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Alle Beiträge und Antworten zu "Auf nach Olport (GEN NORDEN)"

Re: Auf nach Olport (GEN NORDEN)

Asleif - 30.07.2007, 08:56
Auf nach Olport (GEN NORDEN)
Die Stimmung ist frohgemut an Bord alles feiert, trinkt und schlemmt. Ihr habt Tula von Skerdu, der unsterblichen Oberhexe von Thorwal, ein Schnippchen geschlagen! Vielleicht öffnet sie gerade die Schale, zu gerne würdet ihr dabei ihr Gesicht sehen. Doch die Gefahr ist noch nicht gebannt. Bestimmt wird sie fürchterlich wütend werden und deshalb drängt Asleif zur Eile. Trotz der Feierstimmung achtet er stets darauf, dass das Segel ordentlich getrimmt ist, und ihr so hart wie möglich am Wind segelt, um vor Kap Grauhorn nicht mehr Wenden zu müssen.

Kap Grauhorn werdet ihr mit etwas Glück am Abend des folgeden Tages erreichen. Dort haben sich einige geschäftstüchtige Thorwaler niedergelassen, die Hjörnen-Ottajasko. Im Sommer herrscht dort reger betrieb und ihr hofft, dass ihr auch im Winter ein gute Lagerstatt und eine deftige Mahlzeit bekommen werdet - natürlich gegen klingende Münze. Dort gibt es auch eine Schmiede, so dass Eigor das Schmuckstück wieder befreien können wird.

Nach Frunnwulfs Schätzung wird es wohl danach bei diesem stetigem Wind aus Nordwest nurnoch drei Tage und Nächte bis nach Olaport sein.

Re: Auf nach Olport (GEN NORDEN)

Asleif - 01.08.2007, 12:49

Nachdem alle vollgefressen sind, dass sie platzen könnten, und Kari sich um die Verwundeten gekümmert hat, kehrt langsam Ruhe ein. Frunnwulf und Arngrimm kümmern sich darum, dass das Schiff auf Kurs bleibt.

Geschwind gleitet die Sjonarorn durch die windgepeitschte Dunkelheit, das zufriedene Schnarchen duzender Thorwaler begleitet das Schiff gen Norden.

Ihr macht gute Fahrt, ab und an werden von Frunnwulf einige Matrosen geweckt, um ein Wendemanöver durchzuführen, ansonsten bleibt es ruhig.

Fennjan und Thorgal verlassen das Zelt

Re: Auf nach Olport (GEN NORDEN)

Asleif - 06.08.2007, 11:29

Als der Morgen graut, hält die steife Brise unvermindert an und treibt die Otta geschwind über die aufgewühlte See und die grauen, zerfaserten Wolken über den Himmel. Ab und an ist die Sonne weit am südlichen Horizont zu sehen - eine schwache Funzel nur - und euch wird bewusst, wie weit im Norden ihr schon seid. Doch es soll noch viel weiter gehen...

Asleif steht am Steuer während Frunnwulf und Arngrimm tief und fest schlafen. Als Jurge wenig später aber ein deftiges Frühstück auftischt - Sülzwurst mir Olporter Zwieback und Butter (den Wellenreiten sei Dank) - sind alle schnell auf den Beinen. Zum Glück gibt es reichlich, denn alleine von der Menge die Bartakh berdrückt, könnte die ganze Mannschaft satt werden.

Nach Frunnwulfs Worten kommt ihr bei diesem wunderbarem Wetter bestimmt schon vor Einbruch der Dunkelheit in der Hjörnen-Ottaskin an.

Nach dem Frühstück versorgt Kari nochmal die Verletzten - besonders lange Zeit verbringt er bei Siona. Sie ist augenscheinlich noch ziemlich angeschlagen von ihrem gestrigen Absturz und ihren Arm kann sie anscheinend nicht bewegen.

