Der Weg in die Schatten

Sturmschreiterkriegshalle
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    Re: Der Weg in die Schatten

    Anonymous - 16.09.2005, 15:48

    Der Weg in die Schatten
    Das Mondlicht strahlte hell durch die Wälder Ashenvales, sein Licht streifte den Berg Hyal und badete ihn in einem weißem Glanz. Die Szenerie wirkte friedlich, wäre da nicht der zerstörte Stumpf des Weltenbaums Nordrassil. Die Tiere des Waldes und all seine anderen Lebewesen standen auf einer großen Lichtung und trauerten. Doch sie standen nicht alleine da. Zusammen mit ihnen drängten sich Menschen, Zwerge, Gnome, Tauren, Trolle und Orks da und schauten Fassungslos auf die Zerstörung die die Brennende Legion hinterlassen hatte und das Opfer was gebracht wurde um Archimonde zu vernichten. Dort wo einst der Brunnen der Ewigkeit stand und Alexstraza, der Aspekt des Lebens, die Drachenkönigin der Roten Drachen, einst eine verzauberte Eichel ablegte, woraus Nordrassil erwuchs, war nun nichts mehr. Nur ein Krater erinnerte an den Baum, der den Nachtelfen dank eines Zauber von Nozdormu, den Aspekt der Zeit und Drachenkönig der Bronzenden Drachen ihre Unsterblichkeit verlieh, sie vor Krankheiten und Seuchen schützte. Selbst die Verbindung zum Smaragdgrünen Traum, dem Reich von Yseria, dem Aspekt der Träume, der Königin der Grünen Drachen, war abgerissen und keine Selbstverständlichkeit mehr. Die Druiden spürten den Verlust und litten darunter. Die Anführer der Horde und der Allianz berieten sich in einem Zelt und versuchten nun darüber zu reden, wie sie Fortfuhren. Zwischen den Kämpfern rannten die Schwestern Elunes umher und baten bei Elune um Kraft um denen zu helfen, die Verletzt wurden. Auch die Menschenpriester und Priester der Trolle taten alles was möglich war, Schamanen der Tauren baten um Hilfe bei der Natur. Der Kampf hatte sie geeint und solange ihre Führer nichts anderes sagten, waren alle Feindschaften begraben. Unter den Priestern war auch eine recht junge (jung ist solange wie man unsterblich ist, ein bescheidenes Wort. Nicht anders lassen sich die über 200 Jahre sonst als jung darstellen) Nachtelfin namens Thaliris, ihre Haut war zart Rosa und eine Tätowierung in Form eines Schmetterlings prangte in ihrem Gesicht. Ihr langes Königblaues Haar war zu einem Zopf geflochten und hing nach vorne. Sie tat ihr bestes bei jedem verletzten den sie fand, egal welche Rasse er angehörte. An ihrer Seite war ihre leibliche Schwester Thaluna und wachte über sie, im Gegensatz zu Thaliris war ihre Haut fast Weiß, ihr Haar ebenfalls. Nur die Art wie sie es trug erinnerte an Thalris ihre Frisur. Thaluna trug die Kleidung der Schildwachen und drohte jedem mit dem Schwert der nicht bereitwillig Platz machte. Beide waren erschöpft, zwar hatten sie nicht direkt mitgekämpft, sondern hatten sich um die Verletzten gekümmert die zurückkamen. Beide wussten nicht mehr wie vielen sie schon geholfen hatten, aber es wahren mehrere hundert und Thaliris spürte wie sich ihre eigenen körperlichen Kräfte dem Ende neigten. Thaliris kniete sich gerade neben einer weiteren Person hin, als sie Thaluna's Hand auf der Schulter spürte.
    „Schwester...“, Thaluna stockte und zeigte nur noch auf den Gürtel der Person vor Thaliris. Jetzt erst schaute sich Thaliris die Person vor sich genauer an, sie erbleichte. Die Person vor ihr war Tot, doch das war nicht das Problem. Beide hatten in den letzten Tagen schon viele Leichen gesehen, aber mit der Leiche vor ihr verband beide etwas. Es war ein männlicher Nachtelf. Das Gesicht fast bis zur Unkenntlichkeit zerkratzt, Fleischbrocken waren aus dem Körper gerissen worden, Knochen lagen frei und doch war es nicht der Anblick der beide erstarren ließ...
    „Vater... nein. Es kann nicht sein. Oh Elune, warum tust du uns das an? Warum musste er sterben? Warum?“, Hilflosigkeit klang in der Stimme Thaliris mit und aus den Augen der beiden Schwestern ergossen sich Tränen. Plötzlich schauten beide sich um und fanden das was sie suchten , aber am liebsten nicht sehen wollten. Nicht weit weg lag eine weibliche Nachtelfe, genau wie Thaliris eine Priesterin Elunes und ihre Mutter. Auch sie war Tod! Über ihr kniete eine Menschenpriesterin und als sie den kopf hob und in die Augen der beiden sah.. wusste sie wer sie waren und mit einem kurzem, aber verständnisvollen Nicken, sprach sie ihnen ihr Beileid aus. Thaluna ging zu ihrer Mutter und zog sie vorsichtig sie zum verstorbenen Vater. Da knieten beide... die toten Körper der Eltern vor sich und niemand der sie sah, wagte es ihnen zu nahe zu kommen. Jeder hier verstand das sie Zeit brauchten und sie vermutlich gebrochen waren.
    Plötzlich ertönte eine leise Stimme aus dem Hintergrund und eine der hohen Priesterinen von Elune blickte auf sie herab.
    „Sie haben gekämpft und ihr Leben dabei gelassen, doch ihre Opfer waren nicht vergeblich. Thaliris, Thaluna sie haben nicht nur für alle anderen hier gekämpft, sondern auch für euch beide. Das ihr noch am Leben seit und ihr Werk in der Zukunft fortsetzten könnt, bedeutet ihnen alles. Eure Mutter, hat immer sehr lobend von euch beiden gesprochen und du Thaliris hast dich jederzeit als würdig bewiesen im Tempel. Du wirst ihr eine würdige Nachfolgerin sein wenn die Zeit reif ist und ihren Platz einnehmen an der Seite derjenigen die Elune besonders nahe sind. Auch du Thaluna hast mit deinem Schwert hart gekämpft und diejenigen verteidigt die sich nicht alleine verteidigen konnten. Das Opfer euer Eltern war nicht umsonst und mit euch beiden haben sie den Grundstein für eine bessere Zukunft gelegt...“
    Die Priesterin redete noch immer weiter, während Thaluna nickte, hatte Thaliris längst andere Gedanken im Kopf. Die Worte interessierten sie nicht! Wut, unendlich viel Wut baute sich in ihrem Herzen auf und die Schuld gab sie allen anderen Völkern. Hätten sie nur besser gekämpft, wären ihre Eltern noch am Leben. Oh ja, die anderen Völker, minderwertig Rassen und sie waren hier. Sie schrie im Gedanken das sie alle verschwinden und am besten auf der Stelle sterben sollten... „Elune das war Verrat... es war noch nicht ihre Zeit. Sie müssten noch Leben. Wenn ich mit der Kraft deines Lichtes es nicht schaffe ihnen zu helfen, was soll ich dann mit dieser Kraft?“, flüsterte sie. „Sie die Schatten kraftvoller? Ja bestimmt. Bestimmt hätte ich sie mit den Kräften die den Schatten beiwohnen helfen können.“

