Interview mit Paul vom 23.Juli.2004

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    Re: Interview mit Paul vom 23.Juli.2004

    Azrael - 22.12.2004, 18:58

    Interview mit Paul vom 23.Juli.2004
    FRITZ: Wie würdest du deiner Oma eure Musik erklären?

    Paul: Wenn ich ganz ehrlich bin, würd' ich sagen: "Es ist gute Musik, vielleicht nicht dein Stil - hör's dir doch einfach an!". Und dann würde ich ihr was ohne verzerrte Gitarren vorspielen und die Oma würde sagen: "Hey, mach mal lauter!"

    FRITZ: Und eure Eltern, was haben sie zu eurem Werdegang gesagt?

    Paul: Eltern freuen sich immer, wenn aus den Kindern was wird. Insofern waren die da hell begeistert. Vom Inhaltlichen her sind sie's manchmal nicht so… hm, aber wir machen ja auch keine Musik für Eltern, eher für Kinder, die ihre Eltern ärgern wollen.

    FRITZ: Meinst du, ist "Eltern ärgern" für Kids wirklich ein Grund, eure Musik zu hören?

    Paul: Ja, sicher. Das ist ganz wichtig. Aber Eltern würd' ich jetzt auch nicht über einen Kamm scheren. Ich denke, dass zwischen den Generationen schon gewisses Unverständnis herrschen muss. Damit Kinder aufwachsen, müssen sie bisschen was machen, wo die Eltern den Kopf schütteln. Das ist ganz wichtig, glaub ich, damit Kinder sich abnabeln können, ihren eigenen Weg gehen können.
    Bei Eltern, die sehr tolerant sind, und die lauter Musik hören als ihre Kinder, ist es sehr schwierig für die Kinder, sie zu provozieren. Und die Kids fangen dann an, Kacke an die Wand zu schmieren, nur damit die Eltern sich mal aufregen. Wenn die dann sagen: "Komm, rauch `nen Joint mit, dann reden wir drüber." - da kriegen Kinder `ne Krise. Die wollen: "Mach deine Musik leiser!" Das ist ganz wichtig, denk ich.

    FRITZ: Was hast du gemacht, um deine Eltern zu ärgern?

    Paul: Ich fand Heavy Metal gut als Kind, nur weil's laut und hart war. Eigentlich fand ich den Inhalt nicht gut. Das würd' ich vielen Kids jetzt einfach `mal so unterjubeln, dass sie Metal einfach nur gut finden, weil's hart ist und nicht weil's gut ist.

    FRITZ: Hast du "Dreh's leiser!" gehört?

    Paul: Ja, sicher. Das hören alle Kinder, denk ich. Meine Mutter war Lehrerin, die war ganz nervös. Da durfte ich nicht mal mit den Fingern auf den Tisch trommeln, da hat sie mich immer schon böse angekuckt. Aber ich hab's geschafft, ich konnte mich abnabeln. Ich muss meine Eltern nur einmal im Dreivierteljahr anrufen, es ist nicht zu eng, aber auch nicht zu weit. Ich fahre Weihnachten schon zu ihnen oder sie zu mir.

    FRITZ: Zurück zu den Jugendlichen, meinst du, dass sie durch Musik wirklich so leicht beeinflussbar sind, wie immer wieder behauptet wird?

    Paul: Beeinflussbar, nee. Eher leicht begeisterbar. Obwohl, falsch, auch nicht leicht. Quatsch. Wenn du jetzt meinst, dass sie durch Musik negativ beeinflusst werden und dann Unfug machen: Unfug wurde schon immer gemacht. Auch die Indianer haben damals Frösche mit Steinen beworfen, im Fluss als sie klein waren, ohne, dass sie Heavy Metal gehört haben. Oder in Deutschland im Mittelalter wurden Katzen gequält und alles. Ich glaube, die Welt war früher grausamer als jetzt, man vergisst das bloß. Wenn man sich mit Geschichte beschäftigt, was da schon für gruslige Sachen passiert sind! - dann ist es eigentlich ein Kindergarten, was jetzt ist. Die Menschen waren viel, viel fieser zueinander: was geklaut - Hand ab; da haben wir jetzt ja ein richtig tolles Leben. Oder gelogen - Zunge weg. Nicht hingehört in der Schule - Ohr ab - okay, das war jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben.
    Früher haben die Jugendlichen, die Leute, die Menschen auf alle Fälle auch Blödsinn gemacht. Und die Jugend hat ja auch das Vorrecht, Blödsinn zu machen, Fehler zu machen, zu lernen, sonst würde sich die Menschheit ja nicht entwickeln.

