Sudan

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    Re: Sudan

    Markus Giersch - 01.12.2007, 00:04

    Sudan
    NETZZEITUNG.de hat folgendes geschrieben: Nach Urteil in Teddy-Affäre:
    Demonstranten fordern Tod britischer Lehrerin
    30. Nov 15:20, ergänzt 21:06

    Nach dem Teddy-Urteil im Sudan sind Tausende bewaffnete Demonstranten durch die Straßen von Khartum gezogen. Die britische Lehrerin rief aus dem Gefängnis zu Toleranz gegenüber Muslimen auf.

    In der sudanesischen Hauptstadt Khartum haben am Freitag tausende Demonstranten die Hinrichtung einer britischen Lehrerin gefordert. Die Demonstranten versammelten sich vor dem Präsidentenpalast und riefen «Schande über Großbritannien» und «Keine Toleranz: Hinrichtung». Ein Gericht hatte Gillian Gibbons am Donnerstag zu 15 Tagen Haft verurteilt, weil in ihrem Unterricht ein Teddybär nach dem Propheten Mohammed benannt worden war. Sie soll nach Verbüßung der Strafe abgeschoben werden.

    Als Reaktion auf die Proteste wurde Gibbons aus dem Frauengefängnis an einen nicht bekannten Ort verlegt. Ihr Anwalt Kamal al Gisuli sagte nach einem Besuch bei ihr, seine Mandantin sei bei guter Gesundheit. Die Regierung wolle offenbar, dass die Haftstrafe reibungslos ablaufe, um die ausländischen Beziehungen nicht zu gefährden.

    Gibbons hat indes aus dem Gefängnis heraus zu Toleranz gegenüber Muslimen aufgerufen. Das teilte ihr Sohn John Gibbons mit, der am Freitag mit seiner 54-jährigen Mutter telefonieren konnte. Sie wolle keinen Groll gegen muslimische Menschen, habe sie gesagt. «Sie hält ganz gut durch», sagte der Sohn der Nachrichtenagentur AP in Liverpool.
    Mehr in der Netzeitung:
    # Teddy-Urteil im Sudan wie Karikaturenstreit 29. Nov 21:07
    # Lehrerin wird wegen Teddyaffäre angeklagt 28. Nov 20:51
    Einige der Demonstranten trugen Schlagstöcke, Messer und Äxte bei sich, allerdings keine automatischen Waffen - ein Hinweis darauf, dass die Demonstration nicht von der Regierung organisiert wurde. Sie verbrannten Bilder der Lehrerin und zogen auch vor die zwei Kilometer entfernte Schule, in der sie unterrichtet hatte. Bei dem Versuch, vor der britischen Botschaft zu protestieren, wurden sie von Sicherheitskräften gestoppt. Die Kundgebung endete nach rund einer Stunde.

    Während der Freitagsgebete hatte der Geistliche in der größten Moschee der Stadt die Lehrerin scharf verurteilt. «Diese Dame zu inhaftieren stillt nicht den Durst der Muslime im Sudan», sagte der bekannte Hardliner. «Aber wir begrüßen die Inhaftierung und Ausweisung.» Gibbons sei eine arrogante Frau, die Hass auf den Propheten Mohammed gelehrt habe. Der Geistliche rief aber nicht Protesten auf.

    Diplomatischer Balanceakt

    Der britische Premierminister nahm derweil erneut Kontakt zur Familie der Inhaftierten auf. «Wir tun alles, was wir können, um sie freizubekommen», versicherte eine Regierungssprecherin am Freitag. Es gebe intensive Bemühungen, allerdings könne sie keine Details nennen, zitierte der Sender BBC.

    Die Verurteilung der Lehrerin galt als ein Versuch der Regierung in Khartum, die Fundamentalisten des Landes zufriedenzustellen, dabei aber gleichzeitig den Ärger London abzuwenden. Gibbons hätte dem Gesetz zufolge mit bis zu 40 Peitschenhieben und sechs Monaten Gefängnis bestraft werden können. Großbritannien bemühte sich unterdessen auf diplomatischem Weg um eine Lösung der Krise.

    Außenminister David Miliband hatte bereits am Donnerstagabend den sudanesischen Botschafter einbestellt und ihn darüber informiert, dass London enttäuscht sei von dem Urteil gegen Gibbons. Die britischen Muslime kritisierten das Vorgehen gegen die Lehrerin. Der Generalsekretär des Muslimischen Rates in Großbritannien, Muhammad Abdul Bari, warf den sudanesischen Behörden eine Überreaktion vor. Lord Ahmed, ein muslimisches Mitglied des Oberhauses, will nach Khartum reisen, um Gibbons' Freilassung zu erreichen. Das Außenministerium sagte, es handele sich um eine private Initiative. (nz/AP/dpa)

    Quelle: http://www.netzeitung.de/ausland/829470.html


    Komentar : :angryfire:



    Re: Sudan

    Markus Giersch - 06.12.2007, 19:02


    was die frau durchgemacht hat will ich gar nicht wissen...
    zwischendurch hat ja irgendein imam die todesstrafe gefordert...

    Welt.de hat folgendes geschrieben: Britische Lehrerin ist nach Haft im Sudan wieder in der Heimat
    London - Nach einer Woche Haft im Sudan wegen der "Teddy-Affäre" ist die britische Lehrerin Gillian Gibbons unter starker Beachtung der Medien in ihre Heimat zurückgekehrt. "Ich hätte niemals gedacht, dass so etwas geschehen würde", sagte die 54-Jährige aus Liverpool am Flughafen London-Heathrow. "Ich bin doch nur eine einfache Grundschullehrerin, die ein wenig Abenteuer gesucht und dann mehr Abenteuer bekommen hat, als sie wollte." Gibbons war am vergangenen Donnerstag von einem Gericht in Khartum wegen Beleidigung des Islam zu 15 Tagen Haft verurteilt worden. Sie hatte ihren siebenjährigen Schülern einer christlichen Privatschule in der sudanesischen Hauptstadt erlaubt, einem Teddybären den Namen des islamischen Propheten Mohammed zu geben. Neben der Haftstrafe hatte das Gericht ihre Ausweisung aus dem Sudan verfügt. Auf Bitten muslimischer Mitglieder des britischen Oberhauses - Lord Nazir Ahmed von der Labour-Partei und Baronin Sayeeda Warsi von den Konservativen - war sie von Präsident Omar al-Baschir begnadigt worden.
    Die Festnahme und das Urteil seien für sie "ein totaler Schock" gewesen, berichtete Gibbons. Sie wirkte gesund und munter, als ihre Tochter Jessica und ihr Sohn John sie kurz nach der Landung in die Arme schlossen. "Es war eine Qual, aber ich wurde im Gefängnis stets gut behandelt, und jeder war sehr nett zu mir." Sie bedauere sehr, dass sie wegen eines traurigen Missverständnisses nun ihre Schüler in Khartum nicht mehr unterrichten dürfe. "Ich bin sehr betrübt darüber, dass ich den Sudan verlassen musste. Ich hatte dort eine wunderbare Zeit." Die Menschen im flächenmäßig größten Land Afrikas seien, abgesehen von ihrer Festnahme, "außerordentlich freundlich und großzügig" gewesen. "Ich bin bestürzt bei dem Gedanken, dass ich jemanden beleidigt haben könnte", fügte sie hinzu. Nach dem Urteil zu 15 Tagen Haft hatten Hunderte von radikalen Demonstranten in der sudanesischen Hauptstadt Khartum die Hinrichtung der Britin gefordert. dpa

    Quelle= Welt.de



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