    Mit diesem negativen Gedankengut vergingen Wochen, Monate und Thaliris gb sich immer mehr den Schatten hin. Die anderen Priesterinen bemerkten dies und versuchten zu reden, doch vergeblich. Eines Tages, brach ein Zwergenkrieger vor ihren Füßen in Ashenvale zusammen. Doch sie weigerte sich ihm zu helfen, nur das einschreiten einer anderen Priesterin rettete dem Zwerg das Leben. Solche Vorfälle häuften sich, Thaliris Ruf litt unter der Sache. Selbst Thaluna wusste nicht wie sie mit ihrer Schwester umgehen sollte. Selbst die Hohepriesterin Tyrande schaffte es nicht zu ihr durchzudringen. Als der neue Tempel in Danassus eingeweiht wurde, verwies Tyrande Thaliris.
    „Lerne endlich wieder was Mitgefühl ist Thaliris Schattenblatt. Du darfst wenn du lernen willst zurückkommen, aber dein Zuhause ist nicht mehr hier. Du bist eine reisende Priesterin, deine Denkweise wird dich zerstören. Diene der Allianz und zeig uns das du würdig bist.“
    „Diesen niederen Kreaturen helfen? Ihr verlangt zuviel Hohepriesterin. Das kann ich nicht, sie sind Schuld am Tod meiner Eltern. Niemals werde ich ihnen verzeihen!“


