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Re: Sufismus???
burningsufi - 02.12.2004, 22:34Sufismus???
Ein längere Text:
Sofi’ ist ein Begriff, der auf die Anhänger des tasawwuf (des Sufismus) verwendet wird (vor allem benutzen ihn die Persisch und Türkisch sprechenden Menschen). Anderen zufolge lautet die richtige Aussprache ‚Sufi’. Ich denke, dass sich der Unterschied aus den verschiedenen Ansichten zum Ursprung dieses Wortes ergibt. Wer meint, das Wort leite sich von sof (Wolle), safa´ (spirituelles Vergnügen, Heiterkeit), safwat (Reinheit) oder sophos (einem griechischen Wort für Weisheit) ab oder impliziere Hingebung, bevorzugt das Wort Sofi. Andere, die der Ansicht sind, das Wort stamme von suffa (Zimmer), und betonen, dass es nicht mit sofu (religiöser Eiferer) verwechselt werden dürfe, gebrauchen das Wort Sufi.
Der Begriff Sofi wurde auf verschiedene Art und Weise definiert; einige dieser Definitionen möchte ich hier aufzählen:
Ein Sofi ist ein Reisender zu Gott, der es geschafft hat, sein Ich zu reinigen, der inneres Licht und spirituelle Aufklärung erlangt hat.
Ein Sofi ist ein demütiger Soldat Gottes, den der Allmächtige für Sich ausgewählt und vom Einfluss seines fleischlichen, boshaften Ichs befreit hat.
Ein Sofi ist ein Reisender zur Wahrheit Muhammads, der, nicht um aufzufallen, sondern als Zeichen von Würde und Besitzlosigkeit, einen einfachen Umhang trägt und der Welt als Quell von Untugend und fleisch-lichen Gelüsten entsagt. Sofis tragen einen einfachen Umhang aus Wolle und werden deshalb mutasawwif (pl. mutasawwifun) genannt, um ihre gesellschaftliche Stellung, ihren Glauben, ihre Haltung und ihren Lebensweg nachdrücklich zu betonen. Das Tragen eines einfachen wollenen Umhangs war nämlich auch für den Propheten, seine Gefährten und andere Menschen mit aufrichtiger Gesinnung typisch.
Ein Sofi ist ein Reisender zum Gipfel der wahren Menschlichkeit, der sich von der fleischlichen Verworrenheit und allen Arten menschlichen Schmutzes befreit hat, um seine essenzielle göttliche Natur und Identität zu verwirklichen.
Ein Sofi ist ein Mensch, der es verdient hat, Sofi genannt zu werden, da er versucht, den Menschen der suffa - den armen gelehrten Anhängern des Propheten, die in einer Kammer lebten, welche an die Moschee des Propheten grenzte - zu ähneln, indem er sein Leben dem Ziel widmet, sich diesen Namen zu verdienen.
Es gibt auch solche, die der Meinung sind, das Wort Sofi würde sich von saf (rein) ableiten. Obwohl die lobenswerten Bemühungen der Sofis, Gott zu erfreuen, ihm unablässig zu dienen und ihre Herzen auf Gott zu rich-ten, ausreichen würden, um sie als reine Menschen zu bezeichnen, ist es doch grammatikalisch unzulässig anzunehmen, Sofi wäre eine Ableitung von saf. Darüber hinaus existiert auch die Ansicht, Sofi käme von dem griechischen Wort sophia oder sophos, das Weisheit bedeutet. Ich denke aber, dass dies eine Erfindung ausländischer Forscher ist, die es lieber sähen, einen ausländischen Ursprung des Wortes tasawwuf aufspüren zu können.
Der erste Mensch, der in der islamischen Geschichte Sofi genannt wurde, ist Abu Hashim al-Kufi, ein großer Asket seiner Zeit. Abu Hashim starb im Jahre 150 nach der Hidschra (im Jahre 622), das heißt, das Wort Sofi wurde bereits im zweiten Jahrhundert nach der Hidschra der Generation der Gefährten des Propheten und ihrer gesegneten Nachfolger verwandt.