    FRITZ: Euer Lied "Mein Teil", ist das der versprochene Kannibalen-Song?

    Paul: Ja, das ist das Lied zu dem einen, der den anderen nach `ner Annonce gegessen hat. Damit haben wir vielleicht bei manchen ein Tabu gebrochen. Dabei war das Thema damals in den Medien ganz groß. Und wir sind ja im Gegensatz zu den ganzen Zeitungen, die sich sensationslüsternd auf den armen Mann gestürzt haben, Jahre hinterher und bei weitem nicht so massiv. Wir machen jetzt halt ein Lied darüber, aber a) künstlerisch und b) wenn nicht wir ein Lied drüber schreiben, wer sonst? Das Thema bietet sich ja regelrecht an.

    FRITZ: Euer Videodreh für "Mein Teil" in Berlin soll der helle Aufreger gewesen sein. Was war denn da so schlimm?

    Paul: Eigentlich nichts. Phu, weiß gar nicht, wie das mit dem Video so ist, da bin ich zu dicht dran. Ich hab' nicht einmal eine Ahnung, ob es gut ist oder schlecht. Oder ob's so lala ist. Schlimmstenfalls ist es so lala. - Also schlecht ist es nicht, aber ob's richtig der Hammer ist, bin ich grade der falsche Mann, um's zu beurteilen. Aber das werden die Leute ja bald sehen. Ich würd's mir auf jeden Fall mal ankucken und dann überlegen.

    FRITZ: Wann ist denn Premiere?

    Paul: Bald, irgendwie .. so .. flinki flunki.. (lacht und zuckt mit den Schultern)
    (Anm. d. Red. Flinki flunki = Mitte Juli)

    FRITZ: Es ist ja ein Performance-Video, also ohne Geschichte, in dem ihr euch selbst darstellt. Wie wollt Ihr denn gesehen werden?

    Paul: Also, das war so: wir wollten eine Performance machen ohne Instrumente, nur der Mann in einem leeren Raum und keiner wusste, was der andere macht. Jeder hat das gemacht, wie er sich so im Kontext zu dem Lied sieht. Muss man mal sehen, was dabei raus gekommen ist. Ich weiß es nicht.. (lacht)

    FRITZ: Was hast du gemacht?

    Paul: Ich hab gezappelt, so schnell ich konnte. (fuchtelt mit den Händen in der Luft herum)

    FRITZ: War der Dreh anstrengend?

    Paul: Ja, der war ganz doll anstrengend. Der anstrengendste Dreh, den wir überhaupt hatten. Vielleicht sind wir auch nicht mehr fit oder so, weil wir jetzt so lange im Studio rum saßen. Wir haben jedenfalls danach ganz schön geschnauft.

    FRITZ: Wie lang dauert so ein Dreh?

    Paul: Ein Video dauert mindestens eine Tag, wenn man Pech hat, zwei Tage. Wir hatten Pech. (grinst)

    FRITZ: Wie ist es denn dazu gekommen, dass die Pet Shop Boys bei eurer neuen Maxi mitmixen? Das ist ja eine ganz andere Stilrichtung!

    Paul: Wir finden das gut! Wir haben die einfach angefragt und die haben "ja" gesagt. Sachen, die so weit weg liegen, die sind manchmal ganz nah. Pet Shop Boys ist doch eigentlich nicht so abwegig, oder? Ich hab den "Mein-Teil"-Remix gehört von den Pet Shop Boys und ich finde ihn einwandfrei. Fast besser als das Original!