    Kapitel 1:

    „Verflucht Schwester...“, rief die einzelne Stimme der Nachtelfe nach, die zwischen den Bäumen verschwand, im Schutze der Dunkelheit. Kein Blick zurück, nur nach vorne war die Aufmerksamkeit gerichtet. Blut lief den linken Arm herunter und drang in den zerfetzten Stoff der Robe ein. Erschöpfung machte sich in ihrem Körper breit und ein Schleier legte sich über die Wahrnehmung.
    „Ich muss weiter...“, keuchte Thaliris und machte Schritt um Schritt nach vorne. Sie war am Ende. Der Streit mit ihrer Schwester der in einem Kampf bis aufs Blut ausgefochten wurde, hatte sich ewig hingezogen. Beide hatten eingesteckt und gleichermaßen ausgeteilt und doch konnte keiner von ihnen die Oberhand gewinnen. Elune hatte während des Kampfes sogar ihre Bereitschaft verweigert ihr zu helfen, was Thaluna ausgenutzt hatte und ihr eine tiefe Schnittwunde am linken Arm verpasste.
    „Lass mich gehen Thaluna!“, schrie sie zurück. „Tyrande hat mich verbannt, also lass mich ziehen!“ Stille folgte und sie dachte sie hätte ihre Schwester abgehängt... als eine Antwort kam, die ebenfalls von Erschöpfung gekennzeichnet war.
    „Sie hat dich nicht verbannt... du hörst wie immer nur das was du hören willst. Du sollst lernen Mitgefühl zu zeigen, Elune wacht am Himmel über alle Völker und nicht nur über uns. Willst du denn das nicht verstehen?“, eine lange Pause lang geschah nichts und Thaliris suchte nach einem sicheren Versteck. „Thaliris... Mutter und Vater starben für eine gemeinsame Sache, die wir mit allen Völkern teilen. Den Willen zu überleben und ihr Tod hat geholfen dieses Ziel zu erreichen. Bitte Thaliris, lass mich dich begleiten.“
    Thaliris wollte gerade ihrer Schwester antworten... als ihr nächster Schritt ins Leere ging und sie in eine Grube fiel und bewusstlos in sich zusammen sank.
    Träume huschten durch ihren Kopf... die meisten zeigten die Gesichter der Toten vom Berg Hyal. Andere zeigten wie sich Jaina Proudmoure, Thrall, Cairn Bloodhof die Hände reichten und so einen Nichtangriffspakt beschlossen. Irgendwo im Hintergrund rief eine Stimme ihr immer und immer wieder zu... „Du bist groß mit Worten, aber schwach mit Taten. Du könntest niemals kaltblütig jemanden Schaden. Wach auf aus deinem Stolz und Hass und schau auf die Seite Elunes die von Licht gesegnet ist... Wende dich ab von ihrer Schattenseite. Sie der Wahrheit einmal im Leben ins Auge!“... dann wachte sie auf. Nur mühsam konnte Thaliris unter einem schmerzerfüllten aufstöhnen die Augen öffnen... die Sonne blendete sie und sie fühlte sich schwach. Das Blut an ihrem Arm war getrocknet, die zerrissene Robe hing herunter und war kaum noch im Stande ihre Haut zu bedecken. Ihr linkes Ohr zuckte als sie daran dachte das sie so jemand sehen konnte und ihr die Peinlichkeit des Moments bewusst wurde.
    „Ich muss hier raus...!“ Mit wackligen Beinen stand sie auf, jede Regung sorgte dafür das sich das Gesicht vor Schmerzen verzerrte. Sie schaute sich um, die Grube war nicht so tief... Wurzeln unterbrachen immer wieder die Wände und schienen halt genug zu bieten, um an ihnen raus zu klettern. Doch es dauerte eine Weile bevor sie wirklich oben ankam. Mehrmals rutschte sie ab und fiel auf den Boden zurück... „Verflucht... Elune was soll das. Ich hab nichts getan und du straffst mich damit hier?“, ihre Arme breiteten sich gestikulierend aus. Als sie es dann doch schaffte, stand bereits wieder der Mond am Himmel und sie spürte wie seine Kraft in ihr neue Lebensgeister beschwor. Sie sank auf ein Knie und sprach ein leises Gebet zu Elune...
    „Elune... ich diene dir im Licht und im Schatten, mögest du immer über mich wachen. Meine Macht ist deine eigene, ich nutze sie und schwör auf sie. Bewahrt vor Tod und Elend die, die in Not geraten sind und nicht mehr weiter wissen. Doch nun brauch ich dich selbst, deine Heilenden Energien sollen mich überfluten und mir neue Kraft schenken. Bitte Elune, hilf mir.“ In Thaliris Stimme klang Verzweiflung mit und eine einsame Träne geleitete über ihre Wange zu ihrem Kinn, bevor sie sich zu Boden stürzte. Als sie auf den Boden aufschlug, breitete sich gleißendes Licht aus und umhüllte Thaliris. Und genauso schnell wie das Licht gekommen war, war es auch wieder verschwunden. Mit ihm die Wunden an Thaliris Körper... sie drehte den kopf zu ihrem linken Arm und machte einen erstaunten Gesichtsausdruck. Da wo eigentlich nichts mehr von der Stichwunde zu sehen sein sollte, erstrecke sich eine deutlich sichtbare sechs Zentimeter lange Narbe. Sie blickte hoch zum Mond.
    „Das hab ich wohl verdient oder? Ich soll mich daran erinnern das du mir deine Hilfe verweigert hast, gut ich akzeptiere die Narbe als Zeichen meiner Schwäche von gestern Nacht.“ Hätte Elune etwas sagen können jetzt, hätte sie nur den Kopf geschüttelt über dieses Unverständnis. Denn Thaliris verstand das Zeichen vollkommen falsch. Die Tiere und Bäume hatten es aber verstanden und schüttelten ihre Häupter. Blätter und kleinere Äste fielen zu Boden und Tiere krächzten und jaulten.