Der Sufismus, der uns in der islamischen Geschichte erstmals in Gestalt des Abu Hashim al-Kufi begegnete, schien ein Weg spiritueller Menschen sein, die den Schritten unseres Propheten, Friede und Segen seien mit ihm, und seinen Gefährten in ihrem Lebensstil folgten. Darum wurde der Sufismus immer wieder als spirituelle Dimension des Islam bezeichnet. Sein ursprünglicher Zweck bestand darin, die Menschen zu erziehen, ihre Herzen auf Gott auszurichten und von der Liebe zu Ihm entflammt zu sein. Er konzentrierte sich, ganz dem Vorbild des Propheten folgend, auf gute Moral und Wohlverhalten. Zwar mag mit einiger Berechtigung darauf hingewiesen werden, dass im Laufe der Zeit einige Abweichungen auftra-ten, diese sollten aber nicht als eine Rechtfertigung dafür benutzt werden, den Weg spiritueller Reinheit ganz zu verurteilen.
Der Mystiker Imam Qushayri (+1074) beschreibt die Sufis, die ein spiri-tuelles Leben führen so:
Der bedeutendste Titel im Islam ist der eines Gefährten des Propheten, Friede und Segen seien mit ihm. Dies ist eine so große Ehrung, dass sie ausschließlich den Gefährten zuteil werden kann. Die zweitgrößte Ehrung ist den Tabi´un vorbehalten, denen, die den Gefährten nachfolgten und sie noch mit eigenen Augen sahen. Die Taba-i Tabi´un sind diejenigen, die diese Tabi´un noch kennen lernten. Direkt nach dem Tode dieser dritten Generation, zufällig zeitlich übereinstimmend mit dem Ausbruch einiger interner Konflikte und Glaubensabweichungen, entwickelten die Sufis wichtige Fertigkeiten in der Wiederbelebung des spirituellen Aspektes des Islam. Sie standen damit auf einer Stufe mit den Traditionalisten, den Rechtswissenschaftlern und den Theologen, die dem Islam - jeder auf seinem Fachgebiet - große Dienste erwiesen.
Vor allem die frühen Sufis waren ausgezeichnete rechtschaffene Menschen. Sie führten ein aufrechtes, ehrenhaftes, genügsames und einfaches Leben, frei von jeglichen Makeln; weit davon entfernt, körperliches Glück und die Befriedigung fleischlicher Gelüste zu suchen, folgten sie dem Vorbild des Propheten. Sie waren in ihrem Glauben und Denken so ausgeglichen, dass man sie nicht als Anhänger von alten Philosophen, christlichen Mystikern oder hinduistischen Fakiren betrachten kann. Denn tasawwuf wurde von seinen frühen Anhängern und Repräsentanten zu allererst als Wissenschaft von der inneren Welt des Menschen, der Realität der Dinge und der Mysterien der Existenz bezeichnet. Ein Sofi war ein Student dieser Wissenschaft, der den höchsten Rang eines universellen oder vollkommenen Menschen anstrebt.
Tasawwuf ist eine lange Reise, die zum Unendlichen Einen führt und nicht enden wollende Bemühungen erfordert. Er ist ein Marathon, der gelaufen wird, ohne je anzuhalten - mit unnachgiebiger Entschlossenheit und ohne irgendeinen weltlichen Nutzen zu erwarten. Er hat nichts mit westlichen oder östlichen Arten von Mystizismus, Yoga oder Philosophien gemein. Ein Sofi, der entschlossen ist, diesen Marathon zu laufen und den Unendlichen Einen zu erreichen, ist weder ein Mystiker, noch ein Yogi oder ein Philosoph.
Zwar ist es wirklich so, dass einige Hindus und griechische Philosophen einem Weg folgten, der zur Selbstreinigung führte, und dass sie die fleisch-lichen Gelüste und die weltlichen Reize bekämpften; der Weg, dem diese nacheiferten unterscheidet sich jedoch völlig vom tasawwuf. Während sich die Sofis nämlich vor allem durch Anrufung, regelmäßige Verehrung, größtmöglichen Gehorsam Gottes und Würde selbst zu reinigen suchten und bis zum Tod auf ihrem Weg voran schritten, beachteten die alten Philosophen nicht selten nur wenige dieser Regeln oder Handlungen. Ihre Selbstreinigung - falls man davon überhaupt sprechen kann - rief in ihnen oft Überheblichkeit und Arroganz hervor, nicht aber Würde und Selbstkritik.
Die Sofis lassen sich hinsichtlich ihres Weges in zwei Kategorien einteilen:
Die erste Kategorie beinhaltet diejenigen, die dem Wissen Priorität einräumen und versuchen, ihrer Bestimmung durch das Wissen um Gott (ma´rifa) gerecht zu werden.
Die zweite Kategorie besteht aus Menschen, die dem Weg der Sehnsucht, der spirituellen Ekstase und der spirituellen Entdeckungen folgen.
