Jüdische Fest-und Feiertage

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    Re: Jüdische Fest-und Feiertage

    Minnat Allah - 03.12.2004, 20:33

    Jüdische Fest-und Feiertage
    Shalom und Selam Tommy :P ,

    könntest du kurz (oder auch lang :wink: ) den jüdischen Kalender mit seinen Festen erläutern?

    Wie zum Beispiel:

    - Pessach, Shawuot, Sukkot, Purim- oder Losfest, Chanukka etc.


    Ich danke dir :)

    selam aleyküm

    Moran`amoch



    Re: Jüdische Fest-und Feiertage

    Thomas - 03.12.2004, 22:45

    Re: Jüdische Fest-und Feiertage
    Shalom Schwester,

    ja , dass mache ich :)

    Minnat Allah hat folgendes geschrieben: Shalom und Selam Tommy :P ,

    könntest du kurz (oder auch lang :wink: ) den jüdischen Kalender mit seinen Festen erläutern?

    Wie zum Beispiel:

    - Pessach, Shawuot, Sukkot, Purim- oder Losfest, Chanukka etc.


    Ich danke dir :)

    selam aleyküm

    Moran`amoch



    Re: Jüdische Fest-und Feiertage

    Thomas - 04.12.2004, 00:35

    Fest Fast- u. Gedenktage - Mo'adim v'cHagim leSimchah
    Shalom Freunde,

    hier nochal für jeden das Jüdische Jahr mit seinen Fest Fast- u. Gedenktage:


    * ROSH HASHANAH, ZOM GEDALJAH, JOM-KIPUR
    Die 10 Hohen Tage zwischen dem Neujahrsfest und dem
    Versoehnungstag.

    Rosch Haschana fällt:
    im Jahre 2002 auf den 07. und 08. September
    im Jahre 2003 auf den 27. und 28. September
    im Jahre 2004 auf den 16. und 17. September
    im Jahre 2005 auf den 04. und 05. Oktober

    ####

    Jom Kippur fällt:
    im Jahre 2002 auf den 16. September
    im Jahre 2003 auf den 06. Oktober
    im Jahre 2004 auf den 25. September
    im Jahre 2005 auf den 13. Oktober


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    * SUKKOTH, SIMCHATH THORAH
    Das Laubhuettenfest und das Fest der Thorahfreude.

    Das Sukkotfest findet im Jahre 2003 dem 11. bis 18. Oktober.
    (in der Diaspora bis 19. Oktober.)
    Das Sukkotfest findet im Jahre 2004 dem 30. September bis 6. Oktober.
    (in der Diaspora bis 7. Oktober.)
    Das Sukkotfest findet im Jahre 2005 dem 18. bis 25. Oktober.
    (in der Diaspora bis 26. Oktober.)
    -------------------------------------------------------------------------------------


    * HANUKAH
    Die Wiedereinweihung des Tempels 25. Kislev

    * Es ist ein Winterfest - fällt fast in die Mitte des Winters, auf die Zeit der Wintersonnwende (d.i. im säkularen Kalender der 21. Dezember).
    * Es fällt auf den 25. Tag eines Monats (vgl. Weihnachtstag am 25. Dezember sowie die Saturnalien). Die meisten jüdischen Feste beziehen sich auf einen bestimmten Punkt des Mondzyklus, meistens auf Vollmond (den 14./15. Tag eines Mondmonats)
    * Licht: Mitten in der winterlichen Dunkelheit haben viele Kulturen Bräuche, die mit dem Entzünden von Lichtern zusammenhängen um "die Götter daran zu erinnern zurückzukommen" oder um sich selbst zu vergewissern, daß nach der Dunkelheit des Winters wieder helle Zeiten kommen werden.


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    * TU B'ShWaT
    Der 15.Shwat - der Neujahrstag der Bäume

    Im Jahr 2003 fällt Tu BiSchwat auf den 18. Januar.
    Im Jahr 2004 fällt Tu BiSchwat auf den 07. Februar.
    Im Jahr 2005 fällt Tu BiSchwat auf den 25. Januar.
    Im Jahr 2006 fällt Tu BiSchwat auf den 13. Februar.
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    * PURIM
    Die Errettung der persischen Juden

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    * PESAH
    Die Befreiung aus Aegypten

    Im Jahre 2003 fällt das Pessachfest auf d. 17.- 24. April.
    Im Jahre 2004 fällt das Pessachfest auf d. 06.- 13. April.
    Im Jahre 2005 fällt das Pessachfest auf d. 24. April - 01. Mai.
    Im Jahre 2006 fällt das Pessachfest auf d. 13.- 20. April.

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    * LaG b'Omer
    Gedenktag fuer das Innenhalten des Seuchentodes der Schueler
    Schueler Rabbi Akibas. Ijar 18

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    * ShAWU'OTh
    Die Gebote Gottes werden am Sinai verkuendet.

    Im Jahre 2003 fällt das Schawuotfest auf den 06. Juni.
    (in der Diaspora 6-7. Juni.)
    Im Jahre 2004 fällt das Schawuotfest auf den 26. Mai.
    (in der Diaspora 26-27. Mai.)
    Im Jahre 2005 fällt das Schawuotfest auf den 13. Juni.
    (in der Diaspora 13-14. Juni.)
    Im Jahre 2006 fällt das Schawuotfest auf den 02. Juni.
    (in der Diaspora 02-03. Juni.)

    --------------------------------------------------------------------------------------

    * JOM haShOAH
    Gedenktag fuer die 6.000.000 Opfer des nationalsozialistischen
    Massenmordes. Sie starben als Maertyrer und Helden in
    Heiligung des gottlichen Namens. Nisan 27.

    -------------------------------------------------------------------------------------



    * JOM haSIKARON
    Gedenktag fuer die Gefallenen und Ermordeten fuer die Freiheit
    des Staates Israel. 4.Ijar.




    * JOM haAZMA'UTh
    Tag der Unabhaengigkeitserklaerung des Staates Israel 14.Mai
    1948, 5.Ijar



    * T'ShA B'AW
    Der neunte Tag des Monats Aw: Gedenk- und Fasttag, zur
    Erinnerung an die Zerstoerung des ersten als auch des zweiten
    Tempels in Jerusalem. 9.Aw

    -------------------------------------------------------------------------------------

    * Der Monat Elul
    Die Vorbereitungen auf die 'Hohen Feiertage'.