    FRITZ: Wer darf sich das Original auf die Fahnen heften?

    Paul: Ach, das passiert doch bei uns immer zusammen. Das kann man bei uns nicht so einfach auseinander zohpfeln (? Berlinerisch für futzeln). Wir sind so sechs kleine Komponisten. Inzwischen hat jeder von uns schon Urideen mitgebracht, aus denen dann Rammstein-Lieder geworden sind. Keiner kann da an sich halten. Jeder hat so seine Talente. Till ist z.B. für die Texte zuständig. Zum Zusammenbauen müssen wieder alle dabei sein, es sind also schon alle wichtig, um ein Lied gut zu machen. Viele Köche verderben den Brei, so machen wir das immer. (lacht) Du hast `ne gute Idee, dann fummeln alle dran rum, dann ist das Lied schlecht und dann wird's aufgenommen.

    FRITZ: Wann geht's wieder auf Tournee?

    Paul: Im November, Dezember. Wir kommen auch nach Wien. Und München sollte auch dabei sein. Genaues weiß man nix.

    FRITZ: Wie schaut es bei euch mit Festivals aus?

    Paul: Nächstes Jahr sind wir dabei, wir wollen auf die großen. Und der Traum ist, dass man als Co-Headliner spielt, als Vorletzter. Und hinter einem spielen AC/DC oder so, wo man noch was lernen kann, weißte, das ist immer gut. Blöd sind die Festivals, wo wir selber Headliner sind. Headliner sein ist langweilig. Vorletzter sein fetzt irgendwie mehr.

    FRITZ: Wer sollte nach euch spielen?

    Paul: Es gibt viele gute Bands. Chili Peppers, Metallica, .. U2, hätt' ich gerne, die wären gut. Die hab ich noch nie gesehen, da könnte man sich die mal ankucken..

    FRITZ: Gibt es für euch Bands, von denen ihr was lernen wollt?

    Paul: Wir hatten noch nie Vorbilder. Wir haben zwar wenig Gemeinsamkeiten in der Band, aber eine Gemeinsamkeit ist, dass wir nie wie irgendjemand sein wollten. Wir wollten immer wie Rammstein sein. Lernen kann man eigentlich immer und von allem. Außer von Bands, von denen kann man nur lernen, was man nicht machen möchte.

    FRITZ: Gibt es da etwas, wo du denkst "Uah, so bitte nicht!"

    Paul: Viele Bands haben Sachen, wo man denkt "So bitte nicht", jede Band macht grottige Fehler. Auch wir.

    FRITZ: Zum Beispiel?

    Paul: So mache Fotosessions, wo man sich zu sehr angemalt hat und vielleicht noch mit silberner Schminke im Gesicht, wo man wie ein Vollidiot aussieht, da denkt man immer: "Oh Gott, was haben wir da bloß getan?"

    FRITZ: Wird so etwas weniger mit den Jahren?

    Paul: Ich glaube, vor Schwachsinn ist man nie gefeit. Es gibt immer Sachen, die sind peinlich, andere sind gut. Die Peinlichkeiten find' ich im Nachhinein alle lustig. Rammstein war ja schon immer so ein bisschen peinlich. Manchmal hat man's gemerkt, manchmal nicht. Und lustig waren wir auch schon immer. Manchmal freiwillig, manchmal nicht. (lacht)

    FRITZ: Wie seid ihr überhaupt entstanden?