Re: Auf nach Olport (GEN NORDEN)

Asleif - 10.08.2007, 11:17

Der Tag schreitet voran, der Wind frischt deutlich auf *). Dunkle, zerfaserte Wolcken ziehen dicht über eure Köpfe hinweg. Der Wind peitscht die See auf, und ab und an bricht eine der hohen Seen **) backbord über der Sjornaron herein. Die Thorwaler scheinen dieses Wetter zu geniesen, stellen sich an die Reeling und lassen sich die Gischt um den Bart spritzen. Manche grölen Lieder zu ehren Swafniers oder des Mets.

Einigen von euch geht es ob diesem Wetter allerdings nicht allzu gut, und ihr seid froh, wenn ihr heute nachmittag auf Kap Grauhorn ankommt, und euch eurer nassen Kleider entledigen könnt und vor allem, wenn nicht mehr alles um euch schwankt!

*) Für alle Nichtseefahrer: es beginnt zu stürmen! :wink:
**) Welle

Re: Auf nach Olport (GEN NORDEN)

Asleif - 13.08.2007, 11:17

Der Mittag vergeht, langsam geht es auf Sonnenuntergang zu. Die letzte Zeit fahrt ihr gefährlich nahe an den Steilklippen entlang. Dann ertönt plötzlich Thorhallas Ausruf, welche auf der neuen Galionsfigur Ausschau gehalten hat: "Kaap Gråhörn för ögonen!!"

Als ihr näher kommt, könnt ihr sehen, wie sich auf einem spitzen Ausläufer der Klippen, welcher tatsächlich wie ein gigantischen Horn ins Meer ragt, eine alte Feste klammert. Ein zerfasertes Banner knattert im Sturmwind. Die Sturmkinder lenken eure Blicke auf eine kleine Ottaskin, welche sich ebenfalls auf der Klippe, aber etwa dort, wo das Horn aus den Felsen entspringt in eine windgeschützte Mulde drückt. Ihr könnt keinen Anlegeplatz erkennen. Schnell wird das Zelt eingeholt, und eisiger Wind pfeift über das Deck.

"Alles an die Riehmen!" brüllt Asleif in diesem Moment gegen den Sturm an. Schnell sind die Bänke besetzt und die Riehmen ausgebracht. "Riehmen hoch!" Anscheinend wartet ihr noch mit dem rudern.
Der Westwind droht euch gegen die Klippen zu drücken, das Horn kommt näher und näher. Dann - haarscharf fahrt ihr an den zerklüfteten Ausläufern des Kaps vorbei. Sofort gibt Asleif Arngrimm das Kommando in den Wind zu drehen. Einige Augenblicke fahrt ihr vor dem Wind, bis der Hetmann mit einem Wink den bereitstehenden Matrosen den Befehl gibt das Segel einzuholen.

"Riehmen runter und ... hief hoooo!" Alles legt sich kräftig ins Zeug. Arngrimm steuert die Sjönarörn in einem harten Bogen auf die Klippen zu. Jetzt könnt ihr euer Ziel erkennen: ein schmaler Spalt in den hoch aufragenden Klippen. Bei den Göttern - das wird eng!

Ihr seht euch vor eurem inneren Auge schon an den Klippen zerschellen. Ihr beißt die Zähne zusammen und haltet unwillkürlich den Atem an. Der Spalt kommt näher. Asleif schwingt sich selbst hinter einen Riehmen (nimmt Sionas Platz ein) und feuert die Sturmkinder an. Eure Lungen mögen bersten eure Arme sind schwer wie Blei, doch die Thorwaler werden noch schneller. Verbissen rudert ihr weiter... und dann seid ihr hindurch. Sofort verstummt der Wind.

Ihr findet euch in einem großen, natürlichen Hafenbecken wieder, nur dass die Felswände um euch herum steil in die Höhe ragen. Ein Anlegesteg ist rundherum an der Felswand angebracht, und ihr seht diverse Löcher in den Fels hinein gehen. Eine einsamme Otta und zwei Snekkars liegen fest vertäut im Hafen. Und wie ihr seht, blieb eure Ankunft nicht unbemerkt, an der Felswand steigen einige Gestalten eine schmale, in den Felsen gehauene Treppe herab.

