensichtlich zu einem einsamen Gehöft führte. Schlagartig hielt Arttu an. Linde hätte in fast über den Haufen gerannt. Ein einsames Haus war mittlerweile in Sichtweite gekommen. Arttu drehte sich zu ihm um und flüsterte “Er ist dir, aber vermassel es nicht.” Linde starrte ihn unschlüssig an. “Geh.” flüsterte Arttu und gab Linde einen Schubs.
    Linde näherte sich vorsichtig dem Haus, es war hell erleuchtet. Er war einen Blick zurück. Arttu stand noch immer an der selben Stelle und nickte ihm zu. Er lässt es mich tatsächlich alleine machen. Er ging weiter, als er die Haustür erreicht hatte blieb er unschlüssig davor stehen. Was mach ich denn jetzt, klingeln wär wohl das bescheuertste was ich tun kann. Aber wenn Er nun gar nicht da drin ist, und Arttu mich nur testen will? Ich kann ja nicht da hinein rennen und alles über den Haufen schießen. SCHEISSE. Linde ging einen Schritt zurück und trat die Tür ein. Das Bild das sich ihm bot war grauenvoll, die Wände waren mit Blut bespritzt, eine Frau lag mit seltsam verdrehten Gliedern vor ihm, an ihrem Hals klaffte eine riesige Wunde, als währe ihr von einem Raubtier ein Stück Fleisch heraus gerissen worden.
    Einige Meter weiter, im Flur lag ein Mann, auch sein Körper und die umliegenden Wände waren über und über mit Blut bespritz und auch er trug die gleichen Wundmale am Hals. In stieg über die Leiche der Frau hinweg und warf einen Blick in das nächste Zimmer, die Küche. Ein Junge vielleicht 11 oder 12 Jahre alt, lag quer über dem Küchentisch, der Kopf hing über die Kante herab und langsam aber stetig tropfte noch blut aus seiner Halswunde. Er war doch noch ein Kind, wie konnte er nur. Linde schüttelte den Kopf und wandte sich ab. Auf einmal vernahm er ein leises Wimmern. Er ging in die richtung aus der er dieses Wimmern vernommen hatte. Noch bevor er den Raum betreten hatte vernahm er eine Stimme. “Hast du mich endlich gefunden” Linde betrat einen Raum der offensichtlich, das Wohnzimmer war. Im Sessel saß er, Raman. Ein kleines Mädchen, mit verheulten Augen und völlig verschüchtertem Blick, am ganzen Körper zitternd, saß auf seinem Schoß. “Darf ich vorstellen, mein Nachtisch.” Er tätschelte den Kopf des Mädchens. In Linde stieg Wut hoch. “Glaub mir, die kleinen schmecken am besten, das Blut ist unverbraucht und frisch.” Linde fixierte das Mädchen mit seinen Blick Komm zu mir Kleines. “Sie bleibt hier!” Raman hielt das Mädchen fest. “Wer bist du überhaupt, das du hier so einfach hinein spazierst und mir meine Nachtisch streitig machst.”
    “Wer ich bin ist nicht wichtig.” antwortete Linde trocken. “Gib die Kleine frei.”
    Raman wurde sichtlich ungehalten. “Für wen hältst du dich eigentlich?” brüllte er Linde an.
    “Für deinen Untergang.” Linde zog die Pistole.
    Raman grinste hämisch. “Och wie niedlich. Glaubst du, du könntest dich mir diesem Pistölchen angst machen?” Ein verspottendes Lachen folgte.
