Am leben: ja

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    Re: Am leben: ja

    Cassandra - 21.12.2005, 23:43

    Am leben: ja
    Das einzige was ich seit einem Jahr und vier monaten sagen kann ist, das ich noch lebe. Aber das war es dann auch schon. Ich habe mich schuldig gefühlt immerhin habe ich ihn in meiner Wohnung gelassen, habe ihm was zu trinken angeboten und mich über ein bescheuertes Kompliment/Feststellung bedankt. Vielleicht hat ihn ja das ermutigt, dachte ich. Ich kam mir wie ein Außenseiter vor. Plötzlich war ich nur noch das Vergewaltigungsopfer. Alle anderen haben etwas das ich nicht mehr habe, Unbeschwertheit, Vertrauen. Und das macht mich wütend. Weil ich bis zu diesem Tag ein lebensfroher, Mensch war, der gerne unter anderen Leuten gewesen ist. Einfach weil ich mochte mit ihnen zu reden, ihnen zuzuhören. Heute bin ich zwar auch noch unter Menschen, aber mehr gezwungener Maßen, ich arbeite als Krankenschwester und habe dadurch mit vielen Menschen zutun. Ich mag meinen Beruf aber heute setzte ich mich nicht mehr zu den leuten hin, einfach um mit ihnen zu reden. Ich arbeite meine acht stunden und gehe nachhause. In meiner neuen Wohnung, weil ich in der alten nicht mehr leben konnte. Obwohl ich jede Stelle die er angefasst hat oder angefasst haben konnte, sowie die Stelle wo er mich vergewaltigt hat mehr als ordentlich abgeschrubbt habe. Meine Freunde helfen mir. Die meisten kenne ich seit Kindertagen und meine Familie ist auch für da. Sie haben mich nicht gezwungen/bedrängt es ihnen zu erzählen, was er gemacht hat. Meiner Schwester und meiner besten Freundin habe ich es ganz genau erzählt. Na ja, und der Polizei und dem Richter u. Staatsanwalt zwar ungern, aber dennoch.
    Ich bin froh das ich ihn angezeigt habe auch wenn es sich vielleicht nicht gelohnt hat (ein Jahr). Und auch wenn die Fragen nicht angenehm waren, und auch die Untersuchung nicht. Aber er wird nie wieder mit mir in diesem Krankenhaus arbeiten. Und er hat schlechte Karten das er jemals wieder als Arzt genommen wird, wenn er entlassen wird.

    Und ich versuche so gut es geht weiterzuleben.
    Cass



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