Eine Anekdote (nichts für zartfühlende Köche / Hausfrauen)

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    Re: Eine Anekdote (nichts für zartfühlende Köche / Hausfrauen)

    Fedwins Geist - 01.05.2005, 22:55

    Eine Anekdote (nichts für zartfühlende Köche / Hausfrauen)
    Wie ich schon vor einigen Wochen geschrieben habe, teile ich mir meine WG mit 5 Mädels. Ich hatte angedeutet, dass ich schon Menschen begegnet bin, denen Sauberkeit mehr bedeutet hat. Im folgenden werde ich das ein wenig ausführen.

    Mit leitfüßiger Eilfertigkeit eilen meine Mädchen gleich nach dem wöchentlichen Besuch der Putzfrau in die Küche, backen jauchzend Soße und Gemüse in den Herd ein, werfen Zwiebeln durch die Küche , deponieren Knochen und Spaghetti neben (am liebsten aber hinter) dem Mülleimer und gerne stapeln sie den Dreck auf dem Tisch so hoch, dass der Boden sauberer ist (was keine leichte Aufgabe ist).

    Ich habe mich daran gewöhnt - andere Länder andere Sitten.
    Vor einer Weile kam es dann zu einem absurden Zwischenfall.

    Es sind gerade 3 der Mädels in der Küche, als eine von ihnen einen toten Siberfisch in ihrer Tasse findet. Totale Empörung, Ekel und Entsetzen – es ist der Beweis, dass wir Ungeziefer haben. Angewiedert schweifen ihre Blicke nun durch die Küche mit der nun unleugbaren Erkenntnis, dass wir seit Wochen in einem widerlichen Saustall kochen und essen (in Misachtung des Warnhinweises am Kühlschrank, dass bakterielle Meningitis in Londoner Studentenwohnheimen eine ernstzunehmende Gefahr ist).

    In einem bis dahin (und seitdem) ungesehenen Fall von totalem Aktionismus reißen sie nun alle ihre Sachen aus den Schränken und putzen bis Mitternacht die Küche. Schockierd tauschen sie sich über den außerordentlichen Schmutz in den verschiedenen Küchenschränken und -geräten aus.

    Am ekligsten finden sie die Mikrowelle, die sie seit Monaten benutzen, ohne das Essen abzudecken und die daher schon total verklebt war. Während ihrer Benutzung war die Küche immer von hunderten von Gerüchen erfüllt.

    Am hässlichsten schimpfen sie über die 2 Mädels, die nicht mithelfen, obwohl sie ja für den Großteil des Drecks zu verantworten sind.

    Eine Weile lang geselle ich mich perplex verblüfft zu ihnen und lasse mich von ihrer Energie anstecken und helfen dabei den Kühlschrank zu putzen. Dabei säuselt Renee verzückt vor sich hin, wie himlisch doch jetzt der Kühlschrank riecht.

    Irgendwann dämmert den Mädels, dass morgen ja die Putzfrau kommt. Aus Prinzip, oder aus Hingabe für dieses singuläre Ereignis des Saubermachens, wischen sie dennoch Boden, Küchenzeile und Tisch bis spät in die Nacht.

    In der Tat hätte ich gerne das Gesicht der Putzfrau gesehen, als sie in unsere Küche kam, die sonst so schmutzig ist, dass sie sie nie ganz putzen kann.
    Dass 2 Tage später schon nichts mehr auf die kurzweilige Sauberkeit hindeutete, unterstrich die Merkwürdigkeit des "Großen Reinemachen".

    Bis bis zum Tode des Silberfisches hatte es scheinbar keinen Grund gegeben zu putzen – er scheint ein besonderer seines Volkes gewesen zu sein, auch wenn er es nicht wusste.
    Vielleicht ehre ich ihn aber auch zuviel und es waren nur die von ihm unabhängigen, außergewöhnlichen Umstände seines Todes in einer Tasse.

    Seit dem Großen Reinmachen warte ich jedenfalls auf einen weiteren Gesannten der Silberfische oder anderes Ungeziefer, das unsere Küche paradoxerweise mit abermals unerwarteter Sauberkeit segnet. :cry:



    Re: Eine Anekdote (nichts für zartfühlende Köche / Hausfrauen)

    Darastin - 02.05.2005, 10:25


    Ich empfehle Dir die geheime Anlage einer Silberfisch-Züchtung unter geschlossenen, streng kontrollierten Bedingungen, und die gelegentliche taktisch geschickte Positionierung eines verstorbenen oder verstorben wordenen Exemplars in einer Tasse.