Sofis der ersten Kategorie bringen ihr Leben damit zu, sich ununterbrochen auf einer Reise zu Gott zu befinden, auf der sie sich durch Gott weiter entwickeln. Sie reisen auf den Flügeln des Wissens und des Wissens um Gott und bemühen sich zu erfahren, was der Satz „Es gibt keine Kraft und keine Stärke außer durch Gott” bedeutet. Jede Wandlung, jede Veränderung, jede Gestaltung und Umgestaltung, die sie in der Existenz wahrnehmen, jedes Ereignis, dessen Zeuge sie werden oder das sie selbst erleben, ist wie eine verständliche Botschaft der Kraft Gottes und des Willens Gottes, die aber in vielen verschiedenen Zungen ausgedrückt wird.
Für die Sufis der zweiten Kategorie gilt, dass sie gelegentlich von ihrer eigentlichen Bestimmung abweichen und es nicht schaffen zu Gott, dem Allmächtigen, zu gelangen. Obwohl sie ihre Reise und ihre Askese durch-aus ernsthaft betreiben, ist dies darauf zurückzuführen, dass sie verborgene Realitäten und Wahrheiten oder Wundertaten entdecken wollen und spirituelles Vergnügen und Ekstase anstreben. Obwohl auch dieser zweite Weg durch Koran und Sunna legitimiert ist, kann er einige Eingeweihte dazu verführen, an gewissen Bedürfnissen und Erwartungen festzuhalten. Zu nennen sind hier der Wunsch nach dem Erwerb eines spirituellen Ranges und die Fähigkeit zu besitzen, Wunder zu vollbringen, der Wunsch, als ein Heiliger bekannt zu sein usw.. Daher ist der erste Weg, der auch zur größten Rechtschaffenheit unter der Anleitung des Koran führt, sicherer.
Die Sufis teilen die Menschen in drei Gruppen ein:
Zur ersten Gruppe gehören diejenigen, die sie die Vollkommenen nennen und die ihre Bestimmung erreicht haben. Diese Gruppe beinhaltet zwei Untergruppen - die Propheten und diejenigen, die sich vervollkommnet haben, d.h. die dadurch zur Wahrheit gelangt sind, dass sie eben diese strikt befolgt haben. Nicht unbedingt alle, die sich vervollkommnet haben, sind gleichzeitig auch spirituelle Führer. Einige von ihnen führen keine anderen Menschen zur Wahrheit, sondern werden von den Wellen des ‚Ozeans der Begegnung mit Gott und der Verwirrung’ überspült und aufgerieben. Ihre Beziehungen zur sichtbaren materiellen Welt sind erschüttert, deshalb leben sie, ohne dazu fähig zu sein, andere zu führen.
Diejenigen, die der zweiten Gruppe angehören, werden Eingeweihte genannt. Auch hier gibt es zwei Untergruppen. Die erste umfasst die, die dieser Welt vollständig entsagen und, ohne an das Jenseits zu denken, Gott, den Allmächtigen, suchen. In der zweiten Untergruppe finden sich diejenigen, deren Ziel es ist, ins Paradies einzugehen und die nicht ganz auf rechtmäßige weltliche Freuden verzichten. Sie werden Asketen, Verehrende, Arme oder Hilflose genannt.
Was die dritte Kategorie anbelangt, so nennen die Sofis deren Angehörige ‚die sich (an der Welt) Festklammernden’ oder ‚die träge Gewordenen’, denn ihr einziges Ziel besteht darin, ein ruhiges, komfortab-les Leben zu führen. Diese sind böse und unglückselig, dem Koran zufolge gehören sie zur Gruppe derer, die ‚auf der Linken stehen’, die ‚blind und taub’ sind und nichts verstehen.
Einige haben die drei hier genannten Kategorien auch nur in zwei Gruppen unterteilt, in die Vornehmen, die sich in die Richtung Gottes bewegen - die Menschen auf der rechten Seite, und diejenigen auf der linken Seite.
Re: Sufismus???
Anonymous - 27.02.2005, 02:21
Hallo,
Ich habe eine Frage. Sind Sufisten Muslime? Oder haben haben sie nix mit Islam zu tun? Oder anders ausgedrückt. Haben sie nur was mit dem Propheten Muhammad zu tun, weil dies der einzige Hinweis im Text ist.
Bin mir nicht sicher :?
sorry wenn ich so blöd frage..
:?
Gruß
M.
Re: Sufismus???
Zehra - 27.02.2005, 13:09
Hallo M.
