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Re: Die islamische Brüderlichkeit
degisim - 07.03.2005, 14:26Die islamische Brüderlichkeit
Asselamun alaikum
Die islamische Brüderlichkeit
Allah hat den Islam als weltweite Botschaft sowohl an die Araber als auch an die Nichtaraber geschickt.
Allah sagt: “Und Wir sandten dich als Verkünder und Warner an alle Menschen.“
(34:28)
Die Menschen traten scharenweise in den Islam ein, und jeder der den Islam annahm wurde automatisch zu einem Teil der islamischen Umma, ob Araber oder nicht, und hatte damit die gleichen Rechte und Pflichten wie alle Muslime.
Allah sagt: “Und ihr wurdet mit Seiner Gnade zu Brüdern,“(3:103) und Er sagt: “Wahrlich die Gläubigen sind Brüder.“
(49:10)
Die Muslime sind also durch das Band der islamischen Brüderlichkeit lediglich durch ihren Eintritt in den Din Allahs miteinander verbunden. Qurtubi legt bezüglich der Auslegung der Aya “Wahrlich, die Gläubigen sind Brüder“ dar, dass hiermit die Brüderlichkeit im Glauben Allahs gemeint ist und nicht bezüglich der verwandtschaftlichen Beziehung. Daher ist das Band der Brüderlichkeit im Glauben fester als die der Herkunft.
Der Prophet hat für die Verbrüderung unter seinen Sahaba, die aus den Muhagirun und den Ansar bestanden gleich zu Beginn der Staatsgründung, gesorgt: So kam es beispielsweise zur Verbrüderung Ga’far bin Abi Talibs mit Mu’ad bin Gabal sowie Abu Bakrs mit Hariga bin Zuhair u.s.w.
Einer fühlte sich für den anderen verantwortlich, wobei es sogar soweit ging, dass der Muhagir seinen Bruder aus den Ansar beerbte, was später jedoch aufgehoben wurde. Das Konzept der Brüderlichkeit unter den Muslimen diente dem Propheten (a.s.s.) auf diese Weise als Stütze beim Aufbau der Gesellschaft, ungeachtet ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder Sprache.
Der Prophet (a.s.s) sagte: “Der Muslim ist der Bruder des anderen: Weder behandelt er ihn schlecht, noch lässt er ihn im Stich noch demütigt er ihn.“
So strebt der Islam die Schaffung der Eintracht und gegenseitigen Verbundenheit unter den Muslimen an und betrachtete diese als Zeichen des Iman (Glaubensüberzeugung).
Der Prophet (a.s.s) sagte: “Bei Dem, in Dessen Hand mein Leben liegt, ihr tretet nicht eher ins Paradies ein, bis ihr Gläubige seid, und ihr seid nicht eher Gläubige, bis ihr einander Zuneigung entgegenbringt.“
Und der Gesandte sagte in einem weiteren Hadit: “Keiner von euch wird Gläubiger sein, bis ihr für euren Bruder nicht das herbeisehnt, was ihr für euch selber wünscht.“
Der Islam rief zur Ausbreitung des Gefühls der Verbundenheit und Zuneigung unter den Muslimen auf.
Der Gesandte sagte: “Die Gläubigen in ihrer Zuneigung, ihrer Barmherzigkeit und in ihrer Güte zueinander ähneln einem Körper; wenn ein Körperteil von ihm leidet, reagiert der restliche Körper mit Schlaflosigkeit und Fieber“, und er sagt: “Die Gläubigen sind untereinander wie ein Mauerwerk, der eine stützt den anderen.“
Zu den Erfordernissen der Brüderlichkeit gehört der gegenseitige Beistand.