    Linde verspürte auf einmal Unsicherheit. Was wenn ich ihm damit wirklich nichts anhaben kann?
    “Ohhhh, das Großmaul hat auf einmal Schiss.” er verhöhnte Linde. Linde hatte die Taktik sehr schnell durchschaut Dieser Elende Wixer, der protzt hier nur rum weil er keinen anderen Ausweg sieht außer mich aus dem Konzept zu bringen. “Das hättest du wohl gern, dass ich den Schwanz einzieh und geh” Hau endlich ab du dummes Gör. Lindes gedanklicher Befehl hatte die Kleine erreicht, Raman war abgelenkt und sie sprang von seinem Schoß. Linde schoss, direkt auf sein Herz. “Das ist für Oliva” und er drückte ein zweites mal ab. “und der ist für Manna”. Das Mädchen saß in der Ecke und schrie während Raman’s Körper zu Asche zerfiel.
    Linde ging hinüber zudem Mädchen, das Zitternd und weinend in der Ecke saß, kniete sich zu ihr und sah ihr tief in die Augen. “Was mach ich denn jetzt mit dir, mitnehmen kann ich dich schlecht.” Sie sah ihn mit großen Augen an.
    “Weißt du was, du gehst jetzt erst mal schön ins Bettchen und morgen früh, wenn du schön geschlafen hast, ist das alles vorbei.” Er glaubte zwar selbst nicht an die Worte, die er ihr da gerade sagte, aber irgendwie musste er sie ja beruhigen. Sie sich von ihm auf den Arm nehmen. Schließ deine Augen. er streichelte ihr über den Rücken, sie sollte dieses Massaker nicht noch einmal sehen. Er ging die Treppe hinauf. Die zweite Tür war von weitem sichtbar, mit lustigen Mummi Bildern und einem Namensschild auf dem Liisa, zu lesen war verziert. “Bist du Liisa?” Sie nickte. Er ging das Zimmer und legte die Kleine in ihr Bettchen. Mal sehen, ob das mit dem gedanklichen Befehlen auch mit Schlafen funktioniert.
    “Jetzt schlaf, Liisa.” flüsterte Linde. Schlaf ein. Und zu Lindes Verwunderung, schlief die sie tatsächlich nach kürzester Zeit, sanft und friedlich.
    Als Linde das Haus verließ war von Arttu keine Spur, also machte er sich auf den Weg zurück.
    Kurz nach dem er wieder auf die Landstrasse gekommen war, sah er Arttu, gemütlich an eine Birke gelehnt. “Du hast zwei Schuss gebraucht, das ist nicht gut.”
    “Er war vermutlich schon nach dem ersten hinüber.”
    “Dann war der zweite also unnötig.”
    “Nein!” und nach einer kurzen Pause fügte Linde an, ”Es war was persönliches.”
    Arttu schüttelte mit dem Kopf.
    Nachdem sie schon ein Stück des Weges hinter sich gebracht hatten, fragte Linde.“Was passiert jetzt mit dem Mädchen, das überlebt hat?”
    “Überlebt? Arttu sah ihn ungläubig an. ”Und sie war nicht vielleicht ein Vampir?”
    “Nein, sie ist Mensch, ganz sicher.”
    “Ok und wie alt?”
    “Drei maximal Vier schätze ich.”
    “Die Polizei wird sich darum schon kümmern, du hast hoffentlich deine Projektile eingesammelt.”
    “Ja.”
    “Gut.”
    Schweigend setzten sie ihren Weg fort.