Hast du den Text oberhalb tatsächlich gelesen? Hast du auch mal die anderen Dinge über Sufis in diesem Formum gelesen?
Deine Fragen sind alle samt darin bereits beantwortet.
Irgendwie kann ich deinen Fragen nicht folgen, da sie etwas wirr in der Auslegung sind. Würden hier Bereiche mit islamischen Themen geöffnet werden, die nicht islamisch wären? Obwohl es ein Islamisches Board ist???? Hat irgendetwas was in Verbindung mit dem ehrenvollen Propheten Muhammad s.a.v. steht nix mit dem Islam zu tun? Sind das alles extra Stiefel??
Sorry merkst du das das alles nicht ganz zusammen passt? Wer bist du und wie heißt du, bist du Muslim oder nicht Muslim. Wieviel weisst du über den Islam bereits. Mir fehlen etliche Anhaltspunkte lieber M. Wäre net wenn du dich erst mal etwas outen würdestl.
Gruß Zehra
Re: Sufismus???
Zehra - 27.02.2005, 13:26
Hallo M.
wollte dir noch aus dem ogigen Text deinen Fragen näher kommen:
[quote]Sind Sufisten Muslime? Oder haben haben sie nix mit Islam zu tun? Haben sie nur was mit dem Propheten Muhammad zu tun, weil dies der einzige Hinweis im Text ist.
Zitat:
Ok, dann Antwort: Als Anfangsthema diesen Bereiches steht: Diskussionen und Texte über das Innere des Islam (auch Sufismus)
Ein Sofi ist ein Reisender zu Gott, der es geschafft hat, sein Ich zu reinigen, der inneres Licht und spirituelle Aufklärung erlangt hat.
Ein Sofi ist ein demütiger Soldat Gottes, den der Allmächtige für Sich ausgewählt und vom Einfluss seines fleischlichen, boshaften Ichs befreit hat.
Ein Sofi ist ein Reisender zur Wahrheit Muhammads, der, nicht um aufzufallen, sondern als Zeichen von Würde und Besitzlosigkeit, einen einfachen Umhang trägt und der Welt als Quell von Untugend und fleisch-lichen Gelüsten entsagt. Sofis tragen einen einfachen Umhang aus Wolle und werden deshalb mutasawwif (pl. mutasawwifun) genannt, um ihre gesellschaftliche Stellung, ihren Glauben, ihre Haltung und ihren Lebensweg nachdrücklich zu betonen. Das Tragen eines einfachen wollenen Umhangs war nämlich auch für den Propheten, seine Gefährten und andere Menschen mit aufrichtiger Gesinnung typisch.
Ein Sofi ist ein Reisender zum Gipfel der wahren Menschlichkeit, der sich von der fleischlichen Verworrenheit und allen Arten menschlichen Schmutzes befreit hat, um seine essenzielle göttliche Natur und Identität zu verwirklichen.
Ein Sofi ist ein Mensch, der es verdient hat, Sofi genannt zu werden, da er versucht, den Menschen der suffa - den armen gelehrten Anhängern des Propheten, die in einer Kammer lebten, welche an die Moschee des Propheten grenzte - zu ähneln, indem er sein Leben dem Ziel widmet, sich diesen Namen zu verdienen.
Weitere Textstellen, die deine Fragen bereits beantworteten:
Darum wurde der Sufismus immer wieder als spirituelle Dimension des Islam bezeichnet. Sein ursprünglicher Zweck bestand darin, die Menschen zu erziehen, ihre Herzen auf Gott auszurichten und von der Liebe zu Ihm entflammt zu sein.
Direkt nach dem Tode dieser dritten Generation, zufällig zeitlich übereinstimmend mit dem Ausbruch einiger interner Konflikte und Glaubensabweichungen, entwickelten die Sufis wichtige Fertigkeiten in der Wiederbelebung des spirituellen Aspektes des Islam. Sie standen damit auf einer Stufe mit den Traditionalisten, den Rechtswissenschaftlern und den Theologen, die dem Islam - jeder auf seinem Fachgebiet - große Dienste erwiesen.
Daher ist der erste Weg, der auch zur größten Rechtschaffenheit unter der Anleitung des Koran führt, sicherer.
Merkst du was?
Re: Sufismus???
burningsufi - 27.02.2005, 13:32
Selamun Aleykum
schön gesagt Schwester Zehra, der text beantwortet eigentlich diese Fragen, aber im Forum wird ja auch mehr darauf eingegangen.
Selamun Aleykum
Re: Sufismus???