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    * Segenssprüche für HADLAKATH HANEROTH (SHABATH):
    Das Lichtzünden am Shabath

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    * Segenssprüche für HADLAKATH HANEROTH (JOM TOW):
    Das Lichtzünden am Feiertag

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    hier noch ein schöner Link welcher den Jahreskalender anzeigt:

    http://www.jafi.org.il/education/german/festivls/



    Re: Jüdische Fest-und Feiertage

    Freakofislam - 04.12.2004, 01:24


    Mashallah, der fleißigst bist du, muss man schon mal sagen.^^

    Minnat Allah und dir danke ich sehr, ihr helft burningsufi sehr^^


    Selamun aleykum



    Re: Jüdische Fest-und Feiertage

    Thomas - 04.12.2004, 12:12


    Danke Freakofislam,

    wenn man sich unter Brüder und Schwestern geborgen fühlt, und die Glaubensgemeinschaft dabei empfindend und damit stärkt, ist der Einsatz nicht mehr von wirklicher Bedeutung für mich. Um so wichtiger, die Augen strahlend zu machen weil das wissen und die Schriften, unser Heiligtum sind, uns Gott (Allah) näher bringt.. Weil er uns jeder zeit über die Schulter schauen kann und sich davon überzeugt wer wirklich an ihn glaubt, und nach seinem wohlwollen Handelt.

    friede sei mit dir mein Bruder



    Freakofislam hat folgendes geschrieben: Mashallah, der fleißigst bist du, muss man schon mal sagen.^^


    Selamun aleykum



    Re: Jüdische Fest-und Feiertage

    Minnat Allah - 08.12.2004, 23:41


    Shalom und Shlomo lieber Thomas,

    könntest du nicht noch kurze Erläuterungen zu den Festen beisteuern :oops: :wink:

    Ein bisschen hatte ich damals schon zusammen tragen können, aber viel war es leider noch nicht!
    --------------------------------------------------------------------------------------
    Dies fand ich zu Rosh Hashana (bitte korregiere mich, wenn etwas falsch oder unzureichend erläutert ist):

    Die erste Nacht von Rosh Hashana

    Am ersten Abend von Rosh Hashana, nach dem Abendgebet wünscht einer dem andern ein gutes Jahr. Man sagt:

    "LeSchanah towah tikhatew vetechatem lealtar leChajim towim!!!"

    Mögest du eingeschrieben und besiegelt werden, sofort, für ein gutes Leben. Zu einer Frau sagt man:

    "LeSchanah towah tikatwi vetehatmi lealtar leChajim towim!!!"

    Warum wird die gleiche Wunschformel nicht auch am nächsten Tag wiederholt? Zadikim Gemurim - die vollkommenen Gerechten - werden ja sofort zum guten Leben eingeschrieben. Würde man die gleiche Formulierung wie am Vorabend anwenden, könnte dies bedeuten, dass der so Angesprochene kein Zadik Gamur ist. Es soll jeder seinen Mitmenschen als einen Zadik Gamur betrachten, sogar wenn dies nicht so scheint. Denn der Mensch beurteilt nur nach dem äusseren Eindruck, G"tt aber schaut ins Herz. Es könnte ja sein, dass diese Person Teschuwah in ihrem Herzen getan hat, dann wäre sie in der Tat ein Zadik Gamur!

    Die Weisen, ihr Andenken sei zum Segen, sagten: "Simana Milta Hi - Zeichen haben eine Bedeutung". So ist es am ersten Abend von Rosh Hashana Sitte, während der Mahlzeit verschiedene Speisen zu essen, die durch ihre Beschaffenheit oder ihren Namen eine symbolische Bedeutung für ein gutes, angenehmes Jahr haben. Darum wird die Chalah, über die man Hamozi macht, in Honig getaucht. Hat man davon die vorgeschriebene Menge - von der Grösse einer Olive - gegessen, so nimmt man einen Süssapfel und taucht auch diesen in Honig ein. Man spricht dann zuerst den Segensspruch "Bore Pri ha'Ez" , isst davon und anschliessend "Jehi Razon ... Es sei Dein Wille unser G"tt und G"tt unserer Väter, dass ein gutes und süsses Jahr für uns erneuert werden möge." Man soll dies erst nach dem Genuss des Apfelstückchens sagen, damit keine Unterbrechung zwischen der Beracha "Bore Peri ha'Ez" und dem Genuss der Frucht entsteht.

    Nun werden verschiedene Gemüsesorten verzehrt, deren Namen im Hebräischen oder auch in anderen Sprachen Andeutung und Symbolik für ein gutes neues Jahr sein könnten.

    Hier einige Beispiele:

    Lauch, aramäisch: Karti - Schejikartu Ojewecha - es mögen Deine Feinde ausgerottet werden... - Schejirbu Sechujotenu - unsere Verdienste mögen grösser werden.
    Silka, aramäisch für Mangold - Schejistalku Ojewejnu - mögen unsere Feinde verschwinden.
    Karotten, hebräisch: Geser - Schetikra Roa Gesar Dinejnu - Du mögest die Härte unseres Urteils zerreissen....
    Man pflegt auch den Kopf eines Fisches zu essen, denn erstens sind Fische Symbol für Segen, und beim Geniessen des Kopfes sagt man: "Es sei Dein Wille, dass wir zum Kopf werden und nicht zum Schwanz", d.h. wir wollen die ersten sein und nicht die letzten.
    Man bemühe sich, an diesem Tag nicht zornig zu sein, denn Zornausbrüche werden, auch während des ganzen Jahres, von unseren Weisen als schwerwiegendes, strafbares Vergehen bezeichnet. Doch am Rosh Hashana soll der Mensch sich besonders davor hüten. Vielmehr soll er seiner Freude Ausdruck geben. Sein Herz sei erfüllt von gutem Willen und Liebe, als gutes Zeichen für ihn.

    Man soll am Rosh Hashana keine Nüsse essen, da sie Reiz im Hals hervorrufen.



    Re: Jüdische Fest-und Feiertage

    Minnat Allah - 08.12.2004, 23:45


    Zum Pessachfest hatte ich auch etwas gefunden, ist aber ein langer Text..... :oops:

    Begriff:

    Überschreitungs-Fest, deutsch meist ''passah'', entstanden aus dem nach dem Aramäisch gebildeten griech. ''pascha''. (Riedel erinnert an das ägyptische ‘poseh’ (=Ernte)).
    Nach dem jüdischen Jahres-Zyklus ist Pessach das erste der ''shalosh regalim'', der sogenannten drei Wahlfahrts-Feste (Pessach, Shawuot und Sukkoth), an denen die ''ole regel'', die Wahlfahrer, zur heiligen Stätte wahlfahrteten und aus dem Ertrag des Feldes Opfergaben darbrachten.


    Monat/Zeit:

    Der erste Monat ‘NISSAN’ ist wegen des ‘Befreiungsfestes’ ein fröhlicher, in dem Fasten, die Bußgebete Tachanunim und Trauer verboten sind. Hieraus stammt der Volksglaube, daß die im Nissan Verstorbenen im ''ojlem habe'', im Jenseits, für ihre Sünden nicht bestraft werden. In früheren Zeiten wurde dieser Monat auch ''chojdesh haaviv'', also ‘Frühlingsbeginn’ in der die Ährenreife und die Flachsernte fiel.
    Pessach beginnt am 14. Nissan (März/April) mit Beginn des Abends und dauert - bis zum 22. Nissan - 8 Tage; nach der Thorah hingegen ist die Festzeit lediglich 7 Tage lang. (Ex. 12:15 und Ex. 34:18;/ Lev. 23:6;/ Num. 28:27; Deut. 16:3
    Als Vollfeiertage gelten nur die ersten beiden und die letzten beiden Tage des Festes. - Der Heiligen Schrift zufolge ist es jedoch nur der 1. und der 7.Tag. Die mittleren Tage hingegen sind ‘Halbfeiertage’ (Chol haMo’ed).

