Namen veröffentlichen????????????

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    Re: Namen veröffentlichen????????????

    samiras - 29.07.2005, 01:38

    Namen veröffentlichen????????????
    Internet als moderner Pranger?
    Florian Rötzer 14.11.2002

    Vor dem Obersten Gericht der USA wird die Rechtmäßigkeit der Veröffentlichung persönlicher Informationen von Sexualstraftätern verhandelt
    In den USA ist es in vielen Staaten üblich, den Namen, die Adresse, die Rassenzugehörigkeit, ein Foto und Straftat von Menschen, die wegen Sexualstraftaten verurteilt und aus der Haft entlassen wurden, im Internet bei Gewaltstraftaten lebenslang, bei anderen bis zu zehn Jahren zu veröffentlichen (Sex Offender Registries). Vor dem Obersten Gerichtshof findet nun ein Prozess darüber statt, ob dieses sogenannte Megan's Law, das in allen Bundesstaaten auf die oder andere Weise praktiziert wird, auf eine Weise stigmatisiert, die gegen die Verfassung verstößt. Präsident Bush steht hinter der Beibehaltung der Veröffentlichung und hat Generalstaatsanwalt Theodore Olson an das Oberste Gericht geschickt, um die Haltung der Regierung zu vertreten.


    Anlass für den Megan's Law war die Vergewaltigung und Ermordung der siebenjährigen Megan Kanka im Jahr 1994. Er führte zur Forderung, dass die Kommunen über die Anwesenheit von Sexualstraftätern informiert werden müssen. Seit 1994 müssen nach dem Jacob Wetterling Gesetz die Staaten alle Menschen registrieren, die Sexualstraftaten gegenüber Kindern begangen haben, weil sie, so die Begründung, weiterhin eine Gefahr darstellen können und die Weitergabe bestimmter Informationen an Behörden und die Öffentlichkeit einen besseren Schutz gewährleisten. Sexualstraftäter müssen sich regelmäßig melden. Über Namen, Wohnort, körperliche Beschreibung, Bild und Alter hinaus werden von entlassenen Sexualstraftäter auch Angaben über die Beschäftigung und den Arbeitgeber festgehalten sowie Fingerabdrücke oder meist auch DNA-Proben gespeichert.

    Seit 1996 ist Megan's Law in Kraft getreten, der den Staaten die Festlegung von Kriterien ermöglicht, welche Informationen über Sexualstraftäter öffentlich zugänglich gemacht werden. Manche Staaten wie Kalifornien oder Nevada machen die Informationen nicht über das Internet zugänglich, sondern man muss dazu in eine Behörde gehen, um in das Verzeichnis Einsicht nehmen zu können, kann dort anrufen oder eine CD-ROM erwerben. Die Informationen können aber etwa an Schulen oder Kindertagesstätten weitergegeben werden. In manchen Staaten werden Informationen nur an diejenigen weiter gegeben, die in einem bestimmten Bezirk wohnen.

    Vor dem Obersten Gericht werden zwei Fälle aus Alaska und aus Connecticut verhandelt, bei denen niedrigere Gerichte das jeweils im Bundesstaat gültige Gesetz als verfassungswidrig bezeichnet haben. Dagegen hat jeweils die US-Regierung Einspruch erhoben. Generalstaatsanwalt Olson begründet dies so, dass Sexualstraftäter kein von der Verfassung geschütztes Recht genießen, dass diese Informationen nicht veröffentlicht werden. Die unterschiedlichen Versionen des Megan's Law würden es der Öffentlichkeit überdies nur erleichtern, Zugang zu Informationen zu erhalten, die sowieso von staatlichen Stellen erfasst werden und daher auch den Bürgern zugänglich seien.

    Für Richterin Ginsburg ist die Veröffentlichung von persönlichen Informationen und Fotos von Sexualstraftätern im Internet gleichbedeutend mit der früheren Praxis, Täter am Pranger auf dem Hauptplatz der Demütigung auszusetzen. Die Verhandlung drehte sich vorwiegend darum, ob die Aufnahme in eine Liste den Hinweis auf eine aktuelle Bedrohung nahe legt und ob es sich um eine zusätzliche Strafe handelt, wenn deswegen Schwierigkeiten bei der Arbeits- oder Wohnungssuche entstehen.

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    Für die Verteidigung handelt es sich um eine vom Staat betriebene Stigmatisierung. Generalstaatsanwalt will darin kein Problem sehen, schließlich gehe der Schutz der Öffentlichkeit vor, zumal es sich bei Sexualstraftätern um "eine besonders gefährliche Klasse von verurteilten Straftätern" handle. Eltern wollen und dürften wissen, wenn ein Sexualstraftäter in ihre Nähe zieht. Richter Anthony Kennedy, für den dies eine öffentliche Demütigung darstellt, fragte, ob denn Straftäter auch dazu gezwungen werden könnten, dass die Nummerschilder ihrer Fahrzeuge darauf hinweisen, worauf der Generalstaatsanwalt antwortete: "Nein, eine solche Kennzeichnung auf dem Nummernschild oder auf der Stirn würde stets mit sich geführt werden, wohin man auch immer geht, und es erfordern, dass man selbst diesen Hinweis mit sich führt, anstatt dass die Regierung dies macht." Überdies sei die einzige Demütigung bei der Aufnahme in die Liste, dass jemand eine solche Straftat begangen habe.