An Bord der Sjönarörn herrscht ausgelassene Stimmung ob dieses Meisterstücks an Seemannskunst. Es wird auf die Schultern geklopft und die Gischt aus den Haaren geschüttelt, gelacht und gesungen.

Nachdem ihr angelegt habt, springen Asleif und Thorhalla von Bord und werden von den Mitgliedern der Hjörnen-Ottajasko herzlich willkommen gehießen. Einige Worte werden gewechselt, ein Beutel wechselt unauffällig den Besitzer und ihr hört den Anführer der Gastgeber - einen ziemlich dicken und großen Thorwaler mit feuerrotem Haar - laut in eure Richtung rufen: "Wohlan, Olaf Hjorenson lässt sich nicht lumpen. Heute soll mein fettestes Schwein geschlachtet werden, auf dass alle Sturmkinder sich den Wanst vollhauen können bis sie umfallen. Außer der Met und das Bier haben schon vorher dafür gesorgt - Hahaha!" Grölen und lachen antwortet ihm von der Otta herunter. *)

Schnell sind die wichtigsten Sachen zusammengepackt und man macht sich gemeinsam auf den Weg nach oben. Zum Glück gibt es sogar einen Kran an welchem ein Korb hängt. Dieser wird jetzt von den Klippen langsam herunter gelassen um leere Wasserfässer und die Verwundeten aufzunehmen.

Als ihr die Klippe erreicht pfeift euch der Westwind wieder schwungvoll um die Ohren und ihr seid froh, dass ihr vor euch schon das halbe duzend Langhäuser, umgeben von einem Steinwall, sehen könnt. Durch den starken Wind sind sie fast gänzlich frei von Schnee, nur in Ecken haben sich große Schneewehen gebildet. Aus den Schornsteinen kräuseln sich Rauchschwaden, welche schnell vom Wind zerfetzt werden.

Die Thorwaler von der Hjörnen-Ottajasko sind auf so viele Gäste eingerichtet. Zwei der Langhäuser scheinen reine Gästehäuser zu sein und im Winter nicht allzuhäufig genutzt zu werden wie euch die schneidende Kälte im inneren schlussfolgern lässt. Aber schon bald prasseln zwei große Feuer in der Mitte der Halla, und Met wird über dem Kaminfeuer aufgewärmt. Heimeliger Geruch nach Kiefernholzrauch breitet sich aus und schnell versammeln sich alle um die Feuer. Nasse Klamotten werden über die Dachspieren gehängt und nach kurzer Zeit kann man vor Rauch und Dampf kaum noch die Hand vor Augen sehen. Hoffentlich wird das Schwein schnell geschlachet und gebraten, ihr habt einen Bärenhunger...


*) [Für alle Nichtthorwaler sind die Worte nur schwer zu verstehen, denn je weiter man gen Norden kommt, um so weniger Garethi-Wörter sind ins Thorwalsche gemischt und um so mehr Alt-Hjaldingsche! Und dazu kommt noch der Dialekt und die andere Betonung und Aussprache!]

Re: Auf nach Olport (GEN NORDEN)

Janda - 16.08.2007, 21:46

Alle haben sich um die prasselnden Feuer inmitten der Halla gedrängt, schwatzen, lachen und trinken heißen Met. Nicht mehr lange und sie werden wieder knusprig gebratenes Fleisch zwischen die Zähne bekommen! Janda hat ihre Leier mitgebracht und singt, um die Zeit des Wartens zu verkürzen. Bald stecken immer mehr Mitglieder der Hjörnen-Ottajasko ihre Köpfe herein und lassen sich bei den Sturmkindern nieder um zuzuhören und mitzutrinken. Vor allem die Trinklieder sind allen bestens bekannt und so grölt bald die ganze Halla mit:

„In die Höhe Thin und Krug,
leert sie schnell in einem Zug!
Trinkt und tanzt die ganze Nacht,
feiert, sauft und singt und lacht!
Stürzt hinunter eure Humpen,
Heute Nacht sind wir betrunken!“
Die Stimmung ist ausgelassen wie lange nicht mehr. Endlich gibt es wieder Grund zu feiern. Die Begegnung mit der Hexe von Skerdu liegt hinter den Sturmkindern und reiht sich nun in die Zahl ihrer Abenteuer ein. Aber was für ein Abenteuer es gewesen ist! Die letzten beiden Tage an Bord hat Janda ein Lied ersonnen, dass von dem Zusammentreffen Foggwulfs und Tulas berichtet. Heute abend wird sie erproben, ob es gelungen ist.

