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Re: Woher die Kohle?? Unterstützung & Förderungen..
Captain - 31.01.2005, 12:49Woher die Kohle?? Unterstützung & Förderungen..
Die Frage, wie man einen Austausch oder eine Begegnung finanziert
beziehungsweise für die potenziellen Teilnehmer und Teilnehmerinnen
finanzierbar macht, stellt sich fast immer.
Und noch etwas vorweg: Fast immer ist mit der Beschaffung von Mitteln
ein erheblicher Zeitaufwand und eine Menge Papierkram verbunden –
davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen. Wichtig ist unter
Umständen auch, dass man herausfindet, was im Moment gerade als
besonders förderungswürdig gilt und welche Töpfe nicht ausgeschöpft
werden. Also, Ohren offen halten!
ÖFFENTLICH:
Als Faustregel gilt: Träger, die ausschließlich örtlich oder regional aktiv
sind, wenden sich an die für internationale Jugendarbeit zuständige
Fachstelle ihrer Kommune (zum Beispiel Kreis- oder Stadtjugendämter),
überregional agierende an das jeweilige Landesjugendamt ihres
Bundeslands und bundesweite Organisationen und Verbände an das
Bundesjugendministerium (Kinder- und Jugendplan des Bundes). Des
Öfteren lohnen sich auch Anfragen bei mehreren Stellen. Auf jeden Fall
gibt es immer Unterlagen und Beratung von den zuständigen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu allen Fragen und Möglichkeiten, die
mit Finanzierung zu tun haben.
· Europa: Alles zum EU-Programm JUGEND, zu den
Angeboten des Europarats, den Jugendwerken und Koordinierungsstellen, etc.
· Bund: Was ist der Kinder- und Jugendplan, was tut
das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, was
macht das Auswärtige Amt?
· Länder: Was wird in Bayern besonders gefördert?
Wende ich mich in Sachsen ans Landesjugendamt oder ans Ministerium?
Wer ist in Berlin für mich zuständig?
· Kommunen: Kann man auch einen Finanzspritze
von der Stadt erhalten? Welche Bedingungen gelten in diesem Fall?
Was muss ich beachten
EIGENE HAND:
Fundraising bedeutet in den angelsächsischen Ländern:
Geldbeschaffung und dort bietet das System erheblich weniger öffentliche
Gelder, sodass Zuschüsse selbst verdient werden müssen. Flohmärkte,
Feste, Sportveranstaltungen ... all dies ist dort gang und gäbe.
Auch in Deutschland gewinnt das Fundraising zunehmend an Popularität.
Der Fantasie für attraktive Angebote, die zu Verkaufbarem oder zur
Spendentätigkeit führen, sind hier keine Grenzen gesetzt. Die optimale
Verknüpfung besteht wohl darin, eigene Finanzierungen mit
Gruppenaktionen zu koppeln, die zudem die innere Zusammengehörigkeit
festigen. Wenn es dann noch gelingt, das benötigte Geld für seine
Fahrten selbst zu verdienen, ist das die Krönung.
Ein Beispiel
Die Evangelische Jugend in Leverkusen-Schlebusch erwirtschaftet
seit Jahren das gesamte Programmgeld - unter anderem für
Austauschprogramme mit Partnern in Ungarn - über den Vertrieb von
eigenem Apfelsaft. Im Spätsommer geht es in Scharen über die
Obstwiesen zum Pflücken. Das Auspressen der Äpfel und das Abfüllen in
Flaschen mit eigenem (!) Etikett übernehmen Gemeindemitglieder -
und die Jugendlichen verkaufen den Saft dann auf Wochenmärkten,
Weihnachtsbasaren und so weiter. Es kamen immer viele Tausend Euro
zusammen, jetzt sind Euro daraus geworden.
Evangelische Jugend Leverkusen-Schlebusch
Stefan Lilienthal
Tel.: 0214 501687, Fax: 0214 8551010
Tipp
Die IJAB/Transfer-Trainingsseminare haben das Thema Pfiffige
PR-Ideen integriert. Über einen geförderten Referentenpool können
sich Organisationen und Projektgruppen zu diesem Thema auch vor
Ort beraten lassen.
transfer e.V.