    Re: Der Weg in die Schatten

    Moktur, der Strenge - 18.09.2005, 00:02


    *hat es sich ausgedruckt um es auf der arbeit zu lesen*



    Re: Der Weg in die Schatten

    Anonymous - 12.11.2005, 12:05


    Vier Jahre waren vergangen... Vier Jahre in denen Thaliris sich alleine durchgeschlagen hatte und immer stärker den Kriegerischen Pfad Elunes eingeschlagen hatte. Hass hatte sich in ihr breit gemacht, Wut auf alles und jeden. So mancher Ausländische Besucher aus dem Östlichen Königreich, stand plötzlich einem Wortgewitter aus Darnassichen Flüchen gegenüber, ohne sich etwas zu schulden zu kommen lassen. Er oder Sie war einfach da und damit schon ein Stück Dreck in ihren Augen. Gnade gegenüber von Feinden hatte sie vergessen. Mit kalter Präzision, erledigte sie Aufträge von diversen Personen die sich in den Dörfern und Städten breit gemacht hatten. Einige von Ihnen hatten edle Absichten, andere nur den eigenen Profit im Sinn. Thaliris war das alles Egal und solange Elune ihr Kraft gab, machte sie sich auch keine Gedanken. Teldrassil, Darkshore und Ashenvale waren riesige Gebiete... Wochen hatte sie gebraucht, um nur kleinere Aufträge zu erledigen, an den großen arbeitete sie nun schon seit Monaten. In den Augen vieler war sie eine dunkle, garstige Hexe. Kinder die sie beobachtet hatten, hatten sie nachgemacht und zum Teil verspottet. Es ging sogar so weit das Thaliris aus purer Wut die Kontrolle über sich verlor und nur knapp neben einem Kind einen Gedankenschlag in den Boden setzte. Das Kind war geschockt und Thaliris machte sich aus dem Staub. Sie lief und lief... irgendwann ging ihr die Luft aus und sie lehnte sich erschöpft gegen einen Baum.
    „Was habe ich getan?“, fragte sie sich und betrachtete ihre Hände.
    Die fragte stellte sie sich öfter, keine Woche verging in der sie diese Frage nicht stellte. Auch bemerkte sie den leeren Fleck in ihrem Herzen, den sie nicht einzuordnen vermochte. Es fehlte ihr etwas... aber was?