Re: Auf nach Olport (GEN NORDEN)

Asleif - 17.08.2007, 12:40

Die Zeit vergeht wie im Fluge, und schon wird das große Schwein, auf einem Spieß hereingetragen und über eines der Feuer gehängt. Schon bald zischt das Fett, rinnt an dem saftigen Fleisch herunter und tropft ins Feuer. Noch mehr leckere Happen werden aufgetragen: frischgebackene Thorwaler Rundfladen, eine Bohnensuppe mit Speck, Rosinen, Kandis und Brandtwein, und als Nachspeiße Honigkuchen und (in Schnaps) eingemachte Birnen mit Kandiszucker. Die Thowaler essen das ganze aber quer durcheinader und vertilgen dabei unmengen an Bier, Met und Brandtwein. Die Stimmung wird immer ausgelassener, es wird gesungen, gegrölt und getanzt!

Im Laufe des Abends sucht Ramirez Siona auf

Re: Auf nach Olport (GEN NORDEN)

Janda - 19.08.2007, 20:33

Die Mengen, die die Sturmkinder vertilgen, sind selbst für thorwalsche Verhältnisse gewaltig. Bald hängt von dem Schwein nicht viel mehr als ein Gerippe über dem Feuer. Die Schalen und Kessel müssen immer wieder aufgefüllt werden und noch immer wieder eifrig zugelangt. Da erhebt sich Janda.

„Sturmkinder! Was tut es gut, sich den Wanst wieder einmal richtig vollzuschlagen! Ich hoffe nur, die Hjörnen-Ottajasko hat ihre Vorratskammern für diesen Winter gut gefüllt, denn wir werden heute Nacht wohl noch lange weiter fressen.!“ Zustimmende Rufe erklingen und Janda schaut zu den Männern und Frauen der Hjörnen-Ottajasko, die sich ebenfalls in der Halla eingefunden haben.

„Vielleicht wundern sich unsere Gastgeber, warum das so ist! Warum wir von Fleisch und Brot nicht genug bekommen können! Also wollen wir ihnen von dem gefährlichen Abenteuer berichten, das wir auf unsrer Fahrt durch den Hjalding-Golf zu bestehen hatten!“ Und Janda ergreift ihre Leier und beginnt mit kraftvoller und anfangs drohender Stimme zu singen:

"Aus tiefen Fluten ragte Hranngars Zahn wie ein böses Omen empor.
Unheil und Elend brachte die Nacht für die Kinder des Sturmes hervor.
Aus düsterem Maul der Finsternis ward ein schwarzes Schiff ausgespieen,
dies war die Nacht, in der Tula von Skerdu der Sjonarorn Mannen erschien.

Durch finstere Nacht trägt der Wind heran, solch traurigen, dunklen Sang.
Der Wunsch dieser Stimme zu folgen, ein kaum zu bezwingender Drang.
Nicht minder betörend der Hexe Gestalt, am Bug ihres Drachen zu sehn.
Schon brach über Deck ihr verfluchtes Gefolge herein wie die tobenden Seen.

Da erstarb der Hexe düstere Stimme, ward ersetzt durch den donnernden Klang
von Äxten und Schwertern und Schlachtenruf, der Sturmkinder liebsten Gesang.
Und sie trotzten den Mannen, die Tula verfall´n, mit swafnirgefälligem Mut.
Und doch brach eine See, riss drei Kinder des Sturms mit sich in die tosende Flut

Und sie schleuderte sie mit all ihrer Macht an Hranngars gewaltigen Zahn.
Da wendet´ ein Drachen in stürmischer Nacht, um hart an den Felsen zu fahr´n,
Die Sjonarorn wendet´ trotz aller Gefahr und trotzt´ Sturm und Wassermassen.
Wer Foggwulf kennt, weiß, er würde niemals Gefährten im Stiche lassen.