    Die beiden ersten Abende der Feiertage nennt man ''Seder-Abende'', weil an ihnen ein längerer häuslicher Familien-G’ttesdienst nach einer genau vorgeschriebenen ‘Ordnung’ (=seder) stattfindet. Die Nacht des 1. Pessach-Tages wird (Ex. 12:42) ‘lel schim’murin’ genannt, nach der traditionellen Auffassung gleich ''Nacht der Obdacht'', weil G’ttes Liebe auf sie als die Befreiungsnacht schon lange das Augenmerk gerichtet hielt (laut RASCHI); nach neuer Erklärung bedeutet der Ausdruck: ''Nacht der Wachefeier'' (Dillmann) oder ''Nacht der Bewahrung'', nämlich vor dem Verderben (Kautzsch).

    Ursprung:

    Pessach wird zur Erinnerung an die Befreiung der Israeliten aus Ägypten (Auszug aus Ägypten) gefeiert.
    Die ungesäuerten Brote (Mazze, pl. Mazzot), die an ihm gegessen werden, sollen als ''Brot des Elends'' (Deut. 16:3) an das Elend der ägyptischen Knechtschaft erinnern, andererseits an die Hast, mit der dieser Auszug vor sich ging, als die Stunde der Befreiung endlich geschlagen hatte (Ex. 12:39).

    Geschichtliches:

    Mit Pessach begann die Gersten-Ernte, die im ehemaligen Palästina die Bedeutung unserer Roggenernte hatte.
    Das Fest hat, wie seine beiden Namen 'chag haPessach' (Fest des Pessachopfers) und 'chag haMazzot' (Fest der ungesäuerten Brote) andeuten, vermutlich einen doppelten Ursprung.

    Als Fest der Mazze, die aus dem neuen Getreide, das vorher nicht genossen werden durfte (Lev. 23:14), rasch hergestellt wurde, darum ohne Sauerteig, weist es als solches hinsichtlich seiner Entstehung auf eine schon vorhandene landwirt-schaftliche Kultur, also auf die Zeit nach der Einwanderung in Israel hin, während das Fest des Pessach-Opfers, das mit jenem später verschmolz, auf die Nomaden-Zeit zurückreicht. Der ursprüngliche Charakter des Pessach-Fests liegt im Dunkeln. Es gibt darüber vielerlei Spekulationen und Vermutungen.

    Nach der Einwanderung in Israel wurde dieses Pessach - beim dominierenden Charakter der landwirtschaftlichen Kultur -, ein Fest der Darbietung der Erstlinge von Rindern und Kleinvieh. Es vereinigte sich ganz von selbst mit dem Fest der Darbietung der Erstlinge vom Getreide. Das so kombinierte Pessach und Fest der ungesäuerten Brote wurde dann zuletzt - als das geschichtliche Bewußtsein der Israeliten sich bereits gebildet hatte -, der passende Anknüpfungspunkt für eine Feier zur Erinnerung an die Erlösung Israels aus Ägypten, in der das die Freiheit liebende Israel eine der größten Wohltaten seines G’Tes sah.

    Der nomadische Blut-Ritus (also Tierblut an die Zeltstangen zu streichen, um Unheil vom Familien-Stamm, vor allem von den erstgeborenen Stammhaltern, abzuwenden) die Darbietung der Erstlinge und die ungesäuerten Brote ließen sich zwanglos mit den Erinnerungen an die „ägyptische Befreiung verknüpfen.

    In den Zeiten des Exils und der Unterdrückung erfuhr die Bedeutung der ´Befreiung´andererseits eine Erweiterung dahin, daß dem ‘Pessach Ägyptens’ sich das ''Pessach der Zukunft'', die Hoffnung der Erlösung Israels aus der Verbannung zugesellte. So wurde Pessach das Fest der einstigen und der künftigen Befreiung, entsprechend der ursprünglich so starken Freiheitsliebe und dem nunmehr tiefen Erlösungsverlangen des jüdischen Volkes.

    Diesem doppelten Charakter des Pessach geben die poetischen Einschaltungen des Festgebets und das ''Haggada-Büchleins'', das dem Familien-G’Tesdienst an den Seder-Abenden zugrunde gelegt ist, Ausdruck.
    Diese Pessach-Haggada wurde erst in nachtalmudischer Zeit endgültig redigiert und liegt in heutiger Form bereits seit dem 10.Jhdt vor.




    Die Fest-Liturgie, soweit sie der talmudischen Zeit entstammt, entspricht jener der beiden anderen Wahlfahrtsfeste.

    Vom 1. Halbfeiertag ab wird jedoch der Lobgesang ‘Hallel’ nur zur Hälfte angestimmt, weil - wie der Midrasch meint - die Erlösung Israels nur durch den Untergang der Ägypter, die doch auch ‘Geschöpfe G’Tes’ und Menschen waren, bewirkt werden konnte.

    Am 1. Tag wird, im Hinblick auf die Vegetationsverhältnisse in Palästina, ein Gebet um Gewährung von ''Tau'' eingeschaltet, am 8. Tag fanden in Osteuropa, in Deutschland nur im Osten, eine Seelenfeier statt (haSkarat neshamot).

    Am Shabbat der Halbfeiertage wird das ''Hohelied'' gelesen, das symbolisch auf die Liebe gedeutet wird, die Israel mit G’T verbindet, für welche die Befreiung aus der ägypt. Knechtschaft den Ausdruck der eben erwachenden bräutlichen Liebe bildet.

    Die morgenländische Kirche feierte Ostern ursprünglich, im Anschluß an die jüdische Sitte, am 14. Nissan, die römische Kirche jedoch stets am Sonntag nach dem Frühlings-Vollmond. Letzterer Brauch wurde nach dem Ende des ''Pessach-Streites'' (des Jahres 325) in der Christenheit allgemein.




    FESTBRÄUCHE

    Vorbereitung:
    Mehrfach finden wir in den Anweisungen das Gebot: während des Festes lediglich Mazzot zu essen und darum das ''chamez'', das Gesäuerte, aus dem Haus zu entfernen:
    Ex. 12:15 ''...sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen; schon am ersten Tag sollt ihr das Gesäuerte aus euren Häusern fortschaffen'' (vgl. Ex. 12:19; 13:7

    Während es sich ursprünglich um ein kanaanäischen Erntebrauch handelte, wurde dies später geschichtlich begründet:
    In der überstürzten Flucht aus Ägypten konnten die Israeliten kein gesäuertes Brot backen und so mußten sie eiligst zur Wegzehrung ungesäuertes Brot, also mazza, herstellen. Heute ist es der Brauch, Brot am 14. Nissan lediglich bis 10 Uhr zu essen (nach Mischna Pesachim I:4 während des ersten Drittels des Tages) danach nur noch Mazze.

    Um alles CHAMEZ zu entfernen, muß man folgende Punkte beachten:

    Das Suchen nach Chamez beginnt bereits am Vorabend des 14.Nissan. Nach einer Bracha durchsucht der Hausvater die Wohnung - zumeist überläßt man dies (man hat es vorher versteckt) den Kindern, die für das Auffinden eine Belohnung erhalten. Danach wird das ''Chamez'' bis zum anderen Tag auf einen Ort aufbewahrt.
    Die Vernichtung bzw. Entfernung des Chamez erfolgt zum einen durch Verschenken an Nichtjuden, wobei ein kleines Stückchen, das restliche, symbolisch verbrannt wird.
    Traditionell erklärt der Hausherr, falls sich unbewußt oder gegen seinen Willen doch noch ein Teilchen im Haus befinden sollte, daß er es nicht als sein Eigentum betrachtet oder als solches beanspruchen wird.
    Alle Geräte, die für Gesäuertes benutzt wurden werden der Benutzung entzogen, d.h. entweder wegesperrt und durch ‘pessachdiges’ Geschirr ersetzt, oder alles wird einer außerordentlichen Reinigung d.h. ‘kashern’ unterzogen.
    PESSACH’DIG
    bedeutet soviel wie: zum Gebrauch am Pessach-Fest geeignet, wie z.B. Geschirr, Speisen.
    KASHERN früher als man noch Öfen benutzte wurden diese Gegenstände fast rotglühend gemacht und /oder hat alles in kochendes Wasser getaucht. Auch heute kocht man Besteck und Gläser noch aus.