    ***

    „Darf ich euch aufhelfen?“, erklang eine tiefe Stimme und Thaliris die es sich unter einem großen Baum in Moonglade gemütlich gemacht hatte, schaute in die Augen eines Tauren, der das Wappen des Zirkel des Cenarius trug. Der Taure beeindruckte nicht nur wegen seiner Größe. Sein linkes Horn war abgebrochen, sein Fell weiß und er sprach perfekt Darnassisch.
    Sie erschrak und drückte sich enger gegen den Baum im Rücken, als eine weitere Stimme erklang.
    „Du bist eine Schande Thaliris Schattenblatt, eine Schande für deine Familie und für unser Volk.“ Die Stimme gehörte einem Druiden... einem sehr alten Druiden. Sein Rücken war gebeugt, sein Gang schleifend und das Haar war verschwunden. Thaliris öffnete den Mund und fing an, stotternd was zu sagen.
    „Espardan... Sturmkrähe!“
    „Ja das ist mein Name... und mein großer Freund hier ist Kelronor.“
    „Espardan... Ich...“ Weiter kam sie nicht.
    „Schweig dummes Gör. Du bist 222 Jahre... schöne Zahl, aber du benimmst dich wie eine 20 jährige Nachtelfe. die flügge wird.“ Er machte eine Pause. „Ich bin nicht dein Vater Elathión... auch nicht dein Großvater Thredoran... wobei ich meinem Bruder vermutlich ganz gut vertreten könnte.“ Espardan starrt sie mit kaltem Blick an. „Das Elune dir noch beisteht liegt einzig und alleine daran, das sie die Hoffnung nicht aufgegeben hat. Selbst Cenarion glaubt das aus dir noch was werden kann. Und verdammt... hör auf zu denken! Besser gesagt... wenn du schon deinen Verstand einsetzt, denk positiv. Ständig siehst du nur das negative, die möglichen Konsequenzen aus deinem Handeln und kneifst.“, klingt hart.
    Thaliris zuckte bei jedem Wort zusammen, sie saß eng zusammengekauert am Baum und glaubte in den Augen des Tauren Mitleid zu sehen.
    „Thaliris... such dir eine Gemeinschaft. Lerne was es heißt, für andere da zu sein und denke positiv. Thaliris... du hast die Kraft der Natur in dir... zwei Generationen von Druiden und Priestern und damit eine Verantwortung.“, die letzten Worte von ihm klangen sanft.

    ***

    Mit einem dumpfen Knall schlug der Stab von Thaliris auf den Kopf des Furbolgs und gab ihm den Rest. Der Schlag war zwar nur schwach gewesen, reichte jedoch das zu vollenden, was ein Gedankenschlag und der Zauberstab angefangen hatten. Doch mit dem Schlag gab er auch noch einmal einen lauten Schrei von sich und lockte einen anderen Furbolg an... der aus der Tür eines Baumstammhauses, sich auf sie stürzte. Thaliris keuchte, Schweiß lief ihr die Stirn herunter und ihre Beine wollten nachgeben. Der Furbolg holte mit seiner Faust aus und traf sie in der Magengegend und unterbrach ihren gerade begonnen Spruch. Ihr wurde schwarz vor Augen, noch einmal versuchte sie einen Gedankenschlag zu setzen und hatte Glück. Der Furbolg vernachlässigte seine Deckung und gab ihr genug Zeit. Sein Gesicht erstarrte und er schlug wild um sich vor Schmerzen. Seine ausgefahrenen Krallen durchschnitten den Stoff ihrer Robe und rissen fetzen aus ihr heraus, doch das hielt sie nicht davon ab einen neuen Gedankenschlag auf ihn zu werfen. Doch er schlug weiter aus, mit blinder Wut, einige der Schläge trafen Thaliris und schickten sie zu Boden. Als sie die Augen wieder öffnete, beugte dieser sich über sie... Sabber lief aus seinen gefletschten Zähnen herunter und tropfte auf ihre Robe. Angst durchströmte ihren Körper und sie zitterte. Ein Fehler... der Furbolg roch die Angst... sein Knurren wurde lauter. Ein Schrei... Thaliris war sich nicht sicher ob sie geschrieen hatte, sie wusste nur das jemand antwortete. Der Furbolg drehte sich der neuen Gefahr zu und lies sie auf dem Boden Ashenvales liegen. Thaliris musste hoffen das, wer immer auch half, gewann.
    Kampfgeschrei ertönte... das Brüllen eines Tieres legte sich über das des Furbolgs und schnelle summende Geräusche durchschnitten die Luft. Dann war es still und eine Hand streckte sich ihr entgegen, dann ein Gesicht. Das Gesicht gehörte eine Jägerin.,Nachtelfe wie sie und ihr Begleiter war eine Katze, eine verdammt große, schwarze Katze.
    „Ederna...“
    „Was?“, fragte Thaliris.
    „Ederna, das ist mein Name und wir beide sollten hier verschwinden. Bald kommt eine Patrouillen vorbei, ich bezweifle das du das in deinem geschwächten Zustand überleben würdest.“ Die junge Nachtelfe zog Thaliris hoch, ihre Katze, von der eindeutig das laute Brüllen kam, unterstützte sie dabei und legte sie sich über den Rücken. Die Katze schien keine Probleme zu haben sie zu tragen und ging im gemäßigten Schritt neben Ederna her.
    Es verging fast eine halbe Stunde, eine halbe Stunde in der Thaliris sich mit ihrer letzten Kraft am Hals der Katze, die sie inzwischen als schwarzen Panther identifizierte, festhielt. Als sie Astranaar erreichten, traten zwei Schildwachen vor und wollten Thaliris aufhelfen. Der Panther knurrte bedrohlich, erst als die Jägerin ihn beschwichtigte, lies er die beiden an sich heran und sie in ein Haus bringen.