Und schon war der Hetmann an Hranngars Zahn und warf ein Seil aus dem Heck.
Es traf auf den Felsen und ward schnell ergriffen und schon war´n die Mannen an Deck.
Derweil trieb sein Galdmader aus dem Süden Tula mit Zauber zur Flucht.
Behext´ ihren Geist und verwirrt´ ihre Sinne. Da ward sie von Furcht heimgesucht.

Doch die Hexe von Skerdu verwandt nicht die Schmach, war im Kampf sie doch nie unterlegen
Und so sann sie aus Rache die Kinder des Sturms mit grausamem Fluch zu belegen:
„Verflucht seid ihr fortan! Schrecklicher Hunger soll euch in den Wahnsinn führ´n!
Zu Staub sollen sämtliche Speisen zerfall´n, die Lippe und Zunge berühr´n!

Doch da sah sie ein Funkeln von Foggwulfs Drachen. Dies Funkeln entfacht´ ihre Gier.
„Unter einer Bedingung, da lös ich den Fluch: Dieser Zauberanhänger sei mir!
Ihr werdet ihn bringen. Ich rette euch erst, sobald er zu Füßen mir liegt.“
Und sie schwang sich aufs Schild und entschwand gegen Norden, als hätte sie Foggwulf besiegt.

Da wurden den Kriegern die Herzen schwer, denn dem Tod in die Augen zu seh´n,
den der Hunger gebracht, war ihnen ein Graus. Nur im Kampf wollten alle vergeh´n.
Am dritten Tage erreichten sie Land, legten bei den Well´nreitern an.
Und so schloss sich Tjalf Asgardson samt seiner Mannen dem Kampf gegen Tula an.

Doch mit Schwert und Axt war hier nicht zu siegen und so ward eine List ausgeheckt:
Nur ein Abbild wollt´ Foggwulf zu Füßen ihr legen, denn wahren Anhänger versteckt.
Dies Ebenbild schuf der Well´nreiter Eirik, der beste Täljari im Norden.
Von Eigor, dem Sohne des Egorax, wurd es in Foggwulfs Stiefel verborgen.

An Berit Grundisdottirs Grab trafen Tula und Foggwulf zusamm´n.
Ihrer Sache zu sicher und blind vor Gier rief die Hexe den Hetmann heran.
Er legt´ ihr die Fälschung zu Füßen, doch zu spät hat es Tula erkannt.
Sie konnte nichts tun, der Fluch war gebrochen. So tobt´ sie nur wutentbrannt

und stürzt´ sich auf Foggwulf, doch Sturmeskinder und Well´nreiter war´n schon bereit.
Sie jagten die Hexe mit Schwert und mit Axt, und Bolzen war´n ihr Geleit.
So floh sie gen Skerdu so schnell wie der Wind, dort wird sie wohl lange noch harr´n.
Und wahrscheinlich wird sie niemals erfahren, wie es Foggwulf gelang sie zu narr´n.

Diesen Tag wird Tula, die Hexe von Skerdu, wohl lange Zeit nicht vergessen.
Ihr dummes Gesicht war zu schön anzuschau´n, denn Foggwulfs Tat hat gesessen!
Nun trinkt auf den Streich! Erhebt eure Thins dem tapfersten Hetmann zu Ehr´n!
Das wohl! Schenkt ein! Sauft Bier und sauft Met! Lasst uns die Fässer leer´n!"

Re: Auf nach Olport (GEN NORDEN)

Asleif - 22.08.2007, 12:23

Als Janda Tjalfsdottier ihre Stimme erhebt und ihr Lautenspiel in der Halla erklingt erstirbt jede Unterhaltung. Alle lauschen gebannt ihrem Gesang, hängen an ihren Lippen. Ab und an ist ein Ausruf eines der Mitglieder Hjörnen-Ottajasko zu hören.