Zehra - 27.02.2005, 23:01
Selamün Aleyküm
Ja, lieber Bruder, das ist auch der Sinn der Sache hier.
Du kennst bestimmt diesen Hadith:
Der Schreiber des Al-Mugria Ibn Suba berichtete: "Muawya ließ an Al-Mugira Ibn Suba folgendes schreiben: "Teile mir schriftlich etwas mit, das du von dem Propheten Allahs s.a.v. gehört hast!" Darauf schrieb er folgendes zu ihm: "Ich hörte den Propheten s.a.v. sagen, "Wahrlich, Allah will für euch folgende drei Eigenschaften nicht: Das Geschwätz übereinander, die Verschwendung des Geldes und das viele Fragen."
Da also die Fragen beantwortet sind, bedürfen sie auch keiner Verschwendung, sondern lediglich die dazugehörige Aufmerksamkeit. Wenn aus dieser Aufmerksamkeit heraus, Fragen auftauchen, so werden auch sie wiederrum lehrreich für beide Seiten werden. :wink:
Selamün Aleyküm
Re: Sufismus???
burningsufi - 18.04.2005, 17:05
Nachdem İmam Gazali durch seinen Bruder Sofi Ahmed Gazali Tarikat angenommen hat sagte er:" Wahrlich, ich habe meine Zeit bis jetzt für leeres verschwendet"
İmam Azam hat nachdem er 2 Jahre in Tarikat war und sich seinem Scheich ergeben hat folgendes gesagt:
"Waeren meine letzten 2 Jahre nicht gewesen waere ich verloren gewesen!!"
(Habe ich mal in einem alten Buch gelsen, Quelle müsst ich gucken)
Imam Malik (94-179 H / 716-795 M), einer der Begründer der 4 Rechtsschulen, sagte:
"Wer den Tassawwuf (Sufismus) praktiziert ohne das Heilige Gesetz (Sharia) zu studieren, der verdirbt seinen Glauben. Genauso ist derjenige, der das Heilige Gesetz studiert und nicht den Tassawwuf praktiziert ein Ketzer. Nur wer beides kombiniert wird die Wahrheit erreichen."
Diese Aussage Imam Maliks wurde berichtet von Ahmed Zarrouq (899), hafiz 'Ali al-Qari al-Harawi(1014), den Mouhaddiths `Ali ibn Ahmad al-`Adawi (1190) und Ibn `Ajiba (d.1224) und anderen (siehe Quelle)
Quelle:
`Ali al-Qari, Charh ‘ayn al-‘ilm wa-zayn al-hilm (Le Caire: Maktabat al-Thaqafa al-Diniyya, 1989) 1:33; Ahmad Zarrouq, Qawa’id al-tassawwouf (Le Caire, 1310); `Ali al-`Adawi, Hachiyat al-`Adawi `ala charh Abi al-Hassan li-rissalat Ibn Abi Zayd al-moussammat kifayat al-talib al-rabbani li-rissalat Ibn Zayd al-Qayrawani fi madhhab Maalik (Béyrout?: Dar Ihya’ al-Koutoub al-‘Arabiyah, <n.d.>) 2:195; Ibn ‘Ajiba, Iqaz al-himam fi sharh al-hikam (Le Caire: Halabi, 1392/1972) p.5-6.
Imam Chafi'i:
Der Mouhaddith al-'Ajlouni berichtet in seinem Buch "Kachf al-Khafa wa mouzil al-albas" das Imam Chafi'i gesagt haben soll:
"3 Dinge haben mir in diesem Leben gefallen: der Neigung aus dem Weg gehen, Menschen mit Nachsicht behandeln und dem Weg des Tassawuf folgen."
Quelle:
al-‘Ajlouni, Kashf al-Khafa wa mouzil al-albas 1:341 (#1089).
Imam Ahmed bin Hanbal:
Außerdem sagte Imam Mouhammed ibn Ahmed al-Saffarini al-Hanbali (1188) in dem Buch "Ghidha' al-albab li-charh manzoumat al-adab" von Ibrahim ibn `Abd Allah al-Qalanassi:
"Ich kenne keine besseren Menschen als sie (Sufis)." Daraufhin sagte ihm jemand: "Aber sie hören doch Musik und erreichen ekstatische Zustände." Imam Ahmad bin Hanbal antwortete: "Willst Du sie denn davon abhalten sich einige Zeit mit Allah zu erfreuen ?"
Quelle:
Al-Saffarini, Ghidha’ al-albab li-sharh manzoumat al-adab (Le Caire: Matba’at al-Najah, 1324/1906) 1/120.