    Paul: Uns gibt's schon zehn Jahre. Wir haben uns nach einem Flugzeugunglück benannt, in einem Ort, der Ramstein heißt. Und da wir aus'm Osten kommen, wussten wir nicht einmal, wie der geschrieben wird und haben uns mit zwei Ms geschrieben, aus Versehen. Wir haben im Nachhinein aber gedacht: "Es sieht eigentlich recht nett aus", und hebt sich auch ein bisschen von der Stadt ab.
    Gefunden haben wir uns, weil wir sechs Freunde sind. Sind jetzt ungefähr zehn Jahre zusammen und hatten dazwischen auch schon mal die Nase voll. Wenn man seinen Freund jeden Tag sieht, wird auch die beste Freundschaft auf die Probe gestellt. Das kennt jeder, wenn er Besuch hat, der nicht wieder gehen will. Aber auch das haben wir jetzt erstmal überstanden.
    Ich sehe die Leute von der Band mehr als meine Familie. So ein Urlaub reißt das dann auch nicht mehr raus. So ein Leben als Musiker schaut eigentlich auch sehr langweilig aus, wenn man es realistisch betrachtet. Entweder man fährt auf Konzerte oder man sitzt im Studio irgendwo, oder man dreht Videos, macht Fotoshootings oder gibt irgendwo Interviews. Klingt jetzt sehr romantisch. Aber von Wien hab ich heute nur einen Sonnenschirm gesehen und einen Ausschnitt vom Himmel. Der Plan ist eng gestrickt, man will soviel Städte wie möglich bereisen, um möglichst viele Journalisten zu erreichen. In einer Stunde geht's schon wieder weiter.

    FRITZ: Bleibt nicht mal Zeit für ein Eis?

    Paul: Nein, es bleibt nicht mal mehr Zeit für ein Eis. Das müssen wir dann machen, wenn wir hier Konzerte spielen. Im Konzertalltag hat man mehr Zeit.

    FRITZ: Dein Lieblingsessen?

    Paul: (große Augen, dick aufgeblasene Wangen) öööhm..
    Ich ess' gerne… wart mal, was würd' ich mitnehmen.. Knäckebrot! Borger Knäckebrot. Kennst du wahrscheinlich nicht. Ist aus dem Osten. Nach der Wende sind eigentlich alle Lebensmittelfirmen aus'm Osten eingegangen, nur drei haben überlebt. Das waren einmal die Eberswalder Würstchen, die ess' ick seah jerne, die sin och seah jut - Gott sei Dank, ham die überlebt. Un' Borger Knäckebrot, seit 1930 oder so, ewig! Dat ess' ick ejentlich am liebsten.. mit russischem Senf, der heißt.. Staliznaja, Hauptstadtsenf, der ist ganz scharf, mit Eberswalder Würstchen und Borger Knäckebrot.

    FRITZ: Kulinarisch also ganz dem Osten zugewandt!?

    Paul: Ahja, stimmt! An warmer Küche ess' ich eigentlich Kartoffeln sehr gern. Pellkartoffeln find ich gut, aber solche, die man mit Pelle essen kann. Frühkartoffeln.

    FRITZ: Was ist dein Lieblingsakkord?

    Paul: Lieblingsakkord??? Das ist ja ne gute Frage.. Lieblingsakkord… (dann kommt eine laaange Denkpause. Eine wirklich lange.) Das ist schwierig.. Ich kann keinen Lieblingsakkord. Mmmm..
    Also ich find' Moll erstmal besser als Dur. Moll mit ganz viel Energie. Also, traurig, moll. Wie ein verzerrtes Russenlied oder wie Muse. So dramatische Mollmusik, die wir auch manchmal schaffen, find ich gut.

    FRITZ: Was war denn der Traum, das Ziel, als ihr angefangen habt?

    Paul: Also ich hatte zwei Ziele. Da gab's so einen Club in Berlin, der hieß: "Huxley's" und da haben vielleicht 2000, 4000 Leute reingepasst. Und da mal spielen, das war mein größter Traum. Haben wir geschafft.
    Der zweite Traum war, einmal mit'm Gitarrenkoffer ins Flugzeug steigen und zum Konzert fliegen. Haben wir auch schon geschafft. Ich bin also durch.
    Das war schlimm, echt schlimm, als sich alle meine Träume erfüllt hatten, das ist erstmal fies. Das ist das Schlimmste, was dir passieren kann. Du hast erstmal einen Traum, dem eiferst du nach, da reißt du Bäume aus, um diesen Traum zu wahr zu machen. Jeder der einen Traum hat, schafft das ja auch irgendwann, wenn er das wirklich will. Und plötzlich hast du es geschafft, na dann ist erst mal die Arschkarte. (lacht) Weil dann sitzte da und denkst: "Was mach ich denn jetzt? Wo will ich denn jetzt hin?" Das hat ein paar Jahre gedauert, eh ich jetzt eine neue Zielrichtung gefunden habe.