Grethenstr. 30, 50739 Köln
Tel.: 0221 9592190, Fax: 0221 9592193
E-Mail: service@transfer-ev.de,
Internet: http://www.transfer-ev.de
Hilfreiche Tipps und Anregungen zum Fundraising gibt das Handbuch
Fundraising. Hier werden Möglichkeiten, Voraussetzungen und
Instrumente des Fundraisings in Deutschland ausführlich beleuchtet.
Fundraising. Handbuch für Grundlagen, Strategien und Instrumente
Stefanie Schwethen. Wiesbaden 2001, ISBN 3409116729, Preis: € 114,00
Außerdem existiert unter der Adresse http://www.fundraising.de eine
Fundraising-Plattform im Internet, die diverse attraktive Serviceleistungen
bietet. Man kann einen monatlich herausgegebenen Newsletter mit
aktuellen Informationen zum Fundraising abonnieren und an einem
Forum teilnehmen, das Erfahrungsaustausch zum Thema ermöglicht.
Eine Datenbank erlaubt die Suche nach potentiellen Sponsoren.
Darüber hinaus gibt es Hinweise zu themenrelevanten Büchern,
Artikeln, Seminaren und Fortbildungen und eine Liste mit hilfreichen Links.
STIFTUNGEN & SPONSOREN
Obwohl es für deutsche Träger im Vergleich zu anderen Ländern immer
noch eine gute Förderlage gibt, nehmen die öffentlichen Gelder für die
internationale Jugendarbeit auch hierzulande ab. Gelder können
beziehungsweise müssen daher zunehmend aus anderen Quellen
besorgt werden.
Um herauszufinden, welche Stiftungen für Jugend- beziehungsweise
interkulturelle Projekte in Frage kommen, muss man gesondert
recherchieren. Auch dafür gibt es mittlerweile eigene Datenbanken,
die allen zur Verfügung stehen.
Im Index Deutscher Stiftungen (http://www.stiftungsindex.de)
werden über 664 Links zu stiftungseigenen beziehungsweise -bezogenen
Websites in Deutschland angeboten. Diese Informationen gehen über
eine reine Vermittlung von Stiftungsanschriften weit hinaus.
Damit steht im Internet die derzeit umfangreichste Navigationshilfe
zum Stiftungswesen zur Verfügung, die regelmäßig erweitert wird.
Mittels einer Recherchehilfe und entsprechender Suchbegriffe kann
nach jugendrelevanten Stiftungen gesucht werden.
Die Einarbeitung in das Stiftungswissen lohnt sich, da man – ähnlich
wie bei Ämtern und Behörden – Anträge stellen kann, bei deren
Bewilligung sich mit dem Zuschuss inhaltlich unabhängig agieren lässt.
Besonders größere Organisationen stellen zunehmend (mindestens einen)
Mitarbeiter nur für diesen Bereich ab.
Es gibt zudem bereits eine Reihe von großen nationalen Stiftungen,
zum Beispiel die Deutsche Stiftung Jugendmarke
(http://www.jugendmarke.de), die Körber-Stiftung
(http://www.stiftung.koerber.de) oder die Robert-Bosch-Stiftung
(http://www.bosch-stiftung.de), die immer wieder internationale Jugendprojekte fördern.
Mehr Informationen zu Stiftungen, die besonders im Bereich der
internationalen Jugendarbeit fördernd tätig sind, unter Organisationen
> Förderung internationaler Maßnahmen.
Europäische Jugendstiftung
Ein weitere wichtige Stiftung ist die Europäische Jugendstiftung
(European Youth Foundation, EYF), die 1972 vom Europarat gegründet
wurde, um internationale Jugendaktivitäten von nationalen und
internationalen Jugendorganisationen finanziell zu unterstützen.
Diese Aktivitäten sollen dazu beitragen, den Frieden, das gegenseitige
Verstehen und die Kooperation zwischen den Menschen in Europa und
der Welt zu fördern.
