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Re: Briefe von Imam Rabbani (ks)

Freakofislam - 05.01.2005, 20:56
Briefe von Imam Rabbani (ks)
Brief 61 (1. Band) - Warnung vor einem falschen Schaikh



Schaikh Ahmad Sirhindi, Mudschaddid Alf-e-Thaani (q), das 23. Glied in der Naqschbandi-Kette nach dem Propheten (der Friede und Segen Allahs seien auf ihm)



Zu Beginn befindet sich ein Schüler in einem dermassen niedrigen und miserablen Zustand dass er keine Verbindung zu Allah aufnehmen kann. Zum Überbrücken der Distanz ist daher ein nach beiden Seiten vermittlungsfähiges Verbindungsglied nötig, dies ist der vollkommene, Vollkommenheit vermittelnde Schaikh.

Das grösste Hindernis auf dem spirituellen Weg stellt das Aufsuchen eines Pseudoschaikhs dar, der, obwohl er die eigene spirituelle Reise (Suluuk und Dschadhbah) nicht vervollständigt hat, den Ehrenplatz eines Schaikhs einnimmt. Für einen Schüler ist spiritueller Austausch in seiner Gesellschaft tödliches Gift, ihn aufzusuchen eine zum Tod führende Krankheit. Die hohe spirituelle Begabung eines Schülers gelangt durch so einen spirituellen Austausch (Suhbat) zum Absturz. Vom Höchstmöglichen fällt er ins Allertiefste.

Wenn beispielsweise ein Kranker die Arznei eines Quacksalbers einnimmt, so vermehrt er die eigene Krankheit. Er verliert durch diese Arznei auch das zur Überwindung der Krankheit nötige Selbstheilvermögen. Möglicherweise führt die Medizin dieses Pseudoarztes anfänglich zu einer Besserung der Beschwerden, in Wirklichkeit jedoch ist sie höchst schädlich. Sollte dieser Kranke dann zu einem qualifizierten Arzt gelangen, so wird dieser zuallererst die Schäden der Quacksalberarznei beseitigen und versuchen, das aufgenommene Gift durch ein Gegenmittel zur Ausscheidung zu bringen. Erst wenn dies erfolgt ist geht er daran die eigentliche Krankheit zu heilen.

Der Weg der Naqschbandi-Schaikhs (q) beruht auf Suhbat (Kommunikation mit spirituellen Mitteln), durch blosses Reden und Zuhören passiert nichts; es stellt sich vielmehr Trägheit ein.

Brief 63 (2. Band) - Von mehreren Schaikhs lernen

Es sollte Euch klar sein dass das Ziel Allah ist; der Schaikh ist ein Mittel um zu Allah zu gelangen. Wenn ein Schüler sieht dass er bei einem anderen Schaikh Rechtleitung findet und sein Herz in der Suhbat (spirituelle Kommunikation) mit diesem Schaikh Verbindung zu Allah erlangt ist es gestattet dass der Schüler auch zu Lebzeiten seines ursprünglichen Schaikhs und ohne dessen Erlaubnis jenen Schaikh aufsucht und bei ihm Rechtleitung sucht, unter der Bedingung allerdings, dass er den ersten Schaikh nicht verleugnet und ihn in wohlwollender Erinnerung behält.


Heutzutage ist die Beziehung von Schaikh und Schüler nur noch ein leerer Brauch. Die meisten Schaikhs unserer Zeit haben keine Kenntnis von sich selbst, sie können Imaan (Rechtgläubigkeit) und Kufr (Unglaube) nicht auseinanderhalten. Welche Kenntnis sollen sie also von Allah haben, und welchen Weg sollen sie einem Schüler weisen ?


Wie soll ein Ungeborenes, das von sich selbst nichts weiss, Bescheid wissen über die Welt


Weh einem Schüler der so einem Schaikh vertraut und sich zu ihm setzt, anstatt einen anderen Schaikh aufzusuchen, und der es daher verabsäumt, sich Kenntnis vom Weg zu Allah zu erwerben. Dies sind vom Schaitaan stammende Eingebungen, der versucht einen spirituell Suchenden durch falsche Schaikhs vom Weg zu Allah abzuhalten. Wo auch immer sich Rechtleitung und Herzensverbindung zu Allah finden, ohne zu Zögern soll man sich dorthin begeben und Zuflucht suchen vor den Einflüsterungen des Schaitaan.