    FRITZ: Wie schaut das neue Ziel aus?

    Paul: Jetzt sind die Träume gar nicht mehr im musikalischen Bereich, da hab ich mehr als genug geschafft. Mein Traum ist, das klingt ganz kitschig, mit meiner kleinen Tochter Schularbeiten zu machen, wenn die mal groß ist. In drei, vier, fünf Jahren.. Das würde ich mich freuen, wenn ich das schaffe.
    Es gibt im Leben ja zwei Grundrichtungen. Einmal der geschäftliche Teil, das Business, und einmal die private Welt. Es gibt viele Menschen, die im Business sind, und da ihre ganze Erfüllung finden. Und dann gibt's welche, die nur in der Familie ihre Erfüllung sehen. Und es gibt welche dazwischen. Und da gehören wir dazu. Ich habe für mich den besten Beruf der Welt. Ich kann genau das machen, was ich gut finde. Ich kann sabbeln, soviel ich will, und alle müssen zuhören, freuen sich sogar noch drüber - unglaublich!
    Und dann find ich jetzt Kinder gut - fand ich früher nicht so. Kinder sind so.. unverdorben. Es klingt so klischeehaft! Wenn ich in einem Interview lese: "Kinder sind so natürlich und naiv, da siehst du die Welt in ihren Augen.." und so was Blödes, da muss ich immer kotzen. Aber an Kindern ist wirklich noch so eine gewisse Unverdorbenheit des Lebens. So ganz kleine Kinder sind noch so unverdorben. Das hat was Lustiges, wenn sie Blödsinn machen, die probieren eben aus, was passiert, wenn man sich Kaffee über'n Kopf kippt oder so. Machen sie einfach und kucken dann. Find ich gut - das fehlt in unserer Welt so völlig!

    FRITZ: Machst du so was noch manchmal?

    Paul: Leute, die Musik machen, haben auch gewisse Probleme, älter zu werden. Meine Freundin sagt immer zu mir, mehr als 16 Jahre gibt sie meiner innerlichen Reife nicht. Was auch nicht unbedingt gut ist. Altern heißt ja nicht bekloppt, lascher oder langsamer werden, sondern auch reifer. Mein Wunsch ist, schon zu reifen, aber das Kindliche auch noch zu bewahren.. hm.. Quatsch, man kann's eh nicht ändern. Ich werd' eben vielleicht nie erwachsen, da kann ich jetzt auch nichts dafür. (lacht) Man muss sich damit abfinden. Fetzt auch, man ist, wie man ist, da kannst du dich auf den Kopf stellen. (lacht) Man muss bloß `ne Doofe finden, die es mit einem aushält und andersherum. Insofern hab' ich gerade richtig Glück. Lass mich mal kurz auf Holz klopfen. Es ist ein Traum!
    Klingt komisch, aber ich fahre wirklich gern nach Hause und freue mich richtig, meine Familie zu sehen. Ich habe ja noch einen Sohn, der ist jetzt vierzehn. Von ihm hab ich nicht viel gesehen, da war ich wohl auch noch nicht reif. Dafür will ich meine Tochter jetzt umso mehr sehen. So oft ich kann.

    FRITZ: Was sagt ihr dazu, dass man euch gerne auf die politisch-rechte Seite steckt?

    Paul: Ach, wer das gerne macht, der darf das auch. Das ist ja auch jedem seine Sache, wo er was zuhause hinstellen will. In welche Abteilung des Plattenregals wir hineinsortiert werden - da möchte ich den Leuten nicht reinreden. (lacht) Uns persönlich hat's am Anfang ganz schön hart getroffen, als wir damit noch nicht umzugehen wussten. Das war schon fies. Jetzt muss ich ein bisschen drüber kichern.



    ich finds recht interessant vorallem weil ich jetz weis wie alt sein sohn ist :lol: lg az



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