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Lepakko - 14.11.2004, 22:50


    Teil4

    Es waren nur noch wenige Tage, bis die US-Tour startete. Kirsi hatte mittlerweile dafür gesorgt, dass Lindes Versorgung sicher war. Sie hatte Linde gebeten, noch mal vorbei zu kommen um alles zu besprechen.
    Linde betrat den Salon, Kirsi stand am Fenster und schaute hinaus. Ohne sich umzudrehen bat sie ihn sich zu setzten. Ihr Blick war noch immer nach draußen gewandt. “June davon zu überzeugen, dich mit Blut zu versorgen, war nicht sehr schwierig.”
    “Was hat sie zu dem Foto gesagt.” fragte Linde neugierig.
    “Nichts, Sie hat zugesagt, das ist alles.”
    Kirsi drehte sich um und nahm auf einen der Sessel platz. ”Linde, sie ist eine recht schwierige Person.“
    “Da bin ich mal gespannt.“ Linde grinste.
    “Hör auf so zu grinsen, ich meinte das ernst.”
    “Warum denn?” er verkniff sich ein lachen.
    “Welcher normale Mensch sagt, Vampire sind die besseren Liebhaber? Sie spinnt.”
    “Vielleicht hat sie ja recht.” Linde grinste diabolisch.
    “Linde!” Kiris war empört. “Sie ist ein Mensch!” nach einer kurzen Pause fügte sie an.” Zumindest war sie es noch, als ich sie das letzte mal gesehen habe.” Egal ob Mensch oder Vampir, Männer denken immer nur an das eine.
    “Frauen auch!” fügte Linde an.
    Kirsi verdrehte die Augen, “Kann ich nicht mal eine Unterhaltung mir dir führen, in der du nicht in meinen Gedanken liest und darauf antwortest?”
    Linde zeigte keinerlei Reaktion, außer dass er sie weiter ziemlich versaut angrinste.
    “Ok, wo waren wir stehn geblieben?”
    “Sex.”
    Kiris gab ein genervtes Knurren von sich. “Das meinte ich nicht.”
    “Schade.”
    „Du hast mich ganz aus dem Konzept gebracht.“ Grummelte Kirsi verärgert. „Lass die Finger von June, verstanden?“
    Linde grinste sie weiterhin an, ohne auch nur einen Ton von sich zu geben. Kirsi mochte es nicht, wenn sie ihre Fragen ins Leere stellte, was bei Unterhaltungen mit Linde jedoch keine Seltenheit war. Das war eine Seite von ihm die sie nicht mochte. Sie gestand sich ein das die letzte dieser Fragen, nur rhetorischer Natur gewesen war, doch auch auf andere Fragen, hatte er oft genug nicht geantwortet und zu allem übel schien er sich auch nichts daraus zu machen, wenn andere schier am verzweifeln waren, weil sie keinen Monolog führen wollten. Er schien keinerlei Problem für ihn darzustellen, einfach stumm wie ein Fisch dazusitzen und Löcher in die Luft zu starren, während andere sich einen Wolf redeten.
    „Ich beantworte nur Fragen die mir passen, die ich für nötig halte.“
    Kirsi wurde aus ihren Gedanken gerissen. Sie war mit ihrer Geduld am Ende. „Ich habe heute einfach keine Lust auf dieses Theater.“ Ihre Stimmung war umgeschlagen und ein ausdruck von Kälte lag in ihrem eingeschlagenen Tonfall. “Ich hab auch noch eine weitere Person an, an die du dich wenden kannst, ein Arzt in New York, er ist auf unserer Seite. Einer der wenigen, denen ich halbwegs vertraue.” Sie überreichte ihm einen Zettel. „Verlier den nicht! Und noch etwas, kurz bevor ihr fliegt kommst du noch mal hier vorbei und holst dir noch eine Ration Blut ab und packe das Rosenöl in dein Handgepäck.” Sie funkelte ihn an.
    Plötzlich sah sie eine leichte Unsicherheit in Lindes Augen.“Aber wenn die mich fragen was da drin ist? Die haben doch so komische Einfuhrbestimmungen.”
    “Kosmetikartikel, Körperpflege, Körperöl, sag so irgend etwas in dieser Art. ” Sie ging richtung Tür „Wir sehen uns!“ und verlies, immer noch wütend das Zimmer!



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Korppi - 14.11.2004, 22:51


    Fine, wann geht es weiter???



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    PhiloFoX - 15.11.2004, 10:15


    Selbe Frage wie oben...



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Lepakko - 22.11.2004, 00:57


    Sie waren mittlerweile sechs Tage in den USA, die ersten fünf Tage hatten sie rein mit Promotion zugebracht und sich versucht einzugewöhnen oder besser gesagt über den Jetlag hinweg zu kommen. Heute abend würden sie ihre erste Show spielen.
    Linde wartete sehnsüchtig auf einen Anruf von June, doch sie hatte sich bis jetzt nicht einmal gemeldet.
    Die Show war mittlerweile vorbei und sie waren wieder zurück im Hotel. Linde lief nervös im Hotelzimmer auf und ab. June hätte schon gestern, mit den Blutkonserven da sein sollen, langsam wurde Linde immer nervöser.
    Die Jungs entschieden sich nach der Show noch mal dazu, griechisch zu essen, er hatte dankend abgelehnt. Am nächsten morgen war er extra früh aufgestanden um zum Frühstück zu gehen und glücklicherweise war er auch der erste gewesen, lange bevor die Anderen sich hinunter bequemt hatten, den Geruch von Knoblauch konnte er auf nüchternen Magen überhaupt nicht ertragen, ohne das im Schlecht wurde. Als er bereits wieder auf dem Weg zurück war, lief im Migé über den Weg. Er erklärte ihm, er hätte gestern wirklich ein super Essen verpasst und erzählte auch noch in aller Ausführlichkeit, dass auf den gegrillten Peperoni besonders viel Knoblauch gewesen sei. Linde kämpfte gegen den Würgreiz.
    Den ganzen Tag über hielt er sich fern vom Rest der Band, soweit das in einem Tourbus möglich war, der Geruch der anderen war ekelerregend. Er konnte sich schon vor der Abreise, kaum in der Nähe der vier aufhalten, ohne das er einen leichten Brechreiz verspührte, doch wenigstens hielt dieser Geruch ihn davon ab, einem von ihnen an den Hals zu gehen.
    Die lange Fahrt im Tourbus machte es ihm nicht leichter. Mit der Begründung, es würde ihm nicht gut gehen, legte er sich hin und man ließ ihn auch soweit in ruhe.