Brief 221 (1. Band) - drei Arten von Schaikh

In dieser Naqschbandi Tariqah basiert das Schaikhamt und das Schülersein auf dem Lehren und Erlernen der Tariqah, nicht auf blossen Äusserlichkeiten wie Kappe und Stammbaum(Silsile), wie das bei der Mehrzahl der anderen Tariqahs üblich ist, deren spätere Exponenten den Sinn von Tariqah auf solche Äusserlichkeiten beschränkten [und bay`ah (Bündnispakt mit dem Schaikh) allein als ausreichend fürs Eingebundensein in die spirituelle Überliefererkette (Silsilah) hielten, was ein Anzeichen von Degeneration ist]. Aus diesem Grund halten die anderen Tariqahs ein Lernen von mehreren Schaikhs für unzulässig. Sie nennen jemanden der Wissen von der Tariqah vermittelt Murschid und halten ihn nicht für einen Schaikh und erweisen ihm nicht den einem Schaikh gebührenden Adaab (Betragen). Dies stammt aus ihrer vollkommenen Ignoranz. Sie wissen nicht dass ihre Vorgängerschaikhs einen Lehrer-Schaikh und einen tawaddschuhgebenden Schaikh auch Schaikh genannt haben und gestattet haben, von mehreren Schaikhs zugleich Nutzen zu beziehen.[Tawaddschuh: Projektion spiritueller Kraft]

Vielmehr ist es selbst zu Lebzeiten des ursprünglichen Schaikhs gestattet dass sich ein Schüler einem anderen Schaikh anschliesst, wenn er sein Wohl bei diesem erblickt; allerdings darf er den ersten Schaikh [und dessen Verdienste] nicht verleugnen. Hadhrat Khwadschah Naqschband (q) hat diese Auffassung der Gelehrten von Bukhara bestätigt. Wenn jemand einem Schaikh Bay`ah gegeben hat, soll er nicht einem anderen Schaikh auch Bay`ah geben [ ]. Daraus geht nicht hervor dass jemand überhaupt keinen anderen Schaikh haben soll, sondern es ist gestattet dass jemand einem Schaikh Bay`ah gibt, von einem anderen das Wissen der Tariqah erwirbt und spirituellen Austausch (suhbat) im Kreis eines dritten Schaikhs pflegt. Falls diese drei Funktionen in einem Schaikh vereint sind und von ihm erwerbbar sind ist das eine grosse Gnadengabe. Es ist erlaubt dass ein Schüler das Wissen der Tariqah und Tawaddschuh in der Suhbat von mehreren Schaikhs bezieht.

Man muss wissen dass Schaikh derjenige ist der den Schüler zu Allah ta`alaa führt. Der wissensvermittelnde Lehrer-Schaikh entspricht am meisten dieser Bedeutung, da er sowohl in der Schari`ah unterweist wie auch Anleitung in der Tariqah gewährt, im Gegensatz zum Schaikh der Bay`ah.
Auszug aus dem 287. Brief (1.Band) - Zu Ekstasen neigende Schüler
...die erhabenen Vorgängerschaikhs der Naqschbandi-Tariqah haben gesagt dass ein Schaikh dem gefolgt wird nicht Vermittler ist zum Erreichen des Ziels von Dschadhbah (Ekstase aufgrund Angezogenseins von Allah), da der Schüler dieses Stadium bereits erlangt hatte, es aber aufgrund von Vergesslichkeit wieder verloren hatte und daher Warnung und Unterrichtung nötig hat. Daher wird so ein Schaikh Lehrer-Schaikh (Schaikh -e- Ta`lim) genannt und nicht Ausbildner-Schaikh (Schaikh -e- Tarbiyyat). Soweit Suluuk (die spirituelle Reise) betroffen ist, ist ein Schaikh dem gefolgt wird nötig um die Stadien von Suluuk zurückzulegen, und Ausbildung des Schülers ist notwendig. Ein Schaikh dem gefolgt wird soll so einem gewohnheitsmässigen Ekstatiker (Madschdhuub -e- mutamakkin) [jemand der von Ekstasen überkommen wird, aber nicht die Grenzen der Schari`ah überschreitet] nicht die Erlaubnis zum Weitervermitteln der Tariqah erteilen und ihn nicht auf den Platz des Schaikhtums und der Vervollkommnung setzen, da einige Suchende hochtalentiert und mit perfekter Fähigkeit zur Vollkommenheit und Vervollkommnung anderer begabt sein mögen. Geraten sie in die Suhbat (Zusammensitzen in spiritueller Kommunikation) dieses Ekstatikers, ist es möglich dass diese Begabung Schaden leidet und verlorengeht.
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