Re: Sufismus???
Tariq_Ibn_Ansar - 04.07.2005, 22:11Dalilstellen zum Tasavvuf
As Salaamu alaikum wr wb wa Aschk Olsun ,
hier einige Aussagen von Gelehrten zum Tasavvuf & deren Prinzipien von Mustafa Özgür Efendi der Aliyya Qadiriyya Tariqat :
Als die Grundlage des islamischen Glaubens & Einheitslehre Allahs , die die Sura Al Ikhlaas am besten verdeutlicht , sind folgende .
-Die isl. Einheitslehre laut der Mashabs der Sunnah ,
-Die Lehre von Asma al Husna /die 99 Schönsten Namen (was angeblich eine sufitische Erfindung sein soll ?) & Eigenschaften Allahs ,
-die Glaubenslehre der Al Aqida ,auch im deutschen als die sechs Glaubensartikel
bezeichnet ,
- die Fünf Säulen des Islams zu praktizieren ,
-an die vier rechtgeleiteten Kalifen bzw. an deren Rechtschaffenschaft & Wahrheitsliebe zu glauben sowie die Ehrenhaftigkeit der gesamten Sahabas & Tabiin zu glauben bzw.darauf zu vertrauen,
-die grossen Begründer der sunnitischen Rechtsschulen zu befolgen ,
-die Alims , Siddiqin , die Erben der Ahl us Suffa , Imame & Kalifen weder zu beleidigen noch ihnen die Gefolgschaft zu verweigern ( von dort leitet sich der eigentliche Begriff des Sufis ab ) ,
Nun zu den Scheikhs & den Tariqats :
1. als erstes muss man Muslim sein & der Scharia folgen ,
2. um ein Derwisch bzw. Sufi zu werden ,
3. der Quran & das besagen viele Quran & Suunnah -kommentatoren von Maududi (ra), Sayyid Qutb (ra) bis Ibn Kathir(ra) , dass der Quran sowie die Ahadithe einen umbeschreiblichen Tiefgang & ein " Meer der Bedeutungen" in sich bergen ,
4.Selbst der Siegel der Propheten Muhammad (sas ) sagte nach der Schlacht von Badr sagte : " Nun kommen wir vom kleinen Jihad zum grössten ( dem Kampf zur Bändigung des Nafs ) "
5.die Scharia ist das Gesetz Allahs & niemand hat das Recht sein Nafs über Sein Gesetz zu stellen , durch Istidtschad oder Fatawaa zu geben , ohne den Quran & Sunnah , das Usul ul Fiqh & die Denkweisen der sunnitischen Rechtsschulen studiert zu haben ,
6.das Tasavvuf ist die höchste Fakultät der Sittsamkeitslehre gegenüber der Scharia.
7. einem Scheikh zu folgen ist Farz , davon berichten mehrere Hadisbücher von Bucharyy bis Muslim ,
8. die Tariqa ist nach mehreren Prinzipien der Scharia gegliedert .
a) Glauben an die sechs Glaubensartikel & den fünf Säulen des Islams ,
b)die Absicht , sich nur Allahs Wohlgefallen durch die Befolgung der Sunnah erreichen zu wollen ,
c) die ständige Suche nach Wissen & deren Verinnerlichung ,
d) die Absicht die Suche nach Wissen in die Tat umzusetzen ,
e)Adab : sich immer gemäss der Gottesfurcht zu verhandeln ,
f)Sabr : egal , ob man krank ist oder ähnliches , es mit Geduld zu ertragen , ohne in Wehklagen auszubrechen , es ist laut Sunnah erlaubt ,sein Unwohlsein auszusprechen , aber nicht darüber zu klagen ,usw.
g) , die bedingungslose Aufrichtigkeit Allah zu gehorchen ,
1. Zikir ,der die Haut erschauerten lässt & das Herz reinigt wird mehrmals erwähnt ,
a)Zikr kann mit allen fünf Sinnen praktiziert werden :
-durch das Lesen des Qurans ,
-das Nachdenken über die Schöpfung Allahs
-durch Studieren der Natur-& Geisteswissenschaften,
-durch in sich gekehrte Meditation & die Voraussetzungen dazu :
Sich im Zikir Allah wie beim Gebet , Zakaat geben & Fasten völlig hinzugeben .
Was kann daran falsch sein "La ilaha ill Allah " zu rufen & Ihn danach zu lobpreisen ?