    Außer dem chamez gibt es etliche Nahrungsmittel, die einen Anteil von Gesäuertem enthalten. Die ebenfalls nicht verwendet werden können. Darum achtet jeder Fromme darauf, daß in den Speisen, die er während dieser Zeit zu sich nimmt frei von saurem ist. In vielen Kosher-Läden gibt es daher Produkte und Nahrungsmittel, die die Aufschrift tragen: ''koscher shel pessach'', also ‘für Pessach geeignet’, zumal sie auch unter rabbinischer Aufsicht extra dafür hergestellt sind.
    Vor dem Erev Pessach beendet man seine Arbeit frühzeitig, um alle seine erforderlichen Dinge für das Fest noch zu regeln und kann sich so, im traditionellen Sinn: ‘der Tag, an dem der Israelit ein Opfer darbringt sei ein Festtag’, auf sein Fest einstimmen.
    Der 14.Nissan ist auch das ‘Fasten der Erstgeborenen’. Am Rüsttag (erev jom-tov) des Pessach-Festes findet im Hinblick auf die Verschonung der israelitischen Erstgeborenen in der Befreiungsnacht ein Fasten der Erstgeborenen (ta’anit bechorim) statt, für das jedoch mancherlei Erleichterungen bestehen. Wenn der Rüsttag ein Shabbat ist, dann findet das Fasten am Donnerstag vorher statt.

    DER SEDER-ABEND

    In der Thorah (Pentateuch) wird 4-mal die Pflicht erwähnt, den Kindern den Sinn der Pessach-Bräuche zu erklären als auch vom Auszug der Israeliten aus Ägypten zu erzählen.

    Das geschieht während des Seder-Abends:

    Erzählung vom Auszug aus Ägypten.
    das Festmahl
    a) der Segen über den Wein
    b) Essen des Bitterkrauts
    c) Brechen und essen der Mazze
    d) Tischgebet
    das HALLEL und weitere Lieder
    Trinken von vier Becher Wein


    Auf dem Tisch steht ein runder SEDER-Teller und soll jeweils einen historischen Aspekt von Pessach andeuten:
    BEINGELENK (seroa)
    (vom Lamm oder Huhn) Das gebratene Beingelenk symbolisiert das ursprüngliche Pessachopfer. Es wird nicht gegessen während des Seders, wie auch das Pessach-Opferfleisch damals nicht gegessen wurde. Es konnte am nächsten Tag gegessen werden.
    EI (bejza) Ein gekochtes Ei, wie es traditionell dem Trauernden bei seinem ersten Mahl gereicht wird gegessen wird, erinnert an die Zerstörung des heiligen Tempels. Doch auf der Seder-Schüssel soll es dem Besitzer die Erfüllung aller Wünsche bringen und wird am Seder gegessen.
    BITTERKRAUT (maror) in Erinnerung an die Bitternise in der „ägyptischen Sklaverei.
    MUS (charosset) bestehend aus Äpfel und Nüssen, das den Ton und Lehm versinnbildlichen soll, der bei der Fronarbeit in Ägypten verwendet wurde.
    GRÜNZEUG (karpas) aus Petersilie, Sellerie oder Radieschen; es wird in Salzwasser getunkt und gegessen, um an die Tränen zu erinnern, die unsere Väter in der Sklaverei vergossen hatten.
    CHASERET das war ursprünglich ein Salat, bzw. ein Bitterkraut, das später durch den (heute üblichen) Meerrettich ersetzt wurde. Dieser Sederbrauch geht auf osteuropäische Juden zurück, die den Kren mit Salat und Mazze in einem Korech (Klapp-Brot) gegessen haben, um den bitteren Geschmack, somit auch das Symbol der Bitternis zu intensivieren.
    MAZZE drei Mazze-Brote werden nach der Gliederung des Volkes als Cohen, Levi und Israel bezeichnet, von denen das dritte zerbrochen wird, als Brot der Bitternis um es von den anderen zu unterscheiden.
    Ferner steht am Tisch noch ein Becher für den Propheten ELIA (Elijahu haNovi) eingeschenkt, der als Vorbote der künftigen Erlösung Israels, also sozusagen als Vorbote des Meshiach, gilt.
    Der Becher steht für sein eventuelles Kommen bereit.


    SEDER-VERLAUF

    KADESH (heilige): Der Hausherr vollzieht den ''kadesh'' d.h. er spricht die Segenssprüche über den 1.Becher Wein.


    RAHAZ (wasche): Der Hausherr übergießt seine Hände mit Wasser zur Reinigung.
    KARPAS (Kräuter): Der Hausherr nimmt von den Kräutern, tunkt sie in das Salzwasser und spricht den Segensspruch; die übrigen Personen tun es ebenfalls.


    JAHAZ (er teilt): Der Hausherr bricht die mittlere Mazze in 2 ungleiche Teile. Das größere Stück (Afiku-man) wird in ein Tuch gelegt und wird erst am Ende des Mahls verzehrt - sozusagen als ‘Nachtisch’ gegessen.


    MAGID (erzählen): In diesem Abschnitt steht die Geschichte des Auszugs aus der ägyptischen Knechtschaft als Mittelpunkt.
    Der Hausherr nimmt Knochen und Ei von der Schüssel, erhebt die Schuessel und spricht: ''Seht, welch armseliges Brot unsere Väter...''
    Die Gemeinschaft wird einbezogen. Ein Kind stellt vier Fragen: ''Ma nishtana ha lajla ha’se''... Die Gemeinschaft antwortet ihm...
    Der zweite Abschnitt wird gelesen: Awadim hajinu... Sklaven waren wir dem Pharao...
    Die zehn Plagen (Blut / Frösche / Ungeziefer / Fliegen / Pest / Aussatz / Hagel / Heuschrecken / Finsternis / Tod der Erstgeborenen) werden aufgezählt; dabei wird der kleine Finger in den Wein getaucht und abgeschüttelt. d.h.: Aus dem Becher der Freude wird mit jeder Plage ein Tropfen herausgenommen, denn das Leiden der Aegypter mindert die Freude der Israeliten.
    Segen über den 2. Weinbecher, und trinken.
    RAHAZ (wasche): es folgt das rituelle Händewaschen aller.
    MOZI MAZAH: Der Hausherr spricht den Segen über die Mazza, bricht von der oberen Mazze ein Stück ab und ißt es.
    MAROR (Bitterkraut): Mit einem Segensspruch wird das Maror in das süße Charosset getunkt und gegessen.
    KORECH (zusammen): Es wird das Bitterkraut gemeinsam mit der Mazze gegessen: ‘wie einst Hillel zur Zeit des Tempels mit dem Pessach-Opfer ungesäuertes Brot und Bitterkraut zu essen pflegte’. (Ex. 12:8; 9:11).
    ShULHAN ORECH (gedeckter Tisch): Die Mahlzeit wird aufgetragen und gegessen.
    ZAFUN (beenden): Die Mahlzeit wird mit dem Aphikoman beendet.
    BORUKH (segne): Segensspuch und Trinken des 3.Becher Wein; man öffnet die Türe und spricht die Psalmen 79:6; 69:25; und das Klagelied 3:66;
    HALEL (preise): wird mit den Psalmen 115-118 beendet und dem großen Hallel (Ps. 136) abgeschlossen. Es erfolgt nach dem Hymnus ‘Ihm gebührt Lob’ der Segen über den 4.Becher Wein.
    NIRZAH (beendet): Damit wird die ‘Ordnung von Pessach nach allem seinem Recht und seiner Satzung’ beendet und es erfolgt der Ruf: ''le-Shana ha-ba’a be-Irushalajim ha-benuja!'' (Das kommende Jahr in Jerusalem!)
    Schlußlieder: Echad, mi jodea... (Eins, wer weiß es...) und Had-Gadya (ein Böcklein).