    Mit einem Ruck saß sie im Bett aufrecht, die Augen aufgeschlagen und vollkommen Orientierungslos.
    „Endlich wach?“, erklang eine Stimme und nach einigen Sekunden konnte Thaliris sie der Jägerin zuordnen und versuchte etwas zu sagen. Doch der Hals war trocken und sie nickte daher nur. Natürlich war die Frage nur sporadisch, damit sie die Anwesenheit Ederna’s bemerkte und ihr ihre Aufmerksamkeit schenkte. Endlich hatte Thaliris die Zeit ihre Retterin aufmerksam zu betrachtet. Vor ihr saß auf einem Stuhl, eine Nachtelfe wie sie. Doch statt in einem Nachthemd bekleidet wie Thaliris, saß sie in einen dicken Lederwams da und mit dicken Ledergamaschen. Beides war in einem satten Grün gehalten. Eine Armbrust stand gegen die Wand gelehnt da, zusammen mit zwei stark Rotglühenden Äxten. Ihr Gesicht war ohne jede Tätowierungen, die Haare ungewöhnlich kurz geschnitten und hatten den gleichen Farbton wie der Wams..
    Ein Geräusch lies den Blick zur Tür schweifen, von beiden. Eine weitere Nachtelfe in einem silbernen Gewand erschien, in der Hand ein Krug mit Wasser, doch das war nicht das was Thaliris Blicke zu Stein erstarren ließen. Sie kannte die Nachtelfe, es war eine der Priesterinnen wie sie aus dem Tempel. Ihr Name war Anee’lara und auch sie schien zu wissen wer da im Bett lag. Infolge dessen war der Tonfall, den sie Thaliris entgegenbrachte, von einer Eiseskälte, die Ederna verwirrt schauen lies.
    „Thaliris Schattenblatt, trink das. Es ist Wasser mit einer Kräuterbeigabe, es hilft dir wieder zu Kräften zu kommen. Des weiteren sorgt es dafür, das wir dich schnell wieder los sind.“
    Thaliris nickte nur, die Leute überall waren nach einer gewissen Zeit froh sie los zu sein und so verwunderte sie es rein gar nicht, das es hier nicht anders war. „Zudem soll ich dir diesen Zettel geben, dort stehen die Namen einiger Gemeinschaften drauf. Besonders diese hier dürfte für dich interessant sein.“ Anee’lara zeigte auf einen Namen Kinder der Finsternis. Ihre Momentane Führerin ist Keala, eine Jägerin, ich hab ihr bereits eine Nachricht zukommen lassen und sie wird dich in zwei Tagen in Auberdene am Mondbrunnen treffen.“
    Die Priesterin wendete sich ab und lies beide alleine. Während Ederna noch immer versuchte zu verstehen was das war, saß Thaliris da und verarbeitete die Informationen. Sie hatte gar keine andere Wahl, als mit dieser Keala zu sprechen, keine!



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