    Man hatte sich nach der Show darauf geeinigt, zum Abschluss des Abends noch mal in die Hotelbar zu gehen und etwas zu trinken. Linde hatte mittlerweile Probleme seine Zähne zu verbergen, es fiel ihm immer schwerer, diese wieder zurück zu fahren. Also hatte er sich den Tag über darauf beschränkt, einfach mit keinem mehr ein Wort zu reden, was zum Glück nichts ungewöhnliches für ihn war. Eigentlich wollte er nicht mehr mit den anderen Hinunter gehen, denn er kämpfte immer noch mit seinem Hunger, doch besonders Burton forderte ihn auf mit zu kommen, ja er bekniete ihn regelrecht.
    Sie waren erst sieben Tage hier, hatten gerade mal zwei Shows gespielt und ihm machte das Tour leben bereits keinen Spaß mehr. Er hatte jetzt schon das Gefühl er würde diese zwei Monate Tour nicht überleben, erst recht, da ihn sein Hunger nach Blut immer stärker drückte. Dann erinnerte er sich an das Fläschchen das Krisi ihm gegeben hatte, er ging an seinen Koffer und kramte darin herum. Endlich, gefunden. Er schraubte es auf, hielt es sich unter die Nase und nahm einen tiefen Atemzug, zu seinem erstaunen, war es ihm jetzt möglich seine Zähne ohne Probleme wieder einzufahren. Es klopfte an seine Zimmertür, Ville forderte ihn auf mit zu kommen. Er hat recht. Ich kann mich nicht während der gesamten Tour in meinem Hotelzimmer einschließen
    Vorsichtshalber steckte er das Fläschchen ein und machte er sich doch auf den Weg in die Hotelbar. Die anderen hatten sich bereits, dort versammelt. Bam und seine Chaotentruppe waren auch dort, was Linde nicht unbedingt zu Begeisterungsstürmen trieb . Linde holte das Fläschchen mit dem Rosenöl heraus und ließ einen Tropfen daraus in Bam’s Genick fallen Sicher ist sicher
    Bam fuhr herum und griff sich ins Genick , erwunderte sich. Roch an seiner Hand. Seife? Dachte er , doch konnte er mit dem Geruch nichts anfangen.



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    PhiloFoX - 22.11.2004, 09:41


    Muahaha... von mir aus hätt' er sich den Tropfen auch sparen können.



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Korppi - 22.11.2004, 11:20


    *lol* ich würde den auch nicht anpacken

    aber ich bin gespannt, ob das denn nun noch klappt mit dieser June, kriegt sie es gebacken, meinen Lieblingsvampir zu versorgen oder besorgt er sich vll einen "Voratsbehälter"?



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Lazerangel - 24.11.2004, 10:13


    Los, weiterschreiben! *drängel*

    Die Story ist soooooooooooo geil.
    :respekt:



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    phoenyx - 05.12.2004, 22:06


    Juhuuu ich habe sie wiedergefunden, hatte sie nämlich nicht unter diesem Titel vermutet. Wie geht es weiter???
    Bam ist ein Trottel, Seife.... das er da noch Rosenöl braucht, um sich von ihm fernzuhalten :evil:



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Korppi - 05.12.2004, 22:15


    Ja, genau, schreib mal weiter *husch husch*



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    PhiloFoX - 06.12.2004, 21:37


    :dafür:



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Lepakko - 17.04.2005, 18:39


    So, Warnung!
    Dieser Teil könnte Triggern!
    Wir hatten zwar schon darüber gesprochen, aber ich will es trotzdem dazu schreiben.