    Re: Jüdische Fest-und Feiertage

    Minnat Allah - 08.12.2004, 23:46


    Omer Zählen

    Mit dem Omer-Zählen beginnt man am Abend des 2. Pessach-Tages.

    Am zweiten Pessachtag wurde im alten Israel das Opfer für den ‘Erntebeginn’ dargebracht. Es bestand aus einem ''Omer'' Gerste, d.h. aus einem Maß zwischen 2.2 bis 4.5 Liter.
    Von diesem Opfertag bis zum Wochenfest (schavuot) hatte man 49 Tage gezählt und am 50. Tag, also am 6. SIVAN, war der Beginn des Shavuot, dem zweiten Wallfahrts-Festes.

    Diese 50 Tage, von Pesah bis Shawuoth, sind angefüllt mit trauriger Erinnerung an die Leidenszeit während der Regentschaft Hadrians, dem römischen Kaiser, aber sie erinnern auch an die Leiden während der Kreuzzüge.

    In dieser Zeit werden keine Feste und auch keine Hochzeiten abgehalten und man verzichtet sogar auf musikalische Darbietungen.
    Die einzige Ausnahme macht der 18. Ijar (der 33.Tag der Sefira), der ''LaG b'Omer'' (bestehend aus G(3)+ L(30) = Zahlenwert 33) - es ist ein Halb-Festtag, weil das Sterben der Schüler des großen Rabbi Akiba an einer Seuche an diesem Datum aufgehört haben soll.
    Darum werden an diesem Tag alle Trauervorschriften (das Verbot der Hochzeitsfeier; Musizieren ect.) außer Kraft gesetzt.




    PESSACHIM (die Mishnah zu Pesah)

    ist der dritte Traktat der Mishna-Ordnung, und behandelt hauptsächlich die Gebote der Schrift betreffs der Feier des Pessachfestes.

    Mishna: (Wiederholung, Lehre) ist der Kern der ‘mündlichen Lehre’ des Judentums. Sie ist die kanonische Sammlung des Gesetzes-Schrifttums der Tannaiten, im 2.Jhdt und wurde noch von Juda ha-Nassi redigiert. Gesetze und Religions-Gesetze, in sachlicher Anordnung (6 Hauptteile, 63 Traktate) handschriftlich geschrieben. Die Mishna wird von der Gemara kommentiert und bildet mit dieser zusammen den Talmud

    Der Name ‘Pessachim’ ist nach dem Inhalt der Kapitel 5-9 gewählt. Diese Mishna enthält 10 Kapitel:

    Das Wegschaffen des Sauerteigs (chamez)
    Das verbot der Nutznießung des chamez.
    Woraus man Mazzot (ungesäuertes Brot) backen darf.
    Was als Maror (Bitter-Kraut) verwendet werden darf.
    Dinge, die als Chamez anzusehen sind.
    Besonderheiten, die zu beachten sind, wenn der 14. Nissan auf einen Shabbat fällt.
    Das Verbot des Arbeitens am Rüsttag des Pessach-Festes.
    Schlachtung des Pessach-Lammes (Pessach-Opfer)
    Inwiefern das Pessachopfer die Shabbat-Verbote aufhebt.
    Wann zugleich mit dem Pessach ein Festopfer dargebracht wird.
    Das Braten des Pessach-Lammes.
    Was zu geschehen hat, wenn das Pessachopfer unrein geworden ist, und in welchen Fällen es in Unreinheit dargebracht und gegessen werden darf.
    Welche Teile des Pessachopfers gegessen werden.
    Zu welcher Pessachopfer-Gemeinschaft gewisse Personen gehören und für wen das Lamm geschlachtet werden darf.
    Welche Personen das ''pessach sheni'' darbringen (Num. 9:10ff).
    Pessach in Ägypten.
    Über die Verwechslung des Pesach.
    über die Mahlzeit am 1. Pessachabend (Seder).
    Auch die Tossef’ta umfaßt 10 Kapitel und enthält wertvolle Ergänzungen, wie z.B. die Erzählung über die Ernennung Hillels zum Nassi und über die Art, wie der König Agrippa einmal die Zahl der am Pessach-Fest in Jerusalem weilenden Juden festzustellen suchte (ed. Zuckermandel, IV).

    Die babylon. Gemara (121 Blatt) enthält viel Haggadisches. Von besonderem Interesse sind die Ausführungen über den ‘Am haArez’, über verschiedene Hohepriester, und über den Propheten Hosea.

    Auch die palästinische Gemara ist ausführlich.

    Tossef’ta: (Hinzugefügtes, Supplement) tannaitisches Sammelwerk, Einteilung und Anordnung wie die Mischna, umfangreicher, aber außerhalb des Kanons stehend und nur als Zusatz angesehen; traditionelle Urheber: die Tannaiten Nehemia und Chija ben Abba; der Amoräer Oschaja (3.Jhdt). Kritische Ausgabe 1880 von Zuckermandel.




    PESSACH-OPFER (Sewach Pessach)

    Name des Opfers, das nach Ex. 12 beim Auszug aus Ägypten geschlachtet werden sollte.

    Das Opfertier, ein männliches Lamm von Schafen oder Ziegen, sollte bereits am 10. Nissan vorherbestimmt und am 14. Nissan ‘gegen Abend’ geschlachtet werden. Mit dem Blut sollten Pfosten und Oberschwelle des Hauses bestrichen werden, damit der Würgengel G’Tes, der die Erstgeborenen Ägyptens tötete, schonend an den israelitischen Häusern vorüberschreite. (daher wird der Name Pessach auch als ‘Vorüberschreiten’ gedeutet).

    Das Lamm sollte gebraten und zusammen mit ungesäuertem Brot (mazzot) und Bitterkräutern im Familienkreis verzehrt werden.
    Dabei sollten die Teilnehmer an der Opfermahlzeit zum Aufbruch bereit sein: ''die Lenden gegürtet, den Stab in der Hand, die Schuhe an den Füßen.''
    Kein Knochen sollte zerbrochen und nichts bis zum Morgen übrig gelassen werden.