2. Bidaa wird in zwei Bereiche aufgeteilt
a) Bidaa sai &
a) bidaa hasana , letzteres welches auf Quran & Sunnah basiert &das Tasavvuf wurde von den Begründern der Rechtsschulen sowie von anerkannten Quran-& AhadithTafsirglehrten durch Dalilstellen als richtig befunden .
Um nicht nur dieScharia zu beweisen , sondern auch das Tasavvuf zu beweisen ,nun einige Zitate , die aus dem Quran , der Sunnah (Dalil),den Mashabsbegründern , der Risale-i-Nur & dem Tasavvuf sind , die hier zitieren möchte :
"Wer sich selbst erkennt , hat Seinen Herrn erkannt (Bucharyy )"
"Die Wege zu Allah sind so zahlreich wie die Atemzüge der Menschen (Bucharyy)"
" Das Gedenken Allahs/Zikir ist das Höchste Gebot ( beten, Quran /Sunnah lesen , fasten , über die Schöpfung Allahs nachdenken , sein Nafs /Ego unter Kontrolle zu kriegen ,sein Herz durch Erwähnung Allahs mit der Zunge zu reinigen ,usw.) /Sura 29:45
"Das (gläubige , aufrichtige, rechtschaffene & gottergebene) Herz ist das Haus Allahs /Bucharyy"
"Der Prophet (sas) sagte :Selig sind die Muffarridun!
( Muffaridun ist abgeleitet von taffarada : "sich in die Einsamkeit zurückzuziehen", die sich grundsätzlich mit der islamischen Religion auseinandersetzen -Tafsir dieses Hadises erfolgte von Imam An Nawawi im ersten Band des "Riyad us Salihin ")Man fragte ihn :" O Gesandter Allahs (sas) ,was sind die Muffaridun?"
Er (sas) sagte :" Das sind die Diener & Dienerinnen Allahs , die Allahs (sehr häufig gedenken "
Das sind nur einige Dalilstellen die Imam Al Sujuti (ra)( Imam al Samarkandi (ra) ), der selbst Derwisch/Sufi war , benutzte, um das Tasavuf zu erklären (aber noch mehr Quellen hatte , die ich auch zum Teil besitze ) , die auch interessanterweise als Tafsirquelle neben Ibn Kathir (ra) sowie Imam Abu Hanifa (ra) von Maududi (ra), Hasan al Banna (ra)& Sayyid Qutb (ra) niemals in Frage gestellt wurden.Ich kann gerne noch mehr Argumente fürs Tasavvuf aus Dalilstellen sowie einige Tasavvuf-Prinzipien erbringen ,sowie auch aus dem hanafitischen Rechtsbuch dem al Fiqh al akbar zitieren.
Nun die kompakte Ladung Zitate von Gelehrten der Sunnah , entweder zum Tasavvuf gehörten oder ihm nahestanden oder stehen (auch wenn ich mich hier wiederhole mit einer kleinen Korrektur , bezogen auf das erste Zitat ):
-"Wer das Fiqh erlernt , das Tasavvuf vernächlässigt ,wird ruchlos ,
wer das Tasavuf erlernt , aber das Fiqh vernächlässigt ,wird vom Glauben abfallen ,
wer beides verbindet ,erreicht die Verwirklichung der Weisheit ,
wer beides vernächlässigt , wird dem Schwachsinn verfallen (Imam Malik /ra)"
"Das Wissen/Ilm (um den Tauhid & der Al Aqida) ist der Samen , die Ausübung (des Ibadat )die Frucht ,die Rechtschaffenheit (al Sidq) & Aufrichtigkeit (Al Ikhlaas) ist das Wasser , welches die Pflanze des Glaubens/Imaan ernährt (Imam al Ghasali /ra)
-"Der Glaube ist sowohl Licht als auch Kraft.
Ja , derjenige , der den wahrhaftigen Glauben in den Händen
hält ( der Glauben , dass es keine andere Gottheit gibt außer Allah & ihm dient), der vermag der ganzen Welt Widerstand zu leisten & sich je nach Stärke des Imaans vom Druck aller Geschenisse zu befreien "(Beduizzaman Scheikh al Islam der Neuzzeit Said Nursi /ra)
" O Menschenkind , Dein Din ,Dein Din ,
sie ist Dein Fleisch & Blut ,
O Menschenkind ,
dass Du gefrässig bist , gefrässig bist ,
in einem Gefäss sammelst ,sammelst ,
& mit einem Verschlussriemen zubindest , zubindest ,
....& Dich weich kleidest ,
ALLAH erbarme sich eines Menschen ,den Er nicht in die Irre führe ,
was er , der Mensch, bei der Mehrzahl der Leute ( der Welt )sieht,
O Menschenkind ,
DU wirst allein streben ,
DU wirst allein ins Grab kommen ,
Du wirst allein auferweckt & allein zur Verantwortung gezogen
werden ,
O Menschenkind , um Dich geht es ,
sei achtsam & DU BIST GEMEINT!!!!! "
Die allgemeinen Scharia-rechtlichen Regel werden im Tasavvuf strengstens befolgt am Bespiel des Siegels des letzten & abschliessenden Propheten durch die ständige Ermazhnung an sich selbst durch das Kalima Tauhid & der damit verbundene Treueschwur auf Allah , den Siegel der Propheten & dem Scheikh ,nur Allah anzubeten & zu dienen durch die Befolgung der Sunnah .