Projekte, die eine Förderung der EYF in Anspruch nehmen möchten,
müssen von einer nationalen oder einer internationalen nichtstaatlichen
Jugendorganisation in Kooperation mit mindestens drei anderen
nationalen Organisationen aus verschiedenen Ländern eingereicht,
vorbereitet und organisiert werden.
Gefördert werden:
internationale Treffen (Seminare, Camps, Festivals etc.),
Dokumentations- und Informationsmaterial zu Jugendthemen,
administrative Kosten internationaler, nichtstaatlicher
Jugendorganisationen, Pilotprojekte.
Bei den internationalen Treffen müssen mindestens 75% der Teilnehmer
unter 30 Jahren sein. Anträge aus den anderen Kategorien werden mit
maximal 75% der Kosten unterstützt. Antragsfristen sind Anfang April für
Projekte, die in der ersten Hälfte des nächsten Jahres stattfinden und der
Anfang Oktober für Projekte, die in der zweiten Hälfte des nächsten
Jahres stattfinden. Die Antragsfristen für einen Zuschuss zu den
administrativen Kosten sind Anfang April oder Anfang Oktober.
Genaue Antragstermine über die Website.
European Youth Foundation
Directorate of Youth and Sport, European Youth Centre Strasbourg
30, rue Pierre de Coubertin, 67000 STRASBOURG
FRANKREICH
Tel.: +33 3 88412019, Fax: +33 3 90214964
E-Mail: eyf@coe.int, Internet: http://www.coe.int/youth
(> Youth > Financial support and study sessions)
SPONSOREN:
Beim Sponsoring gibt es das Geld nur für eine Gegenleistung, die mit
dem Förderer vertraglich vereinbart wird. Da die Partner in der Regel
Wirtschaftsunternehmen sind, ergeben sich automatisch auch ethische
Fragestellungen (Passt der Förderer zu unserem Träger und zu unserem
Vorhaben?). Außerdem kann es steuerlich problematisch werden, weil
Sponsoring von den Finanzämtern in der Regel als Geschäft - und damit
nicht als gemeinnützige Tätigkeit - veranschlagt wird. Die erwähnten
Gegenleistungen umfassen meist Aktionen der gemeinsamen
Öffentlichkeitsarbeit (Präsentationen, Kampagnen, Werbeaufdrucke, etc.).
Sponsoring als Finanzquelle für den internationalen Jugendaustausch
kann die traditionellen Förderinstrumente wahrscheinlich (noch) nicht
ersetzen, ist aber als zusätzliche Geldquelle eine beachtenswerte
Möglichkeit.
Ein Beispiel
Die Eurocamps für Kids im Kinder- und Jugenderholungszentrum
Güntersberge (Harz) vereinen seit einigen Jahren Kinder aus vielen
Nationen unterhalb von 14 Jahren, die nach den bestehenden Vorgaben
nicht förderfähig sind. Nicht zuletzt durch eine effektive Zusammenarbeit
des Trägers mit Sponsoren ist es möglich, diese Großveranstaltung stets
gut ausgestattet durchzuführen. Dabei spielen auch Sachspenden von
Wirtschaftsunternehmen eine beachtliche Rolle. Informationen zu den
Eurocamps für Kids:
KIEZ Güntersberge
Stolberger Weg, 06507 Güntersberge
Tel.: 039488 76 22, Fax: 039488 274
E-Mail: webmaster@eurocampkids.com,
Internet: http://www.kiez-harz.de/
Literatur
Hilfreiche Informationen und Tipps zum Sponsoring allgemein gibt
die Handreichung "Sponsoring auf einen Blick" von mekonet,
dem Medienkompetenz-Netzwerk NRW. -
Download auf der Homepage von mekonet
Re: Woher die Kohle?? Unterstützung & Förderungen..
Pookie - 06.04.2005, 18:24
Hat jemand infos wo ich Unterstützung (spenden!?)
für unser Camp herbekomme???
also.. von toilettenpapier bis gummibärchen ist alles gefrage ;-)
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