    An dieses ‘Pessach-Opfer in Ägypten’ lehnte sich das ‘Pessach-Opfer der folgenden Geschlechter’ an, jedoch mit einigen Modifikationen: das Lamm sollte fortan nur im Vorhofe des Zentral-Heiligtums geschlachtet und das Blut nicht mehr an Pfosten und Schwelle des Familienhauses, sondern vom Priester an den Altar gesprengt werden. Dazu kamen noch das Verbrennen der Fettstücke, das Weglassen des Reiseanzuges, die Forderung der levitischen Reinheit u.a.
    Hinsichtlich der Opferzeit bestand eine Meinungsdifferenz zwischen Pharisäern und Sadduzäern. Letztere bezogen die Bestimmung ‘gegen Abend’ auf die Zeit zwischen Sonnenuntergang und Anbruch der Nacht; - erstere auf die letzten 3 Tagesstunden vor dem Untergang der Sonne.

    Die Opferung geschah unter Absingung der Hallel-Psalmen durch die Leviten; diese Psalmen wurden auch daheim beim Pessach-Mahl von den Teilnehmern gesungen, die miteinander den Auszug aus Ägypten und die Bedeutung des Ritus besprachen. Mit der Zerstörung des Tempels kam gleich den übrigen Opfern auch das Pessach-Opfer in Wegfall. Die Samaritaner bringen es noch heute dar.

    Die wissenschaftliche Forschung vermutet in dem Pessach-Opfer ein ursprüngliches Erstgeburtsopfer. Auch an das „ägyptische ‘poseh’ (Ernte) wird erinnert.
    In der christlichen Kirche gilt Jesus als das wahre Pessach-Lamm (I. Korinther 5:7). Die Einsetzung des Abendmahls knüpft an das Pessach-Mahl an, nach den synoptischen Evangelien fand sie am Abend des Pessach-Mahles selbst statt.




    PESSACH SCHENI (zweites Pessach-Opfer)

    Bezeichnung für das Pessach-Opfer, das von denen, die zur Zeit der Darbietung auf fernem Wege oder durch Berührung eines Leichnams unrein waren, einen Monat später, am 14. Iljar dargebracht werden sollte (Num. 9:6ff).

    Nach dem Talmud findet die Vorschrift von dem ‘pessach scheni’ auch auf diejenigen Anwendung, die infolge von Zwang oder aus Irrtum das Pessach-Opfer nicht rechtzeitig dargebracht haben, und selbst auf solche, die dies freventlich unterlassen haben.

    Zwischen dem ‘ersten’ und dem ‘zweiten’ Pessach-Opfer finden gewisse rituelle Abweichungen statt.


    Quelle:
    http://www.hagalil.com/judentum/feiertage/pessach/cf-pesah.htm
    (Informationen zusammengestellt von Chaim Frank)

    ------------------------------------------------------------------------------------

    Im vorraus schon mal Danke :)

    selam



    Re: Jüdische Fest-und Feiertage

    Thomas - 08.12.2004, 23:55


    Shalom..oh sorry ja....wo bin ich nur gedanklich schon wieder :( du bekommst die ..Erläuterungen

    Friede sei mit dir Schwester..



    Minnat Allah hat folgendes geschrieben: Shalom und Shlomo lieber Thomas,

    könntest du nicht noch kurze Erläuterungen zu den Festen beisteuern :oops: :wink:

    Ein bisschen hatte ich damals schon zusammen tragen können, aber viel war es leider noch nicht!
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    Re: Jüdische Fest-und Feiertage