    So stell ich mir meinen Vampir vor (so in etwa)


    Linde hatte sich gerade zu den anderen dazu gesellt, als sein Handy klingelte. Verwundert kramte er es heraus. Unbekannter Teilnehmer. Verwundert nahm er das Gespräch an. Eine quietschend hohe Frauenstimme meldete sich am anderen ende, June. Endlich! Linde war sichtlich erleichtert, jetzt musste sie nur noch ins Hotel kommen. Er machte sich sofort auf den Weg in die Hotellobby und wartete auf sie. Er beobachte die Menschen, die das Hotel betraten, doch niemand der kam sah der Frau auf dem Foto ähnlich, das Kirsi ihm gegeben hatte. Eine halbe Stunde war mittlerweile vergangen, nichts tat sich. Linde wurde immer unruhiger. Fand sie das Hotel nicht? Vor Sorge versank er ganz in Gedanken, stellte sogar Hypothesen darüber auf, was ihr alles zugestoßen sein könnte.

    “Mikko!” quietschte es plötzlich durch die Lobby. Er schreckte hoch. June rannte auf ihn zu, fiel ihm um den Hals und begrüßte ihn wie einen alten Bekannten. Was Linde zwar etwas verwunderte, aber es war ihm eigentlich egal, er wollte endlich das Blut. Er hatte nur Augen für dieses kleine Köfferchen das sie mit sich trug. Er forderte sie auf ,endlich mit aufs Hotelzimmer zu kommen.
    “Kannst es wohl kaum noch erwarten? “ fragte sie lächelnd, als sie den Fahrstuhl betraten.
    Linde unternahm den Versuch, ihr die wertvolle Fracht aus der Hand zu nehmen.
    “Stopp, erst wenn wir auf dem Zimmer sind. Wäre doof, wenn jetzt jemand zusteigen würde und du hättest das Beutelchen zwischen den Zähnen, oder?” Sie grinste. Linde nickte. Kaum ging die Tür des Aufzugs auf, stürmte Linde heraus und zog June hinter sich her. Zielstrebig ging er zu seinem Zimmer, mit vor Erwartung zittrigen Händen steckte er die Karte in den Schlitz, um die Tür zu entriegeln.
    Er schubste sie ins Hotelzimmer und schloss schnell die Tür hinter sich.
    „Setz dich erst mal.“
    Linde reagierte nicht auf ihre Worte, sein Blick war wie in Trance, ausschließlich fokussiert auf das heißersehnte Gepäckstück, das sie bei sich trug. Wieder ging seine Hand in diese Richtung.
    Ich hab wohl doch etwas zu lange gewartet mit der Übergabe. Sie lächelte in sich hinein.Das nächste Mal bekomm ich dich.
    June öffnete den Deckel.
    Linde griff gierig nach der ersten Blutkonserve.
    Noch bevor June etwas sagen konnte, hatte er seine Zähne in den Beutel gebohrt und fing an ihn voller Hast auszusaugen.
    Wieso so gierig? Macht hier ja Anstalten, als wäre er halb verhungert.
    „Wie alt bist du?“
    Linde schaute sie verblüfft an, immer noch dabei, auch noch den letzten Tropfen heraus zu saugen.
    „Ich meine dein Vampiralter, wie lange bist du es schon?“
    Achtlos warf er die leere Packung zur Seite. „Nicht ganz ein Jahr!“
    Oookay das erklärt einiges
    Bevor June noch eine weitere Bemerkung machen konnte, hatte Linde bereits die nächste Blutration zwischen den Zähnen.
    Warum schickt sie mir so einen Jungspund? Sie beobachtete die Gier mit der Linde trank. Er schien nichts mehr um sich herum zu registrieren, so sehr war er auf das Blut fixiert. Linde griff nun bereits den dritten Beutel heraus.. Ok, diesmal wird das wohl nix mehr. Na ja, dann beim nächsten Mal. Ich sollte wohl früher erscheinen. Wer kann schon ahnen, dass der Kerl so jung ist. Hätte da nicht Arttu herkommen können?
    Mittlerweile hatte Linde auch die letzte Konserve geleert. Gesättigt und zufrieden grinsend ließ er sich auf das Bett fallen, gab einen lauten Rülpser von sich und fing dann an zu gähnen.
    June verzog angewidert das Gesicht. Benehmen scheint ein Fremdwort für ihn zu sein.