    Also,da kann ich mich nur anschliessen,ich finde es gut,die Namen der Täter öffentlich zumachen!

    L.G
    Samiras



    Re: Namen veröffentlichen????????????

    Innocence - 30.07.2005, 11:16

    Wer hilft uns denn sonst?
    Ich bin dafür, dass man die Namen veröffentlicht! Und nicht nur,weil ich ein Betroffene bin, sondern weil ich finde, dass man alles dafür tun sollte,andere Frauen/Männer davor zu schützen. Natürlich bringt es Schwierigkeiten für die Täter mit sich. Natürlich haben sie mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Natürlich werden sie so größere Schwierigkeiten haben,eine Wohnung oder Arbeitsstelle zu finden und (gerade in Vororten oder kleineren Dörfern) sich in die Gemeinschaft integrieren zu können...aber das hätten sie sich vorher überlegen sollen! Ich meine,es gibt durchaus Täter, die sich ändern, die so etwas nie wieder tun. Oder solche,bei denen das wirklich nur ein "Ausrutscher" (sorry,ich weiß grade kein besseres Wort) war. Die das in dem Moment einfach nicht als vergewaltigung sehen,sondern erst im Nachhinein begreifen,was sie getan haben. Aber ich schätze mal,das sind die Ausnahmen und wir als Opfer müssen auch unser Leben lang diese Erlebnisse mit uns rumschleppen. Wir müssen auch das Beste draus machen.
    Sexualstraftäter müssten eigentlich noch härter oder zumindest genauso hart bestraft werden wie Mörder. Ich finde,ein Mörder ist noch "netter" zu seinem Opfer - es muss schließlich nicht den Rest seines Lebens mit dieser Tat leben! Während ein Sexualstraftäter seinem opfer das Schlimmste antut,was man einem Menschen antun kann und es dann auch noch weiterleben lässt...
    Wie gesagt,manchen Täter verbaut das vielleicht den Weg,in ein normales,besseres Leben. Aber andererseit,die,die sich wirklich ändern wollen, schaffen das auch mit dieser Liste!

    LG Alex



    Re: Namen veröffentlichen????????????

    samiras - 31.07.2005, 13:11


    Hallo Alex!
    Hmmmmmmm,bin etwas entsetzt,über das was du hier geschrieben hast,also ich sehe eine Vergewaltigung nicht als ausrutscher an,und ob ein Täter danach Probleme hat,oder nicht,ist mir erlich gesagt "scheiß egal"glaubst du vielleicht,das auch nur einer von denen sich gefragt hat,wie sich die Frauen bei einer Vergewaltigung fühlen?Bestimmt nicht,sonst wären Frauen nie vergewaltigt worden!
    Und die,die es danach niewieder tun,tun es bestimmt niewieder,weil dennen die Frauen leid tun,sondern weil es die Justiz gibt!!!!!!!
    Wenn es nach mir gehen würde,dann würde jede Sexuellestraftat,mit Kastration bestraft werden.
    Ich halte nichts von Tätern,die danach sagen ,es tut mir leid,das hätten sie sich früher überlegen sollen.Wieviele leben haben sie damit kaputt gemacht?Wenn du mich fragst,zuviele!Ich kenne Mädels,die versucht haben sich nach einer Vergewaltigung umzubringen,weil sie einfach nicht mehr mit dem was passiert ist klargekommen sind!Soviel Leid,soviel Schmerz,soviel Angst.....................................und warum?Weil diese Täter ihre Macht ausgespielt haben!Oh nein,von mir können die kein Mitleid erwarten!Niemals!!!!!!Ich heb mir mein Mitleid,für die Opfer auf!
    L.G
    Samiras



    Re: Namen veröffentlichen????????????

    Innocence - 01.08.2005, 10:07

    Falsch verstanden
    Um Gottes Willen! So hab ich das doch gar nicht gemeint!!! Ich hab bestimmt kein Mitleidd mit denen! Und ich hab ja auch geschrieben,dass ich kein besseres Wort als ausrutscher finde....Ich meinte das mehr so - dass sie nicht merken,was sie da tun. Dass sie das nicht als Vergewaltigung sehen - in dem Moment. Aus welchen Gründen auch immer...
    Aber trotzdem macht es das für das Opfer nicht leichter. Ich weiß selbst sehr gut,wie kaputt das Leben danach ist...



    Re: Namen veröffentlichen????????????

    samiras - 01.08.2005, 16:44


    Eben,und deswegen können die von mir aus alle Tod umfallen,mir egal!

    L.G
    Samiras



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