    Thomas - 09.12.2004, 00:04

    SUKKOTH (Das Laubhüttenfest)
    SUKKOTH

    (Das Laubhüttenfest) in der Spiritualität



    Warum sitzen wir in der Sukkah (Hütte beim Laubhüttenfest)? Was bedeuten die vier Arten der Pflanzen? Was ist die Verbindung zwischen Jom Kippur (dem Versöhnungstag) und Simchat Torah (Tag der Gesetzesfreude oder Torahfreudenfest)?
    Die Weisheit der Kabbala beschreibt die Reihenfolge der Begebenheiten, die das Geschöpf in seinem vielschichtigen Verhältnis zum Schöpfer erfährt. Diese Situationen entfalten sich eine nach der anderen, da sie das Geschöpf von einem Grad zum folgenden führen, genau wie ein chemischer oder physikalischer Prozess, der sich stufenweise, Schritt für Schritt, entwickeln muss.
    Das Schöpfer-Geschöpf Verhältnis wird vom Menschen in fühlbarer Weise erfahren, nämlich durch die Wirklichkeit, in der wir leben. Es geht nicht um Phantasien, Illusionen oder eine Täuschung, jedoch um die Entdeckung einer schönen Welt, in der die auftretenden Veränderungen, strengen und gut definierten Gesetzen folgen. Diese Gesetze werden von jedermann entdeckt, der die spirituelle Leiter empor steigt, und er erkennt sie, da er in den Heiligen Bücher lesen kann, dass seine Vorgänger genau zum gleichen Ort kamen, wie er ihn nun vor sich sieht.
    Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Jeder von uns ist anders und jeder einzigartig, jedoch entsprechen wir alle den gleichen Richtlinien, und wir schreiten durch die gleichen Stadien der Dunkelheit bis zur Klarheit voran. Diese Stufen werden durch die großen Kabbalisten in den Heiligen Büchern beschrieben, und durch sie wurde die Reihenfolge der Feiertage in unserer Welt festgelegt.
    Wir müssen unterstreichen, dass die Namen aller Feiertage, die in diesem Artikel erwähnt werden, innere Begebenheiten beschreiben, die eine Person bei der Korrektur durchläuft und, dass die Feiertage, die wir zelebrieren, einfach die Reihenfolge der Korrekturen markiert. Dies bedeutet, dass ein Kabbalist die Feiertage innerlich auch an einem gewöhnlichen Tag erfahren kann.
    Lassen Sie uns für einen Moment an die Reihenfolge der Feiertage erinnern: mit dem Jüdischen Neujahr beginnen die Feiertage von Israel. Nach 10 Tagen kommen wir zu Jom Kippur (Versöhnungstag) und danach feiern wir sieben Tage Sukkoth. Schließlich gelangen wir zu Simchat Torah.
    Wenn Sie nach der Bedeutung dieser Feiertage fragen, erklärt uns die Kabbala, dass sie die Sequenz der Enthüllung und Korrektur eines kompletten Grades beschreiben.
    Am Anfang der spirituellen Enthüllung fühlt das Geschöpf, dass der Schöpfer ihm vollkommene Glückseeligkeit schenkt, es jedoch nicht in der Lage ist, irgend etwas zurück zu geben. Mehr als alles andere, möchte das Geschöpf die Schande überwinden, die es gegenüber dem Schöpfer empfindet, und möchte Ihm irgendeine Art der Freude bereiten.
    Es ist wie das Leiden an einer Krankheit. Zuerst muss der Mensch entdecken, wie krank er ist, und dass er sich nicht selbst heilen kann, sondern nur indem er sich an einen Arzt wendet. Sobald er dies getan hat, wird ihm eine Medizin verabreicht, und er fängt an zu genesen, bis er Gesundheit und Glück erreicht. Nur dann kann er die Größe und die Freundlichkeit des Arztes wertschätzen.
    Zum Jüdischen Neujahr fängt das Geschöpf an, seinen Zustand entgegen gesetzt zu dem des Schöpfers zu verstehen. Im Verlaufe der folgenden 10 Tage, bis zum Versöhnungstag Jom Kippur, bemerkt es mehr und mehr, wie unfähig es ist sich Seinem Niveau anzugleichen, und Ihm Freude zu schenken (was seine Krankheit ist).
    Dieser Prozess dauert 10 Tage, weil jedes spirituelle Gefäß in 10 Graden, Sefirot genannt, enthüllt wird.
    Am Versöhnungstag, dem zehnten Tag der Prüfungen, wenn es dem Geschöpf klar geworden ist, dass es keine Kraft besitzt etwas in Richtung zum Schöpfer zu geben, kann es von ganzem Herzen beten, fasten und bitten, mit Leben beschenkt zu werden. Die Bedeutung des spirituellen Lebens ist die Fähigkeit, dem Schöpfer ähnlich zu werden und ihn zu erfreuen, jedoch um dieses Leben zu empfangen, muss das Geschöpf korrigiert werden.
    An diesem Punkt fängt das Geschöpf an, jene Lichter zu empfangen, welche die "umgebenden Lichter" genannt werden. Diese Lichter ermöglichen es ihm, sein Gefäß stufenweise zu korrigieren und die Fähigkeit "zu schenken" zu erwerben. Während der vier Tage zwischen dem Versöhnungstag und Sukkoth erhält das Geschöpf eine Gelegenheit, die Korrektur zu beginnen.
    Der Aufbau der Sukkah ist ein entscheidendes Stadium in der Korrektur, weil die Sukkah den Glauben einer Person symbolisiert. Das Strohdach schützt vor der Hitze der Sonne, und es wird aus Resten von Blättern und Zweigen gebildet, die für den Menschen keinen anderen Nutzen mehr haben. Die Bedeutung ist, dass genau jene Wünsche, die der Mensch für überflüssig und unbrauchbar hält, nun sein Schild vor der Intensität des Vergnügens bilden, das auf ihn zukommt. Indem er diese Wünsche aufgibt, schützt er sich vor der übermäßigen Gier nach Genusssucht. Nachdem er seine Unfähigkeit "zu schenken" entdeckt hat, empfängt er jetzt die Stärke, um sich vor seinen egoistischen Wünschen zu schützen. Die Gefahr ist, dass er sich diesen Wünschen versklavt, er wird vergessen wer sie spendet und wird das Vergnügen für sich selbst genießen. Der Schutz den er erhält, überträgt ihm die Stärke, um an den Schöpfer zu glauben und Seine Größe wahrzunehmen, trotz der verführerischen Vergnügen, mit denen er konfrontiert wird. Aus diesem Grund versuchen wir während des Feiertages möglichst viel Zeit innerhalb der Sukkah zu verbringen, und sogar in ihr zu schlafen.
    Die Tatsache, dass der Mensch die Sukkah allein errichtet und verziert hat, gibt ihm das Vertrauen, dass er sich selbst vor seinen übermäßigen Wünschen schützen kann. Diese Verteidigung ist das Licht des Glaubens, welches ihn mit endloser Glückseeligkeit erfüllt.
    Aber dieser Schutz ist nicht genug, um seinem Erschaffer Zufriedenheit zu bringen. Wir dürfen nicht vergessen, dass der Schöpfer das Geschöpf liebt und ihm Vergnügen übertragen möchte, und es nicht davon abhalten will. Folglich muss es erlernen, wie man Vergnügen empfängt, um dem Schöpfer zu gefallen. Es benötigt jetzt ein Hilfsmittel, durch das es das Vergnügen empfangen kann. Dieses Mittel ist die Beziehung, die es zwischen der Zitrone (Etrog), dem Palmenzweig (Lulav), der Myrte und der Weide herstellt.
    Diese vier Arten der Pflanzen kennzeichnen die vier Grade des Willens, die man im Verlauf seiner spirituellen Arbeit entdeckt. Manchmal findet der Mensch in ihr einen guten Geschmack und einen guten Geruch, und er nennt sie dann eine Zitrone; manchmal hat sie Geschmack, aber keinen Geruch, also nennt er sie einen Palmzweig; manchmal ist sie wohlriechend aber geschmacklos und wird folglich Myrte genannt und wenn sie keinen Geschmack und keinen Geruch hat, bezeichnet man sie als Weide.
    Die Fähigkeit, alle Arten der Arbeit in eine Richtung zu verbinden, um den Schöpfer zu erfreuen, gibt dem Geschöpf die Fähigkeit, echte Freude unter jeder möglichen Bedingung und allen denkbaren Umständen zu empfangen. Denn in jeder möglichen Begebenheit erinnert es sich weshalb es lebt und für wen es arbeitet. Dies wird an Sukkoth durch das Schütteln der Palmenzweige und dem Umkreisen des Altars ausgedrückt.
    Die sieben Tage von Sukkoth bezeichnen die Korrektur der sieben unteren Sefirot, die vereinheitlicht und verbunden werden müssen, bis am achten Tag die Korrekturen beendet sind. Deshalb wird dieser Tag Shmini Atzeret (der beendende Achte) genannt.
    An diesem Tag wird sich das Geschöpf, nachdem es die Korrekturen durchgeführt hat, mit seinem Schöpfer vereinigen und von Ihm die wahrhaftige Freude empfangen, welche Torah genannt wird. Die Torah ist das Mittel, welches dem Geschöpf die Fähigkeit gibt, seinem Schöpfer endlose Freude zu bringen, genau so, wie sein Erschaffer ihn erfreut, und sich mit Ihm in ewiger Liebe zu vereinigen.



    Re: Jüdische Fest-und Feiertage

    Thomas - 09.12.2004, 00:08

    Die spirituelle Wurzel von CHANUKAH
    Was ist die spirituelle Wurzel von Chanukah?
    Warum zünden wir Kerzen an, und wer sind eigentlich die Makkabäer ?

    Zu allem, was existiert, gibt es einen Ursprung in der spirituellen Welt. Eine Wurzel, die unser Verhalten, unsere Gedanken, Gefühle und die verschiedenen Begebenheiten, die wir erfahren, bewirken und motivieren, sowie alles andere, was wir uns vorzustellen vermögen.

    Die Weisheit der Kabbala beschreibt die entzückende Wirklichkeit, so wie sie für diejenigen offenbart wird, die die Welt des Geistes erreicht haben. Jedermann, der den Verlauf unseres Lebens verstehen möchte, kann zu diese Welt gelangen. Jenen Menschen, die in ihre Tore eintreten, eröffnet sich eine Möglichkeit ihre Leben bewusst zu steuern, um höchste Freuden zu erlangen, die sie niemals vorher empfunden haben.

    Menschen die sich mit dieser Welt verbinden, empfinden sie als eine vollständige Wirklichkeit, und sie schildern sie in unserer Sprache, genau so, wie wir unser eigene Realität beschreiben.

    Wenn Sie und Ihr Freund eine Blume beobachten, ist es sehr gut möglich, dass jeder von Ihnen einen anderen Eindruck in seinem Verstand enthüllt. Zum Beispiel können Sie die Schönheit der Blume und Ihr Freund ihren Geruch bewundern. Sie beide stimmen jedoch darin überein, dass es sich z.B. um eine rote Rose handelt.

    Ähnlich beschreiben die Menschen, die sich an die ewige Welt binden, das Wahrgenommene in einer Sprache, die nur von denjenigen verstanden wird, die auch dort gewesen sind.