    Nachdem sie die leeren Überreste eingesammelte hatte, warf sie einen Blick aufs Bett. Linde klappten bereits die Augen zu, er machte einen so friedlichen Eindruck. Mit dem ist vorerst nichts anzufangen June wandte sich zur Tür um zu gehen.
    „Gehst du?“
    Sie fuhr herum „Ja, das hatte ich vor. Ich dachte, du wärst schon eingeschlafen.“
    „Ich hab nicht geschlafen, nur gedöst.“
    „Ist das nicht das gleiche?“
    Linde grinste „Wann kommst du wieder? Lass aber dieses Mal nicht so lang auf dich warten!.“
    Sie nickte nur, wandte sich um und ging.
    Sie war enttäuscht. So hatte sie sich ihre erste Begegnung mit dem ‚neuen‘ von Kirsi nicht vorgestellt. Wehmütig dachte sie an Arttu, an die Zeit, als er da gewesen war. Aber hatte sie sich nicht auch falsche Hoffnungen gemacht? Niemand war so wie Arttu. Keiner, den sie zuvor gehabt hatte oder der danach gekommen war. Warum sollte ausgerechnet Mikko besser sein? Nur weil er auch aus Europa kam, so wie er? Junes Gedanken schweiften ab. Ein Hauch von Wehmut machte sich in ihr breit. Er war so anders als Arttu, nicht nur vom Äußerlichen, doch er hatte etwas reizvolles, auch wenn es etwas komplett anderes war. Sein Lächeln, einfach hinreißend und so süß. Er hatte nicht diese Strenge im Blick, die totale Unterwerfung forderte, so wie es bei Arttu der Fall gewesen war. Gedankenverloren, verließ sie das Hotel.







    Kommentare bitte!



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Lazerangel - 18.04.2005, 10:51


    Mist! Ich hab doch noch was übersehen. :/

    Hab ich schon gesagt, das du Junes Gedanken sehr viel Raum gibst.
    Hast du noch etwas mit ihr und Linde vor?

    Ja und sonst, gefällt mir deine Story sowieso sehr gut.
    Jaja, Lindes Zähne habens schon in sich... *gg*



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Setsuna - 11.05.2005, 22:34


    Hey, Lepakko!
    Zuviel "Helsing" gelesen bzw. geguckt? :lol:
    Deine Geschichte hat nämlich, wie ich feststellte, eine Anlehnung daran. Oder irre ich mich?
    Trotzdem, die Story gefällt mir. Viele Sachen sind wirklich lustig. Oft musste ich so laut lachen, das meine Eltern wütend riefen ich soll doch mal leiser lachen. Zum Beispiel die Szene wo Linde Gas mal eben einen halben Meter zur Seite subst. Und Gas ist nicht gerade leicht..... :D
    Der anfang ist etwas traurig, aber der Rest hat doch so einiges an Humor abgekriegt.
    Deshalb hab ich mich über deine Warnung gewundert.
    So schlimm beschreibst du es doch nicht oder bin ich vieleicht zu abgehärtet? No idea!
    Nichtsdestotrotz, schreib bitte weiter, ja?



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Lazerangel - 12.05.2005, 01:01


    Die Warnung hat schon seinen Richtigkeit.
    Aber das musst du nicht verstehen, nur jene Leute, die es betrifft.



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    PhiloFoX - 12.05.2005, 10:08


    Oh cool, ich hab das voll verpasst. Schreibst du bald weiter? Ist immer noch genauso gut!



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Lepakko - 12.05.2005, 22:35


    Setsuna hat folgendes geschrieben: Hey, Lepakko!
    Zuviel "Helsing" gelesen bzw. geguckt? :lol:
    Deine Geschichte hat nämlich, wie ich feststellte, eine Anlehnung daran. Oder irre ich mich?


    Du irrst dich nicht ganz, ich hab die in einer phase angefangen als ich auf dem totalen Hellsing trip war und Vampire sind und bleiben eines meiner Lieblingsthemen....



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Setsuna - 13.05.2005, 10:38


    Lepakko hat folgendes geschrieben: Setsuna hat folgendes geschrieben: Hey, Lepakko!
    Zuviel "Helsing" gelesen bzw. geguckt? :lol:
    Deine Geschichte hat nämlich, wie ich feststellte, eine Anlehnung daran. Oder irre ich mich?


    Du irrst dich nicht ganz, ich hab die in einer phase angefangen als ich auf dem totalen Hellsing trip war und Vampire sind und bleiben eines meiner Lieblingsthemen....

    Das merkt man. * grin*
    Nichtsdestotrotz: Weiter so!