Einige gute Neuerungen (bidaa hasana ) , wurde von den sunnitischen Rechtsschulen bzw. von deren Begründern als halal erklärt mit entsprechender Erklärung innerhalb isl. Tradition aus Quran & Sunnah & aus dem Tasavvuf sind zum islamischen Allgemeingut geworden :
-die sunnitischen Rechtsschulen ,
-Ilahis & Anaschids ,
-Mawlid an Nabiyy ,
-den gesamten Quran zu lesen im Ramadan
(zurückgehend auf Kalif Osman /r),
-Asma al Husna mit Zikir rezitieren ,
-den Quran mit besonderem Adab/ Benehmen zu hören
oder zu rezitieren ,
-jeden Tag nur eine Ayat zu verinnerlichen ,
-die sufitische Erklärung , dass der Quran ein Meer der Deutungen ,Bedeutungen &
Vielschichtigkeit besitzt , also eine äussere & innere Bedeutungsweise in sich trägt ,
wurde nach längerer Prüfung der sunnitischen & schiitischen Gelehrten zugegeben , usw.
Nachdem İmam Gazali durch seinen Bruder Sofi Ahmed Gazali Tarikat angenommen hat sagte er:" Wahrlich, ich habe meine Zeit bis jetzt für leeres verschwendet"
İmam Azam hat nachdem er 2 Jahre in Tarikat war und sich seinem Scheich ergeben hat folgendes gesagt:
"Waeren meine letzten 2 Jahre nicht gewesen waere ich verloren gewesen!!"
(Habe ich mal in einem alten Buch gelsen, Quelle müsst ich gucken)
Imam Malik (94-179 H / 716-795 M), einer der Begründer der 4 Rechtsschulen, sagte:
"Wer den Tassawwuf (Sufismus) praktiziert ohne das Heilige Gesetz (Sharia) zu studieren, der verdirbt seinen Glauben. Genauso ist derjenige, der das Heilige Gesetz studiert und nicht den Tassawwuf praktiziert ein Ketzer. Nur wer beides kombiniert wird die Wahrheit erreichen."
Diese Aussage Imam Maliks wurde berichtet von Ahmed Zarrouq (899), hafiz 'Ali al-Qari al-Harawi(1014), den Mouhaddiths `Ali ibn Ahmad al-`Adawi (1190) und Ibn `Ajiba (d.1224) und anderen (siehe Quelle)
Quelle:
`Ali al-Qari, Charh ‘ayn al-‘ilm wa-zayn al-hilm (Le Caire: Maktabat al-Thaqafa al-Diniyya, 1989) 1:33; Ahmad Zarrouq, Qawa’id al-tassawwouf (Le Caire, 1310); `Ali al-`Adawi, Hachiyat al-`Adawi `ala charh Abi al-Hassan li-rissalat Ibn Abi Zayd al-moussammat kifayat al-talib al-rabbani li-rissalat Ibn Zayd al-Qayrawani fi madhhab Maalik (Béyrout?: Dar Ihya’ al-Koutoub al-‘Arabiyah, <n.d.>) 2:195; Ibn ‘Ajiba, Iqaz al-himam fi sharh al-hikam (Le Caire: Halabi, 1392/1972) p.5-6.
Imam Chafi'i:
Der Mouhaddith al-'Ajlouni berichtet in seinem Buch "Kachf al-Khafa wa mouzil al-albas" das Imam Chafi'i gesagt haben soll:
"3 Dinge haben mir in diesem Leben gefallen: der Neigung aus dem Weg gehen, Menschen mit Nachsicht behandeln und dem Weg des Tassawuf folgen."
Quelle:
al-‘Ajlouni, Kashf al-Khafa wa mouzil al-albas 1:341 (#1089).
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