Als das Lied endet brandet ohrenbetäubender Beifall auf! Alle heben ihre Humpen und Thins und prosten Janda und Asleif zu. Ausrufe wie "Auf die Strumkinder!" oder "Prachtvolle Geschichte, das wohl" sind allenthalben zu hören.

Re: Auf nach Olport (GEN NORDEN)

Asleif - 23.08.2007, 11:25

Wenig später, die Feier ist in vollem Gange, ist plötzlich Tumult zu vernehmen. Mit gehöriger Wucht schläft Thorgal mit dem stumpfen Ende seiner Axt auf den Tisch. Als das in dem allgemeinen Getöse unterzugehen droht, springt er plötzlich auf den Tisch und brüllt: "Sturmkinder, hört meine Worte!"

Langsam kehrt etwas Ruhe ein, viele schauen erstaunt in seine Richtung. "Einst war ich ein Mitglied der Mannschaft von Beorn dem Blender. Er versprach mir Reichtum und Ruhm, wenn ich mit ihm fahren würde, den Polardiamanten zu bergen. Ich glaubte seinen Lügen und fuhr mit ihm, wie mein Oheim Thorkar Olufson, der schon lange Jahre mit ihm fuhr. Jetzt ist er tot, gemeuchelt von Balesca, Beorns engster Vertrauten." Bitterkeit mischt sich in seine Worte. Inzwischen ist es still geworden in der Halla, jeder lauscht den Worten des jungen Mannes.

"Er wurde verraten, genauso wie ich verraten wurde. Als Beorn mit Tula von Skerdu einen Pakt schmiedete war ich der Preis, den er zu opfern bereit war. Er nahm in Kauf, dass Tula mich zu ihrem Sklaven machte, nur damit er seine Ziele erreichen konnte." Immer lauter wurde seine Stimme, doch jetzt schweigt er, als könnte er es immer noch nicht fassen.

Dann, leiser, fährt er fort. "Doch dank euch, Sturmkinder, kann ich nun hier stehen, und liege nicht auf dem Opferaltar der dunklen Hexe. Ihr habt mich aus ihren Klauen befreit, obwohl ich euer Feind wahr. Ihr behandelt eure Feinde besser als Beorn seine Freunde. Ich danke euch!" Zustimmendes Gemurmel ist zu hören.

"Ihr alle habt einen gemeinsamen Feind, ein Mann, der jetzt auch mein Feind ist. Ich will Beorn heimzahlen, was er mir angetan hat, Rache nehmen für diese Schmach, die er mir zufügte! Und deswegen bitte ich euch, Sturmkinder, und dich, Phileasson Foggwulf, nehmt mich, Thorgal Torkarsbrorson, auf in eure Ottajasko, auf dass ich mit euch gegen Beorn den Blender ziehen kann!"

Für einen Moment herrscht Stille in der großen Halla. Dann erhebt sich Asleif. "Gute Worte für einen jungen Mann wie dich. Du hast deinen Schneid bewiesen und du hast mehr durchgemacht, als manch alter Mann von sich behaupten kann. Und du bist ein guter Kämpfer, wie einige hier bezeugen können! Was meint ihr Sturmkinder, können wir Thorgal Torkarsbrorson in unserer Gemeinschaft gebrauchen?!"

Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten. Zustimmendes Gegröle brandet duch die Halla, "Das wohl!" Rufe erklingen und viele trommeln mit ihren Waffen oder den Fäusten auf Tisch oder Schilde. Thorgal strahlt bis über beide Ohren, springt vom Tisch wo in Asleif schon erwartet. Er packt Thorgal an den Schultern und brüllt: "Doch noch hast du deine Ottajara nicht bestanden. Rüste dich mit Thin und Wurfaxt, und fordere einen Kontrahenten!"

Was nun kommt, ist euch schon bekannt...

Re: Auf nach Olport (GEN NORDEN)

Asleif - 26.08.2007, 09:31

Am nächsten Morgen bricht man auf nach Olaport, welches man drei Tage später erreicht - leider nach Einbruch der Dunkelheit...
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