    By the way: Die Sache mit dem Rosenöl. Da ich Rosenduft liebe, sollte Mann es nicht auf die Haut tröpfeln. :D



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Lepakko - 21.07.2005, 23:49


    Ich habe mcih dazu entschlossen, die Geschichte komplett zu überarbeiten, denn ich habe einige (für mich große) Fehler im Aufbau gemacht, wegen denen ich im Moment mit der Fortsetzung hänge.



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Lazerangel - 22.07.2005, 08:18


    Lepakko hat folgendes geschrieben: Ich habe mcih dazu entschlossen, die Geschichte komplett zu überarbeiten, denn ich habe einige (für mich große) Fehler im Aufbau gemacht, wegen denen ich im Moment mit der Fortsetzung hänge.

    Dito

    Scheint im Moment der Trend zu sein.

    Ich lass mich mal überraschen, weil die Idee von dir find ich so genial.
    Wäre schade, wenn das nicht weiter ginge.
    :knuddel:



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Setsuna - 09.10.2005, 19:27


    Sag mal, wie lange dauerts denn noch! *drengel*
    Ich will wissen wie es weiter geht!



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Lepakko - 09.10.2005, 19:40


    :heul: Ich hab im moment eine permanente unkreative Phase oder wie immer man das nennen kann ich hab mir der Überarbeitung angefangen, bin aber leider nciht sehr weit gekommen, sorry



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Setsuna - 11.10.2005, 20:13


    Lepakko hat folgendes geschrieben: :heul: Ich hab im moment eine permanente unkreative Phase oder wie immer man das nennen kann ich hab mir der Überarbeitung angefangen, bin aber leider nciht sehr weit gekommen, sorry

    Okay! Schon gut! *Sonja hastig Kleenex rüberreich*
    Bin doch nur neugierig, weißt du?
    *Beruhigungskekse rüberschiebe*



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Lazerangel - 12.10.2005, 09:10


    Lepakko hat folgendes geschrieben: :heul: Ich hab im moment eine permanente unkreative Phase oder wie immer man das nennen kann ich hab mir der Überarbeitung angefangen, bin aber leider nciht sehr weit gekommen, sorry

    Was, du auch?
    Ich kann mich momentan nicht mal dazu durchringen die Korrekturen zu machen. *mitheul*



    Re: Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}

    Setsuna - 12.10.2005, 17:37


    Lazerangel hat folgendes geschrieben: Lepakko hat folgendes geschrieben: :heul: Ich hab im moment eine permanente unkreative Phase oder wie immer man das nennen kann ich hab mir der Überarbeitung angefangen, bin aber leider nciht sehr weit gekommen, sorry

    Was, du auch?
    Ich kann mich momentan nicht mal dazu durchringen die Korrekturen zu machen. *mitheul*

    Na, na! Ladys! Beruhigt euch doch! Geht doch bald vorbei! *Extragroße Packung Kleenex hinstell*



    Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken



    Weitere Beiträge aus dem Forum Villevalle's World

    Manna - gepostet von Muffine am Mittwoch 22.11.2006
    MIKKO!!!! (hier sabbern, tratschen, was auch immer) - gepostet von korppi am Dienstag 10.05.2005
    Büdde büdde votet für mich - gepostet von Korppi am Sonntag 05.02.2006
    Bitch so sweet - gepostet von Cat am Sonntag 08.10.2006
    L60° - gepostet von Korppi am Mittwoch 23.08.2006
    Parasite City Fragen - gepostet von Korppi am Montag 03.07.2006



    Ähnliche Beiträge wie "Schatten (Warnung!) {wird komplett überarbeitet}"

    Wer wird Weltmeister???? - BlackPaladin (Dienstag 06.06.2006)
    ES WIRD SOMMER - DaKai (Montag 20.03.2006)
    Manche haben en Schatten - nbanet (Sonntag 18.12.2005)
    Die elfte AG ÖA wird sein am Fr, 13.4.07 in der KLARA - forumfrank (Mittwoch 11.04.2007)
    Warnung an folgende Member - Schinkenwasser (Freitag 08.04.2005)
    Stallgebäude - Lilli (Mittwoch 13.05.2009)
    Wer wird Meister - sport5.at Admin | Armin (Mittwoch 23.11.2005)
    Forum wird geschlossen !! - steiner (Montag 07.08.2006)
    Warnung vor resistenten Aids-Viren - Villucia (Dienstag 17.01.2006)
    Wie man Gunslinger wird - yuichan (Donnerstag 29.03.2007)