Hierzu sagte der Gesandte: “Hilf deinem Bruder, ob er Unrecht tut oder Unrecht erleidet.“
Wie sollte diese Unterstützung aussehen? Die islamische Brüderlichkeit gehört zu den Stützen des islamischen Lebens. Viele Muslime haben dieses Erfordernis absichtlich oder aus Unwissenheit vernachlässigt, als Folge der Schwäche im Verständnis der Gesetze ihrer Religion bzw. der Anwendung der Kufr-Gesetze über sie. Aufgrund dessen handeln sie nicht entsprechend dieser Brüderlichkeit, sondern beschränken sich diesbezüglich nur auf die moralische und geistige Unterstützung und vergessen, dass die Brüderlichkeit im Islam erfordert, dass die Probleme der Muslime als Problem jedes einzelnen Muslim betrachtet werden müssen.
Das, was den Muslimen im Kaukasus, in Kaschmir und in den Philippinen widerfährt, was sie im Kosovo und in Bosnien erleiden müssen und was sie permanent in Palästina und Libanon zu erdulden haben, muss jeder Muslim auf der Erde in genau der gleichen Weise fühlen wie derjenige, der unmittelbar den dortigen Unterdrückungen und Verfolgungen ausgesetzt ist.
Die Unterstützung eines Muslim, der Repressionen und Misshandlungen ausgesetzt ist und dessen Leben bedroht ist, kann nicht nur aus Nahrungsmittellieferungen und Altkleiderspenden bestehen oder der Ausstattung der Aqsa-Moschee mit neuen Teppichen. Mit Beistand ist hier auch nicht der Ruf nach dem UNO-Sicherheitsrat, das Erflehen der Hilfe Amerikas oder die Entsendung von Rettungstruppen gemeint.
Unterstützung bedeutet hier die Beseitigung der Unterdrückung und Feindseligkeiten seitens der Kuffar so wie es der Sar’ vorschreibt. So bedarf die Aqsa-Moschee der Befreiung und nicht der Restaurierung.
Zu den Erfordernissen der Brüderlichkeit unter den Gläubigen gehört es, den Schutz der Ungläubigen nicht in Anspruch zu nehmen, sondern nur den der Gläubigen.
Allah sagt: “Lasst nicht die Gläubigen sich die Ungläubigen zu Beschützern nehmen anstelle von Gläubigen. Und wer das tut, hat nichts mit Allah gemein“, (3:28) und Er sagt: "Die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen, sie beschützen einander.“ (9:71)
Ebenso sorgt diese Brüderlichkeit für die Beseitigung des Stammesbewusstseins, des Nationalismus und Sektierertums, die zu den Faktoren für die Zerstörung der islamischen Einheit gehören und welche der Islam als eine Art Gahiliyya betrachtet. Es existiert im Islam kein Nationalismus oder so etwas wie arabische, türkische oder persische Brüderlichkeit.
Der Islam rief zur Beseitigung jeglicher Klassenunterschiede unter den Muslimen auf.
Allah sagt: “Der Vortrefflichste bei Allah ist der Gottesfürchtigste.“
(49:13)
Er erklärt, dass die islamische Gesellschaft fest miteinander verbunden ist, ähnlich wie ein Körper. Jeder Muslim hat die Verantwortung zu tragen und muss darüber Rechenschaft ablegen, wenn es der Umma schlecht geht. Sie entfällt nicht mit dem Spenden von Altkleidern oder Nahrungsmitteln, um damit das Gewissen zu beruhigen. Das richtige Verständnis über die islamische Brüderlichkeit führt zu tatsächlichen Handlungen und nicht zu leeren, schön klingenden Worten. Diese Verbundenheit unter den Muslimen muss zu jeder Zeit vorhanden sein, auch in Abwesenheit eines Staates, der das islamische System als Grundlage hat. Doch sie kann nur in vollkommener Form unter dem Schutz eines Staates verwirklicht werden, der die Beziehungen der Menschen in einer Gesellschaft entsprechend den islamischen Gesetzen regelt. In der heutigen Realität bedürfen wir mehr denn je dieser islamischen Brüderlichkeit, um die gesamten Hindernisse, Schranken und die künstlichgezogenen Grenzen, die die muslimischen Brüder voneinander getrennt haben, zu überwinden, so dass jeder Muslim spürt, dass Millionen von Muslimen hinter ihm stehen, mit ihm fühlen und leiden und dafür arbeiten, dass ihm aus seiner Misere geholfen wird.
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