    In der Welt des Geistes gibt es keine Blumen. Es gibt Bedürfnisse und Wünsche, die sich in einer vorbestimmten Ordnung mitteilen. Jeder der diese Welt erreicht, durchläuft genau die gleichen Phasen wie seine Vorgänger.

    Der Zyklus der spirituellen Entwicklung wird ein Jahr genannt, weil man sich in jeder Phase den gleichen Wünschen gegenüber sieht, die man in den vorhergehenden angetroffen hat, jedoch dieses mal auf einer tieferen Stufe, mit dem Ziel dabei zu helfen, sich selbst besser verstehen zu lernen.

    So erlebt ein Kabbalist, der seine eigenen Wünsche beobachtet, sechstausend Jahre Wachstum bevor er sein Ziel erreicht und damit erfolgreich ist, sämtliche Vergnügen zu empfangen, die ein menschliches Wesen erfassen kann. Da dieses Ergebnis eine interne Entwicklung darstellt, die von der körperlichen Wirklichkeit die wir erleben abgetrennt ist, kann ein Kabbalist alle sechstausend Jahre (Phasen) in nur fünf bis 10 Jahren seiner Lebens durchleben.

    Im Verlauf dieser Jahre begegnet er immer wiederkehrenden Situationen der Enthüllung, die ihm beim Emporsteigen auf die nächstfolgende Stufe helfen. Diese Stufen nennen die Kabbalisten Feiertage und Samstage.

    In unserer Welt wurden die Feiertage und die Schabbatot durch Kabbalisten festgelegt, um den Menschen die keine Kabbalisten waren, den Wunsch zu ermöglichen, auch im Fleisch in Übereinstimmung mit der spirituellen Welt zu handeln.

    Deshalb feiern wir die Feiertage jedes Jahr und den Schabbat jede Woche. Ein Kabbalist kann jedoch den Übergang innerlich feiern, selbst wenn der Feiertag noch Monate entfernt ist, denn es gibt keine Verbindung zwischen unserem spirituellen Zustand und der körperlichen Zeit, durch die wir leben.

    Von allen Feiertagen gelten Chanukah und Purim als etwas ganz besonderes. Dafür gibt es eine Anzahl von Gründen. Erstens, werden sie nicht in der Torah beschrieben. Zweitens wird gesagt, dass wenn alle Korrekturen beendet worden sind, alle Feiertage ausgenommen diesen beiden zurückgenommen werden. Drittens, sind diese zwei Feiertage direkt mit dem Wiederaufbau des Tempels verbunden.

    Der Tempel bedeutet spirituell betrachtet der Ort, an dem Schöpfer und Geschöpf sich verbinden.

    Das Zerstören des Tempels ist ein Aufbrechen der Bindung zwischen den beiden. Diese Bindung versuchen die Kabbalisten wiederaufzubauen.

    Es gibt zwei Phasen der Korrektur. In der Ersten muss das Geschöpf erlernen, wie es sich über seine egozentrische Natur erhebt und ein Hilfsmittel gewinnt (welches "Gefäß der Schenkung" genannt wird), mit dem es sich an die spirituelle Welt anbinden kann. Dieses ist die Korrekturphase.

    Danach kommt die Phase des Empfangens, in der das Geschöpf enorme Vergnügen mit dem neu erworbenen Hilfsmittel empfangen kann.

    Ein durstiger Mann, der in seiner Hand ein zerbrochenes Glas hält, muss zuerst das Glas reparieren, bevor er es füllen und daraus trinken kann. Er, der die Trennung von der Spiritualität fühlt, muss zuerst seine Bindung mit dem Schöpfer instandsetzen, bevor er die angebotenen Güter empfangen kann.

    Chanukah kennzeichnet und feiert die Errungenschaft des Gefäßes der Schenkung. Es ist ein spiritueller Feiertag, der zur ersten Hälfte der Arbeit, "der Korrektur" zugehörig ist. Deshalb können Sie den Namen in zwei Teile teilen: "CHANU" (stillstehen, ausruhen) und "KAH" als ein Symbol für die Rast, die Pause die sich das Geschöpf nimmt, bis es sein Gefäß korrigiert hat, und bevor es damit beginnt, es zu füllen.

    Chanukah-Kerzen symbolisieren das Licht der Gnade, welches man erhält, wenn man die spirituelle Welt erreicht hat. Das Licht erhöht sich stufenweise während der Feiertage, indem jeden Tag eine neue Kerze angezündet wird.

    Die Festlichkeiten, die wir feiern, stammen von den komplizierten Verhältnissen bei unterschiedlichen Situationen in unserer Seele ab.

    Israel steht für die Kraft, die uns direkt zum Schöpfer treibt ("ISR" kommt vom Wort "YASHAR", was "direkt" bedeutet, und "EL" ist das hebräische Wort für G-tt. Das Wort Israel bedeutet also "direkt zu G-tt") zum spirituellen Urgrund hinter dieser Welt.

    Die Wünsche, die der spirituellen Entwicklung des Menschen entgegensetzt sind, bezeichnen wir als die Griechen. Sie sagen ihm, dass es unvernünftig ist, über die Naturgesetze hinaus, mit der Höheren Welt zu kommunizieren. Sie behaupten, es sei gegen den Verstand. Die Griechen schwächen die Stärke Israels durch logische Argumente, die aus der Ansammlung von Erfahrung dieser Welt stammen.

    Die Griechen wollten Israel nicht vernichten, wie Haman es tat, sie wollten einfach die Annäherung Israels zum Leben 'auslöschen'. Sie wollten von Menschenhand geschaffene Statuen in den Tempel stellen und Israel zwingen, sich davor zu verbeugen. Sie kämpften nicht für eine materialistische Vorherrschaft, sondern für eine spirituelle.

    Das Israel im Menschen muss zum Kampf gegen die Argumente der Griechen die Energie des Glaubens erneuern. Israel erklärt den Griechen, dass obgleich sie von einem logischen Gesichtspunkt aus gesehen recht haben, Israel jedoch daran glaubt, dass es möglich ist weiter zu gehen, über die Grenzen der Vernunft und des Verstandes hinaus, hin zur Welt der Ursachen. Je stärker der Grieche heranwächst, desto mächtiger wird der Glaube Israels. Dieser Krieg geht weiter und weiter, bis Israel nur noch ein Wunder zum Sieg verhelfen kann. Doch dann tritt das Wunder ein.

    Das Wunder von Chanukah ist, dass man sich schließlich erfolgreich mit dem verbindet, was man so lange ersehnt hat. Darüber hinaus erscheint eine schöne, verzauberte Welt, weitaus wundervoller, als irgendjemand sich denken könnte. Dann stellt man fest, wie zutreffend Israels Weg gewesen war und warum es nun gut ist, ihn weiter beizubehalten.

    Der Sieg über die Griechen ist die Grundlage für jedes Geschöpf auf dem Pfad in das spirituelle Reich. Er erlaubt eine Korrektur durchzuführen, die einen zu der letzten Grenze, die von Purim führen wird. In diesem Kampf wird es glücken, die endlose Freigiebigkeit für alle Ewigkeit zu erreichen, die der Schöpfer für alle von uns vorbereitet hat.



    Re: Jüdische Fest-und Feiertage

    Thomas - 09.12.2004, 00:10


    ->> fortsetzung folgt



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