    ;)



    Re: Eine Anekdote (nichts für zartfühlende Köche / Hausfrauen)

    Fedwins Geist - 02.05.2005, 20:09


    Eine gute Idee! Ich hätte die Kakalake vor ein paar Wochen doch nicht töten und wegschmeißen sollen...
    Die Wohnheimsleitung kommt mir in dieser Hinsicht aber entgegen. Sie haben vor einer Weile eine "Pest Control Station" mit scheinbar vergifteten Ködern ausgelegt.



    Re: Eine Anekdote (nichts für zartfühlende Köche / Hausfrauen)

    Ezekiel - 03.05.2005, 00:37


    Eine alte(?) Regel besagt, dass dort wo eine Kakerlake gesehen wird schon 100 andere sind. In meiner Wohnheimzeit in Mainz habe ich auch einer Kakerlake Angesicht zu Angesicht gestanden. Gleiches gilt aber auch für meine Wohnheimzeit in Köln. Und für Mutterns Wohnung meiner Jugend ebenso. Das heißt in den ganzen restlichen Jahren müssen die Kollegen raffinierte Tarnungsmechanismen entwickelt haben.
    Wenn du nun eine gewiefte Enttarnungsvorrichtung erfindest werden die ganzen Cockroaches of Prey wieder sichtbar. Das ganze könnte dann natürlich ziemlich ekelhaft werden, aber der Schock wird sitzen!
    Vielleicht gilt für Silberfische ja ähnliches, wenn man dann an der Modularität der Enttarnungsvorrichtung arbeitet (Scotty bräuchte hierzu 24 Stunden), sollte die richtige Frequenz für letztere Kollegen ebenso gefunden werden können.
    Von meiner Seite aus gilt jetzt nur noch: Toi, toi, toi!

    edit: Kakerlaken wird häufig unrecht getan, hier die schriftliche Beweisführung dazu:
    Zitat: Bedeutung
    Das Schaben äußerst unbeliebt sind ist wohl nichts Neues. Jedoch darf man nicht vergessen das sie auch nützlich sind, denn das Innere einer Schabe mit Öl zerrieben oder gekocht und eingeträufelt lindert Ohrenschmerzen.



    Re: Eine Anekdote (nichts für zartfühlende Köche / Hausfrauen)

    alanthaniel - 03.05.2005, 09:29


    Meinereiner hatte zu der erholsamen und leider vergangen Wohnheimszeit auch die Möglichkeit sich mit einem freundlich Trupp Kakerlaken auseinandersetzen zu dürfen.
    Im Nachhinein sind diese "grossen Käfer) (Oton Markus(Gelb)) unangnehme Zeitgenossen. Die Bestien scheinen sich in allen Ecken zu verstecken nur leider nie da wo man nachsieht. Trotzdem sind sie da...
    Zum Glück hatten wir einen Kammerjäger zu Besuch der das gesammte Stockwerk eingegast hat.
    Es gibt sogar eine ER-Folge in der einem Patienten eine Kakerlake in der Nacht in Ohr geklettert ist. Darüber sollten deine Frauen mal beim Einschlafen nachdenken :wink:



    Re: Eine Anekdote (nichts für zartfühlende Köche / Hausfrauen)

    Fedwins Geist - 03.05.2005, 21:38


    Das mit den 100 anderen Kakerlaken, die in meinem Zimmer sein könnten, ist eine beunruhigende Nachricht...

    Man stelle sich nur vor, dass sie von einem Lawrence von Arabien vereint und gesammelt durch mein Ohr in meinen Schädel schlüpfen!

    Außerdem erinnere ich mich an eine Alf Folge, wo eine Riesenkakerlake die Küche der Tanners zerstört. Das wäre mir andererseits gar nicht so unlieb, da wir dann vielleicht eine neue, kurzfristig saubere kriegen würden. Andererseits würde eine kluge Kakerlake unsere Küche bestimmt nicht zerstören, da sie eine verlässliche Futterquelle darstellt und zusammen mit den diversen elektrischen Wärmequellen sicherlich zivilisationsstiftend einwirken kann.

    Ich muss gestehen, dass ich mir die Entwicklung einer Enttarnungsvorrichtung technisch nicht zutraue.
    Als Geograph könnte ich höchstens Studien über räumliche Konzentrationsmuster durchführen. Da ich ja aber keine sehen kann, könnte ich zwar Hypothesen aufstellen, aber keine Daten erheben.

    Die Situation ist also äußerst vertrackt.



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